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Meliorations-Anlagen im Regierungsbezirk Posen. 11.
Es sind ferner im Regierungsbezirk folgende UnterneHmungen theils im Gange, theils beendet.
13. Im Jlußgebiete der Warthe.
19) Die Bildung einer Genossenschaft zur Melioration oberhalb'der Mühle zu Kiqczyn, Kreis Samter , zu naß belegenen Grundstücke mit- tclsi Aufhebung des Kix-„czyncr Mühlenstaues und Senkung der See- spiegel des Kiqczyner, Gayer, Jankowicer und des Lussowo-Lussowkoer Sees ist bis zur Bestätigung des Statuts vorbereitet. Das MeliorationS-Terrain besteht aus 1516 Morgen 138 Quadratruthen Wiesen und 1031 Morgen 100 Quadratruthen Seefläche. Die Meliorationskosten find einschließlich der vergleichsweise auf 10,500 Thlr. festgeseßten Entschädigung für die Aufbe- bung des Mühlenstaues auf 21,000 Thlr. veranschlagt. Der Staat hat der Genossenschaft ein Darlehn von 10,500 Thlr. zugesichert.
20) Die Bildung einer Genossenschaft zur Melioration der am By- thkner See, Kreis Samter, zu naß belegenen Grundstücke mittelst Senkung des Wasserspiegels des Bythiner Scés um 5 Fuß ist bis zur Be- stätigung des Statuts vorbereitet. Das Meliorationsterrain besteht aus 671 Morgen 30 [IRuthen nasse Wiesen und Hütungen und 1380 Morgen 29 ([Ruthen Seefläche
21) Die Räumung des Samica-Baches im Oborniker und Posener Kreise von der Niemieczkower-Chrustower Grenze aufwärts - mit Senkung des Obiezierzer Sec's und des Fachbaumcs der Kowalewkocr Mühle um 5 Fuß - bis zum Kiekrzer See, Kreis Posen, ist in den Jah- ren 1858/60 ausgeführt. (Schau-Ordnung vom 15. Juli 1861 Seite 192 des Posener Amtßblatts pro 1861.)
22) Die Räumung des RyczynchX-Flusses, auch Jlinta genannt, im Obornikec Kreise, nahe von der Ninino-Ryczywöxcr Grenze aufwärts durch das Radomcr Vruch hindurch ist in den Jahren 1859-60 ausgeführt. Der Plan zu Bewässerungs-Anlagen für das Radomer Bruch und die Bil- dung einer Genossenschaft für diesen Zweck isl in der Vorbereitung.
23) Genossenschaft zur Melioration der am Rogasen er See zu naß belegenen Grundstücke mittelst Aufhebung des Mühlenstaues der Rogasener Stadtmühle (ckr. Statut vom 13. März 1865 Seite 161 der Gesetz-Sammlung pro 1865). Das Meliorations-Terrain umfaßt 818 Mor- gen 70 Ouadrat-Ruthen.
24) Die Räumung des Schrodaer und MiwsLawer Fließes im Schrodaer Kreise, von der Einmündung in die Warthe aufwärts, ist in den Q7ahrcn 1857-59 ausgeführt. (Schau-Ordnung vom 16. Sep- tember 1862 Seite 248 des Amtsblatts pro 1862).
25) Die Räumung der Lubieszka im Pleschener Kreise von der Stßgosz-Mühle bis (Hora, außgesührt in den Jahren 1856-61. (Schau- YIZUW vom 15. August 1862, Seite 220 des Posener Amtsblattes pro 1 .
26) Die Räumung der Lutynia im Wreschener Kreise in ihren drei Armen von den drei Einmündungen in die Warthe aufwärts bis zum Damm bei PrzybysXaw ist in den Jahren 1859-60 ausZcführt. (Schau- Ordnung für den Lutynia-Jluß im Kreise Wreschen vom 12. Juli 1863, Seite 175 des Posener Amtsblatis pro 1863).
(ck. Im Flußgebiet der ProEna.
27) Die Räumung des im Pleschencr Kreise von Karow über Mied- zia3now , Droszew, Pawlow führenden Fließes, welches unterhalb Goluchow in die Prosna fich ergießt, ist nach dem durch Regierungs-Rcsolut vom 24. Dezember 1857 festgestellten Plane ausgeführt.
28) Die Räumung des Olobok-Flusses im leelnauer Kreise - mit Kasfirung des Staues der Mühle zu KZszyce gegen die Ver- ?[eichswäse für den Mühlenbefiyer festgeseyte Entschädigung im Betrage von 000 Thlr. - ist im Jahre 1864 größtentheils erfolgt und in diesem Jahre zu beenden.
29) Im Kreise Adelnau. Für die Unterhaltung der Abzugsgräben aus dem Lawicki- und Rachuta-Teiche gilt das von der Posener Königlichen General-Kommisfion - aus Veranlasung der gutsherrlich-bäuerlichen Re- gulirung der Feldmark Maaßenau - im Jahre 1847 bestätigte Statut.
1). Im Flußgebiete der Oder.
30) Der Plan zur Regulirung des aus dem Kreutscher See, Kreis Fraustadt, ÜberHeyersdorf, Gurschen flicßendenLand- grabens und zur Melioration der an demselben zu naß belegenen Bruch- grundstücke, so wie die Bildung einer Genossenschaft für diesen Zweck ist in der Vorbereitung begriffen.
15). Im Flußgebiete der Bartsch.
31) Verband znr Regulirung der beiden zur Bartsch führenden Land- räben in den Kreisen Kröben, Fraustadt, (Huhrau, Glogau ?ckr. Statut vom 17. Januar 1859 Seite 53 der Geseß-Sammlung pro 1859). Die Meliorationsfläche beträgt 42,420 Morgen, wovon 14,732 Mor-
ZKM im Regierungs-Bezirk Breslau und 27,688 Morgen im Regierungs-
ezi-rke Posen liegen. Für die Melioration find bis Ende des Jahres 1864 63,173 Thlr. verausgabt, Zur Vollendung der Bauten smd noch 21,497 Thlr. erforderlich. Das der Sozietät gewährte Staatsdarlehn be- trägt 18,000 Thlr. Die Leitung des Baues erfolgt durch die Königliche Genetal-Kommisfion zu Breslau, Nach Beendigung des Baues geht die Aufsicht über den Verband auf die Regierung zu Posen über.
32) mKröbener Kreise ist a) die Räumung der D broczna von der Eimnundung in die Orla aufwärts bis Gogolewo planmäßtg in den Jahren 1862-64, ausgeführt," b) die Orla ist von der Grenze des Kröbener Kreises mit Schlefien aufwärts bis Pakoslaw planmäßig 1862-63 regulirt, c) die planmäßige Räumung der Masses wird erfolgen, sobald die Räumung der Orla- (Horle) in Schießen, in welche die Maselmündet, beendetsein wird.
33) Die Räumung der Orla im Krotoschiner Kreise von der quioschin-Kxöbener Kreisgrenze aufwärts ist in den Jahren 1856-57 xrfolgt (Pollzei-Reglemeni, die Räumung und Unterhaltung des Orlaflusses tm Ktotoschiner Kreise betreffend, vom 11. April 1857 Seite 143 des Amts- blattes pro 1857).
polizeilich unterm 20. Oktober 1864 genehmigte Entwässerungöplan für das zur Herrschaft Baszkow, Kreis Krotoschin gehörige Erlenbruch ist in der Ausführung begriffen.
35) Vartsch-Bruch im Adelnauer Kreise. Dies Bruch enthält 22,000 Morgen. Für die Melioration desselben find umfassendeVorarbeiten gefertigt. Für den den Interessenten im Jahre 1860 vorgelegten Meliora- tionsplan zur Ent- und Bewässerung des Bruches konnte leider die Mehr- heit der Interessenten nicht gewonnen Werden, Das Verfahren ist deshalb fistirt, und weil weitereAnträge bisher. nicht eingegangen find, bis jeßt nich: wieder aufgenommen worden. Um auf die Cntwäserung durch Herstellung der Vorflut soweit als thunlich hinzuwirken, ist die »Schau -Ordnung für den Bartsch-Jluß im Adelnauer Kreise vom 22. September 18624" S. 269 des Amtsblatts pro 1862, erlassen worden.
Endlich exiftiren zur Zeit folgende:
Deichgenofsenschaften.
' 1) Der Muchc-cin-Hauland-Marienwalder Deichverband tm Birnbaumer Kreise (clk. Statut vom 1. Februar 1858, (Heseysmnmlung pro 1858, ])38- 29). Die Eindcichung dec linksseitigen, unterhalb Birnbaum delegenen Warthe-Niederung zwischen Muchocin-Hauland und Marienwalde ist bereits ausgeführt und schüßt ein Terrain von 5836 Morgen gegen die Yeherfluthungen dec Warthe. Die Kosten dieser Melioration find auf 67,200 Thlr. veranschlagt, verausgabt find 51,751 Thlr. Das vom Staat dem Deicbverbande gewährte Darlehn beträgt 25,000 Thlr.
2) Der Marienwalder-Lausker Deichverband im Birn- baumer Kreise (akk, Statut Vom 10. April 1865, Geseßsmnmlung pro 1865, Seite 294). Diese unmittelbar unterhalb der Niederung 5116 1 be- legene linksseitige Warthe-Niederung, zu deren Eindeichung die Arbeiten im Herbst 1864 begonnen haben, umfaßt ein Terrain von 1759 Morgen 110 »Ja,-Rathen. Der Deichbau ist auf 7500 Thlr. veranschlagt. Die Be- lerÜUng cines Staats-Darlehns in Höhe von 6000 Thlr. ist in Ausficht ge e .
3) Die ebenfalls im Birnbaumer Kreise, aber auf dem rechten Warthe- Ufer belegene Warthe-Niederung zwischen Waice und Klein- Kredbel von 432 Morgen, welcbe bisher mit einem unten nicht geschlosse- nen Schu§deich versehen war, ist im Jahre 1864 durch Vollendung des Schußdeiches und Anschluß des unteren Theils an die dort belegenc Höhe geschlossen worden. Die Deichftrecken werden innerhalb des Territoriums des Dominiums Waice vom Dominium Waice, innerhalb des Territoriums der Gemeinde Klein-Krebbel von leßterer unterhalten, und ist das Bedürf- nis; der förmlichen Konstituirung cines Verbandes für diese Niederung nicbt hervorgetreten. Auch für Theilsircckcn des rechtsseitigen Warthe-Ufcrs im Birnbaumer Kreise find bei Alt-Merine und unterhalb der Waice-chin- Krebbeler Niederung alke Schußdeiche vorhanden, welche jedoch nicht ge- schlossen find und nur kleine Flächen schüßcn. *
4)_Für die der Jnundation durch die Warthe unterliegende links1eitige Niederung von Szczonowo und (Hzsiorowo von 2217 Morgen im Wresthener Kreise ist ein auf 5150 Thlr. veranschlagtes Deichprojekt entworfen. Das Ministerium für die landwirthschaftlicben An- gelegenheiten hat fick) bereit erklärt, den auf die bäuerliche Gemeinde Szczo- nowo treffenden Kostenantheil von 2000 Thlrn. in Berückfichtiqung der Ar- muth der Gemeinde mit 400 Thlrn. als Beihülfe und 1000 Thlrn. als Staatsdarlehn zu gewähren. Die Ausführung dieses Projektes ist indeß noch nicht gefichert. Endlich
5) Deicbarbeiten an der Prosna. Die linksseitige Niederung zwischen Miniszew und Paruchowo, Kreis Wreschen, ist zum Schuß geqeü die Ueberfluthungen durch die Prosna mit Deichen versehen, init Ylusnahme in der Feldmark Chxvawwo, in welcher Behufs Ab- leitung dcs Lutynig - Hochwassers eine offene Verbindung zur Prosna beftcht. Dic Deiche find in den Jahren 1857 -61 er- höht und verstärkt worden. Die Kosten der technischen Leitung dieser Ar- beiten mit 200 Thlr. hat der Staat bewilligt. Auf die Ausführung des auf 6440 Thlr. abschließenden Projektes, wonach die Niederung bei Chwa- Towo geschlossen, der Deich mit Rückficht auf die Stromrichtung theilweise verlegt und normalmäßig ausgebaut werden sollte, find die Interessenten nach der Verhandlung vom 27. August 1862 nicht eingegangen. Man bcschränkt fich vielmehr auf Erhaltung der bisherigen Deichanlagen. Mit Rücksicht hiermxf ist das Deich-Schau-chlement für die ProZna-Nicderung zwischen Mini1zewo und Paruchowo, Wreschener Kreises, Seite 314 des Athlattes pro 1862 erlassen.
- Eine Verfügung des Finanzministers vom 10. d. M. weist darauf hin, daß nach dem Vertrage vom 16. Mai 1865, die Fortdauer dcs Zou- und Handelsvereins betreffend, (Ges. S. 641) Art 11 unter Nr. 11. §§. 2 und 5, 1) Versendungen Vereinsländischer unbearbeiteter Tabaksblätter, wenn fie in Mengen von 10 Pfund oder weniger als Proben aus einem Ver- einsftaate in den anderen, oder aus einem Steuergebiete in das andere mit der Post übergeben, von den Uebergangs-abgaben und damit auch von der Begleitung mit zoll- und steueramtlichen Bezettelun- gen freigelassen, 2) dre Uebergangsabgaben von Tabaksblätterrn und Tabaks- fabrikaten mit 20 Sgr. sowie von Bier mit 7 Sgr. 6 Pf. in diesen Be- trägen nicht mehr von dem Centner des früheren preußischen Landesgewichts, sondern von dem Centner des gegenwärtig in Preußen bestehenden Landes- gewichts erhoben werden sollen. Diese Verabredungen kommen vom 1. Ja- nuar 1866 ab zur Auwmdung und find demgemäß die erforderlichen An- ordnungen getroffen worden.
' - nyolge Bekanntmachung der Königlichen Regierung zu Königsberg :| der Mtnge-Drawöhne-Kanal von dem Rußstrom durcb den Tag- graben bis zum Kurischen Haff vorläufig für unbeladene Kähne und
34) Der im Einverständnisse der Interessenten festgestellte, landes-
Hdlzftößß de_r Schifffahrt freigegeben worden. Die Zulassung beladenec Kahne fur die durchgehende Schifffahrt ift vorbehalten , bis ein geeigneter
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Ausgang der Drawöbne in das Kurische Haff hergestellt sein wird. Die ; Benußung des Kanals für beladene Köhne, welche dem innern Verkehr; auf x der Strecke von der Drawöhne nach dem Minge- und Rußfirom dtenen ! können, wie etwa zu Heuabfuhren und zur Anfuhr von Baumaterialxenu, ; 11? aber deshalb nicht ausgeschlossen. ;
x 1860 ? 1861 ' 1862
- Die Regierung zu Gumbinnen macht unter dem 23.,d. Mis. be- kannt, daß da nach dem Berichte ihres Departements-Arz1es dre Rmderpeft in Russisch Kowno und U1ngegend in so bedrohlicher QYUSdehnung herrscht, daß die Gefahr der Einschleppung nach Preußen nahe lxcgt, anscdltcßcnd 011 die Athblatt-Verfügungen vom 8. und 18. Scptemder c. angeordyct 16, daß fortan für die landräthlichcn (“x)“rcnzkrcixc S*ta-llupdncn, Pillkallen, Ragnit und Tilsit die Bestixnuygcn dcs J., 3. der Aller- böchfien Verordnung vom 27. März 1836" in Kraft treten und zur Anwen- dung gebracht werden.
Kunst- und wiffenfchastliche Nachrichten.
- Aus Glaß wird der »Prov. Ztg. f. S_cl)l.« vom'21stcn gcnxxldct, , daß, nachdem die topographéschxn Vermeßungen m derCmUchaft , (Hlaß für dies Jahr ihr Ende crre1cht haben, dix dazuskommandxrt gewese- nen Offiziere vom Generalstab wieder nach Berlm zuruckgek'xhxt 1md. _
- Von dem Kupferstecher Rudolf Stang ausDus1eldorf,„dcr fich bereits durch seine Sticde: »Mariä Verkündigunga, v.ach dem Dchr1chdn Jreöcobilde auf Stolzenfcls, und »Mrgndna, »Eugemea" und »Odethes Muse« nach Kaalbach rühmlicl) in dcr Kunstwclt ettxgcfuhxt hat, lst'dlc schwierige Arbeit unternommen worden, 6er RaphaYI de_rtthtem Bilde, die Vermählung der heiligen Jungfrau mttiJojeph (19 ÖMZÜUUÜYVM) dessen Reinigung durch Molteni einen neuen Sitcd zu fextltgen. „Der qunstlcr hat bei séiner Rückreise von Mailand itx Munchen 1eme Zeichnung Kgulbach, Schwind, Thätcr, verschiedenen Kunjtkcnrxern und channten gezxtgt und nach der »Aung. Allg. Za konzentrirtc 11ch ,da-LI Urtherl Aller darm,'da'ß dieselbe an Treue des Ausdrucks, Treue der LMLLU gnd JLTZUW/ so wxe m ihrer Haltung und Gesammtwirkung außerordentlich desrtxdigt und. ganz Und gar das schöne Original wiederspiegelt, Daffelbe gunfttge Urthetl gab 6 Molteni in Mailand ab. _ _ *
uch - Die Qlusgrabungen der römischen Pfahl'roste “1111 Mo1elbette bci Coblenz nehmen, nachdem von Seiten der Regtcrung 300 Thlr. und ,
Militairische Hülfe bcwiUigt ist, einen immer bedeutenderen Charakter cm. !
ie ro'e “a l der einxcrammtcn Stämme, sowohl der “Brerte Lmch am JUNI IKOseTlJUfhdr, wie iZ den 6 oder schon 7" crkenndaren m den Jluß t_re- tenden Jochen, (affen, schreibt man den (Koll). Blattcrua, kemen Zweifel darüber, daß wir eine sehr belangreichc Mojelvrucke vor" uns hadetx, dte man nach eingehender Prüfung der Fundamente auch nur fur eme ronnschxhaltcn kann. Hauptsächlich deutet darauf die Menge'der behauenxn und zum Thcrl sxulp- titten Steinblöcke, welche nach ihrer Schwere, threanatertal, "Charakter nud'etnem römischen Monumentalbau unmittelbarste'r VFW“- angehord haben konnxn. Erwäqt man, daß die große römische"Mrlttgtrstraye von Bmgcy nach Cdln schx Wahrscheinlich an der FundsteUgubcr dtx Mojel seyte, so jdtrd man ml; für ein großes Vrückcnthor resp. emen Trauszbogcn cntscherden" und (8 nicht unbegreiflich finden, daß die koloffalen Blockc-nach decKZerstorgan des Gebäudes "durch *die Eisgänge in die Pfahlxcjxc gertxthen. Wte berett's nnt- gcthcilt, besuchte Ihre Majestät dic K-öntgtn nebst dcderonprxnzen und der Kronprinzessin am 23. d.Mt_s. Nachnnttagzdre Auögrabunch und hatten von Seiten der Stroxnbau-Dncctton, .der Stadt Kodlenz um des rheinischen Alterthums-Vereins, die Herren Dtxeftor No'btlmxg, Ge- heimratl) W egeler, Archiv-Rath Elte_sier und Prosesor aus m A eerth, die Ehre der “Führung der hdhen Herrsthaffcn.
' 1864
* F e u ersvrunst stattgefunden.
»- Jn Weimar fand am 24. Oktober der TranSpori der großen
Statue Göthes, Welche bisher im sogenannten Tcmpclhcrrenhause stand, '
" ' ' ' “bre und dem neuen Mu1cum statt, wo fie- bekgnntlxch 1"m Treppenhause l', d.;ucrnde Stelle finden soll. Ihre großartxgen Verhaltnisse machten eme Ucbcrficdelung der Statue, Wenn der Bau schon wetter Vorgeschrttten ge- 1 n ein würde unmö [ich. , Nse -s Zn Mochxu iZ am 15. Oktober eine Bauschule a-ls lethetlung qer Schnle für Malerei und Skulptur eröffnet worden. Dtcsclde hat der
»Nord. Pa zufolge bereits 60 Zöglinge,
Statistische Nachrichten.
ie Ver e run ssteuer in Oesterreich.) 'Das K. K. Ftnanz- minisLcFium hatz Ye Erggebnisse dcr Verzehrungssteucr tm Jahre 1864 ver- öffentlicht. Diese Steuer, die oft als eizx Maßstqb zur Pcuxthexlung des Wohlstandes der Bevölkerung angeschetxwrxd, hat etye betrachtltche' lenqh111e im leyten Jahre erfahren. Es smd namlich 5,283,21_5 Ji. weniger emge- gangen als 1863, und zwar ist diese Abnahme hauptsachlich durch den Aus- fall in der Zuckersteuer und in der Bt_annthemsteuer entstanden. Erstere trug 3,570,199 Fl. und lehtere 1,480,936 weniger ein. PKW Ausnahme der Bierfteuer, welche ein Mehr von 41,992 Fl. ergah, find uberhaupt allx„an-- dem (Wein-, Fleisch- und Steuer an anderen beekten) un1er de'r vorxghrt- gen Ziffer geblieben. Diese unerfreuliche Erschemung, schxexbt dle'pTrlestek qu-«, ist nur ein neuer VeWeis zu der Thatsache, daß wtr_ uns wrrthscbast- lich auf einer abschüsfigen Bahn bewegen, und tmnmer drmJender wxrd dre Aufforderung jetzt, da alle Steuerkraft des Volks ubeere'buhr angexpannt ist, auch dafür zu sorgen, daß die Volksardett unter gunnsttgeren Bedmgun- gen als bis heute fich entwickeln könne. Dte Steuerausfalle smd eme Mah-
Y
!
' heißcnd ift.
nung an den Handeläminister, wie fie deutlicher nicht sein kann. Ob die von dem Finanzminister beabfichtigtePauschalirung der Zucker- und- anni- weinßeuer von größerem Einfluß auf die Ergiebigkeit sein wird, muß man abwarten. Die Verzehrungssteuer brachte in den leyten fünf Jahren ein: b an ere
Branntwein Wein Bier Fleisch Zucker Objekte-
14242062 6354878 15709786 6640747 5113400 4698323“ 12102280 5929259 13495699 6053102 5759707 4919575 13858388 7065889 13367920 6694587 5587838 5028966 15764690 6331732 16471141 5951930 10144943 6384934 14283754 6283092 16513133 5881055 6574744 6194377 Der Gesammtbetrag aller Verzehrungsfteuer war 1860 Fl. 52,759,360 und 1863 auf Ji. 61,013,370 gestiegen , 1864 wieder auf Fl. 55,730,155 gefallen. Die große, im Jahre 1863 erfichtliche Zunahme verdankte man zum Theil der Erhöhung des Steuerzuschlags bei Zucker um die „Hälfte. Bei Wein und Fleisch war schon in demselben Jahre eine Abnahme be- merkbar, für das leyte Jahr 'ist fie mit Ausnahme von Bier allgemein.
1863
. Die Steuerkraft hat hier ihre Grenzen errcicht und fie wird weiter erlahmen, - wenn die Bedingungen der Arbeit nicht beffer werden,
- Zn Pithole(Pennsylvanicn) hat am 9, d. eine große Petroleum- Die Behälter einer der größten fließenden Quellen, 4000 Faß dcs Oeles enthaltend, geriethen in Brand,“ dreizehn
' Maschinengcbäudc, welchc fünf Acres Land bedeckten, verzehrte das Feuer,
dem erst spät Einhalt gethan werden konnte. Der Schaden soll 100,000
Pfd. Stekl. betragen.
Gewerbe- und Handel&Nachrichten.
(Ostscc-Jischerci.) Unter diesem Titel bringt die »Stralsund.Ztg.« nachstehende Mittheilung: »Zum Probeßschfang in See zwischen Schonen
' und Rügen hat der Stralsunder Jischcrei-Verein im vorigen Monate zwei
zur Nordsee-Fischcrci eingerichteie vexxdeckte Fahrzeuge (Fischer-Ewer) mit doll- ständiger Bemannung héerher kommen (affen. Nach dem geführten Schtffs- journalc sind in dem Probemonat verwandt worden: 4 Tage zur Auf- suchung der befischbaren Stellen, 5 Tage, eigentlich nur _70 Stundexn, zum Fischfang, 12 Tage zum TranSport der gefangenen Ftsche auf h_ter'und zum Verkauf derselben und 12 Tage Wegen stürmischen Wetters als Liege- tage. Es find bei einer Wafferticfe von 60 bis 144 Fuß in 4 Fahrten ge- fangen und an den Markt gebracht worden: 1848 Stück = 302 Schock qroße Schouw, von denen man 1 Schock zum mäßigen Preise Von 175 Thlr. annehmen kann 41 Thlr. 2 Sgr. 13,600 Stück = 226€ Schock große und fette Flun- _, dern ?; 2 Thlr .................................. 453 10 » 358 Stück Steinbutten ZL 2 Sgr. .................. 23 26 » 47 Stück Dorsch 21 1 ng ..... .. .................... 1 17 » 620 Pfd. gesalzenen Dor1ch 3 6 Pf ................. 10 » 10 » in Summa 530 Thlr. 5Sgc.
Berechnet man nach den Angaben der Blankeneser! Fischer die Bau- koften zweier Ewcr nebst Vollständigen Neßen zu 6000, within a 20 pCt. aZHmseu, Reparaturkosten und Abnuyung jährlich auf 1200 Thlr., dle Assekuranz u pCt. mit 300Thlr. und die Kosten für die erforderlichen 6 Mann auf 1600'Thlr., nämlich für 2 Schiffer Zz 400 Thlr. zu 800KT61r, fur 2 Matrosen a 240 Thlr. zu 480 Thlr. und für zwei Jungen; 51.160 Thlr. zu 320 Thlr., so stellt sich die GesammtauSgabe eines Betrtxbswhres auf 3100sThlr.„ Dre pr. September berechnete Einnahme von 530 Thlr. 5 Sgr. wurde fur acht Betriebsmonate 424133; Thlr., mithin einen Ueberschuß von 1141? T_hlr. oder circa 16Z pCt. gewähren. In Wirklichkeit dürfte fich derselbe aberxhoher stellen, wenn pr. Monat statt 4 Fangtage, derxn 10 b,erechnet wgrdetz, wenn die besseren Monate des Fischfangs im Marz, April und Mai 11311 in Rechnung kämen, und Wenn neben den zur Anwendung gebraxhten tyett- nmschigen auch engmaschige (Hrundneße für. den Aalfayg und dae gewohn- lichen Neßc zum Herings- und Lachsfang m1t benuhdwurden. Wegen vor- gcrücktcr Jahreszeit traten die beiden Blankeyeser Fische; nach Ylblatzfe _des Monats die Rückreise an und erklärten fich mckZt abgenetgt, nn Jun: nach- sten Jahres, nach Ablaufe der besten Mongte sur den Nordseefqng , auf hier zurück zu kommen. Der Zwech des„Verems tft tm „Wesentltchen _erretcht, Es ist fcftgeskclit, daß die Ostsee fi1chxeich uz1d der J11chf_ang (Hewmn ver- Der Prioat-Jndustrie bletbt es uberlaffen, drese neue Erwerbs- und Nahrungsqueüe weiter zu verfolgen und auszunußen.
Eupen, 23. Oktober. Wenn auch 111 den. [ckth Monaten unsere Tnchfabrication nicht ganz den außergewöhnltch blyhenden Stdndpunkt vom vorigen Jahre innegehalfen, so hai_man doch, wxrd den xKoln; Bl.- qescbrieben, im Ganzen keine Ursache, dartixbeyzu, klagedn. Was den htefigen Tuéhfabriken einen leisen Stoß gebracht, 1st die tmOUent m Folge dersdort herrschenden Epidimieen wesentlich Verminderte Kauflust. Der geschtyalerte Ybsaß nach der Levante machte, daß der, Marktheutschlands fur" den Augenblick mehr als gedeihlich von Fahrtkaten htestger “Gegeyd, uber- schwemmt wurde. Noch weniger dürften Klagen ger'echtferttgt sem m Be- treff unserer Maschinenfabrifen, dzren Eupetx Wer, und zwar bedey- tende, aufzuweisen hat. Ueberhaupt durfte als em Zetchen," daß man an hiefigcr Gegend noch nicht über (H„eschaftsftockung Kla_ge zu „fahren. braucht, der Umstand anzuführen sein, daß m fqst allen Geschastszwetgen em qu- qel an Arbeitskräften hervortritt. Seti „mehreren Jahrzehnten hqt keme solche Bauihäiigkeit, wie in diesem Jahrx m- "Eup'en, gehrrrschl', allem noch immer fehlt es an Wohnungen, namentlteh fur dre arbettenden Klaffen.
Landtvirthschaftliche Nachrichten.
Der Herr Minister für die landwirthschaftl. zinslosen VorschußFv-Tt; zehzjtZtlaseYi Ilhlalem
s , itun einer intern-ationalezx e vte - u,. -'e_::ung FLHYLKY (Zn Jthe 1866 bewilligt und wurde nunmehr zur Außfuhrung
(Annal. d. Landw.) Angelegenheiten hatte emen
d s Unterne mens eschritten wxrden kötznen, wenn-nicht inzwißhm dai? Lkuftreten deb; Rinerpeft in denxemgen Landern, von welchen eine-Haupe.