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3,200,000 Fl. zur Deckung des Kofienaufwandes für den Staats- „
Eisenbahnbau. Die beiden Vorlagen gehen an den Qlusschiiß. In der gestrigen Sißung der zwciten Kammer wurde der Bericht" auf Wiederherstellung der 1849er Verfassung von der uber-
wie enden Ma'orität an enommen. , "
gBayernj. MünZhen, 27. Oktober. (N. E.) Se. Maxestat der König wird in den ersten quen _der nachsten Woche wieder in Hohenschwangau eintreffen und ,xedeniaüs iiochmehdrere Wochen daselbst Verweilen. -- König Ludivig ]. hat die Abrctie nach Nizza
an den 6tcn k. M. festgescyt. _ f - In der gestrigen Siizung dcs (Heseßgebungs-Aus- u es der Ab eordneten-Kammer , . "
LY 13211 der K.SStaat'Iregierung neu formuln'ten Artikel uber den
Termin zur . _ mündlichen Verhandlungen wetter wr-t.
Oesterreich. Wien , 29. Oktober.
eitun . bringt _ , Yonirolegder Staatsschuld, gültig sur daes gauze Reich. ..
Mit Berufung auf Mein Patent'vom 20. September 1665“ und da es Mein Wille ist, daß eine von der eranerchlZyg unabhangige Kom- misfion ohne Unterbrechung und Jivar bis zu den] Oettpunkte, mit welchem die Reaktivirung einer aus der Wadl der Reichsder-tretufng hiroorgegiinge- nen Staatsschu[dcn-KontrolskommiysidndchletcyivieertZerY, die Gedahmng ' *,"cn überwa e n e „) zu _ : . „ ' tm SéaTssYTLleuYübung derchKerrolle der __Staatssthuld Wlkd cme_ Mir unmittelbar unterstehendé Kommission zur Konxrolle der Stae1ts]_chuld, Welche mindestens aus fieben Mitgliedern zu theth hat, von Mir be- rufeii und aus ihrer Mitte der Vorfigende und denen Siercrtreter 317141111111. Ich behalte Mir vor, über Antrag der Konnmsytoy die Anzahl dex Mit- qlieder mit Rückficht auf die Bestimmung “dcs J. 1_ de_s Ocsißxs _vom 13. Dezember1862, bis aufzehn zu erhöhen. J. 2.931? Yiitthcder d1e1cr Kom- mission können wegen der in der Ausübung dic1e§ ihres Berufs geschehencn Abstimmungen und gemachten Aeußerungen. iitemals zur Y_Zranti1*or- tung gezogen werden. §. Z, Sämmtliche Mitglieder de'r Koryimmton nden ihr Amt unentgeltlick) aus. Diejenigen, derezi Wohnsiß außerhalb Wien
ele en ift, hach für die nöthigen Zu- und Nuckrerjeii Ulnspruch_auf die im . I des Geseßes vom 13, Dezember 1662 dezitchnete .Rclstvcxgxlflzyg. . 4. Die Kommission beginnt ihre Wirkmmkett, mdcm sie. die (Heicyaite, insbesondere die Kontrole über die Erfüllung der aus dem nur Memex Ent- schließung vom 6. Januar 1863 genehmigten Ueberemkoriiiyxp rnit der prioilegirten österreichischen Nationalbank vom 3. Januar 1663_„dersel-ben und der Finanzverwaltung obliegenden Verpfiichtungen und ianimtltch
Die heutige »W i e ner
“Anitsschristen von der nach dem GOsLYL vom 13. Dezcmder 1862?
berufenen Staatsschulden - Komirols - Kommission. des Retchöraihes uber- nimmi. Die der leyteren nach dem Gejeße , vom 17. Noveni- ber 1863 noch obgelegcne Kontrafignirung der Partml-Hypothefar-Anwei- sungen wie auch jener Staaisschuldverschreibungen, tyelche aus* GLYN? ch mittelst Geseßcs vom 30. Juni 1865 bcwiiligtcn Kredats voii 13 Millioxicn Gulden wcrden hinausgegeben werden, hat an dxrxiiSieUe die neu e_rxiannic Kommission vorzunehmen. Y". 5. Zur BcschlußsahtgketidLr,'Ko111111Y110n Ut die Anwesenheit von fünf Mitgliedern erforderlich." J. 6, Jux dcnxxall des Au Zscheidan eines Mitgliedes behalteJck) Mir dic Erganzung dxr Konummon voi: §. 7, Den Gegenstand der an die Kommission übertragexxen Kontiol/thldcn die gesammte (fumdirte und schwebende) U(lgemcinc Staats1chu1d, dickxciduld dcs lombardisch-veneiianischen Königreichs und die Grundentlustnungsichulden m der bisßerigen Weise. §. 8. Die Kommission hat: 3) daruber zu Wachcii, daß mit der bestehenden Staatsschuld gcseßmäßig gebahxtf Werde, daß, oliv genau im Sinne der gcseßlichcn Bestimmung- die Verxnsxmg, sound die haare Rückzahlung oder die börsemäszige Einlömng siatismdc und daß die für Zwecke der Verzinsung und KapitalJrückzahlung gewxdmeiey Mittel iyrcr Bestimmung gemäß verwendet werden,“ b) bei eincm tien qusgcnommencii Anlehen die Einhaltung der kundgcmachten Aufm]hinsbcsttinmungcn, die Eintragung in das Hauptbuch der Staatsschuld, sowie die Erzeugßng und Llusfertigung der Staatsschuldverscbreibungen zu über1vachcn und leytcre zum Zeichen ihrer in diesen Beziehungen ausgeübten Kontrole mit der Na- mensstampiglie des Vorfißenden und eines der Kommisfionsmitgltedcr zu unterferiigen, ebenso c) die gehörige Vorschreibung und Evidcnzhaltunxz' dsr auf kurze Zeit abgeschloffenen Vorschußgeschäfte und deren vertragSnmßigc Abwickelung zu überwachen und die dariiber ausgefertigicn UlkUUde zz: contrafigniren. Z. 9. Zur Aiisübung ihrer Obliegenheiten werden dex mit diesem Geseße berufenen Kommission aÜe Rechte und Befugniffe eingeraumt, welche der Staatsschulden-Kontrolékommisfion des Reichsraihcs in dem Ge- seße vom 13. Dezember 1862 eingeräumt worden find. Jnßbcsondere wird das Finanzministerium verpflichtet, die Kommission rechtzeitig von allen Ver- änderungen im Stande der fundirtcn und schwebenden Schuldcn und der Verzinsung, ebenso rückfichtlicl) aller abgeschloffencn Vorschußgeschäste in Kenntnis; zu seßen, ihr die. bezüglich der lcßieren ausgefertig- ien Urkunden zur Ccnirasignirung vorzulegen, eine genaue Übersichtliche in einem besonderen Creditsjournale voklständig concentrirte RechnungScinstellung bezüglich aller die consolidirte und schwebende Schuld betreffenden Opera- tionen bei der Staatscentralkaffe zu veranlassen und hiervon wochenweise genaue Abschrift ihr zu übergeben. §. 10. Die Kommission zur Kontrole der Staatsschuld hat Mir unmittelbar, so oft fie es angemeffen erachtet, je- doch alljährlich mindestens einmal über ihre Wahrnehmungen einen Vortrag zu erstatten, welcher zur allgemeinen Kenniniß zu bringen ist. Außerdem hat die Kommission mit Schluß eines jeden Semesters einen Ausweis über den Stand der gesammten Staatsschuld zu verfassen und im amtlichen Theile der »Wiener Zeitunga zu veröffentlichen. Uebrigens bleibt es der Jommission unbenommen, der nächsten Versammlung der Reichsverireiung aber ihre Wirksamkeit Bericht zu erstatten. Der sonstige Geschäftsverkehr der Kommissionist auf jenen mit dem Finanzministerium, der Direktion deroSiagtsschuld, den Creditöbuchhaltungen und Kassen beschränkt. §. 11. Mein Finanzminister ist mit dem Vollzugs dieses Gesetzes beauftragt.
fuhr derselbe in der Berathung „ , ne troy vorhergegangcncr Ermahnungen, Warnungen und Strafe„
Hinterlegung der Schlußanträge und der Fixirung dcr ;
folgendes Grieß vom 27.0kt0ber 1665 Über die .
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Der ehemalige Minister der auSwärtigen Angelegenheiten, Graf??? Bitol-Schauen|ein ist gestern am Schlagfluß gestorben. Wie die »(Heneral-Correspondenz- vernimmt, ist der ErzherzoJ-“É KarlLudwig zum Protektor für die Bethciligung Oesterreichs a„, der 11767 zu Paris stattfindenden AussteUung, so wie überhaupt «„If-*** künftigen größeren Weltausstellungcn bestimmt. Graf WickenOUL-„Ü? ist zum Präsidenten der österreichischen Centralkommisffon für di Pariser Ausstellung ernannt worden. ' In Folge Kaiserlicher Entschließung ist der »Tricsicr Ztg.. „„,; folg_e eine Iorschrift über die Behandlung unverbesserilickz'kxé? “- Ofsiziere und Kadetten dcr Kriegömarine erlassen worden) Als unverbcffcrlich werden Offiziere und Kadetten angesehen, wemi
eiiien der folgenden Fehler hartnäckig beibehalten: Anhaltcnde Lanig. fett oder Saumscligkeit in Erfüllung der Dienftes-Oblicgcnhcii, Hajig
ck zur Trunkenheit, liederlicher oder Ltnfittlicber Lebenswandel, herab.
würdigendes Benehmen, besonders an öffentlichen oder Anstand gebietenden Orten, Umgang mit Personen von üblem RUf, gemei. ner Sinneéavt oder von notorisch politisch anstößigen Gefiiinittigem,§ [eichtfinnigcs Schuldcnmachsn, besonders bei Abgang von Zahlungs? mitteln. Solche Fälle smd, weiin sie sich nicht zur gcrichtlicbcni Untersuchung imd Besirafimg eignen, eincr kommissioncllen Bcbaiid.F lung und Ahndung zu untcrziehsn, und es WUß die BeiviÜigungx hierzu vom Marinc-Truppen- und Flotten-Jnspcktdr eingeholt iver-Z den, Mit nur dieser das 3111? YUEÜÖUUJ dcr Gerichtéherrlichkeit be- rUfene _Organ ift. Ueber den Konnnisfions-Amtrag cntscheidex bei Offizieren das Krichministerium, bei Kadetten der Marine. truppcn- oder Floiten-Jnspcfwr, und von dieser Entscheidung hängx cs sodann ab, ob bei Offizieren das kriegsi'cchtlichc Verfahren anzu. wenden, demnach die Entlassung mit oder ohne Gnadengchalt, eben so bei den Kadetten der Verlust der Kadettenbcgünstigung, das ii Versehung in den Stand der Gemeinen, oder die Entlaffung 1117, - Disziplinarwege einzutreten habe. Die als underbcfferlich entlassenen See - Kadetten smd, so lange fie im militairpflichtigen Alter stehen. nach Maßgabe der bei der nächstfolgenden Heerescrgänzung einire: tenden Behandlung ihké'k Altchklaffe und nach dem Ausschlagc de:“? Looscs steUungÖpftichtig, wobei ihnen jedoch jene Jahre, die fie vox ihrer EtZtlaffung axis der KriegHmarinc gedient haben, zugute gerech- i:ct wer en,
Schtveiz. Bern, 26. Oktober. (Köln. Zig.) Dcr Na- tionalrath hat bei seiner [)cntigen Bcraihung iiber die Bundes- VcrfassmigI-Rcvifidn die von seiner Kdiiimisston vorgeschlägenc Re- dactidii W die Glaubensfreiheit bctreffcmden Bestimxmmch enthaltenen Artikels 44 mit einkr an Einstimmiizkcit grenzcndsn Mehrheit anZendmmen. Dieser Artikel lautet jeßt:
Art. 44. Die Glaubensfreiheit ist unverlcßlich. Zim des Glaubens- bckcnninisses willen darf Niemand in den bi'tkgcrlicbcn odcr politischen Reik,- ten beschränkt Werden, Die freie AuJiidung des Gottesdienstes ist den (M“; erkannten christlichen Konfessionen, so wie innerhiilb dcr Scbranken dcr Sitt- ]ichkeit und öffentlichen Ordnung mmi) ji'dcr andcx'cn Religionsgéuoffcnscimf: im ganzen Umfange dcr Eidgenoffonschafi gem„sährlcistsi. Den Kantonen fi wie dem Bunde blcibk vorbehalten, für Handhabung der öffctiilicbcn Ord- nung und des Friedens untcr din Konfcsfioncn und Religt"onsiicnoffenWi- zin die geeigneten O.)?iißnahmen zu treffen. *
Groszbiiiaiinien und Yirlaiid. London, 27. Oktober, Ihre Majestät dic Köiiigin [iat ihre Abreise don Bc1lnwral, Un; dcm Begrädnißtage Lord PällUckstOU'I ihre Rücksicht zu [*cchch») Von ()ente anf morgen yerschobcn, Z
Die Bestattung der irdischen Reste Lord Palmerston's ba:T bald nach 1 Uhr Nächmiitags, wie schon telcgr.gkmc1dct wurir stattgefu11de11. Eine Uiigchcure Volksmcnge bat fili) an der Cercnwniö bciheiligt. Alle nach Cambridge-Hdusc führenden Slxaßen wach einige Stunden vor dem Beginn der Feierlichkeit von Tausenden ' angefüllt, dercn wenige ohne ein Abzeichen der Trauer erschienen, Auf der ganzen Strecke, die der Lcichcnzug nach dcr Abtei zurück:, legte, waren alle Geschäftslokale geschlossen. „ war imposant, und -- wie die Abcndblätfer nicht zu bemerken er-
UWUIUU- wirkte dabei UUch 'der Himmel mit, denn im ergrkifendcn [MM Moment “ vor der Versenkung dcs SMALL"; "- sammelten fich draußen plößlich die Wolken , warfen ihre dunklen Schatten in . das Innere des Dowes und hükltcn die Gruppe der Leidtragende, in tiefe Finsterniß. Unter den Klängen cines Crost'schenChoralcs warddcl Der Dekan las dann die lcxzten ch '
Sarg in die Gruft gesenkt. bete und als die Abschiedsworte: »Staub zu Staube, MM 3" Asche- ausgesprochen wurde , warf Lord Palmcrßons Neffe goldene Ringe zu dem Sarge hinab. Händel's Hymne »Sein Leib ist in Frieden begraben- erklang nun durch die weiten Hallen und der Todtenmarsch in Saul geleitete die große Masse der Anwesende" aus der Abtei hinaus.
*- 28, Oktober. Heute Nachmittag war Ministerrath im auswärtigen Amte. - G. Elliot und C. J. Barrington smd 3" Earl Ruffell's Privatsecretairo ernannt,“ der erstere hat dieselb? Stellung im auswärtigen Amt und der letztere im Schahamt (bel Lord Palmerston) seit einigen Jahren eingenommen.
Die Feier in dcr Mic!, „
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Frankreich. Paris, 27. Oktober. Graf Bisinarck traf gestern in Paris ein und tritt laut der -Francea am Sonntage die Rückreise nach Berlin an. Von Lord Cowley's Rücktritt und der Ernennung des Lord Granvikle zum englischen Gesandten in Paris ist auch hier jeßt stark die Rede.
Der »Abend -M0niteur- berichtet, daß die Kaiserin in einem eigenhändigen Schreiben der Wittwc Palmerston's ihr Beileid be- -ei t Hat.
6 g General Jussuf ist mit Gefolge in Marieille eingetroffen.
In Frankreich Werden auf allen Punkten des Gebietes, beson- ders aber in den großen Städten, Untersuchungen über Ursachen, Auftreten und Verlauf der Cholera angestellt, die auf diesen Unter- suchungen fußcnden Berichte sokkcn von dem Aussthuffe für öffent- liche Gcsundheitdpflcge geprüft Und zu einem Gcneralbcrichtc bcnuYt werden. Der Kaiser beabsichtigt, durch die jeßige Noth veranlaßt, Umfaffcndc prophylaktische Maßregeln für das ganze Reich einzufüh- ren, so daß die jeßige Cholera-Epdchc für die Sanitäts-Verhältnissc des Landes cpocbemachend werden dürfte. Anek) BaronJamcs Von Rothschild hat dem Minister dcs erern 20,000 Jr, für die Hinter- bliebenen der Choleraopfer, Jean Ldnis Groffulhe hat 50,000 Fr. zu diesem Zwecke eingesandt. Auch die Lifte der -France- etitbält nicht unbedeutende Posten. Die »Patrie- glanbt heute die Ver- sicherung geben zu können, daß fick) der Gcsnndheitsstand iii Paris in den leytcn Tagen wesentlich gebessert habe. 'Der »Moniieura meldet, daß die Viriiiitc von den Lycecn, Kollegien und Normal- schulen der Pariser Akademie bis zam 251'ten Abends ganz vortreff-
lich lauten.
Itaiien. Rom, 2-65. Oktober. Das *Giornale di Roma- meldet, daß der Brigiide- General Kanzler zum Prominister der Waffen an Stckle Mcrode's, der seines Amtes aus Gesundheits- rückfichten entlwben, ernannt worden ist.
Griechenland. Athen, 26. Oktober. Das Ministerium hat der Kammer einen auf Ersparniffe (etwa 2 Millionen Drachmcn)
im Staatshaushalt abzielenden Gescßcntkvurf vorgelegt, ist aber da- ;
mit von der Majorität (75 gegen 69) abgewiesen worden, woranf es dem Könige das Gesuch einreichte, entlassen zu weich. Man glaubt, daß Bulgaris nun den Auftrag erhalten werde, ein neues
Kabinet zu bilden.
Türkei. Konstantinopel, 18. Oktober. Daud Pascha ist Vorgestern endlich nach Syrien zurückgercist. Wie dem franzö- fischcn »Monithra von hier geschrieben wird, hat die Pforte ihm als Libanon-Goudcrneur folgende Konzessionen genxackyt. Die bereits verkiindigte Amnestie für die an dem Gemeßel von Damaskus schul- digen und vcrurtheilten Drusen blci'oi zwar in Kraft, docs) sollen
die Begnadigten in den Libanon nnr mit der ausdrücklichen,
Erlaubnis; Daud Pascba's zurückkehren dürfen. Ferner wird dem Gonverneur cin jährlicher Zuschuß von Z Miljioncn Piaster be- willigt, so daß der ganze Libandn-Etat anf (ZZ MiÜiouen Piaster (1-3,- Millioncn Francs) zu stehen kommt. Fiir den gewöhnlichen Sicherhcitsdienst im chirge reicht die Gendarmerie in der Stärke von 1500 Mann aus, doch sollen fÜr Nothféille zwci Schivadrdnen türkischer und zwei Schwadronen aUSschließlich aus Christen bestehen- der Kavallerie dcm Pascha znr Verfügung stehen. - pie Nachrich- ten von Dscheddah lauten, dcm »Monitcnra znfdlge, sehr ernst. Die aufständischen Beduinen von Llssyr haben den Pascha von Yemen mehrere Tage in Hodeida belagert gehalten und vor den Thoren Dscheddah's wird gcranbt nnd geplündert. Der Groß - Scherif von Mekka [)at sick) an die Spitze der türkischen Armee gesteklt und sein „Hauptqixariier in Confonda aufgeschlagen, um von dort gegen die Aufständischen zn operircn.
Nuszlanö und Polen. Die Gcseßsammlung Nr. 89 veröffentliclzt ein am 23. Oktober Aller-
höchst bcsiäiigtcs Gutachten ch Reichsraihs, naci) Welchem diejenigen , ' zwischen weißen und farbigen Truppen.
Ariifel dcs A(lg. (Heseßbuches, dic fick) auf das Gerichtsverfahren Und die Geschäftsführung in den chigen Gerichtssiätten beziehen, Umzu- ändern und zu ergänzen find.
Von der polnischen Grenze, 27. Oktober, wird der »Osts.-Ztg.- geschrieben: Die durch dicKalamitätendeslexztenJabres und die diesjährige schlechte Ernte in große Geldnotk) gcrathcnen Gutsbefißer in Litthauen geben fick) alle Mühe, die Errichtung eincr Filiale der Petersburger landschaftiichen Bank in Wilna zu erlangen. Die Regierung hat auch bereits ihre Genehmigung dazu ertbeilt, aber es fehlt dem Petersburger Bankverein noch immer an hinreichenden Geldmitteln, um allen an ihn gesielltcn Anforde- rungen zu genügen, und so Werden die schwer geprüften litthauischcn Gutsbefißer wohl noch einige Zeit auf die Erfüllung ihrer sehnlich- sten Wünsche warten müffcn. Nach den lehten Nachrichten haben die in London gemachten Anstrengungen, Kapitalien für die Petersburger landschaftliche Bank zu gewinnen, fichere Aus- schten auf Erfolg. Die englischen Kapitalisten stellen aber harte Bedingungen: fie verlangen wesentliche Aenderungen dcs Bank- ßatuts zu ihremVortheil und zur Bewirkung einer größeren Sicher-
St. PeterÖ-bUrg, 27. Oktober. . * ist zusammcngetrctcn, um den
"aus Süd - Carolina mit den
heit der Geschäfte des Vereins,“ sie versprechen aber schließlich, die Summe von §00,0()0 Pfd. St. als Stamm-Kapital für die Bank herzugxbßn. Inzwischn bat Wilna in einer unlängst dort errichte- ten Filiale der Staatsbank ein anderes Kredit-Jnsiitut erhal- ten, das ader lediglich zur Untersiüßung des "Handels und der In- ditstrte bestmmt ist, die von den Folgen des leßten Aufstandes mehr mmdcr, schiver betroffen find, als die Landwirth- schaft. Dic ländlicHen Gemeinden des Kreises Sandomir haben bc1chl0ffen, znr T*ankbarcn Erinnerung an ihre Befreiung von der Abbéiugigkeit der GutsbcstYcr vier große Kreuze in dem ge- nciniitcn Krciie zu errichten und haben zu diesem Zweck durch frei- wckirgc Beiträge dic Summe von 1461 SR. zusammengebracht. Das eine dieser Kchze ist bereits am 11. v. M. in devStadt Sanddmir errichtet Und vom dortigen Bischof feierlich eingeweiht worden. Der Kaiser hat jenen bäuerlichen Gemeinden seine Befrie- digimg und scinen Dank dafür auSsprcchen (affen. - Seik Voriger Woche weilt in Warschau der um das öffentliche Unterßchts- und Erziehungswesen in Rußland hoch verdiente defcffor dcr MdEkauer Universität, Michael P o godin, Wie man hört, zu dem Zwecke, das öffentliche Unterrichtswesen im Königreich Polen und nameutlich den Stand der polnischen Bildung näher k?nnen zu lernen und nebenbei mit polnischen (He- lebrten wiffensclmftliche Verbindungen anzuknüpfen. Er wird vom StattheÜter Grafen Berg mii großer Lluszcichnung behandelt. Bei einem ihm zu Ehren VM leßtcrem gegebenen Diner, bei welchem auch die wiffcnschastlichen Celebritäten Warschaus zugegen waren, brachte der rusfischchlehrte einen mit großem Beifall aufgenomme- nen Toast anf die brüderliche Vereinigung der beiden bisher ent- zweiten slawischen Hauptstämme, des russischen und polnischen, aus, die allein ihre gemeinsame Wohlfahrt sichern könne. - Am 22. d.M. starb in Warschau der Bafilianer-Mönch, frühere Provinziak dieses Ordens“, BafiliuS Kalinowsfi, in dem hohen Alter von 108 Jah- ren. Er war 1758 geboren und 1790 zum Priester geweißt wor- den. Suit 1806 lebte er im Bafilianer-Klofter in Warschau.
SchWeden und Norivegen. Stockholm, 25. Oktober. In dem Vudgét-Entwarf, der dem kürzlich zusammengetretenen nor- wegisckycn Storthing vorgelegt wurde, ist vorgeschlagen, die Civilliftc des Königs auf 64,000 Species (126,000 Thaler preuß. CPU.) zu erhöhen. Seit 1815 betrug dieselbe nur 61,000 Species, die Veränderten Zeitverhältniffe machen die vorgeschlagene Erhöhung um 20,000 Species nothwendig. (Der dänische König hat eine Civilliste von 250,000 Species.)
Dänemark. Kopciihagen, 28. Oktober. (W. T. B.) Der Präfident des gemeinsamen GrundgeseßAusschusses, Krieger, hat gestern eine längere Verhandlung mit dem ConsLil-Präsidenten Bluhme geführt. Das Resultat dieser Verhandlung hat Krieger in Heutiger SiYixng dcs Ausschusses dahin mitgetheilt, daß die Re- gierung erkläre, auf ch von der Majorität des Ausschusses ange- nommenen Entwarf dcs (Hrnndgeseßes nicht eingehen zu können, vielmehr an dim cigcnexi Zcrfaffungs-Entwurfe festhalten zu müssen. Die nächste SiYUUZ dcs Atisscyuffes ist auf Dienstag, den 31. d., anberaumt.
Amerika. Ncw-York, 18. Oktober. Die gcseßgebende Ver- sammlnng des Staates Mississippi ist am 16. in Jackson zusam- mengetretcn mid der erwählte Gouverneur Humphreys wurde in sein Amt eingeführt. - Vor die Conyention von Nordkarolina ist eine Resolution betreffs Annahme'der konfödcrirten Staatsschuld ge- bracht, aber zurückgewiesen oder vielmehr ac] QCW- gelegt worden, Wodurch ausgedi'iickt ist, daß in dieser Session die Frage schon nicht mehr vvrgebracht werden kann. -- Entlang der Küste von Süd- karolina faÜM häufige Streitigkeiten zwischen den Weißen und den Ncgcrn vor. 2913th sollen wohlbewaffnet sein. Ein Militairconscil RUHcstörungen vorzubeugen. Auch in Baltimore ist es zu tumultuöscn Auftritten gekommen Aus Kentucky sollen die Ncgertruppcn zurückgezogen werden. - General R. L. Lee hat am 2. d. den vorgeschriebenen Qinmcstieeid abgclegt. Der frühere süd- siaatlichc Vicepräsident hat ausgesprochen, daß er des Präsidenten Johnson's Reconstructionspolitik nach Kräften unterstüßen werde. Während solchermaßen schon mehrere Größen der weiland konföde- rirten Regierung steh auf Seite Johnson's gestellt haben , scheint der Widcrßand, Welcher dem Präsidenten von derjenigen Partei entgegen- geseßt wird, deren Fähigkeit die energische Durchführung und der schließlichc glückliche AUsgang des Krieges zu verdanken ist, fich immer entschiedener auszusprechen. So hat der Abolitio- nistenredner Wendell Phillips in einer Rede erklärt, daß der Präsident M in seiner Ansprache an die Deputation _ reuigen Rebellen identifizirt, fich wenigstens selbst zu einem Dreiviertel-Rebeklen gemacht habe, damit der Süden ein Viertel: Ünioniftisch werde. Phillipps tadelt diejenigen republikanischen Conventionen, welche die Poliiik des Prä- fidenten gut heißen. Der von dem Ceniralrathe einberufene Kongreß dcr Jenicr ist am 16. d. in Philadelphia zusammengetreien, etwa
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