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P a s s i v a. 6) Banknoten im Umlauf .............. 122,169,000 Thlr. 7) Depofiten-Kapitalim ...................... 21,366,000 . 8) Guthaben der Staats-Kaffcn, ?nsiiiuic und Privat-Personen, mit Einschlu des Giro- Verkehrs..................,.. ............. 14,431,000 , Berlin, den 31. Oktober 1865. Königlich Preußisches Haupt-BankDirektoriurn. v. Dechend. Schmidt, Kühncmann. Boese, Herrmann. von Koenen.
Abgereift: Der Ober-Berghauptumnn und Direktor im Mi-
ni erium iir "Fandel Gewerbe und 6 'ntlicl)c Arbeiten Km: von : „ „ _ , | f I' , ffk ' , g ; lung des hochwurdigen Kapitels diirfte nahe bevorstehen.
Nidd a , uach Saarbrücken.
Nichrcrrnriichds.
Preußen. Schloß Babelecrg, 1. Novomber. Se. Majeßät der König nahmen [)klltc dic Vionats-Rapportr, militairische Meldungen und den Vortrag des Civil-Kabinets entgegen.
- L. Noyemdcr. Seine Majestät der König nahmen heute im Laufe des Vormittags dcn Militair-Vortrag entgegen.
- Der Posi-Anwcisungs-Verfehr- welchcr durch die
31. Oktober d. R. folgender: In Berlin zur Post gegeben:
Nach außerhalb420,484 Poft-Anweisungrn, im Ganzen aus 322,690 ; teln wrrde eingeschritirw werden. Das über diese Verhandlung aufzuneh- ' mende Protokoll ist der Landesregierung unverzüglich einzusenden.
Anweisungen, im Ganzen auf 47,096 Thlr. 6 Sgr. 10 Ps Nach H
Berlin gerichtet von außerhalb 57,681 Post-Anweisrmgen, Z ' wird der Herzog von Sybiklenort zurückcrwartet, um wiederum
? dauernd seinrn Llufenikyalt in Unserer Stadt zu nehmen, Der Ans- bau des linken Flügels des Herzoglickicn Refidcnzschldffrs, in dem
die *Prov, Corr.a, War seit Jahren ein Gegenstand besonderer, an- F Se. Hoheit wohnen wird, ist so gut wie vdl1endet.
haltender Fürsorge des Kultus-Ministcriums und der chierrmgsbehör- den, insoweit dichrbcfferrmg ariiGrund dcr bisherigen(Heseygebung J scHreibi: Wie wir vernehmen, ist von dem Großherzogs das durchgeführt Werdenkonnte. Nichtübcrallfandjedoch die Schulverwal- tung in den bestehenden gesetzlichen Vorschriften eine genügende (Hrundo ;
lage, um dem erkannten Bedürfnis; durchgreifend abzuhelfen, Eine «Angelegenheiten und für Kunst dcm Ober-Apdrüatwns-Ratk)
bis zu dem Erlaß des in Artssicht genommenen allgemcinen 1)1'. Brtchfcr in Rostock wiederum übertragen worden, welcher mit
5 dem Range eincr“? Staatsrathcs zu Ncnjahr 1866 sein ncries Amt
Thaler 14 Sgr. 11 Pf., für Einwohner in Berlin 5682 Post-
im Ganzen auf 1,063,277 Thlr. 7 Sgr. 8 Pf. ' - Die Verbesserung des Einkommens der bis- her nicht auskömmlich dotirtcn Volkssthullehrer, schreibt
voüftändige Durchführung der wiinschendrverthen Verbcfferung schien
Unterrichtsgesches hiiiarisgcschobeii werden zu müssen, In- zwischen hat fich jedoch immer klarer her*auSgestcllt, daß dem Erlaß eines solchen allgemeinen, das gesammte Unterrichtswescn regelnden (Heseßes vcrmögc der tief gehenden MeinungIverschicdcw
entgegenstehen. Um so erfreulicher ist es, daß die Verhandlungen der jüngsten Landtagssesfion eine Möglichkeit eröffnet haben, zunächst wenig- stens cin Gesch zn Stande zu bringen, welches die Ordnung der äußeren Verhältnisse des Volksschulwesens, na- mentlich des Lehrer-Einkommens zumGegenftande hat. Während das Haus dcr Abgeordneten seit einer Reihe von Jahren immer dringender die Vorlegung cines Gescßcs über das gesammte Unterrichtswesen beantragt hatte, ist von demscldcri in der lehten Session beschlossen worden, die Staatsregierung aiixzu- fordern, einen (Heseßenirvurf, betreffend die Feststellung der äußeren Verhältniffe der Volksschule, inSbesdndcre der Lehrerbesoldungen vorzu- legen. Der Herr Kultusminister hatte schon im Voraus in der Kom-
misston seine Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben, auf einen solchen . Ressort abcr mir die inneren Angelegenheiten dcr Kirche grdörrn,
Weg einzugehen, welchcr die Hoffnung gewährt, gerade dasjcuige Gebiet des Unterrichtswesens zu ordnen, auf welchem das Bcdiirfniß einer anderweitigen geschlichen Regelung am Dringendften empfun- den wird. Bei der Bcrathung im „Hause sprach der Minister aus, daß von Seiten der Staatsregierung auf das Ernstcfte und Bereit-
jvilligsic erwogen werden folie, auf welche Weise jenem Beschluss„ enigegenznkonnncn sei. Demgemäß ist denn auch im Unterrichts-
Ministcrium ein GeseH-Entwurf in Betreff der Einrichtung und Unterhaltung der Volksschulen und ein anderer in Betreff der Pensionirung der Volkssthullehrer ausgearbeitet wor- den. Dieselben unterliegen zur Zeit der gemeinsamen Bcrathung der verschiedenen betheiligten Ministerien.
Prov.-Corr.) Die Arheiter-Verbältnisse und namentlich die Aufhebung der Bestimmnngen iiber ArbeitSeinsthungen sind bekannt- lich vor Kurzem Gegenstand eingehender Berathung einer dazu besonders berufenen Konferenz gewesen. Die Ergebnisse dieser Bcrathung smd seitdem im Schooße dcs Handelsministeriums, so wie zwischen die- sem und den übrigen Miniserim weiter erwogen worden, um eine Vorlage Behufs Abänderung der bezüglichcn Gesehgebung für die nächste Landtagssession vorzubereiten. JmZusammenhange mit die- sen Vorarbeiten, mußten auch andere Theile der Gesehgebung und das Bedürfniß einer etwaigen Abänderung derselben mit in Betracht gezogen werden. Besonders werden die beabsich-
tigten Veränderungen der GeWerbe-Gesrßgsbung vorausschtlich auch neue geschliche Bestimmungen zur Sicherung der Frei- zügigkeit nach sich ziehen. Vorzugswcise kommt hierbei der Fortfall dcs Einzugsgeldcs in den Gemeinden, in welchen ein solches bisher erhoben worden ist, in Betracht. Die Erwägun- gen des Staats-Minisieriums find hierauf schon seit längerer Zeit gerichtet.
Cöln, 1. November. Wie wir vernehmen, schreibt die -Köln. Ztg.«, war .die vorgestern siattgehabte, brrcits erwähnte Ver- sammlung des hiesigen Metropolitan-Domkapitcls, bei welcher Übrigens die auswärts wohnenden Kapitularen nicht zixgeaen waren,
* nur veranstaltet, um Mittheilungen iiber die dem „Herrn anwropst
[)1'. München bezüglich der Erzbischofswahl von Seiten des Herrn Oberpräfidcntcn von DiieSbcr-g gewordenen Eröffnungcti der Staats- Regierung zu empfangen. Eine zweite und vollständige Versamm-
Schleswig-Holstein. Drin vAlt. Merk.“ ist unter dcm 31. 1). M. abschristlich degende Vcrfiigung der Hcrzdgl. Holstciiischen Landesregierung zngrgangen: -
Da während der Dauer des gegenwärtigen Provisorinms die Souve- ränitätésrechie an den Herzogthümcrn Schieswig-Holstein beziehungsweise oon Sr. Majestät dem Kaiser, von Oesterreich und von Sr. Majestät dchönig von Preußen ausgeiidt “werden, so kann es der inländiscizen Preffe nicht zu- stehen, fich solcher Qliisdrücke zu bedienen, welche für den gedachten Zeitraum
= die Attribute dcr Souveränität cinrm Andrrn beilegen, wclche dahcr bei-
spielsweise eincn Andrrn als den Landesherrn als regierenden Herzog be- zeichnen, oder welche einem bestimmten Namen die Zahl beifügen, durch
wclche die Reihcnfvlge unter den regierenden Herzögen angegeben wird. . „ o , -«« ' W. ' ' ",- x ! R R ' * z „ Post“ Anstalten in Berlin Vernnltelt worden tft, War dom [. bis . „ute Polizeibehdrdm norden daher angewicsrn, den .)iedactcuren imd Ver
lcgern der betreffenden Zeitungen Vorstehendes mit dem Brdcutcn zu eröff- nen, daß wenn die Prcffe sich in Zukunft dcrartiger, dcn Verhältniffcn nicbt entsprechender Llusdrückc bedienen werde, hirrgegen mit den qescßlichcn M i-
Vraunsckwag,1.N0vember, (Tage:?bl.) JndicsenTcxgen
Pkeck'lenkmrJ. Schwerin, 1. Novcmbcr. Der 'N. &.a durch das Ableben des Staats-Miriisters von Schröter
erledigte Jristiz -Ministcrinm nebst den mit demselben vcr- bundrncn lethcisrmgen für geistliche, Unterricdts- und Medizinal-
antrctcn wird. anlcich hat der Großherzog aiif den Wrtnsck)
' des Herrn Ministrr-Präsidenten v. Ocryen denselben von der Lei- _ „- turig dcs Ministerinms des Innern zu Ostrrn “1666 ZU cut- heiten über wichtige (Hrnndsäße außerordentlich große Schwicrigfeitm binden, und 311111 Vorstands. dicses Ministeririms mit dem Range ? eines Staatszraihs vim dcm
_ geiianntcn Zcitpimkic ad dcn Gch. Justizrat!) ])]: WLYcll, ordentlichen Professor der Rechts an der Universität Tiibiiigen, zu bcstrljcn geriihrt. JU Bitrcff dcr
? Kompcirnz dcr Miiiiftcricn findet keine Irrätidcrung stalt. Dic
Gerüchte von einem aiich in dem Finariz - Miiiistcrirmi cintrrtcndcn Pcrsonalwcchscl find als [ccre und 136105 grundldse Ersindrmgcn zu bezeichnen.
SäWarzburg. “Sorrdershauicn, 31. Oktober. (Z. Z.) Der Landtag hat in seiner lcßtrn Sißung dic chicrungs-VdrlaZr, betreffend die Reorganisation der Kirchen- und Schulbehörden, mit geringen Veriinderungen angenommen. Durch dieses Grieß wird das fürstliche Kdnfistdrium, w-elches VN" 7 Jahren cingcscßx wnrde, anfgchoben und tritt an stine Stelle wieder der Kirchcnratb, iii dcffrn
während die éinßcrcn Angelegenheiten, sowie die Schrilsackwii, wieder
- der 4.21bthcilrmg dcs fürstlichen Ministeriums zugcthcilt wcrden.
In den unteren Instanzen, der Kirchrii- rind Sclwl-Jnspcciidn mid
dcm Kirchen- und Schulvorftandc, ist die einhcixlicde Verwaliimg der Kirche und Schule festgehalten. Eine besondere Bcdrninng hat
* aber dieses neue Gesch durch die Heranziehung des Laienclcmcnis in
der untersien Instanz,“ dem Kirchen = und Schulvorstandc liegt die Ueberwachung des sittlichen und kirchlichen Lebens, die kirchliche Zucht, die Armcnpflege, die Vermögensvcrwalmng dcr Kirchcn- und Schril- gemeindr, die nächste Aufficht iiber die Schule 11. (1. db, doch ist die Kirche vor Eingriffen in Lehre und Kultus sichergestellt.
Frankfurt a. NT., 1. November, (Jr. J.) Wegen der auf heute und morgen fallenden katholischen Feiertage A(lerhciligcn und Allerseelen wird die Wiedereröffnung derBundcstagssining dem Vernehmen nach erst am Freitag erfolgen.
Nassau. Wiesbaden, 31. Oktober. (FUF) HeuteVdr- mittag fanden in den Einzelkammern und in der Ständcversamni- lung öffentliche Sißungen statt. In der Ersten Kammer erschien fiir den Grafen von Kielmannsegge als Vertreter der Freiherr von Schwarzkoppen. In der Zweiten Kammer warde durch die Regie- rungs -Kommisfion der Gesehentwurs über das StaatSanlehcn von 3,200,000 Fl. vorgelegt.
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Großbritannien und Irland. London, 31. Oktober. '
Jhre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin von Wales habxn sich, nachdem die Prinzessin Hilda von Anhalt von ihnen Abschied genommen, um nach Deutschland zurückzukehren, nacb Knowslcy m Lancasbire, dem Landsiß des Earls von Derby, ?egebenÉ ivo Ze meshrerhe Tage zu (Gast bleiben werden. Von Knows- ey an um cn te cute der Stadt Liver ddl ' l" - sprochcncn Besuch. p emen angst der
Nach denr Schlusse des gestrigen KabinetSraths bat Hr. Glad- ßone cmc-Retse nach Schottland angetreten, einer an ihn von der Stadt Glasgow gerichteten Einladung Folge leistend.
Die Rettungsboote haben in den dcrhecrendcn Stürmen,
welche unsere Küsten heimgesucht haben und sich nun endlich zulegen - scheinen, wieder anerkennendwcrthcstc Dienste geleistet, zumal bei T St. Zycs iii Cornwall, bei Margatc, bci Yarmoutb und an der schottischen Küste, so daß trdß dcr außerordentlich zahlreichen Schiff- ) d“*in er e i - Unglücksfalj ist nur noch aus DONWCH in Schottland zu d(TréclbtckeQieié Eine Fldtille' von Fischerbooten war chen aus der Bucht in See“ ge- , . laufen, als em plößlicb anfspringcndcr Norddsisturm 2 derselben um- ; 1600 Mann Saltillo; 6000 Kaiserliche marscbiren nach der Grenze
“ ! am Rio Grande. Nleete erreichtcChihuahua init 300 Mann, nach- ? dem 600 drn mrierwegs erlittenen Strapazen erlegen waren. Alle
brüche nur wenige Menschenleben zii beklagen smd.
ftürztr, “13 Fischer crtranfcn.; Frank -ch ' Z' . "WWW ret . Paris, 1. Oktober. Die Besserung im
Gesundheitsstande von Paris wird von der »Jranee- wie yon der ;
'Gazettc des Hdpiianxa als fortwährend güiistigcr geschildert und man darf in einigen Tagen ein »Ouafi-VcrschwindeU: der Cholera- seuchx erwarten. In der Umgegend des fünften Arrondissements, das uberhaiwt die meisten Cholerafälle liesertc, smd noch einige Kranke, im Val-de-Grace ist kein Cholerafranker mehr,“ die Abnahme der Fälle
hält seit dem LZ. Oktober Stand; “dies ist jedoch kein (Hrnnd, die '
hygienischen Vorsichtsmaßregcln, dic fich _sd schr cnwfodlen haben, cht Zußer Licht zu [arsen-, setzt die -Spitai-Zcitunga hinzu.“ In Marscilje, Toulon UJXÖ den iibrigen infizirten Orten Siidfrankrcichs ist die Cholera fajt gänzlich verschwunden. Am vcrwichenen Samstäge kamen in Nimes nur zjvci Clwlera-TodcsfäUe vor, in Toulon am Sam's-
tag fiebcn, in MarseiUe sechs und in Arles keiner mehr. Am
30. Oktober besuchte der Ministrr des Innern dic Cholerasäle im
Lelion in: Spitals Bcanjon im Choleräsaalc selbst das Kreuz der
Cantala, macht darauf aufmerksam, daß es sieben Departements in
Frankreich giebt, die bis auf den hcutigcn Tag noch nie von der *
Cholera berührt worden find. Es find die Dcparicmctits Camtal, Corrééze, Crcnsc, Lot, Haute-Vienne, Gers Und Ldzä-re.
Paier Claret, der Beichtvater Jsabella's Tl., ift arif der Reise nach Rom in Perpignan eingetroffen. ZZZ
Spanien. Aus Madrid, 31. Oktober, wird telcgrapdirt: »Gestcrn fand eme große Prdgrcsfisten-Versammlung zum Zwecke
Präsidenten des Ausschusses gcwählt.« (Zricchenland. Aus Athen, 29. Oktober, wird telegraphisch
Bildung eines neuen Ministeriums beauftragt worden ist, aber die
die Kabinetsbildung zn überlassen,
Türkei. Bukarest, 28. Oktober. Floresco wurde zum
Präfidenten dcs Staatsrathes ernannt.
Rußland und “Polen. Von der polnischen Grenze, 61.Okt0bcr. (Osis. Z.) Zn Wilna ist eine Sammlung sämmt- 5 licher vom friiheren Getreral-Gouverneur Grafen Murawieff in , den Jahren 1663 und 1864 zur Unterdrückung des Aufstandes er-
laffenen Jnstructionen, Cirkulare und Verfügungen veranstaltet wor- den und wird nächstens im Druck erscheinen. Die rusfischenBlätter weisen auf diese Sammlung hin als auf eine Quelle hoher Staats- iveisjheit, dic fich unter den kritischsten und schwierigsten Verhältnissen dewa'hrc habe. - Der Statthalter Graf Berg hat *fich am L9. d. M. in Begleitung cines zahlreichen Gefolges nach Wloclawck begeben, um der feierlichen Einweihung und Eröffnung der dort erbauten neuen Weichselbrücke beizriwohnen. - Wie aus Warschau kommende Reisende versichern, hat die Abführung des Administrators der Warschauer Erzdiözese, Rzewuski, nach Astrachan, deren Kunde fich. am folgenden Morgen wie ein Lauffeuer durch die Stadt der- breitete, auf die dortige Bevölkerung zwar einen tiefen und zum Theil schmerzlichen Eindruck gemacht, nirgend aber auch nur die leisestZKundgebung der Unzufriedenheit hervorgerufen. Dagegen hat dte,landliche Bevölkerung der Umgegend die Nachricht von jenem Ereignis; mit auffallender Gleichgültigkeit aufgenommen. Die Ver- haftng des Prälaten erfolgte am 27. d. M, um 4 Uhr Morgens, und. ihr ging eine umfassende Revifion der Wohnung desselben und der m der Nähe gelegenen Johanniskirche vorher.
Amerika.. New-York, 21. Oktober. Zur Ergänzung der gestern teleg'raphisch gemeldeten Nachrichten theilen wir noch Nach- stehendes nut. Der Staatssekretär Seward hat öffentlich erklärt,
» der Präsdcnt werde die Ansprüche, Welche die amerikanische Nation
an das Audlmid erhebe, in ehrenvoller Weise wahren, und der Ein- fluß dns die internationale Politik des Auslandes, namentlich in Amerika, welcher durch den Bürgerkrieg beeinträchtigt worden sei, werdeferne'ueri werden. Seward spricht ferner die Erwartung aus, die biLberrgen Republiken Amerika's gcfräfiigt zu sehen. Der
5 Finanz-Minister wird Gold-Depofiten entgegennehmen, dercn *Quit-
tungen zu. jeder Zeit eingelöst und als Mittel zur Zahlung von Stewern dienen konnen. Im Süden besorgt man fortwährend Neger- aufiiande. *Das Geschäft in Nrw-Orleans ist seit August um ZZpCt. grstiegen. Die alte Bnnmwollernte kommt stetig herein, während 016 neue. weit unter dem DurchschnittSertrage bleibt. Die Delegaten des ((Leider-Kongresses haben 500,000 Dol]. gezcichnet, und Offiziere der Union sollen den Jeniern ihre Dienste angeboten haben.
Laut Berichten aus Matamords vom 4. Oktober erreichten
diexcirigcn Ausländer, welche Waaren nach Mexiko einführen, bedür- fen hiirforr Certifikate der Kaiserlichen Konsuln.
Ein Jelegrmnm aus Halifax r*jxi New-York Vom 20. Oktober meldet, daß der Dampfer *Circassiana mit 619 Passagieren am “1x.“Oktobcr von Bremen direkt nach Ncw-York abgegangen, bei Breton Island verloren gegangen ist. Ladung und Paffagiere sind gerettet.
7- Dcr pariser »Moniteur- vom 31. Oktober meldet aus Mexiko: In den Provinzen Yucatan, Oajaca, Jalisco, Sinaloa und Ourango hcrrsche Ruhe, in dcr Sonora l,)abe Oberst Garnier am 13. August 11cm bescßt, wo er 22“) Stück Gcschüße und rciche
: Vrrrätbc an Waffen gefnndcn,“ von ganz Sonora bleibe den Dissi- denten mir noch Alamos.
„ ." Nachdem Garnier in Ures die »wilbrhdrden _orgamxirt und eine stehende Streitmacht gebildet, sei er auf Guaymas marschirt. General Brincouri meldet
_ . . . _ aus Clibuabua da Sua ' " .Hotel Dir:: und'tm Spital Beartwn „ru Paris,“ der Kaiser ließ . )" * , ß “3 M seine Anhanger entlassen, das durch seinen Minister dcn Internen Legros im .Hotel Dieu und
Trrrppcncdrps, dds. er bei sich Hatte, aufgelöst habe und mit zweien scmcr Minisicr am Paso del Norte die Grenze passirt
z und nach Santa Fe, dcr Haiiptstadt des Staates Neu-Mexiko, pasfirt
Ehrenlegion überreichen. Ein Departementsblatt, -Le Monitrur du sei. Kaiser Max hat am 16. September, dem mexikanischen Unab;
hängigkeitsfesie, einekRede gehalten, worin er sein festes Vertrauen auf dte Zukunft ausspricht, drei Statuen zu errichtexr befiehlt: der
„ Unabhängigkeit die erste demKaiser Sturbide die Weite dem arrer 5 Moreles die dritte. , Q 3 , Pf
' Zugleich ist Zturbidc's Tochter zur Prinzessin desen beide Enkel find zu „Prinzen erhoben worden. Ferner wardé
; cin 'Coldnisations-Dekrer criaffen, worin alle Farbigen, sobald fie 5 mrxrkamschsn Boden betreten, frei erklärt und die Verhältnisse zwi-
schen Grundbesißern und Einwanderern, welche in Dienst treten, so
der Bildung eines Central-Ausschuffcs statt. Esparterd ward ziim geordnet werden, daß der Dienstherr nicht bloß Lohn, Kost und
Kleidring zu zahlen, sondern auch cine, dem vierten Theile des Lohnes
; gleiche Summe in die Sparkasse einzuschießen hat, um ihnen nach und . nach ein Stück Geld zur Sclbstständigkeit zu sammeln. (der 'Költt. Ztg.-) gemeldet, daß Bulgaris allerdings mit der ? Maximilian will im Noyember Yucatan bereisen,“ dic Militairperiode ' - ; geht zu Ende, die Konsolidirung der neuen Institutionen |th bewor. Bedingung gestellt hat, Graf Sponneck müsse entfernt werden. Als ' der König darauf erklärte, Graf Sponneck werde bleiben, da er keine ?
amtliche Stellung bekleide, so trat Bulgaris zurück, um einem Andern Z
Telegraphische Depeschen aus dem Wolff“schen Telegraphen-Büreau.
Kiel, Donnerstag, 2. November, Mittags. Die »Kieler Zei- tung- theilt mit, daß der Statthalter FMI. v. Gablenz dem Prinzen von Augustenburg einen längeren Besuch abgestattet habe.
Petersdurg, Donnerstag, 2. Roycmber, Nachmittags. Ein Kaiserlicher? Dekret vom 26.1). M. verordnet cine Rekrutirung in beiden RcichSzonen im Verhältniß von 4 aui 1000," dieselbe soll am 15, Januar 1666 beginnen und am 15. Februar beendigt sein.
-- Die am 31. Oktober ausgegebene Nr. 9 des »Minifterial- Blatts fiir die gesammte innere Verwaltunga enthält unter
Nr. 162. Bescheid an die Königliche Regierung zu R., die Vcrpfiichiung der Ritterguisbcfiyer zu Spanndiensten von ihren in der Parochie belegenen Bcsißungen betreffend, vom Zten August 1864. .
Nr. 163. Verfügung des Ministeriums der geistlichen Angelegenheiten, die Mitwirkung der linksrheinischen Kirchen-Vorstände bei den auf Kosten der Kommune auszuführenden Kirchenbauten betreffend, vom 5. Juli 1865.
Nr. 164. Verfügung an die Königliche Regierung zu R., wonach die den Schulen gesehlich beigelegte Sporiel- und Siempelfreiheit auch den Schulgemeinden zu statten kommt, wenn sie in An- gelegenheiten der Schule handelnd auftreten. Vom 15. Augusi 1865.