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Hamburg, 2, November. (H. C.)
Die Konferenz für Ein- ;
Jürstenthrim Lübrck, Helgoland, Dänemark, Schweden, Nortrech
führnng von gleichem Maß und Gewicht in den deutschen Bundes: ,? Jsland, dcn Faröcrn und Grönland andererseits zu Stande gekom-
ßaatcn wird in nächster Woche in Jranffnrt a. M. zusannnrntrcten,
und werden die Senate von Hamburg, Lübeck und Bremen bci der- , selben durch Herrn G. chsold, Mitglied unserer Bürgerschxift, ver-
tretcn sein. Der neue preußische Oberpostdirektor Briinnow, bis- her in Stralsund, ist zur Uebernahme seiner Functionen hier ein- getroffen.
Neuß. Gera, 1. November. Der Landtag des Fürsten- thumI Reuß j. L. ist von Sr. Durchlaucht dem Fürsten auf den 18. d. zusammenberufen worden.
„Baden. Karlsruhe, 31. Oktober. richtrn dcr »Karlsr. Ztg,« zufolge, wird der Großherzogliche Hof gegen Ende diescr Woche von Baden hierher wieder überficdrln.
Sc. Königliche Hoheit der Großherzog wird zrméichst mir !
wenige Tage in der Residenz verweilen, indem er beabsichtigt, trol,
der schon vorgerückten Jahreszeit, auf Anratbcn seiner Aerzte, dic
nächstfolgenden Wochen zu einem Aufenthalt am Gcnfcr-Sec „zn bc- nuch, um durch Luftvcränderung die ReconvaleScenz von den in Störungen ihres Wohlbefindens zu fördern und zu bcfestigexi. Da- von den Aerzten fiir nothwendig erachteten Genusses ciner vollstän- digeren äußeren Ruhe, wclche - in dem erforderlichen Maße - nur während eines Aufenthaltes an einem entfernteren auswärtigcn Orte gefunden werden kann.
Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin wird inzwischen mit den Großherzoglichen Kindern - wie gewöhnlich - Ihren Aufenthalt in der Refidcnz nehmen.
Oesterreich. Wien, 2. November. (W. T. B.) Die 1-General-Cdrrespondcnze- sagt bezüglich der gestern publizirtcn Zinsen- erböhung der Hypothekar-Amveisungen: »Dicse Maßregcl bezwecktc nicht, die Cirkulation der Salinenscheine über den Betrag des seit Jahren behaupteten Umlaufs auszudehnen, sondern nur die Kon- furrcnzfähigkeit der Hypothekar-Anweisungen gegeniiber den Anwei- sungen verschiedener anderer Kreditinstitute zu sicherna.
Schmeiz. Bern, 30. Oktober. (Köln. Z.) Nach f t sechs- stiindiger Debatte hat der Nationalrath heute bei Fort thung dcr BundeSverfassungS-Revision den Antrag der Minder- heit seiner Kommission, vdcm Bunde die Befugniß zuzugestehen, cin nllqomeines schweizerisches HandengeseHbuch zu erlassen oder auck)
bloß emzernc 49m- 5-8 medylsrecbtcs in den Bereich der Kumdes- gcsetzgebung zu ziehena, mit gegen 33 SUUUULU verworfen. Die Gegner dieses Antrages, zu denen sämmtliche der französischen Schwciz angehörende Mitglieder zählen, bekämpfen das vorgeschlagene allgemeine schweizerische Handelsgesetzbuct) hanptsächlich von dem Standpunkte der Kantonal-Souverainetät, während seine Vertheidi- ger auf Deutschland verwiesen, das ein solches Gesetz befißc.
- 31. Oktober. Heute hat der Nationalrath, die Berathung dcr Bundesverfassungs-Revifion fortsetzend, eincn Beschluß gefaßt, der im Jn- und Auslande mit Freuden begrüßt werden wird: er hat den Antrag der Minderheit seinchommission: »nach Artikel 59
der Bundesverfassung einen neuen Artikel des Inhalts einzuschalten: '
Der Bund ist befugt, gesetzliche Bestimmungen zum SÖUHL dcs schriftftellerischcn , künstlerischen und industriellen Eigenthums zn cr- la!1cria, mit 51 gegen 42 Stimmen angenommen, und so viel ich bis jetzt aus der Stimmung einzelner Mitglieder des Ständcratbes schließen kann, wird auch diese Behörde einen gleichen Entscheid in dieser Frage fällen. Nucl) diescr Beschluß ist als eine Konsequrnz des Handelsvertrages mit Frankreich zu betrachten, tvrlcher dem geistigen Eigenthum des französischen Volkes den Schuß der Gesetze garantirt. Jm Ständerath ward heute mit 26 gegen 7 Stimmen Eintreten auf die Bundesverfaffungs-Revifion beschlossen und dann die weitere Verhandlung auf morgen vertagt. *
. Gryszbritannien und Irland. London, 1.N0vember. Dir amtliche -London Gazette« veröffentlicht eine vom 5. Oktober dattrte'Depcsche Earl Russell's an den «Obersten Stanton, Jhrcr Majestat Agenten und General-Konsul in Aegypten. DieDepesche rst als eine Vertheidigung der von EarlRusscll in Bezug auf Alves- stnien bcfolgten Politik gegen die von konservativer Seite crlwbc- nen Beschuldigungen anzusehen. ' ,
Herr Gladstone erhält heute das Ehrenbürgerrecht der Stadt Glasgow. Morgen wird der Schatzkanzler fich nach Edinburgh“ bc- gebrn und am Freitag daselbst seine Abschicdörcde als Rektor der Universität halten,
_ An die Stelle Lord Palmerston's als Vertreter von TiVerton Wird wahrscheinlich der Herr George Demnan treten. Derselbe war früher der Kollege des Verstorbenen, wurde aber bei den letzten Wahlen von einem konservativen Mitbewerber geschlagen.
" Frankreich. Paris, 1.N0vember. Der -Moniteuru vcr- offentl'icht heute den Postvertrag, der zwischen Frankreich und der Jurstltch Thurn- und Taxisschcn Postverwaltung in Bezug auf Be- forderung von frankirten und unfrankirten Briefen zwischen Frank-
Verliißliclycn Nach- '
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reich Und Algerien einerseits*und Schleswig-Holstein, Lauenburg,
! men ist. Jrankirte Briefe von Frankreich und Algerien nacb Schlez,
! Fr, 40 C., ans Istand TC, (von Kopenhagen ab) 90 C. Bcrtrag tritt mit dem 1. Januar 1866 in Kraft.
' _ 2. November. Graf Von Bismarck, der gestern hier ci!!- getroffen ist, machte heute dem Minißcr dcr arisxrnirtigeii Angxcgen. ' hcitcn, Drox: 1,311 de Lbuws, eiiien Besuch.
! Man meldet, das; die Vcrmählrmgen der Prinzessin Anno, Murat mit dem Örrzog von 3116911671) Und der Vicomtesse Horrem!!! ;“ Tascber de la Pagerie mit dem Grafen Lépinc im Tuilerienpalajr, grfeicrt werden sollen. *
Rom, 28. «Oktober.
Diiscr
!
Italien, Die Vorbereitungen zum
„ _ „ „ „„ ; AÖJUJ cines Tlieils der franzöfisctxn Truppen ruhen einstweilen, letzter Zeit durch rdcumaiischc und nenralgtschc Affectwnen erlittenen , !
nmnche gingen sogar wieder in ihre eben verlassenen Posten znriick,
, !„ ' „ , . „ „ ' _ ! Dagegen wurdcii 11011) vorgestern von hirr nicht wenige entbehrlich, durcl) gewmnt Se. Komgltclze Hoheit zugleich die Moglichkeit chu ?
Train-Effektcn dcr Artilleric nacl) Civita - Vecchia geschafft Und nach Toulon verladc-n, General Montebello wird Anfangs nächstér Woche eintreffen. »- Der l). Vater zeigt fiel) fast täglich dem Volke, verzichtete aber aus die im Oktober in dcr Residenz des Qnirinals iiblichen Erholungcn.
Rußland und Polen. Von der polnischen Grenze, 1. November. (Osts. Ztg.) Am 29. v, M. fand, wie bereits be-
richtet, die feierliche Einweihung der in Wloclawck neu erbauten: Die Stadt Wloclawek, wclche 9000 Ein-' „ wohner, darunter etwa 3000Dentschc zählt, ist von jeher als Stapel-
Weicbsclbrlicke statt.
platz fiir den Gctrcidebandel mit Preußen bekannt. Es fehlte ihr
an einer sicheren Verbindung mit dem fruchtbaren und fornreicben.
rcchten Weichsel-Ufrr. Dieser Mangel ist durch Erbauung cincr eisernen Schiffsbriicke auf Anregung und nach dem Projekt des Statthalters (Hr. Bergbcscitigt worden. Der Bau der Brücke bc- gann am 17, März d. J. und war am 17, Oktober, mithin in 7 Monaten vollendet. Der Erbauer ist der Jirgenicur Czerniawski, Da die Stadt die fiir die Erweitrrriiig und gcdeihliche Entwicklung
ihrer Handelsverliältniffe so iiberaus wichtige Communication vor-z Zuaélweiie derInitiativc des Grafen Berg verdankt, so ließ fie iim? ur) eme , c utation “U deri Einweihun Seicrli keiten cin * ? , -- - - - . «& - - DU" Graf trafpam 29, yo, M„ um ]] Übrngormictliags, mit FFI," Olatt- enthalt em Sendschretben des Statthalters, (zelrmarschall
Extrazng in Wloclcrwck ein.
der katholischen Pfarrkirche. Am Eingangs: in dieselbe wnrde er vom
Bischof von K_Ujawien, Marszcwski, mit Kreuz und Weihwasser empfan- _ gcnnnd zum «Hochaltar gefuhrt, an dem crin tiefi'r Verbeugung cin frirzcs
Gebet verrichtete. Nach seinem Qlitstritt aus der Kirche ordnete fick)- vor derselben der Festzug nach der Briickr. An der Briicke ange- kommen, wurde der Statthalter vom Rabbiiier und vom Repräsen- tanten der jüdischen Gemeinde begrüßt. Hierauf ging der Jrstzmi iiber 'die Briicke, wobei der Bischof dcn Wcihcakt verrichtete. Arif dcm 1cnscitigcn Ufer wnrde der Statthalter Von den Spixzcn der Behörden des Gouvcrncments Plock und dem dortigen Biictwf Pw- !)crl" empfangen. Nach Beendigung des Weiheaktrs fuhr Grcis Berg zrwuck zu dem von der Stadt ihm zu Ehren gegebenen Diner. «annntliche Bcgriißungs- und Toastrcdcn wurden in derrtschcr Sprache grhaltcn und von dem Grafen Berg deutsch erwidert. Die Rückreise des Grafen nach Warschan erfolgte um 71161“ lecde mit einem Extraziige. “
«ckMode?! und Nortvcgen. Der durch scinc rigentbiim-
liche „Höhe bekannte Felsen Harnetcn am Söndfjord [Wi cine '
bcdcutcndr IZrä'nderung erlitten, da der große über das Wasser drr- voxrragcnde xrhctl desselben [)*inabgestiirzt ist und nun auf dem Mee- resboden liegt.
Wasscr mehrere Jaden breit iiber das Ufer schlug.
(T-
Dänemark. Kopenhagen, 2. November. „.d,
(W.
ihrchmisswn cingercicht und wiirde die Entscheidung im morgcnden geheimen Staatsrathe erwartet.
Amerika. Ncw-York, 21. Oktober. Hier haben die M-
mokraten eine zweite Versammlung abgehalten, in der die Kandida-
trn dieser Partei, Slocum und van Buren, fich für die Unterstützung der Jyhnsonéschen Reconstructionspolitik und fiir die Nothtvendigkeit, die Morrroe'nhe Doctrin in Bezug auf Mexiko durchzuführen, aber gegeii die Stimmberechtigung der Neger auÉsprachen. Auch die Re- publtkgner haben in New-York cine -Bestätigungs-Sißunga gehalten und die Johnson'sche Politik gutgeheißen. - Den bisherigen provi-
Usorischen Gouverneur Sbarfcw dmr
wig-Holstcin, Lauenburg, Fiirstcntdum Lülvcii, Helgoland Und Mine„ mark kosten fortan 70 C., nach Schweden und Norwegen 1 Fr. Z0§4 C„ nach Jsland, den Faröcrn Und Grönland (frankirt bis Koper»? Z hagen! 70 C.," unfranfirte Briefe nach Frankreich und Algerien ans“ ! Schleswig .Öosßkm xc, ):, 90 C., cms Schweden und Norwegen !-
_ „ . . Um 2 Uhr Nachmittags begab Graf,; Berg nel) in Begleitung eines glänzenden Gefolge?! zu Fuß nach
" Die Dampfschiffe pflegten gerade nnter demselben ' liings zu geben und einen Kanonenschuß zu lösen, um die Passa- ? gtere das vielfältige Echo der Stelle hören zu lassen. Man hörte ', das chtöse des Falles 1! Meilen weit, auch ward das Meer so ? aufgcrtihrt, daß auf der anderen Seite des breiten Fjorde?! das
,. „ B.) ? Wie aus zrwcrlasfiger Quelle verlantct, hätten sämmtliche Minister
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lrählk- _- Ehe fick) die Corwcmirii (“.o-11 Procrrlrrotizr.1 aufden Mai k. ?„ vrrtagtc, faßte fie cinen Bcscßlnß, fruit drmm eme gctngelirrrde .; TjZätigfcit behufs Uebernahme odcr Zahlung drr VIU dcr Confode- ration kontrahirten Schulden verboten ißt. - „Or. “Stephens bat ;
eine Audienz beim Präsidenten gehabt und sich darauf nach Gcor- ;
! gien begeben. - Im ganzen Süden soll noch immer große Furcht ; vor einem Neger-Aufstande herrschen. . !
Der Ferrier-KOiigreß soll gestern Über wichtige geheime ; Maßrcgeln schlüssig geworden icin.“ Lic Delegirtczi wollen pcrUZU- ] [ich eine halbe Million Dollars zeichnen und große Summen mid , versprochen worden. Die Zahl der dem Kongche anwohiieirdcir Unionsoffixierc bat fich vermehrt. chcnzy, General dcr rcgularen Armee, ist eingefiihrt Morden und Oberst Virtrrl21) bot deni ,Zon- , «resse die Dienste WU zwanzig Obersten der fruheren JTUWTULZM- -' Corps der Union an. * 1
Aus Matamoros vom 4. Oktober berichtet man, daß Gc- ; usw.! Donat) mit 1600 Mann in Saltillo eingetroffen sci. Jm _ Monterey erwarte man 6000 Mann kaiserlichcr'Truppen,“die Url) nach dem Rio Grande begeben wiirden. Negren habe Chihualwa mir mit 360 Marin erreicht, 600 seien dem Mangel und der Wittc- * rtmg erlegen. Amtlich wird angezeigt, daß keine Schiffe ohrie die nöthigcn Papiere Von den answärtigen kaiserlichen Jorisirln rn mexikanische Häfen zugelassrii jvrrden sollen. Die Kaistrlrckfzewm Matamoros haben den 2! September, dic mexikanischeUnabhaugrg- fcitsfeicr, durch einen Vlill gefeiert, bei Welchem dicGenerale Steele, Weitzel und andere Offiziers der Unionsarmee zngegen waren," die
Republikaner feierten den 15, September, den Jahrestag der Griin- ,
Dring der mexikanischen Rrpublil, in El Paso gleichfalls dnrch rinen Ball. , .
Aus Japan vom 15. September ist nach Nciv-YNk dre DZM)- richt gelangt, das; in 13811 chinesischer: Gewässern ein Orkairgcwlithct und drei großen Dampfern, sowie mchrercn amerikaniychen und englischen Segelschiffen den Untergang gebracht hat.
Australien. Nach Berichten ans Melbourne vom „25stcn September hat der Krieg in Ncu-Seeland sicli. aiich auf die Ost- iiiste ausgedehnt. Das Parlament hat cine MONOU, NcU-Seelarid in 2 Koloniren » theilcn, Verivorfen.
aus dem Wolff'scl)on Telegraphen-Vürcau. Kiel, Freitag, 3. November, Morgcns. Das »Vcrordmmgs-
Licritcnants Gablenz, an die untern Behörden. In demselben
, sck)ienrn.
, Bcrichtersiattung
wird ein schneller Vollzug der Verwaltung und eine strenge und unpartciistlie RechtSpflcge gefordert und schließlich die Erwartung ausgcsprochcn, daß die Abßellung dcmerttcr Mängel unverzüglich bewirkt werde.
Dresden, Freitag, 3. Norcmber, Nachmittags. (T'incm Thele- gramm dcs »DrcéDncr Journalsa aus Frankfurt a, M. zufolge,
“Wird der prerrßistlxe Bundestagsgesandtc, Herr von SavigUy, im ,
Larifc des heritigen Tages nach Frankfurt zurückkehren und die erste Brmdestagsfißung traci) den Ferien nicht hente, sondern erst morgen ßattfinden.
Wien, Donnerstag, 2. November, Abends. Dcr Hofkanzler des" Königreichs Kroatien, Mazuranic, ist seines Postens enthoben Und der Feldmarschall- Lieutenant Kussevic mit der Leitung der kroatischen Hofkanzlei provisorisch betraut worden.
Die rWiencr Aberrdposta bringt einen längeren Artikel über die Rothwendigkeit von Handelsverträgcn fiir Oesterreicl). Der Artikel ichlicßt, das Handelsministcrium werde seine Thätigkeit zUr Einsiily- rung Oesterreichs auf den Weltmarkt mit einem Handclövcrtrage mit
England beginnen. , Brüssel, Freitag, 3. November, Nachmittags. Dic »Eiorle
Belgca Veröffentlicht cinen Privatbricf aus Morelia, Welchem zu- zolgc in der Hauptstadt Mexiko cine verzweigte Verschwörung ent. deckt sein soll, die die Annexion des mexikanischen Gebietes an die Vereinigten Staaten zum Zwecke hatte. Bedeutende Per- sönlichkeiten und hochgestellte Beamte seien kompromittirt. Man *spricht von 500 Verhaftnngcn. Der Kaiser Maximilian habe
“' *die Hauptstadt vcrlaffcn, Um den französischen Militairbehörden freie
Z'! Hand zu lassen.
London, Freitag, 3. NOchber, Morgens. Der Dampfer
i'iivChinaa hat folgende politische Nachrichten aus New-York vom
6. Oktober überbracht; Dcr Kongreß der Fenier hat die Organi- Zsation einer irischen Republik proflamirt, man versichert, daß die “eiiier in Canada eindringen wollen. - Präsident Johnson hat
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ; ! !
. zählen 83 Personen,
* nicht näher bezeichneten Religionen an,
Misüsfippi i!; den Scnat gc- ! erklärt, daß daI allgemeine Stimmch dcr Neger cinen Racenfricg
licrbcisüdch wiirde. Jolinson's, Progrmum ist eine allmälige Entwickrlrmg ÖT]? zur LlirIiidurig des Wahlrechts erforderlichen Eigen- schaften bei den Ncgrrn. Dcr GOiwcrncrtr von Georgian, James Wayne, erklärte in dcr gwrgischcn Convention, daß die SchUld dcr Konföderirten WU Suiten dcr Unwits-Rrgicrtmg 11icht aircrkannt
! werdcn wiirde.
Aus Mexiko wurde gemeldet: Kaiser Maximilian hat eine Proclamation erlaffcn, in welcher es lscißt, daß die republikanische Staatsform durch den Willen der Nation beseitigt sei. Mit Al»- lauf der Präfidcntscbast Juare3* wiirden daher alle diejenigen,
_welche mit Waffen in der Hand ergriffen werden, durch die Militair- , gerichte abgenrtdcilt werden.
Pa ris, Freitag, 3. Nowember, Morgens. Der heutige -Mo= niteura will die Über die Lage d(r Dinge in Algier verbreiteten, aitgenscheinliä) Übertricbencn Gerüchte auf ihr richtiges Maß zurück-
? fiihren und meldet: Si-Lala ist ;“am 19. Oktober im Süden deZ
Tell mit 2000 berittenen und 1400 unberittenen Jnsurgenteu cr- Da aber die in den verschiedenen H,)“iilitärposten "des Tell vereinigten Truppen sofort zUr Deckung der urtterlvorfenen Stäumic hcrbeiciltcn, so zog sich der Feind zurück. Er wird verfolgt werden, soweit es die Jahreszeit erlauben wird.
?;rinst- mxd wissenschaftlicl)e Nachrichten.
Leipzig, 1. November. Gestern fand, wie alljährlich, der Wechsel im Rektorate hiesiger Universität statt, welches dießmal vom Domherrn 1)r. Kalinis auf "den Geheimen Zustizrath Dr. V. Gerber überging. Der über die dexnerkcnswerthesten Ereignisse des Studien- jahres ist Folgendes zu entnehmen: Aus der Reihe der Professoren schieden der Professor der Katechetik und Pädagogik Dr. F. W. Lindner und der Senior der Juristen -Fakrrltät Domherr ])r. Schilling durch _den Tod, der a. o. Professor 1)r. Tl). Möbius durch Berufung als ordentlicher Profenor drr nordischen Sprachen und Literatur nach Kiel und der ordentliche Pro- fiffor der griechischen und römischen Literatur Or, Westermaim in Folge der von ihm nachgesuckyten Entlassung. Als neuverufen tratenin den Kreis ch ordentlichen Profrssoren 1)r. Heinze, bisher Staatsanwalt iti Dresden, sur Kriminalrecht, 01“. Ludwig, vtsyer in Wien, für Physiologie, Geh. Reg.- Ratl) [)r. Ziitsclyl, bisher in Bonn, fiir klassische AlterthumSkunde, ])r. Kolbe, bithcr in Marburg, für Chemie. Die Zähl der jährlich Jnsxrrbirten- betrug durchschnittlich von 1830-1840 jährlich 320, von 1840-18301ahrl1ch 340, von 1850-1860 jährlich 340,“ dagegen stellte fie fich 1860 'auf-364, 1861 auf 391, 1862 auf 423, 1863 auf 417, 1864 auf 441 und m diesem Jahre sind 615 inscribirt worden. Die Zahl der Jmmairilulirten betragt gegen- wärtig 1039, nämlich 688 Siiidscn, 351 Nichtsßchsen,“ untcr Hiirzurechnu'irg von 55, denen außerdem der Besuch der Vorleiungen gestattet Ut, stellt iich die Gesammtzahl der Hörer augenblicklich auf 1091,
Statistiséhe Nachrichten.
-- Ueber das Zablenderhältniß der Mitglieder der verschiedenen Kon- fessionen bringt die »Ostpr. Ztgxe folgende Angaben: Nach ,der Yufnabmr vom 3. Dezember 1864 gehören von den 1,024,5_91 Einwohnern des chierungßlsrzirks Königsberg 801.824 oder beinahe 4/5 'der Be- völkerung der evangelischen Landeskirche, 209,081 oder „beinahe, 1,5 der römiicl) - katholischen Kirche an. Zur griechisch -katl)ol1schen Kirche Mennoniten find 231, Dissidenten. 4298, Juden Personen der Bevölkerung gehören anderen, m den Tabellen Auf die Stadt Königsberg komxiien 87,958 Evangelische oder 90/97 der anzen Einwohtzerschaft, 2856 Rönmch- Katholische oder 1/„33 der Einwohnerécbaft, 1 Grtechtsch-Katholtscher, 91 Men- noniten, 897 Dissidenten, 3024 Juden ="7/22 der Exnwdlmerschgfi, sonst keine Mitglieder anderer Religionen. Wir finden 111 Komgöberg dtewetsien Evangelischen, Mennoniten, Dissidenten und Juden unter allen Kreisezi dcs Regierungßbezirks. Die meisten Katholiken hat der _Krrts Heilsberg, n"anilich 49,169=9"/2„ pCt. der Bevölkerung. Ueder,41:b1s UHL 46,000 Romr!ch- Katholische bei einer Einwohnerschaft von 46-b1s 80,000 «reien, haben ferner die Kreise Allenstein, Braunsberg und Rösel. Die GrtrchtschzKatho- lischen find sehr sparsam vertreten, die meisten finden sich im KreTiyse-Ortels- burq, doch auch nur 36, dann kommt Verdesnb'urg, Memel, ,;riedlarrd, Rastenburg, drei Kreise mit je 3, vier Krei1e mrt ]e 1 und acht oline (511M- chisch-Katholische. Die größeste Anzahl Merrnomtcn findet ml) nachst Königsberg in Braunsberg, nämlich 31, Pr. Holland hat 30,_ Wehlau 19, Mohrungen 16," in zwei Kreisen finden,.wxr'1e 13, m zum anderen je 6, im Kreise Memel 3, in drei Krei1en ]e 1 und m 7 Krrijen keinen Mennoniten. Die Dissidenten find im Pc. Eylaucr Kreise nachst Königsberg am zahlreichreichsten vertreten, es find ihrer dort 628 und nehmetr ein viel höheres Verhältniß ein, als in dieser Stadt. " Sodann meen die Kreise Heiligenbeil, Memel und Ortclsburg nut ]e uber 500, sxschaiisrn mit 393, Mohrungen mit 236, Friedland„ Osierode und_ Weblau" _mit " Über 100, Labiau mit 49, Pr..Hol1and nut, 28, „Rössel 26, der iniigsber- ger Landkreis mit 16, der Rastenburger Kreisdmrt 9, der.."Allenstemer „nut 6, der Neidcnburger mit 2, der Heileerger mri einem Dtmdenten. Ketn'e Dissidenten finden sich in den KreisenBrauanerg und "Gerdauen. Die Juden sind nächst Königsberg im Kreise Osterode am starksten vertreten,
8988. 86
es finden sich ihrer dort 682. 586 hat der Kreis Memel, Fast 500 sind in den