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den sowohl als von andern Mitgliedern der Versammlung Vor- schläge gemacht worden waren, wurden mittelst Zettelwahl zu Mit- gliedern der Kommission erwählt die Stadtverordneten: Fabrikant Duvigneku, Regierungsrat!) Melike und Kaufmann C. Cram er.
Hannover, 6. November. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin von Oldenburg find heute Mittag nach Oldenburg abgereist.
Sachsen. Dreden, 6. November, Auf Anordnung des Königs, berichket das vDresd. ournal-, ist die Einberufung der auf dem [chien Landtage 1863-64 zur Vorberathung einiger Gessi)- eniwürfe gewählten Zwischen-Deputationen erfolgt, und es hat der Zusammentritt der fiir die Berathung cines ailgcmcincn Berggesehes, einer Kirchenvorstands- und Synodal-Ordmmg fiir die evangelisch-lutherische Kirche des Königreich:“; Sachsen, so wie eines die Vertretung der evangelisch-lutberischen Kirchengemeinden betrcffcw den (Heseyeniwurfes gewählten Dcputationen und deren Einweisung durch den Staatsminister Freiherrn von Beust am heutigen Vormit- tage im Landhause bicrselbst stattgefunden. Dcr Zusammexitritt der für Prüfung und Berathung der Prozrßgrscßgebungs=V0rlagcn gc- wählten Deputationen beider Kammern der Ständevcrsammsrxng wird am 1. Dezember dieses Jahres erfolgen. Die bcrcgtcn Zwischendeputationen haben unmittelbar nach ihrrr SiYUngen gehalten, um die Geschäfte der Konsiituirung vorzunehmen.
Frankfurt a. Mk., 6. November. (Fr. J.) Die Fach- männer-Kommisfion fiir gleiches Maß und Gewicht, welche sich am 12. August vertagt hatte, wird morgen ihre Siyimgen zur Schlußberathung des von ihr ausgearbeiteten rEntwurfcs einer deutschen Maß- und Gewichisordnung- hier wieder anfnehmen.
Oesterreich. Prag, 5. November. Kaiser Ferdinand ist, wie die *Bohemia- mittheilt, bereits soweit genesen, daß er sich außer Bett befindet und demnächst nach seiner Wintrrrcfidenz wird überfiedeln können. Der Tag der Abreise nach Prag hängt von der Witterung ab,
Schweiz. Bern, 4. November. (Min.:?) Hertie war die Revifions-Debatte im National'rathe sehr aufgeregt. Die Herren Fracheboud aus Freiburg und Arnold aus Uri hatten den indivi- dueilen Antrag auf Streichung des Art. 58 der Bundes-Verfassung gesielit, welcher bekanntlich den Orden der “Jesuiten und die ihm affiliirten Gescilschaftcn aus dem ganzen Umfange dcr Eidgenossen- scbaft verbannt. Die Antragsteller stiißten sich bei Mrtivirung ihrrs Antrages auf den in Art. 44 proklamirirn Grundsaß der Glaubens- freiheit und der“ freien Ausübung des Kultus aller Religions-(He- noffenschaften, sowie auf die Verträge mit “Frankreich. Den Antrag- stellern trat eine lange Reihe von Rednern entgegen, Welche für Bei- behaltung des Z. 58 plaidirten. Schließlich ward der Anträg Freude- boud's und Arnold's mit allen gegen 18 Stimmen verworfen.
- 6. November. Die Bundesvcrsarnmlnng erwählte heute zum Bunchpräsidenien Herrn Kniisel, zum Viceprästdenten Herrn Forucrod. Den Beschlüssen der gestrigen Volksversamm- lung gegen die Urner Prügeljustiz sind schon an Zehntausend SchWeizer Bürger aus fast allen Kantonen beigetreten.
Frankreich. Paris, 5, Novcmbcr. StaatSr-atl) His dc Butcnval ist zum Senator ernannt worden. Die Zahl der StaatSräthe im ordentlichen Dienste soll in Zukunft laut Dcfrci vom gestrigen Tage zwanzig nie übersteigen.
Ueber die Ersparniß-Projekte Fould's gehen der »Köln. Ztg.« durch eine Privat- Correspondcnz folgende Einzelheiten zu: Der Jinanz-Minister hat an den General-Steuerdirefwr das Ansinnen gestellt, vom 1. Januar 1866 nicht weniger als 5000 Beamte, darunter 25 Inspektoren und eine Menge anderer höherer Angestellten, zu entlassen, um eine Ersparnis; von 3,700,000 Frs. zu erzielen. BiIHer hat die Douane, Um einen Ertrag von 107 Mil- lionen zu liefern, 26,500 Beamte nöthig gebabt, deren (He- hälter zusammen die Summe von 30 Millionen repräsen- tiren. Auch in den anderen Ministerien soll in ähnlicher Weise vorgegangen werden. - Die Verwaltung der Domme hat so eben ein Tablean der Handelsverhälinisse Frankreichs während der ersten neun Monate des laufenden Jahres veröffent- licht, dem die folgenden Zahlen zu entnehmen seien. Die Einfuhr belief sich im Jahre 1865 fiir den angegebenen Zeitraum auf 2,014,747,000 Fr. gcgen 1,855,558,000 Jr. im Vorjahre, mithin ein Mehr von 159,189,000 Fr. pro 1865. In diesem Mehr find Wollen z. B, mit 21 Mill., Seide mit 10 Mill„ Oelfriichte mit 19 Mill., Bauholz mit 11 Miki» Stcinkohlen mit 10 Mill. und Baumwolle mit 25 Mill. einbegriffcn. :Die Einfuhr an Getreide hat fich dagegen um 3 Mill. vermindert,“ die erisfuhr ist um 17 Mill. gewachsen, ein Beweis nebenbei, wie ungegründet die Klagen vieler französischen Ackerbauer find, welche den niedrigen Stand der Getreidepreise hauptsächlich der erleichterten Einfuhr fremden Getreides zuschreiben zu müssen geglaubt haben. Die Aus- fuhr belief sich während der ersten neun Monate für 1865 auf 2,240,Z99,000 gegen 2,228,58Z,000 pro 1864, so daß sich auch hier ein Mehr von 11,816,000 ergiebt. Hierbei ist es interessant, darauf hinzuweisen, daß die Ausfuhr während der ersten acht Monate im
Eröffnung ,
Jahre 1864 um 27,500,000 Fr. größer mar, als die im gleichen *
Zcitraume des laufenden Jahres. Der Monat September 1865 allein hat 39 MiUionen mehr ergeben, als der betreffende Monat des vergangenen Jahres. Am meisten ist die Ausfuhr gestiegen in Baumwollgeireben (um 7 Miilionen), in raffinirtcm Zucker (um 19 Millionen), in heimischen Produkten (um 6Millionen), in roher Baumwolle (um 14 Millionen), in Rindvirh (um 6 MiUionen) in Wien (um 18 Millionen), und in Getreide (um 17 Piillionen), Die Einfuhr an Edelmetall geschah im Betrage von 499 Miilioneri gegen eine Ausfuhr von 291 Millionen.
- Wie der oAbcnd-Monitcura ankündigt, haben jeßt folgende Regierungen ihre Zustimmung znr Cholera-Konfcrenz gegeben: Eng. land, Italien, Spanien, die Türkei, Oesterrcich, Preußen, Holland. Belgien, Rom und Dänemark. '
-- 6. Noyembcr. Der Kaiser hat sich, wie der vaMdUWUi- teur: meldet, tzeUte Morgen nach Korner-Houei, der Bcfiyimg dcr Prinzessin Bacciocchi begeben Und wird, wie es heißt, morgen Abend hierher zurückkehren. - Graf yon BiSrUarck hai Paris vcrlaffen [Md wird Abends in Köln eintreffen.
Bei den heutigen Ergänzungöwahlen fiir den Jeseygebendcn Körper wurden in Pau drr Regierungs «Kandidat Barravrrre, in Orthez drr Regierungs- Kandidat Chcsirelong zu Dcprrtirtcn des. Departements der Bases-Pyrcriéxes gewählt.
Spanien. Die »Gaceiaa vonMadrid meldet, daß am 25sten August die Korvette *Narvacza, die mit der Korrespondenz von Hongkong kam, vor MariilLa zu Grunde gegangen ist.
Jtasirn. Msgr. de Mero de soll zum Almosenirr des Papstes ernannt und Msgr. Fürst Hobcxilohe zum Kardinal befördert werden,
Hcrr v. Bach bleibt bis Mitte November in Rom.
IXußlanD und Polen. St. Petersburg, Z. Novrrnbcr. (Krorist. B.) Die Panzerfregatte vPctr-opawlowsk- ist arifK-amrelen narf) Kronstadt gcbrachi und (111127. Oktober im? Wasser gelassen worden, worauf sie ohne Unfall den Hafen grwono nen hat.
- Auf eine Eingabe des Kurators drs Wilnaschcn Lchrbezirks hat der Chef VonNordwcst-Rrrßland, wie die vMosk.Ztg.-: berichtet, folgciide Verordmmg erlassen:
Es ist unbedingt als Richtschnur mrzunrbmcn, daß mit dcm dcginnrn- den Schmljahre in allen Pfarrscdulcn dez" Wilmrsciéen errdczirks, eben so in allen Voikzschulcn Nordwest-Rußlrmds dcr Unterricbt in der rörrriscb-katlxoli- schen Religion ausnaMnslo-Z in russischrr Sprache ertHcilt werde. In dem- jrnigcn Theile Smiwgiticns, dcffcn Bewohner nicht hinlänglich drs Russi- 1chcn mächtig sind, kann der rörniscH-kirtdoliscdc Kaircbismus in den Volks"- schulcn noch in samogitiscber Spruch gricdrt werden, doch ist hier fiir jeden besonderen Fal! die Entscheidung des Kurawrs einzuholen.
AUS Iiirharicn, 1. November, wird der »Wo)“. Ztg.- gc- sck)rirdrn; Die in jiingstcr Zeit vorgefommcnen Gritskäufr, darunter auch ein durch eiiicn preußischen Offizier a.D. im Bugtimle iiir dcn Preis von 250,000 Rubel crfaufter (Hatskomplex Von 27,-1*()21)ior- gen, sprechen dmfiir, das; das Mißtrauen gegen die lyicsirzc (Irgend immer mehr schwindet. 'Die Verfiigung, nach welcher den hier an- zichrndcn dcirtschrn Landwirthen Zollfrcilxeit für Möbel, Ackcrgrrätbe, Sämereien Und Saatfriichtr, sowie für Maschinrn Und Werkzeuge aller Art bestimmt wird, zeigt deutlich, wie man dem Domschtlyunr bier in jeder Beziehung gern entgegenkommt. Artßrrdcm, das; eine allgemeine und unmittelbar Unter die Staatsverwaltung gcsteUie Friierversicherimg für Immobilien vom 1. Juli f. I. eingefiihrt wird, sokl es auch noch freistehrn, besondere Gesellschaften zur Ver- sicherrmg Von Gebiiridcn mid Mobilien Unter Bcanfsicbtigimg dcr Rrgirrung zn errichten. Dieselbe Bewandtnis; soll es ami) in Be- ziehrmg (mf Versicherungen gegen Hagelschaden und é-Liiriiscrrchen haben. Das Projekt, eine Viehdersicherung gegen Entrichrrmg von fiinf Koprk feste Abgabe fiir' jedes Stück Rindvieh einzuführen, scheint; man garrz arrigegeben zu haben, wenigstens haben dir Aufnahmen der Vicchstäridc und die Einfordcrnng der betreffenden Nachrvcisrm- gen von Abgang und Zuwacds von Vieh seit 1. Juli ganz aufgehört.
Sckxwvdcn und Norwegen. Stockholm, 2. Novem- ber. Die Stimmung riickficbtlich des den Reichsständcn vorgelegten Rcforanorschlages ist im ganzen Lande eine äußerst gespannte, und es ist gewiß nicht ganz unwahrscheinlich, daß die Vrrwerfmrg dcs Vorschlages cine starkeGährung und großeUnzufriedenbcit zur Folge haben wird. Die Regierung hat denn auch bereits Maßnahmen gc- troffcn, um ernsthaften Dcnwnstraiiomen mit Kraft entgegentreten zu könnrn. Die gestrige »Posttidninga bringt nämlich eine Be- kanntmachung drs Kriegsininisteriums, derzufolge der König, um untrr- allen Vcrhältniffen dcn Reichsständen bei der bald bevorstehen- den Behandlung wichtiger Staatsfragen die freie Di:?kusfion zu wahren, befohlen hat, daß die Regimenter Upland und Södermauland, ein Bataillon vom Regiment Nerikc und drei Schwadronen vom Leib- Regiment Dragoner fick) bereit halten sollen, nach eingegangenen: Marschk3efehl sofort aufbrechen und nach der Hauptstadt abmarschiren zu können und nöthigenfakls die dortige Garnison zu verstärken.
Gestern ist den Reichsständen der Vorschlag zu einem Finanz-
geseß für ein Jahr vorgelegt. Derselbe enthält folgende Hauptziffcrn:
' Ziegen, Hunden und Federvieh, frischen Rinder- und anderen Thierväuten,
; ÜL: untersagt.
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1) Einnahme“. Ordinaire Einnahme 8,96Z,735 Thlr., Zölle 13,500,000 Thlr., Post 2,000,000 Thlr., Branntweinsteuer 10,500,000 Thlr., Stempelabgabe 1,600,000 Thlr., zusammen Z6,56Z,7Z5 Thlr., gegen 32,909,950 Thlr. in der vorigen Staatsregulirungs-Periodc. 2) Ausgaben; alle 9 Harrptabtheilungen der letsgaben find höher ge- stellt, angcnommen das außwärtige Ami , welches 479,200 Thlr. erfordert; das Königliche Haus bedarf ordinair 1,417,000 Thlr., extraordinair 161,645 Thlr., das Justiz-Departement2,544,950Thlr., das Heer ordiriair 9,388,691 Thlr., cxiraordinair Z,582,568 Thlr. (davon 197.250 Thlr. fiir die Scharfschüßrn), die Marine ordinair Z,747,260 Thlr., cxtraordinair 1,260,500 Thlr., das Departement des Innern 5,367,532 Thlr., das Finanz - Departement 6,-268,900 Thlr., Departement der geistlichen Angelegenheiten 5,016,225 Thlr., Pensionen “1,288,494 Thlr., zusammen ZZ,Z)8,635 Thlr. (dazu 7,204874 Thlr. cxtraordinair); Mindcreinnahmc 4 Mill. Thlr.
Dänemark“. Kopenhagen, 6. November. Die »BerlingÖ-kc Tidcndc- meldet: In dem neugebildeten Ministrrirtm hat Graf JrijZ-Frijsrnburg Präfidinm und Aanéirtigrs. Fonncsbcck die Finanzen, Cstrup das Innere, Rosenörn Teilmann Killtlls und Unterricht, Lcuning “Justiz, Necrgard das Portefeuille des Krieges, Grow". das der Marine Übrrnomrnem. »» Dasselbe Blatt Veröffentlicx-“ot die StaatSrcchnungsablagc für das Königreich im [cyten Finanzjahre, iiach welchcr sick) ein Urberstbnß Wii Z,570,040 Reich- Oankthaler [)eranssicllt,“ drr gesammte Kassenbestand betrug 6,029,954.
Telegrirphiscer Drprsrhcn aus dem Wolff'schen Telegraphen-Büreau.
London, Dienstag 7. November, Morgins. Der Dampfer »Nova Scotianu hai Nachrichten aus New-Yorf vom 28. v. M. Abends in Londonderry abgegeben. _
Die 'Newj-York Times: sagt:? Wenn ?Russell den aufmdie Kaperei der -Alal)ama- bezügiichen Entschluß der errglischersRÜir- rung für einen definitiven erklärt:, so wird es unmöglich sein, dic freundschaftlichen?;Vezirhrmgen zwischen beiden Ländern fortzusrxzen. Der Finanzmirrister zeigt an, daß die Subscription auf die konsoli- dirte Anleihe von 50 Millionen gcschlosjen ist.
Laut Berichten aus Mexiko hat der Kaiser Maximilian den Prinzen Augustin Jturbide öffentlich als Thronerben -
adopüri Wechselconrs auf London 158, Goldagio 45?) Bonds 1022,
Baumwolle 58.
L o " d 011- Dicnftas- .,7- I?,Wnbxxx„L)?„ngrtxsx „„Der,?WWYFZI M.:“““37.f§j'§?““sürfrx““'zrgkcr'f“r§z?3*s sirix“ sen*sisrzzxi§;n“**“Borschrxstzr am Berliner Hofe, Lord Napier) erseßen, Welcher als (Horwcrncur nach Madras gehen soll. An die Stelle Granville? als Präsi- drni dcs Gchrimcn Raths wiirde der bisherige Flotten - Minister,
Herzog von Somerset, treten.
Der Kapcr 'Shenandoaha lief gestern in den Hafen von Lider- ,pool ein und ergab sich den dortigen Behörden. Man glaubt, daß r an die Vereinigten Staaten ausgeliefert werden wird.
-- Dic Königl. Regierung in Liegniß hat unterm 27. Oktober “folgende Bekanntmachung erlassrn:
»Um der fortschreitenden Ausrottung drs Rcbwildcs durck) rinpficgliciie Behandlung und desen riicksichtsiosen Abschuß möglichst zu begegnen, vcr- Ordnrn wir auf Grund drs Gesetzes über die Polizei-Vrrwaltung vom 11. März 1850 für den diesseitigen Regierungsbezirk, daß das weiblicheReh- wild vom 1. November jcdcn Jahres bis zu dem unsererseits bekannt zu machenden Tage der Eröffnung der Jagd in jedem nächsten Jahre geschont werdcn muß. Ucbcriretungcn dieser Verordnung Werden nach den Vor- schrificn der Verordnung vom 9. Dezember 1842 geahndet. Auf besondere: Anträge bclmlicn wir uns vor, im Znicrcffe der Feld- und Waldkultur dcn Abschuß des weiblichen Rehwildcs auch während der Schonzeit zu gestatten.ä
»» Zur Abndchr der in den Königreichen der Niederlande und Belgien aus- gebrochenen Rinderpest find zur Zeit und »oorbehalilick) weiterer zu treffen- den Anordnungcncc folgende Bestimmungen Seitens der Regicrrmgen zu Diisseldorf und Aachcn laut Publikandum vom 31. Oktober 0. für ihre
Bezirke getroffen worden: „ 1) Aller Import und Transit von Hornwrel), Schafen, Schrveinen,
Ungeschmolzcnem Talg , ferner Rindficisch, Rauchfutter und gebrauchtem Stallgeräihe jeder Art ist an den Grenzen des Königreichs der Niederlande, des Königreichs Belgien und des Großherzogthums Luxemburg unbedingt
2) Dünger wird nicht zugelassen. Ueberseeischer Guano in Gestalt
3) Unbrarbeitrtc Wolle, irochene Häute und thierische Haare (exclusive Borsten), trockene Hörner und Hornspiycn werden nur dann zugelassen, wenn 3) sie überseeischen Ursprungs smd oder aus einem nicht infizirten Lande direkt eingehen, und b) die Einfuhr vermittelst der Eisenbahn oder zu Schiff bewirkt wird. Gcwaschenc Wolle und Kämmlinge gehören zur unbearbeiteten Wokle. (Hrsalzenc Häute sind zu den trockenrn zu rechnen. 4) Der überseeische Ursprung wird durch ein von dem betreffenden, in den Niedrriandrn oder Belgien residirenden Preußischen Konsul zu beglau- bigendes und mit drisrn Siegel zn versehenres Ursprungs-Atteft nachgewiesen. Die Herkunft rms cinem nicvt infizirien Lande wird durch glaubhafte und mit einer amtiichcn Bescheinigung der Richtigkeit versehene Certifikate dar- aethan. England, die Nicdcrlandr, Belgien und Luxemburg gelten als in- fizirt; doch ist die Einfuhr erlaubt, sobald in der oorangegebenen Weise nachgewiesen, daß die fraglichen Gegenstände in den Docks vor dem Aus- bruch der Seuche bereits gelagert worden und mit verdächtigen Gegenstän- dcn nachweisbar Überhaupt nicht in Berührung gekommen. 5) Die Jui) 4 brzeichnrtem überseeischen Gegenstände dürfen zum Import nur angenommen werden, wenn die Originalverpackung unversehrt ist und wéibrcnd des Tratisporis feine Umladung Statt gefunden hat. Die Eisen- baimwaggons, auf denen der Transport stattfindet, müssen daher am Ab- gangsort unter Verschluß geseyt und unter diesem Verschluß bis zur Ankunfts- ftation verbleiben.
Die nicht überseeischen Gegenstände werden nur alsdann eingelassen, wcnn fie keinen infizirten Ort der Niederlande oder Belgiens pasfirt haben, oder WWU fie unter gleichem Verschluß fich befinden, wie die überseeischcn.
6) Bis auf weitere Bestimmung find Viehmärkte jeder Art verboten.
Kunst: und wissenschaftliche Nachrichten.
-- Seit einigen Tagen, meldet die »Cobl. Ztga unter dem 4. d. M., ist in dem nördlichen Flügel des hiesigen Königlichen Schlosses ein Oel- gemälde von Emil Hünten, darsieUend »Die Erstürmung der Düppcler Schanzena, ausgestellt. Dasselbe ist auf Befehl Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen angefertigt und zeichnet fich, dem genannten Blatt zufolge, ganz besonders in Betreff der Aehnlichkeit der durch diese fiegreiche Action in un- vergeßlichem Andenken stehendenPersönlichkeiten vor andern Gemälden dieser Art aus.
-- Die »Mecklenburg. Ztga meldet, daß von den drei Oelgemälden italienischer Landschaften, dercn Fertigung von Sr. Majestät d'em Könige von Preußen dcm Landschaftsmaler J. Jacobson in Schwerin befdhien ist, cms jeßt als fertig anzusehen sei. Es befinde fich'da'ssclbe'noch "Umge Tage im Atelier des Herrn Jacobson, werde wahrscheinlich Mitte nachster Woche auf Großberzogl. Gemäldegailcrie auf kurze Zeit ausgesteut werden und dann nach seinem BestimmUngsorie geben. ' .
Worms, 4. November. (W. Z.) Wir freuen uns, mitiheilen- 'zu können, daß die Plaßfrage des Lutherdenkmals nun. ihredefinrtwe Erledigung gefnnden hat. Durch eine Zuschrift dcs (Hr. Ministeriums des Innern vom 30. o. M. wurde dem Vereiirs-Arisscbusse eröffnet, daß Sc. Königliche Hoheit dcr Großherzog die Aufstockung des Luiher-Denkmals auf dem von dem Comité des Vereins gewählten Piaße vor dem Neuthor an
der städtischen Prömenade genehmigt hat. . » erchikckt Han sen hat ein Grabdenkmal für Karl Rahl tm Ent-
wurfe vollendet. Der Styl isi griechisch und in Hautrelidf. .
Stuttg art, 31. Oktober. Am heutigen Tage ist. hier in der Kapelle des alten Schlosses, die um 1560 von dem Herzog Christoph erbaut wurde, seit 1807 außer kirchlichem Gebrauch gckliebcn, aber nun auf Beerl Konig Karls durch den Professor Tritschler in dem edlen Styl des urspruyglichen Baues wieder hergestellt isi, ein auf die Geschichte dieses Baues bezugliches und von Sr. Königlichcn Majestät, auch den damit betrauten Hofbeamten und Geistlichen unterzeichnetes Dokument von kakligrqphischem Kunfiiverthe, nebst cinigcn anderen Gedenkzcichen in den Altar feierlich eingelassen worden.
Gemerbe- und HandclS-NacHrichten. -- In dem Zeitraume vom 1. bis 15. Oktober 1865 wurden
' Sicinkohlen, Trarrsport- Braunkohlen weise. und Coaks.
Tonnen. 81776
Torf Brennholz
Klaffern. 4454 4679 - 130 4809
zu Wasser auf den Eisenbahnen
Summa | zu Waser auf den . Eisenbahnen 9522 Summa ] 15696 Kassel. (Kass. Ztg.) Selten hat ein so reicher Lachsfang in der W eser und der diesen Strom bildenden beiden Flüsse Werra und Fulda), und namentlich in der leßieren an hiefigem Orte stattgefunden, als an den Tagen des 26. Oktober bis zum 2. November. Das Wasser dieser Flüffc war nämlich im Laufe des Frühlings und Sommers durch die anhaltende Dürre so sehr gesunken, daß es noch am 21. Oktober an den Pegeln 1 bis 1Y Fuß unter () stand, so daß jene Flüsse theils in Bäche, theils in Teiche verwandelt und die größeren Fische, namentlich die Lachse, genöthigt wur- den, solche Jsußstellen aufzusuchen, wo noch etwas reines klares Wasser auf
in Berlin ein- SÜÜÖU7 95310 [ 178086 [ 6174 aus Berlin | ausxxefiihrt : ]
4454 ] ]
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rincs Ptilvers oder in Säcken verpackt, darf eingehen.
kiesigem Grunde verblieb, und sich daselbst ruhig zu verhalten , anstatt ihre