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ZU gcsiatten sei. Gleichzeitig soll eine Verständigung mit dem Gou- vernement von Schleswig über die Wiederherstellung des Viehverkehrs mit Dänemark, welches sich bereits vor längerer Zeit gegen Eng- land und Holland geniigend abgesperrt hat, angestrebt werden und diirfen wir eine bcziigliche Verfügung in Bälde erwarten.
Seit einigen Tagen find reichlich 400 Civii-Arbeiter unter Lei- tung von Pionieren *mit dem Bau dreier großer Schanzen oder Forts bei Friedrichsort beschäftigt. Die Arbeiten soUen, wenn die Witterung es nur irgeiid gestattet, bis zum 1. Januar fortgeseht Werden.
Sachsen. Eisenach, 5. November. Se. KöniglicHe Hoheit dcr Großherzog hat heute die Wartburg vrrlasscn Und das Hof- lager wieder nach Weimar Verlegt.
Frankfurt a. NT., 7. November. Die offizielle Mitthei- lung iiber die BundestagSsißUng vom 4. November lautet: Die Bundesricrsmrnrilung empfing die Benachrichtigung von dem Ableben des Jrr'fanten Don Francisco de Pawla Antoriio yon Spa- nien, des Prinzen Georg Bernhard von Anhalt und drr Jraii Prin- zessin Mathilde von Schwarzburg - Rudolstadt, geborncn Prinzessin von Solms-Brannstls. Ebenso wurden derselben die Anzeigen cr- siattet von der Enrbindrmg der Frau Primzcssin Sophie V0]! Schwe- den, geborncn Prinzessin VOU Nassaii, von einem Prinzen, Und der regierenden “Fürstin von Scharrurburg-Lippr, gebornrriPririzcssiii von Waldeck, Von einer Priiizcssin. - Die Addernsungsirdrciven des früheren spanischen Gesandten Marques de Llihama und des seit- herigen mrxikanisrhen Gesandten Don Tomas Murphy wnrden WU der Versammlimg cntgegcngriwmmcn.»Ion dcn chierrmgrn von Bayern, Königrcich Sachsen imd Großherzogthiim Hessen ward der, nach einem friiheren ähnlichen nwdifizirir Antrag auf Ciiwerrisirrrg der holsteinischen Stäudc und Aufnahme Schleswigs in den deut- schen Vimd eingebracht und beschlossen, nach 14 Tagen iiber die ge- schäftlichchhandlung des Antrages abziisriumien. » VonWiirttrm- berg ward angezeigt, daß der dortsciiigr Militairdrvo(lmäcl)tigir, General-Lieutenant v. Hardegg pensionirt und der General-Oirartier- meister Oberst Kailéa provisorisch mit dieser erctwn berraut worden sei. »- Dieselbe Regierung machte die Mirtheilnng, daß das derttschc Handelsgesexz mit Einfiihrrmgsgesey vom 13. August publizirt wor- den sei und am 15. Dexember in Wirksmnkeit treten werde. » Von Königreich Sachsen geschah die Anzeige, daß bei der am 7. d. M. fich Versammelndcn Kommission für Einfiihrung gleichen Maßes und Gewichtes der Geheime Rath Weiniig an die Stelle des verhinderten Geheimen Regierungs-Raths Hiilffe eintreten Werde. Eine ähnliche Anzeige ward von Hannover erstattet, indem bei der Kommission für Auöarbeitung eines allgemeinen deutschen Civilprozcffcs der zum Justizminister ernannte Obcr-Justizrath [)x'. Leonhardt durch den Obergerichtsrath Prtcrßcn erscyr worden. -« Die Großherzoglich hessische Regierung meldete die Publication der sogenannten Nürnberger Zusätze zu der allgemeinen deutschen Wechsel- Ordnung. - Die Herzoglicl) sachsen-fdburg-gothaische chicrimg trat derjenigen Erklärung bei, welche von der Großherzoglich sachsen- wrimarischen und der Herzoglich sachsen-meiningischcn Regierung hinsichtlich Laucirbirrgs in der Sian vom 31. August abgege- ben ivordcn War. - Von der Großherzoglich niecklenburg-schwerin- schen Regierung ward cine Liqrtidation derjenigen Kosten eingereicht, Welche für den Sch111z der Küsten während des Krieges im Jahre 1864 aufgewendet ivorden waren. »- Von der freien Stadt Frank- furt Ward angezeigt, daß der Rechtsstreit mit den Regierungen der deutschen Rheinufersiaaten iiber den Ertrag des Rheinschifffahrts- Octroi durch Vergleich seine vollständige Erledigung gefunden habe, - Auf Vortrag der betreffenden Llusschüffe ward cine Matrifular- umlage bewilligt, und der Miethkontrakt wegen Benuyung der be- deckten städtischen Reitbahn Von Seiten der viefigen Garnison fiir das nächste Jahr verlängert. - Ein Antrag der Reclamaiions- kommisfion iiber die Beschwerde verschiedener Einwohner von Rostock ward zur Abstimmung in einer späteren Sißung ausgeseYt. »» Schließlich beschäftigte sich dir Bundesversammlung mit verschiedenen Privateingaben, worunter eine solche von zur holsteinischen Ständc- Versammlung gewählten Abgeordneten, (1. (1. 6. September d. J.
Baden. Karlsruhe, 5. November. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin sind heute" Mittags mit den Großherzoglichen Kindern wieder in der Residenz eingetroffen. Bereits gestern waren Se. Hoheix der Prinz und *Ihre Kaiserliche Hoheit die Prinzcsfin Wilhelm zii bleibendem Aufent- halt wieder hier angekommen.
Bayern. München, 6. November. (Bayer. Ztg.) Sr. Majestät der König hat in Anwendung der Bestimmungen im Anhange 11, zum Religions - Edikt die Abhaltung der ordentlichen General- Synoden fiir die Konsistorialbezirfe diesseits des Rheins in einer ungetrennten Versammlung und zwar am Siyc dcs protestan- tischen Konfisioriums Bayreuth genehmigt Und als Termin der ffeisetrlischéxi Eröffnung diescr Versammlung den 15. Nowember d. J.
e gee .
Hohenschwangau, 5. November. Se. Majestät der König,
begleitet von dem Flügel-Adjuianten Fürsten Paul von Thurn und
Taxis, hat kürzlich nebsi einem Airsfsitg nach Tyrol und Vorarlberg von da aus einen kurzen Abstecher nach dem Vierwaldsiädter See gemacht und ist_am 2. d. M, in Hohenschwangau eingetroffen.
Oesterreich. Wien, 6. November. Das Zustizministerinm hat, der »Ostd. Post- zufolgr, aii fämmtliche Gerickytc nachßehendes Cirkular erlassen:
Um die Arbeiten zn vermindern, welche den Gerichten aus der Erstattung und Prüfimg oon Auöweisen erwachsen, wird verordnet: 1)Dje Erstattung der im I'. 36 der Instruction über die innere Amtswirksairikcii und die GLsÖäfkÄOkdUUUI dechricriisbeinrden in strafgcrichilrchen Llngelrgcn. beiten vom 16.Juni 1861 bezeichnetenGeschäftstachen hat sofort zu unter- bleiben. Dagegen hat jeder Gerichtshof [Instanz in einem am 31. Dezem- ber eines jeden Jahres zu erstattenden Berichte diejenigen Strafsachen wegen Verbrechen und Vrrgrhcn, welchc bei ihm srldst und bci drn ihm untergeordneten Untéksu(Hungsgrkii111611 an diesem Tage seit mehr als irrizs Monaten anhärigig und noch mrbrendrt find, drm Oberlandrsgerichtc 1111- zuzcigen und drwei in Anstinmg jeder solcdrir Straffache dir „Hindernisse an- zuführen, Welche ihrer Virtidung rnigcgcmsirhrn. Das Aufsiriwsrrclxi dcr Oder-Landcßgerichtc bleibt hirrdmcd rmdrriidri. L) Dir von den „ziir Unicr- suchnng berufenen Vezirks'grricdtcn zu Ende eines jrdrn Monats demGrricdrs- hose dorzulrgendctr Ucbrrsirisrn iidrr den Stand iilicr dci ihnen wegen Vir- brechen und Vcrgrdctr anhängigen 11111err'rnhrrngrn sind von mm an miri): weiter an das Odcr-Laiidröxirricdi rwrzuirgcti. 3) In den zu erstattenden besondrren Ausweisen iibcr dir r'inkständig gcdlrrdrnrn Vrririi'scn)'xdafiz- Adhandlrmgen sind 61.311 mm 611 mw dicjrmxzcnVcriaffensriwstö-Iibi)r1n'd11m- gen aufzufi'ihrrn, wclche brrcits vor dem 1. Januar dcssrlbcn Jahres anhängig grwordcn waren, wie solches in Anschitiig drr Konkurse vrrordnri wordrn ist. 4) In den Arwwrisen rider dir bei dem Ober - Lairdcsgcriciiie selbst am Scirlrrssc drs Jiihres 11111- ständigcn Prozrssr sind, 01111? näiwrc Brzcichmmg dcr. Priricicn Und drr? Gegenstandes, mir die (ßicsrdéifiSZcriU, der Monat des Eiriiarigen-Z iind drr Name des Referenten in Ansehung eines jeden Prozessor; aufzuführen. 5) Das Verzeichnis; über dir im Laufe des Jahres an Adrwkatrn und NO- iirrr erthcilien Briobiiiigrn imd Rügen isi von nun an nicbt weiter im das» Justizministerium vorzulegen. 6) Die Erstattung des im Erlaffr drs Justiz- Ministrriums vom 18. Frbrimr 1858 drzcicdnrtrn Aitö'ivciscs iibcr dic Vi";- wcndung der Notare als (iirrichrdkormnissiirc hat sofort zu unicrdlcibrn.
Dasselbe Blatt vcrriinimi, daß zur Erxiciimg don EksP-Ikiljlgkii und Geschäfts - kakiiiféiiniig die K. K*. Miinz- rind Brrchsens= Hofbuchhaltung mit der K“. K. Kamrrai- Haiiptbiicdhaliung in i'1l1i' einzige Hofbrtchhaltimg, mid zwar schon binnen kiirzrrZrii, vereinigt werden soll.
Scizweiz. Bern, 6. Nddcrirber. Dcr Naiionalrard beschloß 11111 63 gegen 8 Stimmen, die Lotirrirrii imd Spicldänsrr m der ganzen Schwei; zii verbieten.
Großbriicirinirn nud IrJ-rrnd. London, 6. November, Ihre 5161111311an Hoheiten der Kronprinz und dir Kronprin- zessin won Prriißcn verließen Windsor Vorgestern friih, Um dem Prinzen und drr Prinzessiri WU Wach cinen Brsrick) 31: Fair- dringhamhali in Norfolk“ abzixsmttexx.
Das S1'111ff»S19k11(11ldO(11)*-, das frühere bekannte Kaperscdiff dcr Konföderirteii, ist, wir trlcgrapdisä) schon gemeldet wnrde, heute: Mittag bei Liverpool cirigrkorirmen. Sein Befehlshaber, Capitaiir Waddell, drgiil) "sich an Bord des britischen Dampfcrs deiicgal- in den Merscr). Als der britische Lootse (mf drm außerhalb ch Hafens lirgcndcn mrreriianischen Fahrzeuge erschien, rrrwfing man ihn mit der Frogs, 01) der amerikanisckx Krieg brrrrdigt sei. Die Mannschaft des »Sixerraiidoaha ist 133 Köpfe stark,“ die Zahl der von ihm zerstörten Schisfc wird im Ganzen aiif 37 airgcgebcn.
Die Secriiarhi dcs Kiiriigrriws Italien hat grsirrii cinen ZU- warh's erhalten, indem rim! schöni drwprlthiirriiigc Frrgattc, dcr »Affondaiorca, aiif dcn Werften drr MiUwailConwany gebaut, VM Stapel gelaufen ist. Sie ifi nach dem System des Capitaiii 69125 konsiruirt, hat 2300 Tomien, Schraubennmschiricn von 700 »Yxrrdc- kraft, und trägt einen Panzer, 6011 4-5 Zoll Dicke. Reder dcr dci- den Thürmc "wird einen 300pfiiiidcr enthalten. -- Einrir Tag Zuvor war auf den Thames ern Works cin fiir Spanien gebäutes Panzerschiff, dic »Victoria-«, von 4862 Tonnen, vom Staprl gelati- fcn, es wird dreißig (Hrschiiye tragrn.
Frarikr'riciy. Paris, 6. November. Dcr oMOtiiteura meldet auI Yoiiiimrim, dciß die japanische Regirrring die erste Rate", 5221711111. Piasrir, cm die vier Unterzeichner des Vertrages von Simon:)- sair ausgezahlt [iat Dir AitSfiihr von Seidenrartpcn-Eiern ist er- leichtert und das Geschäft wird den Japanern in diescm Jahre eine halbe Miki. Piastrr eindringen. 'Die Nachrichten aus dem “Innern des Landes lauten weiiig tröstlici), dcr Bürgerkrieg daiicrt fort," in Yrddo herrscht 21111117 und Elend.
Der »Mouitcnr- bcmerft 111 seinem Biiiietin, daß zwei Fregatten der Kaiserlicdrii Marine gisrern von Marseille abgegangen sind, um sich nach Civita Vccciiia zu begeben, WO sie einen Theil dcr zur ;)iZckkrhr nach Frankreich bestimmten Trrrppen an Bord nehmen 0 en.
Man Uji'ldx't, dcmsclbcn Blaitc zufolge, cms Algerien, daß bei der Annäherung der französischenKolonnen Si-Lala und die feind- ?(ében Hausen in großer Haft ihren Marsch nach Süden angetreten
en.
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Iterlien. Die Einschiffung drr französischem Trnppcn in Rom sokltc am 5. November beginnen, ol» CI wirklich dazii gekommen, wird nicht gemeldet, dagegen wird in römischcn Briefen, dir in Florenz ciniiefcn, Versichert, das; im Ganzen 111.11? 3000 Franzosen abziehen, dagegen noch 15,000 Mann blcibcii. General Montebello ist noch in Florenz.
Russia:» RUD Polen. Von der polriischcii Grenze, 6. November. (Ösis. Zig.) Diirci) Vcrmiticlimg dcs Emigranten Joseph Snwlirröii ist in Texas eine polnische Eiiiigranten-Kolonic gegriixidet worden, welche bereits iibcr 200 Mitglieder zählt. - Die
galizischen Polizeibehördcn find Von der Statthaltcrci in Lemberg -
- * “R ', ' ,". “' . . ' ' , migrwiexen worden, auf die immer hrirrsigir von der Cmrgraiwn . "WMI wurde nur durch c„,jge wenige LlUfühkcr aufrrcbi erhalten, deren
ausgesendctrn Emiffärc ein wardsamrs Auge zn richten und jeden
Fremden, drsscn Erschcimiiig odcr Paß drgriindcicn Verdacht erregt, ; . polit11chc Prinzipien zu begreifen,“ und durch eine grseßiose Soldateska, wic
“?'dfdri ziir Haft zu bringen. Die galizischen Behörden woilcn näm- iici) rrmirérii Haben, das; ein Tlieil dcr Emigraiidn bei den noch im» “mrr nichr iiachiaffcrrdcn Bränden ihre „Hand mit im dar imd dieselbe theils“ ziir Vcsrirdigrrrig ihrer Rach diejenigen, wclche dcn [rymi Yiiifstaiid nicht unterstiiyt, oder ihm wohl gar entgegengewirkt [)(WM, theils als Mittel zur Erpressung von Grid bcmrßen. Außerdcm wollen die galizischen Behördcn sichcrr Spuren entdeckt haben, rvclclyc cs unzweifelhaft
machen, daß die polnische Emigration iin Cinocrsiéindniffe mit der .
revolutionären ungarischen Mid italienischen Partei AUes aufbiete, Um der immer größere Dimciifioncn annehmendcn aitwrwmisiischen Agitation in Galizien cine revoliiiidnc'ire Richtrrng 311 geben. - Den rrisfisäxcn Truppen, welche in den Jahren 1863 und 1864 zur Unterdrürknng des Aufstandes in Polen, Litthancn Und Reußcn mit- gewirkt haben, ist ein Kaiserlichcr Befehl priblizirt worden, wonach
die kriegerischen Operationen ziir Brkiinwfnng des polnischen Auf-
standes als Frldzirg betrachtet und die genannten beiden Jahre hin- sichtlich der. Dienstzeit als doppelt gerechnet werden sollen.
Dänemrrrk. Kopenhagen, 7. Noyember. (W. T. B.). In der heurigen Sißirrig dcs Foliething gab dcr Ministerpräsidcnt Graf Frijs-Frijscnborg vor der Abstimmrmg eine Erklärung ab, nach Welcher das Kabinci dcn Verfassungscnrwitrf des gemein- 1amrrrArr§schrrssr§ adopiirc Und die nrd'glichste Beschleunigung der Verfriffriiigsfrage wünsche, da dieselbe fiir Dänemarks innere und ärißerc Stellung gleich bcdeuiimgsvvii sei. Der Geseyentrvrirfivurde alZdami im Jolfcthing mit 74 gegen 24, im Landsthing mit 44 gcgen 10 Stimmen angenommen. Die Diffentirenden gehören in beiden Thingcn der äußersten Fraciion dcr Baucrnfreimdc an. Das Gcscß wird jeyt dcr Sanction des Königs unterbreitet und geht alsdann an den Reichstag.
- Die bereits gestern erwähnte Staatsrechnungs-Ablage für das Finanzjahr vom 1. April 1864 bis 31. Miirz 1865 enthält folgende nähere Angaben:
Nach dcn Bcwiiiigungcn dcs RcichZraibeZ haben dic Einnadmen be- 1
iragrn 29,403,918 Thlr., nämlicd: 1) Ueberschus; dcr Domaincn-Ein- nahmen 465,932 Thlr., 3) Zinsen und Adirag von Stanikakiiven 432,272 ler, 4) Zinsen vom Orrcsiiiidrifdnd1,018,31JTblr., 5) Ucbcrschrrs; vom Zoll, Brcnncrci-Jniradcn 11.1.111. 5,607,866T()1r., 6) Ucbcrschus; von den Posi- und Trlcgraphen-Jntrach 37,015 Thlr., 7) Klaffrniottrric-Jrriraden 39,332 Thlr., 8) verschiedene
Cinnadmcn 1,340,843 ler, 9) Eiiinabiiirn zrxfolge Gesetz vom 1Lien
Septembrr1864: «) Restbetrag dcr zufolqe Gcscß vom 21. Drzembcr 1863 !
idiiiriiiiirirn Staatsiinlrélw 7,500,000 Thlr., d) Ertrag von der schwebenden Schrild zitfolgc Gestik; vom 4. Juni 6. J. 2,081,749 Thlr., c) Ertrag zu- folge GIMY (wir. Ziiwrgcdringung cxtraorditmirer Mittel 5,962,173 Thlr. und ii) Ertrag drr infolge besondrrcr Gcscßc ausgestellten Krediibcweise 4,000,000 Thlr. Die Ausgaben Haben betragen 3(),702,724 Thlr., näm- licd: 1) Civillisic des Königs zufolge Gesc); vom 17. Dezember 1863, 500,001)Tl)lr., 2) Apanagcn des Königlirdcn Hanses 209,860Thlr, 3) drr (He- iieimc S1aat§raid43,588 T,[r., 4) dsr Reichsraih 177,507 Thlr., 5) Verzinsung iind Abbezahlrmg dcr Staatsscimid 7,786118 Tblr, 6) das Peiifionswesen 1,185,973 T[)[:., 7) das I.)?inisierium dcs Atiswäriigen 255,080 Thlr., 8) das Kricgsniinistcrium 14,339,680 Thlr., 9) das Maribrminisierium 3,208-403 Thlr., 10) das Jirmnziriiuisicrimn 489,371 Thlr., 11) Vcrschirdenc Aus- gaben 1,332,400 Thlr., 12) ).lnvorhcrgeschcne Ausgaben 46,661 Thlr., 13) Außerordentliche Airsgadcn in Anlaß der Occupation Jütlands 1,126,084 Thlr. _ Nach den Bewilligungen dcs Rcicdöiags haben die Ein- nahmen betragen 8,201,986 Thlr., nämlich: 1) direkte Steuern 4,056,711 Thlr., 2) Kriegsstcucr zufolge Grieß vom 21. März 1864 1,839,593 Thlr.,
3) indirekte Abgaben 1,009,111Thir., 4) iFländische und färöischc Jniradcn,
65,463 Thlr., 5) verschiedene Eimmbmcn 1,231,108 Thlr. Die Ausgaben dach betragen 4,721,916 Thlr., nämlich 1) der Reichstag 85,000 Thlr., 2) das Ministerium des Innern 1,857,546 Thlr., 3) das Justizministerium 914,695 Thlr., 4) das Ministerium fiir Kirchen- und ).lnicrriciztswesen 363,286 Thlr., 5) Verschiedene und außerordentliche Qlusgabcn 1,501,419 Thlr. "- Nach beiden Bewilligungen haben im Finanzjahr 1864-65 also im Ganzen betragen, die Einnahmen: 37785905 Thlr., die Qlusgaben: 35,424,671 Thlr. Es verbleibt also ein Uebrrschuß von 2,361,234 Thlr., Welche mit dem Rechnung€bchalt am 31. März 1864 zum Betrage von 3,668,719 Thlr., zusammen einen Rechnungsbchali am 31. März 1865 von 6,029,951 Thlr. ergiebt.
Amerika. Aus Mexico wird berichtet: Die Proc-lama- tion, diirch welche der Kaiser Maximilian dic republikanischen Truppen als Räuber in die Acht erklärt, lariict nach dcm amtlichen Blatts »El Diario del Jmperio":
Spiele ; „„ K . „ . Banden von Verbrechern imd Straßenraubcrn sein.
gcgen ;
2) von dcn wcstiirdisclzen Inseln 77,517 Thlr., ,
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
1 1 1
:)Mcxikancr! Tic Sacljr, wclche Don Benito Juarez so tapfer und
' standhaft vertheidigte, isi schon scit einigrr Zeit nicht nur dem Willen der
NMM- sondern dem Gesch selbst, welches jener Führer zur Unterstützung
»seincr Ansprüche anricf, Ulitkllegcn,“ und heute find auch die Banditen, in
wrichr die Lluhimgerdcr Sache critartci sind, durch die Abreise ibrcs Hauptes von seinem Qe111111chi'n Boden allein gciaffen wvrdcrr. Die nationale chjeorung ist eine [MIL ZMÉÜUÖMW "814111107113 2311911?"- indcm sie dir Milde" so weit aus- dchnte, daß den irrcgelcitctcn Männern, die mit den Tdatsaéhcn unbekannt waren, eine (Velcgenycit gegcben wurde, sich der großen Mcbrdeit der Na- iivndaiizuscyiießcn imd wiederum auf den Pferden der Pflicht, Zu wandrln. Hierin war die Regierung ciiolgrcich, und cdrcnwertbc Männer fcbaartcn sich unter ihreJahnemik Vertrauen in die gerrchien und frcifinnécicn Grund- 111136, wclche dic (Hrstaltimg ihrer Politik bestimmen. Die Sache dér Friedens-
Lcidrnscdafien ihre Liehr zum Vaierlandc crsticktcri, durch die ganz cnkjiitllchten Leute der niederen Klasen, welche zu rmwissrnd warrn,*um
sie stets als lcytc traurige “Spur cines Bürgerkriegs znrirckdiciii. Von jeßt ab wird der Kampf nur zwischen dcn achtbrircn Männern der Nation und ' , _. Von Langmiiid kann keine Rede mehr Um, da )ic mir solchcn Bandc-n JU Guis kommen “würde, die Dörfer nicdcrdrcnncn imd friedliche Bürger, cntncrotc (Driise und schuß- lose Weiber O_craubcn und ermorden. Die chierunq, siark in idrcr Macht, wird von die1emTage an mit unbiiigsamer Strenge'Strafc ausmcffen, wie
: dic Gesch dcr Civilisation die Rechte der Hmrraniiär und die Erfordernisse
der Sittlichkcii sie erheischen.
Mexiko, 2. Oktober 1865. Maximiliana
Die in der Proclamation arrfgrsicilic Behauptung, daß Juarez den Bodranexikos vcriasstn i_iadc, stimmt nichrzri einer in Washing- ton cingctronenen Nachriclyt, welchcr ziifolgr der mexikanische Präs- dent nord in 61236110 verweilte. Einch-ag später, den 3. Oktober, hat Max iuriiian cinen ferneren Erlaß priblizirt, dessen erster Paragraph den Grundton zu den folgenden angicbt.
Llrt. 1. Alle Personen, welche zu bewaffneten Banden oder zu nicht
gcscßiicy auiorisirten (Hcscilj'cixaften, ob politisclzer Natur oder nicbt, und wie
zahlreich die Bande auch sei, und was für Organisation, Charakter oder Namrn fie auch ÖÜÖL, gehören, find vor ein Kriegsgcricdt zu stelicn und wenn schrildig befunden, sei es auch nur des Aktes, cincr solchen Bande aiizirgeyörcn,.zur Todesstrafe zu verurtheilcn, und das Urtheii ist binnen r-rerundzwanztg Stunden nach seiner Fällung zu vollziehen.
Es folgen Bestimmungen Über den Modus der Aburthcilung. GMC)? BLÖMÖWUI [When diejenigen JU gcwärtigcn, wclck;c Grrcrillc- ros freiwiilig mit Geld rmtersriißcn oder ihnen sonst materiellen Beistand leisten, ihnen Rath oder Benachrichtigung geben oder Pferde, Waffen, Lebensinittel Und dergleichen verkaufen. Geld: und Freiheits- strafen wcrden auf die Verbreitung falscher oder beunruhigender
' Berichte, welche den öffentlichen Fricdrn stören könnten, geseßt. In
Art. 12 Werden “Uf 'Räuber- die Bestimmungen des 1. Artikels anwendbar gemacht, und Art. 13 scyc fesi, daß Begnadignngsgesuche im FaUe cines Todesrrrtheils nicht angenommen werden sollen. Im 14. Artikel wird (1621: denjenigen, weere sich bis zum 15. Novem- ber den Bchiirdcn stellen werden, voile Amnestie zrigesichert.
Aus den La Plata-Staaten ist zu berichten: Der Einmarsch der Paraguiten in Rio Grande [mt diirch dcn FÜÜ Uru- guayana's ein Ende genommen. Am 16. September 0. hatten die Aliiirten alle Borbcrcimngcn zu dem Angriffe auf die in der Stadt eingeschlossenen Paraguitisthcn Truppen getroffen und schickten einc lriztc Llnffordcrimg zur Uebergabe an den Kommandanten Esti- garribia. Sic Wurde angenommen: die BLÖiNJUUch lauteten,
' daß die Unteroffiziere und Gemeinen Krichgcfangenc werden, die
Offiziere ihre Waffen abgeben sollten. Die Bclagericn zählten 6000 Mann, zum Theil ianwfimfc'ihig, fie waren halb verhungert und außer dem Fleische ihrer magcrn Und kränklickxn Pferde fehlten ihnen ailc Lc- bensmittcl. Die Stadt war in einem schrcchlichen Zustande, die Straßen W[lcr Lcirizen, die Atmosphäre eine vcrpcstetc. Von Uruguayana wandten fick) die Zilliirtcn zuriick iibcr den Uruguay, um gegen das von den Paragiiiirn beseiztc Corricntrs vorzuriirken, nnd dem Gericral Rdbch', welcher mit 17,000 Mann bei Bella Visra stand, den Rückzug abzuschneiden. Das brasilianische Geschwader [oZ noch immer Uiiihäiig bci Rincon dcl Soto, arigcblich weil der Parana seinen iiicdrigcn Wasserstand noch nicht vcrc'imdert hatte. Hie GZ- sammtstärke drr Paraguiten wird auf 35,000 Mann gcschaizt, die der Alliirtrn auf 52,000. Urqniza soll wieder eine Armee von 5000 Mann zusammengebracht hach, doch ist cd zwcifeldaft, Ob Mitre seinen Beistand annehmen wird. Der Kaiser von Bra- silien, welcher bei der Einnahme Uruguaywra's? ziigegcn war, ver- läßt drn Kriegsschauplaß wieder Und kehrt iibcr _Borja nach Rio de Janeiro zuriick“, dagegen sollten der Graf von (xu Und der Herzog von Sachsen bei den Truppen [»icibcn.
National-Dank.
Sc. Königl. Hoheit der Kronprinz liaben im Namen Sr. Majestät des Königs, dcs"Llllerdurchlauchtigsicn Protektors des National-Danks für Veteranen, folgende Personen zu Verwaltungsq „beziehunßswxise zu Ehren-Miigliedcrn der Stiftung zu ernennen und die Patcritc'fur dieselben (19 (1310 Coblenz, den 24. Oktober 1865, .Höchsirigcirvhandig zii vol]- zichcn geriihrt. 1. ch.-chirks-Konmiiffariai Königsberg 1. Pr.