§36U34l
.- Das Ober-Bergamt zu Halle macht unter dem 30, Oktober Fol- gendes bekannt: „ . , Auf Grund des §. 188 des Allgcmemen Berggeseßeks Voxn 24, Juni 13. I. hat der Herr Minister für Handel, Gewerbe iznd offentliche Arbeiten verordnet, daß die fiskalischen Bergwerke , Llyfbxrettungß-Anstglicn und Salinen, wie biSher, von den Bezirken dec Kömglichen Yerg-Remeibeamien ausgenommen bleiben, und daß jedes dieser Werke ein etgcnes Rxmer bilde. Demgemäß liegt die Wahrnehmung der Revierbcamtcngcschafte, insbe- sondere die Handhabung der Bcrgpolizei ob “_ . _ für die Saline Schöncbech nebst Gradirwerk Eimen dem »:almendirektor, Bergrath Lindig zu Schönebeck, , „ für die fiskalischen Braunkohlen-Bergwerke bci Edersdorf , Brumby und Altenweddingen dem Bcrg-Rcferendar Muller zu Schöne- beck (kommissaxisch), & . & für die zur Verarbeitung, Magazinirung und Verladung des «tenimlch dienenden Anlagen des Salzwerks zu Staßfurt dem Salzwerködirek- tor, Bergrath Bischof 11. zu Staßfurt, für das Salwerk zu Staßfurt, mit Außschluß der vdrbeuanntcn Anlagen, und für das fiskalischeBraunkochnbergwcrk bci Lödcrburg dem Berg- Jnspektor Pinno zn Staßfurt.
Kuust- und tviffcnfckmstlickxe Nackxriäxte-u.
Dessau, 11. November. (L. Ztg.) Gestern wurde zu Gernrode
dic rcstaurirte Stiftskirche St. Cyriaci feierlich eingeweiht.
nahe und ist nun, mit einem Kostenanfwande von nahe an 70,000 Thlr.,
auf Befehl des Herzogs und unter der Aufsicht des KonservaZorZ, Hrrrn , Die Schönheit und Reinheit ihres Styls *
von Quast, wiederhergcstcllt. . _ ' . macht fie zu einem der interessantesten byzantmrscbcnBauwerke ]ener Periode.
-- Die Einweihung fand nach einer Ansprache Sr. Hoheit "des Erbprin-
zen, in Anwesenheit der Erbherrschasten und der Herzogin Wit'iwe vdn » Bernburg, mit den cntsprccbcnden kirchlichen Feierlichkeiten statt. Eine große
Mengc Fremder nahm an der Einweihung Theil. - Vor der Feier übergab
der Erbprinz im Namen des Herzogs dem Herm von Quast die Comman- « ... , _ ; lung begriffen. -- Der durch seine trcfflichcn Ginrebilder in der Kunstwcit rühmlichsk ?
bekannte Maler Müller in München, unter dem Namen Feuermiiilser _ . dem (Heburtstage dcs hochstligen Königs Friedrich Wilhelm W„ bereits
dcur-Jnfignicn des Hausordens.
nähcr bekannt, ist nach längerm Leidcn am 8. November geßorbcy.“ ' ** Der Oberbibliothekar dec Münchcncr Hof- und Staatsbibliothek,
Profcffor 131: Halm, hat aus dem Lager 516 Antiquars J."Windprccht in “ Augßburg, der »AUg. Zig « zufolge, ein kostbares, in 54Blattcrn bcßcven- ,
des Fragment dcs uralten Rolandslicdes, zu Anfang des 13. Jahr-
hunderts auf Pergament geschriebkn, zu dem Preise von 350 F[._f1"tr jene ; Bibliothek erworben. Dasselbe schildert bekanntlicd Ka-rls'dcs (Hrdßen Zug € qegen die Heiden in Spanien und den Tod Rolands in Runzwax, vcr-
Öchuldet durch den Verräther (Henelun. Der anonyme Verfasser „Strichärra
(731x115, wandernder Dichter), ein Zeitgenoffc Rudolfs 11011'E1115,"dicl)tctc , das vom Pfaffen Konrad 50 Jahre früher aus dem Franzosischcn ubertra- ,
gene Gedicht gänzlich nm, und einen Theil dicser Umdichtuvg enthält das Fragment.
Statistische "Nachrichten.
Dem Berichte, welchen die Direckion der Jrrenanstait _zu Sckzwcß im Regierungsbezirk Marienwer der, dem „(13th Provmzml-Landtagc über die Verhältnisse diescr Anstalt und die in derselben gcnmchtén Bedb- achtungen vorgelegt hut, entnimmt das“ Amtshlatt der betreffenden Regie- rung folgende auch für weitere Kreise nicht umntexesmnte Daten: .,
In der gedachten Anstalt wurdcn in der Zeit vom 1. kadher 1862 bis 1. September 1864 im Ganzen verpflegt 389-3172,“ von dtcxcn gchOk- im 21 anderen Provinzen und dem AUSlande an, 368 dagegen Westpreußen und zwar 163 dem Regierungsbezirk Danzig und 205 dem Regierungs- bezirk Marienwerder.
Jm Verhältniß zu der Bevölkerung kam ein in die Irrenanstalt Auf-
genommencr: _ _ _ im Kreise Bercnt ............... auf 3876 Bewohner, ,
, Carthaus ............ auf 10273 » in der Stadt Danzig ........... auf 1338 im Kreise Danzig ............ . auf 3297 » Elbing ............... auf 2897 » Marienburg .......... aus 1871. » Neustadt ............ auf 5004 » Pr. Stargardt ....... auf 5493 »“ . „_ " Aus dieser sehr ungleichen Bethciligung _der cm-ze_lnen Kxcisc (51311111, indeß, heißt es in dem betreffenden Bericht, nicht schließen, daß; 01 denxem- gen Kreisen, aus denen die wenigsten Irren m'dte Anstalt aufgenommgn find, auch die wenigsten Jrrcn gewesen seien,“ wettmehr _1ft aus dem Maße der Betheiligung ein Schluß auf die größere oder germgere Juxsorgc gc- rechtfertigt, die man in den einzelnen Kreisen den Jrrcn 7,0 The1l Wcrdcn läßt. Dem Geschlechte nacl) fanden _fich unter den Jrretz au? Westpr-eußen gerade so viel Männer als Frauen, dxm Alter, nacb stel- die iiberwiegend größte Zahl, nämlich von 389-259 auf diezLebensxahre vom 20. „615 40stcn Jahre, unter 10 Jahren" befanden sich nur 3, vom 11. 612? 20. Jahre 26 in der Anstalt. In dem Verhältnisse der Stgdt- und Zandbcwoh- nec gehörten 98 Männer und 91 Frauen der städtischen, 86 Manper upd 98 Frauen der ländlichen Bevölkerung an,“ beide waren daher ziemlich gleich
Die Kirche, € von Markgraf Gero von Anhalt im Jahre 965 erbaut, war dem VerfaU .
verircten. Da nun aber die Zahl der Siädter nicht den dritten Theil der Landbewohner außmacht, so ist das Kontingent, welches die städtischß Be- völkerung in die Jrrcn-Anstalt liefert, verhältnißmäßig ein Weit größeres. Mag das städtische Leben auch mehr Elemente in sich ]chließen, welche auf die Herbeiführung von Geisteskrankheiten und Seelen- störungen von Einfluß find, so liegt der Grund eines in so hohem Maße ungünstigen Verhältnisses doch hauptjächiich in der größeren Fürsorge, welche die Städter den Jhrigen widmen. Eben hierin ist auch der Grund zu suchen, das; fich unter den Jrrcn nur 74 Polen und 293 Deutsche, also fast viermal so viel Deutsche als Polen befanden, während das Verhältniß der deutschen Bevölkerung zu der polnischen fich sonst in der Provinz wie 2, zu 1 gestaltet, da die Polen mehr der ärmeren Klasse der Bevölkerung angehören. Auch das ungünstige Verhältniß der Irren evangelischer Kon- fcsfion zu den Katholiken 617ttheilweise hierin seinen Grund. Nack) dcn kon- fessioncUcn Verhältnissen gchörten nämlich von den 368 Kranken aus West- preußen 24-1 dcr cdangelischen, 90 der römiscb-katbolischen, 1 der gricchisch-
katholi1chcw 6 der 1110mwnitischcn und 36 der jüdischen Bevölkerung an.“
Im Verhältniß zu der Bevölkerung hach hiernach die meisten Kranken zm" Irrenanstalt geliefert die Juden (1:763), sodann die Mennoniten (121859),
* dann die Evangelischen (1:2369), zulcxzt die Katholiken (1:6146). Abge-
sehen Von dem angeführten Grunde der größeren Fürsorge, welche der wohl- habende Theil der Bevölkerung, zu wclchcm die E6m1gelischen mehr als die
KSWOUEM in hiesiger Provinz gehören, den Jhrigcn zu Theil werden “ lassen
kann, licgcn auch Gründe zu der Annahme vor, daß die- jenigen Konfessionen die meistcn Fäüe WU Irrsinn liefern, welche Heiratdcn untcr Bkutsvcrwandtin am meisten begünstigen, was aber nach katholischen Kirchengeseßen nicht der Fall ist. So find in Schwei, 126 Fälle erblichen Irrsinns konstatirt,“ Von diesen kamen auf die evangelischen Kranken 36 Pro- zent, die jüdischen 34 Prozent, die Katholiken 22 Prozeni. Dem Civilstandc nac!) waren unter dm 368 Kranken aus Westpreußen: 110 Männer und 91 Frauen unverheiratbct," 62 Männer und 51 inmcn vcrbeiratbct,“ 3 Männer und 2 Frauen geschicden, 9Männer und 21 Frauen Virwittwck. Es ist fernkr die Beobachtung 1311111061, das;, je früher die Kranken in die Austalk gebrc1cht find, desto NicHr Aussicht auf deren Heilung vorhandcn ist,“ von 7-1 frischen Fällen, d. l,. s01ch€n, in denen die, Kranken in den ersten sechs Mosiaten nach Bcgixm der Krankheit in die Anstalt JLiiLsth wurdcn, smd 28 Heilungen, bei 75 1311000101 Fällen dagegen nur 15 Heilungen cin- getretcn. Von den frischen Fällen sind nur 5, von den Nraitetcn dagogen 21 :mgehcilt geblieben, die iibrigc-n waren ziim Theil noch in der Behand-
““I Uedcr das in der Provinz Posen, ch.-Bezirk Bromberg, ncucrbautc kathoiisthe Seminar zu Exin, dessen feierliche Eröffnung am 15. Oktober,
fkÜHOL' gemeldet worden ist, liegen tmchsolgende amtliche Mittheilungen vor:
Der Bm: des großen und schönen ScmiiiNgcbäudxs, wozii dis, erfor- derlichcn Mittel von desjeßt regierenden Königs Majestät AUcrgnädigst bcwiUigt worden sind, hat im Jahre 1860 begonnen und ist im Jahrs 1863 beendet worden. Die Kdstcn desselben betrugen ca. 85000 Thlr.
Das Seminargebäude besteht aus vier Hauptiheilen, nämlici): dcm .Zauptgebände, 2 Flügeln und dem Hintergcbäudc. Cs seht auf einer Anhöhe, deren Terrain nach Wordcn so abfällt, daß das Erdgeschoß des „Hauptgebäudes sm) in glcichcx Höhe mit dem ersten Stockwerke dcs Hinier- gcbäudcs befindet und ist dah-cr auf dcr Südseite 3-, auf “Oer Nordseite 1stöckig. In der Jronte Hat es 22 Fenster.
Die beiden Flügel smd fiir die Wohnungen dos Direktors, dcs Reli- 910111310303 und der übrigen Scminarlehrcr bestimmt. In den Souterrains des Hauptgebäudes befinden fick): die Küche, die Räuckxckammer, der Baek- ofcn, die Waschküche, die Zivilkammer und dkls Badezimmer nebst den er- forderlichen Kellern, so wie auch die Wohnung des Ockonomcn und des Scminardiencrs, im Erdgeschoss: 7 schöne Klaffenlokale, 2 Klavierzimmcr, die Billiotixck und das natuxhistorische und physikalische Kabinet,“ im ersten Stockwerke: 17 Arbeitszimmer für die 70 in dcas Seminar aufzunehmenden Zöglinge bestimmt und das Konfsxcnzzimmcr,“ im zweiten Stockwerke: 4 gcräu- mige und helle und ein klejiiercr Schlafsaal," im dritten Stockwerke (dem Dachgeschoss): 8 Kleidcrkammcrn und 2 größere Stuben, für Woh- nungen der am incéhodoiogische11 Kursus im Seminar theilnewncndcn Lehrer bestimmt. Ueber dcm Dachgeschoss steht ein kleiner Thurm, worin fich eine große Uhr befindet. Das Hintergebäudc umfaßt im Erdgeschoss den großen Speisesaal und im ersten Stollwcrke dcn Musiksaal und die große schöxi dekorirte Aula. Ja der Leytkrn ist eine große. Orgel anfgestcilt, während eine kleinere Uebungsorgcl in einem Klaffensokale untergebracht wcxdcn äst. Auf dem Seminarhofe befinden fich die massive große Turnhalle und die erforderlichen Stallungen und Brunnen.
Am 16. Oktobcr cr. begann der Unterricht mit der untersten Klasse, in welche nach bcstandcnir Prüfnng 26 Zöglinge aufgenommen worden sind. Die zweite Klasse wird im Jahre 1866 und die oberste im Jahre 1867 cc- öffnet werdcn.
" Die devinz hat daher jeßt drei katholische Lehrer-Bildungsanstalten, namlich: das katholische SchulLehrcr-Scminar zu Posen, das katholische. Schuljahrer-Scminar zu Paradies, wclche beide von dchönigc Friedrich Wilhelm 111. gegründet worden fi0d, und das katholische Schullcdxcr-Scmi- nar zu Exin, zu desen Gründung der Plan bereits unter der Regierung des Königs Friedrich Wilhelm ]U. gefaßt, daher auch sein Geburtstag, zixm EröffnungIÉage gewählt worden ist.
- Die Sparkassen im Regierungs-Bczirk Posen. Naci) amtlichen Angaben befanden fiel) im ch.=Bczirk Posen Ende 1861 außer den von Privatcn gegründeten Hiilfs- Und Sparvereinxn, 19 städtische und Kreis-Eparkassen, tn dincn Ersparniffc in den geringsten Beträgen von 5, 10 und 15 Sgr. ab Verzinslicb angelegt werden können. Die Zahl disse:: Sparkaüen ist in dem zehnjährigen Zeitraum 1854-1864 um 11 vermehrt und das Kapital der eingelegten Ersparnisse, welches 1851: 264,196 Thlr. 2 Sgr. 2 Pf. betrug, ist bis 1859 für 10 Kassen auf 327,630 Thlr. 18 Sgr. 9 Pf. und bis 1864 für 19 Kassen auf 624,276 Thlr. 5 Sgr. 8 Pf, gestiegen. So erfreulich das Resultat ist, so bemerkt doch mit Recht das _letsblatt der Pos. Regierung, daß dasselbe im Verhältniß der Ein-
* 24 Rektoren und ordentlicde Lehrer, 7 i'csp.
TZHÜZHZ ,
wohnerzahl des Regierungßbezirks keineswxgs Yin befriedigendes genannt werden könne, und den Städten und Kre1sen 1owie aklen Wohlwollenden noch ein weites Feld der Thätigkeit offen stehe , um unter den minder be- mittelten Klassen den Sinn für Sparsamkeit zu wecken und die Benußung der Sparkassen zu fördern. Die oben erwähnten, am Ende des Jahres 1864 vorhandenen 19 Sparkassen des Regierungs-Vezirks Posen waren folgende: YC _- Mit Besaß an Kapitul-Cinlagcn Einlagen Ende bis? 1854 1859 „Thlr. TLM. Thlr.
I" der Begründer 1664 Thlr.
,...-
StadtPosen ,_ _, » Fraustadt. 113710110 1845 . 100
» Plescl)cn.. November 1815 . 100 . » Lissa ..... 1. April „1847 . 100 6,889 » Krotoschin. 1 Mai 1817 50 9,006 » Schwerin. 1. Mai 1850 50 700 4,049 » Oftrowo.. 1. LlugUst 1852 100 8,629 18,913 » Unruhstadt 1. Juli 1853 10 50 1,749 7732
1
1
1
1
25,171
5,444 20,004 10,315
12,275
2,609 13,846
» Woljscin . . März 1860 10 100 -- .- . Rawicz... . Jankar 1860 15 100 » Rogascn.. . Januar 1862 1.5 100 » (5,5101) . . . . . » Schmiegel dito 10 100 ;; Kozmin, . . “ Jm
Kreis Mescxii, .. » Wrcstbcn . » Schildbcrg » Schrimm . „» Oboruik
23,320
. Januar 1856 77, 200 . Februar 1859 10 100 . 2011-11 18011 10 1.00 . ScptÖr. 1,8611- 15 100 Juni 1303 | 10 100
1 ,563
“*in Summa ..... ß 264,191| 327,627j 624,268 ?
-- Zu Ostkrn 1861 bkstandcn in der Provinz Sachsen 22 (Hym-
nafic11ch1861 21,Jugang: Gymnasiiim3112821'111'9270de),2Progyimmficn (1861 lautet, woraus sic!) schließen läßt, das; die Sache auf Schwierigkeiten gc- , stoßen ist, deren Himvcgräumung bis jeyt noch nicht möglich gewesen ist.
, Inzwischn 601, wie. die »Magdeb. Ztg.« meldet, die Magdeburger Dampf-
2: annddrf [Wernigerode], Scel,ans20) und 7 9017063111611, «Die (8511111- 101601 hatten 222 Direktoren imd drdcnilichc Lehrer, 27113i11e111chaftliche Hiilfslcdrer, 48 technische Lehrer, 8 Geistliche als bcsdndcrc Rcligtdnslel)rcr,
4 Probekandidafen, 13 Lchrcc fiir die VOLÖLUÜUUZÖNN
0110) 1007111 5694 evmigclissi), 246 katholisck), 60 jüdisch. Unter dcn 717 Abgcgiingcncn hatten M) 162 608 Matxiritätszeugniß envorben.
Dic2 Progymnasicn Hakim 5 Rektoren und ordentliche Lehrer, eincn Hilfslehrer,- 1 tcchnischcn Lehrer und eine Gcsammtftchcnz von 108 Schü- lcrn, darimter 105 cvungclische und 3 jüdische. _ „
Die 4 Realschulen 1. Ordmma resp. 2. Ordmmg hatten 54 7614). einen wiffm1schastlichcn Hülfs- lchrcr, 12 resp.61€chnisci)e, 3 resp. 3 besondere Rcligionölchrek, 5 resp.
' - 5 Lehrer der Vdrsciyiilen mit 1638 110.7. 514 ScHiiicm und in ihren Vor- „
schukcn 360 resp. 235. _ " . .
“- (Bautbätigkeit Wiens.) Jm Jahre 1864 jmd 136 Neu- 27 Umbauten, 263 Zu- und Aufbauten und 202 leoptirungcn, 1111 (Han- zcn 628 Léanwcrkv in Wien doUcndct worden. Nach ÖELU nnn1er11chcn
VMwältniß ist die Bauinst in 5216107171110 begriffen, da im Jkihie 1861 762, * im Jahre 1862 nur noch 696 und im J0hre 1863 nur 683 Bauobgkte ?
gezählt wurdcn.
1Wicner Consum-Vcrhälfnissc.) ZmZahrc1864wurdennach '
amtlichen Angaben 011 den Linien Wiens folgende Gegenstände) der Bcr- zelirungsstcuer unterwwrfcn: 333,708 Eimer Wcin, 818,763 Eimer Bier, 101,916 Stück Hornyieh, 136,998 Kälber, 43,136 Si. Lämmer, *8729 „St. Schweine unter, 35 Pfd., 102,950 St. über 35 Pfd., 27,967 Wr. Rind-
fleisch, 13,756 Civ. andcres chisck), 327,767 St, größeres Geflügel, 91,757 , “ St. Rebhiibncr, 1,186-576 Ctr. Mehl und Brot, 422,145 Etc. Gcmuse,
281,905 Ctr. frisches Obst, 38,883 Str. Butter, 47,183,000 St. Eier,.“ 2117 Heizmaicrialicn wurdcn zugeführt: 102,782 Klastern Brennholz, 91,163 0,11". Holzkohle, 3,356,410 Ctr. Steinkohle. - _ ,
» Nach den kiirzlich crscl'xicncnen I)iitthsilimgcn ch däni|chen statisti- schen Biircaus betrug im Jadre 1.860 die Bevölkerung Jslgnds 66,987 und im Jahxe 1801 47,200. Es" ist bemerken:“?werth, dN; die Be- VSlkernng in 60 Jahren 1102 um 19,787 Personen oder durchschnittlich Mchk
mehr als I?, pCt. jährlich zugcndmmcn hat, obgleich Island alle mögliche „. Freiheiten vor dem Muttcrxandc voraus hat: direkten Handel auf England,
Spanien 11. s. 10. und isi dcr Handel überhaupt mit keinen Zollabgabcn belastet. Ganz andirs find die Bevölkcinngs-Vcrhältnissc dagegen aus den Faröern. Nach den Mittbcilungcn- dcs obcncrwähntcn Biircaus betrug die Volkszahl (tmc!) der Zählung von 1860) 8922, und ist, 917211301) dcr Himdel bis vor Kurzem MMOPVlisikk gcw-cscn, sohr bedeutend gesticgen
in den lrytcn 60 Jahren. Im Jahre 1801 betrug sic näxnlick) mir 5265, Und hat 000 seit dcr Zcit um 3657 511170511111 odci' 70 pCt. JUJCUOLMUSU. “
Auch die ,“Bcvölkcrimg (;)??)thde [3,171 [*cchfcnd 5091710011001. Bei der
lcytanäOlUWm1860 war diE 3901031151 9880, Und im JaHre 1805 nur 6060
„ Die Zunahme in 55 Jahren defrag 1100 3831 Individuen oder 63 pCt.
Gemerbe- und Handels-Nackzrichten. Breslau, 12. November. (Schlcs. Ztg.) Obwohl noch täglich Schiffe,
mit Ablcichtern versehen, von Frankfurt und Ciisirin mit circa 100--200 Ctr.
“ wenn nicht Wacbswasser kommen sollte, hier überwintern werden'.
1. Jauch 1838 . 100 222.334 223,932 317,71.» 1 50,495 ;
53,527 ; 30,330 » 0,535 - 22,004 , 13,937 , 4,310 I
21555? Juli 1302 10 50 6137 7,6531
„Oktober 1862 15 100 816 ;
22,039 1,257 ; 11,230 1 2,312 ,
sm mit zusmmncn 1 5900 Schülern, Von dejicn 626 in (Klaffe 1, '870 in 2, 1281 m 3, 1124 € in 4, 1013 in 5, 885 in 6, 168 1:1 den 2191115111111 warcn. Dcr Konseyfion ,
Ladung hier im Unterwaffer eintreffen, so ist dennoch der Schifffahrtsverkehr für ausgedehntere Touren eingestellt und die Schiffer suchen für ihre Fahr- zeuge die Winterquartiere auf. - Jm Unterwasser liegen circa 150 mit Ge- treide beladene Schiffe, nach Hamburg, Stettin und Berlin bestimmt, tdix, Es ri jeßt wiederholt das dringende Bedürfniß nach einem Winterhafen hervor, da wegen der totalen Versandung des Stromes und des dadurch entstehen- den Mangels an Ladepläßen die Schiffer behindert smd, Ladung aufzuneh- men. Die Frachtpreise haben fick) indes; etwas gehoben und ist abgeschlossen per Wi1pel Getreide nach Hamburg 674," Thlr., Stettin 6Y-6Y Thlr., Berlin 5 Thlr., Stettin pro Ctr. Stückgut 7ck2-8 Sgr.
Stralsund, 12. November. Die. heutige Zeitung bringt einen Aufruf des Vorstandes des Ostsce-Fischerei-Vercins, in Welchem es heißt:
Es hat fick) hier zum Zweck des Versuchs der Fischerei in offener See ein Verein gebildet, Welcher fich über den Fischereibetrieb in Holland und in Blankenese bei Hamburg informirt hat. Jm Monat September d. Js. ließ derselbe zwei Fischcr- Ewer mit Bemannung und Neßen aus Blankenese hierher kommen. Das Ergebnis; des Probefangcs wurde in der »Stralsundcr Ztg.« bekannt gemacht und stellte sich danack), abzüglich der Zinsen und Geschäftsunkosten, ein Reingewinn von 161, pCt. in Aussicht, welchcr fich unter weniger ungünstigen Jangthältniffen erheb- lich erhöhen dürfte. Der Verein bcabfichtigt zunächst den Ankauf von 2 6rauchdarcn, so gut wie ncucn Fischer - Ewern in Blankenese Mit Netzen und vollständigem Jnoentarium, vielleicht auch den Neubau eines dritten Fahrzeugcs zum Fischkransport, und wünscht für diesen Zweck eine Rhcdcrci - (Iöescklschaft zu begründen, mit einem Kapital von 12,500 Thlr. in 500 Parten 5 25 Thlr. Da das Unternehmen nicht ohne Bedeutung ist für den Wohlstand unseres Regierunngezirkcs und zur Erlangung seetücHtiger Schiffééleute, auch eine gute Renke in AuZficht steilt, so fordexn wir zu ciner zahlreichen Bciheiiigung an dieser Rhederei- Gcscllschast (Ulf. Sollte sich eine hinreichende Betheiligung finden, so würde in einer abzuhaltcnden Generai-Veismnmltmg dcr (HkseUschafts- Vertrag festgestellt und dcr Vorstand gewählt werden.
Magdeburg, den 13. November. Nachdem schon vor zwei Jahren öffentlich Blätter die Nachricht gchacht ()akten, daß die Ausübung dex Kcttcnschifffahrt auf dem Rheine einigen Privaten kdnccsfionirt sei und deren Iltissührung VOkbkkkikct werde, hat davon bis jeßt weiter nichts vcr-
schifffahrtsxzcscllscwft Gclegcnheik genommen, auf ein solches Unternehmen für dis Elbe ihr Augenmerk zu richten, und Untersuchungen über den prakti- schen Werth der Kettenschifffahrt auf der Seine anstellen lassen, welche. der- selben Veranlassung gaben, die Konzession darauf für die Elbe nacbzusuchen,
die ihr auch fiir die Preußische Elbstreike Von Magdeburg bis Witfcnbergecr- theilt ist. Da jedoch ein solches Unternehmen bei der zur Zeit noch mangel-
haften Correction des Elbbettcs nicht sofort auf der ganzen Strecke in An- griff gcnommcn werden kann, so soll damit versuchsweise von Bnckau bis
* unterhalb der Neustadt begonnen werden, wozu die Königliche Regierung
ihre Genehmigung crthcilt hat. Hiernach ist zu verhoésen, daß die Yiisfüh-
) rung scixon im Mai f. I. in's Leben treten und dem schifffahrttreibenden
Publikum Gelegenheit bieten wird, den Werth dieses neuen, auf Deutschen Fliiffen noch unbekannten Schifffaörtsbctriebes würdigen zu lernen, woran sich die besten Hoffnungen für die fernereWohlfahrtcincs Gewerbes knüpfen, welches seither mit schr unglüéklichen Vcrhältniffen zu kämpfen hatte und dcffcn hohe Bedeutung fiir den Elbbandcl nicht zu vcrkcnncn ist.
Essen, 11. November. Herr Krupp wird eine großartige Erwei- terung seiner Fabrik ausfühxen. Den bereits vorhandenen Werk- stätten und Llrhci151i1aschincn sollen noch ein Dampfhammcr von 2500 Ctr. Fallgewicht nebst vier Glühöfcn und eine Eisengießerei mit achtCupol- und vier Flammöfen hinzugefügt werden. Die Fabrik besißt bereits 34 Dampf- ()ätii111er, von denen der schwerste 1000 Ctr. Fallgewicdt hat.
Vom Hiindsriiifcn, 9. November, wird der »Tr. Za geschrieben: Die Lichatwaarcn-Jnduftric hat fick) in den beiden letzten Jahrzehnten territorial Und an und fiir stel) bedeutend ausgedehnt. Die Schleifmiihlcn reichcn bis weit in das preußische Gebiet,“ selbst zu Nonnweiler befindet sich schon scii Jahren eine Schleifmühle. Mit der Vermehrung der Schleifmüh- lcn hat sich ein Ucbelstand, nämlich Mangel an Betriebswasser, eingestellt, derbcsonders in den lexztcntrNkcncn Jahrensehr fühlbar wurde und den Betrieb dieser Industrie sehr eingeschränkt hat. Zwar hat man durchSam111cl- wcil)cr das Betriebswasscr zu vermehren gesucht," allein die Bericselung von Wiesen, wclche auf dem preußischen (Hebictc stattfindet und dort dem-Llnscdcin nac!) statthaft ist, hat neue Ucbelsiändc bereitet, die sich in diesem Sommcx so steigerten, daß nur 1-2 Stundin täglich gearbeitet werden konnte. O:“ hiciin einc Acndernng [)erbeigeführt werden kann, soll jexzk versucht 117177271.
-- Ueber den Flachsbau und die Leinen-Jndustric i:; F:- [and im Vergleich mit Preußen und dem Zollvereim in:: 01“. Alfred Winklcr untcr Bcnußung der im Königlichen Mxxxiüc- rinm dcr landwirtl)schaftlichen Angelegenheiten 317€.1172171el- ten Quellen in der E. SchweiggersMn Hofbuchhandlung Z"“!(7 kiirzlich eine Schrift hcrauégegcben, aus der wir folgende Notizen ::Wdcch: Dcr «ste Aufschwung des Flachsbaucs in Irland ging von dcr E*15k1'1dru11g der Flach-Faktorcien odir Flack83ubcrcitungs-Ansta[ten auI. Wx; Tic crstten- stalt dicskr Art 1847 ins chen trat, zahlte sie gicich 11.111) ihrer Cr- öffnung dcm Landwérkhe fiir den irischen Acker NOÖÜQCBI 12 Pfund Sterling, was fiir den preußischer: Morgen 32 Thaler ausmacht.
Diese “Summe stieg bis zum Durchschnittsprcist von 41 Thlr. für den prciisz. Morgen. Dieser Preissteigerungentsprechend, wuäxs mich derFlackxs- anbau selbst an Ausdehnung. Es waren mit 171.013 bestellt im Jahre 1847: 58,701 Acker (1 irischer Acker = 2-7, prcuß. Moyen), 1853 schon 175,495 Acker, mithin eine Zunahme von mcdr als 2 0 Prozent. Im Jahrc 1847 hatte Irland auf 58,701 Acker nur eine Jaktorci, 1851 bereits 19 Faktorcicn bei einem Areale von 138.619 Acker. -- Den neuesten Jm- puls für die Qiusdehnung der irischen Flachskultur gewäbxtc dic außerordent- liche Preissteigerung der Baumwolle in Jolgc der Baumwollcn-Krisis. Die