1865 / 287 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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liegenden Pflicht werde ich siets gern bereit sein, diese Unterlagen zu er- gänzen und überhaupt nach Kräften jede Jhnen erforderlich scheinende

Außkunfi zu geben. Indem ich Ihren Beraihungcn den besten Erfolg wünsche, erkläre

ich hiermit kraft des mir gewordcnsn Allerhöchsten Auftrages die SiHun- * am des 1“, Provinzial-Landtages der Mark Brandenburg und der Nieder- !

saufiy für eröffnet.

Hierauf nahm der Landtags-V'karschail das Wort und sprach

etwa Folgendes: Meine Herren !

ben, wie die cigenihümlichen Verhältnisse unserer Provinz es

sammelt. Allerhöcdsiihrer Röthc genehmigt haben, über die Vertheilung einer nicht

unbedeutenden Provinziallast die Wünsche und «Forschlägc der Provinzial- : ) diesmaligen Diät eröffnet.

Vertretung zu hören, indem hierdurch zugleich das Gcfiihl und Die Crin- ncrung der Gemeinsamkeit in uns erneuert WiN.

Meine Herren! nach

von dem anderen nicht gebilligt wcrden werdkn. recht machen können. Wunsche beginnen, bei dem wir sicher sind, die Billigung aller derer, die wir vertreten, zu finden: in Königs: . Se. Majestät der König lebe hoch!

putation zurück geleitet.

An die Eröffmmg schloß fick) eine Sißung des Provinzial-Larrd- ; tages an, welche die Eiiilcitrmg dcr" geschäftlichen VcrhandlrmchZ

zum Gegenstande batte. Posen, 3, Dezember.

vinzial-Landtages benachrichtigt, daß derselbe versammelt sci. Landtags - Komrniffarius begab

Ten Abgeordneten den Provinzial-Landtag:

Drei creignißreichc Jahre sind seit Ihrer chien Versammlung ver-

flossen.

ten, den alten Fahnen neuen Glanz hinzugefügt.

reichende, für das ganze Vaterland freudige Erfolge gekrönt worden.. Auch Über dem Großherzogthum hat Gottes

gewaltet.

niffe, dasselbe in

derung seiner Wohlfahrt nicht zurückgeblieben ist,“ Ergebnisse, auf welche

das eifrigeStreben dchtaatSrcgierung gerichtet iii, und welche bci vielen . bier entgegenstehendcn Schwierigkeiten zwar langsam, aber dennoch stLUZ

fich bemerkbar machen. Die wichtige Angelegenheit,

gehendsien Prüfung besonders empfohlen. Danc-Hen aber schiedene Vorlagen, betreffend Provinzial-Angelegenheitcn, Jhncn zugehen; nicht bloß die regelmäßig erforderlichen Ausweise über die in dcr Zimschen- zeit stattgehabte Verwaltung, sondern aua) Vorschläge zur Hebung und Erweiterung der, der Vervollkommnung bcdürfenden Provinzial-Jnstiiute.

Die erprobte geschäftskundige Leitung Ihres Vorsißenden, Jyrc stets bewährte Hingcbung für die Jntereffen der Provinz bürgt dafür, das; das ansehnliche und wichtigeArbeitsmaterial eine sorgfältige, beschleunigte und ersprießliche Erledigung finden wird. An meiner Unterstüßung wird es hierbei, so weit dieselbe erforderlich ist, nicht fehlen.

Indem ich Ihnen, Herr Landtags-Marschall, das allerhöchste Pro- pofitionsdckret vom 16. v. M. und eine polnische Ucberseßung der eben von mir verlesenen Worte überreichc, erkläre ich im Auftrage Sr. Majestät

des Königs den 14. Provinzial-Landtag des Großherzogthums Posen für“

eröffnet. Der Landtags-Marschall entgegnete hierauf: Geehrter Herr Landtags-Konnntssarius!

Mit dem besten Danke für die uns von Ihnen so eben zugesicherte Unterstüßung begrüße ich Sie das erstemal vor dieser Versammlung ver- trauungsvoll und mit dem aufrichtigen Wunsche. daß es Ihnen gelingen möge, die Wohlfahrt des Großherzogtbums, deffen Verwaltung Ihnen von Sr. Majestät dem Könige unter schwierigen Verhältnissen anvertraut wurde, nach allen Seiten hin zu fördern.

Meine Herren!

Mit vollem Rechte hat der Herr Landtags-Kommissarius Ihre stets

brwährie Hingebung für die Interessen unseres Landestheils anerkannt, dtese_ngebung rvird sich auf dem heute beginyenden Landtage von Neuem bewahren und ich darf daher mit Zuverfich't die Hoffnung aussprechen,

Der Herr Landtags-Kommissarius, den wir zum ? ersten Mal in unserer Mitte willkommen heißen , hat bereits hervorgcßo- ) mit sich. . bringen, daß die Vertretung derselben als ein Ganzes fich nur selten ocr- ; Um so erfreulicher ist es, daß Se. Majestät den Vorschlag ?

Der Provinzial-Landtag wird Über diese Vorlage . , 0 . reiflicher Erwägung Beschlüsse fassen und Wünsche auSsprcchen ? [12'1c111brr11scriesri “VOMP Her PFWWZ Sachsen MM'UIW fich müssen, die voraussichtlicv von einem Theile der Eingescssencn gebilligt, JMUU fruh zm JMWMMMÜÜMU KÖLÜUÜÖUW am (HOticÖdiensxc in Er wird es nichi Lilien

Darum [affen Sie uns unsere Arbeiten mit dcm J

dem Wunsche für das Woh! unseres ,

Nachdem die zum 14-th Provin- . zial-Landtage des" Großherzogthums Posen einberufenen; Abgeordneten heute früh dcm Gottesdienste beziehungézwcise in der . katholischen Pfarrkirche ai] ZCUWOZU] Mur'jxim MIZUUWUZUU und in J der evangelischen Kreuzkirche beigewohnt hatten, versammelten sich J dieselben in dem ständischen Siyungsstmle in dem Königlichen Re- Ü gierungSgebäude. Um 12 Uhr Mittags wurde der Königliche Kom- . missarius, Ober-Präfident Horn, durch eine Deputation des Pro- Dcr ? fich hierauf in die Mitte der Ver- sammlung und eröffnete mit folgender Ansprache an die versammel-

Ein fieghaftcr Krieg hat Preußens Ansehen und Macht gesteigert," Z sein Heer, in desen Reihen Söhne des Großherzogthums rüymlicy kämpf- ; Die Weisen Cntschlie- = ßungen unsrres thcuren Königs sind sichtlich gesegnet und durch wcit-

schirmcndc Hand Wir haben es mit Dank anzuerkennen, daß, troß mancher Bedräng- '

der Entwiikelung auf geistigem und materiellem Ge- biete, in der Arbeit an dcr Besserung seiner Zustände und an der Jör- :

welcbe zunächst Ihren gegenwärtigen *, Zusammentritt in außerordentlicher Weise veranlaßt hat, lst speziell in dem allerhöchsten PropofitionL-dekrete bezeichnet und demnach Ihrer cin-

wcrden ver-

daß wir das uns zugewiesene Arbeits-Matcrial in mögjxch| kur“

gründlichst erledigen werden. oer Meine Herren, wenn in der jüngst wennn, enen “ei '

thum- die gescßliche Ordnung aufrecht ethltct? undödatlechr

deselven keine wesentliche Störung erlitten, so haben Wir djcsn

unsc:em theuren Könige und Herrn zu danken, der zugleich dur

vorigen Jahre geführten ruhmvollrn Krieg Seinem “Staate

Machtstellung dauernd gesichert hat, die ihm gebührt nm? die len unseres Landes ZUM rcichftcn Scegcn gereichen möge.

» Tit diesem Wunsche, meine Herren, lege ich chiqnifz ab Vo

rem Dank, unserer Trcrie und Hingebung niit dcn? Rufe: *

Se. Majestät der König lebe hoch »- hoci) » hock)!

. Dic Bersarmnlung stimmte in das von dem Marschall a“

gebrachte dr'eiuxaligc „Hoch arif Sc, Majestät den König bMistert xs.

* Demnach1r wurds der Königliche Kommiffarius drrrciZ die "an?

tags-Dcputation wieder zuriickbcglcitct, und die VCL'ÖÜUdlungeZ dxr

Zeit Oßberzog.

Mklltleben

äch| Gott (,h den im die vo[[e alien Thri-

Merscburg, 4, Dezcmbrr. Die Mitglieder des außerordcm-

dcr hicsigrn Schloß- rmd DNU-Kirchc mid begaben fili) sodann gcq» 12 Uhr Vormittags nach dcm Provinzial-Ständehause. Daseißst' erschien bald darauf, geleitet Von einer aus der Provinzial-Ständc- Veriammlmrg crimirmcn Dcpumiion, dcr Köiiiqliciw Landtaqs-Komo

Triilxiarirrs, 9'*irlkliche Gchcimc Rath rind Obcr-Präsidcxit von Wiß- . . . , . * 6 en. In diesen Ruf stimmte die Versammlung nut Begeisterung rm.

Der Königliche Kommissarius wurde hierauf durch die ständische Deo Z

' Deryclbe Üdergab das Allerhöchste PropositiOiis-Dckret Vom 11). November d. I. dem Landtags-Marsthaü, Grafen Botho zu Htokverg-Wcrnigcrodc, und hielt dann folgende Llusprackze an die Versammlung;

Ixricygceyrtc Herren.“ “Sc. Majestät, Unser Allcrqnädirxstcr König und .Herr', „hahcn inmitten der zwischen den gewöhnliiizen Beraihunqen dcr Promnzmlnändc [icgenden Pcriodc einc außerordrntliäieVcrsammlrin drr Landtage aller Provinzen der Monarchie anzuordnen ireruht, um Übe? Hie Verrhciiung rind Llufßringung der durch die AUSfiihrrmq des Grund- steuergcicxch vom 21. Mai 1861 cntstandcncxr Kosten die qutciclirlicir Aeußrrung Allcrhöchjiiyrcr getreuen Stände zu vernehmen. * * **

_ Orrs Lillerhörhsic Propositions-Dekret vom 1618111". M., welcbes ick'

hieriint M Y_hrr „Hände, Herr Landtags - Marschall, nicderlcac, neÖst der

Dcmieiden [Zrtgcsügtcn Denkschrift, enthält das Nähere Über "diesen wiciiii-

gen Gegenstand. *

Dir Staats-Regierung hat jene Kosten, untcr Fcsihaltung der durch den F. i) des even erwähnten Gescßes vorgeschriebenenTrennunri derbeiden iyxßlthn urid ,der scchs östlichen Provinzcn dcr Monaréhic, unter Hie («teren Proymzcn nach dem Maßstabc der neurcgulirtcn Grundsteuer joßve'rtHciltx da]; auf die Piovinz Sachsen, mit Ausschluß der vier Alt- markrjcycn Kreise, vorbeßaltlicl) der sich etwa bei dem definitiven Abschluß dcericchiiurigcn ergebenden voraussichtlich Ullk qeringcn Mehrausgabcn, 1,Z30,01§ _Tylr. 28 Sgr. 11Pf., treffen. Diese Vcrthrilunq, so wie den zur «Unmitgen Ririkrrstattung der eben genannten Sumine a'" dieSiaats- Kaffe gewiryrteri Zeitraum von zcim Jahren, betrachtei dic Staatsrcqie- rung «ls U:.abanderlick). Innerhalb dieser Schranken abcr erwartckfie vertrauensvo'il das Ergcbmß einer freien und eingehenden Veralhuna der grtrerrctr Stande iiber die Art und Weise der Vertheilung der Last imicc die EUWUM der Provinz.

.* Dic W_tchnger1_ dicicc in 'die matericÜrn Interessen der BLWOHUU' dcr

Promnz-ticx eingreifenden chthrmg leuchtet von MM ein, meine [W(b'

gcchrtc_ .Y-rrren. Neben den zur Befriedigung der bermebricn öffentlichen

Bedursmnc „von den Unterthanen unter der Form der Einkommcn-, der

regulirteii G)rund-_und “Dcr (Hebändcsteuer zn tragenden fortl'aufendcn Ab-

gabcir er1chcmt "MIZ der Provinz nicht zu ersparende neue Opfer, wslchks

11,2, sur UZI nacym' Deccnnium mit einer jährlichen Beisteucr von etwa

143,0U0x4hlr. zu bringen hat, ungeachtet der fortschreitenden ekfkkU'

lichen Vermehrung des Wohlstandes unter den crwrrbcndcn Schick)" trn dcr Yevolkerung, nicht unerheblich. Aber die Staats - Rt“ gierutrgJarx vertrauen, daß die Eintracht und die oft bewährte lebrndige i:,fndyetnjrchtsvoilje Sorge für das wahre Wohl der Provinz, welche unsere 1ach11schen .Provmzial-Landtage beseelt, auch diese hohe IersmanUUI die

LION)" Mlttei rind Wege wird erkennen lassen, um durch eine dic. Inter-

enen dcr oer1chiedenen Klasen dcr steuerpflichtigen Einsaffcn der Provinz

gerccHi rind wohlwollend beachtende Vertheilung die Darbrinqunq des un-

vermeidlichen Opfers so viel als möglich zu ericichtern. ** *

Neben der “Frage wegen der Vertheilung der Grundsieuer-Vcrau- *

ZJgungßiostcn W die hohe Versaimnlung nach Inhalt des Allerhöchßkn IUUYPOUklons-Dekrets nur noch mit den Neuwahlen von Mitgliedern der FFK? - K,?rnmisfionen Fr die Einschäßung zur Einkommensteuer U'l'jfd mnn ron ür dic ?ertle'lm ' '“ " be a-

tigen haben., f )ll g der KruegSlerstunch pci) zu fck Der Erlaß Fes Allerhöchsten Bescheides auf die Beschlüsse und An," trage des 17. Sachsi1chen Piovinzial-Landtages ist bei der Kürze der Zelt

für den Zusammentriit des nächsten Provinzial-Landtagcs vorbehalten *

worden.

Aux? demselben Grande habe ich meinerseits von der VorlaMch gewöhpltchen umfassenden Berichte über die verschiedenen (Heaknsande der saudischen Verwaltung Abstand nehmen zu dürfen geglaubt. Da- gegeri habe ich mich zu einigen Mittheilungen über Vorgänge in einzclk'kk1 Zwergen dieser Verwaltung, so wie zu einigen Bitten um neue Berylli- gungen für einzelne ständische Institute, namentlich für die Corrections“ Anstalt zu Gr. Salze und sür das Provinzial-Blindcn-Jnstitut- V"“ anlaßt gefunden. Die zu Ihrer Disppfitjon stehenden Antheile an den Ueberschüssen der Provinzial-Hülfs-Kaffe bieten mehr als ausreichende Mittel zur Befriedigung der größeren Bedürfnisse des erweiterten Blinden“ Instituts. Nachdem ich die bezüglichen Schriftstücke Ihnen, Herr Land-

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ia s.Maxschal1, bereits übergeben habez überlasse ich dieselben mit Zu- ' „S?,"xcht der wohlwollenden Prüfung "und Beurtheilung dieser hohen Ver- '

lun . sammZCbghabc- meine .Herren- UUU schon so oft die Ehre gehabt, Jhncn

zu gleichem Zwecke und in gleicher SteUrtrrJ „wie, heute gegcin'iber zu stehen- daß es der Versicherung meiner Bcrcitwiütgkeii, JLUreU m Ihrer Geschäftsführung, so weit ich mmrcr o_ermag, [)e-lfend'zur Seite zu Zeyer), kaum noch bedürfrn Wird, urid cbenio rechne ill) mri “;„errfirLt „auf ein aneigtt's und VLkYkÜULnIVOVUCJ EiitzzegcirkOiiiiirerr von Ihrer Seite, „De)" clirter Hcrr Landtags-Marichail, sowie von Seiten aller Mitglieder dreier

ßdben Versammluniz. , . , . Fm Allcrhöchstcn Auftrage und im Namen Seiner Majestat des

König? erkläre iii) Hiermit diesen 181cn Landtag dcr Provinz Sachsen für * Lt. MYM Landtags-Marschail erwiederte auf dieselbe Namens der . ammeltcn Stände und schloß mit einem Hoch (mf Seiiic Maje- I den König, in welches die Versammlung freudig cinstimmte. dcr Landtags=Kommissarin§ dcn SißiitrgSsak-l verlassen ? Hatte, brachte soÖann der Laxrdtags-Marchali das, Allerhöcvsre Propositionsdefrrr ziir „Verlesimg imd WOZ naci) einigen, auf die : Geschäfte des Prov:nztal-Landtags bezuglicheir Atwrdiirmgen dtex heutige SWUÜI- _, , Um 2 Uhr versammelten mh sämmtliche anwesende Landtags- Mitglieder im Königlichen Schlosse . zmrr Diner bci 'ch'm Laiiist'agks- KonrmiffariUS, zu weercm auch die 451,71sz dcr [;)U'UJÉU Mtlttarr- ? rd Civilbchörden eiiigcxadcn WÜL'CU. - Der erste Toasx, welcher von dem Landtags-Kommiffariu§ auI- cbracht wurdc, galt Seiner Majestät dem König:. Ju dcm- selben wurde namentlich ÜUch der schönen Tage des"- Scptcmbrrs ge- dacht, in welchen es der Proviriz vergönnt war, den geliebten Lan- ?

vers ßät Nachdem

UL

desverrn in ihrer Mitte Verweilen zu schen, und es stimmten in , dankbarer Erinnerung an diese Tage und die während derselben erfahrene [anchvätcrlickzc Hiild Und Gnade aYe Anwesende freudig Und begeistert eiii. Später folgten noch Toastc auf den Landtags- Z Kommissarius, die Provinz Sachsen, deren Vertreter ZMD den Vor- fißcndcn dcr Provinzial-Ständc, in Herren die Gciriiirrrrigeir der ' Loyalität, dcr Einigkeit unter den Ständen und der Liebe zu der ; heimathlichcn Provixiz Sachsen dcn (ebhaftcstcn AUSdeck fanden. Vreslau, 4. Dezember. “Das dem Provinzial-Landtage vor: gelegtr Propositions-Dckret vom 16. November 0. betrifft: ck ail 1. Die Vcrthrilung der aus der Außsührung der Grundsteuer- , chulirung entstandenen Kosten. Zn Bctrcff derselben heißt es" in jenem:

Die durch Die Artsführung dcs [cßtcrrn entstandenen Kosten sindL'est- ; gestellt und nach dem Maßstab der neu regulirten Grundsteuer unter Jest- é

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haltung der durch das Gcseß bestimmten Trennung zwischen den beiden westlichen und den sechs östlichen Provinzen dahir-i vertyeilt worden, daß die Provinz Schlesien die Summe von 1,432,()ZZ Thlr. 27 Sgr. 5 Pf. dcr Sfciatskasse zu erstatten hat.

xn] 2. beißt cs: "_ , „_ , Wir (affen Unseren gctrcuen Ständen in Grmaßhcit des I- 1, Ab-

und für den Marktfircken Cicorgcnberg im Kreise Beutheir zur gutacht- lichcn Acnßcrung zugehen.

xn] Z Betrifft die Wahlen neuer Mitglicder nnd Stcllvrr- *x

treter zu den der Provinz angehörigen Bezirks-Kommissioncn für die flassifizirtc Einkommensteuer. * _ ,. «Al 4. Die Wahl des Ausstiwffcs m Gcmaßhcet des

Berlin, 5. Dezember. - Generalstabes dcs Gcneral-Komnmndo's 11. Armcc-CorpH P,? trrsen, ist am Sonntag Abend OHiic voranZegangcnc Krankheit ploßltch am Herzschlage verstorben. ' * . .

Magdeburg, 3. Dezcmbcr. Das Komgl. Konsistortriin hat unter dem 6. Nochber 1865 an die Kreis - Synoden der Provinz Sachsen, dem »Magd. Corrcsp. zufolge, cine__Cirkular-Versugung auf die Synodal- Verhandlungen des Jahres WSJ crlaffrn, Yael) Jir- balt derselben zeigen die diesjährigen VcrHandlrmgen cmr'n Jorischritt seit dem Vorjahre, und von zahlreichen SynoADal-Vorstairden :| der Ernst und Eifer der Berathimgen, an denen 1lch achß d„re .jvel'tlrcheir Mitglieder lebendiger bethciligt haben, wie die Cmmuthtgkert des Geistes,'von denen fie getragen worden, bezeugt. Zur He- bung der Betheiligung der Gemeinden an dern meist Zucht zahlreich besuchten Synodal-C'röffnungs- G9tfe§dlc11st emp'stchlt die Behörde Wcckung des Interesses der dra Grmeurden und Beschränkung des Gottesdienstes" auf die' Zeit entner Stunde, sowie zur Hebung der kirchlichen 11117) fittltchezr Zustande die seslsorgerischc Pflege der Jugend und _dtr, Uebung emer ernsten UNd gewissenhaften kirchlichen Zucht gegen die ubrrwuchernde Ynzucht. Die Von dem Konsistorium gestellte Frage uber die Feier ,des Reformationsfeftcs hat eine einmüthigc Beantjyyortung nicht kaundcn. Im Ganzen haben sich 47 Kreissynodcn sur Hen Zlstezr Oktober und 42 für den nachfolgenden Sonntag entschieden, die ersteren meist unter. der Bedingung, daß der 31. Oktyber als em ganzer Festtag gefeiert und unter den Schuß dcr FricktagsZ'eseße gestellt werde, die leßteren meist, weil sie eme DurchfUthg WM? Bedingung nicht erwarten. Unter diesen Verhältnissen bleibt die

' und die Frau Prinzessin Georg trafen heute _ ' von Dresden hier ein und reisten arif der Thüringer Bahn weiter sal; 2 der Städtc-Ordnung vom 30. Mai 1853 die Entwürfe zweier Ge- : nach Frankfurk (1, NT., um daselbst mit Ihren Majestätcn dem König mcaindc-Statuten für die Stadt Friedland im KrciseFalkcnberg _

Der General - Major und Chef des “I . , " nöthig ist, um eine Gchtrirverruckimg

hisherigeOrdnung bestehen. Der Erlaß einer besonderen Feßordnung ist dem Ev. Ober-Kirchenrathe anbcimgesiellt. Die Verhandlungen rider Abänderung der Gemeinde-Kirchenraths-Ordnung mid m den Verschiedenen Synoden noch nicht zum Abschluß gebracht und- sßllen im nächsten Jahre fortgeseßt werden, eben so die übér Yusbrtiigrmg der nothwendigen Synodalfoften. „Nur den Antrag, drr Kosten auf Staatsfonds zu iibcrnelzmen, bezeichnet die Behörde als erfolglos. Schließlich fordert das Königliche Konsistorium die (Hemeinde-Kirchcnräthe zu ernster Fürsorge für Hebung der Sonntagsfcier, dcr kirchlicheii Sitte, fiir Beseitigung konfessio- neUrr Mißstände auf, und bezeichner die Herstellung der verfassungs- mäßigen Selbstßäiidigkcir dcr Kirrlx zunächst diirch Ucbertragung des

; äußeren Kirchenguts arif firchliche Behörden, so wie die rechtliche

Feststellung des Verhältnisses Dcr Sekten, iiisvcsondere auch der so-

: genanntem Jrvingiancr zrir rvaiigelischcn Laiidcskirche als höherer ? Crwagung unterliegend.

Düsseldorf, 4. Dezember. In dem bereits gestern erwähn-

L ten, dem Proviirzial-Landtagc vorgclegtcn Propositions-

Dekrct vom 16. Novemöer 0. Heißt es :er 1 in "Betreff der Auf-

xhringrmg der durch Ansfiihrimg dcs Grundyxeuer-Gesryes vom 21. Ykai 14301 entstandenen Kosten:

Die durci; Auösiihrimg dez Grunösteuer-Gcseßes entstandenen Kosten sind festgestellt unk) nach Dem Maßsiav der neu regnlirten Grundsteuer untcr Festhaltung der durch Das Gesetz bestimmten Trennung, zwischen den beiden westlichen und den sechs östlichen Provinzen dahin Vertheilt worden, daß die Rheinprovinz die Summe von 842,114Thlk. 1 1 Sgr. der StaatIkasse zu erstatten hat.

Köln, 4. Dezember. Henke Nachmittag kurz vor 3 Uhr, mel- det die vKöln. Ztg.-, verschied hierselbst nach längerem Krankenlagcr

. der Rektor Adolf Kolping, in weiteren Kreisen bckannt als der

erste Gründer Dcr katholischen GeseUc-nvcreiiic. S&Dleswig-Höixstcin. Haderslcbcn, 2,Dezember. (Ndd. Ztg.) Dic Vom Haderslebener Amthause vorläufig verfügte Schlie-

? Hang des hiesigen Bürgervereins ist heute wieder aufgehoben worden.

Sonderburg, 29. November. »Nk) Söirdcrb.2lvisa zufolge soll während des heftigen Sturmes am verwichenen Freitage ein

“J großes Dampfschiff mit Z bis 400 Prrsonen in der Nähe von Am- ; rum zu Grunde gegangen sein. _ 7. Hilfe gesandtcs Boot dasselbe Schicksal gehabt haben.

Anal) -soll ein von Sylt aus zu

Sachsen. DreSden, 4. Dezember. Heute, meldet das »Dresd. Journ.-, trat der Landeskultur-Rath für das König- reich Sachsen zu einer Siyung allhier zusammen, um unter andern Vorlagen, namentlich den ihm vom Königlichen Ministerium des

. Innern zur Begutachtung unterbreiteten Entwurf einer neuen Wege- , bau-Ordmmg, zu bcrathen.

Ihre Königl. Hoheiten der Prinz

Leipzig, 4- DIMM- V 'N 10 Uhr O))UU ag

und der Königin von P ortugal zusammenzutreffen,

Schweiz. Genf, 4. Dezcmßer. Der Kandidat der Inde- peirdcnten, Richard, ist mit 3652 Stimmen zum Staatsrath ge- wählt worden. Perrier erhielt “2742, der Kandidat der Uliramon-

» 5. Nr. 2 ; tamen, Montfalcon, 4753 Stimmen.

des Gescher; wegen der Kricgölcistungen und deren Vergütung. ;

Velxricn. Brüssel, 4. Dezember, Abends 5 Uhr. Der Zustand dcs Königs ist fortdauernd sehr bedenklich. Der Appetit fehlt gänzlich, 0bglcich die Zuführung stärkender Nahrung durchaus

(kl'éiÜSlUU'ß xm CLl'UEÜU) zu

Der Paiient ist äußerst schwach. (S. telegr. Dep.)

(YPanien. Madrid, 4. Dczemkxer." (W. T. B.) 'In Folge der Haltung der europäischen Großnrachte 111 dem spaz-nscy- chilenischen Konflikt ift Adunral Pareja m neurn Justructtonen angewiesen worden, gegen die Neutralen dic mögltchste Rucksicht zu

verhüten,

bcobacht2n.

- Die Desamortifirung ist in Spanien um einen bedeutrnden Schritt vorangegangen: der apostolische Administrator der Diözese Teneriffa, der Bischof der canarischen Inseln, hat, *soww dfper Bischof von Gerona, die canonische Ccsfions-Urkunde der Kirchengutcr fettrer Diözese ausgestellt. Von 61 spanischen Bischöfen habrn "„U," bereits 48 die Cesfion unterzeichnet, und in den übrigen 13 Diözesen :| diese Maßregel zum Abschluffe reif.

Portugal. Aus Lissabon wird über Psar'is, den 4. De- zember, gemeldet, daß die in die Hände der argentmrscßen Regierung gefallene Korrespondenz dcs Präfidcnterijopez von Paragchy guck) die Briefe und Berichte seiner europaischen ngrnteir umfaßt. Es befinden sich unter denselben namhafte'Persönlt-chketteir, denen die angekündigte Veröffentlichung Verlegenheiten bereiten wrrd.

Q'talien. €"n Florenz finden gegenwärtig, Verhandlr'ingen mit Kern daselbst F?rrvesenden Kardinal Grassellinruber die Ruckkehr der aus ihren Sißen entfernten Bischöfe statt. Dtese Unterhandlun- gen waren durch Vegezzi bereits verabredet rvorden. . -

Florenz, 30. November. Der Mimßer der öffentlichen Ar-