1865 / 290 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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folgen. Es Werden in den nächsten Tagen mit dem Mörser Wurf- versuche gemacht. -'- Am 27. d. M. fand, demselben Blatte zufolge, in Keitum eine Versammlung statt, wclche zum Zweck hatte, über eine Aufforderung der Regierung an die Sylter, die hiesigen Haiden zu bewalden, zu berathen. Die Regierung verspricht der Bevölkerung die möglichstc Unterstiißung dazu. In der nicht sehr zahlreich besuchten Versammlung haben zivar noch keine bestimmte Beschlüsse gefaßt werden können, doch hören wir, daß mehrere Theilnehmer an derselben in uncigemn'ingftcr Weise von ihren Haideländercicn zur Vewaldung angeboten dabei:. Das Haidckraut wird auf unserer, an Feuerung armen Insel als Brennmaterial benutzt, auch dienen die Haidefelder während der Frei- weidezeit - von Michaelis bis EndeMärz - vielfach zur Vichwcide, namentlich fiir Schaafe. Die Beschränkung der allgemeinen Weide- freiheit würde bei Bewaldung der Haidefläcden geboten sein, und dieser Umßand, wie auch, daß ein leicht zu crlangcndes Feuerungs- material in einer Reihe vonJahren weniger zn gewinnen, wird dem

Projekte Unter der hiefigen Bevölkerung manche Gegner zuziehen. ? ficit nur im Voranschlag sicht und sich dnrch höhere Einnahme im

Wir find aber der Meinung, daß die Durchführung des Projektes, ungeachtet der Opposition, die dagegen gemacht werden möchte, geschehen muß! Denn der Nußen, welcher späteren Generationen aus solcher Kultur erwächst, ist als ein bedeutender gewiß anzuneh- men. Wir begrüßen daher den Plan, dieser Insel, welchc so viele Schönheiten dem Besucher dirket, eine neue hinzuzufügen, mit Freude, und wenn unter Leitung erfahrener Männer und ernsthaft und mit

AuZdauer an diesem Werke gearbeitet wird, so ist ein Gedeihen zu '

erwarten. Wie Sylt schon cht, seines schönen Badestrandcs wegen, als Badeort gesucht ist, so wird es um so bclicbier werden, wenn durch Waldaiwflanzungen die öde Haideflächc verschwindet Und die Insel auch im Indern schöner Und romantischer wird. - Die Badcdirection in Westerland vcrthcilt cht die 'Gencral-Kurliste- fiir die Vcrfwffenc Saison. Darnach ist Sylt während des Sommers von 1000 Badegästcn besucht gewesen. Bäder find

bäude aufgrführt uud Voraussichtlich wird das Bad im nächsten Sommer stärker frrquentirr werden, als bisher.

Hangover. Yus Ostfriesland, 4. Dez. wird der »Was-= :* Ztg.« geschrieben: Die Regierung scheint zu fürchten, daß die in '

Holland noch immer grassirende Nindcrpest trotz aller Absper-

schrcitet. Geschäde dies und nähme das Uebel hier ähnliche Dimen- sionen an wie in Holland, so wäre das bei der Größe des in der Viehzucdt cirkulirendcn Kapitals eine der schwersten Kalanritätcn, von denen unscre Provinziiberhaupt heimgesucht werden kann. Die Regie- rung hat daher dem Provinziallandtage in voriger Woche ein Gessi); vorlegen (affair, welches srl) am richtigften als ein Entlcdigungs- und zu- gleich als einZwangsverstckwrungsgeseß bezeichnen läßt. AlsEntledigungs=

geseß, sofern nach Auöbruch der Krankheit in dem betr. Distrikte das Cigcn- '

tbum derBefißer an ihrem Vieh mehr oder minder aufhört, leßtcres Viel- mehr der Landespolizei zu ziemlich unumschränktcr Verfiigung ge- stellt Wird, als Zwangsversici)erungsgesey aber insofern, als die Be- fiher Me:? an der Seuche krcpirten oder von Landespolizeiwegen ge- tödieten Viehcs zu mindestens 4/5 des Werths aus einer Kaffe ent- chyadigtdvcrdcn, die i:: einer sogenannten Viedfteucr aus Beiträgen sammtlirber Viehdesißcr der Provinz gebildet wird. So hofft man das Uebel selbsi, Wenn es austritt, zu isolirerr und zugleich die Fol- gen d_effelbrn"für die davon Betroffenen, insbesondere auch die sehr zahlreichen Pachter erträglich zu machen; noch mehr aber steht zu hoffrii, daß die Regierung nicht in die Lage kommen mag, das (He- seß uderhaupt zur Anwendung bringen zu müffen. Der Landtag hat diesen Gescyentivurf ziemlich einstimmig angenommen.

'Nkecklenbnrg. Sternberg, 4. Dezember. (33. N,) Die heutige Landtagssrßung Wurde meistens mit Verlesungcn don Bc- schrverden ausZ'efrillt, auch kommen die Verhältniffe der Erbpächtcr m den Kiosteramtern wieder zur Sprache, denen zu ihrenKontrakten nor!) Additionalaktenwillkürlich hinzugefügt find. Das Justiz-Comité pruft. auch in diesem Jahr wieder die Sache. Zu der Betheiligung dtessritiger Landesbewohner an der im Jahre 1867 in Paris beab- sichtigten Aussteklung suchte die 119. E.oA.-Pr. durch eine Beisteucr voin 5000 Thlr. zu den Kosten zu ermuthigen. Stände waren da- mrt aurk) einverstanden, uur ontc die Ritterschaft das Geld aus dem stadtischen Jndustriefonds nehmen, während die Landschaft glaubte., die Ausstellung werde vorzugsiveise von Landleuten, beson- ders Viehzuchtern, besucht werden, deshalb müffe das Geld auch aus der Recepturkaffe genommen werden. Es Wurden jedoch die 5000 Thlr. aus deri) städtischen Jndusiriefonds bewilligt.

„Luberk, 4. Dezember. Dem Biirger-Ausschuß ist in seiner heutigen Stßrmg der Entwurf des Staats-Budgets für 1666 zur vorlaufigen gutachtlichen Aeußerung vorgelegt worden. Dasselbe berechnet, den »Öamb. Nachr.“ zufolge, eine ordentliche Einnahme von 1,691,040 Mk. und eineßAusgabe von 1,771,ZZZ Mk., alsorin muthmaßliches Defizit Von 80,293 Mk., während das Budget des laufenden Jahres zu 1,411,222 Mk. Einnahme und 1,335,998 Mk. Ausgabe, also zu einem Ueberschuß von 75,224 Mk. veranschlagt war. Der bedeutende Unterschied von 155,517 Mk. zum Nachtheil

_, , . genommen : 11,735. - Gegenwarttg Werden in Westerland mehrere neue Ge- ;

des Budgets für 1866 that seinen Grund hauptsächlich in d zrzgekommenen Zinserforderniß für die Staats - Prämj leihe- Die einzelnen Pofitioncn der Einnahme ren fich folgendermaßen: Domainen 322,995 Mark d'

Steuern 234,286 Mark, indirekte Steuern 585,74Ö YFM vrrschiedcnc Einnahmen, darunter hauptsächlich die Dividende aF-k' dredem Staate gehörenden Aktien der Lübeck-Biichcner YM 518,696 Mk., Bererhtigungen und Conccsfidnen 32,109 Mk udn, den“ Tlusgaben' iir veranschlagt fiir Senat und Bürgers xt 92,700 Mk., auswärtige Angelegenheiten 29,150 Mk., Gerrhaxt Polizei und Gefängriißwesen178,986Mk., Verwaltung 72 954619?th offentlrche Bauten und Lootsenwesen 226.700 Mk., Kirrhéii k“, Schulen 49,254 Mk., Zwecke der Wohlthätigkcit 23,390 Mk » lttarroverwaltung 158,200 Mk., Pensionen und Wartegelder 27 156Mkl' Verzmsung und Amortisation der Staatsschllld 920-889 Dkk D'“, zur Deckung des Deficits erforderliche Summe ist vorläufig auf ,'" Rcscrvek'czffe angewirsen, wclche reichliche Mittel bat, iancbrici-e darf , fruheren Erfahrungen gemäß, erwartet werden, daß das &

cm bin. en - An kUbrizi.

Laufe des Jahres deckt.

Hambrrrg, 6 Dezember. Die nunmehr vorliegende Senats. antwort auf“ die dürgerschaftlichen Bcschlüffe wegen der? allgemeine„ deutschen HandengeseYbnchs stellen, wie der "Wkskr'Zk geschrieben wird, dessen Einführung fiir den 1. Mai 1866 in NZZ. sicht, und srcht zu erwarten, daß dieser Einfiihrungs- Trrmin wird nme gc'haitc-n werden können, da die Moniturcn des Senats nicht v'on priirzipielicr Bedeutung smd. Der Senat erklärt fir!) zuvördcrst eirwrrstaridcn mir der unveränderten Annahme des GeschW soww ferner mit der von der Justiz-Kommisfion empfohlenen und, vori dcr Burgerschaft adoptirtcn erisdehnung des cigeiitlick) obli- gatwncnrcchtlichcn Theils dcs Handelégesrßbuchs auf das ge. scrmmte dürgcrlichc Recht. Was die Monituren des Senats gegen Etnzcliihcitcn dcs Einführungsgcseßcs betrifft, so beantragt dchcnat auf Grund eines obcrappcUationdgcrichtlichcn (Hritachtcns dic Ejdsri. Zuschicbrmg als Beweismittel gegen die Beweiskraft cines Schuid. 1chcms Und einer Quittung zrizulaffen. Ferner schlägt dchenat

dor, ebenfalls in Uebereinstimmung mit dem Oberappeklaiionsqericbt,

das; jedem öffentlichen Unter gcrichtlichrr Autorität vorgciwmmencn

Vcrkaue eines amburi en S ' " ' '- » rungs- und Kontrole-Maßrcgcln gelegentlich unsere Grenze Über- H s h J W chtffes d“ WUÜMÜ ZUWMWMWUO-

die vor oder bei dem Verkaufe nicht angemeldeten Ansprüche an dai Schiff,» präkludirrn, während die Kommission dies nur von deni offentlrcdcn Zwangsverkaufc wollte gelten lassen.

Anhalt. Dessan, 5. Dezember. (L. Zig.) Gestern Wurde

; der Landtag Namens Sr, Hoheit des Herzogs durch den Vor- *sÜQZLUdi'U des StaatZ-Ministeriums, 17)1'. Sintenis, eröffnet. Die

Bzcrathung der Finaiiz- Etats wird die erste Aufgabe des Landtags sem. - Zn Köthen war heute das Comité: fiir die Feier drs be- v'orstehendcn Jubiläums Sr. Hoheit des „Herzogs vorsammclr. Dic crngesammeltcn freiwiUigen Beiträge sind so erfreulich, daß die Er- richtung eines Monuments znr Erinticrung an den Jubrltag Und zunrAsndcnkrn an die unter der chierrrng des Herzogs erfolgte VLWUUJUUJ' drr anhaltischen Hrrzogihümer einstimmig“ beschissen wurde. Mit der Ausstihrung ist der Hof-Bildbauer Sckiubirt in Rom - ein geborener Anhaltiner - betraut worden. * Hchn. Darmstadt, 6. “Dezember. Es sind heute iicC'r- nemmngcn der beiden Präsidenten der Zw:itcn Kammer crfvlat, und zwar wardc von dem Großherzog aus den ihm präsentirtiii sechs Kandidaten der Abg. Prof. [);-. Soldan aus Gießen zum

ersten und der Abg. ])1'. Dumont, Advokat-Anwalt in Mainz;

zum zweiten Prafidcnten der Zweiten Kammer ernannt.

7. Dczeu'rber. (Darmst. Ztg.) Heute Vormittag versam' nielien stch drthtglteder beider Kammern im Sißungßsaachwciicr Kainmer. Dre Mitglieder sämmtlicbcr Ministerien tratrn ein. Der §Prasident der Gesammt- Civilministcricn Freiherr von Dalwigk hielt folgende Eröffnungsrede des 18. Landtages:

»Piirchlauchtigfte, Hohe und Hochzrwerchrende Herren!

Se. KOMM. Hoheit der Großherzog haben mir befoizlen, dcn 18.9111?“ tag m A(lerhocbstcm Namen und Auftrage zu eröffnen. Zei) freue 111ichi vor Allem die, Vrrfichcrung geben zu können, daß die Jinanzén dcs Groß" berzogthums sich 1,11 der erwünschiesten Lage befinden, und daß dieselben gs“ statten werden, nicht dlos die Gehalte cinzr Reihe von zu gering besoldcten Beamien, iondern auch den Minimalgehalt der Geistlichen évamiclischcr wie katholiscder Confesston , in einer dem Bedürfnisse critsprecheriden Weise, LX erhohen. Dre Großherzogliche Regierung wird Ihnen zu diesem Zwecke besondere Vorlage machen, namentlich aber den Entwurf "e"“ fixer Yerwnal- und Besoldungs - Etats, welche an die SieUe dec ZFZLIFFTYI' leHZtKechétdxftxheiZKden Etats zu treten bestimmt find, entsprechknd

er e en :- an e-«er ammlun « ä " * “' 'kKU' stimmupg unterbreiten. s g ze ußertcn Wllnichen, “zinc :)

Dre Großherzogliche Regierung war seither auf das Eifrigsie bemüht; Vrrschredene von ihr in Ausficht genommene Eisenbahnlinien, dercn Aus“ fiihrung von der Zustimmung der Regierungen benachbarter Staaten ab* hangt, z"u realisrren. Leider haben ihre Bemühungen bis jeyt nicht überall dcn gewunschxen Erfolg gehabt. Die Großherzogliche Reqierunq wird aber fortfahren, diesem mit der Landeswohlfahrt so imiig zusamménhängsnd?" Gcgensiande ihre voliste Sorgfalt zu widmen.

' Die Großherzogliche Regierung ist dermalen mit dem Entwurf? eines ergenen Telegraphen-Neycs für das Großherzogthum beschäftigt, und hofft-

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Ihnen noch auf diesem Landtage entsprechende Propositionen machen zu können? Vorlage von Wichtigkeit, welche Ihnen gemacht werden soll, bc-

iEdii? Erbauung eines Zenengefängniffes für schwere Verbrecher, Die itiel für diese, von der Humanität und den Zwecken der Strafgerechtig-

keiispftegc dringend geforderte Einrichtung finden fich in den bedeutenden

" der ab elaufenen Finanzpcriode. . _ ' UeberYéxuffHlTichcr WJisc wird Ihnen eine Bewrlligung fur die Erbauung

- s*Justjzpa'iastcs in Darmstadt,.nac/h MaßZabc eines auf dem verflossenen emedta c laut gewordenen Desidermms, angewnnen werden. Lan D? die Großherzogliche Regierung nicht beabsichtigt, Ihnen größere Werke der Geseßgebung vorzulegeir, und da dcrs neue Budch von dem dck der verflossenen Fiimnzperiodc nur wxmg adwc1rdt, i_ojda'rf die GFoßherzogliide Regierung sich wohl. der von thrn gewiß ausrdicdiig ge; tbeillen Hoffnung hirzrirdcn, daß die Dauer des bevorstehenden Hanrtages nur eine verdältnißnmßig krrrzte sern_werde. _ Im Namen Zr. Jdrngirscizenfzxoheit dcs Großherzogs " ' Lan a ur cw nc.« , SLILUYZYFWU Y.,M., 7. Dezember. In der heutigcii S1Yun g * er DundcsVersammlnng wurde in dcr Beschwcrdciachr der ; 9|9cher Mitglieder des Natioiialverems'dcr Antrag der Vickiaiiiatioxis- . Kommission; die Mecklendurgische chicriing zur schleimigen-Ruck- ck äußerung aufzrifordcrn, rnit einer Maiorrtat von mehreren Stimmen :

angenommen. Baden.

erkläre „ich den 1

Karlsruhe, 6. Dezember, Zu Begiim dcr-heu- * tigeu SÖHUUJ der Zweiten Kammcr “theiltc StaatSratd [)1'„La111kl) mit, das; der Großherzdg von den ihm vorgescixiagcrien drci Kandidaten den Abgeordneten Hildebra-ndt "zum Praiidenten , der Kammer ernannt hat. „DerselbcM hielt ewe langerexAnsprache. : DerPräfidenr dcs Jiiianz-Mimstcriurrw, StaatI-rath [)x','wdgxirrianrr, überreichte dicrarrf folgendr Vorirchn: ])) Die .*vcrgl-cicycnre Dar- stellung für dieBudgci-Prrwdr 16262 und 1663. 2) DWPWUYWJ z Nachwcisungcn von 1S6Z/6/1, 6) LOas ordentliche Budgetfur 1666/67. 4) Einen Gescß- Einwurf, die Jdrxrrhrdrriig "der Stensrn 111 den * nächsten sechs Morraren drtress'end. Dir a6e1'ddchftcrir NuilÜch legte - hernach der Präfideiir dcs KrthI-PT'UUstLUUWI, (Herreral-„reutciiant * Ludwig, einen GeseyaEntwurf uber Etirderufrmg der Peirriten wozu“?- ; Hierauf wurden die Lidgcdrdrictrii Kirsncr _mid Eckrird zu Buc- , Präsidenten crnarmr. Leytcrer hielt edenfaUQJ „eme langere Anrede ; an dic Kammer. Schließlich erfolgten Komnirsswnswahlen. Bayern. M Tinchen, 7. ,Dczcnider. Die Z'Bayerscde Ztg..“ schreibt: Der König hat iich irder die dem '„" 1„UUIst?YZe„U vici besprochenen Konflikt zu Grunde liegenden tdatsachlrchrn Berhaltmffe , informirt und auf Grund der erhaltenen Erk1xaru1rge-n sich entschlossen, : Herrn Richard Wagner den Wunsch auszudrucken, derselbe möge

auf cini e Monate (ins Bayern verreisen. . ) OZsrerreich. Wien, 7. Dezember. (Yo. T. B.) . Von H„e" . Landtagen in Linz, Troppau und Klagenfurt sind hrutc dre Adrcßen ;

i en dis Scptemderpatenk angenmnmra worden. ' ' gg Dch telegraphiicl) angezeigte Artikel der gestrigen »Wicner;

Abcndpofta lautet: ' Vielseitig ift dcxrrT - 'd es Sierre: )! „cn _ . . ck ] YYYWÖÜFDWJL, arzunxdmcii, und _nian kann traci, Yersrdicdcnhert-dcv

Standpunktes, von welchem au“ dieie Frage auigrséißtwird, alierdmgs amd verschiedene Ansichten dariiber [)cgeii,“ aber icidit dic1cnigrri, weirdc ; vicÜeirdt aus Awcckmäßigkcifsgründen „die1e zwei Stcl1ungcn fur vierzeiudar erklären, wcrddn die Scdwierigkciicri iiicht verirrinen, 111 welche .der Iiicdtcr ;: und Landtagsabgcordncte häufig bezüglick) drr Mitchtcngersthcnzwird, diridm dirscdoppclfeStelkung auferlegt. Drin) adgeieh'rn davon,daß de;)r Iiirl)ie1. in dem .! vorgeschriebenen Dicnsteid ausdruiiiicd 1c1ckwdrtZ „irn dcn .lUcrhochsi riork; , gezeichneten Rrgicrungsgrundsäßeii urwcrdrrrchlj1ch icstzrihirltena, wahren 1 er als Achordnctcr im Wesentlichewxnc „politchrn Lin1chriuungcn zurii ! Ausdruck "und zur Geltung bringen 1011, denen icine 8101111110111Lnfhu1d1- : gen, wird sich ein solcher . gcgrundetcn Bewrgriiß Vcr- , 1chließcn können, daf; er für seine rirdtcrirchcn Yiiiiddirridlriiigrw imt oder Ohne Grund, das Vertrauen aller Parkricn WOMMÜ) dccmtracdtigté) wri- chen er als Abgeordneter auf dempdiitiirhcn Heide entgegentrat. :*erin der Richter vermag wenigstens dars fur iicd gclirnd zu mr_rcden, dap c'r_,]a eben als Richter nur an das Grieß gebunden ist und dc'iß ,.Jwenn er pci) nur bei seinen richterlichen AbstimmunJen und QnticdeirurigenJ nacd seiner gewissenhaften Ucderzcugung aus dem Boden chd Qekseßes belchi, er dafür nicht zur FBcr-adntwortung gczogrn wer en (inn, (Han,; anderer Art ist das Verdaltmß, 111 welchem der staatsan w ali- schaftliche Junctionair und namentlich der Oberstaatsanwalt zu der Regierung steht. In dem Kronlande, fur welches er dcstCZUt wiirde„ ,st er das Auge des Gesetzes, abcr auci) das Organ des Qllstlz1111nx. sters,“ cr schwört in seinem Dirnstcide fichM1n allein gcimu “?ck den ihm ertheilten Jnstructionen zu benehmen, „[ur drrcrr gewisscnyaxtxck Uyd Unbedingte Befolgung er nach klarer Weisung „der chcizrdem «)XlftW' minister verantwortlich ist. Ihm steht es daher Nicht zu, «1111 eigeiic (IWW Politik zu treiben, noch weniger kann 9? idw gest_attet1c1n,q[s „can?- tagsabgeordneter jene politischen *Grundiaße offentlich riirzugrrifcn, fur welcbe er als Organ des Ministers errizustelzicn verpflichtet ist, DIE Kaisérliche Manifest und das Kaiseriichr Pgtent vomn-Z0. Sedicmdrr dstz. Wurden dcn Landtagen sämmtlichcr Königrerrdc'rriid Zanderiiiiigethcilt," Br- ivcis genug, daß die Räthc der Krone die osicnili(chWurdigung dWcr Staatdakic Uichk schenken, ja daß sie selbst vor dxn t„k)ctlwciien Angrincn auf dieselben nicht zurückschrcckicn. Solche Angriffe konnen aber nur von

die Frage angeregt worden: ob „es fiir ein Richierstandcs räthlicl) ist, das Mandat m ;:

Richter kaum der

' der Splügen kommen, was dagegen = betrifft, so soll dsr Lukmanier dcr geeignetste Paß sein und der

» der man in den dundeöräthlichen Kreisen Zabstimmnng iiber die revidiric BrindeIVerfassung ent- x gcgcirsad, in neuester Zeit wankcnd zu werden, da fich,

; Dic Verlobung dcr Christian ist ULM auch offiziell bekannt gemacht. von grstern Adrnd heißt es: ', gen geheimen Staatsrath

] zwischen Ihrer

? Sicgcl hat aufzeicdnen lassen.“ -- Dcr wodntcn bei Carl Granville, der Lordkanzler Cranworth, der Carl

von Clarcndon, Sir George Grey und

fiir Irland, Herrn Clichesicr Jortescuc

- Der Abstand zwischen

' der Königlichen Wittwe Kamdeamcha's ldi.

? unter ihnen ein vollständiger Plan, rcvoluiidnairc Bewegung

Männern ausgehen, welche in idren politischen Bestrebungen _keine anderen Pflichten als die ihres Mandates zu erfüllen haben ," die keinen anderrn Richter als den ihres Gewissens anerkennen. Unmogllkk) kann aber dW

kaiserlicheRegierun-g dulden, daß fick) denjenigen, welche in den erwähnten Staatsakten eine vom Ministerium ausgegangene Rechtsverleßung erblicken, auch Männer beigesellen, die dazu berufen find, die-poliiischen "Grundsähe eben dieses Ministeriums zu vertreten, nach den von ihm erhaltenen In- structionen zu handeln. Der Einklang zwischen zwei so verschiedenen Pflichtenkreisen kann nicht erzielt - der Widerspruch zwischen beiden aber von keiner Regierung geduldet werden, die sich achtet und ihre Aktion selbst nicht lähmen will.

Schweiz. Bern, 5 Dezember. (Köln, Ztg.) Aus Florenz meldet man uns, daß die Alpenbah n-Ko mmission ihre Ar- beiten becndigt hat. So weit man das Resultat der Berathungen kennt, soll hinsichtlich des Tunneibanes der St. Gotthard die erste Stelle einnehmen, nach ihm soll der Lukmanier und dann die Zufahrt zu dem Tunnel St.

Gotthard mit dem Splügen in einer Linie stehen. Hinfichtlick) dcs

europäischen Schnellvcrkehrs aber sei dem St. Gotthard der Vorzug

zu gebrii, worauf der Splügen urid dann der Lukmanier komme, welches Verhältniß iioch in Berg auf den internationalen Handel Italiens mit dem übrigen Europa stattfinde, während hinsichtlich

; drs Tranfithandels St. Gotthard und Splügen sich gleich verhalten

sollen und dann in dieser Bcziehrmg erst die untere Linie des

erkmanier folge. - Wie versichert wird, beginnt die “Zuversicht, mit

dem Resultate der V olks -

anßer in den Kantonen Graubünden, St. Gallen, „Haselland, Aargau, cht auch in dem Kanton Waadt die Stimmung mehr Und mehr gegen das RcdifionSwerk der cidgend'sfiscdcn Rätixe ausspricht. Großbritannien und Irland. London,6. Dezember. Prinzessin Heiena mit dem Prinzen In der Gazette »Jhre Majestät gcruhtc in dem heuti- ihre Einwilligung in cinen Ehevertrag Königlichen Hoheit der Prinzessin Helena Augusta Viktoria und Sr. DUrchlaucdt dem Prinzen Friedrich Christian Karl August von Schleswig - Holstein - Sonderbrirg - Angriftenburg zu er- klären, wclche Einwilligung Jdre Majestät auch unter dem großen SiYung des Staatßraths

Herr Gladstone. Außer dem Lordkanzicr hatten die Anwesenden nach Schluß der Sißung be- sondere Audienzen bei dcr Königiii. Sir (George Grey stellte der Königin den Nachfolger Sir Rod. Pecl's, den Neuen Hauptsecrctair vor. Leßtercr wird am Sonn- abend nach Dnblin abreisen, um sein Amt zu iibcrrichmen; an dem- selben Tage wird Sir Robert Peel in London zuriick“ erwartet. - Dic Gazette bestätigt amtlich, das; die Parlameutssession am 1. Februar eröffnet werden wird.

Nach medrmonatlicdcm Aufenthalte hai die Königin Emma von den Sandwich-Jnseln gestern den englischen Boden verlassen. dem Klima ihrer tropischen Heimat und den feuchten Ncbcln cines englischen Spätherbstes scheint die Gesundheit

7 angegriffen zu haben

; und von den Aerzten war ihr deddalb Unbedingte Ruhe empfohlen

worden, im Süden Frankreichs, wo sie den Winter znbrinch will,

hofft fie ihre Kräfte wieder zu gewinnen. ' Dem Urn eingebrachten Fcnirr Alfred Aylward, Birrrau- braunen eines Regierungssachwalters, war es augenscheinlich sehr Ernst mit den von der Bruderschaft vcrfolgtenZwecken. In seinem Bcstize smd mehrere merkwürdige Schriftstücke gefunden worden und von ihm selbst verfaßt, wie die In wieweit in dieser Arbeit die wirklichen Pläne der Verschwörung niedergelegt find, wiffen wir nicht, dorf) dürften manche Andeutungen der Wahrheit nahckommen. »Pulver und Blei find die Einzige Hilfe des Landesc- - so leitet der Verfasser eine Betrachtung Über die allgemeine erge der Insel ein, und bemerkt, daß mir durch eine Revolution giuck- lichercn Zuständen der Weg zu bahnen sei. In Antwerpen, Brugge und andern Städten soiltcn Niederlagen errichtet werden, aus drzien an einem gewissen Tage Waffen und Munition 11ach irischen Hafrn adzriseiiden seien. (Helinge der Anschlag, so müsse die neue Régio- rung sofort die fünf Großmächte von der Umgestaltung der Dinge in Kenntnis; seßen. ' Frarrkreick). Paris, 6. Dezember, Dic »Sentiirelle YOU- lomiaisea meldet, das; die Kaiserin cine MedaiÜc zrrnd'bren dcr Vicomteffr de Chabanncs, der Gemahlin des SchPrqfcktcir von Toulon, die während der Dauer der Cdolcra-Epidcniie eine 19 un- gemeine Aufopferung an den Tag gelegt, hat prageii (affen. Ma- dame de Chabanncs hat dem »Courricr de Bourch- zufolge dicse

' e von dl cndcm Brie c be leitet erhalten: Medaill, f g f Yompiéxzne, 15. November 1865. Madame! Während der Prüfungen, wclcdc die Stadt Toulon 10 rden durchgcmacht hat und deren Phasen ich mit ichmerzlicheni Interesse gefolgt bin, wurde ich gerührt von der muthigcn Aufopfrrung, mri welcher Sie deri Admiral de Chabanncs bci Erfüllung seiner Pflichten unierftußen und rnit ihm Gefahr und Ehre haben ihcilcn wollen. Die cdelstchlohmmg fur diese

durchzufiihrcn wäre.