1865 / 297 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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4118 - Von den aÉf dez? gaan Skia383u01v5rYZlilcnde? 10tMillioneFGrÄ13nd- [Ebensßchalwxéxiig und Zch1111 Wk Eck,?tt: sleigt dé? Séeuer der einzelnen & . . . " " . "md dem um inner eztr e 5, r. an er eg, etwa “,s-;.? ro- ittam en reise, die Kreise Ragnit und- nsn-xl-urg wclche schr gleich- |Y??? (ZIMZWMÖZ 915) "ZO“ VFW“? “be? zwe: Gefechte ?“ Telegraphische Depeschen Werde? ganzen Summe. während der ,Bezirk nach seinem,?lächeninvane mäßige Boden-„undA??a?-?*«r?änni?e habcn-Istehen b.? aufBruärtbeüevo" B Pd [ d'. „ezen1 el nut Rguberbandey. „Etne aus dem Wolff'scheu Tese raphen-B" 158 Prochk des Staates baldet. Der bjsher von dem Bczjrke aufzubrin- Pfenmgcnxölvg gleich und die Kreise Gumkinnen, StaUupöuen und Riede- an „e, .tv-e che ZF Grenze UbUsthrltk, wurde tm Neapolttamfthen » g Wau" Lnde Betrag Ti" Grundskeuek M'?) gkllndskcueraktigen Abgaben, namentlich rung schließxn endlxch dw Skala, als die notorisch fruchtbarsten Kreise. Der von ttaltcmschen «uppen zersprengt. Hamburg,16.Dezbr.,Nachmitt.DieNachricht,daß daZvoxw Zuck) inkl“ YYYÜÜFUZ Yrßisés, betrttlgffZZZJF-Thxlr'“ ??Flfiyldchneufaxaf- dTrchaniZl'We ??'WMW LMS Morgens in den 7 masuristhen Kreisen . ' . . _ _ . Boy„ t52-07 r. ieer e r erag.ri a er ema)eau )icßi au ic i nn mwegamng “cer Vruchvfwnige wie die obi e Tabelle zeit . Turkei: Aus K011|ant1119„Pel, 6. Dezember; wird berichtet: Lach Calats bcft'mm“ POsidampf1chiffgesunkensex, bestatigtfich. Dassel? FF„ völltg senerfreien- meißens entjchädigungsbercchtigten und ans die be- 1 Sgr. 2 Pf., derjemge «'m-*.: Morgens in,den littauiscbeZ Kreisen 2 ©le :Die Vorbereitungen zur neuen Hauserfteuer smd bcendet,“ die- fUhrt den Namen »Samphiesa und stieß in der Nacht vom Mittwock; vorzugtcn Grundstücke, wogegen die mit der vollen landcsüblichen Grund- 4 Pf.," Littauen ist also gerad? Tcpveé'. ?'o hoch, (115 Masuren befkeuert,

' ?Wchf? ???? *? W...? Do-meftag , «ny? ,.??h ** *? ***

wird fie 10 Mm. PjZftcr jährlich e'inbrTZÜener JZÉPJYZZUFZZY WLW“) Das belgische Pssédampfschiff »La Belgique- rettete, J? 1133118 Ermäßigung “"V I'M bis 3" zwei F***"ftél" Ns bisherige" Be“ „??kanÖlclJTrs YWTTJYJLULJYFSPLF17373“THOMY i" Hinscht d“ M“

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welche dre Einwanderung dcr Tschcrkeffen ZU regultren hatte, ist ) orsenhaskle" Z??folgI nut Ausnahjxxe dretec Passagtcre, Welche «_ trages :| den kölnnschen Grundstucken m den masurtschen Kretsen 4. d. M15. in Posen gehaltenen VNÜML "cx“? M?x??aiéOberpéedixzers Bork tranken, dte ubrtgen 70 an Bord bestndlichen Passagiere. * *

' ' ' , T eil geworden, während dort ebenso wie in den litthauischen . Wieder aufgelöst jvorden. W“ _ . , Feist,? die bisher nur sehr gering besteuerten Rittergüter eine Er- MIMÖL DUIUZ- _ „_ . . Rußland und Polen. St. Petersburg, 14 Dezember. ten, Frettag, 1.3. Dezember, Y[bends„ Sicherem VeMehmM 1815 zahlte dxe Pkovmz 419-000, gegen:?errz; - nach der leßten

höhung ihrer Grundsteuer erlitten habxn, Die von_ den einzelnen„Kre'tsen Volks ähl n _ 1485 „50 B „„ [3 V __0 „ck .

Das neuefte Reichsgeseßblatt Veröffentlicht einen Kaiserlichen Befehl nach erfolgt morgen dre Unterzeichnung des Handelswertrages zwischen Öks Bezirk? Yshbeß “bezahlten und "It zu entrichtenden Betrage W 100 Izöolex 9etwa 25, ,?egennveälrxiämxber 79 “TkÜZFcren “FUR 1815 YZ

?ZYÜZTHU Yovtemtßer, “as?) d;)ssekk L'Usfische Untertbancn und in den England UUd Oeserrcich. giebt folgen : a c e' also * Gesammtbevölkerung fast auf das “Doppelte gestiegen-É KJ Feb inzwischen n er ne - " ' “„ ' K*“ d . - . . ;. ', .-

a Wer an emgctretene Auslander, Welche dte Triest, UOUUÜÖLUÖ, 16. Dezember, Mittags, Nach mit der bisher jetzt MW die Zahl der Deutschen mehr als verdrelfacht, namltch au ctrca (350,000,

französische, deutschc und durchaus auch die russische Spra e kennen 2 , , unter welchen fich weit über 100 000 deutsche Katholiken beändeu. -- Die zum wirklichen Dienst bei der P0|censur angenommen wérden dür; Levanteyost Ömgetwffene" Berichte" aus Alben vom d. M. ist Wk- Thßx Thlr. Thlr- evangelische Bevölkerung beläuft ,fich gegenwärtig aüf circa 4???» Seelen, fen, auch Wenn sie“ nicht das Recht zum Eintritt in den Staats- das Ministerium Deligergis in Folge eines Votums der Na éJngkerbbLTZ ........... ZZZ?) YZ)??? YZF "" darunter etwa 15,000 evangelische Polen, für welche da:? EvanZelium jn ' ' - ' . .. " , ' rex ........... . - . . ._. ?““?ft ???“?- D“ A......) ***??? u.ach ??nsewen Bedmgungen- “***,? „***sammlung, ,.......t......, „...... 3, ............... 11:21? „;459 ??? ???? ??????????????x?."?????????“*?s*????? "TMK f r :e Annahme zum Dtenst bet der Yelcgraphenverwaltnng thstertum Bulgarts oder auch von einer bevorstehenden Auf- 4) Gumbinnnen .. 18,275 18,631 856 tholiken 53 Protestanten. ' ** _ g ' losung der Nationalversammlung. In den Pyraeus waren eine 5) Heydekrug """""" “442 131822 71580

, , Was den Grundbesiß betrifft so wurde im Jahre 1859 nacbxxxxvixssw Von den Ver andlun en tu un re „9 = . , 0 ' ' ' - " " - , -- - -““- _ sammlung, schreibht die „ID, P- Zst- ?öétkekzv??YFFLFKOWFYYFZU Y'szöstsched und eme rusfische Fregatte eingelaufen, andere Kriegs. ?) ÄIKMZJÉYJLT. .'. 1633184 21116752 RFJ; daß ßch damals 884 thterglüer und großere "lbßsnmwge GUM m Sm 1 e war en erwartet.

YFMMMHMMMM . . “x .“ .“"'- : ' , * “"“-;

-* FFXIÖYZMY? -

4-80? Händen polnischer 786 Güter in den Händen deutscher Befi cr befanden. UU)? .sehr kurze „Auszüge aus den in den russischen Blättern 8) WHM ------ - --------- 12-089 1912393 "“"" PWS Ausdcn neuestens1atisiischenNachweisungen ergiebtfich, daßinzwisßcvendÜSVex- mttgéthetlten Bexachten Dringen. In der Sißung vom 12. De- Berichte aus Konstantinopel? vom 9. d, melden daß d. _ NL??? ------------------ „18-850 „13-430 0"- 5-060 hcxaltnißfürdie„DeuFschxnnochgünstigergewordenift, De11tschex1Guksbcfi cruge- Zember wurde m Betreff der Zum Unterhalt des Gouverne- Kommisfion unter Osman Pascha Welche dem SU? * 10) Nledxrung """"""""" F?,ZY 18,061 1 ,002 LFZ horcngegenwarttg2,529,5590.-Moxgen,dxnpßlmschen2,865,514Q.- or'gm ments-Landamts erforderlichen Summe verhandelt und beschlossen, mit roßem Erf ( t : , ' avenhandel 11)O1eykou ............... 14,19_ 21-154 60-59 ?“ Von dex leßtexey Ztffer kommt el_n jeh? anjehn11chjeeretl auf emzelne polmsche daß für das ganze Triennium die Mitglieder des Gouvernements- Fer Sch ch0 ge en JFUYUMM, aufgelöst Werden M ' 18) YYFUM """"""""" 14,058 25,937 11,878 FLTITPeßfa12151chsjchdans1xs begtrtxy'stseébfiM'datß 72“ther dcujschhm (JUMP; LMÖÜMts ki"? Besoldung beziehen sOÜen, und zwar der Präfident " a von er "" hat die Konzesfion Zu:? """""""""" * * ** ** * :e“ 'e--“ "*.-.“" on.“ a " “Meg. “' "" rom “Ie? „*paxemex? -„ - . , ., . * - . 14 Sensbur_ ............ 11798 14 241 2443 - b t *? ]thltch 3000 Rubel, 1eiyes der ubrcgen sech? Mitglieder „jährlich B“" km“ Eisenbahn zwrschen Tabris und Dzulfab mit ; 151StaUupöYen .......... 147894 „1955529 45635 - ZM..."ck25??YMMÉeÜZJÜnZLZstIÜZWTTÉÉZ"?FZUQWZÜZÉUZWYJZTT 1000 Rubel, UNd daß daese Besoldungen, etn1chließlich der übrigen Ab-UUUJUUIM nach dem schwärzen Meere durch Georgien und nach - 16) Tilfik ----------------- 19-796 43-311 ";-515 "" der Großherzog von Baden, der Herzog von Sachsen-Altenburg, der Erb- zum Unterhalt des Gouvernements-Landamts erforderlichen, auf Erzernm gegeben. Aus Erzerum war vom 18 v M die Nach' Summa: 232-934 285,013 63,930 11,851 prinz von Sachsen-Meiningen, der Prinz Heimich von Reuß, der Prinz ' ' ' Wbt ' mithin überhaupt mehr von Schönburg-Waldenburg, der Prinz von Schleswig-Holsiein-Sonderburg-

. . „*,-,-.,.-«,o»..YÉM..z-.;:;-.W-.-:xz-,-,7 ' *

15,000 Rubel veranschlagten Kosten den allgemeinen Steuern zu- eingegangen, daß 15,000 bei Musch gelagerten Tschetschenzen Wegen

geschlagen werden sollen. Zum Präsidenten wurde schließlich der

Deputixte von Kruse erwählt. Rtga. Auf An'ordnung des Grafen Schuwalow, General- Gouverneurs der balttschen Gouvernements, ist, der »Rigaer Ztg.-

zufolge, eine Kommisfion zusammengetreten, welche aus den drei

_Yice-Gouverneuren, aus Mitgliedern des livländischen und des kur- landischen Hofgerichts, des estländischen Ober-Landgerichts und der „Magtstrate von Riga und Reval gebildet ist. Diese Kommisfion sou , dze Frage„prüfen, ob und in wie weit die im Oktober d. J. Aller- höchst'bxstatigten Vorschriften für die zeitjveiligcn Veränderungen in der erl- und Kriminaljußiz auf die baltischen Gouvernements an- wendbar wären.

Von der polnischen Grenze, 14. Dezember, schreibt man der 'Ofts. Ztg.-: Ein wichtiges Mittel zur Russifizirung Lit- thguens und Weißreußcns find die fast ununterbrochenen Inspections- retsen, Welche bald die Kreischef's, bald die Gouverneure, bald der Genxral-Gouverneur in ihren respektiveu Verwaltungsbezirken machen u_nd an) denen sowohl die Thätigkeit der Beamten, wie die Sitten und dteStnnmung der Bevölkerung der strengsten Kontrole unterworfen wxrden. Dem (Heneral-Gouverncur müssen auf seinen Inspections- r€1fen, deren Ziel in der Regel die Gubernial- und Kreisstädte sind, sammtliche Gutsbefitzer des Kreises und Vertreter des Bür- ger- und Baucrnstandcs fich persönlich vorstellen und er richtet

bei dieser Gelegenheit bald freundliche Und aufmunternde, bald'

ernst? und tadelnde Worte an fie, je nachdem fie in der Anexgnung rusfischer Sprache und Sitte größern odcr geringem Eifer gxzetgt haben. Das größte Lob ernten in der Regel die Bauern, dxe sich schon so weit rusfißzirt haben, daß fie seit einiger Zeit bei dtesxn Vorstellungen „in vollständiger rusfischer Nationaltracht cr- schemen und nur, rus11sch sprechen. Nächst den Bauern zeigen die Jtzden den größten Eifer in der Aneignung rusfischer Sprache und Sitten, und die Rabbiner , Welche diesen Eifer ansporncn, werden vom General-Gouverneur mit großer AuIzeichnung behandelt. Das der Annahme des rusfiscben Wesens am hartnäckigften widerftrcbende Element tft das polnische, und namentlich ist es der polnische Adel, „der sc!) grollend von der rusfischen Gesellschaft zurückhält und im sttÜen Familienkreise polnische Sprache und Sitte pflegt und den Faden der polnischen Tradition Weiter spinnt.

_„ Amerika., Daß in Peru die Revolution durch Eroberung

der Hauyxstadt Ltma am 6. November die Oberhand gewonnen hat, bestättgt sich. Der neue Präfident Canscco hatte das höchste Kommando übernommen und in Lima und Callao die Ordnung hjergestelltx Der_ftüchtige Präfident Pezet hatte an Bord des bri- ttsche„n Krtegsschtffes *Shearwater- ein Asyl gefunden und wollte fich uber Panama nach England begeben.

„„ Asien. Die neueste Ueberlandpost mit Nachrichten aus

„Kglkutta, 7. Nyvember, thut des mit Bhutan abgeschlossenen

Frudenßkeme Erwähnung. Die oftindischcn Blätter bringen im

f?r;gcetrixthetl die dem Befehlshaber der Expedition ertheilten In- onen.

worden find. **

McFrgcnblätter finden die Kongreßbotschaft Johnson's nach allen Seiten gemäßigt und Frieden verheißend, -- Graf Russell ist von 1emer Unpäßlichkeit vollkommen wiederhergeftellf. *

men und fich mit beiden Kabineten über die an Chile zu stel-

Southampton mit dem Postdampfcr abgegangen sein.

den_15_. Dezember, enthält PerWnal-Chronik, und unter

Kompetenz-Konftikte Vom 14. Oktober «„ das dahin geht:

eine Leftimmte Y_bga-bgauferlcgt und die Erhebung derselben vox? Seiten der Kömgltck)en Regierung genehmigt worden Z|- so :| der Rechsweg dagegen unzuläsfig,

Archivsa enthält unter (Heseßgebnng: ConveUtion in Bezug auf die Ver-

Briefportos für den internen Verkehr in Oesterreich. -- Aufhebung des Ver-

reick). -* Zochhandlung von bedruckten Filzwaaren in Oesterreich. - ZU"

für Schiffe mit Kreide-Erde 2c. in Jßehoe. -- Unter Stati ik' Ueber- 11cht des_Sch1ffsahr_15verkel)rs auf der Elbe bei dem vcreiniqtsxn Elb-Zokl' amte W111enbergc 1111 Jahre 1864.» Handelsbericht aus Gaiay. *- Schiff- fahrt und Handel von_Marsci[le in den Jahren 1863 und 1864 (FM“ sZBunZ). _ Jahreäbcrtcht des preußischen Vice - Konsuxats zu Matamoros fur'1 64. -- Japans auswärtiger Handel im Jahre 1864. - Jahres“ berzcht des preußzschen Konsulats zu Port au Prince für 1864. - Jahres- F?rLétthdesl preußtWenBKTpsulaIst zu Ciudad Bolivar für 1864. - UM“

et un en: er 111. eme. a ' . 5" ' ' ' 7)- Elberfeld. Wigen. [ D 11th Clbtng, Breslax, Btelefel

Als Anlagen find beigefügt die Bogen 89. 90. 91. 92 der Handels- kammerbertchte.

.-

Statististhe Nachrichten. “Ueber die Ergebnisse der Grundsteuer-Veranlagung nach dem

Gesch? vo'm 21sten Mai 1861 im Regierun sbeirk Gumbinnen macht das Amtsblatt der betreffenden Regierung nacZstehzende Mittheilungen?

zahlreicher Räubereien von den Türken umzingelt und entwaffne? '

London, Sonnabend, 16. Dezember, Vormitt. Die heutigen '

, 801113011 , Freitag, 15. Dezember, Abends. Von zuverläffiger ; Sekte Wird vcrfichert, daß die spanische Regierung die Vermittelung *. Englands und Frankreichs im Konflikt mit Chile angenom- :

lenden Forderungen verständigt bat. Neue, hierauf lautende ***?n- Ü structtonen sollen für den Admiral Pareja bereits gestern vox? Z

Die Nr. 46 dcsépJustiz-Ministerial-Blatts«, «?usgegeben ,

Nr. 80. Erkenntnis; des Königlichcn Gerichtshofes zur Entscheidung d-Ir **

Wenn durchöcinen Beschluß der städtischen Behörden zur Er- haltung der »traßenbrunncn den benachbarten HausbefiYern &

-- Die am 15. Dezember ausgegebene Nr. 50 des »Prkuß. Handels- hältnisse dcs Postwesens im Herzogthum Lanenburg. - Ermäßigung Ns

onunqßskempels in Oesterreich »“ Qollbegünsiigung für den Bea? „„ .1 von _ Majchmen und Zollbehandlung von wollcncn Walzcnüberzügen :c. izt1 Oester-

[assung ausländischer Aétien- 2c. Gesellschaften in Oesterreich. _ Hafenabgabe -

52,079 Thlr.

Dic Vorstehende Tabelle zeigt zunächst, daß die masurischcn Kreise Jo- hannisburg, Lyck, Oleyko und Löyen jetzt bedeutende Beiträge Weniger als früher zu entrichten haben. Es hat dieses seine vollständige historische Be- gründung. Denn sogleich nach der Veranlagung des General-Hufcnschoffes in den Jahren 1716 bis 1719 stellte es fiel) heraus, daß jene Kreise, dxe so- genannten polnischen Aemter, mit der Grundsteuer überbürdet worden. Es erhoben ficb sogleich vielfache Klagen aus jenen Kreisen und wenn auch d_ie damalige Verwaltung einige Beschwerden abgeholfen zu haben scheint, )o blieb doch die Ueberbi'trdung bis auf den heutigen Tag im Wesentlichen be- stehen. Veranlaffung zu jener stärkeren Heranziehung der polnischen Aemter gab zunächst der Umstand, daß dort, speziell im Amte Lyck, mit der Veranlagung begonnen wurde. Die damalige Kommisswn hatte den Befehl, ein bestimmtes Stcucr- leersum auf dic ganze .Pro- vinz zu legen und um die Veranlagung nicht mit einem Mzmko zu schljeßet), belegte man die ersten in Angriff genommenen Qlc1111er_111tt'l)öheren Betra- gen, als es nöthig war. Dann aber waren auch die Pritzzrpxcn dcr dama- ligen Veranlagung mangelhaft und für Masuren desßglb ?nsbesonderc nach- 1heilig, Weil auf die Bonität Weniger als auf den Jlachemxzbalßauch mehr auf die Fläche der Acker, als auf diejenige der Wiesen „geruckficbttgt wurde. Die fruchtbaren Ebenen Littaucns, die wiesenreichen Thaler des Pchls und der Memel wurden daher verhältnißmäßig niedriger als die wrestnanncy Höhen der masurischen Kreise veranlagt. So ist es gekommen, daß, w:o die obige Tabelle zeigt, der Kreis Johannisburg bisher 2076 Thlr., mehr als der Kreis Ragnit, der Kreis Lyck 1497 Thlr. mehr als der Krets Zn- sierburg, der Kreis LöYen beinahe eben so viel als der Kreis Darkcwan zu entrich1en hatte. Diese seit anderthalb Jahrhunderten bestehende Ucbcrburdung ift jeyt beseitigt, der Kreis Insterburg bat jeßt das „doppelte Hes Kreises Lyck, der Kreis Ragnif mehr als das doppelte des Kreis??? JolmznnY- burg zu entrichten, was der wahren Steuerkrafx dicser Kreqc vollsandrg entspricht. Wie richtig die jexzige Veranlagung den Reinertrag der Grun?)- siücke ermittelt und damit die Steuerkraft der Kreise erfaßt hat, ergiebt dxe nachstehende TabeUe, in welcher der durchschnittliche jeßige Steuerbetrag pro Morgen angegeben, die Kreise übrigens nach der Höhe des Steuerbxtragcs rangirt find. Cin Morgen zahlt durchschnittlich an Grmxdsieucr m den Kreisen: 1)Johannisburg 11 Ps. 2)Ole13ko1 Sgr. 1 Pf. „Z) Lydck 1 Sgr. LPs. 4) Lößen 1 Sgr. 2 Pf. 5) Sensburg 1 Sgr. 3 Pf. 6) Goldap 1 Sgr. Z Pf. 7) Angerburg 1 Sgr. 8 Pf. 8) Heydekrygi1 Sgr. 9 Pf. 9) Darkchmcn 2 Sgr. 10) Pillkallen 2 Sgr. 11) Ragmt 2 Sgr 235 Pf. 12) Insterburg 2 Sgr. 253 Pf. 13) Tilstt 2 Sgr. 425 Pf. 14) Gumbmnm 2 Sgr. 5 Pf. 15) Stallupönen 2 Sgr. 8 Pf. 16) Niedexung 3 Sgr. 9Pf. Durchschnitt aller Kreise 1 Sgr. WF Pf. Durchschnitt der xnasumschcy Kreise (1-7) 1 Sgr. 24/7 Pf. Durchschnitt der littauischen Kretse (8-16) 2 Sgr. 45/9 Pf.

Wer die lm1dwirthschaftlichen Verhältnisse der cmzelnen Kxctse nur einigermaßen kennt, muß anerkennen, daß in der obigen Skala der Cxteuxr- beträgc akle einzelnen Kreise nach ihrem Kultur- [Md Ahsaß-Verhaltmssc richtig rangirm. Der von dem Meeresufer entfernteste, nut 1111ftuchtbgren Sandländereien reichlich versehene Kreis Johannisburg 391911 dtc medrtgsie Steuer, an ihn schließt sich der Kreis Olcyko, der höchste ubex de_m Meerxs- spiegel, der gebirgigste und kälteste Kreis, oft genug an gqnzltchem „Mtß- wachs leidend. Ihm folgen demnächst die übrigen masurtschen'Kretsx m kleinen Absiänden, bis der Angerburgex Kreis mit seinen fruchtbaren Ktrchsptelep Engelsiein, Rosengarten, Angerburg und Benkheim den-Uebergayg zu den ltttam- chen Kreisen bildet Und sich demgemäß auch dem Steuerbetrage Littauens nähert.

Augustenburg, der Graf zu Stolberg-Wernigerode u. a. zum Theil sehr bedkutenden Grundbefiß in unserer Provinz getvonnen haben.

Im Jahre 1815 fanden fich in der ganzen Provinz im Ganzen 543 Elementarschulen vor, darunter 273 evan elische, 157 katholische. Die Zahl solcher Schulen ist gegenwärtig auf 2 96 gestiegen, darunter 877 evangelische, 1207 katholische und 12 Simultanschulen. Während die Pro- vinz 1815 von höheren Schulen nur 2 Gymnafien besaß, smd gegenwärtiZ 17 höhere Schulen vorhanden, nämlich 6 ältere vollständige Gymnafien ( in Posen und je 1 in Bromberg, Krotoschin, Lisa und Ostrowo), 5 neuere in der Ausbildung zu voÜständigen Gymnafien begriffene Anstalten (in (Gnesen, Jnowraclaw, Rogascn, Schneiden1ühl, Schrimm), 1 Pädagogium zu Ostrowo bei Jilehne und 5 Realschulen (in Bromberg,Fraustadt,Meseriy, Posen und Rawicz).

Von Schullehrer-Seminaricn hatte die Provinz im Jahre 1815 nur eins, während gegenwärtig 3 katholische (in Posen, Paradies und Exin), mit 153 Zöglingcn, und 2 evangelische (in Bromberg und Kozmin) mit 66 Zöglingen bestehen. Es kommt dazu das Seminar für Erzieherinnen in Posen. Es wird anerkannt werden müssen, daß unscrechierung, wenn uns auch am 15. Mai ('. die öffentliche und gcmeinsamc Feier eines großen Gedächtnißtages gefehlt hat, durch die Eröffnung der Seminarien von Koz- min und Exin doch eine höchst würdige Jubelfeier gehalten hat. In den neuen Seminarien ist übrigens die etatsmäßige Zahl von Zöglingen noch nicht erreicht, nämlich für Kozmin 60, für Exin 80. In den katholischen Seminarien ist Raum für 227, in den evangelischen für 105 Zöglinge.

-- Ueber die Skraßcn-Bauten im Regierungs-Bezirk

Arnsberg macht das Amtsblatt der betreffenden Regierung nachfolgende Titiheilungen:

Die unverkennbargroßen Vortheile gut gebauter Straßen waren Vcr- anlaffung, daß bereits im vorigen Jahrhundert für verschiedene Theile des jeßigen Regierungs-Bezirks Arnébcrg, namentlich die Grafschaft Mark, das Herzogihum Westfalen, die Grafschaft Limburg und den Kreis Siegen, be- sondere den Wegebau fördernde Geseßc und Verordnungen erschienen, und obwohl ungi'mstige Zeitthältniffe und in Folge dessen Mangel an Fonds längere Zeit einem regeren Betriebe des Wegebaues entgegenstanden, so waren doch in den dermalen zum Regierungsbezirk Arnsberg vereinigten Lanöesiheilen im Jahre 1806 schon circa 43 Meilen und im Jahre 1816 73 Meilen kunsimäßig gebauter Straßen vorhanden, also in lgßtgenanntexn Jahre, bei einem Jlächeninhalle dcs Regierungsbezirks von_135,8'Preußt- schen Ouadratmeilen durchschnittlich clwa Y Meile auf dte Gevrertmecke. Diese Straßen entsprachen nun allerdings größten Theiss de'n Anforderungen nicht, die man heut zu Tage an Kunstsraßcn stellen zu mussen _glaubt, ste gewährten aber doch im Vergleich zu der früher so ungemem erschg- tcn Communication, für den Verkehr so bedeutende, augenfalbge Vortheile, daß der knnskmäßigc Ausbau auch. anderer wichtiger Verkehrs -S1raßen im Interesse des Staats wre" dex Verwalteten, immer mehr und mehr als ein anzuerkennendcs Bedurfmß stch heraus- stellte. Die schweren Kriegsjahre mit ihren Folgen gcstatixten es mdeß auch damals noch nicht, auf Straßen-Neubauten allzu exhebltche Kosten zu ver- wenden, und Wurden deshalb zunächst nur ,die wahrend der Kriegszeiten unvollendet gebliebenen Bauten , namentlich dre Cöln-Berliner Straße., so wie die Straße von Hagen über Iserlohn und ans'berg * zur Waldeckkschen Grenze allmälig ausgebaut und voüendet. „Spater „wurdxn dj_e Minden- Coblenzer Straße , welche den Regierungsbeztrk auf eme Lange zvon-“x mehr denn 17 Meilen dmchschneidet, die Ruhrstaaisftraßkvon Nuttlak-über Winterbergbis zur Großherzoglich hesstschm Grenze unterhalszaUenherg,