1865 / 298 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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-- Laut Telegramms an das General-Poß-Amt die aus England vom 16, d. M. Abends in Cö'ln am 17. VYchmitFxY rückständig gewesen.

. Königsberg, 14. Dezember. Die siebente Sißung des Pro- vinzial-L'aridtags hatte zunächst Verhandlungen über einge- reicht; Petitionen zum Gegenstande und führte zu folgenden Be- schlußnahmm.

Dem Vorßande des Krankenhauses der Barmherzigkeit wurde in L_lner-kennu-ng der provinziellen Bedeutung dieser Anstalt als Mutterhaus fur 'A'UZbildung von Diakonisfinnen eine Unterstüßung von 500 Thlr. hervtlltgt. Der naturforschenden Gesellschaft in Danzig ist* behufs Aus- dxhnung ihrer in praktischen Beziehungen wichtigen Beobachtungen über die Provinz unter Veröffentlichung ihrer vaterländischen Sammlungen und werthvollen druckfertigen §Arbeiten eine Beihilfe von 4000 Thlr. aus dem Landtagdispositionsfonds gewährt worden. Ferner desgleichén dem preußischen Provinzial-Turnverein, behufs Förderung des Turnwesens eine Untersiüßung von 500 Thlr. auf 3 Jahre und dem Privatdozenten der Berliner Universität Wilhelm Manhandt als Reisestipendium zur methodischen Sammlung der agrarischen Volksfitte in Litthauen und Mansuren 150 Thlr.

Eine Anzahl anderer Petitionen konnte theils ihres unbestimm- ten Inhalts wegen, theils weil der Jnstanzenzug an die Behörden nicht erschöpft war, keine Berücksichtigung finden. Endlich Wurde noch auf den Antrag des Ausschusses für die Provinzial-Hülfskaffe die Remuneration des Vorsißenden vom 1. Januar 1865 ab von 300 Thlr. auf 500 Thlr. und des zugetheilten Regierungsbeamten von 200 Thlr. auf 500 Thlr. erhöht, und aus dem Stande der Ritterschaft als Mitglied der weftpreußischen Landarmenhülfskommis- Kn der Abgeordnete v. Groß-Klanin erwählt, da das frühere

itglied aus dem Bezirk verzogen ist. Nachdem hiermit die Ge- schäfte des außerordentlichen Landtags erledigt, wurde der Königliche Landtagskommissarius von einer hierzu bestimmten Deputation, wclche zugleich die beschlossenen Denkschriften fiir Se. Majestät den König überreichte, zum Schluß des Landtags eingeholt. Dieser erfolgte mit einer Ansprache, Welche von dem Herrn Landtagsmar- schall erwidert wurde,

Posen, 16. Dezember. In der 11. und 12. Sißung des Prov.-Landtags wurde vom 4. AuSschuß vorgeschlagen:

1) der Provinzial - Feuer - Societät Decharge über die Rechnungen für

1862, 63 und 64 zu ertheilen;

2) den Herrn Ober-Präfidentmzu ersuchen:

a) den Distrikts-Kommissarien die sofortige Aufnahme der Gebäude-

beschreibungen, behufs Versicherung der Gebäude-

b) mäßige Liquidation der Reisekosten anzucmpfehlen, da sie seit1864

ZyCht. Tantiéme von den Versicherungsbeiträgen ihres Bezirks ezie ey,

c) die in Ausgabe-Rest gestellten Remuneraiions- und Gehalts - Er-

sparungen von 344 Thlr. 18 Sgr. Z Pf. in Abgang zu verfügen,

(1) den Rechnungen von 1865 ab ein Verzeichniß der dem Fonds an-

Fehsörigen Werthpapiere und Hypothekenforderungen beilegen zu a en.

Die Vorschläge wurden einzeln zur Abstimmung gehracht und einstimmig angenommen.

Der Vorschlag, einen Zusaß zu §. 5 zu beschließen dahin: Ziegel- und Kalköfen find, wenn die Verficherungsnehmer mit ihren übrigen Gebäuden bei der Provinzial-Feuer-Societät versichert sind, so wie Theater- gebäude fortan von der Versicherung nicht auszuschließen, sondern können nach_Maßgahe des Z, 6 dazu angenommen werden.

wird ohne Debatte genehmigt.

Dcr Abänderungsvorschlag der Vorlage zu I'. 29 3. des Regle- ments, welcher ganz aufgehoben Werden soll, wird mit dem Zusaß angenommen:

„Dieser Beitragssaß darf die nächst höhere Klasse nicht überschreiten, noch

unter die nächst niedrigere heruntergehen.«

296. der Vorlage wird mit alien Amendements abgelehnt. Die Regierungsvorlage des §. 31 wird, wie fie im gedruckten Ent- wurfe formulirt ift, verlesen, zur Abstimmung gestellt und mit aklen gegen eine Stimme angenommen - auch der Zusaßvorschlag zu §. 31 wird, und zwar einstimmig, angenommen. Ein Antrag, be- treffend die Amtskostenvergütigung der Landräthe re., wird abgelehnt, dagegen die gedruckte Regierungsvorlage angenommen - hinfichtlich der Vergütigung 36 Z für die Kreissteuer-Einnehmer die Regierungs- vorlage angenommen -- ebenfalls ml 4. Hinsichtlich der Neumue- rationen der Bürgermeister und Distrikts-Kommissarien (2 pCt.) und der Gutsbefißer und Beitragserheber (1 pCt.) wird der Ausschuß- vorschlag angenommen.

Magdeburg, 17. Dezember. Die hiefige Königliche Regierung hat unter dem 12. d. M. für den Umfang ihres Bezirks einc Polizei- Verordnung erlassen, wodurch Jeder, der ein Schwein schlachtet oder schlachten läßt, verpflichtet wird, dasselbe von einem amtlich konzessio- nirten Jleischbeschauer mikroskopisch untersuchen zu laffen. Erft wenn das Ergebniß der UntersuchunYdas Schwein als trichinenfrei

t

erwiesen hat, darf der Verkauf oder e Zubereitung zur Speise ge- schehen. Der Verordnung find eine Instruction für die Kreisphyfiker, die Prüfung von Fleisch - Schauen betreffend, und eine Anweisung

für die Flechh auer ur mikro ko i en «» . fteisrhes Figechght. z s psch Untersuchung des MMW, Aa en, 15. Dezember. Das ur Bee un Kreises Erkelenz defignirte Militair-Korznmandsytzist,gdeTer-QFHM des zufolge, bereits gestern Morgen von Jülich abgerückt. “ZW" .."? 16. Dezember. Heute, meldet die EM!). Ztg. ift d' Yiilitatrbehörde requirirt worden, die ganze Grenze des, Kr'u Heinsberg mit einrm Kommando von 150 Mann zu besehen elses Crefeld , 15. Dezember. (Köln. Ztg.) Auch unsere Stad verordnxeten, haben in ihrer gestrigen Sihung beschlossen, vom 1 It" nuar funftigen Jahres an kein Einzugsgeld mehr zu erhebeisaa ordnexe-tZasZelbe [ist der vEleberft. Ztg.- zufolge von der Stadthey. :* er amm rmx U e mann in der i d. Mts. beschlossen woxrdzen. S hung vom 1Lten " Sachsen. Dresden, 16. Dezember. Der Entwurf ciner burger„lichen Prozeßordnung, welcher der Ständeversamm. [urig wahrend des leßten Landtags vorgelegt worden war, ist nach Mittheilung des 'DreSdner Journals-, bevor er den am Ar,:fan'e des ]eßtgen Monats zusammengetretenen ständischen ZwischendepZ.

tationen vorgelegt worden ist, einer Revision hauptsächlich zu dem ZWkcke .

unterzogen, um dessen Bestimmungen soviel als li mi Beschlüssen 'der in Hannover zur Verathung eineé'3 (Zügentieiidiér; deutschen erlprozeßordnung versammelten Kommission in Ueber. einstimmung zu bringen.

Waldeck. Arolsen, 15. Dezember. Der Landtag bak das. Gesch uber die Ablösung von Servituten, die Gemeinheits- thetlungen und die Zusammenlegung der Grundstücke (Verkovpelungi nach mehrfachen Abänderungen angenommen. *

Fraanurt o. NT., 16. Dezember. Die offizielle Mitrhei. [Upg uber die Bundestags-Sihung vom 14. Dezember lautet“ Die Bundeöversammlung faßte verschiedene Beschlüsse, welchc Mh auf Antrage des Militair- Aussthusses gründeten und den Ankäuf hon Kanonen für eine Bundesfestung, so wie die Erledigung sämmt- licher Rechnungen der Bundesfestung Mainz aus dem Jahre1863 zum Gegenstand hatten. Es ward sodann iiber Anträge des Aus- schusses zur Unterftühung des Vereins für ältere deutsche Geschichts- kunde abgesitmmt und der Beschluß gefaßt , die sämmtlichen Regie- rringen zu „ersuchen, sich darüber zu erklären, ob ste geneigt seien, die seither bewilligte pecuniaire Unterstiißung auch für weitere zehn Jahre zu genehmigen. "

„Baden., Karlsruhe, 14.Dezemher. (KarlSr.Ztg.) Seine Hoheit der Prinz Wilhetm ist heute Mittag nach Brüssel abgereiß, um im Auftrage Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs der Bei. schung der Lerche weilatid Sr. Majestät des Königs der Belgier bei- zuwohnen und Sr.Ma1estät dcm regierenden König Leopold 11. das BeileidnSr." Kömglichcn Hoheit wegen dieses Trauerfach, so wie dte-Gluckwunschc zu dem Regierungs-Antritt auszusprechen. Zu g,letchem Zweck _hatte fich bereits vor einigen Tagen der am König- ltch belgrjchen sowie beglaubigte Großherzogliche Gesandte, Freiherr v. Schwc-ißer, nach Brüssel begeben.

. QLurxtemberg. Stuttgart, 15. Dezember. (Frkf. J.) Mit dem heutigen Tag tritt in ganz Württemberg das deutsche Haiidrlsgesrßbuch in Kraft und beginnen die Handelsgerichte ihre Wirksamkeit. Gleichzeitig werden auch Handelsgerichts-Zeitungen frrr Wurttemberg angekündigt, und zwar eine amtliche als wöchent- liche Beilage, zum, »Staatézanzeigera, welche die amtlichen Anzeigen- namentltch die „aus das HandrlSregister Bezug hahenden, aufzuneh- men bestimmt ist, aber auch Aufsäye und andere Bekanntmachungen enthalteii soll,“ ferner eine »Handengerichts-Zeitung.t-

, Wie der »St.-A. s. W.« meldet, hat Se. Majestät der König seinen ersten Adwtanten, General-Lieutenant Frhrn. v. Räppli"- be'guitragt, der Beischung dcr ßerblirhen Ueberrefte Sr. Majestät des Korngs Leopold ]. der Belgier anzuwohnen und zugleich Sr. Ma“ ]esiat' dem König Leopold 1]. aus Anlaß Höchstdessen Regierungs' Antritts die theilnehmenden Wünsche Sr. Majestät auszudrücken- erresral-Lteutenant Freiherr v. Rüpplin ist gestern nach Brüffel ab-

er . * Bayern. Miin ch e n, 15. Dezember. Dcr Geseyge- hungs-Arisschuß, der vorgestern seine Sißungen wieder aufnahm- hat heute dieselbxn Wegen der Feiertage bis zum 2. k. Mts. vertagk

„Oesterreich. Wien, 15. Dezember. Der telegraphisch an- gezeigte Artikel der »Wiener Ahendpost« über die Amnestie für die bei“ dem polnischen Aufstande und den galizischen Agitationen Bs“ thetligten lautet also:

Als sich Se. Majestät unterm 18. November d. J. Allergnädigst bewogey fand, Amnestie denjenigen zu gewähren, welche sich an dem Aus- siande t,". Polen und den damit im Zusammenhange sehenden Agitationen tir Gaitzmi betheiligten, war der Monarch zuvörderst von der Absicht J" leitet, 10 vielen, zum Theile vcrführten Personen die Kerker zu öffnen Un fie dem Schooße ihrer Familien zurückzugeben, welche entweder UU Grund rechtskräftiger Urtreile bereits die zuerkannte Strafe büßten od“ fich wahrend dem Zuge der gegen fie eingeleiteten Untersuchung in der Haß befanden. Keineswegs ist es aber in der Allerhöchsien Wiains' memung'gelegcn, die Gnade auch auf jene auszudehnen, weilt)? fi durch die Flucht der Untersuchung entzogen und in den (Hang der Gerechtigkeit hemmend cingriffen. Es hieße dies eine Wale

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xämie nachträglich_ e_m einen_ Schritt knüpfen , welchen alle Geseg- gehangen als sixraflich erklaretx imd auch als solchen exklären müssen, wenn nicht das _erhalinmiß zwischen den Gerichten und den bei ihnen verwahrten Haftlmgen zu einem förmlichcn und erlaubten Kampfe gestempelt werden soll. Diese Ansichten finden auch einen klaren Ausdruck in den Worten der Allerhöchsten Entschließung vom 18, No- vember d. J. -- Denn in dem zweiten Absaye derselben heißt es: daß die wegen einer der im ersten Absaße angeführten strafbaren Handlungen noch anhängigen Untersuchungen fistirt und die deshalb etwa in Haft be- findlichen anuifitiewchctifa'lls auf freien Fuß zu sehen smd," diese Worte können |ck daher auf diejenigen, welche fich der übcr fie bereits verhängten oder ihnen nach dem (Heseße bevorstehenden Haft selbst entzogen haben, um so weniger Anwendung'finden, als ihre Untersuchungen nicht erst fistirt zu werden brarlchen, werl fie" drren regelmäßige Fortseyung durch einen |räflichen Schritt 'selbsi unmoglich gemacht haben. Solchen Personen, welche demgemaß m die Amnestie vom 18. November offenbar nicht ein- geschlossen waren, bleibt daher nichts anders übrig, als sich einzeln an die Gnade des Monarchen zu wenden.

- Die Adreß-chatten, schreibt die »Ostd. Posta, sind nun- mehr in allen Landtagen, mit Ausnahme des kleinen Landtages von Bregenz, erledigt. In Wien, Linz, Graz, Klagenfurt, Troppau, Salzburg wurdcn Adressen für die fistirte Verfaffung an die Stufen des Thrones niedergelegt, in Brünn, Laibach und in Triest schwieg man, in Prag, Lemberg, Czernowiß, Parenzo und Görz find Dank- adrcffen fiir das September-Patent erlassen worden. So cinmüthig die erstgenannten Landtage vdtirtcn, zu so harten Kämpfen kam es in den Landtagen der zweiten Kategorie. Ein Landtag hat in der Verfassungsfrage ganz geschwiegen, es ist der Landtag von Tyrol.

Dasselbe Blatt schreibt: Die neue Konkursordnung geht ihrer Erledigung entgegen. Sie wird vor allen Dingen dadurch einen wesentlichen Fortschritt kennzeichnen, daß fie das Ausgleichs- verfahren in den Rahmen des Konkursverfahrcns einbezieht. Die Aufhebung der geschlichen Beschränkungen des Zinsftißcs endlich wird, obgleich das Handelsministerium von seinem Standpunkte aus dieselbe mit großem Nachdrucke betreibt, sehr wahrscheinlich vorerst auf fich beruhen bleiben, insofern das StaatSministerium seinerseits auf die ernsten Folgen hinweist, wclche daraus erwachsen möchten, wenn bei dcr augenblicklichen Geldhedrängniß das jeßt mit 5 Pro- zent verzinsliohe Kapital , wie es gleichwohl kaum ausbleiben könnte maffenhaft eine vorthcilhastcre Placirung suchen und den Zins auf 6 oder 7 Prozent hinaufschrauben würde.

- 16. Dezember. (W. T. B.) Die »Grneralforrespondenz- meldet, daß der englisch - österreichische Handelsvertrag_ heute unterzeichnet ist. Der Vertrag geht davvn aus, daß von Neujahr 1867 an die Unterthanen beider Staaten und derrn Handel auf den Fuß der mcisibegünftigten Nationen gestellt sein sollen. Oesterreich macht fich anhcischig, unter Beibehaltung des gegenwärtigen Gewichtzollsyftems, den Zolltarif derartig zii regeln, daß das Zollmaximum auf Artikel von gnglischer Urproductton von Neujahr 1867 an 25 Prozent, von Neuxahr 18/0 an. 20 Prdzent ihres Werthes _inkl. Spesenzusthlag für die Einfuhr bis znr oster- reichischen Zollgrcnze nicht übersteigt.

Zur Ermittelung und zur Feststellung der Werthe ncbsi Zuschigg werden die Kommissarien beider Regierungen 1pc'1testens' im Mgrz 1866 in Wien zusammentrcten und die Durchschxiittspreisr der briti- schen Hauptstapelplähe während des Jahres 1865 zurxGrundlagc nehmen, Eine Rcvifion dieser Veranschlagimg der Werthe nach einem bestimmten Zcitdcrlaufc ist vorbehalten. ck " _.

Dic England besonders intercsfirendcn Zollsahe der; kunsttgen Zolltarifs sollen zum Gegenstande einer Nachtragsconvcntwn gemacht

10 Jahre festgeseht.

Prag, 16. Dezember. (W. T B.) In der hcutigrzi Sihung des Landtages haben die Mitglieder des Herrenhauses Jurst Carl »

von Auersperg, Graf Hartwig, Altgraf Salm und Graf; ' * Voriibcrmarsch nicht weniger als anderthalb Stunde dauerte, war in-

Althan ihre Mandate niedergelegt und diesen Entschluß damit

motivirt, daß der chicrnngskommiffar durch seine Erklärung in dcr ,

Adreßdcbatte, der Reichsrath bestehe uicht zu Rewt, dic Mttgltcdcr dcs fistirtcn Reichsrathes dem Hohne dcr dcn Reichsrath perhdrrcs- cirenden LandstagÖ'partci prengcgeben habe. Der Regierungsrdw- missar Graf Lazansky wies den ihm gemachten Vorwurf zuruck, - Die heutigen Wiener Blätter bringen nachstehende telegra-

i e Mitt eilun en aus den Landtagen: _-

Ph fck Pesthh, 16. JJezember. In der heutigen Untrrhauß1thring meldet der Alters-Präfident, das; 25 Petitionen gegen einige Deputirtenwahlen eingelaufen seien,“ ferner, das; Fr. Dcak zwei Telegrczmme erhalten hahe, das eine aus Fiume, in welchem der Landxag begrußt und der 'Wumch nacb Wiederanscbluß an Ungarn aiisgedruckt wrrd, das zweit; aus Alexandrien in Aegypten, von einigen dort lrbendenUngarn, die den Landtag begrüßen. Das Haus wurde durch das Loos in 9 Abtherlungcn

gethelltin Oberhaus wurde der Präsident von (_Sennyry mii Eljcn begrüßt, läßt das Protokoll verlesen und mrldct, „das; aus Fiuine im tele- graphischer Glückwunsch eingescndet worden sei. Wird zur erfreulichen Kennt- niß genommen. ierauf wird das Resultat der m der [chien Srßung vor-

genommenen Schriftführerwahlen verlesen.

„Agrani, 16. Dezember. Es wird eine Repräsentation, an S_e. Ma'zeftät gerichtet , verlesen, worin ersucht wird, den Banatiafel- Ai essoren Siß und Stimme zu entziehen. Ferner kommt eine Reprä- sentation an Se. Majestät zur Verlesung, worin gebeten wird, daß das therwardeiner Grenzregiment und die Grenzgcmeinden Semlin, Carlo- wtß und Peterwardein Ablegaten an den gegenwärtig tagenden Landtag senden. Schließlich wurde ein Comité ac] bac zur Abfassung einer Danderefse an Se. Majestät wegen Einberufung des Landtags ernann .

Troppau, 16. Dezember. In der heutigen Landtagsfißung wurden die Finanzvoranschläge und das Finanzgcseß für 1866 genehmigt und die laufenden Angelegenheiten erxedigt, worauf srch der Landtag bis 16, Jänner 1866 vertagtc. *“

Bregenz, 16. Dezember. Die Adresse des Landtages in Betreff des September-Patentes wurde in der heutigen Landtagßfihung mit großer Majorität nach dem Außschußanirage angenommen.

SchWeiz. Bern, 14. Dezember. (Köln.Zeitung.) Jn Aus- führung des internationalen Telegraphen - Vertrages hat der Bun- desrath so eben beschlossen: 1) daß sämmtliche Eisenbahn-Telegra- phenhureaux auf die gleiche Linie zu stellen seien, so daß fie zu glei- chen Taxen Depeschen ins Ausland abgeben und von dort empfangen können, indem die diesfälligen Mehrausgaben von der eidgenössischen Tclegraphcnverwaltung getragen werden sollen,“ 2) gegenüber allen den- jenigen Staaten, welche dem internationalen Telegraphcn-Vertrage nicht beigetreten sind, beträgt die schweizerische Tclegraphentaxe 1 Fr. 50 C. für die einfache Depesche von 20 Worten. - In der gestri- gen Abendfißung hat der Regierungsrath des Kantons Bern die Alpcnbahn-Frage verhandelt und beschlossen, dem Großen Rathe folgenden Antrag zur Annahme zu empfehlen: »Der Große Rath des Kantons Bern, in der Abficbt, das Zustandekommen des großen Nationalwerfes eincr Gotihardbahn zu untcrftühen, beschließt: der Kanton Bern bewilligt an das Unternehmen der Gotthardbahn eine Subfidie von 1“; Million Franken unter der Bedingung, daß diese Summe nicht zur Auszahlung gelange, bis genügende Sicherheit fiir die Ausführung des Werkes gegeben und das Zustandekommen der Verbindungsbahn Langnau-Luzcrn durch das Entlibuch ge-

sichert ist.a

Belgien. Brüssel, 15. Dezember. Der Senat hat heute Nachmittags eine kurze Sihung gehalten und eine jc zur-Hälfte aus Mitgliedern beider Parteien zusammengesehte Kommission ernannt, um den Entwurf einer Adresse an König Leopold 11, zu redigiren. Die Diskussion dieser Adresse findet heute Abend in vertraulicher Sihung statt. Das Büreau des Abgeordnetenhauses hat gleichfalls eine nach obiger Analogie gewählte Adrcß-Kommisfion ernannt, wclche ihren Entwurf bereits gestern vereinbart und Herrn Orts zu ihrem Berichterstatter ernannt hat. Die DiZkusfion erfolgt mor- gen Abend.

- 16. Dezember. (Köln. Zeitung.) Die Trauer der hclgischen Nation um den heimgegangenen Monarchen hat sich eben so tief und allgemein gezeigt , wie die Verehrung und Liehr, deren der lebende fich erfreute, Die religiöse Feier begann um halb eilf Uhr Morgens im der Todten-Kapesle des hiesigen Schlosses, wo Pastor Becker in AUWesenheit des Königs Lcopold11., des Grafen von Flandern, des Königs von Portugal, des Prinzen von Wales und des Prinzen Arthur von England, des Kronprinzen don Preußen, des Erzherzogs Joseph, des Prinzen Ludwig von Hessen, des Prinzen von Joitwille, dcr Herzoge von Aumalc und von Nemours, so wie vieler andern Fürsten die Leichenrede sprach.

MWM Bezüglich des Eigenthumßrechtes UNd des Markenschußcs Z Den iibrigen Raum des Saales füllten die außerordentlichcn Bot- hcrrscht vöklige Gegenseitigkeit. In Betreff der Autdrcnrcchic an den . . . . Werken der Literatur Und Kunst wird noch eine hcsondrrechcr- ; obersten Gcrichtshöfc u. s. w. aus. Zwölf Unteroffiziere, 12 zur cinkunft abgeschlossen werden. Die Dauer des Vertrages qt aufL

* den Sarg in den achtspännigen Leichenwagen, der mh alsbald, un-

schafter, das diplomatische Corps, die Minister, die Kammern, die Hälfte der Bürgergarde und der Armee angehörend, trugen alsdann

mittelbar Von dem Lcidpfcrde des Königs gefolgt, in Bewegung seßtc. Auf der Höhe des Sarkophages rnhten Krone und Scepter, halb vom königlichen Purpur verdeckt, Die vordere Hälfte des Leichenzuges, desen

zwischen bereits vor den Thoren dcr Stadt'angelangk. Unrziittrlbar hinter dem Leichenwagen folgten die oben geiiannten furstltchcn Personen zu Wagen und nach diesen aÜc Behörden des Staates

* und der Städte, Bürgergarde und Armee, Dcputaiionen aus allen

Theilen des Landes zu Fuß. Um halb drei Uhr iraf der Zug dri der lackencr Grabkirche ein. Hier wurde der Sarg in Anwesenheit der Fürsten, Botschafter, Minister, der Kammern und hdchstch Be- hörden auf einen Katafalk niedergelassen und das evangelische Vegrabmß- Ritual von Herrn Pastor Vent voUzogcn. Alsdann brgab mein sich in die anliegende Grabkirchc, wo der Sarg, vom KriegscMmistcr versiegelt, neben den daselbst ruhenden Ueberresten der verstorbenen Königin beigeseht ward.

- 17. Dezember. Der König Leopold il; hielt *heute Vor- mittag um 11 Uhr zu Pferde seinen feierlichen Einzug m die Resi- denz und wurde am Stadtthore vom Burgermeister. empfqngen, welcher eine Anrede an Sc. Majestät richtete, die der König erivtderte, Dcr Durchzug durch die überall festlich“ gcschmuckte Stadt „fandvunter ungeheurem Zudrange des Volkes statt, welches den König mit un-

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