1865 / 298 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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fundenen Pronuneiamento's die Verfassung des Staats votirt und einstimmig den Herrn Batz zum Präsidenten der dominikanischen Republik proklamirt. -- Die Ordnung war wieder hergestellt und man hofft von der neuen Regierung Verbesserungen in der Lage des Landes.

Der weftindische Postdampfer *Atrato- (dessen Ankunft wir bereits mittheilten) bringt Daten aus Valparaiso, 1. November, Callao und Lima 13., Panama 21., Kingston 25, St. Thomas, 29. Novembm

Die chilenische Regierung hat angeordnet, daß alle in der Republik wohnenden spanischen Unterthanen fich nach Santiago zu begeben und den dortigen Behörden vorzustellen haben. Allen No- taren, Banquiers, (HesehäftSführern von Qlctiengesellschaften u. dergl. ist verboten worden, spanisches Eigenthum oder Guthaben auf andere Rechnung zu übertragen oder herauszugeben. Durch die von dem spanischen Admiral angekündigte Beschränkung der Blokade auf Val- paraiso, Caldera, Coquimbo, Herradura (Guayacan), Tomé: und Talcabuano find , wie der -Panama Stara auSeinandcrseßt, aus- schließlich die Interessen des ausländischen Handelsstandes bedroht, indem solchermaßen in den Häfen, wo europäisches und amerikani- sches Kapital inveftirt ift , und wo nach den Verfügungen der Re- gierung die zollfrcie Einfuhr nicht gestattet worden, der Geschäfts- verkehr vollständig unterbrochen wird. Die Übrigen Häfen bleiben geöffnet für die Ausfuhr chilenischer Erzeugnisse und die zollfreie Cin- fuhr ausländischer Waarcn akler Art, und in Folge der Blokade- Beschränkung hat fich hier ein gesteigerter Exporthandel erhoben, be- sonders in San Antonio südlich von Valparaiso.

Die neue Regierung, welche durch den Triumph der Revolu- tion in Peru cingeseßt worden ist, wird in Uebereinstimmung mit früheren Kundgebungen der rcvolutionairen Partei - als cntschicdcn antispanisch geschildert und das Volk hegt starke Sympathiecn für Chili. Ein großer Theil der in Lima ansäsfigen Spanier hat fich auf das spanische Kriegsschiff -Numancia- geflüchtet. Callao hat in dem Wechsel der Verhältniffe sehr gelitten. Nachdem Präsident Pezet geflohen, Lima von den Revolutionstruppcn eingenommen, Oberst Cuba, Pezet's Krichminifter, zur Uebergabe des Fort Santa Catalina gezwungen war, zog der neue Präfident Canseco vor Callao und fordert den dort fommandirenden General Rivas auf, fich zu ergeben. Rivas verließ während der Nacht seinen Posten und ließ die Stadt ohne Schuß. Ein erregter Pöbelhaufe durchzog 71295an raubend und plündernd die Straßen und crbracl) Waaren-

a en.

Zn Neugranada reiht sich ein Aufstand an den andern. Der Präfident des Cauca- Staates hat den General Cordoba, welcher aus Antioquia herübergekommen", sich an die Spißc ciner Empörung in Tulua und Kartago gestellt hatte, bei Tablazo geschlagen und wie man glaubte, dadurch die Revolution niedergcworfen. Zn Cun- dinamarca hatten an mehreren Orten gleichzeitige Schilderhebungen stattgefunden , die Regierung in Bogota aber schien hinlänglich ge- rüstet zu sein. Die Post ging ab, ehe es zu einer Entscheidnng gc- kommcn war.

TelegraphischeDepeschcn aus dem Wolff'schen Telegraphen-Vüreau.

Hamburg, Sonntag, 17. Dezember, Nachmittags. Der hier eingetroffenen offiziellen Stockholmer »Post-Tidningu zufolge hat der Bewilligungsaussthuß des schwedischen Reichstages mit 9 gegen 6 Stimmen die Verwerfung des schwedisch- französischen Handelsver- trages proponirt.

München, Sonntag, 17. Dezember, Nachmitt. Dcr Ober- staUmeister Freiherr v. Lerchenfeld ist ohne sein Ansnchen von dem König mit Penfion in den Ruhestand verseßt worden. - Der badische Minister des AuSwärtigen, Freiherr v. Edelsheim , ist hier eingetroffen Und konferirt mit dem Minister-Präfidenten von der Pfordtcn.

Pefth, Sonntag, 17. Dezember, Abends. Bei dem heute Nachmittag ftattgehabtcn Empfange der beiden Häuser des Land- tags im WWW“? durch den Kaiser, erwiederte Sc. Majestät auf die Ansprache des Alterspräsidcnten des Hauses der De- putirten: »Groß und schwierig ist die Aufgabe, welche Ihrer wartet. Wenn jedoch Ihre Thätigkeit von gegenseitigem Vertrauen und den Grundsäßen der Bikligkeit geleitet sein, wenn Ihre mit Mäßigung vereinte Weisheit dem Maße meiner väterlichen Abfich- ten entsprechen wird, so wird dieser Landtag im Leben der Nation eine denkwürdige Epoche neubegründeterZufriedenheit bilden. Denn die Geschichte bezeugt, daß keine Aufgabe so fchwierig ist , zu deren Lösung die mit ihrem Könige verbündete ungarische Nation nicht befähigt wäre. Ich hoffe demnächst mit der Kaiserin Zeuge zu sein, wie der Landtag meine Bestrebungen für das Wohl des Landes unterstüßex

Auf die Ansprache des Führers des Magnatenhauses, Kardina11 Czitowski, erwiederte der Kaiser: -Jch bin überzeugt von ,d Aufrichtigkeit Ihrer Gefühle. Ich hoffe; daß Sie den traditj;r nellen Beruf Jhrxr Vorfahren , welche stets feste Stüßc d' Thrones waren, m diesem “ernsten Augenblicke um so mes? erfüllen wcrden, als Sie dadurch auch unseren gemeinsamen Wunsch die heilsame Lösung der schwebenden staatsrechtlichen Fragen, „„, wirklichen können, Durch eine aufrichtige Verbindung Werden w„ mit festem Willen und Vertrauen auf Gott dieses Zielauch erreichen

Brüssel, Sonntag, 17. Dezember, Vormittags. Die Reprä; sentantenkammer hat in einer gestern Abend abgehaltenen geheimen Sißung die Adresse an den König einstimmig votirt. Eine sehrleb. hafte Diskussion fand darüber statt, wer bei der Eidesleistung prä, fidiren solle, und entschied die Kammer fich endlich, ohne einen Prä. zedenzfall für die Zukunft schaffen zu wollen, für den Präfidentm des Senates.

Sichercm Vernehmen :mch smd alle Details der Journale über

das Testament des Königs falsch.

Brüssel, Sonntag, 17. Dezember, Nachmittags. 'Der König

richtete nach der Eideslcistung folgende Worte an die vereinigten Kammern: »Belgien Hat nicht minder als ich seinen Vater verloren. Die erste Verpflichtung, welche ich Übernehme, ist die, g,. treulich seine Lehren zu befolgen , und niemals zu vergeffen, Welche Pflichten mir sein kostbares Vermächtnis; auferlegt. Jch ver- spreche, Belgien ein König zu sein, cin Belgier von Leib und Seele, deffcn ganzes Lebcn ihm gehören soll. Wie der Dahingeschiedcne die Institutionen liebte, welche die Freiheit und Ordnung gewähr- leisten, dicse festesten Grundlagen des Thrones, so liebe auch ich fie, Als mein Vater den Thron bestieg, sagte er: Mein Hcrz kenn keinen anderen Ehrgeiz als den, Euch glücklich zu Hohen. Ick wicder- hole diese Worte.:-

- Die Nr. 33 des offiziellen Wochenblatts für das Herzogthum Lauenburg, ausgegeben den 16. Dezember c., veröffentlicht die

unter dem 17. November c. zwischen der Königlich preußischen, Her- zoglich laucnburgischen Regierung und der Königlich preußischen Post- verwaltung über das Postwesen im Herzogthum Lauenburg abge- schlossene und unter dem 30. November bestätigte Convention, vergl. Staats-Anz. Nr. 289, und

eine Bekanntmachung vom 15. Dezember über die Einziehung der im Herzog1hum Lauenburg gegenwärtig bcnußtcn Schleswig-Holstcinschen Freimarkcn. ,

Kunst- und tviffcm“chaftliche Nachrichten.

-- Die St. Adall1crtkirche in Breslau hat in diesen Tagcn,dcr »Prov. Ztg., f. Schles.« zufolge, einen neuen hervoragcnden Bildcrschmuck im Choce erhalten durch das überlebmsgroße Gemälde des Apostels Jacobus mjuor vom Historienmaler Carl Wohnlick) in Breslau. Dasselbeistcin Geschenk des Herrn Commerzienrathcs Molinari, Kirchenvorstchcrs dcr Adalberts-Gcmcindc und bildet das fiebentc in derkReihc der bereits von dem verstorbenen Haxnacher gelieferten Apostelbilder. -- Gleichzeitig meldet das genannte Blatt, daß die 1724 vollendete innerlich so prachtvollaus- gestattete Ccslaus-KapeUe auf chnlaffung und Kosten des .chrn Fürst- bischofs Dr. Heinrich Förster cine durchgreifende höchst ancrkenncnswcxthc Restauration erfährt.

Magd eburg, 13. Dezember. Zn voriger Woche, berichtet »d. Magd- Corrcsp,«,“; traten einige Geschickstsfrcundc aus Magdeburg und Umgchd zusammen, um einen „Verein für Geschichte und AlterthmnSkunde ?_cs Herzogthums" und Erzstifts Magdeburga zu gründen. Um den Thu- ringiscv-Sächfischcn Verein in Halle herum haben sich allmälig eine ganze Reihe von Geschichts-Vcreinen für die "einzelnen Landschaften gruppirt. Sl) am ersten der Altmärkischc Verein mit dem Sitz in Salzwedel, sodann Yk? Thüringische Verein in Jena, der Verein für Heimathskunde des Kurkrcikks in Wittenberg, der Verein für, Erfurter Geschichte und der für die Gras“ schaft Mansfeld in Eißlcben, Zu diesen tritt nun der Magdeburgischcbinzu- der Verein hat fich zur Aufgabegcstellt, vorzugsweise die Geschichtc des Herzog thums, besonders der Stadt Magdeburg, der Kreise Wolmirstedt, Neuhaldensle- bemWanzleben, Calbe, Jerichow 1. und 11., zu erforschen. Allein bei dem engen Zusammenhang, in dem dies Gebiet mit dem Fürftenthum Halßcr- stadt, der Grafschaft Wernigerode, dec Reichsabtei Quedlinburg und miixdem Herzogthum Anhalt stand, wird er auch diese Landschaften vielfach beruhten müssen. Der Zeit nach beschränkt er seine Forschungen vorzugsweise, ZUM" auch nicht ausschließlich, auf die Zeit bis zum Ende des 30jährigen K„eges. Näheres über die Organisation u. s. w. bleibt einer spätem Mittbczlung Zordehalten. Seine Thätigkeit gedenkt der Verein mit dem Jahre 18661u egmnen. -

_ Jn Halle a. S. ist am 13. d. der Senior der medizinischen Fa“ kultät, Geh. Medizinalrath 1)1'.Peter Krukcnberg (geb. 1789 zu BMW“ schäveig), nach langen, mit großer Geduld und Ergebung getragenen Leide" ge orben. .

Der Konferenzraih Georg Forchhammer, Professor an der UKW?!“ fiiät zu Kopenhagen, Direktor des polytechnischen Instituts und Secretatr der Gesellschaft der Wissenschaften daselbst, ist unerwartet am 14. d.M- den Folgen einer schweren Krankheit in einem Alter von 71 Jahren erlegen-

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Statistische Nachrichten.

...- Der Nr. 48 des »Centralblattes für die Gesammt-Jnteressen des Deutschen Sporla, »DersS'porna, entpebmey wir folgende nach amtlichen ,Quellen bearbeitete, stattßtschen Mtitßet1ungen über _Preußens

erdezucht; Dee"am 3, Dezember "1804 im ganzen preußi1chen Staate r enommene Vrehzahlung hat auch fur die Pferdezucht mzmeriscb günstige Ztesultate ergeben- DLE Zahl der Pferd?. "" ganzen Preußi1chen St_aate be- u .... exkl. der Mxlxtmrpferde -:1,863,009 Stück oder 182,38.) mehr, tc[sgbei der Zählung im Jahre 1801- Es hat darnach eine Vermehrung aon 10-85 pCt., 8“ 2“ durchschnittlich UM 37 Pferde auf die Ouadratmeile vttgefunden. *Diese-Vermehrung Z| entstanden mit etwas Über 40 pCt. FZR!) Zuzucht resp Ankauf von Fohlen und mit fast 60 pCt. auf andere eise. Durchschnittlicl) kamey Lm ganzen “Staate 10 Stuten auf inen Deckhengst. In der Prdomz Wcstphglen 32 Skaten, .in der Provinz Sachsen 26, in der Rheinprovmz 15 auf emen Deckbengü, 'm der Provinz Schs'efien 11, in den Provinzen Preußen u. Brandenburg9 und m den Provinzen »osen und Pommern dagegen nur 7 Stuten auf einen Zuchthengft', Bei Olnnahme des Durcbschnittsalters des Pferdes, auf 14 qurc , entsprtcht die Vermehrung dUkch Zuzucht dcm ILJLUWÜrtian nu"menschen Stande der Pferdezkkhk "Wk Sie mußte jäbklle 133,012 Stuck be1rage_n haben, er- reicht aber diese Ziffer um noch 3000 Stück 1111 Jahre 1864 mcht.

Dennoch ist Überall cine progresstve Zunahme der Pferdezahlfaucb „durxh die Zuzucbt im Allgemeinen ersichtlich, nur im ReZtcruygs . Bezirke LWZWI js: eine Verminderung junger Pferde um 94 Stuxk emgetreten, waewoh1 s,ch auch in diesem Distrikte die Gcsarzxmtzahl der Pferde yermehrt bak. Ber dem Gesammkftäcbeninbalte des preumschen Staats vox: 3,1939? Quadrat- Meilen kommen durchschnittlich auf je 1 Quaddat-Merle 365 Pferde. Am Bedeutendffen ist de: Pferdestand in der Pxovrnz_Preuß_en, es Hmmm da selbft 481 Pferde auf die QMeile, demnachst solgt_ dze Promnz Sachsen mit 371, dann Posen mit 358, ferner Wxsiphalen „nut 341, „Brandenburg und Schlesien mit je 329, Pommern 11111309, endltch dix Rhetyprdvmz unt 278 Pferden auf die IMeile. In ,den öst11chen_ 5Pwmnzen ist M) Agge- meinen eine Vermehrung der für, dte Landwxrtwcbaxt benugted Pferde “,k" sichtlich, am bedeutendsten war dieselbe in„der Provmz Schleyaqn, dann m Pommern, Brandenburg, Posen und Preußey, am- gertngstey dle Zunabxne in der Provinz Sachsen, vermindert hat 1175 dreZahl m_ der'Provmz Westphalen und mehr noch in der Rhemprovmz. Dt'e (Hexammt- vermchrung in der Pferdezahl war an) nanxbast'esten m_ der Pro- vinz Preußen, fie betrug dort 59 St'uck aus__d:e QYKetle, danach folgt Posen mit 47, Brandenburg_ mrt „36, Scblxnen 11111 35, Pommery mit 26, Sachsen mit 22, die Rbemprdvmz nut 15, endltch Westfalen 11111 einer Vermehrung von 13 Pferden au, 'dte Q-Metle. Unix; den Regtx- rungsbezirken steht in Bezug auf .die_ (Hejammtvern1ehrung_ djesmal D.anztg obet'1 an, fie betrug 75 Pferde auf dte .I.-Melle, darauf solgt Gumbttznen mit 67, Bromberg mit 56 und so Wetter" hemd _bts („mf Koblenz nut 9, Münster und Arnsberg mit je 8 und Koln m11_:) Stuxk Vermehrung qus die O.-Meile. Zn Betreff der Qualität der Pferde nnrd das erforderltcbe Material erst nach Eingang sämmtlicher Jahresberichte der landwnthschast- ' r' e u Gebote ste cn. . , " llchenKéTieZUszeisse. Dash»Son111agsßlatt« „ixxNetsse hat sehr ausfuhr- liche statistische Nachrichten Über den “Kreis NetUe gebracht, ,welchx Krets- Secretair Tannert gesammelt und zu!.atmnetxxzxstellt hat.. Wtr thctlen ads denselben nachstehendes mit: Der Krets RUUL besteht 111 sem_er gegenwar- tigen Verfassung seit 1817, und sxnd dle Grenzen gege_n Qeserretck) durch den Rezeß vom 16. Oktober 1742 sestgxftellt. .ErS umsaßtj13x39 OWNY Meilen oder 286,613Morgen. Die“ Zahlunxx rm “Jahre 1864 ergab, 91,1 d Seelen, und kommen auf Neiffe xelvst 18,219, aus P4111chkau- 4698 un auf Qieqenhals 4013. DemReligionsbekenntms nach.gehorey dreBexvobszex mit 85,775 der katholischen, mit 4749 der evangeltjchen KWO?- mtt 6 :) dem Judenthmn an, Dissidenten 9305 EZ 2, noch andern„ReljtgthH-tGejxxl- schaften angehörig 3. Wohnpläße__1tnd Vorhanden 4. “m_“3 Stachenttsxxr 26,030 Bewohner: 245 öffentliche Gebaude, woruntek 18 srzr den *mo e -d dienst, 12 für den Unterricht, 12 _für Arn1etzqns1al1en, .O tur dte StÉWTS' “un 25 für die Gemeinde- und 169 für die Militatr-„Verwalxung,“ 2986 Yrtdat- Gebäude, worunter 1679 Wohnhäuser, 32. Jabrtxxn, Wahlen, 1275 Sichel; Scheuern und Schuppen. 13. In 116 Dörfer!) Yuv 61,958KBewobner. 1... t öffentliche Gebäude, worunker 74 für den Gott'esd'tens-k, 64 fax den Unterttch , 45 Armenanstalten, 7 für die Staajs- und 56 „m; die G§111ex1dev'er1valt;11g, 18,391 Privatqebäude, worunter 9394 WZhnhauter, 1853É5abrtzke11, Inka)- len :e. und 7144 Ställe, Scheuern und Schuppen. 6. 331 8 Bor1ver en mit 217 Bewohnern: 17 Wohnhäuser und 40 SCHMITZ, Staae und" SÜW.)- pen. 1). In 20 Kolonien mit 1928 Bewohnern, 1. osY1jtltYes-Gebx1udeEstur Militair, 279 Wohnhäuser und 165 Sdhuppetx. 13.“ .“31-1 emzcÉnTU .* a: bliffements mit 131 Bewohnern, 1 Gebaude fur thlttatrzwecke, 1 PUFM wohnhäuser und 39 Ställe 2c. Die Zahl der Gebqude hat „ck sert Km Jahre 1861 von 21,201 auf 22,423 erdoht." Das GFMLL*gL)14.HUU*.)6§-r§ theilt fich unter folgende Befißungen: “1267 371113110132, 44 pdxmnten", “dé? Bauerqüker, 2147 Gärtnerstelien und “3085 Hausleroft'ellßtx. Cv betraZit.ttav Areal 'der Städte: 12,993, des bäuerltchcn.Befi§e§ 265,250 und, dep:?!“ er- qüter 49,829 Morgen. Die der Stadt Nmffe „gehSrigen so_rlsden2 01:53:23 YFU. 1nhalt von 3764 Morgen brachten Ueberschuß 1111 “)*ahres1862f. T,? . 13947, im Jahre 1863: 21,740 Thlr. und im Jahre 1864: 22,713 1) r., 1862' Morgen Patschkauer Stadtwald br_achte Ueberjchuß _tm ©Jahre 1864: 11,839 Thlr., im Jahre 1863: 9650 Thlr. und M1 Qahre U [) . 7082 Thlr., 1913 Morgen Ziegenhal1er Stadtwald trugen, 5143617; schuß: jährlich 6000 bis 8000 Thlr.,“ 2758'_P10rgx11 'Be'ch'aHZex-k ad brachte 25,947 Thlr. UebersZuß. JÉU Ztß'exx 9911115411253 Y511Zel.11182111 186,4“ 7 Gensdarmen. “inicdtli der (1111 a - . _ o „, q _ "; 5 Apotheken, 60 H?hasmmen, 15 pxdkttdsée'TZlerZLe, ZTFYZYÜZLZteSUCFZlékFYJd Ae . ulen iebt es im „gn rexe _ ,_ _ck, _ 1143t§ehkTZ in derg Stadt Neiffe :) Elementzzrjchulen nnt Éle'SéleYLT 25 Lehkem und 4 Lebrcrinncn. Das Gynznapum 6411509 tchukUc, 1'rkeen ter, die Realschule ]. Ord. 205 Schüler, 13 Lehrer, m Pa sch au m an 2 Schulen mit 701) Schüler

genhals an zwei Schulen mit 601 Schülern 7 Lehrer. -- .Bei dem Kreis-

n 9 Lehrer und 2 Lehrerinnen und in Zie-

gericht in Neisse und den Kommisfionen in Patschkau und Zit enhals find beschäftigt 13 Ri ter incl. Direktor nebst den entsprechenden ubalternen. -- An Abgaben md aufgebracht im Jahre 1864: 56,356 Thlr. Grund- steuer, 7750 Thlr. Haussteuer, 5958 Thlr. Servis der Städte , 407 Thlr. Cciminalkosten der Städte, 111 Thlr. Quittungsgtoschen, Indirekte Steuern gingen ein 558,090 Thlr.

„-- Zur Volkszählung im Zollverein. Das 4., 5. und6. Heft des 2. Bandes der Jahrbücher für National-Oekonomie und Statistik von B. Hixdebrand bringt eine Mittheilung über die Resultate der Volks- zählung vom 3. Dezember 1864 in den bedeutendsten deutschen Staaten. Unter Benußung dieser und der jüngsten Publikation des Preuß. statistischen Bureaus über das definitive Resultat der Volkszählung im Preußischen Staate an dem gedachten Tage ist die nachfolgende Zusammenstellung ent- standen.

Bis jeßt find amt1ich die Hauptresultate der leßten, im Zollverein aus- geführten Volkszählung von Preußen, Baiern, Sachsen, Hannover, Baden, Gkoßberzogtbum Heffen und den thüringischen Staaten publizirt, Diese

“ergeben : fü:

Beonner

-- , „... -.

bei [IMeilen für die F1ächenMalt. [IM.Bewohner.

Preußen .................. 19,255,139 ..... 5046 ........... 3817 Bayern .................. 4,807,440 ..... 1387 ........... 3466 Königreich Sachsen ........ 2,343,994 ..... 272 ...... 8618 Hannover ................ 1,924,172 ..... 699 ........... 2753 Großherzogthum Baden . .. 1,434,754 ..... 278 ........... 5161 » Hessen 853,322 ..... 152 ........... 5614 » Weimar. . 280,201 ..... 66 ........... 4244 Herzogthum Altenburg ..... 141 ,891 ..... 24 ........... 5912 Fürstth. Schwarzb. Rudolst. 73,752 ..... 17,6 ........... 4195 » v Sondersh. 64,895 ..... 15,6 ........... 4156 » Reuß, jüngere ..... 86,472 ..... 15,0 ...... ..... 5784 ' Die Ergebnisse der Volkszählung in den Städten liefern nachstehende Reihenfolge der vornehmsten Städte in Deutschland bis zu 40,000 Ein- wobnern:

mit Einw. mitEinw.

/ »

Aackzen... ............ 63,811 Elberfeld ............ 62,008 Barmen ............. 59,554 Chemnixz ............ 54,827 Krefeld ............... 53,421 Posen ............... 53,383 Halle a. S ........... 45,972 Düsseldorf .. ......... 44,297 Potsdam ............ 43,266 Mainz ............... 42,704 Augsburg ........... 42,005 Erfuré ............... 40,134

Berlin ................ 632,749 Breßlau ............... 163,919 Dresden ............... 145,728 München ............. 143,316 Köln (ohne Deny) ..... 122,162 Königsberg ............ 101,507 Magdeburg mit Neustadt und Sudenburg..... 98,504 Danzig ............... 90,334 Leipzig ................ 85,394 Hannover . ............ 79,649 Stettin ............... 70,759 Nürnberg 65,708 _ -- Nach dem Bericht des russischen Ministermms des Innern be- standen in Rußland am 1. anuar 1864: 481 Druckereien (darunter 140 auf Kosten des Staats), 3/2 Lithographien (darunter 44 aus Kofixn des Staats), 42 Schriftgießereien und 256 Buchhandlunxzen, davon 81 m Petersburg, 59 in Moskau und 116 in den übrigen Stadtcn des Reiches. Au Ende des Jahres 1864 zählte man in Rußlasnd 441 photograpdtsche Anstalten, von denen 147 im Laufe des erwahnten Jahres eroffnet

worden smd.

Gewerbe- und HandelZ-Nachrichten.

Königsberg, 17. Dezember. Der seit Frditag tobende, Regen und Schnee treibende Süd-Süd-Weßsturm, bepichtxt dre »Oftpr. Ztg.«,_ hat dle vierzöllige Eisdecke des Haffs gebrochen und dxe unterbrochene Schifffahrt rst wieder frei. " _,

- Die an den Donau-Mundun gen von derxuropcyschen Kom- misfion ausgeführten Arbeiten vom Jahre 1860-1864 tzaben 1chon,ausg_e- zeichnefe Resultate gefördert. Die Txefe des Fahrwassers- vdn Sultna rst von 9 auf 17 Fuß gebracht, und dre Zahl der schiffbrychtgen SJahrzeuéczxe, welche im Jahre 1863 auf Hundert 0,92 betrug, rst fur dasxxxahk 18 4 ans 0,11 bcrabgegangen.

EMUHUHU : und Telegrapheu - Nachrichten.

R eda 14. De ember. Für die n'ster-Paderborn'er Eisen- bal) :: (Tft, jjvie man3 dem »Weßf.-M.« schreibt , dte landeöherrbche Geneh- migung zu den Vorarbeiten jeyt xmgegangen, nachdem dte Kosten der [ey- teren durch die betreffenden Gememde-Vertretungen sicher gestellt.

Augustenburg, 14. Dezember. _ (A.- M.) An der Chaussee zwischen hier und Sonderbtmg Wird ftetßtg gearbettet, und ist noch zu bemerken, daß in déesen Tagen der Telegraph nach Norburg ge-

) _ . legt ZF? Oldenburg, 14. Dezember, wird der »Wxs. Ztg.« geschr"1eben: Unsere Eisenbahnarbeiten wexden begünstigt von der Writerung, fortwahrend

' 'em Ei er betrieben, o ne auf irgend erhe'bliche Schwierigkeiten und JÖRNP zufstoßen, Auchédie Expropriann's-Verhandlungen finden im Cxanzcn wenig Anstände und es hat bis hterzu noch, kerne gertcht- liebe Entscheidung zu erfolgen brauchen. Man rechnet beretts ficher, daß " 1. November k. Z die Oldenburg-Bremer Bahn dem Verkehre werde übergeben werden können, und daß, wenn mellexcht mcht

gegen den

schon gleichzeitig die Oldenburg-Heppenser Bahn fertig sein sollte, deren Er- öffnuäg jedenfalls binnen Kurzem nachfolgen werde.

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