1865 / 304 p. 5 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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genannten Pläße heranzubringen,- Nachdem fie am 16. in ihre

Verschanzungen zwischen dem JameSflusse und dem Appomattox zu-.

rückgeworfen worden, sei die Butlersche Armee von ferneren Opera- tionen gegen Richmond so abgeschnitten gewesen, :als ob sie in einer stark verkorkten Flasche gesessen habe.“ Eine verhältnißmäßig ge- ringe feindliche Schaar konnte fie dort festhalten. Grant beschreibt weiterhin die Bewegungen der Potomac-Armec gegen Richmond, den Zug Sheridans aus dem Shenandoahthale und den schließlichen Fall der südstaatlichen Hauptstadt. Die Ucbergabe Lee's wird in dem Grantschen Rapporte eingehend beschrieben und die zwischen den beiden Feldherren gewechselte Korrespondenz hinzugefügt,“ worauf noch die amtlichen Berichte über Johnstons und Kirby Smiths Ca- pitulationen folgen.

Nach dem Berichte des Kriegs-Minifters hat der Norden vom 15. April 1861 bis zum 14. April 1865 nicht weniger als 2,656,553 Mann ins Feld gestellt, am 1. Mai 1). J. stand noch eine Million unter Waffen. Die Gcsammtftärke der unter den ver- schiedenen Capitulationen begriffenen südftaatlichen Heere war 174,223 Mann. Wie viel Soldaten von Anfang des Krieges unter dem Banner der Conföderation ins Feld gerückt find, läßt sich in Ermangelung vollständiger Berichte noch nicht feststellen.

In seinem dem Kongress vorgelegten Berichte giebt der Schaß- secretair M'Culloch eine sorgfältige Berechnung der zur Tilgung der Nationalschuld erforderlichen Zeit und Besteuerung. Ange- nommen, die Schuld betrage 3000 Mill. Doll., so wird eine Ver- zinsung zu 532“ pCt. 165 Millionen, zu 5 pCt. 150 Millionen jähr- lich erfordern. Werden jährlich 200 Miliioncn zur Zahlung der Jntereffen und Abtragung des Kapitals verwandt, so würde die Schuld bei einer Fundirung zu 57; pCt. in 32 Jahren, bei einer Jundirung zu 5 pCt. in 28 Jahren getilgt sein, Trägt man dem Aufschwunge der ProductionSkraft des Landes und gleichzeitig aber auch den steigenden AuEgaben der Regierung Rechmmg, so wird- die zur Abtragung der Schuld nötbige Besteuerung des Kapitals und der Industrie im Jahre 1870 4,93 pCt., im Jahre 1880 2,26 pCt., im Jahre 1890 1,17 pCt. und nur 0,7 pCt. im Jahre 1890 betragen. Gegen eine Erneuerung des bereits gekündigten Reziprozitäts- Vertrages mit Canada protestirtHerr M'Cukloch, weildieVortheile

des Vertrages auf canadischer Seite seien und weil die Angelegenheit “'

der Staatsrevenuen besser nicht durch Vertragsbestimnmngen beein- trächtigt Werden, sondern der Thätigkeit des Kongreffes offen bleiben sollte. Zwischen den Vereinigten Staaten und Canada könnte auf dem Wege beiderseitiger Gcseßgebung ein ebenso wohlthätig wirkendes Arrangement erzielt werden, wie durch andere Mittel.

Die politischen Berichte, welche der Dampfer »Scotia- aus New-York vom 13. d. M. überbracht bat, enthalten Folgendes: Der Kongreß hat eine Resolution dcr Kommisfidn Überwiescn, in Welcher der Präfident ersucht wird, in dcr mcxikanischen Frage solche Schritte zu thun, wie so durch die Jutercffen und die Ehre der Vereinigten Staaten geboten seien.

Der Senat hat in Betreff der Zulassung der südftaatlichen Repräsentanten zum Kongreß eine modifizirte Resolution angenom- men. -- Die Gerüchte über den Entschluß des Generals Logan bezüglich der. Annahme des mexikanischen Gesandtschafspoßcns lauten widersprechend.

Die LegiSlatur von Mississippi hat das Amendcmcnt zur Verfassung der Vereinigten Staaten in der SklaVenfragc abgelehnt.

Nachdem nun auch der Staat Georgia dem Antrags auf eine Veränderung in der Verfaffung in Bezug auf die Sklaverei beige- stimmt, haben fich 27 von 36 Staaten für diesen Antrag auSge- sprochen und derselbe hat nun bereits Geseßeskraft erlangt, da zu jeder Veränderung an der Verfassung die Zustimmung von minde- stens drei Vierteln der Vereinigten Staaten erforderlich ist. Die Sklaverei ist somit jeßt in den Vereinigten Staaten als gesehlich abgeschafft zu betrachten.

Asien. Bombayer Telegramme melden aus Shanghai vom 25. November, daß die den Fremden feindliche Partei in Pe- king mit großem Eifer intriguirt. In Japan hat der Mikado die Oeffnung der Häfen verweigert,“ die fremden Gesandten haben an ihre Regierung berichtet. Die Flotten find nach Yokohama zu- rückgekehrt.

Australien. Aus Melbourne, 25. November, telegraphirt man: 'Der Tarif ist vom geseßgebenden Rathe verworfen, und die Minister verweigern die Anweisung der Subsidien. Das Parlament ist prorogirt. An die Königin ist eine Petition um Abberufung des Gouverneurs abgegangen. Aus Neu-Seeland meldet man, daß die Eingebornen im Bezirke Opotikai mit Erfolg angegriffen worden smd. Das Pal) Cawa war erftürmt worden.-

Bei der Einweihung der von Rockhampton auslaufenden Great-Northern-Eisenbahn in Queensland sagte der Gouverneur der Kolonie, Sir G. Ferguson Boxven: »Als ich Rockhampton zum ersten Male sah, im Jahre 1860 nämlich, war es ein kleines Dörf- chen aus hölzernen Hütten mit kaum 500 Seelen. Das Friedens- gricht wurde damals in einem Leinwandzelte gehalten. Bei meinem

zweiten Besuche im Jahre 1862 hatte fich die Bevölkerung sch verdreifacht. Jeßt, da ich zum dritten Male hier bin, höre ich o." Vergnügen, daß die Stadt beinahe 5000 Einwohner zählt. Sie Jm öffentliche Gebäude jeder Art: Kirchen, Schulen, Lehranstalten, Po,? und Telegraphen-Acmfer, zahlreiche Banken und Magazine, sc b. einen Oberricbter, eincn Mayor und Alderman, und am StronTt sehe ich Werften, die von blühendem Geschäfte'und r1":[)rigerThätje keit zeugen! . So schnell wachsen die Städte in Außralien, g-

Telegraphische Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphen-Vüreau.

London, 27. Dezember. Nach weiteren Berichten aus NM, York vom 16. d. hat der franzöfische Gesandte Graf Monthoxon cinen Gesandtschafts-Secretair mit dem Auftrage nach Frankrejch gesandt, in der mexikanischen Frage Justructionen einzuholen. Gras Montholon soll erklärt haben, daß er abreisen werde, fal1s die Union einen Gesandten bei Juarez beglaubigen soÜte.

Paris, Mittwoch, 27. Dezember, Vormittags. Der »Monj, tcura bringt in seinem amtlichen Theile ein Dekret, durch Welches Troplong auch für die nächste Session zum PräfidenteU des Se- nats ernannt wird. Ferner meldet das offizielle Blatt, daßder Kaiser Sylvestre deSacy, Saint-Marsault und denGcneral Gudin zu Senatoren ernannt hat.

Nach Berichten aus Rom hat die päpstliche Regierung die wegen der Cholera angeordnete Quarantainc wieder aufgehoben. * Beim Empfang der Kardinäle, welche dem heiligen Vater ihre Glückwünsche zum Weihnachtsfeste darbrachten, erinnerte der Papß an den auf dem See von Genezareth schlafenden Jesus, auch jeßt scheine der Heiland zu schlafen, aber er wache beständig über die Kirche, die schließlich doch den Sieg davontragcn müffc.

Kunst: und wissenschaftlichc Nachrichtem

;_Z4'Bcr1in, 27. Dezember. Am 19. Dezember ist von Tempel in Marjexl'le nn Sternbild des kleinen Bären ein Komet entdeckt worden, wrlcher Yettdcm nnt ungewöhnlicher Geschwindigkeit (an einigen Tagen fast mxt der Winkelgeschwindigkeit des Mondes) dcn Cepheus und die Andro- mrda durcheilf hat umd cht durch den Pegasus nach Süden hinabgebf. Diese _Gescwvindigkeit ließ bereits vermutHen, daß der Komet der “Erde sthr nahe 10. Die Meffungcn und Rechnungen, welche auf der hiefigen *Stern- warte „angestel-lt worden sind, haben mit Benußung dcr Bcobachtungcn von Marserüe, MW und Leipzig in der That ergeben, daß der Kometam 20. und “21. Dezember der Erde auf etwa 4 Millionen Meilen nahege- kommen ist, strk) aber jetzt bereits wieder entfernt und in den ersten Tagen des Januarjjemc Sonnennähc erreichen wird. Er ist in entgegengescßtcr Bewegm1gsrtchtung,über die Erde hinweggegangcn und deshalb so unge- wöhnlich stark bewegt erschienen.

Die Helligkeit des Kometen ist gering, so daß er wahrscheinlich nur auf kurze Zeit und nur dem Fernrohr sichtbar sein wird,

.-- Seit dem 22. d. M. find, berichtet die »Köln. Ztg.«, die Versetz- arbrtten am Dome gänzlich eingestellt. Das eingetretene Frostwetter hat den1elben Halt geboten. Nur in den Bauhütten klingen vor wie nach HFLMLJYSB und Meißel der Steinmeßen und schaffen neue Werkstücke für die nachsUahrige Bauzeit. Die dierährige Bauthätigkeit galt, abgesehen von den Regulirungen, Terrassen- und Treppenbauten an der Nordseite des Domes, ausschließlich dem Weiterbane des nördlichen Hauptthurmes. Wik freuen uns, mittheilen zu können, daß das vom Dombaumeister für das Jahr 1865 in Ausficht genommwc Ziel des Thurmbaues glücklich erretcht ist, denn der Thurm ist bis über das Triforium hinaus ganzltch vollendet und ragt jegt schon dreißig und einige Fuß über den ersten, horizontalen Hauptgurt hinaus. Die erreichte Gesammthöhe des nördlichen Hauptthurmes beträgt hiernach jeht schon etwas über 90 Fuß- und da der südliche Hauptthurm, dieser Träger des Wahrzeichens der heilt- Zen Stadt Köln, dcs Domkrahnens, mit Auö'nahme der 180 Fuß hvbm udöstltchen Ecke, ads den am meisten in die Augen fallenden Seiten nur 170 Fuß hoch ist, 10 ist der nördliche Thurm bereits auf mehr als die hal?“ Höhe seines südlichen Nachbars gediehen und wird in nicht langerJrlfé dessen volle Höhe erreichen. Die gleichfaus eingestellten Arbeiten an d“ Nordseite des Domes waren schon so weit vorgerückt, daß mit Legung der Stufen zu der nach dem Nordportale führenden Treppe begonnen werden konnte. Gedenkt man hierzu der Freistellung des Domes an der nördlichen“ nord- und südöstlichen Seite desselben, so werden die Dombaufreunde, Alles in Allem gerechnet, mit den heurigen Fortschritten des großen Werkes reti)t wvhl zufrieden sein können.

-- Regierungsrath Prof. Dr. Franz Schl), meldet die »Wik"ec Ztg.«, ist, am 22sten d. M. nach kurzer Krankheit, noch nicht 62 Jahre'ültk am Typhus gestorben. An ihm verliert die Wiener Hochschule eine ckth hervorragenden Größen und “namentlich auf dem Gebiete der Chirurgis', sein Ruf weit über die Grenzen der Monarchie hinausgegangcn. Sci1184,3 als Professor an einer der beiden chirurgischen Kliniken an der hiefigen Um“

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tät wirkend", hak er eine bedeutende AnzaHl ausgezeichneter Wundärzte ,

. abgebildet“ Lnier deyen fich nicht wenige, aus dem Auslande befinden.

„Prof. Jr. Brunnow, der u. A., m Bilk sein beliebtes Lehrbuch der härischM Astronomxe geschrtcben und spä_ter in Berlin und Amerika Pla- eien„Tafeln herausgegeben hat, geht demyelben Blatte zufolge nächstens als |ronom nach Dublin.“ _

, Aus der Vergletchung der von Herrn P. A. Secchi in Rom am , und 10, Dezember angestellten Kometcnbeobachtungen mit der von Hrn. rosessok Möller m “Land dcrechn01e11 Ephemeride des Jaye'schen Ko- eim geht hervor, bemrhtct dle »Duffcld. Ztg.«, daß die Secchi'schon Be- bachkungen dem Fayejchen Kometen angehören.

Rex,.Rußland. Der Bergbau hat nur noch auf wenigen Punkten ',:ßlands seinr Schachte l_md 'Sto-[lcn in den BVDW gesenkt. Zu den mei- e„Fällen [neten nur dre ttcf, m den Boden geschnittenen Flußläufe die ,ijjchkeit, den Bau “.der Crdrmde zun erkennen. Eine fernere Gelegenheit MZ„ der Bau der Etßcnbahnen grwahren, aber man hat dieselbe bisher „, beim Bau der 'le01a10a011 benrtlßzt. Der Chef von Ncurußländ. hat un dem Finanzmxmstcrmm dcn Vor1ch10g gemacht, beim Bm: der Linien on Odessa nach Balm und Tiraßpol und von Balm nach Jeliffawetgrad cologischs Jorschungenmxstcllen zu [aff0n. Der »Od. B.«, dem wir diese achkicht entnehmen, sErcxbt, daß das Mmistrrium auch bereits Bcrg-Jn- enicUU' beauftragt hat, diese Forschungen anzustcüen und zugleich die nie- rigen Theile der Krim bis zum Nordabhange des südlichen Küstengebirges [untersuchen und die Punkte zu brzeichncn, welche zum Anlegen artcsischer *„„mcn geeignet wären,

Statistisch. Nackxrichtem

„- Wie sehr die Zink-Jndustrie in Preußen gestiegen ist, schreibt je»Düffcld. Ztg.« gth aus der Thatsache hervor, daß 1816 nur 2058 entner, 1861 aber schon 1,171,445 Ctr. gewonnen wurden. Im Jahre 816 war der Bergamtsbezirk Breswu der einzige, in dem Zénk gcjvonnen urde. Im Jahre 1823 steuerte dcr Oberbergatntsvezirk Dortmund WM 1871 entner, Bonn 1638 Ctr. dci, während Oberschlesien 152,080 Ctr. lieferte. T| WU dem ',nwroduction zu heben, _ _ und nur 1955 Ctr. 1846 hatte Bonn schon 53,845 Ctr, 1854 schon

MIZ EW- 1855 135-031 Ciu- 1858 152,253 Etc.

treußens

ehr und mch Verwendung zum uß,nament[ich zu architektoniscbcn - tgegengebt. m den Bedarf zu dedken, aétfinden müssen.

gne zu Altenberg. Stolberg und in

Nach

mer mehr attschm, und des Galmcilager bei Jserlohzt auéz'beutet. 'rubcn bei Bensberg gehören der Altenberger Ge1cllschast.

Gemerbe = und Handels : Nachrichten.

Königsberg, 24. Dezember. Wie_ _hicsige Blätter melden, tft dre cmel bis auf geringes wieder vom (Me bcfrrrt,-ebrnso dcr Pregel. m Haff war gestern die ganze Eismaßr vor dxn Pregeljgeschobcm heut irdgcmeldet, daß die Masse von derergdlt1mnd0ng131s Caporn-nock) stliegt, Elbinger und Danzigcr Haff Ursret, cbenw dtc ganze"Wetchsel, daß die große Schleuse bei Nothebudc wieder dem Verkehr hat nbergcben erden können.

Essen, 23. Dezember. In der heutigen SiYunJ des „Vorstatzdes dcs lereins für die bergbaulichen Jutereffen ist nach Mrttlwalung xm »(Hluch crufcc, Ack eingehender Erörterung der Frage über dre Btldtzng 0011 Specralkran- Nkassen nchen den Knappschaftövereincn, der Bcsckyltzß gefqßt worden, der- ch5weise die Bildung dieser Kassen den Knappsch07tsvercmen un1eres Be- rks warm zu empfehlen. Q _ . »

Cöln, 26. Dezember. Da sich in Folge des mr_grnblnklrchcn-zßrdst- „eiters bereits Eis im Rheine zeigt, so ist, wre dre »Koln. Ztga 1111107001, eAnordnung zum Abfahren der Swiffbrückr getroffen worden. Drew rbeit wird 1111 Laufe des Nachmittags begonnen und vollendet werden. Rhein fällt ziemlich stark.

Hamburg, 23. Dezember.

'UUkmachuU erla en: , NachTJem dsxncl) übereinstimmenden Beschluß des Senats und der

Bür er at dic ol enden Gesc e beliebt worden, nämlich: Das Emfuh- runggngFhf zum f521?lgetm*inen ?Ocuisrhen Handelsgeseßdgche, das GWH, bebceffend die Papiere für Hamburgijche Seeschtffe, rthdtrt m.Gemaßhejt Buch 7. Titel1 des Allgemeinen Deutschen Handrklsgeseybuches, das Reglement für den Wafferschout zu Hamburg und fur det) Wafferschßut zu CuxhaVen, die Hamburgische Seemannsordnung, revrdtrt m Gemaß- heit Buch 7. Titel 4 des Allgemeinen Deutjcycn Hdndessgeseybuches, so kanat der Senat diese (Heseßze nachstehend zur öffentltchen Kunde und ver- ok Net ierdur was ol t: _ 1) DAY AllgectYeine DerLtZsche Handelsgeseßbuch tritt nach Maßgabe der im Einführungsgeseße getroffenen näheren Bestmmmngen am 1. Mat 1866 in (Heseßeskraft.

Der Senat hat gestern nachstehende Be-

Jahre1842 begann sick) in Rheinland und Westfalen die ; Bonn lieferte damals schon 22,428 Ctr., Dort-

Die Sitze dieser ; roduciion waren hauptsächlich Stolberg sowie das neutrale Gebiet von Alten- - ergin der Gegend von Eupen. Im Jahre 1864 hat die Gesammtproduction , an Rohzink 1,184,930C1r. zum Geldwertbe Von 7,225,469 Thlr., ? nAinkweiß 41,262 Ctr. zum Gcldwerthe von 332,929 Thlr., “an Zinkblecl) Y 18,247 Ctr. zum Geldwerxhe von 2839-5130 ler. betragen. Ztnkblech findet Z Bedeckcn der Häuser, währendder Zink- .' Zwecken, cincr großartigen Entwicklung ; Leider reicht unsere (Halmei- und Blendegewinnung nicht aus, : so daß Zufuhrcn aus Schweden und Spanien ? Die größte Produktion [mt die Gesellschaft Vieille Mon- ; ihr kommt die GescUschaft für Zinkfabrikation “, Westfalen, die im Bésiye dcr Ramsbecker Werke is?, ,? wie der Märkisch1Wcstfälische Bergwerks-Verein, der seine Etabliffemc-ths ?

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2) ZNitkdtemselben Tage treten auch die oben genannten Gesch? Zn Wirk- am er .

- Dir Gerüchte, schreibt die »Berl. Börs. Hallea, daß zwischen Ham- burg und Hannover eine Vereinbarung zu Stande gekommen sei, über die Frage der Elbüberbrückung, beruht auf einem Mißverständnis“; aller- dings war ein hannoverischer Commissair vor Kurzem hier , welcher die Frage wegen AuStiefung des Köblbrandes zwischen Hannover, Holstein und Hamburg zur Endsckwst gebracht hat. Aber selbst dieser Abschluß bedarf noch der Ratification , indem die Lluslieferungsstage in untrennbarer Ver- bindung mit der Ueberbrückungsfrage steht. Leßtere aber soll dadurch ver- zögert worden sein, daß, während die Brücken für 5 Millionen Thlr. auf gemeinsameKosten gebauet werden sollen, Hannover an Hamburg nur einen Frachtantheil aus der VenuYung der ganzen Strecke zubilligen wollte, welcher seinem Gebietsantheile entspräche, Hamburg dagegen ein Präcipuum von 25,000 Thlr. beanspruchte, zu welchem die hannoverische Regierung ihre Zustimmung noch nicht ertheilt habe.

Triest, 23. Dezember. Nächste Woche, wird der „Triest, Ztg.« mit- getheilt, werden wir 100 BMW ostindische Baumwolle direkt über Suez und Alexandrien hier ankommen sehen, und so klein diese Parfie an und für fich auch ist, so begrüßen wir ihre Ankunft dennoch mit Freuden als Vorbote baldiger größerer Sendungen. Mit Recht is man erstaunt, in Triest indische Baumwolle immer noch durch zweite Hand aus England beziehen zu sehm, währenddoch die ganze Reise von Bombay pr. Dampfer nach Suez, dann pr. Bahn bis Alexandrien und von dort nach'Triest eben nicht länger dauert als von Liverpool oder London nach Triest, mit dem einfachen Unter- schiede, daß die Zinsen der 6 Monat längern Reise von Indien um ganz Afrika herum nach dem Nordweßende Europas erspart find , das Kapital schneller umgeseyt wird und die iheuern Ein- und Verkaufsspesen, Affe- kuranzen 2c. in England wegfallen. Man wird fragen, aber warum hat denn Triest so lange gewartet, da ja doch England selbst dieses Jahr sehr bedeutende Beziehungen über Suez gemacht hat. Hierauf können wir ant- worten, weil das arme Triest zu lange von einem Jnftitute abhängen mußte, welches bei den vielen Vortheilen, die ihm der Staat gewährte, fick) nicht besonders nach Waaren umsah. Jeßt, da Tonello und die italienischen Boote konkurriren, hat stck) die Sachlage endlich geändert und wir hoffen bald in Triest größere Niederlagen indischer Produkte zu sehen.

Auf 1 Centner Baumwolle von circa Fl. 100 Werth stellen fiel) die Kosten über Egypten wie folgt:

Pfd. Sterl. 6 pc. Ton bis Alexandrien inkluswe * Bahnfracht, also ...................... pr. Ctr. Fl. Fracht bis Triest ............................ » » » Assekuranz 13; pCt ......................... ,. » » » 1 50__ Fl. 5 25 22 pCt. Zinsen fÜk 24-30 Tage Reise ....... » » » -- 0 Kleine Spesen ............................... » » » - 25

Von Bombay über Egypten nach Triest pr. Ctr. "gl. 6 -- Ueber England. Fracht nach England pr. Segel- _ schiff Pfd. Stekl. 2 .................... pr. Ctr. F1. 1

Fracht von England nach Triest pr. Steamer

Pfd. Stekl. Z ......................... » » » Zinsen ZZ Monak .......................... . » » ;; Ausschiffen, "Lagern und Wiedereinschiffung inx

England Verkaufs- und Einkaufs-Sensarie Verkaufs- und Einkaufs-Provißon ])0] ()1'6661'6 beim Verkauf in England Eine Menge Syesen aller Art ............... Assekuranz nach England und von England

hierher 4 ka ................................ » Von Bombay über England nach Triest mit

Fl. 19 75

Wechslung der Hand ..................... . Bei theucrn Artikeln, wie Indigo, Seide U., ist der Unterschied noch

3... --75

1 4

JpCt. 9- 4__

! viel beträchtlicher, weil deren Werth pr. Ctr. sich auf Fl. 400 bis Fl. 1200

bcläu t. 8issabon, 16. Dezember. Durch Bekanntmachung der hiefigen (He- sundheitsbehörde vom 14. d. (im »Diario» vom 15. d.) find die Häfen an der Mündung des Rio Pontevedro für von der Cholera angesteckt und alle anderen Häfen der Provinz Galicia (Spanien) für verdächtig erklärt. Chili. Folgendes find die Bedingungen, unter denen die Dampfer der Pacific Steam Navig. Comp. 1th die Erlaubnis; erhalten haben, .ihre Fahrten wieder zu beginnen.

»Die Böte der Compagnie können nach und von Valparaiso, mit Anlaufen von Coquimbo und Caldera, sowohl offizielle, als gewöhnliche Korrespondenz und auch Passagiere befördern. Die Korrespondenz des spanischen Geschwadcrs wird ebenfalls mit den Schiffen der Compagnie und zwar. entweder unter Begleitung einer von dem Admiral dazu bestinxmjten Person, oder in versiegelten Beuteln "unter Empfangsschein des Captiams odcr Zahlmeistcrs dcs Dampfers, befördert und an irgrnd Zinem oder aÜen denjenigen Häfen, welche angelaufen werden, an Dtejemgen, _an welche dieselbe adresfirt ist , _überliefert werden. Als Passagtere wer- den auch Personen, welche dem spanischen Gesch1vadec angehöret), auf den Dampfschiffen zugelaffen und find die obigen Bedingungen m Be- tracht der Neutralität, welche die Compagnir zu beobachten hjat, auf betde kriegführende Parteien anzuwenden. Es dürfen daher vor) jeder der bet- den Parteien Offiziere, Soldaten, Matrosen oder öffentlrch Angestellte, jedoch nicht über sechs auf einmal, genommen werden. Den Dampfern ist gestattet, in Caldera hinreichend Kohlen einzunthen. Uebrigens kön- nen die obigen Bedingungen, falls Admiral Pareja es nöthtg findet, na- türlicherweise annuÜirt werden. . .

»Der, erwähnte span. Vice-Admiral hat ferner den mrt Kohlen fur die Compagnie nach Caldera bestimmten Schiffen gestaxtet, zu löschen, vorausgeseßt- daß der Geschäftöführer der Compagme' dre, Namen der erwarteten Schiffe dem Capitain dcr Blokadeschiffe rnltthetlt. Auch tft den Dampfschiffen gestattet, Contanten mitzunehmen.«