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2) Die 7. Compagnie des Magdeburgischen Festungs- Artillerie- ? Regiments Nr. 4 ist von Erfurt nach Sondexburg verlegt worden. (
3) .Der Stab und die 2. Escadron des Magdeburgiscben DW- 1 goner - Regiments Nr. 6, biSHer in Schleswig, stehen vom 5 1. März d. J. aö in Raheburg. € Berlin, den 20, Februar 1866.
Kriegs - Ministerium. 1) o n R o o n.
! Lt. von derxelbcn Brix), zum Hauptm. befördert. Brunzlow, SW,),
Persona].Merändkrungcn 'in der Armee.
Dfßzjcye, PoxtschFäbk-xiéße :c.
11. Ernennungen, Beförderungen und Verseßungen. Den 13. Februar. Hundt, Hauptm. und Battr. Chef von der 1. Art. Brig„ Uni„
. Sthung 3113 811116 des Ostpxcuß. Feld-Alt. Regts. Nk- 1- ZUM Art, Of,", . vom Maß der Hafenbcfestigung von Kiel, Richter, Hauptm, Vondezr
1. Art. Brig, zum Comp. resp. Battc. Chef ernannt. Naumann,
Pr
Von derselben Brig, unter Beförderung zum Pr. Lt., in die 4. Art. Brig “1
Verfügung vom 21. Februar 1866 -- betreffend
die Ermäßigung der bei der Militair-Wittwen-
Pensions-Anstalt vor Emanation des Geseßes vom 17. Juli 1865 versicherten Pensionen.
ber 1865 zur Ausführung des Geseßes vom 17. Juli desselben
Jahres, einige Abänderungen des Reglements für die OffizierY
Wittwen-Kasse vom 3. März 1792 betreffend (Beilage zu Nr. 41 ? „ „ „ 0 „ „ des Militair-Wochenblatts pro 1865 Nr. 1832) wird hiermit dahin ; SW W W" 3- Thurmg- W- Regt Nr- 33- zur Drenstl- als Él'zieher
modifizirt :
träge und resp. Wechselzinsen nach den vor Emanation des ge-
dachten“ (Heseßes bestandenen SäYen entrichtet werden, für. die' ermäßigten Penfionen die Beiträge und Wechselzinsen nach diesen ' älteren Säßen und nicht nach dem durch jenes Gcseß eingeführten “
neuen Tarif zu entrichten find. Berlin, den 21. Februar 1866.
Kriegs = Ministerium. v o n R o o n.
AllerhöchsteKabinetS-Ordre v0m10.Februar1866 - betreffend die Zusammenseßung dcr Ehren- gerichte der Landwehr-Batailsonc außer der Uebungszeit.
Ich will zur Beseitigung entstandener Zweifel in Betreff der Zusammenseßung dcr Ehrengerichte der Landwehr - Bataillone außer der Uebungszeit die hierüber in . 32 der Verordnung ]. vom 20, Juli 1843 enthaltenen Vorschriften wie fOlgt dcklariren:
1) Zur Fällung des Urtheils find, Wenn einLa11dwchr-Bataillon
außer der Uebungszeit ehrengerichtlich zu erkennen hat , von dem betreffenden Commandeur nur diejenigen, zum BataiUon ge- hörenden Offiziere zu berufen, welche im Bataiüonsbezirkc an- Wesend find, insoweit fie nach Z. 34 a. a. O. an der Abarte- lung Theil nehmen dürfen. Die außerhalb des Bataillonsbezirfs befindlichen Offiziere find, wie die Übrigen Mitglieder des Ehrengerichts, welche aus irgend einem Grunde nicht an der Abstimmung Theil genom- men haben, in dem Abstimmungs = Protokolle unter Angabe der Gründe, Weshalb fie nicht mitgefiimmt haben, namhaft zu machen. -- Z. 40 a. a. O. -
Das Kriegs-Minifterium hat diese Meine Ordre der Armee be- kannt zu machen.
Berlin, den 10. Februar 1866.
(gez.) Will) elm.
(gegengez.) v 0 n R o o 11.
daß bei Herunterseßungen solcher Pensionen, für welche die Bej- "'“"de
, Rüstow, Hauptm. und Comp. Chef von der 4. Art. Brig, untcr Entbjn dung von dem Konnndo. zur Dienstl. als Mitgl. der Art. PrüfUUqFKVMMs' . fion, so wie unter Beförderung zum Maj. und lethcilungs- Cémmdr, i- 5 die 3, Art. Brig. verseyt. *
„Brig, zum Comp. resp. Batik. Chef ernannt. ; derselben Brig., zum Hauptmann, Freihr. v. Richthofen, KM. von d„ “ 6. Art. Brig, zum Port. Jähnr. befördert. . der 7. Art. Brig, unter Beförderung zum Pr. Lt. in die 1. Art. ij _ . ; verseyk. Haenisck), Seconöe-Lieutcnant von der 8.21rtillerie-Brigadc, JUZ Das leßte Alinea im §. 10 der Jnstructron vom 26. Septcm-
v. Wangenheim- Hauptm. von der 4. Art Bliesener, *Pr. Lt. von
Polmann, Sec. Lt. von
Pr. Lt. befördert. Knipfer, Hauptmann u. Battr. Chef von der TA„ Brig, zur Dienstl. als Mitgl. der Art. Prüfungs-Kommisfion konmmndirk Jaeckel, Sec. Lt. vom Niederschles. Train-Bat. Nr. 5, unter Beförderung zum Pr. Lt., in das Ostpreuß. Train-Baf. Nr. 1 verscyt. Zikmßen,
bei dem Kadettcnhause in Potsdam, vorläufig bis zum 1. Mai d. ““"„ kom- v. Neumann, Sec. Lt. vom 3. Westfäl. Inf. Regt. Nr, 16, als außeretatsmäßiger Sec. Lt. in das Rhein. Jeld-Artiü, Regt. Nr.8 verseßk.
Bei der Landwehk.
_ Dsn 13. Februar. Kray, Sec. Lt. von der Art. 1. Ausg. 2. Bats. (Pr.Ho[1and)-Z,
, Ostpreuß. Regis. Nr. 4, zum Pr. Lt., Streit, Vice-Feldw. vom 1. Bar, ( (Frankfurt) 1. Brandenb, Regis. Nr. 8, Rasim, Vice-Jeldw. Vom 3. Bat, „ (Schweidniy) 3. Nicderschlcs. Regis. Nr. 10, zu Sec. Lts. bei der 911111]. * 1. Ausg. befördert.
13. Abschiedsbewilligungen xc.
, Den 6.Februar. Frhr. v. Puttkamer, Oberst und Commdr. des Brandenb. Füs.
Regis. Nr. 35, als (Hen. Maj. mit Pens, zur Dispofition gestellt.
_ Den13.Februar. Frhr. v. Lynckek, Pr. Lt. von der Gardc-Art. Brig, der Abschied
bewilligt. v. Petersdorf?) Ob. Lt. a. D, zuleßt ctatSm. Stabéz'osfiz. im : 2. Schloß. Drag. Regt. Nr. 8, mit seiner Pension und der Erlaubniß zum
Tragen der Unis. dieses Regis) zur Disposition gestellt. _ Den 17. Februar. v. Borcke, Pr. Lieut. vom 2. (Harde-Regiment 3. F„ der Abschied bcwélligt.
Beamte der OKilitair-Verwaltung.
Dura“) Verfügung des Kriegs-Ménisterinms.
Den 8. Januar.
Erteä, Kaserncn-Jnspcktor in Potsdam, nach Nciffc versexzt. Den 11. Januar.
Kocnneckc, Kascrncn-Jnspektor in Cöln, nac!) Rastatt versetzt. Dcn13.Januar.
Lehmann, Kascrncn-Jnspektor in Berlin, znr Wahrnehmung einer
Lazareth-Jnsp. Stelle, nach Glogau Verseßt. Den 25. Januar.
Pußardt, interimiftischcr Kaskrnen-Jnsp. in Thorn, zum Kasernen-
Jnspekwr ernannt. Den 26. Januar.
Loeffler, interimistischer Kasemen-Znsp. in Wesel, zum Kasernen-
Jnspcktor ernannt.
NECHNMWIIÉWI.
n ,
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Frankfurt a. “IN., 23. Fcbrnar. "Lie ofstzieÜe Mittheilung über die BundestagSsißung Wm 22. Februar lautet: Die Bundesversammlung nahm verschiedene Mittheilungen entgegen, welche 'die Leistungsfähigkeét ch". Eisenbahnen in den Königrcickxen Bayern und Württemberg hinpcbtlich ihrer Bezmßung für 111111tairischc Zwecke zum Gegenstande hatten. - Von Württemberg, Baden und Waldeck WUL'ÖLU die Standcöübcrficßten dcr Bundeskoxxtingcntc Überreicht und Von Würjtcmbcrg die Anzeigegc11xacht, daß der scithcrige Militair- bevo11111ächtigte, Oberst v. KaUcc, zurückberufen, und dcr Obsrst Frhr. won Wagmr alIsolcher ernannt worden sei. - Nassau erklärt die Bereitwillig- keit, auch für weitere zehn Jahre die seithexrigen Beiträge [ür die FOkkskHUUg der Herausgabe der 1110nt11k1€r1111 (Fexknmmaez 111611le zu zahlen, unter den Vormxssegungen, wclche von dem chfallfigen Aus- schuffe- und der Königlich bayerisclx-xn Regiernyg empfohlen worden. - In dem Jürstenthum Liechtenstein ist laut crstattctcr Anzcige das allge- meine dexctscheHandelsgeseywxch publizirt worden und seitdem ]. Januar d„J. in Kraft getreten. - CinLlnxrag des Militairausscwtsscs vera»- laßt die Genehmigung einer nachträglichen Außgabe fÜr die „Herrich- tung des militairischcn Turnplaßes in Frankfurt. » In Folge _cincs Vortrages des [)andelspolitischcn Ausschusses wird der Bcschluß gc- faßt: ]) den von dcr Kommisfion ausgearbeiteten Entwurf einer deutschen Maß- Und Gewicht -Ordnung nebst Beilage zur KMntniß der höchsten und hohen Regie_r11ngen mit dem Ersuchctx zu brixxgen, fick) baldthunlichst darüber äußern zu wollen, 01) ste geneigt seien, die Bestimmungen dieses Entwurfes ins Leben tretenzu Zaffen, und 2) den Mitgliedern der Kommisfion für ihre erspricßlicße Thätigkeit die dankbare Anerkennung auszusprechen.
Ueber eine Bcschwerde des H.)?agiftrates zu Rostock gegen die großhcrzogl. mccklenbnrg-schwerinsck)c Regierung wgrd Besch1uß' gc- faßt und die großherzogliche Regierung um Mikthezlung der Gründe ersucht, aus Welchem sie die von dem genannten Magistrate behaup- tete Zuläsfigkeix der Betretung des RechtSwegeS nicht für begründet era tet.
chVadW. Karlßruhe, 23. Februar. Hentc hat die Rc- gierung dcr Zjvcitcn Kannner ein Geseß Über die Vcran twort'lich- keit der Minister, sowie ein hierauf bezüglichcs Vollzugsgeseß
Vor ele t.
gITFesterreich. Wien, 23. Fkbruar. Dic Anspxache Sr.
Majestär des Kaiscks an die Deputation, welche demsclbcn dic ATZreffe
dcs kroafiscßen Landtages Überreichtc, lautet nach der »Wtener
Zeittmg-Z , ' . '
Ich werde die Wünsche und Vttten, welche dtc Vertretung Meines drcieinigcn Königreichs in dcr Adress ausspricht, der sorg- fältigsten Würdigung unserzichen. * , " .
Meine Absichten sind dem Lande, welches Meinem vaterltchen Herzen so nahe steht, bekannt, ihre Erfüllung erwarte Ick vo_n dem freien eigenen Vcrständxxiß, dem fick) dre getreue „Natron m ihrem patriotischen Streben und bei lcidenscßaftslos ruhrger Ueber- legung 111chtVerschließe11 wird. " _ _“ "
Alle Fragen, welche das Jntere11e des Lande.?) bcruhrezy wer- den in dem gegenwärtigen Augenblicke durch dre gejvtchttge"und unabwcisliche Forderung weit Überragt, die im “Rechte begrundx- ten gegenseitigen Beziehungen der unter 5er [)'ctlrgen Stephans- Kwne vereinigten Länder zu regeln und thre mmge unzertrenn- liche Vcrbindnng mit Meinem Gesammtreichc in einer dane- dürfnissm der Zeit entsprechendcn Weise zu fichern. ,
'DCSOalb hege Ich den lebhaften Wunsch, daß dte zur Yer- ständigung mit der Vertretung Meines Königrxichs Ungarn füh- renden vorbereitenden Schritte von Seite des kroatischen Landtags ohne Zögern erfolgen mögen. , _, ' .
Verfichexn Sie den Landtag Memer Kömgltchen Huld und Gnade.
Triest, 23. Februar. S0 eben ist der fällige Llßyddampfer mit der ostixtdischen und chinefischen Post an? Alexandrten etygetroffen.
Pesth, 23. Februar. Die Debatte uber den Ybschmtt'31 der Adresse nahm auch die heutige Sißung der Deputrrtcn'tasel fqft ganz in Anspruch. Nach Beendigung der "Dehatte' zog Bartal sezn Amendemcnt zurück, da es seinen Zweck, namltch 'em? klarere befz'te- digende Oznterprctation dcs Adreßentwurfs herbeizufuhren, erre1cht
37-5“) Ein sehnlécher Wunsch der ungarischen Nation ist es, die Krone des heiligen Stepßan js eher auf das Haupt ihres“ erhabenen Königs zu soßen, um cndlicjy in Erfüllung gehen zu sehen. was schwere Ereignisse im Lauéc von 17 Jahren vexhindcrt haben. Nicht blos eine feierliche Cere- monic ist dies tn unserem Vaterlande, sondern die nöthjge Ergänzung der 3Bx'rfaffung, das schönüe, zartcste und doch stärkste Band, welches die Nation “„U? iyrc-n Könég knüpft. So lange dies nicht geschieht, bleiben (1118 unsere Bcschläsc mtr Vorschläge, Welche einzig und aklein duch dix Sametimx Ns gkkrönten Königs Gcseßeskrast erhalten können. BUZ d&hin sind unsere Hoffnungen, wie vielversprechend sie auch sein 111ög6n, ungewiss]: Hoffnungen, welche nur der gekrönte König vetwirk- ltchen kann. Unser politisches Leben ist gegenwärtig noch zweifelhaft und schwankend, und den Schwankungen dcffelben vermag blos Ew,Majes1ät durch „U“ faktische WicOerl)erstellung unserer Verfassung und durch den Sclßußx'tcin Jhrer Krönung ein Ende zu machen. Geruhcn daher Ew. Maxcstat, dicse unsere Bitte zu erhörxn und die je frühere Erfüllung un- seres Wunscßes möglich zu machen.
33) Ehrfurchtßvoll Werden wir empfangen und in Verathung ziehen, was Ew. Majestät «ls unser gekrönten König in Bezug auf die geistigen 1111„D„,111ater_iellen Juicrcssm des Landes uns seincrscits im verfassungs- maßtch Wege nm'zuthcilcn geruch werden. Ja, da wir in Betreff dieser Interemen. die. ErlaffunZ neuer oder die Abänderung schon bestehender Gescße dringend nothwvndig erachten, so werden wir an die zeitraubenden Voxarvciten je eher Hand anlegen und unsere Vkrcinbarungen Ew. Ma- jestät seiner Zcit unterthänigst unterbreiten.
34) Wir fühlen cs tief, das; unsere Gesetzgebung auch in Bezug unserer geistigen Interessen noch vieles nachzuholen und zu verbessern habe. Wir werden uns bestreben, anch diesfaus Alles zu thun, was das (Hemeinwohl des Vaterlandes crheiscl)t und unsere Bürgerpflicht gebietet. Von den Grundprinzipien der Verfassung angchend, wird Gerechtigkeit und Biliigfeit gegenüber allen Klassen der Staatsbürger ohne Unterschied der Religion und Sprache immer dieRichtscbnur unseres Wirkens bleiben. Wir werden inÉHcsondere bcri'tcksichtigen- was wir auch schon in unserer unterthänigsten Adresse vom Jahre 1861 ausgesprochen haben: pDaß das fich immer mehr und mehr entwickewde NationalitätsgefühlAufmerksamkeit er- heischt und nicht mit der Waage vergangener Zeiten und älterer Geseße ge- messen werden kamm Wirwerdcnnicbt vergeffen, daß Ungarns Bewvhner nicht ungarischer Sprache ebenfalls Bürger Ungarns smd, und wir wollen mit aufrichtiger Bercitwiüigkeit alles Das, was in dieser Beziehung ihre Interessen und dcxs Gemeinintereffe des Vaterlandes erheischen, durch ein Geseß sichern. Wir Werden auch bei Gründung dieser Geseße dieGrund- säße der Gerechtigkeit und Brüderlichkeit befolgen.
36) Aufrichtigen Dank onen wir Ew. Majestät dafür, daß Ew. Majestät den Landtag Kroatiens und Slavoniens allergnädigst aufzufor- dern gcruhten, er möge vorhinein dafür sorgen, daß diese Länder bei unserem jeßzigcn Reichstag entsprechend vertreten sein mögen. Wir be- trachten dies als einen Beweis der allerh. Absicht, die Integrität der un- garischen Krone aufrecht zu halten und unsern Reichstag zu ergänzen. Wir hegen gegenüber diesen Ländern, als unseren Verfaffungsge- nossen, auch jeyt die Anfiebten, welche wir in unserer unterthänigsten zweiten Adresse vom Jahre 1861 zur Liüerhöchsten Kenntnis; Ew. Maje- stät brachten. Wir nnederholen daher auf's Neue, daß, »wenn Kroatien als Land an unserer Geseßgebung theilnehmen," wenn es früher mit uns hénfichtlich der Bedingungen, unter 1velchen es seine staatsrechtliche Stel- lung mit Ungarn zu verknüpfen bereit ist, in's Reine kommen," wsnn es dießfalls mit uns wie eine Nation mit der andern in Berührung treten will,“ wir auch dies nicht zurückwviscn werden.« Mit aufrichtigem Ver- trauen rcéchc'n wir ibnen die Brudcrhand, wenn nur die Integrität und konstitutionelie Selbstständigkeit unseres Landes und der Krone Ungarus aufrecht gehalten wird.
37) Aber indem wir unseren ebrfurchtZVcllen DonkauZsprechen, kön- nen wir auch u::scrc Besorgnis; nicht Verschweigen, daß, während die allerhöcßste Thronrcdc von Kroatien und Slavonéen sprießt, dieselbe Dal- matien nicht einnml erwähnt. Dieses. Land gehört“ mitsammt Kroätien und Slawonien zur Krone Ungarns, und da Ew. Majestät die prag- matische Sanction, welche dk? Untrennbarkeit der zur ungarischen Krone gehörigen Länder cntschicdcn auSspricbt, zum Ausgangspunkt genommen haben: werden Ew. «Tajcstät nkcht wollen, daß die so oft'feierxich ver- briefte Integrität der Krone Ungarns auch weiterhin geschmälert 1ei.
38) Die Beschlüffc des kroatischen Landtages vom Jahre 1861, welche Ew. Majcstät uns mitzmbeilen geruhten, glaubten wir zu jener Zeit «111 zweckmäßigftcn in Berathung ziehen zu können, wenn wir als- bald mit den Vertretern dieser Länder oder mit ihnen zum Ausgleich entsendeten Bevollmächkigten vereint berathen werden und diesen Gegen- stand mit ihrer Beistimmung cklcdigen können. , _
39) Dank sagen wir Ew, Majestät auch fur ]ene AÜLÜ Fürsorge, wonach Ew. Majestät die cndgiltige Regelung 131; aus der Vereinigung Ungarns und Siebenbürgen? fließenden Verhältmne am Herzen liegt. Die
, . . . , Preußen. Berlin, 24. Februar. Se. Majestät der An das KULIT'M'KÜLZWM- d , d , „ * , ) König nahmen heut die Vorträge des Kriegs-Ministcrs, des Mi- 5 Vorstehen e A erh ck17? Or re w“ hternnt zur Kenntmß d“ * litair-Kabinets und des Civil-Kabincts entgegen und geruhten den Armee gebracht. ., Hauptmann von Schöler vom 21811 Magdeburgischeu Infanterie-
habe. Qlkrch Csiky zog sein Amendement zurück, und „eben so Graf Apponyi das seinige. Die Adresse wurde hierauf mr„t Ausnahme eines Amendements Molojnovics zu Alinea 35 unverandert ange- nommen. Die unverändert angenommenen Abschnitte lauten:
Grundlage dieser Verhältnisse hubcn jene Geseye gklßgk, welche im Jahre 1848 über die Union Ungarns und Siebenbürgcns 1131 gemeinschaftlichen Einverständnisse beider Länder gegeben, und „durch K_ön'tgliche Genehmigung feierlich sanctionirt wurden. Aber Vieles 1| noch diesfalls zu erledigen,
Berlin, den 21. Februar 1866.
Kriegs - Ministerium. v o n R o o n.
Berlin, 24. Februar. Se. Majestät der König haben Aller- gnädigft geruht: dem Major von der Burg vom (Hencral-Stabe des 2. Armee-Corps, die Erlaubnis; zur Anlegung des von des Königs der Belgier Majestät ihm verliehenen Offizier-Kreuzes des Leopold-Ordens zu ertheilen.
Regiment Nr. 27 zu empfangen, welcher die Ehre hatte, die Orden seines verstorbenen Onkels, des Generals der Infanterie von Schöler, zu überreichen.
-- Se. ' Königliche Hoheit der Kronprinz empfing gestern den Königlichen Botschafter Grafen von der (Holy, den Ge- neral-Lieutenant Freiherrn von Moltke, Chef des Generalstabes der Armee, und besuchte den in Schleswig schwer blesfirten Seconde- Lieutenant von Studm'ß vom 6. Westfälischen Jnfanterie-Regimenk Nr. 55. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin von Mecklenburg- Streliß stattete einen Besuch im Kronprinzlichen Palais ab. Abends wohnte Se. Königliche Hoheit der Kronprinz der Vorstellung im Opernhause bei.
31) Wir haben Ew. Majestät schon in unserer zxvxitcn unterthänig- skrn Adresse vom Jahre 1861 Vorgetragen, »daß ,es eznzclne Punkte m den 18482r Geseßesvorschristen gebe, welche auch wwbet unverleytex Auf- rechthaltung dcr VolkSrecbte zweckmäßiger umzugestalten und entsch1e7§enxr zu entwickeln wünschen. Wir haben auch erklärt, daß, Wenn Ew. Max'cftat »die Gesetze in irgend einem Theile abzuändern ,wunschen, d-sx e'xgatzzte Reichstag alle durch das verantwortliche Ministermm Ew. Maxcstat d1es- falls einzubringenden Vorschläge unverwcilt in Beratbléng zjxhen und seine Beschlüse E1v.Majestät unterbreiten Werde'xé Ww erklaren uns also auch jetzt be'reit, inwiefexn die im ordentlichen GeseßZebung51yege staitzufindende Abänderung irgend eines Gesehes nothwendtg cr"schem_en Wird, diesfalls unsere mit den Grundprinzipien der Vexfassung uberem- stimmenden Anträge seinerzeit Ew. Majestät zu unterbreiten.
und wir stellen es nicht in Zweifel, das; ernst; Erwägung und Voraus- ficht nöthig sein wird, um eine allseitig 5emhxgeqde,„gerechte und billige Entscheidung zu erzielen. Uns Werden bet den _dtesfalligen Berathungen die Gefühle brüderlicher Liebe leiten und unsere „Hoffnung beruht auf dem Vertrauen, daß von uns Niemand etwas wünscht, was die Grundprin- zipien unserer Verfassung gcfährdey könnte. , _ 40) Die Einberufung Kroatxetxs und Stebenbürgens zu unjerem Reichstage. hat ein schweres Hiydermß bxhxbep, Welches im Jahre 1861 unserer geseßgekcnden Thätigkett am mmsten nn Wege stand. Gestattezt uns Ew. Majestät die Bitte und HoffnunZ, daß Ew. Majestät aucl) dxe reichstägliche Vertretung Jiume's als erganzenden Landestheiles, fo nue der, im 17. Artikel 1848 zu den Bestandtheilen des ungarischen Reichs- tages gezählten Körperschaften kraft königlicher Gewalt vermitteln werden.