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Mecklenburg. Sohwerin, 26. März. (Mecklenb. Ztg.) Se. Königliche Hoheit der Großherzoxz ist gestern früh vonBcrlin hierher zurückgekehrt. Ihre Königliche Hoheit die Frau Groß- herzogin-Muttcr traf bereits am Sonnabend Abends von dort
wieder. hier ein.
Neuß. Gera, 24. März. (8. Ztg.) Gestern vertagtc sich der Landtag auf unbestimmte Zeit. Eine seiner [exzten Verhand- lungen galt der Zustimmungserklärung des mit Italien abgeschlosse- nen Handelsvertrags. - Heute schloß die Session des fiir die Staa- ten der Justizgemeinschast (Weimar, beide Schwarzburg und Reuß j. L.) seit dem 7. d. Mrs. hier vereinigt gewesenen Schwurgerichts.
Schmarzburg. Sondershausen, 25. März. Dcr Land- tagsaiisschuß ist gestern, nachdem er die Priifung der Staatsrech- nungen vom Jahr 1864 erledigt, verabschiedet worden,
Hessen. Kassel, 26. März. (Kaff. Ztg.) Sc. Königliche Hoheit der Kurfürst machte gestern nach längerem Unwohlsein wieder die erste Ausfahrt.
Oesterreich. Wien, 25. März. Die »Wiencr Zeitung- veröffentlicht heute das Grieß, womit die den K. K*. Polizeibehörden in Linz, Salzburg, Graz, Laiback), Zara und Innsbruck nach den W. 2 und 3 des Geseßcs vom 22. Oktobrr 1862 zustehende Gerichts- barkeit in UebertretungSfällcn in Folge der Auftösung dicser Polizei- behörden wieder den Bezirksgerichten zugewiesen wird.
In den [eßken Tagen gingen nach Liner telcgraphischen Depesche aus Beuthen, 26. März, 20 Jrrfantericbataillons, ein Artiüeriepark und ein Pulvertrain durch Krakau nach Böhmen. Krakau ist nur schwach beseßt. Bei Chrzanow, wo zwei Regimenicr Ulancn angesagt sind, wird ein Lager abgesteckt.
Frankreickx. Paris, 25. März. Dcr nichtamtliche Theil des »Moniieura bringt einen Bericht des Erzbischofs vonParis als Präsidenten des ComitÉ's dcr Kleinkindcrsckwlcn an die Kaiserin iiber den jetzigen Stand dieser Anstalten. Man fmdct gleichfalls im nicht- amtlichen Theile die Analyse eines Berichtes der Herren Delpeci), Prof. der medicinischen Facultät, und Reynal, Prof. der Thier- arzneikunde, Über die Resultate ihrer Misfion nach Deutschland be- züglich der T'richincukrankbeit. Der Bericht lautet schr beruhigend und ist geeignet, in Frankreich aller Furcht vor dieser Krankheir ein Ende zu machen.
Ein Schreiben des 'Moniteur- aus Flore:1zbcschästigtfich heute mit dem Consorzio Nationale, deffen Gesammirrtrag bis jeYt die »Gazzetia di Popown Von Turin auf 6,691,884 Jr. [*rrccHnrt. Außerdem find noch 11,300 Fr. Rente und 513 Monats=BcsoidUn-
gen von Beamten, Militairs Uiid Pcnsionaircn mitzurcchncn. Von . den 6,691,884 Fr. haben der König und die Mitglieder der König- ' “bai dcr Storiding einstimmig 50,000 “Sp. und fiir Konsnlats-
lichen Familie 1,210,000 Jr., Privatleute 1,924,384 Fr. gezeichnet. *Der Beitrag der einzelnen Munizipalitäten beläuft 2,057,000 Fr., von denen auf Neapel ailein 1,000,000 und auf Bari 500,000 Fr. kommen. Endlici) hat ein einzelner Vcneiianer 500,000 Jr. beigesteuert. Der »Monitcur- - Kor- respondent schließt aus dem bis chr erzielten Resnlkate, das; man so bald wohl noch nicht iiber die Ari und Weise, wie das Consorzio die Nationalschuld zu tilgen gedenkt, swb eine annähernde Vorstcklung wird machen könuen. Der Geseyentwurf, welcher dem Consorzio ein legales Dasein verschaffen soll, wird für daffclbe Befreiung von der Taxe auf das Eigenthum todter Hand und auf das Mobiliar- Vermögen, so wie ferner auch Stempel- und EintragungSgediihren- freiheit einführen.
Der »Moniteur- meldet in seinem amtkichen Theile, daß durch Kaiserliches Dekret vom 21. März Herr Ferdinand von Lesseps, Präfident dcs Verwaltungsrathes der Compagnie des Isthmus von Suez, ziim Commandeur der Ehrenlegion ernannt worden ist.
- 26. März. Die 'Patriea meldet, daß der Kaiser gestern einen neuen Agenten der Donaufürßenthiimer und heute den Chef des mexikanischen Kabinets, Elvin, empfangen hat. Leßterer ist mit einer konfidentiellen Mission für Paris und Wien betraut.
Spanien. Aus Madrid, 24. März, wird iclegraphisch gemeldet: 'Heutc entwickelte Fages im Kongreß seine Motion wegen Reduction der Armee. Lopez Dominguez bekämpfte diese Motion, indem er sich auf die jeyige Lage Europa's berief.
Italien. Florenz, 26. März. Die Direktoren der Kredit- Institute der industriellen und Eisenbahn-Geselischaften traten zu- sammen, um über die Verbesserung des Kredits zu berathen. Die Versammlung erklärte fich fiir permanent und seßte eine Kommission zur Beschlußfassung über die eingelaufenen Vorschläge ein.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 25. März. "Ueber die Taschkenter Angelegenheiten berichtet der »Russ. Inv.-
Jolgendes: , Im Hause der britischcn Gemeinen war Herr Layard durch
Sir Rawlinson über die Bewegungen der russischen Truppen in Buchara interpeklirt worden und hatte geantwortet, daß er keine pofitiven Nachrichten darüber erhalten, die russische Regierung aber
sick) auf ,
die formelle Zusicherung gegeben habe, daß sie ihre Grenzen iiach Buchara hin nicht ausdehnen werde.
Mit Rückficht auf den offiziellen Charakter dieser Mittheilung, erklärt der 'N, J.“ zunächst, daß die Kaiserliche Regierung keine Interpellation über Dinge, welche ihre eigenen Interessen berühren, zuzulaffen nöthig habe, also auch keine formellen Zusicherungen ge. geben habe.
Die chicrmig habe aber auch nichis zu verbergen, Und deshalb seien die Gefichtdpnnkke, Welche ste in ihrer asiatischen Politik [MM, in dem Cichlair vom 25. November 1865 offen dargelegt worden. Sie gesteht allerdings, daß Rußland nicht gesonnen sci, seine Grenze Über die Linie auIzudehnen, welche ihm seiner Sickierheit weqcn nöthig ist, und daß seine Politik keinen anderen Zweck verfolge, "als die Hersteilung eincr dauernden Ruhe in jenen Gegenden.
Nach den aus Taschkent eingegangenen Nachrichten ist die Lage der Dinge daselbst folgexidcr Art: General Tscherniajew harte
. cin drn Emir von Buchara einen legesaiidtcn mit einer ganz fried- ? lichen Sendung geschickt. ' Buchara vorhastrt.
Derselbe wurde auf Befehl des Emirs in Ein “solches Verfahren konnte 11icht Ungeahndei
bleiben. Da auf die bei dem Emir unternommenen Schritte einc
' wenig passciidc Antwork erfolgt war, ertbcilte General Tschernjajew
seinen Truppen den Befehl, den Syr- Darja zu Überschreiten, und bcnacbrichtigte den Emir , daß sein Marsch so lange fortgeseßt wcr- dcz) JOM, bis der rrrssischc Abgesandke U::deschädigt ausgeliefert sein wnr e'.
Schweden und Normegrén. Christiania, 20. März. (H.R.) Am leßten Sonnabend fand im Stortbinge die Schluß- vcrhandlimg iiber den Vorschlag des Constitutions-Anssthuffes, be- treffend die Aenderung der Z. 14 Und 21 des GTUUÖJLsLHCI, smtt,
nach welcher es dem Könige gestattet sein solle, den Kronprinzen dcs
Königl. Hauses zum Bice-König in Norwegen zu ernennen. Die Majo- rität des Ausschusses hatte diesen Antrag demStdrthingezur Annahme cmpfohlcn. Unter den Redmern fiir diesen Antrag brmcrkic Schweigaard, daßman aUc Miitcl ergreifen müßte, um die SteUung des Reiches zii kräf- tigen, und weiin man die Mittel iiberschaur, wclche Norwegen wei- ter gebracht haben, so glaubte er hierzu ami) die Stellung der. Königsmacht zum Voikr rechnen zu müssen. Christensen führte an,
, da)"; es zum gegenseitigen NUHLU gereichcn müss, wcnn der künftige
KöUiI durch längeren erifcrrthalt in Norwegen des Landes Vcr- hältniffc gründlich Fermer; lcriitc. Dagegen fanden e:“; die Gcgncr bedenklich, fiir sprziellc Fälle eine Acnderrmg dcs tHrundgeschs vor- zunehmeii, Und so wnrde auch dieSmal wieder der Antrag mit 62 gegen 48 Stimmen abgelehnt.
Fiir die diplomatischen Niigrlcgcnizcitcn der Verrixiigtei-i Reicizc
Arisgaben fiir Nornwgrn (111661 7800, so wir ziir Ablösmig dcÖ-l Oerrsimdzoljcs 20,406 Sp. bewilligt. Gestern Vormit-
Däucmark. Kopenhagen, 24. März.
' tag empfiiig der König dcn [)aristaiischrn Gesandten in mtßcrdrdcnt- Z lichrr MWM, zxrrrn 1)1'. „]Ur. Krüger, auf Schloß Amalicnbdrg in ' A61chicdd-Audtciiz. Drr)clbc wurdc zugleich mii den:, englischen mid
italienischen Gesandten, so wie sämmtlichen Ministern zur König- lichen Tafei gezogen.
Die Absrimmuiig iidcr dcn bereit?; bcrichtetrn Abschniki dss kriegsministcriellen Budgets [mike nichi das vom Minister gewiinscdtr Resriltat. Obgleich dersrlbegeltcnd machte, daß 11ach dem Vorschlage der Arissthußmajorität im Falle einer Mobilisirung 3000 Mann weniger einberufen wcrden könnten, K/-„; der Mannschaft Wciiigcr ge- übt werde und er gcnöthigt werden würde, eine Unwrganisation der ganzen Armce vorzunehmen, Warde der Aussthußvor- schlag, 109,281 Thaler wrniger zur Infanterie zu verwen- den, dennoch mir 56 gegen 33 Stimmen angenommen.
Dagegen Wurde der MinorriätIvorscHlag, die Königl. Garde zu Fuß
- zu einem gewöhiilichen Linien - Bataillon zu machen, mit 63 gegen
13 Stimmen abgelehnt. Der Arissch1rßvorschlag, die Anzahl der Brigaden von 8 auf 5 herabzuseyen, wurdc, cbenfalis gegen den Wunsch des Kriegs - Ministers, mit 70 gegen 1 Stimme angenom- men. -- Zu der gestrigen Abcndfilzung fuhr das Reichskaths-Folke-
' thing in der Behandlung des kriegsministeriellcnBudgets fort. Die
Diswssion drehte fich wesentlich um die Beibehaltung odcr NTM- beibehaltung der Königlichen Reitergarde und eines Kavalleric-chi- ments, bei der Abstimmung wurde das Eingehen der ersteren mit großer Majorität beschlossen, dagegen die Niederlegung eines Kavallerie- Regiments abgelehnt.
In der heutigen Sißung warde, nachdem das Budget des Finanzministeriums in zwciter Behandlung erledigt war, die zweite Behandlung des Budgets des Ministeriums des Auswärtigen vor- genommen. Brix sprach dafür, daß der Posten in Florenz oder Brüffel-Haag ganz eingebe Und der Posten eines Gesandten in Ber- lin bei einer Vakanz in den eines Geschäftstrc'igers verändert werde. Der bäuerliche Abgeordnete A. M. Jensen motivirte darauf seinen gemeinschaftlich mit dem Schullehrer Hansen (Monrad's Nachfolgex) gesteklten Aenderungsvorschlag, die Summe von 5000 Rbthlr. fur
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Büchrr und Zeitungen und die Presse auf 2000 Rbthlr. zu reduzi-ren und für die Presse _gar Nichts aUzUchden. Der Minister des Auswärtigen antwortete beiden ernern: Es sei wünschenswertl), mittelgroße (He- sandtschaftsposien, wre Florenz und Brüssel, zu behalten und lege er großen Werth, darauf, „daß das LandSthing es dem Ministerium freigesteilt, zwischen Bruffei und Florenz zu wählen, Der Gesandt- schaftsp0steiz M Berlin sei von großer Wichtigkeit und der dortige Gesandte einer der tüchtigften Diplomaten. «Has A. M, Jensen's Vorschläge beiräfe, so sei die Srimme bereits von 7500 Rbthlr. auf 5000 herabgeseßt. Brix nahm seine Vorschläge zuriick.“ Pastor Mörck), Hansen und GrafHolstein-Holsteinborg sprachen mit Wärme für die Bewilligung der 5000 Thlr. Und beklagten, “daß nicht früher mehr gethan sei, um das Arrsland zu richtigerer Auffassung hiefiger Verhältnisse zu leiten. Der eine der Vorschlagssteller, Schullehrer Hansen, nahm den Vorschlag für seine Person zuriick. Der Prä- fident fragte den andern (Jensen), ob er es auch ihne? Rensen: Nein! Bei der Abstimmung stimmten dann nur 7 dafür, “56“ da- gegen. Das Gesetz warde darauf einstimmig mwcräUdcrt chehmigi und der dritten Behandlmxg iiberwicsen.
Asien. Der Lloyddampfer »Austria- brachte die 0stindisch- chinefische Ucbcrlandspost. Aus Hongkong, 15. Februar, wird gemeldet, daß die Nieiifci Und andere Empörcr auf verschiedenen Punkten des Reiches eine immer drohenderc Scclluug einnehmen. Newchang schwebte in großer Gefahr Und wem traf daselbst ernst- liche Vcrthcidiguiigsmaßregeln. Die Anhni dnrchzichenden Rebellen haben die Absichf ausgesprochen, Peking zu plüiidcrn. Der großen Hairdclsstadi Hankow baden fir!) die Nienfci bis auf 20 englische Meilen genähert und die umliegenden Dörfer in Brand gesteckt, dercn Bewohner schaarcmveisc in dir Stirdt strömten, um Schuß zu suchen. Ein französisches und ein englisches Kanonenbooi trafen Vorbereitungen zum Kampfe und die in Hankow angeficdcltcn Frem- den waren mit VertheidigungImaßregeln eifrigst beschäftigt. Die Rebellen in der Nähe von Swaidw haben Kin-ying Schu zu ihrem Hauptquartiers gemacht Und legen dort Befestigungen an. Auch organisircn fie ein Geschwader, um TschaouTschau anzugreifen. Ju Horigkong ist die öffentliche Unsicherheit fortwährcnd groß und fast im Angesiciyte des Hafens wurde der Hamburger Schoonrr »Tschin Tschina von Piraten artsgepliindrri
T-riegraphiiche Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphrn-Büreau.
Breslau, Dienstag, 17. März. Ans Böhmen wird gemeldet, daß bei dem in Chrudim stattgefundenen Pferdrmarktc sämmtliche Brauchbare Pferde dnrch österreiclckischc Offiziere aiifgrkaufi wor- den smd.
London, Montag, 26. März, Nachts. »Reriter's Officco meldet: Ncw-York, 17. März. Es sind Bundestrnpprn nach BUffaw gcseudct wdrdcn, um eine frnische Jnvaston an diesem Punkte zn verhindern. Es wird bchauptei, Sir J. Bruce, der rnglische Gesandte, habe das wrftindische Geschwader nach Halifax beordert.
Aus Vera-Cruz vom 3. d. M. wird gemeldet, daß Staats- rath Langlais p[öyliri) gestorben ist.
- Das »Amisblatt drs Königliciwn Post - Drparicmcnis-c (Nr. 13 vom 24. März) enthält zwei General-Vcrfiigrmgrn: vom 18th März: Die Adressirung der Post-Anweisungcn betreffend, und 10. Marz: Dic Blushändigung drr »cm Deckoffizierra cinzrhrndrn Poß-eriduanrZ br- Treffend, und eine Bescheidung vom 21. März: Den Kirdcstoff auf Poiifrci- Warkrn betreffend.
-- Zn Nr. 12 (vom 24. Miirz c.) der Zeitung des Vereins deutscher Eisenbavn-Vcrwa[tungen sind untrr Anderen folgende Artikel enthalten: Die Eisenbahnen in den Vereinigten Staaten Avon Ydrd- Amerika. Die jüngst beschloffcncn Erweiterungen des Oberschlefi)che11C11cn-
balm-Untcrnehmens. Mittheilungen über, Eisenbahnen. VereinéZ- gebiet. Braunschweigischr Eisenbahnen, Eröffnung 'der Strecke (Hos- lar - Vienenburg. --- Betrieb: Mitteldeutscher _Etsendahn- Verband, Einrichtungen ciner Waaren - Statistik. Hessische Ludwigsbahn, Chem- niß - Würsckynißer Eisenbahn, Geschäftsbericht pro 1865. Magdeburg- Halberftädter Eisenbahn, Nacht-Courierzug auf der Magdeburg-Wittenbergcr Bahnstrecke. Kaiser Ferdinands Nordbahn, direkter Verkehr nac!) Hambyrg und Berlin. Böhmische Weftbahn, Agio-Zuschlag. - A usla'ndKZ Belgien, Landen-(Hembloux-Fleurus. 0116111111 (18 fsk (10 11355011; 3 1441001107011. Niederlande, Eindhoven - Boxiel - Utrecht. Odessa - Balmer Eisenbahn,
Stationen.
-- Das CMLral-Vlakt der Abgaben-, Gewerbe- 11. Handels- G ef eygebung und Verwaltung in den Königlich preuß. Staaten (“Nr. 6 vom 17. März) enthält eine Cirkular-Verfügung des Königlichen Finanz- Minifieriums, die Behandlung der einem stempelpftichtigen Blatte beige- legten, an fich steuerfreien Nebenblätter, vom 28. Dezember 1865, sowie eine Verfügung des Königlichen Finanz-Minisirriums, die Tarifirung von Stühlen aus gebogenem polirten Buchenholze in Verbindung mit Rohr- geflecbt betreffend, vom 6. November 1865, und unter der Rubrik Statistik: provisorische Abrechnung über die gemeinschaftlicbe Uebergangsabgabe von Wein und Most, Tabacfsbläitcrn und Tabacksfabrikaten fiir das Jahr 1865, sowie des-gleichen von Bier und eine tabellarische Uebersicht der Er- gebnisse der Branntweinsieurr. “ .
Kunst: und Wissenschaftlicbe Nachrichten-
-- Die preußischen Gescße über Landeskultur und land- wirthschafiliche Polizei, zusammengestellt und nach den Grundsäßen der oberen Spruch- und Verwaltungsbehörden erläutert durch J. Greiff, Geheimen Regierungs: und vortragenden Rath WHKönigl. Ministerium für die landwirthschastiichen Angelegenheiten, 8-,
.. S.
Im Jahre 1850 erschienen in der vierien und, 123th Auflage die Agrar-Gcseße des nunmehr verstyrbenrn Geheimen Regie- rungsrathes J. Koä), ein Werk, welches seiner Zrii dieselben Zwecke wie das in der Ueberschrift bezeichnete verfolgte, wäßrcnd dic Landcökuliur-Geseßge- bung von Leite und von Rönne die darin enihaltcncn Gesetze mit einem fortlaufenden Kommentar giebt, drr jedoch nur das Material bis zum Jahre 1853 umfaßt. Das vorliegende Werk bildet also sowohl eine Ergänzung des letzteren Werkes insofern, als das in demselben fehlende Material aus der Zeit VON 1853 bis 1865 darin enthalten ist, wenngleich ein fortlaufen- der Kommciitar nicht gcgebrn wird, als auch einen Ersay für eine neue Auflage des erstgenamiien Werkes.
Zn Betreff der Anordnung ist die Form von fortlaufenden Nöten und von Beilagen zu den Hauptgeseyen gewählt, Weil auf diese Weise das Zu- sannncngehörige fick) am schicklichften hat in Übersichtliche Verbindung bringen (affen. Die Noten enthalten auch im Eingange zu den einzelnen Geseßen kurze Angaben Übcr die Entstehung, die wesentliche Bedeutung und den Geltungsbereich derselben und außerdem zu den einzelnen Bestimmungen Hinweise auf die durch spätere Gesche eingetretenen Ergänzungen und Ab- änderungen. Im Text: sind die aufgehobenen Stellen vollständig abgedruckt, aber eingeklmnmert.
Wesentlich ist das zur Erleichterung des Gedrauches am Schluffe des Ganzen angebrachte chronologische Regifter der Geseßc und Ministerial-Erlaffe, dem noch ein Sachregister beigefügt ist.
Das ganze Werk zerfällt in zwei große Abschniiie: 11. Gxseße, betref- fend die Befreiung und Entlastung des (Hrundeigenihums und der Besitzer desselben im Interesse der Bodenkultur. 13. Gesetze, dcireffend den Schuß, die Pflege und die Verbefferung (Meliorationen) des land- und forstwirth- schaftlichen nußbaren Bodens. .
Während Abschnitt 11. den bri weitem größten Theil des Werkes bis zu S. 544 füUt, umfaßt' Abtheilung 13. nur die kleinere Hälfte von S. 547-681. Abtheilung 11. bégitmi mit dem Edikt vom 9. Oktober 1807, betreffend den erleichterten Bcsiß und freien Gebrauch des Grundeigen- thums, worauf zunärhst das Edikt vom 14. September 1811 zur Beförde- rung der Landeskultur und das Gessi; Vom 3. Januar 1845, betreffend die Zcrthrilung von Grundstücken und die Gründung neuer Ansiedelungen, und damn säimntlicix geltenden Ablösungs- und Gemeinheitstheilimgsgeseße, ein- schließlich der das Verfahren, das Interesse Dritter und das Kosienwesen betreffenden folgen.
Der Abschnilt 13. umfaßt folgende Gegenstände: 1) (Heseß vom 15ten Novcmbcr1811 wegen drs Waffrrstaucns bei Mühlen und Verschaffung von Vorfluih. 2) Gesetz vom 28. Februar 1843 Über die Benußung dcr Privatfiüffc. 3) &. Grieß vom 23. Januar 1846, betreffend das zu Ent- wäfferungsaulagen einzufüdrcnde Anfgcbois- 2c. Verfahren. 3) b. Geseß Vom 11. Mai 1853, betreffend die Einführung des AbschnittsZ dcs Geseßes vom 28. Februar 1843 in den lwdcnzoilcrnscbcn Landen rc. 3) c. Gesetz vom 14. Juni 1859 wegen Vcrschaffung dcr Vorftuth in den Bezirken des AppellationSgerichtshoscs zu Cöin xc. Beilagen zu 1 bis 3 (a. di:? 6.) Beilage 11. Geseß vom 1. Juli 1861, betreffend die Er: richtung gewerblicher Anlagen, §.1 im Auszuge, ». 2 bis 11," Bei- lage 11. Entwurf zu einer Polizeiordnung für den :c. Bach,“ Beilage 0. Cirkular-Verfiigung und Anweisung des Ministeriums für die landwirth- schaftlichen Angelegenheiten vom 10. Oktober 1857, die Bildung von Ent- und Bcwäffcrungdgenoffcnschoften betreffend ,' Beilage 1). Cirkular-Verfügung des Ministeriums für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten vom 10. No- vember 1851 mit Staiuieniwurf fiir Wiesen-Genoffenschasten, Beilage 1D. Instruction des Ministeriums für die landwirthschastlichen Angelegenheiten vom 24. August 1861 für die Llusführung der technischen Vorarbeiten bci Landcs-Meliorationen. 4) Gesetz; vom 28. Januar 1848 über das Deich- wesen. Beilagen dazu: Beilage 11. Instruction des Ministeriums für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten vom 24. August 1850 zur Bildung von Deichverbändcn,“ Beilage 13. Allerhöchster Erlaß vom 14. Novmnbcr 1853 mit den allgemeinen Deichstatuten-Bestim- mungen. 5) Feldpolizeiordnung vom 1. November 1847. Beilagen dazu: Beilage 11. (53.11.5„J11li1844 über die Beschränkung der Nachtwcide und das Einzelnhüicn in der Rheinprovinz, Beilage 13. Jnfin. des Jz.-J. und L.-M. ». 1. Juli 1856 zur Feldpolizei-Ordnung v. 1. Novbr. 1847. 6) Jagdpolizei-Geseß v. 7. März 1850. Beilage dazu: E.oV. d. M. f. d. landw. A. U. d. J. v. 14. März 1850 über die Ausführung des Jagdpo- lizei-Geseßes. 7a) Vorläufige VO. v. 5. März 1843 über die Ausübung der Waldstrcuberechtigung. 76) VO. 1.3.24. Dez. 1816, betr. die Verwal- tung der Gemeinde- 2c. Forsten in den Provinzen Sachsen 2c. 7c) Waid-
kultur-Geseß v. 1. Juni 1854 für den Kreis Wittgenstein. 8) Zug- und Nußvieh-Polizei-Geseßc. 9) Jischerei-Polizei-Gcseße.