1887 / 214 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 13 Sep 1887 18:00:01 GMT) scan diff

Blumenstrauß überreichten. Der Kaiser nahm mit huldvollem Lächein die Ihm 11111 den Worten: „Willkommen, Majestät, in Stettm!“ dargereichte duftende (Habe in Emy ang und sagte de11 beglückten jun en Damen Worte des ankes. Von «1 er Huld beseet zei te Sick) die Kaiserin; die Prinzesfin

11 elm hatte Sick) erho en _um beide Bouquets in Empfang 11 ne mrn. Besonders rüßreqd war der Jubel der Jugend, te 11 1m Ho rufen ge enseitig überbot. Von der Höhe der T ürme erk 1111 das Zestgeläut der Glocken. .

Von dem weit äufigen Schlosse, das viele Königliche Be- hörden beherhergt, steht nur ein verhältnißmäßiÉsklemer Theil Für das Kömgl e Honagex zur Verfügung. haben des-

alb auch nur 3 re Kaiserkchen Majestäten daselbst mit dem engerewGYxlge Wohyung genommen, während Prinz und

rmzessm xhelm 1161 der Frau Geheimen Kommerzien-Nath

rumm, rmz Friedmck) Leopold bei dem Kommerzien- Ratb Scl) utow abgestiegen sind. General : Feldmarschall GWF von Moltke genießt die Gastfreundschaft der Frau Dek e'rt. Auch andere vornehme Familien beherbergen höhere Offiz1ere aus dem Gefolge. Das Hotel du Nord, die Drei Kronen und das otel de Pruffe sind fast vöüig vom Hof- Marschallamt mit eschlag belegt worden.

In der neunten Abendstunde traten sämmtliche Musiker des_ 11. Armee:CorpS im Schloßhofe zusammen, um vor des Kmsers ZFUW“ den Zapfenstreich auSzufi'rhren, dem einige andere Uikftück'e vorangingen. Der Schloßhof ist ein mächtiger Raum, in der Mitte bestanden von einigen Linden, welche eine Denksäule des Großen Kurfürsten beschatten; während der Kaisertage ist er gesperrt, nur für heute Abend hatte man zahlreiche Einlaßkarten aUSgegeben. Die Musiker rückten still heran'_ mit ihnen zogen Träger von Wmdl1chtern, und als_ sie Aufstellung genommen, stammten UYÜÖ noch Magnesnxmfackeln auf, “sodaß für Lichteffekte re1 ges0r_t war; Die gesammte Aufführung leitete der ArmeexMuck-Jnspiztent Voigt ach Potsdam. Der Kaiser und die Kmsrrin nahmen am offenen Fenster Plaß. Es war das deste C„Ziruhcm, daß Beiden die Reise nach Stettin gut bekomnwn 1st. _ 'n stürmisches Hoch be rüßte das Kaiserpaar beim Er: sche1nen gm Fenster; der Ge ang von „Heil Dir im Sieger: kranz“ bildete den Schluß diéser abendlichen Huldi ung.

Am morgenden Dienstag, Vormittags 11 111811, gedenkt Se. Majestät der Kaiser die Parade 0613 11, Armes-Corps auf dem Kreckower Exerzierpla? abzuhalten. Die gesammte Truppenaufstellung, welche er mit der Führung des Armee- Corps heauftragte General=Lieutenant 0011 der Burg befrhliat, zrrfäÜt 111 zwei Treffen. Im ersten steht dir Jnfanterir, im zweiten die Kavallerie, die Artillerie und der Train.

„Bayern. München, 12.-September, (Al]g. Ztg.) Der Prrnz-Negent nahm heute Mittag 12 Uhr 111 feierlicher Aud1en von dem apostolischen Nuntius Ruffo Scilla dessen kkreditwe entgegen.

Württemberg. Stuttgart, 8, September. (St.:A. f. W. Der Bericht der verstärkten volkSwirthschaftlichen iind er staatörechtlichen Kommission über den Entwurf eines Geseßes, betrefffend den Eintritt Württembergs in die Branntwmn t'euergemeinschaft, ist nunmehr im Druck ers jenen. Ber1chterstatter sind Freiherr von Varnbüler und 131: Hz. In dem Bericht heißt es:

Die Kommission 1191, da das Reicbsgeseß für die bestehende Steuergememsxbaft als em Ganzes feststeht und für Württemberg nur die Frage vorliegt, 01) es demselben als solchem beitrcten wolle oder Zucht, eine knttsche Behandlung des Geskßes im Einzelnen nicht zu ihrer Aufgabe gemacht. Ueber die in Betracht kommendrn staafSrechtlixben Gesichtsynnkte hat der Berichterstatter ])r. Göz Folgendes dyrgetragcn: Gemäß Art. 35 Abs. 2 der Reichs- verfassung. 111 in Württemberg die Besteuerung dcs inländischen Brannyvetrs der Lagchgeseßgebung als Sonderrecht Vorbehalten. Der „Eintritt des KöUMkUÖs Württemberg in die Brannttveinsteurr- geme1nschaft bat d1e Aufhebung der derzeitigen LandeSgescße bezüglich der Besteuerung des Branntiveins und den Verlust des diesfalls in der R21chSverfaffung für. Württemberg Vorbehaltenen Sondrr- rechts zur Fdlge. AUZrdng ist beim Eintritt in die Brannt- wemsteuergememchast fur Wurttemberg eine besondere brvvrrechtrtc Ste111111g infofrrn Vorgesehen, als die Vorschrift des §. 39 Abs. 1 des Reichsgeseßes, wonach der Reinertrag der Verbrauch§abgade den enzzrlnen Bundesstaaten nach Maßgabe der matrikular- znaßxgen Bevölkrrung zu Überweisen ist, gegenüber einem der m'd1e BranntWexnsieuergemernsthaft neu eintretenden Staaten nur 11111 dessen Zusttmmung _abgeändert werden kann; deSgleiÖen eine Abanderun drr Bestimmungen des §. 47 Abs. 2 des Reichs- Yseßes, wona fur Württetmbexrg die Gesammtjabresmenge 0011

ranntwein, welche zu dem medrrgeren Abgabesaße hergestellt werden darf, auf 3,1 rrtnen Alkohols für den Kopf der Bevölkerung bc- weffen, sowie dte,Austk)eilung dteser Gesammtjahrrßmenge auf die e1nze1nen Brenyerewn und die Erhebung und Verwaltung der auf den Branntwem gelegten Abgaben und Steuern den Landes- behördrn überlassen ist, der ausdrücklichen Zustimmung Württem- bergs bedarf. Wenn so auch das bisherige württembergische Branntwseinsteuer-S011derrecbt mit dem Eintritt Württembergs in die Branntwemstruergemer11schaft nicht eine vollständige Aufhebung, sondern nur errze Umwandlung erleidet, so handelt es sicb dabei doch um. emen Verz1cht ayf. das Sonderrecht in seiner jetzigen, durch die Retrbßverfaffuyg bestimmten (Gestalt und zugleich um eine wesent- lrcbe Emschraiik11ng des bisherigen Inhalts dieses Sonder- recbts. Es w1rst sich daher zunachstdie Frage auf, 01) die Regie- rungsvorlage den zur Aufhebung eines reich§verfa11ungsmäßigen Sondxrrechts erforderltchen formeUen Voraussetzungen genügt. Es ist unzweifelhaft, daß zur Rechthültigkeit des Verzichts auf ein wurttembxrgxscbes „Sonderrrckzt die Zustimmung des württen1bergifchen vaollmachtxgten 1m Bundeörajk) ausreicht und die Zustimmung der wurttemberchhen Landesvertretvng nicbt erforderlich ist; da- gegen besteht Meinungßderschiedenheit darüber, ob nicht die wurjtembergiscbe Stagtsrcgierung im Findlick auf den §. 85 der Ver- faffungSurkuyde und thre landesvecfa ungSmäßige Verantwortlichkeit vrryfttchtet 1st, vyr den; Verzicht auf ein Sonderrecht die Ein- williguzi der Stande emzuholen. Im vorliegenden Fal! will die Kömglr e Staatöregteruy sich zuvor der Uebereinstimmung mit der Landeövertretung ver ewt ern, und hat hierfür nach dem Vorgan Badenß, dem auch zxvexn fich anschließen wird, und da es fi um eme bewnders wichtige Steuerfrage und die Ausßerkraftscyung eiyes rzeueren LandeSgeseßesfbandelt die Form des Ge eßes gewahlt. H1erm1t find xedxnfallß bet der 011651 in Frage stehenden ufbebung des BrarzntWem“'te1_1e_r-Sonderrechts die Rechte der Landtände ge- wahrt, eme prmztptellx Erörterung der vorbezeichneten Streit- fra'ge kann unterbletben, _da die Regierungßyyrlage den weitest Flenden formell rechtltcbe11 Anforderungen entspricht. _ Des eren behandelt, der Yencbt die Frage, ob nicht der vor- ltefLende Gese entwurf eme Abanderurig der württembergischen Ver- fa ung entba te u_nd daher die rxchtltche Natur eines Verfassungs- ßeers trage, def en Azmabme dte qualifizirte Mehrheit des . 176 er erfaffun Suckunde m beiden Kammern erfordere. Der ericht

verneint diee "Frage. _ Zu der Frage überéehend, 05

Verzicht auf das Sonderrecbt der elbsiändigen BranntMinbesteuerun nach dessen innerer und politischer Bedeutung materiale staatSrecht che Bedenken entgegenstehen, sagt der Bericht:

für die Hobeitörekjen auf. (tember i'cben Staats, für das staats- rechtliche und yokitj1“coé**“ Verhäl ,s; der württembergischen Staa Welt zum Reich keine hervorragende oder gar aus- schlagge xnde- Bedeutung; es bgben auch nicht staatSrecbtliche und polttisckpe Gründe sondern wirtschaftliche Erwägungen, insbe- sonderevdie Verstbieden eit derIroduktion, des Verbraucds und der seinerzettigen Besteuerun. zur egründung des Sonderrechts geführt. Somit wird auch diese Frage verneint. _, Der Bericht behandelt sodann die Frage, ob der Beitritt den wirthscbaftlichen Interessen Württembergs entspreche, und erwägt, welchen Einfiuß derselbe auf die Branntwän-Jndustrie in Württemberg haben wird, ob die aus der Besteuerung des Branntrveins zu erwartende Stei- gerung der Branyttveinpreise einen Grund gegen denselben abgebe, endlich mwiefern die finanziellen Wirkungen des Geseßes bei der vorliegenden Frage 1115 Gewicht faÜen. Das Er- gebniß dieser Untersuchungen des Kommissionsberichts kommt im Wesentlichen auf dasselbe hinaus, was in der Begründung der RegierungsvorlYe gesagt ist, der KommisfionsberiÖt hebt in gleicher Weise alle die _ ortheile des Beitritts hervor, die auch in den Regie- rungSmotiven schon auSgeführt find. Das Ergebni wird folgender: maßen zusammengefaßt: Die in Württemberg beste ende Branntwein- brennerei wird in Folge des Reictheseßes nicht nur nicht mehr be- schränkt als bisher, sondern dieses gewährt namentlich den kleinen und mittleren Brennern einzelne nicht unwesentliche Erleickpterun en, welche in die Hand der württembergiscben Verwaltung gelegt md. Die Konkurrenz des norddeutscden Sprits wird erleichtert, dem gegenüber stehen aber Steuererleichterungen der 1vürttembergischen Brenner„ welcbe fick) „an die kleincrr AuSdehnung der einzelnen Brennere1 knüpfen; 111 der auch nach der Steuererhöhung verbleibenden Steuerdifferenz zwixcben Engros- und Detailpreis liegt kein zwingender Grund für e'mpßndliche Erhöhung des [eßtercnx aber auch, wenn diese einträtc, läge darin kein Nachtheil, i11[0fern fie auf Maßhalten im Genuß hinwirkte. Man vergegenwartige M), daß das deuxscbe Poflk jabrl1ch für Branntweintrunk ausgicbt 500 920 000 «611, , fur getsttge Getränke überhaupt 1 711405 000 «M _ I.)"er Remi ungszwang des BranntWeins ist eine Höchst wohlthattge Ma regek für d1e fittlichen. gesundheitlichen, wirth- schaftltchen Interessen des deutschen Volks; die großen aus dem Gesetz s1ch ergebenden Einnahmen werden dem Deutschen Reick) und den deutschen Bundesstaaten Erleickßerungen gewäbren und Aus- gaben ermöglichen„ Welche die aÜgemeinrn Interessen zu fördern gr- eignet „smd; _ m dem Beitritt Württembergs zu drm Reichsgrsrtz [legt,rm bedeutsamer, drssen Interessen in keiner Weise schädigenden: Schrttt_1rciterer Einigung, ein Ereigniß' 11011 nationaler Vedeutrmg. Hie110ch „beantragt die K0111n11ss1011 mit a1le11Sti111men gegen diezem en der Herren Propst, Bschrr , Stockum er wrlche beide eßteren sich 111112 Abstimmung vorbehielten): ie (immer der Abgeordneten WOÜL auf die Berathung des Geseszentwyrsfs, betreffend den Eintritt Württemberg?- in die Bra1111twe1nteuergewemschast, cmgehen und demselben ihre Z 11 st 11111n u 11 g erthe11811.

Sachsen=Weimar-Eisenach. Weimar, 12. September. (ThE) Der Großherzog, we1cher110chi11Scheveni11ge11 we1lt, , besuchte am Sonnabend 0011 dort aus Rotterdam, 11111 die Stadt und namrntlich die neuen Hafenanlagen in Yugrnschein zu nehmen. Nach der Rückkehr wird Se. Köni = 11ch€ Holzen quf der Wartburg Aufenthalt nehmen. Die GBOZ h,erzog1n 1st am 10. auf Schloß Heinrichau 111Schlesien emgetrofferi, woselbst auch der Erbgroßheréog Aufenthalt nehme11 mird. Die Erbgroßherzogin, we che zur Zeit in (201111111 verweilt,- 1st erfreulicher Weise in ihrem Befinden so gekräftigt,_ daß die Rückkehr derselben hierher Ende Oktober stattfinden w1rd. , '

Bremen, 12. September. (W. T. B.) Prinz Ludwig 0011 Bayern „traf heute Nachmittag 11011 Wilhelmshaven hier ein, besichtigte unter Führung des bayerischen KonsulS ÖW, h1es1gen Sehenswürdigkeiten und woÜte spät Abends die Re1se fortseßen.

1

=

,

Oefterreich-Unaarn. Wien, 13. September. (W. TB.) Der Statthalter 111 E1saß:Lothringen, Fürst Hohenlohe, ist hßute Yorgen Mit seiner Gemahlin 0011 hier nach Warschau a 136161 .

Großbritannien und “rland. London, 12.Sept€m11er.

(W. T. B.) Im Unter aufe erklärte heute der Unter- StaatFsekretär des AUSWärtigen, Ferguss 011, auf eine chzügl1che_2111frage: der englische Konsul in Samoa sei angewresen worde11,_ strenge Neutralitä_t zu beobachten. Die englische Reg1eru11g habs 0011 der deutschen die Versteherung erhalten, daß die auswärtigen Be: z1ehu n'ge 11 Samo as, speziell die der 0101 VertragSmächte 0011 der 217111011 Deutschlands nicht berührt wiirden. _ Der Staats: sekretar für Irland, 'Ba1f0ur, jheilte 11111, das; bei Einem in der v'ergangenen Nacht 111 L1000011var1111 erfolgten Angri auf ems Bande von „Mondscheinlern“ ein Polizei: ber- Konstablrr getödtet und zwei Konstabler schwsr verwundet worden se1en. Fünf „Mondscheinler“ seien in drm Hause des Pächters, den sie überfallen hatten, verhaftet worden. „WST we1trre Individuen , welche identifizirt werden 011111811, seum heute zur Haft gebracht worden. _ BP der Debatte Über den Antrag auf Eintritt in die Emzelberathupg des FinanzgeseHeS protestirte Har: rourt sZhr energ_1sch gegen d1e Einmischung der Regierung 111 das offentliche Versammlungsrecht, wozu dieselbe nach dem geme1ne11 Recht durchaus nicht befugt sei. England dürfe eme Vergewaltigung des Versamm: lung-Zrechts nicht dulden. Der General : Sekretär für Irland, Balf 0 ur, erw1derte: Buller habe seinen Posten als Unter:St,aate3s'ekretär für Irland nicht wegen Mei- n11ng§versch1edenhe1t niedergelegt, sondern weil derselbe auf semen frührren Posten zurückkehren wolle. Im Jahre 1882, (le Forster, Hsmrcourt und Spencer im Amt waren, seien iiber 130 Ver ammlungen unter der Herrschaft des ge- meinen Rechts „untersagt worden. Er könne nur wieder- Yle'n,_ daß _bei, den Vorgängen in Mit elstown die 0113er led1g11ch m Selbstvertheidigung gehan elt habe, und

daß'rhr Vorgehen vollständig gerechtfertigt gewesen sei. Die Neg1er1znkz werde unentwegt bet ihrer Politik beharren, um den _sozra en Beschwerden abzuhelfen und die Ordnung mit FLstLgkUt' qufrecht zu eréxalten. „5131le Politik werde es schl1eß11ch 0011) ge mgen die rländer zu ver- söhnen. _ Worms erklärte auf Befragen: das Handels- amt habe kr1ne Nachricht erhalten, daß viele Personen auf dem K01111112n_t 111 Folge des Genusses 0011 Hamburger Speck an Tr1ch1n0s€ leiden. Das LokabVerwaltungSamt abe 1881 011111 Jnstruktton insichtli der Trichinose erlassen. 00 die Ein 11 1 von tri inosem leisch anlange, so sei es Sache der 0 be örden, das Geeignete zur Abwehr zu ver- aylaffen. er arine-Minister erklärte, es sei ihm nicht bekannt, daß für die lotte Kontrakte Über Speckliefe-

'Wie dem „Reuterschen Bureau“ aus Bomba , vom heutigen Ta e, „gemeldet wird, soll nach einer Depe?ch aug Kahul der mtr von Af Yanistan auf seiner Sommer, restden in Yaghman ern 1 ich erkrankt sein; Eyub Khan soll fi in ilai-Salar befinden.

_ 13. Seytember. (W. T. B.) Im weiteren Verlauf der gestrtgen Sißung desUnterhauseS wurde der Antrag Parnxll's, d1e Debatte zu vertagen, mit 228 geen 87 Stimmen abgeleYnt und die Verathung der ern- zelnen Para rap en des Zinanzgefeßes ange: nommen. Das aus nahm hieran sämmtliche Amendementg zu der Vorlage, betreffend den Betrieb von Kohlen- und anderen Bergwerken, an.

Als diy Polizei in vergangener Nacht bei einer Schlä 61:61 ynter den Dorfbewohnern 0011 Ballyponeen 110116 01 Mitchelstown einschreiten w01lte, wurde sie von einem Volkshaufen an gegriffen und in die Kaserne zurück: gedrängt. Von hier aus gab sie zwei Flintenschüffe ab. Es wyrde N1emand verwundet, die Menge ergriff indes; die Flucht, Vier Personen wurden verhaftet.

Cork, 12. Septembrr. heute vor dem hiesigen Gerichtshof. Derselbe wurde auf den Straßen von einer großen V0!k§me11ge mit leb aften O0at1011e11 begrüßt. Nach der ersten Vernehmung wur e die 100111312 Verhandlung vertagt und O'Brien in das hiefie G ef an gn1s3 abgeführt. _ Der Pr ozeß gegen O'Brien wurße bis z11_1n 23. d. M, vertagt. O'Brien 1011 dann vor dem 6511 richt 111M11chelstown erscheinen.

Frankreich. Paris, 11. September. (Fr. C.) Die Rede, welche der, K_riegS-Minister Ferron bei dem zum Schluß der Dwffwnswanöver 111 Castelnaudary ge: gebenen großen Dmrr hielt, lautete:

„Meine .Herren! Ick) bringe cinen Toast aus auf das )(711. Corps 1111d seinen tapferen und erfahrenenFÜyrer. Die Probe, die Sie, mxjn lieder Gemeral, durchgeführt Haben, War 0011 Anfang bis 311 Ende «1110 deltkate. Ohne Zweifel haben wir T).)ki1itärs, die wissen, mit Welck) vetnltch€r Genauigkeit die auf die Mobilmachung bezüglichrn Instruktionen 11011 1878 u11d 1879 ausgearbeitrt- wurdcn, welche Instruktionen seit. Her 11111 102111112 Vrränderungcn erlitten, mit welchem Eifer fie von

haben wir gute Gründe, Vrrtraucn zu hegen. 21118111, man 11111“; dics Wohl sagen,„11nser VerTraucn ivurdc Weder 110111 Parlamrnt noch vom Lande getbrtkl'; es herrschte noch cin fast allgemeines Zweifeln, und d1esrséxchxfeln war für uns ein Grund dcr Schwächr. S0 lange ich M111111erset111112rde. Werde ich nichts, 0ar111chtsvernach1äsfigew damit im Jnlande oder 1111 A11S1ch111dc kein Zweifel über dirMilitär1nacht Frankreichs bcstedkn 1111111. Ick) habe dabrr mit Eifcr das von mriuem Vorgängercin- gcdrachte Gescßrsprojekt, einrn 2110111111111chu11gé401rsuch zu Unternehmen, au'sgenommen. Ich mußte dasselbe jedoch abändern, denn eine einfache (Einberufung dcs Armer-Corps hätte keine Schlußfolgerungcn grstakirt, und dir Em-bcryfung drr Landwehr hätte uns nichts 110301111, dabri abxr dle wchhastlickoén Interessen der Gegend schnwr geschädigt. Dieser EmHerrKung der Landwehr babe ich die Einschiffung des ggnzexi mod1l1s1rte11Armec-Corps 111 die Eissnbabn fast unter dcn 1101111115611 Yrdmgungcn, wir bei einrr wirklichen Konzentrirung, 11110 mcbrtagtge Manöver_ mit rrnstlicbcn Fmtscxzungrn drs Kr1egcs vorgrzogrn. Dic1rs Projekt war nicht neu, es War 0011 dem Großen Generalstab im Jahre 1882, da ich S0„Us-C1)ef„desse[1*en war, ausgearbeitet 100rde11, und nur 11111- getare Erwagizygcn Haben die Minister, die aufeinander gefolgt smd, verhmdrrt, dzzmcn Verwirklixbunq zu verlangen. Der Versuch, idcn Su: d11rchgrf1111rt, gestattet uns folgende trostvolle Konstatirungen: Vor- erst den 11511'10111111111 Etfer aÜc'r Civilbrbördrn für die VOÜendung 0111er großen Pflicht, wrlchcm Eifer ick) glücklich bin, meine An- erkennung ,511 3011811, sodann die Hingebung unserer schönen Brvöl- kerungen des Sudens, 016 so lebhaft, so inthigent find, von denen man alles verlangen kann„ wenn es fick,» Um das geheiligte Jntereffe des Vaterlands 1101111811, Dtesrr Versuch gestattet uns, noch 111111101 wieder dre 'außrrordentltcbe' Gewandtheit unserer Eisrnbahn-Dircktoren zu kon- stattren und den Etfcr des unter ihren Befehlen stehenden Personals lobend zu erwahyey. Dank diesem Eifer, dieser Gewandtheit war der Versuch so sch111s119 als möglich, ohne in hohem Grade den Handels- iniercsicn 'drs Landes zu schaden. Troß rinigrr Schwierigkciten 1111 Dét§111 Haben wir konstatirt, daß unsere Einheiten der ersten „Linie zu galegener Zeit in den 0011 den Marsch- v,0rsck)r1ften angegebenen Stnndcn bereit 1111021611 10111111. Nakl) „. dem Manöver, dem ich beigenwhnt, [)*-3116 ich die 3111101111111, daß 11111210 Offizwre die' Kriegs-Compagnim der Infanterie 11111 (Erfolg 111 171311 Kampf führen Werden. Die Prode, an welcher das ParlamZnt und die Natron ziveifcltcn, ist 11011 Jhm'n, mein (Ssrncral, durcbgefuqbrt wdxden. Der Zweifel, diese Ursache der Schwäche, die 11118 bedruaktr, 1,11 vcrscbnmndrn. Mrine Sache ist 65 111111, die dnrch dw Gcsamuüheit der Operationen,» Tage getretenen Unvoükommen- Hc1tcn zu vrrbrsjcrn. Ick) werde dte1er Aufgabe gerecht Werden. Im Namen des Prasidentcn der Republik, im Namen der Regierung und des Landes danke 111) Ihnen, mein lieber General, und bitte Sie, den unter Ihren Brfehlrn stehenden Truppen den Ausdruck meiner 0011- kommcncn Bcfrtedigung zu übermitteln.“

Bulgarien. Sofia, 12.Septe11111€r. (W. T. B.) Ein Tele 111111111 der „Agence HavaS“ meldet; Die Regierung beabichngt ng€11 den Präfekten 0011 Rustschuk, dessen Verhalten zahlreiche Reklamationen Seitens der Konsuln ver-

sich 1111er die gegen ihn 1101119er110011 Beschwerden zu äußern

Emsm Tslegramm des „.)ieuter'sche11Bureau-Z“ zufolge fand am 12. auf 0611151310136 1111 derKathedrale zu Sofia ein 0011 800 Perf011e11 besuchté-s Meeting der nationalen Partei statt, 1121 welchem Stojanow und Voltschsw sprachen. Letzterer schlug 61116 Resolutwn 0017, in welcher gesagt wird, daß man dem Pr1nze_n 0011 Coburg in seinen Bestrebungen für das Wohl Bulgaruxns bis zum Aeußersteu beistrhen müsse. Hi€r1mck begab steh ein großer V0lksha11fe zum Hause K ar a w slow ' «."-, in wrlchem d1e Fensteremgeworfen wurden. Die Gendarmerie griff, den Haufen unederholt 1111, 11110, wie es heißt, wurden da'be1 mehrere Personen sowie einige Gendarmen verwundet, Die Menge zog )ierauf nach der Zettung „Tiryowska Constitutia“ , zerbrach auch hier 016 Fensterscheiben und riß das Schild herunter, wobet “eruon wurde: „Nieder mit den Verrät ern!“ Sodann begab ich dre Menge nach dem Palais des rinzen und brachte dems01ben lebhafte Ovationen dar, nachdem die auf dem Me'etmg beschlossene Resolution verlesen worden war. Der Frmz dankte und sagte: „Liebet mich, seid Patrioten! Es lebe ulgarien!“

Rußland und Polen.. St. Petersburg, 13. Sep- tember. (W. T. B.) Der dresseitige Botschafter am Berliner How, Graf Schuwalow, 1st zum General der Infan- terie befördert worden. . Das: „Journal de St. Etersbour sagt bezüglich der Erwtdrrung der „Nordd. 21 LS Ztlg.“ au die Auslassuns der „Kölmschen Ztg.“ über die te lung Deutschlands zu Rußland 111 der bulgarixchen

Akt, welche sicherli nicht allein an die 111111 che 310“

DasRecbt der landeégeseßlicben Branntwänbefteuerung an fich babe

rungen in Hamburg abgeschlo en worden seien.

nehmen mit Befriedi ung von dieser reimüth? en Erklärung -/

gerichtet iß. Die Erklärung kann zu gleicher eit auch

(W. T. V.) O'Brien erschien .,

den militärischen Führern studiri und angechdet werdcn, obne Ztveifel Ü

anlaßt hat, 0 0 rzu g e h e 11 , und hat denselben aufgefordert, _

Druckerei der *

rage: „Wik .

Antwort auf die Angriffe gewisser deirtscher Blätter ZZZM die russische Politik und gewisser russ1scher Blatter gegen die deutsche Politik dienen. Daraus, „daß ,bei einer so hervorragend “wichtigen Frage steh d1e be1de11 Mächte, deren Politik mcht 0011 einem, Tage zum andern lebt, in ihren Urtheilsn und ihrer Aktwn begegnen, folgt weder, daß die eine Macht die „Unterstützung der andern mit Mißlrauen ansteht, noch daß die eine s1ch 1m'Schlepptau der anderen befindet, Was würde aus dem" Fruxden der Welt werden, wenn dieses Mißtrauen das hochste und aÜemige Gesetz jeglicher Politik wäre ?“ , ,

- 13. September. (W. T. B.) 2816 der „Nord1schen Telegra hen-Agentur“ aus M_erw auf Grund neuester und zuverläsYiger Informationen nutgetheilt mird, 1st Eyqb Kh 1111 nicht auf persisches (53011161 zurückgedrängt, sondern befindet sich, geschüßt 0011 einer zah11e1chen Anhängerschaft, unweit Herat.

Dänemark. Kopenhagen, 12. September. Der Namenstag des Kaiseréz 0011 Rußland wurde "hier estern mit großen; eierlichkeitrnbegange11 Sch011,am fruhen ZWrgen zeigten si die rusftschen Sch1ffe „Der]awa“" „11110 ,Czarewna“, die englische Yacht „OZhorn0““, der_ franzosmche Marinekrcuzer „Chatsaurenault“ somie die dan11sche Fregatte SjälTaud“ und die KönigSyacht „Danebrog“ 1111„re1chsten [aggenschmuck; später folgten 111-616.an der thde und im Ha en LegendeHandelsschiZediesem Vélsplel. Kyrz vor 11 Uhr 11111 te ein Extrazug die königliche Fam1lie nebst 011211 Gasten 0011 Fredengorg nach der Hauptstadt; von der E1se1-111111111: station fuhren 21116 s0f011_ in Gala-Eqmpagen nach der rusftscyen KapeÜe in der Breitenstraße, wo aus .Anlqß „des Tages eine Dankmeffe stattfand. Außer 0611 Kmserlichen und Königlichen Herrschaften wohnten 'die M1tg11eder der russischen Geandtschaft, __ die russischen „Konsuln, sowie eine große quahl r11lxsi1cher Mar111e-Offiz1ere und Matrosen dem Gottssdienst 21. 'Nach „Beend1gu11g, deS- selben fand an Bord der Yacht „Der]awa“ ein Galci-Dejeuner statt, zu welchem auch mehrer? der 1101511011 Offiziere _der dänischen Armee und der Flotts s0w1e san1111111che Offizirre der dänischen Leibgarde, dLan Ehren-Oberst drr Czar ist, geladen worden waren. Währeud der Ueberfahrt der [when He1rschaftet1 nach der russi1che11 Yacht gaben 11110 KrieaSZ schiffe und die Batterie S1xtch, Karfer11chenf Salut„ VSL dem chruner toastete, wie 010 „Nat.-T1d.“" deri tet, der König 0011 Dänemark auf den Kaiser 0011 uß- land und dieser 0111111 auf den König 0011Dänemark, 0011 König 0011 (Hrirck 131110110 und den Prinzen von Walcs. BEL jedem Toast spie te die russische Mamnrkapeüe dw, brtreffende Nationalhmnnr, während die Kanonen der „Der]awa“; salu- tirten. Zahllose Fahrzeuge aÜer Art umschwarmtrn die russische Kaiseryacht. Um 21/2 Uhr begab M) die hohe Gesellschaft wieder von Bord und fuhr gleich nach der Landung nach dem Centralbahnlwf, auf dem Wege durch die Stadt 0011 der Bevölkerung lebhaft be: grüßt. Dsr Kaiser 0011 Rußland, der sehrwohldussah, 01111116 ununterbrochen für die ihm dargebrachten Huldigungen. (8111 Extrazug führte die hohen Herrschqftcn nach Fredensborg zuruck. Am Abend wurdrn die beiden rassischen Yachten durch 2011111101125 prach10011 illuminirt.

Amerika. Philadelphia, 8. September. (A.C.) Zn Philadelphia werden großartige Vorbere1t11ngen zur Feier des hundertjährigen Bestehens der Ver- Zassung der Vereinigten Staatr11, ,am 17. September 1887, getroffen. Das Fest wird „0161 Ta e dauern und am Donnerstag, den 15. September, semeti An anggwhmen. Der große Zug wird mehr als zrhn (_eng11sche) Me1le11 lang [em, 11110 es 1011011 darin die Jortichmtte der Jt1dustr1e Amerckas in dem verflossenen «ahrhundert dcirgestellt werden. 21112 Gouverneure der Staaten der 11111011 werden narh Philadelphia kommen, und LS wird 11111811 zu Ehren em Banquet veranstaltet werden. Der Präs 1 de111 Cl'eveland wird am Donnsrstag eintreffen und 11111 Frrttag 121110 Revue 111121 30000 Mann Bundestruppen unde1l1ze11, Über welche General Sheridan den Vrfehl führen 10110, (1011011111211. V0n 1111611 Theilen des Landes werden Kriegerversrne zur " Fe1er hierher kommen. Am Donnerstag 21110110 w1rd Prasident Cleveland einem vom Bürgercomité; grgebenen Fest- mahl beiwohnen. Am Sonnabend 1011 unter dem Vorsiß des Präsidenten eine Versammlunéz unter freiem Himmel, auf dem Unabhängi k€1ts laß, tattfinden, wobei Richter Mi1ler 00111 obersten (Heri tHh0_ 1118 Rede halten wird. *Der Chor, welcher an dem 1n11s1k011schen Therl der Feier mitwirkt, 311511 600 Stimmen. BisYOf Pottrr 0011 Iew:York, der Vichof der_englischen H0ch1rche, w1rdfd1e Versammlung mit Gebet eröffnen, und der kath011sch0 Kardinal Gibbons am Schluß den Segen frechen.“ Ds'r Prasident wird am Sonnabend Nach111ittag (Haxt der l)1ber111sche11"Gesell: schaft sein und am Abend einem von „der Umversitat 0011 Pennsylvanirn veranstalteten Banquet beiwohnen.

Zeitungsstimmen.

In dem „Bromberger Tageblatt“ lesen w1r: .

Ueber die Wirksamkeit des UnfallverfiÖerungsgßscßes bqben w1r bkreits einige gutachtlickpe Aeußerungen, welche uns 111 den früher cr- scbirnenen Handelökammcrbericbten für 1886 cntgegrntraten, unseren Lesern mitoetbeilt. "„Auf diese Aeußerungen ist um so mchr Werth zu legen, als sie aus Kreisen stammen, denen das Gesey 111cht zum ge- ringen Theil inmittm einer sebr ungünstigen Geschäftslggx, erhelxliche Opfcr auferlegte, Opfer, Welche jedoch mit Berettrthzgkeit 115131?- nommen wurden in der Hoffnung, den bestehenden sozialen „M11;- verhältnissen auf diese Weise eine tiefeingreifende Abbüls'e zu gewabren.

Für wichii e Theile des GeseÉes lagen bei Abschluß der 1886er Handelskammerßerickzte noch keine rfabrungen Vor, naxnentltckxfcblen dieselben in Bezug auf die Unfallverbütunas-Vorscßriftetz, dee (He- fabrentarife, das Umlageverfadren u. s. 10. „Doch genugx die b1sl)er1ge Entwickelung, um das Gefühl der Befrtedtgung daryber 311111 “Aus- druck zu bringen, das;, wie der Handelßkammerbertcht emos, rhetn1schen Industriebezirks es mit freudigster Anerkennung gußsprtcht, „durch die, sozialpolitische Gcscßgedun endlich den verbitterten Prozessen zw1schen Arbeitnehmern und rbeitgebern wegrn Schadeyersaycs auf Grund des Haf1pf1ich1gese13cs Einhalt ?etban ist und die Verletzten u'nd deren Hinterbliebene ihre Entscbäd gung nicht mehr auf Grund 211110 zivilrechtlichen Schadenanspruchs erhalten", sondern auf Grund emer öffentlich-rechtlichen VeY'kcherung obne Rucksicht dara11f, ob und Wessen Verschulden dcn Unfa herbeigeführt bat, „namentlich ob etwa dem Veschädigten eine Fabrlä igkeit beizumeffen ist." , ,

In welcher Weise die erufsgenossenZÖasten selbst die ihnen durch das Geseß zugewiesene Thätigkeit auf affen, erhellt u. A. aus folgendem Vorgange.

Eine Berungenoffenschaft hatte die Betriebsunternehmer durcb

BetriebSunternebmer fragte darauf bei dxr BeruFSgenoffenscbaft an, inwieweit ein geseleicher Zwang auf den Arbeiter dahin auSgeükxt werden könne, daß er seinerseits die Wiederherstellung ferner Erwerbsfähtgkeit zur Anzeige bringe. In der Antwort der Berungrnoffenschaft wird nun zunächst auSgeführt, daß ein s01cher Zwang mcbt besteht, daß aber des Weiteren die den Betriebsunternebmern ausgesprochene Bitte neben der Absicht der Arbeit- und Kostenersparnis; den Zweck im Auge hätte: „durch die Ueberwacbqng der Verunglückten bei den Herren Betriebßunternebmern ein gewisses Interesse für dieselben zu erwecken. Der Geseßgeber ist bei Abfassung des Unfaüversickoerungs- gesetzes von der Grundidee beseelt gewesen, dem Arbeiter nicht nur die materielle Wohltbat zu erweisen, sondern auch demselben die “Fürsorge des Arbeitgebers für sein Wohl vor Augen zu führen. Dieser Zweck wird aber nicht nur durch Gewährung von Geldunxer- stüßungen erreicht, sondern in erster Linie dadurch, daß der Arbeiter die Sorge des Brodherrn für seine materiellen Interessen erkennt.“ Die Ueberwachung der Verunglückten habe nicht nur den Zweck, die Berungenoffrnscbaft Vor unnöthi en" 'En1schädigungsansprüchen xu schüßen, sondern auch, dem geJch'adtgten Arbeiter durch zweck- entsprrcbende Behandlung und rechtze1tiges Vorbeugen sein kostbarstes Gut, seine Gesundheit, zu er1.)a_lten 0111) wieder herzusteÜen. D1Je Ueberwachung aber faÜe in erster Lerne dem auch durch materie e Interessen verpflichteten Arbeitgeber zu. ' Dieser Vorgang beweist, daß die Gesichtspunkte, welcbe die Kaiserliche Botschaft von 1881 als Auögang und Ziel ihrer Bestre- bungen aufstellte, mehr und mehr anrrkannt und gepßegt'werden. Die Fürsorge für die arbeitenden KlaffZn sollte nach dem thlrn des Kaisers die CrfüÜung der Pflicht christlicher Nächstenliebe sein, we1che aÜe Berufsstände der Nation, und zWar gerade für die Tage von Roth und Gefahr, dauernd umschließen 1011. , Jene Kundgebung aus berufsgenosfenschaftlichen Kreisen zeigt, WW, d1ese Auffassung Boden gefrmden und hoffentlich wachsend Gememgut des ganzen Volkes werden wird.

Im" Ganzen beschränken die in den Handelékammerberichter] Vor- liegenden Stimmen sich darauf,. die allgewem wohltbätige Wzrkung des Geseßes zu konstatiren, szelnethnsÖe, MW,“ dabe1 zum Ausdruck gelangen, über die 13wöchent11che KarenzzUt, uber den Urn- stand, daß nicbt alle Unfälle unter dczs Grieß faÜen und die Arbeit- geber daher für - diese dennoch der Prwatgeseüschaften' versichern müssen, 11. s. w., sind schon bei den Berathungen 1111, Retchs- tage in der Presse aus11iebig zur Erörterimg gelanßt, ihre (Yr- füllrmg wird crst an der Hand längererpquttscher Erfahrungrn mog- lich sein, wie denn die Verbefferungsfahcgkelt des_ (Gesetzes 0011 Anfang an 11011 keiaer Seite in Zweifel gczogewworden rst. Einstwälen genügt es, die erfreul1che Thatsache zu Verzetcbnen, daß die Wohltbaten desselben im Volke verstanden, und daß das Gesetz 13011 seinen zunächst berufenensPfleJern, dra Brrufßgenoffen- YÖZWU (Fuck) nack) seiner sittlichen Srtt: bm gekvurdigt und gehand- cka 1 wir .

_ Der „Reichsbote“ sch161bt: _ '

Man gebt aber je 1 von freibändlerischer Seite _ sc1b1t auf die Gefahr hin, fick) löcher ich zu machen _ so weit, zu behaupten, dacß dir deutschen Landwirthe in Mecklenburg, Olt- 1111d Wkstpreußen si beklagten, „durch die 30111?“ sei ihnen_ der eng111che Markt zerstHrt worden. Wenn dies wahr wäre, so müßt? doch von ihrem Getreide Zoll in Eng1and erhoben werden; wenn d1es aber'yicht der FaÜ 111, so kann ihnen auch nicht „durch die Zölle“ der'en11111ckye Marktzerstsrt worden sein; wohk aber hat, sofern dicsereng11sche Markt bestand, d1e Konkurrenz denselben zcrstört; wie man ebenfaUs durch die Konkurrenz, welche den deutschen inneren Markt „erschwerte oder vielmehr zer- störte“, genöthigt worden war, den enmliichrn aukzusucHem' Klar 1st aber ohne Zweifel, da? man in Drutschland sich 111-gen d1e drtngendsten Pflichten der Selbsier altung versündigt Hgbcn wurde, wenn „man dem ruhig zug esrhen Hätte. War es schon schlimm, grnug, dgß die fremde Konkurrenz der HeimischenProduktton zun1T11611 ihren nachsten Markt streitig machen und sie nöthigen konnte, srch _m der Fremde Ersatz _zu suchen, so war es allenfakls ertraglick), so lange d1e1rr Ersatz noch da war. Allein dieser Ersatz durch die amert- kanische und indische Konkurrenz v_erschwand, so mußte dock) wohl gegen die fremde Konkurrenz 1131 eigenxn Laydc der Grund- saß, daß sich Jeder selbst der Nachste ist, m Anwendung kommen. Wenn selbst beHauptct Werden könnte,! dczß die Schußzöile eine Erhöhung der Verkaufspretse für_Getre1de 111 Deutschland nicht Hervvrgedracht„b_aden: so 51111211 fie edenfaüsdte fremde Konkurrenz im Lande gemaßigi. Wenn, w1e bcwuptet w1rd, die deutsche Landwirthchaft ihren Cxportmarkt für Getreide verloren habe _ was dock) unmöglich durch unsere Emfuhrzßlle, sondern nur durch das Ueberwiegen der Konkurrenz „geschehen 16111 kann; _ was 101111 erst aus ihr werden, wenn wir d1eseKonkarrenz 0111111111 Jgnern schalten und walten ließen obne Schranken und Maß? Wtr Wurden wahrscheinlich jetzt schon kaum noch zwei Drittel unseres Getretde- bedarfs bauen können. . . .

Statistische Nachrichten.

Gemäßden Veröffentlichungen desKaiferlichen Gesundöeitß- amts find in der Zeit vom 282111111111 bis 3. September cr. 11011 xe 1000 Bewohnern, auf den Jahresdurchsckmitt berexhnet, als estdrben geme1det: in Berlin 25,0,111 Breslau 30,5, in Königsberg 3 ,3,111 Kö1n _, in Frankfurt a. M. _, in Wiesbaden 10,9, 111 Hannover _, 111 Kassel 13,4, in Magdeburg 28,1, in Stettin 22,9, 111 "Altona 28,1, in Stra burg 28,6, in Meß 20,1, in München 26,6, in Nurnberg 26,5, in Augs urg 17,8, in Dresden 30,3, in Leipzig 20,3, 111 S1uttgar117,0,'1n Karlsruhe 16,9, in Braunschweig 19,4, 111 amburg,29,6, 111 Wten 19,4, in Pest 32,2, in Prag 26,0, in Tries 33,4, in Krakau 28,5, in Amsterdam 19,1, in Brüssel 22,8, in Paris 21,0, in Basel _, in London 16,6, in Glasgow 19,2, in Liderpoql 20,4, 111 Dublin 37,5, in Cdinburg 17,6, in Kopenhagen 24,4, 111 Stockholm 17,0, in Cbri tiania 18,2, in St. Petersburg 23,5, in Warschxm 28,3, in Ode a 29,0, in Rom _, in Turin _, in Venedtg 24,7, in Alexandria 39,0. Ferner in der Zeit vom 7. hrs 13. August: in New- York 27,0, in Philadelphia 22,4, in Baltimore 24,9, 111 Kalkutta 21,8, in Bombay 27,2, in Madras 34,8. ' _

Die im Allgemeinen l'obe Temperatur der Luft, d1e wahrend drr Berichtsw0chc in ganz Mit1el-Europa vorberrschtc,_ bccmflußte dre Sterblichkeit in den meisten Großstädten Europas 111 der MZ, daß, besonders in deutschen Städten, Darmlfatarrhe und Brechdurchfa112 der Kinder wieder zahlreicher zum Vorschein kamen und haufiger 10d111ch endeten. Dies War in Berlin, Hamburg, Dresden, Leipztg, Königsberg, Danzig , Frankfurt a. M." , Strqßburg, auch 111 St. Petersburg und Odessa der Fall, wahrend 111 anderen Orten, wie München, Breslau, Nürnberg, Barmen," Magdeburg, Braun- schweig, London, Wien, Pcst, Kopenhagen, Bruffe1 u. a. die 311111 der Opfer, Wenn aucb noch immer grOß, so d0ch k1e111er War als 111 der Vorwoche. Die Sterblichkeit war deshalb 111 cmer anzen Zahl yon Städten etwas größer, als in der vorhergegqngenen 01112, 111 ezner anderen gleich hoch, 111 mehreren aucb vermmdcrt. Emer gunstigen Sterbli keit (noch nicht 20 ro Mil1e und Jahr) erfreuten ,fick) Wtes- baden, remen, Augsburg, tuttgart,Barmen,Brau11sch1vc1Z, Erfurt, Kassel, Main KarlSruhe, Wien, London„ Glas ow, .diziburg, Stockholm, Cristiania. Auch 111 Metz, Letpztg,Ére1bu'r 1. B., Essen, Elberfeld, Paris, Liverpool u. a; blieb die terbli kett 111111; mäßige. Hoch (über 30,0 pro Mtue und Jahr) war dtc Sterblichkeit unter den dcutscbcn Stadten in Breslau, DreSden, Königsberg, Danzig, Görli , Cbemmß, Posen 11. a. O. _ Die Tbeilnabme des äuglingézalters 1111 , dcr Gcsammt- sterblichkeit blieb im Ganzen dic Fetch hohe, Me 111 der Yorwvche. Von 10 000 Lebenden starben, 11qu abr berechnet, in Bcrlm 128, 111 München 130 Säuglinge. _ Akute Entzundungcn der Atbmungs-

.? " , _

' *? ***-„"““ " und.Keuchbus1en eWas seltener wurden. __ .a xen“ fükrken ck Paris, London, Dublin etwas mehr, in Munchen, xen, Kopenhagen eWas weniger Sterbefälle als in der Vonvocbe herbet; neue Erkran- kungen kamen in Berlin, Breslau, Wien; Kopenhagep, St. Fetersburg in befcbränker Zahl, auch 111 den Regierungs- ezirken Düsseldorf und Königsberg seltener als 111 der Vorwoche zur Anzeige. _ Das S ch a rla chf1 e b er hat, in Berlin und London etWas mehr, in , Wien etwgs wem er Todesfälle veranla t. Erkrankungen haben in Breslau, 111 dem 5 e- gierungsbezirk eldorf sowie in Wien abgenommen, dagegen war ihre Zahl in Hamburg, Nürnberg, Edinburg,Kopenhagen,Stockbolm, im Regierungsbezirk Schleswig eine etwas gesteigerie, _'D1e Sterb- lichkeit an Diphtherie und Croup War in Berlm, Dresden, Altona, Prag, St. Petersburg, London, Christiania eme verxtitriderte, in Frankfurt a: M. und Danzig blieb sie die [eich hohe wie in „der Voxwocbe. Dagegen nahm fie in Breslau, Ham urg, Nürnberg, Wren, Peit, Paris zu. Erkrankungen an Diphtherie kamen jedoch aus Berlty, Breslau, aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf, aus Pest, Kopenhagen 111 etwas größerer, aus Hamburg, Nürnberg, Christiania, St. Petersburg m etwas verminderter Zahl zur Anzeige. _ Typhöse Fieber rtefen in Berlin, Dortmund, Hamburg, Magdeburg, Paris etwas mehr, in London und St. Petersburg etwas Weniger SterbefäÜe Hervor. Erkrankungen haben in den meisten der genannten Städte abgenommen. An Flecktyvbns kam aus dem Regierungsbezirk Dijffeldorf 1 Todes- faU und aus diesem Bezirk, sowie aus Berlin je 1 Erkrankung zur Anzeige. RosenartiZe Entzündungen-des Zellgewebes der Haut führten in ondon häufiger zum Tode. _ Der Keuch- husten hat in Berlin, London, St. Petersburg ein wenig ab enommen, aus amburg und _Kopenbagen werden weniger Errankungen beri tit. _ 21118 Hamburg , kamen 4 weitere Todesfäüe und 13 Erkrankungen an Trtchinofis znr Mel- dung; (11111) in Braunschweig find zahlreiche Erkrankungen vorgekom- men. _ 21115 St. Petersburg wird ] Todesfall an Tollwutk), aus London 1 Todesfall an Roß berichtet. Pocken veranlaßten in Wien 2, in Prag 5, in St. Petersburg 7, 111 Paris 9, in Triest 15, in Warschau 17T0desfä110; Erkrankungen kamen aus den Regierungs- bezirken Hi1desbeim 1, Schleswig 2, aus Pest „5, an? Wtey 7, aus St. Petersburg 9 zur Mittheilung.“ Die Nachr1chien uber dre Cho- lera in Jtakien lauten im Allgemeinen günstiger; nur 111 Palermo und in der Umgegend von Neapel haben zu Ende Auggst dre Shy- lrrafälle zugenommen, in der Stadt und Provinz Ceztama, [0w1e 111 den Provinzen Syrakus und Messina kamen nur vereinzelte Falle dor.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Bendix, Rechtsanwalt: „Die Deutsche Konkurs- 0rdnu11g. Handaußgabe für den praktischen (Hebraucb/ (Verlag von L. Schwann in Düsseldorf. Preis geb, 2 „74, geb. 2 50 „M) _ Die Vorliegende AUSgabe der „R.-K.-O.“ enthält in handlicher Form einen genauen Abdruck des Geießestextes und des dazu gehörenden deutschen Einführungs- und Preußischen Außfübrungßgeseyes sowie ein voll- siändiges Sachregister. Die Entscheidungen des Reichsgerichts sitid bis auf die neurste Zeit (bis zum 1117]. Bande einschl.) m den den Text der ,K.-O.“ erläuternden zahlreichen An- merkungen sorgfältig berückficbti t, ebenso die einschlägigen B?- siimmungen des bürgerlichen eichs- und Landeßrechts. Dre Lehrbücher des Preußischen Rechts von Förster-Eccius und Dernburg und diejenigen des Rhein. Rechts 0011 Zachariae und Kretschmar baden gebührende Beachtung gefunden. Das Buch steht in drr Mitte zwischen den großen Kommentaren und den lediglich nur m1t ParaÜelsteUen Versehenen Textaußgaben. Der Verfasser hat es ver- standen, in übersichtlicher Weise diejenigen Punkte hervorzuheben, auf welche es in der Praxis wesentlich ankommt, und“ das inhaltreicbe Buck) darf daher einer beifäiligen Aufnahme fieber sein.

_ Praktische Anleitung zur Kultidation subtrw- piscHer Gebiete. Nach eigener Erfahrung, besonders in Sud- Australien. Von Hermann Rieck in WalhaÜa bei Coffs Harbour, Neusüdwakes, Australien. Mit_Abbildungen. Herausgegeben vom Westdeutschen Verein für K010n11ation Und Export. (München und Leipzig. Preis 1 „W 50 „Z. Druck und Verlag 0011 R.Hldenbourg. 1887.) _ Das Buch hat folgenden Inhalt: Vorbemerkung. _ Kampf ge en Wildniß. _ Friedensscbuß. _ Vertheilung des Landes. _ Außwa [ des Bodens. _ Wie Wildland zu klären und zu be- -Pf1anzen. _ oriien und Reserven. _ Baubolzausfuhr und Busch- zin1merei._ rstes Obdach. Haqsbau. _ Pferde-, Rindvteh- und Schafzucht. _ Edelmetall- und Edelsteinminen, „_ Post- und Tele- graphenwesen, Banken; _ Flüffe und Seehäfen. __ Oeffentliche Bauten, Arbeiten, Leistungen und Lieferungen. _ Wie erhalt fi_ch der weiße Arbeiter in der warmm Zone die Gesundheit? _ S_cblußwort. _ Dem Buche gereicht es zur besonderen Empfehlung, daß der oben- genannte Verein dasselbe durck) Zuerkennung eines Preises außge- zeichnet hat, da es fick) deutschen AUSwanderern und den neuen deutschen K010nien 0011 vraktischrm Nußen erweisen Werde._ .

_ Die „Gewerbehalle, Organ für de11J0rt1chr1tt1n_allen Zweigen der Kunstindustrie' (unter Mitwirkung deswahrterFaxbmanngr, rrdigirt 0011 Ludwig Eisenlohr und Carl Wezgle„Arch1xektei_1 111 Stuttgart, Verlag von I. Engelhorn dasellUt) knetet 1n ihrer neuesten Lieferung (9.,_ 25. Jahrgangs) zunächst einige w'erth1-0118 Auf- nahmen älterer kunstgenwrblicber Arbeiten. _So zeigt d_1e erste Tafel ein schönes altes Gittertbor aus _Nurnderg (aufgenom- men 00111 Architekten C1). Hinderer dasrlbii). „Dem Anfang des 18. Jahrhunderts angebörcnd, ist dasxelbe em_ Muster zweck- entsprechender Kompoßtiou, welche das Grundmotrv, dir Stacketen- Tbeilung, 111 künstler11ch schöner Weise vererthet. Auf Tafel 60 der Lieferung ist der Deckrl eines Schn1uckkä1tchens (1118 dem 17. Jahr- bundert dargestellt: eine reiche, präch11gc, höchst geschmackvolle Jntarsm-Ardrit (aufgenommen 0011 Grorg Ge1ßlcr 111 111111 . Die Ornamente und Linienfassungen dcs sxhwunZvoll gezet - neten Zierrabmens, dessen Grund Ahorn 1st, esteben aus Birm, Nuß-, Apfel-, Vrasil-, Pfaffenkappen- und ge- beiztem Ahornholz nebst Erlenmaser, welcbe „durch_ Vreqnen aufs Schönste nüancirt find. Die Jagdscetie des Mtttelstucks m1t dem ße umgebcnden Medaiklonfries ist in „Kupfer gravirt und feuervergoldet Den Rand des Deckels ztert ein 1chmaler Rankenfnes mit Tbisrdarsteilungen aus demselben Metal], jed0ch_ flacb rc1irfirt, Eine höchst intereffante alte_ Arbeit yon ongmeller Form und Schönheit _ist das aus der folgenden Tafel abgebildete, 111 Silber etrtebene Schreibzcug (aufgenoxxnnen von O. Häberle in Hannover) as auf drei vortrctcnden Kugelsüßcn_rubende Gerät!), auf deren zweien Figuxen sich bäumenrxr und die Keule 1chwi11gender Centaureq stebcn, 111 aufs Rcicdste 11111 durcbdrocbencm Rankcnwerk und Re1ief-Ornamenxcn im Barockztvl geztert; dcr Deckel zeigt das Bildnis; _der Königin Katbarma von Polen. Das neuere Kunstgewerbe i1t ebenfalls_ durch mehrere Tafeln_ver- treten: Eine Kollektion von Entwürfen zu farbigey GlaSgefaßen, von Julius CamiÜo Maeß in Berlin, schließt src!) ztemltch eng an berühmte Vorbilder altvenctia11i1chcr Kumtxertigkcrt an, ohne xedocb diese, eben einfach unübertrcfflichen, Muster vc'rbeffertx zu kaxen. Ein anderes Blatt zcigt das Fragment emerWZimmeremncb- tung im modern - englischen, richtiger japan111renden S_tvl (für den Baron von Harrison in Arcbßngcl entworxen, vom Architekten _B. Schäde in Berlin). D1e neyfranzösisckxc Kunstindustrie rcprascntirt die Firma Flacbat ugd Co(bet m L00n_ unt einigen, ztcmlich n11chtcrn aus verscbtedencn DWlarten komptltrten Möbeln (Spixgel,_chnstubl und Studs). D1c Farbcndrucktafel am Schluß zeigt mer Hörner blasendc Putten, erfunden „11011 Prof. deolf Seis in München (Wandmalerei aus dem Königlich Bavenschm Naiional-Mu eum). * _

_ Die * r. 37 (1887) 11011 .Scborers Fam1lzendlatt' (rcd. von Vr.FranzHiricbWatfolgenden Inhalt:Dachbc1mn1 Jörn: Durchlaucht. Von A Ramin. (2. ForUcyungZ _ Dex „ck12. Gedicht von H„ von chuignolles. 11 dem Kurz blatt: Du“ Zuber- spiclerin. _ Uncrklärltches aus ergangcndat u_nd *Gcacnwart. T. Der Giftmord dcs Hotlakaien Becbstadt. Von W1lhc1m Bennocke.

organe blieben in b'scbränktcr a [ Todesursachen. _ Yon de11 In- fektionskrankbeiten kamen Steréchlle an Scharlack), Diphtherie und

Cirkular auf efordcrt, von der Wiederbersteüung in ihren Betrieben verunglückter erbeiter sofort Anzeige machen zu wvlLen. Emer dcr

Pocken etwas mehr zur Meldung, während typböse Fieber, Masern

_ Das neue Theater in Prag. Mit dem Porträt Angelo Ncumann'x