der Ta der Einmaiscbvngen in Brennereien. _ S_teuervezgütung für aukg brten Kirschsaft. _ Ausfubrver ütunß fur parfumirten Branniwein. _ Evgänzung der Dieustvorscbriizten 5 er die Besteuerung des Tabacks. _ Personalnachricbten.
" .- .
Komik, Wiffeufthaft und Literatur.
Unter den Hohenzollern. Denkwürdigkeiten aus dem Leben des Generals Oldwig von Naßmer. Allen deutschen *Pajrioten gewidmet von Gneomar Ernst, von Naßmer. Aus der Zeit Friedritb Wilbelm's 111. 1. Theil: 1820-1832. Goiha, Friedr. Andr. Pertbcs, 1887. (Prxis: _6 „M) _ In diesen) treßsltck) ausgestatteten Werke begrüßen wrr eme hervorragende 11terar-scbc Erscheinung, welcbe ohne Zweifel nicht nur bei Historikern ,und Militärs, _sondern bei allen deutschen Patrioten die freudrgste Aufnahme finden wird. Oldwig von Naßmer. geboren am 18. April 1782 zu Veliin m Pommern, gestorben auf seinem Gute in Niederschlesien am 1. Nyvember 1861, war einer unserer bedeutendsten, fonwbl . im praktischen Dienst, als durch wiffenschaftlicbe Leistungen aUSgezrrchnetsten_Er_nxrale, auf dessen Einfluß manche der wichtigsten neuxren militarisckwn Or anisationen zurückzuführen sind. Was aber diesem bedeutungs- vo en Leben einen besonderen Schmuxk, eme bevorzrzgtc Stellung und ein außergeWöbnlicbes Interesse verleiht, das find dte'nahen und zum Theil intimen Beziehungen, in "welchen 'der verewigte (_cheral zu unserem erhabenen Königshause, zunachsi zu König Friedrich W1lbelm111. und ganz insonderheit zu unseres jeßtgezr Kaisers Majcsiat, der ihn „Seinen treuen, bewäbrien nnd unvergeßlichen Freund“ ncmzt, gestanden hat. Nachdem bereits 1876 Mittheilungen unter deni Titel: „Aus dem Leben des Generals Oldwig von Naßmcr" ( Berlin, Mittler)ersch)1enen waren, welche mit dem Jabra 1820 abschltcßen, werden" die Dexck- würdigkeiten 'eßt zunächst bis z1_1m Jahr 1832 forigefuhrt. Eine Fülle des gescbicbtlick) und militäri1cb bedeutsamstrn" Materials, Ver-
unden mit den detaiUirtesten Mittheilungen persdn11cher11ndfamx- liärer Natur breitet sick) vor uns aus. Besonders interessant find die reichen Auszüge aus den Korrespondrnzen hoher imd höchster Personen, und unteribnen die Briefe unseres Kaisers als die Kronezu bezeichnen. Da der Verfasser die unumgängliche Diskretion bewahrt, '1st selbs?- vertändlick). Er selbst spricht sich in der Vorrede uber die Modali- täten aus, unter denen er das bezügiiche Materia! benußt hat. Die Beila en find in politischer und militärischer: Beziehung von .bobem Wertbz. Durch das angehängte Prrsonenregrster Wird der Gebrauch des Buchs sebr erleichtert. , ' . ,
_ Von dem Pracbtwerk: „Die östekrreicbiscb-rzngartscbe Monarchie in Wort und Bild" rst socbrii die 44.'Llefß' rung, das 18. Heft des Uebrrsicbtsbandcs, erschwnrn. Dreseibe bringt die ?ortseßung der gediegenen .GksckZich_111chrn Uebersicht der östcrreicbi ([ck-ungarischen Monarchie“ _ 13011 Heinrrck) von'Zeißbcrg. Das Hifi ist mit elf künstlerisch arisgcfubrtcn Jüustraiwyen ge- schmückt, dercn meiste nach berühmten Siichcn 'von, Sirgmund L'Allemand und Gustav Frank angeicrtini sind. Die BildmffZ der Kaiscr Leopold 11. und Franz 1., drs Erzherzogs Karl „und des Frzrsten Lothar Mrtternicb sind mxisterbait ausgeführt; ebrziso dteleuitratio'nen „Kaiser Leopold 11. im Kreise seiner Familie bei dcr'Ankun'ft beider fizilianiikber Majestäten in Wien“, .Die Schlacht bci Leipzig“ und „Der Wiener Kongreß“.
Getverbe und Handel.
Die Gencraivcrsammlung der Wiiritembergisibcn Kaityn- manufaktur vom --17. d. M. beschloß dic Vertheilung elner Dividende von 20 0/0 = 80 316 per Aktie fiir das am 30. Juni d. J. abgelaufene Geschäftsjahr, in wrlcbrm 11011) dem_ Bericht des Vorstands ein weiterer erheblicher Auf!chwung zu verzc1chneu War. - Die Bilanz ergiebt .abziig1ick) der vertragSmäßigen Tantiémcn einen Gewinnübcrschuß von 899151 „46 Die Abschreibungen betragen an Gebäuden, Gütern, . Maschinen , Wohnhäusern, Mobiiicn 83427 «Fk, „ an ,Waarenvorrätben 50 000 «15., an Walzenbestand 50000 „46; zurückgestellt Wurden für in Ausführung begriffene Neubauten 60 000 «js, dc-m Obligations-Tilgungsconto n'urdcrr überwirscn 9000.46, dem Reschcfonds 60 000 „75, dem Unicr- stii xungs- und Pcnsionsfdnds 20 000 „46, dem Dclcrcdcrcconio 50 00 „46; alsdann vcrblcibi zuzüglich des vorjäbrigcn Bilanzsaldos ein tantiémcfreier Saldo von 40126 216. - Aus dem lanfcndrn Be- trieb wurd?" 111305 „16 fiir Unterbalt dcr Fiibrik imd fiir maschi- nelle Erneuernnaen bestritten. „ .
Halle 0. S., 17. Srptcmbcr. (W. T B.) Der Auisicbtsraik) dcr Erdellwiyer 'Jiktien-Papierfabrik bat befrixldsscn, der Gcnrrakversammlung bci gleicb hoben ']lbschrcibungcn wir im vvrigen Iabre dic Viribeilung eiiier Dividcnde von 10% Wrzuschlagen, gegen 15 0/0 im vorigrn Jahre.
Siegen, 16. Scptcmbcr. (Köln. Volks-Ztg) Das Eisen- geschäft verharrt in fcstcr Siimmung und die Prciie ballen sick) auf den ciböhten Säyen. Nachdem im Laufe des Monais August, namentlich in Eisenstein und Robriscn außergcwöbniick) große Posten auf längere Tcrmine bcrkauft wordcn sind, warrn dir. Abscblüffc in dcn Letzten 14 Tagen naiUrgcmiiß wrniger_gr0sz, Mid dcr Vrrkcbr war daher etwas rubigcr. Dic mcisicn Hdckwicnwerke bach ibrcn Bedarf an Eisenstein für etwa drei Monate gcdcäi 11111) cbcnso auch die Walzwsrkc den Bedarf an Roheisen. Dic Notirungcn sind durcbgkbcnds wie zur Zeit Umcrcs leptcn Berichts. Zn Sbicgclciscn ist das (Gcscbäft etwas lcbbastcr gcwordcn; der Preis [iir solches von 10 bis 12% Mnngangcbali ist jetzt 50 ck16 die' Tonne. Hinficbtlick) Hcinblccb wird an dcm Minitrml-Grundyrcis von 135 «16 ab Sie cn cstgebalicn. Da die friiborcn Abschliisic dcr Händicr, Welche c- sondcrs in drr ziveiten Hälfte Juli nacb dcr erstcn Prciscrböbung rrchtbcdcutcndePosten kauften, allmäblicb zur Neige geben, so nimmt man an, daß auch von dieser Seit? in näcbstcr Zcit wicdcr zabl- reichere Ordres eingeben werdcn. Citistiviilcn sind die Walznicrkr in angestrengtcr Thätigkeit, und manche sind noch bis Roycmbcr mit Aufträgen versrbrn.
München, 19. September. (W. T. B.) In cincr gcsicrn Abend bier staitgcbabten Sißung des Vereins bayerischer Spiritus-Produzentcn wurde alisriiig der Wunsch ausgr- sprochen. daß das Projrkt einer Bank für Spiritus- vcrwcrtbung baldniögiicist nieder aufgmommcn werde. Zugleich wurde bcscbloffrn, bis auf Wciicrcs dcn (Hesammtvcrfani von bavkri- schem Spiritus und Branntwein dcr bicjigen Firma Schrcßrr und Skbertcl zu übcrtragcn. Dic Verscimmlung sprach sicb ferner ein- stimmig für die Aimabme dcs ?))eicbs-Branntweinsreuer- geseÉch Seitens der bayeriscbcn Kmntiic'rn aus.
. ürnberg. 17. September. (Hopfenmarktbericbt Von Leopold Held) Der brurigr Markt wie's einc Zufuhr von 700 Bauen Marktbopfen und 1200 21011111 auswärtigen Sorten auf; außerdem gelangten nocb die_ riarnbafien Rcstbcstärde des letzten Marktes zum Angebot Das chcbäfi War ein sebr schloppendcs und zu um einige Mark billizicren Prcisen konnte nur ein Theil des Vorratbs placirt werden. Die Exporteure verhalten sicb beinahe vöÜig untbätig. Die Stimmung ist ruhig. Notirungen: (Hebirgshopfen 90_95 «16, Markt- bopfen 111 75-80 „46, do. mitlel 65-70 „46, do. gering 50-55 „46, ?aliertaucr 75-95 „46, Württemberger 75-105 „56, Badische 75 bis
05 „47, Eliäffcr 75-85 „46. Nach dem Schluß dieses Berichts zeigten siä) (.Fr-1511er 12011 Marktbopjcn iebr nachgixbig und offerirten Mittel- qualitätcn zu 55-58 „M. zu welchen Preiken sodann für Export wie für Kundschaft einiae bundiri Ballen genommen wurden.
G10§gow,17. Sxptember. (W. T.:B.) Die Vorrätbc von Robeisen in den Stores belaufen sicb aus 917999 Tons gegen 820 639 Tons im vorigen Iabre. Zahl der im Betrieb befindlichen Hochöfen 83 gegen 78 un vorigen Iabre.
N ew- Yo rk,17. September. (W. T. B.)DerW e rtbder in der ver- gangenen Woche eingeführten Waaren betrug 9395604 Doll., davon für Stoffe 2972 347 Doi]. Der Werth der Einfuhr in der Ykriéwcbe betrug 6846 005 Doll., davon 2188170 Doll. für
o e.
Verkehrs - Anstalten.
Der beutigen Nummer des „Reichs-Anzeigers,“ liegen die W int e r - Zabrpläne aus dem Bereich der Köntalrchen Eisenbahn- irektionen Magdeburg, Erfurt und Köln (rechts- rheinisch) bei. Hamburg, 19. September. (W.T.B.) Der jZostdampfer .Francia“ der Hamburg - Amerikanischen acketfabrt- Aktiengesellscbaft ist, von Hamburg kommend, am 17. d, M.
in St. Thomas ein etroffcn. London, 17. Heptember. (W. T. B.) Der Castle Dampfer
„Roslin Castle“ ist gestern auf der Ausreise von Darthmoutb abgegangen.
St. Petersburg, 18.September. (W. T. B.) 'Der „Neuen Zeit“ zufolge ist die Uebernahme der Nikolai-Babn m die Ver- waltung des Staats definitiv beschlossen.
Sanitätswesen und Qüarantänewesen.
Frankreich. ,
Die für“ Provenienzen aus dem „Festlande' Jxalrens, " von Neapel bis zum Kap Santa Maria di Leuca, eingefuhrie dreixagi'ge Quarantäne („Reicbs-Anzeiger' Nr., 194 vom 20. August 1887) ist auf Joie Häfen des Küstengebieis bis zum Kap Gargano ausgedehnt wor en.
In Folge eines Erlasses des französischen Minisixrs, für Handel und Industrie werden die Provemenzcn ' (zus Sardinie'n m den franfzösiscben Mittelmeerhäfen einer dreitagtgen Obscrdatton unter- wor en.
T u n i s. Durch Ministerialbcschluß vom 9. September 1887 ist „cine achi- tägige Bcobachtungs-Quarantäne gegen alle Von Sardinien kom- menden Schiffe vorgeschrieben worden.
Berlin, „19. September 1887.
Verein für Geschichte der Mark Brandenburg Sißung Vom 14. September 1887._ Professor Hol e besprach den zweiten Theil von Knotbe's „Geschichte des Oberlaur er Adels und seiner Güter“ (Mitte des 16. Jahrhunderts bis 162 ). Die viel- fachen Verbindungen dcs Laufißer Adels mit dem BrandenburgisÖen und dic bei beiden ziemlich gleichen wirtbschaftlicbcn Verhältnisse, welche der Verfasser mit gewohnter Sachkunde und Gründlichkeit darsteblt, macbcn seine Arbeit zu einem auch fiir die märk11ch6 Ge- schichte wertlwolien Beitrage. - (Es wurden alsdann die aus Ver- anlas ung der [)undcrtjäbrigcn Feier dcs Wicdcraufbaues der Stadt Nru- ruppin erschienenen Druckscbriitcn borgele.»t, und unter dissen vornehmlich Vittkau's „Aeltere Geschichte der Stadt Ruppin“ cmpfoblrn. - Die Reibe der Vorträge eröffnete drr Oberförster Soßmann mit einer Beschreibung der von Friedrick) dem Großen in seinen I])Ü-l'S-I an (Hotter und an Voltaire erwähnten cht verschollenen Kartenspiele. '_ Oberst-Licutcnant Schnackenbnrg [08 die merkwürdigsten Abschnitte aus den Aufzeichnungen sines Un- bekannten, Wahrscheinlich cines Auditcurs oder Reginicnts-Quartirr- mcisirrs, aus der zweiten Hä! te der Regierungsieit König [“Friedrich Wilbelm's 1. Streng gestrafte ussckyrritunqen der Offiziere, Dc crtions- komplotte, gcwalrsame Werbungen und Verwandtes bilden dcn In- halt dieser wenig bekannten Handschrift. - Die näheren Umstände, unter denen der Prinz von Preußen 1757 in die Ungnade feines Königlichen Bruders fiel, erörterte 1)r.Landwcbr aus dem jiinFst vcr- öfféntlichcn Bande der politischen Corrsspondenz Fricdricb's 11. An dem Verschulden des Prinzen kann kein vaeiiel mehr aufkommen; herbei- gcfübrt ward dasseibe bauptsäcblick) dadurch, daß er sich ganz in die Hände der von dem (General Schmettan bci ihm vcrtreiencn 5 rinz Heinrich'scben Partei gab, statt, wie er angewiesen War, den Rat des mit den Absichten des Königs ebenso genau wie mit dem Kriegsschau- play bekannten Generals Winterfeld zu bcnußen. - 131". Brode cr- bracbte, anknüpfend an frühere Vorträge der Herren Schmoller nnd Budczies. dcn Nachtveis, daß der soit 1651 inLcnzrn ansässige Admira! des Großen Kurfürsten (Gyse'l von 21818 mit seiner niederländischen Heimatb bis an sein chenSende, jcdcnfalls noch 1673, in Verbin- d11ng geblicben isi. _ Dcr Sch11lvorstcber Budczics ibeiltc die _bon ibm aufgefundcne Urkunde vom Jahre 1552 mit, durch welcbe Kur- iiirst Joachim 11. dem Kapitän Jobann-Amclrmg, dcr ibm im Türken- kriege das chrn gerettet, srinrn Dank abstattrt, indcm cr ibn untcr Verleihung besondererPrivilegirn mit dcm alimärkiscben GutBiesrbof beicbiit. _ Zum Schiuß entwarf “])1'. Seidel, zum Theil aus bisher unbekannten Quellen schöpfend, ein Bild von Friedrich Wilhelm 1. als Künstler und Knnitfrcnnd; weder Kenner 11011) *).ki'äcenas, wic scin Vater und sein Großvatcr, vcrräib der König in seinen Lristrtngcn einc alicrdingß nimusacbildcte Begabung, in scinrn Befrblcn nwnigstcns cin lebhaftes Interesse an den Werken der Kumi, namentlich der Porträtmalrrei. .
Anläßlich der Kaiserparadc in Stritin bringt fick) drr Verein ehemaliger Kameraden des ]1. (Pommerschen) Armce-Corps in (Trimicrmm. Als seine Haupiziele bctracbict dcr Verein, als Glied des arosxrn Dcutscbrn Kricgcrbrmdcs, die Pflege der Liebe und Trine zu Kaiser und Rcixk) sowie die Unirrstiißung noth- lcidcndrr Kameraden Und dercn Pintrrbliebcnrri. Dcr Beitritt zu dem Vcrein, in welchem sick) Mitgiicdcr allrr Stände zu- sammcn gcfunden haben, kann Jedem, der cbemals zn eincm Pommerschen R6g1111611t gehört hat, cmvioblcn jvrrdrn. Dic Vereins- Mungcn finden an jcdcnr zivcitcn und vicrtchittwvck) _cincs Monais,
*rnds 8 Ubr, im Restaurant Rieti, Kommandantcnstr. 71, statt; der monatliche Beitrag beträgt 50 „5. Meldungen zum Beitritt find untcr Bcifiigung der Militärpayiere er11cher an den SiYungsabenden mündlich, oder schriftlich an dcn Vorsißcndrn, Dr. A. Wcstvbal, ZW., Blücherstraße 23, zu richten.
Ein Kinderpalast. (Soz. Corr.) Akte Träume erfüllen fick). In London ist kiirzlich cin Volkspalast eröffnet, wie ihn sonst nur rvarmbcrzige Dichter in ihren Utopien schilderte"; ein Roman Walter Bciaut's soll die Erbauung dessciben anxirrcgt Haben, und jcyt will ein Amcrikancr den Kindern srimr Stadt ein Kinderparadies schcnkcxi, wie, es äbnlich schon Martin Luther in seinem berziaen „Brief an Hänschen“ gcscbildert bat. Ein reicher Bürger Buffalos wiU sein Vermögen den Kindern seiner Stadt dcrmaclyen, Und zwarsoU damii cin großcs Kinderspielhaus eingerichtet werden mitten im engsten und bclebtestcn Theil der Stadt. Die Säle 1011611 lang, sebr bell und lustig sein und voll sein von Schaukelpferden, Kinderwagen, Bilder- bücbxrn, Puppen, Schaukeln, Veiocipedcn, KarusieUs, Kegelbahnen, Haufen reinen Sands und allem anderen Spielzeug, das je erdacht ist. Jeden Nachmittag sollen in einem Saal Vorträge, lcichtver- stündliche Plaudereien, uppcnipiele, Pantomimen und andere Vor- stellungen 1tattfindrn. Jedes Kind der Stadt hat freien Eintritt, vcrlangt wird nur, daß Hände und Gkficht reingewascben sind und daß Rede und Benebmen anständig blciben. Jedes Zimmer [011 von einer güti en Helferin überwacht werdcn, welcbe die Unartigen zur Ordnung rin t, den Kleinrn beistebt und .die Spiele leitet. wo das wünschenswert?) sein sollte. _ Kein ZWriscl, daß eine solche Anstalt für viele Tausende ein großer Segen sein würde, und wir, die wir so viele prächtige“ Wirtbsbäuser und dergl. unterhalten, soÜten wir nicht auch für ein Kinderspielhaus Geld übrig haben?
_ (N. , Hinterpomm. Ztg.) Durch viele Zeitungen geht gegen- Wartig die Nachricht, daß |ck ein Kameruner von hoher Abkunft, der sechzehnjährige Neffe des Häuptlings Akwa von Akibasiadt, auf der Pfarre zu Zizow bei Rügenwalde befinde. Dem gegenüber könneiz wir nach upseren diesbezüglichcn Erkundigungen mittbeilen, daß dieser junge Afrikaner, Namens Anjo Diebonne (nicht Aujo Dia- bonne, wic vielfach gedruckt), welcher allerdings längere Zeit in Zizow Milte, bereits seit mehreren Wochen nach Stettin abgereist ist,
Karlörube, 16. September. (Karlsr. Ztg.) Die_ Vor- bereitungen zu der am 22. d. N. hier zusammentretenden vierten internationalen Konferenz der Vereine vom Rothen Kreuz sind in vollem Gange. Immer wieder treffen neue Anmel- dungen von Delegirten und Ausstellungsgegensiänden ein, und ist es namentlich die Ausstellung, die eine unerwartet große Ausdehnung annehmen wird. Wegen Raummangels wird dieselbe daher in zwx: Abtheilungen_ zur Aufstellung kommen, und zwar so, daß" die weniger großen Verband- und Transport egenstande im, Sxande- hause unterge racht werden. während das größere Materialbeim König- lichen Proviantamt (Militärbäckerei) aufgesteUt werden wird. Unter le terem werden außer den Baracken namentlich aucb _die vom Kriegs- V inisterium zur Ausstellung kommenden Eisenbabn-Krankentransvort- wagen von besonderem Interesse sein. Unter den bis jetzt zurKonfe- renz angemeldejen Mitgliedern finden sich die größten Autoritätey der VerWUndeten- und Krankenpflege. - Das Programm der Konierenz lautet folgendermaßen: Mittwoch, 2]. September: von 11_Ubr an Anmeldung im Empfangs- und Auskunftsbureau im St'ande- baus, Ritterstraße 22. Donnerstag, 22. September: 10 Uhr: Styling der Dclegirten - Kommission nn Ständebaus, 3 Uhr: feierliche Eröffnung der Konferenz im Ständebaus. Abends: Empfang bei Sr. ErceÜcnz dem Herrn Staats-Minister Turban, Erbprinzen- straße 15. Freitag, 23. September: Morgens: Zweite Sißung im Ständehaus, 211 Uhr: Vorführung des Karlsruher K'rankcnträger- Corps, 36 Uhr: Besichtigung der Aussteüung der Baracken :e. im Hof des Königlichen Proviant-Amts, Kriegsiraße 116. Sonnabend, 24. September: Morgens: Dritte Sißung im Ständehaus, 3 Uhr: Schießprobcn bei der Deutschen Meiallpaironen-Fabrik Lorenz, Gartenstraße 61,K7 Uhr: Concert in den Räumen der Museums-Geseklsck20ft, Kaisermraße 90. Sonntag. 25. (Sep- tember: 10 Uhr: Ausflug nach Baden, Abfahrt vom Hauptbabnbof, 6 Uhr: Mittagessen" im Konversationsbaus in Baden. Montag, 26. September: Morgens: Vierte Sißung im Ständehaus. 3 Uhr: Besichtigung staatlicher Sammlungen und städtischer Anstalten. Abends: Auf AUerböcbsten Bxfebl Vorstellung im (Großherzoglichen
oftbratcr zu _Ebren der Konferenz. Dicnstag, 27. September: 5.60rgen6: Fiinite «[zum; im Ständehaus, 3 Uhr: Besichtigung der Vereinsanstalten. Abends: Der Abend wird für cinen Empfang im Großherzoglichen Schlosse vorbehalten. Mittwoch, 28. September: Schlußsitzung.
Gmunden, 17. September. W. T. B.) Die fcirrlicbe Veo- räbniß Friedrich Theodor ischer's hat benie untcrgroßer' beilnabme aus Nah und Fern stattgefunden und einen iiberaus
würdigen Verlauf gcnommcn, Von der württembergische" Regierung war ein Bcileidscbreibcn eingegangen. Außer zahlrrickyen Deputa- tionen , welchc der Feier“ beiwobntcn, n'arrn brsonders viele" Protestanten aus dem Salzkammergut ant Grabe anwesend. Hier spracbcri der evangelische Pfarrer Koch aus Gmun- den, dann der Bauratb Flattich Namens dcr Familie, der Srbrift- sielier Emil Franzos Namens drr Wienrr „Concordia“, Professor" Hacnci Nach des Comités fiir die Stuttgartrr Vischcrfc'ier, Pro- fessor Back) Namens des Stuttgarter Pdlvtcch11ikums, Profrssor' Zemann Namens der nächsten Freunde Viscbrr's und cndlick) Ober- Bauratb Lenz im Namen cbcmaligcr nnd gegenwärtigcr Schüler des Verstorbenen. Der Biirgrrmristcr legte im Auftrage drr Stadt- bertrctung Tiibingxns cincr) Kranz am Grabe nieder. Mit einem Cborgesang dcs bissig?" changvcreins schloß die Feier. Stockholm, 16. Scwtcmber. Mebrrrc druische Blätter baben kürzlich eine längere Schilderung der schrecklicbcn Leiden enthalten, welche die Besatzung des schwedischen Schiffes „ FramnaaS“, Kapitän Lindström aus Strockholm, zu Beginn des VNigkli Jabres im Atlantischen Ozean ausgestanden haben soli, und wie dieselbe im leisten Augenblick von dem deutschen Dampfer „Columbus“ ge- rettetwdrdcn sei. Der amtlich „Post deanr Tidn.“ ist aus disser Ver- anlassung folgende Mittheilrmg zugegangen: „Ein Schiff mit den', Namen „Framnaas“ giebt es in der 1chwcdischcn Handelsflotte nicht, auch ist keines- mit ähnlichem Namen in Stockholm ortsangrbörig. Dagsgcn giebt es ein „Schiff „Framnäs“ von Srmdsvall, aber der Kapitän desselben beißt Nilsson, 11ichtLindström, und es befand [:ck auch zu der Zeit,. wo die“ grscbildcrte Bcgrbenbcit stattgefunden haben soll, nicbt auf dem Atlantischen Ozean. In den Norwegischen Sckiiffsrogistcrn findet sich kein Schiff mit dem Namen „Framnaas*, ivcsbalb das Unglück- lichc Schiff auch nicht norwegischer Nationalität gcivesen sein kann.“
Nachdem Hr. Max Grube vom Hoftheater in Meiningen fich mit dem „NarziZ“ und dem „S_bwldck“ im Königlichen Schauspiel- bause bort cilbafi eingeführt und fick) mit diesen beiden Rollen als denkenden Künstler zu erkennen gcgeben bat, bot cr am Sonnabend mit [eincm „Harnlct“ cine neue Leistung, jvcliiye in ibrer Eigenart wobl dcr Erwäbnung wcrtb isi. Di? Auffassung, welcbe er von dem, Dänenvrinzcn bat,_ weicht wesentlich von der gewohntcn ab. Wäbrend man sich den Qatnlci als Line griibklnde, ticfsinnigc Natur denkt, eincn galligcn Pessimisten, faßt ibn Hr. Grube mcbr von der bciicrcn, dcr leichteren Seite (mf; mehr der sarkastisch angclrgtc Hofmann ist es, den er 1106 bietet; als jener iiber die gcwaltiiistcn Rätbici der Menschheit riibelnde und darüber zu Grunde gebende Philosoph. Diese Auffaséung ist jedenfalis eine zu ungewohnte, als daß sich der Zuschauer glcick) mit ibr vcrtraut machen könnte; das Bcfremdendc an ibr läßt ihn zunächst nicht zu dcm Grnuß kommen, wclchcn ihm die Rolle in der bcrkömmlichcn Wirdcr- gabe bietet. Es mag dabinsteben, ob Hr. _Grubc mit seinem Hamlet das Rickyiigc getroffen, jedenfaiis iki er bemüht, den 0011 ibm dargestciltrn Charakter konsequent durchznfiibrrn, was ibm auch gelingt. Das; bier und da kleine Ausstellungcn an seiner Leistung zu machen sind, ist naiüriick); Alles in Allem genommen ist sein Hamlet eine intcrcstante Figur, der es an Originalität nicbt fehlt. Von den Darstellern der iibrigen Hauptrollen muß Fr. von Hockwnburger erwäbnt wcrden, ivrlcbcr dir Rolle der Opbklia zuertbeilt worden war. Dieselbe stcUt an die Darsieücndcn eine schwierige Aufgabe. welcher voilanf gerecht zu werdrn, einen großen Aufwand von künstlerischer Kraft erfordert. Frau von HÜÖLUÖUWU war redlich bsmübt, alien Anforderungen der Rolle gerecht zu wcrdsn, was ihr im Großen und Ganzen auch wohl Jelang, ohne daß eine voll zu- friedenstcUende Leistung 5011 der jungmi Künstlerin gebolcn wurde.
Im Deutschen Tbcater wird Frl. Posvisrbil, welche mit ihrem ersten Debüt 1118 „Gräfin Orsina' einen großen Erfolg er- rungen, in der überrnorgigen Aufführung des „Don Carlos)“ als zweite Rolle im Engascment die .Prinzrssm Eboii“ spielen.
Walbulla-Tbeater. Morgen, Dienstag, gebt, nachdem ein viertägigcr Schluß des Theaters die sorgfältigste Einstudirung ermöglicht bat, die Operette „Incognito“ von Ludolf Waldmann zum ersten Mal in Scene. Die Hauptrollen sind in den Händen der Damen Schodcr (Luise) und Feldau (Gianetta), sowie der Herren Rotter (Hr. v. Hohentbal), Diettricb (Franz von Bergen), Szika (Guiseppa), Wirth (Anatbolc) und Fredy (Ricordi).
Redacteur: R i e d e [.
Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Fünf Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage), (12639
sowie die Winter-Fahrpläne für die Bezirke der Königlichen Eisenbahn-Direktionen Erfurt, Magdeburg und Köln (rcchtörhein.).
Berlin:
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königiirh Preußischen Staats-Anzeigcr.
._54 219.
Berlin, Montag, den 19. September
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lZZ'k.
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Königreitl; Preußen.
40/oiges Vormals Nassauiscbes Staats-Anle en von 2000000 Fl., 11. 11. 12. Juli 1859. b
Bei der am 6. d. M. stattgefundenen 24.Ver[oo un der artial- Obligationen des miter Vermittelung des Bankbciusegs derPHerren . A. vori Rothschild & Söhne in rankfurt a. M. negociirten 49/0igen fruher 5'“/oigen vormals Naffaurschen Staats-Anlehens von 2000000 Fl., (1. 11. 12. Juli 1859, sind nachberzeicbnete Obligationen gezogen worden:
1. Zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1888.
1.111. 11. 5 100 F. = 171 «46. 43 „5 Nr. 53 160 167 193325 335 372 382 396 444 650 916 961 = 13 Stück über 2228.44 59 «5. 1.111. 13. s. 200 Fl. = 342 „44 86 „5 Nr. 133 267 283 293 321-5362 495 548 565 770 902 951 = 12 Stück über 4114 „74 1.111. 0. 3 300 F1. = 514 „44 29 Nr. 58 95 122 232 239 287 FZZ? 7QS53JckFiliber 3609 «44 3 „575 1 . . , = 85 «74 14 „3 Nr. 208 425 432 474 491 * 5 2041 20 = " " 22 28T? ck 64 ck51 62 26 Stuck uber 111. 11. 3 1000 1. = 1714 „44 29 Nr. 21 36 118 273 412 460 489 = 7 Stück 35er 12000 „74 3 F:
Zusammen 65 Stück über 44 228 „M 61 43.
[13.FZur Rückzahlung auf den 1. Juli 1888. 11111. “.S. 5. 100 F1. = 17] «FQ 43 -8 Nr. 22 64 194 218 223 301 350 476 618 703 711 851 937 981 = " " “' 240017“ 213-3- 2 14 Stuck uber irt. . 5 00 F1. = 342 (746 86 „& Nr. 54 128 314 391 470 510 522 699 710 723 726 739 848 8577976 99 =: " " 5485 ““ 76 «3- 5 16 Stuck uber 1111. (3. 11. 300 F1. = 514 «M 29 Nr. 26 282 285 30 317 4930?) 75S59i8ck über 32200916 3 H;? 7 313 1. . .=5aj614-HNr.3200291305317 18994816415599141516 174910 71482979146 8112 1014 1020 1204 125789397 .' 5 4 1985 2050 20 2 = " über [23 14212914 78 H. 5 27 Stuck irt. . Q. 1000 F1. = 1714 „46 29 Nr. 77 160 374 416 439 473 = 6 Siiick über 10285 W 74 45.6
Zusammen 70 Stück über 44914 „16 33 «Z.
Die anabcr dieser Partial-Obligationen werden ikrWnI'Ti-i't
dcm Bemerkén bonachr1chtigt,„,daß die Kapitalbrträge,derenh Verzinsung nur bis zum betreffenden Ruckzablungstcrmin dauert, bei fokgenden Stellbeq LrbobY YFU? können: ' 61 em an an e_der Herren M. 21. Von Roths ild & Sb ne in „Frankfurr a., M., ber „der „Königlichen RegierungséHauptkaffe [)in Wiesquen, bei jeder Kontgltcben Regierungs-Hauptkaffe, bei der Komglicbexi StaaissÖUldcn-Ttlgrtri skaffe in Berlin und bei der König- lichen Kreiskasse 111 Frankfurt a. ain.
" Dre Ariszabluiig „erfolgt ,bei'den Obligationen unter 4 gegen Ruckgabe der Obliggtwnen tmt Zinsschein-Anweisung, bei denjenigen untrr 13 Zegen Ruckgabe _dcr Obligationen mit den Zinsscheinen Reibe 17 ir. 2-8 nebst Zinsschein-AUWeisMJ.
' Der Geldbetrag der. etwa febienden unentgeltlich zurückzugebenden ZMPÖUM bei den" Obligationen 8111) 13 wird an dem zu zahlenden
apxtalbetrag zuruckbebalten. Soll die Einlö ung Von gezogenen betgqtronen weder beidem vorgenannten Bank aufe, no bei der Konig'lichen RegterunM-Hauptkaffe bier'oder bei der Königli en Kreis- kasse in Frankfurt 51. ., sondem bei einer der anderen Ka en bewirkt wxrden ,soÄ'ind .die betrefferiden Obli ationen nebst Zinsteinen und Zinss ein- nweisun , beztebungWeiY Zinsschein-Anweisung durcb diexe Kaffe vor der uszablung 911 den Unterzeicbncicn und zwar einige Zet vor dem Ruckzablungstermm zur Prüfung einzusenden.
Riickftändig sind noch: _ Aus der Verloosung: pro 1. Juli 1884: 1). 866. pro 1. Januar 1885: 13. 717. pro 1. Juli 1885: 13. 713, 1). 575. pro ]. Jarruar 1886: 14. 61, 1), 1284. Pro 1. Juli 1886: 11. 998, 13. 493 559 730, 0.133 328 1) 284 719 2015. “ ' Pro 1. Januar 1887: 14. 636 729, 15. 451 530 63 1). 909 9115J1251 1387. 7“ 0" 161“ pro . uli 1887: 14. 256 596 743 971, 13. 41 314 424 723 822 1205 1322 1540. 8 455 M* D' 15 Wiesbaden, dcn 8. September 1887. Der chierungs-Präfident. Von Wurmb.
Die Direktion der S eewarte 1)r, Neuma er b macbZJFol endebeietkaiznt: S ( y ) zu Ham urg ' n _emä_ „e er von r. ExceUenz dem Ehe der Kai er- lt„chen,Adm1ralttat unterm 2. Dezember 1875 erlaffenixn Jnsiruktsion fur dieDeutschx Seewarte, §. 2 unter 4, wird in Hamburg auf der, der Leitung der dortigexi Sternwgrte unterstellten Abtheilung 17 der Seewarte (Cbronbmeter-Prufungsmstmit iti der Zeit Vom 16. Oktober1887 bis 20. „April 1888 die elfte der „allja rltcb zu veranstaltenden Ko n ku r r e n z - prufungen pon Marrn'e-Cbronometern abgehalten werden, zu welcher ,es edem ,tm Gebiete des Deutschen Reichs etablirten Uhr- macher freiste en wird, bis zu sechs von ihm angefertigte Marine- Chronometer unter Beachtung der nachstehenden Bedingungen und Tragung der Transportkosten sowie der VeranWortung einzusenden.
Die Chronomerer werden' innerhalb dieses Zeitraums _ im Ganzen 180 Tage hindurch _ m den zu diesem Zweck im Gebäude derbthZilung 117 beionders eingerichteten Räumlichkeiten, in zehn- tagigen .;ntervailen wiederholt successive verschiedenen Temperaturen von etwa 5 bis 30 Grad der bqnderttbeiligen Skala ausgeseßt werden, und wird ihr erhalten, Mit Bezug auf die sich dabei etwa rb))ercrdusstellendcn Unregelmaßrgkeiten im (Gange, sorgfältigst beobachtet
er en.
Nack) beendigter Prüfung werden die Chronometer ihrer Güte nach so „geordrzet werden, daß dasjenige Chronometer, bei Welchem der Unterschied zwischen dem größten und kleinsten 1tägi en Gang (Be- tra„g _9.) plus dem doppelten Betrag der größten cbwankun im 1tczgzgen Gang von einem Interval] zum fol enden (Betrag 1)? ein Minimum ist, den ersten Rang in der zu verö entlichenden Prüfun s- lisie etnnmxmt, und die anderen Chronometer nach der Zunahme 86; Summe“ dieser beiden numerischen Größen plus der genäherten täg- lichen Acceleration (gleich 0) nachiol en. Dabei wird darauf aufmerk- sam gemacht, daß die in dem Veri t über die Konkurrenzprüfung von Marine-Cbronomrtern, abgehalten auf der Deutschen Seewarie im Jahre 1877, und m den Annalep der Hydrographie xc. 1878, Heft 11, besprochenen Werthe 41 urid 13 in Beziehung auf die Beurtheilung den gleichen Wert!) haben, wie die Werthe o. und 1), da die ersten für 10 Tage, die leYten für 1 Tag gelten.
Einer Verfiigung der Kgiserlicben Admiralität vom 24. Au ust d. J. zufolge wird aucb in diesem Jahre eine Prämiirung von CFW- nowetern stgttstnden, an welcher die geprüften Instrumente nach den bei der Prufrzng erzielten Resultaten m der Weix tbeilnebmen, da das in der Liste die erste Stelle einnebmende bronometer, jedocb upter der Bedingung, daß der Betrag a+2b+0 den Werth von 285 nicht erreicht, voranstebt. Innerhalb dieser 1. Klasse, Welche allein zur Prarriiirung berechtigt ist, werden die einzelnen Chronometer nach deri Betragerr 6'+2b+0 (der geringere Betrag stets voran) geordnet. Die erste Pram1e" beträgt 700 „is, das die zweite Stelle einnehmende Chronometer erhalt eine Prämie von 600 «16 und die vier folgenden Jnstrumerite erhalten eine solche von resp. 500, 400, 300 und 300.46
. Es konnZn dem11ach 6 „Cbronometer, welche jedoch der ersten Klasse ankxyzehoren mussen, pramiirt werden, ohne daß dieser Prämien- fonds i_wt wendigerweise erschöpft zu werden brau t. Die Prämii- rung emes Chronometers ist indessen mit davon a bängig zu machen, da der Be'fißer desselben 281ch ver flicbtet hat, dasselbe der Kaiser- thxffen Marine auf deren unsck), ur den Preis von 600 „66 zu über-
en.
Ein und dasselbe Chronomeier, kann nur einmal Prämiirt werden. ZOen einzusepdenden Jystrumenten „ist beizufügen eine genaue Angabe uber die Zett der *F'ertigstel'lung, die Art der Kompensation und der
eznmung unter Beigabe einer dieselben erläuternden Skizze, sowie die
eit der leZten, Reinigung", da nur Uhren, welcbe innerhalb eines abres vdr eginn der Prufung gereinigt Wurden, bei der Prämiirung bequchxiYchw§rdserÖLkik5nnxm Cb b
. ezu ' „e , n an S von ronometern ebält [ich die Kai er- [1che_Adm?ralrtat die freie Wahl vor, wird aber, wie schon bemesrkt, fur jedes in ihren BFW übergebende Instrument neben der auf das- selbe entfaUendewPramte noch 600 „76 zahlen.
Nach Beeydtgung der Prüfung wird einem jeden Fabrikanten ein von der Direktion der Seewarte unterzeichnetes und mit dem Dienst- siegel bersebenes Attest über das Verhalten der von ihm der See- wartc emgcltcferten Chronometer gebührenfrei zugestcÜt werdén.
'Uebkr' die Resultate der Konkurrenzprüfung werden eingehende Bertcht6 in den „Annalen der Hydrographie 2c.“ veröffentlicht, und werden jedem Fabrikaxiten, welcher sich an derselben betbeiligt hat, Exemplare diescr Berichte zugxstZÜt werden, sowie letztere selbst auch so_nsi noch _m gectgrieter Weiie'm den fick) dafiir interessirenden sack)- wrsienschafilrchen Kriisen Verbreitung finden werden.
Anrtrrldrmgen von Cbronomeiern oder sonstige, auf die Prüfung selbst bezugltchr AnfragenHmd eniweder an die Direktion der Seewarte oder an den Direktor der amburger Sternwarte, Hrn. G. Rümker, als Vorstand der Abtheilung 117 der Seewarte, zu adresfiren. Der Anmel- dung muß der Nach des Fabrikanten, welcher die Cbronometer kon- strurrt bgt, "101191? die Zahl und die Nummer der einzelnen Chrono- meter beigxfugt werden.
, Es Wird gebeten", die Anmeldungen baldmöglichst zu machen und die Cbronometer spatestens Ende September einzusenden; Chrono-
meter, welche nach dem 12. Oktober zu den genannten stituten ge- langen, können nicht mehr zur Konkurrenz rüfung zu ela en werden.
ZOie Chronometersendun enfind dire an die . ternwarte Yam- bu„rg zu adresfiren. Bet endungen aus dem Innern Deutécb ands wurd? "es [ich empfehlen, die Cbronometer, nach zuvor eingebo tex Ge- nehmtguxrg der betreffenden Kaiserli en Postdirektion, an den Eisen- babnstatwnxn den der) Postwangon eglettenden ostbeamten zur be- sonderen Fursorße direkt zu ubergeben, und" wrd ein Beamter der Seewarte die U ren, falls der Zug, mit dem fie eintreffen, mit Be- timmtbeit angegeben werden kann, zu Hamburg am Bahnhyf in
WFA“ (Fb?“7 d 6 d P s e en ungen ur ie ot werden die ol enden o 1 “ts- maßrlegean in sVr)rscx)laaugcxbrhacw: ck U f g B ckck
. „an 6 e ie nru e dur nterscbieben von Kork tück en oder PapierstreFen „fest, _so daß jede Bewegung verhindert wirsd. ck
11. Man befestige die Komyaß-Aufbängung durcb Einschieben des Beixstigungs-Armes, oder auf irgend eine andere fest und fieber er- WUYÉNKUÉ' 11 d N
an 1": e en ganzen . aum zwischen dem Uhr ebäu e und dem, bolzernen Kasten mit trockenem, staubfreiem Werxi1 odesr mit Papierschmßeln oder anderem weichen Material aus, um jede Be- wegung des Chronometers zu verhindern.
117. Der geschloff'ene Cbronometrrkastenist in einem Weidenkorb oder einem etwas elastischen Kasten in einer großen Menge Weichen MatexrtalsZ zu veÉLacken. k 3a
. wei ronometer önnen in einem Korb verpackt werder. doch so, daß jeder Kbntai't zwischen ihnen durch Füllmaterial, Strob oder 5986er verréiGieden iZtrd.
ie ei e egen eit der bisherigen Konkurrenz - rü n en gemachtesp Erfahrungen vergnlaffen die Direktion, diefe „)iaßfxegßln der Berucksichtigung der einzelnen bei der Konkurrenz Betheiligten angelegentlichst zu_ empfehlen.
Ueber den Eingang der Cbronometer wird dem Absender eine von dem Abtheilungsborsiandx' unterzeichnete Bescheinigun zugestellt werden, und erfol'gt die Aushandigung der Cbronometer na beendrgter Prüfun gegen Riickgabe dieses Schemes. Sollte es von auswärtigen Ubrma ern gewurzscht werden, so können ihnen die Chronometer rmttelst der Post, 111 der angegebenen Weise verpackt, wieder zugestellt werden; die Unkosten der Vizrpackung werden alsdann mittelst Post- nacbnabnze erhoben, doch wird für ethaige Beschädigung keine Ver- antworilrchk61t ubernommen.
Die Wiedereinführung der Cbronometer in das Zdllbereinsgebiei erfxlglt, zoÜfrei und Werden dieselben einer zollamtlichen Revision nicbt un er 1egen.
Eine Versicherung der Cbronometer gegen euersgefabr ersol t nicht, so daß kneinerlei Erfaß für Feuerschaden wäFrend der Dauer dIr Konkurrenz-Prufung geleistet wird.
Literarische Neuigkeiten und periodische Schriften.
Paskal Stanislaus Mancini. Eine bio raphi' e Ski e von M. Marzro. _AYS dem Italienischen übersegßt chrih Frairzz M ezzanotte tn Cbtett, Auszug aus der Geschichte des italienischen Parlaments. 111. Baird, 11. T, eil. Mit Mancini's Porträt. (Ladenpreis 60 H.) Leipzig, Dru und Verlag der Roßberg'scben BUCHYHZZnWiin t M
_ ie „u ir man edizin? Von Dr. u 0 Di e. Wie-siudirt man'Zabnbeilkunde? Von JulegParrepibt, Yrakttscber Zahnarzt 111 LUPF. Nebst genauen Studienplänen und einem Anbange enthltend: te Bekanntmachungen über die ärztliche und zahnarztlicbe Prufung ' rind einen AUSzug aus den Bestimmungen zur ErlanZupg, der mediztms en Doktoerrde. Zwaite vermehrte (Yukigsgej e“511399, Druck und erlag der Roßberg'schen Buchhandlung.
ret
Ges undbeit, Zeitschrift für öffentliche und private vaieine. Herlag von'G. L. Dcxube u. Co. in 9Frankfurt a. M.) NrIH17. -
nhalt: Original: Filtration von ußwaffer. Von Dr. Gerson (Hamburg.) _ Uebersicbten: Mittheilungen aus der Schiveiz. - Wafferversorgung der Stadt Iglau. - Die Wasserwerke zu Kon- staxitmopel. _ Das Tragen des kleinen Kindes bei den Rumänen. - Mixieralquellen, Bader und_Kurorte: Marienbad. _ Franzensbad. _ Murzzuscblag im Semmering-Gebiet als Terrain-Kurort. - Der Kurort Ober-Saizbruxm. _ FeuiÜeton: Gefängniß. _ Verschiedenes.
,Thtermedtci'nisckw Rundschau mit besonderer Berück- fichtrgqng der vergletckyxndenPatbologie und des gesammten Veterinär- Medrcmalw'esens. (Wilh. Knapp, Ha!]e a. S,) Nr. 24. - Inhalt: Fritsch: Die Verbrrttun der Roßkrankheit tn Preußen in den 10 Jahren Vom 1.„Apr1[ 18 6 bis 31. März 1886. _Bollinger: Neuere Beobachtungen'uber, den Uebergang pathogener MikroorganiSmen von Mutter auf Kind (1ntrauter1ne_Jnfektion). _ Ellenberger: Die sub- cutane; „Appiikgtton von, Absübrmitteln bei Haussäugetbieren. - Vetertnarpolizxt imd gerichtliche Tbierbeilkunde. _ Ehlers: Oeso- phagotomre ber einem Sau foblen. _ Baß: Die Behandlung der Sommerraude und, des S weifgrindes der Pferde mit Jcbtbyol. - Standesangrlegenbeiten. _ Tachgescbicbte. _ Bücherschau.
1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.
2. ZwaggsVOUstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. 3. Verkaufe, Verpachtungen, Verdingungenec.
4. Verlooiung, Zinszahlung Ic. von öffentlichen Papieren. 5. Kommand1t-GeseÜschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsck).
Oeffentlicher Anzeiger.
173. ZeerÖ-YMOffmfjsckbastebk sch . 1)_ en- uereie er cut en ettekbak 8. Ver1chiedene Bekanntmachungen.Z n M
9. Tbeater-An'ei en. „ . 10. Familicn-Nda richten.1Jn der BOÜLU'BWIL-
1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen. [28885] Steckbrief.
rich August Westphal, geboren am 28. Februar 1833 zu Norwrscberten, welchcr flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls nach mehrmali- ger Vorbestrafung wegen Diebstahl in den Akten .]. 11714]. 547. 87 verbangt.
11/12, abzuliefern. Yerlin, den 12. September 1887. Koniglicbe Staatsanwaltschaft beim Landgericht 1.
Statur kräftig, Haare grau, Stirn Bart: Schnurr- und Lippenbart, roth, grau melirt, 2888 AUHenbrauen rötblick) blond, Augen hellblau, Nase [ 0] vor tehend, Mund gewöhnlich, Za'bne unvollständig,
farbe gesund, Sprache deutsch. Besondere Kenn- zeicben: Sommersprossen im (Gesicht und auf den Handrückon.
[28879] Steckbrief. Gegen den unten beschricbrnen Maurer Karl
in Groß-Bebni bei Nauen wohnhaft, Welcher flüchtig ist, it Heblerei, verhängt, G d Ö?TsGwrr(dhtxrsGuckfw, deselbeanxdverbaYtend uZd in een den unte - “ - - _ a ert - eangm zu os am, in en ra e g n beschriebenen Schneider Fried Nr. 54, abzuliefern. ß Potödam, den 14. September 1887. Der Untersuckyungsrichter , Königlichen Landgerichte. Beschreibung: Alter 52 Jahre, Größe 1111 76 0111, Es wird ersucht, denselben zu verhaften und Statur schlank, Haare dunkelblond, Stirn niedrig,
in das hiesige Untorsuckyungsgefängniß zu Alt-Moabit YYY; 983“d“333"383333A"3132“UZZW3913 buch
Zähne defekt, Kinn spiH, Gesicht länglich, Gesichts- Amis eri“ts ier clbt au Firlbe ,gZsund, "SPF? deutsch. HKslcidunkib: Yorker 8 ct) h s s f Beschreibun : Alter 54 a re, Grö e 1 m 600 € erzre er, grune «za e, „graue () en, gx Ls a s' J I h ock) gewölb? tuch, Zugstirgel, graue Muße, roth gestreiftes Hemd. zur Hauptverhandlung geladen. __:- Bei unentschuldi tem Ausbleiben wird derselbe [28542] ' , §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Königlichen Bezirks-Kommando zu Küstrin ausgestellten Erklarung Verurtbcilt wcrden. Berlinchen, den 2. „August" 1887.
ubncr, Gerichtsscbrcibcr dcs Königlicher: AmtsgeriÖts.
bei dem
Der unterm 24. März dies. Js. gegen den Kinn oval, (55671151 länglich oval, markirt, Gesichts- FHYLFFFFZJ HTFHZZÜZFYWFJZ Seeger aus Rudolstadt, den 14. September 1887. Der Erste Staatsanwalt:
[AFB] „ étraxvoUsZrcckyngö-FrRucruRg. Der (: om er en ecmaicn iici'r, 5 ccrvit dcr11. *. ' 3.B ' 1 “'c- Hahtx aus Potsdam, am 27. April, 1835 zu Friedrich Wilhelm Gicssclg aus Grocß-La kosw 1,11 MUMM randenburgiscbcn Jnfmtm Trebbin, Kreis Teltow, geboren, evangelisch, zulejzt dritte Beilage Nr. 224 unter Nr. 29"44 am Werkstatt kommandirt, geboren am 3.
die Untersuchungsbaft wegen Ersuchen wird hiermit erneurrt.
[23542]
ausgewandert zu sein,
auf Grund der ua
Kirchner. [29101]
Verlimhen den 15. September 1887. Königliches Amtsgericht.
Der Arbeiter Rudolf Julius Ferdinand Sager aus Bernstein, Kreis Soldin, wird beschuldigt: als Webrmann der Landwehr obne Erlaubniß sondere Kennzeichen: Keine. Um “csinabme dos
Derselbe“ “wird auf Anordnung des Königlichen
üfilicr Karl Albert Julius Schultze ".
21. September 1885 erlassene Strafvollstreckungs- zu Zehlendorf, Kreis Teltow, wird seit 4. d. Mts.
vermißx und ist bis jeYt 111ch1 zurückgekebrt. 2c. OÖUZYL soll m1t_emem Cirilanzug, bcstebend aus _Gehro , ;Hose, Weste, aus dunkelblaucm Stoff, bekleidet gewe1en sein. „ PersouabBesthxeibuug : Große 1,585 „111, Gestalt 1chlank, Kinn, Nase, Mund gcwobnltcb, Haare blond, Bart _. B1“-
2c. Schultze im Bctrctungsfallc und bliefcrung an
Uxbertretung gcgen §. 360 Nr. 3 des Strafgesetz- die nächste Militärbcbördc wird criucbi, sowie um
sofortige Benachrichtiqung vom Geickscbcncn nacb bier. Spandau, den 17. Scrfrmbcr 1887. Direktion der Artiacrichrkstau.
den 15. Novxmber 1887, Vormittags 9 u r, I. V.: Babu, vor das Königliche Schöffengericht zu Berlin en
Hauptmann und Unterdircktor. “ _Jndcr Straffackyc gegen 1) den Schascrixbn _Jdicpb Polen]: aus Proffen, Z') dcn Knecht Stanislaus Kinga aus Budfin, 3) den Knxcchtx Ludwig olcyu aus Jankendorf, *.*) dc!) Ztcgclarbcitcr tanislaus Nowak ans WtkaWtß, _ 5) den Kaufmannssobn Isidor Isaak Trakker aus Laws» 6) den . echt Jobann Wrzeszcz aus Jankmdorf, 7) den Arbeiter Mirbacl Hahn aus Gcmbiß, 8) dcn Arbeitersobn Wladislaus Markewitz aus
Regiments Nr. 20, als Bursche zur bicsigcn Artilicric- Wifrbin,
August 1868 9) den Scbncidcrsobn Isaak Haase aus Czamikau,
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