1887 / 222 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 22 Sep 1887 18:00:01 GMT) scan diff

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Von Heinrich Heine's sämmtlichen _We'rken,_ mit Wülflingen, erläuternden Anmerkungen und Vrrzetchmffey sammt- Wet Lieder, von dr. Ernst Elster (Leipzig, Btbliggrapbisches In- Mtvk ist der zweite Band erschienen. Derselbe exitbalt: Nachlese zu den dichten [1) Liebeslieder, 2) vermischte Gedichte, 3) Romanzen jmd abeln, 4) Zeitgedicbte, 5) Ueberseßungen], Alnzansor, eme Trag e, WiUiam Ratcliffe. TrFZödie, Atta Troll, _ em Somxner- nachtstraum, Deutschland, ein intermärcben. Diese historisch- kkitis Außgabe der Heine'schen Werke, die von berufener Seite mit

d ichstem- aber anspruchslosem Fleiß bearbeitet 1st, ist jedenfalls dre

e der bisbcr erschienenen. Ganz vortrefflich sind die ortentirenden Emleitungen zu den einzelnen Abschnitten. Die Anmerkungezi ent- halten umfassendes gelehrtes Material, welches „aber so" geschickt zu- sammengedrängt und redigirt ist, daß das Le1en nicbt ermudex, [ondern mn: anregt. Die Verlagsbandlung hat das Werk durchaus wurdtg (auf Bolzfceiem Papier) ausgestattet. . , . '

_ VonHackländer'sbumorrsttschenSchrtften,illustrirt von H. Schütt en 11. A. (in 36 Lieferungen 5. 50 „5 bei C. Krabbe in Stuttgart) it die 21. bis 25. Lieferung in prachtvoller Aysstattung erschienen. Ein Opernpotpourri lassen sick) diese neuen Lteferungen füalicb nennen, in denen es singt und klingt von altvertrauten Mxlo- dien aus den „Hugenotten“ und dem .Lobengrin“. Daran aber,schlreßt 111!) eine lustige Polterabend-Komödie in Gestalt von Variatidnxn über das „Leitmotiv der weiblichen Neugierdech, und „auch die einzig vumusikalische, aber deshalb nicht minder lustige Geschichte _vdn_ dem berittenen Apotheker schließt mit einem quutcbor, _also befriedigxnd. Die Illustrationen zeigen auf den ersten Blicb Seblittgenxs grczztosen Stift und stehen an Grist und pikantrm Wix; nicht gegen seine fruheren Schöpfungen zuriick. ' '

_ Die am 24. d. M. erscheinende Nr. 2308 der Jllustrtrten Zeitung enthält folgende Abbildungen: Am Morgen. Nack) cmem

emälde bon Georg Meyer bon Bremen. _ Graf von Werder, (preußischer General dcr Infanterie 3. D., 1" am 12. September.'_ Der Fahnenwi-Ustreit in Brüssel. Originalzrtchnung b'on 2.110,11 EUtot. _ Von den Herbstmanövern in Ostpreußen: _Feldbackerei tm Zelt- lager bei dem Dorfe Trutenau. Originalzcichnung von unserem Spezialzeicbner Tbrodor RockwÜ. _ Aus dcn Tiroxer'Alpen. 3 Ab- bildungen: Das SüdbabnbotelToblaÖ, der gegenwartig? Aufent'balts- ort des Deutschen Kronprinzen. Dorf Toblach. Und der Eingang in das Ampezzanertbal. Der Tob10cher See. OriginalzeiÖnungbon W. Gause. _ Abcndgang. Gemälde- von Hermann Prell, _ Bilder vom Char- Xottenburqer Rennplaxz. 6 Abbildungrir. Nack) demMchrn gezeichnet von F. O'Stückenberg. .Sie kommen!“ Dcr Strger. "Sprung über die Steinmauer. Ticf-_ und Llufsprung. - GWFJL Hurde mzt Graben. Am Ziel. _ Jyaac Pitman. _ Club Fiban. _ Die „Wolfsscblucbt“ in Königsberg mit ilhrer 101 Jab're altcn Wirtbrp. Originalzeicbnung von Tb. Rocbol]. _ Fraurnzcitm-g; Prinzessin Komatsu von Jaya". _ Moden: Jackrt mit Soutachrftickcrei. TatUe für ein Hauskoitiim.

Veterinärtvesen.

Nachrichten über Verbreitung von Tbierkrankbeiten im Auslande.

Rußkand. In den Dcuffcbland zunächst gclrgcnrn und in den sonst haupt- ",“säcblicb in Betracbt kommcndc'n Gouvernemeiijs und (Gebieten:

Nack) Ykeldungen vom 1. Juli bis 1. AUZUst 1887. Rinderpest.

a

der der überhaupt

Neuerkrankien : (Gefallenen: Astrachan . . . . . 523 176 Jekaterinoslaw 2922 1676 Irkutsk. . . . . 1660 1502 Kiew . . . . . . 20 15 Moskau . . . . . 5 2 Orenburg . . . . . 111 97 Podolien . . . , . 261 56 Ssaxnara . . . . . 233 22 Ssaratow . . . 1640 687 Taurien . . . . . 732 569 Tambon) . . . . . 314 140 Tobolsk . 3391 2613 Tomsk . . . . . . 1220 1414 Charkow . . . . . 606 241 Cher son . . . 1626 549

Gebietcr

Doniscbe Koiaken . . 2080 1 304

Daaestan . . . . . 596 301

Kuban . . . . . . 350 187

Oesterreich. Laut der am 31. August 1887 vorsic'genden Meldungen. Land. Zahl der infizirtcn Orte. Milzbrand. Galizirn . . . . . . „14 Mäbrrn . . . . . . . 1 Steiermark . . . . . . 1 Tiro1 . . . . . *. . . 1 Maul- und Klauenscucbe. Mäbrcn . . . . . . . 5 Böhmen . . . . . . . 7 Nirder-Oesterrcick) . . . . 4 Bukowina . . . . _. . . 1 Lungrnicuche. Böhmen . . . . . . . 31 NiederiOesterreicb 4 u.?1.Stadtbez.v.Wien. Schléswn . . . . . . . 4 Ober-Ocstcrreick). ._ . . . 2- Schairändr. Nieder-Oesterreick) . . . . 5 Laut der am 7. September 1887 vorlicgenden Meldungen. Milzbrarid. Galizien . . . . . 13 Steiermark . . . . . . 1 Tirol . . . . . “. . . 1 Maul- und Klauenscucbe. Mäbrrn. . . . . . . . 3 Böbmcn . . . . . . . 9 Nieder-Oesterreich . . . . 10 Bukowina . “L . . s' ck . 1 ungen eu ?. Mäbren . . . . . . . 12 Böhmen . . . . . . „27 Nieder-Oesterreicb (; u.JStadtbez. v. Wien. Schlesien . . . . . . 3 Ober-Oesterrcicb . . . . . Schafräude. Niedcr-Oesterreich . . . . 5 Krain . . . . . 1

(Houserncments :

Ungarn

Vom 9. bis 16 August 1887. Milzbrand. . in 33 Komitaten, 70 Gemeinden. Lungenseuche . . . , 4 11 , Maul-undKlauenseurbe. 3 , 3

. Vom 16. bis 23. August 1887. Milzbrand . in 32 Komitaten, 73 Gemeinden. LungenseuÖe . . . ““ 10

.- 3 Maul-undKlauenseuche. 2 „Y “:;2 ,

S cbweiz. Vom 1. bis 15. August 1887. Maul- und Klauenseuche.

in 1 Gemeinde 2 Weiden und 1 Staa mit 47 Rindern, 12 S weinen, 52 Zit n und 69 S afen,

1 SU mit 4 Rindern.

Kanton : Luzern .

Glarus. . ._.,1 ,

Geiperbe und Handel.

Die nächste Börsenversammlung zu Essen findet am 26. September 1887 im „Berliner Hof“ statt.

_ Dem Geschäftsbericht der Deutschen Gold- und Silber-Scbeide-Anstalt vormals Rößler i_n Frank- furt a. M. für das leßte Geschäitsjabr entnehmen wir, daß der Bruttogewinn 855 085 «M gegen 726137 „46 im Vorjabre betrug. Die HandlungSunkosten stellten sich auf 258 410 „14 gegen 218 883 „14 im Vorjahre. Der Nettogewinn beträgt 536 335 94 oder 291% des Aktienkapitals gegen ca. 26 0/9 im Vorjahre, Derselbe ssl] wre Folgt vertbrilt werden: Zur Abrundung der Btlanzpdsten fur beaude- conto 3583 „M,. für Utensilienconto 4288 akk», fur Grundstuckconto 1935 „M, für Affccuranzconto 3076 „44, dem Ernßuerungsfonds 30000 «15, Tantidmen 78 010 „46, Dividende von 15 0/0 mit 180000 „M, dem Gewinn-Reserve-Conto 90 000 „76, dem Penfions-Reservefonds mit 35 000 „14, der Direktion für Gratißkationszwecke 15 000 «46, auf neue Rechnung 5442 „ck ' .

_ Dem Aufstehtsrath der Zuckerraffinerie M,agdeburg, Aktiengesellscbaft, wurde v_c_)m Vorstand deranricbt und der Rechnungsabscbluß für das verflonene fünfte Gcscbaftsjabx vorgelegt. Dcr erzielte Gewinn beträgt 298 588 „js; davon sollen 115 300 «44 zur Abschreibung VchLndct werden, und es bleiben 183 288 “M, deren statutenmäßige Vertheilung zu bewiÜiqen der Generalversammlung vorgeschlagen wird. Danach wird dcr Rcservefonds 18 328 „Fl- und der Dispositionsfonds 28 286 ssi; erhalten An die Stammqktt'cir werden 6% Dividende mit 39 630 „js und an die Stamm-Prwrrtatsaktien 79/0 Dividende mit 78 715 „M gezahlt; 18 328 „,“- kommen als Tantiéme an den Aufsichtsratb, Vorstand und Beamte zur Ver-

tb'l . etuns (W. T. B.) Wollauktion.

London, 21. September". Stimmung stetig, Preise unverandert.

Washington, 21. September. (W. T B.) Von den dem Scha amt heute zum Preise von 107,90 bis 110 angebotenen 440/0 b-ligationen im Betrage von 1 370300 Doll. wurden 1 065 300 Doll. zum Preise 107,90 bis 108,50 angekauft. ,

_ 21. September. (W. T. B.) Das Scbaxzamt giebt be- kannt, daß es vom heutigen Tage täglich bis zum 8. Oktober fur Tilgungszwrcke4§prozcntiie Bonds don 1891 rmd 4pro- zentige 119111907 zu folgendcn 3Bedingungen ankaufe: dre eritrren zu 1084/10 während des obigen Zeitraums, dic 4prozenttgcn Bonds wäbrcnd des Restes des laufenden Monats zu 125 und vom 1. Oktober an zu 124. Diese Preise umfassen die angewch:chs0nen Zinsen bis zu dem Datum des Ankaufs. Der Totalketrag beider Klassen soll 14 Mill. Doll. nicbt übersteigen. Die am 1. Oktobrr 1887 fälligen Bondszinsen im Betrage von ca. 6 500 000 Dol]. werden am 26. d. M. obne Rabatt eingelöst.

Submissionen im Auélande.

Niederlande. 1) 26. Srptember, 1 Uhr Nachmittags. 12701110118er im Haag, im Ratbbause daselbst: Licferung bon deutschen Gas- und Rubrkoblen, Torf und Holz für die Bureaux der Gemeinde-VerWaltung pro 1887/88. ' , HBedingungcn käuflich für 0,10 Fl. in dcr Gemeente-Sekretarie im aag.

2) 27. September, 2 Uhr Nm. Gemeentebestuur zrrNymegen: Lieferung von Kleidungsstücken für die Polizeiagcnten und Frldbiiter.

Auskunft an Ort und Stelle.

3) 3. Oktober, 12 Uhr Mitiags. '8 1137118 001101101 UaZaxzz-u

78.11 1411113110 ](10011111Z', uitrUthUZ 6112. zu Amsterdam: _ Lieferung von Militäruniformen und Ausrüstungsgegrnstanden nacb Mustern,

Bedingungen für 50 Cents käuflich im genannten Magazyn.

Verkehrs :Anstalteu.

Hamburg, 21. Sebtcmber. (W. TB.) Dcr Postdaznpfer .Bavaria“ der Hamburg-Amerikanisckoen Packetsfabrt- *)[kiiengesellsibaft ist, von Hamburg kommend, heute in St. Thomas eingetroffen.

London, 21. September (W.T.B.) Der Castle-Dampfer é„Pembroke“ ist am Dienstag auf der Heimreise in London ange- ommen.

Zuxxemssstsr 811

SanitätstUesen und Quarantänewefen.

Rußland.

Zufolge einrr im .Odcffarr Amtsblait“ vom 15. Srptembcr-1887 dcröffentlichtcn Verfiigung drs Gcneral-Gouverneurs von Odcssa ist die Insel Sardinien vom 27. August 0. St. ab gerechnet als choleravkrseucht zu betrachten.

Dänemark. ,

Durcb Bekanntmacbung dcs Königlich dänischen Justiz- Ministeriums vom 15. Septembrr 1887 sind für die aus de'n Häfc'n bon Ostindien, Tongking nnd Cochinchina kommenden Schiffe die geskßlicben Bc'stimmunxicn über gesundheitspolizeilick)? Untrrsucbuna, sowic das Einsubrvcrbot in Betrrff gebrauchter Lein- wawd, gebrauchter Kleider, BatZLcrsi'u. s. w. in Kraft geießt worden.

ren.

Die Regierung der Präsidentscbaft Bombay hat unter dem 24. Augnft 1887 in Aden und Pcrim Quarantäne gegen aus Bombay kommende Scbiffe vcrfügt.

Berlin, 22. September 1887.

Die Porträtmalerei ist auf der diesjährigen Akademischen Ku_nit ausstellung durch eine Reihe höchst beachtenswertber Leistungen vertreten.

Ferdinand Graf Harrach, über desen „Heimkehr von Jerusalcm' bereits lobend berichtet ist, hat ein Herrenporträt ausgesteUt, das ibm aÜe Ehre macht. Von trefflicher Charakteristik mit kräftiger Farbe des Fleisches, ist der Kopf_ eine meisterhafie Leistung von brillanter Tecbnik; obne glatt zu 1ein, ist der Farbenauftrag von großer Sauberkeit. .:

Hugo Crola dürfte mit seinem Bildnif; einer jungen Dame eine der besten Leistungen auf dem Gebiet des Porträts ausgesteUt haben. Eine außerordentliche Feinbrit in der Zeichnung, eine ungemeine Zart- brit in der Zusammensteüung der Töne, ein'vortrefflicbes Arrangement sind besondere Vorzüge des Crola'scben Bildes. Der seidene Stoff ist prächtig wiedergegkben, das darüber liegende durchfichti e beUe Gewebe duftig, die Pelerine, mit Weißem Schwanenpelz beJeßt, ist überaus zart gemalt. (Hesckymackvou umrahmt der aufgeschlagene erbrandtbut den lieblichen, prächtig bcbandelten Kopf. Das eben ist im Gegensaß zu einer ganzen Reche von ausgestellten Porträts besonders anrrkennend bei dem Crola'schen Gemälde hervorzuheben, daß der Künstler, obwob! er das Beiwerk so Überaus meisterhaft bebandelt, darüber doch keinen Augenblick die Hauptsache, das Gesicht selbst, der- gißt. So lieferte nun Crola ein so überaus licblicbes, fein durcbgeistigtes Werk, daß der Bexchauer, gefesselt von der Anmut!) desselben, stets aufs Neue fich in eine Reizx vertieft. "

Von August Holmberg ist erst nachjraglicb das von ihm angefertigte Bildniß des Prinz-Regenten Luitpold von Bayern eingetroffen. Das-

elbe stellt den Fürsten in der Tracht_ eines Hubertus-Ordxns-Ritters ar. Energiscb und mit großer Scharfe hat der Maler 'die cbaraktx- ristiscben Züge wieder geben und, bei strextger Wahrheitsliebe do_ künstlexifckzfreixtesäxa en, so daß sem Werk emen beroorragendxn Wert

bes: t. Geschi bat er einen andjcbaftlicben Fraxergrund fur die in dun,le tTracht gekleidete Figur gewahlt, wodur dieselbe an Wirkung gewinn . , '

In dem Bildniß Cbodowiecki's von_ Paul Meyerbeirxi's Hand stört bei aller Porträtäbnlichkeit und bei sonustigen Vorzuaen das allzuwirre Durcheinander in dem Atelier des berubmten Kyyferstecbers. Das Auge des Bescbauers wird durch aÜzuviele Gegerzitande abge- zogen von dem Antliß des Dargestellten, welches docb dre Hauptsache bet einem Porträt ein für alle Mal bleiben muß; das Genrehafte ist in dem Meysrbeim'scben Bilde zu,sebr hervorgrkebrt, (regen die Farbengebung, welcbe sonst bei Meyerherm eine so wobltbuend warme“ ist, läßt sich mancherlei einWendcn. _ _ ' '

Durch große Lebensfriscbe und gedregene Cbaraktcrtstik zeichnet sich Henning's Porirät des Majors Freiherrn v. d. Knesebeck aus.

Ein interessantes Porträt des Fürsten Wißmarck bietetsAnton- von Werner. Das energische Antliß des Kanzlers ist von de_niKÜnstler? getreu wicdkrgegeben; das Bild zcigt uns den Fürsten in seiner parla- mentarischen Thätigkeit.

Von Gustav Graef finden sich mehrere Portrats vor“ besonders“ erwäbnt sei dasjenige einer jungen Dame in' altmodiscßer Tracht; von Tizian'scber Farbcngebmxg und tüchtiger Zeichnung, zeigt es eme vortreffliche Technik. _

Norbert Schrödl stellt ein Porträt des Staats-Mimsters von Boetticbcr aus. Der Minister trägt sein Amtskleid, „den blauen Frack, unter dem eine weiße Weste beroorlcucbtet, die linke, Herab-

ängende Hand bält den Hut. Der Künstler hat cs vcrstandrn, den

geistigen Ausdruck im Gc1icht des halb im Profil g-cmalren Staats- bcatnten treffend wiederzugeben; der Hintergrund ist balbdunkcl ge- halten, bon dem sich das Kniestück wirkungsviyl] abbcbt. Paul Spangrnberg bietet uns ein Gcgrnstück zu drm eben erwahnten Bilde in dem Porträt des Staats-Ministers_von Puttkamer, einer fleißing Arbeit bon solider Technik; die Auffassung, welche der Künstlsr m: seinem Bilde von dem Dargesteuten giebt, ist eine aeiäUige. Conrad Febr brkundet sick) in seinem Porträt des Staats-Miniiters Maybach als tüchtiger Zcicbner, drr auck) mit der Farbe Bescheid Weiß und somit eine rechf erfreuliche Leistung biétet.

Gut durchgefiihrt ist Conrad Freyberg's Porträt dks Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg; das frische Kolorit, Welches Frey- berg liebt, kommt dem Bilde sehr zu statten. '

Alois Erdtelt schließt sich in Entwurf und Farbe in sein?;m .Raucber“ den Niederländern an, wandte dnbri 0071" gar zu biel Braun 011, so daßman, wenn man Von dem trefflich grbaltenen Geficbt ab- sicbt, fast eine Scpiazcicbnung zu erblicken glaubt. Ju eigenartiger Werse ])01 er dM bei dem Crdbebsn bon Ischia Verunglückten Maier (Ginsberg dargestellt; die 59110 Farbengcbung erböbt dis Wirkung dcs Bildcs.

Daß die Miß Catherine (Grant bon Hubrtt Herkomer in ihrer grandiosen Brbandlung drs Hell zahlreiche Narb- obmcr finden wiirde, war vorauszusebcn, aber nur Wrnige [)abcn damit Erfolg gehabt. Direkt unter dem Einfluß jrn-rr Manier steht Rudolf Eichstaedt's Porträt einer Dame. Drr Fleiß wchlchen der Maler auf die Erzielung des gewünschten Effekts VLkwslldkt [)at, wäre besser Von ihm auf das (Hesickyt, dessen Zeichnung _viel zu wünschen übrig läßt, verwertbet wvrden; die Behandlung des Kleidrr- stoffs ist ibm bejier gelungen, sollte doch (1er bintrr derjenigen des 68111chts zurücktreten; auch die Behandlung dss Fleischesixt maiigelbaft. In dem Porträt, wekches Fr, Helene Büchmann ausstellt, irt gleich- falls auf die Wiedergabe des Stoffes zu viel Werth gelegt, worunter die Zeichnung von Gesicht und Händen leidet.

Wiesbaden, 22. Srptember. (W. T. B.) Die bier taxiende Versammlung deutscher Naturforscher undAerztgwäblke riniximmig für das nächste Jahr Köln und für das zMitnäcbste Jabr' Heidelberg zum Versammlungsort.

London, 22, September. (W. T, B.) Vergangene Mitter- nacht brach in dem Stadtbezirk Holborn ein euer aus, durch welches ein von Holb0r0-, Redlion- und Ncwcait e-Street begrenzter Kotnwlkx von Häusern, in dem sick) Hauptsächlich Gsichäftslokale beQideiii, eingeäscbcrt wurde. Der Schaden wird auf 20 00.) Pfund gc 013.

Exeter, 21. September. (W. T. V.) Die Untersuchung übrr den Brand des hiesigen Theaters ist beute ab- geschlossen worden Die Jury sprach in ihrem Verdikt aus, daß der Tod der bei dem Brande Umgrkommenen durch einen zuiäÜigxn Unglücksfall bcrbeigefübrt worden sei; gleichzeitig“ wird aber em strengcr Tadel über die Behördcn und den Baumrisirr drs Tbeatcrs ?rFFeZbrrZchen, da dieselbrn die ihnen oblikgenden Pflichten nicht er- r"! ät on.

Die gestrige Aufführung von'Lrsfing's „Minna von Barn- belni“_i1nKöniglichen SÖausvielbause bot zwei nenrn Dar- stellern Gelegenheit, ibre Kräftr zn bctbätigrn. In der ROM der munterrn Franiiska debütirte Frl. Lrnau, wäcbe dem bicsigen Publi- kum Von ihrem Auftreten am Dcutscbc'n Theater ber brfannt ist. _Die Bcgabung der Dame für die Grftaltung komischer Charaktere sand sckwn damals lebhafte Anerkennung, man durfte daber auch eine ergöß- lirbc Franiiska von ihr erwarten. Frl. Lenau spielte die Rokle frisch und doch mit einer gewissen Zurückhaltung, welcbe die krcke Zofe in weniger scharfen Zügen Herbor- treken ließ, als die mit dem Scbloßfräulein gros; ge-ogcne Gespiclin und Frrundin aus der Kinderzeit; etwas mrbr Dreistigkeit und Uebermuib 551er der Darstellung eine cntscbicdencre Färbung gegeben. Das Publikum nabm die chütantin recht freundiicb auf und zcichncte fie bei den Aktschliiffen aach durcb bcsonders lebhaften Beifall] aus. _ Hr. Grubr hatte als .RiccaUt de la Marliniérc“ sebr alücklicbe Momente, in Wklcbkn traditioneüe Färbung und ursprüng- [icbe Eigenart gepaart erschienen. Der Glücksritter mit den aristokratischen Manicrsn und der verkommenen Gesinnung war fest und sicher cbarakterisirt; bcsondcrs aut gelang dem Darstrllcr der 11€bergang von Prablendrr Selbi'tgcfälligkcit zn Mitleid errcqender Demuth, wobei jedoch in den ciußrren Formen nie drr Kadalicr in Vergessenheit gerictb. Hr. Grube fand natürlich den wohlverdienten Brifall für seine schöne und abarrundrt: künstlerische Leistung. In den iibrigen RoÜen bewährten fick) die bekannten Darsteklrr mit ge“ wobnter Meisterschaft.

Walballa-Tbeatcr. Nachdem r. Direktor Sebrre'nberg mit Einwilligung des Autors verschiedene ürzungen in der Operette .Jncognito" vorgenommen, errang dieselbe bei der ziveiten Auf- führung dcn ungetbeilten Beifau des zahlreichen Publikums.

Die in der Winter-Saison 1887/88 unter Leitung des Kapell- meisters Kogel aus Leipzig stattfindenden populären Concerts des Philharmonischen Orchesters beginncn am Dienstag, den 4. Oktober d. J., und werden regelmäßig am Dienstag, Mittwoch und Sonntag rn der Philharmonie stattfinden. _

Redacteur: N i e d e [.

Verlag der Expedition (Scholz).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-Anstalk, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

_ Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),

und die Winter-Fahrpläne für die Bezirke der Königlichen Eisenbahn-Direktiouen Hannover und Köln (linksrheinische).

Berlin:

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

.DE 222.

Berlin, Donnerstag, den 22. September

1587.

Deutsches Reick).

U e b e r f ich t überdie Betriebs-Ergebnisse der Nübenzuckerfabriken, Zuckerraésßßinerien und Melasfe-Entzuckerungs=

Anstalten des deutschen Zollgebiets für den

onat August 1887.

_

der

Betriebs-Ergebnisse im MonatAugust1887

In dem- selben Zeit- raum des Vorjabrs.7)

Melasse- entzucke- prodrzktions- runßs- statten ansta ten. überhaupt.

Rüben- . 1 Zucker- Zucker“

zucker- raffine- fabriken. 1) rien.7)

1.

2. ! 3. , 4. 5. 6.

1. Verwendete Zuckerstoffe. 14. Verarbeitete Rüben. . . . . . . . . 13. Verarbeitete MelaffeZ) zusammen . . . . . . . . . davon FrYkeitci mittelst der nachstehenden Entzuckerungsverfabren: smoe...... 2) Elution und FäÜung 3) Substitution . . . . 4 Ausscheidung . . . . 5 der Strontianerabren 6 andererVerfabren . . . . . . . . . ..... 0. Verarbeiteter (eingexworfener, oder zum Decken Verwendefer) Zucker: 1) Robzucker einschließlich der Nachprodukte . . . . . (Außerdem fremde, d. 1). Von anderen Fabriken bezogene XÜÜmaffe)................. 2) 7Raffinirter und Konsumzucker . . . . 11. Produzirte Zucker. 11. Robzucker: 1) Erstes und zweites Produkt . . . . 2 Nachprodukte vom dritten Produkt ab 13. Raffinirter und Konsumzucker . . . . . . . . . 111. Zu- und Abgang an Melassez) zu den und Von den Fabriken. 11, Zugang. Zum Zwecke der Cntzuckerung bezOJene fremde5) Melasse 13. A gang. 1) Wieder abgegebene fremdc5) Melasse . 2) Melasse aus dem eigenen Betriebö): 0. entzackerte . . . . . .

b. nicht entzuckérté

Anmerkun en. sei es obne oder mit 5.970.101z

betreibenden Rübenzuckerfabriken Und selbständigen Melasse-Cntzuckerungsanir'a[icn.

Mengen in 100 kg netto.

25345.

17 710 6 650

3985

100557

20 604 1 700

118_590

29 896 6 650

3985 5738 77 014 72 411 1 045 104 236 414 260 452

1 500 5 660 8 819 13 599

7W14 3 900

20231 8 286

65-069 1 045

9 906

11_945

40 957

1 500 _ 4)

4) 185 551

1703 7116

8 914 61 698 291 523

5 500 63 873 259 308

11_953 25 735

147559 227 324

136 970 1 028

26 883 161 851

118 679 3 006

23 464 95 663

34 092 8 837 1 028 _ _

20 604 1 762 4 517 140 375 21 476 _

1) Das smd sämmtliche, Fabriken, in welchen Rüben auf Robzucker oder Kdnsumzmker verarbeitet werden, se-Entzuckerung, obne oder rnit Einnmrf von Zucker. _ ")BAösstcblieZlkick) der die Hsrsteklung raffinirter Zucker _ n er

elaffe find die Abläufe aller Art, ein-

l'[Zscbließlicb derjenigen vom ersten und zW€1t€U Produkt, verstanden. _ 4) Hier ist nur der verarbeitete fremde, d. b. nicht aus der eigenen

abrikaiion stammende Zucker anchefiibrt. _ 5) Fremde Me[affe ist diejenige, welche von den betbeiligten Anstalten aus anderen Fabriken

czogen wurde. _ 6) A11sschließli des Speiscsyrups. _ träglick) eingegangenen Berichiigungen.

Berlin, im September 1887.

7) Die Abweichungen gegeniiber der vorjährigen Uebersicht beruhen auf nach-

Kaiserliches Statistisches Amt.

Beck

er.

Königreich Preußen.

P r i v i 1 e g i u m we en Ausfertigung auf den Inhaber lautender An-

lei escheine der Stadt Kattowitz im Betrage von 1000000946

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c.

Nachdem die städtischen Bcbörden zu Kattowixz brscbloffen haben, die zur Herstellung einer Wasserleitung und Errichtung eines Schlachtbauses, sowie zur Tilgungsberitärkung beziebungsWLise vol]- ständigen Ti[gung der RestsÖUlden von den in den Jahren 1874 und 1880 aufgenommenen, mit 45 0/0 und 40/0 zu Verzinsenden Darlcbnen erforderlichen Mittel im Wege einer Anleihe zu bcsck70ffen, wollen Wir auf den Antrag der städtischen Behörden zu Kattowiß:

zu diesem Zwecke auf jeden anaber lautende. mit Zins- scbeinen Versehene, Seitens der Gläubiger unkündbare Anleihe- scheine im Betrage bon 1000 000 „16. aussteÜen zu dürfen, da fich hiergegen Weder im Interesse der Gläubiger, noch der Schuldner eth zu crinnern gefunden bat, in Gemäßbeit des §. 2 des Geseßes Vom 17. Juni 1833 zur Ausstellung von Anleibescbeinrn zum Betrage von 1000000 „45, in Buchstaben: Einer MiÜion Mark, welche in folgenden Abschnitten: 90 Stück Didi). 14 9. 5000 916. = 450 000 „44 ]00 Stück 1110. ]3 S. 2000 „M = 200000 «Fi 700 Stück 111111. () 53, 500 ail: : 350 000 214

zusammen 890 Stück" über“ . . . . . . 1000000 „46 nacb dem anliegenden Muster auszufertigen, mit 3? 0/0 jäbrlicb zu verzinsen „und nach dem festgestellten Tilgun splan mittelst Ver- loosung jahrlich vom 1. April 1888 ab rend der ersten zebn Jahre zum Betrage von 800 000 «M mit wenigstens einem rozenr und zum Betrage von 200 000 «14 mit ein und einem halben rozent, vom 11. Jahre ab überhaupt mit wenigstens ein und einem halben Yrozxnt des Käpitals, unter Zust der Zinsen von den getilgtrn

nletbcscheinen, zu tilgen sind, durch gegenwärtiges Privilegium Unsere '[andesberrlicbe Genehmigung ertbeilen.

Die Ertbeilung erfolgt mit der rechtlichen Wirkung, daß ein jeder Inhaber dieser Anleibescheine die daraus bervor egangenen Rechte geltend zu machen befugt ist, obne zu dem Na Weise der Ueber- traJung des Eigrntbums verpflichtet zu sein.

Durch, vorstehendes Privilcgium Welches Wir Vorbehaltlich der Rechte Dritter ertbeilen, wird für d e Befriedigun der anaber der Juleibescheme eine Gewährleistung Seitens des taats nicbt über-

mmen.

Urkundli unter Un erer öcbsteigenbändigen Unterschrift und beigedrucktem c??ißnigli en Énsiege .

Gegeben Schloß abelsberg, den 29. August 1887.

(115) Wilhelm. Zugleich für den Finanz-Minister:' von Puttkamer.

Regierungsbezirk Oppeln. Anleihefcbein der Stadt Kattowiß, 17. Ausgabe, Buchstabe . . . . Nr ..... , über ..... Mark „Reichswäbrun . Aus eferti t m Gemäßbeit des landesherrlichen rivilegiums vom 29. uaut1887 (Amtsblatt der Königlichen Regierung u Op eln Vom . . ten ....... Nr. . . . Seite . . . und Geseß- amm ung für . . . . Seite . . . . laufende Nr. .).

Auf Grund der von dem Bezirks0usschuß zu Oppeln enebmigien Beschlüffe der städtischen Behörden zu Kattowi vom 13./29. De-

Provinz Schlesien.

zember v. I. und 1./3. Februar 1887 wegen Au nabme einer Schuld

von 1000 000 „M, bekennt fick) der Magistrat der Stadt Kattowiß Nawens der genanxiten Stadt durch diese, für jeden Inhaber gültige, Seitens des Gläubigers unkündbare Verschreibung zu einer Darlebns- schuld bon . . ." Mark, welche an die Stadt baar gezahlt wvrden und mit 33 % jabrlich zu verzinsen ist.

Die Rückzahlung der ganzen Schuld von 1000000 „Fü erfolgt nach Maßgabe, des genehmigten Tilgungsplans mittelst Verloosung der,An1cibescheme'in den Jahren 1888/89 bis spätestens 1925/26 ein- schließkick) ans einem Tilgungsstock, welcher innerhalb der ersten 10 Jahre zum Betrage von 800000 „jk- mit wenigstens einem Prozent und zum Betrage, von 200000 «16, mit 11) Prozent, vom 11. Jahre ab “ÜbLkHJUPÜ' mit wenigstens ein und einem halben Prozent des Kabitals jahrlich unter Zuwachs der Zinsen von den getilgten Anleihe- scheinen gebildet wird.

Die Ausloosung „gesibiebt in dem MonatNOVember jeden Jahres. Der Stadt Kattowrs? bleibt jedoch das Recht vorbehalten, den Tilgungsstock zg ver ärken oder auch sämmtliche noch im Umlauf befindliche Anleibescheine auf einmal zu kündigen.

Die durch die Verstärkte Tilgung ersparten Zinsen wachsen eben- falls dem Tilgungsstocke zu.

Die gusgeloosten, sowie_ die gekündigten Anleibescbeine Werden unter Bezeichnung rbrer, Buch1taben,Nummern und Beträgr, sowie des Termms, (m,welcbem die Rückzahlung erfolgen sol], öffentlich bskannt gemacht. Diese Bekanntmachung erfolgt sechs. drei, zwei und einen Monat vor dem Zahlungstermin in dem „Deutschen Reichs- und Pre'ußischen Staats-Anzeigcr“, dem Amtsblatt der Königlichen Regterung in Oppeln und der „Breslauer Zeitung“. Gebt eines dieser B'lättrr ein,. so wird an dessen Stark von den städtischen Behörden rnit Genehmigung des Königlichen Regierungs=Präfidenten zu Oppeln ein anderes Blatt bestimmt.

Bis zu dem Tage, wo solubergestalt das Kapital zu entrichten ist, erd es in halbjährlichen Terminen, am 1. April und am 1. Oktober, von Heute an gerechnet, mit 34 Prozent jährlich verzinst.

Die Auszahlung der Zinsen und des Kapitals erfolgt gegen bloße Rückgabe der fällig gewordenen Zinsscbcine bczieburigsWeise dieses Anleihefcbeinrs bei der städtischen ämmereikaffe zu Kattowitz und zwar auch 'in der nach dem Eintritt des Fäüigkcitstermins folien- den Zeit. Mit dem zur Empiangnabxne des Kapitals eingerci ten Axileibescbem find aucb die dazu gehörigen Zinsschcine der späteren Fgütgkeitstermine zurückzuliefern. Für die fehlenden Zinsscbeine wird drr Betrag vom Kapital abgezogen.

Die gekündrgten Kapitalbeträge, Welche innerhalb dreißig Jabrcn nach dem Rückzahlungsterminc nicht erhoben werden, sowie die innerhalb bic'r Iabren nach Ablauf des Kalenderjabres, in wclchcm s'Éet Jürg geworden, nicbt erhobenen Zinsen verjähren zu Gunsten der

a . Das Aufgebot und die Kraftloscrklärun verlorener oder vernicbtcter Anlrtbescbeine erfolgt nach Vorschrift der§ „83811. ff. der Civilprozeß- ordziun fiir das Deutsche Reich vom 30. Januar 1877 (Reichs-Gcseyblatt Seite 3), beziehungsWLise nach §. 20 des" Ausführun s eseyxs zur Deutschen Civilvrozcßordnung vom 24. Marz 1879 (ÉeJeZ-Samm- lun S. 281). Zinsscbeine können wcdcr aufgeboten, no für kra los erklärt werden, doch soll Demjemgcn, welcher den xcrlust von insscbeinen vor Ablauf der vierjährigen Vcrjäbrungsfrist bei dem (1 istrat zu Kattowitz anmeldet, und den stattgcbabten Besiß der ins (heine durcb Vorzeigung dcs Anlcibcscbcms oder sonst in [cm hafter Weise dartbut, nacb Ablczuf der Vcriäbrungsftist dcr

etrag der anZemeldeten und bis dahin nicht borgekommcncn Zins- scbeme Segen uittun aus?;ezablt wcrden.

Mt diYem AnleiXescbc 11 sind balbÉbxige Zinsscbcinc auf eine

hnjäbri e eitdauer, d. i. bis um 31. arz 1897, ausgegeben. Die Trneren insscbeine Werden gleicbfalls für zehnjährige Zeitraums aus- gegeben werden.

_ OieAus abe einer neuen Reihe von Zinsscheincn erfolgt bei dcr stadttscben K mmereikaffe zu Kattowiv gegen Ablieferung der der

älterexi Zinsscbeinreibe' beigedruckten Anweisung. Beim Verlust der , Anweisun erfolgt dre Aushändigung der neuen Zinsscheinreibe an de11chJ5cha71 des Anleiheschems, sofern deffen Vorzeigung rechtzeitig gc e en 1 .

Zur, Sicherheit der „hierdurch eingegangenen Verpflichtungen Haftet die Stadt Kattowiy mit ihrem Vermögen und mit ihrer Steuerkraft.

Deffxn zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unterschrift ertbetlt.

Kattowiß, den ..........

' Der Magistrat.

Anmerkuzig. Die Anleibescheine sind außer mit den Unter- schrifterr des Burgermeisters und zWeier Magistratsmitglieder mit dem Siegel des Magistrats zu Versehen.

Provinz Schlesien. _ Regierungsbezirk Oppeln. Z 1 n s s ck) ein . .te Reihe zu dem Anleibescbein der Stadt Kattowijs, 17. Ausgabe, " Buchstabe . . Nr. . . . uber . . . . «16. zu 34 Prozent Zinsen über . . . . „kü . . «3.

_ Der _anaber dieses Zinsscheins empfängt gegen dessen Rückgabe m der Zeit vom 1. Aprr['(bezw.) 1. Oktober 18 . . ab die Zinsen des Vorbenaqnten Anletbescbeins für das Halbjahr vom 1 .......... 18.7.5191 18.. mit ..... „“...-zz beider städtischen Kämmereikaffe zu Kattowitz.

Kattowiß,den..........

Der Magistrat der Stadt Kattowiß. . ' , (Unterschriften.)

Dieser Zinsscbein rstungültig, wenn dessen Geldbetra nicbtinner- halb bier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres der älligkeit er- hoben wird.

' „Anmerkung., Dix „Namensunterscbristen des Magistrats- Dirtgenten rind zweter Mitglieder des Magistrats können mit Lettern oder Facfirmlestxmbeln 9(Zedruckt werden, doch muß jeder Zinsscbein mrt der eigenbandigen amensunterschrist eines Kontrolbeamten ver-

sehen Werden. Provinz Schlesien. „Regierungsbezirk Oppeln. A n w e t s u n 9 zum Anlxibescbein der Stadt Kattowitz, 117. Ausgabe, Buchstabe ..... Nr ..... über ..... „sé

Der beaber dieser Nrrweisung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem obigen Ankctbetschem die ...te Reibe von Zinsscbeinen für zehn Jahre vom 1. Avril 18 .. bis dahin 18 .. bei der städtischen Kammereikgffe Kattowitz, sofern nicht rechtzeitig von dem als solchen sicb ausweisenden anaber des Anleihefcheins dagegen Widerspruch erhoben wird.

Kattowiß, den . . ten . . . 18 ..

Der Magiitrat der Stadt Kattowitz. (Unterschriften.)

Anmerkung. Die Namensunterscbriften der Mit [ieder des Magistrats können mit Lettern oder Facfimilestempe n gedruckt werden, doch muß jede Anweisung mit der eigenbändigen Namens- unterscbrift eines Kontro[beamten versehen werden.

Dre Anweisung ist zum Unterschied auf der [,ganzen Blattbreite zmter den beiden leßten Zinsscbeinen mit davon (: wetcbmden Lettern tn nachstehender Art abzudrucken:

. . . ter Zinsscbein. 1

. . . ter Zinsschein.

Anweisung.

Statistische Nachrichten.

Nack) dem den „Verhandlungen des_ zwanzi iten Schleswig- Holsteiniscben Provinzial-Landtagrs“ beigefügten Jahresbericht des provinzialständischen Verwaltungs-Ausichui1es über die Ergebnisse dsr ständischen VerWaltung der Provinz Scbleswig- Holstein in der Zeit vom 1; April 1885 bis ult. März 1886 betrug der Krankenbeitand der Irrenanstalt am 1. Aprik 1885 820, am 31. Märx 1886 807, 396 männ- liche und 411 weibliche Kranke. Entlaxicn wurden 34 als gkbeilt, 51 als gebessert und 107 als ungkbcilt; es starben 64 (2 durch Selbst- mord). Die Einnabmen der Anstalt bczifferten fich auf 408 342,33 .“, die Ausgaben auf 400 097,97 „ki Verpflegt wurden durcbxcbnittlicb 829 Kranke und 153 Angestellte und betrugen die Verpflegungstage 358173, nämlick.) 9948 für die [. Klaffe, 94 236 für die 11. und 253 989 für die 111. Darnacb stellt fich der Verpflegungssaß pro Kopf und Tag, abgescben von den selbitgewonncnen Naturalien, auf 59,34 H, der Gesammtaufwand für i_eden der 829 Kranken obne Unterscbied der Klasse für das Jabr auf 483,56 „44 und für den Tag auf 1,32- „44, fast den gleichen Betrag wix in 1884/85. _ Die von Jabrzu Jabr bcybacht§te Steigerung der für landarmeHülrsbcdürftige verausgabten Koiten ist auch in 1885 86 nicht ausgeblieben; denn es sind 276115516 gegen 257 816,45546 in 1884/85 verausgabt worden. _ Nacbdem die Durchschnitlsfrequenz der Korrigenden-Anstalfen in den Jabrcn 1875-1881 stetig zugenommen und im Jabra 1881/82 das Maximum_(1086) erreicbt batte, dagcgen in den beiden nächstfolgcnden Jahren aus resp. 1028 und 858 gemnken war, ist sie in 1885/86 wieder auf 961 Köpfe gestiegen. Von den ult. März 1886 vorbau- dcxien 1146 männlichen und 41 weiblichen Korrigendcn gsbörtcn _2-31, alw nur reichlich 200/0 der Provinz, 689 den übrigen preußijcbcn Provinzen, 248 den übrigen deutschen Staaten und 19 dem Auslande an. _ Die Gesammtlän e der Provinzialstraßcn, welcbe Ende 1884/85 22884586 11111 ctrug, erbiclt in 1885/86 einen Za- wachs von 56,4158 11111, betrug mitbin Ende 1885/86 23448744 11111. Die eigentlichen Unterbaliungskostcn dcr Cbauffcen betrugen 340,52-4 gegen 341,79 „46 in 1884/85. _ Dic SoU-Einnabmen und Ausgaben der Landesbrandkaffe pro 1885 bezifferten sich auf 2463 622,48 .“ bezw. auf 2430 390,61 „Fi, darunter 18:4 443,96 .“ (1 633 312.24.“ ür Gebäude und 191 131,72 .“ für Mobiliar) Brandschadcnsxzeldcr. o daß sicb troß der großen Blißscbäden (20,33 0/0 der Gesanzmt- chäden) rechnungsmäßig ein Ueberscbuß von 43 231,87 .“ ergrebt. Unter den Aus abcn betrugen die eigentlichen Vawaanqskoiten 0,17 9/0 der Versixcbemngsfumme und 8,92 9/0 der Beiträge. DieVer- sicherungssumme, welcbe a_m Schluffe des Jahres 1884 1003 389840.“ (896 354 560 .“ für Gcbaude und 107 035 280 .“ für Mobilien) be- trug, erböbte sicb alt. 1885 auf 1021 734 780 »“ (906902740 .“ für Gebäude und 114 832 040 .“ für Mobilien); fix vergrößerte fich demnach um 18 344940 .“