Mundstück der allgemeinen Entrüstung über das „frivole“ Bündniß, welches der verbaßte Junker Bismarck rnit Oesterreich eingegangen
tte, offenbar um die Herzogibümer schließlich an Rußland zu ver-
ndeln. Die allererste Vorbedingun politischen Urtbeils, kaltes Blut und richtige Abwägung der Ma tmittel, Welche zur Erreichung eines bestimmten ieles unentbehrlich sind, ging den Deutschen damals offenbar noch vol] tändig ab, nicht blos in den wergsiaaten,„wv das ja zu natürlich war, sondern auch in Preußen selb t. Und als dann die unvergleichliche Meisterschaft Bismarck's die Herzogtbümer für immer von Dänemark befreit hatte, ohne daß Napoleon 111. und England es zu hindern wagten, Rußland soZar eine wohlwollende Stellung beobachtete, freute sich der wahre Li erale nicht einmal des Wanders der Staatskunst, weil er nicht gestehen wollte. sich verrechnet zu
baben.
Die scbleswi -bols1einische Frage wurde in der Hand Bismarck's aber auch das ittel zur Entscheidun der deutschen Frage; schon nach weitern zWei Jahren war Deuts land ,in den Sattel gesetzt“ und in der ländlichen Ab efcbiedenheit Vakzins die Verfaffungsform aus edacbt, welche in weie_r Vorausficht- von vornherein auch den kün tigen Anschluß Süddeutichlands mit m Rechnung nahm und in allen wesentlichen Grundzügen im Jahre 1870 die Verfassung des ganzen Reichs geworden ist.
Seit zwanzig Jahren leitet der Schöpfer der'Reichsverfaffu'ng als Bundes- und Reichskanzler die Geschäfte des Re1chs und zugleich als Minister-Präfidenf die Geschäfte Preußens, unauSgesxßt be- müht, sowohl auswärtigen Gefahren zu begegnen, gls auch die staat- licben Einrichtungen des Reichs auszubauen und diejenigen Preußens zeitgemäß umzugestalten; wie viele wichtigste Geseße, Ver- xrdnungen, Staatsverträge, diplomatische Noten, zu denen er die Grundgedanken angegeben, oder die er selbst abgefaßt bat, tragen seine Untersäbrift, wie groß ist die Zahl seiner stets Höchst bedeutenden Reden im Reichstage, im preußischen Abgeordnetenhause und Herren- bause und die Zahl der Stunden, welche er bier dem Redeergpß Anderer zu fo1gcn hatte! Daneben aingen ber die Veratbixngen zm Bundesrats), im preußiscben Staats-Ministerium, die Vortrage beim Kaiser, die vertraulichen Besprechungen mit den Führern der pqua- mentarischen Parteien, die Ueberwachung der in- und ausländi1chen Presse, um die öffentliche Meimmg im richti en Geleise zu halter), endlich die Sorge dafür, daß vor den Wah en das Volk über die Absichten der Regierung genügend belebrt werde, was um so notb- wendiger blieb, als viele der wichtigsten Ideen des Reichskanzlers anfänglich bei den meisten Parteien Kopfschütteln, Wenn nicht Wider- willen erregten.
Es ist an bnndkrt Jabre ber, daß einer unserer großen Dxnker, Herder, beim Ueberschauen der Weltgeschichte zu dem Urtbetl ge- lang-e, daß die Staatskunst für die schwerste und böchsie'aller menschlichen Leistungen zu erachten sei; und wo große politische Erfolge errungen worden sind, wird man finden, daß sie in der That die Vereinigung vieler großen Eigenschaften vorausseytexi: umfassende Kenniniß dcr thatsäcblichen Verhältnisse, proße Klugheit, iiarken Muth, 130112 Hingebung an den großen Zweck, und dazu noch (Haben des Charakters, wodurch Freunde festgehalten, (&)?gnern Achtungk m_1d zulexzt Liebe abgenötbigt werden: nämlich Ehrlichkeit, Gereckyttgkeit, Maßhalten und,Ver1öbnlichkeit. Leider gab es auch m_ der yeuerei) Zeit noch gar viele Deutsche, denen_ diese Wahr- betten„ nicht em!cuchicten. die da gkaubien, den Meister meistern zu, diirfen, seine auswärtige Politik ganz oder balb lobten, 1eme innere ganz oder halb tadelien, ihm seine obnebin schwere Auf- gabe noch erscbrvrrten; ja, es kam sogar wieder dabin, daß wer sich boshafte erleumdrtngrn gegen ihn erlaubte, noch nicht Gefahr lief, der aÜgememen Verachtung zu verfaUen. Gar manchmal mußte da der! Kanzler der Wunsä) beschleichcn, ein so seltsames Geschlecht seinem Schicksal zu überlassen und seine Tage in der Ruhe des Privatsxbens zu beschließen; kam doch gerade mit Rücksicht auf diese Yeni die Klage Über seine Lippen, daß er sich ,todtmüde“ fühle.
ank dern Himmel aber hielt die mehrfach ins Wanken geratbene Gesuxidbeit Stand, bewährte 'der Herrliche Humor seine Unerscböpf- lichkeit, [113160161716 Anfechtung die Lust zum Ringkampf, standen alle deutschen Regierungen einmüthig auf seiner Seite und beharrte der erhabene Kaiser unerschütterlich bei seinem „niemals, so lange ich lebe!“ So “konnte sich denn allmählich auch wieder ein Um- schwung doliztcben, dcr sich zuerst am 1. April 1885 in den Huldigungen der akademtschen Jugend und zahlloser Festversammlungen in bei deutungsvoüer Weise kund that und bei der ReichstaJSWabl am 21. Februar 1887, zum voÜen Durchbruch kam. Cine reichstreue Mrbrhett dcs Reichst'ages steht dem Kanzl-sr wieder zur Seite, darunier erfreulicherwetse auch gerade Zierdcn der nationalliberalen Zarte), Welche sick) schon ehemals um die erste Einrichtung des Reichs
erdienfte erworben, haben, und so dürfen wir hoffen, daß die neue LYJWZÜÜUWLUODL _wre schon bei ihrem Beginn so auch künftig fiir die außere und innere Kräftigung des Reichs segensreiche Früchte bringen werde.
' - Drveijiinchener „A(lgemeine Zeitung“ sagt in ihrem JubrlaumH-Artikel:
. . ., Zu welch imposanter Machtsteiiung isi Deutscbland unier dcr geschickten und ibaikraftigen Leitung des Kanzlers in den letzt- vergangenen Dezeynren gelangt! In aÜen auf Machtvertbeilung und Abgrenzung , bezugltrbcn Fragen wird der Rath Deutschlands xmgebolt, wird Deutichlands Vermittelung nacbgesucht; schon häufig ist bei Controderscri staats- und völkerrechtlicher Natur die deutsche Regieru'ng als Schiedsrichter angerufen und von ihrem Urtbeil und Rath die Eytscheidung internationaler Streitigkeiten abhängig gemacht worden. Die Politik des ehrlichen Maklers, wie sich der Kanzler fe_lbst genannt, hat noch andere segensreiche Früchte getragen. Ueberall Ztlt Deutschland als'der feste Hort der auf die Befestigung und Er-
altung des, europaischen Friedens gerichteten Bestrebungen und als das Btpdeglted, das mit centripetaler Gewalt alle Friedensbedürftigen und Frieder) erbaktendxn Elemente cm fick) zieht, und gleichsam einen Krystall_1sattonsp_unkt fiir dieselben abgiebt.
__ _Mit der, Sorge für die Korrektheit und Sicherheit der aus- erttgen Bcztcbungenics RkiÖs, in deren Pflege Fürst Bismarck wghrend seiner Amtsführung eine selten erreichte Meisterschaft be- tbatigt, Hand in Hand, ist der Ausbau des inneren Staatswesens nach alben Richtungen bin in Angriff genommen und im Geist der Grundsaße und Lebrcn gefördert worden, aus denen nach neueren Anschauungen der Organismus des staatlichen Lebens seine Impulse erhalten sou.“ Welck) umfangreiches und lohnendes Arbeitsfeld hat sich der geschafft en Hand des Kanzlers bier dargeboten und in Welch ersprießltcbem aße bat er die Anregung zur Besteliung und För- derung desselben gegeben.
Dank der o_on seiner Person ausgegangenen Jnitiatibe, ist auf diesem Gebiet eme Bewegung entfesselt worden, welche den Mängeln und Uebelstanden. unter denen das soziale und wirthschaftliche Leben des Staats, drr Gemeinde und des Individuums zu leiden bat, Linde- rung und Abbulfe bringen soll. Mit Hülfe von Gesc en und Verord-
nungen, denen der Kanzler die geistige Signatur gege en, ist den Ge- '
fahren, welcbedem selbständigen Mittelstand Vernichtung drohen, kräftig entgxgengearbettet uyd der bedrängten Landwirtbschaft thunlichsi Hiilfe gewahrt worden. Die Selbstverwaltung auf kommunalem Gebiet iii er- beblicb erweitert und gekräftigt, der Handel durch Verträge und Dampferlinien belebt worden, ihm wie der Industrie wurden in fernen Welitbeile'n neue Märkte und Abiaßwege erschlossen. Den Gewerben ist auf B1Smarck's Drängen hin durch schüßende Zölle eine gesicherte Grundloge geschaffen, endlich hat man in Folge der denkwürdigen Botschaft vom November 1881 die Abbülfe der scbweren sozialen Schaden, an welchen unsere Zeit krankt, energis begonnen. Kurz, in welchen Theil des inneren Staatslebens man an immer blickt, überall ' ist die beffernde Hand angelegt, sind Ziele und Aufgaben mit großen und,wetten Ajpekten der Thätigkeit der gesetzgebenden Faktoren vor- gezeichnet worden. E.»:- „..,-:*. , _ "“ Welchen Antbeil an der Errichtung des nationalen Staates die roLagcmda der Idee desselben, und welchen Antbeil das entschlossene an eln gebabr, dieser Streit bleibe dem Ehrentage des kühnen, tbat-- räf-tigen StaatSMannes fern, ohne den wir Kaiser und Reich nicht
besäßen. An diesem Tage ziemi es fich, ausschließlich seines Verdienstes.
zulkzedenken, und nicht nur der Yoßen Dinge, die er in 25 Jahren vo bracht, auch der Arbeit, der orge, jener schweren Last der Ver-
antwortlicbkeit, die er getragen, wenn wie oft - Deutschlands,
Schicksal von nur ibm bekannten Gefahren bedroht war.
Allen, die Deutsche sein wo11en, gilt sein Werk beute für die Vollendung ibrer beiFesten Wünsche und stolzesten Träume, alle rühmen daß er die orderungen und Bedürfnisse seines Volks und seiner Zeit klarer und früher erkannt babe, als sie selbst; als der Eckstein des deutschen Reichsbaues gelegt wurde, verwarfen ibn die Bauleute. Nichtsdestoweniger ist es dem Begründer des Reichs be-
schieden gewesen, in ungebrochener Kraft den Schlußstein in das gewaltige Gebäude seiner LebenSarbeit zu fügen, und einen Erfolg zu errinZn, den kein Mißklang zu stören vermochte.
ebn Jahre mit Ruhm Minister zu sein, batte Hr. von Bismarck LÖ ür die Zukunft gewünscht, als er Bundestags-Gesandrer m rankfurt war, nachher wieder das Leben auf dem Lande m Un- abhängigkeit als Gutsbefiyer. Aus den 10 Jahren sind 25 Jahre geworden, gekrönt mit allem Ruhm des Staatsmannes und des Diplomaten, der je in einer solchen Stellung errungen worden ist. Wie das Charakterbild der großen historischen Persönlichkeit Heute im BeWUßtsein der Zeitgenossen lebt, so wird es unvergänglicb der (Heger)- stand der Verehrung der großen Mehrheit des deutschen Volkes, sowie der Achtung und Bewunderung auch der Gegner bleiben.
Genterbe und Handel.
Das Kaiserlich russische Konsulat in Berlin befindet sich vom 26. Septembcr1887 ab in dem Hause Luisenstraße 311).
- Dem Bericht der Direktion der Aktiengesellscbaft Säcbsiscbe Kammgarnspinnerei zu Hartbau für das letzte (Geschaftsjabr entnehmen wir folgende Mittheilungen: Das Resultat des Betriebs vom 1. Mai 1886 bis 30. April 1887 beziffert fich auf einen Bruttogewinn von 452860 „76 Ueber den „Betrieb des abge- laufenen Jahres wird mitgetheilt, das; die im Mat-Juni eingetretene steigende Tendenz des Rohmaterials sich weiter fortseßte, so daß die Kreise bis September einen Gesammiaufscblag bis zu 60 % ergaben.
uch die Garnpreise folgten dieser Bewegung, da die Fabrikanten bei knappen Beständen dringendes Bedürfniß für das Fabrikat dieser Spinnerei zeigten. Jm Oktober-November folgte große Ruhe, die dann im Dezember in eine Rückwärtsbewegung umschlug. Der mit dcm Rohmaterial gleichmäßig rückwärts gehenden Bewegung der Garnpreise wurde durch das feste Einseßen der diesjährigen Londorier Juni-Wollauktion ein Einhalt geboten, und Line 1eit Apri[ etwa em- getretene Ermäßigung der Garnpreife von 10 0/0 ca. ist_ seitdem durch eine gleiche Steigerung wieder ausgeglichen. Der Verkandt an Garn belief sicb pro 1886/87 auf 578 332 11 im Betrage Von 3 673 707 „46, gegen 1885/86 auf 467 359 ](Z' im erthe von 2772 949 „kl- Der Gcsamniwersandt an Garn, Kämmlingen, kurzen Wollen, Ab- gängen 2c. erhob sich auf 3876 028 „16 gegen einen Betrag von 2958 855 «36 in 1885/86. An Aufträgen waren bei Be- ginn des neuen Betriebsjabres ca. 100 000 11,9," vorhanden. Nack) dem V611cht des Aufsichtsratbs sol] von dem vorhandenen Bruttogcwinn von 452 860 „M zunächst die vorjährige Unterbilanz Von 142 543 „46 abgebucht werden, Von den alsdann verbleibenden 310 317 „16 geben Abschreibungen in Höhe von 99 325 „;ck ab. Von dem Reingewinn von 210992 „jü- find zu kürzen: 59/0 für den Re- servefonds mit 10 549 516, 69/0 Tantiéme an die Direktion und Be- amten und 6% Tantiéme an den Aufficbisratb mit je 12 659 546 Es verbieibt somit ein Betrag von 175123 „;ck zur weiteren Ver- fügung für die Generalversammlung. Der Aufsichtsrat!) schlägt vor, aus Veranlassung der Konjunktur und zu Gunsten des Gewinn- und VerlustContos für das neue Betriebsjahr 30000 „44 als Spezial- reserve einzusteÜen, als Dividende 70/0 mit 142 800 „M zu vertbeilen, dem Arbeiter-Unterst60ungs-Conxo 2000 “M zuzuwenden und den Rest mit 323 ckck auf neue Rechnung vorzutragen.
Nürnberg, 22. September. (Hopfenmarktbericht von Leopold Held.) Zum heutigen Markt kamen ca. 500 Ballen Markt- bopfen und namhafte - der ziff'ermäßigen Konirole sicb entziehende- Quantitäten auswärtiger Sorten. Das Geschäft begann schleppend und erst das Auftreten einer größeren Anzahl Bamberger Käufer, welcbe ansehnliche Posten nahmen, brachte etwas Leben, indem dercn Käufe auch die hiesigen Kundschaftsbändler zum Mitkauf animirten. Für Amerika wurden ungefähr 100 BMW gekauft; die England- Erporieure verhielten fick) nahezu völXig ablehnend, doch ist troydem dcr UmsaZ in 0196 der bedeutenden Kundschaftskäufe ein “sebr belang- reicber. ie reise sind unverändert. - Notirungen: Gebirgshopfen 88-95 «M, arktbopfen 16 75-80 „48, dt). mitlel 65-70 „48, do.
ering 50-55 „46, Hallertauer 70-90 „46, Württsmberger 70-100 94,
adische 70-100 „jb, Elsässer 70-85 „M., Wollnzacher 100-115 „44
, Wien, 24. September, früh. (W. T. B) Das aus der Nied'er'ö sterreichischen Escompte-(Hesellscbaft, der anglo- österreichischen Bank, den Bankbäusern Erlanger Und Gebrüder Berl)- mann in Frankfurt a. M; bestehende Konsortium, welches auf die von der ungarisch-gaerischen Eisenbahn zu emitiirenden 13 600 000 F1. 49/9 Prioritäts-Obligationen in der vorgestrigen Offertverbandlung den Cours von 87,57210/9 geboten bat, ist, wie die .Presxe“ meldet, gestern benachrichtigt Worden, daß die Regierunz die Offer e genehmigt babe.
London, 23. September. (W. T. B.) Wollauktion. Tendenz besser tn Folge guter Auswahl, Preise unverändert. Feine WoÜen fanden guten Absa . ordinäre verkehrten träge.
Washington, 23. eptember. (W. T. B.) Das Scbatzamt kaufte beute für 1044 000 Doll. 4prozentigemxd für 791650Doll. 411 prozentige Obligationen.
New-York, 23. September. (W. T. B.) Baumwollen- Wochenbericht. „Zufubren in allen Unionsbäfen 188000 B., Ausfuhr nach Großbritannien 40 000 B., Ausfuhr nach dem Kontineiqt 17 000 B., Vorrath 296 000 B.
Verkehrs - Anstalten.
Hamburg„ 23. September. (W. T. B.) Der Post- dampser „Wieland“ der Hamburg - Amerikanischen Fackctfabrt-Aktienaesellscbaft ist, von Hamburg kommend, cute Morgen in New-York eingetroffen.
London, 23.Scptembcr. (W.T.B.) DerUnion- Dampfer „Tartar“ ist heute auf der Ausreise von Plym outb abgegangen. -'Der' Un-ion-Dampfer ,Pretoria“ hat gestern auf der Letmreise Madeira passirt.- Der Castle-Dampfer „(Hartb-
astle“ ist gestern auf der Ausreise in CapetoWn angekommen.
Sanitätsnwsen und Quarantäneivesen.
Türkei.
Laux Bekanntmachung des internationalen GesundbeitSratbs zu Konstantinopel vom 14. September 1887 Werden Schiffe, welcbe eit dem 13. desselben Monats von der italienischen Küste zwis en der frqnz'öfischen Grenze und Civitavecchia einerseits und zwischen der österreichisch-ungartschen Grenze und Ancotia andererseits abgegangen smd, etner fünftägigen Beobachtungs-Quarantäne in den mit Aerzten versebexien ottonzanischen Häfen unterworfen.
, 'D're zebntagige Quarantäne gegen den übrigen Theil dxr ttJltletmschen Küste, Sizilien, Malta und Sardinien wird aufrech er (1 en.
, Marokko.
Na einem „Beschluß des Sanitäts-Conseils von Marokko werden_ „chiffe, Welche nach dem 31. August d. J. von der Insel Sardinien abgegangen sind, bis auf Weiteresin den marokka- mscben Hafen nicht zugelassen.
___-_-
Berlin, 24. September 1887.
Die biesige Gastwirtbs-Jnnung feiert am Mitth, den 28. September d. I., Nachmittags 5 Uhr, in KMU Etablisse- ment die BanneWeibe und das Stiftungsfest.
Der Kongreß der .Volapükisien“, der vom 6. bis 9. August in München stattxand, bat die Frage des .Volapük' , der internatio: nalen Handels- und Verkehrsspracbe, auch in weiteren Kreisen in [1:13 gebracht. Es Wurde dort festgestellt, daß die vom Pfarrer Sch eyer (jetzt in Konstanz) ersonnene Weltsprache bereits von „nahezu einer *Mtüion Mensckoen gesprochen oder docb_ für den schriftlichen Verkehr benußt wird. Tbeilnebmer und Zuschriften aus den verschiedensten Ländern, auch überseeischen, legten Zeugnis; dafür ab, daß der Erfinder den richtigen Weg eingeschlagen bat, um eine Aufgabe zu lösen, an der „fich bereits ein Leibniz und Descartes, aller- dings vergeblich, versucht batten, und die bestimmt ist, einem Bedürfniß abzuhelfen, Welches um so düngender wird, je weiter die Veiiehungen zwischen den Völkern sicb ausdehnen. An den Handels-Akademien in Paris und Bordeaux, an der Universität in Madrid, ist Volapük staatlicherseits als Unterrichtsgegensiand einge- führt; in Süddeutschland hat es einen breiten Boden gewonnen und wirdsin zahlreichen Vereinen gepflegt. Berlin ist die einzige rößere Stadt, in welcher bis jeyt eine Bewegung in dieser Sache noc?) nicbt öffentlich beroorgetreten ist. Jedoch ist vor Kurzem aizck) hier ein B erein gegründet worden, der für Verbreitung der Weltiprache durcb Wort, Schrift und Unierricbt zu wirken gewillt ist. Nähere Auskunft übcr die Thätigkeit des Vereins und dc'n Einiriti in denselben ertbeilen auf Anfrage die .Herren Volapüklebrer Oe11chig (Oranienburger- straße 60-63) und O1“. Thießen (Potsdamerstraße 10514).
Der beutigenNummer des ,Reicbs-Anzeigers“ liegt eine iÜustrirte Beilage, den „Praktischen Rathgeber im O-bst- und Garten- bau“ betreffend, bei., Wie die Verlagsbandlung mittbeilt, hat das Blatt, welches nur 1 „44 vierteljäbrlich kostet, in 171 Jahren über 26000 Abonnenten erWorben.
Karlsruhe, 23. September. 117. internationale Kon- ferenz der Vereine vom Rothen Kreuz. Die Konferenz bescbäftigte fiel) in der 2. Sißung, „welcher die Großherzoglichen Herr- schaften, der aus Baden-Baden erschienene Kaiser von Brafilien,sowie Prinz Karl mit Gemahlin beiwvhnten, zunächst mit der Frage der antiseptischen Wundbehandlung auf Grund der im serbisch- bulgarischen Kriege gemachten Erfahrungen. Angeregt war dieser Verhandlungspunkt Von der Bundesleitung der öster- reichiscben Gefrllschaft Vom Rothen Kreuz, in deren Namen Profeffor Albert aus Wien das Referat übernommen hatte. Derseflbe machte der Konferenz folgenden Antrag: Die Konferenz wolle beschließen: „Unter Aufreclzterbaltung der in der 111. internationalen Konferenz zu Genf 1884 gefaßten Resolution:
„1.6. 0011f61'61166 SWSU 16 70611, (1116166 ])81186111611158" 611121- 86pt1qU66 8016111 jnbroäuiw 601111116 1'6g16 (16.118 16 661'7166 (16 110111268 168 8.1“!!1808 611 campuZ-mz, ainsi (1118 (18.118 661111 (16 WWW 165 80616t68 (18 111. 010111101126. 11 6813 5. (1651161 qu'611 tampa (16 ])8-1! 16 ])81'80111161 juürmj6r 6011: 111813194111 (16118 66 vrait6111611v.“
werden gemäß den in den leZten zehn Jahren gemachten Erfahrungen bgzugiick) der durch die antiseptische Technik geänderten Ver- haltnisse, die der Genfer KonVention beigetretenen Staaten und ereinx crsucbt, Für die Durchführung der antiseptiscb-konservativcn chirurgischen Praxis bei der Armee im Felde bereits von der Gefechts- lxnie ab zweckmäßige und entsprechende Einrichtungen zu treffen.“ Nach langerer Diskussion wurde der österreichische Antrag einstimmig an- genommen.
Es gelangte nunmehr folgendes Telegramm zur Verlesung, Welches von Ihrer Majestät der Kaiserin eingegangen war:
„,Ich danke der Konferenz Herzlich für die Mir gewidmete Be- grüßung. Als Christin preise Ick) Gottes Gnade an diesem Werk der Nächstenliebe; als Frau gedenke Ick) dabei der Frauen und Mütter; als Mitglied des Rothen Kreuzes erboffeJch von Ihren Beratbungen gesegneten Erfolg und vrreinende Kraft für Krieg und Frieden.
Baden-Baden, den 23. September 1887.
A u g 11 | a , Deutsche Kaiserin, Königin won Preußen.“
Graf Kürolyi sprach den Dank der Konferenz für das stehend an: ebörte Telegramm aus. „Dieser Dank wurde auf ausdrücklichen "escbluß der Konferenz in das ProtokoÜ aufgenommen. - Als nachster Punkt der Tagesordnung folgte die Beratbun über den im Namen des italienischen Central-Comités von Prof. Éalassi befür- worteten Antrag folgenden Inhalts: „Die Sendungen, Welche in Kriegszeiten von den Central-Comitss in den der Genfer Kondention beigetretenen Staaten im Interesse der Verwundetenpflege aufgegeben werden, folien als Eilgut befördert Werden und genießen Transport- freiheit auf den Eisenbahnen wie auf den Schiffen von der Auf abe- bis zur Bestimmungsstation. Bebufs Vermeidung mißbräucbicher Ausnuxzung dieser Transporterleichterung werden gemeinsame Kontrolmaßregeln vereinbart." Die Ko.1ferenz beschloß: „Indem die Konferenz den Regierungen und den Eisenbahngesellscbaften für die Unentgeltlicbkeit und die Preisermäßigungen dankt, welcbe bisher Sendungen für das Rothe Kreuz zuerkannt worden sind, spricht fie dxn Wunsch aus, daß diese Erleichterungen in allen Staaten, welche die Genfer Konvention unterschrieben Haben, VeraÜgemeinert werden und daß diese Staaten sich zugleich darüber verstän- digen, um Maßregeln zu. ergreifen , welche es erlauben, die SendunZen von den Förmltcbkeitcn der ZoUerbebung zu befreien.“ Damit chloß die 2. Sißung.
Nack) derselben unterhielten fick) die Großherzoglichen Herrschafien und der Kaiser von Brasilien noch im gelben Salon des Stände- hauses mit den Delegirten.
Am Nachmittag wurde auf dem AussteÜungsterrain eine Uebung des Karlsruher Krankenträger-Corvs Veranstaltet; außerdem war der Nachmittag der Besichtigung der Ausstellung gewidmet. Um 5 Uhr hatte die Stadt zu Ehren der Konferenz im Stadtgarten ein Concert Veranstaltet und Abends wurde der Park illuminirt. Das Präsidium und die offiziellen Vertreter waren der Einladung der Großherzog- lichen Herrschaften zum Diner gefolgt.
Im Deutschen Theater wird morgen, Sonntag, das Lust- spiel „Wenn der Somnier kommt“ von Charles Delannoy zum ersten Mal wiederholt; am Montag wird „Faust“ gegeben. Am nächsten Sonnabend, den 1. Oktober, geht „5.7.1 inna von Barnbelm“ neu ein- siudirt und in tbeilweife neuer Beseßung der Hauptrolien in Scene. Außerdem bringt das Wochenrepertotre noch Aufführungen von „„Wenn FrlSthmer kommt“, „Faust“ und (aufvielfacbes Verlangen) „Emilia
ao “.
Redacteur: N i e d e [.
Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der Norddeufscben Buchdruckerei und Verlags-Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),
und ein Prospekt: Der praktisckxe Rathgeber im Obst- und , Gartenbau.
Berlin:
zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
„M' 224.
Königreich Preußen.
P r i v il e g i u m wegen Ausfertigung auf den anaber lautender Stadt-
' ine der Stadt Stendal im Betrage von Anletbesä)? 300000 .“
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen er.
dem der Magistrat der Stadt S i endal in Uebereinstimmung mit YF) Beschlusse der Stadtverordnetenversammlung vdm 25. Ok- tober 1886 bezw. vom 4. Juli 1887 beschlossen hat, die zum „Bau eines öffentlichen Schlachthauses, einer Volksschule und zur Regulmxng des Uchte=Fluffes erforderlichen Geldmittel im Wxge' einer Atilnbe zu beschaffen, wollen Wir auf den Antrag der siadttscben Beborden dal: , ' zu SKL: diesem Zweck auf jeden Inbgber lautende. mit 31,115“ scheinen ver ebene, Seitens der Glaubrger unkundbcxre Anleihe- scbeine im 5 etrage von 300 000 «. aussteüexz zy durfen, da sich hiergegen weder im Interesse der Glgubtger, noch der Schuldner etwas zu erinnern gefunden hat, 111 Gemaßbeit des §. 2'des Geseßes vom 17. Juni 1833 zur AussieÜung von Ynleiheschemen zum Betrage von 300000 52.,l-F,schin“Buchstaben: ,Dretbundertausend “, wel e in fo enden ni en: Mark " ck 9 200000 „M zu 10006“: 80000 , „ 500 , 20 000 „ ., 200 , zusammen 300000 «44 ' . ' , , nach dem anliegenden Muster auSzuferttgen/ mri vier Prozent jährlich zu verzinsen und nacb dem festgestellten „Tilgungsplan zmttelst Ver- loosung vom 1. Januar 1888 ab mit wemgstens einem Prozent des Anleibe-Kapitals, unter Zuwachs der Zmsexz von den,g,ettlgten Anleihefcbeinen. zu tilgen find, durch _gegenwgrtiges Primlegtum Unsere landesherrliche Genehmigung 'ertheilen. Dre Ertb'etlung erwlgt mit der rechtlichen Wirkung, daß em ]eder Inhaber dieser Anleihe- cbeine die daraus hervorgegangenen Rechte geltend zwmacben befugt tst, ohne zu dem Nachweise der Uebertragung des Eigenthums ver- ichtet zu sein. ' ' ' pfl Durch vorstehendes Pertllelum, welch'es,Wtr Rechte Dritter ertbeilen, wird fur die „Befriedigun Anleihescheine eine (Gewährleistung Seitens des nommen. _ , . Urkundlické unter Unserer Höchstetgenbändigen Unterschrift und beigedrucktem öniglicben Jnstkgel. («geben FFW)? Babelsberg, den 7. September 1887.
vorbebaktlicb der der Inhaber der taats nicbt über-
W i l h e [ ni. , ' Zugleich fiir den Fmanz-Mrmster: von Purtkamer.
rovin Sa en. Regierungsbezirk Magdeburg. P 3 (hs Anleibeschein der Stadt Stendal, 111. Ausgabe, Bucbsiabe . . . Nr. . . . Über Mark Reichswgbrung. _ , _ Ausgefertigt in Gemäßheit des landesherrlichen. Prwrlegmms vom 7. September 1887 (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Viagdeburg vom ....... 1887 Nr. . . . Seite . . . und Ge1etz-Samm1ung für 1887 Seite . . . . laufende Nr. . . .)
Auf Grund des von dem Bezirksausscbuffe zu Magdeburg genehmigten Beschlusses des Magistrats und der'Stadwerordneten- Versammlung zu Stendal wegen 'Aufnabme ciner Schuld von 3001.00 „14, bekennt sich der Magistrat iu Steundgl Namens der Stadtgemeinde durch diese, für jeden Inhaber giiltige, Seitens des Gläubigers unkündbare Verschreibung zu, einer Darlebnssclyuld von Mark, welche an die StadtgersneniF baar gezahlt worden und mit vier rozent jährlich zu verzin en 1 . .
Die Riicthlung der ganzen Schu1d von 300000 „ii erfolgt nach Maßgabe des genebmiTten Tilgnngsplqns n31ttelst Vcrloosrxng der Anleihescheine in den Jahren 1888 bis spatestexis 1929kem- schließlich aus einem Til ungsstocke, welcher rnit wemgsiens Einem Prozent des Kapitals jähricb unt'er Zuwgchs der Zinsen vdn dxn getilgten Anleibescbeinen ebildet Wird. Die Auslodsung grschtebt in dem Monat Mai jeden abres. Der Stadtgemeinde bleibt jedock) das Recht vorbehalten, den Tilgungsstock 'zu verstarken oder auch sämmtliche noch im Umlauf befind1iche Anletbescheme auf einmal zu
k" d' n. , un lTFK durch die verstärkte Tilgung ersparten Zinsen Wachsen eben-
aUs dem Til un sstocke zu. ' , f Die ausZeloYsten, sowie die gekündigten Anletbeicbeme werden unter Bezeichnung ihrer Buchstaben, Nummern und Bx'trage,' sowie des Termins, an welchem die Rückzahlung erfolgen sol], _offenilicb bekqnnt emacbt. Diese Bekanntmachung erfolgt 1echs, drei, zwei _und emen )ioncét vor dem Zahlungstermin in dem „Deutschen Rexrhs- imd Preußischen Staats-Anzeiger“, dem Axxitsblatt der Kömgktcben Regierung zu Magdebur und dem 'AltnmrxisÖen'InteÜtgen'z- und Leseblatt zu Stendal. (Hebt eines dieser Blaxter em, so "wird, an dessen Steüe von dem Magistrat mtt Genebmrgung des Koxnglicben Regierungs=Präsidenten zu Magdeburg ern anderes Blatt bestimtztt. Bis zu dem Tage, wv solchergestalt das Kapital zu entrichten ist, wird es in halbjährlichen Termxrien, am 2._"Jax1uar uiid am 1. Juli, von heute an gerechnet, mrt dier Prozentsjabrltck) verzinset. Die Auszahwng der Zinsen und des Kapitals erfolgt gegen bloße Rückgabe der fäilig geWOrdenen Zinsscheme beziehungsweise dieses Anleiheicbeines bei der S1adt=Hauptxasie 'zu Siendal und zwar auch in der nach dem Eintritt des FalliKkett'stermrzis quen- den eit. Mit dem zur Empfangnabxne des, aptials emgerez ten AnleZyeschein sind auch die dazu_ gebörtgext ansscbeme "der, spateren FäÜi keitstermine nebst der Anweisung zurrzckzuliefern. Fur die fehlen- den iiisscheine wird der Betrag vom Kapitel; ab ezogen. , . Die gekündigten Kapitalbeträge, „welche mner alb dreißig Jahren nach dem Rückzahlungstermin nicbt erhoben werde,n, sowie die innerhalb vier Jahren nach Ablauf des Kalerxderjabres, in welchem sie fäÜig geworden, nicbt erhobenen Zinsen verxabrew zu Gunsten der Stadtgemeinde. Das Aufgebot und die Kraftleerklarung verlorener oder vernichteter Anleibescbeine erfolgt nach_Vorschrift der §§. 838 F7 der Civil roze ordnung fiir das DeutscbcReicb vom 30. Januar 18
Reicbs- eseß [att Seite 83, beziehungsweise nacb §. 20 des Aus-
- '
"brungsgeseyes zur Deuts en Ctmlprozeßordnung vom 24. März
1879 (Geseß-Sammlung S 281)
Zinsscheine können wedér aufgeboten, nocb für kraftlos erklärt
Dock) soll Demjenigen, welcher den Verlust von ZLF"
insscheine dur VorzeigunßlkZFqurJeeribYbeins oder sonst in glaubba ter Werse
werden. scheinen vor Ablauf der
vierjährigen Verjährungsfrist bei Ma istrat anmeldet und den stattgebabten Besiß der
dartbut, nach eriäbrungsfrist der Berra emeldeten und bis dahin nicht vorgekommenen
uittung ausgezahlt werden.
d lb" 'e insscheine bis zum Mit diesem Anleibescbein sin [,die 15211136?) Zinsscheine Werden
" " ' s ben Werden. Die Aus abe ebenfa s farsiehnjabrige Z“"aume a" Seger bei der Stadtbaup asi
Scblu desIabres 1897 ausUegeben,
[teren Zinsscbeinreibe be
,der an- Zinss eme gegen
Erste Beilage
1887.
E .
Berlin, Sonnabend, den 24. September
bezeichnend, daß die _ am ungünstigsten da- stebenden Regierungsbezirke diejenigen mtt zahlreicher Bekalkx- rung slavischer und litibauiscber Abstcimmung find. Aziffallig ist daneben noch der eringe Kopfbetrag fur Koblenz und Trier. -„ Aus der Gesammtzah? der 1318 Sparkaffenvrggen 28 bervor mit einem Einlagebestand von mehr als je 10 Mtutonen, tm Ganzen mit 586 385 041,29 „44, d. 5. 25,94 0/g der Gesamnztemlage. An der Spiße derselben steht der Sparverein in,.AacHe'n mit 68 961 200,59 .“, sodann die städtische Sparkasse zu Berlin mrt 63 626 998,80 _„M und der Privatsparkaffenverein zu Altona mit 58 747_ 774,41 «44 Emlxkgen. Ueber 30 Millionen Mark erhebt sich sodaxm die städtische Spa. affe zu Magdeburg, über 20 Miilionen Mark dtejxmge der polytechmscbsn Geseüscbast zu Frankfurt a. M„ sowie dix stadttsche zuBreslau, und die ständische für die Niederlausiß m_ Lubben. wischen 10 und 20 Millionen Einlagen befißen die städtischer) Spar afferx ju Dortmund, Kiel, Düsseldorf, Stettin, Königsberg, Koln, Osnabruck,Effen, Elber-
Reihe Zinsschein Nr. . . . feld undNBZFUtY, die BZYrFiss „arxaffY U91BlelFLFdBLZrkfelirddZerÉbY, ' ' CeÜe, or auen, teenru, „term - 111MAdrTsnaJenlYFYieYbeder SFFJPLFUTYQKKÉDZ „ki lachFer Provinzialsparkaffe z'u Görlitz, dre Kommunalstcxndische Kaffe
. u vJer Prozent Zins'en' iiber . . ". . „sé . . 43. zu iesbaden und der Danziger Sparkasien-Aknen-Verein. " z - Das Schulwesen Stettins. Dem „Bericht uber die
' ' s eins em fän 1 gegen dessen Rückgabe Veertung der Gemeinde-Yngele „enbeikelx der Stadt SUM" für die in deéZeTanrLer2.dr§sxTan(wa. 1. JZÜ) g18 . . ab die Zinsen des Zeit vom 1. April 1885 bis da tn 1886 entnehmen wir idolgetxde vorbenannten Anleibescheins für das HUYÖR vom ....... 18 . . ngaben über das Stettiner Schulivesen. Es waren vorbau en 111 bis ..... 18 . . mit . . . .“ Fi.der tadthauptkaffe zu Stendal Mai 1886: - Schüler Durch,
Stendal, den ..... „. . . - - . L 13 „ und schnitts- (11, 8.) Der „Magistrcztsder Stadt Stendal. _ 1. Oeffentliche e_r . ' (Unterschrift des Magistrats-Dtrzgenien und eines anderen Magistrats- Schulen: krafte (FZZ; pfrbeYlexizse
Mitgliedes. ' , ' ' “ ' ' ' ülti , ingetragen im Zinsschembuche ] 637 , Dieser ZMSsÖeM isi ung (; der Stadt Stendal. Blatt. Realgymnafien . 50 1039 , ZZZ
Beim Verlust der Anweisung erfolgt die Aushändigung der bleibt. Es ist
neuen ins einreibe an den Inhaber des Anlxibescbe'ins, soferri dessen VorzeiZungséeMzeitig escbeben ist. Zur Sicherheix der hierdurch eingegangenen Verpflithungen haftet die Stadtgemeinde mxt tbrem Vermögen und mit ihrer Steuerkrgft. ,
Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unterschrift ertbeilt.
t d [, d n ...... 1887. TLZ)! eDet: Magistrat der Stadt Stendal.
.' (1 d' Unter cbrift des Magistrats-Dirigenten und no'cb eines (EZZNQÖ : eagistratss-Mitgliedes ynter Beifugung des Amtstttels.) Eingetragen im Anleiheschembucbe der Stadt Stendal.
Regierungsbezirk Magdeburg.
ProvinzSachsen. Zinsscbein
Schulen Klaffen
Gymnasien. . . . . 78
d G ldbetra nicbt inner- _ " „ . Kiel? viYcZabFen nacbgAblauf des Hobere Madchenscbulen. JZ 1264; 42 1 Kalenderjahres der Fäiligkeit Lk" Mittelschulen ' ' ' ' 2 ] 799 46,1 hoben wird Burgerscbulen . . . . 4 _) 49,5 ' ""' . V91ks7ch"1e"h'.' -- 14 18 11153; ' _ Re icrungsbezirk Magde urg. 116 er aup . . , PWW“ Sachse" A n w e iSi udn 9 „d St dl DagYenJthZeZi1l885. 28 391 13717 42,6 zu dem Anleibeschein der ta tgemem 2 en a 3- U?“ U e": ] 134 334 b ..... Nr ..... uber ..... «Fi Höhere Madchenschulen: 4 83 „, _- 111. Ausgabe, Buchsta e _ d R"ck b YédéeT-YYTFUÖWY „ 5 51 7.0 32,1 5 d' Anweiun empfängt gegen ;eren „11 sa„e en in er _uen un 8 333 41,6 zu aner ()?)?le eZiniTiFeschein 'die? . „te Reibe vofn Zinsschemen fur Kindergarten ck 8 2037 33 9 die zehn Jahre 18 ...... bis 18 ...... bei der Stadtbaupt- Zusammen, . . 17 66 142 22-75 316 kaffe zu Stendal, sofern nicht rechtzeitig von dem als solchen sich aus- Dagegen im Mqr1885f. , 17 72 146 " 1 't fk) weisenden Inhaber des Anleihefcbeins dagegen Widerspruch Lk“ Bringt man die „Kleinkindxrstbulen und Ktxideksax en M 1 M! boben wird Schülern und Schulermnen in „Abzug und berzzcxfichttgt dagegen zlwei Stendcil den ........ 18 . . zur Kategorie der Madchxn-Mirtelschulen “gehcz'rtgx Anstajt'enj aße che (1- 8.3 Der Magistrat der Stadt Stendal.d M „| ts 11ckie YezeTÖnungen s'FsStlin11lesch1erqu???dsZZFiktellicbethHÜIiit SZtetiiziFs' - ' 's eren atra- 4 "' ,oete „ (Unterschrift des Magistrats Yiitggeltiteedtxsan eme an 9 vom FUJIFILM bis KbrndaJn 1886 von 15632 auf 16217KSchuler EÜNJLWJM und Schülerinnen; die Vermehrung betrug also 585 Scßuler oder .......... A 3,74%. Die öffentiditchecß SMM ?xdÖmtchAÉseWer «MMB """" " ' ' ' ddie n- " ' i" i en arona. ur WkisUYXnmerkung zu den MUMM fur die ZMSWWL un YLeiZdseciimbeYY aDezscmbesr 1885 wurde ein ,neuer Zßöesoldungsplan Dgie NamensuntersÖristen des Magistrats-Diri enten, UNd des für die unter VerWaltung der Schuldeputatwn stehenden Schule? zWeiten Magistrats-Mitglicdes können mit Lettern oder Zacsimckejte'rnpeln (d. s, alle öffentlichen Ansta[ten mtt Ausnahme des Gymnasiumsäxn. gedruckt werden doch muß jeder Zinsscbein oder Anweisung mrt der der Rea[gyMnafien) aufgestxm, Nach" demselben erbaltJ dell? Flik??- . ejgenbändigen Namensunterscbrifteines Kontrolbeamten versehen werdxn. schaftlichen Lehrer der hoheren Madchenschule , das Uk ls) l? Die Anweisung ist zum Unterschied auf der ganzen Blattbreite gebalt der Gymnasiallehrer, dle Elementarlebrer em AanJJge aft iv? unter den beiden leßtcn Zinsscbeinen mit davon abweichenden Lettern 1400x .“, welches,:iachz ZovaFeéÉZ' XMYJHZCMZW denWMiettgel: - '- *' :“ ' ' n e a „ , m nachstebender Art abzudruckeu. ?YuleérbZYJdYS Gehalt der Rektoren 3600 W 4200 „M, der beiden . . . ter Zinsscbein. Anweisung.
: wi en a ili en Lehrer 2400 bis 3000 „44, der übrigen Lehrer 173€? bisff 2sB0fMé der Lehrerinnrn 1100 bis 1700 „Fi- An den Bürger- und Volksschulen erhalten, die Hauptlehrer 2700 bis 3000.41, die Lehrer 1200 bis 2400 .“ bei ' Vo endetem_ 28. Dienstjahre. die Lehrerinnen 1000 bis 1600 „44 Die Handarbeitslebrrrtnnen erhalten für jede wöchentliche Stunde an alley Schulen bet der AnstellunZ 30 „44, nach voklendetem 5., 10.„ “20. Dienstwbre 35, 40, 45 „78 Die Turnstunden werden von den Lehrern innerhalb der Pflicbistundenzahl ertbeilt. An den Mädchenschulen erbalteri die M11" bochjtens"20 Stynden zu beschäfti enden geprüften Turnlehrermnen fur 181)qu wochentlich zu ertbeilende tunde eme Remuneraiton von 50 .“: 1a9r[ich. 'An den Knabenschulen erhalten geprüfte Turnlebrer, welcbe uber die diirch- schnittliche Stunden abl der Lehrer der Anstalt Turriitunden ertberlen, für jede wöchentli zu ertbeilende Stunde 50 „44 1abrliche Remane-
ration.
. . . ter Zinsschein.
Statistische Nachrichten.
der „ eile! rift des Königlich preußischen Statistischen BRILLE? batte iHch1dTIr Gesammtbestand der Sparkassen- einlagen im preußischen Staat am Schinß von 1884 bezw. 1884/85 auf 2112 819 125,59 „16 belaufen. Wahrend des darauf- folgenden Rechn mgsjabres kamen durch Ziiicbreibung voii Zmsex 59 248 616,10 „W, durch neue Einlagen 576 176 504,11 .“ hinzu; die Ausgabe für zurück ezogene Einlagen betrug, 487 310 333,50 „14, das sind 84,58 0/0 der eueinZagenLZerZe Zugesch1rZeZbßeiiF6Zteriits1€nBesZad§ß 511311 5 ' e e w. , . . 2S2YFZTZ3d9s12ÉZchMUYFÉPLFkaffeneinlazgen Yeicb 79,84-46 auf den Kopf Komment ar zu m Allgemeinen Deuts eben Handels
' ' ' ' ' lt " d w en. ndiesem Waren betbetltgt: ge eßbrxcb. Herausgegeben vqn Dr. Ernst Sigism. Pucße : YeYFZle-erxirijtgv1r8,17?1§/5020Y?12nbrberartnit 14,429/0, RbsitnchdeYit Yessésgesrxchts-Rßtbäxi ZFYrbeFerttxteÄutfikagiZolgeSdle?)prieeitäxieZFUW. 13,650/g, Schleswig-Holsiein mit 12,30%, Sa0chsen 1111 , 9, u tzge,eGe vie ab tre fend dieKommoanditgesellscHaften Schlesien mit 8,130/0, Brandenburg nut 5,60 /0, Pomrxiern rznt baltendikt' eseß,d edie Aktiengesellschaften. Vom 18, Juli 4460/9, Heffen-Naffau mit 4,37%, Stadtkreis Berlin m113,04850, auf AEtLt) rtint durch 1)! Julius Petersen ReichSgerichts- Westpreußen mit 1,41%, Ostpreußxn mit 1,360/0, Posen 711111,1 /F 1884, ' quuier nd Will). Freiherr von Pechinann, Rechts- und Hohenzoüern mit 0,15%. Die sechs ostltchen Provrnzen un Raik) m ethzzg, lzcb Handelsbank in München. Erste Lieferun ' Berlin mit 14 358 814 Einwobnern besaßen also am Scblu des koxisrxlentZerck ayZQrt er;a der Roßber 'schen Buchhandlung 188?, Rechnungsjabres1885 bezw. 1885/86 nur 25,18%, davon S [esien Leipzig,1 «MMW 11331 -engiese erste Li erung entrält, außer Vor- allein fast ein Drittel, die sechs Westlichen nebst Hollenzollern Frets 2 Absck) “tt vom2AbschnittdesobenerwäbntenGeseßes mit 13 959 644 Einwohnern hingegen 74,82 9/0 des ge- zmerkungenzum '. m ,' . k B wort und Em- ' - kamen eme Menge verschiedener Artikel nebst Anmer ungen. or _ sammten Sparkaffenkapttals. ' An Sparkaffenemlagen W t ['t s w' eine Zusammensteüung des geltenden Textes mit dem auf den Kopf in Schleswig - Holstein 241,61 444, es erung, () ie d G v 11 Juni 1870 ab- “ 0410 „M, ursprunglichen und dem durch as 2 ey om . faken 192,33 W., Hannover 150,00 W, Sachsen 1 , 39 (“1 t T twerden mit der leßten referung ausgegeben werden. Rbeinland 7103 „Fi, Pommern 66,96 „M, Hessen-Naffau 61, «“:, ge nder en, ex 7 Sch ,s Famrlionblatt' , ' 52,24 „44, enzollern 50,05 „M, - Die Nr. 40 (188) von „ orer » , YYYFYTYÉZF ÉsiPrVÉäZ-Y 22,70 „44, OYSYeußen 12,669? zitnd Zed. von Dr. ZrarÉaZtrrschZt efiliilZenZZanJtTiLÜlt- LZFYTYrYz-ÉZT Posen 15,55 „44 Den Staatsdurcbscbnitt mit 79,84 „68 u erS ret en TanZn von Gedicht vbn Wilhelm Henzen. „_ Die Gefahren der demnach nur Schleswig-Holstexn, Westfalen, Hannover und acbsetx, o e tgtßng'sk Ein ärztliches Mabnwort von 1)!- J. Goliner. _ während die Rheinprovinz bereits hinter demselbenzuruckbletbt.„ WY- Entfe dng Lurteen. 11 Im Redaktionsbureau des ,Artist'. Von prcußen, Ostpreußen ynd Posen, nebmezi den'ttefsien Stand eint, te JabrSeniel eu Mit 5 Jüustrationen. _ Das Gebeimniß Ihrer letzteren beiden Provinzen, erreichen nicht em Funftel des Sl aa's- D. ch1e§1taMVon A Remin (5 For e ung.) __ Zum Namens- durchschnitts und noch kern JUnizebntel des Saßes voi) Sch eswtg- ur (Zud'Öt v n Tb Nöthii; _. Ontxex Gottfrieds Ansichten. _ olstein. - Wird die Verrbeilung der Sparkaffenemlagen nacb tag. el _o . _ . ' t Ehr nkreu 6. Mit der K ' ' kenswertbe lauderecke: Em Duett. Zwei tntereffan : e z egierungsbezirken m BUMM gezogen, so treten bemer t [ Ybb'ld dcs Maria-Tberesia-Kreuzes und des St. Georg-Kreuzes. Verschiedenheiten innerhalb mehrerer Proornzen hervor. „Es enbfi? Zn 513 MZF" st Ale ander von Bulgarien. _ Ferdinand der Fürst nämlich von Sparkaffeneinxagen auf den Kopf im NegrerunZZs Zz": . - V?xnßl "drs U11 n naxden _ Eine übscbe aber auch sebr naive Schleswig 241,70 “W, Luneburg 230,97 "W, Minden 20 “4 “M, von U1 an B igeinem* der ersten etérsbur er Finanzmänner. - Stade 192,12 «W, Arnsberg 190,82 «16, Munster 185,29 „46, Merse- Sängeräni _d seKöni 8 Ludwig _ Line Verreiterin der Tuber- burg 132,23 „44, Hildesheim 132,13 «44,_Aachen 126,63 „46, Hannover Die G r eth33 ?ck s A ter V6961 erreichen _ Bei der fran ösifcben 126,58 „46, Osnabrück 108,45 „16, Dusseldorf 89,24 „46, Magdie- kuloZe. _bil eche _ Von dem Vater „_ Kunstblätter: ndreas burg 85,66 „46, Aurich 81,97 „46, Erfurt 78,23 M, Liegn ß Yro TMZ dnza ung.Nach der Original-Öelskizze von FranzDeftegger. 70,07 „14, Kassel 69,32 “46, Frankfurt a. O. 64,23 ckck, oferstto e I(?;axng.d Gemälde Von L Gayle: __ ur den Namens- Köslin 64,09 “;ck, Stettin 60,52 «14, Köln 60,41 ,. Wies- - Due . da Gemälde von B Hübler _. Be age: Un (trische baden 53.89 „44 Stadtkreis Berlin 52,24 „46, Breslau 52,07 “M, tag., lNach Oexn' lemichmm . . _ Ei Wi ?se bei ' ' g von G. Sieben. ne 6 n e Si marmgen 50,05 „M, Stralsund 48,00 „44, „Potsdam “.?-TIFF, YFU!!! esie. _rKYa Fxr rauenwelt' Gute Gedanken. _ ür Haus Ko lenz 34,61 „44, Königsberg 31,56 „46, Danzig 30,82 „46, er ar ow .. ktiscbe inke für .unsere Hausfrauen. _ Yraktiscbe 23,96 „jk, Oppeln 19,43 „ji, Bromberg 17,70 „48, Marienwerder und Hier .. rci tscbiiffel Mit Abbildung _ Charakteristik "W 17,03 „M, Posen 14,36 „46 und Gumbirxnen 7,14 „44 Aus der vor; Neulbe tenz 11?!)an _ Der aubcrer in 'der amilie: Das Ver- iebenden Zusammenstellun ist es ersichtlich daß "der Regierungsbezir Ant 18 un r . _ Z kübun en _ umoriftiscbes: Ge- " " di Ko betr e ur ofen, Bromber schwinden der Handscbube. eri . * . undeMaßiYiwjxrrdeerbgebtUUF voen KJigsbng Hud anzi wesentli störtes Ver nügktZib. - Fünf Origmalzei nungen von Lothar Meggen“
Kunst, Wiffeuschaft und Literatur.
einer neuen eibe von ?insscbeinen ersol zu Stendal ge en Ablie gedruckten AMV? sung.
erung der der
“übertroffen wird, während Gumbinnen weit hinter (: en zurü ck- dorfer. - eu ungen. -- Briefkasten.