tlagbv, herrühren. Die Dame sielit fich dem Pixblikum selbst vor i?“ ibrem in LebenSgröße entivorfenen„ Selbstportrat.„ In vornehm künstlerischer Haltun§„ angetban mit einen) seidenexi Kleide, bietet te sicb dem Be ck)de Dev'Entwnrf (st gro artig gebalien mid ektvoll in der Ausführung. DieBebandlung dcs osiums sibemt der Künstlerin sehr am erzen gelegen xu haben,„ doch zeigt sie auch in der eistvollen Beban lung des Kop es ein„ bubs es Talent. Vo_n ibr rü tt ein Bildniß des einstigen ungarischen iktqtors Ludwig Koffuib ber, in welchem aber der finftre„thtergruxid „sich zu ichwer dem Auge aufdrängt; ein driites Bild fubrt uns em junges, (n der Farbe etwas nü tern gehaltenes Madchen vo„r, „ Von Ptoieior Gusiow begegnen wir„ funf orjrais, unter dene dasjenige der Schriftstellerin Osfip Schubm „wo [ am„ meistxn de„n Widerspruch des Publikums herausfordern diirfte, _Waren nicht die ausdruckSvoUen Augen, welcbe fragend„ und ratbselbasx dem Bescbauer entge'gcnscbauen und seinen eigenen Blzck feffeln, so wurde man ebenso wenig mit der überaus nüchternen Wiederggrbe des w„emg schbnen Ai)- esirbts wie mit der Ansfübrung des Kostums zuf„rteden„ scm. Die Fortsäts der Frau Gräfin H. und des Herrti Oe zeigen die bekanrzten igenarten des Künstlers in anmutbigerexn Liebt. „Der ,Aitx“ schltkßt fich in Zeicbnung und Kolorit_ deu 111ederland1s_cben_Meisiern an. Frisch in eicbnung und Farbe ist die ,Sckxrvarzwaldcrm“. „
Trcffi ck in der Farbengcbung und „ eicbnung ist das von „JUZ Paulsen ausgestellte Porträt des Pra Denken des Reichsgerichts, Dr. Simson. „ _ „ „ „
Wie gefährlich die 1118111 a1r-Malcrei namentlich dem _Portratfacb werden kann, beweist Sierry mit seincn) Bilde des ProsKaselowsky; es scheint bald, als habe das beUe Licht den zu oriranrcnden ge- blendet, „jo sonderbar ist der Gefick711ausdruckx da dre Farbe eme kreidigc ii, braucht wobl nicbt crst„ noch tadcind bsrvorgebobxn zu werden. Von der Schwärmerei für die Malerei in freier L„uft duriixn Diejenigen, welcbe in Zukunft __abgkbildet „sein wollen, beim Anb„lrck der auf der Aussteliung bsfindiickxn Portraiprobcn sehr bald zuruck- “"'"?“ürk, Brack, (8an „steliten ansprechende „H„“iinderporilrätquxtF, Ri ard Scholz abmt (r omer in dem vbn („mi gema en 1 e einifs Mädchens nach, steht ihm abcr an Weichheit im Ton und Höhe der Technik nacb. „ „
Corinth hat in offenbarem Bestreben, eiwas recht Oxigmelles zu leisten, (iwas recht Abgrscbmackies geboten; dcr Refiex €ln€§„ blauen Rouleaus, durch welches das Licht bricht, auf dem Antliß„ eines am Fenstrr fißendcn Herrn ist ein wahrer Ausbupd bon Mantrrrtbeii.
Ernst Hildebrand's Portiät des Prof. „„chrrcb zeigt bei gesunder Auffassung eine ireffliÖechbnik; dasselbe laßt sick) von O. Heyden's Bildnis; des Regirrungs-Präfidenicn von „Pommer-Escbe sagen und iit in gleicbcm Maße von dcm von Wilhelm Gens aizsgesiellien
orträi; auch Siiffen's Porträt des Physikers Neumann ist tiicbiig.
(dwig Greve's Porträt einer alten Frau ist Von ungcmciner Scharfe ur-d bcrrdtcm Ausdruck, gegen das in intensiver Farbengebung gehaltene Geficbt erscheint jedoch Kleid und„Hini„ergrur.d„zu dunkel.„ _
Siegmund Gerechter bictet m seincm Ktndrrportrai (mc rccbi anspre-bende Arbeit. „ „ „ „
Zickendraib's Portrai 611161.“ xungcn nge, betitelt: „In der Babbause“ steht voiisiändig Unter dem Einfluß der Herkomer'fcben Licitmalcrei, ohne das Vorbild erretcbcn zu„kbnnen.
Robcrt Wartbmüller's Porträt einer mx Garten lnstwandelnden Dame ist eine recht achtenswcrtbe Arbeit, Ycigi jedoch cine nüchterne Auffassung und ist etwas glatt in d(r„5)lusfi„1brun„g. „ „
Solite Max Flciscber cine Pbrtratstudie mri seiner „Mondattie“ beabsichtigt haben, so muß man dreien Vers_uch ais ern „in jeder Hin: sicht geschmackloses, die Verirrungen der (nipreffionisirsckyen Malerei in abscbreckcndsier Weise dartburndes „Experimrni bezeicbnen. „ „
Fedor Enke's Porträt des Ceüistkn Hausmann weist tuchiigc Zeichnung und prächtige Farbe aui, Weicky' [(„Hterrs von deiii Dan3„en- porträt nicht gesagt werdcn kann; bicr faüt eme g(ivtffe Harte störend auf. „ „ „ „ „
Anton Haan Wendet tn seinem „Weiblicben Portrai“ cine etwas gesuchte Belcnchtung an, welche demseiberx emen genrebafien „Anstrtch giebt; warum gerade die Augenpartie im Schatten steht, „ist nicht recht erkläriicb. „ „ „ „ „ ".*. ck43 *-
Panl Haendler's Portrat,„em Offizier, ist lebenswabr,„ der [„and- ick'afjlicbe Hintergrund ist grfang und giebt drm Bilde cinen (igen- artigen Reiz. „ „ „ „ „
Paul Hoeckcr zeigt in dem Bilde, anf Welchem drei Kinder ab- gebildet sind, gro„f„ze Vorliebe für faite Farbsn. nur ware (me etwas wenixier flache Br andiung dcr Gcsicbter erwuiiscbt gcivcscn.
Clcmcniine ron Hülsen bäite mcbr auf die Bkbandlung dcs Gc- iicbis, als auf dcn alimodiscch Kiriderpuß der dargcsiellien Person achten sollen. „ „ _ „
Rudolf Gudden bai rnit dem Portrat 1etm's vrrstorbencn Vaters, des durch sein tragisches Geschick bckannien Professors Bernbard von Gaddkn, Line ansprechende Liistrmg der ])18i11 air-Malcrei geliefert.
Papperiß' Porträt eincr (Gräfin T. ist eine Arbeit Von delixaixr Ausiübrung und vornebmem Cbaraftcr; der Hintergrund ist sorgfaltig und mit großem Gescbmack bcbczndeli. „ „ „ „
Hans Frehner _1'1111. Weist in iemcm_Hcrrcnporirat (m iurbiiges zeichnerisches Talent auf“, die Farbe „iit g(sund, dcr silberne Ton, wclcbcr darüber liegt, wirkt recht„ge_falit.]. „ „ „
J. Schenkenberg vergeßcnwariigt uns in seinem Portrait „drs Professors Zeller die gcistvoiicn Züge des Philosophin und vsrratb eine tüchtige Technik. ' _ „ „ „
Tb. chepol's Damenportrai isi m der Farbe Von großer Harte. das Schwaxz des Kleidcs und des Hintergrundes berscbwimmcn in- einander. Bcffcr ist es Georg Thrabu (iclungen. eine scbtvarzgeklcidcte Dame wirkungsvoll darzustechn. Die„Jncarnairyn isi warm, die Be- bandlnng des Seidenstoffcs bon treffltchcr “Techznk. „ „
Dic Knut Eiwali'scbsn Bilder [(iden an einer gewffien Süßlicip krii, Michi" nicht nach Jedermmms Geschmack ist; etwas mehr Kraft in dcr Zeickmung wiirde seinen Figuren nur zum Vortheil gereiche„n.
Das oft behandelte Tbema „.Kopi cines Mohren“ bat „bon Wil- brlm Gentz eine ncuc, prächtige Bearbeitung (rfabrcti; der (mcnibüm- 1iche Glanz der schwarzen Haut mit den „chaquteriiiUrbcn Lichtreflexen ist vortrefflich wiedérgegcben. Viel wrmgcr ist dies Brrdi gelungen, deffen Sudanesin stumpf aiissiebt._ „
F. H. Behmer bat rnit gciundcn Farben und fioti eine que gezeichnet“ ein gesunder Realismus spricht aus dem Bilde; cin zweites Bild weiii eincn Vorzug lediglich in Behandlung des Kleiderstoffes, namenilici) der rothen Taiilc, auf. „ „ „
Caciar Philipp hat ein enérgiscb gebaltsnes Portrasdes Bild- bmicrs H. ausgestellt, während das andere, einen altsn Herrn dar- stcllend. kräftigere Accente bätte vsrtragcn könneii
Max Meßoldi's Damenporträt ist etwas nuchiern„gebalirn. „In Elisabeth Lüderiß' Porträt eines jungcn Mädcbens tritt das Ges„1cht bot der geradezu auidringiicheii Farbenwirkung des rotbxn Fxletdes ganz zurück. Friy Hummei's Bildnis; und SelbstYortrat smd tuchncße Arbeiten, auch Job. Kleinicbmidt's Frauenporirai kanxi als sol (' gelten. R. Lepsius bat seine Farben Wahrscheinlich mit Schlem„„rn- kreide angerührt, anders läßt fich dieses, allem Schönheitsgefyhl widersprechende Frauenbildniß, das noch dazu zeichnerisch mangelbaft ist, nicht erklären. In „ erfreuliibem Gegeysaß dazu steht Marie Spicier's Damenpyrtrat, dessen rosige, irische Gsfickitsfarbe wohltbuend berührt. Ernit Nelson bat zrvet gut durcb- gefiibrte Bildniffe ausgestellt; Voigtländer„ zeigt wenig Geschick „in dcr iechniichen Behandlung des belien Hintergruydes. Nel „Gwy- land's impreifionistiscbe Studie „Am Strande: laßt H„airientlicb in der Z(icbnung des Gesichts recht viel zu wunscheii ubrig. Toby Rosenthal hat ein energisch durchgefübrtes Selbstportrat ausgesteut.
Magdeburg, 27. September. (W. T. B.) Die Iabres- versammlung des deutschen Vereins fur Armenpflege vnd Wobltbätigkeit wurde heute von dem Landtags-Abgeord- neten Seyffardt (Krefeld) eröffnet. An derselben yabmen unter An- deren theil: dcr Reichstags-Präsident von WedeÜ-Ptesdbrf, der Ober- Bürgermeisier Oblv (Darmstadt), d(r LandarmYn-Dtrxktor Bokel- Inann (Riel), der Regierungs-Präfident von Reißensiem (Freiburg
i. V.), der Schriftsteller Lammers (Bremen), 1)r. Victor Böbmert (Dresden), Dr. Berthold (Berlin). Böstel (Landsberg), Herse (Posen). Der Ober-Vürgermeister Bötticher begrußtx die Ver- sammlung Namens der Stadt Magdeburg, der Ober-anfidral-Ratb von Arnstedt Namens des dienstlich behinderten „Obxr-Prafidenten vZn Wolff, der Pfarrer Medem Namens des Provmztal-Yusschusses fur innere Mission. Zu Vorsi enden wurden Seyffardt, Botticber, „Obly, zu Schriftführern Ludwig olff (LeipziF, Reixnarus und Folstber Magdeburg) gewählt. Nach geschäftlt 611 Mittheilungen refxrirte erst über Punkt 2 der Taßesordnun _ Einsevung einer Kommission zur Beratbung der Frage ü er den in uß des Landarmen-Jnstttuts auf die Zustände des deutschen Armeiiwesens) und „beantrggte, de„n Gegenstand einer Kommission von 20 Mitgliedern zu uberwersen. Die Versammlung stimmte Jem Anita e zu. Sodam) wurden uber die Punkte der Tagesordnung, betre end die„Or„ganrsation„ der offenen Krankenpfiege, sowie betreffend die Organtiation öffentlicher Samm- lungen, Lotterien und ähnlicher Mittel„ bei außcrordentlicben Notb- iiänden, die von Ludwig Wolff (Leipzig) und Lammers (Bremen) beantragten Resolutionen angenommen. Um 2 Uhr wurden die Ver- bandlungen auf morgen vertagt.
Essen, 27. September. Wie die „„Rhein-Westf. „Zig,“ bört, bat Hr. Friedr. Grillo bierseibst der Stadt „Essen„ em derselben würdiges Theater mit entsprechender Subvention, tm Gesamttit- wertb von einer halben MiÜion Mark, als Geschenk zugesagt. „Das Theater soll im Mittelpunkt der Stadt, vermutblrch auf einem zwischen dem ersten und zweiten Hagen belegcnen Terram erbaut und nach seiner Vollendung im Jahre 1891 der Stadt als Eigentbum Übergeben werden.
München, 28, September. (W. T. B.) In drn auf der Oktoberfestwiese auf schlagenen Zeltbuden brach gestern Abend Feuer aus, durch wel es ein Wemrestaurani „und xnebrere Ver- nügungsbuden zerstört wurden. Das rechtzeitige Eintreffen der FeuerWehr verhinderte ein Weiteres Umsicbgreifen des Feuers. Der Wirtb dcs Weinrestaurants wurde heute unter den Trummern ver- koblt aufgefunden.
Dresden, 26. Sepiember. Der All emeine„Deuischc Schriftstellerverband und der Deyts e Schriftstelier- verein haben sich auf dem beuti en Schriftsteliertage nach Annahme der vom Verschmel ungs-Auss uß vorgeicgten Satzungen als Deutscher Schriftitellerverband vereinigt. „
_ 27. September. (W. T. V.) Zum Sitz des Deutscben Sckyriftsteiierverbands wurde Berlin bestimmt; Der n„eue Verbazid gliedert sicb in Bezirksvereine, als deren StZ? zunachst Berlin, Breslau, Hamburg, Leipzig, Münchcn, Siutigari, Frankfurt a M., Prag. Wien und Graz in Aussicht „genommen smd.„ Zu Vorstands- mitgliedern. denen später die Vorsitzenden der Bezirksvereine hiiiZU' tretrn, wurden gewählt: Robert Schweicbel, L. Z(exnßrq und Oxw Wrnzel in Berlin, Emil Rittersbaus (Barmen), Maxtmxltan Schrmdt (5111111133911), Klaar (Prag), Brasch (Leipzig), K. von Thaler (Wien), R. Keil (Weimar).
Karlsruhe, 27. September. Die 17. Internationale Konfrrcnz der Vereine vom Rotbcn„Kreuz trat beute zur [eßtm Sißung zusammen. Es erfol„gie zun„acbst die Fortsetzung dxr gestern abgebrochenen Verhandlung uber die Frage: „Soüen die (urbpäiscben Gesellscbaften vom Rothen Kreuz den Verwundeten und erkrankien Soldaten Hülfe spenden tn Kriege_n„, welche in außeremopäischen Ländern geführt Werden?“ Die Diskuiswn d(bnte sich auch jetzt wieder schr aus. Der Kongrrß besckzlbß endlich: „Die Konferenz erkennt es in B(zug auf d„1„ePrinz1p„renfr_a„ge als absolut feststehend an, daß in einem aUßereuropaiscbcn Kriege iur („tile diejenigen Staaten, welche der Genfer Konvrntion beigetreten smd und in denen Geseliscbaiien vom Rothen Kreuz bestcberz, di„e Hülis- leistung nach ganz denselben Grundsaßen zu leisten sein wird, „wie dieselbe im Aligemeinrn angenommen wvrden ist. Im Uebrigen beauftragt die Versammlung in Entsprechung des„ von den 'niederländiscbrn Vertretern gestellten Antrages mrt der Untersuchung und Berickyierstatiung über die einscblagenden praktischen Spezialfraxxen die n„äcbsie internationale Kon- ferenz.“ Oberst Ziegler-Bern sprach hierauf iiber die Frage: „Welche Maßnabmen find bereits getroffen, oder für dteFolge durch dieGeseU- schaften vom Roiben Kreuz zu treffen, um die Kenntmß der Genfer Konsention sowohl in der Armee, wie in„ den sicb für ihre Anwendung besonders interesfirenden Vereinen und in dem großen Publikum zu verbreiten ?“ Der Redner proponirte cine Resolution, die der KongrY an- nahm. [Leber die Frage der Hüifeleisiung der Vereine Vom Rothen renz im Scekriege berichtete im Namen des deutschen Crntral-Comiiss Regierungs-Raib Haß. Derselbe beantragte, die Frage zu bertagen, was genehmigt wurde. Der [este Punki der Tagesordnung brtraf dcn Von der Konferenz des Jahres 1884 ausgedrückten Wunsch, das; in Genf ein Denkmal zur (Erinnerung an die Stiftung des Rojbc-n Kreuzes rrriébiet Weide. Vorgelegt war ein Entwurf des Bildhauers Kießling, dYen Ausführung etrva 150000 Fr. kosten wiirde. Auf Antrag des rn. von Lagerbeim-Scbweden, bcscbloß jedoch die Kon- ferenz, die Angelegenbeii fallin zu lassen. Der Vorsitzende, Graf Stolberg, schloß dann die Konferenz.
Wien, 26. Srpiember. (W. I.“. „B.) Der Hygieniscbe Kongreß ist beute durch den Kronprinze„n„ Rudolf feierlich cröffnei wvrdin. Nach einer Ansprache des Prasideniendcs Organi- sationscomitss ergriff Kronprinz Rudolf das Wort zu (iner mit Be- geisterung aufgenommrnrn Rede. DerEröffmzng wobnten auch der Erzbisckwf sowie die Minister Ziennalkowskr, Graf Falkenbayn, bon Prazak, von Gautsch und Marquis von Basqucbem. ferner der Botschafter Prinz Reuß und fast das gesammte drpiomatiscike Corps bei. Nach den Vorträgen der Prolefforen Gruber, „Brugrdrl, Pitten- kofcr und des Gebeim-Ratbs Kölcr erfolgte die Cmihrilung m Skk' iionrn Hierauf Wurde die öffmtlicbe SUZUNI es„chloffen. - Kron- prinz Rudolf ließ sicb mebrc-re hervorragende T etlnebmer an dcm Kongreß VorsieÜen und richtete an dieselben buldvoiie Ansprachen.
Belle - Alliance- Theater. „ Hr. Felix SchWeigbbfcr bat die Sommermuße dazu benutzt, um sein Reverwire durch einige ne„ue künstlerische Gestalten zu bereichern. Das Berliner „Publikum Wird ibn zunächst in der Treptow-Herrmann'stben Noviiat „Der Rose„n- Onkel“ begrüßen können, mit Welcher am 1. O_kibber das Gastspiel des Hrn. Schweighofer im BeÜe-AUiance-Tbeater 1emen Anfang nimmt.
Das Concertbaus wird am 1. Oktober für die Winter- Saison 1887/88 wieder eröffnet werden. Scit dem Bestehen des („Hauses ist diese Saison die zwanzigste, und es findet in diesern Iabre, und zwar am 16. November, das 4000. Concert statt: ein (Ercigniß, das wvbl selten an einer Stätte wieder Vorkommen dürftx. Auch für diese Saison ist der Kapelimeisier Karl Mcyder init seiner aus 75 “Künstlern (10 Solisteii) bestehenden Kapelle für dgs Unternehmen gewonnen worden. Die Besexung „der Kapelie„isi fol ende: 26 Violinen, 8 VratsÖen, 8 „Bio onceiit, 8 Contrabasse, 2 löten, 1 Piccolo, 2 Oboen, 1 engliiches Horn, 2 Klarinetten, 1 Baß-Klarinette, 2 Fagotts, ] Contra-„Fagott, 4 Hörner, 3 Trompeten. 3 Posaunen, 1 Tuba, 1 Timpam, 1 große Trommel, 1 Harfe und 1 Orgel.
Bäder-Statisiik. Personen
23 858
Aachen bis zum 25. September (seit dem 1. Januar, Fremde
und Badegäste) . . . . . . . . . . . . . „ _ Ahlbeck bis zum 15. September . . . . „. . . . . 3 750 Altenau (Harz) bis zum 9. September (Kurgqsie) “. „. . 591 Altbeide bis zum 19. Sepibr. (außer 543 Durchrers. Kurgaste) 303
St. Andreasberg bis zum 6. September (Kurgäste) 1 800 Arnstadt bis Mitte September (Kurgaste) . ._ . . ; . 251 Augustusbad (bei Radeberg) bis zum 18. Sept. (658 Pariewn) 918
Personen Baden-Baden (Fremde), Stand am 23. September . . 50 275 Badenweiler bis zum 21. September . „. . . . . . . 4217 Bentheim bis zum 5. September (Schluß der Badezeit) . 3274 Ber gie bübel bis zum 18. September (75 Part.) . . . 180 Berka „(„ lm) bis Mitte September (Kurgäste) . . . . 1 404 Bertri bis zum 15. September (Schluß der Saison, Kurgäste)............,„.. 1622 Bibra bis zum 17. Sept. (Schluß des Bades, Badegaste) 387 Binz bis zum 15. September . „„ . . . . . . . . 2378 Blankenburg (Schwarzatbal) bis„Mitte September . 1 170 Blankenhain (Thüringen) bis Mitte September . . . . 355 Boltenhagen bis zum 16. September (Badegasie). 1125 Borby bis zum 15. September (Badegaste) . . . . . 582 Borkum bis zum 15. September . . . . . . . 4963 Breege bis zum 15. September . . . . . . . . . . 292 Burtjcbeid bis zum 22. September. . . . . . . . . 1 472 Deep (Bez. Stettin) bis zum 15. September . . . . . 448 Diebenow bis zum 15. September. . . . . . . . . 3157 Einsiedel bis zum 18. September („61 Part.) . . . . . 103 Frankenhausen (Kyffhäuser) bis Mitte„Septemb„cr . . . 1 800 (daruntr-r 150 Pfleglinge der Heilanstalt fur skropbu- löse Kinder). „ Friedrichroda bis Mitte September (Kurgaste). 7 023 andersbeim bis zum 15. September. . . . . .„ . . 295 Georgentbal (Hzgtb. Gotha) bis Mitte Sept. (Kurgasie) . 733 Glücksburg bis zum 22. September . . . . „. . . . 1 980 Godesberg bis Mitte Sept. (außer 450 Durcbrets., Kurg.) 471 Göhren (Rügen) bis zum 15. September „. . . . . . 2356 (Hörbersdorf bis zum 16. September (Kurgaste) . . . . 1192 Gottleuba bis zum 18. September (130 Part.) . . „. . 256- Großmölien- und Umgegend bis zum 15.„Scpt. (Vadegasie) 816 Großtabarz bis Mitte September (ergaste) . . . 1492 (Grund bis zum 8. September (Kurgasie)„ . . . 2403 Harzburg bis zum 11. September (Kurgaste) .„ . . 3 880 Heiligendamm [315 zum 11. September (Badegaste) . 1111 Helgoland bis zum 19. September (Nrn.) ._ . . . . . 9407 elmstedt bis zum 15. September (Kurgasie) . . . . . 252 eringsdorf bis zum 15. September . . . .„ . . . . 6920 erzberg (Harz) bis zum 15. Sevtcmber (Kurgaste) . . . 612 orst, Groß und Klein, bis zum 15. September . . . . 407 Qltnenau bis Mitte September (Kurgäste) . „. . . . . 1926 Jonsdorf bis zum 18. September (184 Parteien). . . . 379 Juist bis zum 15. September (Fremde) . . . . . . . 8(9 Kammerberg bis Mitte Srptember„(Kurgäsie) . . . . . 3,18 Königsbrun11(Königsiein a. d. Elbe) bis „z. 18 Sept. (186 Part.) 240 Köstriß bis Yiiite September (Kurgaste) . . . . . . 366 Kolberg bis zum 15. September . . . . . . . . . 7149 Kreischa bis zum 18. September (138 Parteien) . . . . 175 Krampus bis zum 15. Scpteniber . . „„ . . . . . . 2345 .ii'rsuznacb bis zum 18. Septcmber (Kurgaste) . . . „. . 7 973 Kudowa bis zum 19. Sept. (außer 938 Durchreis., Kurgasie) 1 399 Kuxbaben bis zum 15. Sepiember (Badegäste). . . „. . 4890 Landeck bis zum 19. Sept. (außer 2913 Durchreis., Kurgasie) 3 390- Langcbrück bis zum 18. September _(338„Parieicn) . . . 724 Langensalza bis Mitte September (Kurgaste) . . 453 Langeoog bis zum 15. September (Freuide). . „. . 1100 Lauterberg (' arz) bis zum 15. September (Kurgasie) „. . 2600 Liebenstein ( .-Meiningen) bis Mitte September (Kurgaste) 1 362 Liegau (Radeberg) bis zum 18. September (227„Parieien). FLZ? Lobenstein (Reuß) bis Mitte September (Kurgaite) . 305 Lobme (Rügen) bis zum 15. Septembxr . . . . . „. . 918 Louisenbali (bei Stotternheim) bis Mitte Sept. (Kurgaste) ck43 Lüneburg bis zum 15 September (Badegäste) . . . . . 81 Marienborn (Panscbwiiz) bis zum 18. Septbr. (181 Part.) 220 Misdroy bis zum 15. September . . . . . . . . . 6447 Münster (1. Stein bis zum 16. September . 1827 Mulda bis zum 18. September. . . . . . . . . 480 Neuenahr bis zum 10. September (Fremde) . .„ . . 5 553 Niendorf (Ostsee) bis zum 15. September (Badegaste) . 2050 Norderney bis zum 15. September, „. . . . . . . . 14 530 Oberboi bis Mitte September (Kurgafie) . . . . . . 850 Oeynhausen bis zum 23. Scptbr. (außer 9779 Durchreisrnden, „- „ Fremde, Kurgäste) . . . . . .„ . . . . . . 5 303 Oldesloe bis zum 15. September (Badegaste) . . . . . 887 Oppclsdorf (bei Reibersdorf) bis zum 18. September (601Patt.).............. 676 Osternotbbafen bis zum 15. September . . . . . . . 160“ Oybin bis zum 18. September (185 Part.). . . . . . 551 Prrrow bis zum 15. September . . . . . . . . . 651 Putbus bis zum 15. September . . . . . . „„ . . 2720 Rastenberg (Thüringen) bis Mitte September (Kurgasie) . 438 Rewabl bis zum 15. September . . . . . . . . . 148 Rotbrnfelde bis zum 15, September (Fremde) . . . . 3 909 Rügenwaldermünde bis zum 15. Scbtember . . . . . 594: Ruhla bis Mitte Scpiembcr (KurgaFie) . . . . . . . 684 Sachsa bis Mitte September (Kurgaste) . . . . . . 1086 Salzbrunn bis zum 19. September (außer 2426 Durch“ „ reis, Kurgäste) . . . . . . . . , . . . . 3670 Salzungen bis Mitte Sepirmber . 1573 Saßniß bis zum 15. Sepiembcr . . . . . . . „„ . 4173 Schandau bis 311114 18. September (außer 17 763 Durchreis., „ Parteien der Kurgäste 1268) . . „. . . . . 2815 Schmalkaldcn bis Mitte September (Kurg„asie) 1 172 Schwarzburg bis Mitte September (Kurgasie) . .„ . . 1 560 Schweizermüblc bis zum 18. September (389 Parteien) . 833 Sonneberg (SnMeiningen) bis Mitte September (Knrgafte) 120 Spiekeroog bis zum 15. September (Frxmde) . . . . . §45 Stadtsulza bis Mitte September (Kurgasie) . . 2 219 Stolpmiinde bis zum 15. September (Fremde) 1083 Swinemünde bis zum 15. chiembcr. „. . . . . . . 4580 Tcnnstädt bis Mitte Sepiember (Kurgaste) . . . „. . 201 Thal (Herzogtbum Gotha) bis MitteSepterxiber (Kurgaste) 1008 Tharandt bis Mitte September (501 Parteien) . . . . (343 Tbieffow bis zum 15. September . . . . . . 311 Travemünde bis zum 15. September . . . . . . . . 2152 Wangeroog bis zum 15. September (Fremde). „_ . . . 685 Warmbrunn bis zum 21. Srptcmbcr (Badegasie und Passanten). . . . . . . . . . .„ . . 7734 Warnemünde bis zum15 September(Fam1lten bezw. einzelne Personen)............„. .. 7205 Weißer Hirsch bis zum 18. September (555 Parteien) . 1 074 Westerland-Syli bis zum 19. Sept. (Kurgaste u. Passanten) 5 „180 Wiesbaden bis zum 25. September (Frsmde) . . . . . 75 318 Wyk (Föhr) bis zum 21. Sept. (Badegasie und Passanten) 3T??? 2540
Zingst bis zum 17. September .
innowiß bis zum 19. September . . . . . . . . . * „ „ Von anderen Bädern wurden besucht: Georgenbad (Neukirch (.d.
Lausiß) bis zum 18. Sept. von 58 Pers. (21 Part.), Gruben (Sachsen)
bis zum 18. Sept. von 76 Pers. (45 Part), Neuendorf bis zum
15. Sept. von 80 Pers., Schleusingen bis Mitte Sept. von 24 Pers.,
SchWarzwald (Herzogtb. Gotha) von 32 Personen.
Redacteur: R i e d e [.
Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-Anstalt, Berlin 8177, Wilhelmstraße Nr. 32.
Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Berlin:
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
M 227.
Berlin, Mittwoch, den 28. September
1887.
_-
Deutsches Reich.
Der Bundesraih hat in seiner Sißung vom 27. d. M. beschlossen, daß die Ausführung des Geseßes, be- treffend die Besteuerung des Branntweins, vom 24. Juni d J.. vorbehaltlich der definitiven Feststeliung der Ausführungsbestimmungen, cinstmeilen und bis auf WUteres nach Maßgabe der nachstehenden Vorschriften zu erfolgen habe:
1) Zu §. 3.“ „ ]. Stundungsbedingungen.
Gewrrbtxetbenden, welche Branntwein erzeugen oder damit Handel treiben, tft dre Vrrbraucbsabgabe sowre der Zuschlag zu derselben zu Muiörn, sofern sie fur den Betrag derselben ausreichende Sicherheit
eie en.
Abgabrnbeträge, Welche für eine Branntwsinpbsi 50 M nicht erreichen, smd Von der Stundung ausgeschlossen.
„ 11. Stunduncisfrisi.
Die Frist, bis zu welcher die Abgabe gestundet Werden kann, beträgt s(cbs Monate, mit der Maßgabe“, daß die gcstundeie Ver- brauchsabgabe bis zum 25. Tage des Monats, in welchem die Stim- dungsfrist abläuft, und wenn dieier auf einen Sonn- oder Feiertag fälit, am Tage vorbr'r baar eingizablt odkr durcb fäliige Bonifikations- Auerkcnntnisse abgrlösi Werden muß.
Wer es (*innial versäumt, die Zahlung dcr gestandeten Abgabe pünktlich zu leisten, hat auf fernere Stundnngsbcwilligung keinen
Anspruch. „ 111. Sicherbeiisieistung.
Gleich bei dem Anfrage auf Stundung Und jedenfaiis vor der Bewiliigung dersilben muß der Abgabknpfiichtiac auf Höhe des zu stundenden Abgabrnbetragrs der Strucrbrbördk Sicherheit leisten.
Die Sichsrbritslcistung kann grschcben:
a. dnrcb Nicdcrlcgung einer gieirb großrn Summe coursbabender inländiscbrr Staatsbapiere oder sonstiger von drr Reichsbank belcxib- barer Cffrktrn. Inländisckw Staatspapicrc sind zum Nennwatbe an- zuncbmen. Bei andersn Effekten ist der Courswertb, sowckit er nicht über den NCUMVETÜ) binarisgsbt, zu GTUUDL zu lcgen, in jedem Falle jedock) UÜch dcn Grundfäßrn zu vsrfabren, WklckM bon Skitrn des nächsten Reichsbank-Comtmrs bLi dcr Annabmr bon Wertbpapirrrn als Untrrpfand beobackytct werden; fällt der (Cours derartiger Effektkn crbcblick) untkr dr'n Wi'rtb, zu rvclcbrm dieselbrn bki dcr Annabme in Ansas gcbracht worden sind, so ist die Sicbsrbcit zu ergänzen.
„ „ ic zu den W(ribbapieren gcbörenden Zinsschrins (Coupons), Dwrdcndrmsckwinc und Anwrisungcn zn Zinssck)eiucn (Tawns) sind mit zu hinterlegen;
b. durch Aussieiiung gezogcnsr oder trockcnrr, bon sickxeren Pir- sonrn accsbtirter oder avaiirter W((Hscl;
„ «„. durch Hypotheken odcr Grundschuldrn, wfern diesrlben bei lgndltcben Grundstücken innerhalb drr ersten zwii Dritirl des durch die Taxe einer zur Aufnabmr bon Taxkn zuständigen Brbörde Odkk amtlick) verpflicbtcier Sachverständigrr, bci städtischen Grundstücken inncrbalb dc'r ersten Hälfte" des durch die Taxe ein(r zuständigen Behörde oder durch die Taxe ciner öff(ntlichrn Fsuerbcrfichrrungs- Gesellscbaft zu xrmiiirlnden Wrrtbes derselbmi zu sieben kommrn.
„ Fiir siädti1che Grbndstiickc bleibt bei besondrrcn örtlichen Vcr- baltnisscn der bbcrsien Landes-Fitmnzbcl)ördc eine andere Bestimmung der Beleihungsgrenze Vorbehalten;
(1. durch Beste!]ung eines Faustbfandes an Branntweinborrätbcn oder anderrn Waarcn dergxstalt, daß das Unterpfand gleich realifirt wrrxen kann, wenn die gejtundrtc Abgabe nicht rechtzeitig entrichtet Wik .
Die nach _Maßgabr der vorstehenden Bestimmungen zulässige Stundung dcr Brrbraucbsabgabe kann von den Hauptämicrn srlbst- standig bewilligt wcrden.
Soli die Sichcrsirllung aiif andere Weise, z. B. durcb Bürg- schafislriitung erfolgen, so bleibt die Entscheidung den Direktivbebörden vorbrbaiten.
117. Stundung obne Sicherbcitsleisiung.
Die Hauptsimier find Ermächtigt, Gewerbtrcibcndk, W([cbe ais zgvsrläisig imd biiircichcnd silber bekannt sind, von dcr Verpflichtung, fur den zu stnndendcn Abgabenbetrag Sicherbcit zu brsteiicn, ganz oder zum Theil zu entbinden, sofern nur eine drcimortatliche Stun- dungsfrist in Anspruch genommen wird.
17. Entziebrmg der Siunduna.
Tretsn Umstände ein, welche einen Ausfal] an der gestundeten Abgabe besorgen lassen, so kann die bewiliiqte Stundung jeder Zeit entzogen wrrden und die zwiingswrise Beitreibung der gesrbnldcten Abgabe (rfolgcn. sofrrri nicht der Steucrpfiicbtige iür die' sofortige Besieliung der erforderlichen„„SickperbeitHSorge trägt.
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„ Fiir Brennrreirn, für welcbe nicht nack) §. 13 des Geseßes eine bindende Festseßung dcr Verbrauchsabgabe von dem zu gewinnenden Branntwein im Voraus statifindet, geitrn dic folgrnden Vor1chriften:
[. Sammelgefäße.
Es sind ein oder mehrere unter sich durch Ucbersieigcrobre ver- blindcne, qescbloffrne Branntwein-Sammelgefäße, in der R(gei aus Eisxnblecb von ihrem Rauminhalt entsprechender Stärke, in einem (111- settig geirblossencn, geniigend einbruchficbrrcn, unter Mitverscbluß der Stcuer-Vsrrvaltung zu baltendrn Raume anfzustelien. in Welche drr Jesammie gewonnene BranntWein geleitet wird. In Brennereien, wo sich bereits hölzerne Sammelgcfäße befinden, können dieselben, sofern sich steuerliche Bedenken nicht ergebrn, -bis auf Weiteres fort- benußt werden.
Die Zahl und Größe der amtlichen Sammeigcfäße ist so zu be- nxefferx, daß fie in der Regel die acht- bis zehntägige, höchstens aber die bierzehntägiae Branntwein-Ausbcute der Brennerei bei volicm Betriebe nacb Maßgabe der vorhandenen Betriebseinrichtung auf- ne[)men können.
Jedes Sammelgefäß ist mit mindestens einem Ablaßbabne oder steuersicberen Pumpwerke zu versehen, durcb welche die voliständige Egtlserung desselben und UeberfüÜung des Inhalts auf Versandtfässer Mosiich ist. Neu anzuschaffende Sammelgefäße find außerdem mit Stqndglas und Skala zu berieben. Sämmiliche vorgenannte Theile sowie das Mannlock) und die Luftstucxen smd Verschlußiäbig ein- zuricbtrn und unter sieuerlicbem Vers (us; zu balken. Soweit die bereits Vorbandenen Sammelgefäße nicht mii Standalas und Skala berieben sind, so ist bei der nassen Vermessung der Rauminhalt des Geratbes unter Feststellung einer bestimmten Skala zu ermitteln und [(Stere auf einem in der Brennerei untcr amtlicher Verwabrung auf- zu ewabrenden Maßstocke dergestalt kenntlich zu machen, daß aus dem Höhenstande des Branntweins im Sammelgeiäße an der Skala obne Weiteres ersehen werden kann, Welche Menge sick) im Gefäße befindet.
1? Sammelgefäße sind amtlich und zwar in der Regel auf nassem
ege zu vermessen, mii fortlaufender Nummer und Ltter-analt zu beze„tchn„en und zu inventarisiren. Sie müssen der Besichtigung überall IUsangltch sein und auf Füßen über dem Mauerwerk ruhen. 11. Brennvorricbtungen.
a. Die Brennvvrricbtung muß ganz frei dastehen und Von allen Seiten eine genaue Besichtigung gestatten. Für bereits auigesteilte
rennvorricbtungen können die Direktivbcbörden, soweit die steuerliche Si(k)erheit nicht gefährdet erscheint, Ausnahmen widerruflich zulassen.
. Wenn begründeter Verdacht entsteht, daß die Rohrleitung eines Brenngerätbes, in welcher die Alkoholdämpfr zur Kondensation
ngcb der KßblVorrichtung geleitet, oder die Räume, durcb welche sie hindurchgrfubrt werden, zur Ableitung von Alkoholdämpfen gemißbraucbt werden, so „siiid folgende Verschlüsse anzubringen:
1) Bei„sammt[ichrn Brennvorrichtungen, welche aus einer Blase nebst Vorwarmer oder aus zwei in aufsteigender Richtung neben ein- andrr stehendsn und mit Helm- oder Deckel-Vorricbtung (Schlußstück) versehenen Blasen nebst Vorwärmer bestehen, sind
a, an dxn Flapsében, welche die Blasen mit den Heimen resp. Deckeln vsrbinden, je 2 bis 3 Kunstschlöffer oder Plomben anzubringen. Die Flanschen werden zu diesem Zweck an von einander gleich weit entfernten Stellen durcblöcbert und durch das Bohrloch der Bügel des Kunstschloffrs oder eine Plombenscbnur so gezogen, daß kein zu großer Spielraum entsteht;
/.?. axle Flanschen, welcbe dix Rohre verbinden, in denen die Alkoholdampfe aus einer Blase in die andere und nach der Lutter- kammer aus dem Vorwärmer in die Becken, endlick.» in die Kübl- vvrricbtung geführt werden, erhalten Plomben- und Kappenbericbliiffe nach den uiiter 111 (1. und (3. folgenden Vorschriften.
2) Bei Zyirnder- und Kolonnen-Apparaten sind nur die Flanschen, welcbe sich zwischen dem Vorwärmer oder der Kolonne und dem Ersten Becken, zwisxben den Becken selbst und an dem nach der Kübl- bor„r„i„„cx)„ti„„ng fuhrenden Geisirobr befinden, wie vorstehend unter 1,6 zu ver re en „„ 3) Bestehen die Blasen bezw. der Vorwärmer aus bölzernen Ge- faßen, so kann verlangt werden, daß dieselben mit Blechmänteln um- ge en werden, die in geeigneter Weise durch Anbringung bon Kunst- schlöffern oder. Piombcn zu sichern sind.
(:. Zur Verhinderung der Ableitung bon Lutter aus den Brenn- Wrrichtungrn genügt es bci Säulen- und Kolonnen-Apparaten in der Regel, wcnn dieselben zur Zeit ihrer Untbärigkeit und namentlich, sobald fie cine Reparatur durch den Kupferscbmied erfabren, einer gründlichen innerlicbsn Revision unterworfen werden.
Bei ailen Brenngerätben, bei denen die Lutterbildung in einem im „Vorwärmer befindlickyen Bebältniß -- dem Lutterkasien - oder in einem besonderen (Gefäß - dem Separator - erfolgt und zu denen die einfachen„Maischwärmer-Apbarate, die Dorn'scben, Pistorius'scben Apparate niit nebencinander stehenden Blasen, die (Gali'scben und äbnlirbrn oft nur unwesentlich bon einander verscbiedenen Apparate gehören, „sind dagegen folgende Vorkehrungen zu treffen:
]) Befindet sicb, wie z, B. bei dem Pistorius älierer Art, auf dem Helm der ersten Blase ein mit Hahn versehenes Rohr, welches zum Zwecke der Priifung, ob die Maische vollständig abgebrannt sei, in eine KiiblVOkkiÖiUUq fiihrt, Wo die Alkoholdämpfe fick) nieder- schlagen, so muß diese Einrichtung beseitigt werden.
2) Ebsnio müssen, wo fick) kleine Glasständer zur Anzeige des beestandes des Lutters an dem Lutterkasten, beziehungsweise an den ScYarawren befinden, dicselben beseitigt und die zurückgebliebenen Oe nungen vermietet werden.
3) Die zur Reinigung des Lutterkastens oder des besonders auf- gksiiliien Separators dienende, mit einer Scheibe berscbraubte Oeffnung erhält an den Flanschen einen Plombenverschluß.
4) Der an dem Rohr, welches aus dem Lutiarkasien oder dem Separator d(n angksammelten Lutter nach der Blase führt, befindlickye Hahn ist, je nachdem es ein gewöhnlicher Durchlaßbabn isi, welchen nacb geschebener Oeffnung die Flüssigkeit in gerader oder kurbenartiger Richtung durchströn1„t, oder ein Winkelbabn, dessen Konstruktion die Yüssigkeit zwingt, im rechten Winkel hindurcbzufließen, in geeigneter
eise amtlich zu bersrbließen, um zu verhindern, daß der Konus drs Habncs aus dem Gehause gezogen und eine Ableitung der Flüssigkeit ermö [icht wird.
Tri g(wöbnlicben Durchlaßbäbnen wird der amtliche Verschluß wie folgt ziir Ausführung gebracht:
An d(m unteren Ende des in Zeichnung [ auf Anlage 4 dar- gestcÜtcn Konus 9. wird eine das Gehäuse 1) voÜsiändig dickende Scheibe 0 miitrlst eincr Muiterscbraube (1 fest angezogen, so daY der Konus aiif drm Gewinde zwar brliebig gedreht. nicht aber ge oben werden kann. Damtt die Schraube (1 nicht geöffnet wird, erhält diese Einrichtung eine mit Gewinde versehene metaUene Kappe 8, welche auf das gleichfalis mit Gewinde zu beriebende Gehäuse fest auf- geschraubt wird und deren Oksen 11 sodann mit dem Rohr 88 durch Plombcnberscbiuß verbunden Werden.
Ein noch einfacherer Verschluß oberhalb des Habncs wird durch cinen 6 mm starken xneiaÜenen Ring 8. (Vergleicbe eichnung 2 auf Anlage 14) bewirkt, d§s1en ringförmige Fläche nicht aliem das Gehäuse, sondern auch den Kopf des Konus zu Z; seiner Kreisfiäckw bedeckt, dessen mit Oeffnungen versrbene Lappen bb aber das Gehäuse überragen, so daß sie durch einen Plombenberscbluß so fest mit dem Rohr verbunden werden können, daß nur eine vertikale Drehung des Konus möglich ist.
Wixikclbäbne werden nur den Verschluß erhalten können, welcher aus der Zeichnung 3 auf Anlage 1 ersichtlich ist.
5) Endlich find die Flanschen des zwischen Vorwärmer und Blase befmdlicben Luttcrrobres, sowie der zum Separator und von bier nach der Blase führenden Rohrleitung unter Plombenverscbluß zu setzen.
6) Ist neben dem eigentlichen Brenn-Apparat und in Verbindung mit diesem ein besonderer Apparat für die DesiiÜation des Lutters aufgestellt, aus welchem der Rückstand durch einen Hahn abgelassen wird, so ist die Rohrleitung dieses Hahnes nach außen zu führen und in solcher Weise abzuleiten, daß eine mißbräucbliche Benußung der Rückstände unmöglich ist.
Im Uebrigen sind die Uebersieigerobre dieses Apparates, die H„äbnß und Flanschen desselben in gleicher Weise wie Vorstehend zu 1) om tren.
Glassiänder zur Anzeige des Höbenstandes des Lutters an den einzelnen Tbcilrn dieses Apparates sind zu beseitigen und die zuriick- gebliebenen Oeffnungen zu vernieten. Ein in die Wandungen fest em- zunietendes Schauglas darf dagegen angebracht werden. „
(1. Befinden sich zwei Brennvorric-btungen für Maische in der Brennerei, so müssen beide mit den Sammelgefäßen in Verbindung und unter die vorgeschriebenen Verscbiüffe gescßt werden.
111. Rohrleitungen.
a.. Alle Rohrleitungen, in Welchen die Alkoboldämpfe bezw. die geistige Flüssigkeit vom Brenngerätb bis zu den Sammelgefäßen fort- geführt oder durch welcbe die Lutterrückstände nach außen abgeführt werden, müssen durcbwrg freiliegen und Von alien Seiten eine enaue B(fichtigung gestatten. „Durchgänge der Rohrleitung durch 2 auer- werk oder Fußböden müssen gleichfalls freigelegt und können mit Glasscheiben verscbkoffen Werden.
1). An den unter 8- bezeichneter] Rohrleitungen dürfen sich aZZZer- balb des Sammelgefäßraumes keine Ventile oder sonstigen or- ricbtungen, durch welche der Ablauf des BranntWeins unterbrocben werden kann, befinden, sofern nicht durcb besondere von der Steuer- behörde genehmigte Einrichtungen (s.„ z. B. unter 71) die Möglichkeit vermittelst Auftauens des Branntwmns eme widerrechtliche Entnahme desselben herbeizuführen beseitigt wird. „
(:. Alle vom Kübler nach den „Sammel efaßen führenden Robr- leitungen müssen aus gezogenen, poltrten Meixstng- oder Kupferröbren, welche kcineLötbnabt zeigen, bcrgestcllt wcrden. Bestehenden Brenns- reien kann jedoch die vorläufige Weiterbenußung der vorbandenen,„mtt einer „Lötbnabt versebcnen, volirten Messing- oder Kupferrohre wider- ruflicb gestattet werden. In keinem Faile sind 'edocb Röhren Mit anderen, "durch Reparaturen hervor erufenen Löt steiien zu dulden. Alle bezeichneten Rohrleitungen sind ell und blank zu erhalten.
(1. Wie Flanschenverbindungen der unter (: bezeichneten Robr- leitungen sind nach erfolgter scharfer Anziehung dcr Verschraubungen
niit Plomben zu verschließen (vergl. Zeichnung 4 auf Anlage 14) und diese Plombenverscbliiffe weiter durch aus 2 Hälften bestehende Zink- blecbklavpen zu fcbüßen, deren umgebogenc Ränder gleichfaÜs Plomben- verscbluß erhalten (vergl. Zeickmung 5 und 6 auf Anlage 14),
8. Zu alien Plombirungen ist mit Kupferdraht durchsponnene Schnur„ zu verwenden. Der Plombenverschluß wird bewirkt, indem durch„die Flanschen der mit einander Verbundenen Rohre an 2 bis 3 Verschiedenen Stellen neben den Verjcbraubungen Löcher gebohrt werden, diirch welche eine Kupferdrabtscbnur von ungefähr 1 mm Stärke gezogen wird. Die „Enden derselbrn werden hierauf bart um den Rand der Flanschen fert angezogen, geknoiet und durch die Oeffnung einer Plombe dergestalt gezogen, daß nach nochmaliger Verknotung die Plombe möglichst nabe an der Flansche zusammengepreßt werden kann und auch „die geringste Lockerung der Verschraubung ohne gleichzeitige Zerreißimg der Plombagescbnur unmöglich wird.
Die Hebesielien und, ww erforderkich, auch die Aufsichtsbeamten sind mtt Plombirungswerkzeug zu versehen.
„ „ „ 11T. Küblgerätbe. _
s.. Kublfaffer rnit Kübl1chlangrn darin dürfen nicbt direkt auf Mayerwerk, sondern müssen auf Füßen ruhen. Fiir offene Küblfäffer der in Rede stehenden Art ist durch passende Plombirung die Heraus- nahme der Kühlsrhlaxigen zu verhindern. Auch sind Revifionen der Schkange unter bbÜsia'ndigein Ablqssen des Kübiwaffers zulässig.
5. Scblangenartige (Siemens'1che) Kühler (berg1.Zeichnung 7 auf Anlage 11) smd 1t€ts se-.krecht „an einer Wand aufgestelit. Die Alkohol- dawpse treten aus dem Getstrobre in das _Robr & und der durch Ntedrrscbiag gebildete Branniwein nimmt ieinen Weg durch dies schlangrnförmi ?. Rohr nach der Vorlage 5. Das Kühlwasser tritt durch das Ro r (: in dem unteren Theile des Gcrätbes bei (1 in Cylinder, welche das Geistrobr umgeben und welche mit einander durcb kurzr Robre S vcrbrxnden sind Um ein Anbobren des Geisi- robrs zu verbindern,„ sind folgende Sicherheitsmaßre eln anzuwenden:
„„a. das bogenartig beroortretende Geistrobr muß Zéiiblank erhalten Wer en;
5. sämmtliche Flanschen (Z') sind unter PlombenbersÖluf; zu seßen,„„odrr,„wenn besonderer Verdacht vorliegt, ist zu beiden Seiten drs Kublgeratbrs, da wo das_Kiiblwbr berbortriit, ein schrankartiger bolzerner Verschluß (k)_bsrzu1t§[len, Welcher sich bequem öffnen und amtlich rmx Kuxisischiöi1ern bkrichließen läßt.
(„:. Küblcylindbr (virgl. Zlichnung 8 auf Anlage .4) bieten zur Yusfubrung vbn Hinterziebungen die (zeringite Gelegcnbrii, da sie einen uberail festverichlossenen und vernieteten Cylinder darsteklen, welcher mit kaltem W„asier aus einem bbber stehenden Reiervoire gespeist Wird und in seinem Innern einen zweiten Cylinder enibälf. in Welchem die Alkoboldämbfc niedergrschlagen werden. Aus dem Geistrobr treten die Alkoholdämpfe durch das Rohr 8. in dsn Cylinder b und fließen, nachdem sie niedkrgescblagsn sind, durch das Ausflußrobr (: in die Vorlage. Das Kühlwasser tritt durch das Rohr (3 in den äußeren und inxieren Cylinder f und fließt durch das Rohr 8" ab.
Ein Anbobren „disses Kühlgerätbes würde nur den Ausfluß bon Wasser zu W(„ge brmgrn, weshalb fich bier die Sicherheitsmaßregeln aui die Anbringung eines Plombenversckylusses an den Flanschen des Emströmunqs- und das Ansitrömungsrbbres beschränken können.
„ Der Küblcylinder muß ferner von aUen Seiten der Beficbtigung zu?;arrglrcb „und entweder am Gewölbe der Decke mit eisernen Streben be estrgt sem oder auf Füßen über dem Mauerwerk ruben.
7. Vorlage.
Die Vorlage (bkrgl. Zeichnung 9 auf Anlage 4) -- aucb Pisiorius'scher Verschlu genannt - besteht aus einem mit dem Kiihl- robr a., wel es die geitige lüsfigkeit leitet, in Verbindung stehenden Trichter b, n deni das Al obolometér fich befindet und welcher von einer kupfernen verschließbaren und mit einer Glasglocke (: versehenen, heli und blank zu erbaltenden Umfassung umgeben ist. Gewöhnlich ist die Vorlage vom Brmmereibesißer verschlossen, fie muß aber außerdem noch einen„amtlichen Verschluß rrbalten, um die Ent- fernung von Branntwein durcb Oeffnung der Vorlage oder durch miß- bräucblicbe Benußung drs Luft- oder Gasrobres € zu verhindern.
Der Verschluß der Vorlage hat in der Weise zu aeicbeben, daß die sämmtlichen Verbindungs1chrauben, welche die Glasglocke der Vorlage festhalten, und die sämmtlicben Schraubenmuitern zu durch- bobren und die Oeffxmngen mit einer Plombensckmur zu durchziehen sind, deren Enden mrt einer Plombe gesichert werden, Außerdem sind diese Schrauben mit einer Blechkappe zu umgeben, welcbe ebenfalLs zu plombiren iit.
Läßt die Beschaffenheit der Vorlage einen derartigen Verschluß nicht zu, so ist der untere Theil der Vorlage bis über den Metal]- ring hinauf, in welchen die Glasglocke eingelassen ist, mit einer Blech- kappe zu umgeben, welcbe, der Form der Vorlage sicb anschließend, aus zwei Hälften besteht, die durch Verscbraubung und Plomben fest zusammengehalten werden. Die Kappe erhält an ihrer oberen Seite einen rcchtwinklick) nach außen gelegenen Rand, Welcher mit dem ebenso beschaffenen Rande einer Über die Glasglocke gestülpten Haube durch Schrauben xmd Plombenvcrscbluß in Verbixidung gese 1 wird (Zeichnung 91) aus Anlage 14). Der obere Theil der Hau € kann aus einem Mesfingdrabtneß oder aus zwei kreuzweise fich schneidenden kupfernen Bügeln bestehen. „ „
Nächstdem muß das Luftrobr € vor mt?brauch[icher Benn ung durcb Aufstülpen einer entsprechend langen kup crnen Kappe f ges üßt werden, in deren oberen Rand vier „gleich weit von einander abstehende Oeffnungen gebohrt sind, welche tmr d(„er gleichen im Luftrobr an- zubringenden Oeffnungen dsrgestali korreipondiren, daß zwei Plomben- schnüre im rechten Winkel durchgezogen und ihre Enden verschlossen werden können (vergl. Zeichnun 10 auf Anlaße 14). Der Luftstußen ist gegen Einführung von Hebero ren durch Ein egung und Plombirung eines Kupfer- oder Mesfingdrabtriexzes zu sichern.
UeberaU, wo sich kein Pistorius'scber Verschluß vorfindet, sondern der Alkohol in einen offenen Trichter ausströmt, muß ein solcher Ver- schluß bergesielit wcrden. „
71, Prwaimeßapparate und dergl.
In der Brennstube schon vorhandene Sammelgefäße, welche zur Aufnahme der täglichen Wkobolausbeuix oder zur Feststeliunxz der Ausbeute aus den einzelnen Maiscbbottichen bestimmt sind, durfen, vorbehaltlich des Widerrufs Seitens der Steuerbehörde, bis auf Weiteres fortbenußt werden, fails dieselben unter AufsteUung auf einem gemauerten Posiameni, von welchem fie durch eine eiserne Platte abzuschliern sind, und „unter Umkleidung mit einem innen an- estricbenen Zin sturz in gleicher Art wie amtliche Meßapparaie teucrlicb sicher verschlossen werden (siehe Ausführungstesttmmun en zu §, 6 des (Heseyes), auch sich onst keine steuerlichen Beden en gegen ihre Zulassung ergeben. Ein Ansiauen des Brannvveins in diesen Gefäßen durcb Verschließen des zu den Sammelgefäßen iüb- renden Hahnes wird sich z. B. dadurch verhindern lassen, daß aus dem oberen Theile des Gefäßes ein zweites Rohr an ebracbt wird, welches direkt in die Summe gefäße oder jenseits des abnes in die zu ihnen führende Rohrleitung mündet. Ferner ist den Brennerei- besiyern (stattet, Präzisions -Meßapparate obne Feststellung dos Alkoholgcbalts und ohne Pxobenebmer oder ähnliche Apparate bei- zubehalten oder auf ihre Kosten aufzuiiclien; dieselben sind in Bezug auf steuerliche Verschlüsse ebenso wre amtliche Meßapparate zu behandeln. „ „
711. Berxmdlung der ihr Erzeugmß mehrmals desiillirenden Brennereien.
„Fiir Brennereien, welche „ihr ErzeugnLiY einer mehrmaligen- Destillation unterwerfen, gelten die folgenden estimmungen: