nütbia die Anliegen des Volkes Ew. KönigliZen Hobeit Regierung Bekannt geben._ Dem auf Befebl EmKönigli en,?obeit onelegtm Ges twurf über den Eintritt Bayerns in die not deuts e _ratznt- energemein (Haft t die Kammer der Abgeordnetßn ere1_ts tbre Zustimmung ert lt. as Bewußtsein, fich eins zu wtffen m1t_Ew. öniglicben Hoheit wiederholt kundgegebenem Entschluffe, d1e bayertschen Rescrvatrecbte wirksam u schüßen, harder Kammer dtesen bedeutsamen Schritt wesentlich erlei tert. _ Dankbarst anerkennt die Kammer der Abgeordneten Ew. Königlichen Hoheit edles Streben, die Lage der Geistlichen und Lehrer sowie der unständig Bediensteterx zu yerbeffern und für das Wohl des Arbeiterstandes zu sorgen. S1e wtrd daher auch gern an diesem Werke mitarbeiten. _ Von j_eber bat die Kam- mer der Aboeordneten den Jntereffen der Landwtrtbsckxaft 1bre leb- hafte Tbeilnabme ent egengebracbt und _ begrußt deshalb freudtg Ye Maßregel, wel 6 geeignet ersch_e1nt, deren _Bestand xmd stungsfäbigkeit zu stüßen und zy kräittgen. _ Dte angekund1gte Vorlage , welcbe weiteren Kre1sen d1e Vortbetle des Etsßn- babnverkebrs durcb Anlage von Lokalbahnen zuwenden soll, wtrd unsere sorgfältigste Prüfung finden. _ W1ffensch_aft,_ Kunst und _Ge- werbe wird die Kammer der Abgeordneten auY kunft_1gb1n_nach Kraften zu fördern bestrebt sein' fie wird deshalb an den 1111 nachsten Jahre bier stattfindenden Auss'teÜungen, welche nach der altererbten Vor- orge des erlaucbten Hauses Wittelsbach fi1r Kunst und Kunstgewxrbe ck des besonderen Schutzes Ew. Königl1chen Hoheit_ erfreuen, 1bre volie Aufmerksamkeit widmen. _ Den Geseßentwurf uber den Volizug des Tit. ]] „18 der VerfaffungSurkunde wird die Kammerder Abgeord- neten gewi enbaft prüfen und zum Wohle der Krone wre des Landes erledigen. _ Mit innigster Dankbarkeit und Freude gedenkt das ganze bayerische Volk der Tage, in Welchen Bayerns geliebter Herr- scher auf seinen Rundreisen inmitten seine? tre1zen Volxes werlte und die alt ewobnte innige Zusamme11gcbörigke1t_zw1schen Farsi und Volk s1ch au 5 Neue glänzend bewährte, Ew.Kön1gl1che Hobett baben Y_Uer- höchst Ihre Liebe zu Ibrem treuen Volke 111113 Huldvollste bew1ese_n und mit wahrhaft Königl1chen Worten AÜerböchst Ihr Vertrauen auf d1e bayerischeTreue au§gesprochen. Dafür sagen w1r,d1e gewahltenVertreter des Volkes, unseren ehrerbietigsien und tiefgefüblten Dank _1m_d verficher1_1, daß die Treue und Liebe des Volkes zu Ew. Körngltchen Hobeti und dem ganzen Königlichen Hause felsenfest auch_f1_1r die Zukunft sein Werden. Gott erhalte und segne Ew. Kömglicbe Hobe1t1111d
das anze Königliche Haus. _ _ _ _ _ €In tiefster Ehrfurcht Ew, Kömgllchen Hobe1t aÜcruniertbamgst
treu eborsamie g s Kammer der Abgeordneten.
_ 4. Oktober. (W. T. B.) Prinz Ludwig ist mit
Zinem Sohn, dem Prinze11Rupprecht,l)eute friih zum
esuch des'Kaisers und der Kaiserin nach Baden- Baden abgereist.
Sachsen. Dresden, 1. Oktober. (Dr. J.) Mit dem heutigen Tage sind 111 der inneren Verwaitung Sachsens mehrZrche wichtige Veränderungen in Wirksam- keit getreten. 11 dem Königlichen Ministerium de? Innern Kat, nachdem der in den Ruhestand tretende bisherige KWS-
auptmann von Leipzig, Graf zu Münster, bei dem Vorstand des Ministeriums sich persönlich verabschiedet hatte, die Ver- Yftichtung des an seincr SteÜe zum Kreishauptmann ernannten isherigen GeheimenNegierungs:Raths 11011 Ehrensiein, fern_er des an Stelie des Leßteren als Geheimer Re ierungs-Rath m das Ministerium berufenen bisherigen Ober: egierungZ-NatZs und Amtshauptmanns von Dresden:?ieustadt, G. von Meß_s , sowie des aus der „Kreishauptmannschaft Leipzig als Hü fs- arbeiter in das Ministerium “verseßten Regierungs-Affeffors ])1'. Numpelt stattgefunden. Die Leitung der Amtshauyt- mannschaft Drean-Neustadt ist von heute an auf den b1s-
beri en Amtshauptmann von Großenhain, Ober:Regierungs- Rat? Freiherrn von Weißenbach, die der letztgenannten auf den bisherigen Amtshauptmann von Glauchau, ])r. _1111'. Wäniig übergegangen, an StelXe des Leßteren aber der bis- herige Regierungs-Rath 1111 Ministerium des Innern, Merz
etretcn. Die von dem Geheimen Regieru1ich-Rath von Meßsck) isher verwalteten Geschäfts der ReblausÄngelegenheiten wer_den von demselben auftragsweise noch ferner besorgt wer en. _ 3. Oktober. (Dr. J.) Prinz Georg und Prin- zes s in Mathilde sind heute friih von Schloß Persenbeug wieder zurückgekehrt.
Waldeck. Arols 671, 2. Oktober. (Schw.?)ierk.) Gestern trafen der Prinz und die Prinzessin Wilhelm von Württemberg mit Gefolge bier ein, um dsm Vernehmen nach mehrere Wochen bei der Fürstlichen Familie Aufenthalt zu nehmen. Die Herzogin von Albany weilt seit einigen Wochen mit ihren Kindern ebenfails [)isr.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 3. Okwber. (W. T. V.) Der König von Griechenland empfing heute Nachmittag den Minister des Auswärtigen, Grafsn K-ilnoky, 111 ein- stündiger Audienz. Der König gedenkt noch einige Tage 111
Wien zu verbleiben._
Pest, 4. Oktober. (W. T. B.) Tacx, Abgeordneten- haus hat sich heute konstituirt. Zum Präsidenten wurde Thomas Pechy, zu Vize-Präsidenten die Grafen Csaky und
Baeffy gewählt.
Großbritannien und Irland. London, 1. Oktober.
(A. C.) Der Unter-Staatssekretär der auswärtigen Angelegenheiten, Sir James Fergusson, hielt vor- gestern auf dem Jahresbanket deslandwirtl11chaftlichen Vereins von Girwan in Schottland eine Rede Über das Darniederliegen der Landwirthscbaft. Derselbe äußerte: die jeßige Lage derjelben sei kaum auf die Län e haltbar. Er kenne Güterkomplexe in England, 1110 gar keine Va t gezahlt würde, wo der Inhaber sick) nur verpflichten müsse, das Land u bebauen. Während der letzten drei Jahre sei der Ertrag er Landwirthschaft um 100 Miüionen Pfund Sterling ge- sunken. Abhülxemittel müßten efunden werden, obwohl er, Redner, nicht in der Lage 161, solche anzugeben. Kein anderes Land verhalte stcb jedoch der Noth der Landwirthe gegeniiber so gleichgültig wie England. Der Bischof von Oxford wieskürzlich in einer Rede, welche er bei der Eröffnung der Diözesan-Konferenz hielt, auf die große Ausbreitung in, welche die „Heils- armee“ in England und allen eng ischen Kolonien gewonnen habe. Nach seiner Meinun schenke die englische Kirche der HeilSarmee viel 11 wenig eachtung. Dieselbe müsse etwas Anziehendes für ie unteren Klassen haben, und es verlohne sich daher wohl der Mühe, nachzuForschen, welchen Umständen die HeilSarmee ihre großartigen Erfolge verdanke. _ 3. Oktober. (W. T. B.) JmHydepark fand heute eine Arbeiterkundgebung statt an welcher fich ge en 4000 Personen aus verschiedenen tädten, um größten THM Arbeiter in Zuckerraffinerien, bethei igten. Es war en mehrere Resolutionen angenommen, welche fich egen die
,. mit Zucker bepftanUJ Landes in Minieh
wärtigen Waaren mit einem Schutzzon belegt werden sollen- In den bei der Kundgebung gehalt_enen _Reden wurde hervor- gehoben, daß __?egen _50000 Arbe1ter m Folge der Zucker- prämien ohne e chäfngung seien.
rankreirh. Paris, 2. Oktober. (Allg. Ztg.) Der Präß'sxident Gré-vy wird am 10. Oktober _in Paris zurück- erwartet, während d1e Kammern zum 25. emberufen werden. Von verschiedenen Seiten werden schwere Kämpfe angek_i_'1n_d1gt, da der alte Gegensa zwischen _extremen und _ gemaßigten Ne ublikanern noch 111 t behoben ist. Jndeffe11_ 1st es That- sa e, daß die Zahl der Gegner des Kabmets nicht gewachsen 1st, weshalb wenigstens für dasselbe m den nächsten Monaten nichts Besonderes zu besorgen sieht.
YJtalienK Fw renz, 3?"Okwb“e"r'.""“(W.' T. „B.) Der Kardingl B arto l-in1, Präfekt der Kongregation der Riten, ist gestorben.
Dänemark. Kopenhagen, 3. Oktober. (W. _T._V.) Der Reichßia ist heute Mittag durch den_ Munster- Ftäsidenten erHanet worden. Vom La11d§th1ng wurde
16116, vom Folkething Höchstbro 311111 Prästdentcn w1eder- gewählt. _ Jm Folkething wurde eme Vorlage über Kunstbutter eingebracht. _ * _ _
_ 4. Oktober. (W. T. B.) Der F1nanz-M1111ster legte heute dem olkething das Budget “für 1888/89 und das provisori che Budget für 1887/88 vor. Das Budget weist an Einnahmen 54 Miliionen Kronen, einschließlich 11/2 MiUionen vorhandener Bestände, an Aus 11111311 56 Mil- lionen, einschließlich 31/2 Millionen zurückzuza lender Staats- schulden auf.
Amerika. Washington, 30. September. (A. C.) Der Präsident Cleveland verließ beute m_it seiner Ge- mahlin die Hauptstadt,.um seine Rundreise m den west: lichen und südlichen Staaten der Union anzutreten. _
_ 1. Oktober. (A. C.) Der Präsident traf heute 111 aniano olis ein, wo er vom Gouvßrneur und den Be- amten emp angen wurde. Auf allen Statmnen begrüßten ihn große VolkSMengen. _
_ 2. Oktober. (91. C.) Der Präfident Cleveland kam am Sonnabend Mitternacht 111 St. Louis 1111, wo er vond einer großen Menschenmenge am Bahnhof empfangen wur ?.
Asien. Afghanistan. (A. C.) Aus Bombay vom 1. Oktober meldet ein Telegramm des „Reuter'schenVureaus“: Nach einer von Ghazni am 19. September aufgegebenen Depesche hat wiederum ein G e f e cbt b ei Muku 1, am 17. 11. M., stattgefunden, in welchem ein Oberst des EmirTNamenS Mabwika, fiel. _ Von Gund amuck wird gemeldet, daß der MoÜal) von Sapari, welcher sich den Aufstänmschen a1_1_?eschloffe11 hatte, gestorben ist. _vZufolge Nachrichten von_ adakshan isx die von den Russen iiber den Amn Darja [121 Chardjur gebaute Eisen b a h n b r 11 ck e 1th 11011611st 111111111311.
Afrika. Egypten. Kairo , 29. Semeber. (A. C,) DerNil fällt allmählich. Außer der Ueberfchwemmung von 400 Morgen und Benisuef oder **j gar“ keinen Schaden ge- " itten. _ Aus Alexandria wird _?emelst, daß die B a u m w o l l f e ld e r ungeachtet der eberschwemnmngen und des hohen Nilstandes unversehrt sind und daß täJlich große Quantitäten neuer Baumwolie auf den Markt ge racht werden. Die Oualiiät der Baumwoüe aus Ober; Egypten isi außgezeichnet, die von U11tcr:Eg1)pte11 aber weniger gut, da die FeUachen, eine Ueberschwemmnng bsfiirchtond, einen Theil der Ernte einleimsten, Ehe die Pflanze», völTig reif war. _ Nubar Pascha iéi 11ach Kairo zurückgskehrt.
*at das Länd wen"
Zeitungsstimmen.
Der „D eu ts che Landb ote“ äußert zur Getre1dezoüsrage:
Durch die GetreidezöÜc ist bckaynjlici) bisher der (Hetrcidepreis nicht erhöht, vielmehr ist er stetig gymnken; daß die Brotpreise d1e- _[klbcn geblieben smd, ist nicht die Schuld der begebrlicbcn Aararier, ondern der bescheidcnen Bäckermeister. Wie wenig aber selbst ein wirkliches Steigen der Geirridepreise dcm aligemeinen Besten zuwider wäre, das lehrt die Betrachtung, daß ein Land mit niedrigen“ und 11e- driickten Preisen durchaus nicht das glücklichstr; _ daß eine gewisse gesunde be8 aller Preise viel bcffcr den Gesammiwoblstand garantirt; daß die [111111311211 Preise durchaus Niemandem nützen, wenn dabei aÜer Geschäftsgang lahm gelegt und der Verdienst übkrallcingescbränkt ist; _ daß bei einer gewißxn Hochbaltung der Preise_ 6111 Jeder cher seine Rechnung findet und dann cbenfails gute Prci1e bezahlen kann, _ denn nur Wer 11111116 vrrdient, kann eiWas geben. Daß ferner der Sciyuyzol! vor Allem dazu dient, der heimischen Produktion den Markt und dadurch dem heimischen Arbeiter den Verdienst zu sichern, _ daß bei gefickycrtem guten Verdienst dcm Arbeiter gleichgültig sein kann, ob das Brot cinen Pfennig tbeurcr oder biÜigcr ist, daß diesem aber bei Arbeits- und Verdienstlofigkeit auch das billigste Brot 1111616 1111 i; _ daß obne SchUyzoli unsere Landwiribichaft unbedingt unter- ge en müßte und dadurch ein wesentlicher Theil der Gesammtnation existenzlos werden würde; _ daß der geringe Tribut, dM die Nation als Brotzoll zahlt, eine Lappalie ist gegenüber der stattfindenden Entwertbung unseres gesammten Grund und Bodens, die eintreten müßte, wenn die Landwirtbscbaft nicht durch Scbutzzol] [ebrnsfäbig erhalten würde und die dann den gewaltigstcn Verlust am gesammten Najionalvcrmögen bedeutete; das; ferner der Ertrag dcr Schulzzöüe in die Staatskaffe, d. b. in unsere gemeinsame Kaffe fließt, daß wir die Zölle also in unsere eigene Tasche zahlen und dieselben niemals einen Verlust für die Nation bedeutcn, denn, was die Zölle eintragen, muß uns doch an anderen Abgaben erspart bleiben; _ daß durch den fortwährenden Bezug des Brotkorns vom Auslande nicht nur unser Geld nach und nach ins Ausland fließt und eine allmähliche Ver- armung unserer Naiion herbeigeführt wird, sondern daß andererseits auch durch den Verfall der Landwirtbschast unser Staat an politischer Selbständigkeit verliert und daß an nicbt genügender Berückfichtigung dieser Thatsache schon manche Nation zu Grunde gegangen ist,
_ Dem „Deutschen _Wollen-Gewerbe“ entnehmen wir über deutsche Kaufleute in England Folgendes:
Vor einigen Wochen durchlief eine Notiz die Zeitungen, welcbe s1ch mit der Beschäftigung der deutschen Kaufleute in England befaßte. Die gemachten Mittheilungen wurden aber nur in kurzen Außzügcn wiedergegeben und konnten kaum ein übers1chiliches Bild über die wirkliche wirtbschaftliche Lage unserer deutchen Landsleute in Eng- land geben. Heut lie i der Originalbericht der Kommisfion vor, welche unter dem Vor1ß von Lord Harrington tagte und s1ch ein- gehend mit der rage der Ueberleaenbeit der deutschen Kaufleute über die englischen be chäftigte. (Jm Bericht heißt es nur „ausländische“ um nicht_den Schein der Parteilichkeit zu erroecken, Jedermann wei aber, daß es sich nur um die „deutschen“ Kaufleute handelt.) Den En ländern läßt es keine Ruhe, daß die Leitung des Handels immer meYr an die Deutschen übergeht. Um die Gründe dieser Ueber-
Londoner Handelskammer an alle dortigen leitenden Geschäftshäuser eine Anzahl bestimmter hierauf bezüglicher Fragen gerichtet. . . . Hierauf lief eine große Zahl von Antworten e1n. Auffallend ist in den Antworten der verschiedenen Korrespondenten ihre volikorpmene Uebereinstimmung in den hauptsächlichsten Punkten. _ Danach_ 1st die Zahl der fremden Kaufleute eine ungebeucr große. Nicht wemg_er als 59/11 der Firmen aanorteten, das; sie Ausländxr bes_chaftigen, wahrend verschiedene andere, welcbe gegenwärtig noch m1t rem englischem Per- sonal arbeiten, es als wahrscheinlich bezeichneten, daß es über kurz oder [an die Bedürfnisse ihres Geschäfts erfordert) würden, ihre bis erige Praxis zu ändern. Diese Verhältnisse würden nun nicht Weiter beunruhigen, wenn sie nur die AnsteÜuna_ Von Ausländern für geschäftliche TranSaktionen beträfen, Welche diese durch nicht zu vermeidende Umstände besser außzufübrenim Stande wären als die englischen Landsleute. In einer Epoche fre1e11 Handels würde es un- möglich sein, sich über Austausch der Produkte zweier Länder zu be- klagen. Unglücklicber Weise ist es hier aber gugenscheinlick), daß kein ;Uzétayétch stattfindet, sondern der Import m diesem Fall nur ein- 6119 1 .
Das allgemeine Urtbeil der Antwortenden gebt_dahin, daß Aus- länder und namentlich Deuische in England meistens Arbeiten ver- richten, welche Engländer gerade so gut ausführen könnten, wenn sie die geeignete Erziehung gehabt Hätten. Andererseits herrscht auch kein Zweifel darüber, daß hier weni oder gar keine Gegcnscitigkeit in Bezug aufFirmen im Ausland? vorlJanden ist, und daß dcntscbr Kauf: leute, welche in London so massenhaft angcsielXt sind, nicht Flat; machen für junge Engländer in Handelshäusern 111 Bremen, Ham urg, Antwerpen oder Leipzig. 99 Prozent der Engländer find mit keiner Spracbe, außer der eigenen, vertraut! Das ist das aÜgcmcineUrtbeii!
Die Gründe, welche für diese Unwissenheit angeiübrt werden, sind Verschieden und zum Theil Wiederholungen von schon bekannten That- sachen. Leider ist den meisten Firmen der Unterricht in fremden Spracben auf gewöhnlichen Volksschulen gar nicht bekannt, und das ist kein Wunder. Dennoch sche1nt_1n cinigen Fälien die Thatsache, daß die Lehrlinge aucb Unterr1cht 111 modernen Sprachen erhalten batten, den Lebrberren zu Ohren gekommen zu sein, und nacbdem sie dann die jungen Leute einer Prüfung unterzogen haben, ist iiberall das Ergebniß daddn dic unbedingte Verurtheilung eines so durchaus unpraktiscben und vernunftwidrigen Systems gewesen.
Um nun aber einigen der großen Mittelschulen, welcbe kiirzlich errichtet resp. umgestaltet find, gerecht zu wcrden, kann man fest- stellen, daß in ein oder zwei Fällen englische Kaufleute eine durchw€g gute Kenntnis; fremder Sprachen besaßen und diese den obengenannten Instituten vcrdankicn. Allgemein herrscht aber vonmnmene Ueber- einstimmung in Anerkennung der Nothwendigkeit eincr schlemxigen und gründlichen Umgestaltung 111 dem Unterrichtswesen dcr c11g111ch1en Schulen, weich? mit der Ertbciiung eines wirklich guten Unterrichts in Franzöfisck) und_Deutsch beginnxn muß .....
Eine noch ermiere Frage entsteht durch die scharf aasgcsprochc11e Meinung vicler Korrespondenten, daß dcr Fremde gegrnwärtig ein viel besserer „9.11-101111111111111“ ist, bes1er ausgerüstet durch besondere technische Kenntnis; seines Industriezweiges und durch seine all- gemeine Ausbildung, welche ihn in dkn Stand setzt, sein Wissen und seine Erfabrung in Bezug auf die vcrschie- dcnsten Anforderungm des heutigen Handels zu vergrößern. Es ist durch gui untrrricbtetc Sach1xcrsiändige festgestellt, daß die gcgcnwärtige Ausbildung der Kaufleute 111 deutschen Häuscrn für die Entwickelung ihrer Fäbigkeiten vici fördcrlicbcr ist als 111 englischen. Ju ersteren crlaubi man dem jungen Mann und man sorgt sogar dafiir, daß er einen Einblick in jeden Zweig des be- treffenden Geschäfts erhält, wäbrcnd maxi in England das Bestreben bat, die Arbeit des Mannes 111 einer spez1cÜen Abtheilrzng zu centrali- 111111 und mit Eifer und Mißbiüigung jeden Ver1uch betrachtet, welchen er macht, um 1111) 11111 der_ ebenfaÜs svezialifirten Arbeit seines Koliegcn bekannt 311 machen. Erne Fol e hiervon ist, da_ in der Regel ein Deutscher danach trachxet, feine aufma'nniscbc Lauf alm als Gescbäfjsinhaber zu beschließen, während ein Engländer nur nach Beförderung zu einer böhern Stelle in dcm Gestiyäft, in welchem er arbeitet, trachtet. .
Der Bericht der Kommissio11_ zeigt _den Vorsprung, welchen die kontinentalcn Nationen sowohl bl11sich111ch_ techniscbcr und spezifischer Bildung, als (11111) 111 Bezqg auf Woblxcilbeit, Vortrefflichkcit und Fertigkeit 111 aUcn GcschäitZzweigcn vor den Engländern voraus
abcn. England erwacbr jeßt und ficht die Notbwendigkeii des gleichen Fortschritis ein, Nicht eins der Antwortickyrcibcn, wclche die Handels- kammer erhielt, versämntc darauf [1111z11wci1c11 Es wird überein- stimmend empfohlen, daß mehr AUimrrksamkeit auf die Knaben 111 den untcr€11Schu11n, Welche später ein (Gewerbe beginnen wollen, vcr- wendrt werdcn 11111ffe, und ferner sei zu betonen, daß die anerkennens- wcrfben Anstrengungen einigcr der englischen Erziehungsanstalten 11011) lange nicht dem Mangel abgcbqlscn babcn. Es erßicbt sich, daß mit wenigen AuSnabmrn das Bedürfnis; cin_11ervvllko1111nnctes tccbnisches Wissen mit Hiilfe beffcrcr Grundcrzwbung Hervorzubringcn an- erkannt ist.
Zu bemerken ist noch, daß Unter den Korrespondenten versch1cdc11c sind, welche den Erfolg der Dcntscben zum größten Theil dem dorf bdstebcndcn Auschungsmodus zuschreiben. Es schcint11ä111lich, daß viele junge Lkute gern zwei Jahre außerbaib zur Vervvlikomxnmmg ibrer Kenntnisse 3111111119911, bevor sie 111 die Armee freien. Hierfür giebt es ei11en zweifachen Grund: Erstens 111 es im Hinblick anf die ihnen bevorstehende Disnstzeii 1111111113 für fie, ein fcsics Engagemcnt einzugeben, und zweitens berechtigt eine bcstixnmte Höhere Bildung 111 vcrsckyicdencn Fächern , besonders in 110111- den Sprachrn, zum Freiwilligendienst_ und kürzt die Diemi- zeit um zwei volle Jahre. Ferner 111 auch von Ma11chem d11§ Wirkung der DiSziplin 1111d_ das Gewöbxxtsein an Subordination bei der AuGbildung der Leute 1111 das Gekchast nicbt überseben worden. Hier mag es (1111 Platz sein, eine Auöeinandcrscßang, welche sich sehr häufig wiederholt und die zu den nsgativen Antworten, welchc vcr- schichntlicb auf Frage 6 gegeben wurden, zu zählen ist, wicdcr- zugc en:
„Engländer sind 111 der chcl 1111121 in fremden Ländern ibätig, weil sie, da ihnen das ganze britische Reick) offen steht, es vorziebcn, ihre Kräfte an Z.!)lätzén zu vechrtbcn, wo sie noch 111 rein engliscbrn Umgebungen ar eiten können. Die wahren Eigenschaften, welcbe s1c zu gutcn Kolonistcn macben, und 1velche sie befäbtgen, ibre 6111611211 Einrichtungen in jeden Winkel der Welt zu tragen, macbkn sie unfäb1g, 111 das 8811811 und 111 den Jnteressenaustar-sck) mit einer fremden c111il1= firten Nation einzutreten.“ _ _
Aus al1c Diesem ergiebt fich, daß die Erkundigungen, welcbe dxe Handelskammer eingezogen bat, 1261: viel LobeScrHebungen fiir d1e Deutschen entbalten, und wenn bisher die Worte „Ausländer und Deutsche“ nebeneinander gebraucht worden find, so ist zu bemerken, daß das ausländische Element tbatsäcblici) deutsch ist. Die Deutschen in London find vieÜeicbt nicht so zahlreici) wie ans.,enommen 1111115, aber sie find überall ibätig, und 111 den meisten Fällen sind fiezuruck- haltend, weil sie die Klügeren smd. _
Andererseits giebt es nun aber keinen Grund,_ weshalb mcbt die Engländer anfangen sollten, die Deutschen 1n England HU schlagen und schließlich mit ihnen in ihrem eigenen Vaterlayd in Wettbewerb zu treten. Noch eins ist zu bewerken. Au enscheinllch ist die Zahl der deutschen Häuser 111 London eme sebr groZe; und d1e Bemerkung, welche neulich durch einen Korrespondenten 1111 „Neun- zehnten Jahrhundert" gemacht worden_ ist, _da? ein Fünftel der Londoner Firmen deutschen Ursprungs se1,sche111t aum übertrieben.
„-
Statistische Nachrichten.
Das soeben znr Außgabe gelangte Augustbeff der „Monats“ befte zur Statistik des Deutschen Reichs“ enthält «11: den regelmäßigen, auf den betreffenden Monat bezüglicben lk“ tbeilungen über die Waaren-Einfabr und -Ausfuhr, Preise 26- statistische Nachrichten über 1) die Schiffßunfälle an der deutsCbM
_Z 11 ck e r p r 11 m i e n aussprachen und verlangten, da die aus-
flügelung zu erforschen, resp. um dagegen Abhülfe zu schaffen, hat die
Küste im Jahre 1886; 2) Verunglückungen deutscher Seeschii'se
in den Jahren 1885 und 86; 3) Tabackbau und Tabackernie im deutschen Zoxlgebtex im Erntexabre 1886/87; 4) die Zahl der nach dem Geses u_be_r d_1e Erwerbung _und den Verlust der Bundes- und Staatsangßbokkgkxlt vom 1. Zum 1870 ertbeilten Urkunden mit Nach- weisungen uber d1e Personen, auf welche s1ch diese Urkunden beziehen.
... (Gemäß den Veröffenilichungen des Kaiserlichen Gesund- heitSamts smd in der Zett vom 18. bis 24. September er. von je 1000 Bewdhnern,_ auf den_ Iabreßdurchschnitt berechnet, als gestorben emeldet: 111 Berlin 20,3, 111 Breslqu 26,3, in Königsberg 29,6, in Köln 309, in Frankfurt a. M. 20,1, 111 thsbaden 13,7, in Hannover 15,1, in Kassel 11,8, 111 Ma_gdeburg 24,0,_ 111 Stettin 24,5, in Altona 21,9, wSüaZburg 16.8_, m Meß 17,2, 111 München 24,7, in Nürnberg 26,9, in Augs urg 19,3,_1n Dreßden 23,7, m Leipzig 20,6, 111 Stuttgart 10,7, in KarlSruhe 19,3, 111 BraunscHWetg 17,1, in Hamburg 23,4, in Wien 20_5, 111 Pest 27,3, 111 PraZ 23,2, 111 Triest 31,1, in Krakau 31,2, in Amsterdam 19,2, 111 Brussel 23,4, in Paris 18,1, in Basel _, inLonHon 14,4, 111 ©1116ng 17,7, in Liverpool 18,7, in Dublin 30,6, in Cdmburg 17,3,_ 111 Kopenhagen 27,3, in Stockholm 18,7, in Cbki t1an1a 21,_1, 111 St. Petersburg 20,2 in Warschau 33,0, in Ode a 29,6, m Rom _, _1n Turin _, in Venedig 20,0, in Alexandrta 38,8; Fxrner _111 der Zeit vom 4. bis 10. September: in New-York 20,3, 111 Pbtladelpbia 20,7, in Baltimore 24,0, in Kalkutia 19,6, m_ Bombay_26,9, 1n Madras 39.6.
D1c al]g_cm_e1ne Sterbltcbkeit erfuhr in der Berichtswocbe in den meistgn Großstadten _Europas 6111611 weitcrcn Rückgang, so daß aus zahlr11chen_ Orten kietnere _Stkrb[ichkeiiszab_len gemeldet werden. So erreichte d1e Sterb11chkr1t 111 _Stutigart, Barmen, Potsdam, Kassel, Wiesbaden, London noch mcbt 15,0 pro Mille und Jahr berechnet, in Hannovsr, Bremen, (Elberfeld, Düsseldorf, Straßburg, Ykeß, Bra11111chwelg- Y_ugsbyrg, Görltß, Freiburg 1. B., Mainz, KarlSruHe, Amsterdam, Par1s, Liverpool, Glasgow, Edinburg, Stockholm u. a. nock) n1cht 20 pro Mille und Jahr; auch 111 Berlin, Köln, Leipzig, Franifurt a. M., W1en,Vened1g, St. Petersburg u. a. war die Sterb- lichkett e11_1e 1111111111 bobe (20,0 und etwas darüber). Hohe Sterblichkeits- Ziffern (uber 35,0) wurden aus keiner deutschen Stadt gemeldet. _
nsbesondere wtesen Darmkatarrbc und'Brschdurchfäl]e der Kinder fast allgemern_e111e Abnahme auf und riefen nur noch in einer mäßigen Kah! von Stadien (Berlm, Hamburg, Breslau, München, Dresden, "önthberg, Nurnberg, Magdrbura, London, Paris, Wien, Pest, St Petersburg, Warkckpau, Kopenhagen, Odessa, in d1'11 1213th drei Orten, sowie _111 Nurnberg wgar Etwas mehr als 111 der Vorwoche) mehr _Todesfalle als normal hervor. _ Die Tbeilnahme des Säuglrngöalicrs an der Gesa111mtsierblichkeit war eine gcrin- gere 1118 m der Vorwoche. Von 10 000 Lebenden starben, aufs Jahr_bercchnet, 111 Beriin 84, in Miincbcn 113 Säuglinge. Akuxe Entzundungrn der Atbmungsorganc fübrten aÜgkmein in be- schrankikr Zabl _zum Tode. _ Dagegen Haben Sterbefälle an J11fektton§krankbettcn_ dreifach zugenommen, nur an Diphtherie und Pocken werden wc_n1ger Stcrbcfäile gcmcldct. _ Todesfälle an Ma_ser11 waren 111 London vrrmindert, in Breslau, Darmstadt, FMG, Dubkm und naxnentlick) in Kopenhagen Vermehrt; auch Er- rgnkungcn wurdcn btcliack), besonders aus Kopenbagcn, zabl- tember gcmcldei. _ Sterbkfälle an Skbarlack) kamen ans _Munckyen, W1en,_ St. Pktersburg in größerer, aus London 111 acrmgerer Zahl _ zur Berichterstatjung. Erkrankungen an Scharlach traten 111 Berlin, Breslau, Hamburg, Wien, Edin- burg baufigcr_z11 Tage, _ Dic Sterblichkeit (111 Diphtherie und Croup War 111 Berlw, H_amb1zrg, Dresden, Wien, Prag eine gestei- ger_te, 111 Warschau die gletckw, 111 Breslau, Leipzig, Frankfurt (1. M., Nurnberg, St. Pctersburg eme klrinere als in dcr dorbcrgegangenen Woche. Erkrankungey an owtberie kamin aus Berlin, Breslau, Hamburg, Narnberg, aus dem chierungsbezirk Sckylkswig und aus Cbnsttanxa 111 grbßerer Zabl zur Mittbcilung. _ Typbösc _F1eber haben 111 Pans, Lyon, St. Petersburg etwas mehr, 1n London etwas Weniger Todesfäüe Veranlaßt. Die Zahl der geweldeten Erkrankungen War bssonders in Ham- burg eme erbeblzch gestei erte. _ An Flccktypbus kam_ aus drm Regtcrungsbxzir Düffeldorf 1 Todesfall, ebendaber sowte aus St. Peterdburg ]? 1, aus dem Regierungsbezirk Marien- werder 26 Crkrgnkungen zur Anzeige, In London zeigten fich ros en- arttge Entzundungen _des Zellgewcbs der Haut Häufiger als Todesursachen. An eptdemischer Gcnickstarre wurden aus Berlm ], aus Kopenbggen 2 Todcssälik, aus [Wierer Stadt auch eme neue Erkrankung 1111igetbeilt. Dcr Keuchhusten hat in Paris etwas mehr, 111 L_ondorz etwas Weniger, 111 Berlin die gleiche Zahl von Opfern Me _111 der Vorwvcbe bervvrgcrufen. Er- krankungen _ kamen 111 Hamburg und Kopenhagen Häufig zum VO!schLll1.- Aus London wird ] Todrsfall an Toliwutk) berichtet. _ De_n Pl)ch€_l1 erlagcn in Lemberg 1, 111 Pest 2, in Paris 3, in Trtest 8, 111 Warschan 24 Personen. Erkrankungen kamen aus Pest 8, au? St. Peiersburg 10 zur Mittbciiung. _ Während die Cboicra_111 Rom emeAbnabme erkennen läßt und auch 111 Pakermo und Catq111g dte Zahl dor T0de§1älle und Erkrankungen kleincr wird, h_crricbt 118 m Me1s111a nock) in gleicher Hrftigkcit weiter. Am“; Neapck [logen yeucre Nachrtcbien n1chi vor. Aus CasteÜamare und aus Pozzuolt Werden vom 25. bezw. 27. September nock) cine größere Zab[ von Cbolerafglien gemeldet, die fich auch 111 der Provinz Aquita neuerdmgs zeigten.
_ Heft 2 28. Bandes der ,Bciiräge zur Statistik des Großberzogibums He_ssen_“ , Hérausgexzeben von dcr Groß- berzogltcben Ccntrczlstelie fur d1e Landesstatistik, ((H. Jongbaus'scHe Hofbuchhandlung 111 Darmstadt) entbäit statistische Nachwcisungen uber das Volkssciyulwcsen 1111 Großberzogtbum Hessen 1883_84 (von dem Geb. Obkr=Schulratb Greim).
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
..Erdgescbichte“, 11011 131. Melchior Ncuma11r, 2. Band: „V eschre1b endeLG eolog 1 e “,1n1t581Abbildungc11,12Aquarelltafeln und 2 KLrteq 13911181). Alphons, E. Hayn u. s. w. (Leipzig,Bibliogra- Phtsches_ Qnstriut, 1887.) __ Dte Erdbeben und Crdrebol11tionen,iiber welcbe 111 neuerer Zett so v1el berichtet werden mußte, haben mehr als je das _Jntereffe des großen Publikums für eine Wissenschaft geweckt, welche 111 dem Wrener Geologen msd Paläontologen Prof. 1312 Neu- mayx wohl zum erstrn Mal einen Interpreten gefunden hat, der es Unbeschadei aller W1ffenschaftl1chkeit versteht, fie dem gebildeten L_a1en_1)ubl1kum mundgerecht vorzutragen. Von seiner „Crdgeschicbte“ [l_egt jetzt_dcr _aufs Pracht1gste aus;]estattcte zwkite(Sch[uß-)Band _vor, der d1e gksch1cht_l1che Entwtckelung des Erdinnern und dem jetzigen Bau der eitzzelnen L_c1nde_r der Erde schildert. Vcrmöge seiner geistvoljen und le1cht_verstand11chen Darstcilung ist diese Neumayr'sche Erdgeschichte in irefilrchster We1se dazu _angxtbay, geologische Kenntnisse in weitere Kreise zu tragep und som1t ein Buch für die Hausbibliotbek zu sein, wie es uns se11her fehlte. Ganz und voll machen wir deshalb auch d1e Empfehlung emes der berufensten Beurtheiler, Professor Dr. Credner's, zu der_ unserlgen, der darüber bemerkt: „Wir begrüßen es freudig, Wenn e1n_so hervorragender Forscher den trefflich gelungenen Versuch 11_1(1ck)t,_dte Gesammibeit 11ancm modernen geologischen Wissens in emer 1e_dem Gebildexen yeriändlicben und ihn fesselnden Form dem großeren _ Publtkum darzubietcn. Die Höchst anschauliche Da1teUung§we1se des Verfassers wird durch viele mit größter Sa_kenntn1ß _ und wcckdienlichkeit ausgewählte Textfiguren soww _durch eme Anza_l farbiger Tafeln und Karten wesentlich ZUkekstußt. Ihre Ausfuhrung ist eine so vollendete und die ganze „usskatturxg des Buxhes eine o reiche, wie wir sie wohl kaum 111 §1nem zwetten geologischen Bu wieder antreffen. Mit Freuden kann der Referent _dte ErdLescbichte Neumayr's denjenigen Kreisen, welcbe en Prang_ fublen, s ch uber den Bau unsrer irdischen Wohnstätte und uber d1e Ursachen der Manni faltigkeit der Erdoberfiächengesias-
tUUJzu belehren, auf das Dringend te empfehlen.“ _ Der zweite Band
hat folgenden Inhalt' 1 Historische Geolo ' ' ' '
_ . . g1e (Emlettung, d1e Ölteren paläoszcben Ablagerungen, die jüngeren, die Triasformation, lk- Jura- d1e Kreidc-, die Tertiärformation, das Diluvium, iiberall mit Bescbreibung der Pflanzen- und Thierwclt); 11. Topographische
poetische Er äbluYs 111 gebundener Rcdc aus.
Geologie (die Gebirge der Erde); V. Victor Uhlig.
_ Krone und Kerker. Erzählung aus dem e e nien Jabrbunderi. Von R. vqm Hof_. (Gotba, Friedr. Andrs. Yektbes, 1887. Pxns 5 «M) __ Dteie Erzahlung fol t durchaus dem Gange der Gesckncbte und s_chl1eßt s1ch „sywohl binsi 111 des Thatsächlichen als der Charakterist1k der bethetlt ten Personen o eng als möglich an d1e Darstellung der besten Ge ch1chtSschceiber an. Ueber die Be- nußung der leßteren werden am Schluß des Buchs besondere Nach- wetsungen gegeben. Das Gewand, 111 welches die Verfasserin ibren Stoff gckle1det hat, ist das des Romans, Sie bekundet in der Be- berrschung und Verwendun des reichen Materials, ebenso wie in der Aus- gestaltung dxr einzelnen bschnitte ein außgeprägtes Geschick. Die qusteuynxz tsi lebendig, anschaulich und fesselnd. Das Leben 111 der Ze_1tHe1nrtch's 17111. von England tritt dem Leser in sprechenden Bädern entgegen. Das tragische Schicksal Anna Boleyn's, der _Heldin, erweckt durch die ruhige genetisch entwickelnde Behand- ung em warmes_ Interesse. Das Buch tst somit nicht nur eine feffexnde, geschtchtltck) unterhaltende, sondern auch allenthalben auf die sittl1chen _Macbte binweisende und die Gewissen weckende Lektüre, welche gebildeten Kreisen in jeder Beziehung empfohlen werden kann.
_ Jm Kommisfionsverlage der Simon Schropp' (ben 0 -Land- karienbandlung (J.H.Neumann) Hierselbst erschienen: s„Grénfdzü e der_Kartograyhie_für Natur- und Wanderfreunde. Lei t faßltcbx, durcb Textze1chnungen erläuterte Anleitung zum richtigen Ver- standmß und Gebrauch topographisckyer Karten von E. W. Pü . Zerausqegeben vdm Touristenklub für die Mari" Brandenburg.“ _ ( er Verfassxr giebt zunachst in seiner Einleitung die Bedingungen arx, weiche fur d1e Aehnlichkeit, Naturwabrbeit und Leichtverständlich- kett exner b1ldl1chcn Darsteliung nötbig smd. Je nach dem Umfang des b1ldl1ch dgrgesieÜten Erdtbeils werden drei Gruppen bon K_arten unterscbteden: 1) Pläne oder Plattkarten 1111 Maßstabe 1 : 500 bts 1 : 10000, d. b. L_etailkarten eines kleinen Landbkzirks, einer Feldmark u. dgl. oder emer Stadt. 2) Topographische Karten, ein- ze_lne Lander oder deren Theile darstellend, im Maßstabe 1 : 10 000 bts 1 : 200 000. 3) Geographische Karten, ganze Welttbeile oder Staathebwte umfassend, im Maßstabe 1 : 200 000 bis 1 : 2000 000 und _ dariiber hinaus. Als von dem Größen- v_erba[tniß unabhangxg werden noch folgende für den Tou- 11sie11 von _ Fach unter Umsißnden skbäßenswerihe Arten von Kartetz erwahnt: ]) Hydro raph1sche Karten, 1). h. Karten, Welche nur d1e Wafferverbaltmffe, een,_F1üffe, Kanäle zum Gegenstand der Dari_ieürmg haben; _2 bypsometrtscbx Karten, in denen die Höhen- verbaltmffe sch1cht1v11e durch verschiedene Farbentöne bervorgrhoben werden. _Der Verfasser gtebt nun an, wie man die Anfertigung einer Karte, d1e Darstellung eines Gegenstands auf einer Bildfläche in Angmff nimmt,_ u_nd führt dem Leser die beiden hier in Betracht kommenden Prdxrkiwnen vor, indem er gleichzeitig zur (Geschichte des Kartenzxrcbnens bemerkt, daß man, um der Unzulänglichkeit der perspekUmschrn _Proxektwn für kartographische Zwecke abzu- Helfen, 1181131131111 15., 16. und 17. Jabundcrt die sogenannte Kaval1erperwekt1ve anwendetc. Diese, nach der in der Fortißkation unter dem Namen Kavaiier bekannten Erhöhung über den Wällen benannic Darstcliungswetse nahm einen mehr erhöhten Standpunkt d_es_ Besckyauch 11_11d Ze1ch_ne_rs an, wodurch die Mängel der perspek- 11v1s_chen Proxektwn wemgstens für nahe gelegene Geqcnstände zum Tbe1l aufgeboben wurden. Indessen auch die Kabalier-Perspektibe konnte dem denYendkn Geist nicht lange genügen, und so entstand die uzttcr dem Namen ngelschaw oder Ballonperspektive neuer- d111gs durcb pboiograpwsck)? Aufnahmen der Luftschiffer bekannt gewordsne Proxektionsart, be1 Welcher der Beschauer sebr boch, senk- recht uber der Mckte des _cxufzgnehmenden und bildlich darzustellenden _Landes gedacht 1st. Ste_gtebt 111 der That schon eine gute Uebersicht, mdeffen werden _a11ch bter 1_n Folge der KonMrgenz der Sebstrablen oder PryxektwnSlzntcn nur d1e direkt unter dem Mittelpunkt oder in de_ffcn_ nackystxr Nahe_bcfindl1ck1en Gegenstände'in ihrem richtigen Ver- baltntß gc1e1ch11et, wahrend d1e Verschiebung und Verkleinerung aller andercn_1111t tbrxr Enifernung vom Mittelpunkt zunimmt, sodaß also auch d1§ses Bild nicbt nach einem einheitlichen Maßstabe sicb mcffen laßt. Erst dem Ende des 18. Jahrhunderts war die An- wendung der all_en Anfordertxtigen der Kartographie entsprechenden warktwnsart, d1e ortbograpb11che Projektion in Folge dcr höheren * 1186111111119 dcr Meßkunst vorbehalten. Das Bild eines nach dieser Proxektwn_aufgeze1ck1neten Landks kann man fick) als eine Vogelscbau aus un_end11ch meien Standpunktkn vorstellen. In einem folgenden Absch1111t geht der Vcrfafier auf zwei weitere Arten der Projektionen em und betrachtet dann die Nothwendigkeit eines Liniennetzes, welches bet der _Hcrsteiiung topographiscber Karten, bei dcr notbwknd1gen Veryckficbttgung der Erdkrümmung nothwkndig ist. Nachde1n_ sodann dte (Gruydbegriffe zur Vergleichung dieser Linien ikst- gZste-lli_s111d, geht er auf d1r Kartenscbrift ein,deren Bedeutung fiir die Klarhctt e1111'r_Kart_e außdrücklick) betont wird. Die Signaturen, aus dcney man d1e Sttuatwysgkgenstände erkennen kann, Werden durck Abb1ldungen veranschaul1cht; sie cnjsprechen den im Königlics chußxicben Genrralstab bestebenden Vorschriften und smd mit geringen lbwarcbungen ztcmltcb allgemein gebräuchlich. Sodann wird auf die Darstellung drs Terrains auf der Karte eingegangen. Die dabei a_11gewandte11 qu1erc11,_auf welche alle andern fick) im Prinzip zurück- fubrey lassen, sm_d: dre Bergstrich-Manier und die Horizontalen- Manter._ Ueber d1e_Berg_strtch-Manier wird in geschichtlich€r Hinsicht nnigetbnit, daß die W1ffenschaft dieselbe dem sächsischen Major Lehmann (17SH__1811), einem aus bescheidenen Verhältnissen hervor- gegangenen slmßzgrn Manne, verdankt. Die Lebmann'scbe Berg- zetchmzngs-Theorte beruht auf dsr Vorstellung, daß jeder Punkt des Terra11_1_s von semem_ Zenith aus, d, h. senkrecht von oben her erleuchtet wird; 11e bildet somrt ein Analogon zur orthographischcn Projektion. Ewe Vartatton der Lehmann'schen Bergstrichzeichnung bietet die sogenaynte Schummer-Manier, bei welcher die einer Flächezukommende S_cbatnrung nicht durch stärkere oder leichtere Striche, sondern durch emen mehr oder wen1_ger starken, allgemeinen arbenton angedrückt w1rd, sodaß, von Weitem gesehen, derselbe plastische Eindruck wir bei den Bergstrtckyen erz1elt wird; da eine auch nur annähernd richtige L_Zeurtbeckung de_r Böschungsgrade steh auf diese Art schwer erzielen laßt, so_kann d1e Schymmer-Manier nur flüchtigen Z1veckc11 dienen. Im _nacbsien Abscbnttt behandelt der Verfasser die Horizontal- Mamer,_ welcbe schon 1771 bekannt, aber erst 111 den leßten Jabr- zebnten 111 Folge der von Papen'fchcxn Höhenscbicbtenkarte von Central- Europa (1857) mehr und mehr 111 Gebrauch kam und die Relief- Gesialtung der Erdoberfläche darstellt. Die darauf folgendeu Ab- schn1tte harzdeln von der Leébarkeibder Vergstriche und der Hori- zyntal-Mamer. Das Buchschließt nxtt einem Kapitel über die Orien- ttrung der Karte. Dasselbe wird fur Freunde der Kartographie und Touristen von großem Interesse sein. er Preis beträgt 1 :“
_Vondem„AllgemeinenPorträt-Katalog' 1311112181111, welcher zu Hanau in Luxz' Buchhandlung erscheint, ist Vor Kurzem das 3. Heft (Pr. 50 „Z) zur Außgabe gelangt. Dasselbe reicht von 2986_4512(„G1nsbeim“ bis „Le Brun“ und bringt, wie die voraus- gegangknep 2 Hefte, über die wir bei ihrem rscheinen berichtet haben, ein Verze1chn1ß von Schriften, welche Abbildungen von Porträts sder Wappctx 11911 Personen der verschiedensten Stände _ von Jürstrn und Furstmncn verschiedener Länder, Generälen, Staatßmannern, Gelehrten, Pbilosopben, Theologen. Dichtern (z. B. Goethe), Mustkcrn, Malern 11. s. w. _ enthalten.
_ Die Redaktion des .Deutscbcn Di tcrbcim“ 111 Dresden-Stricsenerläßtdc11111ächst wieder ibr alljä rlicbcs Preis- ausschrcibe11fiirpoetische Produktionen 1111dzwarscvtfie je 100 „16 fiir ein lvrtscbcs Gedicht, für eine Ballade und für cine Das Preiöricbter-Amt Verwalten: “arl artscb, Fclix Dabu, Ernst Eckstein, Julius Grosse, Gunther Malling und Paul Heinze, Herausgeber des „Deutschen Dickpterbeim“. _ Ach näixcrcn Bestiunnunycn, dercn gcnauestr Konnt- mß den Bewerbern an der Konkurrenz 1111er '
Nußbare Mineralien, von
_ aßlicb, werden in der dem- 11ächst erschemcndcn 1.5.11111uu1cr 1111111 8. Jahrgang ch .Dcutjchen Dichterbeim', welche auf Vcrlangcn gratis und franco von der Expe-
dition des „Deutschen Dichterheim“ 111 Dresden-Striesen zu beziehen ist, bekannt gegeben werden.
_ Das in London am 1. d. M. erschienene medizinische ach- blatt_ „Thx Lanxet“ nemzt den auf dem Wiesbadener Kongreß i? der Sektion fur Kltmatologte von Dr. Lender-Berlin gehaltenen Vor- trag: „ZyraPropbyla e der Malaria“ „an Witsch; bit of 611105111011 . _ Dieser ortra erscheint in Nr. 8 des „Tageblatts der 60. Versammlung Deutscher 'iaturforscber und Aerzte“ und wird außerdem _111 extensa von der nächsten Nummer der „Deutschen Kolomalze1tung“ gebracht werden.
Land- und Forstwirthsthaft.
Dte d1e§1abrige Baumwoll-Ernte Amerikas verspricht nch) der_„New-Yorker andelSzeitung" die größte 111 werden, welche d1e Verern1_gten StZaixn jemals produzirt haben, Man hält es für dqrchaus mcbt unmogltck), daß dieselbe 7? Millionen Ballen erreichen W1rd,_ Im Jahr 1885 wurde die Ernte mit 6x Miklionen Ballen 916 eine enor1_ne qngeseben, und die größte, die bisher dagewesen, war 1m_ Jahr 1883 m1_t nabezu_7 Millionen Bailkn zu verzeichnen. Ein Ruckbltck _ aus d1e Cntwrxkelung der amerikanischen Baumwoü- kultur zetgt, daß vor mcht ganz 100 Jahren (1111 Jahr 1791) 64 Ballen Baumwolle _aus den Vereinigten Staaten nach Eng- land gesendet wurden. Funfzehn Jahre später war der Export schon a11f_ 100000 BaÜen gesttegen. Im Jahre 1834 hatte die Kultivirung dteyes Artikels derart zugenommen, daß die Ernte rund 1000000 Y_aÜcn betrug, u_nd unter dieses Quantum ist dieselbe seitdem in kmnem Jahr?; gesailcn (ailkrdings wurden die Ernten wäbrend der Jahre des BurZerkrteges mcht verzeichnet). Die größte Ernte, welcbe ]emals durch Sklavenarbeit erlangt wurde, war dikjenige des Jahres 1860 1111t 4669 770 Ballen.
Gewerbe und Handel.
Bei den Abrechnungsstellen der ReiÖSbank sind im Ssptember cr. 1117 293 400 «FQ abgerechn€t Worden, gegen t112__7 AZWV “FC 1111 August cr. und 938 770000 «16 im Sep- em er .
__ In der vierten GensraWerfammlung der „Vereinigung v_1_)n beaberwfortlaufender Conten und Theilungs- lager 111 Berltq“ vom 1. Oktober cr. wurde dem Vorstande für das letzte Rechnuyg§1abr Decharge erkbeilt, die voraksegten Statuten wurden genebrmgi und die Hrrn. L. P. Mitterdorfer zum Vorst enden, Alwill Bertram v. d. F. R. D. Warburg u. Co. und 111: _LLOP 111 der ; irma Barber u. Lron zum Vorstand ur1d als siand1ge K_ommis um der Vereinignng per Akkkamation wtedrr gewahit._ Dlese Vereinigung bes1 t für ihre Mitglieder 2111 etgenes _Scbrerbzimmer 11111 Königlichen Pa Hose mit Anschluß an die aUYmemz JerlnxyreÖverbXWUZgéh 5).s_§it§z_l_i_ed kann jede Firma werdsn, We ? zur .r e tgung zo am 1 er an 1111 111 am Köni 11 en Ick- de zu Bkrlin beschäftigt ist. g g ck P
__ Die „„Rheiniscb-Wesif. Ztg.“ berichtet vom rbeiniscb-west- fältscben Metqllmarxi: Auf dem rbeinischwestfälischen Eisen- ma_rkt [)at fich_ d1e _Geschastskonjunktur scii unserm letzten Wochen- ber1cht nur_wemq gegndert. Die uns zugebenden Nachrichten sprecbkn andauernd 1612 Beirredignng über dir jetzige Geschäftslage aus. Acn- derungen m der Nacbsrage oder in den Preisen smd kaum zu verzeich- ne11._ Anf drm schles1scbcn E1senmarkt findet nach den Berickyken der dorttgen_ Blatter Rdbeiien regelmäßig befriedigenden Absatz namentlich durch d1e m_1 _Verbaltmß zur vorgerückten Saison noch äußerst leb- ba_1te B_eschaftt_gung_ der Waichrfe. Die Lage der ausländischen E1sen111arkte _1st 1111 Verlauf der [Wien GeschäftSwocbe keine sonderkcb zuirtedenstellende geweson. In England ist das Roheisen- geschaft flau geworden Und dre Preise find zurückgegangen. Auch der Warra11tmarkt 111 Glasgow zeigt eine sübr matte Haltung und wcicbende Tendenz. Belgwn a[_le1n bebali_in seinem Eisenmarkt eine freundliche Pbyfiognomw und stetgende ?.)retye. während derfra11zößsch€ Markt noch 1m__11_1er unter dxrfe1be_11_FlaU)eit [11st wie 111 den letzten Monaien. Von großerer _chbt1gke1t 111 es j_ed0ch, daß auch der amerikanische Markt in letzter Zett 111Ürr g1w1zrden iyi; dic; von Amerika kommsndén Nachrichren babxn aucb _bere1ts (1111 das Gescbäst 111 Montanwertben vcrsrimmxnd ein- g§wtrk1._ BEL datxxunvcrkxnnbar bedcutcnden Einfluß, wclchkn das amerika- p1schxE1scngeschast 111111712 Lage der_dsuisckwn Eisenindustrie aué-Übt, 11'1 eZ mdemen gat, 1111) zu cr1n11crn, daß in Amerika in drr [831611 3211 die Wogen besoyders kw_ch gmgen. Die koloffalen Schienenbestsüungén batte11_lebbaite Nachfrage nach Robkiskn im Gefolge. und 6-5 11:13 dal's: noch 111cht_v1e[ bedeuicn, wenn von dorrbrr berichtet wird, da“": ::.3 Gejckxaxt cm siiÜcres gewordkn ist. WII ireziril die Lage das rkéinéiéo- westfal1schen Eisenmarkis anbelangt, so ist 111 Eisenerzén das 135;- schaft _em aqbaltcnd befriedigendes, d0ch ist 111 chte: 3211 dis NZZ"- frage 1111 Siegerlande etwas geringer gewesen; im Laretnburgiiékex :*“1 dagegen anhaltend_[ebb,afte Nachfrage bauplsäcbli-Ö 111711 Leuki-Ölaxk ber, und de_PreUe von Minette s111d 111 Frlgc dcffen 117164171.“ 651311;- gegangen. Furgerbsiete rotbcMineite wird 31-képerTonne 6653511. “Ort Import von spgmsÖchrzcn bat in [eytsrcr Zcit obeniaii-Z 5112.15 zugenommen. D1e Pr€11e find steigcnd. Für Robéiicn 171 die Haltung ebenfale ein? _ durchweg 11112. Die Produkxion *.*dn Ryb- ersen bqt aiicrdnzgs 1811 Bsginn dieses Jahres stetig zugrndmmcn. UÜMMÉUÖ ifi d1e_ Mebrproduktion im August cine 1111171 1111- bcdcutkndr; andercxniis baben jedoch die Lagcrbestände 6111211 N.";ck- (;_ang gkzcigt, so dax; d1e rer1ch1edentlichlautgewordenenkaürckagxn emsr _etwa austretenden Uebsrprdduktion cinstwsilcn Zech- fZUs kcmcn_ Grund haben. Derartige Bsiürcbtungen haben vor- laufig 1111110 weniger Grund, (115.21118 rückgängigc KcniukaUr dc?- Markics kaum zu erwarten ist, jcdcnfaUs aber 111 57111152 dcr 1th beßebendcn Vereinigungen nicbt Piößlick) eintrctsn kann. In Srie.111- e11e11 111 111 leßtestit die Nachfrage vom Jn- und Au§landcxcinc befricdigcnde gkwcwn und konnten die Notirungcn fest bebaUrxct Werden. Für Puddeleifcn find die Preise sowoöl im S_icaerlandc als auch in_Rbeinland-Wcstfalcn durchaus fekt. ch:1 d1e Nachfrag? strüénweiw für diese Sorte etwas wcnigc: lcbbai gcwc111_1 111,_1o bat dlks 1einen_©1und baudtsäcblicb darin, dat": Tic Abscbiuffe fur das _4. Ouart_al_d1c1cs Jahres mcist schon gctbäxigt'fixd. Es wtrd deshalb fur die nachste Zeit einc Preissteigcrung 1111831le- robc11e_11 auch wohl kaum zu erwarten sein. Bis dahin, wo dann die Hochöfen mit ihrer Produktion wieder auf di'n Markt treten, werdcn dqnn auch wdbl die Walzwerke mii ibrancftrcbungen durÖgcdrume 16111 und ent1),*_rechend Höhere _Säye erzielt baben. Dic Ndrimnßcn thcbcn für diese _Sorte sowie auch für Gießcrcirdbciscn, BaFMxr- ct1en und Thomasctsen von den in unserm 11111211 Bericht 1111111"- tbeiltcn nicht ab, wesbaib wir dieselben bier nicbt wiederbolkn. * “.:s Walzci1e11geschaft 111 (_111baltend rcge; die jetzigen reiki" “1:7d durchaus fest; da__ ]LdVÖ dta Rohmaterialien 111 chtkr 31111 in 11: Höbe_ gcgangen Und, ohne daß 1. B. dis StabciienrrsK dix"?! Aufwartsbewegung folgen konntcn, so find dieselben QUITÖZTTZZ weniger [obncnd als früher. Die Nachfrage vom FnLMK .*:r ist eine durchaus befriedigende, vom Auslande läßt diricidc 7.9.1.“ z:: wünschen übrig. Ju Grobblccbcn und KchikicÉM “:?“: das Geschäft ein befriedigendes. Es scheint ch dicker JKÖKMTIQTÖQ 111 der nächsten Zeit wiederum günstiger 1211111211 511 11.191131 TH.? 1111 Schlesien sind die Blechwalzwcrke sebr ie baff *.*-:?“Öäiriar. "?ck „71.7.7557- seittÉHen Konkurrenz ist dadurck; ein Ende gemacbr werdcn, d:??? d:».- “&ckin für rob- und Feinbkcche cbenfaU-I dcr gemeinsamW CMNHLYM «.'-:: dex Waizeisenverkauf in Vcrlin übertragen wurde. Daduwk “VMM. dic Pretse sofort um 2 „451 pro Tonne crb-th wcrden. “Dcr FUJI: dos neuen Branntweinsteucrgescßcs bat auf den 21311213 721.1 NWQÖV b_1_cchen daselbst günstig eingewirkr. Dic FÄUÖWÉMLMZF im Gicgerlqnde smd noch immer recht Rott bciäkäk'rigr, ***-.* Wx MLM s1ch_ n_1e1st cine Lieferfrist von 45-6 WRHM 3:1: AMILMZ db: Auftrage ausbedixgzen müssen. “2111 Gruudkrcis Mod IW-«DW .* vw Tonne ab Giegkn 11121111 und 63 1611111 11171121- » * 11:1 icytcrcn Preisen erfolgt icin. _ Ju Waizdrak: DT '7 . die