1887 / 237 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 10 Oct 1887 18:00:01 GMT) scan diff

lichen Reservefonds ermöglicht fich darnach. die Vertbetlun eme: Dividende von 37? 0/o. Das gesammte abnkbeamten- und rbeiter- personal incl. auswärtiger Monteurx befand am S_chiuß des Ge- schäftsjahres- aus 347 Köpfen und _zablt Hexen gegenWarttg 335. Die am 1. Oktober vorhandenen Auftrage beliefen sich auf ca. 120000 .“ (30000 „ji mehr als im Vorjahre). , .

_ Der Aufüchtörath der Westfaltscben Unron in Hamm hat, wie die „Köln. Ztg.“ meldet, beschlossen, der Hauptversammlung

eine lebba te. Für die Eisen- und Sta'h'lwaarezi-In'dusirie war namentlicbfdie zweite Hälfte, für die Textilindustrie dre Mitre des Jahres günstig. Die leßtere hai gegen Mitte des Berichtsjabxes durch die überraschend schnelle Preissteigerung dex Wolie einen 51013- licben Umschwung in ihrer lange Zett medergedruckten Lage erfahren. Der Unternehmungsgeist wurde wieder _belebt und es entstand eme starke Nachfrage zur Sicherung der Vorrathe, so daß sicb i_n, denvmei- sien Betrieben eine rührige Thätigkeit entfalten konnte, die freilich bei Be-

en ist, um so mehr isi es auch zu erkläre» i_venn eben :dte dna der Leiden der Landwirthschaft als die „nachste und drm- ndste Aufgabe der Reirthertretung" angesehen erd. AÜein bei säen diesen Bestrebungen darf nicht ubersehxn werden, daß gerade die Industrie gegennrirtig das AngriffSobjekt fur uzisere ManchesterlicbZn 1,1de das; selbst von sonst woblgemeinter Seite der Zeitpuxjkt fur lerymsmen erachtet wird, das System des Schußes der nationale'n LArbkik zu verbessern und kopfüber den Sprung m das Dunkel fret-

;zegangen. Die bis jeßt ' bekqnnten W a h l e r g e b n i s s e find

[ür die Reßierun 2Zünftrge. _ 9. O ober. ? „T. B.) Die Wahlen sind hier o ne Ruhestörung verlaufen. Die Regierungskandidaten tambulow, Stranski, Pochcw und Nidelkow sind KSWÜhlt tyorden. Nach Verküm digung des Wahlergebni es zog die Menge, begleitet von Mei

Vorschläge in der Armee jeden Handel ausschließen. General Caffarel wurde vom Riegs-Minißer einem stren en Verhör unterzogen und KMU?) diesem seine Schul , worauf der Minister die o ' angegebenen Maßregeln traf. Die Entwendung des MobilisirungSplanes durch Aubanel wird je t dem General Caffarel zugeschrieben. Der Leßtere wurde

1 84 zum BrigadE-Getieral und zum Chef des Generalstabs

vorban

_ Nachdem die FraFe, obvon Lieferungsverträ en, Sanin:

betreffend gewerb iche ProZuktJe inländi cher Produzenten der preußische andesstemxel von F/Z roz des „Werthes zu entrichten sei, vom andgericht tn öln vernemend beantwortet, und nachdem auch in weiter Ixistatxz von dem Ober-LandeSgericht in Köln der iskus mit seinem Verlan en abgewiesen war, hatte derselbe Revision

in Leipzig nachge u t. Durch urückweisung der Revision hat nunmehr, wie ie „Berl. ol. Nachr.“ mittheilen, auch das Neicthericht im Sinne der vorher chenden Urtheile entschieden: es. haben hiernach die inländi chen Produzenten für TranSßkiionen in selbsterzeup,ten Produkten nicht den preußischen Landessternpel von 1/3 Proz. des Werthes zu bezahlen.

_ Der Gesandte der Schweizerisében Eidgeno ensthaft am hiesigen Allerhöchsten Hofe, ])r. Roth, ist vom rlaube_ nach Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandt- schaft wieder übernommen.

„Bayern. München, 7. Oktober. (Allg. Ztg.) Der Prinz-Negent hgt dem Papst anläßlich seines Priester- ]ubiläums ein eigenhändiges Glückwunschschreiben zu When lassen. _ rinz Ludwig ist mit dem Prinzen

upprecht heute bend aus Baden-Baden hier angekommen.

_ 8. Oktober. (A. Z.) Der Justiz-Minister Freiherr von Leonrod hat heute dem Landtage einen Geseh- entwurf, betrFfend die der Pfändung nicht unter: worfenen Sa en und Forderungen, vorgelegt,welcher, wie aus den Motiven zu entnehmen ist, auf den Standpunkt der früheren Rechtsprechung unter der Herrschaft der ba erifchen Prozeßordnung von 1869 zurückkehrt, indem er im Anf luß an neuere Geseßgebungen (F. 1228 des bürgerlichen Geseßbuchs für das Königreich Sach en; Art. 294 Abs., 2, Art. 297 des Schweizer Bundeßgefeßes iiber das Obligationenrecht vom 14. Juni 1881) die der Pfändung nicht unterworfenenSachen von dem Recht des Vermiethers und Verpächters ausnimmt.

?; Writemberg. Friedrichshafen, 7. Oktober. (St.- A. f. W.) Der Großfürst und die Großfürstin Kon- stantin Konstantinowitsch von Rußland sind heute Abend zum Besuch Jhrßr Königlichen MaZestättzn hier angekommen und im Schloß abgestiegen. _ G eichzeiti rst, einer Einladung Ihrer Majestäten fol end, der Kaiserli russische Botschafter am Großbritannis en Hofe, Geheime Rath von Staal“, im hiesigen Schloß eingetroffen.

Baden. Karlsruhe, 8. Oktober. (Karlsr. Ztg.) Der Großherzog, reist Ynte Nacht über Freibnrg nach Neu- stadt um dort am onntag der Feier zur Einweihung der neueröauten, evangelischen Kirche anzuwohnen. Se. Königliche

oheit begiebt sich am Nachmittag von dort über Donau- echmgen nach Konstanz und Mainau und beabsichiigt am Montag dem landwirthschqftlichen (Haufest in Ueberlingen anzuwohnen. Am Dienstag gedenkt der Großherzog nach Baden- Baden zurückzukehren.

Metklmburg-Schwerin. Schwerin, 9. Oktober. Seit acht Tagen weilen die Großherzoglichen Herrschaften, welche die leZten Wochen in_ dem neuerbauten Jagdschloß Gelbensande ei Ribniß zubrachten, wieder zur Freude der Hauptstadt in der erftén Residenz des Landes. Auch der

erzo Jo hann Albrecht und Gemahlin , geborens ' rmzes in Elisabeth von Sachsen-Weimar, sind hier zum Besuch bei'Hofe anwesend.

Mecklenburg - Streliß. , Ne-ustreliß , 9. Oktober.

«.I-B.) Der Präfrdent des Land erichts, Kammer-

rr von Blücher, 1st heute früh in olge eines Schlag- anfaÜs gestorben.

Sathsen-Coburg-Gotha. Co b u rg _ 7. Oktober. (Mgdb.

Ztg.) Der Ausschuß des Sp eziaé- Landtages des

erzogthums Co bu r g ist auf den 11. Oktober hierher ein- berufen worden. *“

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Oesterreich -UUgarn. Wien, 8. Oktober. Die „Pol. Corr.“ meldet: „Nach einer qusP est zugehenden Mittheilung gilt es daselbst als wahrs einlich, daß dre Einberufung der Delegationen na Wien schon um den 26. d. M. mird erfolgen kbnnen-v Der gemeinsame Staats- voranschlgg Wird sich, der gleichen Mittheilung zufolge, „im Rahmen des diesjährigen Budgsts be- wegen. Eine größere Abweichung ergiebt sich nur aus der Anschaffung der Mannlicher-Gewe re, indem die Begleichung dieses Postens, so viel darüber ekannt ist, inner- halb emes kürzeren Zeitraums als eines zZehnkiährigen erfolgen sol]. Für den Fall, daß ein kleineres ali er an enommen werden FolXte, würde die Fertigsteüung der Gewlee selbst- verständlich eine VerÉgerung erleiden.“

_ 9.0ktober. ( „TV.) Der König von Griechen- land rst heute nach Gmunden abgereist. Der König von Serbien machte „heute dem Minister-Präsidenten Grafen Taaffe, emen Besuch.

Belgien. Brüssel, 8. Oktober, Schwurgerichtshof zu Brabant Moreau, welcherfan eklagt war, dur seine Reden zum Un: Fhorsam gegen die eseße, aufgefordert u haben, zu einer

efangnrßstrafe von 2 Jahren verurtZeilt.

Gro britanuietz und c“*“rland. London, 9. Oktober. (W. T. ,.) Nach einer Me dung aus Lowestoft woÜten die Sozialisten Nicoll und Hong ton aus Norwich heute daxelbst in xiner Versatnmlung nsprachen halten, wurden a er sammt „Yen Anhängern von einer etwa tausend Pßrfonen zahiendßn enge mit Sröcken angefaÜen und so mifßhandelt, daß sie unter polizeilichem Schuß nach dem Bahn- ho Jebrachi werden mußten. Vom Bahnhof "aus wurden FLY en Mittelst Extrazuges nach der nächsten Station ge- a .

(W. T. B.) Der at den Sozialisten-

Fraukreiiy. Paris, 7. Oktober. (M. A.Z.) Die Abendblätter bestätigen im Großen und Ganzen “den ge- meldeten Siandal, in welchen ein Senator, desen Namen man noch nicht kennt, un?) der General Ca farel, Sous- “Chef des Gonerakstabss im Kriegs-Ministermm, verwickelt smd. Dßr Le tere ist nach einer genauen Untersuehung, We1che- m slge eingelaufen'er Klagen vom Kris s- Mxnisker angeordnet worden war, feines Amts entho en und penßonißt worden. Man erlangte die Gewißheit, daß Ge-neräl Caffavek gegen Entlo nun seinen offiziellen Einfluß

Gunsten der Dekorations midi ten geltend machte, die

des 5. Armee-Corps rleans) ernannt, bis i 11 General Boulanger vor chs onaten zum Souschef es Großen l()Hkx'nßralftabzs ma te, in welcher SteÜung General Ferron ihn e re .

Der „Temps“ meldet: „Entgegen der Behauptung mehrerer fremden Blätter ist das Einvernehmen zwischen Frankreich und Spanien in Betreff der Eventuali- tx'iten, dieosich in Marokko zutragen könnten, ein volTftän- diges. DLE spanischen Truppen, welche im Nothfalle die Garnisonen von Ceuta und Melilla verstärken „sollen, lagern in San Fernando. Sie bestehen aus 3 Bataillonen Infanterie von je 300 Mann, 2 Schrbadronen Kavallerie von je 70 Mann und 6 Gebirgs-Batterien. Die Garnison von Ceuta umfaßt ein Regiment von 3 Bataillonen und 3„Straf-Compagnien, die von Melilla 1 Bataillon. Unserer- seits wurde keine Tru penbewegung auf der algerischen Grenze vorgenomm5n. Der ustand des Sultans von Marokko ist ein sehr ernster. Muley:Hassan ift aufgegeben.“

Dem „IUZ. Siécle“ wird aus Belfort gemeldet: „General Wolff , Ober-Vefehlkshaber des 7. Armee-Corps, ist benachrichtigt worden, daß ,die AuSrüstung des 7. Armee- Corps mit ,neuen Gewehren in der nächsten Woche bei der 14. Division, General de Négrier, be innen soll. Diese Umwandlung muß bei dem Eintritt der Re ruten beendigt sein, sodaß dieselben ihre militärische Unterweisung mit dem Lehel- waehr anfangen können.“_ Eine Note der A g e n c e H av a s Mit den Behauptungen des radikalen Ab .Bories entgrgen, denen zufolge die Fabrikation der Le el-Gewehre in der Waffenfabrik zu Tulle von 400 auf 60 täglich gesunken wäre, und schließt, ohne sich auf Einzelheiten einzulassen, mit der chrsicherung: in TUÜL, wie iiberall, strebe man nach wie vor bei der Herstkllung der neuen Waffe die Erreichung des Maximumés an.

„Paris“ schreibt über die Beilegung des Mada: askar-Handels: „In unserer gestrigen Darlegung des ?ranzöstW-madagasfischen ZwischenfalLS kündigten wir eine rgsche und befriedigende Lösung an. Gestern Abend nun er- hielt der Minister des Aeußern eine chiffrirte Depssche, wclche em kurz vorher an seinsn Kollegen von der Marine und den Kolonisn von dem Kommandanten des ,.D'Estaing“ abgesandtes offenes Telegramm bestätigt, das die Wiederaufnahme der Be- zirhungen meldete. Der Premier-Minister Madagaskars hat sick) den Einwänden des Hrn. Le Myre de Vilers gefügt. Er ließ unserm Genera1:N€sidenten anzeigen, daß er endgültig darauf ver- zichte, sich bei der Abfassung der Exequatur-Schreiben auf die Zusaßbriefe, des Vertrags vom 17. Dezember 1885 zu beziehen, deren Gültigkeit unsere Regierung nie anerkennen woÜte. Er seßte überdies rn. Le Myre de Bikers davon in Kenntniß, dgß alle den remden Konsuln au-Zgßstellten Akten iiber- drs Erlaubniß, ihr Amt anzutreten, eine Klausel enthalten werden, derzufolge alle politischen Angelegsnheiien, welche die Howas-Regiernn und die von den Konsuln vertretenen Mächie angehen, unßerem General-Residenten unterbreitet und von diesem entschieden werden. Unter solchen Umständen hißte Hr. Le Myre be Vilers wieder seine Fahne auf und trat wxebxr m Beziehungen zu“, dem Hose 'von, Emyrna. Der ' wnehenfaü ist demnach zu unserer?“ Genugthuung und ent- pre end unseren Rechten geschlossen, Dank der Energie und der ewandt eit unseres Vertreters in Tananariva.“

_ 8. ,ktober. ' (W. T. V.) Eine Mittheilung des Marine-Mtnisieriums bestätigt, daß das Panzerschiff „Courbet“ und der Kreuzer „d'Estrées“ Befehlerhalten haben, nach Marokko abzugehen.

_ 9. Oktober. ' (W. T. B.) Das „Journal des Débats“ meldet: die Rexlßerung habe in Folge mehrerer in den Departements al zu leichtfertig unter dem Verdacht der Spionage vorgsnommenen Ver- haftungen von Aquändern den Departements-

ehörden anempfohlen, bei der Anwendung des Spionage- Gsseßes künftig mit großer Umsicht zu Werke zu gehen und keinerlei Maßrrgelu zu ergreifen, die der freien Bewegung der Ausländer auf französischem Gebiet entgegen- stünden, es sei denn, daß sehr ernste Gründe für die Annahme einer Schuld der betreffenden Personen vorlägen.

,- 10. Oktober. (W. T. B.) Bei Gelegenheit der Ein: weihung ernßs Lyceums in Chartres hielt der Kriegs - Minister erron daselbst gestern Line Toastrede, in wel er er betonte, daß die tienen Gewehre eme weitere Vervollkommnung erfahren hätten und ihre Hersteüun keinecZwegs langsamer betrieben werde. Auf die Cg?farel'sche Angelegenhsit hindeu- tenh, sagte der Minister: „Erwarten Sie von mir mcht die? thygstr Schwäche gegenüber Verstößen gegen Ehre und

„1951 lm. Zeh nzerde um so schärfer vorgehen je höher

die chuldigen m der militärischen Hierar ie stehen. Aber die Vergshen eines Einzelnen beflecken die Ehre der Armee nicht; bewahren Sie derselben daher auch ferner Ihre Achtun .“ _ Nack) Meldungen der Morgenblätter liefern die getern bei dem General Caffarel beschlag- nahmten Papiere den Bewei-Z dafür, daß er sich für (Geld an em Ordenshandel betheili t hat. _10. Oktober. (W. T. B. Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Tajnger hat der Sultan von Marokko, dessen Befinden sick) gebessert hat, angeordnet, wegen der Ermordung des Kommandanten Schmidt eine Ent- schädigungsxunmre von 100000 Fr. zu zahlen. _ Das “Panzerschif „Courbet“ lst heute früh von Toulon nach Tanger abgegangen.

Italien. Rom, 10. Oktober. (W. T. B.) Die Er- fo'nung des Parlaments wird am 16. November statt- 11 en.

'Bul arien. Sofia, 8. Oktober. (W. T. B.) In einer heutigen ählerversammlung, an welcher ge en 300Per- Zonen theilnahmen, forderte Stambulow auf, ür die von er Re ierung aufgestellten Kandidaten zu stimmen. Die VerLammlung nahm darauf die Wahl der von Siam- bulow bezeichneten Kandidaten an.

- 9. Oktober. (W. T. B.) Nach den hier vorliegenden Meldungen haben bei den heute stattgehabten Wahlen in Vlewna und in den ländlichen Wahlbezirken von Orehovißa

]edoch außerhalb seines Ministeriums standen, da die

Stambulow erÉTelt 3000 Stimmen.

Militärmustkkapellen, na desm Hause Stambulow's und vor das alais des Prinzen Ferdinand. ZHankow ist in Rahowa ewä lt worden. _ Ruhekstörungen wer en auch aus Abzemjk abrowa und Orkar gemeldet. - 10., Oktober. (W. T. B.) Die „Agence Havas“ meldet: Die Mit [ieder der Opposition haben fich Zier an den Wahlen ni t betheiliFt; da außerdem die rer der Partei Nadoslawow am A end vor den Wahlen verhaftet m_aren, ,so erfolgte die Wahl der Regierungskandidaten hier mit Einstimmigkeit. Auch aus Aidos werden Nube- törungen gemeldet.

RuYand und Polen. St. Petersburg, 9. Oktober, (W. T. ..) Im März 5. I. hatten Bauern eines Dorfes im Kre1s e Inssar (Gouvernement Venia) in förmlicher Veréammlung die Ermordung des gutsherrlichen Ver- wa ters beschlossen und auch aUSgeführt. In Folge dessen wurden 30 Bauern dem KriegSgericht überwie en, welches 14 derselben wegen vorbedachten Mordes zum Tode durch den Strang und die Gemei11de:A“eltesten sowie den Dorfschulzen wegen äußerst fahrlässiger Amtsführung u Zuchthaus mit 31/2 resp. 3 Jahren verurtheilte. 14 Angek agte wurden frei-

gesprochen. OdesJska,'9. Oktober. (W. T. V.) Der russis e Bot- schafter elidow hat sich wieder auf seinen Voten nach

Konstantinopel begeben.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 8. Oktober. Dxr Chef des Kontrol- und Justirungsbureaus im Fmanzdepartement, Kanzlei:Nath L. A. Forßman, hat dezt Auftrag Erhalten, nach Berlin zu reisen, um sich dasslbst mrt dyn speziellen Maßnahmen zur Deuaturirung von Sprit und der Restitution der bezahlten Branntweinsteuer bekannt zu machen.

Amerika. New-York, 7. Oktober. (R. B.) Präsi:

dent Cleveland traf, begleitet von seiner Gemahlin, heute, von Milwaukee kommend, in Madis on, WiEconsin, ein. 9. Oktober. (W. T. B.) Die Sozialisten, welche gestern LM Meeting auf dem Union : Square abhalten wollten, wurdeu unterwegs von Anhängern Henry George's angegriffen. Die Polizei schritt ein und maxhte vori 1hren Stöcken Gebrauch, wobei etwa 50 Personen, theilZs Sozialisten, theils Anhänger Henry George's verwundet wur en.

Zeitungsstimmen.

Die „Deutsche volkairthschaftliche Correspon: denF“ schreibt Über Industrie und Landwirthschaft:

' m Politi1cben Leben gicbt cs Wahrheiten und Thatsachen, die mcbi oft genug betont werden können. Sie bilden im Kampfe der Meinungen die feste Grundlage für alle diejenigcn. welche in politisch u"nd wirthschaftltch interessanten Fragen und in Betreff der zu er- kampfcnden Ziele cinen verWandten Standpunkt einnehmen, dann und Wann in ihren Anschauungen über die Mittel zur Lösung dieser Fragen und zur Erreichung dieser Ziele auSeinander geben,- alTein immer und immer wieder durch die ovale Sorge um das gesammte Wohl, den em_einen Nu en“, Anknüpfungspunkte finden. Die „Deutsihe volSWtrtbscbaftli e Correspondenz“ stand und sieht den Vervegunaen des Parteilebens fern, sic erkennt ihre einzige und gc'wiß lyhncnde Ausgabedarin, die großen wirtbscbaftlichen Fragen obne Vor- emgenommcnbeit und lediglich mit ichtnahme auf die gesammten Reichs- und Staatsintereffcn zu Prüfen, )ierbei im gegebenen Falle vor auen extremen Velleitäten Einzelner zn warncn und etw.: Vorhandene Gegensäße durcb Beleuchinnß der vvrhandcnen gemeinsamen Gesichts- punkte zu mtldern. Wir smd bei dieser unserer Thätigkeit davon durchdrungczt und suchen unsere Ueberzeugung auch stets zu betonen, daß die Wtrihsthaftspolitik unlßeres großen Staatsmanns, gleich der- jenigen in äußeren Angelegen eiten, das große Zick verfolgt, das Deutsche Reick) zusammenzuhalten, es mit friedlichen Mitieln fest zu begründen, nachdem es durch blutige geschaffen ivorden ist. U:;d ganz insbesondere in wirthschaftlichen Fragen balken wir uns an jene Worte, Welche der Reichskanzler Fürst ViExnarck in der Sißung des prcnßi- schen Herrenhauses vom 15. Januar 1867 sprach: „Ein großer Staat regieri' sich nicht nach Parteianfichten; man muß die Gesammtheifdcr Parteien, die im Lande Vorhanden sind, in Abwägung bringen und aus dem Resultat dieser sick) eine Linie ziehen, der eine Regisrung folgen kann.“

Wir haben bereits zu wiederholten Malen darauf hingewiesen, daß als ein sehr glücklichks Resultat der neuen Aera die Erkenntniß von der Solidarität der Intereffen zwischen Stadt und Land, zwischen Industrie Und Landwirthscbaft, in immer Weitere Kreise gedrungen ist und die pordem porbandenen Gegensäße bereits erheblich abgescbwächt hat. DW Entwrckelung unserer wirthschaftlichcn Zustände hat eben nicht nur ergeben, das; die Befürchtungen, rvclche bei der Industrie der Landmirtbschaft gegenüber, bei der [esteren der Industrie gegenüber bc- standcn und hüben und dkÜbkL] Mißtrauen und Eifersucht erzeugten, ganz und gar ungerechtfertigt 1ind, sondern daß die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Faktoren unseres wirthschaftlichen Lebens (iets eine'grofze Anzahl gemeinsamer Interessen hervorruft. Die (Melch- gültrgicit, ja die zuweilen abgeneigte Ha_ltung, rve[che nur zn oft der Landwrrtbschaft entgegengebracht wurde, iii aÜmä-Slicb bei aÜen einsichtk' vollen Politikern in die gegentbeilige Ueberzéugung verkehrt jvorren, daß die feste und fruchtbare Grundlage des Reichs, seine Macht und Größe die Landwirthschaft bildet und daß je mehr der Wohlstand Hes Ackerbaues verfällt, auch der Wohlstand des ganzen Reichs in eme gefährliche Krise gsratben muß.

Als ein sicheres Zeichen dafür, daß die Bestrebungen der natio- nalen _Preffe, Welche eben fich unablässig bemüht, die zwischen Yer Landwirthschaft und Industrie bestehenden Beziehungen in das richtige Licht zu stellen und zwischen diejen beiden wichtigsten Faktoren uns??er Volkswirthschafi die der nationalen Wirthschaftspolitik unsererRegle- rung entsprechenden Grundsäye immer mehr zu befestigen, dl," Interessen des Gesammtwohls am besten dienen, mögen l? unausgesetzten Vorwürfe der freisinnigen und manchesierltchen Parisi gelten, welche nicht müde wird, an die Stelle der Har- mymx Mißtrauen _ und Verwirrung _zu séen, den bestehenden friedlichen Zustand m Kampf und gegemeitige 5 ?erfolgung xu verwan- deln. Die Industrie selbst, ivsofern sie überhaupt der Wohltbatkn fich bewußt wird, Welche die „nationale Wirthschaftspolitik', der Schuh der nationalen Arbeit in Verbindung mit der Kräftigung des beimi chen Marktes hervorgebracht hat, wird sick) der Ueberzeugung nicht verschließen, daß gerade durch den Verfall der Landwirtbsthixft ein gewaltiger Konsument geschwächt wird. Es liegt SMW viel Wahres in jener Behauptung, welche kürzlich von Seiter: des hervorragenden Organs der Landwirthe, der „KLU' servattven Correfpondenz' , aufgesteüt Wurde, daß der PMs“ rückggng und der Verminderte Absa in manchen ZWeigen unserer J!)“ dustrie auf die Nothlage der Landw rtbschaft zurückzuführen ist, und 18

und Kutlovu a Ruheétörungen stattgefunden. In den Üb ' en Theilen des andes eien die Wahlen durchaus ruhig WWW

intensiver die Erkenntmß yon der Vollberechtigung dieser Behauptung

- nicht

* erhält

- ri er Grundfä e zu wagen. Solchen gefährlichen Rvaihschlägerz MFTchrcbmuß die PrIffe auf der Hut sein und hte Tbatxgkett (111 «migen Organe, welche in objektivsier und parierlosester Weise die ewegungen unserer Wirthscbaftßpolitik verfoxgen, nxuß angesichts solcher Symptome als eine geradezu unentbehrliche bezeichnet werden. Leider ist die Erkenntnis; dieser Wahrheit bei unseren Industriellen hinlänglich genug verbreitet.

.. Ueber die innere Kolonisation (xn unserxn Ostzzmrken die „NorddeilitscYeZAFchxtmeme „Zeitung von * Aueneuen o ene u 121 :

eMenIZas gZßezunk? allFemJine Interesse, Welches die beimiscbeKultgr- aufgabe des Geseßes vom 26. April 1886 erregt bat,_ ließ mich „im Monat September 1). I. die Ausführung der KolomsatwnSarberten

ginn des lehren Quartals, als die „durch Speiulatiqn außergewöhrxlich hoch getriebenen Wollpreise zurück ingen, allseitig wreder eingeschrankt wurde. _ ' fenden Aufträge für einen erheblichen Theil unserer klemgewerbltchen Werkstätten, sowie für die jahr zu. ländischen Absa?) , ' _ ' _ und Stahl erfu ren hierbei auch eine „Preissteigerung, wogegen die gedrückten Preise der fertigen Waare uber ihren " nicbt binauskamcn. Immerhin karxn das Jahr 1886 fur ynseren Be- zirk nicht als ein ungünstiges bezeichnet, werden, und wrr glauben, wenn uns der Friede erhalten bleibt, mri Zyverfichi rind „Vertrauen für die weitere Entwickelung unserer gewerbl:chen Arbeit in dre Zu- kunft sehen zu dürfen.

In der Eisen- und Stab waarenindustriexnabmen die einlau-

Werke der Großindustrie „gegexi das Vor- Diese Zunahme ist für den inländischen, wie „fur „den crus- festqesteüt worden. Die Rohmaterialien tn Eisen

bisherigen Stand

rt und Stelle in Augenschein nehmen. . ' an OBei der Größe der Aufgabe und der Schwuzrtgkeit der thrckp führung im Einzelnen Waren für 1887 ,nur drei größere_ (Huter, Slonskowo und KOmorowo in der Provinz Posen,“ Dollmck nebst Paruschke in Westpreußen unter Zugrundelßgung der ©Lsichtspunkte: 1) Sicherung des anfgewemdeten staatlichen Kapitals,

2) Wohl und Gedeihen der Kolonisten, Zokgendes: Zur Gebäudesteuer waren an

und 3) Verstärkung und Ausbreitung des deutschen Wesens an den Oskmarkcn ' ' gewiffermaßrn zu Versuchsstationen außerseben und m Angriff en. , , geWXL? Aufgabe ist mit großer Sachkenntniß _und Intelltgxnz em- geleitet, mit Sicherheit ausgeführt und ohne Harte gegen die Polen

. 1“, ' m VoUzng geseß BLW??? bai sein Bcfißthum entweder freihändig

Der Polnische ' " n die AnsiedelUngskommisfion verkauft, um seine Vermogcns-

(: . . . äliniffe besser zu arrangtren, oder „dasselnbe ist tm Weg? der ;;?Zwendigen Zwangsversteigerung in die Hande der Kommission t. ' gelankgKacb Uebernahme durch den Fiskus hat sodannrme genaue Ver- messung des Ganzen und sprziekl dcr cmzZ-„lnen Stedlerstcklxn statt- gefunden. Die AUslegung der leßtercn ist m Großebon 11-30118. untcr Beachtung der natürlichrn Grenzen und BodenVerhaltmffe ech, _ ' Iestk)Kleinrrcr Kolonistenbesiß ist nur qusnahtysweise errichtet,Wordexi, weil derselbe c-inc'rseits weniger prästattonsfght ist, andeqrersertH durch den Aufbau der nöihigrn Wobn- und Wirt schqft§gebaude eine 3,11 Ackervertheuerung zur Folge hat, auch tm Laufe der Zett von selbst entstehen wird. Diese festbegrenzten Bauernixellen firzd nach ihrer Bodengiite resp. ihrem Ertragswertb emzzln fur sich 'in der Art eingkschäßt, daß der Gesammtwerth dre Hohe Yes siaailtch verauslagten Kapitals für den Ankauf'des Gutes nicht uberschrettet, somit dem Kolonisxersts zum Einkaufspreise unter Dotation cmes Schul= li ements über (1 en. . ' Wb Frühere Kolonisationöversuche find bekanntlich daran gescheitert, daß der einzelne Ansiedler, nacbdem" er seine Anzahlung gxletstZt, 'auf seiner kak)[cn Scholle sich selbst chrlaffen blieb. Seine ubrigen Vaarmittél verschwanden unter den Uebergabekosten, den von Tag und Stunde laufenden Zinsen, Steusrn Und Konnxmnallaste'n, sowie dem Ankauf von LebLUSmitteln und „Futter fur seine Familie rind Viel) während der Kolonisationsperwde. Die Baixlast druckte ibn voÜends darnieder, derm, wie technifil) festgesteth, tft zum Aqsbau eines massiven, mittelgroßen Kolomstenhauses von 13 111 Lange, 9,50 m Breite und 2,7515 Höhe an Brand-, Litftn Dach- und Frid- sicinen, an Holzwerk, Grand, Lehm unix Kalk ein, Mgtertakixngewwht von 5-6000 Ctr. nöthig. Diese, GeWtchtsmczffe 11) vrelxn Faiien aus meilenweitcn Entfernungen berberzuschczffefn, uberstteg dre Krafte des einzelnen Siedlers, und so war es_erklarltch, Yaß Manxher, mochte er sonst auch noch so tüchtig sein, bet der Ausfuhrung seines Baues zu unde in. ' . ' Gr Diesgen gUmsicmd erwägend,_ bat Hie AnfiedelungßkommÜswn m Weiser Fiitsorge gehandelt und 1ich gleichsam Pflegepfltchten auferlegt. Die (Gespanne des noch fortbestehenhen alten Gesammtgutrß schafften die Ziegel- und Holzmaffen bon Ziegeleien und ngiahosen heran, ernteten und pfliigten für den Ankörnmlrng," der mti seinem eigenen Gespanne demnach nur die notbwcndt en," rzaberen Baufubren auszy- führen hatte und diese nun recht gut, ewaltrgen konnte. So sind in emeinsamer Arbeit in der kurzen Zeit Von ca. 2 Monatezi z. B. m omorowo allein 13 neue Gebäude resp. Gehöfte mit massiven Wohnhäusern und Wirthschaft§gebäuden m Rohbau .und Volleydung entstanden. Mik Freude ficht der deutsche Bauer xe t, auf sein ge- schaffenes Heim, an dem er nebst Frau und Kind gear 211761 hat. . Er hat nun “den Stützpunkt gewonnen, von Welchem aus, er seine weitere Kulturarbeit beginnen kann. Auch versteht er, die „Wohltha'i zu würdigrn, daß'k-ihm noch drei Weitere Fretxahre bletben,*s1ch vollstandig häuslich einzurichten und sein Befißthum rentabel zu machen, bevor er das verica Imäßige Kaufgcld 111153170 dem Staate perzinst. ' Ebenso eruhiaend wirkt auf ihn dgs Brnmßtsem, Haß tn Utz- verschu1deten Nothfällen ihm außérdem ein kleineres siaailrchks, mit 4% verzinsliches ZOarlehn zu Gebot steht und er iomtt dem Wucher nicbt anheim aÜcn ann. . Mit Sftolz nennt er sich, wie ich es gehört hab?, cht zum Unter- schied von anderen Genossen: „Königsbauer', und offers erklang der drastische AuBruf: „wenn Will Hier nicht fertig Werden konnén, Stockprüge “. . , ' , ' Jn eincr ebenso stilien und geräuschloseri Weise vollziehi sich'dte Ausbreitung des germanischen Wesens. _ Eine Bande lechsbaartger Kinder mit blauen Augen, rothen Wanaen, lachenden Genrhtern mid reinlichen Anzügen treibt sich in'den eraßen umher, wahr?» die dunkelbaarigen Sprossen des slthsche_n Stammes verWuanert „re An- kömmlinge anstarren. Wo früher ke'm deutscher Laut extonte und" nur der tiefe „9365111 (13. nog“ eine verbissen? UnterWurfiZkext gegen Hoher- stebenke oder Beficrsituirte markirte, 1111191" ein frohlrcher; „Guter! Morgen“, das helle .Mi“ und .Hott“_ verdrangt dqs dumpfeNotIab Und „20pp8r“. Herzlick) und bieder reichensicb der emgewanderte Sohn Tbüringens mit dem Neumärker, der Schlesier mti dem Pommer, der Uckermärker mit dem Niederunger vom fernen Merrielstrom, die ände zu gemeinsamen Arbeitsmarken, schbst der anfassige polnische aner bleibi nicht zurück, sucht sein Bxsckyen Deutsch heryyr, stellt steiwiuig seine Gespannfuhren zur _Hkrbeischaffun des Baumaterials, und er, der sein ganzes Leben in seiner elenden Le mkgthe gebaust hat und nun die stolzen Häuser mit d_en' blatzen Zte eldachern 92th be- kommt auch noch Baulusi. „BraUcbtsku 1ch Etz helfen, chs «Fahr bauen, Ihr nächstes Jahr mir helfen.“ „Ja! _]a! Yratscwsku, „soll Kk1cheben“, tönt es lachend von deutscher Seite zuruck. So reichen M) im praktischen Leben der Pole und deutsche Ethqnberer die „ände; _ traurig aber wahr, da nur zu oft'dte Partetlerdenschaft el"zelner Heißsporne dieses schöne and zu „zerreißüxn sucht. ' Er ist nicht zur Wahrheit gewordßn, xener usspruck) emeY Ab- geordneten, der in einer der Frixqubrssißun en des Lgndtages offent- lich äUßerte, die Kolonisation set em todtge orencs Kind. . , Man komme und sehe, Welches rege Lebey imd Treiben dieses todtgesagte Kind entwickelt und wie rasch und krafttg es Wachst!

_ Die Handelskammer für den KreiH Lennep bemerki, wie wir der „Norddeutschen Allgemeinen ZUTUUH FZYehmen, im allgemeinen Theil ihres Jahresberichts fur

Das BerichtEjahr hat uns, im Allgemeinen genommen, einen

starke

verdienen wir

die Jahre 1883_1886 entnehmen wir über die S t e u e r n

Statistische Narbrickjten.

Dem Verwaltungsbericht? des Magistrats von Breölau fur Breslaus ZGWWZÜCFU 112sz. ?anlicls- eiten ohne die seit dem 1. April 188 nezier an ener) au grun - stücke) r(seranlagt: 1883/84 6191 Grundstüxke mri 23369 425 «14 Gebaude- steuer-Nu ungSWerib und 19 793 Gebauden, 1884/85 6237 Gr. : 26 638 50 „M, 20 008 Baul., 1885/86 6296 (Gr. = 26 549 275 „Fé- (die Abnahme ist veranlaßt durch die Verstaatlichung dreier Privat: EisenbabngeseÜsÖaften, deren Gebäude von der Steuer befreit Wurden), 20 774 Baul. ,

Zur Gewerbesteuer Waren Veranlagt 12 804 Gewerbetreibende mxt 575962 «14 bezw. 12 983 = 578 030,50 „44. und 13 182 = 585 704,75 916 Die jäbrliche Vermehrung betrua 273 = 8492 «M, 179 = 206850 „44 und 199 := 7674,25 „ji: An Wanderlagerxieuer wurden Veremnahmt 100 be w. 50 und 400 „M ZZr Klaffensteuer waren pro 1884/85 veranlagt 211,91sPer- sonen (ohne 45 377 in Stufe 1 und 2) Mit 32 152 950.44 (mtt Stufe 1 und 2) 60 713 730 «„Einkommexr und 562485 „44, Steuer; zur Einkommensteuer 6620 Personen mrt__53 261 100 „46: Einkommen und 1 480 014 «ck Steuer, zu beiden Steuern 27 811 Personrn (ohne 74 188 mit Stufe 1 und 2 der Klaffensteuer) mxt 85 414 050 (113 974 830 „M Einkommen und 2042 499 (2 225 595)'„izl. Steuern. Pro 1886/8 Klaffensteuer 21758 (70 044) Personen Mit 33147 225 (62 695 905) „46 Einkommen und, 498 687 (686 973)_„M. Steuern, Einkommensteuer 6896 Personen mri _55 409 700 “i(- Emkomme_n ux1d 1540548544 Steuern; zusammen 28 654 (76940) Personen, 88 556 925 (118 105 605) „M Einkommen und 2039 235 (2 227 521) “.“ Steuern. Kommunal-Einkommensteuer maren 1883/84 77 355, 1884/85 77 745, 1885 86 78 478. ' . .

An Scj/ylachtsteuer gingen bruxw em: 1 113 035,74 „bezw. 1118 214,79, 1187 778,45 „kk, Wildsteuer 22 928,74 bezw. 37 485,78 und 44 389,91 „56, Biersteuer 59 793,49 bezw. 63 906,99 und 63 239,93 „is, Braumalzsteuerzusckylag 153 641,12 bezw. 161425,91

182 7208 „M _ _ und 0 für öffentliche Lustbarkelten ergabcn 65265400

Dix; JYFgabZnW 938 a“!

be w. 6 ' un ' ' ,

z Die Staatssteuern ergaben _im Ist 3 630 773,20 bezw. 3697 142,26 und 3 812 943,36 „M, die Kommunalsteuern 4445 412,76 bezw. 4518 725,03 und 4655 016,75 914, zusammen 8076 185,96 bezw. 8215 867,29 und 8467 960,11 „54 Von den Steuern 1885/86 waren Realftcuern 18,30 0/0, Einkommensteuern 53,27 %, sonsitge Personalstruern 8,40 %, Konsumtionssieuern 20,03 [)/9, staatliche 45,03 0/0, kommunale 54,03 0/0. ' , .

Pro Kopf der Bevölkerung ergaben sich m den 3 Bertcht81ahren 27,95 „M bezw. 27,95 und 28,38 .“ Steuern, davon Staats- bezw. Kommunalsteuern 12,57-15,38 „jk bezw. 12,58-15,37 „44 und 12,78-15,60 «kü

Kunst, Wiffenschaft und Literatur.

Rede ur Enthüllung des Hebbel-Denkmccks tn Wesselburzen am 2.September1887. Von H. Krumzn. Kiel und Leipzig. Verlag Von Lipfius u. Tischer. 1888. Der Rem- ertrag fiicßt der Hebbel-Stiftung zu. _ Die vorstehende Festrede enthält eine zwar nur kurze, aber doch „treffetide uni) zugleich auch durchaus unparteiische, die Vorzügx wie die Mangel nicht verhuklende Charakteristik Hebbel's als Schriftsteiler unp als Mensch, xvelche auf eingehendstem Studium seiner Werke sowie génauernKenytmß der einschlägigen, schon jetzt nicht unbedeutenden Literatur rxber ihn fußt. Es dürfte daher diese Festrede aUen Denen, ryelcbe mrt Hebbel und seinen Werken schon näher bekannt find, wiükommen sem. AÜen

b , wl e ebbel noch nicht kennen, obwohl er einer der 68575555 8171er ZMS?! ist, welche „auf das klassische Zetialtex unserxr Literatur geiokgi find, empfehlen wrr, besonders Emrl Kuh 5 Biographie Friedr. Hebbel's einzusehen.

Gewerbe und Handel.

A 1. Oktober d. I. sind dem Bankbause Glyn Miki? & Co. in LonFn folgende Noten der Bank of England gestohlen word1t0:Noten zu 100 „€ Nr.“ 38 845 bis 38 854 einschließlich, datirt

. “[ 1887, ' ' ' ' vom 111591257811 zu 50 56 Nr. 81407 bis 81416 einschließlich, dattrt . " 1887, ' , , . . v011131060 YYY zu 5 :6 Nr. 90 701 bis 91 000 einschließlich, datirt ' 1887, , ' ' WMF; 1861919511 zu 5 :S Nr. 61251 bis 61350 einschließlich, ' 24. Mai 1887. danerIxmeine Nachricht, Welche Ergreifung und Ueberfahrun des Diebes oder der Diebe und zur Wiedererlangung der gedachtetz oten führt, ist eine Belohnung in Höhe von 300 Pfd. Star!. beziehungs- weise in Höhe eines nach Verhaltmß des Betrages der Wiedererlangten Noten bemessenen Theils dieser Summe außgeseßt worden. Für den Fal], daß die bezeichneten Numuxern m dezr Verxebr ebracht werden sollten, empfiehlt es fich, der nachsten Poltzetbehorde Diittheilung davon zu machen. Sch [th F B . Akt“ _ D m Au "1 tSratb der u ei ' * raueret- ten- esellsche8ft wft'che Seitens der Direktion der Yechyungöabschluß ?ür das am 31. August cr. zu Ende gegangene Geschaftsxahr yorgelzegt. Derselbe konstatirt einen Reingewinn„1belcher neben den ubbchezt Ub- schreibungen die Vertheilung einer Dimdende von 14% Me fur das Vorjahr gestattet. AkßindemcntTprchbxxikZerj chrschlag wird der General- [ d r tionäre un er ret e ver en. ' versaé-MÖM Öeschäftsbericht der Schsi chen Stickmcxschineti- fabrik zu Kappel über das (Geschaftsja r yom 1. Juli 1886 bis 30. Juni 1887 entnehmen wir Folgendes: Die Er ebmffe „des (Ye- scbäftsjahres 1886/87 sind hinter derxen des Vorxa res wett zuruck- geblieben. Der Umsa im GeschaftSjahre 1886/87 betrug [ 1) Stickmaschinen nebst " 1158555223184 „44 (474 616.46 wentgker a s im Vorjahre), 2) Werkzeugmaickpmen,Damvfxnaschinexi xc. 319 425 „M 28 803 „ck mehr) . 3) Strich, und Wirkmqschmen 40 889 „M 22 959 «M mehr), 4) diverse Maschinen, Theile :e.

766 1345 „45 Weniger). Mithiy Gescxmmtumsay 601267 ck d.(i. 424198,94 „jk weniger als im Vorjahre, mrt einem Robgewinn, Welcher zuzüglich 258 „44 Uebertrag vom vorigen Jahre 90 609 „54 beträgt und nach Abzug der m gewohnterzWeise bemessenen Abschreibungen im Betrage von 37 485 .“ einen Netto-

o Yaüertauer 70-100 „44, WürttemberZer 70_110 „;ck,

in.

die Vertheilung einer Dividendx You 10 % (Legen'HU/o 1885/86 in Vorschlag zu bringen, wobei reichliche Abschret

ungen vorgesehen d.

Nürnberg, ktober. (Hopfenmarktbertcbt von

Leo old Held.) Bei einer Zufuhr von 250 Ballxn Markthopfen und ca p600 Säcken Bahnabladungen begann das heutige Geschaft m luft- loser Stimmung. infolge dessen das , keine merkliche Einbuße. Marktwaare koxtrxte man uxn xmige Mark billiger bekommen und auch die Mittelqualiiaten all'er ubrigen Sorten, dagegen behauptet feine Waare forigeseßt _1hre Preise.

War in Anbetracht der Hauptsaison u'no der großen . geringer. Fiir Export Wurden etmge kxeme Postchen_ Marktbopfen m den 40 genommen. Die Lagerbestände m den Kommrsfioxislagern sind beträchtlich und bieten gute Auswahl. Die Tendenz ist ruh! und

Es kamen wenig Käufer zu Markt und war

Angebot ein großes, troßdem erlitten die Preise

Der Verkehr Vorrätbe n

rei e wankend. Notirungen: Gebirgshopfen 75-85 „M, arkt- 1)an séa 68-72 „xz. do. mittel 55-57 „44, do. germ 44-50 „ki, adtsche 70-

110 „M., Elsässer 65-85 sik, Posener 0-110 „44, Wollnzacher 105-

125 „46 Glas ow, 8. Oktober. W. T. B.) Roheiseng in den Stores Lelaufen fich (ruf 919632 Tons SF:: 824 909 Tons im inZen Jahre. LFabbl der im Betrieb befindi

o öfen 83 egen un vorigen a re. , H chSt. PeHersburg, 10.0ktober. (M.TV.) “Laux Ctrkular- Erlaß des Zo1l-Departements vom 7. Oktober, ist dte Annahme der laufenden Coupons der 43% MetaÜ-Pfandbrxefe des Jegen- seitigen Bodenkreditvereins in Zahlung fur ZoÜgefalle ge- stattet. _ Was in ton, 9. Okkober. (W. T. B.) Das Sébaßamt bat gestertbi fTFr 11400 Doll. 40/0 und für 262 309 Doll. 4F9/o Obligationen angekauft. Die zum Ankauf chn Bonds von der Regierung festgeießte Periode ist Mit dem gestrigen nge ab- gelaufen; die Gesammtsumme der arzgekauften Bonds; rst urn 523 150 DM. binsteckr: defrn Bleage zurückgeblieben, Welchen die Regierung an- ukaufen 1 er oten aite. z New-York, 8. Oktober. (W. T. V.) DerWerthderinderver- gangenen Woche eingeführten Waaren betrug 8905 539 _Doll„ davon für Stoffe 2284130 Dol]. Der Werth der Einfuhr m der Vorwoche betrug 9009 830 Doll., davon fur Stoffe 2404 110 Doll.

Die Vorräthe von

Submissionen im Auslande.

Lieferung von 30 000 11,13; Kalisalp ete_r wird von,dem K önig- lick) schwedischen Zeug-Eiataußgeschrteben.Term1x1arn 7. No- vember in der Expedition des Zeugmetsters im Artillerrehof zu

Stockholm. Niederlande.

1) 17. Oktober, Mittags. Magistrat zu Amsterdam im

Rat aue: HF.). Éisenbesianbtbeile für die Brücke Nr. 229 Über den Zwanen-

burgwal an der Zwanenburger-Siraat nebst den zggehörigen Arbeiten; 1). Lieferung von rund 50 Tons Balken-Etsen fur die vorbe-

«' t B "ck. “MW “* käuflich für 1 Fl. bezw. 0,50 Fl- in der Skadi“

ru erw m m er am, 2) 19. Oktober. Nachmittags 1 Uhr. .Nederlaudjche Rbyn- spoorweg Maatscbavpy zu Utrecht. Lieferung in 4 Abrhetlungen von 1120 Stück Eichenholz zu Weickyen. . _ Bedingungen für 0,50 Fl. käufktchubeim Ingenieur van den Weg zu Utrecht. ' Spanten.

Nächstens: Militärwerrvaltung in Madrid. Lieferung von 30 000 Bettdecken. Näheres an Ort und SteÜe.

Verkehrs - Anstalten.

ambur 9. Oktober. (W.T. B.) Der Postdampsee ,WZland“ gder Hamburg-Amerikaniscßen Packetsahrx- Aktiengesellséhaft ist, von New-York kommeyd, beute frub m Piymouib, und der Postdampfer „Myrqvia' derselben Ge- seÜschaft, von Hamburg kommend, heute fruh in New - York em- getroffen. ' Trick, 9. Oktober. (W. T. B.) „Der_Lloyddampfer .Euierpse“ ist heute früh mit der ostindrsch-chmefischen Post aus Alexandria bier eingetroffen.

Berlin. 10. Oktober 1887.

Morgen, Dienstag den 11. d. M., fixidet K ö nig [ ich 6 f or ce : J ag 5 statt. R2ndez-vous: Mittags 1 Uhr am hach Plantagenhaus.

ar- orst-

Bernhard von Langenbeck “j".

In der „Berliner Klinischen Wochenschrift“ widmet heute Professor Dr. E. Sonnenburg dem verexmgten Wirklichen GG heimen Rath Dr. von Langenbeck emen Nachruf, welcher autet: , _

von Langenbeck hat eine lange und segenSreiYe akademrsche Laufbahn gehabt. Am 9. November 1810 zu oryeburg ge- boren, habilitirte er sich 1836 in Göttingen ais'Vribaidozent, kam 1842 nach Kiel als 13101". «(1qu der C irurgie. 1848 wurde er nach Berlin auf den durch Dieffenba 's Tod (1847) erledigten Lehrstuhl berufen. Hier wxrkte er ununterbrochen bis 1882. Er war mit Leib und Seele akademtscher L'ehrer. Sein Vortrag war angesucht und fesselnd. Vornehm mie sem Vortrag waren auch seine Kraykenvorftellungen. 'Es war Tradition in der Klinik, daß dieselben glatt verliefen und auch die Aeußerlichksiten seinem, Wesen und Vortrag eni- sprachen, eine oft nicht ganz leichte Aufgabe für [SMS, AI;- stenten. Klassisch waren seine Vorlesungen uber Akiur ie, ie wiederholt zu hören jeder bemüht'war. Als Langenbe 1848 nach Berlin kam, übernahm er em an Vettenza ( noch unbe- deutendes Institut. ES waren in demselben _, Betten für Kranke 1. Klasse, 9 für Kranke 11. Klasse zur Verfugung, ferner 12 Betten für unentgeltlich aufzrznehmexide Kranxe. Al§ xc SteÜung und Amt niederle te, zahlte _die chirurgische Klimk 189 Betten. Schwer und sam hattenim Anfang Lehrer und Schüler zu kämpfen, um am Krankenbett zu lehren und zu lxrnen, und obgleich auch in dieser Hinsicht bald Befferun eintrati so wurde die Arbeit doch nicht geringer, da 1118 ettenzah und das Material MUZ wuchs. Es ist staunxnswerth und ast unbegreiflich, wie angenbeck zu allem Zett fand. Vzm Früh 6 Uhr bis spät am Abend wgr xr rinunterbrochen thäv blieb dabei immer gleich liebenvaitrdig tm Anhören uud Rn geben, selbst wenn er noch so 21113 war. EmeÉxroße Anzgh. trefflicher Arbeiten, theils yon ihm selber, ther s auf seine Anregung von seinen zahlreichen Schülern heraUSgegeben, er-

Nkfschwun d s Geschäfts gebracht. Unsere Industrie war 'zum größten T eil ebeschäftigt und die Nachfrage nach unseren Artikeln

gewinn von 53124 „;ck ergiebt. Nach Abzug von 2656 .“ zum gesetz-

schienen im Laufe der Jahre. Erwähnt seien nur seine