1887 / 239 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 12 Oct 1887 18:00:01 GMT) scan diff

Baden. KarlSruhe, 10. Oktober. (Karlsr. tg.) Der Großherzo traf gestern Morgen 81/2 Uhr in euftgdt ' , wo in Hegemvart Höchstdesselben die neue evangelische Kirche geweiht wurde, und fuhr sodann zu Wagen nach Donaueschingen. Der Großherzog na m den „Weg über Löéfingen und wurde überall von en Gemeinden eftlich egrüßt. In Donaueschingen traf „Hö stderseibe o ühzeittg ein, daß Se. Königliche Hoheit öchstfeme Cou me, die Prinzessin Elise zu Fürstenberg, besuchen und bis zur Abfahrtszeit des Bahnzuges bei Ihrer DuxchlauYt verweilen konnte. Danach setzte der Groß erzog die Re: e nach Konstanz fort und traf Abends 8 . hr ML"?) 101"; Mainau ein. Heute fck?k 73/4 Uhr be ab sich S9. omg 1che Ho eit von dort mit dem ,ursschiff nacZ Ueberlingen zum Be uch des landwirthfchaftlichen Gaufestes. '

Brauns weig. Blankenburg, 10. Oktober. (Mgdb. Ztg.) Der , sowie der Herzog vonSa sen-Altenburg, derHerzog von Ani?alt und der Für t'von Schwarzbyrg:Nudol= Fadt'tra en heute behufs Theilnahme an den hiesigen Jagden

1er em.

Anhalt. Ballenstedt, 9. Okiober. (An . St.:?k.) DiehErbprinzess in ist heute von hier nach De au zuruck- geke rt.

Oefterreich-Un arn. Wien, 11“. Oktober. „(W. T. B.) Der Reichsratl) at heute seine Sißungen Wieder, aufge- nommen. _ Im 5 eordnetenhause legte die Re- gierung einen Ge eßentwurf vor, welcher den Schuß fremden Eigenthums gxgen Gcfahrdung durch Bergbau und die Ersaßleistung fiir Ver_g: schäden betrifft. Von dem Abg. Polak wurde eme Interpellation wegen einer Zucersieuervorlach, und von dem Abgeordneten Riegex eme solche an die Gesammtregierung wegen des die Mittelschulen betreffen- den Erlas s es eingebracht. _ Nach einem d_en_1 Abge-erneten-

aufe heute zugegangenen Schreiberi des Mimsier-Prasidenten rasen Taaffe wexden die Delegationen auf den 27. d. M. einberufen.??k, ***,“ _

Großbkitannien und Irland. London, 11. Oktober. (A. C.) Chamberlain reiste gestern, begleitet von _Jes )' e Collings, von Birmingham _nach Ulster ab, wo er, 111 den nächsten Tagen mehrere politische Reden kxalten_w1rd. _

Wie der Londoner Korrespondent der „Jrish'Tixnes“ m1t- Yeilt, hat Lord Salisbury den ge enwärt1g in Baden-

aden weilendenOber-Sekretär von xland, Balfour, ersucht, sich ungesäumt auf seinen Posten in Dublin zu bs- geben, um sich persönlich über die Lage d'es Ka'mpfes zwischen der Regierung und der Nationalliga zu informiren. ,

In der gestrigen Si ung des Dublmcr Stadtrczths beantragte der Alderman illon, das Verbot der Polizei, bei dem neulichen Prozeß gegen den Lordmayxor Schwert und Scepter im Gerichtssaal auf den Tisch zu _legen,

im britischen Parlament zur Sprache zu, bringen. Die Stadt (Dublin habe von König Heinrich 117. das Privilegium empfangen, daß Schwert und See ter stets vor dem Bürgermeister einhergetragen werden dür en, wohin sich die Stadtvertretung in Amtstracht begebe. Der Anita DiUon's wurde angenommen. _ ?n der Dubliner Ziotunda fand gestern eine Massenver amm- lung statt, in-welcher gegen die Prozesfirung desLord- mayors undW.O'Brien's Protest erhoben wuxde. Der Letztere erklärte: der Geist des irischen Volkes sei über aÜes Lbb erhaben. Sollte der Lordmayor in das Ktlmainham-Gefiingmß abgeführt werden, so würden Tausende an die Thür dys Ge- fängnisses klopfen und Einlaß begehren. _ Am Zusammenfluß des Suir und des Barron), zwischen Ballchk und Papage, wurde am Sonntag auf dem Wasser eme Versamm- lung der N atio nal-L ig a abgehalten. Hunderte von Booten bedeckten den Fluß. Schließlich wurde die übliche Resolution angenommen, welche 0110 ZwangSmaßregelu veruriheilt. _

Der Maharadscha von Mysoxe hat zu dem Reichs- instituts-Fonds 50000 Rupien beigesteuert.

Kur Aufsuchun deß britischen Kanonenboots „Wa 70“, welches an der Fahrt von Singapore nach Shanghai wahrscheinlich während eines Taifuns kiirzlich mit Mann und Maus untergegangen ist, sind mehrere Kriegsschiffe von Singapore aUSgeschickt warben. Man hält es immerhin nach für möglich, daß das Schiff an einer der Philippinen angelaufen sei, obwohl die Hoffnung nur gering ist. Die , Wasp“ hatte eine Bemannung von 73 Mann.

_ 11. Oktober. (W. T. B.) Dem „Reuter'schen Bureau“ wird aus Teheran gemeldet: Von der aus 16 Personen bestehenden Begleitung Eyub Khati's, welche nqch der Vertreibung aus dem afghanischen Gebiet nach verschiedenen Richtungen geflohen war, sind einige gefangen genommen worden, während andere sich den persischen Behörden stelltezi; acht von ihnen sind bis ]eßt noch nicht entdeckt. Der hier ein etroffene Bruder einer Frau Eyub Khan's, wxlcher sich in er Begleitung Eyub's be and, sich jedoch von seiner Frau trennte, erklärte: Eyub Khan leide an Wassermangel; er glaube, derselbe sei bereits in der Wüste umgekommen. Hier dagegen herrscht die Ansicht: Eyub Khan befinde sich n_och in einem Versteck auf persischem Gebiet. Bisher sei die Ex- pedition Eyub Khan's als volisiändig m1ßlu1éix§en anzusehen.

Simla (Indien), 10. Oktober. (R .) Der Vize- König hat an den 2 izam von Hyderabad ein in herz- lichem Tone abgefaßtes Schreiben „gerichtst, in welchem er seine Anerkennung für das edelmiithige und zeUgemäße An-

erbieten des Nizams ausspricht und hervorhebt, die Königin__

Victoria würdige es als einen neuen Beweis der Freund- schaft, daß der Nizam sick) erboten habe, zur Befestigung der Grenze einen Beitrag zu liefern, und noch weitere „Hülfe für den Fall der Noth ixi Aussicht gesielit habe.

W rankreich. Paris, 10. Oktober. (Fr. C.) Der Minister des uswärtigen, e'flourens, em fing heute die Herren Elena, Luzzatti imd Öranca, wel e m den leßten Tagen mit mehreren höheren französischen Beamten Unterredungen über li))en französisch-italienischen Handelsvertrag gehabt

alten. . Die Budgetkommifsion nahm heute Nachmittag die Dar'legungen des Kriegs-Ministers Fexron über sein außerordentliches Budget und die Fabri ation der neu en Gewehre entgegen. Die Auskünfte des Ministers sollen geheim gehalten werden.

ri nz A l b r ech t , Regent von Braunschweig, '

Der ehemali e Minister-Präsident Goblet hieli gestexn, wie aus seiner atersiadt Amiens gemeldet wird, eme politische Rede, in welcher er der Anstcht Julxs Ferr 's entgxgentrat, daß eine Auflöstzng der Karymer Ü.ch vielleiIt bald zur Nothwendigkeit gestalteri könnte; Er halt es fiir mößlich, in der eutigen Kammer npch eme NegxerungSmehrhext zu ilden unter er doppelten Bedingung, daß man auf_ & wisse Reformen, welche spaltend wrxken wurden, verzi, te und sich von dem Geist der Koterie und Zntrrxzue nicht länger beeinflussen laffe. Hr. Goblet ist uberzeugt, daß der Bruch mit der Rechten dem Wiederzusammen- tritt der Deputirten auf dem Fuße folgen iind einer falschen Lage ein Ziel se ext wexde. Er beglufck- wünscht die Republikaner dazu, rät 1 nen ?edock) zugleich, sich

egen die Rechte nicht schroff zu verha tey, yndern „alle'n Kon; ewativen, deren Uebertrilt zur Repxxblik em aufrichtiger sei, eine entgegenkommende Haltung zu zeigÉn. '

_ 11. Oktober. (W. T .) Die „Ygenße Havas“ veröffentlicht eine i r zugxgangene Mitthei- lung der russischen Bots aft, in welcher die dem Großfürsten Nikolaus Michailorvitsch zugeschriebenen, von diesem angeblich auf dem Schiff „U xuguay“ gesprochenen Worte formell dementirt und als eme burleske und phan- tastische Erfindung bezeichnet werden. ' .

In einem in den Blättern veröffentlichten Schreiben Wilson's legt derselbe die Beziehungen dar, in welchen er zu der FamilieLimouzin gestanden habe. Aus demselben geht hervor, daß Limouzin aus dem Departement Indre et Loire stammt, das von Wilson in der Kammex pertreten wird. Er, Wilson, habe sich im Jahre 1885 bei LUUgM Ge- legenheiten fiir Limouzin verwendst, jedoch ohne _Erfolg. Nach der Verheirathuna Limouzin's im Jahre 1886 sei Frau Limouzin auf ihren Wunsch von ihm empf_an en worden. Als er aber gesehen, daß dieselbe die Gelegenheii enutzt habe, von alien möglichen Dingen zu reden, habe er die Unterredung ab-

ebrochen._Wilson theilt ferner einen Brie 'mit, welchen zxr päter empfangen habe, und in welchem Frau imoixzm auf.em Verleumdungskomplot gegen Wilson anspielt, mxi der Bitte, sto zu besuchen, um das Komplot zu vereitein. Hierauf habe er, Wilson, gar nicht geantwortet. Dies, seien alle auf sem Verhältniß zur Familie Limouzin bezüglxchen Th„atsachen,.

Wie der „Temps“ meldet, hat heute Nachmittag 961 dem General d'Andlau eine Haussuchung ' stattgefundßn; der General, welcher gestern Abend, abgereist ist, hatte senze Rückkehr für heute Mittaxz in AU§s1ch1 gestellt, war aber bis 3 Uhr Nachmittags noch mcht wieder emaeiroffen. .

_ 12. Oktober. (W. T. B.) DLS „République francxaise“ sagt, daß unter den bei dem General Caffarel beschlagnahmten Papieren auch em Re: sumé des Mobilisirungsplans fiir das _17. Armee: Corps, so wie dasselbe vom „Figaro“ veröffentlicht, wurde, vorgefunden worden sei. In Folge der bei deni General d'Andlau vorgenommenen Haussuchung ser eine Anzahi verschiedener Schriftstücks, besoni'ers Agenden und Register beschlagnahmt worden, ' in denen der fiir den Handel mit OrdenSzetchen „gezahlten Summen Erwähnung gethan werde. Das Gericht habe darauf die Verhaftung d'Andlau's angeordnet; derfe1be sei aber nicht in seine Wohnung zurückgekehrt. Der „Gaulots“ sagt: d'Andlau habe sich nach Brüssel begeben. ,

Das „Journal des Déhats“ erklärt: Frankreich strebe keineswegs nach einer Besißnabme Marokkos; da aber die Mächt4 KriegssÉiffe Pack) Tanger entseydetezi, so müßten Frankreich und Spanien, die 0110111 em direktes und bestimmtes Interesse an Marokko hätten, sick) miteinaiider verständigen, um zu verhindern, daß Marokko 2111 zweites Bulgarien werde.

Rumänien. Bukarest, 12. Oktober (215. _T. V.) Der König verließ heute Schloß Pelesck) m S1na1a, um den Manövern bei Slatina beizuwohnen.

Bulgarien. Sofia, 11. Oktober. (W. T. B.) Wie der „Politischsn CorrespondenZ“ gemeldet mird, wurden nach den genauesten Feststellungen ei den _leßten Wahlen 258 Kandidaten der Regierungspartei gewä [t. Da mehrfach Doppelwahlen siattgefunpen laben und nach er Ver: fassung Nachwahlen nicht zulässig smd, 0 WWW in der nächsißn Sobranje etwa 20 Mandate unbeseßt sein. Unter dexi endgültig Gewählten befinden sich 27 Mitglieder der Oppositiqnsioartei. Aus 7 Bezirken fehlen die Wahlresultate noch. Bei den an: läßlick) der Wahlen stattgehabten Ruhestörungen wurden in Rahowißa 4 Personen getödtet, 9 verwundet, in Kudlowißa 14 getödtet und 9 verwundet und in Plewna 10 getödtet und 17 verwundet.

Dänemark. Kopenha en, 8. Oktober. (Köln. Ztg.) Die Königliche Landhaus alt=Gesellschaft hgt'te . im Frühjahr einen Ausschuß uiedergsseßt, um sich über diexemgen

rundsäße schlüssig zu machen, welche bei einer Rixform der Zollgeießgebung im Interesse der Landwrrißschafi geltend kiemacht werden sollten; dieser Ausf empfte lt1013t: auf 5 le auf Weizen, Roggen, Ger ie,“.Hafer, VU». und utter zu verzichten, dagegen solche einzuführen auf Mais, Reis, Kunsibutier, Käse, Eichorien, Buck)- weizen und Hopfen; ferner schlägt das betreffende Gut- achten eine starks Erhöhung Her Brennerexi-Abga'ben und des Weinzolls sowie Einfiihrung einer Bier- steuer vor.

Amerika. New-York, 20. September. Der, Zerfall des einst so mächtigen Arbeiterbundes „Ü,U1J]Zt8 „of 1.35 01'“ schreitet unaufhaltsqm vorwärts, uni) ferne, ganzliche Auflösung scheint niir noch eme Frage der Zeit. Die „N-Y. Handelsztg.“ berichtet dariiber: _ .

Unter den Mitgliedern herrschen Zwietracht sqwieUnzufrerrOert mit der gegenwärtigen Verwaltung, und der langjahrtge Großmeister oder, wie sein offizieller Titel, „(101101111 1103101“ 1270ka011“, Pow- derly, der einst der vollständige Abgoit der Arbeitsittter war, hat es verstanden, sich so unbeliebt zu machen, daß 'der größte Theil seiner früheren Anhänger Von ihm abgefallen ist. Die Aygeiegenbeiten des Ordens treiben einer Krisis entgegen. Auf der im nachsten Monat in Minneapolis, Minn., siatifindenden Konvention, der 1ng11t5 of 5050!“ Werden, wie es heißt, Powdxrly und die übrigen Miiglie'der der Generalexekuiive des Ordens „abgeießt und soll eine grundltckye Reorganisation des leßteren auf einer anz_ neuen Basis Vorgenofmmen werden. Diese Reorganisation wird eretts seit langerer Zeit von den Befürwortern der Bildung von Gewerksckoastsveremcn innerhalb des Ordens angestrebt. Dieses lehtere_Elemen,t zmier dcn Arbeits- ritiern ist es hauptsächlich, welches Mit der xeßtgen Administration des Ordens unzufrieden ist und auf deren Entfernung htnarbeiiet. Vornebmiich seit der im leßten Jahre in Clevelani), O., stattge- fundenen Generalvcrsammlung der „Fujabes“ hat sich unter den

_ Letzteren die Bewegung zu Gunsten der Bildung von Gewerkschafts-

vereinen bemerkbar gemacht, welcbe indexsewbei owdxrly und einem Theile der Mitglieder des Ordeys v0n vorn erxm au energische Oppofitjon gestoßen ist. Es ist klar:, daß viele der im Orden vertretenen Ge- werke und andere Arbeiterklassew wie z. B. die Schuhmacher Mit 200000 Mitgliedern und die Eisenbabn-Aq esteilien, welcbe so ar 250000Mitglieder zäblen, es zur Fbrderung 1 rer speziellen Intere en für besser halten, sich von den D'lktatZU v'on Leuten zu emanzipiren, welcbe nicht das richtige Verständmß fur„1k)re Angelegenxkxeit haben können, da sie eben in ganz anderen Geschaftsbranchxn beschaftigt find. Diese genannten und einige andexe beFonHers zahlreich, ini Orden ver. tretene Gewerkschaften sind es, bie fur eme Reorganisation desselben auf xiner ganz neuen Basis agitircn. d. b. fur eine Allianz der Ge. Werkscbaftsvereine des Laydes. Der Entwurf zu der gngestrebten Reorganisation fol] Seitens ihrer Befurworier bereits fertig- gestellt sein und alle Aussicht haben, auf der Kynvention in Minneapolis „angenommen zu wexden. Der Plan der Anhanger der GewerkschafiSvereine gebt dahin, die sogenannte"Gxneralexekutive des Ordens abzuschaffen, da dieselbe erstens em? bestandtge Bedryhung des Friedens innerhalb des Ordens sex und weil die Beamten ein viel zu ohes Salair bezögen. Nur das Amt, des „00110151 Uagter Workwan“ wollen die Gewerkschaftsveremler beibehalten wissen, dock) sol1en die Prärogaiive dieses Amts bedeuten? verkürzt Und die damit verknüpften Pflichtcn wesentlich geandert werden, Die Affairen jeder einzelnen im Orden v'eriretc'nen Aibeiterkla e und GeWerkschaft sollen durch aus den Reihen ihrer eigenen Mn. glieder zn erwäblende Beamte verwaltet, werdsen und der (30110511 Uaarsr Morkmau“ soll nur im Allgemeinen die Angelegen eiten des Ordens überwachen und dessen Interessen wahrnehmm. Wenn dieser Plan durchgingc, würde dem ganzen „System, auf welchem der Orden der „Knights of Labor“ aufgsbaut isi, der Todessioß verfaßt werden_ Das 11th auch Hr. Powderly sehr, gut ein, und uni den rden und sich selber zu salviren, Hat er seine Taktik gegen die GeWerkschafts. vereine geändert, und einen Kompromrß vorgxscblagen, durcb 1velchen er die Differenzen zwischen den einzelnen Faktlonen beilegxn zu können hofft. Hr. Powderly ist sogar so weit gegangen, zu_erklaren, daß er in Wirklichkeit niemals eix1_ Gegner der _Gewerkjcbaftsvereine ge- wesen sei. Ob dem Großmeister diese Schritte,' welche er angesichts der ihm und dem Orden drohenden Gefahr, sich zu thun aezwungen sieht, etwas nüßen werden, wird fick) erst auf der Generalvcrsammlung in Minneapolis zeigen. Den ZerfaU dcs Oxdens wexden troxz auer Bemühungen weder Hr. Powderiy, noch seine 'Anbangkr'auihalien können. Zu bedauern wäre es nzchi, wenn dre Organisation der „ÜUink-I 011513011“ in ihrer gegenwartigen Zysammsenscßung aufhörte zu existiren, denn für die geschäftliche und mdustrteUe Entwickelung des Landes ist der Orden stets ein Hemmschuh gean, wahrend er andcrerseits, wie die bestehende SPaYTUUJ M dk" NLlhxn sxmer Mit- glieder zeigt, für die Letzteren Von keinem Nutzen aew«1en ist. New-York, 8. Oktober. (A. C.) Der _Sekreiär der „Ritter der Arbeit“ hat der KOUV91111011 mMinnea: polis berichtet, daß die Anzahl der „Ritter“ sichwähre1iddes vergangenen Jahres von 729 677 'auf, 535 000 psrmmdert habe. Am 1. Juli warew 80000 Mitglieder Mit ihren Vei- trägen im Riickptande. Die Einnahmen des Jahres beliefen sich auf 388 731 Doki.

Asien. Afghanistan. (A. C.) Einsr Depesche des „Reuter'schen Bureaus“ aus Bombay, vom 10. Oktober, zu: folge meldet ein Telegramm aus Kabul, vom 2. d., daß Mahomed Ulla Khan, der Gouverneur von Panjs hir, in Folge seiner tyrannischen Behandlung der Bevölkerung ermordet worden sei.

Afrika. Egypten. Alexandria, 10. Oktober. (21.6) Berichte aus den Baumwolidistrikten melden, daß der durch die Wiirmer verursachte Schaden durch das [)LißL Wetter wieder gut gemacht worden ist. Die Baumwbllernte wird auf 3 MiÜionen Cantars geschätzt, und sol] in Bezug auf Qualität besser sein als die leßtjährigß. Der Nil xrregt, obgleich er fällt, noch immer Vesorgniß, ]edock) hat er in den Baumwollfeldern wenig Schaden angerichtet. _

'Marokko. Tanger,10.Oktober.IZ .B_.) Der hiesige französische Gesandte hat vom5. d. . datirte Nachrichten er alten, daß der GesundheitSJustand des Sultans etwas beliser ist. Die von eini en Zeitungsn gebrachte Meldung, daß der Sultan ichon im zreien gesehen. worden sei, [)“th jedoch nicht auf Wahrheit; _, Das spanische Panzerschi f „Casiilla“ ist von Cadiz hier eingetroffen.

Zeitungsftimmen.

Das „Berliner Fremdenblati“ schwibi:

Auf Grund“ einer Königlichcn Verordnung ist Mit dem 1. Okto- bkr das Poinischc als Unikrrichtsgegcnstand in den Volksschulen der Provinzen Westpreußen und Poscn aiifgcbobxn wordkxi.. Diese Maß- rkgel rccbtferiigt ich auf den ersten Blick fiir aÜc dicxeingen, wxlche die auf die Stär ung des Deut1cht5ums gertcbtxie P_0[ttik,11ntersiußm und der tveiicren Ausdehnung des polyischen Ctnfiustcs 6111le Damm entgcgengeseßt wissen wollen. von selbst, so daß es kaum Wax besyn- deren Begründung für dieselbe bedarf. Auf dez: anderen Seite wxrd aber die neue Sprachenordnunq von der polnischen und fast x19ch mehr von der deutschen ultramonianen Presse ' 'zu 91112! so leidenschaftlicbcn Agitation für ihre natiqnalen "und politischen Ziele ausgebeutet, daß es wobl aiigcmeffcn erscheineii Hurfte, auf die thai“ sächlichen Verhältnisse binznweiscn, welche zu. die10rAnordi11111Z gchrt Haben. Mit der neuen Spracbetwrdnung sind einfach diexc'ntgen „e- stimmunqen, Welche in Bezug aus das Polnische ais 'Untexr1chtsgegen: stand in Oppeln beficben. in Westpreußen und Poscn eingcxfubrtwordin, in Bezug auf den Gebrauck) des Polnischen ols.1]nt0rrichtsnititle[1m Religionsuntcrricbt ist dagcgen keine Aende'rung emg«treten. Die inch Polnisch redcnden Landestbcilen bisher in Geltunxi chesnenegi »e- siimmungen aus dem Jahre 1872 und 1873 hatten. bxzugitck) d??- Unierrichts in der polnischen Sprache, wie auch, Hinsichtliä) des Gebrauchs der polnischen Sprachc im Religionsunicxrricht 1)an ?mander abweichende Ordnungen getroffen. So wurde z. B. im Regißrungs- bezirk Oppclu polnischer Sprachunterricht, insbesondere Unterricht im polnischen Lesen und Schreiben, überbxmpt, nicht extbeilt. In dez

rovinz Westpreußen bestand der Unterricht im polnischkn Lesen un.

chreiben für die nicht deutschen Kinder" nur 'auf der Oberstufe,; der selbe konnte jedoch bei Schulen init uberwnxgend deutschen (Kind?? auf spezielje Anordnung der Regierung ganz fortfallcn. «511 des Provinz Posen dagegen war auf alien _Stufexn der Voiksschule ae Polnische als Unterrichtsge enstand fiir dix. Kinder "polnischer ZURI- geblieben, "ooch kynnte die 5 egierung rn geeigtietcn Failezi das (MJB?r tbeil bestimmen. In ähnlicher Weise stuft, sick) auch ,xeizt' noch r- Gebrauck) der polnischen Sprache bcimReliansunierrt'cbt m dM Vier schiedenen Provinzen ab: in Oppeln Wird dieser Unterricht nur 111 Fes Unterstufe in der polnischen Sprache unter Zubulfenahme „[ft. Deutschen, in der Mittelstufe .in deutscher Sprqche_untxr ZUHUcher nahme res Polnisckoen, in der Obersige ausschließlich in deuts der Sprache ertbeilt; in Westpreußen wird aui der Unierstufe Rciigionsunierricht für die Polyi1ch redenden Ktzider polnisch, mPol- Mittel- und Oberstufe deui1ch, unter thulfenahme des ol- nis en, ertheilt; in Posen wird er m allen Stufen ?niß nis eribeilt, 'edoch bei genügend vorhandener Kenn die des Deutschen ann mit (Genehmigzmg ,der Re iexunß urid deutsche Sprache beim Religionöunierricbt m der" xttel- schie- Oberstufe als Unterrichtsspracbe eingeführt werden. Fur die Wirkung dene Behandlung der Provinen und Beirke ,in prefer BMUW waren innere“Griinde nicbt vorZanden; es a„t bier vielmehr nur Berücksichtigung der historisch gegebenen Verhaltnisse obgewaliet

diese Verhäxtniffe haben sick) geändert." Nachdem im Jahre 1876 durcb das Gesc? uber die (Gescbastssvrache der Behörden, Beamten und poli- tischen Korperstbaftep des Staats die d_eutscbe Sprache als Amtssprache einaefübrt word_en isi, bedarf es auch für die Provinz Posen keines be- sonderen Unterrichts im'Polntschkn mebr, der gerechtfertigt war, solan e das Polnische bier unt dem Deutschen gleichberechtigte Amtsfpra e war. quu kommt, daß erade in den Bezirken, wo die polnische Sprache txn Unterricht grö ere Berücksichtigung erfährt, die Scbule weniger leistet. Die Versuchung, die für Posen erlassenen Bestim- mungey dazu zu benußkn,_ u_m überhaupt polnisch zu unterrichten, liegt fur beqiieme, unzuverlassige oder auch der polnischen Propaganda dienende_po[_msche Lehrer zu nabe, und damit_ ist denn auch eine wesentliche Beeintrachtigung d'er Erfoige in der deut1chen Sprache gegeben. So koMmt es, daß die Pxovmz Posen hierin wesentlich aegen Oppeln zurückstebt. Nicht nur «per Deutsche, sondern auchjeder Staatsbürger, ob deutscher oder" polnischer Nationalität, wird es für gerecht- fertit ansehen xnuffxn, daß der Staat solche Anordnungen trifft, welcße'das Verstandnis; und den Gebrauch der deutschen Sprache für alle seine 'Glieder gewährleisten, und daß er Einrichtungen beseitigt, welche die Erlernung derselben zu hindern oder zu vereiteln geeignci sind und welche von dem Polentöum nur allzu eifrig im eigenen Interesse verweribet Werden. Anklagen wie die, daß in" der neuen Sprachenordnung fiir die Polen eine „Unterdruciung dex Muttersprache“ zu erblicken sei, be- dürfen keiner Widerlegung; man kann fie aber Polnischen Blättern zugute halten. Wenn indeß ein deutsches Blatt, wie

die .Gerxnania", aus Anlaß der BiÜigung, welche die neue Sprachen- ordnung m der natiopaicn Presse gefunden hat, [sytere „deutschen Hocbmuihs', „chauvwisttschen Nationalismus“, „nationalen Schwin- dels“ be'scbuldigt, uni) wenn sie die Behandlung der Sachsen in Siebenburge'n durxi) die Magyaren und der Deutschsn in den russiscbcn Ostsee-Pxovniwn im Vergleich zu dsr Behandlung, die bei uns den éolen widerfahri, als geradezu bencidenswertk) binsiellt, so bekundet 1

e damit mir, „daß ihr „jedes (Gefühl für deutsche Ehre, jeder Sinn ür Gerechtigkeit und xedes Verständnis; fiir das Verhältniß der éolen zu Pre'ußen abbandm gekommen ist; die Sachsen in Sieben- ürgen uzid die Deutscbruffen sind loyale Uniertbanen, von denen dem Staat keine Gefahr droht; die Polen aber, welche den preußischen und den deutscheit Staat negiren, trsten fiir die Wiederherstellung des ehemalige'n Königrxicbs Polen ein, Dieien Bestrebungen entgegen- zutreien, ist patriotische Pflicht jedes Dentschen, und deshalb wird auch die neue Sprachenordnung, Welche nur ein Glied in der Kette der auf die Erstarkung des Deutschtbums gerichteten Politik ist, in aUen wirklich deutsch gifinnten Kreisen volle Billigung findenxi

_In der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ lesen Wir:

Von freihändleriscber Seiic wurde als Argument gegen unsere maßvolle Schutzzolipoliiik stets auch u. A. ein Rückgang unserer In- dustrie prophezeit, indem die Jndustrielien durch den Scbuizzoil in ihren Bemühungen, nach VarVOÜkommnnng ihrer Einrichtungsn zu streben, nachlassen wiirden. Gerade das Gegenihkil, wie es nicbt an- ders zu erwarien stand, ist aber bei unserer Eiscnindustrie nnd Baum- wollspinuerei, die beide fick) eines erhöhten Schutzzwils durch unsere Zollpolitik von 1879 zu erfrenen hcibcn, eingetreten, indem sie iroß der schlcchianciien, welche sie inzwischkn wie in allen anderen Ländern durchgemacht haben, in ihren maschineiien Einrichtungen hinter keinem Lande zurückgeblieben sind. Was wir indeß einzig und allein der gegenwärtigen Zollpolitik zu Verdanken Haben, isi die in den [213.th Jabren in steter Entwickelung begriffene einbeimisÖc BaumwoÜen- zwirnerei. Wir sehen hierbei ab von der Fabrikation Von Baum- woÜen-Sirickgarncn und -Näk)5wirnen, die, einias höher gcschützt, früher schon an der ersorguna dZs iniändischen Bedarfs einen größeren Antbeil aufzuweisen batten, iondern haben lediglich nur die Anfertigung von Doubles im Amme, die eine steigende Verrvendung in unserer Textilindustrie, namentlich auch zu Besaßariikeln, in der Barmer und säch7ischkn Besaßindustrie finden. Bis Vor wenigkn Jahren wurden disse unter dem Namen „Sewings“ bekannten Zwirne fast ausschließlich von England bezogen, und spielten in unseren Cinfubrlisten unter der Rubrik „Baumwollen- garn“ keine geringe Roile. Heute werden dieselben aber, Dank der Erhöhung der Eingangszölle, in sehr umfangreichem Maße in unserem rheinisch-ivesifälifcbexi, sächsischen und elsäsfischen Spinnereidistrikt an- Yfertigt, so daß die Zeit nicht fern sein düifte, wo der einheimische

,edars in den gröbercn Nummern für die gedachicn Industrien von unscren inländischen BaumwoÜspinncreien bezw. Zwirnerkien gedeckt wird, zumal die hiesigen Fabrikate in keiner Weise den englischen nach- stehen. Die dazu erforderlichen Maschinen müssen leider vorwiegend noch von England bezogen Werden; 1706) steht zu hoffen, daß unsere ein- heimischen M0schinenfabriken, wie sie sich auf dem Gkbikt der WoÜen- industrie seit langen Jahren eines guten Ruff! erfreuen und im rhei- nischen Industriegebiet cinkn solchen fiir die Hérsiellung von MLÖÜ- nischen Sammi- imd Seidenstübien, sowie den - sonstigen für diese Betriebe erforderlichen Hüifsmascbinen in ULULstkk Zcit crwvrben haben, i"1ch auch bald in einem größeren Maße für die Anfertigung von Spinn- und Zwirnmascbinen, Websiüblen 2c. für die Baum- wollenindnsirie interesfiren Werden, um unsere JUdUstkiL auch nach dieser Richtung bin vom Auslande unabhängig zu macken. Dazu bedarf „es nur sines guten Mutbes Seitens der einbx-imiscbcn Maschinen- fabrikantc'n, (1er auch der Unicrsiükung durch die Textilindustrieüen fklbsi, vcrbunden mit einer Vcrbcscrung unserer Patcntgcssßgebung.

Veröffentlichun en des Kaiserlichen Gesundheits- amts. Nr.'41. _ JnFyalt: Personalien. _ Gesundheitssiand. _ Volkskrankheiten in der Berichtswche. _ CHolcra-Nacbrichien. _ Sterbefälle in deutschen Städten von 40000 und mebr Einwohnern. _ Desgl. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankungen in Beiliner Krankenhäusern. _ DeSgl. in deutschen Stadt- und Land- bezirken. _ Grundwasskrsiand und Bodentemperaturen in Berlin und

- München August 1887. _ Fleckiypbus in den Regierungsbezirken

MarienWerdcr und Königsberg. _ Trichinenkraukksii in Hamburg. _ Sterblichkeit im Hamburgischen Staat 1886. _ Civilbeilanstalien Italiens 1884. _ Witterung. _Zeitweiliqe Maßrcgeln 2c. _ Thier- seuchen in der Schweiz im Mai und Juni 1887. _ Desgl. in Rumänien. _ Medizinalaesetzgebung 2c. (Preußen.) Genießbarkeif des Fleisches pcrlsücbtigrr Thieren _ (Reg.-Bez. Bromberg.) Unicr- sucknmg, des Schweineßeisches auf Trichinen. _ (Mecklenburg- Schwerm.) Hebeammen. _ (SckWarzburg-Sondershausen.) DeSgl. _ (Schwarzburg-Rudolstadt.) Ansteckende Krankheiten. _ (Frankreich.) Eingangszoli auf Traubenweine, Wermuibwein, Absinth und Kunst- buiter. _ (Uruguay.) Salicylbalttge Nahrungß- und Genußmittel. _ (Axgenimische Republik) Gesundheitsräthe. _ Rechtsprechung. (Reichs- gertcht.) Fleisch von Schweinen, ivelcbe mit Rothlauf behaftet waren.

*

Statistische Nachrichten.

Nach dem für den Monat August, 0. J. ausgegebenen Heft der „Statistik des Deutschen Reichs“ war die Ausfuhr von Fabrikaten der Textiltndustie in der Zeit vom 1. Januar bis Ende AUgust d. I. im Vergleich zu demselben Zeitraum des Vorjabres

folgende: 1887 1886 100 kg netto 110 371 95 902

13 177 9 363 79 820 74 811 25 452 22 030 45 664 38 416 189 631 183 235 43 861 41 052

5077376 464 809

Dichte Baumwollemvaaren . . . Undichte Baumwollenrvaaren, baum und Stickereien . . . . . . . . . aumonene Strumpf- und Posamentierwaarcn einenwaarcn auer Art . . . . . . . . . eiden- und Halbseidenwaaren qUenwaaren aller Art. . . . . leider, Leibwäsche und Pußwaaren. zusammen

woolleiie Spiyeri

Die Ausfuhr vpn abrikaien der Textilindustrie hat demnach bis

Ende August d. I. im ergleich zu demselben Zeitraum des Vorjahres um 43 167 Doppel-Ctr. zugenomnxen. . Dieser Ausfuhr steht eine Einfuhr von Fabrikaten der Textil- industrie in einer Gesammtmenge von nur 34 902 Doppel-Ctr. gegen- über, onon auf: dichte Baumwollenwaaren 4659, undichte Baum- wollenwaaren, baumwollene Spißen und Stickereien 3570, baum- wol_1ene Strumpf- und Posamentierwaaren 429, Leinenwaaren 10 685, Seiden- und Halbseidenwaaren 3172, Wollenwaaren 10 435 und Kleider, Leibwäsche undPUZivaaren 1952 Doppel-Ctr. treffen. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Einfuhr um 3233 Doppel-Ctr. ab- genommen.

_ Nack) er im „Justiz-Min.-Vl.“ veröffentlichten Hauptüber- sicbt der Geschafte der preußischen Landgerichte im Jahre 1886 Waren an diesen Gerichten an etaismäßigen Stslien: 92 Präfi- dxnten, 181 Direktoren, 856 Richter, 93 Rechnungsrevisoren, 397 Ge- richtsscbreiber (darunter 36 Dolmetscher), 136 etatsmäßige und 65 dtatarische 'GeriÖtssÖreibergebülfen (darunter 14 bezw. 2 Dolmetscher), 296 Kgnzitsien, 150 Kanzleidiäiare, 426 Gerichtsdi€ner und KasteÜane, 33 standige Hiilfsgericbtsdienkr. Bei den Staatsanwaliscbaften: 92 Erste „11110151 Staatsanwälte, 199'Sekretäre, 85 etatsmäßige und „41 diatarische Assistenten, 29 Kanzliftc-n, 15 Kanzleidiätare, 38 (Gerichtsdiener, 14 ständige Hülfsgerickytsdiener.

Yn Civilsachen sind im Jahre 1886 anhängig geworden: 1._Burgerltche Rechtsstreitigkeitcn in erster Instanz. 8.0.) Vor den (Civilkammern: 1) Gewöhnliche Prozeffe 57 785, 2) Urkundenprozess 10 825, darunter Wechselprozeffe 9278, 3) Arresie und einstweilige Verfiiguxigeri 5122, 4) Prozesse in Ebefachen 5764, und zrvar wegen: 3. Richtigkeit der Ehe 57, b. Ungültigkeit der Ehe 22, 0. Ehescheidung 56395 (1. Herstellung des ehelichen Lebens 46, 5 Prozesse in Ent- mgndrgungSsacHen 53. und zwar wegen: 0. 9 nfechtung des Ent- nmndigu11gsbeschluffes 28, b. Wiederaufhebung der Entmündigung 25. bb. Vor den Kammern für Handelssachem 1) Gewöhnliche Prozesse 9005, 2) Urkundenprozeffe 12 370, darunter Wechfelprozeffe 12 288, Z) Arresi; un_d einstweilige Verfügungen 593. _ 11. Bürgerliche

echissiretiigketten in der Berufungsinstanz. ]) Gewöhnliche Prozesse 23 998, 2) Urkyndenvrozesse 176, darunter Wechselprozeffe 156.

An mündlichen Verhandlungen fanden statt: 1. in erster Instanz: 1) vor den Civilkammern in Sachen, welcbe anhängig geworden smd; o.. in früheren Jahren 46 737, b. im laufenden Jahre 71038, zu- sammen 117 775, darunter kontradiktorische Verhandlungen 66 247; 2) vor den Kammern für Handelssachen in Sachen, Weiche anhängig geworden smd: s.. in früheren Jahren 4415, b. im laufenden Jahre 21218, zusammen 25 633, darunter kontradiktorische Verhandlungen 8388; 11. in der Berufungsinstanz in Sachen, welcbe anhängig e- worden find: a, in frübcren Jahren 14 871, b. im laufenden Ja re 27168, zusammkn 42039, darunter kontradiktoriscbe Verhandlungen 33144; 111. in der Beschwerdeinstanz 83.

Unter den Sirafsachen waren 59 320 Anträge und Anzeigen, die ohne weiteres Verfahren von der Staatsanivaliscbaftzurückqewiesen und 28100, die an diezusiändige Behörde abgegeben wurden. Vorverfahren waren 349 554 anhängig (davon 295 779 neu eingeleitete), darunter 15 990

Voruntersucixungen, unbeendet blieben 56192 (46912) bezw. 3112. ,

Hauptverfahren in erster Instanz fanden statt: Vor den Schwur- gericbien 3868 (daruntcr 3370 in neuen Sachen), vor den Straf- kammern wegen Verbrecbcn 20 293 (17 768), wagen Vergeben 25 942 (21185), Berufungen bki der Strafkammer in Privaiklagefachen 7199 56118), in anderen Sachen 33856 (28 552), BeschWerden über

ichter und Gerichte 4506, über Amtsanwälte 766. Außerdem hatte die Staatsanwaltsclxaft zu erledigen: 25 861 Rechtsbiilfe- sachen, 53 391 Strafsachen bei den Amtsgerich1en nach der Prozeßliste, 1997 Berichte in Gnadensachen.

Hauptverbandlungen fanden statt vor den Schwurgerichien 3587, Urtbeile ergingen 3400 (3448 Personen wurden verurtbeilt, 1263 frei- gesprochen); Vor den Strafkammern der Landgerichte in erster Instanz 44230 Hauptverhandlungen, 39 096 Urtbeile (54 354 Personen ver- urtheili, 9476 freigesprochen), dabon 17 719 wegen Verbrechen, 21 377 wegen Vergehen. Vor den Strafkammern in der Berufungsinstanz: 36024 Hauptverhandlnngen, 29 555 Uriheile (15 856 vor 5, 13 699 vor 3 Richtern), davon 11404 auf Aufhebung des ersten Urtheils, 18151 auf Verwerfun der Berufung.

Bei den preu ischen Ober-Landesgericbten waren eiatsmäßig 13 Präsidenten, 37 Senats-Präsidenien, 235 Räibe, 26 Rechnungsrevisoren und RendanteKn. 245 Gerichtsscbreiber und -Gebülfen, 56 Kanzlisten, 29 ständige Hülföarbciter im Burcau- und Kanzlei- diansi. 77 Gerichtsdiener und Kasteüane. _ 13 Ober-Staatsanwälte, 10 Staatsanwälte, 16 Sekretäre, 9 Asfisienien, 14 Kanzlisien, 1 Kanzleidiätar, 14 Gerichtsdiener. _ 3714 Referendare (im Bezirk).

An (Zivilsachen wurden im [eßten Jahre 10 419 anhängig (9792 gewöhnlicbe Prozeffe, 168 Urkundenprozess, _ davon 133 Wechsel- prozeffe _ 459 Ebe- und Entmündigungssacben). Mündliche Ver- bandlungen fanden 16 792 statt, darunter 13 675 koniradikioriscbc. 17 343 Sacbew wurden erledigt. 3859 Beschwerden wurden anhängig.

Jn Strafmcbexi waren anhängig: 16 Revisionen gegen Urtbeile

in erster Instanz (1ämmtlic5 erledigt), 510 Revisionen gegen Urtbc-ile der Berufungsinstanz, betr. Pribatklagesacben (461 erl.), und 1802 (1603 erl.) betr. andere Vergehen oder Uebertretungen; Beschwerden in Strafsachen, die in ersicr Instanz gehören vor das Amis- oder Schöffengericht 582 (569 cri), vor die Strafkammer 1619(er1. 1582), (Mi Js Schwurgericht 130 (128 erl.); in Rbeinschiffahr1ssachen 6 er. . Von 1835 Uribeilcn in Revision gegsii Uribeile der Berufungs- instanz ingen 349 auf Aufhebung des Berufungßurtbeils, 1486 auf Verwer ung der Reviiion. Von durcb En11chetdung erledigten Be- scHWerden wurden 500 für begründet, 1673 für unbegründet erklärt.

Die StaatsaiiWalischaft wies ohne weiteres Verfahren 1214 Anträge zurück und gab 1912 an die. usiändige Behörde ab und erstattete 575 Berichte über vorläufige ntlassungen; Beschwerden über Staats- und Amtsanwälte lagen 5474 vor.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Sitzungsbericbie dchöniglich pxeußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Berlin, Verlag der Kgl. Ak. d. W.; in Kommission bei Georg Reimer. 1887, Nrn. )()(FUU- FRUIT, vom 21. und 28. Juli. _ In der Sitzung der physikalisch- mathematiscben Klasse, am 28. Juli, legte Hr. Beyrich einen von Professor Richard Lepfius in Darmstadt eingegangenen Bericht über die von demselbkn in den Monaten März bis Juli 1887 mit akademi- scher Unierstüßmm in Attika ausgeführte aevgnosiische Kartirung vor. _ Die Reihe der in dem Heft veröffentlichten wissenschaft- lichen Mittheilungen leiten „weitere Untersuchungen, die Elektrolyse des Wassers betreffend“, von H. von Helmholtz ein. Dann folgen Mittheilungen übcr die Struktur des menschlichen Efes, von Dr. W.Nagek; „Untersuchungen üi'er die Abhängigkeit der Assimilation

riiuer ZeÜen Von ibrer Sauerstoff-Atbmung, und den Ort, wo der tm Assimilations-Akt der PflanzenzeÜe gebildete Sauerstoff entsteht“, von N. Pringsbeim, und „noch eini eweitere Beobachtungen über das 0-4mjäoybsny1m0roaytan und f eine bkömmlinge“,ivon AW. Hofmann. Eine yon Hrn. Sebulße Vorgelegte Mittheilung von Dr. W. Weltner in Berlin betrifft eine von demselben im Tegeler See (später auch im Berliner Spreéschlamm zwischen Jannowiy- und Waisenbrücke) ge- fundene Planarie, die mit der von Palias in Belgien entdeckten übereinstimmt, und die der Verfasser unter dem Namen ])smlro- 000111111 punaiatum beschreibt (dazu eine Tafel mit Abbildungen). _ Am Schluß des Hefts endlich berichtet Dr. U. Wilcken in einer bon Hrn. Mommsen vorgelegten Mittheilung über die A mim-

apyri in dcr 131131101211 dqua nationals zu aris.

er Verfasser li)“ während seiner mit Unterstüyung der Akademie angefii rien Arbeiten in der genannten Bi- bliothek einige griechische Papyrusfra§kmente zu Gesicht bekommen, die erst kürzlich durcb Vermittelung * aspero's aus den Trümmer- baufen des oberegyptischen Ackm1m, des alten Panopolis der Vater- stadt des Nonnos, in die Bibliothek gekommen waren. Die Verwal- tung der leßteren hat ihm m freundlicher Weise Siudium und

Yublikation dieser Texte freiaesielXi. Wie er ausführt, haben diese ragmente _seltsame Schicksale gehabt. Der rößere Theil der ngyrus-Blatter, deren Vorderseite, wie er Urkundentext bemgt, zum „Theil im 5, Jahre der Regierung des Kaisers Sevexus unt griechischer Kursivschrift bedcht worden war, ist_spater, (wobl etwa im 7. Jahrhundert) zur Herjtellun von Codex- biattern' m der Weise verwandt worden, daß die beschrie enen Vorder- seiten dieser verjahrten Rollen auf einander geklebt und zum Codex- formai beschnitten wurden. Auf die so gewonnenZn Codexblätter, also auf die no 'uybenuTten Vertikalseiten der ursprunglichen Rollen, bat mgn dann ibltscbe exte in einem sebr eigentbümlichen koptischen Dzalekt„gxschrieben._ Letztere sind von A. Bouriant publizirt worden. Die Edition der griechischen Urkundenfragmente, die jeßt durch ge- schickte Loslösung der auf einander geklebten Flächen wieder zu Tage «kommen sind (darunter ein interessanter Brief eines é-rér mm; „";/?aoxoz an den Strategen von ' anopolis) bat sicb ilcken fur eme andere Gelegenheit vorbeba ten. Die übrigen Blätter, von denen er in der vorliegenden Mittheilung handelt, sind "Reste alter Papyrus-Codices und gleichfails, nachdem sie uxsprunglxck) zur Aufnahme griechischer Texte verwandt worden, in einem spateren Jahrhundert (wobl auch etw.“: dem 7.) wiederum nußbar gemacht worden, jedoch in anderer Weise. Man hat nämlich aixs den zusammengeklebten und zusammengepreßten Papyrusblättern xmen Codexdeckel Hergestellt (Fragmente solcher Deckel finden sich auch in der Fayümer Sammlung des Berliner Königlichen Museums). AÜW. diese Fragmente waren zum größten Theil schoxt auf der Biblio'thef von einander loSgelöst und ergaben sich als Reste literarischer Texxe. Bei genauerer Durchsicht erkannte Wilcken in dem emen Stuck eine grammatische Arbeit übex den Anfang des exften Gesanges der „Ilias“. Ein anderes, auf beiden Seiten beschriebenes Codexblatt ergab sick) als ein Stück aus einer Hand- schrift yon Euripides' „Rbesos“ (Vers 48 bis 96). Durch u- sammenfiigung von vier kleineren Fragmenten gelang es i m ferner, xm fast voÜsiändiges Codexblatt zu rekonstruiren, welches die Verse 75 bis 145 der Hesiodischen ,THeogonie" enthält. Auf einem andxren Blatt entzifferte er vier Hexameter. Diese Frqgmente smb im Wortlaut mit den Konjekturen Wilcken's der Mit- ibeilung, angehangt. Die Homeryaraphrase bietet zwar textlich nichts Neues, ist aber als eigenartiges Beispicl dafür, wie man in jensr Zeit den Homer m'den Schulen behandelte, von Interesse, namentlich We en des"Lex1k0ns, m welchem die poetischen Formen durch die dem Verfa er geiaufigcn, bezw. in den Schulen dafür traditioneÜen Aequivalente Wiedergegeben smd. Zur Vergleichung ist ein ähnliches, zu demselben 1. Gesange der „Ilias“ verfa ies Lexikon hinzugefügt, welches sich in der Fayüxncr ngmlung des 5 erliner Museums befindet. Dcr Schrift nacb weist Wilcken die Homerparaphrase etwa in das 3. bis 4. Jahrhundert, die übrigen Stiicke etwa in das 4. bis 5. Jahr- hundert n. Chr.

_ Jm Verlage von Fr. Wilk). Grunow, Leipzig, erschien ein Buxh, betitelt: .Deutsch[and vor bundertJahrcn,P01itische Meinungen und Stimmungen bei Anbruch der RkvolntionSzeit“, yon 1) r. W015 emar Wenck, Professor an dix UniversitätLeipzig. _Es ist kerne leichte Aufgabe, Welche fich der Verfanex in diesem Buche gestellt hat, und auch der Leser muß fich mit großer Aufmerksamkeit der Lektüre dessZlbxn bingebcn, Wenn er das darin enthaitene reichhaltige Maisrial !:ewaltlgen und in sich aufnehmen wiÜ. Gilt es doch die Ulsacbcn und traibenden Momente darzulegen, wklche für einen Zeitraum von hyndcrt Jahren maßgebend werden soÜten für die Bestrebungen und die Entwickelung unseres Volkes. Die Aufgabe ist eine um so schMrsre, ais gerade zu iener Zeit, von der der Verfasser anbebi, sich ein welt- bisiorisches Exetgniß vorbereitc'te, welches für das Politische und naiioxiale Lebe'n dx): gebildeten Völker so übexaus verbängnißvou werden soÜte, cin Ereigniß, dessen bundertjähriger Gedenktag in absehbarer Zeit bevorsiébt, nam'iick) die Französische Revolution. Da man aber geneigt ist, diesen Einfluß z"u uberschaßen „und Von dicser Zk'it und ihrem Eindruck eine allzu ubcrwiegende Einwirkung auf das deutsche Volk anzunehmen, will der Verfasser eben in seinem Buche darlegen, daß es in dem deutschen Volk sckyon Vor der französischen Rewoluiion ein politisches Jntercffe ernster Ari gegeben bat. Dies Bewußtsein sei ihm für längere Zeit so_gut wie abhanden gekommen gewesen; man habe zu glauben an- gefangen, daß jede eingehendere Beschäftigung mit staatlichen Fragen und Angelkgenheiten erti den ?auberscdläaen von 1789 ihr Dasein zu verdankcn gehabt habe. So tie nun die Weltgeschick2 dcr Revolutions- zeit überaÜ emaeschniitcn hätten, so sei doch der Zujammenbang zwischen dem Vorher und Na_chber ebensowenig, wie in anderen, in der politischen Reflexion 5er Deutichcn vöklig durchscbniiten worden. Der Verfasser schildert die Zeit dicht vor diesem großen Ereigniß. Cs regte sich, wie er ausführt, unmittelbar vor dem Ausbruch jener politischen Katastrophe im deutschen Volke ein neues Geistesleben und das Ge- fiibl eines boffnimgsreichen Aufschwungs. Hervorgerufen war dassslbe wohl in erster Linie durch das Auftreizen inedrich's des Großen, dsffen Fildentbaten im deutsckien Vaterlande 1elbst da, wo dasselbe unter dem . riege zu leiden gehabt, lebhafte Anerfxnnung gefunden und zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in dem deutschen Volk das Gefühl des nationalen Stolzes, die Hoffnung auf Eine erfreulichere Gestaltung der politischen Zustände in Deutschland erregt batten. Schon der Ausbruch des bayerischen Erbfolgekrieges (1778) und die Haltung Friedrich's des Großen in den damals schwebenden Fragen fand die Deutschen ganz anders aufgelc'gt, als solche bkl einer Sache von ailgemein deutsckykr Bedeutung bei eiligt und zur Fassung einer Meinung berufen zu fühlen, als es zu Anfang ch siebcnjabrigen Krieges der Fail gewesen war. Di? Gründung dos Fürstenbundcs (1785), welcher protestantische und katholische, weltliche und geistlicYe Fürsten um Preußen schaarte, erweckte ncue Hoffnungcn in den me 1: und mehr zum Bewußtsein ibrer Nationalität kommenden Deutschen. Gleichfalls froh begrüßt wurde Josefs 11 aufklärungseifriqcs Wirksn in seinen Crblanien; sein Kampf gegkn ungerechtfertigte Ucbergriffe der Kirche, die von ihm bewirkte Erlösung der Presse aus schwerem Druck. das trug im Verein mit den oben erwähnten Momeuten wesenilich zur Förderung des kräftigen nationalen Aufschwungs bci Dikse Luft zur etbeiligung an politischen Fiagen Wurde nach Ansicht des Ver- fassers noch verstärkt durch Anrcaung Vom Auslande her. Er sagt darüber: „So sehr man sich in Vielen: von Frankreich unabhängig zu machen gesucht hatte, so übten dock» nebsn einigen englischen Schriftstellern, und mehr noch als diese», die Werke eines Montesquicu, eines Voltaire, eincs Rousseau und Manches aus der pbvsiokratiikben Literatur einen ganz erheblichen Eitgflusi, um eine lebhafte Beschäfti- gung mit politischen Fragen auch außerhalb des Kreises der R«*gierungs- männxxr und Fachgele eien zu verbreiten.“ Selbstverständlick) war das Wiedererwache11 der deutschen Literatur ein weiterer mächtiger Hebel zur Förderung des nationalen Lebens. Endlich war man dazu gekommm, fick) von dem Zopf der französtschcn unnatürlichen Muse loSzulöscn, alie jene Ereignisse auf literarischem Gebiet konnten ihren tief- Yenden Eindruck auf das Geistesleben d-xr Nation nicht verfehlen.

, änncr wie Klopstock, Lessing, Goethe, Schiller_ zeigten dcr deutschen Nation, was sie aus eigxner Kraft auch auf dieiem Gebiete zu leisten vermöge, Schlüer, Herder und alle die großen Gxister dcr jest von uns als klassisch bezeichneten Zeit unserer Literatur, fie begannen ihren Einfluß auf Gemüth und Geist des deutschen Volkes aus- zuüben; an ihnen und mit ihnen erstarkte das_Vewußtsein, daß die vielgescbmäbte deutsche Nation doch noch berufen sein Werde, cinen Maß zu errinzen, welchcr ibr vermöge ihrer Anlagen zukomme. In noch bedeutenderem Grade wirkten nach Ansicht des Ver- fassers die tbatsäcblicben Vorgänge, welche in außerdeutscben Landen geschehen und durch ihr Beispiel die deutsche Naiion zum Nachdenken anreisen mußten. Jener auf allen Seiten erbobene Kampf gegen regierende Gewalten, Parteinngcn und Erschütterungen innerhalb ge- wisser Lünder, vor Allem der nordamerikaniscbe Freiheitskampf. die parlamentariscben Kämpfe in England zu jener Zeit, der Streit Gustav's 111. von Schweden mit dem Adel icines Landes, der Streit der erbftattbalteriichen Gewalt mit den vorberrscbenden Kreisen in den Nossen Handelsstadten Hollands, die Opposition der Parlamente und

otabeln gegen Hof und Ministerium in Frankreich, der Widerstand, welchen Josef's 11. uniformirende und aufklärende Selbstberrlicbkeit bei

seinen österreichischen Untertbanen fand, das Aües waren Ereignisse,

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