den 70er Jahren 190000 und Jegenwärtig ungefähr 270000 kg. Der Gesammtmilcbertrag wird br 662 336 Milchkühen (pro Haupt zu 2400 1) auf 1 599 604 111, von 277 277 Milchziegen (d 250 1) auf 6931,92 11] berechnet. Dcr Verfasser nimmt auf Grund seiner Er- mitlelungen an, daß von dieser Milch etwa “40 0/0 zu Käse'und kondenfirjer Milch verarbeitet, etwa 42 % direkt zur menschlichen Nahrung benuxxt Werden, und daß das Uebrige der Aufzucht und Mustang von ich dient.
_ Ueber den Anbau und die Produktion des Tabacks in Rußland während der letztverfioffenen Iabre erfährt das .Oxster- reichtfcbe landwirtbscbaftlicbe Wochenblatt“ Folgendes. Im europäischen Rußland (einschl. des Königreichs Polen) wurden im Jahre 1885 136 816, im Westlichen Sibirien 4952 und im Kaukasus 10 777 Taback- pfianzungen, zusammen 152 545 geaen 135 704 im Jabre1884gezäblt. Dieselben bestockten im europäischen Rußland (einschl. Polens) 49 172 ha, d. b. 6112 119. mehr als im Vorjahre, im westlichen Sibirien 572 119. oder 143 1111 mehr als im Vorjahre und im Kaukasus 1923 1111 oder 111118- mebr als 1884. Der Ertrag dieser Plantagen Wurde ge- schaßt (RZ"): _,
tm europaischen Rußland 1884 1885 (einschl. Polens) auf 34 994 085 48 574 022
in Westsibirien auf 570 859 515151
im Kaukasus auf 1 658 508 1 919 769
In überwiegender Menge gelangten geringere Tabacksorten zum Anbau, deren Ernteertrag von 23 952 327 kg tm Jahre 1884 auf 37971281 kg im Jahre 1885 stieg. Gleichfalls eme Zunahme, nämlich von 11343 265 1x?" in 1884 auf 12227162 11 m 1885, wird für den türkischen Ta ack nacngwiesen, _wäbrend der rtrag der mit amerikanischen Tabacksortkn besteUic-n Flachen chn 1 927 860 kg im Jahre 1884 auf 810499 kg im Jahre 1885 zuruckgkgangen tft.
Getverbe und Handel.
Sämmtlicléen Fabrikinspekroren „War die Frage „zur Be- aniwortung gestelit, inwieweit Arbeiterinnen in Betrrxben bx- schäftigt werden, welche abgesehen von etwmger'Ngcbt'arbett. niit besonderen Gefahren für die (Gesundheit und Sitiltchkett, ' namentltä) für die körperliche und fittlicbe Entwickelung der Zggendlicben Arbeiterinnen verbunden seien. Bezüglich der Gefahren u_r die (Ge- sundbeit werden aus Oppeln einzelne, in _den Erz- Und Eisenwerken übliche Arbeiten als für Frauen brdenkltck) bezeichnet. Dann wird über die schädliche Wirkung des Staubes in Porzellaniqbrtken, namentlich bri der Dreharbeit in dem Abständen, aus verschiedenen Bezirken Klage geführt; indessen bemüht sich die deustrte diesen Uebelständcn nach Kräficn abzuhelfen Dax; in Furth beirrebxne Queckfilberbclegen ist gefährlich; 813 ist indes1en durch genaue arztlrche Beobachtung eine Wesrntliche Besserung Erzielt worden. Es werden von den einzelnen Aufsickytsbeamien bezfiglich verschiedener Jndustrten ge- fährliche Einßüsie auf den GesundbeitSzusiand der Frauetr koystattrt, namentlich wird über virlfack) triangeinde genügende Venttlatwn und zu kleine ArbritSräume geklagt. Ei.; iit aber auch zu_erwä_k;ncn, daß die Brrichte aus Beriin-Charloitenburg, Sckpleswig-Holstcm, Trier- Aachcn, Hohenzollern, Altenburg, Coburg-Gotba, Sondershausen, Rudoistadt, Waldeck, Reuß ]. L, Brrmcn und einzelnen andrren Bezirken keine Befchwerdrn Enthalten, und daß auch für die Übrigen Bkzirke di? brstchende'n Gefahren im Aligemrincn als Ausnahme von den im Uebrigcn befriedigrndrn Zuständen bingostsüi werden. Ebexnso werdrn besondrrc Gefabrrn für die Sittlichkeit der Arbciirrinnen, ms- “besondere auch der jugendlickwn, für die meistrn Betriebe in Abrede gesteÜt. Die Mehrzahl dcherickyte vermag Gefahren dirser Art weniger in drr Bcschäfti,1ring§wc-ise der Arbriterimien innerhalb der einzelnen Betriebe, als vielmehr in den außerhalb der [eßieren bestehenden Verhältnissen, so in drr Ungcbundenheit des Lebens der Fabrik- arbeiterinnen, zu erblicken. Die neben der Arbeit, auch an Sorin- tagen, gewährte freie Zeit, 0.76 Kostgängerrvesen, Werden als gefährlich bin esteilt. InnexbaW der Fabriken undAnl-ngen selbstmacht sick) das Bekzireben, männliche Und weibliche Arbritrr thunliciyst in getrennten Räumen zu beschäftigen, und 10111051 hier wie da. wo eine solche Trennung, gcgen die sich noch immer manche Arbeitgeber meist aus beiriebé-techmschen Rücksich;ten ablciwend Verhalten, auf der Durch- fübrung- einer strrngen Aufsicht zu besichcn, mehr und mehr geltend. Auch dir Aniage gcsowdertrr Wasciy- und An leideräume ist in Zu- nahme [)e'griffen; insbesondere wird bei Neubauten hierauf Gewicht gelegt. Immerhin bleibt, namrntiikk; in älteren und kleineren Be- trieben, noc!) Manches zn thun, um“ ßiiliciße Grfalsen für die Be- schäftigung 13011 Arbeiterinnen wcnigxtcns innerhalb der Arbeitsstelie überal] nach Möglichkeit auszuschließen und zu beschränken.
_ Der Auftrieb an Schlachtvieb auf dem Berliner Viehmarkt (Ckntral-Vicbbof) gestaltete sich nach der „Deutsch. Fleisch. Ztg.“ in den [eizten 6 Jahren folgendermaßen:
Jahre Rinder Kälber Hammel Scbweine
1881 120 009 109633 616 269 400573
1882 147 897 104410 666 003 408 682
1883 152 516 106 506 674 045 410315
1884 147 220 108374 687 447 431533
1885 152 588 119021 662 409 452 254
1886 173 234 131551 756 967 499150 Eine regelmäßikxe Zunahme erfuhr nur der Auftrieb an Schwchnen; bei Rindern, Kälbern und Hummeln waren Verschiedene Schwankungen im Auftrieb zu verzeichnen. Nichtsdestowenigc'r haben alle Schlacht- viebgattungen im Verlaufe der 6 Jabrr Heträchtlich€ Zunabmen auf- zuweisen; dieselben betrugxn bei den Rindern 53 225 Häupter oder 44,4%, bsi den Kälbern 2; 918 Stück oder 20,0%, bei den Hummeln“ 140 698 Stück odcr 21,890 und bei den SÖwÜnrn 98 577 Stück oder 24,6%, Die größte Vermehrung 110111011 1885 bis 1886 ein; im léßtgenanntcn Jahrs wurden 20 646 Rinder, 12 530 Kälber, 94 558 Hammel und 46 896 Schweine mehr aufgctrieben als im Jahre 1.885.
_ Der Jabrcßbericht der Wrstfälisch Union, Aktien- geseilschaft für Versxbau, Eif_en-__und Drabjindustrie in Hamm, betont, das; die Lags dcr GFCsc-Uyckyaft wie die der ganzen Eisenindustrie gegenwärtig cine n'esentlick) bcffexe sei als vor einem Jahre. Es scerinc, als ob in den Preisen der gesriischaftlichen Er- zeugnisse, vorläufig wrnigstcns, eine gewisse Stctigkeir eingetreten sei, und daß die Vcrwalmng mit einigrm V;:rfrauxn in die Zu- kunft frbxn könne. Die (Hirscüchaft erreicht.“ mit 99 625 535 kx Halbfobrikairn (1885 86 91.3657 321 kg) Und 69 562 544 11,13"- Fertig- fabrikatcn (1885/86 62776474 kx) die höchste Erzeugung. Ver- sandt wurden 71162402 kg im Werth Von 10428510 916 (1885/86 62429 442 RZ" bczw, 9755 021 916). Das versandte Gewicht iieg 0110 gegen das Vorjahr um 12,4 9/0, der Erlös 0er nur um 6,9 0/0 Auf die gkscllscikaftlickwn Aniagrn wurdc'n 200 000 „js. (1885/86 170 674 «) abgrsckyrieben, ferner sidd 6517 „46 (1885/86 21914 „W) dem Delcrrdere- und 29 237 „M (1885/86 14 314 „M) dem Reservefsuds überwiesen und 5817 „16 (1885/86 804 511) vorgetragen wordrn wäixrcnd dic Inlénber der Prioriiäts Aktien 504 060 „44 als 100/0 Dividende (1885/86 59/0) beziehen sollen.
_ In der estrigen Generalversammlung der Gelsenkirchener Bergwerk» ktirngesellschaft warrn 26 Aktwnäre erschienen, Wl1chk Akjicn im Gesamxvibctrag von 6123 600 „14 vcrtraten. Der erste Gegenstand der Tagesordnung, Crwrrb dcr Ku e der Gewerk- schaft Grin, gab 5,11 cix'er Diskusfion Vrranla ung, in Verfolg drrc'n drr Vorfißkndc crkiärtc, daß die- Mitglieder des Verwaltungs- rajbs dc'r Gejsrnkirckxenrr Bergwerks-Akticrigeielischaft sowie die anwesendrn Aktionäre, welcbe 511110 der (Gewerkschaft Erin befißen, sicb drr Abstimmung bei den Ernserbsvrxhundlungcn enthielten. Schließlich wurde der Antrag drr Verwaltung mit 9721 Sjimmen gegen 214 Stimmen angenommen. Alsdann Wurde die beantragte Erhöhung des (Hrnndkapimls und Statutsnänderung in gleicher Weise zum Beschluß erhoben. „
_ Dic „W111. Brauer: und Popsrn-Zeitnng“ veröffentlicht einen allgemeinen Bericht iibcr die diesjährige Hopfencrnte, Welcher von dem Präsidenten des drUisckn'n &opfenkau-Vercins zufammenxzestelit ist. Darnack) fteUt sich die Ernte in den Haupt-Produktionölandern in Centncrn 11 50 kg wie folgt:;H;
€Zur Aus- Verbrauch ?ubr dis-
ponibel
146 000 -- 94 010 108 000 138 700 _
30 000 - 29 700 24 000 57 500 _ 11000 47 100 _ 68 550 _
7 000 123 710
Einfuhr-
Gesammternte bedarf
1886 1887
56 950 51 990 306 600 246 700 360 300 Württemberg 110 000 81 500 Baden . . . . 64000 58100 Elsaß-Lotbr. . 85 000 75 550
Zus.Deutsches
Reisb. . . . 622 910 Oesterr.-Ungarn 104300 Belgien .. . 114000 Frankreich . . 86500
ngland . . . 790 000 Ver. Staaten 220000 Gesammtprod.
der Welt . 2 023 410 1601 400 1 721000 ? ? Im Jahre 1886 betrug die Ueberproduktion 302410 Ctr. über den Bedarf, für 1887 wird dagegen ein Fehlbetrag von 119600 Ctr. an- genommen. Mit Aanabme von Oesterreich-Ungarn und den 'Ver- einigten Staaten von Amerika haben_ die wichtigsten Produktions- länder einen Ausfall zu verzeichnen. Die stärkste Ahnabme weist Eng- land auf mit 47 %, demnächst folgt Frankreick) 1111120, Deutschland mit 17 und Belgien mit 14 %, wä rend Oesterretch-Ungarns Pro-
Yreußen . . . Sachsen. : : :
311 850 97 000 24 650 90 000 8 000 80 000 _
700 000 _ 270 000 40 000
514 140 325 000 121 650 98 000 69 000 425 000
310000
11500 275 000
' duktion um 17 und diejenige der Vereinigten Staaten Von Amerika
um 29 0/0 zugenommen hat. _
Bradford, 20. Oktober. (W. T. B.) Wolle qucbaftslos, Kreuzzucbten schwächer, (Garne obne Ve'fferun'g; das Geschaft wurde durch die Leipziger Fanffcments ungünstig beeinflußt.
Verkehrs - Anstalten.
Hamburg, 20. Oktober. (W. T. B.) Der Postdampfer .Rbaeiia“ der Hamburg - Amerikanischen Packetsabri- Aktienaesellschaft ist, von New-York kommend, heute Morgen auf der Elbe eingetroffen. _
- 21. Oktober. (W. T. B.) Der Posidamvser „Ham- monia“ der Hamburg - Amerikanischen Packetfahrt- Aktiengesellscbaft ist, von Hamburg kommend, gestern Mittag 12 Uhr in New-York eingetroffen.
Triest, 20. Oktober. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „ H u n g a r i a' ist heute Vormittag aus Konstantinopel Hier eingetroffen.
London, 20.0ktober. (W. T. B.) Der CastleZDamprr .Grantully-Castle“ ist gestern auf der Heimreise m London und der Castle-Dampfer ,Hawarden Castle“ heute auf der Aus:"eise in Capetown angekommen. _ Der Uniondampfer „Spartan“ ist gestern auf der Heimrxise don Capetown ab- gegangen, der Uniondampfer „Mexican“ bat Hrute auf der Heimreise Mad «ira pasfirt.
Berlin. 21. Oktober 1887.
Der Verein für Hinderniß-Renncn hat gestern Nack“)- mitfag auf seinrrRennbahn beiCbarlottenburg denwichiigsten Tag seines Herbst-Meetings abgehaltrn und das bedeutendste Rennen dcs Meetings, das Rennen um den großen Preis von Char- lottenburg, von inGgesammt 20000914, zum Ausirag ?ebracht. Der Verlauf der einzelnen Konkurrenzen erg0b folgende Resu tate:
1. Kompensations-Rennen. Gradi ex Gestütspreis 3000-M Jockey-Flach-Rennrn. Für zweijährige inlän i7che Pferd?, die noch kein Rennen im Werth von 2000514 gewonnen haben und 1Ür 4000 «46 käuflich sind. Distanz ca. 1200 111. Sieben Pferde waren ange- meldet, fiinf erschienen am Ablaufspfosten. Es siegte sicher mit einer Länge des Hrn, Ehrich F.-St. .Libetl)“ gegen drs Mr. Johnson br. St. „Abermals“. “ZE Längen dahinter wurde „Mars“ Dritter. _ Zeit: 1 Minute 35 Sekundrn. Werth des Rennens: 3360 „ck der
iegerin. 500 „M der Ziveiten.
11. Offizier-Jagd-Rennen. Preis 1800 «M, auf die ersten fünf Pferde vertbeilt. Für 4jäbr. und ältere Pferde, die noch kein Rennen im Werthe von mindestens 600 „11 gewonnen haben. Distanz ca. 3000 111. 19 Pferde waren angemeldet, 8 erschienen am Ablaufs- pfosten. Nach interessantem Lauf siegte sicher mit 2 Längen des Rittm. v. d. Osirn (Garde-Kür.) 5jähr.1cht_v. W. .Brigand“ (Besitzer) gcgen dcs Rittm. Grf.„BiSmarck dbr. „P. „(Emil 1“. 10 Längen zurück machten „(Harter King“ und „Maintenance“ todtes Rennen um den dritten Play, „Macheü“ wurde Fünfter, ,Aufgabc“ Sechster. .Norna' und „Oracle“ stürzten. _ Zeit: 3 Minuten 25 Sekunden. Werth des 9113111161113: 1070 “!!-. dem Sieger, 400 „16. fiir „Emil 1.“, je 200 „M für „(Harter King“ und „Maintenancr“ uxtd 100 „71 für „Macbell“.
111. Maiden-Jagd-Rennen. Preis 1500.36 drm ersten, 500 «W dem zjveitcn Pferde. Jockey-Renncn, Fiir Zjäbrige und ältere Pferde, Welche noch kein Jagdrcnnen gewonnen Haben und für 4000 „16 käuflick) find. Distanz ca. 3000 111. Von 10 angemeldeten Pferden starteten 3. Es siegte nach scharfem Kampf mit einer Länge des Hrn. O. chlschläger 5jäbr. dbr. W, .Cupbearer“ Hblt. gegen des Hrn. O. Spiekermann dbr. St. ,Nanon“. ,Lanoard“ Wurds 15 Längen zurück Dritter. _ Zeit: 3 Minuten 24 Sekundrn. _ Werth des Rennens: 2040 „14 dem Sirger, 500 ck16. der Zweiten. Dfer dSiteger Wurde für 2000 „74 vom Rittmeister don Schmidt-Pauli ge or (1 .
17. Großer Preis von Charlottenburg. 20000 «E, auf die ersten 5 Pferde vvrtbeilt. Iagd-Rennen. Hrrrrn-Reiten. Für Yäbrige und ältere Pferde alier Länder. 50 Pferde waren zu diesem 5 ennen angemeldet, Von ihnen hatten 32 die Gewichte angenommsn und 9 erschienen am Ablaufßpfosten, um die Distanz von ca. 6000 m zu durchlaufen. Nach einem äußerst spannenden Rennen siegte des Lieut. v. Heyden-Linden (13. Ulf) a. F.-W. „Fénelon“ unter seinem Besitzer nach_scharfem Schlußge echt mit einer Länge gegen des Lieut. Kekulé (25 Art.) br.St. „Savigny' unter Rittmstr. Graf H. Dohna (1. (Harde-Drai.) 6 Längen hinter derselben wurde Hrn. v. Tepper- Larki's a F.-St. „Lady Tempest“ unter Mr. Moore Dritte, 5Längen hinter dicser Graf Sicrstorpff-Ftanzdorf's a. dbr. W. .Anderton“ Vierter (unter Lieut. v. Sydow). Dann folgten Rittmstr. Graf Bistuarck a. br. H. „The Ranger“, Hrn, O Oehlsckyläger'S Sch-St, „Adare', Rittmsir v. Schmidt-Pauli's br. W. „Sutton“ und Lieut. Wolff's F-W .Weüington“. _ Major von Zanscn-Osten's F-St. „FUU Cry“ kam unter Licut. Frhr. v. Broich (11. Ul) quJali obne bedenkliche Beschädigung. _ Zeit: “13 Min. 28 Sek. ertb des Rennens: 13 460 ck für .Fénelon“, 4000 „44 für „Savigny“, 3000 „Fi- fÜr „Lady Tempest“, 2000 „M für .Anderton“, 1000 „10. für „The Ranger“, 600 „M für ,Adare' und 400 „kb für „Sulton“.
7. Herren-HandicaP-Hürden-Rennen. Preis 1500 „M Herrkn-Reiten. Für 4jähr. und ältere Pferde, die noch kein Rennen im Wrrtbe von mindestens 2001 „M gewonnen haben. Distanz ((1. 2200411. 11 Pferde waren angemeldet, 6 erschienen am Ablaufs- pwsien. _ Es siegte sicher mit 2 Längen des Hrn. v. Tepper-Laski 3jähr, br. W. „Bronte“ unter .Mr. Beasly gcgen des Lieut. Heyne (17. Hus.) 4jähr, schwbr. St. „Lonely Home". Drei Längen dahinter wurde des Rittmstr. v. d. Osten br. W. .Longknock' Dritter. Darm folgt .Soprano“ und zuleßt .EUangowan'. _ Zeit: 2 Minuien 24 Sekunden. _ Warth des Rennens: 1500 «kk dem Sieger, 400 „M der Zweiten. '
171. Oktober-Hürden-Rennen. 5131213 1800 „16 Jockey- Rennrn. Fiir 3jäbrige und ältere Pferde. Distanz ca. 2600 m. 17 Pferde warm zu di.sem Rinnen angemeldet, von denen 4 am Ab- laufspfosten erschirnen. DLS Hrn. v. Tepper-Laski 4jäbr. F.-H. ,Frciherr“ siegte nacb interessantem Schlußqafecbt ficber mit einer guten Länge gegen Mai. Ioö's dbr. H. .Cockenzie“, der zehn Längen vor „Niklot“ das Ziel passirte. Die „Queen of Hearts“ F.-St, wurde Leyte. Zeit: 3 Minuten 12 Sekunden., _ Wert!) des Rennens: 1930 .“: dem Sieger, 500 914 dem Zweiten.
Die .DeutscbeLutber-Stiftung“ (Hauptverein für Branden. burg und Berlin) wünscht durcb einm Cvklus von Vorträgen neue Freunde für die Stiftun zu werben. Es haben folgende Herren je einen Vortrag zugesagt: ofprediger 0. Frommel, Lic. Prediger Kirmß. Superintendent Vorberg, Konsistortal-Ratb Drvcznder Ober. Hofprediger 1). Kögel, Professor Prediger Scholz. Die, Vorträge, zu denen der Zutritt Jedermann freistebt, sollen in der Dreifaltigksitg. kirche gehalten werden. Freiwillige Gaben werden an den Kirch. tbüren eingesammelt werden. Näheres über die Themata, Zeit und Ort wird demnächst bekannt gemacht werden._ Yte ,Deutscbe Luther. Stiftung“ ist am 10. November, 1883 zur 400 ]ah_r1gen GeburtSfeier Luther's begründet worden. Sie wii! ein lebendiges Denkmal des Dankes sein, den die Evangelischen ihrem Luther zonen als dem Be. gründer des evangelischen Pfarrhauses und Lebrerbauseß. Den Predigern und Lehrern, zumak denen auf dem Lande 'yd'er in kleinen Städten, soll zur Erziehung ihrer Kinder,beziehungßwerßtbren Waisen Zur Versorgung eine Beihülfe gegeben werden als_ em Zeugmß der Anerkennung des reichen Segens, dcr axis dtesen Hausern der evange- lischen Christenheit zugeströmt ist. Dre Stadt Berlin hat seiner Zeit zur Begründung der Luther-Stiftung 100000 .“ gewährt
und ein Grundstück zur Errichtung eines Heimathshauses in Außficht „_
gestellt; andere Gemeinden und viele Einzelne haben das Stamm.
kapital vermehrt. Soll aber die Stiftung entsprechend ihrem Namen *
und der Begeisterung, in der fie am Luthertage 1883 gegründet wurde, Großes leisten und em lebendiges Zeugniß werden für die Würdigung des Werkes Luther's, dann tönt es notH, daß an
dieser Stiftung auch alle Evangelischen dcn lebhaftesten Antheil *
neömen.
Am Sonnabend, den 22. Oktober, begeht unser Vaterland den dreibundertjährigen Geburtstag eines lange Verkannten (He'lebrten von uniVerseÜer Bedeutung: Joachim Jung oder Jungtus wurde am 22. Oktober 1587 zu Lüßeck geboren und auf dem dortigen Katharineum vorgebildet. Derselbe studirte zu Rostock und Gießen Mathematik, und erwarb sich, „erst 21 Jahre alt, an der leZtgenannten Univerfität mrt so großer" Außzeicb- nung die Magisterwürde, daß er ein Jahr syater (1609) daselbst Professor der Mathematik wurde. Er legte tndeffen schon 1614 diese Sprofesiur nieder und lebte mit Raticbius und Helwici) in Augsburg, tudirte Mcdicin undoerwarb sich in Padua, dem dama- ligrn Mittelpunkt der medicmischen und ngturwtffenschaftlichen Studien, die Würde eines Doktors der Medicm im, Jahre 1618, Sechs Jahre später ward er Professor der Mathematik in Rostock. In der Folgezeit [9th er in Braunschweig, dann wieder in Rostock und kam im Jahre 1629 als Rektor des Jobcmneums und Professor des akademischenGymnasiums nach Hamburg. Dort ist er bis zu [einem am 23. Scptembcr 1657, also im 70. Lebensjahre erfolgten Tode gc- bliebrn. Jungius war obne Frage einer der scharfsinnigstcn Gelehrten des 17. Jahrhunderts. Bereits Goethr wirs auf die hervorragende Bedrutun'g desselben, den auch schon Leibniz dem Kopernikus und Galilei zur Seite gestrilt batte, bin, und Alexander von Humboldt bezeickmete ihn als einen Mann, den keiner seiner Zeitgenossen an (Gelehrsamkrit und philosophiscbem Geiste. übertrdfferi habe. Besonders in der Bekämpfung der [cholastisckyen Philosophie zemtc Jungius seine Akribie. Er war es, der auf dem Gebiete der Botanik der wiÜkürlicben unwissensÖaftlichen Auffassung und Ordnung der Pflanzen „ein Ende machte. Ihm verdankte die Pflanzenkunde dir erste richtige Fest- sirÜung der Begriffe Art und Gattung, sowie die Grundlagen einer Kunstsprache. Letztere ward erst nach seinem Tode und nach einer Abschrift seiner Diktate von Jol). Vaaet in „1000111111 „111113711 183.2'0J0
115-1080011108.“ («Hamburg 1678) bekannt gemacht und später von Zinné, dessen Vorgänger man Jungius mit Recht genannt hat, aus- gebildet. Jungius war auch ein warmer Förderer der humanistischen Bestrebungen. Namentlich [06 er mit Vorliebe die griechischen Klassiker, deren Sprache er in ihrer Kraft und Reinheit bexmmderte. Nach seiner Ansicht, die er als Rektor des Jobanneumö vertrat, genügte zum aründlichen Studium der grirchischen Sprache das Lesen des Neuen Testaments im Grundtexte nicht. Er forderte die Lektüre der griechischen Klasfiker, wodmck) er mit mehreren Ham- burger Gelehrten in einen heftigen Konflikt gxrietk). S0 ist „Junginß für seine Zeit von eminenter Bedeutung gene1en. Unter Bckampfung des AristotrliSmus birlt cr sich selbst fern von reixi empirischen und idealistischen Thcorien, ohne sich von dem positiven Christenthum zu lösen. Vielmrör war er mit bedeutenden Theologen eng befreundet.
Gestern ist ein Kommando don 20ffiziercn, 6 Unteroffizieren und 60 Mann des Eisenbabn-Regimcnts unter Führung des Lieutenants Mesfing zu Oberbau-Ar beiten auf der Strecke Schwarzenbrk_Friedrichsrub per Eisenbahn abgerückt und hat in Schwarzenbek Quartiere bezogen.
Die Aufführungen des neuen Volksscbaufpicls von August Trümpelmann: „Luther und seine Zeit“, zu Torgaiz mrt dem Hofschauspicler Carl Portk) aus Dresden als „Luthcr' bcginnrn am 3. November. Zunächst ist eine viermalige Aufführung in Aus- ficht genommen.
Friedrich- Wilbelmsiädtisches Theater. Hr. Louis Roth, der Komponist der demnächst zur Aufführung aelaygenden Operetten-Noviiät: „Die Lieder des Mirza Schaffi)“, ist aus Wien bter eingetroffen; ebenso Hat Hr. Emil Pohl, der Verfasser drs Librettqs, seinen Rnbesitz im benachbarten Eberswalde mit dem Aufenthalt 111 Berlin vcrtauscht„ Komponist und Autor geben dem Werk, jve1ches Direktor Julius Jriö1che einer sorgfältigen Inszenirung unterzieht, noch die lrtzte Farbe.
Bcllr-Akliancc-Tbcater. Berg's Poßsc „Nr. 28,“ mit Hrn. Felix Schweigbofrr als Gast gelangt, da dieselbe noch immer xinhe bedeutende Zugkraft anÖübt, aUck) 'am Sonntag noch zur Auf“ 11 rung.
Central-Thcatcr, Das Funfziger-Jubiiömn der „Höheren Töchter“, Welches morgsn, Sonnabend, stattfindet, ist ein dreifaches: es gilt der strebsamen Direktion des Hrn. CmilTHomas, diefautf das glücklichste damit begonnen Hat, es gilt den Darstellern, die,1mt ibrcm Direktor, vcreint. unermüdlick) mit gleicher Frische und flotten! Humor an jedem der funfzig Abcndc der Posse zu neurm Siege verbolfeg haben, und zuglricb _auck) den Autoren, die mit den „Höheren Töchtkk" eine neue Probe ihres bcwäbrten humoristiscbrn Talents darboten. Die Posse ist übrigens 0011 Direktor T[)o_mas fiir die morgige Auf“ führung in splendidester Weise neu auWejtattet.
In der Lortzing-Feier, welcbe morgen, Sonnabend; 1111 Concertbause veranstaltet wird, werden die Hrrn. O),)ernsanßkr Emil Michaelis und Walter resting einige Arien aus .Czar un Zimmermann“, dem .Wilds 113" und dem .Waffenschmted“ vor- tragen. Den orchestralen Theil des Abends bilden eine hier seltex1 zz: Gehör gebrachte Fest-Ouverture, dann die Bailetmufik aus „Undine- die Ouverture zu „Hans Sachö“ und noch mehrere andere Werke des Komponisten.
Redacteur: N i e d e [.
Verlag der Expedition (S cholz). _
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-Anskalt- Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32,
Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Berlin:
NL“? 247.
1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sacben.
2. Zwangsvollsireékungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.
3. Verkäufe, Verpachtungen. Verdingungen 2c.
4. Verloosunn. Zins*abiung :e. von öffentli ' . 5. Kommandit-(Hesel1schaften auf Aktien u. YYeYYZJtiO.
_Grste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzxiger und Königlich Preußischen Stants-Anzeiger.
Berlin, Freitag, den 21. Oktober
Oeffentlichee Anzeiger.
9. Tbeater-Anzei en. 10. Familien-Na richien.
1887.
6. Berufö-Genoffenschaften.
7. Wochen-Ausweise der deutschen Zettelöanken. 8. Verschiedene Bekanntmachungen.
) In der Börsen-Beilage.
1) Steckbriefe uud Untersuchungs - Sachen.
[34873] Steckbrief.
Gegen den unten beschriebenen Arbeiter (Kellner) Otto CarlMiille, am 5. August 1860 ancheiblers: berg geboren, welcher fiüxkytig ist, ist die Unter- suchungs'haft wegen g_en)e1111chaftlichen Hausfriedens- bruchs und Sachbeschadtgmxg, in den Akten .). 170. 6855 ZZ verbaxgk; FSS U11“? ferxtckpt, denselben zu veraen un m a nerxunUänni u Berlin, Alt-Moabit 11/12, abzulieferiH gf g H z
Berlin, deri 14. Oktober 1887.
„Königliche Staatsanwaltscbaft 1.
Beschreibung: Alter 27 Jahre, Größe 1,68 111, Statur schlank, Haare schwarz, Stirn frei, Augen- brauen schWrz, Nase, und Mund gswöbnlich, Zähne defekt, Kinn langltck), Gesicht längiich, Gesichts- farbe ge[und, Sprache deutsch. Kleidung: dunkel- graukarrirten Jaquet-Anzug.
[34872] Steckbrief.
«egen den unten beschriebenen Steinmeß cseÜen Otto Karl „Rudolf Thomann, am 7. Januar 1866 zu Berlin geboren, welcher ftüchrig ist, ist die Untersuchungshaft Wegen ge'm'emschaftlichen Haus- friedensbrucbs und chhbescyadtgung, in den Akten 1.117 s.. 685. 86 verhangt.
Es wird er1ucht, dens_e[beri zu verhaften und in das Untersuchungs - Gefangmß zu Berlin, Alt- Moabit 11/12, abzuliefern.
Berlin, den 14. Oktober 1887.
Königliche Staatöanwaltsckwft 1.
Beschreibung: Al_ter 21 Jahre, Größe 1,73 111, Statur groß und qufng, Haare blond, Stirn her- vorstehend, Bart: keinen, Augenbrauen dunkelblond, Augen braun," Nase imd Mund ewöhnlick), Zähne gut und Voliftandtg, Kinn rund, Gcßrcht voi], Gesichts- iarbe gesund, Sprache: Bsrliner Dialekt, Kleidung: brauner Hut, brazmes Jaquxt und hellgraue Hosen. Besondere Kennzeichen: an cmrm Arm Tätowirt.
[34870] Bekanntmachung.
Das unterm 4. Juli 1885 hinter den Diensiknecht August Friedrich Joachim Frau aus Lieben- berg in den Akten 117 14/85 erlas ene Strafvoll- sircckungß-Ersuchen ist erledigt.
Potödam, den 17. Oktober 1887.
Königliche Staatsanwaltscbaft.
[34871]. Oeffentliche Aufforderung.
Es wird ersucht, den gegenwärtigen AufenthaltSort des ZiegeFeiarbeitcr D. Klaerke (ck 01301"), zuläßt in Potsdam in Arbeit, welcher als Zeuge vernommen werden soll, 1chleunigst hierher zu den Strafakten .1. 1726/87 mitzutbeilen.
Potödam, den 18. Oktober 1887.
Der Untersuchungsricbter beim Königlichen Landgericht.
[34899] Bekanntmachung.
Durch Beschluß der Ferienkammer des Kaiserlichen Landgerichts dabier vom 10. September 1887 ist das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen nachstehend geriannter, eines nach „H. 140 Ziffer 1 des Straf- geießbuckyes strafbaren Vergehens der Werke ung der Wrßrpfltcbt angeklagten Personen zur De ung der dieselben möglicherWeise treffenden Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens mit Beschlag belegt wdrdcn, was in Gemißheit dcs §. 326 St. P. O. 11111 dem Beifügen bekannt gemacht wird, daß Ver- fu'gun en, wel e einer der Angeklagten über ZL[ein i_mt eschlag elegtes Vermögen nach dieser er- offentlicbung vornimmt, der Staatskasse gegenüber nichtig sind:
]) Jacob, Reinhard HLinrick), geb. am 18. De- zember 1864 zu Rheinbiscbofsbeim
2) Fleischbein, Johannes, geé. am 27. Februar 186€) YchBurkMUZÖ'l' b 19 D b
.) " aurer, tipp, ge . am „. ezem er 1866 zu Wachenheim,
„ 4 Luftig, Franz Anton, geb. in Rosbeim am -. anuar1866,
5) Schmitt, Michel, geb. am 6. Dezember 1866 zu Wtwersbeim,
Nr. 1, 3 und 4 zuleßt in Straßburg i.Els., Nr.2 äuleßt in Ersiein, Nr. 5 zulexzt in [einem Geburts- ortc wohnhaft, alle z. Zt. obne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort.
Straßburg i. Els., den 10. Oktober 1887.
Der Kaiserliche Erste Staatöanwalt. I. V.: Vogt, StaatSanwalt.
[34874] K. Staatsantvaltsrhast Tiibingen.
Die gm 3. Mai 1887 we en Verlesung der Wehrpflicht verfügte Beschlagna Me des Vermögens des am 15. Mai 1866 grborenen Adolf Schäfer UM Reutlingen ist durch Beschluß der Straf- kammer, des K. Landgerichts hier vom 13. Oktober
7 wieder aufgehoben worden.
Den 14. Oktober 1887.
Der Erste StaatSanwalt. S ch e u r l e n.
**
2) Zwangsvollstreckungen, Anfgebote, Vorladungen u. dgl.
134917]
In dem Verfahren, betreffend die Vertbeilun des Erlöses der am 27. Juni 1887 auf Anstehen 1 des Jakob'Loeb, 2) des Isidor Loeb, Beide Viebbändler IRUcbsbofen, als Gläubiger, ge en 1) den Georg i ktesach, Arbeiter, rüber in Ober teinbacb- zur Zeit OnAmertka, 2) de en Kinder und Erben seiner zu [bkkstembgeb verse ten (Ehefrau Salomea Rosemann, 99: 8-Fx1edricb Briesacß, b. Geor Briesacb, Beide in Amerika, 0, Karoline Briesa , (1. Katharina
Briesack), 9. Salomon Brieiack“), diese leisteten drei großjäbrig, in Paris obne bekannten Wohnort. 016 Schuldner, durch den Versteigerungsbeamten, Notar Seltenmeyer zu Weißenburg vorgenommenen ZwangH- versteigerung mshrerer Grundstücke ist der" Thet- lungsplan auf der Gerichtsschreibcrei des Kaiserlichen AmtsgericHis dabier offen gelegt und Termin zur Er- klärung über denselben auf -
den 19. Dezember 1887, Vormittags 9 Uhr, is?) Gteschäftslokale des Amtsxzerichts bierselbst be-
imm.
Die genannten Schnkdner Wkrden aufgefordert, von dem Tbeilungsplan Einsicht zu nehmen, dem- nächst in dem Termine behufs Erklärung über den Theilungsvlan zu erscheinen und spätestens in diesxm Termine bei Vermeidung des Ausschlusses rvvatge Widersprüche gegen den Plan zu erheben.
Weißenburg (Elsaß)- den 17. Oktober 1887.
Kaiserliches Amißgericht. gez. Stübel.
Für die Abschrift: ,
D r o v e , K. Amtsgerichtsschrciber.
[32330] Aufgebot. Die Sparkassenbrieher drr Kreis-Sparkaffe zu Plxß
o.. Nr. 8028 über 65 „45. 24 «z, ausgefertigt fur den Einlieger Franz Girl zu Kobier,
1). Nr. 5244 über 443 „416 89 43, außgefertigt für die Frau Lehrer Emma ScHnura in Cielmiß,
find angeblich verloren gegangen und soUen auf An- trag dec Eigenthümer Franz Gies, bezw. Emma Schmirn zum Zwecke der neuen Ausfertigung amorti- sirt werden.
Es werden daher die Inhaber der Bücher auf- gefordert, spätestens im Aufgebotstermine,
pen 21. April 1888, Vormittags 11 Uhr, 11er dem unterzeichneten Gcrichte (Zimmer Nr. 22) ihre „Rechte anzumelden und die Bücher vvrzulegen, widrigenfaÜs die Kraftloserklärung derselben er- folgen wird.
Pleß, den 22. Sevtember 1887.
Königliches Amtsgericht.
[15574] Aufgebot.
1) Der Zangenschniied Friedrich Arndß gen., auf drm Berghof? hier, als Vertreter seines minor. Sohnes Friedrich Arnd , und
2) derHHülxtsbremser Carl riedrichWi15.Arndß zu eng ey
bgben 'das Aufgebot des über die von dem ersteren fur seine mmor. Kinder bei der städtischen Spar- kassx zu Hagen gcmacbtenEinlagen über 3363421 Y Zebrldcten Sparkassenbucbs Nr. 14 525 mit der Be- auptung, daß dasselbe vcrkoren gegan en, zum weck der Erlangung eines neuen Sparka buchs/ ea'n- tra t. Die EinlaJJ-kn betrugen ult. 18 5: 150,81 W er unbekannte 1150er des vorbezeichneten Spar- kaffenbucbs, sowie (111€ Diejenigen, Welche an dem Verlorenen Sparkaffenbuck) irgend ein Anrecht zu Zabert vfermemen, Werden aufgefordert, spätestens in em an den- 6. Januar. 1888, Vormittags 11T Uhr, Vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 15, anberaumten Aufgebotstcrmine ihre Rechte anzu- meldcn_ und das Sparkassenbuck) Vorzulegen, widrigen- falls dre Kraftlo'serklärung des letzteren erfolgen und dem Verlierer *ein neues Sparkaffenbuck) an Sthe des verlorenen ausgefertigt werden wird. Hagen, den 10. Juni 1887. Königliches Amtsgerichi. [34901] Aufgebot. Dre Sparkaffenbücher der Sparkaffe des Kreises Weft-Stcrnbcrg zu Droffen:
0. Nr; 412 über 82,47 „16, ausgefertigt für die (Hejchwtster Gottlob und Johanne Louise Ka- msck) zn Balkon;,
1). Nr. _2063 über 47,45 .“, ausgefertigt für Wil- belrnme Baum zu Lieben,
0, Nr. 109 über 72,87 „M, auSgefertigt für die TuLmacHer Lange'sche Pupillenmaffe zu Königs- wa €,
sind angeblich und Mar 86 a. und 0. verloren ge- gangen, 011 b. Verbrannt, und folien auf den Antrag der Eigentbümer, nämlich:
8. des minderjährigen Friedrich Karl Kaniscb zu Balkow,
b. der minderjährigen Wilhelmine Baum zu Bi- schofSsee,
o. der verwittweten Tuchmacher Beate Lange, früher zu Königswalde, 'th zu Meseriß,
zumd Zwecke der neuen usfertigung amortisirt wer en.
Es werden daher die Inhaber der Bücher aufge-
fordert, spätestens im Aufgebotstermine,
am 17. Mai 1888, V„ormittags 9 Uhr,
bei dem unterzeichneten Gerichte ihre Rechte anzu- melden und die Bücher vorzulegen, widrigenfalls die Kraftfoßerklärung derselben erfolgen wird. Droffen, den 17. Oktober 1887. Königliches Amngericbt.
[34921] Aufgebot.
Der Schein der Distriktssparkaffe (Gemünden vom 7. Januar 1864 Nr. 4513 lautend auf Georg Adam Mutbig von Rieneck als Gläubiger eines Kapitals von 85 .“ 71 45 ist zu Verlust gegangen._ Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spatestens im Aufgebotstermine vom Mittwo , 16. Mai 1888, Vormitta s 9 Uhr, seine echte bei dem
unterfertigten Geri te anzumelden, und die Urkunde *
vqrzdulegen, widrigenfalls dieselbe für kraftlos erklärt wir . Gemünden a. M., den 11. Oktober 1887. Königliches Amthericbt. Schultheis.
[344641 A:":fgebot.
Fräulein Wilhelmine Jen [ck) zu Bitterfeld hat dax) Aufgebot dcs Einlagebu s der Sparkasse des Bittcrfelder Kreises Nr. 30 306 über 537 „M 7 Y, welches ihrem Vormundc gestohlen worden ist, begntragt. Der Inhaber dieses Sparkaffenbuchs erd aufgefordert, spätestens in dem auf
den 27. April 1888, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneien Gerichte, Zimmer Nr. 19, anberaumten Aufgebotsterminc seine Rechte anzu- melden und das Buch Vorzulegen, widrigenfalis die Krasxloserklärung des Sparkassenbucbs erfolgen wird. Bitterfeld, den 11. Oktober 1887. Königliches Amtszzericht. Mittler. [34912] Aufgebot.
Der Kaufmann Julius Lampion in Mannheim, vertreten durch, Rechtsanwalt Dr. Darmstädter dqselbst, bat_ die Kraftloserklärung der angeblich seiner Erblaßern), der am 22. Dezember 1885311 Haznbach, ' Regierungsbezirk Aachen, verstorbenen ledigen Elise Lanwson abhanden gekommenen bezw. aus , Versehen verbrannten Nordbahn - Prioritäts- Obltgaitonetx der Bergisch-Märkisäjen Eisenbahn- Éeseiischaft m Elßerfcld Nr. 18 224 und Nr. 18 225 uber „xe 100 Thaler = 300 .“ beantragt.
Die Inbabcrder genannten Obligationen Werden
aufgefordert, bez drm unterzeichneten (Gericht, und zwar spatestcns m dem auf , de'n 6. Juli 1888, Mittags 12 Uhr, im SißunJSsagle Zimmer Nr. 24 anberaumten Auf- gebotstxrmme ihre Rechte und Ansprüche anzumelden und die Obligationen vorzulegen, ividrigenfaus deren Kraftlonerklärung erfolgen wird.
Elbexfxld, den 31. März 1887.
Köntgltcßes Amngcricht. Abtheilung 17. _ , , ,».Vz gez, Abt. ur die R1chitgkrii: 11. Z.)" „Kahn, Asfisient. Gsrichtsschrciber des Komglrchen AthgericHts. Abtheilung 7.
[34913] Aufgebot.
Die auf den Inhaber lautende Aktie Nr. 29 216 (10 1868) der BreSlau-Scbweidni -Freiburger Eisen- ahn-Gesellsckpaft über 200 (zWei andert) Thaler ist
angeblich abhanden gekommen und soll auf den Antrgg der Aktiengesellschaft „Deutsche Bank“ zu Berim fiir kraftlos erklärt werden.
'Der unbekannte Inhaber der bezeichnetc'n Aktie wrrd deshalb aufgefordert, spätestens in dem auf den 5. Juli 1888, Vormittags 11.1 Uhr, an htesi er GerichtHiteUe, Am Schweidnißer Stadt- graben r. 2 3, Zimmer Nr. 47 des zweiten Stocks, anberaumten ufgebotstermine 'seine Rechte bei dem
unterzeichneten Gerichte anzumelden und die Aktie-
vorzulegen, widrigenfaÜs die Kraftioserklärung der leßteren erfolgen wird. Breslau, den 11. Oktober 1887. Königliches Amtsgericht.
[34919] Aufgebot.
Der Wirth Franz Anton Wenning zu Borghorst Hat das Aufgebot, des angeblich ibm gehöri en, in der Katastralgrmemde Borghorst belegenen rund- stücks Flur 18 Nr. 731, Moosbeide, Weide, mit einer Größe 12011 25 a 11 qm beantragt.
Es Werden daher aUe Diejenigen, welcbe Eigen- thum oder anderweite zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragun in das Grundbycb bedürfende Rechte geltend zu ma en Haben, aufgefordert, spätestens in dem Aufgebotötcrmin den 18. Januar 1888, Vormittags 111Uhr, bci der unterzeichneten Gericbtßjtelle ihre Rechte und Ansprüche auf das Grundstück anzumelden, widrigen- falls sie mit denselben aus eschloffen werden.
Burgsteinfurt, 11. O tober 1887.
Königliches Amtsgericht.
[34918] ' Au gebot.
Zur Erivtrkung ihrer intragung als Eigentbümer haben die Eheleute Wrrtb und Kornbändler Theodor Schlcithoff und Bernardine, geb. Kemlcr, zu Holt- baysen, da? Aufgebot der auf den Namen des Wirths Friedrich Ester und des Hermann Ester Band 60 Blatt 1 des Grundbuchs von Holthausen eingetragenen Grundstücke Flur 15". Nr. 701/170, 732/203, 912/196, 913/197, 914/197, Katastral-Gem. Holthausen, beantragt.
Demnach Werden alle Eigenthums-Prätendenten aufgefordert, spatestens in dem am Amtßgericht auf den 25. Januar k.. J., Vormittags 111 Uhr, azrstehendenk'Termme ihre Ansprüche und Rechte auf dre vorbezeichneten Grundstücke an nmelden, widrigen- falls fie mrt denselben ausgescblo en und die Antrag- stellxr als Ergenthümer im Grundbuch eingetragen wer en.
Burgsteinfurt, 14. Oktober 1887.
Königliches Amtögericht.
[34923] Aufgebot.
Jm Grundbuche von Tbüle Band 11. Blatt 45 ist das Grund türk Flur 6 Nr. 291 der Kataster- gemeinde Thü e, Untergemeinde Scharmede „Tückel- tauben", Garten zur Größe von 3 o. 76 qm, 0,52 Thlr. Reinertrag, ür den Johann Grewe 711130 Knaup zu Wewels urg ein etra en. Durch notanellen Vertra vom 20. Jun 18 1 hat der
ubrunternehmer Jermann Koch 11 Essen dieses
rundsiück an den Handelömann „ernbard Rosen- berg zu SalTkotten verkauft und bat leßterer das Grundstück set jener Zeit in Befiß gehabt.
Da der Eigentbumßeriverb des Grundstücks durcb den Hermann Kock) nicht nachgewiesen werden kann, hat der Handelsmann Bernhard Rosenbrrg das Auf-
gebot des Grundstücks zum Ziveck der Befißtiiel- berichtigung beantragt,
Alie Diejenigen, welcbe Eigentbuerechte an dem bczcichneten Grundstücke zu habcn vermeinen, ins- besondere die Eheleuie Andreas Ewers und Anna Maria, gt. Jenni Grewe, und der Klemens Josef Grewe, würden daher aufgcfordert, dieselben spät: ten in dem auf
der) 28. Maj 1888, Vormittags 9 Uhr, an hiesiger Gerichtssteüe anberaumten Termine an- sumeiden und zx: bescheinigen mit der Verwarnung, daß 1111 FaÜe nicht erfolgender Anmeldung und Be- scheinxgung dcs_ vermeintlichen WidersprUchsrechis, sie unt ihren Eigentbumsansprücben und Rechten an dem Grundstücke ausgeschlossen und die Eintragung des Antragstellers als Eigcnthümer des Grundstücks im Grundbuch erfolgen wird.
Salzkotten, den 17. Oktober 1887.
Königliches Amthericht.
[34914] Aufgebot.
Auf den Antrag: 1) der verwittWeten Damenschneiderin Ida PHilipp, eb. Bossack, zu Breslau,
2) der VereXLeiichtcn GerichtSvollxieber ValeSca
' Appaxy, geb. Bossack, ebendaselbst, tvtrd deren Bruder, der Matrose Carl Heinrich Rein- hold Boffack aus Breslau, welcher _ am 22. Ja- n'uar 1844016 Sohn des Kaufmanns Johann Hein- rich Siegfried Voffack und dessen Ehefrau Adelgunde Sophie, geb. Uhl, geboren _ im Jahre 1863 Breslau deriaffen haben und in Amerika Verscholien serifi dsoli, hierdurch aufgefordcrt, spätestens in dem an en 28. „September 1888, Vormittags 11:25 Uhr, an [)restaer Gerichtsstellc, am Schweidnißer Skadi- grabcn Nr. 2/3, Zimmer Nr. 47, des zweiten Stockes, anberaumten Yusgcbotßtermine fiel) bei dem unter- zerchnet_en„©'ertchte schriftlich oder pcrsönlick) zu mek- den 'wrdrtgenfalls seine Todeskrklärung erfolgen wird.
TÖte Aufforderung, fich, wie vvrstebend an cgeben, zu melden, ergeht auch an die von dem Vers ollenen etwa zurückgelassenen unbekannten Erben und Erb- nehmer.
Breslau, den 12. Oktober 1887.
Königlisbes Amtherichi.
[349161 Aufghebot.
Auf Antrag der 'Frau Kapitän-Lieuienant Thekla Hilgendorf, geb. eme, in Narkau bei Dirscbau, ver- treten durch den 5 echtsanwalt 131". Thomsen zu Kiel, wird hinter dem Kapithn-Licutenant Bruno Hilgen- dorf, ge5._ am 25. Marz 1854 zu HgmmerSdorf, Kreis Heiligenbeil, welcher laut Bescheinigung des Kommandos der 1. Matrosen-Divifion zu Kiel zur Besaßung S. M. S. „Augusta“ gehört hat und mit dtesem Schiff im Herbst 1885 im Golf von Aden VerschoÜen ist, das Aufgebot zivccks Todeskrklärung des Genannten erlassen.
' Der Verfckyollcne wird aufgefordert, fick) spätestens m dem auf
den 26. Januar 1888, Mittags 12 Uhr, anberaymten Aufgcbdtstermine persönlich oder schrift- [ich bei dem unterzeichneten Merichic, Zimmer Nr. 11, zu melden, widrigcnfails derselbe fiir todt erklärt und über seinen Nachlaß in Gemäßbeit der Verordnung vom 9. Nchmber 1798 verfügt werden wird.
Kiel, den 17. Oktober 1887.
Königliches Amthericht. Abtheilung 111.
[34910] Aufgebot behufs Todescrklärung.
Auf Anita des Landmanns Christian Peter Peterten zu attesbüilhallig, als Vormundes des abwesenden früheren Arbeitsmannes Sönke Fedder Klüvrr aus Neukir en„ ehelichen Sohnes des Land- manns Andreas E risitan Klüver zu Bundiögaard und der Dorothea, geb. Sönkes, wird genannter Sönke Fedder Klüver, Welcher am 2. Marz 1814 zu Neukirchen geboren und seit circa 40 Jahren ver-' schollen ist, sowie seine Erben hierdurch aufgefordert, fich bezw. ibre Erbansprucbe spätestens in dem auf
Donnerstag, den 16. Februar 1888, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- ebotstermine anzumelden, widrigenfails der Sönke edder Klüver. für todt erklärt und sein hier unter vormundschaftltcher Verwaltung befindliches Ver- mögen den bekannten und gehörig legitimirten Erben geseßmäßig wird ausgeliefert werden.
Tondern„den 18. Oktober 1887.
Königliches Amthericht. Abtheilung 11. Brockschmidt, 131".
[34902] Aufgebot.
Auf den Antrag der Wittwc Maria Obermeii, geh. Gastell, und des Jnstmanns Carl Schlaugat wird der Schmiedegeseae Carl (Gastell, welcher etwa sert dem Jahre 1855 verschoilen ist, aufgefordert, fich spätestens im Aufgebotstermin
hen 1. August 1888, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte _ Zimmer Nr. 7 _ zu mekdgn. widrigenfails [cine TodeLerklätung er- folYn wird.
oldap, den 17. Oktober 1887. Königliches Amthericht.
[34915] Aufgebot.
Es is; die Todoöerklärung nachstehender sämmtlich bereits uber 70 Jahre alter Personen beantragt:
1) des Johann August Carl Brammer, geboren am, 15. ebruar 1817 bei Sönderbv, Ge- memde_ ieseby Seitens deffen Vormundes Hufenpacbter T omas Schmahl in Bovenau,