1930 / 268 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 15 Nov 1930 18:00:01 GMT) scan diff

bzw, vor dem (Ndonkcn des ?luÄchciYenz aus dem preußiéchen LnttchVcrbaUd nici): z::rxjckgeschrcckt scx, von der chicrnng, daß die bisherige SubventLonspolitik durch prov::f:Tox:zpolé:i*-'chc Maßnahmen und durch Unterstüsung der Landakbcixcr und der kleinen BMM! erscht Werds. und Zach dcr Osthilfc müsse in cxslkr Lini-c (mf dic Unkel“- 1:10:an dcr ?lrbcixcr und der kleinem Bach"" gsrichtct scén.

AW. Harxwig-Ztcttin (Soz.) bcgrünOct dic Gwßc ?in- 110316 sckncr Fraktion iiber dic Vcrwcndung dcr [ajxdwértscßafxz lichcn llmscbnldnngskredite im Kxcise Schlawe in Pommern. TU“! GwsUrnndvcsiyor hätten zWei Drittel der zur Verfügung gc- stellxcn Kredits erhaltcn, während die klrinen Besitzer mit cmem der Verteilung der hämn nwbrfacb interessikrtc Personen mitgswirkt, _Tayz Ste_xats- ministcrinm Tolle in ZUknnft dic Intercsscn dcr kletnbancrlxchcn Bcsißcr s(yiilzcn.

Abg. Dermietzel (T.“)éat.) begriindet den Uramraa Schunc- Smpcn (DRM.) iiber die Verteilun dcrnnq dcr Landwirrschaft durch die _ dic (**));oß-c Anfrage Dr. von Winterfeld (DRM.) über dte Not- 10511“ der Landwirtschaft. Die Landwirrschaftskammern seien am besten in der Lage, die Verhältnisse zu übersehen. Nach Hinmeis auf ch große aUgcmcine Notlage der deutschen Landwirte fragt der Redner, was da;; Stamsmmistcrium zu tun gedenke, um durch eigene Maßnahmen und Einwirkung auf die Reichsregierung der Wmdjkértstbaft 511 bclfcn.

IWF. Zci)1vc cht (“

R ednet erwartet

dcr Staatsmittel zur För- andwirtschaftskammcrn und

_ . Nat.) bogriindct dic dcntschnotiozmlen Uranträgc Übkk dic Maßtmhmsn ngnnstcn dex LandwirUchaft, über die Kaliprcisc und über steuerl*iche Erleichtérungen gegen; In den Uranträgcn wird Ws St_aats- ministerium crsncht, anf dic Reichsregierung dahin einz111mrk_en, Daß Ei11f41*hrv*crl1*otc für Erzcngnissc dcr Lan-dtvirtsclx-aft, dcs Wern- baus, dcs GartenbMts nnd der F-orstnvirtschast erlassen, ent st-Ehendc .HandchNrträgc gcküwdigt unB nötigenfalls dcn Tchaftsintercsscn cnts'prcchcnde befristete Einfu-hrkontingknxe ge- jvährt, die erfordcrlichen gescßlichcn Bestimmungen dem Nerchstag unVcr-züglich Wrgclegt Werden, die Frackxtsäße für Er dcr Landwirtschaft njw, sowie für künstliche Tiin worden und bis „311111 WirksaaneUd-cn drcscr I) fofortigcr allg-emc'iner VollstreckungsFchuß e-in_efiil)rt Wtrd. chnar vßrlangt insonderheit auch ein Ein“fu- r-V-erbot für russi- Es sei interc'ssant, so erklärt er Weitsr, daß Finanz- minister Höpker Aschoff heute fast wörtlich genau dasjelbe gesagt habe, Was schon Hugenberg und die deutschnationale “Kartei “bc- ' _ daß nämlich an 'der Weltwirrsckz-afts- Die Landwirte Ver-

üvcr “dcr Lanxdwirtschafx

ßna-hmcn ein scbes Holz.

rctts w:or ihm gesagt hätten krise lcxdigltch Ber Y zichteten gern auf jede ,nbvention, sie Wollten nur HersteUung dcr Rentabilität der Landwirtschaft. Weiter ?die Fordevun-g auf Wiedevhcrabchung der Kabipre'rse von 1925. Der Not der Landwirtschaft solle man abhelfen, anstatt mit en gegen VerzWeifelte Bauern vorzu ehen, Man Werde den

- 'l-an schuld sei.

Dcr Redner begründet

drako-nischcn Maßna Während Bös; (“ine gcgen dic [(MP-wirtfchaftsfciwdlichc SozialdemoEratic 11nentWegt ch'tcrführen.

bg. Dr. S ck) i fta n (D. Vp.) "begründet die Große Anfrage Steudel (D. Vp.) über die Kartoffelpreise, in der das Staats- We-lche MaßnaHm-en “Kronßßns zu treffen 'bcnbfichtigt, um der Kartoffel bauenden Lanthrtschaft die Möglichkeit zu geben, ihre Ware nicht ver- 1clxlkn-d-crn 11 müssen, Wodurch auch (16-27! der Landwirt-schast nahe- _1nt-crn-ohmu,ngen genützt w-ürkde. Stqatsmimjterium aufgefordert, seinen starken Einfluß beim ,icxck Linzuxcßcn, damit wirrsckzaft'liclx ' reichsrcg-jerUn-g sofort in Kraft BDWUt 'Hssondeks, daß dem Osten um 103271 Preis geholfen Wewden _ _ T-em R-e-gierunqstz'ivk Frankfurt Schlesten gegenüber müffe das ihnen bei der Verteilung der Ost- htlfe angetane U_n_recht wieder gutgemacht Werden. Die Preußen- kqsse solle xm eivrs]e_n Werden, zum Bau von V-ereidelungsanstalten fm“ Kartosst :: billige Kredite zu gekoährcn. _ _ _Wähvend in dem Jahrzehnt 1903/13 Die YorkvertungSmÖgltchkeU für Kartoffeln 88,29 Mark betrug, sei dxcse Verfvertungsmöglichkeit heu_te auf etWas über 15 Mark je _ ErschWer-ewd tn diesem Jahre sei noch, daß „durch Dre nasse Witterunq und die im Frühjahr e*intret-enxd-e Kälte Kartoffeln se r herab escßt sei. seinen “awdwirtxschaftlichen

e'lohnung erhalte.

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)ilxsmaßnahmen „auch Von

ge etzt Werdén, Der Redner

, _ Das bedeute keine “3410va1t-ronsyolttak.

Tonne gesuniken.

der Stärkegebalt der Vorävnrf müsse er (Redner) aber au erufs-gcnpffensch-aften machst!. Dic QuaLität dsr nach den Gr-oß- ta*d__t*€n gelxc'7ertcn Kartofon entspreche seBr oft bcrcchti p_ruchen nt t. Die Märkie w_iirden qcmz regellos belie )ser ern Unglxjck, daß dio K-artoffekpreise hier tn Bevlin un-d ni t 'm W; PWanz gemacht würden. ck ettze große Masse unsrwünschter Elemente eingedrängt, die 1x_rch *thrxn Kettcnhöndel de-n Erzeuger wie auch 0011. €*hklich-en HanHler 1chädigen. kb-clgrschcn K*art-offelbaus müsse aus*gogl'ichkn '

Jn kd-cn Kartoffebhandel ha 6

Der klinmti ch*e Vorteil 'des_ olländisch-kn unkd urch_ gcvscßg-c'b-ert che Maßnahmen __ _ KartoffW-orten De11tsch1amd mnss-e_ verschwxndkn, sie trage nur zur VerWärrung _ J-c m-cchr Wrr uns, 11) betont der Redner, Tviebstoff-e für umcre Mot'or-cn aus per Erzsugung “des deubsthen Ackers her- cllen, um so mxhr drent man der Miniderrwng und Behebung cr A.g1'arnot_, *bew-n-ders des Kartof'f-ekbaues, eut-e dre Benzin- und Benzolwn ernkn, zwmächst die Pr-odukkiOn V-wksgvn-ossM zu Verbrauchen.

Ledder dominieren _ Das "deutsche Volk [__an lankdwirtsch-aftli e*n _ Mon laßt aber die *deutls n Waren _Ztegen und verbrmxcht die fremden und versch1€udert ,da- :durch taglrch UWSHOUW__SUMM11 an das AusklanD. *bx-auch-sn er tagl1ch __fmr_ 378000 Mark ausländisches Gßmj'rse, fur 148000 Mark auslanNsches Obst, für 230000 Mark Apfel- __ [ur 1320-00 Mark _B-awmwn, für 550000 Marx Milch, K-a-se, fur 770000 Maxk Erex UM) für 180000 Mark SüdWein Dxe Vre'tsverteu'erer sißen wicht in der *deut- _ L_Okr Redner f-ovdert zum St!) ubrung emes Handelsklass-anstems für Kartoffeln, Swrxtus zu Treibstoffen bis

aus sdem AquUnde. chen _Lawdwirtschaft. ?ofortrge Einf tärkeren B*cintijckxungstMng von L_! 25% m_td btll'tae KredätgeWä-Hrung für Ver-odelnngsanstaken ur lanthrtschaftliche Erzeugnisse. Lan-d-wirtIsck) snmcntcnpokitik.

luß vor allem

_ _ _ T_Oie l_wste Politik für den *aftltchM Erzeugcr 1-21 zn-gle1ck) em-e vernünftige K*on-

Landwirtschaft, Dr. Dr. S-tei ge r: Meine Damen Und Herren, die Beantjvor- tnng der beiden Großen Anfragen führt uns mitten hine-in in den “Komplex der Notlage unserer Landwirtschaft. Wir kommen damit zUr ?lgrarkrise und Wollen da-bei bedenken, daß sie sich nicht bloß auf Deutschland beschränkt, sondern daß man von einer Wel:- Jm fernen Osten ist, ieiljveiée unter ZWcmg, Jm Nor-den und Südcn von-

und Forstyn

agrarkrise spricht. der Verbrauch Wesentlich gesenkt. ams, im Westen bis nach Amerika ist die Erzeugung ungewöhnlich gesteigert. Die Folge davon ist, daß die Preise auf «dem Weltmarkt in einer Weise gcsunkcn sind, die vorher nieman'd angenommen hat. Der Weltmarktpreis für Weizen beträgt gegentvärtig 120 «ckck für die Tonne, für Roggen 66,50 „M, für Gerste 61,509“ und wir» wissen, daß die Erzeugungskostcn im Auslande noch in viel stärkerem Maße géscnkt worden sind. Vor wenigen Jahren kamon an*"cre Professoren und Sachwerständigcn aus Amerika zurück und haben erklärt, wir brauchten nicht zu bcsorgen, daß uns Nord- amerika noch eine besondere Konkurrenz auf dem Getreirdemarft mache; denn der Lohnuntcil an den Produkt*iouskostcn sei schon jetzt so hoch, daß ein Weiterer WettbeWcrb mit Deutschland und Europa überhaupt unmöglich sei.

Es kam anders. Der Mäh-

Reickxs- und Staatsanzeiger Nr, 268 vom 15. November 1930. S, 2.

drc7cher, der in Amerika schon länger bekannt ist, wurde in dsn leytcn uhren dermaßen vervollkommnet, daß der Weizen zu einem Preise von 3 bis 4 »“ in Amerika er- zeugt wird, während er bei uns ungefähr 10 bis 12 „“ softer. Tas alles hat dahin geführt, daß man selbst in “)(-ordgxncréka zn Skiiyxmgsmaßnahmen für die Landwirtschaft gc€*1):'é:tc11 ist. Es nmß fcstgcstkllt Werden, daß sich auch in Tomsk)- lmxd das Vcrsjändnis fiir die Lage der Landtvirtschaft in den brcétesten Schichten gezeigt hat, so daß man zu Sxühungsmaß- nahmen in einem Umfange gekommen ist, wie es noch vor wenigen Jahren keiner angenommen hat. Es ist doch bezeichnend, daß im lcßten Jahre eine Reichsregierung, in der die Sozialdemokratie führcnd War, Richtpreise fiir (chrcide und Vicl) in einer Höhe angcstellt hat, die dnrchaus dcn Anfordcrnngcn dcr Landmirtschaf! entspricht. Daraus muß aber doch wohl der Schluß gezogen wer- den, daß nicht *die Polixik an sich die Ursache unserer Lage ist, sondern daß sie irgcndwoanders gesucht Werden muß. Und das kann nur Der Verlorene „Krieg sein, der uns in unmöglicher Weise belastet hat, nicht nur in Form der Young-Lasten, sondern es hat schon viel früher angefangen. Die Belastungen haben angefangen mit dem Kriege überhaupt, haben fich dann fortgeseßt durch die Jnfiation und noch einmal durch dic Stabilisierung dcr Mark, während anf dcr awdern Se-ite di? Sicgerstaatcn “die bekannten Vorteile hanen, und diejenigcn, die am Kriege nicht beteiligt “waren, sich bereichern konnten. Nicht bloß während der Krieg?;- zeit, sondern auch nachher konnten sie sich technisch vervollkommnen und sich Absaßorganisationen in solcher Weise schaffen, daß sie uns *in der Tat weit überlegen sind. So kann man es verstehen, daß die VerschUlDung in Deutschland immer mehr zugenommen ha1. Das Institut für Konjunkturforschung hat festgestellt, daß die Ver- schuldung im ersten halben Jahre d. J. WiederUm um 400 Mil- lionen zugenommrn hat. Wir müssen also erkennen, daß die Mei- nung, wir hätten schon den Höhepunkt überschritten, durchaus nicht zutrifft. Diese größere Verschul-dung verteilt sich einmal auf Realkredite und sodawn auf die Per'sonalkredite.

Tie Realkredite haben von 4,1 auf 4,2 Milliarden, die kurz- fristigen Kredite von 2,8 auf 3,2 Milliarden zugenommen. Sie Werden fragen, wie es_möglich sei, daß die kurzfristigen Kredite in dieser Zeit in so hohem Maße zugenommen haben, Wo Wir doch, wie wir ane wissen, keine Zunahme in der Verwendung künstlicher Düngemittel zu verzeichnen hatten, Wo wir im Gegen- teil Weniger Stickstoff verWandt haben und die Maschinenindustrie mit Recht darüber klagt, daß die Landwirtschaft im Verhältnis zu früher ein so schlechter Abnehmer sei, Der Grund liegt too- anders. Er liegt darin, daß die Landwirtschaft eben die Zinfen nicht mehr aufbringen kann, die sie tragen muß, und daß infolge- dessen diese Zinsen die Veranlassung zu neuer Verschuldung sind. Die Landwirtschaft sieht einer neuen Belastung durch 'die Zinsen der Aufwertungshypotheken, die zum 1. Januar 1932 erfolgen muß, entgegen. Reichsregierung und Reichsrat haben im De- zember d. I, die Höhe des Zinssaßes festzustellen. Die Meinungen über die Höhe gehen auseinander. Diejenigen, die am Wenigsten nennen, sagen 6 vH; es werden aber auch 7 vH und 7,5 vH vor- geschlagen. Wenn man nur 7 vH nimmt, beträgt schon die Er- höhung für die Landwirffchast nicht Weniger als 38 Millionen jährlich. (Hört, hört! rechts.) 'Sie Wollen daraus entnehmen, wie wichtig auch dieser Punkt für die Lasten der Lat1dertschaft in der Zukunft ist.

In bezug auf den Realkredit muß ich nun leider feststellen, daß sich die Sparkassen nicht mehr in dem Umfange wie früher an dieser Art des Kredits beteiligen. Sie haben von der Gesamt- realverschuldung nur noch eine Beteiligung von 23 vH gegenüber 38 vH früher. (Hört, hört! rechts.) Man hat die Landwirtschaft wohl verlassen, Weil man in anderer Richtung eine größere Rente fand: einmal in der Beleihung städtischer Grundstücke und so- dann in der Finanzierung kommunaler Veranstaltungen. Die Landschaften sind von 82 auf 24 vH zurückgegangen. Dagegen sind die anderen öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute von 17 auf 26 vH und die Hypothekenbanken von 10 auf 18 vH gestiegen. Es ist besonDers interessant, daß die Hypothkkenbanken sich nun mit einem solchen Betrag in die Realkredite der Landwirtschaft hixfeingeschoben haben. Vor dem Kriege Wußte man im Westen kaum etWas davon, daß Hypothekenbanken landwirtschaftliche Objekte beleihen; und nach dem Kriege War nur der Osten daran schWach beteiligt. Und nun sehen wir, daß jeßt die Hypotheken- banken nicht Weniger als 730 Millionen Reichsmark an landwirt- schaftlichcn Hypotheken ausgegeben haben. Es liegt nahe, die Vermutung auszusprechen und den Wunsch zu hegen, daß ange- sichts der Konzentrationsbewegung bei den Hypothekenbanken diese sich in Zukunft noch stärker als bisher dem landwirtjchaft- lichen Kredit quenden möchten. Ich spreche diesen Wunsch ganz besonders mit Rücksicht auf die Siedlung aus.

Es ist crfreulich, daß die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute, die LandeSbanken und die Landeskreditanstalten, in der [0131011 Zeit ein solches Verständnis für den landwirtschaftlichen Kredit auf- gebracht haben, daß ihre Beteiligung von 17 auf 26 % gsstiegcn ist, und sie damit sogar die Lawdschaften übertreffen, die Es nur auf 24 % gebracht haben. Ich bedauere es sehr, daß die Land- schaften diese Entjvicklung genommen haben, und zivar deshalb, Weil dieser K).“Ldit zWangÉWeise ein Tilgungskredit, ein Amorti- sationskrcdit ist - eine Form, die wi? in der Landwirtschaft ganz besonders Wünschen und verlangen, Anderersens ist nicht zu verschmeigen, daß die Landschaften sich allerdings inCofern nicht auf der Höhe gehalten haben, als sie es nicht wie die Hypotheken- banken vermieden haben, KuköschWankungen hintanzuhalten. Sie haben sich eben mehr der. Emission zugejvandt und haben die Kurspflege, jenes rein geschäf21iche Moment, zu ihrem Schaden mehr zurücktreten lassen. Da die Landschaften der Aufsicht des Landwirtschaftsministeviums unterstehen, habe ich in leßter Zeit mit allem Nachdruck darauf hingewiesen, daß die Landschaften in ihrem eigenen Interesse hier Wandel schaffen müssen. Es ist übrigens festzustellen, daß gerade die Grundsätze der Lcmdschaften in bezug auf die Taxation nicht so sind, wie man es häufig hört, nämlich, als ob sie gänzlich veraltet wären. Ettva _vor 20 Jahren hat mir Geheimrat Areboe, der damals bei der Neu: und Kur- märkischen Ritterschaft War, diese Grundsäße gesandt, die er auf- gestellt hatte, um eine elastische Taxation herbeizuführen, die (012 Momente bereinigen fonte. Gerade diese Grundsäße, die Geheim- rat Aveboe damals aufgestellt hat, haben bei den Landschaften eine

_ „___rium gewesen ist, das schon im [exten Herbst beantragt hat, lde! 39" auf Futtergerste auf 5 «! erhöht Wurde _, zu einer H als ezgentxjch die Parteien noch nicht den Mut dazu besessen ;," Tas hervorzuheben und festzusteUen, is: mir von be- ' Yer Wichtigkeit. Nun haben wir einen Zo]! von 12 „M. Aber dieser 3011 von _ hat den Erfolg, den wir haben lvoUten: die Vcrfütterung ' .___oggen zu begünstigen, "icht gehabt, und man versucht nun ""_n anderen Weg, den Weg nämlich, daß man den durch Eosin 'ärbtcll Roggen den Mästern zu einem bestimmten Preise gibt. _ _ __ _ __ __ komme nachher noch dar_aux_ zurück -, wobei fie dt_:_mn für tvtcht darauf, daß fie mcht uber emen ZUWfUß „, ' nen Jenkner Roggen noch fur 45 Pfund Roggen plus 25 Pfund hinausgehen. “__"okfejswcken die Berechtigung erhalten, einen Zentner Gerste In bezug auf den Personalfredit habe ich bskeixs ichtzU12 „“, sondern zu 6 *“ emzuführcn. hingewiesen, in Welcher Weise der kurzfristige Kredit zw. “Wie gestaltet sich nun das Rechenexempel? Wenn ich eine hq:-_e__?_n_x_t_er_hal_b deXunYristiJnandÉthbspichcn mm „me Eosinkoggkhn- 5 _Toppel__zen_t_t_;er__ée__x_ft?__und_5 ZIT“ vßx un 6 eme o re o e. g. r. Schjft .. te Gerste ne me, o Wen e 1 5, an , un enn 1 richtig!) Diese Wechselkredite sind erst von_ der “)J-sichsar __1_§_3 den Preis von einer Tonne nicht zollverbilligtex Geéste da- xxx 99351303" W.„ «« **“?931897, 3399332 909 - - k MKW _ " T [0 en ULT - o ne e k anstalt und erst in dritter Linie durch die Prenßenkaü, ';;TZmTU wenn der Landwirt für. Eosinroggen 170 :“ bezahlen worden. Die Rentenbankkreditanftalt hat mir mitgeteilt , * "r einen eigenen Roggen aber im Höchstfall 150 „“ be- Dünchechsel erst am 15. Dezember fällig Werden und,»; L_,ms_1_1____sd für diesen Betrag m_tck) Roggen kaufen kann, so über- keine Anträge auf Prol_0ngat_ion eingogangen seien. (M gt „. sick), ob er auf diesen Vorschlag eingehen soll. So kommt ZLFTM“aZYUPL'ZZanxYZY'ZYZLFF:??? “Wk“ *- M""- W xxx,".dexö (Z“Ü'ÜLMÜTT "ZT MZ WT“- ?““WÉ _ _ _ -„.-*.erch,) ktober einge r or e 1 , 1 rag, nu Preußekßkasx WK" dachuf hm", daß dre Verhaltnis; i_n *, .", tzoaver5il1igte Gerst_e maren,_64000 t__hingegen Zwölfmark- ZWEI?" e_1_1 _t_ch Frschxé en Waren. Im Westen 1_]t 1n_-. ggexstc. Treses Ergebjéts hat x_mch d_och uberra!cht._ Ich hatte d:? PLZJanF'e _e__w_s_]_?1_11ck_x1_f_te;t_ beetheeKeTwal? 1m ., „. gc_glaub_t, das Expémment wurdenstch besser emspteley. 52!!eri teiligt (?m Östen ist die S/ache ungixznstiZlerM YT; jege1agk, tch l_c;_nn mtr Wohl '.",115?)e Hmlxxßwxx ???dFTrtZ'YZ! ' N __ , 4_ ,o den eigenen oggen nur zu 1 * YYUZLTrYZLLZZZHFHYUZZLZYZÖIÉÜHZi;12Ff21xstkeelxjtleßk7chte, reise Roggen kaufen kann, Wenig geneigt ist, sich auf diese Sache ; - MMU ' l 'en„ Wechsel ohne Weiteres prolo_1_1giercn kann. Diese Steüen "Wyse Frage des Eosinroggens führt mich nun zum Roggen- YZLDTYUZL?LTP?Z§KMWÉLÉZWFLÉUTÜL EWF "Mm WLWÉMHD“ MFJYZÉZJN "“'" *N-Yge" €" ?? FWH" - . . . .. g ge" - ten Wirtscha tsja ren un ' War g er gro , o g et e YZF"MUM)?nZTWYkTMtseY-YTL ?ZYUYYM Ynte1§29_g-cri§gF_War_:1_ls 21392? m_;d es _ist «YB znte__re_sZant._1_;*_i§ - » _ _ , _ merk bei djccr a age 1e tete -e1veg en. 11: (: en schMéULFM Lage der LUUÖWZktschast eme g_eW1sfe Elastiziti "(Len Pfeis von 210 „“ je Tonne, 1929 von _173 ;“ und im Mäxz WWW! 1st- (Abg. Dr_. SMW“; Sehr UMP!) Ic_h ' _J. von 143 «71. Während des Sommers ts_t dant_1 der Pre1s xe Hoffnung, daß auch dre Preußenkasse nach dteser Ruh.- ach der Stußung auf- und abgegangen, hat [:ck zwtschen 158 und berechtigten Anforderungen enchsprichk, UNd [ck5pr disse “* 87 ;“ becht„ unD seit dem 16. September hat Die Roggenstüßung (T_UZ der _T_at_sach_c, daß bei den HochWasserschußgkbictcn [" ufgehört; der Preis liegt nun efWa bei einem Betrag von 144 eme Beruckstchktgung stattgefundxn hat. js150 ,“ je Tonne. _ _ Ganz allgemein ist dann bei den Personalkrediten der Tiefe Roggenstüßung Wird in der Ladertschast WWW?" bemängelr Word-em In der Tat *!*iegt es so, daß das das'* urteilt. Ich bin nach O_[tpvcußcn gekomrm*_n, und da haben nur ist, das die Land:“wirtschaft ungewöhn-l-ich drückt. Ich habe eite Kreise gesagt,_ sie hatten uberhaupt nichts davon geuzerkt- dor zavei Jahren in Hannerr eine Vevhandlung zwi», ck habe das QZch M Hannover gehort, habe m1ch_dann bet der Sparkassen und den Spar- und Darlehnskassen herbei- - ' eutschen GUWM'HMDÜSIÜLÜWM sklbsk er1ur§d1gt _ UW doét haben dann *in meinem Hause Verhandlungen im Frühjah, :]a doch ntcht m der Zuge, dZe ge]amte_ angobotene Menge auf- gefunden, die wiederholt fortgeseht koorden sind und mm'», nehmen, xknd dann mu__ßten steh eben dte anderen Mengen zmch preußen zu einem Abschbuß zwischen den Sparkassen und en_a[lgcmcmcn Grundsaßen von Angßbot unld Nachjragß em-_en nossenschaften geführt ha'bM, von- “dem ich glaube, daß nnyrechendcn Prels «Falch lassen._ Dresc Dwduktton 1st s1cherl1ch 1, Dezember in Kratft treten wird. Ebenso sind bei den P* 19119; aber der Lülsdwlrt hort s1e nichtdgern_.__ (ZuSere rechstséTi; im Westen Verhandlnmgen im Gange. So sehr es erwünlchf „5 rst („WLB doch mcht zu perkenneJ, " ese x_lßung a o - - - - - - mcn Enqluß auf den Preis auch wberhaupt ausgeubt hat; das diese Sache e1nfach mat einem Fsderstrtch iw Ordn-ungzu ** , . , ., k" ( echts' Das ist ein so müssen Sie einräumen, daß das bei der Verschiede** "lrdmo1é,1"kk)t Lest“! en xnxe_n_.-_Z_uruf__1___ itden der Verhältnisse gar nicht möglich ist. In Pommer! W VUIWM') "" Ja“ 17 „W 37 , Ye ' . Vranden'buxg gibt es zxvei Sorten von Schuldnern, die _ Ick komme nun zu den Vorschlagen, _dte teh m bezug au1_das die keine ZinFen mehr beza-h'len können, und die an*dern,dic _VIIMPWMZU _S'LMÜÜt habe. Schon "" September vortg_edn noch e'b-cn Zinsen zahlen können. (Zuruf rechcks: Und daran _ahxes _ÖJÖL 1ch m Munche1_1 auf “de,? TWUW des DeutsthU .Lan- - gshen!) So ist es natürlich, daß die ganzen Provisionen -trt1cha1t§rats_gesagt, daß [ck es fur "chng halt_en Wur e, Wenn - _ _ _ - an dem Wetzenmehl 10 vH Roggenmehl zumtschte. Ich habe noch hmaufgeladen Werden, und so entstehen dann die , ., . ,' * _ -. * . ertuche in den memer VerWaltung unterstehenDen Mukierer- und l1chen Bétrage, Von denen maw mrt Recht sagen kann, daß * „ck _ _, _ , ! D' se Versuche nicht geleistet Werden können. Aber seien wir uns kbar: a excnnstrtuten m der Seestraße machen affen, le

' .* .. .. . - ben er eben daß einmal vom Standpunkt des Bäckers aus Wir We'kthrtsch-aftltch urrd welt-pol1tpch dre e-enWarttgt a _g . haben, solange die Kapitalflucht bestehtjsolange 5Znésere WM egen ?er solck_)_e Hexstcllung des BUMI kerne V-edénken zu er- kris-e Vorhanden ist solange wird auch der allgemeine ;“ _en ["W" (Hort, hort_! rechts.) Das BW! selbst zetgt__auch,*daß nich-t heruntergehené Daraus geht hervor daß Wir [SW ln-e Beschaffexrhext, se"? Geruch .UW Geschnchk gegenu-5er den?- größte Interesfe an der allgemeinen, Orén-u der M mgen, *das dtese Zumxschung n1cht hatte, kerne Versc_l_)tedenhc1t haben ng ' ufWeist. Wüvde man dem entsprochen haben_, dann rvu_rde man Zu dieser Kreditkrise tritt aber noch die Absaßkri-je ""n“?" Jahre auf diese Weise 500000 ' m" dMÜWMM zym Weniger beim Weizen denn da ät das Problem dadurch «- ns_chlt_ch_en Ve_rzehr _ge-brachtd WHL?! 1x:d____das__ KTW unY-Éck? . ,. _ , __ enovw gejve en, as jetzt ur te tu ung.,a on na ZFUW?*MMMZÜYYWM ZYLMÉY “_ nter Aanendung erheblicher Reichsmittel, ausgenomm'en werden ' * *u tc. Dwdurch hat man eine Preisbeavogumg geschaffen, die vom ß

.. . .. . , . . be dann weiter eingegriffen indem ich die Roggen- markt vo111g losgeloft 1st. Wir haben emen Prexs Von 240 , Ich ha , . . .“ „.. . . . und 'der Weltmgxkt-pxejs ist 120 Mark. rl)paganda m1t der Roggenftbel emsertete. «te fmden m thx

- _. . . . _ U11 nicht die Bezeichnung: herausgegeben vom Landwirtschafts- 1 ' ' '-“."“» " - . . .

WeizLelYexpLYn LYULOLZZ1ZYchML_Z0?_BÖY_U__ BLI'eéckzsechZFkusfi ___1fter1um„ Das ist abs1chtlrch mr_terblteben. , Mex)? m?? ?!?: als Rei-chstcngZabgeordn-ster seinerzeit gel,)ört habe um "*“ “h;! solchen großer! Péopaganda m die brétté sse? 1chbe nvöchte swgen zWei- *b'is dreijährigen Ver'han-dluwgßn zu „, _ „Lund e_s steh1 m_ x_tner_ solchen Druckschrtft. herngJxe en gebnis zu ko,mmen 'daß das g L_ chehen muß Man sieht 20 andxvtrtschaftsmmtstenum, dann denkt_mancher e1._ach, es will doch anes keine Zeit haben (Sehr :kichtig' rechts.) dafmd die besondere" Interesse" der ASW“ „Um „eben d'est" kann nicht alles so ohne Weitere's erreichen. (2achen i nken nicht aufkommen zu las_sen, habe_n w": dus; Kenrz- "- Ja meine Heren Sie lachen Das ist ganz una :" echnung Mggelasxen. Es "Far mn: aber tnteressath, mw UeBers, Knie können Sie Eberhauopt nichts brechen * __?rer_uUd __Schulrate mttgexetlt _haben, daß gerade dteje Poggen- das versuchen dann ehen Sie kaputt (Zuruf “(bis: *- * [dle Moglrchkejt gebe,_ dte KUZU m emf__ache_r Wexse "?. dtese haben keine ZZit') - gD-er Eimvand wirxd Ihnen gar nich“ r uns so Wichnge" w'rtschaftl'che" Verléümffe emzuqu' denn über die ZEN bestimmen nick): wir. (Sehr richtig! *- _ «(?ck habe dann Y_eiteß die Regierungsprasidenten angeWresen, Sozial-dem-okxakjschén Partei. _ Zuruf.) __ Das hat M _k_ [18 f?rtlaufend_ fur d_te.Roggenprc_)paganda __bésorgt [in_d. JL wichts zu tun. Ich habe Ihnen im Gegenteil bewiesen ? Zeit gehen dre Bertchte der Yegtemngspraßkéttetx em, an das haben Sie doch sicher gehört -, daß gerade unsere __ TUN feststellen, daß_ sie sich dteser Aufgabe mtt emer _gcznz jvärtig-c Lage mit Politik nichts zu tun hat. (ZurUf _ YUM Sorgfalt hmgeben- Allerding; ezhekxet: __sie Ee;t_1_t_?e Sozia-l-d-emokratischcn Partei,) Das begreifen die HexxeXn habtahTtdYnnIJ 2321223? das anschemen mch en g

Ich mache Weiter aufmerksam auf die Verhältn-i e 'j - , * . _ Ger_ste. __?)in müssen Sie "WJ unterxyeiden zwiskchVde «YYY n?W„IFFrvYYYZYYYsMiMWYMZ, erte un er utter erte. ei der rau erte m .. - .- . - * Leschaffen, die dFen AHfonerungen der Laanisrtskbast ent! _b_2____d1e_ Ergebmsse m kurzen Rezepten medexlegen_ XY Z; ?xe Wi r * . * ck„ der ** , ? 1" Hundertt_ausenden m_)n Exemplaren m P1_e _ [) r__§__a1_1chen1xtsr_r_i_oche_xxes_.__et11d(§_3_2s_;§zt_1_t_n§_é___t_z________ "““ lassen. Sie smd auch mcht ohne Erfolg gebueben. Dre LLL u1en.*1no en: a trre' . .. -- -- , TLZ ist eZW Forderung, die Tir gerade Vom StandPUN „'SWR m“ Roggenfutterung an Rmdvteh werden WWU fort rcu'isck en Landwirt a t aus dur aus er eben müssen-__ ' . p Zit,bez11g anf disechFfuttcrqerstechherrschelt)t, wie Sie "W WFM“ meme- Damen und HUMI Y? [LILSTUZZNUTZ größten Widersprüche, VesonZers beunruhigt sind dée Mü“ _ __ _ auf __W_e1zcn oder Futterpfxanzen. zess _ck _g d _ der Nordwesten Preußens. (Sehr richtig!) Aber in dieser '5'_'_ m Fkuhjahr aufgeWorfen, nh habe dle Borsttzen e:

, andibirtschaftskammern u mit gerufen und mit ihnen die An- darf ick.)- nun auch Wiederholen, daß es das erußÜche elkgenheit besprochen. DTrüber können wir gar Uichk im ZWCKU

Weitgehende Anwendung gefunden, so daß man sch9n die Landschaften entsprechen wegen der Sichcrhsj; aus*" Seite und wegen der Elastizität ihrer Taxaxioncn, », süße, auf der anderen Seite nicht nur dc" ILT Gläubiger, sondern auch den Interessen dcr EMMA“ auf die Zinssäße müssen wir allerdings mit Bcdanch' daß die Landschaften der ganzen BLWegung elst _o______ Vor dem Kriege War es noch so, daß die Landschchn rationskredite, d. h. Krcdite zu einem niedrigcn Zinc“ konnten. Das ist jest vorbei. Jeßt müffen sich die L; in den ganzen Geldmarkt einfügen, und ich lege Meine_-_.

Kei“: 8115 Staatsanzeiger Nr. 268 vom 15. Nebenher 1930. S. 3.

[Zu: Wogen wir aus die Tauer zur Ordnung kommen, dann durfen wlr dort, Wo man W-xizcn bauen kann, kxinen Roggen baUM- (“»-ehr sichtig!) Es ist ja natürlich von niemandem emPfohlen wwrden, daß man aus Sandboden Weizen bauen jou. FWF!!- T'Q SMW"; Na, Wk) _ Tann müssen Sie fiel: an die- je_r_11gen wenden, die es Ihnen gesUgt haben. Ich Yann nur er- klaren: _wer so etwas empfiehlt, versteht von der Sache nichts. Sehr Uchkigk) Aber mir gehen jetzt einen Schritt weiter und hübLn in der Grenzmark aus Böden, die im Untergrunde Lehm haben, in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammcr die A_usdek)nung des Futterbaues eingeleitet, und znmr wird fie durch dte Untexfachungen von Professor Könekamp von der Lehr- und Forschungsanstalt in Landsberg und aus der anderen Seite von Professor Brandt betrieben, der die Frage der Milchverwertung beßrbeitet. So hoffen wir, an einem großen Beispiel zu zeigen, Me man auch im Osten unter Umständen zu einer Umstellung kommen kann. Als Regel wird das unter keinen Umständen im Osten gelten können; man kann dort nur Futter bauen, Wo man eben Lehm im Untergrunde hat; sonst ist gar nichts zu machen. (Schr richtig!)

Das Roggknproblem führt mich dann selbst zum Kaxtojjel- problem; denn Roggen und Karjoffeln sind die beiden Pflanzen, die im Osten das Rückgrat der Landwirtschaft bilden. richtig!) Die Ernte hat im Jahre 1928 41 Miniom'n Tonnen betragen, im Jahre 1929 40 MiUion-en, und nun haben Wir eine Rekordernte von 44 Millionen Tonnen. Viel mehr, als die Ernxen gestiegen sind, find die Preise gesunken: von 61,4 ,- je Tonne im Wirtschaftsjahr 1928/29 auf 54,27 im nächsten Jahre, und jeßt im September auf 29,8 .“ die Tonne. (Hört, hört!) Das ist in der Tat ein Preis, Von dem man sagcn muß: er liegt unter den Gestehungskosten.

Die Verwertung der Kartoffeln geschieht znnächst einmal auf Wenn ich damit anfange, dann geschieht es nicht deshalb, Weil etWa diese VerWertung die größte Bedeutung hätte; ste hat nämlich die geringste Bedeutung. Allerdings, obgleich sie die geringste Bedeutung hat, hat fie doch nach de r Richtung eine Bedeutung, daß sie die Spitzen Wegnimmt und damit den Markt entlastet, und das einmal durch dde Kartoffeltrocknung, nur ist hier der Fehler, daß wir noch kein Verfahren haben, das pro Zentner nur sovdel Trocknungskosten verlangt, als wir wirtschaftlich tragen können. Aus dem Grunde kann man auch der Errichtung neuer Fabriken nur mit-einer gewissen Behutsamkeit nähertreten. lastung des Flockenmarktes 880000 Doppelzentner auf Lager ge- nommen, es hat weiter in Aussicht gestellt, daß es noch 2,2 Mil- lionen Doppelzentner aufnehmen will.

Neben der Kartoffeltrocknung steht die Herstellung von Kartoffelstätke. Die Mainzena-Werke in Barby haben [ich bereit erklärt, 200 000 Dz. Stärke zu einem Preise abzunehmen, der nach meiner Ansicht recht günstig ist, nämlich zu 1,50 „“ pro Zentner Dafür erhalten sie dann das Recht, monatlich 6000 Tonnen Mais zu einem Zollsaß von 25 „“ einzuführen, wobei sie je Tonne 7 „„ Gebühr an die MonopolverWaltung abzuführen

liefern. Aber ohne dem gab: es nicht. Wér müssen die:"? “11251ko. bexvcgung fokx'seßen, dena w:: braachcn sie, am cndljch zu ZM!- dards auf Grund de? Hk.!jdeléflassengssxxzex, 321 gslangen. Werden wir auch einige Ordnung in den Kartoffelmarft bringen. Eine Beimischung von Kartoffelmehl zu Roggen: und Weizen- gebäck ist ja nichxs Neues. Sie wird ja anf dem Lande immer gemacht, insbesondere zu Ostern usw. allgemein geschehen! (Schr richtig!) Und Wenn 2,5 bis 3 vH bei- gemengt würden, hätten wir den guten Vortexl daß wix den Weizenbestand strecken würden (sehr richtig!) und andererseits den Kartoffclbestand um etwa eine bis zwci Millionen Tonnen erleichtern, ein Verfahren, das nach beiden Richtungen als" er- wünscht bezeichnet Werden kann.

Ter Schwcrpunkt liegt aber nicht in der menschlichen Er- nährung, sondern bei der Verfütterung, Man darf annehmsn, daß 7,- der erzielten Menge verfüttert wird. Wesentlich ist es nun, die Kartoffeln in eine Form zu bringen, so daß die Ver- fütterung auf die Dauer möglich ist, d. 5. sie einzufäuern. diesem Grunde habe ich seit mehreren JahrM der Frage dcr Ein- [äuerungsgruben meine Sorgfalt zugemandt. betriebe ist die Sache schwierig, denn das Dämpfen ist nicht so einfach, insbesondere Wenn ich keinen Dampferzeuger habe. habe deshalb vor Wenigen Wochen 10 Tämpfaggrcgate aufstkllen lassen, von denen 3 in Brandenburg, 2 in Ostpreußen, Pommern, je einer in d:"; Grenzmark, Nicder- Md Obersxsücsien Ein Aggregat besteht an?, Lokomobjlc, Wosch- Sie Wandern von Ort zu Ort. In 30 Minuten ist dis Tämpftmg voUendet, und der Landwirt nimmt die Kartoffeln mit. Suche ist in erster Linie gedacht für die kleinbäuerlichen Be- triebe. Die Mittel habe ich den Ueberschüssen der GrundVer- Ich habe 100000 Mark erw-andt. Tie Kolonnen hoben einen solchen Anklang gefunden, daß sogar Hannover, Was ich nicht glaubte, beantragt hat, ein Aggregat aufzustellen, und für Blandcnbnrg UUd die Grcnzmark hat man ein Weitere?» Aggregat verlangt. der Meinung bin, daß man eine solche Sache als staatliche Regie betreiben soll. Ich wil! Weiter. nichts machen als ein Beispiel geben, ich will zeigen, daß hier ein chfahren besteht, um die Kartoffeln Vom Hof herunterzubringen in einer Form, daß sie den Markt nicht belasten und doch nicht verlorengehen. glaube, daß dieser Vorgang Veranlassung geben wird, daß sich Genossenjchaften bilden, daß Gemeinden -- das habe ich auch schon gehört - solche Aggregate aufsteüen, und daß es auch Dankit die Landwirte an das Bezahlen gewöhnt Werden, Wurden die Dampfkolonnen nicht nnentgcltlich, sondern für eine kleine Gebühr bereitgestellt.

Nun Werden Sie mir eins entgegenhalten: wenn das ge- schieht, dann Werden ganz sicher sich die SchWeine vermehren. Das ist richtig; es kann keinem Zjveifel unterliegen, daß, Wenn die Einsäuerung ang-cmein durchgeführt wird, das zur Ver- mehrung “;ck SchWeinezahl führt. duxck) abWenden, daß Wir nicht mehr die fetten, schMren Schroeine an den Markt bringen, sondern nur SchWeine im Gewicht von rund 180 Pfund, und diese SchWeine zu mästen und zu züchten, dafür werden seit längerer Zeit Versuche in den meiner Verjval- tung unterstehenden Anstalten angesteüt.

Es War meine Aufgabe, darauf zu antworten, Was das Staatsministerium in bezug anf die Beseitigung und Milderung der Notlage getan hat; aber Sie haben auch entnommen, daß diese Aufgabe das StaatSministerium allein nicht bewältigen kann, daß es nur möglich ist, durch die Mitwixknng der Landwirt- schaft selber, des einzelnen Landwirts und der Von der Landwirt- schaft gebildeten (€elbsthikfeorganisationen.

Die sozialdemokratische Große Anfrage über die Gefähr- dung der aus öffentlichen Mitteln und aus der Anleihe der Landesbankenzentrale A.-G. an ostpreußische Landwirte g_e- Währten Umschuldungshypotheken beanttvortct em

Regierungsvertreter, wie folgt:_ Nach_dem Stande vom 80. S-epth-ber 1930 [imd für die Brownz O] ziveitftellige Hypothekarkredtte 91592800 RM _berm Hiervon stammen aus Mitteln d_er Ostpreußenhvl im Gefeß vom 18. Mar _ 60912800 RM awd aus Mitteln der Anlethe der Lgndesbanxen- entrale 30680000 RM. Daneben sind an _ Pgchterkwdxtew 025400 RM und an Kleinbauern- und Klempachterkxedttew 13 645 213 RM gewckhrt movden. Byn dem HypothekarkredU ent- fallen auf die einzelnen Betriebsgro Klasse bis 20 ha 3407 750 RM, 23193 400 RM, Klaffe Klasse über. _200 ha 14 ind an Um1chul5ungshypothek ' ta-at umd Pro-mnz) m An Reichsmark au__s efallen. theken als g-efa rdet anzusehen ' rung der Ums, u abe des Geseßes vom 18. Mar 1929 "thngaestimmung-en Vorsorge getroffen.

Die Weitere Große Anfrag VerWendung

Wakum kann sie nicht

Aber im Klein-

aufgestellt sind. und Dampffäffern. faß nimmt 20 Zentner aus.

Ein Dampf-

mögensstcucr entnoman. industriellem Wege.

(Sehr richtig!)

Aber glauben ie nicht, daß ich

Das Reich hat zur Ent-

Privat-c tun.

Kartoffeln. __ Tiexe Folge mussen wir da-

Was dann die Verwendung von Kartoffeln zu Spiritus an- geht, so brauche ich in diesem hohen Hause über die Bedeutung der Brennereien auf diesen leichten Böden kein Wort zu ver- Sie sind in der Tat weit und breit die Grundlage für (Sehr richtig!) Was der Zuckerrübenbau auf unsern guten Böden ist, das ist die Brennerei auf den schlechten, sandigen Böden. (Sehr richtig!) _

Es ist nun das Kontingent auf 70 vH erhöht, nicht ohne Wider- stand der MonopolverWaltung, die ja von ihrem Standpunkt aus mit Recht darauf hingewwsen hat, daß sie schon jeßt 1,5 Mil- Defsen ungeachtet habe ich bsi dem Herrn Ne-ichSfinanzmin-ister eine Erhöhung des Kontingents be- antragt und dabei den Bericht *der Landwirtschaftskammer von Oberschlesien beigefügt, der in besonders überzeugender Art nach- Weift, daß unter den dortigen Verhältnissen ein stärkerer Ver- brauch von Kartoffeln für Brennere-izjvecke erfolgen muß.

Eine offene Frage ist einmal die Hinzufügung von Spiritus zu Treéthoffen und andererseits 'die Frage des Uebernahmepreises. Der Uebernahmepreis, um zunächst von dem zu sprechen, ist gegext- über dem l-eßten Jahre gesenkt Warden. Das ist nur recht. Wrr sind dabei, al1e unsere Preise zu senken. Dann muß auch der PKW, der für Brannkfvein bei der Uebernahnw erfolgt, gesenkt Werden. Aber die Senkung in diesem Umfange ist doch meiner Ansicht nach zu stark. Wenn man den Preis von 63 auf 51 «! -- senkt, so geht das doch über die Spanne hinaus, die man sous! an- zurvenden pflegt. Ich habe mich daher dahin ausgesprochen, daß wér eWas mehr in :der Mitte bleiben, und Daß man ihn auf 55 .“ normiert. (Sehr richtig!) _ _

Was nun den Streit bezüglich der Zumischung von Sptrrtus zu dem Treibstoff anlangt, so sind wir uns darüber im klaZcen, daß die Landwirtschaft in dieser Forderung einem_ gewaltrgßn Gegner, kräftig an Kapital, von Bedeutung in der Wartschaft, sach Dessen ungeachtet bin ich der Meinung, daß es April an, Wie es beabsichtigt ist, die Zumischung von 2,5 auf 3% vH erhöht. Man kann es ruhig Weiter erhöhen. Wie hoch, darüber möchte ckck nicht sprechen, *denn das ist eine Frage, die „doch noch einer Untersuchung be-d_arf. Mer- dings ist der Hinweis, daß andere Länder schon sehr Wert gegangen die Entgegnungen der Besißcr von n nehmen sind, Wie fie es darsteUen. Auf alle Jälje ift aber, mag kommer't, was will, *die Verwen- eln in der Industrie beschränkt, 1: Vcrtvcrtung für den Menschen und für das cm ist nicht zu bestreiten, ondern es ist aueh

lionen 111 auf Lager hat.

re'ußen als gt Worden. e 1927 und aus

1929 ber-eitge teUten Mi1teln

enklaffen fokgende Veträ : lasse 55er 20 bis 100 über 100 bis 200 im 20582650 RM, 409000 RM. Bis zum 15. August 1930 en, für Welche die Bürgen (Reni), ruck) genommen Wezdcn, 2141095 e Beträe an Uranl-dxznxzshvpo- fich zahlenmaßßg mcht ngshypotheken jst nach

und der dazu ergangenen

e der Sozialdemokraten über

landwirtschaftliche_n Umschuldungskredite im Kreise SchlaWe m Pommern wird folgendermaßen beantkoortet:

In den Kreis SchTawck schuldungökrediie hiervon 275000 _ Ueber die Bermatgung von _Um Lan-d-Wirtschastl-We Kreisverem, u befinDen. M zngefloffcn.__ _ klärung dafür, daß der_ bauerltcl; erhalten habe, darin finden _zu im nördlichen Teile des Kretes und zu dem Wohlhgbe höre, Wahxe _ sache den xüdlichen T_etl dxs Krers nehme, Bei der jetzt emgelett-eten OM) dafür eingetreten, daß dre vorzugswet bedürfnisscs einzelner Bes'xßgxofzeztklasen Vesißgrößenklaffen nach Mög-lxchkctt ansgeg

Die sozialdemokratische Große Anf B e g ü n st i g u n tungen a antwortet der

gegenüberfieht. nicht genügt, Wenn man vom 1.

in-d insgesamt 412 200 RM Um- uf den Großgrundbestß entfallen M, auf die 3 höchstcn Darlehn 000 R schuldungskrethen_ _ _ sondern der pro-vmzt-eüx erdtt- lichen Betrieben sind m_sgemmt Mr Oberprästdent g-l-aubt, etn-e Er- ? Besitz, absolut geJ _ sollen, daß der bauerlt utem- Boden ang ichen Vesiß_ der UK) der Großgrundbeüß tn de_r Haupt- es mit leichten Vader) em- it die Staatsregreruyg 2 Be riedignng des Kredtt- n ungunst-cn anderen ichen wiirde.

rage Wegen aj F a m i l i e x_r Ostpreußenhtlfe be- s v e r t r e t e r folgendermaßen: Werden ind der Staatsrcgterung der Ost telle Verhandlnngejx, um chen der oTtpxeußxscheU erg zu ermoglrchen.

hatte nich: der"

Den bäuer

ßnd, ein Beroeis dafür, daß Motoren doch nicht so ernst z

ehen, Wem" er

Der Schmer-

dung von Kartoff punkt liegt bei de Diet. In Bézug auf die Speiftkartofi _ daß nicht bloß der Markt sefj organistert 1st, s so, daß ste nicht den Anforderungen Waggons hier auf as anzusehen, daß Treu und

ndsten bäue

die Anlieferung heute Wer einmal, Wenn Hunderte von den Bahnhöfen stehen, fich die Mühe nimmt, d Was geliefext wird, der wixd mir e-anäumen, _ 1 mehr im höchsten Maße Besticdigung fmden. (Sotzc Beziehung zu er erheblichen Mitteln die Marken- Aber Sie glauben gar nicht, mit Es ist außerordentlich dahén zu bringen, eine einheitlw'che Marke zu

Gläuben nich richtig!) Wir müssen in dieser kommen. DeShalb habe ich mit bewegung im Westen begünstigt. Welchem geringen Er schlvcr, die Landwirte

ner Aenderurig

gierun Die hier eschilderten Be ck eit schweben be! deißxiches 8 Land chaft und der

u ammenarheiterx zrvr andsteUe m Konrgs

fojg es geschehen ist.