Die Verkehröeinnabmen deutscher Eisen_ba nen für Januar 1908 betrugen nach der un Reichseis 11-
am! aufgestellten Ueberßcht:
- ge en das Vorjahr (_:_m [méfm _ mehr, weniger) g zen im ganzen? auf 1 „44 „44 «44 1 „M 1 Proz; für alle Bahnen im Monat Januar 1908: onen: _ Pe35:10!» . 41 900 123 862 +2 081 102 + Zizz-i- 4,23 Güter: „ - verkehr . 124068865 2493 +1 6709641-1- 10,+ 0,40
für die Bahnen mit_dem Rechnungsjahre _ 11_Mär in der elf vom 1. Aprtl 1907 bis Apr z(«1511012 IZnuar 1908:
onen: _ _, _
PYrkehr . 508334201 12047 +13823000+ 180+ 1,56 "1 - _.
GL:lzeerrkekn . 1210433124 28056 +61408385+ 1 111+ 4,12
für die Balznen mit denx Rechnun sjahre _De em er in der Zett vom 1. anuar 1908 Januar 3 bis Ende Januar 1908:
- 1 UJZ? . 5 289 247 849 + 172 494 + 17Z+ 2,04 "t - ; 5, GÜÖehr . 12 965 2 020 + 46 020,_ 15:_ 0,74
Die Gesamüänae der Bahnen betrug 50 008,03 1411], gegen das Vorjahr + 526,48 11111.
Oesterreich-Ungarn.
' m Neunerausschuß der_Oejterretchiichen Delegatron beqrü ten gestern bei der sortgeseßten _Beratung des Extra- ordinariums fast sänztliche _Nednex warmstens den__A_ntrag Latour-Scbraffl, betreffend die Erhohung der Ofrrzwrs: gagen und der Mannschaftslohnung. _
Nach dem Bericht des „W. T. B.“ erklarte der Retchsk_riegs- minister Schönaich auf vnschiederie Anregungen, daß ck_aufs eisrigste seine Bemühungen bezüglich _der Sicherstxüung und Verjorgun lang- edienter Unteroffiziere fortxeße. Das_ Gehaltssckoemg des ntcags atour-Scbraffl entspreche den Anfasen der Krixggyyrwaltung, Eine Einschränkung der Gagenerböbung _auf _dte Chargen bis einschließlich zum Hauptmann könne die _Krtegsvxrwaltung unter keinen Umständen annebrpe_n. Auf eme Anfrage des Abg. Klofac erklärte der _thiter, daß bisher keirzerlei Verhandlungen mit der ungariycben Regierung statt.;xfurxden batten, daß er selbit auch zu solchen VerbmÖlungen nicht ermächtigt sei und WM aucb derartige Verhandlungen nie gefuhrt babe. Wa? die Zeitungen über solche angeblich statxgebabten Besyrxchxmgen geschrieben hätten, Dafür könne er nicht einstehen, er se1_keme9we s in der La e, jeden Tag die Fluten von sylcben Gerucbten, d uberall autau ten, zu dementieren. Gewiß sei allerdings, „daß fizb eine ewegung zu entwickeln scheine, und daß er sich fur diese Bewegung rüüe; er könne aber auch beuje mt A?;
klä anandlungeu blöder nicht fiattgefuuden ewxmAuMe des . Stanek erklärte der er, daß innerhalb des Heeres kein Teil die ungarische Kommaud praze be- kommen werde, aber aueh nicht die kroatische, Kommandofpraehe bleibe die deutsche Sprache. Zakunftsmusik könne er nicbt machen, esbandle sicb bei den sogenannten Konzessionen zum großen Teile um Kron-
rechte, über die der Minister nicbt ?isponieren könne. Die Beratung wird heute fortgeießt.
Großbritannien und Irland.
Jm Unterhause brachte geftern_der Abgeoxdnete Poker) im Namen 1387 Opposition 81.116 Re:wlutzon em, welche die englisch:):uisische Ueberejnkunxt im Prinzip _ kommen heißt, aber erklärt, die Bestimmungen 13613 110527ka- kommens“ ließen, da fie in mehrchn Punkten die iatfach11che Aufopferung der britischkn Jnterenen bedeuteten, Raum fu_r internationale Mißverständniffe. Payer) erkqnnte zwa; die Wichtigkeit der Usbereinkunft fÜr den nitxrnationalxn Frieden an, beklagte aber die ausgeyehnten Zugxnandyiffe, _dieEngland gemacht Habe. ierauf ermiderte der _Stacztswkrctar des Aus: wärtigen Amts Sir Edward Grey m langerer Rede:
Nach dem Bericht des „W. T. B.“ wieH Grsy zunächst (1111 die Z gegenwärtig in Pejfién Öcrrsckper-de unfichere Lage bm Und erklarxe, .
wenn das Uebereinkommen nicbt abaescbloffen worden wäre, würde diese Lage zu Reikon en haben. jieburgen an kkr Krijiken aus SZ linie
gewesen, die
erwidkrte auf die in Pétfien geübten Skanrpunkte Abgrenzungs-
zwischen Emsland u-.d_ 911151111117, Abgrenzung der Interenenipkaren _ und gab zu, daß vom kommerziellen möglich gewesen wäre, eine günstigere herbeizuführen, es sei abs: ki; das Uebexeinkommen wtchtiq
gemacht base,
und Seii'tan, das der Schlüffxl dsr strategifchen Pofition sei, sei für ,
die bkll11che thereffenspbäre sßNrt. Er x_teige bezüglich eines Ein- drinchs in Indien nicht zu * esü:chtungen, jelbst Jem) das 1155erein- kommen nicht ,:etroffen worden 1135373. und es sei mx ibn zxvetielbaft, ob ein solches Eindringen möglich Lei, wenn aber ru_s11sche Eisenbahnen und ruisische Macht nach Setftan vokgerrunzen waren, in die Nähe der Verivunrbaren unkte an Der indischen Grenze, dann würde bei der indischen cgierung Besorgnis und Beunruhigung ent- standen sein und sie würde eine Vermehrung der ihr zur Ver. fü ung stehenden Streitkräfte vetlangt haben, um für alle F [le Vorkehrungen jreffen _zu können Im weiteien Verlaufe seiner Rede führte der Staatsjekretär aus: Jeder, der das strategische roblem der Verteidigung der indischen Grenze studiere, müffe das bkommen mit der gröSten Befriedigung und Erlxicbtetung be- trachten. Er befireije, da England bedeutenke Handelßtnxereffen habe in Peisten opfern müffen, doch wolle er dem nicht widertvrechen, daß Rußland Gelegenheit haben werde, mit Mesopotamien Handxu. beziebungen anzuknüpfen. ein Bagkad geschaffen werde, welches das Land Mesopotamien zur Entwicklung bringen würde. Es sei nur billig, daß der ugang zu jenem Gebiete für Rußland nicbt verschlossen sein olle. Bezügli-b da Wacbswms des russischen kommerziellen und politischen Einfluss“ in Nordperfien während der lasten zwanjig Jahre und bezüglich der großen Militärmacht, die Rußland über die persische Glanze werfen kövne, nklärteGrey, daß England nichts auf- gegeben habe, das nécbt schon früher verloren war. Wenn aber über den pctßscben Golf etwas in das Uebereinkommen hätte einbezogen werden sollen, hätte 5- fich nur um das perfisehe Ufer des Golf! handeln können, während doch im Hinblick auf die Möglich- keit der Bagdadbabn die tatsächlich thtige Seite wahrscheinlich Mesopotamien sein werde. Der Staatss etäc wandte 1111; dann zu de: von einigen Seiten aufgestellten Behauptung, daß Cn and in Anbetracht der inneren Lage Rußlands das Uebereinkommen n tbäite abschließen sollen, und erklärte, ein Versa , durcb rie auswärii e Politik auf eine große Nation in der Stau wo sie Versuche m
will; 3
zwiicb-en England und Naßlqnd geführt ! Der Siaaisfe retär spracky dann Übkk alle rolitifthen Be- “:
Krajegiscbe Pofition '
Es sei in Zukunft wohl möglich, daß -
“Dunk aukmüben, würde nur reizen Groll führen. In den leßten «* die englisxb - russischen Be-
xm theile beider Länder sehr ge- bätte das Gleichgewichfin den werden körmen. Grey verwies England in vergar-genen Jahren uud sagte, das M" * reinkommen babe eine Aenderung in dieser Bezieb “ Zürn» wenn das Wyblonen einmal hergestellt sei, w & M. „ nicht nur die Anlaffe zu Meldungen beseitigen, anf U? ' »W.1sebexeinkommen keziebe, sondern auch jeden möglichen ! * «"'Rxlbung, ker irgendwo etitsteben könnte. Um das zu . - _ *fxaa und MMS in Tibet, nichts in Afßbanifian, sondemo' “'“- ea ernte Möglichkeiten von HandxlS- vorteilen in '“ zjyäbtead Ru land zwar kommerzielle
Vorteile, aber ukhß“ ' habe, was 11ng zu gewinnen be- ründete Aus t UR ' kälte. 6115 sprach, schließlich die Hoffnung Ius, daß dassYbeuh-kommkn tatsätbiicb und andauernd die Frieder“!- ausficbten beffxm werde. „ _ _ _ _
Die werteten Redner sprachen sich un allgemeinen gunstig über das Abkonmwn aus. “ _
Der Abgeordnete Balfour bemängelt; di_e ZugeFiandniffe, die England gemacht babe. DnStaotssekretar fur Judten Morley betonte, das Abkommen sei von, er, Bedkutung fux Indien.
Schließlich wurde die Resa utwn Percy, dre nur zu dem Zwecke eingebracht worden war, um eme Besprechung herber:
zuführm, zurückgezogm. Féankreickxo
Die Deputie_rtenkammer 1 ie m der gefirigen Stßung die Debatte über die Einkommen euex fort. _ _
Nach dem Berkät des „W. T. B." erklarte der Ftnanzmimster CaillaUx, daß dd: CWM ein Vorurteil gegey jed_e_ St_euer- reform hatten. Der Abg. vnard wünschte den mqumtonscben Charakter der Vorlage mildert zu sehen. _ _ _
Darauf wurde 171: Generaldebaite uber die Enzkommen- fteuervorlage beendet_1md der Uebergang zur Spezmldebatte mit 487 gegen 56 Stimmen beschlossen.
Rußland.
Der Standpunkt der Regierun in der rage der Alandsinseln ist, nach einer Mel ung des „ euterschen Bureaus“, folgender: _
Rußland habe keine wie immer earteie Abficbt, die Wandsinseln zu befestigen. Die Gerütbte, die ' r eme solche Absicht Rußlands im Umlauf seien, seien von interessierten Seiten _auögesprengt, deren Ansvrücbe niehts gemein hätten mit den Axsprucbxn der russiseben Politik. Die eim e Grundlage der Gerucbte sei die Tatsache, daß während der handlungen mit Schweden, betreffend den Jtacus quo in derOfisoe, Rußland bedun_qen babe, daß die Erhaltung des 532518 Jaa uicht verßanden werden durfe als kte _Aufrxchterbaltung der Alandsmselnkonvention, vom Jahre 1856, dt_e fur Rußland demütigend sei. Dieser Stand unkt sei um so naturlicber, als der Staatsvertrag zwischen , England und Schweden vom Jahre 1855, auf dem Kondeution beruhe, v_on Enßland xmd Frankreich als daz“? die nateneicbnung des norwegischen Integritats- vertrages als auf oben eckiän worden sei.
Portugal. _
Der FöningÜYchat geßZrn Y_Y_uüexsckxzö? bei dem Kön mor * von er 0 tz e enen Mannes, F. T. M L??- Fns Pal_ais gebeten mxd ihr sekretiszcbus zngefi “_“ «1 4 * 1
' einer" Verfassung ;
und fehlt 1 ') WÜ- UFZ ' übungen zur 97.1; «915
n un m n _ *; dann auigRußland]
111--
Serbien.
Nach einer Meldung dex! „W.T.B.“ hat die österreichisch- ungarische Regierung der jcxwschen Regierung ihr Proxekt, durch den SandschakNombazar etneBahrz zu bauen, bekannt gegeben und sich bereit erklärt, 0112 Schrttte zu unter: fräsen, die Serbien bei dsr Pforte unternehmen woÜe, um den Bau einer durch Serbien führenden DpnguFAdria-Bahn durch usetzen. In ihrer Antwort erklärt_ die 1er1311che Regierung, ; daß 12 bei der PHorte um die Genehmrgung nachsuchen werde, 1 ihre geplante B0 11 auszuführen, dre von der untkren Donau * an der rumänischen Grenze durch _das Timoktal nach N1sch ? führen sol], bei Merdar in die Turkei ci_ntritt, die Städte * Yrffchtina und Prizren in Mt-Serbien beruHrt und bei Sa_n ! iovanni di Medua das Meer erreicht, von wo die Lime ! nach Dulcigno geführt 3 werden 1011. _ _ _ _ _
Z In einem gestern veroffentltckxten Commquuez der ; serbischen Regierung wird die Hoffnunxx a_u9g91prochen, daß ! Oeftcrreich:Ungarn und alle an dem Schicksal der Balkan- ] Völker interessierten Mächte dix von der serbischer] Regierung in der Frage der DonawAdna-Bakm ber der Pxortx: unter- , nommenen Schritte unterftüßen werden, und dann wetter aus- e'ü rt: , g , sogleich die projektierte österreichischx Linße kurcb den Sandscbak '; Novibazar länger sei und das am wenigsten fruch1bare Gebiet durch- “! laufe, könne fie vrch, wenn volitische Gründe es erforderten, L' den bereits bestehenden, lurch Selbien, Buiaarien, die Türkei 7 bis Saloniki und Konstantinopel fübxenden Verbindungen Kon- ; kurr-nz machen. Europa müsse in Betracht ziehen, laß gemäß ' Artikel 38 des Bexliner VertrFx: „und gemäß der besonderen ' österreichiscb-serbifcksen Konv:ntion bien Vnpffichtet gewesen sei, im : Jahre 1884 seine Linie der Orientaliicben Eisenbahnen zu bauen. * Die neue Donau-Adria-Linie. die lediglich wixtschaftlichen und kom- merziellen Jntereffen diene könne allein dazu britta en, die wirtschaft- ! liebe und politische Unabhängigkeit Serbiens zu wa ren. , _ In der Skupschtina wurde gestern die Budget: 1 beratung fortgeseßt. _ _ Im Laufe der Debatte erklärte der Minisierpräfident Paschitsch, ' „W. T. B.“ zufol e, auf eine Anfrage. rte Regierung habe die 1 Avanage im Inter e des Staates ins_ Budg_et eingesteut, da es die 111cht der Regierun sei, der Krone die Erfullung der monarchischen fiichten [xu ermögl en. Der König habe die Apana? nichtverlan t,
oder Antivari in Montenegro
er überla e der Stapf tina, dieseFrage zu lösen. D : Jungradixa en und Fort chrit11er erkl rten Legen die Apanage uad verwiesen darauf, daß der Kronprinz ste a e ebnt babe.
Asten.
Das „Reutersche Bureau“ meldet aus Teheran,_ daß das arlament vorgestern die Entlassung des Minixters des nnern verlangt und dem Kabinett un allgemeinen eine Un- ufriedenyeit auSgesprocben habe. Der_ Prasident des
Parlaments hat sein AbschledSZesyck) emgereicht, das aber vorläufig nicht angenommerx worden ist. _ _ _ Ueber die engltsche Expedttton qegen die Z ak kakhels liegen folgende Meldungen des „W. .B.“ vor:
Die Kolonnen des Generals Willcocks und desOberstleutnants Noos-Keppels haben im Vormarsch auf das Dorf Cbinar .veteinigt. Tegen stärkere f [ikke Kräfte die von einem Höhenzug: eine große Transwrtkolonne des tnalistben Expeditionökot an- gegriffen haben, hat der General Willeocks durch das egleit. detaebement dieser Kolonne einen SFenaygriff machen_laffen, den er mit Teilen der Hauptkolonne uud escbußen unterfiuvt hat. Die" Anhöhe ift genommen worden.
Afrika. * es herrs en, dem „Daily Telegraph“ zufolge, fort- geseßYnTrchischech ustände. Die Lagein den jüdi chmanr- tieren sei kritisch. nglische, deutsche und fran ösis e Kunere, die |ck) auf dem Wege nach Tetuan befanden, Helen yon Ange- Lö ' en des Argherastammes auSgeraubt und ie Bmfschaften,
ie te mit fich führten, vernichtet worden.
Koloniales.
Besiyschß für Samoaner._ Ja der Abficbt, den S_amoanetn ihren Grund und Boden zur Beatbcttung durch diese und tbre Nach- kommen zu erhalten, ist die Uebergabe samoanixchen Landes an Mickt- eingeborene. fei es durch Verkauf, Vetpfändunfg, Verpachtung oder auf andere Weise, verboten worden mit olgenden Anonabxueu: Ländereien innerhalb des sogenannten Pßanzungsbexitks Harken nacb vorschriftxmäßiger Verwesung ?egen angemeffene Gegenleistun verkauft oder verpachtet werden, so ern der Gouverneur schriftli seine Genehmigung erteilt und der Vertxag vor Gericht ab-
escbsoffen wird. Ländereien außerhalb der Grenze des Pfiauzun _s- Zezirks dürfen ferner naa"; sorgfältiger Feststellung der Grenzen uc eine angemeffene Gegenleistung vom Gouverneur zu freiem Eigentum oder pachtwäse erworben werden. Das Gouvexnement hat aber Sor ezu tragen, daß die ländlichen Grundstücke und die Fruchtpflamungen der moaner nicbtungebührlicb vermindert wxrden. Unter fianzungs- bexixk Werden begrenzte Teise der Umgebung von Ayia ver'tanden.
_ Die Bedeutung der Scbußgebiete als _Gerbmate rialien- rod,uzenteu. IndersoebenerszienenenSÖrtft „10bere deutsch! ersucbkanfjalt für Lederinduftrie“ gibt deren Vorstand, Dr. Johann Paeßlek, einen Ueberblick über die Bedeutung der deutschen Schngbiete als Gerbmaterialien- rohuzenten. Außgebend von der Tatsache, daß unsere Lederindustrie be wertem nicht in de_r szge ist. ihren Gerbttoffbedarf im Julande zu decken, Erörtert er die Mrgltcb- keit, Gerbstoff in unseren Schußgekieten xu erzeugen_. In Deutsch- Oftafrika werden kereiis Mimofen- und Mangrovenrmde gewvnnet), jene allerdings nur in getingen Mezgen und leitet nich so vie! wie in den benachbatxen englischen und portugiesischen Kolonien. Auch Deutsch-Südweftasrüa kann für die Anlegung yon Mimosenpflanzgrzgen in Frage kommen, wenn auch erst Versuche vor enommen werkJen mqnen. Dagegen kommt in dieser Kolonie die gerbsto altise 14011012 82118119. vor. Aus Deutscb-Ostafrika beziehen wir reichliche Mengen gerbstcff- baltiger MangroVenrinde. In deren rentabler AuSnußqu trnd _man erst vorgeben können, wenn man an Ott_ und Stekl: die Gerhjioffe extrahieren kann, weil der Transport dieser festen oder fiusstgen Aquü e billiger ist als der der Rinde selbft. _ Wte bekannt, hat die Deuts Kolonialgeseüsebaft ein PreiSausfcbietben erlassen, das die dabingebenden Veisucbe iörderv, h_esonders die urangenebme Farbe des Mangroven-Extrakws beseitigen 1011. Weiter kommt als Gerbfioff führendes Pflanzenpwdukt noch die Maüelrinde in Frage, die, _wte wahrscheinlich anzunehmen ist, in unséren Schußgebieten eingefuhrt und vlantagenmäßig angepflanzt werden kann. Es ist außerdem noch eine Reibe von Gerbstoffpfianzm in unieren Kolonien vßtbanden, an derekn Nsutzbarmacbung aber aus mehreren Gründen vorlaufig nicht zu den en it.
Parlamextaris-he Nachrichten.
Die S lußberichte über die estrigen Sißungen des Reichstagsckxmd des auses der Ibgeordneten befinden sich in der Ersten und weiten Beilage.
der heutigen 104, Sisxm _ des Reichqtags, welcher der Staatssekretär des Reichs u_1zamts Dr. Rieber- ding und der Staatssekretär _des etchspoftamts Kraetke beiwohnten, wurde die Spe ialberatung des Etats der Reichspoft- und Telegrap enverrvalttxna__f0rtgeseßt.
Bei dcn__B€soldun en für die Oberpostasmtenten, Ober- telegraphenasjiftenten, Zostasfistenten und Telcgraphenasfistenten bemerkte der _
Abg. Eickhoff (fr.V01ksp.): Der StaatNekretär hat vor einigen Tagen etklätt, er sei kein Freund vyn Strafext, _wenn er aber ftrafe, dann strafe er streng. Ein Postasfiisent in Leipzig,_ der als Teilhaber in eiue Gerberei eingetreten war und infolge widnger Umstande da- durch sein ganzes PrivaWermögen verloren hatte, ist bestraft worden durch Zuxückseyung im Awancement um ein Jahr. Der Mann 111115 dadurch, wenn er das Héchftgebalj erreicht, einen Yerlustxon uber 2000 .“ exlitten haben, eine Einbuße, die' weit uber dte_böchste Geldstrafe binaußreicht. Seine Bitte, ihm die Altersxu1age em Jahr früher in gewähren, wurde nach einem Jab: (zbscblagtg beschiedev. Diese Behandlung res Mannes ifi umso unvnsjandlicber, 018 er fich dienstlich nichts bat zuschulden kommen laffen. _Jcb brite den Staatssekretär, diesen Fall, in dem Milde angezeigt ist, nochmals in
Erwä uns zu sieben. _
irektcr im Reicbévostamt ranck: EY ist richtig, daß der Be- treffende am 1. April 1896 von ex etanaßiÉen Anstxllung zunächst auf ein Jahr zurück'estellt worden rst. Der samte ist aber ni t wegen sxiner Betti! gung an einem gewerblichen“ Unternehmen a_uf : Jahr zurückgefieüt wmden, sondern wegen seiner gänzlich zerrutteten Vermögensverbältniffe und namentlich wegen seiner sehr man elbafteu Dienstfübruna. Die Frage, ob Nun in einem so_lcben Fa e nach- träglich die Dienstaltersmlage ein Jab: früher gewahrt werden könne, muß auf Grund der bestehenden Vorschriften verneint werden.
Abg. Kovscb (fr. Volksp. : Für die Mö lichkeit, daß die Schalterbeamten während des alterdiensies E riscbungen zu fich nehmen können, ist noch immer nicht genügend gesorgt. Eine “enerelle Verfügung der Verwaltung gestattet den Schalterbeamten Jie Einnahme von Erfrischungen. Zn direktem Gegensay dazu sieht eine Verfügung des Oberposidirekwrs in Königßberg, die den Schalterbeamten das Frühstücken untersagt. Was dem lc ten Ur- beiter recht ist, muß den Schalterbechten billig sein. ie Ein- nahme alkoboliseber Getränke ist in einem alle mit eiyer Strafe belegt worden. Sehr wenig erfreulich ist de neue Einrichtung des Zwangsurlaubs, namentlikb im Winter, der für die Beamten gar keinen Wert hat, ihnen aker obendrein noch große Nachteile dadurch zu 591, das; die Betreffenden vorher odrr nachher zu ver- st tkten Dienstleistungen herangezogen werden, die in gar keinem Verhältnis zu dem Urlaub sieben. Die VerwenYung der Babupoft- wagen als Schu wagen ist besonders bei D-Zugen auZeLrork-entlicb bedenklich. Dcr taat hat nicht die _Aufgabe, seine (1th in erhöhtem Maße als andere Staqtsburger Gefahren auskuseseu. Liegt die Verantivottuna hierfür bet der efi- oder der Eisenbahn- verwaltung? Jedenfalls muß Abhilfe ges eben, event. durch Ent- scheidung des Bundeöratj. * _
Abg. Eickhoff (fr. Vomp): Die .zerrutteten Vermögens- verbältniffe* sind bei dem erwähnten Oberpoftasfistenten doch dadurch entstanden, daß er sein Geld verloren hat, weilervouseinunTeilbaber getäuscht worden iß-
(Schluß des Blattes.)
_ Das Haus der Ab e_ordneten seßxe _in derheutigen FZZ.) SisunZ, welcher der mister 'der getftltchen :c. Ung- egenheiten r. Holle beiwohnte, dre Beratung hes Etats des Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheilen im Kapitel „Elementar- unterrichtswesen“ fort.
- bat neuerdings mehreren Anatomen, vor allem italienisckxen Forschern,
Hierzu beantragen die Abgg. Dr. Gottschalk- Solianeen (nl,), Kapsch (fr. V01kSp.) und Ernst fr. VW.): „5 Könileixe Staatßregierung um die Vorlegun e es Ge ev- entwarfs zu er u m, durch den für den Umfang der _ ona! a.. die Dauer der Schulpflicht nach einbettlichen _ «h_ts- punkten, ich unter Betücks'ubtigung berechtigter Sondervetbaitmffe der einzelnen „andesteile geregelt,
1). einheitliche Bsftimmungen über die Folgen der ungerecht- ferfigten Schulversäumnis, die Voraussesungen ihrer Straf- bmkeit, den Kreis de: detanlwortlichen Personen, die Art und Höhe der Strafen 1:55 das Strafverfahren getroffen werden."
Die Abgg. Engelbrecht (freikons.) und Genossen be- antragen:
„die Königliche StaatSre keruua zu ersuchen, in dem Gebie! des 1chle2wig - holsteinis en Kirchenrecbts unter Aufhebung bezw. AbänderunÖe der enigegenfiebenden Voricbriften die Be- stimmungen des seyes vom 23. September 1799 und 573 § 65 der allgemeinen Schulordnung vom 24. August 1814 in gleichem Umfange wie vor dem Jahre 1871 wieder in Anwendung zu bringen.“
Abg. Dr. Gottschalk (nl,): Der allgemeine Sebulzwang bat den Zweck, zu ermöglichen, daß alle Kinder der_ sittlichen und geistikzen Eniehunxi teilbafiig werden. Ueber die Bedcutung der all- geme nen Schulpfl cht noch Woite zu verlieren, ist nicht nötig; es muß 01158 geschehen. was nothndig isl, um diese allgemeine Schulpflicht aucb durchzuführen. Es bens ! aber auf diesem Gebiete eine Buntxcheckißkeit, die nicht nur ein S önbeitsfebler ift, sonkern auch vielfach Bedenken erregen muß. Auf diese Buntscheckigkcü und die Mittel zu ihrer Abhilfe ist in diesem Haufe schon wiederholt hin- gewiesen woxden. Es ift wiederholt auch eine geseßliibe Rxgelung der Schulpflicht und der SchulvUsäumniffe versucht worden. So hat z. B. schon der Minifier von Goßler ein solches Geseß vor- gelegt. !päter der Ktätuöminister von Zedlifß. Die Notwendigkeit und DtingliÖkeit einer so:chen_Regelung i allßemein anetkannt. eme
Ick wiU darauf verzichten, wüide aucb
Mißstände zu eben“ sie (Fortgeseste gro e Ünrube. Ptäfident Kröcber: Die Unterbalmn wird doch zu laut geführt; es wird dem Rekner fa unmöglich, selbst mit sich vnstänklick; zu machen.) Der Redner scbtlkett dann eingehend zur Begründung des zweiten Teils seines Antrages die großen Verschiedenheitxn, die in den Schul- ordnungen der einzelnen Provinzen in bezug ans die Bestrafung der Schulversäumnis bestehen.
ierauf nimmt der Minister der qeiftlichen, Unterri ts- und edizinalangelegenheiten_Dr. Hokle das Wort, d yen Rede morgen_im Wortlaut wxedergegeben werden wird, und alsdann begrundet Ab. Engelbrecht (freikons.) den oben an zmerter Stelle erwälénten Antrag,
(Schluß des Blattes.)
sebr
von
schwierig sein.
Kunst und Wissenschaft.
4. E'. Die Februarsißung der Gesellschaft für Anthro- polo ie eröffnete der Vorsitzende, Profeffor von den Steinen, durch zwei ' ekrologe, Mitglieder der Gesellicbaft betreffend, 115le den Kunstmaler Albert Schüye, seit 1879 der Gesellschaft angeböri gewesen, und den Ha tmann a. D. M oritz Maerker, bekannt durx seine Stadler) über d e Abstammung der am Kilimandscharo wohnenden Massai. Gewrff e bibeläbnltche Traditionen dieses Stammes batten Maerker zu der Ueberjeugung gebracht, das; die Maffai jüdischen Ursprungs seien. Die Idee erfüüte ibn ganz, er schrieb darüber ein viel gelesenes und kxmaxentiertes Buch und erregte damit die öffentliche Aufmerksamkeit fur langere Zett. Jetzt ist er, anscheinend obne seinen Studien weitere Fqlge gegeben 111 haben; 1111 bestezi ManxteSalter in Deutscb-Ostaftika Morden. _ Mitte Marx wird im Kunstgewerbemuseum die von dem
orscbungsreisenden Kraemer in der Südsee angelegte, reiche
ethnographische _Sammlung außgesteUt werden, nachdem sie d_urch Kommerzienrat Kablbcxum erworben und dem Museum fur Völknkunde zum Getchenk gemacht worden ist. Herr
K_raemer ift aufgeforrert worden, in der Geseüsibast einen er- lauternden Vortrag _1u halten. Der kommende Monat Verspricbt mehrere besonders interesante Darbietungen: am 14. März einen Vortrag_übsr das Y_lter des Menschen auf der Erde und Vorlag: der von Professor Klaxt1ch in Australien und TaSmanien gesammelxen Steinartefakte, urid am 21. März Bericht von Robert Koch über seine anthropylogzscbxn Beobachtungen in Deutsch-Ostasrika. _ Cs drachen vor Etntntt m Hie Tageöordnung noch Geheimer Medizinalrat,
xofefsor Dr. Hans Virchow, der einen kurzen Nachtrag zu seinem ruberen Bericht über das menschliche Gebiß, betrachtet als ein mecha- nischQJ Kunstwerk, gah, und der Kustos am märkischen Provinzialmuseum Buchb_oltz, der einen in der_Neumark gefundenen, charakteriftischen Langstbadel vorlegte. Der Schadel rührt, von einem Funde mehrerer Skelettx bet, der zu den kriegerischen Erergniffen vor hundert Jahren in Beztebung gebracht wird; genaue're Untersuchungen stehen noch aus. _ Den mien Vortrag des Abends biklt Geheimrat, P:ofe"or Dr. Waldeyer uber „Unterschiede zwischen Zwillingsae irnen hei verschiedenezn Geschlecht.“ Die noch unaufgeklärte age uber Verschiedenbe1ten des männlichen und weiblichen Ge irns
zur Untersuchung der im Thema kes Vortrases bejeichneten Unter- schiede Anlaß gkgeben. Diese Forscher sagten sich mit Recht, da? es kaum einen von allerhand Zufänigkeiten und den ver- sch edenften Umständen unabhängignen Vergleich zwischen männ- lichen! und weiblichem Gehirn gebe, als ken zwischen Zwillingen verscbteYenen Geschlechts. We1che_ Upterscbiede im ewicht, in den Gebtmwindungen und -furchen gefunden worden sind, erläuterte der Vortragende teils durch an der Tafelentworfme Skizzen, teils an größeren bildlichen Darstellungen aufs eingebendsie. Daß Gesamtergebnis will jedoch, nach Anficht des Vortragenden, mit der größten Vorsicht und du7chaus noch nicht als einwaursfrei aufge- nommen werden. „Es sind meist sebr geringe Gewichtsverschiedenbeiten und andere Abweichungen fefigesteüt worden, immerhin ift der be- tretene Weg gangbar und verspricht weitere Aufschlüsse. Gelegentlich erwähnte der Vortragende, daß es auch für die Unterscheidun des männlichen vom weiblichen Schädel keine befiimmten erk- male gebe, eine absoluje Sicherheit der Unterscheidung also auSgefcbloffen sei. Auch Rudolf Virchow, der sich im Punkte der eststellun , ob ein gegehener Schädel einem männlichen oder weib- itben Ind iduum an ebort habe, durch einm sichern Blick auszeichnen und kaum irrte, best li te das Fehlen objektider Merkmale und räumte ein, nicht angeben _zu k nnen, wie er zu seinem Urteil elange. Diese Notiz Waldeyns uber intuitive Begabung darf als ebr intereffant hervoerobeu werden. _ ?( zweiter VortrLaFender sprach der Dozent Dr. Münsterberg uber ken „Einfluß estasiens auf oftasiatiscbe Kauft in der vorchriftlichen Zeit". Der als guter Kenner Japans, eifriger mmler feinfinniger Urteile: in Sachen der Kunst geltende Vortragende suchte den Beweis zu führen, daß _ was für China 1118 außer Zweifel angefeben wird _ auch für Japan Anwendung babe, näml , daß Beziehungen auch zwischen Japan und West- afien lange vor Beginn unserer Zeitr0chnung bestanden haben und daß dre japanische Kunü zu verschiedenen ten von dortbxr An uns und Befruchtun empfing. ur Crläutetun einer An chauungen batte Dr. ünsterberg ein praktisches it1e4! angenoandt, nämlich jedem seiner Zuhörer Ab- bildungen aus seinem im Verlage oon Weßermann erschienenen Werke „Japanische Kunstgeschichte“ in die Land gegeben. An diesen vor- trefflichen Bildern erklärte, zum Te reckt überzeugend, der Vor-
erfcböpfende Darstellung dieser,
im weiten Jabkk d, der B XW ck baudekmi mykenissbaeLen den im consecbskku
Nordcbina Jahrhundert
.
auf dem Wege über Mittel- und Südcbina vorherrsche
Tr chinefiYÖ-japanische Stil entwickelt. der in der Folgen
Bezzsiebungen Japans zu dem mykenuchen :
die auch die Ureinwohner Japans, seien, der und Zur schoben fich von Mitjelafim ber die Chinesen zw afien bewohnenden Kinos und drängten die eine
von anderen Forschern geteilte
An 1 , Alnos, ck
ein
äbnxicbkekt zwischen Tinos und Kleinkuffen xtklart _ werden. Die vorangegangexie m Mittelafikn verlegt Dr. Münßerberg auf pes dritten Jahrtausends, die ck_“ien
in der heutigen Provinz Schantuna erfolgt sein.
das
wanxerer aber war durch ir end w Zuxugler vom Aegäischen
dahin unbekannten Ringe an ingen: und Ohren xc. über China im zweiten erkennbar an vielen Einzelheiten, u. a. an künftl Flügelvferde und dem
griechische Kunst entsianken ist. asoßW
unsererZeitrkchnung. Die eingestreuten
egnete der VcUen Zu immung der Hörer, aber nicht im gleichen Geschichte der Einwanderung!!! gesagt worden war.
Cosfinna gegen den Vortragenden auf. Sie wollten yon malaiischen Abstammung der Japaner ebensoWenig etwas wiffen, als die WMS 019 Arier anexkennen. DerVorfi de dankte dem Redner in seinem Sihlußwort für den gedankenrei n und formVQUendeten Vortrag, der in Einzelheiten zwar fieber noch manchen Anfeckotunaen begegnen werde, aber das Verdienst befiße, zu dem Studium zahl- reicher, fich aufdrängender Fragen angeregt zu haben.
will. Jbr Progyamm zeigt viel Aebnli t mit dem des Werdandi- einzuscbwören' aber wie die Lkiter kes Werdandibundes will auch sie die Künstler orzugen, ,die zu den Stillen im Lande gehören. die über ihren Werken keine Zeit fanden,_imZu e der Mode und Reklame mitzumarscbteren. Diese, wo fie 1115 noZ nicht der allgemeinen Anerkennu_ng erfreuen, herauszufinden und ihnen Geltung zu verschaffxn, soll auf kunstleriscbem Gebiet die Hauptaufgabe der Geseascbaft sein.“ Sehr dankenöwezt ist dabei_das Prinzip, das ste verfolgen will, immer nur wenige Künstler, abxr diese mit einer größeren Anzahl yon Werken zu Worte kommen zu lassen. Die Eröffnungsausßellung bringt Ar- beiten der Maler Georg Barlösius und Franz Müller- Münster und des Bildhauers Johannes Göß. GeorgBarlösius iit einexu größeren §p_ublikum biSber weniger durch seine Gemälde als durch seine Illustrationen für Ka1ender und für Publikationen des Jungbrupnens bekannt geworden. be, etwas knorrige Zeich- nung, die fich an altdeutstbe Muster anlehnte, kräfti e Charakteristik zeichneten sie aus. Neben solchen Illustrationen sind Zier noch Skizzen zu 1einen Wandgemalden in Halberstadt und außerdem eine Reihe von Oelbildern auégestellt. In diesen ist der Künstler allerdings sehr fern von aUem modernen Treiben und Leben Feblieben; es find liebens- uxürdige, mit feinem Humor gegebene Genre Udet, die er malt, sorg- faltig ausgeführt in der Technik, vortrefflich in der behag-
vo!- sub geltend machenden WWW und endlick den im zweiten dJabtbQTeert 11 wer 1: griechisch-baknischen Einßkß. Aus aUeu diesen Elementen batte sich etwa um Christi Geburt _ der beginnenden Eisenzeit MÜYWJZZ, o ae löten trieb. Die ohne nähere Begründung__befremdlich erscheinenden _ _ Kulturkreis be- dntten Jahrtausend erüatte der Vortra ende dudtckß a mischer Stamm cb etwa ju: genannten Zeit von jenem Kreise losgelöst babe afiatisÖen Küste gelaugt sei. Viellei t 1000_Jabre svätet chen die 9an Roxx e ua den Inseln, die andere nach Westen. Die merkwütdtge Rassen- würde hierdurch Mongoleneiuwanderung Exide Siedäungen dürften _ das 6. Jahr- bundxxt vor Christo glaubt der Vorüagende d : Einwanderung malanstber E17wente__110n Süden ber nach den Inseln des japaniscken Reiches sehen zu münxn. Sie gewannen allmähliib die Oberhand über die Ainoßzmd mit ihnen wurden naturgemäß auth die Einflüsse der Kultur, die ste mijbracbten, mäcbti . Diese Kultur der neuen Ein- Vermittlung, vermutlich durch _ cer ber, derm es bei ihrer unfruglicben geistigen Ueberlegenbett gar nicht vieler bedurft haben würde, seit lan e durcb kypriscbe Vorbilder beeinflußt, daher die merkwürdigen Aebnli - keit_en der von der nunmehr in Japan bmsckxenren Bevölkerung ein- gefuhrten Waffen, Geräte, keramischen Gefaße, Hausbauten 2c. mit kyvriscken Vorbildern, daher der Import von Perlen, GlaZÄl dxr bis s 153 Element in der Mischun so ver cbiedener Einwirkungen kam Fun abrbnndett der gri ifchokaftrische Einfluß, sehen Gebilden, die dem _ _ bönix teilweise aufs Haar gleichen. Geringer oder kn.;kn Einfluß au die japanische Kunftricbtuna hat der indisch- buddbisüscbe Stil geübt, obgleich auch er unter Befruchtung durch die _ _ Der Vortragende ließ feinem mit „ Beifall au_t.enommenen Vortrage aotb eine große Reihe yon Lttbtbildern japaniicber Kunstwerke fol en, unter ibken mehrere über. raschen?) edle Fresken aus der klassischen eit Japans, dem 7. Jahrhundert _ __ _ _ erkungen überchakakteriitische Zuge des iaramiähen Stils, sem Bedurinis, bei Reliefdarstellungen die ganze Flächx zu füllen, sein Fefibalten. am Hergebracbten und Ueberlieferten, 12501; eigentlich alles noch in der japanischen Kunst. übung lebenkig iir, was ihr jemals zugetragen und von ihr auf. mommen worden ifi, wodurch ihr großer Formenreicbtum fick) erklärt,
Grade das, was über Ra enabftammung der heutigen Japaner und zur
_ Hier traten in der sich anschließenden Debatte die Huren Ehrenberg, Nacbod 11115 einer
7. „4. Zu den vielen Kunstsalons, die Berlin schon besißt, ist noch ein_ xteuer hinzugekommen, Ei(bbornstraße 5, in 13cm dieGesell- schaft kurKunft und Literatur ftäudi eAusstellungen veranstalten
bandes, obwohl snes ablehnt, fitb auf irgend sine bestimmte Richtung
_ . . an e' u.a. heb icheBurgerleben um dieMitte d Hergangmen abr Wert!. Die tigen zu den Waudgemälden sin klar in den Linien, anschaulich_ und le1cht_ verständlicbin Gruppierung und Ausdruck. Auch Franz Mullex-Muußer bat Entwürfe zu Wandgemäkden ausgeßellt; am lebenkrgsten in derWirkung ist das Bild ,Die Hussiten vor Naumburg“, in dem der 0116 der Tief; beraufwandelude Kinderzug sehr lieblich und poejiscb Uschemt. In seinen Oelgemälden liebt der Kunstler 56 besonders, alte Sagenfwffe zu behandeln: .Die wüde Zaßd', Kriemhild und E l' u. a. _Eine fortreißende Gestaltungs- krg zeigt „er in diesen tbeiten nicht, sondern mehr eine solide Tuchtigkeit m_Zeichnung und Technik, die doch nicht anz für diese Auf oben genugt. Dagegen übenascben kleinere Arbekten von ibm du: 393 Unmrttolbare und die Frische, von der fie erfüllt sind. So die_Pa1t:llandfchaften aus dem Riesengebirge „Lester Schnee“ und .Cmsame Vaude“, die Oelbilder .Trüker Tag im Gebirge“ und .Sommernachmittag' sowie cini eStudienkövfe von an iebmder Treu- de_rziakeit det Auffaffung und einer maleriscker Ve nklung. Am reichfien ist der Bildhauer JobanneßGöx weatreten, seine Arbeith von uzannigfackpezi Aysftellunxzen ber aus das bsste bekannt. Besondérs zahlreicbsnd bier 182712 km tvollen Porträtküften ausgesjellt. Unter ihnen set _vot allem pie Büste der Mutter des Künstlers bewor- gehoben, dre in_ der schlichten Auffaffung und der liebevollen, realifii- ftijcben Durchfubnxng sebr anziehend wirkt. Unter den Bronzen fäÜt dxr Atbxet durch_d1e trefflicbe Behandlung der Muskelpartien aüf und dxe_W5nerträger1n durch die Anmut der Haltung und Schönbeit der Linien, unter den lebxr-Sgrcßen Figuren eine Sujanna im Bade.
Der Caspexiche Kunstsalon bringt eine S.:mmlung modernxr englischer Arbeiten, die jekt, während der Aus- fie_11ung altere: englischer Kunst in der Königlichen Akademie der Kunste, den Anspruch machen kann, besonders aktuell zu sein. Es sind Wezke dn 8001617 01“ 25, die WM zu wiederholten Malen in dem gleichen Salon Ausstellungen Veranstaltet bat. Eine gute, sorg- same Technik, Sinn sx'uZ feine arbenwerte; kultivierter Geschmack chhen dre Vorzug; d_1eie_r Bilk ev aus. Was ihnen mangelt, ift Fn1che und Se1bsiandigkett. Die Künstler bedienen ein Publikum, das seine de_sitmmtxn Forkexungen ste11t und genug Kunitfinn besißt, um eme delikate Technik zu vnfieben und zu würdigen, has aber durchaus keinen Sinn füx Kübnbeit und Eigenart der Auf- fassung de_fi t_. Von den Arbeiien 1eien nur einzelne erwähnt, wie die lichten ru (tt_igslandschaften von George Houfton, Montagu Smyt „3 tieskarbig stimmungötwlle Bilder, die in delikaten Tönen, aber _tmt gar zu klebrigen Farben gegebenen Mädchenbilrer von
akieei D' . ute, alt ' YZ Men aWat .!kcctsefeegkocben',e „Y:
Constance Halford, die flächigen, mit weichem inseltti biUJewischien Landschaften von Grosvenor TboZas sun? Pr eftmans etwas leere, aber in der rauben Tiefe
ihrer Farben doch kraftvol] wütende Landschaften. _
on deutschen _Malern fiyd bier „ eini : seine, künstlerisch sebr aparte Bilder ausgeriellt. öningers Mädchenbildnis
ist als Farbeuftudie ungewöhnlich intereffant. Wie der dunkelblaue Schleiex sich gegen das hlaue_ Meer im Hintergrund abhebt, das ist vortrefflich gegelyen, ebenio zeigt der AuSdruck in Blick und Mund eine seltene Kraf_t_der_ququterisi'rk. _ Von Julie Wolftborn ift ein elegantes, frisch bmgemnbenes, seintöniges Pasteübild zu sehen, von Kobß em BildYen, das, rsin als Farbenftudie betrachtet, sebr guteßigensckyaften benst, vcn Völcker eine sehr w"eich gemalte kleine Arbeit „Glatte See“, urid 17011 Grohe eine Studie, ein Mann in roter Jacke im Karren uber Feld fahrend, gegen eine'n blaßgelben, beÜeuchtenden Himmel.
Vamoeseu.
_ Die Wiederberftxllung des Meyer Doms wird nach einem Bericht, den der jetzise D0m_„baumeifter Schwiiz dem Landes- ausscbuß von ElsZJ-Lotbxingen erstatht hat, noch ungeiävr2100000.“ beanspxuxben. Dre Arbnten sollen in 12 Jahren angefübrt sein. Der nottgx Betrag wird 11. a. dyrch 12 Jahresbeiträge des fiskalischen Fonds zu je 40060 .“, durch die Dombaulottetie, deren Ertrag auf 1476 500 „ji angenommen wird, einen Zuschuß des Dombauvaeins tn Höbexon, 108000 „“ aufgebracht werden. Ferner hat der Bischof Benzler sur die Anlage eines Kreuzivegez iu: Dom und für die Erneuerung einer aus _dem 16. Jahrhundert stammenden Grablegungögnwpe, die 015 Sch1u36a110n_dabet verwenxet werden 101], 355000 „44 zur Ver- fugung gestellt. Die Hauptauébemrungen erstrecken fich mit 180000 .“ ayf den Mutteturm, mit _400000 „44 auf die Sakristeianlag , mit 350000 .“ auf_51e Erweiterung des Flächenraums kes H0 ores nach dem QZe'ricbtff bin, mit der Neugestaltung der Cborschranken und der AuSstaitung des Chores. Der neue Bodenbelag des Doms wird 100000 „44, d1e_Vron1etÜrm_e des neuen Hauptportals 200000 .“ und die Ausbesserung sowie Neubeichaffung der wertoollcn GlaSmalerei 400000 .“ erfordern.
Land- und Forstwirtschaft. ZüchterVereinigungen in Deutschland im Jahre 1907.
Das_ Zuchtgenof1enschaftswefen kat sich auch im Jahre 1907 weiter gunstig entwickelt. Nach einer in den „Mitteilungen der
Deutschen Landwirtschaftögeseklschakt' Veröffentlichien Statiftik waren Ende 1906 und Ende 1907 vorhanden:
Wende den nach ihm schou im driven Jahrtausend vor Christo, also zur Steinzeit, wirksamen prämykeniscben Einfluß, dann den
Züchter- CirFetragene EiFZ'ettagene Einaetrcxgene Eingetragene Eingetragene vereinigungen ferde inder Saban Schweine Ziegen 1906 1 1907 1906 ; 1907 1906 1907 1906 ! 1907 1906 ' 1907 1906 ] 1907 Preußen :_ 1 7 [ 1 Ostpreußen . . . . . . . . . 15 23 7 683 8164 9 456€ 11 375 _ ; _ _ , _ _ _- Wesjpreußen . . . . . . . 2 1 442 1 498 6 163; 6 332 _ ' _ _ _ _ 59 Brandenburg 34 1 829| 3188 6 8735 7 797 1718] 1 525 48, 41 58' 36 ommern . 9 235! 4191 4 283,» 7 849 _ ; _ 451 25 _ _ ofen . . . . 6 2450 2544 2209 2436 _ x _ _ | _ _ _ 1xfien . . . 6 _ _ 5 148,4 6 388 _ _ 86] 1001 _ _ rovtnj _Satbsen . 82 1 723 1229 6 811! 7 737 _ _ 9151 898 836 1 000 leSwlg-Holftein . 144 5 504 5 434 38 0:6' 41 333 _ _ _ _ 293 420 nnover . . . . 132 5 016 6 226 29 323x 29 265 235 370 5 7721 6 275 1 110 6 071 eftfalen . . 32 1 859 1 976 5 329 7 597 _ _ 1 235' 1 977 400 601 Heffen-Naffau 61 969 1349 9 04; 10 246 _ _ 130: 130 554 745 Rheinprovinz 55 2 886 3 349 11 654 12 276 _ _ 1 059 882 512 755 Hohenzollern . 7 _ _ 2 357 2 159 _ _ _ 19 16 27 Bayern . . . . . . 656 839 919 31 943 36 302 _ 180 3 280 432 389 515 Kögigreicb Sachsen . 12 _ _ 2 064 2 087 _ _ 2111 211 194 209 Wurttemberg . . . 57 9 _ 10 036 11674 _ _ 156 195 565 478 Baden . . . . . . 88 1 411 1936 18 019 18 393 _ _ 841 7311 834 1257 en . . . . . . . 138 420 577 7 660 7 478 _ _ 717 510 3 462 4 948 eUmburg-Scbwerin . . 8 247 247 5 010 6 397 _ _ _ ! _ _ _ Satbsen-Weimar-Cisenacb 32 143 146 2 227 2 357 _ _ _ _ 67 96 Mecklenburg-Streliy 3 63 87 2 451 2 557 _ _ _ _ 70 _ Oldenburg . . . . . 26 7295 7311 18 614 _ _ 659 923 42 54 Braunschweig . . . . 5 580 . 667 771 _ _ _ _ _ _ Sachsen-Coburg-Gotba 10 113 118 713 _ _ _ _ 103 216 Sach en-Meiningen . . 4 _ _ 713 _ _ _ _ _ _ Sach en-Altenburg . 4 150 154 816 _ _ 190 MZ _ _ Anhalt . . . . . 16 _ _ 881 _ _ _ _ 1970 2174 Livpe-Detmold . . . . 1 _ _ _ _ _ 193 2303 _ _ Schaumburg-Livpe . . . . 1 _ _ 140 _ _ _ _ _ _ Schwagburg-Sondersbausen . 2 _ _ 1043 _ _ _ _ _ _ RUF) jungen Linie . . . 1 _ _ 743 _ _ _ _ _ _ Wa er! und Pyrmont. . . 3 159 2121 415 _ _ _ _ _ _ _ burg . . . . . 3 221 112 122 _ _ _ _ 37 40 ubeck _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Bremen . . . . 1 _ _ 273 _ _ _ _ _ _ Elsaß-Lotbringen . 48 180 1921 2133 _ _ 35 35 95 129 Deutsches Reith. 1 704 1804|43426 48054! 2434981 276 770! 1953 207 15 572 13 817 11607 10 830.
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