.::-„.?, “97:7"? :
Laut Meldung des vorgestern in Brisbane e dort nach S dney in See. . ._ lußkbt. „Vorwärts“ (Yangxse) emgetr
S. M. S. „Tiger“ ist Wusung m See gegangen.
W. T. B.“ ist S. M. S. „Condor“ getroffen und geht am 7. März von
ist vorgestern in Hankau
gestern von „Hongkong nach
Oesterreich-Ungarn.
Die öfterreichische Delegation hat gestern, wie das T. P.“ meldet, den _Antrag Latour:Schraff!, betreffend hghung der OfftzierSgagen und der Mann- ts1ohnun , den Voranschlag des gemeinsamen Finanz- " des gemeinsamen obersten Rechnungshofes ollgefalle an enontmen sowie den Berichtdes dre gewerblichen Heeres-
teriums un
chusses, betreffen eferungen, genehmigt. _ Bei den vom 20. bis 25. Februar vor enommenen Wahlen in den böhmischen Landgemein olge, gewählt worden: 39 tschechische Agrarpartei, ] katholische tschechische VolksPartei, tschechen, 13 deutsch? Agrarpartei, darunter 2 deutsche Forjschritt§partei, 1 selbständiger radikal Natio Agrarier (deuts _ Jm un gestern der Minit betre end die Revision der H er Ministkr wies im Lau daß disRegierung die
. _ ebezirken smd, obiger Quelle zuf
Minister Peschka, 2 Alldeutsche, 5 Deutschradikale, _ _ naler „(deutsch), 1 freinationaler ck)), 1 Christlich:Sozialer (deutsch).
arischen Abgeordnetenhause verteidigte Innern Graf Andrasst) den Antrag, ausordnung.
fe seiner Rede die Ansckuldigung zurück, Redefreiheit beschränken wolle, des Rekrutenkontingents durckzupcitscken. “Di Armeeforderungen ohne eine Er bestreite, daß im Obstruktion angescklo daher überflüssig sei.
um die Erhöhung e Regierung werde niemals , nationale Armeereform beantragen. ariamente des allgemeinen Wablreckts die n und ,die Besckränkung der Redefreiheit Die Revision der HauSordnun Spitze wrder gegen die Sozialdemokratie nock gegen die fie bezwecke nur, dem Parlamente die Fähigkeit Unter lebhaftem Beifall empfahl fckli:ßlick der Minister angelegentlich die Annahme des RevisionSantrages.
_ Bet den gestrigen Landtangthen der Kurie der zren herben dre polnischen Konser- dxr vorigen Wahlperiode 41), die dqs polmsche Zentrum 3 (7), die polnische dre Ruthenen 21 (13) erhalten.
Großbritannien und Irland.
gen Sißung des Obrrhau1es richtete gierung eine Anfrage knnsrchtlich derLage und pertmes auf die Wirkung, welche die nkonzefston auf das Mürzstegrr Programm ein! Konzert ausüben werde.
gen Amt Lord Fly- W. T B.“, in Beant-
babe keine ationalitäten, zu sichern, Beschlüsse
Landgemeinden in Gali vaiiven 25 Mandate (in Demokraten 8 (4), Volksyartei 17 (4),
Zu der gestri Newton an Hie Re “in Mazedonten türkische Eisenba und das europäi
Dxr Unterstaatssekretär maurtce erkiärte, nock dem Berickt des , wortung der Anfrage. er könne dem Hause keine erfreulicken Mit- teilungen machen. Man sei in dieser Fra Pimkie angelangt, sowohl in Mazedonien matiscker Hinsicht im europäischen Konze wärtigen Lage der mazedonis in Meinungsversckiedenbeiten mit der Pforte Macktbefugniffe
der Reform der Gendarmerie den_ andrren Mäckten J "'iijreform anlange, so sei En Theorie vonommen darü
€ auf einem sehr kritiscken elbst als auch in diplo- rt. Bezüglich der gegen- cken Reform befinde sich E Finanzagenßn. Uebereinst mmung. Was die [and zwar mit den anderen Mächten , _ er einig, dock habe man die andern ck ntckt zu uberzeugen Vermocbt, daß der Augenblick Pforte eine Note über diesen Gegen- .Niemand, der die jüngste Rede des Frxi- fnbr Lord Fiymaurice fort, nde der Lage in Mazedonien
Mäckte bisher no bereits gekommen stand überreicken könne. herrn Von Aebrenthal „kann bebaupxen, daß er die [Yebelsiä zu unterscbäßen versuchte. Es iit häufig gesagt worden, mit dem europäischen Konzert sei es zu Ende, und es befreundeten Staat Oesterreick - Ungarn liebenen Reckts zur Ueberwackung der Eisenbahnen im Sandschak eine heftige Sprache gebraucht worden. betrachten wir als bandeltreibende ar mit wohlwollender Neutralität. rßwege in diesen Ländern gebaut werden, sie und für jedermann Ick hoffe, daß wir uns mit_der ziemli die befreundete österreichisch identifizieren,
sei, wo man der
gelesen hat“, ist gegen den
Die Eisenbahnen im Balkan Nation nickt nur ohne Vesorgni“, Je mehr Eisenbahnen um so besser für es wird deutlich verstanden wrrden, ck ungereckten heftigen Sprache gegen - ungarifcke Regierung wegen dieser
sondern so
dem Berliner reick-Ungarn das Recht hat, den Sandscbak Novibazar zu besaßen, und daß es dieses Reckt nur aus inneren politiickien Grünken bisher nock Nach dem Berliner Vertrage hat Oesterreick- Ungarn das besondere Recht, im Sandjcbak Wege zu bauen und ' und es würde eine enge und nickt edelmütige Interpretation _dieses Rcckts sein, wenn wir Ocsterreich-Ungarn die Befugnis bestreiten wolltrn, die Schritte zu tun, die ibm selbst in diesen Gegenden Vorteilhaft find. wenn eine Anzahl unterhandelt,
nickt auSgeübt bat.
Garnisonen zu halten,
Andererseits müssen wir von Mäckten mit
lich ist, wenn eine dieser Mäckte bei dem ngner den Eindruck hervor- ruft, es habe sich etwas erxignet, was diese Macht von den anderen trennte. Obwohl ich die ö]1erreickisck-ungatische Rr derartigen Absickt absolut und Vollständig freispreck zweifelhafte Tatsacke, daß die Pforte zu dem Schluß kommen könn das;, weil Oesterreick-Ungarn von dzm Reckt, Gebrauck mackt, zwiscken dieser Mackt und den anderen ten des Berliner Vertrages eine ernste Meinungs- Das ist nickt der Fall. es ist Ueber- Konzert beständig ge- ! erwähnten Punkten an
aber sagen, , gemeinsamen
giernng von jeder e, 111 (6 doch un-
" die Eisenbahnen zu uberwacken, Sianatarmäck verschiedenbeit denken, das; das europäische brocken worden ist dadurck, daß man in den dem Uebkreinkommen nickt festgehalten hat, und dadurch, daß Oester- H gkmarbt hat, wozu es sein unzweifel- Lord Fißmaurice schloß mit dur Erkläfun daß die britiscke Regierung hinsicktlick der mazedoniscken Reform eine beobachtende Haltung einnnäbme, Sir Edward Grey würde aber ferner Zeit solcke Vorschläge macken„ die nach britiscker Lage erfordere.
!
Jm Unterhause stand gestern ebenfalls die maze- _g. Der Ahgeordnete „Hardy e_m, die Regierung zu ersuchen, „m Mazedonien durch die den Mächten verantwortlichen Behorden nachdrücklich zu betreiben. In der Debatte führte drr Abg. Goock (lkbkrai), obiger Qurlle olge, aus, daß das österreichische Eisenbahnprojekt, das rein strate- cker Naturs-i. die gesamte europäische Lage änd-Zre und es der zigeTrost sei,daß Rußlands Eisenbabnprojekt strategisch unbrauckbar mit Deutsckland binfick1 Das sei der einzige Weg, Deutsch- ten zu béseitigen. _ Der Staatssekretär zpich»yie die Anstrengungen der briiiichen Ne- Reformen und ging auf die Einwendungen Redner ein. Er sagte, als Mitglied eines Konzerts
reick-Unaarn von dem (Gebram bastes Reckt hatte.“
in nicht allzu Auffaffung die
donische Frage zur Erörterun ) brachte einen Antra ie Ausführung der Kontra e
i. Britannien solle ahn in Verbindung treten.
lands Gegnetscbaft in Mmdon des Aeußern (Grey kenn gierung binsicktlick der der Verschiedenen
lich der Bagdad-
** Wer seinen Kolleßen nock erböbe man seinen
fl 4Yam sick eben die es Ein uffes rübme. * Wenn man e ne ** - “ _wyzle, Welt!): die eine acht beiseite Masken, eine "ten und mit einer dritten ein Sonder-
cbl ;“ Moe, wie könne da das Konzert ein wirkungsvolles * .. - “ für seine wecke bleiben? Es sei angedeutet worden, Englandxwate anderen ächten beweisen, daß es ibm ernst sei, dadurck, daß ck ißnen zu verstehen äbe, daß unangenehme Folgen enjsteben würde, 3,15an nickts gesckä_5e, was es fur nötig halte. Sollte England k!,pwé geben, zu sagen, daß es zu einer Katastrophe bereit sei wenn ;. seine Ansicht nickt durck1e en könne? Er glaube nickt, daß eine 11? erte Aktion Englands zur Lö ung der mazedonischen Frage wi k-“am agen würde, sie würde vielmehr England in Schwierigkeiten '
„.*- , .
„ ,_ deren Ende niemand vorhersehen könnte. Er wiederhole Fivmau ärung, betreffend Englands Haltung einer wohlwollendenN" " iiätden Vabnprojekten auf dem Balkan gegenüber, und_ sehe nicht ein, da England so sehr daran interessiert sei. Daß dieser Augenblick ur örderung eines umfassenden Eisenbabnplanes gewählt worden e der di: Zustimmung des Sultans erfordere, müsse sickerlick die efürcktung erwecken, daß eine der Mächte inner- halb des Konzerts ihre Aufmerksamkeit ihren eigenen Interexscn an- gepaßten Zielen zuwende, zu denen Ye ein Reckt habe, a er auf Kosten der majedonis en Reformen. eder derartige Eindruck mü c auf die öffentliche einung der Baikanlänver, Konstantinopes und des Konzerts selbst die ungünstigste Wirkung haben. Grey fuhr fort, er würde es tief bedauern, wenn ein solcker Eindruck Boden gewänne. weil er wünsche, daß das Konzert auf- reckt erhalten bleiben Etxrwnd bätte sickere Garantien, daß die türkiscke Frage nickt zum iege führkn würde. Würden die Mäckte des Konzerts einmal-den Kontakt miteinander verlieren, so könnten sie nickt vorhersehen, welcbe Mißverständnisse sick zwischen si? einsckleicken würden. Er vertraue daß die Befürcktung, Oesterreichs Pläne hätten das Konzert gestört, ck als unbegründet erweisen würde. Was die britiscken Gendarmerepläne anlange, so sei England bereit, jeden eigenen [an zu Gunsten irgend eines anderen. den irgend eine andere ackt vors lage, aufzugeben, wofern sick dieser nur als gleich wirkungsvo erweise. Der britische Gendarmerievor- scklag bliebe und könnte zu jeder Zeit wieder aufgenommen Werden. Er glaube, da die Ernennung eines türkiscken GoUVerneurs für Mazedonien dur die Mä te die Frage lösen könnte, er sielle das aber nickt als endgültigen orscklag hin. Er sei ferner der Meinung, daß, wenn für das Konzert Gefahr bestände, dies nickt eine Folge von Meinungsverfckiedenbe1ten oder Streitigkeiten sein würde:, sondern daß das Konzert aus Mangel an Lebensfäbigkext untergehen könnte. Der- selbe Grad des Erfolges ware notwendig, um das Konzert zusammen- zuhalten, und die dem englischen Gendarmerievorscklag folgenden Ver- handlungen würden zeigen, rveicke Lebensfäbiakeit das Konzert besäße. Die Resolution wurde darauf zurückgezogen.
_ Gestern abend hat in London ein Bankett der dorti en Zandelskammer stattgefunden, _an dem der deuts e Botscha ter raf Wolff-Metterntch Mit den Herren der otschaft, der dxutjcheGeneralkonsul und viele andere hervorragende Per- sonltchketten teilnahmen. Wie das .,W. T. B.“ bericktet. brachte Spicer, der Präsident _der Kammer, einen Toast auf die Gesundheit des Deutschen Kaisers aus. Graf Wolff-Metterni Zagte in seiner Erwiderung, der Kaiser werde über den Fest er ckt bock erfreut sein, wie er stets alles das begrüße, was zur 2Ziörderung der freund- sckaftlicken Beziehungen der beiden ölker beitrage. Der Kaiser erwidere den guten Willen Englands von ganzem Herzen. Der Präsident (der Handelstamu-er besprach dann die deutsck-engliscken Beziehungen und sagte, das Gedeihen bxider Länder, die so viel Gemeinsames hätten, sei zu ihrem gegenseixigen Vorteil. Der Vizepräsident der Hamburger Handelskamm-r Krauel sprach die inffnung aus, daß das Abkommen zwischen den ailantisckm Dam f- cbtffahrtsBsells t sich für alle Beteiligten als günstig erwei en „ rde. . acau *NIX-,..der deutsZe Botsckafter Graf Wolff- etteruich '.Ht. sev: viel ertrauen in die Beziehungen 3 iscken 'dem Öeutfxen Reich und Großbritannien, soweit diese Beziehungen auf tatsächlichen Verhältnissen beruhten. Zwischen beiden Ländern bestehe eine alt überlieferte Freundsckaft, für deren Fortdauer das Aufblühen von Handel und Industrie in Deuisck1and ein Hindernis bilde. Der gewaltige Umfang des englisck-dcu1scken Handels bilde ein Bindeglied zwiicken beiden Völkern und ein Unter- pfand für die Fortdauer ungestörter Beziehungen. Der Botsckafter ging dann in seiner mit Beifall aufgenommenen Rede auf die inter- nationale Politik, namentlick auf die Balkanpolitik ein.
Frankreich.
Die Deyutiertenkamnxer hat gestern die Verhand- lungen Über die Einkommensteuer wieder aufgenommen.
Artikel 1 hebt die vier direkten Steuern vom Zeitpunkt der Ver- öffentiickung des Geseßes an gerechnet auf.
Artikel 2 ersetzt ck durch eine allgemeine Einkommensteuer, ver- mehrt durck eine Zuschlagsieuer, die von dem Einkommen des Familien- oberbauptes erhoben wird.
Der Dcputierte Aimond (Radikal) brachte einen Ab- änderungsantrag zu den beiden ersten Artikeln des Geseßes em, der diese verschmelzen will, und erklärte, „W. T. B.“ zu- folge, in der Begründung seines Antrages:
Er wünsche eine Aufhebung der vier direkten Steuern zu wer- meiden, bis sie durck eine andere, leichteinbringlicke Abgabe erseßt seien, und verwies auf das Beispiel Von Elsaß-Lotbringen, wo man stufenweise vorgegangen sei. Aimond nahm dann alle die einzelnen Kritiken wieder auf, die bereits in der Generaldiskussion vorgebracht worden waren.
Nachdxm ZSvaSs und Magniaude fich geqen den Antrag Almond gewendet hatten, wurde die Writerberatung auf Donnerstag vertagt.
Rußland.
Laut Beschluß des Ministerrats erfolgt die Ernennung und Abberufun g des ftnnländischen General- q 0 u v e r n e u r s und seines (Gehilfen künftig durch Kaiserlichen
kas an den dirigierenden Senat. Der Ukas wird dem Senat und dem Staatssekretär durch den Generalgouverneur zur Kenntnis gebracht.
Italien.
Nach einer Meldung des „W. T. B.“ hat der fi ilianische ; Deputierte Y_guglia unter den De_putierten eine 1],Zetition ur Unterschrift in Umlauf gesetzt, m welcher der König _qe-
s eten wird, Nasi zu begnadigen. Bis ]"th haben 91 De; .;
, putierte die Petition unterzeichnet.
Spanien. Infolge der jün st vorgekommenen anarchistischenAn- schläge hat der Minister des Innern de la Cierva in einem gestern amtlich veröffentlichten Erlaß, „W. T. B.“ zu-
folge, angeordnet, daß innerhalb Monatsfrist in jedem Hause -
ein Pförtner angestellt werde, der eine genaue Ueberwa ung des seiner Obhut anvertrauten Hauxes durch uführen Yabe, als behördlicher Agent angesehen un Befugn s zur Verhaf- tung von Uebeltätern haben werde.
_ In der Deputiertenkammer interpellierte der Republikaner Soriano gestern die Regierung, ob sie die Ver- träge zwischen Roghi und mehreren Spaniern be-
züglich der Minen bei Melilla gebilligt habe, und.
welches ihre Haltung sein würde, wenn diese Verträge Schwierig-
keiten mit den Stämmen herporruxen santen. Ferner fra Souano auch, ob es wahr [er, da der Machsen gegen '! Veseßungb von Mar Chica durch die Spanier Pro] &!)an Y e.t A n ean wortung der nfragen erklärte der M
AeUZTrn Allendesalazar um!; dem Berickt des „W. TRL? d die egierung nicht zugeben könne, daß die Communiqués bon, . Zjierung zu Regierung einen anderen als Sultan anerkennen als Abd
sis. Obwvhl aber die Regierung sick nie in die inneren „ Marokkos eingemifckt habe, so sei es doch leicht zu verstehen, daß“ Kommandanten der afrrkaniscken Plätze Spaniens nicht umhin könnt mit jedem Beziehungen zu unterhalten, der, wenn au ob eine anerkannte Oberhoheit zu besißen, in der Umgebung dieser P!!! eine gewi e_ Autorität au5übe. Der Minister fügte hinzu, die ., gierung ! uße zwar die Interessen der spanischen Untertanen, kein wegs aber könne sie Vertrage anerkennen, die mit Leuten abgesehn," seien, die keine geseßlicke Autorität dazu hätten.
Portugal. Die Minister find gestern zu einem außerordentli , KabinettSrat zusatnmengetreten und haben, W. T, Lufol e, beschlossen, _die Verordnungen Francos, Zurck) mel ie a_mmer _aufgelöit und die Organisation der Pairskarnm reformrert wrrd, aufzuheben und die Mitglieder der aufgelöst Kammer einzuberufen, um die Eidesleiftuug des Königs «. gegen une?men, sodann den. Staat-Zrat zu versammeln, um z der uflö ung drr Kammer Stellung zu nehmen. Die Ne wahlen werden mcht vor dem 5. April stattfinden.
Schiveden.
In der_Ersten Kgmmer des Reichstags gab gest: der" Vizeprafident, fruhere Ministerprästdent Lundebex bezuglich der Ostsee- und Aulandsfrage, laut Meldu des „W. T. B.“, folgende Erklärung ab:
Es sei wünsckenSwe11, daß auck von der Ersten Kammer e!- Acußerung iiber die Ostsee- und Aalandsfrage vorliege, die kein Zweifel über die in Schweden Herrschende einstimmige Me!nung dieser LebenSfxage lasse. Deshalb wolle er im Namen der M Kammer erklaren, die Kammer sei überzeugt, daß die Regieruug "m'. aller Kraft insbesondrre für die für Schweden so ernste Fraged Aufrechterhaltung des für die Aalandsinseln geltenden 815313118 q... eintreten werde.
" Samtltche Mitglieder der Kammer stimmten diesen Au fahrungen zu.
Der Minister des Aeußern von Trolle verwies in seiner in Beifall aufgenommenen Antwort auf seine Auslassungen in ! Zweiten Kammer und versicherte, daß die Regierung mit aller Km sucken werde, bei den zur Zeit geführten Unterhandlungen d Interessen Sckwedens zu wahren.
Nouvegen.
Im StaatSrat ist gestern, „W. T. B.“ zufolge, b
schlossen worden, im Storthing einen Gescßentwurf einz
bringen, der den Gebrauch von Schleppneßen in d.
norwegischen Gewässern verbietet. Asien.
Der früYxre Gouverneur von Urmia Imam Kuli Mir-
ist, „W. T_. “ „“_zufolge, gestern in Saudsch bulak eingerün das die Turken in der Nacht zum Montag geräumt hatten.
Afrika.
'Einer vom „W.T.B.““ verbreiteten Depesche des Admira Philibert zufolge rst die politische Lage in Maroki unverändert. Die Truppen d Quartieren.
. au|scklacktnn en mit dem Kaiserlichen Statistiscken Amt (Reicköar einblatt 19 , Heft 11 mit 9,91 kg für das Jahr und den Kopf der Bevölkerung Reckt böbere Durcksckniingewickte
Jahr 1905
Statistik und Bolkklvirtsthafto“ Stellt man dazu die
Cin- und Ausfuhr von Zucker vom 11. bis 20.Februar 1908. hier find 'mit
an enommen
wenn man für das mittlere Be- völkerung von 59 750 000 Einwohnern, für 1906 von 60 650 000 und für 1907 eine solche von 61550000Einwobnern für aanzDeutsckland annimmt, der auf den Kopf der Bevölkeru von durck Scklacktun en im Inlande verfüg in den leyten drei Ia _een sich folgendermaßen gestaltex: Es sind ver- jebrt worden 1907: 48,43 kg, 1906: 45,15 kg, 1905: 46,36 kg.
Selbst wenn die aus Hausscklack1ungen zum Ve1brauck gelangten Fleischmengen nickt gleichfalls erbeblick zugenommen hätten, ist also allein sckon infolge der Zunahme der der Scklacktvieb- und Fleisch- besckau unterlie enden inländiscken gewerblichen Schlacktungen der für verfügbar gewesene FleiscbVorrat im Jahre abre um 3,28 kg und gegenüber 1905 um
Gattung des Zuckers
entfallende Verbrauck :: gewordenem Fleisch
ra finierter und dem raffi- te ter Zucker) (1761111)
oooooooooooo
Verbraucközucker nierten gleixybge
Davon Verede un sverkebr ........ Rübenjucket: Krista zucker (granulierter (176 b) Nübenzucker: Platten-, Stangen- und
Weka“ (976 ) R enzu er: Nübemucker:
den Kopf der 1907 gegenüber dem Vor 2,07 ]!8 gestiegen.
gemahlener Melis 176ä
176 s) ................ mablene Ra nade (1761) . . rotzucker (17 g) arin (17611)
andis (1761)
Gast- und Sckankwirtsckaften in Preußen. Das jest zum fünften Male ersckienene „Statistische Iabrbuck für den preußiscken Staat“ enthält außer den gewiffermaßen feststehenden Tabellen der allgemeinen Statistik, in denen der Staat, die P oder die Regierungsbezirke die Zählungßeinbeit bilden, nock einen besonderer Untersuchungen für Die früheren
Rübenzucker: Rübenzucker: Anderer Zucker (1761x/n) Ro rxucker, roher, fester und flüifi er (1761x) . R enzucker, tober, fester und fins Anderer fester und
Raffinade einscklie i
Fullmaffen und Zuckeraßlä Zapte)(,1-Y1elaffekraftfutter; übensaft,
U .............. er altige Waren unter steueramtlicker esanit ewicbt ...... Menge es darin enthaltenen
Berlin, den 25. Februar 1908.
Kai erli es Statistisches Amt. ! 1731 der Borgbt.
oooooooo --------
ooooooooo
Anhang, in dem die .Ergebni e die einzelnen K Jahrgänge
verö entlickt werden. schon sehr , erte Zusammenstellungen über Steuerverbältniffe usw. der Kreise ebrackt. Die Haupttahelle des Anbangs im neuen Jahrgang 1907 enthält neben den wichtigsten Ergebni en der Volkszählung des Jahres 1905 und anderen Nackweisun en au teilung der Gast- und Sckan
ger (1761) Zu er (11111 des Invertzuc]
u'e “(Siru
eine Berechnung über die Ver- irtsckaften in Stadt und Land im Jahre 1906. Die Ergebnisse dieser leßten Berechnung sollen uns hier
die Gesamtzablen für den Staat, !" o zeigt erbältnis zur Bevölkerung weniger Schank- Jm ganzen
näher besckäftigen.
Betrachtet man zunä ck, daß das Land im teilen aufweist, kommen auf jede Schankstelle mit Ausschank geistiger Getränke 220 Personen, in den Städten jedoch nur 204, auf dem Lande 234. rovinjen anlangt, so walten bier zwiscken dem esien der Monarchie auffälligerweise beträck11icke Untersckiede, wie folgende Zusammenstellung zeigt. Es kamen auf eine Sckanksteile Einwobn
n
Zuckers . . Staatsczebiet
Was die einzelnen Osten und dem
Ein- und Ausfuhr einiger wichtiger Waren
in der Zeit vom 11. bis 20. Februar der beiden [eßten Jahre. Stadt LFU!)
chs . . . .245 oSckleswig - Holstein ZZ;
im Spezialhandel 62 -= 100 kJ
Warengattung effen-Naffaxi
Hohenzollern
Im Osten weisen also die Städte verhältniSMäßig weit mehr Schank- ätten auf als das Land, im Westen ist es umgekehrt. Nur H affau bildet hier eine AuSnahme, das das Land eine hohe Schankstattenzahl das platte Land in Posen ab, wo auf 451 Personen eine Sckank- ünstigsien in Hobenwllern, wo fast genau vier- Recknet man Stadt
Baumwolle . . . . Flachs, gebrocken, ge- s wungen usw. .
owobl für die Städte wie für at. Am günstigsten schneidet
stätte kommt, am un
w 5. stk ungen U mal so viel Scban
ZYX und Jutewer . .
erinowolleimScßweiß
Kren zucktnw11e im SckMch . . .
ktätten vorhanden 11 „ und Land zusammen, so hat Hohenzollern verhältniSmäßig die meisten Sckankstätten; näckstdem folgen, wenn man von Berlin absieht, effen-Nassau und Brandenburg; die wenigsten haben den Regierungs- ngen weit an der Spi e.
Wiesbaden,
und Westpreu zirken steht wieder Sigmar dann Stade, Köslin und Allenstein am wenigsten Sckank Land aUein ist in Sigmaringen, Cöln am meisten mit Schankstätten esegnet, dagegen in Bromberg, Königsberg und Allen teln am wenigsten. eine bunte Musterkarte, bei der man nur wenige klare Gründe des
Steinkohlen .' Braunkohlen .
eter..:.'
wä rend Oppeln, ätten haben. OSnabrück, en, Köslin, Es ist also
Amades lagern in ih
Beélin, d'en “26: F'ebrua
Parlamentarisckxe Nachrichten.
Die Schlußberichie über die gestrigen Sißungmd Reichstags und des auses der Abgeordneten befind-
sich in der Ersten und ' weiten Beilage.
_In der Heutigen 109. SYung des Reichstags, welcher r. von Bethmann Hollweg
der Staatssekretär des Innern
und der Staatssekretär des Reichßjustizamts Dr. Nieberding ,berwqhnien, wurde die Spezialveratung des Etats der Justrzverwaltung fortgeseßt bei den AUSgaben für das „Reichsgericht“.
Abg. Stadthagen (Soz.): Im vorigen Jahre hat das Reich- gericbt meinen Parteigenoffen Dr. Liebkneckt wegen Vorbereiiun
Fron o1che1
zum Hockverrat zu 1x Jahren Festungébaft verurteilt. Dieser gibt mir Anlaß, über die Unabhängigkeit der in
Prozesen fungierenden Rickter einige Bemerkungen zu machen. Die ecktssickexbeit, beiondeis bsim höchsten Gericht, ist gan besonders gefährdet, wenn für die Ausrrabl rer Richter politistbe Motwk: extscbeidend sind und nickt die Tück1igkeit des Richters 9:5 Jurist. Daraus ergeben sick Eckäden, die weit binauSgebén uber den' Begriff dcr Kiassenj-stiz, weil damit die Mögnchke! gegeben ist, Unicku1dige auf die Anklagebank zu zerren, bloß deswan, weil sie in irgend einer Frage anderer Ansicht sind als de gerade fungierenden Richter. Da ist neuerdings wisder ein Reick8anwalt zum Sknatsptäfidenten beim Reicksgkrickt ernannt worden. Das Schlimmste ist, daß diefe Rickter die erste und liste Instanz, alxo avck Richter in cigenrrSache sind; hier mußzum SchUi dcr Rechtssixkerbeit eine Berufunxsinsjanz gegeben werden. ErstrrÉlNLZ !
betonen, daß die Unabhängigkeit des Richters durck die Garantie)“ Unabfeßbatkeit nicht genügend geschützt ist. -Welcke Fülle dissiplma- rischer Tendenzprozesse bat sick in den letzten Jahrzehnten abgespis!!! Bei der Auswahl der Richter ist bauptsäcklick die politische „ZUM' läsfipkeit' maßgebend; daraus ergeben sick Streberei und Klinker“! als hervorragende Mittel für tas Avancement deZelniFn, Mv!" ! a L! 111 kk“
Jeden, haben, einrücken möchten. Der Fürst Wißmarck_ sk!!!t at in amtlicken Urkunden diese politische Zuverlässigkeit als das Haupteriordernis für die (Ernennung Von Mitgliedern dis ReickSgetichts bejeichnet. Jener Rickterverein als seibsjvetständlitbkk Gegner von Streberei Und Kricckerei scklägtnun vor, daßzur Wahrung der Unabhangigkeit der Richter diese für die Beseßung !oicker Stcliez! (1119 ihrer Mitte das Vorscklagsreckt erbaltrn foÜeu. Ick bemerke be!- [(n-fig, daß dieser Richtewetein natüriick nicht in Preußen, sondern
weise hat sich ein ;]roßeerrein von Richtern gebildet, diem
diese höchssen Vertxaucnksteüungen, wrlcke die Ma
in Oesterrcick besteht.
Das Kapitel wurde bcwiUigt, ebenso ohne Debatte das
Extraordinarium und die Einnahmen.
Eine Reihe von Petitionen wurde als zur Erörterung *
im Plenum ungeeignet erklärt.
Es folgten sodann Wahlprüfungen. Ohne Diskusslßn wardxn nach dem Anfrage der Wahlprüfungskommisston fur gültig erklärt die Wahlen der Abgg. Man (fr. Volksp-/ 2,_MiitelfrankeYé Schlüter (Rp., 6. Jankau), Graef . (rmrisch. Vgg., ente (vl.,ö-Han-
eimar), Wachhorst de
nover), Schack (wirtsch. Bag„ Eisenach, Will (“MW (Henin, 10. lsaii“
Straßburg-Land) und Wiltberger Lothringen). (Schluß des Blattes.)
Unterschiedes erkennen kann, zu denen in erster Linie der höhere Wohl- stand, die Verbreitung der Industrie und die eigene Weinproduktion Ein embeitlickes Prinzip liegt jedock der Verte lung der Sckanksiätten offenbar nickt zu Grunde.
Wir [affen nun zunäckst die Liste derjenigen Stadtkreise und en, die die höckste Sckankstättenziffer ersonen auf eine Sckankstätte Einwohner auf eine
Kaiserlickes Statistisckes Amt. zu re um sein dürften.
Städte in anderen Kreisen fol haben, in denen also am wen „kommen. Die Reihenfolge ist fo! ende: ständige Gast- oder Schankwirts ast mit Aussckank geistiger Getränke, Iburg 63, Biedenkopf 67, Münster 68, Hoya 74, Bremervörde 76, Neubaus (Oste) 77, Malmedy 80, Montjoie 81, die Städte im Landkreise Kottbus 81, (Auch.) 84, Dannenberg 84, Hünfeld 87, das Stadtgebiet im Kreise Süderdithmarscken 91, Husum 92, St. Goar 92, Kehdingen 92, Sckönau i. Sckl. 92, Bentheim 92, Bersenbrück 92, Saarburg 92, das Stadtgebiet im Oberweiterwaldkreise 93, das Stadtgebiet im Unter- labnkreise 96, Meppen 97, Sonderburg 97, Groß-Wartenberg 98, Sckleiden (Nach) 99. In den übrigen Städten und Städtegruppen entfäl1t eine Schankstätte erst auf 100 und mehr Einwohner. Man steht, daß sich diese Städte mit der böcksten Sckankiiättenzahl besonders auf 4 Gebiete verteilen: auf den nördlichen Teil Sckleswig-Holsteins, auf Hannover, den Regierungsbezirk Aachen und einzelne Teile Hessens. Von den Städten der östlichen Provinzen fallen nur die eines einzigen Kreises: Sckönau i. Schl., unter diese Gruppe. Cbarakteristisck ist es, daß es sich bei diesen Städtegruppen fast ausschlie [ich um reine Land- städte mit geringer industrieller Entwicklung bande t. Jndustriestädte, auck die kleineren, haben durckw„ Verbrsitunq der Sckankstätten. So kommen j. Bezirk auf eine Sckankstätte Bewohner: in Gleiwitz 408, in Beuthen 342, in Königshütte 495, in Kattowiv 315, in den Städten des Landkreises Kattowiß 366, ferner im Ruhrgebiet: in Dortmund 450, Bochum 336, Herne 391, Gelsenkirchen 515, Lüdenscheid 465, Recklinghausen 406, Effen 480, auffaüend niedrige Sckankstättenzifferm Gegenden die Trunksucbt anerkannterma beweisen fie, daß die Besonders kann
Fleisckverbrauck in Deutsckland im Jahre 1907.
Aus den vom Kaiserlicken Statistischen Amt im .Reicks- und Staatöanzeiger' veröffentlichten Vierteljahrßübersiibten über die Zahl der Tiere, an denen die Scklack1vieb- und Fleisckbesckau vorgenommen wurde, ergibt sick, daß im Jahre 1907, abgesehen yon den H scklacktungen, zum Verbrauck geschla tet worden sind (einsckließlick der zur Tierfütterung verwendeten P erde und Hunde):
1907 gegen119907152
Simmern 75,
Wipperfürth 82, Heinsberg gegen 1905
!!!!!!
++!!!
+ 2 810159 -- 250 010
[ 16 382 985 + 3 040 523
Berechnet man unter Außeracktlaffung der Pferde und tgewicht der gewerblick erecknung der Vergleick arkeit wegen die vom preußischen LandwirtsckaftSministerium angenommenen Durckscknitt§- ewickte von 235 kJ für Rinder, 40 kg für Kälber, 80 kg fur
ckweine und 201xg für Sckafe und Ziegen zu Grunde'), so ergeben sich folgende Fleisckmengse1röz7
vermutlicke Sckla escklackteten
legt man dieser Die eigentlicken
gegen 1906 Doppelzentner
gegen 1905
Oberhausen 425. Das sind
und da gerade in diesen en sebr Weit verbreitet ist, so ten an sick nickt entsckeidend ei vorherrschenden: Schnapskonsum ein starker eistiger Getränke mit einer sehr niedrigen Sckank- Die geringste Schankstättenxiffer hat unter allen Städten und Städtegruppen Preußens die Stadt Kiel mit einer Sckankstätte auf „554 Pexsonen, die zweitniedrigsie das schon erwähnte Gelsenkircken, beides Stadte, die nicht gerade im Rufe Merkwürdigerweise preußischen Großstädte auffällige Unterschiede. Am wenigsten Schank- lokale haben außer Kiel Essen (480), Dortmund 450) und Duisburg 415), zwischen den “ iffern 300 und 400 bewegen
agdeburg (381). A tona (317), xwiscken 200 und 300: Görliß( Barmen (291), Cöln (290), Aachen (272), Crefeld (257), C-xffel (246), Posen (243), Wiesbaden (238), Elberfeld (235), Halle (229), „Breslau (219), Nixdorf (203). Eine Sckankf1ätte auf weniger als 200 Ein- wohner haben: Danzig (199), Königsberg (198), Hannover (197),
rankfurt a. M. (159), Charlotten- 5 an sieht daß die Regellosigkeit des Westens und
Rind eisck . Kalbfkeifch . . weinefleifck . afftei ck . . Zieaenfle sch , zusammen 23 708 455 Demnach haben die Fleisckmen en, die durck die inländischen ge- erbrauck der auf den Kauf des Fleisches angewiesenen Bevölkerungskreise verfü bar geworden sind"), genüber dem Jahre “1905 um rund 8,84 v, abre 1906 sogar um 10,91 v. H völkerungsstatistik vermehrt sick jetzt 5: Bevölkerung Deutschlands durckscknittlick um nickt anz 1,5 v-H. jährlich; es hat daher in dem eitraum von 2 Jahren eit 1905 eine um 5,84 V-H- und im leßten abre 1907 sogar eine um 9,41 v. H rauche von durch inländiscke gewerbl gestelltem Fleisch stattgefunden, als dem Vevölkerungßzuwachs in der leicken Zeit entsprecken würde, 1). b
+ 2432 418 + 2248127
- 13106388 ahl der Schankst
Mißbrauch stättenziffer
+ 2333 263 + 1 925 070. and in Hand geben.
werblichen Scklacktungen f
.und gegenüber dem der Nückternbeit
. zu enommen. ck Düsseldorf (399 ,
rößere Zunahme des Ver- cklacktungen zur Verfügung
. s: der auf den Kopf g entfallendeUFleischverbrauch ist be- W
-WW “
Scköneberg (193), Stettin (164), burg (154) und Berlin (153). gleicksam Prinzip ist. der Mitte folgen in bunter Reihenfol & Ein (Grund für diese Unter- schiede ist sckwer zu entdecken, abge eben vielleickt davon, daß die größten reinen Industriestädte mit dem vermuilich größten Schnaps- konsum am wenigsten und die reichsten Städte am meisten Sckank- stätten haben. Doch kommt auch dieses Prinzip nickt ganz zum Durckbruck. Hauptsäck1ick wird es sich um die Unterfckiede in der praktischen Handhabung des Konzesfionswesens handeln. Zum Schluß la en wir nock einige Zahlenangaben über das Land folgen. Die niedrigie S ankstättenziffer der ganzen Monarckie bat
t «7113.5"73" : ge egen. «*:.- -M-"axx- „„;kM “M*MWW W *) Diese der Berecknung (zugrunde gelegten Durckscknitt91ablen müssen als niedrig bezeichnet werden; wir onen indessen an ihnen festhalten, um von vornherein dem Einwand zu begegnen, daß unsere ünstig gefärbt sei. A zug für die infolge der Fleisckbesckau verworfenen eisckmengen ist nickt vorgenommen worden, da auf der anderxn enommenen Durckscknittsscklacktgewickten_ die fur r ügbar bleibenden inneren Teile nicht berucksicktigt
Großstädte des O
Darstellung zu
eite bei den an
Einwohner. Mehr als 700 Einwohner mu ten fick mit einer Silvan!- ftätte be nügen in den Dörfern der Kreise euth-(718), Zabrze (711), Gostyn ( 37), Kosckminch700), Neutomischel! 731), Kosten (7 38)und Rastm- burg (729). Es sind also auf der einm Seite die Gegenden mit vor- berrsckendem Großgrundbesiß, auf der anderen diejenigen mitKobsemecken, in denen die niedri ste Sckankstättenfrequenx herrscht. Auck im Westen der Monarchie ba en die Dörfer bei Dortmund und Bochum am wenigsten “Sckanks1äiten. Weniger als 100 Einwohner kamen auf eine Sckanksiätte in den Dörfern" dreier Kreise, nämlich Zellerfeld (63), Haigerlock (71) und Wipperfurtb (96). Bei Zellerfeld hängt dies wohl mit den zahlrei en Fremdengasthäusern des Harzes zusammen. Die anderen beiden Kre se liegen in den UUSZWVHWL annten Gegenden mit höchster Sckankstä1tenzahl.
Zur Arbeiterbewegung. AusOberbausen meldet die .Köln.Ztg.': AufderHochofen.
anlage der Guteboffnunghütte hatten einige Arbeiter die Arbeit ohne Kündiguug niedergelegt in der irrigen Anna!:- , daß die bisherige Sonntagsprämie 11711 die Hälfte gekürzt werden «je
säcklick ist eine derartige Herabießung nickt vorgenommen Worden. Als die Arbeiter auf ihren Irrtum hingewiesen wurden, kamen sie auf eine früher erfolate Lobuberabseßung zurück, deren Aufhebung € jetzt forderten. Mit Rücksickt au! die jeßt mißlicke Geschäftslagei t diesem Verlangen nickt entsprocken worden. Der Aufforderung der Ver- waltung, die Arbeit gestern wieder aufzunehmen, sind die Arbeiter nickt nackgekommen. Infolge des Ausstands liegen mehrere Hochöfen still.
. Tat-
Kunft und Wissenschaft.- Wie hiesige Blätter melden, hat Andrew Carnegie der
Robert Koch-Stiftung zur Bekämpfung der Tuberkulose die Summe von 500 000 „Fi zugewendet. Die Stiftung verfügt somit jeßt über rund „800 000 „sé Es steht zu hoffen, daß die großberzige Spende Carnegies mancken mit (GlücksZütern Gesegneten zur Nach- folge anregen wird. Wenn in Deutsckland Vermögen wie das, über welches Carnegie Verfügt, auck nickt bestehen, so ist bei uns die Zahl derer doch nicht klein, die wohl imstande wären, ein im besten Sinne humanitäres Institut, wie die Robert Kock-Stiftung, deren Erfolge der gesamten Menschheit zugute kommen, kräftig zu unterstützen. Von großen Beträgen sind der Stiftung, außer dem von Andrew Carnegie gespendeten, bisher 50 000 .“ von dem Fürsten Henckel von DonnerSmarck, 15000 „sé von der Familie Krupp und 10 000.“ von dem Geheimen Kommerzienrat Dr. Eduard Simon zugegangen.
14.13. In der Facksißung der Gesellschaft für Erdkunde
am Montag deten Vorfix Geheimrat Profeffor Dr. Wahnfckaffe führte, berickte dera von La Palma“ als Ergebnis einer im März vorigen Jahres
te der Profe or Dr. Kurt Gagel „über dsé Cal-
nack den Kanarifckxßn Inseln und Madeira untérnommenen Studien-
reise. Palma ist die nordwestlichste der Kanariscken Inseln, etwa über
700 Quadratkilometer groß und durck eigenartige geologische Ver- hältnisse auSgezeicknet, die seit lange den Forsckern Rätsel auf- geben und landsckaftlicke Besonderheiten zur Folge “haben, die in ihrer Art fast einziÖ in der Welt sind. Auck der Vortragende fand sick veranlaßt, als eoloqe an der Erklärung der Entstehungßweiß von Palma mitzuwirken. Während eines 14 tägigen Aufenthalts bat er 5 e Gebirge der Insel, deren bedeutendste Höhen von 2000 bis 2400 m erreicken, durckwandert und zahlreicke trefflicke pbotograpbiscke Aufnaömen aemackt, die in Licktbildern vorgeführt wurden. Seine Üntersuckungen bestätigen die merkwürdige Tat!acke, daß die größten Erhebungen des Gebirges nicht aus Fels, sondern aus Sckotter- und Scklackenmaffen bestehen die in ihren tieferen Sckickten durckseßt sind von Lavabänken
'Und an einem verhältniSMEZZ-tig niedrigen, nur werMe hundert Meter
boben Sockel eines Grundge eins lagern, in dem armor in großen Blöcken häufig vorkommt. Nock merkwürdiger bei dieser Zusammen- setzung des Gebirges ist, da die unteren, felsigen Teile des Gebirges flache die oberen aus S otter bestehenden dagegen überaus steile Vösckungen, häufig fast senkrecht abfallende Wände zeigen. Etwa den Mittelpunkt der Insel nimmt die berühmte Caldera ein, ein ge- waltiger Gebirgskeffel, von hohen Bergwäüen umgeben, die ihn in einem reicklicken Halbkreise, der, sich von 1911?" über 157 und 0 nock 880 erstreckt, einsckließen. Es sind mehrere konzentriscke Bergwäüe zu unterscheiden; der innere ist der niedrigste, etwa 1000 m bock, dann folgen, terraffenförmig fich erhebend, Wälle von 1500 bis zu 2000 m. Der äußerste Bergwall enthält die großen Erhebungen, die sick als das GebirgSmasfiv verhältniSMäßig Wenig überm end kennzeicknen. Zwiscken den Wällen, von deren äußersten na allen Richtungen Bäche und Flüsse zum Meere eilen, sind überaus en 8 Sckluckten und Täler, deren Wände in ihrem oberen steilen eile vegetationSarm, dagegen auf den flackeren Böschungen des Grundgebirgssockels mit Wald bedeckt find, wo dieser Sockel überhaupt zutage tritt, was nicht die Regel ist. Nack 8117 öffnet sich die Caldera 111 dem VerhältniSmä ig weiten Talwege des bedeutendsten Fluffes der Insel, des ran Barranco, _der an seiner Mündung unterseeisch eine mäcktige Barre aufgesckuttet haben muß, da die sonst hart an der Küste vorhandene groÉe Meeres- tiefe von 100 Faden vor dkk Mündung erst in weiter ntfernung vom Lande wiedrrzufinden ist. Aus den hier dar elegten geologischen Verbältniffen ergibt sick die landsckaftlicke Ve onderbeit der Insel Palma: malerische, enge Sckluckten, überragt yon turmboben Steil- wänden, abwechselnd mit weiteren Tälern, wo die flackeren Bösckungen des Grundgebirges zur Geltung kommen und die Steilwände in einiger Entfernung zurücktreten, aber stets eine Umrahmung des Bildes geben, die ibreögleicken suckt, besonders, da das Bild gegebenen Falles ziemlick reichen Baumwucks aufweist. Mehrfach zeigten |ck auf den im März aufgenommenen Bildern die Gebirgs- kämme mit Schnee bedeckt. Wie erklärt ck nun die geologiscke (Fut- stebung dieser seltsamen Gebirgönaiur? rofeffor Ga el bat daruber folgende Vermutungen: Palma Verleuanet die itwirkung des VulkaniSmus bei seiner Bildung nicht. Wenn zur, Zeit auch keine Erfckeinungen dieser Art Vorkommen, so hat doch in der Sudostecke der Insel, außerhalb des böcksten Gebirgßwallxs, nock 1585 ein Ausbruch stattgefunden aus einem verhaltniSruäßig niedrigen, sckön geformten VulkankegelberFe. Ebenso sprecken bestimmte Stellen der Caldera, und zwar gerade olcke auf dem (Grunde dieses Gebirgskeffels, dafür, daß sie Kraicröffnungen gewesen sein mögen. Diese Beobachtung bat einzelne Geologen zu der Annahme verführt, die Caldera sei durck den Einsturz eines ungeheuren Vulkanberges entstanden. Hier egen aber sprecken die Sckottermaffen, die das Hauptmaterial Kü den Aufbau des Gebirges abgegeben haben. Sie können hier nur aufgetürmt worden sein in einer Zeit, da die Insel ganz vom Meere bedeckt war und doch die Tätigkeit ihrer Vulkane nickt rubte. Man wird also annehmen dürfen, daß _ wahrscheinlick zur Miocämeit, in der der VulkaniSmus bexonders stark erdbildnerisck tätig war, _ die in ihrem Grundgebirgs ern vorhandene und in Berg und Tal schon pro- filierte Insel gesunken und jabrtausendelang vom" Meere bedeckt ge- wesen ist. Als sie später wieder aus den Fluten auftauckte, wird sie allerdings sehr verfckieden von ihrer gegenwärtigen Gestalt ausseseben haben; aber nun begann die langsame, in ihren Wirkungen jedock macktVolle Erosionstätigkeit, mit größerem Effekt natürlich bei den lockeren, als bei den Fengesteinen. So erklärt sich das er- auSnagen der tiefen und engen Schluchten aus Schotter und ava einerseits, die geringeren Aenderungen andererseits, die der felsige Sockel des Grundgebirges erfahren hat. ,
In der sich an den beifällig aufgenommenen Vortrag ansckließen- den Debatte wurde eingewandt, daß die eigentümlichen Talbildungen
' und die Entstehung der konzentriscken Gebir swälle Zeh nach den Mit-
teilungen des Redners nicht genügend dur seine eutunq des Vor- ganges erklären. Der Vorsißende sprack indessen seine Meinung da- bin aus, daß kaum eine andere Erklärung des geologiscken Baues„von
alma denkbar sei, als die vom Vortragenden mit ebenso viel Grund-
den Verbrau ve kind. ck
das Landgebiet im Kreise attowiv mit einer Schankstätte auf 845
ickeit als Klarheit dargelegte.