1908 / 50 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 27 Feb 1908 18:00:01 GMT) scan diff

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Diese Dinge find du ernst, al! daß wir glaubten, ck mit unserer

eine Absonderung polnischen Bevölkerung von der deutszen

.. .. . , . - ' . - anßubalbderAn- * kz diHäudeindenScboßxulegeuuud - ändent d taatswrm errums, Rei skan r ur auseinander . 7er _ , da - man den ürften nationalen Grunden bis zur Enteignung aus olitiscben Gründenj „mal 1 0/9 der auSgekauften Polen bat skb . ! pokal! Seite syßWsÖ PW vereinbaren zu nen, e von Yülow: es S , ft ck zle F | Bioware! “east?! WS! duk“ Enteigkmng' anrufen sznntß nur ein kleiner Schritt. Wenn wir denp Grundfos der m?. "ck eigwxovknzen angesiedelt. Ick glaube, das ift eine Tatsgtbe, die |ck vollzieht, Ü?“ v "WHITE"- me Sie hier nicht der Entwicklung ihren Lauf zu lassen. Wir find . der Mei Herr ' Der © fMi bach bt i sei a Aus 3 ein Herren «3: MM Bio ck dies Mk 1; WMW“ ““ Ei “"*"“ d"'ch“ch“"- 7“ käse" w“ den einigermaßen beruhigen könnte binfishilitk der MMW WWS "“'"" "*"-'“ ""' "a einen Boykott Ansicht daß wir an unserer Pflicht gebrochen wurden- - "e “' HM *“ r - " "e ' a“ m e “? ' "'m *" "“ '“ M- “"- “"1 "*" w " M'"- ""i “ist“" “"'““ ""'“ “"“" de'" "' Hema Natkbatprovin en durcb die Polen. mit allen EWWW “"Mike"- “MWP“ " ' ir nicht alles täten was möglich““ ist, m fahrungen fich auch mit dem Eindruck beschaftigt, den diese Vorlage stellen würde, wenn er unterdenLebenden weilte, das kann heute Unkiurz Vorspann, Dann wird über das Votum des Herren- ck- Ueberfiutuus d“ * * ied W die Frage aber jeden verhängt, der nur einmal in einem deutschen Laden gekauft wenn w des d Best es d ndmenilicb die im Auslande hervorgerufen bat. Da i(b ähnlichen Erörterungen auch niemand mit Be _ sagen; Ich bin aber überzeugt _ auf bau es niemand mehr triumphieren als die Sozialdemokratie. Dann hat Herr Freiherr von LMU“ w e" - bat mit der Erzählung sonstiger Provokationen von polnischer Seite, die sÖWkUde? BEWUMI errtscben k un in der Preffe begegnet bin, möchte ich zunächst einige Worte über Grund so vieler MUM "des Fürsten BiSmarck, auf Grund so Dix Antragsteller haben mit ihren Anträgen "“ck ihk?! Dükusswu JÜLUÖ- ob Fürst ViSmarck es fur angangig er- ' Beispiel der auszusehen hat der seine patriotische Bedeutung des deutschen Kleinbeßßes im Osten zu “erhalten. [diesen Punkt sagen. Unsere innere Politik kann nicht von den vieler Reden, die er'oebalden kat, aueh in diesem boben Hause, auf tiefmnerstm Ueberjeugung gehandelt, aber ich a e mit ein"" Tut habe, zum Zweck seiner Polenpolitik aueh das EnteignungSrukt denen sich IW “Illumination*betätigl- Damit komme ich zu ein paar Bemerkungen, dieder Herr Referent

, W 'i , i " . Gefia Kaisers Geburtstag darth , . Wünschen des Auslandes abhängen. Die Maßnahmen, die wir im Grund alles dessen, was er nach seinem Rücktritt zürnend und MTM? YFYMKYM „?Hx_HY§? ZYIFZY “"'"“ “"“ ß" ansprucb zu nehmen. In dieser Beziehung möchte ich doch bmw! kuriumßknßven? man die Lebensäußnungm „„ Mn„zm Seite be. am Eingang; ferner Ausfuhrungen machte- Herr von Burgsdorff

esagt, muß man A t s WbaÖ [ litik ' wei daß Wik

Inneren treffen, können nicht nach ausländischen Anschauungen ein- mahnend gerade über _die Oßmarkenfrage g'esagt hat, auf Grund der auch B sagen. Kann ieh mir von der Enteignung k nen Nu en :: daß Fürst BiSmarck bei der Beratung des u rag - n t ver [WM, daß hier ein sagte, das probou 133611008 der Po enpo ware ge en, . gerichtet und auf ausländische Gesichtspunkte zugeschnitten werden. ganzen Ostmatkenpolitik, an 'der Fürst Wißmarck stets festgehalten sprechen oder fie mit meinem Gewiffen nicbt vereinbaren, so ?"" Bebeldem Gesev von 1886 unmittelbar vorberging, daruber gar keinen “Qtek, kann Ämanüixlb edee; ?:;fefsaT-MÖQWMUTJMÜIÜ Und was uns von der Flottweliscben Polenpolitik abgewendet haben. Ich kann _ _ _ . . . . fie aus Prinzip ablehnen; im anderen Falle muß ich sie ganz an. '“ d nter Umständen auch die Verleihung des systematischer "9 g g i beipflichten-- Hätten Wir die Flottweusche Polenpolitik (Bravo!) Mein großer Amtsvorganger, der Furst BiSmarck, hat hat , daß wir ihn heute unter denen sehen wurden, die fur die nehmen dann muß ich der Re kerung eine scharfe Waffe Zweifel gelassen bat., er u b _ de Fürst das Entscheidende ift: auf welchen Punkt bat fich dieser Angriff kon- ibm darn "Uk "hrt s w" d wir mehr als einmal außgeführt, daß Rücksichten und Erwägungen der Enteignung eintreten. Wie Fürst Bümarck Gefahren, die geben, 'ibr die Enteignung unbes ränkt geben, wie sie fie NngnungSrecbts fur durchaus geboten erachiet ba en YM d;;hjn- zentriert? Er bat fick) konzentriert zum Angriff auf den deutschen noch einige Jahrzehnte lang konsequent durcbglefu ,ötiot [Zit MWi auSwärtigen Politik nicht dahin führen dürften, die done BewegungS- dem deutschen Volke drohten, meist früher und /chätfer verlangt. Wenn wir aber jetzt in diesem Sinne stimmen würden, Bismarck äußerte fich bei Beratung des Antrags Athen “ck * Grund und Boden. jest "Wk "*" so“ Ml weitergehenden Maßrege n gm g n' e

n rat , ob Preußen in [einem und des Deutschen NeicésNZntefreffT Mt unter Umständen in der Lage sein könnte, 100 Millionen Taler auIzugeben, um die Guter des polnischen Adels dafür zu gewinnen, - kurz und gut, um den Adel zu expropriieren. Das klingt ungebeuerlickp", aber wenn wir fur eine

* Eisenbahn expropriieren und die Handlichkeit stören, Häuser und Kircbböfe durchbrechen, lediglich zur Bequemlichkeit der

so ständen wir nach weni en Jahren immer wieder vor einer neuen Vorla ?, und der nat onale Kampf würde immer von neuem enibrennen. ist die Geschichte von dem Studenten, der seinem Hund den Schwanz stuckweise abschnitt, weil es mit einem Male zu web tue. Mir haben Herren Xia 1, sie seien in ihrem innersten Herzensscbrein meiner Meinung, a r Jie möchten der Regierung gegenüber die Ver- antwortung nicht übernehmen. Ich bin mir der Verantwortung bewußt, wenn ich gegen § 13 stimme, aber bin ich, wenn ich für die Regierun stimme, der Veranthung ledig ? Mit nichten, denn

oft bat'man uns in der Oeffentlichkeit Mangel an Konsequenz vor- geworfen! Jeßt geben wir erhobenen Hauptes und geraden Weges voran, und nun will man uns die Waffen versagen, die absolut norwendig find, wenn wir zum Erfolge kommen wollen! _

Ick kann Herrn don Burgsdo7ff auch in einem anderen Pazific "nur zustimmen, wenn er sagte, die Polen betrachteten ein Entgegrn- kommen nur als Schwäche. Meine Herren, wird aus der Enteig-

freibeit eines Staates im Inneren, s eine Selbständigkeit und Souveränität zu beeinträchtigen. Als Fürst ViSmarck das aussprach, zog er eigentlich nur das Ergebnis aus den Anschauungen, zu denen das moderne Völkerrecht und die Politik unserer Tage mehr und mehr gelangt ist. Früher war es anders. Früher bestand eine gewisse Neigung, sich in die inneren Verbältniffe anderer Staaten einzumischen. Die große französische Revolution suchte am Außgang des achtzehnten Jahr-

xu erkennen pflegte als andere, so hat er auch den ganzen Ernst des Osimarkenproblems tiefer erkannt als die meisten seiner Zeitgenoffen. Nachdem“ die preußische Politik diesem Problem jahr- zehntelang fchwächlich und fckwank'end gegenübergestanden hatte, hat Fürst BiSmarck in einer planmäßigen Ansiedlung deutscher Bauern uns den Weg gewiesen, auf dem sich die Stellung des Deutschtums im Osten behaupten läßt. Diese Anfiedlungspolitik fortzufeßen, habe

Die Polen sind sich sehr wohl bewußt, daß wer den Boden hat, auch die Herrschaft bat, und so geben sie systematisch.- von dem bekannten Landbunger der kleinen Leute unterstutzt darauf aus, den deutschen Besiß wieder in polnische Hand zu bringen, und die Herren, die vorher gesprochen haben, haben diese Seite der Sache vollkommen unterscbäßt und- sind auf die Fragre des Herrn Ministerpräfidenien die Antwort schuldig geblieben, ob wir

- - - - - - ' - - eine Festung 1 s öcht ich nicht nur das Jubelgeschrei anf hunderts Propaganda nach außen zu treiben und ihre Grundsaße anderen ich als ein uns. ukerkommenes Vermacbtnts des ersten Kanzlers wenn i so stimme, nur um der Regierun zu helfen, (; eu imbabngesenscbaft- wenn Wir expxopriieren, urn ' twicklun zusehen oder was nungsvorlage nich s, o m e _ Staaten mit Gewalt aufzuzwingen. Und als die Lxgjtjmjtät wieder angesehen. Auf diesem Wege düxfen wir nicht vor dem meine innere Anschauung, so übernehme ich efne VerantwortierYg, (Ts bauen, um eine Straße in. der Stadt durchzuscblagen, mit verschrankten Arusersi ldi??? eFiFtterTWt in pTlniscbe Hände über- polnischer Seite böten, sondern auch die tatsachlicbrn Koniequenzen . . - die noch schwerer ist, die so gro ist, daß ich sie zu über- * l e ro iieren, wie in Hamburg, um wir tun sollen, UM a ? S 11 dieses Jubel eschrei fich augdxücken wurde, die in der obenaufkam, 1814, Vernes fie in den gleichen Fehler und versuchte ersten Hindernis Halt machen, nicht vor dem ersten nehmen nicht den Mut babe. Mtglieder des Hauses die sebr wenn wir Janis Stadtvikrte xp p d t stb ab geben zu lassen. ' sehen. in dene 9 5 b 15 "rden Ick) für ihre Grundfäße und Prinzipien dasselbe, was bekanntlich zur Hindernis zurückrveichen. Auf diesem Wege dürfen wir uns reich mit Grundbesitz gesegnet sind, sa ten mir, ich triebe einen Hafen du bauen, Hauser, die srit Jabrbun erien S; ST- Es unterliegt keinem Zweifel, daß in den levten Jahren der Ersiürmung des Resteé des detsÖM'Bkfißes lks'Se" dwus scipwerer Gründung der Heiligen Alliance und zu mancherlei Interventionen nicht scheuen, wenn es not tut, die konsequente und zähe rinzipienreiterei, denn wenn die Soziaßdemokratie ans Ruder ' erchen: warum soll dann nicht unter ÜWsiände" en aa, um ut Befi in steigendem Maße in polnische Hände übergegangen bin überzeugt, daß in kUkskstkk Frist em "“")"an cha_en :) führte. Energie zur Anwendung zu bringen, die in großen staat- äme, gehe doch alles drunter und drüber, gleichviex,“ ob Wir seine Sicherheit für die Zukunft zu erkaufen und die Unruhe lonu- T); sdb? wir 8troß der Ansiedlungskommisfion, die nicht Weniser wie Art eintreten würde, daß alle Welt 1de" wurde: wie kann eine, Heute überwiegt die Ansicht daß jeder Herr im eigenen Hause lichen Eristenziragen allein Vorwäris bringt und allein den die Extteignung jekt zulassen oder nicht. Das gebe "5 zu, aber erden *- ist die Sicherheit nicht ein höherer Zweck als der VM s' a 00000 118 an die polnische Hand ver- dfiicbtbewußie Regierung derartige Zustande fich entwickeln (affen. , , , , , “_ ' , als die Vorlage bekannt wurde, schrieb eine Zeitung einer w . - Gs tbeit nicht ein höherer Zwsck 3-25 000 119. gekauft hat- noch 1 , S' d n uns davor bewahren und werden das kü, ferne eigenen Rechte zu wahren, fich aber auch nicht in die tnneren Steg verburgt. (Bravo!) Die schwerwiegende Frage, vor der dieses Partei, mit der wir im Reichstag "est sogar eine Vernunftebe kebr, ist die Sicherheit fur die e am 7 , loten haben. Wäre also die Tätigkeit der Anfiedlungswmmtsfion Ick, hoffe aber, ie wer ? li iich sh it Rechl kk“ Verhältniß? anderer Länder einzumischen hat. Daran wird auch im hohe Haus steht, ist diese: Will das preußische Herrenhaus, wollen geschlossen haben, die Vorlage geée nicht weit genug, sie wie die Befestigung eines einzelnen festen Plaßes "" warum nicht eingetreten, so hätte die deutsche Hand nicht weniger njcht machen„ wie Herr von Burgsdorff fck ? k m

wähnte: man darf nicht aus dem Ubrn'xerk ein einzelne's Rad aus- schalten. Man darf aus dem Uhrwerk der Polenpolitik nicht das eine Rad auIsÖalien, die Konsequenz. Wir sind bemüht, nicht in den

aligemeinen festgehalten. Nur uns gegenüber glaubt man sich hier und da eine Abweichung Von diesem Grundfos erlauben zu können. (Sehr wahr!) Auch andere Länder haben im Laufe der leisten Jabr-

müßte auf den Grundbesiß in ganz Preußen überhaupt außgedebnt *i t ein Staat unter Umständen zu diesem Mittel werden. Niemand weiß, wie später der Wind weht, wenn aber solche QLTY]? ZF wird ja keine Ungerechtigkeit verlangt, es soll nach

Parteien einmal die Oberhand gewinnen, so liegt in dem räzede - " fall dieser Vorlage eine roße Gefahr. Wenn dann der NYck/komYe dem vollen Wert bezahlt Werden, und die Herren wurden vielleicht

Sie, meine Herren, durcb Ablehnung der von uns geforderten Macht- mittel die Fortsetzung der von uns in voUer Uebereinstimmung mit der Krone und unter Zustimmung des anderen Hauses des Landtags

als 80 Quadratmeilen an die polnische Hand verloren, und es ist der Moment nabe, wo nicht mehr auf deutscher Seite, 1ondern

zehnte manche Maßnahmen getroffen, die nicht allgemeinen Anklang in der Welt fanden. Ich kann mich aber nicht erinnern, daß sie des- halb so angegriffen und zur Rechenschaft gezogen Wurden wie

wir. Ich will nicht untersuchen, inwieWeit das eine Folge unserer Geschichte, unserer vielfach unglücklichen Geschichte ist, die so oft fremde Einmischung in deutsche Ver-

hältnisse gesehen hat. Ich will nur festsieUen, daß anläßlich dieser Vorlage fremde Schriftsteller, fremde Dichter und Künstler, deren NUf unsere Bühnen gemacht haben (Sehr gut!), deren Renommee

unsere Kritiker Verbreitet badsn, sich uns gegenüber Angriffe beraus- ;' genommen haben, die sie fich anderen gegenüber nicht leisten würden. J

Wer den Dingen auf den Grund geht, kann sich nicht verhehlen, daß an solchen Erscheinungen wir selbst einen Teil der Schuld tragen,

die wir alies Fremde so JEM bewundern und so hoch stellen, vor Ö

Fremdem gern platt auf dem Bauche liegen (Héiierkeit), aber ; alle Schärfsn und alis Scbrulien unserer Kritik für die; eigencn Verhältnisse und die eigenen Männer reservieren.

Es-ist gut, jedes Wetterzeichen am Horizont der auswärtigen Politik zu beachten und namentlich jerks Wetterleuchten - was ich da sage, sage ich selbstverständlich nicht für den Herrn Grafen Mirbach, sondern für jenen freilich geringen Teil unserer Presse, der anläßlich

dieser Vorlage mit dem Auslande operiert _, es ist gut, jsdes ;

Wettkrzeickyen am Horizont der auswärtigen Politik zu beachten und

namentlich jedes Wetterleuchten. Aber vor jedem Stirnrunzeln des ck

Auslandes zu erheben, ist nicht die Art großsr Völker. (Brady!) Es ist unsers Pflicht, durch eine gerechte und“ ruhige auswärtige Politik Vertrauen und Achtung zu er-„Z werben und mitzuarbeiten an der großen gemeinsamen Auf-k gabe der Zivilisation. Ader allen Haß und jeden Neid zu entwaffnén, alle üblen Nachreden abzuschnsiden, das ist weder ;

dem einzelnen möglich nock; einem ganzén Volk. Wir sollten uns ; gegenüber dem, was das Ausland sagt, sei es Lob, sei es Tadel, Line : größere Gleichgültigkeit ansewöbnen. Wir sollten uns weder don ,' fremder Kritik aus dem Häuschen bringen, noch durch fremdes Lob ,: benebeln lassen. Béi uns L*;[SJLU die einen bei fremdem Tadel in Z Erregung zu geraten, die nicht ein Zeichen selbstbewußter Kraft, sondern mehr von übertriebener Empfindlichkeit ist. Noch schlimmer - ist er;, wenn andere solche abfälligen Urteile des Auslandes mit Be- ;

bagrn breit irrten [1110 Weiter 'vrrbreiten; Wir mriffeii urs mehr denn das ist eine ganz Ühe/ftüsfige Bestimmung, da die jdejkommjsse rabrges Nationalgesuhl m dte/er Beziehung angewohnen, mehr zu_de_m larxgjäbrigcn altxn Besitz gehören, der durch die estimmungen troöizen Selbsrerbaltungstrieb! éBraVo!) Meine Hkrren, der Musst "1- FM" MZ dick) Z“? dkaZZSY" Ja.?“ “"“!" ZestiK-umte? , L . - "'i" . . ag cyan, un zwar an em (: kk? - ', wc! damas er "amp HZ" ,“"diélirt'léaitsténm'krb bat anenWi" eingehender ""d“ 3 um den Grandbesiß bkgann. Ich bitte Sie, mxinen Ver- wre :ck UÜU ?, "1 U SkISUIMkkk Lis? dargelkgt, daß ; befferunaßantrag anzunehmen und mit diesem die Beschlüsse der

die Königlich? Staatsrrgierung in den Beschlüssen Ihrer Kommission eine Vsrbefferung dieser Vorlagé: nicht zu erkennen dermag. Mit dsr ' Waffe, die Sie uns geben wolien, kann eine Niederlage des Deutsch- ; tums in dem Kamvf um d-Zn Bodsn drr Ostmark auf die Dauer - nicbt abgewehrt werdsn. Die Mängél in dsn Beschlüffen Ihrer Kommission liegen darin, da:"; fie uns zu wenig Land geben, daß sie uns damit wieder zu unplanmäßigen Ankäufén zwingen, daß fie uns so die Verstärkung deutscher Ansiedlungen Erschweren, daß sie endlich , nicht imstande sind, Line wirkliche Bsrubigung der unhaltbar gewordenen ; Verbältniffe auf dem Gütermarkie der Anfiedlungßprovinzen berbei- 7 zuführen.

Meine .Herren, aus den Reden des Herrn Grafen Mirbach und ! des Herrn Freiberrn von anius babe ich manche Kritik über diese Z Vorlage beraußgebört. An Kritik fehlt es nicht in unserer Zeit, Kritik wird gern geleistet, man hört sie auch nicht ungern. Ick bin aber bisher keinem konkreten und Wfitiden Vorschlag begegnet, der uns die Sicherheit bötr, Wandel zu schaffen. (Sehr richtig !)

Die Unbaltbarkeit der bestehenden Zustände wird ziemlich aligemein anerkannt, aber ein praktischer und gangbarer Weg zu ihrer Befferung wird nicht gezeigt. (Sehr ricbjig!)

Die Königliche StaatSregierung fordert die Enteignung, weil sie diese für ein zwar scharfes, aber für das allein wirksame Mittel hält. Jbre Kommission hat in ihrer Mehrheit anerkannt, daß die Enteignung not. wendig ist, fie hat diese Maßregel aber so beschränkt, daß ihre Wirk- samkeii darunter leidet. Greift man aber zu einer Auönabmemaßregel, zu einer, wie ich vollkommen zugebe, barten Maßregel, so muß man auch des doUen Erfolges fieber sein und darf die Maßnahme nicht so fehr abschwächen, daß das Odium bleibt, die Wirkung aber ausbleibt, und die Maßnahme versagt. (Sehr gut! Bravo!) Meine Herren, seitdem ich Ministervräsident bin, bin ich in der Ostmarkenfrage den Traditionen des Fürsten Biemarck gefolgt, babe ich in der Ost- markenfrage an den Traditionrn des Fürsten Biomarkt fest- gehalten. Der Herr Freiherr von Lucius hat uns soeben

' der eine wehrlos und kann sich nicht einmalbeschweren.

lebende Wal] der Ansiedlungen auch nicht die

weitergeführten BiSmarckfchen Ostmarkenpoliiik labmlegen und un- möglich machen? Die Königliche Staatsregierung gibt sich der Hoff- nung hin, daß das Bewußtsein dieser Verantwortlichkeit Sie, meine . Herren, dahin führen wird, mit dem anderen Hause des Landtags der x' Königlichen Staatßregierung die Mittel zu gewähren, die notwendig Z sind, um schwere Beeinträchtigungen der Interessen des Landes zu Z verhindern. Von diesem (Gesithtspunkte aus kann ich Sie nur bitten, I dem cht vorliegenden Antrags der Herren Adickes und Genoffen Ihre ;“ Zustimmung zu erteilen. (Lebhaftes Bravo !)

Herr_voxi Wedel-PieSdorf: Ein Enteignungsrecht zu politischen erecken ist eine so außerordentliche, in der (Geschichte unerhörte Maß- ! regel, daß es kein Wunder ist, wenn diese Vorlage in beiden Häusern ;“ des Landtags den ernstesten Bedenken begegnet. Wie ein Redner im Abgeordnetenhause sich ausdrückte, ist es eine Maßregel, die zwar der : Verfassung nicbt widerspricht, aber die Grenzen des Rechts streift. Nach den Abgeordnetenhausbescblüffen dürfen nur zur Abrundung und nur irn Umfange bis zu 70000 118. Enteignungen stattfinden. ; _Das in dem Umfange, abxr nicht der Qualität nach eine Ein-

]chränkung. Jm Gxgenteil, dieses Verfahren wird vsrschärfend wirken, ; und in zwei Jahren wären die 70000118 erschöpft. Nun Hoff!

zwar die Regierung, das; die Polen dann freiwiüig ihre Güter der ; Staawxegierung überlassen würden, aber der Terrorißmrrs und airioirSmus der Polen ist zupgroß, als daß sic_je freiwiliig ihren efit; berauSgeben. Die Koriimiision bat sicb ent/cbloffen, den alten ; angestammten Besiy wenigsiexis vor der Enteignung zu schüyen.

Sie findet eine große Harte darin, e_inxn Mann, deffen Besitz vielleicht Jahrhunderte in seiner Familie ist, der weiter nichts Verbrochen bat, als daß er Pole ist, aus seinem Besitz beraus- zuwerfen. Die Frist yon 10 Jahren ist willkürlich gewählt. Es scheint mir besser, einen festen Termin zu seßkn, und zwar das In- krafttreten des AnsisdlungYeseßes von 1886, weil dies der Moment ist, wo der Kampf um den » oden__in den Ansiedlungsprovinzen begonnen bar. Dadurch wird auch die der Staatsregisrung zur Verfügung stkbknke Flache nicbt unerbebiick) Vsrmebrt, und fir nimmt im Laufe der Zeit in- folge eintretrnder Véräußerungen immer mebrzu. Man muß aber dor alien Dingen aircxb daray/ bedacht sein, die deutsche Bevölkerung fest- zuhalten. Jr! dte/er Beziehung nüxzen dis Veschlüffe des Abgeordneten- bguses garnichts, denn ]:der polni/che Besnzer, der infolge seiner Ent. eignung dtk Tasche voll Geld hat, wird krin eifrigsres Bestreben haben, als deutschen Gruydbesiß in einer Lage anzukaufen, wo er xncbt an andere größere Ansiedlungen grenzt. Auch dem Verfahren, daß die kemschen Grundbefißsr von der Enteignungs- kommrifion einen hoben Preis fordern unter dcr Drohung, sonst an einen Polen zu, Okrkaufen, wird ein Riegyl Vorgescboben. In meinem Anfrage ml] ick) den Ausschluß der Fireikommiffe streichen,

Kommission.

Generalselqursäxall Graf von Haeseler: Ick) bitxe um Er- lauhnts, mit Wenigen Worten mrinen Standpunkt zur Enteignung außW-xchen zu dürfen. Ich bin ein Gedner der Eutrignung. Ich bin nicht uberzeugt worden,_ daß der Artikel 4 der Verfassung, daß alle Preußen Vor dem Gems gleich find, von der erlage unberührt bleibt. Sxibst Wenn die!: Auffassung zuiräfe, so bleibt in der Ent- eignung _eine große Harte. Jeder, der einen Befi/Z sein eigen nrnnt, fuhlt mit, was es heißt, wenn man mit dem, woran man die Arbeit seines Lebens geseßt bat, woran die Eltern und Großeltern gearbeitet haben, vor der Ungewißbeit sieht, ob es einxm morgen noch gehört. Es ist gefixt werden, wenn im Krtege Tausende erschlagen werden können, so könne auch der Staat berechtigt sein, im Interesse feiner Sicherheit zu enteignen. Das sind grundverscbiedene Dinge; Der Krieg ist eine gerechte Aus- gleichung entgegenstehender Jnterenen. Bei der EnteigmÉigiist aber

9 stferner gesagt, es kögnte eine (Gefährdun , eine Notlage eintreten, wenn der Staat, gedtangt von äiÉ-zren einden, noch den inneren Feind zu uberwmden habe. Diese ituation batte Preußen vor 150 Jahren zu bestehen und bestanden. Wenn diese Notlage eintritt, so wird der

_ H lfe aus der Not sein, dann liegt die Rettung wo anders, bei der Wevrkraft der Nation, bei der 1111-1318. ratio rSJiJ.

Grasvon d_erSchulenburg-Grüntbal:Ein andrres Mittel, der leidigen Nattonalitätenfrage ein Ende zu machkn, weiß ich auch nicht, aber der_Enteignung kann ich nicht zustimmen, weil sie nicht zum Ziele fiihrt, weil sie ein SHlag ins Wasser ist, und weil ich sie nicht nut meinem Genüssen in„Einklana bringen kann. Ick babe_ gegen die Enieignung prinzipteüe Bedenken, zwar nicht bezuglich der Verfaffung, denn hervorragende Juristen, wie der Justizminister, haben uns belehrt, daß eine Verfaffungsverle ung nicht vorliegt, aber wir treten hier vor ein absolutes Novum. B Ober wurde enteignet um der Sache willen, hier wird zum ersten Male enteignet um der Person willen. ier wird ein preußi- scher Untertan - denn das ist auch der sie _ von Haus und Hof vertrieben, um den anderm preußischen Untertan, den man Eich vielleicht erst von der Wolga oder aus Argentinien verschrie en bai, an die Stelle zu sehen. Damit begeben wir uns auf eine schiefe Ebene, und ist der Stein erst ins Rollen gekommen, so

vqn der Scholle seiner äter vertrieben würde, so würde er mit Fingern auf das Grab des Abnberrn zeigen: der da hat den ersten Schritt zu meinem Unglück getan. Mein Grab will ich davor sichern. Wxnn das Herrenhaus diesem § 13 zustimmt, so wirft es die Tra- ditionen dieses Hauses, die es über 50 Jahre gepflegt hat, über den

„ufen, dann werden wir im Lande nicht verstanden werden, dann wird man sagen: die Regierung kann vor dieses Haus mit einer Vor- lage kommen, wie sie wil], das Haus [agi doch Ja und Amen. Wenn wir diesem § 13 zustimmen, dann grabt das Herrenhaus sein eigenes Grab, dann begeht eo Selbstmord.

Finanzminister Freiherr von Rheinbaben:

Meine Herren! Der Ernst der Vorlage und die Bedeutung der Stunde, die vielleicht entscheidend sein wird für die Zukunft der Ost- marken, nötigen mich zu einigen Worten der Erwiderung. Ehe ich aber auf die Ausführungen des Herrn Vorredners eingebe, darf ich doch noch einige Ausführungen der früheren Herren Redner richtig stellen, so der Herren Graf Mirback) und Freiherr von Lucius. Herr Graf Mirbach sagte, daß die polnische Beroegung, der Antagoniömus zwischen deutscher und polnifcher Bevölkerung in den Oftmarken durch die Tätigkeit der Ansiedlungskommisfion entweder hervorgerufen oder Verschärft wvrden sei. Das heißt doch, Ursache und Wirkung der- wechseln. Die Ansiedlungskommission ist erst eingesetzt worden als notw'endige Reaktion gegen den Ansturm des Polentums, die An- ßedlungskommission hat aber ihrerseits nicht die Angriffe von pol- nischer Seite hervorgerufen, sondem diese Angriffe bestanden längst vorher und nötigten den Fürsten Bistucnck, den Weg zu beschreiten, der in der Vorlage von 1886 beschritten worden ist. Sie finden in der Vor- lage gerade hierüber wichtiges Material. Schon in der Rede des KultuSministers von Goßler vom 5. Mai 1885, also vor Erlaß der Ansiedlungsgeseße, finden Sie folgende Aeußerungen über die plan- mäßige Absonderung der Polen von den Deutschen:

„Man knüpft am sichersten an das Jahr 1859 an, wo die Be- wegung auf dem Gebiete des Nationalitätsprinzips neue Wogen in den ehemals polnischen Landesteilen in die Höhe warf. Es ist be- kannt, daß von der Zeit an, und zwar in den beiden leßten Jabr- zebnten in steigendem Maße, die Isolierung des polnischen Elements Von dem deutschen enorme Fortschritte gemacht hat. Es gibt heute - das haben die Herren Redner des Hauses

wiederholt anerkannt _ kein Gebiet in sozialer, wiffen- schaftlicher oder sonstiger Beziehung, wo nicht eine volle Sonderung herbeigeführt iß. Es ist heute nicht mehr

möglicko, auch nur auf freiem wiffenscbaftlicben Gebiete, daß die beiden Nationalitäten nebeneinander wirken. Die Polen haben sich überall - ich erinnere an die landwirtschaftlicben Vereine, an die Darlebnskaffen, an die Museen, an die Theater, an die Kasinos usw. - vollkommen abgesondert; kein Pole ist noch in der Lage, von einem deutschen Kaufmann etwas zu kaufen, ohne daß ihm _ daraus ein Vorwurf gemacht wird. Täglich müssen wir es in den Zritungen lesen, daß Stelien für polnische Aerzte, polnische Rechts- anwälte auSgeboten werden, daß die Niederlassung polnischer Kauf- leute, polnischer Handwerker, die eine reiche polnische Kundschaft finden würden, verlangt wird."

Also, meine Herren, von der polnischen Seite ist die Absonderung von allem Deutschen auSqegangen, und dieses planmäßige und im System liegendeAbsondern gegenüber allem, was deutsch ist, vor allem aber das Verdrängen des Deutscbrn auf dem Gebiete des Güter- marktes bat den Fürsten BiSmarck genötigt, den Weg des GeseYes von 1886 zu beschreiten. Wenn Herr Graf Mirbach weiter sagt, wir hätten die Polen mit dem Erlrage der Ansiedlungßgelder saniert, so entspricht dies nicht den tatsächlichen Verhältnissen. Man hat in dieser Beziehung vielfach ganz übertriebene Anschauungen. Von dem Gelbe, das die Ansiedlungskommission aUSgegeben hat, ist in der Tal der größte Teil in die Hände der Hypothekengläubiger geflossen. Das waren meist deutsche Hypothekenbanken, In der Denkschrift; „20 Jahre deutscher Kulturarbeit“ finden Sie angegeben, daß von den über 300 Millionen, die die Ansiédlungskommission ausgegeben hat, etwa 30 Millionen, also nur 100/(, in die Hände der Polen ge- floffen find. Die Behauptung also, daß man die Polen gewisser- maßen saniert und starkgekauft hätte, ist nicht zutreffend.

Uebrigens ist diese Denkschrift auch insofern intereffant, als ße eine Beruhigung gewährt hinsichtlich der Befürchtung, daß die in Posen aufgekauften Elemente außerhalb dieser Provinz, namentlich in Schlesien eine Unterkunft suchen würden. Von den game" 175 polnischen Rittergutsbesiyern, deren Güter bisher die Ansiedlung!-

kommission gekauft hat, haben sich überhaupt nur 22 gleich 12 '/0

im AnsiedlungSgebiete wieder angekauft und nur ein einziger gleilk

wiiß niemand, wohin die Reise geht.

Von der Enteignung aus 0, 6 0/9 außerhalb dieses Gebietes, nämlich in Ofipreußeu- Also uotk

eil e : vergnügt sein, mit dem Gelde, was sie dafür be- F:?mén, sie!? in Galizien anzukaufen rider jenseits der russischen Grenze. Aber die Regierung beabsichtigt gar nicht, "im jetzigen Augenblick so weit zu geben; ich nenne diese-Moglichkeit nur, damit man sich im Publikum überlegt und daruber nachdenk't, ob es nicht nüßlich ist, und damit auch die Herren Polen, dte_ so ungern unter der preußischen Regierung leben, ihrerseits daruber

u olni r das Schwergewitbt des Großgrundbesißes ruhen wird. FWfirpbabesrékim Jahre 1906 nur noch 19000 113 mehr auf deutscher Seite gehabt. Davon smd im Jahre 1907 mehr als 13000 118. der- loren gegangen; also entweder, meine Herren,. ist der Moment schon eingetreten oder ganz nahe, wo uns die entscheidende Stirnme in jenen * Landen dadurch genommen wird, daß wir nicht mehr im Brsiß des ; größeren Teils des Großgrundbefißes sind. Und - worauf ich noch hinweisen möchte und was die allertraurigste Erscheinung isi -, dieser

nachdenken, ob fie nicht selbst einmal den Antrag siellkn sollen: „Findet uns ab! Unser Verlangen geht so weit noch nicht . k ür Bismarck hat in diesen Aeußerungen doch ganz lar

zum AAYdrFuck stgebracht, daß er den Gedanken des EnteigmrngßreMs nicht von der Hand weisen würde, wenn darin eine staatliche Not- wendigkeit erachtet werden müßte. Und wie hat sich nun die Sache entwickelt? - Wir smd nicht infolge des Ausscheidens des Herrn Oberpräfidenten von Wilamowiß, wie Exzellenz von Lucius meinte, zu einem Systemweckxsel übergegangen, sorzdern unter dem Ziyang-e der Umstände, weil wir überhaupt keine (Guter mehr aus den Handen der Polen bekamen. Also nicht aus Systemwechsel, sondern durch jene Tatsache gezwungen, haben wir aus deutscher Hand gekauft. Die Tendenz des Gesetzes von 1886 ging dahin, den polnischen Großgrundbesiß durch deutschen Kleinbrsiy zu erseßen. Wir können nun polnischen Großgrundbefiß freihändig nicht mehr haben. Wollen wir also der Tendenz des Gesetzes von 1886 treu bleiberi und weiter dcffen Aufgaben erfüllen, so bleibt uns nichts anderes ubrig, als im Wege der Enteignung uns den polnischen Grundbesitz zu beschaffen,

" den deutchen kleinbäuerlicheu Besiß notwendig haben. den wir fur s wolle uns die Mittel nicht

E ellen] von Lucius meinte, er

de;?agen, aber es soUie nicht aus deutscher Hand gekauft werden. Ja, ich bitte ihn dann, und mitzuteilen, was wir überhaupt kaufen sollen. Aus polnischer Hand bekommen

wir nichts, und aus deutscher Hand sollen wir nicht kaufen; also müßten wir die ganze Anfiedlungstätigkeü einstellen, wenn" uns nicht die recht- liche Möglichkeit gegeben wird, polnifche Grundstucke durcb Enteignung w rden.

" erDeann sagt Freiherr von Lucius, es sei kein Kriegßxusiand vor- handen, es seien keine Aufstände vorgekommen, und die Provinzen könnten uns nicht verloren gehen, und auch Herr Graf Haeseler äußerte fich ähnlich etwa dabin, daß, wenn wirklich extreme Konse- quenzen einträten, die Bajonette helfen Wurden. , Ja, meine Herren, die Dinge dürfen doch nicht bloß, wie ich meine, nach der äußeren Seiie betrachtet werden, ob wir unier Um- fiänden in der Lage sein würden, einen bewaffneten Aufstand mit bewaffneter Macht niederzuscblagen, sondern die Frage muß doch nach der inneren Seiie betrachtet werden, ob wir diese Landesteile dem Deutschtum erhalten und gewinnen wolien oder zusehen wollen, daß sie vollkommen uns innerlich entfremdet werdeii. Man kann diese ganze Frage, wie ich meme, nicht bloß aus sich selbst betrachten, sondern man kommt zu einem zutreffenden Urteil nur, wenn man sie als einen Teil eines großen geschichtlichen Prozeffes ansieht. Wir haben fast ein Jahrtausend hindurch eine Welle deutscher Kultur, deutscher Arbeit von dem Westen nach dem Osten, getragen, wir haben germanischen Geist über die Elbe, die ernfi seine Grenze bildete, hinaus an die Ufer der Weichsel und des Meme!- stroms getragen und dort eine deutsche Kultur von größter Bedeutung geschaffen. Der alte Erbfebler deutschen Wesens, die Zwietracht, die Uneinigkeit, hat uns zum Teil urn die Fruchte unserer Arbeit gebracht, und diese einst durch die Tatigkeit der deutschen Ordenöritter geschaffenen Lande fielen wieder unter polnische Unkultur. Nach jahrelanger Herrschaft unter der polnischen Krone gelangten sie wieder unter die Fittiche des preußischen Adlers, und es gibt kein intereffanteres Studium als den Vergleich der damaligen Zustände in diesen Landen mit den heutigen, zwischen den Aeußerungen Friedrichs des Großen über den damaligen Zustand dieses Landes, das er ein Irokesenland nannte und ein zweites Kanada, und dem heutigen glück- Uchen wirtschaftlichen Zufiande des Landes, in den es durcb die Tätigkeit der preußischen Regierung gekommen ifi. Ein Volk, sagte Friedrich der Große, das in tiefster Barbarei und Unkultur dabinlebt, ein Volk, von dem ein polnischer König selbst sagte, daß es das einzige auf der Welt sei, wo die JrOßen Maffen schlechterdings der Rechte der Menschheit ent- behrten. Und was ist es unter den preußischen Königen (ZWorden! Tin blühendes Land, das mit den damaligen Zuständen uberhaupt "Wk verglühen werden kann. Man sollte meinen, daß mit einem sdlcben wirischaftlichen Aufschwunge dieser Landesteile auch eine politische Annäherung der Bewohner an den preußischen Staat Hand

Uebergang des Besitzes aus deutscher in' polnische Hand hat sich nicht bloß auf den Großgrundbesiv, sondern in immer fieigendem Maße auf den Kleingrundbesitz, auf den bäuerlichen Besiß erstreckt, In dem Referat, das Ihnen vorliegt, hat der damalige Herr Referent angegeben, daß allein in den Jahren 1905 und 1907 der polnische bäuerliche Besiß in den Landgemeinden um 5600 123 sich vermehrt,

er den : Best in den Landgemeinden sich dagegen um 8600 139. Zeermindetrsxih bat, aZlso in zwei beren nicht weniger als 14 000 119. gleich 2 Quadratmeilen Verlust des deutschen bäuerlichen Befiyes. “_ Glauben Sie denn, daß diese Entwicklung irgendwie plö/Zlicb ziim Stillstand kocumen wird? Glauben Sie nicht, daß die Po-len, unterstutzt von den Millionen, die alljährlich die Sachsengänger zuruckbringen, auch in Zukunft diesen Ansturm auf deutschen Befiß fortseyen werden, und ich frage den Herrn Grafen Haeseler, wie er„glaub-t, diese Landes- teile auch im Ernstfalle halten zu können, wenn allmahlich der ganze (Grund und" Bodem in polnische Hände übergegangen isi? Meine J Herren, das sind durchaus keine Utopien, das find nackte Tai1achen, ; die ich Ihnen vorgeführt hab:, auf die man die Schlußfolgerung 'a-uf- , bauen muß, daß der Uebergang des deutschen Besißes in die poln11che Hand mit Naturnotwendigkeit seinen Fortgang nehmen muß.

Nun, meine Herren, hat der Hur Graf von der Schulenburg gesagt, die Enteignung (harakterisiere sieh 'als besonders hart, Weil es sich um die Enteignung der Person handle, nicht der Sache. Ick vermag schlechter- dings nicht einzusehen, inwiefern darin ein Unterschied bestehen soll, ob ich einen einzelnen Befißer enteigne, um ein Fort anzulegen oder eine Eisenbahn oder um das Deutschtum im Osten zu halten (sei)“: richtig!); beidemal find es sachliche Rücksichten, die sich naturgemaß gegen den einzelnen Besitzer richten; daß da ein realer Unterscbied besteht, das kann ich nicht anerkennen. Es bestebtkböchstens der Unter- schied, daß, wie ich meine, nationale Nückfichten uber allen Verxebrs- rückfichten sieben, daß der Schutz unserer Grenzmarken von großerer Wichtigkeit ist, als die Anlegung einer Eisenbahn oder die Anlegung

n ein elnen orts. ei egHerrj GrafFvon der Schulenburg sprach die Befürchtung aus, es könne sich daran eine Enteignung des Großgrundbesißes aus politischen Gründen knüpfen; das wäre der erste Schritt zum Umsturz und der erßie Schritt, um gegen den Großgrundbesiß an sich vorzugeben. Mit sehr beweglichen Worten bat er davor gewarnt, diesen ersten Schritt zu tun. Meine Herren, wenn Herr Graf von der Schulen- burg diese Warnung an uns gerichtet hat, so glaube ich, bedurfte es dieser Warnung schlechterdings nicht; denn, meine Herren, von uns denkt niemand daran, das als einen ersten Schritt zur Enteignung des Großgründbefißes zu betrachten. Im Gegenteil, wir haben es aus- drücklich abgelehnt, etwa aus dem Enteignungögeseve von 1874 das Recht abzuleiten, das diese Vorlage fordert; wir haben es abgel'ehnt, daraus das EnteignungSrecht abzuleiten, und haben um die Ermachiigung ge- beten, durch einen rirulus spsoiaijs, durch eine besondere Vorlage, dies e Enteignung vorzunehmen. Meine Herren, kein Mensch denkt daran, aus diesen durch die Besonderheit der nationalen Verhaltniffe des Ostens notwendigen Expropriaiionen das Recht abzuleiten zu einer Enteignung des Großgrundbesißes an sich. Und nun möcßte ich ein- mal Herrn Grafen Schulenburg fragen: wenn wirklich jemals eine Regierung aus Ruder käme, die den Großgrundbefiß an sich" ex- propriieren wollte, glaubt Graf Schulenburg, daß die fragen wurde, ob ein oasug Ijmüjs in der Vergangenheit vorhanden ist? (Sehr richtig!) Meine Herren, wir können wobl sicher sein, daß in unseren geordneten preußischen Verhältnissen ein solcher Fall niemals eintreten wird; träte er aber ein, so wird es ganz gleichgültig sein, ob wir in Westpreußen und Posen ein solchch Spezialgesev gemacht "haben oder nicht. Also ich glaube, in dieser Beziehung dürfen wir uns beute keiner Besorgnis hingeben.

Wir betrachten es als unsere Pfiicht, diesen vorhandenen nZtio- nalen Verbältniffen des Ostens Rechnung zu tragen und zu verbalen, daß in immer steigendem Maße der deutsche Beßh in polnische Hände übergeht, daß in immer steigendem Maße der deutsche Charakter

kommen kann, wo das Streben, diese Landesteile nicht nur innerlich,

in Hand ging. Sie [eben leider das Gegenteil, daß namentlich in tester Zeit auf allen Gebieten wirtstbaftlieben, kulturellen, geistigen Lehen-

; kaufen kann, sie verlangen,

dieser Provinzen alteriert wird, und damit eines Tages der Zeitpunkt

e ler u Verfallen, sondern das Uhrwerk intakt zu halten, indem wir Trésequeont vorgeben. Meine Herren, stören Sie das Uhrwerk nicht, und ich bin sicher, das; eines Tages auch die Stunde- des'Friedens schlagen wird, - aber nur dann, wenn wir jest energt/ch, ztelbervußt den Weg weiter geben, den wir bisher beschritten haben. (Lebhaftes

Brady.)

brbür ermeisier Dr. Adickes-Frankxurt a. M.: „Ich mochte noch ?inemal Furz den Gewiffensbedenkenk wsgen der Critergnung ent- ge entrcten. (Graf Mirbach bat die Harten er Epteignung lebhaft geizchildert, aber um unssre Truppxnußrngépiaßd rm Iniereffc dcr Webrdaftinachung unseres Volkeßzu Waffen, die osx 5 bis 10113 “„U“ faffen und im ganzen 50000 11? einnehmen, 11md gcznze deutiche Dörfer enteignet worden, und niemand _bai danach gefragt, ob ein deutscher Bauer dort längst als 20 Jahre geieffexr bqt; DJS geschabdom militärischen Gesichtspunkt aus, und auch [331 _dteJer Dorlaxze liegen nicht politische Gesichtspunkte wor, i_ondem eiériiaÜ-J _gute Grunde der öffentlichen Sicherheit. Als Wsstlaxider h_abe ich mrch_ge7ragt_: wie kommt es, daß so viele Deuycbe im O1ten gegen die Enxeignun'g find. Die Herren aus dem Osten stehen den Dgßsn_gegenub_er wre ein Kammerdiener seinem _errn, fie sebxn alle Ochwach::n, rie,_wie, bei jedem menschlichsn Jnintut, auch der der YnßedlunngOMMi/fion undermeidlicb find. Sie frben aber nicht, daß 300 deut/xhe Dörfer dort angesiedelt sind und jährlich 50 dazu kommen. Lebnen_wrr dieVor- lage ab, so bekommen wir nicht den Frieden, wndern das Triumpbgefcbrei der Polen. Die Herren biker TWÖGÉroßSrUUTTLYHPFÉn (?Mermdke);

aner ann, a man _

Vorlage sind, haben daß von Deutstben nichts gekauft Werden Boden zu erlangen. Kann

t ' soll, alw ist nur noch durch En eignUng so wird durch ck ständige

1 blau eZwerk nicht fortgese rwerden, 5FLÖLCiISryichixeerun.;gder Deutschen der 1th bald ganz dem deutschen Blute

" ein. Die Regierung hat erklärt, daß die Write, die ihr ZRTYFY Kommissionßbeschläffe gegeben werden wii, ern_e stumpfe wäre. Die Unterzeichner des Antrages, d'er memen Ranxeii tra/Zx, waren der Meinung, daß das Herrenhaus m der_Lage 1e1n mußte, sich auch zu den Beschlüffen des Abgeordnetxnbaußs durch Abstimmung erklären zu können. Unser Antrag steiit m_r weikntltcben die Abgeord- netenhauSVorlage wieder der, er kommt mir emem Wunsche des Kardinals Dr. von Kopp nach und schü13t_ deri kirchlichen Besitz tm_ wcitesten Umfange, um nicht das Gespenst eme? nsuen KulturkamP/es herauf- zubescbwören. Ich empfehle Ihnen uniern Antrag.

Nach einer pers önlichen Bemerkizng deß GeneralfeldmarschaU-s Grafen von aeseler wird die weitere Beratung ._qe en 53/4 Uhr aiif onnerstag, 11% Uhr, vertagt., (Vorher. er: eidigung neuer Mitglieder und Beratung uber die Dampffähren-

verbindung Saßniß-Trelleborg.)

Literatur.

itekturkonkurrenxen. Heraußgeber H. Scheyrxzn- brarsiudktéh Verlag von Ernst Waömuth. A. (H„ Berlin., Preis jahr- lich 12 Hefte, 15 „FC Das Dorpelbeft 9/10 des__ zweiten Bandes der,Architekturkonkurrenzen enthält 21 Entrmrrfe 1ur„das neue Cm- pfanx-s ebäude des Leipziger Hauptbahnhofes, das mit seinen gewaltigen Dimén onen als Hauptanlage an einem großen Piave eine bedeutende architektonische Aufgabe darstelit. Die mit einem ersten Preise aus-

b't von Kröger zeigt einen eintvaudfrxien' YYYÉ? UTZ) U im Acußeren eine Vereinigung des sach- sischen und preußiicben Teils zu einem architekt0nischen Ganzen. Die in gleicher Weise anerkannte Arbeit von Billing u.

abgewogeneckVeriéältniffLethtid FSWTnkerYe 5 des Gebäudes Aukdru ge en. er ere em r - TerrteBTUstrikYFxxg die sich z. T. auch durch die Ausbildung der großen Eingangshallen ausdeicbnen, stammen von den Architekten; Birkenbolz, Bevricb Brurein, roelich u. Biermann, Hrydenreiä» u. Michel 11. a. Das [ey,te eft des andes 11/12 gibt Entwurfs kleinbäuerlicber Gehöfte für den Heématbund Mecklenburg wieder. Obwohl dsr Wert derartiger Entwürfe, die aus einem allgemeinen PxeiSausxtbreiben stammen, von manchen Seiten bestritten wird, - dte,Geb ude folien dem Bau- plaß entsprechend entworfen werden, - laßt sich doch nicht leugnen, daß der oder jener Entwurf mit einigen Aenderungen unter passenden Bedingungen wobl angefübrt werde_n könnte. Der Zweck der Ver- öffentlichung ist aber vollständig erfullt, wenn dem Unternehmer durch- die hier wiedergegebenen Entwürfe der Uziterscbied klar wird zwischen diesen Bauten und den mit Zierformen uberladenen Stuckbäusern oder den mit flachem apvdach versehenen roten oder_ gelben Verblender- bauten. Das Jol isi ?eeignct, zur Hebung des kunstleriscben Niveaus» der ländlichen utätig eit beizutragen. *

Vittali hat im Aufbau gut

KurzeAnjeigen bblt blibt

it 11, deren Besprechun vor e a en e ..

YinsYMYF-i FIZ an die Redaktion, Wilhelmstraße 32, zu richten. Rücksendung findet in keinem Falle statt.

s L d. Erzählungen und Stimmungsbild" von Dr. Yijlsléenißi Mili?» Rabbiner in Gleiwitz. 2,50 .“ Frankfurt

a. M. J- Kauffmann- , _ _ irt liche Studie Mietverlust Versicherung ZRX, Tebisxkkféx Berlin;

von Professor Dr. Alfred Maries.

sondern auch äußerlich von Preußen abzutrennen, in Erfüllung gebt.

897. 68, Koehftr. 68/71. E. S. Miller u. Sohn.