1908 / 58 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 07 Mar 1908 18:00:01 GMT) scan diff

_, _ Dritte Béilage “zum Deutschen Reichsanzeiger .und Kötiiylith Preußischen Stanisan3eig'er.

M ZZ. ' , Berlin, Sonnabmk,dw 7. März

Ort gewähren (sebr riötig!); denn die Lobuskala steigt meist in 4 bit 5Stufeu. DannkouuuenwirzuSäße-r, die sich „demqrdküblilben Tagelobu unter allenUmsiände-r nähern. In dem überwiegenden Teil der Pläße decken sich die ortsüblichen Welsbne mit unseren Mindest- säßeu. Aber der Aba. Goldsämidt ging aus von den Mndrrrbeitern. Für diese bildet der tagelobn, den wir feilschen, ja nur die" Grund- lage, auf der sich der Akkordvetdienst aufbaut. (Sehr richtig!) Der Akkordverdienfi ist aber in der Regel 50% höher als der Tage- lobn„ und er isi, nachdem ich im vorigen Jahre ausgesprochen habe, daß es für den Akkordlobn keine Grenze nach oben gebe, notb er- beblicb über 50% des Tagelobnverdienstes gestiegen. Wenn wir“ im übrigen auch der Meinung sind, daß durch die Lohnerhöhungen der [chien Jahre dem Bedürfnisse Rechnung getragen ifi, so findet doch dauernd eine eingehende Nachprüfung und Kontrolle bei den einreluen Dienstsiellen fiait, ob wir mit den Löhnen in der Reihe bleiben.

Ich kann mir nicht denken, daß im Cölner Bezirk eine Direktions- verfügung erlafferr ist, die die Löhne um 10 0/9 kürzt. Das würde den Auf- faffungen, die in der Zentralstelle bestehen, nicht entsprechen. (Hört, bört! links.) Möglich wäre, daß eine Bestimmung getroffen ist, daß für neu eintretende Bedienstete der jeßige Mindestlohn eine Minderung erfährt; das ist aber doch etwas ganz anderes. (Sehr

der Lage sind- ,diesex, große Beamteu- mtb „, Arbckierbou völlig zufrieden zu Kelten“: vas ifi unmöglich« Auf diesen _Standpunrt werden wir uns nie erhebea-kö-men- Ick baue :- aber fur x_ecbt be- denklicb, wenn der Abg. .psdszmwt bei seinen Erörterungen uber die Lobufraae aukfübrt; diestaatseismbabn babe beidenmäßio viel Geld, es werde ib: ein Wie! sein, allen diesen Ansprüche“, denen er Anh druck gab, zu eutspwchem Jede 10 „z, die wir pro Tag Lohnerhöhung an unsere ArbeitetsW gehen, sind 10 Millionen pro Jahr- (Hört! _ hört!) Es ift nicht ohne Interesse, darauf hinzuweisen, daß ein sozialdemokratiscber Abgeordneter, der November v. I. auf dem preußischen sozialdemokwxifthxn Parteitag gesprochen hat, ins Land Hinaus verkündigte, daß" die prenßische Staatsbahn 1905 einen Ueberscbuß von 680 MUMM gehabt hätte, das bedeute 1572 .“ für den Kopf der Arbeiterschaft. Wemrman die Zinsen abröge, die auf die Eisenbahn- kapitalstbuld xu kahlen wären, wären es immerhin noch 758 .“ pro Kopf. Hieraus mußte jeder Mücken, daß es ein Leichtes sei, den Wünschen der Arbeiterschaft anf Gewährung höherer Löhne ru entsprechen. Das ist ein gefährlicher Hinweis (sebr richtig! rechts), ein Verveis dafür, 'daß der Sprecher kein VnayWortiiehkeitsgefübl empfindet. Die Eisen- babnverwaltung kann und muß den Bewegungen des Lobnmarkies folgen, und sie isi sich bewußt, daß fie gerade in den letzten Jahren

zu erkennen geben könnten. der in Vereinen

dureh den die Arbeiter ibn WüustK: italieder vor den Arbeitern

Ferner soüte man den Zusammenscb oder sonstwie zulassen, damit die Ansich Rubens st ablegen können. weil ihnen sonfi nur übrig bliebe dies von er ou zu Person zu tun. Die Pensionen müßten etwas reicßlicber beme en werden, da der Pensionkfonds bereits die öbe von 170 [lionen erreicht bat. Der Trierer Verband der isenbabn- beamten bat “fixb in neuerer Zeit nichts mehr zu schulden kommen lassen, wie früher, er zeigt jetzt ein vonommen lo ales Verhalten; der Minister sollte also wieder ein freundlitberes Ver ältnis zu diesem Verbande einnehmen als sein Amtsvorgänger. Es sollte von dem Trierer Verband klar zum Außdruck gebracht werden, daß an einen Streik nicht gedacht wird; dann könnte der Minister ckck“ mehr gegen den Verband einwenden. _ _

Abg. Goldschmidt (fr. Volksv.): Auch ich Wunsche eine voll- kommene Durchführung der Sonntagßrube. Jch_ ftebe aber ferner auf dem Standpunkt, daß die im Kündigungsverbaltnis zur Eisenbahn- verwaltun stehenden Arbeiter ein Koaliiionörecht _und ein Recht _zur Arbeitönie erlegung erhalten müssen. Tro dem mochie tcb allerdings auch wünschen, daß wir in unserem Eisenba nbetrieh mchi zu Zusiänden kämen, wie sie in Belgien, Oesterreich Italien usw. mrt der passiven Resistem bestanden haben. (Äbg. Heckenroxb raus.): Wahlrecht!) Unter dem Dreiklaffenwabirecht_ können die rbeiter

Elbstverfiändlich ihren Wünschen nicbt _ genugend Geltung der-

ffen. _ Die Dienstreit der Beamten tft oft noch viel zu lan .

1905.

uns mitgeteilt wird, in wie vielen Fällen die Hilfe der Vertrauens- Verkehr einzuricbi „en.

ärzie_vom ersonal in Anspruch worden

YYY“ HMM? ZW Tien ntbalkuaa vom Moh'or Yieergrdoeß'x . , o . heine Herten, und mit diesen Erwagungen ist das Minisierium das Verbot des Alkohols: 11:11: Düne _?rfabrun “: MUMOK??? (?:? zur Zeit befaßt. Die Tätigkeiten der Inspekjioren sind nach “WWW d" BUMM Wat d“ W des Dienstes “5- E““ dem Dienßpflichtenkreisß der in jeder Inspektion zu erfüllen kft- Zesteben unter den EtscnbabnbeamtenoNT) Vereine mit 375000 Mü-

außerordentlitk verschieden in ihrer Bedeutung. Wir haben Juspek. MYM die gem" e Zweck“ verfolgen, & W“ W" i" “"g“ B“" _ _ g mit der un , n

Zonen, die in den Industrierevieren rmd in den großen Städten ihren erhalt die Zufriedenheit der WWF,? vatJrÉZii'estéeMta-W

ik haben, Inswuionm, die umfänalkwe Werkstätten, Maschinknk „“When kann; die Beamten fühlen dUrch eine ftMnle inspektiousbezirke venoalteu; es sind dies Stellar, die den Mitglieds- ZIlnkaZiuZTrs YFMJM “" d::"smz MM“ M IKOM; stellen der Direktionen durchaus gleichwertig iind. Wir haben aber den Mini'ier, in dieser Hiroäcbt nich Ro? ve äurierit Esbititsi muß „eine große Zahl von Vorstandsstellen der Inspektionen, die sich kikat iini?" aber die nicht entfernt in ihrem Werte mit den teckniscben Mitgliedssieilen der ,

(Schluß m der Zweiten Beilage.) der Verwaltung in Ich glaube, eine .-folche Einrichtung hätte e r . denken, Es ist mir bekannt _ ich bsaxe Yoßevoxeer fchou_ ange_deutet -, daß der Trierer Verband durch unsere W6eiterauöschüffe |ck ein Substrat verschaffen wollte. Es waren dafur merkbare Anzeichen in den Rheinlanden Wabrxunebmen. Jeb Fir aber, daß diese Bestrebungen des Verbandes keine Dauer gehabt en.

Im übrigen bin ich gern“ bereit, wie auth meine &in Amts- vorgänger, Audienz zu erteilen jedem, der sich an mich wendet, um diensilicbe Angelegenheiten von Erbeblicbkeit vorzutragen; ck geschiebt dieses alliäbrlich in weitesten: Umfange. Wenn der Minister selbst aus persönlichen Gründen nicht in der Lage ist, so wird-den Beamten

Betrieb oder

Es läßt fick aber auch noch auf einem andern Wege Abhilfe schaffen, -

a bedauerlich, da noch nicht Geballkrula en bewi eamten mogen ßedenken. daß sie in der &anltung unter be-

Éiiii Lokomotivführer weigerte sich nach sechzebn_ Stunden Dien t, die Lokomotive weiter zu führen; er wurde dafur bestraft- Diese

langen Dienstzeiten müffen beseitigt Werden,_ weil die Sicherheit von Tausenden davon abhängt. Eine solche Bestrafung aus Grunden der Diéziplin trifft nicht nur den einzelnen Mann, sondern erzeugt Erbiiterung in dem ganzen Beamtenbeer Wir haben Unter den Loko- motivführern noch 33 0/0 Heizer, die sehr lange auf Anstellung als Lokomotivführer warten müssen und nur_das Hencrgebalt be- kommen, obwohl sie tatsächlich jabrexang Dienste als_Fubrer tun. Der Minister sagte in der Kommismyn, dre Personalstergerung sei prozentual nicht so groß wie die Ste_rgerung der Vetriebßlersiungerr, er wollte damit sagen, daß die_Lei_1iungen durch bessere Organi- sation gesteigert seien. Das mag rrchtrg sein, aber vom Abg. Funck

ist mir mit1ejeilt, daß in Mainz der bisherige Wechselweise Dienst ' Taaen Nacht-

iür die Weichensteller Von 6 Tagen Tagxödrcnsi und 6 _ dienst umgewandelt sei in 7 Tage Tagesdtensi und? Tage Nachtdienst. Es sch€inen dafür Ersparnisrückücbten maßgebknd gcwesen zu sein. Durch diese Einrichtung wird die SZnntaJSrube der Beamten ge- schmälert. Die Werkfübrer in den Enenbabnwerksiqtien babxn eme TeuerungSzulage von 100 „“ bekommen, es wurdxn rbnen dafur_aber Bezüge, die sie aus einem bei ihnen bestehenden yrg. Auszleicbswnds bekamen, genommen. Von den Ardeitxraqßtcbuffen funkxiomeren einige prachtvol], die andern aber, und das ist die Mehrzahl, ]oUen gar nicht funktionieren. Die Wünsche der Arbeiter_werden wobl angebort, aber damit werden die Arbeiter abgespeist; Fu_nf, sechs Monczte derkrebzn, ebe die Eisenbabndirektionen auf dre Wun1che__der Arbettrrauscbyffe antworten. Der Minister sollte ailgemem_der1ugen, daß dre Arbertrr nicht nur alle ihre Wünsche vorbringen durfen, 1ondern daß auch dre Antworten darauf beschleunigt werden. Von der Urlaubsberechtrgudg sind etwa 15000 Unterbeamte noch außgeschloffen, und wenn em Beamter schon 1 oder 2 Tage Urlaub gehabt hat, um an einer Be- erdigung oder dergleichen teilzunehmen, so wird ibm ,das dyn dem späteren Erbvlungßurlaub abgezogen. Das ist doch em kiernlicbes Verfahren. Auch die Streckenarbeiter sollten vom Urlaubcnicht ausge- schloffen skin. Der Redner bespricht sodann an_der Hand einiger T_abeilen die nach seiner Meinung vollkommen unzuianglrcben Lobuverhaltmffe der preußischen Eiserbabnarbeiter und Unterbeamten und schließt mit dem Wunsche, daß die Verwaltung ihrem Herre von 400 000 Angestellten denüber ein etwas lebhafteres Tempo rn der Fursorge fur deren

-.tereffen anschlagen möge.

Minister der öffentlichen Arbeiten Breitenbach:

Meine Herren! Die Siaatseisenbabnverwaltung ist eine Anstalt für die Bedienung des öffmtlichen Verkehrs; sie dient nur aligemeinen Interessen. Diese Zweäbestimmung hat sich der Minister bei allen seinen Entschließungen gegenwärtig zu halten; sie bildet ein untrennbares Ganzes, und darum kann ich den Auk- fübrungen des Herrn Abg. Goldfchmidt nicht folgen, wenn er sagt- es wäre wohl möglich, das sogenarme Koalitionérecbt den Betriebs- arbeitern und den Verkehrsarbeitern vorjuentbalten, aber den Werk- frättenarbeiiern und den Rottenarbeitern zu gewähren.

Meine Herren, es ist mir durchaus erwünscht, und ich kann dem Herrn Abg. Goldschmidt nur dankbar sein, daß er mir erneut Gelegen- heit gibt, den Standpunkt der Verwaltung gegenüber den Berufs- vrreinigungen, den Arbeiterkoalitionen, bier erneut zum AuSdruck zu bxingen. Wir smd durchaus librral, soweit fichs um die V:reinigungs- bestrebungen unserer Angestellten handelt, mögen es Beamte sein oder Arbeiter. Es gibt nur eine Grenze, die wir ziehen und stets ziehen müffen: alle diese Vereinigungen haben sich ordnungsfeindlicber Brstrebungen zu enthalten. (Sehr richtig!) Als ordnunngeindlich kennzeiebnen wir in erster Linie die Hinneigung und Be- tätigung für die Bestrebungen der Sosialdemokratie (bravo! rechts), der diese gegen die besiedevde Ordnung im Staate fich richten. Als ordnungkfeindlicb bezeichnen wir abr: ebenso die Bestrebungen solcher Berufsvereinigungen, die der Veranstaltung yon Maffenstreiks “zur Durchseßung wirtichaftlicher Forderungen in Aussicht nehmen. (Sehr richtig!) - Abg. Gold. schmidt: Wenn es gar nicht web: anders geht !) Bei jcviger Be- grenzung ist der Standpunkt der Verrvaltung unwandelbar und unan- greifbar.

Ich habe mit Freude begrüßt, daß der H::r Abg. Heckenrotb für den großen Trierischen Verband seiner Auffaffung dahin Ausdruck der- lieben dai, daß dieser Verband sich von Streikbestrebungen fern zu halten habe. Ich wünschte freilich auch, daß dieser Verband die Auf- faffung des Herrn Abg. Heckenrotb selber bekannt gäbe. In diesem Jahre hat derselbe keinen Anlaß zur Bestbwerde er hat kein Mißfailen erregt, wie Vor wenigen Jahren. würde mir doch erfreulich sein, wenn der nach dieser Richtung ganz klar

;;egeben, Aber es

eine

Verband sicb

ausspräche. Zu beanstanden Einwirkung auf

dieser Verpflichtung in vollfiem Maße nachgekommen ist. Wir be- rechnen die Lohnerhöhungen, die wir ssit 1904 gewährt baden, auf 30 Millionen (hört, hört! ruhig); und wenn wir vergleichen, was die Industrie, die Landwirtsrbaft in den Verschiedenen Teilen deS großen Staatßgebieis an Löhnen zahlt, so können wir nicht zugeben, daß wir zurückgeblieben sind. Wir dürfen am!) gewiffe Vorteile bewerten, die der Staatßarbeiter bat, und zu diesen Vorteilen zählt in erster Linie die SÜÖETHLit, daß er bei uns bleibt auch in schlechten Zeiten, ferner die Sicherheit, daß wir, ohne eine Verpflichtung zu haben, die Löhne 11th herunterseßen; ferner die großartigen Woblfabrtßeinrichtungen, die wir in unseren Penfionskaffen befißrn. Die Abteilung 13 der Arbeiterprnfionskafse bai seit 16 Jahren ihre Leistungen um 110 0/0 erhöht. (Hört, hört! rechts.) Es sind im Laufe der Verhandlung e'me große Arzabl von An- regungen seitens der Herren Vorredner gsgeben. Wenn ich nicht auf jxde einzelne antworte, so wird doch gewäriigt Werden können, daß jedes einzelne Vorbringen einer eingrbenden Nachprüfung unterzogen werden wird. Der Herr Abg. Goldsckpmidt, der eine eingehende Kenntnis unserer Personalverbältniffe hat, hat die langen Dienirreiien unserer Lokoruotivfübrer bemängelt. Er kat einen Fall erwähnt, in dem ein Lokomotivführer nacb 16Zstündiger ArbeitSzeii bestraft isi, weil er sick; außer stande erklärte, weiter Dimsi zu tun. Der Fall ist mir nicht bekannt, ich bin also nicht in der Lage, eine bestimmte Er- klärung beute abzugeben; er wird untersucht werden. Nur soviel darf ich aussprechen, daß die Bestimmungen über die Dienstzeiten des Loko- motivpersonals sehr präzise sind und keinen Zweifel darüberlaffen, daß kein Lokomotivführer mehr als 10 Stundrn auf der Maschine zu ver- bringen bat. Wenn ich die tägliche Dienfidauer unseres Lokomotivperson als bekannt gebe, so wird der Schluß gezogen n'erden können, daß ein solcher Fall, wie er von dem Herrn Abg. Goldschmidt vorgetragen ist, auf ganz ungewöhnliäpe Umstände zurückgeführt werden muß, die gar keinen weiteren Rückschluß xulaffen. ' Von unserem Lokomotivpersonal haben im Jahre 1906 tatiäcblich gehabt eine Dienstzeit: bis zu 8 Stunden 4,65 0/9, zwischen 8 und 9 Stunden 23,45 %, zwischen 9 und 10 Stunden 64,09 0/0 und zwischen 10 und 11 Stunden 7,819/9. Was über 10 Stunden ist, darf auf der Maschine nicht zugebracht werden. Das sind die normalen Dienstzeiten. Die Dienstschichten für das Lokomotivpersonal sind seit dem Jahre 1900 um nicht weniger als 20% verringert worden. (Hört, hört!) Auch die Beschwerden, daß die Heizer zu spät zur etatSmäßigen Anstellung gelangen, kann ich nicht als berechtigt anerkennen. Unsere Statistik lehrt, daß der Heizer bereits mit 26 Jahren etaiömäßiget Beamter wird und bereits mit 34 Jahren Lokomotivführer. Um nochmals auf die Arbeitsrausscbüffe zurückzukommen, so ent- spricht es durchaus den Wünschen der Verwaltung, daß in den Kon- ferenzen, die unter dem Vorsiv der Werkstättendorsiände abgehalten werden, eine freie Aussprache erfolgt, daß man diese einfachen Leute- die bei dieser Gelegenheit mit ihren Wünschen herauskommen, in keiner Weise vinkuliert. (Sehr richtig !) Cs find an die Verwaltung auch in dieser Richtung keinerlei Beschwerden gekommen. Die In- spektionsvorstände, die diesem Personal durch ihre Tätigkeit nabe ge- rückt sind, stehen mit ihrer Arbeiterschaft meist außgezeichnet, und ich kann mir kaum vorstellen, daß ein Inspektionsvorsiand, der seinen Pflichtenkreis kennt, seine Arbeiterschaft und die Vertreter der Arbeiterschaft, also den Arbeitsrausscbuß, durch ein rigoroses Verhalten vor den Kopf stoßen sollte. Ich würde, falls mir solche Fälle bekannt Werden sollten, unter allen Umständen eingreifen.

Was die Frage der Urlaubßerieilung betrifft, so muß ich nochmals betonen, daß kein Angestellter der Verwaltung ein Recht auf Urlaub bat, mag er Beamter oder Arbeiter sein. Das ist Grund- sas. Die Urlaubßgewäbrung ist eine Vergünstigung und daran müssen wir festhalten. Ich kann aber nur erneut bestätigen, daß bei der Urlaubserteilung im ganzen Staatsbabnbereich außxrordentlicb liberal verfahren wird und daß wir es selber mit Freude begrüßen, wenn unser stark angeflrengtes Personal durch die Urlaubserteilung in die Lage gesevt wird, sich draußen zu erfrischen und zu erholen. (Bravo!) Die Prozentzahlen, die ich vorhin mitgeteilt babe, find ja nicht absolut beweisend, weil sie nur das erste Jahr begreifen, nachdem die Urlaubs- gewäbrung erfolgt ist. Erfahrungsgemäß macht in der Tat eine nicht ganz geringe Anzahl von Bedienstéten keinen Gebrauch von dem

richtig! reehts.) Die in unserem Dienst bereits befindliche Arbeitn- schaft Wird nicht verkürzt; die neu eintretende Arbeiterschaft muß sich unter Umständen bei beruntergebender Konjunktur einen geringeren Loba gefaiien lassen. Ick meine, das ist doch ein durchaus billiger Standpunkt. (Sehr richtig!) Herr Abg. Sielermann bat eine Be- schwerde vorgetragen, die mir bekannt ifi, nämlich die Veschwerde des Mindener Berirksperfonals - ähnliches wiederholt sich auch in ander en Stellen des StaatseisenbabnbereiÖS -- darüber, daß ibnen aufgegeben ist, ihren Wohnsitz an ihren Dienstort zu verlegen. Der Grund für eine derartige Bestimmung ifi ja ganz klar und kaum anfechtbar. Es handelt sich um Personal, das, im Betrieb tätig isi und unter Uru- ständen sehr schnell und dringlich gebraucht wird. (Es ist an sich ein berechtigter Wunsch der Verwaltung, ein solches Personal im Notfall schnell zur Verfügung zu babrn. Nun hat sich aber aus langer Uebung heraus die Gewohnheit eingeschlichen, daß ein großer Teil des Personals außerhalb der Dienstorte in den umgrenzenden Ortschaften wohnt. Das hat für das Personal, das nicht im eigent- lichen VetriebSdienst tätig iii, keine Bedenken. Trotzdem ift bestimmt worden, daß die Betriebsbedienfteten in Minden in ihrem Wohnort zu belafien wären; nur solche Betriedöbediensteten, die neu eintreten, sollen gehalten sein, in ihren Dienstorten Wohnung zu nehmen,

(Brady !)

Ab „Dr. e if i (; (Zenit) stimmt dem Minister darin bei_,_daß Streiks der EisFnbaanrKiter und -Beamten durchaus als unzulakfig erachtet werden müffcn. Er siehe auf dem Standpunki deß Berliner Ver- bandes katholischer Arbeitervereine, _der den Streik prtnzrpreil verwerfe. Der Redner unterstüßt dann die geaußertcn Wunsche der Hebung einer Reihe Von Arbeiterkategorien der Eisenbahnverwaltung; besonders die Vorbandwerker sollten in ihrem Anfanaslobn beffer gestellt werden, es solle ihnen auch Beamtenqualität verliehen werden. _

Abg. Dr. Voss (ul.): Ich möchte lxdiglnb einige Wunsche der böbrren technischen Beamten bei der Erfenbabnverwaltung zum Ausdruck bringen. Es ist Tatsache, daß von allen höheren Beamten der EisenbahnwerWaltung auf die Techniker 82 0/9 entfallen und auf die administrativen Beamten, dre ck aus den Juristen rekrutieren, nur 18 9/9. Tro dem werden diese juristisch auSgebildeten Beamten bereits 7i bis 8 abre nach dem Asefforexamen Eisen- babndirektionömit lieder und_ kommen dadurch in eine selbfiänd e Stellung, währen die Tecbmkrr erst etwa nach 20 Jahren in diese Stellung gelangen. Hier liegt einx gewiffe Zurucks ung vor. Der Ministsr hat in der Budgetkommtssion erklärt, ibm gen beide Beamtenkategorien gleichmäßig am Herzen, und er hat uns darauf hingewiesen daß die Lage der Techniker beffer geworden sei, indem für die tecénifcbcn Beamten e1wck 500 Inspektionsvorficzndsftellen in Betracht kämen, die den administrativen Drrekitonßmitglredsstellen _an Selbständiakeit gleich zu erachten seien. Das tft richtig, aber es gibt noch zwei Mittel, um den Technikern mehr gerecht zu werden. _Jcb kann nicht anerkennen, daß ein Jurist an sich mehr gxergnet sem soll fur die _ad- ministrativen Stellen als ein Techniker; ck _rrare sogar gut, wenn in diese böberen Stellen mehr Beamte kommen, dre über em großes technisches Wiffen Verfügen. Man solite also bei der Au_Swabl für dre Direktions- stellen die Techniker gleichmäßig berücksichtigen. Der zwnte_ Weg wäre der, daß man die Jnspektionsvorstandsstellen selbstandrßer macht gegenüber den Direktionen, und die anZber den Rang der Rate vierter Klasse erhalten können. Die iechn11chen Beamtxn Werden sich dann gar nicbt mehr so zu den Direktionsstellen drange_n. _Es wird dem Minister gar nicht schwer werden, von diesen Vorjcblagen Gebrauch zu machen, denn niemand _th es heredter anerkannt, was unsere Techniker leisten, als er selbst. Die1e Wünsche geben auch nicht nur von den jüngeren Herren aus, ich arbeite se_ij 20 Jahren mit der Eisenbahn zusammen und weiß, daß auch aliere Herren maßvoll, aber ernst eo beklagt haben, daß sie erst mit Ende der vierziger Jahre in eine Stellung klangen k?nnen, in _die ein Jurist schon Mitte der dreißiger einrü t. Es ist auch bestimmt anzu- nehmen, daß die Selbstkosten unserer Eisenbahnverwaltung durch solche Maßnahmen verringert werden.

Minister der öffentlichen Arbeiten Breitenbach:

Meine Herren! Der Herr Abg. Dr. Voly bat die Besckpwerden der höheren Techniker der Eisenbahnvern'altung nach zwei Richtungen gekennzeichnet. Einmal führte er aus, daß sie zu spät in die Direktionomitgliedsteiien bineinkommen, und zweitens, daß fie in den Stellen der Vorstände der Inspektionen zu unselbßändig seien, Diesen levieren Vorwarf, meine Herren, kann ich durchaus nicht an- erkennen. Die Zuständigkeit der Vorstände der erspektionen, der technischen Organe der Staatßeisenbabnverwaltung, sind zwar genau abgegrenzt, gewähren aber den Inhabern der Stellen eine weit- gehende Aktionsfreibeit. Es sind Stellen, die auth den gereiften Beamten mit seiner Tätigkeit zufrieden lassen sein können. Die In- haber haben Dienstwohnung, größeren oder kleineren Dimftbereich je nach der Größe der Bezirke oder der Dichtigkeit des Verkehrs

Direktioren gleich kennt lassen. Da liegt die Erwägung nabe, ob

man nitbt diese Stellen, die _ulcbt so hoch zu bWerten sind, mit“

mittlerem Beamtenpersonal beseßt. Dadurch vermindert man Zahl der Amvärter für die Mitgliedsfiellen der Direktionen außkeé-e ordentlich. Es wird für zulässig erachtet, eine solche Umwandlung vorzunehmen, da die Ausbildung unserer mittleren Beamten von Jahr siilihthflikil erheblxßö foriscbreitet und vertieft wird. Ich glaube in Aus-

en zu nnen, mit einer derarii en Ant

hohe &us beraumtreten. g ng alsbald an das n-der Herr Abgeordnete Volk der Meinun i . man könn den Wünschen der höheren Techniker auth dadurch ?)?eTmmg tragen? daß man ihnen Tätigkeiten zuweisi, die heute von den Administrativen der Verwaltung, den köberen Beamten mit juristischer Vorbildung, wahrgenommen werden, so muß ich dieser Anregung, wie schon in der Kommission, bestimmt widersprechen (sebr richtig! reehts) und zunäcbfi die Frage an den Herrn Abgeordneten Volk richten, die schon mein Vorßangcr, der bockvmbrte Minister von Thielert gestellt hat: zu welckem Zwecke lernen denn die höheren Tetbniker die Höhen und Tiefen der Baukunst? Doch sicher nicht zu dem Zweck, um in einer Direktion ein Personaldezernat zu vemalten (sebr richtig! rechtk), oder ein Kaffendezernat oder rein administrative Tätigkeiten wahr- zunehmen - die juristischen können sie überhaupt nickt wahrnehmen -- oder ein Verkehrsduernat, dessen Verwaltung umfassende volks- wirtschaftlicbe Kenntniffe voraussrßt. (Sehr richtig! rechts.) Auf diesem Wege ist nicht zu helfen.

Meine Herren, ich habe in der Kommis n daran in ew daß die Tätigkeiten der administratiden und sttvicbniscbeti ZJeFemTrsteetii in de_n Direktionen in durchaus sachdienlicber Weise abgegrenzt find, die rem technischen Tätigkeiten den Technikern, die rein administrativen Tätigkei:en den Administrativen zugewiesen, und zwei große Geschäfts- . kreise der Verwaltung, einerseits das Fahrplan-, andererseits das Vakebrs- und Tarifberernat zwischen beiden redlich geteilt sind. Von diesen ist das Güter- und da! Personenfabrplaudezernat deu Technikern, obwohl es (:ck von Adminislrativm verwaltet werden kann, und das Valebudmmat und Tarifbezeruat dm- Adminisirertiven vorbehalten-

Meine-Hexoeu, ich meine. es ist sicherlich nübliib, daß diese Fragen auch vor diesem boden Hau'se außgesprocben werden; denn fie sind für das allgemeine und für dasDiensiintereffe von Bedeutung, und es tut wahrlich not, daß die Gegensäße, die sich, wie es den Anschein hat, erneut berauöaubilden scheinen zwijtben den administrativen Be- amten und höheren Technikern, endgültig beseitigt werden. (Sehr richtig! rechts.) Sie sind schon wesentlich außgeglicben durch die Organisath der Staatsbahnen vom Jahre 1895. Beide müssen friedlich nebeneinander und miteinander arbeiten; miteinander, weil beide Zweige der Verwaltung in ihrer Tätigkeit aufeinander an- gewiesen sind. Von diesen Auffassungen ist auch der überwiegende Teri unserer höheren Techniker durchdrungen; und wenn wir uns mit diesen Fragen beute befassen, so kommt es eben daher, daß eine Reihe von jüngeren Herren, die die Verhältnisse noch nicht genügend über- sehen, immer erneut mit diesen Anregungen heraustreten. Daß sie- eine Besserstellung erstreben, verdenke ich ihnen wahrlich nicht; und ich hoffe, den Beweis zu liefern, daß ich die Interessen der Techniker meinerseits zu untersiüßen und zu fördern bestrebt sein werde- (Bravo! rechts.)

Darauf wird die Debatte geschlossen.

Bei den außerordentlichen Remuneratione * ' höthe t.?)chnisY §«?Zexamte will 7: fur .“ orn- oSar (ul.) sich über die verl . xßItY-riieäldieRe dt? EixnbxckbnverrrZaltungen _bescbwerecrjrkgfévtzlirtx YH n on ro er v zur aÄlLemYenKéebic-ttecxebföät ?thrién erb ndert, da solche Dinge _ g. . n g- re d entr.) bittet, da die Untersiüßun e fur aussesckoiedene Beamte u d d g n bemessen werden möchten. n eren Hinterbließene nicht zu karg

MVäYifier der öffentlichen Arbeiten Breiienbach:

: e Herren! Diese Unstimmigkeit zwischen dem Reiche d Preußen_befiebt in der Tat; es ist aber die Absicht, den AuSglletincb berbeizufubren aus dem zur Verfügung des Herrn Finanzministers unterfiebendm Auögleichsfonds. (Bravo!)

Abg. Dr. Schroeder-Caffel (nl,) bittet d . gliedern oon Krankenkaffen Fabrpreiöermäßigungeu z'ugesixndkrian-Ttn

sonderen Verkältniffen leben, und da am 1 sich der Verwaltung freundlich gegéaübßtslßfieu- -Ye2utxn,Gei7tenrilnts:: den Beamten wird am besten den Beamten selbst dienen, ebenso wie

der chÉtrung. g. .vonSavianv( mtr.):7D'erTriererVer in staatstreuer, [ovaler Weise eine Pßkbtm gen dixaÉdtaatsbatbxtbértr? dverwi altung wahrgenommen; gegenüber er ja relangeu Haltung kann , : Entgleisung eines einzelnen A des Verbandkorgans nicht Js Gegenbeweis qufgeßaßt worden. Niemals hat der Verband das echt nur Strerx fur sich in Anspruch genommen. Auf dem ersten ristlicY-natwnalen Arbeiterkongreß vor einigen Jahren in Frankfurt a._ „R. hat _der Vertreter" des: Verbandes eine unzwei- beutige Erklarung tn dieser Ri tung abgegeben. Der Trierer Ver- kcmd ist tro semes Si es in er überMe end katholischen Stadt ein konfes neller Ver and, er steht in einer Abhängigkeit von dem katholischen Arbeiterverein. ?Zwischeurux des Abg. Gol d - Leb midi.) Mit einem_Zwischeuru können S c das Gegenteil nicht 2Zuveisen, Herz Goldschmidt. Die Erklärung. die der Minister vom erbande wunschk, ist also eigentlich schon längst gegeben. Auf uinsere Steilxmg zu diesen Fragen brauche beute nicbt mehr Y_nzugeben, rch verweise auf das, was wir und namentlich der bg. Trimborn seit Jahren darüber erklärt haben.. Wir erkennen an daß_ das_ Streikrecht seineGrenszeniQn müsse in den höher stebenderi Fanlexc_en__des Verkehrs _und der sell Gast, die durch einen Eisen- _bnec rea schwer geschadigt werden unte. Es wäre deshalb er- ZFUW“ wenn die wohlwollenden Worte des Amtsvor ängers des tnisiexs gegenuber diesem Verbande vom Regierungstiickoe wieder- holt wurden. Ich möchte ferner wüuschen, daß der Minister die Yetitionen _des Verbandes wo lwollend prüfen möge. Der erband wunfcbt namenilicb, da die Arbeiter nacb einer längeren Dienstzeit, wie es schon in Oesterreith vielleicht nach 10 oder 15 Jahren Beanztencbarakter erhalten. e Lei'itungen der Pen- sionskaffe der Eisenbahner sind 1warschon gesteigert worden, aber angesichts der Verteuerung aller. Lebensverbältniffe entsprechen die Pensionen nicht mehr den Bedürkn en, und sie können .eine Er- bobung erfahren, da der_Kapitalfio der onskxffe von Jahr zu Jahr sirtgt. Der Minister möge un u n lassen, ob eine Steigerung der Pensionen 1115ng ist. Ein erbt auf Urlaub gibt es alierdings tbxoretiscb nicht, aber eine solide Theorie bat d den Arbeitern gegenuber ein gewißes Bedenken. Wenn die Ver ünft gung des Urlauks immer vom Wo [verhalten abbän i sein so o ibt iW _den Leuten _doch ein Geß'ibl der Unsitke'rseit, und es sie d::sacbliÖ Ungleichheiten in er Gewährun drs Urlaubs und in fllt Gewährung der freien Fahrt. “Die, Arbeitetausstbüffe o _m häufiger zusaImengerufen werden» damit uicht unbererbtigte che ein ganzes abr lang unter den Ärbeitern-und ndwerkern *berumgetragen werden; es könnten da bestimmte Term e zu Aus- ?KMSUUZM festgeseßt werden ;_ an BeratungSmateeial wird es kaum e_ . cb wurde ferner wunschen, daß die Arbeiterausscbüffe in naheren Verkehr miteinander treten können, um si über die gesamte Lage der Arbeiterjragen zu orientieren, da die Inzelnen, nur für einen kkinen Kreis gebildeten Ausscbüffe die Gesamtlage nicht über-

ste_le7teenn ?_??_?an wenigstens sollten benachbarte Ausschüsse zusammen-

Minifter der öffentlichen Arbeiten Breitenbach:

Meine Herren! Mein Herr Amtsvorgänger ordnete aus Anlaß einer Reibe von traurigen Vorkommnissen im Betriebe an, daß das Betriebspersopal sich während der Ausübung des Dienstes des Alkohol- genuffes zu enthalten habe. Es ist an mich die Anfrage gerichtet, wie dieser _Erlaß gewirkt hat. Ich glaube bestätigen zu können, daß sich eine gunstige Wirkung bemerkbar macht, in Verbindung mit weiteren Maßnahmen der Staatsbabnverwatung, die dahin gingen, daß das Personal an Stelle des Alkohols auch an allen geeigneten Meißen und SteUen alkoholfreie Getränke erhalten konnte. Solche Aus:;abr- stellen sind in den Werkstätten, auf den Personenbabnböfen und auf den Rangier- und Güterbabnböfen eingerichtet, und man kann mit großer Genugtuung immer wieder wahrnehmen, daß das Personal in straicabetndem Umfange von dem Genuß alkoholfreier Getränke Gebrauch m . '

WakdenUmbau mangelhafterWobnungenbetri t, oi die - tunglebbaft bestrebt, bier Wandel zu schaffen. In erfixfr Liniestbat Yeiixéln den leßten Jahren der Babnwärterwobnunaen angenommen, die ja auf vielen Strecken nicht das gewähren, was heute den Beamten ge- boten werden muß. Sie werden beseitigt und ck werden neue gebaut. Herr Abg. von Savigny ist in warmen Worten für den Trierer Verband eingetreten und bat den Wunsch und die Erqung aus- gesprochen, daß ich dem Trierer Verband ein freundliches Gesicht

zeigen möge. Ick kann meinerseits nur aussprechen, daß ich nicht die

Absicht babe, dem Trierer Verband ein unfreundliches Gesicht zu

zeigen. Ich werde mich dem Trierer Verbande“ gegenüber in ganz

gleicher Weise verhalten wie allen anderm Vereinigungen, die sich in

[ovaler und angemessener Weise zur Staatöeisenbabnverwaltung stellen.

§exiwcirss. LTZenn re en tu tdem Syndikatabgeschloffen ist, so bedeutet das ein . belastung nicht nur fur die Eisenbahnverwaltung, sondern für FaYciZke Land, denn_ durch diesen Abschluß wird die Preispolitik des Syndikats er- heblich gestußt. Nun hat fich die tage erhoben, wie wir es vermeiden in amerikanische Trustverbältniffe b neinzukommen. * Partei bier nimmt ein als die des Rei mann im Reichstage gegenu iixirdf. b ür erecbtigt, selbstverständlich (: er nur von aus, daß fie der Allgemeinheit nicht schaden. dem Standpunkt

und Angesteütcn der Verwaltung Gelegenheit gegeben, sich an den Vertreter zu wenden.

In der UriaubSerteilunasfrage stehe ich auf de Stand unkt, die Zentralinstanz wobl die großen Grundsäße felixitstellen Tann, dsa? ubrigen aber es Sache der ausführenden Organe ist, den Urlaub nach bestem Ermessen unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnis: zu gewähren. Es wird durchaus liberal verfahren, und es sind mir von keiner Seite in der großen Verwaltung Beschwerden über Vor- enthaltung von Urlaub zur Kenntnis gebraÖt worden. Der weitere Wunsch, daß in eine wiederholte Nachprüfung darüber eingetreten werden möge, ob der Kapitalfonds der Pensionskaffe eine weitere Steigerung seiner Leistungen verträgt, wird meines Ermefsens kaum erfüllbar sein; denn der Staat leistet heute bereits zu den Bei- trägen die Hälfte und hat im Vorjahre ein weiteres Sechfiel über- nommen; die Leißungen der Pensionskasse sind, wie bereits vorher er- wähnt, nicht in 10, sondern in 16 Jahren um 110 0/0 gestiegen.

Abg. Funck (fr. Volksp.): Gegen den Vorwur des A muß ich meinxn Freund Goldschmidt in Schuß nebinen. D es;?ziojcj! durchaus rubrg und sachlich gesprochen. In bezug auf den Trierer Verband gebt allerdings die Wmmuuig opjujo dahin, daß er den christlichen Gewerkschaften und dem Zentrum nahe steht. Ich be. zwetfte, daß Herr von Savigny diese Rede aebalten hätte, wenn er nicbt meinte, daß der Verband ibm nabe stehe. Bei den bei der Verstaatlichung _der Ostpreußischen Südbahn übernommenen Beamten sol], wie mir mitgeteilt wird, ein Abzug von den ihnen bisher zu- stehenden bobxren Pensionen gemacht werden ,' das erjcbeint mir nicht angänßig. Fur die Auffassung des Ministers, daß ein Recht auf Urla_u nicbt besiebe, sprechen allerdings gewisse Gründe; aber die YZYYYÜFW lwmilLaixststdei int d???) wohl ein gewisses Recht ein- en, e on n en retern no der n - stehtÄxaß In)achv(*33unsÉverxahrer1(1_)1_)ird.) ck E druck Mt _ g. _ r. on _av any entr- dankt dem Miniier ür Erklarung uber den Trierer Verband und wünscht nochmals, dxß wxnig ?:; die Möglichkeit weiterer Leistungen der Pensionxkaffe auf mathematischer GrundlaZe gepruft werde. Erne Verbindung zwischen den christlichen Gewerks aften und dem Eiserbabnerverband bestehe nicht; der levtere sei abfälut nicbt konfessionell, und im Vorstand süßen ebensowohl «ZYXEL? MoKscbesMLglieHer-b L?ckei Vorwurf, daß er aus n n ur n er an nire , dem ublitben Ton des Hauses. te entspreche "übt

Nach eini en persönlichen Bemerkungen der Ab Dr König, Fun und Dr. von Savi 11 wird der oirYo ' Wohlfahrtszwecke bewilligt. » g y F für Zur Unterhaltun und Ergänzung der - qentarien sowie Bescha fun derBetriebSmale ' n- smd Ö??- 4241000 „Zé (.?-221989000J „45 me r) angeseßt. rtalren erzu te er ntra des A . . - Rudelsddoer (kiongs.) vor: 9 g Dr von Korn- e eg erung zu ersuchen, gegenüber den err en - siänden auf dem Koblenmarkt im RabkirrenscbdeTMSYci-tßs- FsrenKbkaurerltYLI Y_ßdYabmxn ziultreffen, welcbe geeignet find a un " , YOUTH" verbütän. g g es n andischen Kohlenverbraucbes . r. von orn-Rudelödorf (kauf.): Der An Minister nahe legen, dauernd mit Aufmerksamkeit die Vorgriiraagesxrlif FTT Koblexrmarkt zu verfolgen. Esisi nichtricbtig, immer erst im Augenblick wv eme wirkliche Koblennot eintritt, sich damit zu befassen" das, muß vorher geschehen, denn eine gewisse Koblennot ist latent it'rfolge der Zustände auf dem Koblenmarkt dauernd vorhanden. Im Reichstage hat man sich mit dieser Frage wiederholt sebr eingehend beschaftigt und einen besynderen Anlaß zu dem Antra bietet es mir daß iki diesem Etat fur dre Koblcnbescbaffung beinase 28 Mill. Mink mehr Zorgesqben sind als im vorigen Jahre, sowie ferner der Abschluß er Eisenbahnverwaltung mit dem Koblensyndikat auf drei Jahre Der Minister glaubt, damit ein gutes Ge cbäft gemacht zu haben. scheint aber doch nicht ganz sicher darin zu se 11, denn mit dem ober; schlesischen Handel bat rr nur auf ein Jahr akgeschloffen- Es ist allerdings fur de_n Minister schwer, dem Syndikat gegenüber eine andere Stellupg einzunehmen, denn er hat da ein übles Erbe an- etreien. Wir haben fett Jahren wiederholt, namentlich dur den rafen Kaniß, Warnungen ergeben laffen, aber erreicht worden it nie jest wieder von der Eisenbahnverwaliung zu höheren

Die nativ ll

egenübcr dem Syndikat eine anderenaSikleliiirlx

taxxsb, rudas Zriirch die RLF des Abg. Strese- e en er geanen eu

(Der Redner verliest die betrexfende Rede.) ßeLFriidilkakiiwixirslet?

Ick will auch zugeben,

wäre, wenn diefen Verbänden irgend

unsere Arbeiterausfchüffe gestattet würde. weil solche Einwirkungen versucht sind. Wir können es nicht dulden, daß unsere Arbeiterausscbüffe das Substrat bilden für die Bestrebungen anderer Vereinigungen, auf die wir absolut keinen Einfluß aucüben können, (sehr richtig!) auch wenn diese Tätig- keit der fremden Vereine - für uns sind sie fremd -- nur darin be- steht, daß sie durch die ArbeiterausfchüffeEnqueten anstellen. Das ist alles vorgekommen. Ich habe mir im übrigen in langjähriger Praxis die Ueberzeugung gebildet, daß unsere angestellten Beamten und Ar- beiter mit dem klaren und präzisen Standpunkt, den die Verwaliurrg in diesen Fragen einnimmt, einverstanden sind, und wenn wir rn dieser Richtuug etwas zu beanstanden gefunden haben, dann beruht es im wesentlichen darauf, daß unsere Arbeiter und unsere Beamten sich in mißverständlicher Auffassung bewegten und nicht völlig klar gewesrn kind über das, was die Verwaltung will und wollen muß. Ich bm mir auf der andern Seite völlig bewußt, daß wir nicht in

Urlaub. Dann komprt hinzu: es erbittet eine verbältniSmäßig große Zahl im Laufe des Jahres Urlaub für andere Zwecke, Familienfeste, oder was es ist. Dieser Urlaub wird ihnen gewährt und wird ihnen nicht unter allen Umständen auf den Urlaub angerechnet, den die ge- samten Angestellten bekommen. Es ist .in das Ermessen der Präfi- denten der Direktionen gestellt, ob und in welchem Umfange sie ihn anrechnen wollen. Es ist dieses geschehen, damit nicht Mißbräucbe einreißen. (Sehr richtig !) '

Was die Lobnfrage betrifft, so hat der Herr Abg. Goldschmidt auf das Mißverbältnis hingewiesen zwischen unsern Anfcmgslöbnen - ich meine, es war in Leipzig - (Abo- Gosdschmidt: Als Beispiel!) und dem ortSüblicben Tagelobn. Meine Herren, es gibt ein falsches Bild, wenn man den orts- üblichen Tagelobn mit dem Anfangslobn vergleicht, den wir festgeseht haben. Ick meine, richtig ist 89, den ortsüblichen Tagelobn mit dem durchschnittlichen Lohn zu vergleirben, den wir an dem betreffenden

und haben gleichmäßig ihre Aufgaben auf dem Gebiete des B:. mochten.

triebes, dos Baues, der Maschinen oder Werkstättenverwaltuna Bei den Aus aben ür

zu voüzieben. Es ist zutreffend und in der Kommission zugegeben 35 YkßYermKMack, beYkerkt f WohlfahrtSzwecke, worden, daß die technischen Vorstände mit dem Aufrücken inDirrktions- - - öni -Crefeld ( mtr.): Es ist noWendig e e “ber mitgliedfiellen unzufrieden smd, weil die Anwärterzabl der Vorfrände FQUYMY'YFWEUKKKTM ZM hervorzuheben, Mitgtßeim etwa doppelt so groß ist wie die Zahl der technischen Direktionömitglied- Arbeit„ Mg is,. Sie" YF "KWZ" szerüerLZZ-Zlfabrt ire: stellen. Dieser Teil der Beschwerden wird ja vorausficbtlich sebr Fassen und außerdem noch Baugenofsenslba ktm "WFM??- wesenilicb berabgemindert werden, wenn die neue Besoldungödorlage. '

M der VUWMUUI werden auch Darlehen an Arbeiter und Beamte wie ich hoffe, einen größeren Ausgleich zwischeu den Kompetenzen

zur Errichtung von eigenen Wohnungen gegeben, leb taube aber daß der Vorfiände und der Direktionkmitalieder bringen sder- (Sehr die Forderung von 4 % Benin ung und R % Zmottisation m richtigk »(th)

boch ift; ich würde wüns , da der lchtere Sah auf 1x % herab- (Säluß in der Dritten Beilage.)

Ich betone das, daß die geographische La e manchmal die A

aber es darf doch nicht dahin“ koxnmen, daß wir irLiSfÉlxleiieeribtcifrrftiYite“

Zalische Kohle anYwiesen sem sollen. Die Preispolitik des yndikats hat in r Hauptsache dazu geführt, die Preise nach

in Verbindung mit seinen Wünschen bezüglitb des Trierer Verbandes YFM“ fiZFUÜSZZJ-mn DJ 733? Fadmäzi BZN?“ stillgelegt , , e ner nga e des Landes-

- die Forderung aufgestelit und es als najürlicb und wen! ' _ ß bedenklich ökonomiekolie iums er n Leisteicaniwenn i;;rsern Arbeiterausscbufsen nicht bloß diejenige Tätig- Legen die MißZände Yes demEZoßiethßéktner,rj?eericbnexeYeaßFbmm

zug esen w d, die sie in erster Linie und allein zu erfüllen enn mit dem inweis auf die englische Kohle können wir "WW:?“ haben, also die Interessen der Arbeiterschaft einer bestimmten Betriebs- cb verlange vom Syndikat nicht, daß es sich in die Karten eberi und Verkehrsftelle wahrzunehmen, sondern er wünscht darüber hinaus U U aber wem; die Dinge o weiter geben, wird es "ck doÖ ge- daß wir den Arbeiterausscbüffm die Verbindung untereinander gestatth Fiuißbnlkristn d;?fuffenÖeTaß sIslenttlrectrtg Verzkcrjarirdlungen ein Staatsvertreter Das würde über die Aufgaben, die sie zu erfüllen baden, weit hinaus- Außnabmetarife bei der .Koblenausfubrn ZzurdTUfamBeLseitkißixciig 19F7r gehen. Wir haben durchaus nkcht die Absicht gehabt, neben den Dr- eingebracbt. Am 6. Dezember hat der Landeöeisenba'bnrat endlich ganisationen, die wir in den Staatsbeamtenvereinen geschaffen haben,

da u Stellan genommen das ist d ewiß wenig eisenbab i. noch eine besondere Organisation für die oesamten Arbeiterauosebüffe Ick är, Yig "mäß?

Es ifi in den leßten Jahren während meiner Amtierung nichts vor- gefaÜen, was den Trierer Verband mißliebig gemacht hätte. Der Herr Abgeordnete hat aber weiter - und, wie mir scheint,

aemindert wird. Von gr Bedeutung die unerjt

für die Angehörigen des Personals durcb iii? BabnärjteéechebemHi-lafse siitut der Vertrauensärzte der Eismbabnverwaltung läßt nichts

;;weudeu, denn es kommt doch baup ächlich auf die rage an, ob Beamte für den Dienst geeignet Wwärewüns wert, wenn

glaube erdings au , daß die iti d wenig effektvoll sein w d. Auch vtTeAJi' arterinßauMbZerein-