1866 / 97 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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70,750. 73,104. 78 406. 79 355. 80 722. 81406. 82 071 84,176. 87,833. 89,444. 91,011. 91,632. 92,475 und'93,383.3“741'

_ 71 Gewinne zu 200 Thlr. auf Nr. 479. 3778. 47 8927. 9661. 10,699. 10,845. 11,944. 11,947. 1291899135233 13,517. 14,727. 15,180. 15,700. 19,985. 20,151. 20,835. 21:108J

22,606. 24,407. 25,550. 26,374. 29 235. 30 310. 34,234. 34,614. 36,365. 37,173. 37,884. 39,226. 33,845?“ 410332) 42,181. 44,229. 44,251. 44,314. 45,866. 46,529. 46,933'. 48181" 52,498. 52,691. 53,116. 54,130. 56,333. 62 398. 64,124. 64“610' HWY 83060)" 75235117. 83,202?) 73,975. 75,285. 76,458. 78:321Z ., . . 1- - - . d' ' " ' ** 92,088. 92,635 W, 94,292, 5,026. 85,158. 87,094. 87,681. B rlin, drn 26. April 1866. Königliche General-Lotterie-Direction.

Berlin, 26 April Se Majestät dcr Köni h

' . . , . , _aben All - gnädigft geruhi: „deijehemu-n expedircnden Secrßtair und K;?- kulator Appelt 1111 Fmanz-Ministcrimn die Erlaubniß zur Anle- Jring des vonddes Köniös von Sachsen Majestät ihm verliehenen Ritterkreuzes des Albrechts-Ordens zu ertheilen.

Nichtamtliches.

Preußen Berlin, 26 April Se Ma“ " ' . . . . ]estat dchöni wohnten gestern am Bußtage dem Gottesdienste im Dome bei? fuhren un) 12 Uhr narl) Babelsberg, um daselbst die neuen Garten- Anlagen in Ylugenjschem zu nehmen, und empfingen nach Rückkehr nach Berlin 11m4ch Uhr „den Vortrag des Ministerpräfidenten. Heritc „besichtigten Se111e"Majestät um 9 Uhr auf dem Exerzier- Llaß bci Spandau das Fustlierbataiklon 4. Garde-chimenis 111 Yuß, und„nahmen 1111ch deni Wirdereintreffen in Berlin um 114 Uhr die Borthßge ch KrtjeLgsmiZmfters und des Militairkabinets entgegen. _ -' re axe ät ie Königin wo nic e erndm - dienst;D (1,1, derLFt. Matthäi-Kirche bei. h g | ? Gottes . ' ' 11, . April, Der Erzbischof Paulus Melchers wird YYY"??? Ztg'cchnxixtheilZl, ZUM 8.MaiM0rge11s frühzeitig ein: 1 vor na_ einer 11 unst die eier der ©nt ron" ' ' der hÉen DJmkirche stattfinden. J *) h isatwn m _ auen urg. Raheburg, 25.21pril. Das heuti e 0 si ieUe Wochrnblatt enthäht nachstehende Bekanntmachung der JKöf1ii§glich Z:§ZJYFWÄWsWScZch llauenhburgischcn Regierung in Betreff der an- 11" n pru e auen urgischer StaatSan rböri er '- tute 0T? Dalnemark vom 21. April o.: g g und Insu 11 Jo ge der Regicrungs-Bekanntmachun vom 13. S t b ' bfetrrffend die Anmeldungwon Ansprüchen laZrnhurgischer YthsYnYZZZ riger u11d Institute an Danemark, find verschiedene Ansprüche 1111 50.1111- mark htesrlhst an;;emeldet worden, welche aus" den Bezirhunqcn zu der Lebensverficherungs- so wir Leibrenten- und Versorgimgs-Ölnsiali in Kopenhagen “110111 Jahre 1842, so wie aus dem Vesiy solcher dänischer Staais-Obligatwncn, welche entweder vor dem Eint1rien der Bundes- cxecution auf-den Namen lauenburgischer Landeseinwohner und Jnsii- tute eingeschriebrn sind, oder auf Inhaber lauten, herrühren. 0411 dieser Veranlassung wird, zrifolge der desfalls aus der nach Artikel “RU. des Friedenstrakiats vom „30. Oktober 1864 in Kopenhagen zus11111111e11gctrrte- nen interrmiwnalen Fmanzkonnnisfion am 5. d. M. “hierselbst eingegan- genen Mittheilung, ziir Nachricht und Nachachiung Aller, die es a'ngrht, vdn der, Rrg1erung hiemritelst zur öffentlichen Kunde gebracht, daß qrqcn die dercmst1ge AUIzahlung, brziehungéweisr Realifiruna drr Lebenschr- sicherungen, ,W1ttwrn-Versorgungen und Staatsschulddofumentr, dercn k€!Zerf131g„1111g„1111 Emzelnen iibrigens' nicht Sache der genannten Finanz- UWYYYLUÄ, nach den dcsfakls eingezogenen Erkundigungen Bedenken ) eswig-Holst'ein. Flensburg, 24. April. Nordd Ztg.) Heute Mittag rückte das Jüfilierbataillvn des 11. Reg(ime11ts, aus leei1radr kommend , hier ein und Wurde hier einquartiri. Es werden 111 diesen Tagen noch weitere Truppen zu den hicr stattfin- denden Manövern erwartet. - Auch heute Abend trafen wieder eine AnzaZl, Slch02114zarbeiier für Düppel hier ein. te , . April. (O. Nordd. Ztg. Telrg.) Contrcadmiral Fachmann isi unt der Befeßigungs-Konnnisfi011 auf dem Kanonen- gxxaterchlop-a zur Befichtigung der Diippel-Posiiion nach, Alscn Sarhsen Gotha, 24 April (Weim Zt . . . . . g.) n e ri er Stßung hat der hiefigr Odnderlandtag seine Genehm?gu1?gstd111zu ertheilt, da,ßd1e ursprunglich auf 400,000 Thlr. bestimmte vierte Staatsan1e1he a11f 500,000 Thlr. erhöht werde, um dem Lande die Möglichkeit zu bieten, „emen Theil der Actien der projektirten Gotha- FzFesÉYr-TJepxahn UFZFehmen zu können. Die'Anleihe wird in u nem 31 Thlr. und in 2000 ' 100 ThlrÉemittirt werden. SchUldbmefM zu - me von allen Mitgliedern des gothaischenLandta 6 unter- zei„chnete JiiterpeULiion, wclche in heutiger S'ißung verleser? wurde, Iunscht von der Staatsregierung AuLkunft darüber, welche Stellnng eselbe den preußischen Vorschlägen wegen Einberufung eines deut-

gegen 3 Stimmen wurde heute die Einrichtun einer verbindung inrhiesigen Lande genehmigtg; die vFÜZZZeÜpKhM' auf die grgenwartige' Jinanzperiode smd auf 10,000 Thlr vosten schlagt. 6111 heute eingegangener? Dekret der Regierung pos1ulietra§lz* xahrliche Summe Von 3000 Thlr. zur Unterstiißung der im Lr L&M noch lebenden Veteraonrn aus den Kriegsjahren 1813-1815 ame der SItxassau. Wiesbaden, 25. April. Jn gestriger 'Sißn andehersan11111u11g Wurde Bericht erstattet zum Bud et 111€; Staats-Mimsteriums imd der oberen Gerichtsbehörden. ??uf de'J Anfrage, war; die Regierung in Bezng der im Öorigen Jahre 11 faßten Beschluss“ wegrn der Bundestagsgesa11dtschast und we en Ze Gesqndtschafrrn iiimWieii und Berlin gethan habe, antwortgete lde'r Regierungskommisjwn,“ daß die Regierung aus den der Sikk“le versammvlunzz Mitgetheilten Griinden außer Stand sei, die 8211?“ gaben fur die Bundrstagsgesandtsckyast zu beschränken und die (TW squdischaften zu Wien und Berlin eingehen zu (affen. Cs 111117;- hirraiif die angeforderie Remuneration für die Bundestagsgesandisck»: -_e Mit 5300 Fl., sowie die Kosten der Gesandtschaf1en zn W131" Berlin und 111 Paris gestrichen. 2111 den auf 37,000 Fl VeraU, schlagten L„andtagsfofien wurden, da der diesjährige Landta. off'n' bar Yu Zurzcrcr Dauer ist, 700 F1. geßrichen. g M' . 11 en. Karlsruhe, 24. April. Das eute er ' 5 greqrungsdlatt Nr. 224111116111 11. A.: Grieß, dhe ErmäsinexZLZ'Éx E11e11bah11- Srhuldentilgungs-Kasse zur Aufnahme weiterer Anl-hc betrexfluth Y; Yessiimmungen desselben find: 1,n . r. . ie ienbahn-Schuldentil 1111 s-Ka ' " ' pitalbeirag, welchen der durch das EisenFahFhau-213111311:terfnr"11rCl (11816?)- uZhn181T617' j131,1)rgesehene Bau vo'n Eisßnbahnen in Anspruch nehmen wird, insoweit als 11 Vorh011de111n Mittel nicht zurcichcn, unter Aufsicht und Leitung des, ““- nat1z-M1msiertu111s 1111 Wege von Staatsanlehen beizusthaffen. Art 2 DPS“ soklwniweder durch Vorraus von Partiasobligationen, welche 6611111111116; xerrzYslicliH uiid von Seiten der „Gläubiger unaufkündhar find, 0011 Seiten I; chu nerm drigegen, vorhchaltltch sechßmonatlicher Kündigung, stetshin 1111 ennwcrth ringciosi Werden konnen oder durch ein verzinsxichcé Prämienankeke ZJLHFLZRi éieFxxkzuquTZZAnleth-s soll längstens in fünfzig Jahren, im 11131111 . , un 1111 weiten “all * * F1 gerechnet, 011111111111 sein. Art. 3. 3Die BeYbungvorZYZ I(FekéeetstdYfoiY Aatnlen oder theilweise, 1111 Soumisfionsweg oder aus der Haiw geichei110 r ._ . Die Geyeralstaatskassc wird ermächtigt, weitere 3ck Mill (3111011 Papiergrid 1111f11119§11 zu lassen und der Cisénbahn-Schu1d?11111111111gs-110111 zrrr Verfiigung zu jteücn. Die lcßtere darf aber das ihr überwiescanPJ- Ziergeld Onur so lange ausgeben, bis das zur Drckunq ihres Budgets 11101- oekltchk „111011111 (Art. 1) 1111 fgebracht und einq:zc1hlt*isi. Innerhalb 111114“ “FWH“? nach dmsrm Zeitpunkt muß die GrueerÜaaiSkaffc 33; Mill. Gude; ZZZpieigeld (1115 dem Verkehr wieder zuriickziehrn. Art. 5 Die nach 52111 48 EeinlJIMMY?ErsorxoÉnin-ZTZ'ZZR?! WTF [dcr Baarausstaiiung drr Pc1pier11c'ld. . . ' 1 ion " : An'lage bestinnnten 500,000 Fl. smd“ibncinLTFthfchLYUZLthT 1x864111sl1jcxx§11 zuziehZizxrßd drr gannntrn Kasse wieder zuzr11veiscn. * JM“- , rrn. * “?*ünchen, 24. April. Die 'Baier chr . sagt,. Das Crgehmß der Minister-Konfcrenz in YlZlgÖs'ÜUT-FUK'TLYT 111 cmcm 1111scit1g111 Eirwrrständniß darüber, daß der preußische RefdrnÉ- Antrag 1111111 zuruckgrwieyen werden dürfe, vielmehr daß de1selbe 111111 Zliisgangspunkte 19011 Verhandlungen über die Zeitgemäße 9141111111 1,rrldeukiß'lzen Bunch-Vrrfajsung zu machen sei. Urhrr die Stel1111111, rr IMO “wbayrrsche Ixirgwrimg zu dem Antrags selbst 11ch111c11 11111d'1, Wir ?alnres fich er1t_hei den Verhandlungen des von der Bundw- VersaZ1n11111kr „3-11 diejem-chrke zu wähleüdrn Audschuffes ergehen. hri t eFitrxr lll). . Wien, 24.211110. Die heutige -Wiener Jig.- ng 1040411191, der »Cor1st.Oefierr. Ztg.- rnt1wmmenr11 Ariifrl'

5 ():-85111011 1141 111111111 ist“ die Börse und das Publikum durch 6111111011 ZZVdch1kk_1110**]1alskl1ß[LÖÖÜÜ beunruhigt. Wir hören verläßlich, “0112“; k111é1r111111'k11s [YrcidynZen uber'Trupprnkonzenirirungcn und Urlaubérrimhé- 1114611934016 .1111g41111t11gen smd, 1vrlchc_ es der Regierung zur Pflicht 111- Vorkeh1un1e11 111111 17," rresse'drr. S1ch1rhe11 des Staates ihrerseits 611111114111 die ShiZe 31111311 zrkrfkf3211réri.ecefte 111 den Stand Wen, allen E0111tu11111111111

5. April, Die *Wirner Zeitun . betäiit a s 1117“! auihenttscher Crfrmdignngrn das von der ggesirigesr „3110er7130313? Zeitunga, gebrachie Dementi, daß in kompetenten Kreisen 114611111111 erneertnfall 11011 Freischärlcrn in das venetianisrhe Gebiet 110111 130,11 61111111 Zusammenstoß österreichischer und italienischer (715111111111 Zßißéxildrchs etkixvYHlhekadnxtlgeworden sci. Dieselbe fiigt/ 11018 11111111,

111 eien e 01 ,-1 " ', fommenr Ruhr herrsche. 11bardo [enritamschen Komgrcrches 100- Dieselbe Zeitung enthält ein Kaiserli es Ka ' e'“ ' ' den Justiztriinister Vom 21. d. M., wodußhch 412UYTsrYsé1l1e1chlgW Von 19 großrrn Strafanstalten, welche von den berufenen Behhrdrn ais grbesseri und der Kaiserlichen Gnade würdig erkannt u1*d bc- zeichnkZ,1,1elrkde11Ö idier Strafrest erlassen wird. :

11 e »e «? ung bringt außerdem ein "Köni li es “' 1' den Bzw, betreffend die unbestimmte Vcrtag?111ch1] 5304111131131! slav0111I1§h§8011dtagrs. Es heißt darin: * *

a 1111_ der Landtag drr Königiei 11 Kroatien «; ' Y'M allrrgnadigiietr„Juteniijonr-n entshhrcchcnd, inaxeéne?“131221311711131111 d ZhuLng vom 10. Marz 1866 nicht nur die Entsendung einer Drprsiation

? " andtages beschlossen, sondern auch die Mitalirder dieser Depuwtion

rrwahlt hat, welche 11111 einer Deputation des zu Pefih tagenden Landtsqrs

schen Parlaments gegeniiber einzunehmen gedemke, - Mit allen

über die Lösung des Verhältnisses dicser Königreiche zu Unserem Königreiche

.* ",'-"“;?

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Ungarn und zu Unserer Gesammimonarchie in Verhandliirig zu treten haben , wird, diese beiden Deputationcn „11311; dcmnäcbsi ihre Arbeit 111 Pesih beginnen ! werden: so finden Wir in Anbetracht, daß diese Verhandliingen vdrqus- , ßchtlich eine gcraumere Zeit in Anspruch nehmen dürften, die endgulizgen ,

_ n der meisten von dem Landtage angeregten Gegenstande ,

' lichen Lösung der höchst wichtigew ßaatsrechtlichen Fragen ,

abhängen, und vor denselben füglich nicht enijchiederr werden könne:), ,

Uns allergnädigft bewogen, die legislative Thätigkeit des croaiisch-slavom-

schen Landtages auch über die Zeit seiner freiwiUigen Vertagung, das ist

über den 1. Mai hinaus, zu unterbrechen. Wir finden Uns daher aller- gnädigst veranlaßt, dcn croatisch - slavonischen Landtag von. jeßt auf un- bestimmte Zeit zu vertagen, und tragen Euch Unserem lieben getreuen

Ban aUergnädigst auf, im behördlichen Wege diesen Unseren Allerhöchsien

Entschluß den Mitgliedern des Landtagrs in gcrigncier Weise bekannt

11 eben.

2 ZZon der böhmisch-schlesischcn Grenze, 23 April, wird der „Schief. Ztg.- geschrieben: Während ich Ihnen noch gestern be- richten konnte, daß keine namhaften Einberufungen von Urlaubern stattgefunden haben, wozu ich sogar noch den Beifuß zu machen in dcr Lage hin, daß in den [181111 Tagen xinzelne von den Einheruferren wieder zurückkamen, muß ich heute als positiv melden, das; diej'en Morgen der Befehl an die Magistrate und Bezirksämter gelangt ift, Reserven und Urlauber aller Waffengattungen unverzüglich einzustellen.

Triest, 23. April. Das Gesuch des hiefigen Stadtrathes um Befreiung von der Conscription wurde abschläglich be- schieden. . ' - 24. April. Dcr fällige Lloyddampfer ist mit der ostmdisch- chinesischen Post heute Nachmittags aus Alexandrien hier eingrtroffen.

Pefth, 23. April. (Sißung der Dcputirteniafel.) Dre nun- mehr von beiden Häusern ai1ge110111111e11e Adresse wird verlesen, mit dem Siegel des Hauses versehen und Vom Präsidenten wie vom Schriftführer Toth unterzeichnet. ,

Die Magnatentafel hält morgen eine Sißung, in welcher die unterzeichnete Adresse dem Präsidenten übergeben werden wird:

Der 'Pcfther Lloyd- bringt heute die Nachricht, die Regierrrng beabsichtige, vor die Kommisfion für gemeinsame Angelegenheiten mit dem Voréchlag zu treten, daß für alle Zweige der Administra- tion, mit Arisiiahme des Kriegswesens, verantwortliche Ver-

waltungschefs unter dem Namen Staatssecretaire ernannt werden sollen. „Hierzu bemerkt die 163. Ca: Ohne von den weite- ren Schritten drr Regierung in der im ungarischen Landtage schwe- benden staaiSrechtlichenVerhandlung näher unterrichtet zu sein, glau- ben wir doch konstatiren zu können, daß von einer ähnlichen Vor- lage, wie sie der :Pesther Lloyd- in seiner jüngsjen Nummer an- kündigte, in den Regierungskreisen nichts bekannt ist.

- 24. April. In der Mittags siaitgehabten Sißung der Mag- natentafel wurde die gestern im Abgeordnetenhause unterzeichnete Adresse Überreicht, verlesen und vom Präsidenten Sennyey und dem Schriftführer Baron Bar; 11111. unterzeichnet. Auf, Antrag, des Grafen A. Maxlath wird Baron Sennyey ersucht, die Adreße 1111 Vereine mit dem Grafen Julius Andraffr) Allerhöchsten Orts zu überreichen. _Dcr Baron übernimmt diese Mission und die Sißung wird hierauf geschlossen. ,

Lemberg, 22. April. In der gestrigen Landtagßsißsung wnrde die Spezialdebaite Über die adrninistraiivc LandrSemiheilung fortgesrxzt und beendet. . .

-- 23. April. Es wird eine Statthaltereizuschrist verlesen, nach welcher Se. Majestät das Gesch wegen Siimm- berechtigung des Krakauer Bischofs und der DlökFsa'U“ administratoren sanctionirte. Der Berathungssthluß bezuglich der administrativen LandeSeintheilung wird angenommen, das „Bezirkseintheilungsprojekt wird an die Regierung zur Verückfichiigu11g überwiesen und Stempelfreihcit sowie ein sechsirwnailichrr Termni fiir diesstilligc Reclamation erbeten. Ein Amendement KoczynskiTZ wegen Errichtung einer obersten Gerichtsbehörde in Krakau wird als selbstständiger Antrag an die Rechtskommission gewiesen. Die Be- raihung iiber die Regierungsvorlage, betreffend das Kirchenkonkurrenz-

ce at be onnen.

Jsb,nyenedgig, 23. April. Die rVenetianische Zeitrwga meldet, das; neuerlich die Verpflichtung zur Führung von Passen an den öfterreichischen Grenzen wieder eingefuhrt ift,

Großbritannien und Irland. Lo'ndon, 23, April, Nach der Rückkunft von OZborne, die am 4. Mai erfolxzeri wa,.wwd Jhre Majestär die Königin bis gegen den 18. Mai 111 Wmdsor verweilen und dann fich auf drei Wochen nach Schottland begebex. Von dort wird Ihre Majestät nach Windsor „zurückkehren urid hier ihren Aufenthalt nehmen bis nach der Vermahlyng der Prinzesstn „Helena, welche im Juli statthaben wird. ' ,

Herrn Pea [) o d 1) ist vor seiner Abreise nach'Amer1ka noch die Ehre widerfahren, von der hiefigen Fischhändlergilde als Anerke-nm'mg seiner um London erworbenen Verdienste zu ihrem Ehrenmitgliedc ernannt zu werden. . . '

Wie jaus Dublin telegraphirt Wird, wurde dort auf einen Soldaten, wie man annimmt, von Jeniern geschoffrn und derselbe gefährlich verwundet. Vier Verhaftungen Wurden m Folge dessen

vorgenommen.

“- 24.201111. In der gestrigen Sißung des Oberhauses las Lord Clarensdon ein vom 28, März daiirtes Schreiben von Oberst Mereweiher, dem politischen Refidentcn in Aden, vor, wodurch das schon bekannte Telegramm über die günstige Wendung im Schicksal der in Abyssmien ge- fangrnen Engländer bestätigt wird. Wie Oberst Mercwether schreibt, war die „Victorian von Maffowah nach Aden zurückgekehrt mit Nachrichtcn über Mr. Raffam, die bis zum 7. Februar gingen und aus Ajan Mader

: im Südwesten Abvssmiens kamen. Der Kaiser hatte dem Mr, Raffam

einen. sehr prachtvollen Empfang zu Theil Werdrn lassen. Eine regelrechte engliiche Gesandtschaft hätte nichl mit größerer Ehre und Aufmerk- samkeit behandelt werden können. Wenige Stunden nach seiner ersten Unterredung mit Sr. Majestät befahl der leßiere , alle europäi- schen Gefangenen, darunter die Misfionäre und die Franzosen, frcizulassen und Mr. Raffam zu übergeben, der mit ihnen gegen Ende März Abysfinien zu verlassen hoffte. Der König sandte seinen Kammerherrn nach Magdala, damit derselbe die Gefangenen entfeffele und zu Mr. Raffam nach Debra Tabor bringe, wohin der Leßtere mit seinen Gefährten fich von dem in Godjam befindlichen Hofe aus bcgab, und wo er die entlassenen Ge- fangenen gegen Ende Februar in Empfang zu nehmen dachte. Der Kaiser hat einen sehr artigen Brief an die Königin geschrieben, der, wie Mr. Ras- sam sicher war, Ihre Majestät und die bpiiische Nation freuen wird. Er hatte auch Mr. Raffam mit schönen Geschenken beehrt und war im Begriff, auch der Mission vor ihrer Abreise Geschenke zu machen. Diese Nachrichten trafen in Maffowah am 18. März ein. Ueber das Zusammentreffen Mr. Raffam's mit den befreiten Europäern hoffte man in Aden am 10. oder 12. April wieder durch die »Vicioriaa zu hören. - Lord Derby sprach im Namen und unter dem Beifall des Hauses seine Freude über diese günßigen Nachrichten aus.

Im Unterhaus: wurde gestern die veriagte Debatte über den An- trag auf 2. Lesung der Reformbill wieder aufgenommen von Bright, der eine starke Anomalie darin erblickt, daß der Vertreter einer großen whiggistischen Jamrlie (Lord Grosvenor) und der Erbe eines uralten ge- schichtlich denkwürdigen Namens (Lord Stanley) s1ch verbündet hätten, um den Arbeiter des Stimmrechts zu berauben. Von der Million er- wachsener Männer, die das Stimmreohi besitzen, gehörten nur 179,000 dem Arbeiterstande an, und die Bill würde nur 116,000 mehr, also im Ganzen 295,000 Arbeiter politisch erheben. Wenn es der Opposition auch gelingen soÜte, das Ministerium aus dem Amte zu verdrängen, so würde die große Reformfrage doch ungelöst bleiben und die Agitation daher fortdauern. Man habe ihn des Versuchs bezüchtigt, das Volk zur Jlloyaliiät zu reizen, aber die Aufgabe seines ganzen Lebens habe darin beßanden, die Lage der arbeitenden Klassen zu verbessern und sie dadurch von Unordnung und (He- walisamkeit abzuhalten. -- Whiirside sagt, das ehrenwerthe Mitglied für Birmingham habe eine » Platformrede « (eine Rede, wie an eine Maffenversammlung) gehalten. Die Bill sei unbestreitbar sein Werk, und die Regierung habe sich als Verfasser nennen (affen, damit seine fer-

1 neren Zwecke erreicht werden könnten. Mit dem Hebel der Censusdiu denke

er die Wahlkörper-Eintheilung in seinem Sinne durchzuseßen, und sei dieser Punkt gewonnen, werde er mit seinen Forderungen fortfahren, bis er sein_ ganzes revolutionäres Programm erschöpft habe. Man klage die Opposition der Feindseligkeit gegen alle und jede Reform an, als ob Jemand die Taktik der liberalen Partei im Jahre 1859 vergessen haben könnte. Die Resolu- tion, welche damals Lord Hartington nach dem Meeting in Willis's Rooms beantragte, sei verfassungs'widrig und factiös gewesen, und das Manöver, wodurch Lord Derby aus dem Amt getrieben ward, sei von den Lords Palmerston und Russell auZdrücklicl) ersonnen worden, um die Sache der Reform zn verraihen. Er sirc'iuhc sich gegen keine berechtigte und Weise Reform, aber nie werde er es gutheißen, daß man die Funktionen der Geseßgebung einer durck) bloße Kopfzahl gewählten Majoriic'it anvertraue. Die vorgelegte Maßregel streiie gegen den berechtigten, geseßlich feßgestellten und umgrenzten Einfluß der Aristokratie; ' , den Kern oder das Herz der uralten englischen Verfaffung gerichtet und er fordere das Haus auf, dem logisch und reiflich überdachten Amendement Lord Grosvenor's beizu- siimmen. -- Walpole muß daran erinnern, daß der leßte Reformversuch der liberalen Regierung nicht durch die Schuld der Opposition gescheitert sei. Warum habe die Regierung denn vier Jahre verstreichen lassen, ohne fich der angeblich so heiligen Verpflichtung zu erinnern? Jeßt bringe fie plöylich eine Bill ein, die mehr Mängel habe, als irgend eine ihrer Vor- gängerinnen. (Höschen vertheidigie die Bill gegen die Argumente der leß- ten Oppofitionßrcdner, namentlich gegen den Grund der Gefährlichkeit. - Die Debatte wird bis Donnerstag vertagt.

- Zufolge Mittheilungen, welche dem hiefigen Oberpostami von der Oberposibehörde der Vereinigten Staaten zugegangen sind, hat die lehtere eine neue P ostdampfer-Linie zwischen Baltimore 1111d Liverpool eingerichtet und wird die erste Post dieser Linie am 25. d. M, von Liverpool abgehen. Der Portosaß ist dem der andern

e11glisch-amerika11ischen Linien gleich.

Frankreich. Paris, 24. April, Gestern wurde im ge- heimen Comitévom geseßgebenden Körper das Gesey über Vermeh- rung des Polizeibndgets der Stadt Paris um 400,000 Fr. für Stadt- sergeanten berathen. Paris hat gegenwärtig 3740 Stadtscrgcanten, die 10 Stunden effektiven Dienst und nur die dritte Nacht faktisch Ruhe haben. Dem Solde nach zerfallen sie in vier Klassen, abge- sehen von den Überzähligen, die ein Jahr lang nur 3 Fr. täglich, nach diesem Probejabre aber 1200 Fr. erhalten und ]ährlich um 100 Fr. bis auf 1500 Fr. steigen können, ein Maximuur, das ge- genwärtig 650 von 3700 Mann beziehen. Es ist xeßt im Plane, rie Stadisergeanten mit ihren Familien, nach dem Vorgange ron Lyon, in Dienstwohnungen unierzubringen und im ErdgeschOffc ?ttstr Kasernen den Polizeikommiffar und einen „Pompierspoften emzrr- richten, so das; jedes Quartier seine Polizeikaserne hätte und die

Polizeisergeanien zugleich freie Wohnung fänden. Da diese Ein-