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nach ist am gestrigen Spätabende hicrselbst die Ordre an die öfter- reichische Garnison eingetroffen, fich marschbercit zu halten und der Transport der Bagage verfügt worden.. Mehrere Unteroffiziere und Aspircmten sind zu Offizieren avancirt und bereits am vorgesjrigen und gestrigen Tage nach Oesterreich abgereist.
In Folge des großen Armee-Avancements in der österreichischen 4 theilweise hier garnisonirenden Regi» “
Armee ist auch der Chef des mcntcs vRamming- Oberst v. Abele zum Gcneral-Major befördert worden und wird derselbe eine Brigade in der italienischen Armer übernehmen.
Der Gouverneur Gcncral-Lieutenant von Manteuffel ist heute ,
Morgen Von Schleswig hier eingetroffen und hat dem General von Kaphengst einen Besuch abgestattet. Die Frequenz Unseres Eiderkanals in dem verflossenen M0-
nat April betrug im Ganzen 430 Schiffe, wovon 353 mit Ladung , Die am stärksten vertreteneFlaggc war die schleswig- ?
durchpasfiricn.
! *
holsteinische mit 298 Schiffen, ihr am nächsten kam die hannoversche
mit 62 Schiffen, außerdem waren vertretenHamburg durch 7 Schiffe, Preußen durch 10, Dänemark durch 27 rc, Sachsen. Drrsden, 9. Mai, der Kommission für deutsches ObligationSrecht statigrfunden. Héffen. Darmstadt, 9. Mai, wird die Nachricht bestätigt,
Heute hat die Schlnßfiizung , ;„standcncrmaßen Preußen gcgrnüber
Aus verlässlicher Quelle , dem Prinzen Alexander von Hessen
sei vom Kaiser von Oesterreich die Eröffnung gemacht worden, daß ,
er vom Könige von Württemberg zum Commandeur des 8 Bundes- Corps defignirt sei.
Frankfurt a. MB., 10. Mai. Abstimmung von Preußen ?
in dcr BundestagssiYUng am 9. d. M. über den sächsischen Antrag in Betreff eines auf Grund des Artikels )(], der Bundes- the an die Königlich preußische Regierung zu richtenden Ersuchens:
»Jn Vkitie des Friedens und ohne daß von Seiten Preußens
irgrndivelche für seine Nachbarn bedrohliche Vorkehrungen getroffen ;
wären, hat die Kaiserlich öfterrcichische Regicrrmg Rüstungen gegen Preußen begonnen, und die Königlich sächfischc fich densel- ben bald darauf mit den ersten Einlritungen dcr ihrigen angeschlossen. Wenn die Königliche Regierurrg auch die sächfischen Rüstungen, unabhängig von den österreichischen, als bedrohlich nicht hätte auffassen dürfen, so mußte fie doch ihre Aufmerksamkeit verdoppeln, sobald zwei ihrer Bundedgenoffen, dercn Gebietsznsam- menhang die Sphäre ihrer gemeinsamen militairischen Action bis nahe an die Hauptstadt von Preußen reichen läßt, gleichzeitig und in offenbarem Zusammenhang militairische Vorbereitungen treffen. Die Königliche Regierung hätte voraussthen dürfen , daß Oesterreich sorvohl'als Sachsen, wenn sie sich wirklich von Preußen bedroht glaubten, nach den von ihnen selbst bekannten Auffassungen vor jedem anderen Schritte fich an den Bund, Behufs Sicherstellung des Bundeéfrirdens gewendet haben würden, Statt dessen haben beide Regierungen es vorgezogen, fiel) in Verfassung zu etwaiger Selbsihilfc zu seycn.
Die preußische Regierung hatte inzwischen durch ihre Cirkular- Depesche vom 24. März d. Z. die Thatsachen und die Besorgniffe, Welche fie an dieselben knüpfte, zur Kenntnis; ihrer Bundesgenossen gebracht. Die Antworten, Welche sie erhielt, haben ihr die Außficht auf rechtzeitige Unterftühung, im Fall fie angegriffen wiirde , nicht gerrrihrt. Sie hat fich erst dadurch genöthigt gesehen, zur Sicherung ihres Gebiets eigene Vorkehrungen zu treffen , und selbst diese am Ende des Monats März nur in sehr geringem und beschränktem Maße eingeleitet.
In der Zwischenzeit haben die Rüstungen sich nicht vermindert, sondern erheblich vermehrt. Dic Königliche Regierung ist bemüht gewesen, die Abstellung derselben „durch Austausch von Erklärungen zwischen ihr und Oesterreich herbeizuführen, Welche ohne Erfolg ge- blieben sind, Weil die fortdauernde und zuleht von Oesterreich offen
anerkannte Ausdehnung seiner Kriegsvorbereitungen die Frage auf „
dem thatsächlichen Gebiete in wachsender Spannung erhielt. Eben so erf_olglos ist ihr Bestreben der Königlich sächsischen Regierung gegenubkr gewesen. Die Spannung hai fich vielmehr auch den an- deren Bundesregierungen mitgetheilt, und nach den Nachrichten über Rustungen, die der Königlichen Regierung von ailen Seiten zugehen, muß sevoraussehen, daß das Gebiet des deutschenVundes baldeinembe- waffneten Lager gleichen werde, dessen kriegerischeRichtung nicht etwa defensiv gegen das Ausland gekehrt ist, sondern den inneren Frieden mri den schrverftep Gefahren bedroht. Die Königliche Regierung kann sich leider nicht darüber täuschen, daß auch hier an manchen Stellen Tendenzen zu Grunde liegen, welche eben so wohl gegen Preußen gerichtet find, wie gegen jedes ernsteBestreben, auch nur den bescheidrnsten Ansprüchen der deutschen Nation gerecht zu werden. Dre Kaiserlich österreichische Regierung hat in ihrer neuesten Mittheilunngorn 4. d. M. die Verhandlung über eine gleichzeitige Zurücknahme, der von Preußen gegeniiber Oesterreich und Oesterreich gegenüberzPreußen angeordneten militairischen Vorbereitungen für erschöpft eräärt. Die Königlich sächfische Regierung “hat auf das Ersuchen um Aufklärung über ihre Rüstungen, welches am 27. v. M. an sie gerichtet Wurde, unter dem 29.'-6_ju5c1, eineErwiederung ge- geben, welche in keiner Weise eine Beruhigung gewähren konnte.
Beide Aktcnstücke liegen hoher Bundesvcrsanrmlung vor und der Gesandte hat schon in dcr Sißung vom 5. d. M. Veranlassung ge- nommen, den Charakter derselben zu präzifiren und hervorzuheben wie in den Aeußerungcn seiner Regierung nich der mindeste Anlaß, gegeben sei, um Besorgniffe der Art, wie fie Sachsen zu seinem Antrags veranlaßt haben, zu motiviren.
Weder die von Sachsen geforderten Erklärmrgen, 1wch die dr-bcj in Aussicht gcstcliicn Grgcnmaßregcln bezweckten etwas Anderes, als die rwilständigc Sicherstellung des preußischen Gebietes. Da also hiernach dicse Maßregeln, in so Weit sie in das Leben getreten,find, einen cntschieden defensiven Charakter an sich Fragen, so steht fick) dcs Gesandten Aiierhöchste Regierung nicht in dem Falle, solche zuriick- zunehmen, bevor der Anlaß beseitigt ist, welcher fie hervorgerufen imd dis die Regierungen, welche mit den Rüstungen begonnen Haben, artch mit der gewünschten Abrüstung vorangegangen sein rvrrden.
Zn diesern Sinne ist es die Preußische Regierung, wrche mii Befremden in dem Königlich sächfischen Antrags die Vrr.
i hältnisse Umgekehrt sieht, und welchc daher vielmehr ihrerseits“ Von
der BundesVersammlung erwarten darf, das; fie die hohen Regie- rungen von Sachsen und Ocstcrrrich veranlassen werde, ihre einge- gctroffrnen Riistrmgcn [sald- möglichsr einzufteÜen.
Sollte hohe Bundesvcrsamnrlung dieser? 31! tixrm Anstand nehmen, oder dem Bunde selbst in seiner gegenwärtigen Vcrfaffrmg dies in möglichst kurzer Frist zu bewirken die Kraft abgeben, (0 würde fich Preußen allerdings gezwrmgen sehen, das Bediiriniß der eigenen Sicherheit Und der Erhaltung sriner europäischen Stellung in erster Linie für sick) als maßgebend zu betrachten und sein Wer- hältniß zu einem Staatenbunde, der im Widerspruch mit seinem obersten Grundgesexze die Sicherheit seiner Mitglieder nicht vermehrt, sondern gcfährdcr, drri gebieterischcn Forderungen der Selbsterhaltung Unterzrrordnen.a
-- Die offizielle Mittheilung iiber die BundeItagSsißung vom 9. Mai lautet: Von Seiten des Militairausfthuffes wird die Vrrwendung verschiedener disponiblcr Festungsgeldcr für Bauten in Luxemburg beantragt, und ein dem entsprechender Beschlrrß gefaßt. »“ Ein weiterer Vortrag des Militairansschuffcs betraf die Normalctats der Besaßungen fiir die Bundcsfesiungcn und die Stadt Frankfurt, und ward die Militair-Kommission bearrftragt, die Aufrechthaltung des normalen Standes der verschiedenen Bundcsgarnisoncn mit Sorgfalt zrr über- wachen. - Der von der Königlich sächfischen Regierung gestellte Antrag: »Hohe BundeIVersarmrrlung wolle ungesäumt beschließen, die Königlich preußische Regierung darum anzugehen, daß dnrch ge- eignete Erklärung dcx-n Bunde mit Rücksicht auf Artikel 11 der Bundesakte voile Beruhigung gewährt werdca, ward mittelst Majo- rität zum Beschluß erhoben, worauf von verschiedenen Seiten Er- klärrmgcn erfolgten.
Das »Dresdner Journala meldet in einem Telegramm, daß in der heutigen Sißung des Bundestages der von Seiten Sachsens ge- stellte Antrag mit 10 Stimmen angenommen worden ist. Gegen denselben stimmten Preußen, Mecklenburg und die frmfzehnte und fiebenzehnte Curie. Kurhessen stimmte für Veriveisung an den Aus- schrrß. Luxemburg hat fich der Abstimmung enthalten.
Oesterreich. Wien, 10. Mai. (W. Z.) Nach soeben cr- gangener Verfiigung is? der Eintritt von Freiwilligenin die K.K. Armee, ohne die geseßliche achtjährige Capitulation, bloß mrt der Dienslcsverpftichtung fiir die Dauer des Bedarfs, gestattet ?vkrdex. Die rvesentlichften Bestimmungen dieser Verfiigung find 0 gen e:
Für die Dauer des Bedarfes kann, mit eigener Wahl des Truppen- körpcrs, Jedermann freiwillig in das Heer eintreten, welcher den unter §.'2 dcs Heeresergänzungsgesehes enthaltenen Bedingungen entspricht. Diese Bedingungen werden für solche Freiwillige nur insoweit abgeän- dert, daß das Minimaimaaß der Körpergröße, ohne Rücksicht auf das Ali-er, mit 59 Wiencrzoll bestimmi wird?" jedoch ist auf den Befiß der sorrstigen fiir die betreffende Waffe erforderlichen Eigenschaften, besonders bersdzn Freiwilligen fiir die Artillerie und die technischen Truppen strenge zu L en.
_ Diejenigen Freiwilligen, welche in der Armee gedient haben (vom Feldwebel, Wachtmeister xc. abwärts) treten mit dem Tage ihrer Affen- itrung in jene Charge, mit welcher fie aus der Armee entlassen wurden, wenn fie fich mit legalen Dokumenten darüber ausweisen. Diese Doku- mente sind den Assentlisten anzuschließen,
Jedem Freiwilligen ist nach vollzogener Asseniirung das Handgeld aus- zubezahlen, u. z,: a) Jedem, Von dem es nachgewiesen ist, daß er als Feldwebel oder in einer äquiparirenden Charge mit guter Conduiie und Verwendbarkeit in der Armee gedient hat, mit' fünfundzwanzig (25) Gaiden," b) Jedem, der nachweisbar als Führer oder Corporal tadellosin der Armee ge- dient hat, mitzwanzig (20) Gulden,“ c) Jedem, der in der Armee überhaupt get dient und den Anspruchan das höhere Handgeld per 25 und 20 Gulden nicht hat, mit fünfzehn (15) Gaiden, (1) allen sonstigen Freiwilligen mit zehn (10) Gulden. * '
Jünglinge der gebildeten Stände können als Kadetten auf die Dauer des Bedarfes, mit Nachficht der Kadettenprüfung und der Eintrittst'axe assentirt werden, wenn sie mittelst Schulzeugnissen. nachweisen, daß sie jene Schulkenntnisse besißen, welche für die Kadettenaufnahmsprüfung vorgeschrieben sind. Ebenso können Beamte der landesfürftlichen Behörden als Kadetten auf die Dauer des Bedarfs mit Nachficht der Prüfung und
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Ws" Détails Lmzuzedcn. „„ Der Schaßkanzler beantragt, daß ihm die
der Eintrittstaxe asscniirt wcrden, wmn sie ('ich mit d€r Zuftimmung ihrer Behörde ausweisen,
Den Truppen-Kommandanten wird zur Pflicht gemacht, bei vor- kommenden Beförderungen zur Vrscßung crledigtcr Chargcnsteücn dirFrei- willigen, welche fick) hiezu qualifiziren, besonders zu berücksichtigen.
Pestb, 8“. Mai. Das Fiinfzehner Subcomiié für die
gemeinsamen Angelegenheiten hiclt gesterxr eine zweite Sitzung,“ die ;
Details drr DiSknsfion werden geheim gehalten. - »Prfti Napa).
dicsrm Subcomitéé gebracht hat. Hofkanzler v. Majlath weilt seii gestern früh hier.
Von der galizischen Grenze, 3. Mai, wird der »Schles, Ng,- grschricbcn: In Krakau ist bereits der Befehl an alle Ein- wohner ergangen, fich mir Proviant arrf länger? Zeit zu versehen. Denjenigen aber, die Wicht in der Lage find, dies ausfiihrrn zu kön- nen, ist befohlrn worden, in nächster Zcit die Festung ZU veriaffen. Die Garnison von Wadowice, Infanterie Und Kavallcrir, ist bereits arisgerückt Und an die Grenze marschirt, sie hat Cantonncments in den der Grenze zunächst gclegcnrri Dörfern bcwgen. Die Kasernen, dir die Wadowicrr Garnison inne [)attc, fixrd vollständig geräumt Und werden in Lazaretixc Umgewandrlt. Es steht demnach in .un- mittelbarer Nähe an der preußischrn Grenze jexzi cin Infanteric-Re- gimenr Und ein Kawa[[Wie-Regiment, dem (*ich m_n 10. d. M. noch 2 Jnfanteric-chirnentcr anrrihen wcrden, so das (100 Krakarr durch circa 10,000 Mann Avantgarde gedeckt sein wird.
Särmeiz. Bern, 7. Mai. (Cöln, Ztg.) Der erdeézrath [W die sofortige Veriheiirmg sämmtlicher vordandrncn ichen Jäger- gcwedre unter die Kantone, so wie eine genaue Inspection des in deri Zeugdäusern liegenden H,)eurritidnsiwrrarbs anbrfohlen. Erfolgt dicGrrnzhcseYrmg, woran wohl nicht zu zweifeln ist, so wird selbst- verstärrdlich die diesjährige eidgenössische Trrrpprn -Zusammenziehung unterbleiben. - Tie Nachwaylcn in den Berner GrdßcnRath hach gestern stattgefunden. Der nene Große Rail) wird aus 131 prin- zipieli Radikalen und 96 Konservativen bestehen, 6 Wahlen find noch nicht bekannt. Ebenso find die Großrathswahlen rm Kanton Zürich, welche ebenfalls gcßcrn vorgenommen worden smd, der Er- wartung gemäß der großen Mehrheit nach gdrwernemcntai .,
“ S Mai. Dcr BrrjrdeSraih hat so rden eine neue Em- ihcilung der schrvrizeriscl)cn Armee nach dem Territoriak-Syftrm be- schlossen. Der Plan zn dieser neuen Eintheilung [gg schon serrla'n- gercr Zeit vollständig ausgearbeiiet arri demMeidgenÖsfischen Militair- Departement. Derselbe soll die schnelle Einberufuvng der Mann- schaften und ihre Unterwaffenstcllung bedeuiend rrlcrecdterrr. -- Ans Florenz ist an den Bundesrath, so wie an Verschiedene Handels- häuser die Anzeige eingetroffen, daß der, Vrrkchr auf der Ersenbahrr von Turin nach Susa und Florenz fiir den Handél grschloffcn ser. Waaren, welche Handelshäusern in (Hens angehören, blieben 'in St. Michel am Fuße des Mont-Cenis liegen oder wurden an dieselben
zurückgeschickt.
Belgien. Brüssel, S*. Mai. Seit mehreren Tagen war das (Heriicdt Verbreitet, die Regierung beabsichtige eine Reihe von militairischen Vorsichtsmaßrcgcln. In der heutigen Sihuzrg drs Abgeordnetenhauses stellte Hrrr Coomans drm Fimmz = Mimsterdre Frage, mit Welchen Mitteln er die fraglichen Maßregeln zuxbrstrertc'n gedenke. »Wenn unglücklicher Weisse, aniwortetr Herr Frsre, vdre Sicherheit des Landes dergleichen Schritte bcnöthtgen soUte, so wrrr- den wir bei der Kammer um die dazu erforderlichen Miikei-em- kommen. Bis jeYt verlangen wir nichts und habe ich folglich Herrn Coomans keine andere Antwort zu ertheilen.a Das Haus, gm'g darauf sofort zur Tageßordnung über und votirtr „emsirmmrg' dre von Herrn Brouckére rrnd Genofferr beantragte Million als Bertrezg für die National- Subscription zur Errichtung cines Denkmals fur den Verstorbenen König Leopold ].
Großbritannien und Irland. London, 8. Mar. Jm Unterhause fragte gestern Alderman Salonrons, _od der" Unter- Siaatssecreiair des Auswärtigen dem Hause irgend eme Yudkunft uber die gegenwärtige ungelegene Lage der Dinge auf dem Korrimrnt grbcn korrrrr, und ob Ihrer Majestät Regierung entweder ailem odrr nz Vcrbnrdung 111th Frankreich den Regierungen von Italien und Oesterreich. irgend em 'freunr- liches Anerbieien gemacht habe, um die bestehenden Schwierigkeiten beizulegen und von Europa die androhenden Kriegsdrangsalr abzuwenden. Layard bedauert sehr, sagen zu müssen, daß er keine beruhigende Auskunft odcr Zu- sicherung in Bezug auf die Lage des Kontinents gebrn Yönne. Dre Meinung der englischen Regierung über die Ursachen urid Ereignisse, welche diese ngc herbeigeführt haben, sei wohl bekannt, und eben ,so gut w'rrßtcrr' Oestxrretch, Preußen und Italien, daß Ihrer Majestat_Reg1erung „mri großter zreude ihre guten Dienste zur Erhaltung des Frtcdeps aufdreten möchte, wenn jene guten Dienste gesucht würden, oder wenn rrgend'eme Ausficht voxhan- den wäre, daß fie zu einem befriedigenden Resultate _fuhren k,önnten.. „ZHW Majestät Regierung habe gegen die franzöfische- Regterrrng dre, Beretiwtlltg- keit ausgesprochen, mit ihr zu handeln, wenn erzr Gelingen ihrer, Ansiren- gungen irgend eine Wahrscheinlichkeit ,für srch yqttex, aber es set offenbar nicht raihsam für Jhrer Majesiät Regierung, allem erne"Kor„respondenz an- zuknüpfen, um den am Rande des Krieges stehenden'MachrenZute Dienste anzubieten. Das Haus werde einsehen, dqß es„ber dem zeßtgen krttrschrn Stande der Dinge nicht wünschenswerth sem Wurde, m diesem Augenblick
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Bewilligung ertheiit wcrdr, sine BTU zu einer neuen Vertheilung der Par- iameniéfiße einzrrdringen.
_- 9. Mai. JMD bers) au sc r*;hob fick) gesiernEarlCadoIan , um an den edeln Lord, den Staats-Secretair des Auswärtigen, die am Abend vorhxr angemeldete Frage zu richten, od Ihrer Majestät Regierung allein oder m Vrrbindung mit Frankreich und Rußland irgend eine Vermittelung zur Ah- wehr der kontinentaicn Kricgsgefcrhr versucht habe. (Die Antwort von Ser-
dementirt die Nachrichten, welche die -Pefihcr Correspondrrrza aus “" der Regierung; sow“ die weiicre Verhandlung und der Abschluß der-
("eld-m ist brreits relcgraphiscb gemeidei worden.)
Frankreick). Paris, 3. Mai. Die Opposition hat ein Amendcment zum Budget von 1867 eingrbracht, in welchem ver- langt wird, das; jedes StaatSeigenthum, welches zu einem öffentlichen Dienst oder rinem öffentlichen Gebrauch verwandt wird, nur kraft eines Gesetzes eine neue Verwendung finden kann; daß mithin das Dekret vom 24. März 1852 zurückgenommen werde. Ein anderes Amendemerri ist von den Herren Jules Simon, Carnot, Garnier- Pagés, Picard, Pelletan und Havin bei der Budget-Kommisfion eingebracht worden. Dasselbe beantragt, daß das Ministerium des Innern der Stadt Ronen eine Summe VON 100,000 Fr. zur Ver- fiigung stelle als Suddeniidn fiir den Ankauf des Thurmes der Jungfrau von Orleans, um daraus ein National-Monument zu machen.
Der »Monitcrrr- theilt noch verschiedene Einzelheiten über, den Arrfenihalt dcs Kaiserlichen Paare?- in Auxerre mit. Zur Wieder- hersteÜung des sehr schönen gothischcn Domes daselbst hat derkKarser dem Erzbischof von SMS für zehn Jahre die Sunime von 30,000 Francs versprochen und außerdem den Wohlthätigketts-Anstalten der Stadt die Summe von 10,000 Fr. zugewiesen.
Jraliexr. Florenz, 5-Mai. Brzi'rglich der Freiwilligen ward zunächsr feßgesryt, daß UUL solche (Urige Lcutem dre Freicorps mrsgenommen werden können, welche weder zu der Klasse von'1846 Und 1845 gehören, noch in irgend einem anderen Verba'nde tmr dcm regulären Heere stehen, Die Freiwilligen erwerben kern Recht auf Beibehaltung ihrer Grade oder arif irgend eine Geldbelohnung nach dem Kriege. Jhre Action wird nnr dnrch die Rücificht rms dre Operationen der Liriienrruppen beschränkt. Ihre DiLzrpim rst mili- tairisch und das Miliiair-Strafgeseßbuch findet auf fie, Anwrsndung. Garibaldi übernimmt die Verantwortlichkeit für ihre Fuhrurrg- - Die militairischenVorkehrungen werden möglichst der Oeffentlich- keit entzogen. Als Operationslinie wird man dem Vernehmen nach die von Cremona bis Piacenza wählen. .
- 9. Mai. In der heutigen Sißung der Deputrrten- kammer wurde der (Heseßentwurf, durch welchen der Re'grerung außerordentliche Vollmacht zu Maßregeln fiir die öffentliche Sicherheit bewilligt wird, mit 203 gegen 48 Stimmen angenommen. . _
Dem »Avenir Nationale geht aus Florenz dom'ö, Mar em Brief zu, worin es heißt: »Die italienische Armee isi sert dem 5 d. Mis. vollständig organisirt, und die Generale, welehne “fie"besehitgen, haben fich fast able auf ihre Posten begeben. Der Konig ubermmrnt das Ober-Kommando in eigener Person. Er wird sem Hauptquartier in San Micheli, einem Schlosse in der Nähe von Bologna, auf- schlagen. Lamarmora wird der GeneralstabSchef und der Generak Petitii Urrtcr-Generalftabschef sein. Die Landarmee besteht aus 14 Divifionen, die vier Armeecorps bilden. Der Kronprinz befehltgt einc Divifion, dieselbe steht in Cremonax Sem „Bruder„ der Herzog Von Aosta, steht an der Spiße cincr Briggde, dre sich in Mailand befindet. Die Anwerbungen für die Frercorps gehen schnell von Statten, die Studenten-Legion zählt bereits 2000 Mann.-
Türkei. Bukarest, 8. Mai, Der »Monitenra- publrztrt heute an der SpiYe seines offiziellen Tdriles die Entscheidung der Pariser Konferenz in Bezug auf die Furftemvaßl. Vorangrschrckt wird eine Erklärung der provisorischen Regierung, m weicher, dieselbe ihre Achtung vor den garantirenden Mächten urid zugleich ,dieUeber- zeugung ausspricht, daß diese Mächte dxnUUaironalen Wrilerr, 'Wie sonst überall, so auch inMRumänien berucknchtrgen und sanctromren
Werden.
Stockholm, 5. Mai.
Schweden und Norwegen. ' , _ Die vier Reichsstände waren gestern Abend un Ritterhausjaale zu
Gutachten des (Heseß-Aus-
fn atli er Berat un über das geme schf ck h g der Bewaffnungßfrage ver-
schusses hinsichtlich Veränderungen in
sammelt. " . In den heutigen Plenarsißungen dcr Stande wurden die Wahlen zum verstärkten Staatsausschuß vollzogen. Jm Bauernstande wurde außerdem nach einer sehr langen und heftigen Debatte, so- wohl die Königliche Propofition, als auch des Yussthusses Empfex- lung zur aneixgchinahme der Veränderungen m der Verfassung -
angelegenheit vollständig a b g e l e h n t.
Abends. (H. R.)
„ . Ma“ Danemark. Kopenhagen, 8 1, Vertheidigung der.
Die 'Berlingske Tidende- bringt eine yffiziöse