1866 / 114 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1604

Vieh gegen die Rinderpest zu Stande zu bringen. Ein an das Staatsriünisterium vom Centralvorstande gebrachter Antrag, auf eine Zwangsverficherung im geschlichen Wege Bedacht zu nehmen, war von demselben abgelehnt worden.

Böden. Karlsruhe, “14. Mai (Karlsr. Ztg.). JJ. KK. HH. der GroßherzoF und die Großherzogin begaben sich gestern Nachmittag um Uhr nach Baden zum Besuch J. Maj. der KönigÜin von Preußen und kehrten mit dem leyten Zug hier- her zur ck.

Se. Hoh. der Prinz Karl von Baden, welcher vor mehreren Tagen nach Wim gereift war, ist gestern Nachmittag von dort wie- der hierher zurückgekommen.

J. Kaiserl. Hoh. die Großfürstin Katharina von Rußland, Herzogin von Mccklenberg-Strcliv, traf gestern in Karlöruhe ein und stieg in dem Palais des Prinzen Wilhelm ab. Nach einem Besuch bei Ihrer Königl. Hob. der Großherzogin kehrte die hohe Dame in Begleitung Sr. Hob. des Prinzen Wilhelm und Hochdcffen Ge- mahlin, welcbe cbenfaUs Jbrer Maj. der Königin von Preußen einen Besuch abstattcten, nach Baden zurück.

Bayern. Mönche n, 13. Mai. Bei unseren Infanterie- Regimcntcrn werden in Folge der Einberufung der Unmontirt- Affentirien die viertanataiUone formirt. Jedes Regiment hat aus zwei Feld, einem Besaßungs- (für dicJesiungen) und einem Dcpéxt- Bataiuon zu bestehen. Die Jäger-Vaiailione haben statt vier Com- pagnien fünf zu formiren: vier Feld- und eine Depéit-Compagnie. Aebnlichc Bcßiunnungcn für Artillerie und Kavallerie wcrden als- bald erwartet. '

Bamberg, 14. Mai. (N. C.) Außer den (bereits in der gestrigen Nr. d.Bl. genannten) zur Konferenz erschienenen Staats- ministern smd im Laufe des gestrigen Nachmittags noch die Staats- minister Freiherr ». Wakdorf (Weimar), Freiherr v. Uttcnhovcn (Meiningen), Freiherr v. Seebach (Coburg) bier eingetroffen und Abends zu einer ersten Sihnng zusammcngciretcn. Heute Morgen wurde die Konferenz bereits um 9 Uhr eröffnet und dauerte bis über Mittag fort.,

Oesterreich. Wien, 15. Mai. Das chichs-Gcscx;blatt* veröffentlicht cine Kaiserlickye Verordnung vom 13. Mai 1866 zur Weiteren Arisfübrung der den Schuß des Handels zur See in Kriegs- zeiten bezweckenden Declaration des Pariser Jricdenöfongreffcs vom 16. April WHS, gültig für das ganze Reick), worin es heißt:

Mit Bezug auf die Declaration der am Friedenskongrcsse in Paris vertretenen Mächte vom 16.21prii 1850, womit über die Abschaffung der Kapcrci und über die Rechte der Ncuiralen internationaleGrundsäßc ver- einbart wurdcn, wciche zum Zwecke haben, die durch die Unficherbeit dcs öffentliMu Rcckis gesteigerten nacbtheiligcn Einwirkungen eines Krieges auf den „Handel zur See naa) Thuniicbkcit zu mildern, und in der Ab- sicht„- zur wcirrrcn Verwirklichung dicses Zweckes, so weit dies von Oester- reich abbävgig ist)- untcr Voraußscßung der Gegenseitigkeit, beizutragen,“

find: Ick, nacb. Anhörimg Mcincs Ministrrraihcs, zu vcrordnen:

Art. 1. Handcissrbiffc und ihre Ladungen können aus dem Grunde, daß dicscidrn cinem Lande &ngcbörcu, mit wclcbcm Oesterreich im Kriege is:, von österrcichischrn Kricgéiabrchgcn ziir Sec nicbt aufgebracht, noch von österreirbiichcn Priirngcricdtcn ais gute Prise erklärt wcrden, wenn dir feivdiichr Mack,)? drn Ssrrrrcirkiicbcn Handelsicbiffcn gegenüber die Ge- gcnieitigkcii beobachirt.

Dic Beobacbrung dcr Gegenseitigkeit wird bis zum Nachweise dcs Gegentbriik angrnommcn, wenn eine glcich günstige Behandlung der ößcrrriciiiichrn Handelsstdiffc rwn Sritc dcr feindlicher. Mardi, durch die bekannicn Grundiäßr ibrrr Gesetzgebung odcr durcb 'die vor dem Beginne der Jrindsciigkritrn VM idr r*erkimdcicn Erkiärrmgcn verbürgt ift.

Art. 11. Auf Handelsschiffe,- welcbe Kricgscrntrcbande führen oder rechtsvcrbindiicbc Biofach drccbcn, findet die Bestimmung des Art. 1. keine Anwendung.

Lemberg, 12. Mai, 'Czas- Und »(Haz. narodrwa- vcr- öffmilicben einen Liufrrri ch Graicii StarzcnSki zur Bildung einer polniicizen Reiterlrgion. Zn demselben heißt es:

„Dir- Größe der Vorbereirurigm fiir den ctwa eintrrtcndm Kampf „giebt Zeugnis; von der boden Wichtigkeit dksicibcn und deutet darauf hin, daß er enticheidend sein wird für die künftigen politischen Verbäimisse Europa?,- _',7ür dir Zukunft der Reiche, Länder und Naiirnen. Zn disseni Kampfe uiid muß jede Kraft„ welche das Betrußtsein ihrer Existenz befißi und dieselbe aucb zu erbaiicn strebt, ihren Standpunkt einnebmen, um ibn in den : Tage:“: ÖLÉ Sicges und der ichiicßiickrn Entscheidung krbnuptm zu könnrn. .. 5

' Zn dixirr RicbiunZ wiki (:x-:ck unsyr Land nicht zurückbleiben. Zn- Ü

mitten drr schweren Leiden, weich? ions: Überaii unseren Landsleuten be- schieden'find, genießen nur wir aUein, unter dem Scepter Sr Majestät Ü des Katsers und Königs; die Freiheit Und Mögiicdkeiix unsere nationalen ck utichindrsiräfie zu eniwieieir: , urid io wie der Bestand und die Macbi des Ziieicbes in der Gegenwari ein Schild für u-n-iere Rechte geworden, io muzien- ini, auch, aiie uniere Hoffnungrn nur auf die Starkr 'Öiéiéß Rcichrs Füßen. - * “Da ich durch das ehrenvolle Vsrirausn Sr. Majkftäi des Kaisers und Z Königs _berufen und ermäMigt wurdr, für di? Dauer des Kriegrs im 5 Lande eme bloß FTUÉLingeborne-n destebknde besondere Reitericgion JU Md?!)- wende lchnnch an “Euch, Landsleute, und ohne din Entschlüssen ; vorzugrrisen, Welche das Land durch1eine legalrn Organe fassen wird, ck fordere*1ch.“1ßuch schon „dermalen (11:1, Wick; durcb persönlichen Bcitxiit .. oder frtiwrlkge Gaben m der Verwirklichungz der Aufgabe zu unirrßüßen, * „MEMORY UWWMMM und auch- duxtbfübren will im der feßen 'Ueber- zeugunL, das; ich, dem Rufe des Monsrchen folgend, eine heilige Pfiicht ; gegen as Land erfülle für seine Gegénwart und Zukunft.:- „?

' Z7É7§TéxGroszbritanitiett und Irland.

" Dic Mittheilung drs -Wanderer- aus Lemberg, -daß der Landesaussthuß die Initiative zur Errichtung eines Freiwiüigen- Ulanen-Regiments ergreifea, und zwar -aus eigene Kosten-, bezeichnci 'Gaz. narod.- als eine miißige Erfindung. Man werde doch nicht -die eigenen Kosten- auf den Landesausschuß selbst beziehen, dem keine Landesmittel für solche Zwecke zu Gebote sieben.

-- (O. P) Dem Vernehmen nach ist infolge einer Kaiserlichen Entschließung eine Anwerbung ron Freiwilligen fiir das Kaiser- lich Königliche Matroseiicorps an der Küste von Jsiricn,Kroatien und Dalmatien angeordnet worden. Die Nachrichten von der Bil- dung von Jrcicorps mehren fich immer mehr. Nicht allein in Niederösterreich, Böhmen, Mähren, Steiermark, sondern auch in Oberösterreich geht man mit der Bildung eines Frcicorps um.

Wiener-Neustadt an der Südbahn, 12. Mai. (K. Z.) Auch hier wie in allen Waffenpläßeu Oesterreichs herrscht jcizt die unausgeschteste militairischc Thätigkeit und man riisiet Tag und Nacht fort. Aus Sicycrmarf und Ungarn gehen größtentheils die Truppen ]eßt nordwärts gegen Böhmen zu, während umgekehrt böhmische und polnische Urlauber in langen Zügen zu ihren in Italien stehenden Regimentern eilen. Dcr Waarenvcrkehr auf der Südbahn ist fast gänzlich schon eingestellt und auch der Personen- verkehr stockt der unaufhörlichen Militairziigc wegen häufig.

Von der böhmisch-scblcsischen Grenze, 1Z.Mai, theilt die -Schles. Zeitung- mit: Die Truppenbewegungen auf der Neichenberg-Pardubivcr Eisenbahn haben im Laitfe der vergangenen Woche begonnen , und zwar wnrden am 9. d. 1800Ma1m von Turnau nach Josrphsiadt und am “12. d. 000 Mann von Pardubiy eben dahin befördert; fiir die nächsten Tage werden die Dislocationen nacb dcn bisherigen Bestimmungen ungleich größere Dimensionen annehmen. Die Hauptmacht, welche an der Siidseitedcs Riesen- gebirgcs Anfstellung nimmt, wird vorläufig nm die beiden Festungen Zoscpbstadt und Königgräß konzentrirt, von wo aus “dann die Vertheilung bis an die Grenze erfolgen diirfte.

Von der österreichisch-schlesischen Grenze, 14. Mai, wird der »Schlcs. Ztg.- geschrieben: Mit iibcrfiürzcndcr Eile mar- scbirt das Militair cht nach drr preußischen Grenze bin. Die unga- rischen Truppen, welcbe friiber nach Bicliiz bestimmt waren, und für die bereits auf den 12. d. M. Quartiere angesagt wach, find ciligst auf der Eisenbahn an die Grenze geworfen und bei Oderberg kon- zentrirt. Von Ostrau bis Chibi) sind bereits alle Dörfer eine Meile abwärts von der Grenze gepfrdpst voll Militair, ebenfalls auf der anderen Seite von Krakau nach Oswichim. Zwischen den beiden Stationen Oswißcim und Chibi) find auf allen Dörfern und Höfen Einquartierungen angesagt, die in jedem Augenblick da erwartet Werden. Man befürchtet, daß dann sofort der Grenzverkehr nach Preußen aufbörcn wird. Nack; alledem, was wir gesehen baden, müssen wir annehmen, daß zwischcnKrafau und Troppau cin Corps konzentrirt wird, um eine Jiankcnstcllung gcgen Neisse einzunehmen und zugleich die fich unmittelbar an der Grenze binziehcnde Nord- bahn zu vertbeidigen oder sogar Oberschlesien zu besehen. Auf der Nordbahn geben cht fortwährend Militairzüge durch, deren Ladungen größtentbcils nach dem westlichen T*bcilc von Schlesien bestimmt find. Namentlich find es Artilleriezüge. Am 12. und “13, sind je acht Militairziigc von Krakau bcrabgckommcn. Die Kavallerie marschiri die Straße von Krakau iibcr Kcnty, Bieliy nach Tischen und Troppau zu. Am 10, 11. und 12. ist wieder das Husaren-Rc- gimetßt Nikolaus durchmarschirt, um in die Gegend von Troppau u ge-en.

„_ Belgien. Brüssel, 14. Mai. Der Prinz von Oranien Ut beute aus Paris bier eingetroffen und vom Könige mit großer Auszeichnung empfangen worden.

'“ TIW London, 14. Mai.

- liche Lösung des schwebenden Konfliktes herbeizuführen.

Die Abreise Ihrer Majestät der Königin nach Balmoral war auf

L närhsten Freitag festgeseht; indessen ist, wie es jeßt heißt, die Dis- pOUtiVU dabin abgeändert worden, daß Ihre Majestät iiberhaupt ? nicht nach Balmoral geht, sondern sich nach Cliefden begiebt.

Der Prinz von Wales hielt Sonnabend für die Königin

: ein Leber in St. James Paläce.

, 'Frgnkreich. Paris, 14. Mai. Die südfranzösischen Pro- vmzralblatter fangen an, über Truppenverftc'irkungen und Bildung

: eines Observations - Corps von 30,000 Mann im Departement der Seealpen zu reden. Dieses Corps bezichtCantonnements in Cannes, Z Antibes, Grasse, Vence, Nizza, Villafranca, Monaco und Mentone,“ x durch Nizza kamen seit Anfang Mai schon kleine Abtheilungen, die

Weiter 11ach den Grenzorten zogen.

. Auch wurden überall Kriegs- vorricbtungen vorgenommen.

JU Toulon dagegen ist alles aus.

fallend ruhig.

-- 15. Mai. Verschiedene Journale sprachen von einer beute

stattgefundenen Zusammenkunft Lord Cowley's und Baron Bud-

berg's bei Drouyn de Lhuys, die den Zweck haben sollte, "eine fried-

, . . , , Ju nnter- richteten Kreisen wrrd diese Nachricht nicht bestätigt.

1605 .

Die -P " der türkischen Truppen in die Donaufurstenthumcr unbegrundct sei.

Italien. Florenz, 15. Mai. Gestern hat in der Depu- tirienkammer die Diskusfion über den Gescheniwurf, die Rente mit einer Abgabe zu belegen, begonnen. „Yeutc wrrd dieselbe

' e e t, fortg (sOvic *Sentinella Bresciana- meldet vom 5. Mai: -Die öster- reichische Truppcnbewegung, die seit vierzehn Tagen in ftetem Zu: nehmen war, stockt plößlicb seit dem 3. Mai, .und man glaubt, daß die zahlreichen Truppen, die um Nebsrcima "wrden, “nach anderen Punkten geworfen werden.- Von Padua 01sz001§10 und von dort bis an den Po besteht ein fiirmlicher MilitairzCordonj samrru- liche Ortschaften haben Truppen; man arbeitet fleißig an der'Brucke zwischen Lido und dem öffentlichen Garten in Venedig; am Littorale entlang bis Maldamocco werden Forts gebaut. Jnchschtera find bereits im Festungs-Rayon die Bäume rafirt und Etnwvhner, die sich nicht auf drei Monate verproviantiren konnten, aiisgewiescn; die Briicke iiber den Mincio bei Peschiera wurde untcrmmirt. Jn Ve- rona trafen am 7. Mai 5000 Kroaten cin, wurden aber uiwerzug- lich zu ciner anderen Bestimmung wciter befördert. Die Besaßung Vcronad war laut Nachrichten Vom 7. auffallend schwach.

Der König wird am 15ten nach Piacenza abreisen und von dort iriabrschcinlich sofort ein Manifest an das Volk erlassen.

Grirchenland. Aus Arbon, 0. Mai, wird gernelder, daß der König Georg dort wieder eingetroffen war, da die thßer ihm bei den cingelaufencn Kriegsnaä)richtcn gcrathen hatten, seine Rmrdrcise im Peloponnes einzustellen.

Amerika. Die mit der Westindischen Posi angelangten Be- richte ans Chile bestätigen die iibcr New -York „eingetroffenen Mit- tbeilnngen iiber die Bombardirung von Valparaiso. Der Spaiiischc Admiral hatte von seiner Regierung Befehl erhalteit, ailc chilenischen nnd peruanischen Küstenstädte und iiberhaupt das Eigenthum der Verbündeten nach Kräften zu verbrennen und zu zrrjtören. x„M'an fiircbtetc, daß Caldera, Coquimbo Und andere Hafenstadt; das «chick. sal Valparaiso's theilen wiirdeii. an Peru_ herrschte m Folgr der Bombardirmig dieser Stadt die „großtc Aufregung, so daß dtedm der „Hauptstadt befindlichen Spamer nur durch Festnahme vor 'er Witti) der Bevölkerung gcicbiiizt werden konnten. Alles bewrgliche (Hut in Callao hat man an schere Oric gebracht. --§Jn Omid rst ein Vertrag Unterzeichnet worden] WO'klU/Chllk und prrix sicb 17er- pflicbten, Ecimdor während des Krieges ,Sgbfidieir zu zab int. Guayaquil soilte mit Kanonen schweren Kalibers von Peru arimr MrdY'cn New-Yorker Blättern entnehmen wir noch folgende Emzeik beiten iiber den Verlauf des Bombardements borr Valparaiso. De1127.-März machte Admiral Nimez der chilenischen Regierung

zn einer _friedlichcn Lösung zu bestehen und im Falle der Nichtannahme znr Bombardirung Valparaiso's zu schreiten.

i i

- * Die ; '106 den remdcn Gesandten das 10:11 befobleiie Verfahren. kcckfFirl1eknische Refgicrung schlug es entschieden ab, ]enen Forderungen .

. ' c - la e uerft zu salUtiren, ivoraui _ " , _ „_ *, k ( 1: LeakchéxiLFIsexkxs YHÜÜY? ZYLUYÉÖÖZUKYVK Vawakaii'ö ansagte, daß Y Listen fur das Avancement von Offizieren. Em anderes Crr u a

ssen würde, um die Nichtkombattanten zu

“irwierTac eitia , ". ceiitlinTin, und iniiszur Bombardirung der Stcrdt sjchre1teii wuZde, eine ähnliche Anzeige machte er din dort bcsmditchen Jrem (eln. Gegen ein solches Verfahren protesnrien sofort die Vertreter a er fremden Mächte von Brafilicn bis "zu den Vereinigten Staaten, von England und Frankreich bis zu Danemark und Schweden.

1 i

i i i i

x , t .

Vergeb-

lich, Nunez erklärte, daß er dem empfangenen Befehle gehorchen müsse.

Der amerikanische Gesandte machte die größten Anstrengungen, einen

Ausgleich zwischen den Kriegfiihrenden herbeizuführen und auf seinen ,

" ' . ' die spa- l erklarte 1ch Chile zu dem Abkommen bereit, daß . '

ZiocbsechFéigge auf sden Kasernen in Valpgraiso und „dt? chilenistche auf dem spanischen Admiralschiffe aufgehtßt und beide gleichzeitg alutirt würden. . , _ . sSchritt, weichen und General Ktlpatrick, der amerrkgrnsche Ged sandte, versuchte nun indessen eben so vergeblich den britischen un

französischen Geschäftsträger zu veranlassen, daß man fich vereinigt .

' ' ' den on ardement unt Gewalt wrderseße. Nachdem "die frekm FFchFade? fich auf Nunez' Aufforderung am 31. Marz frulZ aere dem Bereiche seiner Kanonen entfernt hatten, begann derseSe Operationen gegen die Stadt. Um 9 Uhr wurde der erste " chud gefeuert und dauerte das Bombardement bis halb,eiLs, „wahren1 Welcher Zeit 2-3 Tausend Schüffe geschahen. Mit rein ihnen zt: Gebote stehenden Mitteln wäre es. für dre Chilenen frucht oisgewese :; den Angriff zu erwiedern. Obgleich das Feuer hauptsäc? rchVgethetft die öffentlichen Gebäude gerichtet war, so ist doch auch er Ber die des zerstörten Privateigentbums unermeßlich. So w'urdexzzz.t 'von Waarenlager, welche Ausländern angehörige Gitter tm. er heD 111 Millionen ,von Dollars enthielten, fast gänzlich vernichtet. tte Umstande, daß beinahe alle Einwohner die Stadt verlassen ha en,

Der spanische Befehlshaber dagegen wollte keinen '

i i

an die hiesige Finanzbauptkaffe eingezablr.

i ;

e

1 1 i i i

' Schleswig und Holstein haben geßern eine Miili

atrie- tbeilt mit- daß das Gerücht von dem Einrücken ] ist es zuzuschreiben, daß nur zwei Menschen durch das Bombardement

ihr Leben verloren.

Aus Ccntral-Amerika meldet die 'WkßilidischtP"0|'-, daß in Costa Rica Jose Maria Caßro zum Präsidenten erwablt worden. In Guatemala war Ruhe. In San Salvador sah man einer Revolution entgegen.

Telegraphische Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphen-Vüreau.

Ratibor, Mittwoch, 16. Mai. Von der Grenze bei Klinge- beutcl wird die Ueberschreiiung der Grenze durch eine österreichische Patrouille gemeldet, wrlche Gewaltthäiigkeiten gegen einen preußi- schen Zollbeamten im Dienste veriibr hat.

Hamburg, Mittwoch, 16. Mai, Morgens. Nach einer den -Hamburger Nachrichten- aus Altona zugegangenen Mittheilung wird die österreichische schwere Bagage nach dem Süden zurückdiri- girt. Ein von der österreichischen Jeld-Jntendantur mii einem Altonaer Geschäftsmann abgeschlossener Kontrakt soll die ausdrück- liche Klausel enthalten, Heu und Stroh fiir die österreichischen Trup- pen nach Holstein oder eventuell nach Hannover zu liefern.

Brüssel, Dienstag, “15. Mai, Nachts. Man behauptet in diplonmtisckzcnKreisen bestimmter , der Kongreß sei noch möglich und selbst wahrscheinlich.

London, Dienstag, 15. Mai, Abends, -Reuter's Office- mel- det: New-York, 5. Mai, Morgens. Die Staatsschuld der Vereinig- ten Staaten betrug am 1. Mai 2827 Millionen Dollars,“ im Staats- schaß befanden fich 76 Millionen in (Hold und 65 Millionen in Papieren. -.

Aus Vera-Cruz wird vom 15. v. Mis gemeldet: Die Cm- nahme von Chihuahua seitens der Republikaner bestätigt sich voll- kommen. Die Kaiserlichen sollen in den Staaten Oaxaca und Cobahuila bedeuiende Niederlagen erlitten haben. 400 MMM frcin- zösistber Truppen Haben sich am 13. v. Mis. nack) Europa em- seichifft-

Paris, Mittwoch, 16. Mai, Morgens. Der heutige Edn- stitutionnel- sagt, Frankreich hätte mit Vergnügen gesehen, dciß seine Combination zur Annahme gekommen wäre, nach welcberoem aus- ländischer Fürst den Thron der Donauiürftenthümer besteige,“ aber da die Mächte dieser Ansicht nicht beitraten, so konnte es der fran-

zösichen Regierung nicht in den Sinn kommen, ihre Meinung anf-

die Anzeige, daß er von seiner Regierung die Weisung erhalten, auf [

die Erfüllung der von seinem Vorgänger vorgeschlagenen Bedingungen zudrangen.

[ ihk? vorsichtige Haltung wieder einzunehmen, welche allein fie vor Gleichzeitig notifizirte '

Der -Con1„“titutibnnela rätb den Fürftenthümern an,

unangenehmen Eventualitäten bewahren könne. . , Florei'iz, Dienstag, 15. Mai. *Jtalia Milicare- meldet: Ein Cirkular des Kriegsministers befiehlt die AuZarberrUng neuer

bestimmt, daß Listen für die Einschreibung VOT-TNFkLiPiÜÜJe-n MJ?" legt werden; in jedem Hauptorte der Yrrondiiiements. Wird Ine Kommission für die Enrollirung niederJeießi. 317 verschiedene? xe- partements, insbesondere im Neapoliiairrichen, striker: iich rteie Man- ner, die nicht zur Klasse der Einberuxenen geboreri, ..und verlangerr in die Armee aufgenommen „zu werden. Das Mtréniltcerrum bar dre * " ' ur Anna me der Anerbierungen er er . , EUWAX??? ;, :11? zz, DienftaF, 15. Mai, Nach*mitiags. Jrr“ der Heurigen Sißung der Deputirtenkammer wies der Frnanzmrmiter den Box schlag der Kommission, die Rente mrcWerner Abgabe 31“! belegeJrr, ;: der Gerechtigkeit wie den finanzielim Intereffen wrderiprerénr, zir- rück. Depretis wird morgen im Namen der Kommiian anr-

worten.

Kop enbagen, Mittwoch, 16. Mai. Die Regierungen von

on Reicthankihal-rr Eine fernere AbschlaZS- Stipuiarionen aur

zahlung wird in Gemäßbeit der festgeieyren

1. Juni erwartet.

Naiionai-Tank.

, ., - t unter dem .- Von einem ungenannten Wobkbam ck 17“ ENZO“ der BOW

- ' 'm Kreise Pleschen, dec-Promnz Poien- _ . Fo? WYhellrnéoxrlrndaxs Kuratorium des Rakwnal-Daaks für Bei: