y ' Parxeinahme für Preußen oder für Oesterreich die Kriegs- gef r ver rößern. - “
Sa] seu. Coburg, 28. Mai. (L. Ztg.) Heute Morgen trat unser Speciallandtag wieder usammen, dem unter andern ein neues Gemeinde- und Heimathsgeéeß zur Berathung vorgelegt wurde", „ . . „ “ szjukfurt a, M., 29. Mai. In der heutigen außerordent- 0lichen Sißung dés Bandesmges wurde nach Vorlegung der fast gleichlautenden Noten Englands, Frankreichs und Rußlands der Beleuß gefaßt, dieselben ungesäumt zur Kenntniß sämmtlicher Bun- desregi'erUngen zu bringen. __
In ;den Ausschuß für die Behandlung der Konferenzangelegen- heit wurden gewählt: Oesterreich, Preußen, Bayern, Sachsen, Han- nover, Württemberg und Kurhessen, und als Stellvertreter Baden Und die sächfischen Häuser. n den Ausschuß für die Limburgsche AnFelegenheit kamen Oesterrei , Preußen, Bayern, Hannover und Ba en.
Baden. Karlsruhe, 29. Mai. Die zweite Kammer bewilligte in ihrer heutigen Sißung einßimmig den von der Regie- rung verlangten Militairkredit von 1,070,800 Fl. Zugleich sprach sie ihre volle Uebereinstimmung aus mit der von der Regie- rung befolgten Politik, welche darauf gerichtet sei, den Friedens- und Vermittelungsversuchen durch Bewaffnung im Verein mit den übrigen Mittelsiaaten Nachdruck zu verleihen. Ebenso wurde der Antrag Eckart's, die Regierung möge im Verein mit ihren Bundesgenossen auf Berufung des Parlaments und Bewaffnung des Volkes hin' Wirken, einstimmig angenommen.
Bayern. München, 28. Mai. Wie die -Bayer. Ztg.: Vernimmt, ist zwischen der bayerischen und der belgischen Regierung ein Uebereinkommen über das Paßwesen getroffen worden, wel- ches demnächst im Regierungsblatte veröffentlicht werden wird. In- baltlich desselben find die einem der beiden Staaten angehörenden Reisenden innerhalb der beiderseitigen Staatsgebiete beim Eintritte sowohl als beim Austritte von der Pflicht zur Führung eines Reise- passes befreit. Dagegen haben diese Reisenden auf amtliche Auffor- derung über ihre Person, ihren regelmäßigen Wohnfiß und, soweit solches nach dem Zweck und der Dauer der Reise nothwendig ist, auch über die Mittel zu ihrem Unterhalte auf genügende Art fich auszuweisen. Personen, welche im Umherziehen ihren Erwerb oder solche, welche Dienst oder Arbeit suchen, bedürfen zu ihren Reisen schriftlicher, von den zußändigen Behörden des Heimathsstaates aus- gestellter Reisepapiere oder Ausweise, aus denen ihre Staats- oder Ortsangehörigkeit hervorgeht und in denen ihre Personalbeschreibung und Namensunterschrist enthalten ist.
Oesterreich. Wien, 28. Mai. Der gestrigen 'Wiener Zeitung: war der *Allerunterthänigste Vortrag der treugchorsamsteu Kommisfion zur Kontrolle der Staatsschuld für das Jahr 1865- beigegeben. Nach einer eingehenden Erörterung der einzelnen ein- schlägigen Fragen äußert die genannte Kommisston nachstehende Cr- wägungen aus Anlaß der Finanzlage:
Die treugehorsamste Kommisfion hat in pflichtschuldigster Befolgung der Bestimmungen des Gesehes vom 27. Oktober 1865 in dem gegen- wärtigen aüerunterthänigßen Vortrage ihre Wahrnehmungen bei den einzelnen Fragen und Gegenßänden selbst niedergelegt. Dieselbe will in eine weitere Erörterung der in diesem allcruntcrthänigstcn Vortrage ge- schilderten Maßregeln , welche in leßter Zeit von der Jinanzvnwaltung ergriffen wurden , so sehr dieselben eine solche hervorzurufen geeignet smd, Angefichts der Verhältnisse, in welcher fich das Vaterland derzeit befindet, nicht eingeben. Sie würde aber ihrer patriotischen Verpflichtung und dem ihr allergnädigft zu Theil gewordenen Allerhöchsten Vertrauen nicht entsprechen, wenn fie jene Wahrnehmungen nicht zu Euerer Majeßät Kenntniß brächte, zu Welchen eine unbefangene Würdigung der Finanz- lage und der Entwicklung der österreichischeta Kreditverhäliniffe seit acht Monaten mit zwingender Nothwendigkeit führen muß. Das Ansehen auf Grund des Gesetzes vom 23. November 1865 tvar das erste, Welches sei: der Sistirung des Grundgeseßes über die Reichsvertretung und ohne die in demselben, so wie in dem'Allerböchsten Handschreiben vom 17. Juli 1860 und Artikel 11. des Diplomes vom 20. Oktober 1860 geforderte Zu- stimmung des Reichsrathes kontrahirt wurde. Die Ybschließung dieses An- sehens, welche zu einer Zeit geschah, wo der Friede noch nicht be- droht erschien- erfolgte zu den ungünstigsten und lästigßen Bedingungen, und hatte sofort eme wesentliche Herabdrückung der Kurse sämmtlicher Staatspapiere zur Folge, welche eine allgemeine Erhöhung des Zinsfußes „und Werthverminderung aller anderen Effekten, und damit eine weitere Berschlimmer'img des volkswirthschaftlichen Leidens des Réiches nach
sich zo .
' Wenn, fich schon hierdurch die Ueberzeugung aufdrängen mußte, daß m Oesterreich iZie Mitwirkung der Volksvertreiung, deren Wirksamkeit von Euere: Maxesiat ohnehin nur zeitWeilig suspendirt wurde, bei der Ver- wa,ltung'der Reichsfinanzen durch längere Zeit ohne die schwersten Nach- thetle nicht mehr entbehrt werden könne , so wird diese Ueber- zxugurngxgeradezu unwiderstehlich Nngestchts der Verwicklungen, Welche ge enxvärttg hen Frieden bedrohen, und der im Drange der Ver- hczltmsse xrgmffenen finanziellen Maßregeln. Die treugehorsamste Kom- mission halt es daher für ihre Pflicht, dieser ihrer Ueberzeu- gung an den Stufen des Allerhöchften Thrones offen und unumwuqden. Ausdruck zu geben. Sie hält fick,“ hierzu umsomehr berufen, wetl bet der gegenwärtigen Lage der Verhältnisse das (als-
rung einer aus der Wa [ dec Reichßvertretun ervor e
Staatßschulden - Kontroüs- ommisfion ermö licht gseinh unJ STWMTZ
welchem sie die Gebarung im Staatsschul enwesen zu überwachen
aben wird, als „ nothwendi und unaufschiebbar er-
cheint. Denn die Kommisfion mu in Uebereinstimmung mit den im anerunterthänigsten Vortrage vom 18. Oktober 1865 ausgesprochenen Grundsäßen die Bemerkung wiederholen, daß ihre Wirksamkeit, welche die Jinanzmaßregeln als vollendete Thatsachen binzunebmen hat und steh auf dte Ueberwachung beschränken muß, daß mit der Staatsschuld im Sinne dßc-allgemein kundgemachten Bestimmungen gebart werde, nicht auf eine Lupe gestellt werden kann mit jener einer Corporation, welche das der Petchsvertreturxg zustehende Recht der Controle über die Staatsschuld zu uben .und daruber zu tyachen hat, daß die Vermehrung der Staatssckyuld nur tm Verfassxmgsmaßigen Wege erfolgt, welche also jede finanzielle Maßregel vor) dte_sem Standpunkte zu prüfen und, falls die Prüfuna ve:- nemend ausfallt, rh_re Mitwirkung zu verweigern, und dadurch die "Maß- regel selbst zg verhmdern berechtigt wie verpflichtet ist.
"Wenn eme solche Institution für einen Staat, dessen Kredit ge- sch,wach1 tft, uytex al1en' erhältnissen von hoher Wichtigkeit erscheint, “so wachst :hre Wlchtlgketk, ]a fie wird geradezu, unentbehrlich in Zeiten, wo an den Patriottsmus und die Opferwilligkeit der Völker die schwerstex». Anforderungen gestellt werden.
Wien, der? 11.Ma'i 1866. Colloredo-Mannsfeld. ])r. Taschek . Dte heuttge *Wtener Zeitung- beantwortet diese Erwägungen
nut nachfolgendem Artikel:
„ ,DieSonntagsnummer der »Wienec Zeitunga enthält den allerutxier- thamgstcn Vortrag , Welchen die Staatsschulden - Kontrolskommisfion atx Se. K. K.-Apoftolische Majestät erstattet hat. Insofern fick) diese Dak- ste1lung mzt dem Staatsschuldemvesen und den hierauf Bezug nehmender: Fmayzmaßregeln, sonack) mit jenem Gegenstand beschäftigt, welcb'er deu geseßlwhen Wirkungskreis der Kontrolskommisfion ausfülLt, wird dieselbe m-ein_er besonderen Auöführung jene ernste Würdigung finden, welche dée Wachttgkeit des Aktenstückes Verlangt. Die Kontrolskommisfion fand fich aber, und zwar gewiß nur 'm patriotischer Abficht, auch zu politischen Erörterungen bestimmt, indem fie mit besonderer Betonung auf die RothwendigkeiF der unverweilten Berufung des Reichsrathcs hinwies.
. Wenn dtese hochachtbare Körperschaft auf die Mitwirkung einer Reichsvertretung bei der Verwaltung der Staatsfinanzen ein besonderes Gewicht legt, giebt ste nur einem Gedanken und Wunsche Ausdruck, wel- chen die Kaiserliche Regierung bereits wiederholt als vollkommen berechtigt anerkannt hat. Allein was die Konfrolskommisfion anzuführen unterließ, soll hier ausgesprochen Werden, daß nämlich die Möglichkeit eines lebens- fähigen Verfassungszustandes nur durch die Einigung der Völker gegeben und diese nimmermehr durch ein Zurückgreisen auf Formen crziel? wird, Welche thatsächlich den Zwiespalt unter den Völkern genährt haben.
Das ersehnte Ziel läßt fich nu: auf dem bereits betretenen Wege dex Verhandlungen erreichen, welche dort degonnen wurden und nach consti- tutioneklen Grundsäßen dort begonnen werden mußten, wo ein älteres rer- faffungsmäßiges Recht die Ausgleichung mit den Forderungen der Gech wart und der Machtstellung des Reiches erheischt. Ein Verlassen “décses Weges müßte im Interesse des Reiches um so mehr beklagt werden, als der Geiß, welcher fich bei dic-sen Verhandkungen kund giebt, die Hoffnung des Gelingens wohlbegründet erscheinen läßt. * ** *
- Die Wiener »Militairzeitung- macht folgende Mittheilmxgen
über den Stand der öfterreichischen Rüstungen:
»Mit dM errichteten fünften Bataillonen der 80 Infanterie-Reqimenkec, verhaltnzßmaß:ger Vermehrung anderer Truppenthcéle und Aufstellung von Freiwilbgencorps wird die österreichische Armee auf den Stand von 11111)er 800,000 Mann gebracht, eine Zahl, die sie im Jahre 1859 nicht erreichte, Von dxescn ziehen ung_efä[)r 600,000 Mann ins Feld, davon 350,000 Mann gegen Preußen Und 250,000 Mann gegen Italien verwendet werden. Die Truppen, welche unter dem Oberbefehl des Feldzeugmeisters Benedek die Nordarm'ee bilkZen, werdcn binnen wenigen Tagen ihren Aufmarsch entlang der böhnxtschMahrischen Grenze voUendet haben. Zur Sicherung des eigenen Landes [| Alles vorbereitet. Die Festungen Krakau, Olmüß) Könichxäß, Josephstadt und Therefienstadt find armirt und haben zum großen "Theile neue Werke erhalten, welche das Befeßigungssyßem ergänzen. Selbst“ die Deckung Wiens bat die Vorficht des Oberkommandanten nicht aus den Augen gelassen, indem er die Anlage eines Brückenkopfes de;. Floridsdorf anor'dnete,-theils um die beiden Brücken vor Vernichtung durcb feindliche Stretfparteten zu schü§en und theils um eventuellen Falles eine Armee aufzunehmen.«
'- Heute Morgen ist der bisher dem Staithalter von Holstekn attachu't gewesene Major Junk hier eingetroffen,“ er ist, unter der Oberleitung des Generals Krizmanicz, (s. unten) des Chefs dsr Operationsfanzlei, zum Vorstand des im Hauptquartier der Nord- armee zu etablirenden Preßbüreaus beftimmt, Die näheren Ver- fügungen Ybex die Organisation dieses Büreaus fehlen Übrigens noch," vorlaufig ist nur angeordnet, daß nur eine sehr beschränkte Zahl von ZeitungsBerichterstattern zuzulaffen, denen übrigens ein Pferd gesieYt und Quartier nebft Verpflegung gefichert wird.
-- Dteogeftrige *Pr.« meldet: Das ganze Hauptquartier der Nordarmee rst gestern mittelst Separatzuges nach Olmüß abge- gangen. Dasselbe besteht aus beiläufig 60 Personen. Der Aufent- halt des FZM. Venedek in Olmüß sol] vorläufig auf acht Tage festgeseßt sein. Sein Abgeben hat zum Zweck, ron den bereits ge- troffenen Maßregeln und der Schlagfertigkeit der einzelnen Armee- corp;s fich persönlich zu überzeugen. Sonach dürften schon jeßt aÜe Besttmmungen über die Gliederung und die Kommandanten der einzelnen Armeecorps der Nordarmec und wohl auch über den
eventuellen Operationsplan endgiltig festgestellt sein. Uebrigens sol]
baldige Eintreten des Zeitpunktes, mit welchem die Reaktivi-
die Festung Olmüß nicht definitiv zum Hauptquartier ausersehen
sein und leßteres schon in der nächsten Woche in die unmittelbare s art an der böhmischen Grenze gelegene mährische St§dt§hm lIrsischu l?Eisenbahnßation und nahe am Knotenpunkt des mahrrsckx-
* nicz ist mit der Oberleitung des Preßbüreaus im Hauptquartier der Nordarmee betraut.
1763
65 mi en Grenze verlegt w_erden. Unter den Ortxn, IFK dfeürr di? AsÉWahme des Hauptquartters ausersehen find, ward
böhmischen Etse'nbahnüetzes) bezeichnet. - Generalmajor Krizma-
Aus Oesterreich schreibt ein militairischer Berichterstatter der 'Köln'ZYsgÉeti Laibach und Groß wurdke ein stgrkes Reseroecorps für die Nordacmee zusammengezogen und ::„bercxll (Langs der ganzen Bahn waren große Feldküchcn ayfgemauert, Kun fur dte Uuypen zu kochen oder Baracken aufgeschlagen, m dene]! fie aßernanchten mußten, da die Dörfer und Städte schon mit Einquaxixerung uberfullt wgren. Selbst aus Dal- matien- Istrien und der jvtchttgen Handelsstadt Trxest hat Oeftexxe1ch 1eßt alle Jeldbataillxxxe der regulatren „druppcn fortgezogen, um dre Nord- r ar en. -
aréZzeeJuhkeLsx). Mai. (W. T. B.) In cYner heute unte; Vorstß des Ober-Bürgermeisters stczttgefundenen Stßung des Bürgeraus- schusses wurde eine LoyalitgtEadreffe an den Katser berathen und angenommen. Gleichzeitig tft besch1offen word'en, zur Unterstüßung etröaiger Verwundeter aus ungarrschey Regimentén Geldsumm- [Mgen zu veranstalten. Es find beretts mehrere “Yausend Gulden
gezeichnet.
Großbritannien und Irlany. London, 28.,Ma:. Der Kronprinz von Dänemark benndet fich “gegenwartig auf Besuch beim Prinzen von Wales Und gedenkt dre Ascot -Rennen
' an u eben. " , " nut Dize sKönigin hat dem Prinzen Alfred fur fich und seme mann- lichen Nachkommen die WÜTÖM eines Ear13 von Ulster und von Ként und eian Herzogs von Edinburgh verltehen. * _!
Der irische Erzbischof Vr. Caller? Hat vom §Wpfte den Kar- dinalshut erhalten -- der erste irische Btschof, dem eme sy hoh; Ehre zu Theil geworden. Er begiebt fich noch tm Laufe dteser «Joche
om. . . . 11ach Jurek) Todesfälle und umgestoßene Wahley find fett Eröffnung des gegenwärtigen Pa rlaments 24 neue Mttkglteiyer in demselben aufgenommen worden, und das Gesaynytergcwztß dteser'Neuwahlen ist, daß die ministerielle Majorität, dze tm.Jult des voxtgen Jahres auf 75-80 geschäßt worden war, eme Embuße von 'Wer einztgen Stimme erlitten hat. Wie die Dinge heute_stehch, EÜ es bet der Entscheidung über die Reformfrage auf dtese eme Otx111meschwxr- lich ankommen, denn manche von Hen Amendements, dt; gegen em- zelne Klauseln der Bill angekündtgt find, konxrnxn „mehr aus Yen Reihen der Oppofition, sondern von sonst gut mmrfterteüm Anbazn- gern Ruffell's. Dic Comitéberathungen, welche heu_te Abend begm- mn, Versprechen, nach der großen Zahl dteser beretts vorgemerktey Amendements zu schließen, nicht minder lange zu wcrdjen, als es dte Debatten vor der zweiten Lesung waren. Manche dtesxr Amen_de- ments werden ohne Zweifel zurßckgengen werden, wahrß'nd viele einander geradezu aufheben oder'uberff'usfig machen,“ doch uber das Eine macht fiel) die Regierung kerne “Tauschung, „daß fich unter den Gegnern der Bikl auch viele ihrer ergejxen Parte! befinkxen und daß sxe mit gewaltigen Schwierigkeiten zu" kampfen habeq wxrd , um dte Bill siegreich durchzuführen, oder fie uberhaupt noch 111 dteser Sesfion zu erledigen, b'[[ d' Tel
Das Knigfhleysche Amen'dement zur Rxfortnt (s. ce . Dep. im gestr. Bl.) schlug Maßregeln gegen dre Wahlbeßechung vor Und wurde, obschon Gladstone es anfocht, mxt 248 gegen 138
' enommen.
StlmQYLUJYZag starb im 77. Lebenöthre der Earl Bexthzxrft, der von 1812 bis 1834 Parlamentsmitgltcd und in der „zndtschen
Kommisfion beschäftigt gewesen war,
Die Großfürstin M a rie
- , 'aris 28,Mai. . Frankretcb P “ Die Kaiserm war gestern
von Rußland ist seit Freitag in Paris. be: XFN polnische Graf Hermann Potocki, der vorgestern starb, raben. . . " ' ,. wurdF-BZUYQFTLZ. Der heutige oMoniteur-c sagt m seinem Vulletm; Die identischen Noten find an ihre hL?cstimrnktxzngen gelangt. Man ' ün i e Antwort zä en zu x_men. . glauYiTUf-Yxn?“ |Zerfichert , daß .die btsher enxgetroffenen Antworten auf die Einladungsschrerbxn zu den Konferenzen günstig lauten. Die Fixirung des Texmms, an welchxm der Zu- sammentritt der Konferenzen erfolgen 1011, werde noch emen Verzug von vier Tagen erfordern. - Man glczubt, daß das venettamsche Angekegenheik erst nach Erledigung der öYiskYVSkhUMLk" und Bundes- re orm ra e ur Ver andlung kommen w r . . f DfasgoÉ'Iays-r ghlaubt zu wissen, daß ezne Depesche Lamar- mora's die Verficherunß ertheile, es set'fxm feindseltxzer Akt von Seiten der italienischen Armee oder Freiwxlltgen zu befurchten, wel-
Spanieu. Madrid, 29. Mai. Der Finanzminister, bat aus Gesundheitsrückfichten seine Entlassung gegeben,“ Canovas del Castillo ist mit der einstweiligen Stellvertretung beauftragt.
Italien. Florenz, 29. Mai. Man glaubt, daß die An- werbung von Freiwilligsn in Kurzem wieder aufgenommen werkzen wird. Die Zahl der bereits nach den Depots Abgegangenen betragt 25,000 Mann," andere bereits Eingeschriebene warten die Wieder- aufnahme der Werbungen ab.
Laut dem Privatschreiben eines Königlichen Ordonnanz-Ofstziers gebt Victor Emanuel am 31. Mai in das Hauptquartier ab, wo Garibaldi am 1. oder 2, Juni vom Könige feierlich empfangen werden soll. Auch aus der Levante treffen Freiwillige ein,“ der lebt.: Postdampfer brachte 200 Italiener aus Alexandria in Aegypten mrt nach Brindifi, andere werden erwartet.
Die vGazetta di Milano: meldet, daß mehrere Dampfer von Privat-Gesellschaften eine kriegerische Ausrüstung erhalten. Sie werden zwei Kanonen führen und mit Handelsmatrosen unter An- führung von Offizieren der Kriegsmarine bemannt werden.
Schweden und Norwegen. Stockholm, 25. Mai- Der verstärkte Staatsausschuß hatte gestern eine Versammlung und wurde durch Abstimmung über 24 Punkte Beschluß gefaßt, welcbe in den Ständevcrsammlungen nicht entschieden werden konnten, da zwei und zwei Stände fich darin gegenüber standen. Genehmigt wurde unter Anderem, daß 100,000 Rdr. zur Theilnabme Schwe- dens an der großen Aussteuung in Paris in? Jahre“ 1867 „bewilligt werden sollen, ferner wurden 4500 Rdr. jährlich für eme mx,“ Professur in der juridischen Fakultät zu Upsala, und 2000 Ydr. fur einen Adjuncten der Chiruxgie und Obstetrik an der UniverfitatLund bewilligt, dahingegen wurde die Anstellung eines Professors der Geologie in Lund nicht genehmigt.
Jm verstärkten Conßitutionsausschuß wurde gesiern Abend der Vorschlag zur Aenderung des §. 28 der Reichsverordnung, wegen Erweiterung der Rechte nicht evangelischer Glaubensbekentzer, mit 46 gegen 33 Stimmen der Entscheidung des nächsten Retchstages überwiesen und mit 45 gegen 34 Stimmen 11311de der Vorschlag zur Aenderung Verschiedener Theile der Druxkfrethetts-Verordnung, Wegen Gewinnung größerer Freiheit, Druckereten anlegen zu dürfen, verworfen. " ' . .
Nach einer veröffentlichten Zusammenstellung uber dre Bewrllt- gung im Jahre 1865, beträgt die Anzahl der Pe'xsotxen, welche L_lr- mengeld erhalten, oder wegen Armuth und Krankltchkeit mcht tm Stande smd, StaatSabgaben zu entrichten, nicht weniger als 347,319, wovon 128/167 männlichen und 218,852 weiblicher) (Heschlxchts.
Die Wegräumung des Schuttes bei der katholischen Ktrche gebt ununterbrochen und rüstig weiter. Gestern Nachmxtiqg um 4 Uhr hatte man noch wieder 3 Leichen aufgefunden, und. dre Mannschaft machte die eifrigften Anstrengungen, als man um Znese Zett. von der :ördlichen Seite her Klagetöne zu vernehmen memtje. Dre Span-
ung war während cini er Stunden eine fürchterltche, uyd man konnte es nicht für möglicZ halten, so lange nach dem Ungkuckc noch einen Lebenden anzutreffen. Doch je emfiger man gryb, deßo deut- ichcr wurden die Töne, und um 6 Uhr hatte man dre Freude,.den Unglücklichen aufzufinden, welcher zwischen Kalk, Sand und Sternen eingebettet [ag. Es dauerte über eine halbe Stunde, naxhdem der Kopf frei war, ihn voüständig herauszubekommen. Wahrend der Zeit hatte man ihm unter Beistand eines Arztes Tropfen und an- dere ßärkende Mittel beigebracht, und dadurch erholte er ficsZ byld so weit , daß er seinen Namen angeben konnte. Der Ungclßuckltcbe hatte 27 Stunden in dieser Lage fich befundZU, „welche um so „furchter- licher war, als er in Zwischenzeiten vol'lstandtges Bewußtsem batte. Unbegreiflich ist es, wie er, vollständig emgehüllt, so lange am Leben beiben konnte. Bis jeYt find im Ganzen 18 Letchen aufgefunden.
Amerika. New-York, 16. Mai. Wie -*vorausgesehe1q, hat Präfident Johnson gegen die Aufnahme Colorados ,als «es Üeuen Staates in die Union sein Veto geltend gemacht. Der Em- sprucs) stüßt |ck, wie es heißt, darauf, daß die Bwölkerung Colorados nicht beträchtlich genug, um dessen Auftzahme m den Staatenverban_d zu erfordern oder auch nur zu rechtfertigen,. und daß em,e solée Au.?- nahme zu einer Zeit, wo elf zur Mttentschetdung berechtzgte SIMM von der Vertretung imKongreffe ausgeschlossenfind, mat ??-ÜWT' lichen Wohlfahrt unvereinbar sei. Die Botschaft des „Pray-Icmcxx gelangte am 15. d. in den Senat , der sich 1e§och ve;- tagte , ohne daß fie zur Verlesung gekommen war:- 7177. Verfahren, worin die Washingtoner Korxespondcnrru .dYr New - Yorker Blätter eine abfichtliche Beleidtgung des P:»:- fidenten sehen. -- Das Amendement z'ur .:Ke'ryaxsanz, welches besiimmt, daß Offiziere für Handlungen, dic_ „ne- 111 de.: UTZ“- übung ihrer Amtspflicbten begangen, nicht von Qtyx13crxchrc8 zur Verantwortung gezogen werden können, ist vomPr;mdmxux Dc- stätjgt worden. - Jm Repräsenfantenhausx wxn vgn num: dum- kratischen Mitglieds, Chandler, eine Rewlxnwy J::geßchbr WZ den, die das Verfahren des Präfidenten für Wmonxkb cxüa'm- ck15
cher das Resultat der Unterhandlungen gefährden könne.
Welcher durch die ihm Kraft der Verfassung zustehende Gewalx ZMA