1866 / 147 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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von Jamaica ist dem Parlament übergeben worden. Derselbe besteht aus zwei Theilen, wovon der eine das sehr umfangreiche Material, Zeugenaussagen u. s. w., der andere das Resultat der Untersuchung enthält. Die Kommission beschreibt darin den Ur- sprung und Ausbruch der Unruhen, die zu ihrer Unterdrückung er- griffenen Maßregeln, sowie das Verfahren der dabei betheiligten Personen, fie faßt die Ergebnisse in folgenden Säßen zusammen:

»]. Die Unruhen in Si. Thomas-in-the-East hatten ihren unmittelbaren Ursprung in einem planmäßigen Widerstande ge en die geseßliche Autorität.

11. Die Ursachen, welche zu dem EntschluFe, solchen Widexstand zu leisten, führten, waren verschiedener Art:

1) Ein wesentliches Ziel der Ruhestörer war die Erlangung von renten- freien Ländereien, 2) Ein Weiterer Antrieb zur Geseyesverlehung entsprang“ aus dem allgemein von der arbeitenden Klasse gehegten Mißtrauen gegen die (Heréchte, vor welche die meisten ihre Interessen berührenden Streitigkei- ten zur Aburthelung gebracht wurden. 3) Eine Anzahl ward getrieben von Gefühlen des Haffes gegen politische und persönliche Gegner und nicht Meni e hofften ihre Ztvecke durch den Tod oder die Qlustreibung der weißen Jnse bevölkerung zu erreichen.

11]. Obgleich der urspüngliche Plan zum Umsturz der bestehenden Autorität fiel) auf einen kleinen Theil des Kirchspiels St. Thomas in The-East beschränkte, so verbreitete fich doch die Bewegung einmal ausge- brochen mit außerordentlicher Schnelligkeit über ein weites Gebiet und so roß war die Aufregung in andern Theilen der ?nsel, daß Wenn die Auf-

ändischen emen mehr als vorübergehenden Erolg erlangt hätten, ihre schließliche Ueberwindung von einem noch viel größern Verluste von Leben und Eigenthum begleitet gewesen wäre.

17. Dem GouverneurEyre gebührtLob für die Geschicklichkeit, Rasch- heit und Energie , die er in den früheren Stadien der Empörung bewies: Eigenschaften, deren Bewährung ihre schleunige Dämpfung großentheils zu- zuschreiben ist.

7. Die Operationen der Truppen und der Flotte scheinen uns prompt und zweckentsprechcnd gewesen zu sein.

71. Durch die lange Forterhaltung des KriegsgeseYes in seiner vollen Strenge ward die Bevölkerung für länger als nöthig gewesen wäre, der FWR? constitutionellen Privilegien, welche Leben und Eigenthum sichern, erau t.

711. Die auferlegten Strafen waren Übermäßig: »1) Die Todesstrafe wurde unnötbig oft verhängt. 2) Das Peitschen war unbarmherzig und zu Bath cntschieden barbariscb. Z) Die Einäscherung von 1000 Häusern war ungerechtfertigt und grausam.«

Spanish Town, 9. April 1866. Folgen die Unterschriften der Kom- misfionstnitglieder.

Gordon's Fall anlangend, hatte die Kommission die Anklage, auf Grund deren er zum Tode verurtheilt wurdc , für unerwiesen, d. 1). sie glaubt, daß ein Justizmord an ihm begangen xvorden. - Der Colonialminifter hat gestern eine Depesche an_ Sir H. Storks gerichtet, worin der Kommissionsbericht gutgeheißen, die definitive

Abseßuug Eyre's ausgesprochen und Sir H. Storks angewiesen _

wird , gegen solche, die sich bei der Unterdrückung des Aufstandes der Grausamkeit oder Plünderung schuldig gemacht haben, ein ge- richtliches Verfahren einzuleiten.

' Der Oberbefehlshaber der Flotte im' Mittelmeere Lord Cla- rence Paget, Welcher die Absicht hegte, mit einem Theil der Flotte eine längere Kreuzungssahrt im Archipel zu unternehmen, hat Fon der Admiralität die Weisung erhalten, für jeßt auf Malta zu leiben.

Durch denPrinzen von Wales wurde gestern in der Nach- barschaft Londons eine durch freiwillige Beiträge gegründete große

Er zi e b u n g s a n | a lt für Kinder mittellofer Handlungsdiener aus '

allen Theilen des Reiches feierlich eröffnet. Die Anstalt, an deren Spihe Lord Russell ßeht, hat bereits 200 Kinder beiderlei Geschlechts und ohne Unterschied der Konfession in fich aufgenommen.

Der Streit zwischen den Feilenarbeitern und Fabrikanten in Sheffield, der sechszehn Wochen gewährt, ist endlich zu Ende und haben die ersteren seit gestern wieder die Arbeit aufgenommen - unter den früheren Bedingungen, nur daß die Arbeitgeber versprochen, die Forderungen der verschiedenen Abtheilungen einzeln in Erwägung ziehen zu wollen. Die Verluste dieser Arbkitseinsiellung soUen al1ein auf Seiten der Arbeiter 70- bis 80,000 Pfd. St. betragen, von den Fabrikanten sind mehrere dadurch zum Bankerotte gebracht worden.

JnSouth-Nottinghamshire ist an der Stelle des durch den Tod seines Vaters in die Pairie erhobenen Lord Stanhope, Hildyard, ein Konservativer, in's Unterhaus gewählt worden.

- Jm Unterhaus e theilte gestern Cardwell (der Kolonialminister) auf Befragen eine vom 4. Juni datirte Depesche des General-Gouverneurs von Canada mit, des Inhalts, daß am 1. Juni Morgens ein wohlbewaff- neter Hause von 800 oder 900 Feniern von Buffalo aus über die Grenze nach Fort „Erie ging. General-Major Napier schickte etwas Artillerie und eine Ahthetlung regulärer Truppen unter Oberst Peacocke nach dem etwa 19 Me11en,von1 Fort Erie gelegenen Chippewa. Am Morgen des 2. Juni zogen dte m Fort Colborne stehenden Freiwilligen nach Ridgway, um fich mri.Peacoche zy-vereinigen, Sie stießen jedoch auf die im Gebüsch gelagerten Femer und grtffen dieselben sofort an, fanden fiel; aber in der Minderzabl und gezwungenmach Fort Colborne zurückzukehren. Die Fenier warteten nicht den An- matsch deßObersken Peacock; ab, sondern gingenin der Nacht zwischen dem 2.und I., an 750 Mann stark, tzber den Fluß zurück, wo sie augenblicklich von- d'en Behörden der Veremigten Staaten verhaftet wurden. Die Ver- einigten Staaten bemühten fich, nicht nur den Angreifern jeden Beistand abzuschneiden, sondern mietheten auch Fahrzeuge, um auf dem Strom pa-

troulliren zu können. General Grant hat dem General Barry, Von der Artillerie der Vereinigten Staaten, mit 13 Compagnieen zwischen Erie und stego postirt und angewiesen, je nach Umständen zu handeln. Wir haben 05 Gefangene, die nach Toronto ins Gefängniß gebracht worden find, Whalljey fragt, ob die Depeschen kein Mittheilung darüber enthielten, in kme wextK die fenische Bewegung von Personen des römisch - katholischen Glaqbens angestiftet oder unterftüßt worden sei und ob der Minister eyvatge solche _ Depeschen vorlegen wolle. -- Cardwell: Jch kann dtese Frage mcht beantworten, ohne erst gegen eine solche Interpellation zu protesttrey. Ehe ein ehrenwerthes Mitglied eine Frage stellt, wodurch er jrgcnd eme Klaffe von Ihrer Majestät Unterthanen der Jlloyalität, des Verrach oder eines ähnlichen Verbrechens verdächtigt, sollte er ermitteln, ob Wend em Grund zu einer solchen Anschuldigung vorhanden ist. Da jedoch dt? Frage gestellt ist, freut es mich, sagen zu können, daß die Bcrichte, 731%: war aber alle Klasen der Gesellschaft in unsern nordamerikanischen Provin- znen erhalten haben, im höchsten Grade crfreu1ich klingen. -- Jm Comité Uher dt_e Reformbill erlitt die Regierung, wie telegraphisch schon gemeldet ward, eme Niederlage, die folgenschwer werden kann. Lord Dunkellin's Amende'ment (den Wählercknsus in Burgflecken nach der AbschäyUUa des Steueremnehmers zu berechnen, d. h. aus 7 L. 9 L. zu machen) oeraölaßte xtne lange Dxbatte, und wurde um hakb 2 Uhr Morgens mit 315 gegen 304 Stimmen oder einer Majoritat von 11 Stimmen angenonnncn. Dec Schaykanzler erklärte, daß die Regierung den nächsten Abend anzeiqen, werde, was ste beschlossen hat. * -- 20. Juni. Der Prinz von Wales hielt gestern im «t.,James-Palast für die Königin ein Lever ab, wobei das diplg. m„atz1che Corps zahlreich vertreten war,“ nur der belgische und der damsche Gesandte waren durch Unwohlsein zu erscheinen verhindert.

Der König und dieK-Znigin der Belgier werden Anfangs nachster Woche hier crwartet.

Die Korrespondenz des auswärtigen Amtes mit den Großmächten über den jüngstenKonferenz-Vorschlag ist dem Parlament Vorgelegt worden und wirft ein nicht uninteressantes Ltcht auf die Haltung der englischen und franzöfischen Regierung vor dem Ausbruch des Krieges.

_ 20. Juni. Beide Häuser hielten gestern eine kurzeSißung, Jm Oberhause ging die Bill über die Appanage der Prinzessin Mary von Cambridge rasch durch dxei Stadien, nämlich durch die ziveite Lesung- dic Comité-Beraihung und die dritte Lesung,“ worauf Earl Russell anzeigte, daß die Minister die vorgestrige Absiimmung im Unterhause in ernste Er- wägung genommen und den in Folge davon gefaßten Entschluß Ihrer Ma- jestät der Königin in Balmoral vorgelegt hätten. Da sie nicht im Stande seien, das Ergebnis; ihrer Unterhandlungeu mit der Königin dem Hause mit- zutheilen, so mache er den Vorschlag, die Verhandlungen bis nächsten Mon- tag zu vertagen. Diese Motion wird genehmigt.

Jm Unterhause nahmen die Dinge einen ähnlichen Verlauf. Offen- bar erwartete das Publikum eine entscheidende ministerielle Erklärung, denn alle Räume des Hauses sind gedrängt. Ehe der Schaykanzler Gelegenheit hat, seine Erklärung abzugeben, richtet Vaillie an den Secretair der Ad- miralität die Frage, ob die Regierung nicht in Erfahrung gebracht habe, daß die französische Panzerflotte zum sofortigen Kriegsdienst ausgerüstet werde," ob fie wisse, aus wie vielen Schiffen dieselbe bestehe und ob die Regierung Anstalxen treffe, um die englische Flotte auf den Fuß der Ebenbürtigkeit mit der franzöfischen zu stellen. T. (H. Baring: Die Admiralität hat nichts von einer Aus- rüstung der französischen Panzerftotte erfahren. Ich bin daher der Noth- ivendigkeit überhoben, die beiden anderen Fragen des ehrenwerthen Mitglie- des zu beantworten. Der Schaßkanzler macht darauf eine Eröffnung, die mit jener Lord Ruffell's übereinstimmt, indem er zugleich hervorhebt, daß es wenigstens drei oder vier Tage dauern werde, bis die Regierung dem Hause mittheilen könne, was Ihre Majestät für gut befunden habe. Auf sIeFiTnen Antrag vertagt fich daher auch das Haus der Gemeinen bis nächsten

ontag.

Frankreich. Paris, 20. “Juni. Die Flotte in Tonwtr erhält bedeutende Verstärkungen an Matrosen. Sie soll für aÜ-x Eventualitäten in Bereitschaft gesetzt wcrden.

Der rvMoniteura war fälschlich unterrichtet, als er gestern an- kündigte, daß Preußen und Italien Oesterreich den Krieg erklärt hätten. Die italienische Kriegserklärung crfolgte erst heute.

Italien. Die Stimmung der Italiener, nun die Kriegs- erklärung endlich erfolgt, ist eine gehobene, feierliche. Am 22, Juni läuft die in der Kriegserklärung gegebene Frist ab. Die Oesterreicher erwarten den Angriff gleichzeitig auf drei Seiten: von der ita- lienischen Flotte vor Venedig oder sonst irgendwo, was noch Geo heimniß ist, sodann in Tyrol durch Garibaldi und am Po “durch Cialdini.

Die Kriegserklärung Italiens an Oesterreich lautet Fol- gendermaßen:

Hauptquartier Cremona, am 20. Juni.

General Lamarmoca an den Erzherzog Albrecht.

Das Kaiserreich Oesterreich ist seit Jahrhunderten die Hauptursache der Spaltung und Knechtung, und der moralischen wie der materiellen Schä- digungen Italiens. Heute, wo die Nation constituirt ist, erkennt Oesterreich sie nicht an und fährt fort, unsere edelste Provinzzu unterdrücken, indem es aus derselben ein weites Feld zur Bedrohung unserer Existenz macht. Die Rathschläge anderer Mächté waren erfolglos. Es war unvermeidlich, daß Italien und Oesterreich sich bei der ersten europäischen Verwickelung gegenüber stehen würden. Die vorgenommenen Rüstungen und die Zurück- weisung von Friedensvorschlägen bewiesen die feindlichen Absichten Oester- reichs. Das geFammte italieni che Volk hat sich erhoben. Deshalb erklärt

der König als- Hüter und Ver eidiger seines Landes dem Kaiserreich Oefter-

reich den Krieg- Falle Lamarmora den Erzherzog ersucht, ihm davon Kennkniß zu geben,

* DurchfÜkaUg

' Theile der allgemeinen

_ Lud dafür zu sorgen, daß ihnen die gebührxndeAchtung und das gebührende

“* Seite eine Verlesung derjenigen Rechte geftaitcn, mit dsnen Sie geseßlich ; bekleidet ÜUd-

. oder nach Beendigung des Kursus irgend eine Lebensstellung einge-

_ 1861 bei der Führung

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Die Feindseligkeiten werden Zn drei Tagen beginnen, es

seidenn, daß der Erzherzog diesen Aufschub71icht annehme, in welchem

Rußland und Polen. St. Petersburg, 20. Juni. einem allgemeinen Cirkular des Ministers des Innern Über die der in dem Kaiserlichen Reskript vom 25. Mai auf- , eilten Grundfäße, welcher seiner Zeit mitgetheilt wordcn ist, wird , unkkk Anderem gesagt; _ , " ". ,Die gedeihliche Erfullung der Ihnen auserlxgten Pftxchtcn hangt großten- b'ss von dem richtigen Gebrauch der Ihnen uberlassenm Gewalt und des M*“ verbundenen Einflusses ab. Diese Gewalt und dieser Einfluß find dam Gewalt und des allgemeinen Einflusses der Regie- n die ihnen zur Erreichung des allgemeinenRegierungszweckes anvextraut FLY“ Sie find vorkommenden Falls verpflichtet, fich derselben zu bedxenen,

n eollt werde. In diesem Sinne ist in dem Reskript gesagt Fxxxzreéxzcda?teberschreitung und Unthätigkxit der Gewalt gleich schädlich seien. Indem Sie selbst strenge das Gem; bcobachtcn'u11ckdas Beispiel der Achtung vor den goseßlicb'en Reckch der eiuzeUlnen Jnstxtutxoyen, Skände Und Privatpersonen geben, diirfen Sw doch zugletch auch von kerner

Hierauf fußend, haben Sie darauf zu achxen, daß die oxr- schiedenen Standes- u:]d (Hen1xinde-Jnstitutio11ct1 mcht dje chnen gesetzwch zugewiesenen Grenzen uber]chrettez1.« , '

Nachdem darauf hmgewresen, daß den Gouvernementschefs'm den Kommissionen zur Verbesseru-ng _der'Lage der orthodoxey Getst- lichkeit und durch das Recht, zwei Mttgltßder dcr Schulkonsetls vom Ministerium aus zu ernennen, Mtttel m die Hand gegeben firzd, auch ihrerseits den verderblichen und falschen Lehren enthge11zu1vtr- ken, welche nach den Worten des Rxskrtpts alles angretfen, was Rußland von jeher heilig gewesen, 1mrd.n§)ch darauf auijerxsant gemacht, daß es zu den Pflichten de„r Poltzetgewalt gehöre, dre: )un- gen Leute zu überwachen, welche offentliche Lehranstalten besuchen,

Wahrung der Eigenthums-

aben. “»“n Betreff der - nommen h «3 von jeder Einseitigkert entfernte

rechte wird besonders eine strenge, » Beobachtung der Bestimmungen in den Reglements vom 19. Februar der Geschäfte in den Gouvernements-Kom-

Bauernangelegenheiten empfohlen. Bei der Anempfeh-

ren er Mittel zur Wahrung der Reichseinheix nZirdkdarx J:?gaßfm-Zksmn gemacht, daß Einheit mcht nnmer (HlUThfÖlegkelt

missionen für

deute. , eder Versuchc, heißt es, -Hgß unk) Fen'1dschaft thschen an verschieFenen Ständen zu erw_ecken, wrdersxrxcht dtrekt de:) Grund; bedingungen der Reichscinheit. Haß gegen dre Laydbefißer Übexhapxz und gegen den Adel insbesondere erwecket), heißt außerdxm [ZZ bürgerliche Organisation des Staates gxfährden.-„ En,?)ltch' wttr noch darauf zu achten anempfohlen, daß aux!) samufztüche 1111 Zr; gebenen in dem Geiste und (Filnne der durch das A(lerhochfte Reskrtp rund ä c ban e n. _ ' . _ anfgkysxsatiestnJFnen nxch? ubbekannta, _heißt es, pdaß m leßter Zett mrxttxeet; der in verschiedenen Verwaltungszwetgcn_ Vollzogenen chyrmen UZ'eBe- über verschiedene Fragen aufgetauchtet) W1dcrspxechendxn 2)NchT1nunkgend lewor- griffe über die eigentliche Beschaffenheit der Dtxnftpfltcht sd,wan ep ergoffen- den find. Es find Fälle vorgekommen, wo em mehx, ?'er wlxnßgrträ lich kundiges Entgegenwirken gegen „Anordnungen ,der'Obttg T1)" (1, s e u Öner mit der Fortdauer eines dienstlxchen Subordmattonsvcrha msse z eseßt Obrigkeit angesehen wurde. Dteser g

1 dn.« W eSchließlich wird noch darauf

Verirrung muß eine Grenze

Beziehung steht, den Absichten und

Verwaltungszweigen in enger ts in jeder Beziehung

Anordnungen der anderen VerwaltungSreffor

* en. . . - fördech? „wie)rxxnpßljßischen Grenze, 19.311111, nnrd der »Osts-Ztgo“

' bis ' : Nur auf einem Punkte hat dxfe Rusfische Regterng ' Ykhxxjheeükriegerische Action "EZWF" gegenxÉecZo HoriéxreYéntYanll; d an der Grenze der Douaufur en xzmer. d Bessarabien i " 'a 1: Wurden in der Ukrame, Podolien xm . bLeFtrelxxhdje hTruppenmaffenl zlYaanYgleoneY YZMiZnt-dieUYrtiFFe - " e an e ammet *ram- 0,011 ! , . YYYFFYLUW gyxrsehen, „kurz eine förmltche Armee formrrt. F:; Stärke dieser Armeelbbetrß'ftgt d11Lc111he Cßyf YYNZJeffYmeÄUUtair- Oberbefehl über diese e 1 e, ' _ Blätter berich- ' ral von Ko ebue, mcxyt, tmc etmge. _ _ . . FeetzxästZmLHeneral Gr.L Lüders uberlragen. Dzes IT| che ZLI zige größere Truppenzusammenziehung, welche ÖW Usfis enüber gierung den drohenden Europäischen VWVicklUPJM„ 13331 Aus- vvrgenommen hat; die übrigen Tryppen |ck?!) untdigermigt Fläche nahmen ruhig in ihren Standquarnexen, pie. ub,er e lwe üeehenden des Kaiserreiches zerstreut ffi10i000FiZ) Tua? KITTY) YYY, “sind im Truppen, die bereits an , “ft 9 den Die Re- Lau di" s a res auf 80000 Mann verftär w-r . . gimxßteresFndIdert vollzähliézer, aber noch nixkgc,nd_em OdbslelkxakXTYT- Corps gebildet. Die Truppen sind zum T*)?“ m an M "MM schau zu den dort Ende dieses Monats stattfindenden at , denen auch der Kaiser beiwohnen wird, zgsammengezogen. t Kiew Ueber die ackerbautreibenden Juden tm Gouvernemen

aufmerksam gemacht, daß die Be- * amten des Ministeriums "des Innern, welches fast zu allen anderen x

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nachbarten Gewässern,

meldet die »Kiew. G.-Z.-, daß im Jahre 1865 daselbst 355 Familien

- aus 5349 Personen bestehend, auf Staatsländereien angefiedelt worden

sind, was mit den früher daselbst Angefiedelten eine ackerbaytreibende jüdische Bevölkerung von 10,366 Personen giebt. Das xhnen ge- hörige Land mißt 5709 Dessjatinen. Auf eigenen Ländereten haben fich im Jahre 1865 14 Familien, aus 775 Personen bestxhend, an- gefiedelt, so daß es deren jeßt mit den früher unter gletchen Ver- hältnissen angefiedelten Personen 1546 giebt. Jm Allgememen geht «er Landbau bei den Juden nicht gut. Da fie weder mit Vieh noch mit Ackec- Jntrumenten hinreichend 'versehen find, vermiethen fie größtentheils ihr Land an Bauern unter verschiedenen Bedingungen.

Seit Annahme des österreichischen Mobilifirungs - Atztrages gegen Preußen durch die Majorität des Deutschen Bundes tft eme größere Regsamkeit unter den Truppen im Königreich §Polen hervorgetreten, und es sou bereits der Befehl ergangen sein, mtt der beabfichtigten Zusammenziehung von zwei Observations- Corps an der galizischen und an der preußischen Grenze sofoxt vorzugehen.

SchWeden und NorWegen. Stockholm, 16. Juni. Versammlungen der Reichsstände werden jest täglich gehaltey, und selbst morgen, Sonntag, treten drei Stände zusammen. Dte1e Eile, mit welcher alle noch vorhandenen Angelegenheiten behandelt werden, zeigt, daß wir uns in der elften Stunde desteichstages' befinden.? Unter den wichtigeren Entscheidungen in der jungften Zett befinde't sich das sogenannte Einnahmebedenkeu , durch dessen Annahme dte Stände, in Uebereinstimmung mit dem Vorschlage des Staats- Ausschusses, die Bewilligung von 2,600,000 Rdlr. zur Ausgl-etchung des entstehenden Staatsdefizits zugestanden haben. Wenn htxr von einem Defizit gesprochen wird, das durch die vorgeschlagenen Exnnah- men nicht genügend gedeckt wird, so muß erinnert werden, daß sammt-

liche auf diesem Reichstage bewilligten Eisenbahpvorschlézge, zum Be- trage von 6,060,000 in die übrigeStaatsregultrzmsg apt aufgenom- men worden, während die Verkehrscinnahmen mrt m dre axlgemejnen Einnahmen gerechnet worden sind. Während daxxgetj dtese Erstn- bahn-Einnahmen und Ausgaben von den übrigen Staatsrechnungen getrennt worden , so hätte das Staatsdefizit nux 475,428 Rdlr. be- tragen, welches ohne Zweifel als eine sehr gunstige Stellung der Staats man en an n eben ist.

Clériftéania,z 14. Juni. Heute Mittag,12ck: Uhr m_)urde das Storthing unter den gewöhnlichen Feierlichkettet) aufgelöst. 'Von einer Deputation empfangen, erschienen die Mitglteder der Rxgterung in dem festlich geschmückten Storthingssaal, desen Gaklerren von Zuschauern angefüÜt waren, Staatsrath' Séong verlas den Kötxig- lichen offenen Brief vom 4. Juni und dxe Thrvnreße, uyd erklärte dann Norjvegens achtzehntes, ordentliches Storthtyg für beendet. Darauf erhob sich der Präsident und sprach: »Mtt Hern Wupsche und dem Gebete, daß der Herr seinen Segen legen möge,an jedes Wort, das hier im Dienste der Wahrhett gesprochen, auf jeden Be- schluß, der zum Wohle des Vaterlandes gexaßt wor'den, fordere rcb die Mitglieder des Storthinges zu der veremten Bttte auf: *Gott schüße den König, das Vaterland und das Bruderreichxa

Telegraphische Depeschen aus dem Wolff'schm Telegraphen-Büreau.

Cöln, Donnerstag, 21. Juni. Der Großherzog von Mecklen- burq-Streliy traf von London hier ein. * London, Donnerstag, 21. Juni. "Reuter's Office- meldeé: New-York, 9. Juni, Abends. 3000 Fenice "befinden fich m Buffalo und warten darauf, wieder heimwärts befordert zu werden. UnionSfahrzeuge patrouilliren auf dem Niagaraftrom. und “den be- docb glaubt man nicht, daß dre Zenter noch ' en Ver u ur Ueberschreitung der Flüsse machen wer e1-1.' em Lonsdcxhn,z Freitag, 22. Juni, Vormittags. Dié. Kömgm wir-d erst am nächsten Dienstag nach Schloß Windsor zu-ruckfehren. Wte man vernimmt, hat dieselbe dem Earl Russell dre Erlaubniß er- theilt, das Parlament aufzulösen, oksxsox dreser Erlaubniß Gebrauch ck werden wird i noch unen te en. gemaYaris, Freitag„ 2s2.Juni, Morgens. Der heutige vMoniteur; enthält eine amtliche Bemerkung in Betreff. solcher Persone? "un Journale, welche falsche Nachrichften übe; K,trtegsereignisse soww uber ' ' und Kredit-Ge ellscha ten ver rer en, MdUÜFrßlleZTenz, Donnerstsag, 21. Juni , Nachmittags. Der Geseitz- entwurf, betreffend die außerordentlichen Machtbeftégmff'e d'er Riege- rung, wurde gestern durch den Finanzminister “Scraloxa m se nem

ganzen Umfange vorgelegt und mit 153 gegen 42 Stimmen vdo? ? der Deputirtenkammer angenommen. - Nach einer Mittheilung e T; Präsidenten war diese Sitzung aller Wabrscheinllchkett nach dk: leßte