2120 Amtliche Maxhrichten vom Kriegsschauptaha
Berlin, 23. Juni. Die Armee des Prinzen incdrich '
Karl ist heute über Zittau in Böhmen eingerückt.
Berlin, 23. Juni, Das preußische Bündnis; ist bisher von allen norddeutschen Staaten, außer Sachsen, Hannover, Heffen und Nassau,“ an enommen.
Gör iß, 23. Juni. Ungarische Deserteurs melden fich mit Pferden und Gepäck bei den preußischen Vorposten. Aus diesen Ungarn wird in Glogau ein Depot gebildet. Ungarische Offiziere werden zur Organifirung dexselben erwartet.
Erfurt, 23. Juni. Die hannöversche Armee ist anscheinend fächerartig von Göttingen aus aufgelöst, _um zwischen Weimar und Eisenach nach dem Süden zu entkommen. Ob und welche lethci- lungen durch preußische Truppen abgeschnitten werden, bäxxgt von der Schnelligkeit und 'der Richtigkeit der Erkundigungen ab. Die hannöversche Armee ist gefechTsUnfäbiN- Wkis obne Kriegsmunition abmarschirt.
Die Truppen von Schwarzburg-Sondershausen smd ausgerückt, um den Durchmarsch dcr hannövcrschcn Truppen zu verhindern. “
Hamburg, 23. Juni. Mecklenburgische und Oldenbur- gische TruppeU werden schle1migft auf Kriegsfuß geseßt, Um mit anderen norddeutschen Kontingenten ein Reservekorps für Prenßert bei Torgau zu bilden,
Frgnkfnrt a. NY., 23. Juni. 52er Mittcl werden hier versucht, “den gesunkenen Muth der süddeutschen Kontingente zu heben. Wie der fliegende Holländer, sollen phantastische österreichisckye Truppen-Corps bald 20,000 Mann stark durch Augsburg ziehen, bald zu 8000 Mann bei Frankfurt lagern. '
Oesterreich hat seine Gesammlmacht in Böhmen konzentrirt UNd kann dort keinen Mann entbehren, da die daselbst operirende pren- ßische Armee 50,000 Mann stärker ist.
Badenschc Truppen haben bisher das Großberzogthum noch nicht verlassen,; von "den württembergischen sind 6000 Mann außer Landes gerückt,“ außer der Artillerie nur zusammengeraffte Miliz.
Von der böhmischen Grenze. Der von der 1, Armee abgesandte Offizier, welcher dem österreichischen Ober-General die Notification überbringen sollte, das; Preußen den auf Veranlassung Oesterreicbs am 16, d. M. in Frankfurt gefaßten "Beschluß als Kriegserkkärung betrachte, ist von österreichischen Posten mit “Gewehr- schüffen empfangen Morden.
Die Téten der Armee :rafen beim weitern Vormarsch nur auf Detachements von Radeßki-Husaren, welche fich zurückzogen. Einige österreichische Husaren wurde von Patrouillen des 10, Husaren- Regiments als Gefangene eingebracht. '
Der von General v. Herwartl) abgesandte Offizicr brachte da- gegen die Nachsicht, die österreichischen Abtheilungeu hätten nach Uebergabe der oben erwähnten Notification wegen Beginn der Feind- seligkeiten, erst nach rückwärts durch den Telcgraphen angefragt.
Leipzig, 24. Juni, früh. Der bayerische General Fürst Thurn und Taxis "war am 23. Abends in Hof angekommen. Bayerische Truppen befanden sich noch nicht daselbst.
Frankfurt a. IJK, 22. Juni. 17,000 Mann Württem- berger,-Bayern und Hoffen smd bis jeßt bier vcrsanmwlt. Oester- reicher befinden fich nicht bei diesem Corps. Dic Ab:?cbt der Süd- deutschen “ist nicht zu verkennen, disse Kontingente stärker erscheinen zu (affen, als sie es in der That find. '
Dresden, LZ.JU11i, Abends. Die sächsZsche Armee stand am 22. d. M. bei Theresienstadt in Böhmen, Der Königfikin isi schwaci) beseßt. '
Eisenach, 23. Juni, Abends. Der hannoversche Major Jacobi ist zur Einleitung von Verhandlungen, betreffend die Capi- tulation der bannoverscheU Armee,- "in (Hotba angelangt.
Nichtamtliches.
, 5Hreuszeu. Potsdam, 22,3u11i. GesternAbend7Uhrfand dteerseßung der Leiche des am 18. d.Mts. verstorbenen P rinzen Stgtsnxund, dritten Sohnes Ihrer Königlichen Hoheiten des Kronprtnzen und “der Kronprinzessin, Statt. Da ein be- sqnßers Ceremoniell für die Beerdigung von Mitgliedern des Kö- ;mgktxheanauses unter zwölf Jahren nicht besteht, so hatten Se. *Majesxat der König Allergnädigst genehmigt, daß die Beiseßung 'drefnx-qunfchen der Durchlauchtigften Eltern gemäß in aller Stille -e oge.
' Ury 6“; Uhr seßte sich der Trauerzug vom Neuen Palais durch dte'großL Allee na-ch der Friedenskirche in Bewegung. Der Stall- muster Sr. Königltchen Hoheéx des Kronprinzen eröffnete den Zug zu Pferde, ihm folgte der Trauerwagen mit Ihrer Königlichen
Kindes. Zu einem zweiten Waxen beanden 1 » * K ' - ; Hohejten die Kinder des Kronprnzzen, fDUS? sLFXiZHLZZZYW , schloxz sich zu Fuße den Wager: in nachstehender ÖrdnunWNJ vorm.: die beiden zm“ Abhaltuwg der kirchlichen Feier deersm Predtger, der Feldmarschall Graf Wrangel als Pati): des M styrbenen Prinzen mit dem Königlich großbritannisewa JN sxhafter _Lord Augustus Loftus und dem Ministeck NEUN ltchc1_t_z„3auses, Freiherrn von Schleiniß, die Ösffiaatszx*'-M* Közugltchen Hoheiten, die Beamten, das ge:“aunnkc Märexxkiche K R(VHe'kbtliche ?ienstpersonal des KronprinzliclM Hauses, die i:». Y, ATeietleLr.un Anlagen am Neuen Palms bcxchafngccxt *Harfuex U,: . .th lautloscr, feierlichex Siille [)kusz "ich ds"; “U;- „ yÖU-zg menschenleeren,Park. An der Frizedcnxkirche VKM ZÉJFÜKNÖZN [eßqte11 dxm Könige nnd der Königin empfangen, NUM"? Kßx-«HÉÜ mgltche HOHEN die Kronprinzessin den Wagen, währexxÖ Jer ;;",O hcrabgchoben und auf die Bahre Josey: ward, ' Mc
sxhrxtt der- ZW durch die von einer U'aUkksidM Ykkilgc dicht FWU Kirche,“ vxer Herren vom Kwnpriyzkickyen Hofe - Graf Jijrst'c,.'ß..,t. Maxox von Normann, Hauptmann von, ScNötterJHawaJZFF von Jasmund - trugen dis Zipfel der Sargdéxke. ** *;
. DFW Sarge folgte unmittelbar Ihre Königliche Hoheit dßc KM p_rz'nz'ey'nn m_n Arme Sr. Majestät dks Königs, während Ähre MaiektäZdZ Kymgm, dle Kronprinzlichen Kinder und das Trattäßefoige *si'ck) a-Z rethxen. Nachdem der Sarg in der zu seiner vorläufigéuYiußW, bxstxmmtctr kleinen Kapcüe niedergeseyt war -- derselbsw, MW lgyg-ere Zeit hindurch auch die sterblich Ucßsrresxe '*Wx'iTa-H, „Zomg thcdrich Wilhelm des Viertcn («kherbergt batxe, [)cJahxx nch .ch anwesenden Mitglieder der Königlichen Familie, wexch€ s' bereits zqvor in der Kirche versammelt hatten, in die Kapekle ix wleyer eme kurze kirchliche Jeikr durch den Hofprcöiqer .?)an 0,1"? 2011172113 095 auf besonderen Wunsch dcrkranernch “C'cha «tetttL erschienenen Predigers Schiffnmxm abgehalten ;vaxd M; dezn «"chluffe dcr Joik? begab sich Ihre Königliche Öobeik dic ZÖ- prmzespn in Begleitung Ihrer Majestät dsr Köniqin in das M Palais zurück. *
, Wiexcin berbes Schicksal Sr, Königlicher; Övbeét dmx? RM. prmzeu mcht gestattet batte, an dem Sterbexagcédes gcliedtcxx KK:! dcs zn Weisen, so hielten heilige Pflicht-sn gegen das Vatckéaud “Fd? fern von ch“ Besmthmg des bcimgchmgeUeU Sobch, **
. Berlxn, 24. ZUR. An dem durch Allerhöchste]: Exlaß fü Mittwoch den 27:31111i stügeseywn Bettage soll anf AMB mng des Evangeliychen Ober- Kirchenratbs hinwr den *WNr-sx: »S-„cgnc URI und alle Königlichen Ländero, folgMde Jürbéxxe ei,:x, gefragt Und mit derselben auch an den folqetxdkn “Soxxxqu-sxxbi anf weitere Bestimnmng fortgefabren werdenx' **
“ »Da 222 aber Dein heiliger Schluß und Wille €7":, DU ewige: 3,39“:
1.11 m_ilxnk Reichen, die Drangsale des Krieges Über Uns ergehen zZ: («M
1_o htl, m Gnaden, daß wir gleick) unseren Vätern wor Z'éitcn unsbo.
Z.),crzen dßmütbigen unter Deine gewaltige Hand, bis DU uns WSW“,
TFM“, Zett. Um Deiner großcr Barmberxigksit willen aber ,- o HOTTM-
ch'rxcbxxaren, zicbe «Us mit des Königs Heér, decke mit Deiner ZUM
0529, 3931110 wie „mit eim'm Schilde den Röniq und Die Prmzc.
WWF «)x-„aws, xegne UUsLkL Waffen znr UZbekwindung nm'éré
75emde, gteb Gnade, daß wir auch im Kriege uns als Cbréstcn 4246-
ste verhalten, neige fie durch Deines (Heißes Kraft Jux VFW
mzng Unt uns und vcrhilf durch Deinen allmächtigen Béistand Uns [m!
[VLSDLTUU] zu einem redlicben, gescgneten und dauernden Frieden fü? u:!
Lud, das ganze deutsche Vaterland. Sci Du sein starker chuxx Um C-cbxrnx, versinige von Neuem seine Fürsten und Völker durch DFZ Bar,» dcs „Fsrwdens, und fördere es in Treue und Eintracht. Läß Alle- ÖL Christl Namen Tragen, möbesondere alle cbristlick)? Obrigkeét, 39:1 Jréedsl
wohneU in allen Landen.«
, 7- UeZer dieVorgäxxxeizx Hejligenstadtist devNokdhaUsLkCOU“ Tra tm «fande, nach Prwatmixtdeilungen Folgkndes berichcn T'»; nnen:
h_edxézngt, ist auf der Flucht begriffen und befand fich leßte NachM Heetltgennadt concentrirt. Der König von Hannover und der Kron- prtyz, sowie die Kriegskaffe, die sehr beträchtlich sein soll - Mak“- sprtcht yon 3. Millionen - auch 6 "gezogene Geschüße befanden fia“) gestern 111 Hetltgenstadt. Jeder Soldat iß mit nur 6 Patronen ver- sehen, Patrouillen [affeu Niemand aus der Stadt heraus. Beim
Einzuge der hannöverschen Truppen wurde eine gedruckte Prociama-
Wohner der Königlich preußischen Provinz Sachsena vertheilt, der ww folgende Stelle entnehmen: *
» Wenn ich jeyt die hannöverschen Truppen als deren BMU?“ haber m Euer Land führe, so werdet Ihr nicht glauben, daß wir 3“ .
rischen „Gewalt Gehorsam leistet für die Anforderungen, die der KMS
Hoheit der trauernden Mutter neben dem Sarge des früh verklärten
mit fich führt Für die Haltung der Mannszucht bürgt der Name d"
kamen Querfeldein nach Worbis. Dic hannövcrschen Truppen schei-
Langsam, der yon einer weißen Decke verbiillte "Sarg Wrap
sUchM,.- ÖM diLWelk Uicht gsben, noch neHmen kann,- und Las; DxéneEdéx
Die hannöversche Armee, von dem General ». Manteuffellyax: *
tion ihres kommandirenden Generals v. Arentsschildt, »an die B7“ ,
Feinde kommeU. Fordern aber muß ich von Euch, daß Ihr BTT militat- _
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bmmöoerscch Truppen. Sie foxdcxn friedlichen Macht) durch Eueszmxd (md werden nur gezwungen als Jetpde zmstrcten. Kommt dcn Ynsorde- WM,?" nach und macht unsex Gesch1ck mcht noch seymc-rzltcher, indem Ihr Ms*zukl)atten Maßregeln “nöth1gt;«' “ " Das Schwurgericht m Hetltgenftadt x_vurde gestern auxgeloft. Einige der Geschwornen, die vergebens um freien Abzug baten, ent,-
nen übrigens sehr refignirt. "Wyk entfernt, „an einen Yngxiff ihrer- seits JU denken, wünschcn/Cte UU Gegenihetl nur mts hexlcr“ Haut davon zu kommen. Du:,«oldajen bezahlen Ach, was 11e ge- brauchen, enthalten such xcdec Aancherung und habkn nur Den TelegraPÖM zerstörx. - _ _ , , Mühlhausen, 22. Yum. Dxe *Thurmgtsche Zextg- enthalt folgende Nachrichten“. Die bannyvexschcn Truppen haben unsere Skadt' vollständig MM und dle H„.elleaph-cn[cttung unterbrochxn. Die Königlichen Kassen find bereits fett vortger Nacht nach Erfurt in Sicbcrkzeir gebracht, die Bxamxcn derse-lhcn Nack) Nordhausen avgcrciß. Hannoversckxe Kavaljcrtc Mcktc berexts gestern leeUdSUhr ' ein, M “„Jangcnfalza, 22. Juni. UNserc Königlichen!“ Kassen Ztyd ein Theil der Beamten sinD tbcils vorige Nacht, Thetls heute xruh nach (ZrWt LMUÖPOTÜTT WOWM.
- Dic amtliche »Wiencr Zeiwnga vom 21. d. M. enthält einm AMfel, Welchen wir zurKcn11zcichUu11g der Anschauungem mit denen im dicfcm amtlichen Blatte die Besorgnise der Bewohner be- schwichtkgt Mrden soljen, folgen (affen: _ *
*, Vécheicht noch nic sehnte sich ein Volk dem Kampxe so warm cnjgegM, als mit seltener Einmüthi'gfeit ach Völkerschaftexz dcs ößexrcichischcn Kaiscrstaatcs Jas cndltche Losychlagen gegen,dte an- drängenden Prenßcm herbeiwunschcx]; Alle Bewegungcnkdte IMI“ Aasrüstung scheint den Kriegélnxttgen zu. langsam - 14e- möchten der Armee Flügel wünschen, um die AMW zn beschth'mgenkund auf BM Vlättcxn dxr österreichischen Geschichte Neue Wege cmzu- zeichnen. „ . ,
WL? begreifen diesc Umnbe, der gcgcjfnxber dte-Ruhc, nut jyelcher 271 der österreichischen Armee das ganze rxestgc Werk der AuSrustung
zu Ende geführt "wurde und die verschiedenen'Péax'schbc1vegtxt1ger1*ge- lcitct werden, Um so imposanter, mn so jnaxcstattschex crschemt. Es i,“: dos Bewxxßxscin geistigcnr Ueberleg'enhett,“_weilch-es Ich also zum Ausdrucke bringt. Wahrend fich Yte Ungewtßhett 111 einem ungednldigen, Unrubigcn Hin- undKHerrucken, Tomppeln und WWW zu erkennxKnlgicbt, geht das Machtbewußtsem unver- "'ck Und "1 c'; cinem „ice entgegen. _ ' M tHierdeéh kesnnzeichnet fiel) der Unterschied der betdct) ArmeeZ], “M R(T) mm ständlich gegenüberstehen. - er hcobachten 1131 pxeußr- scheri Lage? ein nngcduldiges Drängen 1an Trexben “nach kxtegxrtschetr Ereignissen, weil die Ungcwißbeit W. Erfolges dort pxmltch tft. , Dagegen sehen wir isn österrc1ch1schen Hauptquasrtter eme Ruye, die «I - wesm wir das Unglüch hatten, c1n Preuße zu LW - LWV? n er recklich sein wür e. " ? Wixgsehenz zweischHchachspieler, dcr einne r11chtZr1g umZug [(mg- Jam dcm (Hegner zu Leibe, jede Figur erhalt dtc Stelle, dte ihx Nach ÜbexlsgkcmPlane orthxilk ist, wo ße xdro/hend stehen bletbt; wahre„nd der GLJMT unruhig umherzieht, planlos angreift unk) stef) „(;ckth hat: Menn es ihm gelang. einc xmbedeytendc geg11er1/[che F1gux zu kapekn, die ihm keinen Nutzen bringt, well LL" an der Oteüung ver:- , vas er an Ber ewann. . MM TTL 1noch als voxsychnz besondexem Gewichte 911070610611 iß- scheint m€x das seh? bemerkenswerthe Vorgehen PrenßenZ, wclxhes znerü den kleinen, ihm nicht gewachsenen Gegner!) zu_„e1'he ruckt, gleichsam als wollte eéblsich erst in YnstMxetihchhtnetnkampsen Um1nätienS,ae egen-cer .. , z Rechtchundg Ehre, Treu? UID Vieyerkeit, Wahrhett und Offenhett Find es, die wir entfaltet haben, dae Mr unseren vvrdrrngenßen Truppén im heiligen Kampfe alßJahney vorantragen, und dtese Fahnenbilder befitzen die göttßche KraftWtrkung, eben sq sehr unsere TWPPM zn begeistern, als dte des „Gchxers zu entmuthjgen. Darum düesc edle, mannltchc Ruhe m Unserer Armee, ." , . t d 11 Es ßft die Meercsfttalc', dtc dcm vermch en e Stnrme vorangeht. ' Breölau, 23. Juni. Die Kürasster-Kasernx, welche s'e1k,vor- gestern vom Militair geräumt werden mußte , Wtrd gegenwärtig zu einem Mi-litair-Lazareth eingerichtet, und find in dety dorttgen Jroßen Speisesaal bere ts '100Stück Bettxn aufgestellt , dt? zur Abus- nahme von Kranken bereit stehen. Dte Ernennung emes'éer- Lazareth - Inspektors, so wie zweier Inspektoren und des .u Ilge? Dienstpersonals ist erfolgt, und haben dieselben, heute schZn uhr 131n angetreten. Heute Vormittag erfolgte d1e Absen ung v Krankenbetten nach dem Oberschlefischen Bahnhofs, welche "zur Emyfangnabme von Kranke? beßimmt sind. « Es sollens UR:; lich“ alle irgend transportfahigen leichten Kranken aut ellen Lazareth zu Neisse entfernt werden, theils um Raum zur evien uFalle Aufnahme von Verwundeten zu schaffen, theils auch, um m
einer Cinschléeßmxg dx? Jcßumg, das Lazarett“) vor UeberfüU-ung zu fichern.
-- »)!11121.Jm11 war der Betrieb auf folgender: Eisenbahn- Nouten eingestellt: Görliß-LöbaU, Lauenburngohnsiorf resp. Lüne- burg, Gerstungen-Kaffel, Elze-Kaffel, Kaffel-Jrankfurt a. M., Anna- berg-Oderberg, Kattowiß-Myslowiy, MyÖlowiß-Osjvicncim , Hof- Werdau resp. Zwickau und Schwarzenberg, EisenacH-Lichtenfels, - Die Beförchmg der Briefe aus Schlefien nach Oesterreich findet auf dem Wege üdchatwwiy, Sosnowice, Szczakowo und Krakau statt.
- Herr Fürstbischof [)1'. Jörft er hat unterm 13. d. Mes. folgendes Cirkular, nach Mittheilung der -Schles, Ztg.- , crlaffen:
»Wenn schon dieFrage längst aufgcwmfen worden ist: ob,die lange Abwesenheitder Geistlichen von ihren Bencficien nicht nachtheiliger ist, als auch im besten Falle ihre Abwesenheit im Abgeordneienhause sich nüßlich erweist, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß in einer Zeit, wie die gegenwärtige, kein Seelsorger seine Gemeinde verlassen darf. Wir wünschen daher, daß bei der bevvrftchendcn Wahl zum Abge=7rdncte11hause Unsere Seelsorgsgcisiliche11 kein Mandat annehmen und beauftragen Unser Hochwürdiges Gencral-Vikariat-Amt, dies dem ehrwürdigen Klsxus Un- seker Diöcese zur Kenntniß zu bringen.«
Neisse, 23. Juni. (Schles.Ztg.) Heute Morgen, um 015 ßUhr, ist der Belagerungszustand unter Trommelschlag durch einen Offizier verkündet worden. Zugleich treten die Kriegsgeseße in Kraft.
Koblenz, 22. Juni. (253. T, B..) Die Versammlung dcr_ in Frankfnrk tagenden Regiekungen hatte beschlossen, Faß das preußtsche Kriegsmaterialin Raftatt mit Beschlag zu belegkn set. In Folge dessen find selbst den wenigen preußischcn Soldaten gn ngareih zu Rastatt die Waffen abgenommen worden., Selbst dre etsexn'en Bettftellen der früheren preußischen Besaßung daselbst find konstsztzt.
In Fra nkfurt haben fich die Bayern und Darmstadter azxf An- weisung des öfterrcichischen Bevollmächtigten der Utensiltenßemaehtigk, welche dxr abgerückten preußischen Garnison 1:ach3xsch1skt we'rden soljten. Der preußische Kasernen-Jnspcktor, welcher fur dre Beförxee kung des preußischen Eigenthums Sorge trqgen wokxlte, hat nch wegen Bedrohung des Lebens nach Mainz flüchten muffen.
Cöln, 23. Juni, (Köln. Ztg.) Oer Bahnverkehr auf der Köln-Gießener-Bahn ist seit gestern auf die Strecke Köln-Bßßdorf beschränkt, weil die Truppen des & Btmdes-Ar'meec-orps in Gteßen eingerückt find und fich dort des Bahnhofes,'s9 nne des Bahnmgterials bemächtigt haben. Die Strecke zwischen Gteßen und Weßlar tft dem Vernehmen nac!) unfahrbar gemacht. _
Trier, 20. Juni. Von hier wird Folgendes bekannt gemacht:
Das Comité des Vororts Trier ficht sich in die Nothwendigketx „vex- seyt, seinen in Uebereinstimmung ,m_it dem Vorherettungs- _ComUe tn Jünöbruck gefaßten Beschluß, daß dte1es Jahr die CJZneraleerya1r1mlurx§ der katholischen Vereine nicht stattfindxn wer'de, zur offentlichen Kenntn), zu bringen. Wie unter denz 30. Max leßtym von dem Ceniral- Comate Union 030100qu von Belgten ange_zeagt word_cn, Hat man" auch dort auf Berufung der nach Mecheln angeyeßten Versammlung fur dieses Jahr
i t. - „
verzdLZlchn1Rl)ein,21. Juni. Zu dem Exlaß Zes__cva11gel1sche11 Oberkirchenraths, wegen des Ernstes der Zeitwerhaltmxsc, hat das Königliche Konfisto'rium zu Cosblvcnz , nach der *Elbf. Ztg.-, folgen- des Begleitschreiben an die Getftltchen gxrtcßtec: " . _.
»Der eindringlichen Mahnung der erch'ltchen Ohecbehqrde _m „dteser ernsten Zeit brauchen wir nichts hinzuzufungn, da MY gx1v1ß sem durfen, daß die Herren Geistlichen, zunxal, nachdetp pe du_rch dle thtxen mitgetherlte Ansprache, welche Se. Mayfiat der Kömg an Ye 111. Berlin versanxmel:
ewcfencn Konfistorialprastdenten ,und General-Supermtendenten gemchte haf, dic Friedensliebe umxres' geltebten ,Landesvatexs erfahren, 11:1tht un?) so eifriger auch ihrc-Thättgkett/Zem thxden “unsteremandex zugewan unt mitihre11(§'»emcinden Gottes «egen fur Kömg und Laterland erfteh
n ort a ten werden. ' habenJLWltieJreZZerF süße? mit euren Gemeizxden unverr-uckt zu'dem auf , drk verheißen hat: .»Meinen Frieder) [affe ,1ch euch, memen theden gebe ich euch!« Bleibet mii eUren (Hemewden emgedxnk des apostylechxn cQurufs: »Ist nun Hei euch Ermahnung m Christo, 1| Txostxer Ltebe", :| “Gemeinschaft des Geistes, ist herzltche Lich? undearthcherztgkeri, sy er- meine Freude, daß ihr eines Smnes se1d, gletche „tebe
& “ ' id ni ts thut durch Zank oder'eitle Ehkexe" , 311311? TLZLZTLerxg,überchuns kommt, so wollen nur uns demutbtgen unter
' 1 ' ties, aus arren in des Glaubens uverficht, daß ?;LLFYMXLHJZÉÜZZ Zeit. Gémde, Baxmherzigkxit, JFede vkmz Goki unserm Vater und unserm errn Jesu ,Chmfto. se: "Lt uys Alken; Uznnn. Schleswig-HOlstem. Ktel, 23. Jun). . Das YBer- ordnungsblatt für Holsteina meldet: Durch Königliche Kabmetsl- ordre ist für die Dauer der Abwesenheit Yes Gouverneurs Genera - Lieutenants v. Manteuffel der Oberprqfident Baron v.,Schxel- Plessen zur AuSübung der landesherrlichen Befugnisse m baden " ern ermä ti t. . . . HerzothFxnÖWnd ein??? Jon demselben Blatte mitgetheilten Pkmißie- rialbeschluffes sind die schleswig-bolfteinschen Doktoren der Yediiz? und Chirurgie während der Dauer des gegenxxärtißean Verh FW sse der Elbberzogthümerl zs? Preußen zur Praxts mner lb des mg- eu en u u a en, ' . reichsDIiZer hsozlfteiYiZche Telegraphen-Verwaltung wrrd mtr dBi sétlex wigschen vereinigt; die Stelle des holsteinischen Telegraphen- re o
geht Js »Verordnungßblatt- erklärt die von Verschiedenen Zeitungen