1866 / 150 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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in die Stadt zurück, die Marinesoldaten bescßten das Fort und kurz darauf wurde unter“ dem Hurrahrufen derselben die preußische Flagge aufgehißt. Die Bedingungen, unter Welchen dke Capita- lation erfolgte, lauten: Die Batterie wird innerhalb einer halben Stunde geräumt, die Besahung zieht mit Wehr und Waffen unter Trommelschlag bis zur Kaserne in Emden, die Garnison legt die Waffen nieder, die Mannschaft wird beurlaubt, während die Offiziere das Seitengewehr behalten und fich hinbegeben können, wohin fie Wollen. Außer den beiden Schiffen soll die ganze Nordseeflottille, das Panzerschiff *Arminius-„ so wie die Kanonenboote *Blih- und 'Basiliskc, in der Nähe gewesen sein.-

Oldenburg, 22. Juni. (Wes. Ztg.) Nach einer beute er- schienenen Bekanntmachung des Militair-Kommandos sind die be- urlaubten Militairpersonen zum Dienst cinbeordert. Tas groß- herzogliche Truppencorps, heißt es weiter, wird mobil gemacht und es eröffnen sich damit den in dasselbe freiwillig eintretenden jungen Leuten günstige Aussichten auf Beförderung. «-- Für die evangelischen Kirchen des Großherzogthums ist das allgemeine Kirchengebet in einer den ernsten Zeitverbälmissen entsprechcnden Weise modifizirt worden.

Sachsen. Dresden, 22. Juni. (Dr. Z) Der komman-

dirende General des Königlich preußischen Elbe-Cords, GcneralHer- T

warth von Bittenfeld, hat gestern Dresden verlassen, und führt

an seiner Stesle gegenwärtig der fommandircnde General General- ; Lieutenant von der Mülbc hier das (Hencral-Kommando. Die ck als Ersoy der gestern abgerückten Truppen gestern Abend und heute ' früh hier eingerückten neuen preußischen "Truppen werden vorläufig .* Jm Königlichen Goudernementhebäude an der; alten Elbbrücke wird die preußische Stadt-Kommandantur einge- ;

hier verbleiben.

. richtet.

- 23. Juni. preußischen Truppen hat fich seit gestern wenig geändert. neralkommando (Generallieutenant v. d. Mülbe) hat seinen Siß

im -Hotel BcÜevuea, der Vorpostencommandeur (Oberst v. Such-

ten) im *Victoria-Hdtcla. Erster Kommandant der Stadt ist Ge-

neralmajor v. Bentheim (im Kadettenbause), zweiter Kommandant . Obersilieutcnant v. Renz (im Königlichen Gouvernementsgebäude). -- In der Altstadt ist das Gebände der Hauptwache heute von den ; preußischen Truppen beseßt und ein Posten vor demselben ausgestellt ; worden. - Vor den öffentlichen Gebäuden stehen n0ch die von? hiesigen Mitgliedern der Vereine ehrenvoll entlassencr Militärs gc-

stellten bewaffneten Civilwachen. Gotha, 24. Juni. 'hannöverscben Armee hat gestern seine Bereitwilligkeit kundgegeden,

mit den Preußen zu kapituliren, sobald ein hannöVerscher Offizier sich persönlich davon überzeugt haben wird, daß die hannövcr-. schen Truppen von der Uebermacht der preußischen eingeschlossen sind. Auf dieses Anerbieten ist man von preußischer Seite bereitwillig ein- ; In allen Kreisender Bevölkerung, besonders aber bei 5 den preußischen Offizieren, spricht fick) die innigste Theilnahme aus, ' daß eine so ausgezeichnete Armee wie die hannöverscbe, deren Ge- . schichte so reich an Ehre und Ruhm ist, durch die falsche Politik der ]

gegangen.

Regierung in die gegenwärtige Situation gebracht worden ist.

Neuß. Gera, 22. Juni.

aus Greiz, daß gestern daselbst eine preußische Erklärung einge- troffen ist, nach Welcher das Land (Reuß ält. Linie) als im Kriegs-

zustand mit Preußen befindlich erklärt worden ist. Man erwartet in Z

Folge dessen in den nächsten Tagen dort preußische Besahnng, ge- der preußischen Truppen.

Gestern ist hier der gesammte Betriebspark' der Gößniy-Geraer Eisen- bahn nacb Gößniß hin abgeführt worden. Hessen. Darmstadt, 20. Juni.

ernannt. - Na'ch Berichten aus Frankfurt a. M. über Köln, den

und die kurhesfischen Truppen dem Prinzen Alexander von Hessen zu unterstellen.

Auf dem ehemaligen Bundespalais weht die deutsche Fahne.

Bayern. München, 20. Juni. (Bayer. Ztg.) Der Höchßkommandirende der Königl. mobilen Armee, Feldmarschall Prinz Karl , hat heute Mittags München verlassen, um sich zur Armee zu begeben. In seiner Begleitung befindet sich der General- stabschef der mobilen Armee, General-Lieutenant Frhr. von der Tann, mit den zum Hauptquartier gehörigen Offizieren, sowie der Kaiserlich österreichische Feldmarschall-Lieutenant Graf Hayn, welcher von dem

In dem Stande der hier befindlichen Königlich Das Ge- .

(W. T. B.) Der Kommandirende der

Die soeben hier zur Ausgabe ge- T langte Nummer des 1-Gen.-Anz. für Thür.- enthält den BerichtY

Kaiser von Oesterreich dem bayerischen Hauptquartier zugetheilt worden ist.

Oesterreich. Die *Wiener (amtliche) Zeitung- vom 22.d theilt mit: Das Festungsfommando in Krakau meldet: Am 21' Nachmittags hat ein Parlamentär die preußisHe Kriegserklärung 16 Oswiecim übergeben.

Desgleichen _enthält die -Wiener Abendpost- vom 21. Juni die Meldung: Gestern, den 20. d. M., Mittags 1 Uhr, erhielt der Herr Kommaxxdant der K. K“. Südarmee, Feldmarschall Erzherzog Alercht ein von dem General - Lieutenant Lamarmoxa im Auftrage des Königs Victor Emanuel ausgefertigtes„ die förmlicheKriegserklärung enthaltendes Schreiben, zufolge dessen die Feindseligkeiten italienischer. seits in drei Tagen beginnen wcrden,

, Die -Presse- ist in der Lage, zwei Armce-Befehle Benedck's mxtzutheilen. Der erste derselben ist an die Nordarmce, der zweite an die in Oesterreich eingerückten sächsischen Trupyet: gerichtet Sie lauten: * *

_1. »Haupt-Ouartier Olmüg, am 17. Juni 1866. Sc. Majestät dec

Kaijer verkündet mit dem Manifeste vom heutigen Tage seinen treucn

Völkern, daß_ alle Anstrengungen, den Frieden zu erh.;lten, vcrqcblicb

waren, daß Er gezwungen "ist, für die Ehre, für die Unabhängichit und

Machtstellung Oesterreichs und seiner edlen VundeSgenossen zum Schwerte

zu greifen. Die Ungewiszdeit, die auf uns gekostet, ist somit behoben,

unsere Soldatcnhcrzcn dürfen höher schlagen, zu den Waffen ruft unser allergnädigstcr Kriegsherr, und mit Gottes Vertrauen geben wir nunmehr cinem gerechten und heiligen Kriege entgegen. Wohlan denn,

Soldaten! unsere crhabenste Aufgabe beginnt. Mit freudiger Hinqcbunq

und Schnelligkeit habt ihr euch *- von nah und fern "der Deutséhe wi*e

der Ungar, der Slave wie der Italiener - unter des Kaisers Fahnen

.;eschaa1*t„* fie find nun 01fo Neue entfaltet zum Kampfe für Seiti antes

Recht, fÜr Oesterreichs heiligste Interessen, für unseres Vaterlandes [)*öchste

(Hüter; und ihr werdet diese Fahnen unter allen Umständen hoch und

ruhmvoll halten, ihr werdet mit Gottes Hiife fie zum Siege traqen!

Zu den Waffen also! - Wie Ihr mit mir daran seid, Soldäten! was

ich für Euch fühle, was ich von Euch fordere und erWatte, das wißiJhr;

sehe Jeder nun seine besten Kräfte ein, damit wir das höchst? Vertrauen unseres schwergeprüftcn vielgeliebten Kaisers und Herrn mit jubelndem

Todesmuthe rechtfertigen, damit ich Euch bald frendig zurufen könne:

»Ihr habt Euch wacker gehalten, wie es Oesterrcichs Söhnxn ziemt, --

das Vaterland ist stolz auf Euch, der Kaiser ist mit Euch zufricdcnka

_ Benedek, Feldzeugmeister.«

* [l. _»Yauptquartter Olmüß, 19. Juni 1866. Das Armeecorps

«r. Maxcstat des Königs Johann von Sachsen sicht auf österreichischem

Boden, und ich begrüße hiermit in Ehrfurcht Sachsens erlauchtcn Kron-

prinzen Albert, den ritterlichen Führer dieses Corps, und rufe ihm, so.

wie'dcn Vraven allen, die unter, seinem Befehl |eben, das berzliclzste

»thjkommcna zu. Zu Treue und Hingebung für Köniq und Vaterländ

hat das Armeccorps seine Heimath freiwillig ohne Séhtvertslrcéch ver-

lasseq, um vereint mit uns einzustehen für das Recht und die. Unabhän-

Jigkdlt Sachsens und Deutschlands *- es hat seinem heiligenPflichtgcfühle

em 1chwchs, schmerzliches Opfer gebracht,“ aber mit hohem Stolze kann

_es auf seme Fa'hnen blicken; dopvelter Glanz umstrahli fie der Treue und

der Ehre," freudig begrüßt fie Oesterreichs Kaiser, Volk und Heer! Will-

kommen also, tapfere Waffcndrüder im Kaiserlichen Fcldlaqer! “- Sakon nahen auch die anderen treuen Bundes- und Waffenqefährten, und/so onen wirfdenn Alle wie Brüder zusammengehen au*ch in Kampf und

Tod, wetterfexnd in Gottvertrauen, Außdauckünd Hingebunq, in Muth

und, TapferkW, durchdrungen von der stolzen Uedcrzcuqunq, daß wir mit

vexemten Krastcn den Sieg“ für unsere gerecht?, hcilx'ge Sache orrinqcn mussen und erringen werden, so wahr uns Gott helfe! ' Benedek, Fcldzeugmei er m. )»:

Trtest, 21. Juni. Durch eine heute veröffentlichtest Procl6nm-

; tion des Landes-Gcneral-Kommando in Udine vom 20. wird der

tröstet sich aber dabei der überall bewährten musterhaften Haltung Belagerungszuftand über das[ombardisch-yenexjanische - - . JKÖNi reich Südwrol und d s *“ Hter tn Gera ist gestern eine kleine Abtheilung preußischer Land- ? g , a Statthalter“ GU)!“

Wehr vom 32. Regiment nacb Ronneburg hin durchgegangen. - *

Triest verhängt,

Pesth, 21. Juni. Deak beantragt in dcr Kommisfion für

x gexpxßnsane ?lénkgelegecheÖten drei ReickWminiftcrien: für das Aus- J wart e en “le un ie inan,cn' ür di "5 ' ,- Der Großherzog hat ! 13- 8 J 1 , f e u rtgen Verwaltungs seinen Bruder, den General-Lieutenant Prinzen Alexander von ? Hessen, mit Patent vom 15. Juli 1665 zum General der Infanterie L

zWeige ,wcrden Landesminister bestellt. Dem Reichsministerium sdl1etne DZlegation mit bindender Kraft der Majori- tats-Beschlusse zur Seite stehen. Gerüchte über die bevor-

Ée2e11ddeertaLuz1gt deds LandZages find wohl im Umlauf. Eine Zn etun em eo ' ' “' '

24.Juni, hat am leßten Freitag in der Versammlung der dort tagenden si sch g s) 1 ck 111 legterungsfretsen noch mcht erfolgt zu Regierungen Kurhessen die Anzeige von der Beseßung Kassels durch ; preußische Truppen und von der quasi Gefangenschaft des Kurfürsten gemacht. Die Versammlung beschloß den Seitens Preußens geübten ; Zwang zu konstatiren, die Folgen der Vergewaltigung abzulehnen ?

e n. - Von der galizischen Grenze, 21. Juni, ' reibt man der :Ofis. Ztg.:x Zu Welchen Mitteln die österreichisch1echRegierung thre Zuflucht ntmmt, um den Fanatismus der galizischen Bevölke- rung gegen Preußen zu entflammen, beweist u. A. ein vom Kom- mandanten von Krakau erlassencr Aufruf an die Einwohner der Stadt und des Bezirks Krakau, worin dieselben aufgefordert werden, der preußischen Armee im Falje ihres Einrückens allen möglichen akxiven und passiven Widerstand zu leisten und ihr namentlich keine Lebens- nnttcl, die vorher sorgfältig bei Seite zu schaffenßseien, zu verabfolgen. Diese Auffoxderung ist durch die frivoleBchauptungmotivirt, daß die Preußen nur kamen, um das Land durch Plünderung zu brandschahen und von Krakau die Millionen zurückzufordern, welche die Kaufmannschaft der Stadt Breswu in Folge der Einverleibung des Krakauer Ge- bietes in Ocsterrejch eingebüßt habe. Der Aufruf, durch Welchen zu- gleich zur Orgamskrung des Landfturms gegen die preußische Armee

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angeregt wird, ist in deutscher und polnischer SP*rache verfaßt. Sein .

Zweck wirdaber um so weniger erreicht werden, als der im An- Laßgt kßstgstltch erregte Kriegseifer in Galizien bereits gänzlich er- a e 1 . fortwüthenden Hungersnoth österreichischen Staats- und

besonders die industriellen

wina gehört, ist die unglückliche Bevölkerung zur Verzweiflung ge-

bracht und alle Bande, die Menschen an Menschen knüpfen, selbst Einzelne Familien ) : die Ueberschreitung dcs Mincio von Seiten der Italiener am 23, d, M. , „. ,;MoreUSÜdl'v é)“: ' ' “.

stattrt. In Galizien gte-Ht sich seit einiger Zeit unter der polm- g s [ck M WV rbella bet GMO erfolgt jst schen Bevölkerung eine fanatische Erbitterung gegen die Juden kund, - Man be- * fürchtet nicht ohne (Hrsmd, daß nach Abzug des Militairs aus den : . den Po gegangen sein, ohne von Sciten der Oesterreicher Wider- 22 I 5 stand zu finden. London, “. “uni.Z s „“t - ma - . Der »Globea beßätigf die von der »Timesu erwähnte aUgemeine * See MLM“ tft n hM obne Nachrtcht. Vermuthtmg, daß Ihre Majestät die Königin am Montag von :-

Balmoral abreisen und am Dienstag *in Windsor eintreffen 7 "Wld“? Die italienische AM"?- welche gestern über den Mincio Je"

; gangen ist, hat ohne Widerstand Goito, Valeggio und Curtatone _ _“ _ 4 genommen,

Dem Staatssecrctair dcs Linstvärtigcn ist eine Depesche vom _ britischen Gksandten in Madrid zugegangen mit einem Exemplar *? der amtlichen Madrider Zeitung vom 16. Juni, worin angezeigt. wird, daß die Campagne im Stillen Weltmeere beemdigt? und daß das spanische Geschwader die JuselSan Lorenzo am 10ten Mai in zwei Abtheilungen verlaffen, wovon eine nach den Philip- !

die Familienbande fangen an, sich zu lösen. suchen ihr chcn'dadurct) zu retten, daß fie ihre Kinder verkaufen und es smd deretts mehrere Fälle eines solchen Menschenhandels kon-

die hier nnd da schon zu groben Exccsstn geführt hat.

kleineren Städten chen und Eigentbum der Juden schonungslos dem fanatischen Pöbel preiézgegeben sein werden.

Großbritannien und Irland.

Werden. Heute war Ministerrat!) in Lord Russell's Amtswohmmg.

pinen und die andere nach Rio Janeiro abgegangen.

Jn viel-sn Städten des Landes haben bereits Reform-Mcetings stattgefunden. um gegen die 1th13 Abstimmung des Unkerhauscs zu Z protesiiren und die Königin zu bitten, die Refignation des Ministe- , riums nicht anzunehmen, sondern das Parlamem aufzulösen, um J

an das Land zu appckliren.

Die Kinder des PrinZM und der Prinzesfin LUdWig VM qung des Heeres auch in geistlicher Beziehung zugewendet worden ist, reicht

doch Aktes, was für diesen Zweck mit den vorhandenen Mitteln hat gesche- Der *Moniteura vom 24. d. meldet, daß in'i _ ' ' " _ ' . Die spanische Regierung hat in der Be. 2 keit noch em wettes Feld fur chre Bemuhungen ubrtg bltebe. in den Provinzen einige Bewegungen stattfinden?

General Concha 1"th ; Bei dem ernsten gottesfürchtigen Sinn, der im Heere fich regt, bei dem

nimmt das Oberkomnmndo in Catalonien, (Heneral Serrano das Abendmahl haben fie schon jeyt ihre WM Arbeit, werden aber nicht im * Stande sein, den Anforderungen ihres Berufs in der dem vorhandenen

Ricasoli verlas in der.“

Hessen find gestern Mittag in Windsor angelangt.

Spanien. Madrid Ruhe herrsche. sorgniß, daß könnten, die nöthigen Maßregeln ergriffen.

in Andalusien.

Italien. "Florenz, 23. Juni. * heutigen SenatSfißung cine Depesche des Königs, datirt vom 22. d.,

Abends, welche sagt: -M0rgen werde ich den Mincio mit 10 Divi- ;

Eine fernere Depesche meldet, daß die Jta- der scelsorgcrlixhlent . . ; d ' 5 id da er Es wird hier glaubwurdtg verfichert, ZT eÜrfalhsTénen e und [) daß Garibaldi durch Tirol direkt nach München zu marschtren Z 3 der Kriegszeit mit Freuden folgen würden, fehlt es nicht, wohl aber an den

Reisende melden cms Chur, den 24. Juni, daß italienische Mitteln, die Kosten ihrer Ausrüstung und Sendung zu dechen.

' - 0 . (Uzns bes.“,t haben. Die I zeichneten hiefigen Geistlichen find daher zu einem Comité zusammengetrgterx, “MUMM das Strlssel roh und G r 7 welches fich zur Aufgabe gesteklt hat, bei den Veranstaltungen zur Befrtedl-

sionen Überschreiten.* . licner den Mincio überschritten haben, ohne Wtderstand zu finden.

Mailand, 24. Juni.

beabfichtigt. Bormio ist bereits von italienischen Truppen beseßt.

Telegraphische“ Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphen-Büremp

H an no 1) er, Sonntag, 24. Juni. Eine amtlich Vorgenommene

Vorposten stehen bei Jinstermünz.

Brückentrain. ' ' . München, Montag, 25. Juni, Morgens. Der Köntg tft

heute Morgen ins Hauptquartier abgereist.

Hamburg, Sonntag, 24. Juni, Abends. Nach Berichten.

aus Kopenhagen ist am vergangenen Freitag dre Verlobung des ? Ä so gehe denn die herzliche und dringende Bitte: um (Haben zur ermehrqu der ; seelsorgerlichen Kräfte beim Heere, in Feld und Lazareth, hinaus in dre evangeltjcben ? Geméinden. Gottes Segen begleite fie und lasse fie, wohin sie kommt, offene Ö Herzen und willige Hände finden, auf daß durch diesen Dienst dexerebe

russischen Thronfolgers mit der Prinzesstn Dagmar im Familien- kreise gefeiert worden.

„* - x'- Weimar, Sonntag, 24. zum. «tcherem Vernehmen nach

- ' ' e die ch i en Gesamd- . . hat das Berliner Kabmet 111 einer Depeskk) P ßsch reichlich Weg und Bahn gemacht werde dem Frieden dessen, der gejagt bat:

In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, Ick [) . ' , Wunden. Wir bitten, die für den in Rede stehenden Zweck bestnnmtcn F::- besopfer dem 111itunterzcichnctcn Hofprediger von Hengßbenberg, Teet- - ? * den zu woüen, der die Gesckoästsführung u ernommen a . - - tuwld aus dem . Ikkshof 6, “Mm ,

Cobur -Got a Altenburg, Waldeck und Ltppe Dc * g h , Von anderen nord-

ten davon in Kenntnis; gesth, daß von den norddeutschen Staaten Oldenburg, Anhalt, Mecklenburg - Schwerin, Mecklendurg ;Streliy, Schwarzburg - Rudolstadt, Schwarzburg - Sondershaujcn, Sachsen-

früheren deutschen Bunde ausgeschieden sind. deutschen Regierungen sehe eine gleiche Entschließung demnächst bevor.

Dau [) ' ' ' d

8 „aben außer der m den YZITJHZFM deer; [j gezogen werden sollen, auf bösWiÜiger Erfindung beruhe. , , Papiere, die da- J durch herbeigeführten massenhaften Bankerotte, die steigende Theue- ;, UMS aller Lebensbedürfnisse nnd die schlechten Ernte-AuÖfichten bei- .

getragen. In den Hungerdiftriktcn, zu denen jeßt auch die Buko-

Kassel, Sonntag, 24. Juni, Abends, General von Beyer macht durch öffentlichen Anschlag bekannt, daß die hier verbreitete Nachricht, wonach die Kurheffen zum preußischen Militairdienft heran- ' Durch einen anderen öffentlixhen Anschlag wird bekannt gemacht, daß die durch den Kriegszustand verursachten Lasten durch Heranziehung der Kurfürstlichen Revenüen ausgeglichen werden sollen..

Gestern wurden hier 50 gefangene Hannoveraner eingebracht.

Frankfurt, a. M., Sonntag, 24. Juni, Abends. (Auf indirektem Wege.) Hier eingegangene Nachrichten melden, daß

Paris, Sonntag, 24. Juni, Abends. Der vaend-Moniteur- theilt mit, daß die Italiener mit zehn Divisionen den Mincio über- schritten haben. Auch General Cialdini sol] zur selben Zeit über

Ueber Garibaldi, der oberhalb des (Harda-

Paris, Montag, 25. Juni, Morgens. Der -Moniteur-

Die Freiwilligen haben fich von Como durch Lecco nach Tyrol gejvendet.

Florenz, Sonntag, 24, Juni. Ricasoli empfing heute Morgen eine Deputation der Einwohner von Triest und Istrien, Welche eine Adresse überreichten, in der um die Vereinigung dieser Provinz mit Italien gebeten wird, In Triest und Istrien haben

eine großeZahl von Personen Weisung erhalten, innerhalb 24 Stun- den, das Gebiet zu verlassen.

Vereinöthätigkeit für die Armee. A u f r u f. Bei aller Fürsorge, wclche von den betreffenden Behörden der Verpfte-

den können, nicht so weit, daß nicht auch der freien christlichen Liebesthätig- 41 evange-

lische Geistliche find zur Wahrnehmung dsr Seelsorge mit in's Feld gerückt. überall fich kundgebenden Verlangen nach dem Worte Gottes und dem heiligen

regen Bedürfnisse entsprechenden Weise zu genügen, wenn erst die exnsteren Llctionen eintreten und in Folge dkrselben die äußeren Schwierigkxtten des Verkehrs mit ihren Gem-sindeangehörigcn fich häufen und die Laza- rethe fich füllen werden. Eine noch weit bedeutendere Vermehrung Kräfte beim Heere, als fie bereits bewirkt immer noch ein dringendes Bedürfniß. bewährten Geistlichen, welcbe einem_ an fie ergebenden Rufe zu scelsorgerlicher Wirksamkeit bei den Truppen wahrend

Wir unter-

gung des obwaltenden dringenden Bedürfnisses hülfreiche Hand zu leisten

und die freie Liebe der evangelischen Gemeinden von so vielen Seiten Jjeßt in dieser Zeit der Noth auch Anforderungen , werden, auch hierfür in Anspruch zu nehmen. ' _ __ ' ? vinz Pommern 8 Gemeinden fich vereinigt und im'Emv'erftandmß m1t den , . . ? Patronen ihrer Kirchen aus den Kircheukaffen dte Mtttcl zur Vesteüung Aufnahme des den Preußen hterselbst m die Hande gefallenen?

Kriegßindcntars ergiebt: 60 Geschüße, 860 Wagen aller Art,. 10-12,000 zum Theil neue Gejvehre und Büchsen, 2000 Centner .

Pulver, Pferdeausrüstungen und cin vollständiger Birago'scherZ . herzen . 5 nehmen ihnen Gelegenhett gegeben

an fie gemacht Schon haben in der Pro-

eines weiteren Geistlichen bei dem 2. Armeecorps hergegeben; _Wir hoffen, daß viele Gemeinden, die reicher dotirte Kirchenkqffen habxn, dtejem Exe-mpel nachfolgen werden. Aber auch die Liebe des Emzexnen zn den Gememde-n darf nicht zurückbleiben. Sie wird auch nicht zuruckbletben. wollen. .Wir beqen vielmehr das Vertrauen, das; Tausende evangelischer Christen- , ' es uns Dank wissen werden, wenn durch unser Unter- wird, durch persönliche Liedxs-opfer auch dahin mitwirken zu können, daß unsere Söhne tznd Brüder, dw tm Kampfe für unsere tkzeuersten Güter Gut und Blut_, Leib und WM tanzn- seyen im Begriff stehen, in dieser für fie so cntjchxidxnden Zett auchw: Geistlichen nicht nur nicht zu darben, „sondern reachltch das zu gkmeßen haben, was unser Aller einziger Trost ist an Leben und tm Sterben. Und

mitten im Kriegdgetümmel und an den Stätten der Leiden und Trübsale

abe die Welt über-

Berlin den 22. Juni 1866. _ _ Konfistorialéaih 01: Bachmann. General-Superintxndent [)x-, Buxhjel. Hofprediger von Hengstenberg. General-Supermtmdmt [)|-. Hoff-