1887 / 261 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 07 Nov 1887 18:00:01 GMT) scan diff

11er =Wernigerode 1 Stück Rot wild und 16 Sauen; der Fürst von Haßfeldt 1 Stück oth-, 1 Stück Damwild und 15 Sauen.

Morgen, Dienstag, den 8. d. M., findet Köni licke Varxorce-Jagd statt. Rendezvous Mittags 123/4 hr zu Jagd chloß Grunewald, resp. 11/4 Uhr an der Saubucht.

Preußi che Klassenlotterie. , Ohne Gem" 1“. , Bet der eute ange angenen tehung der 2. Klasse 177. Königli preußis er Klas enlotterie fielen in Vormittags-Ziehung: 2 Gewinne von 1500 „14 auf Nr. 24 375. 98 622. 1 Gewinn von 500 „js; auf Nr. 106 929. 12 Gewinne von 300316 auf Nr. 5954, 11628. 14 790. 20917. 42 284. 47138. 97 820. 138 332. 155117. 168 722. 172 596. 184 280.

Der Deutsche Landwirtbschaftsratl) schritt im weiteren Verlauf seiner Sonnabend-Siyung zur zWeiten Lesung der 3011- erböhungsvorlage. Ju" Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der ersten Lesung wurde zunachst die Verdoppelung des FoÜes auf Weizen und Roggen abermals angenommen. Auch im Ue rigen wurden die Beschlüsse der ersten Lesung im Großen und Ganzen bestätigt. Ein neuer Antrag Seiler Palmkerne und Kopra mit 5! 916 pro 100 kJ zu besicuern, wurde abgelehnt, ebenso mit 25 gegen 21 Stimmen ein Antrag desselben Antragsteüers, Mais mit 6 „M zu besteuern. Längere Debatte erregte die Besteuerung der Kleie, urid mit 24 gegen 21 Stimmen Wurde beschlossen, die Position Kleie mrt emen) ZoÜsatZ von 50 „3 cinzusteUen. Weitere Aenderungen wuxden nicht beliebt. Ebenso Wurden die dazu gehörigen mitge- theilten Anträge Von Lerchknfeld, betreffend die AUordnung Von Sperr- maßregeln, und die für den Bundesrats) zu konstruirende Möglichkeit, eveptuell im Verordnungswege ben ZoÜsaß auf kürzere oder längere Zett auf die Höhe des Geseyes vom Jabrc 1885 zurückzustellen, in zWeiter Lesung endgültig angenommen.

Es folgte die chiie Lesung dk!" sog.Jdentitätsfrage. Nack) kurzer Debatte gelangte folgender, vom Referenten von Puttkamer-Plauth neu gestellter Antrag zur Annahme:

_ „.Der Deutsche Landwirtbscbastsratb bittet den bohkn Bundesratb, in Erwägung ziehen zu Wollen, ob gesetzliche Maßregeln ergriffen werden können, welche geeignet sind, die auf ein Minimum zurück- gegangene Getreideausfubr wieder zu Heben, und insbesondere prüfen zu woÜen, ob die bestehenden geseßlickxn Vorschriften über den Jdentitäténacbrveis bei der 521qu1151: eme Aendernng erfahren können, ohne spezielle Interessen zu schädigen.“ *

Die zwxite Losung der Frage, betreffend die Tranfitläger, hatte das Resultat, daf; dcr in erster Lesung angenommen? Antrag von Oelschlägel nunmehr abgelehnt und dafür folgender Antrag Klein an- genommen wurde: _

„Der Dkuische Landwirtbscbaftsratb Wolle bcjcbließen, beim hoben Bundesrat!) auf Vorlage cinss Gescyentwurfs vorsteÜig zu Werden, wonack) bei Einbringung von Getreide in die gemischten Transitläger der Zoll baar bezahlt werden muß.“

' Die Tachordnung war damit erledigt, und der Vorsitzende sch10ß die 16. Sitzungspkriode dcs Dkutsckzcn Landwirtbschaftsraths mit einem Hock) auf Se. Majestät den Kaiser, die deut1chen Bundes- fürsten und die freien ReicHsstädte.

Der Verein für Hin'derniß-Renncn bat am gestrigen Sonntag Nachmittag auf seiner Rennbahn in Charlottenburg den 7. Renntag seines Herbst-Rennens abgehalten. Die Rennen ergaben folgende Resultate:

1. Charlottenburger Handicap. Preis 1500.36 Jockey-

lach-Ren_nen. Für 2- und 3 jährige Pferde, die für 3000.24 käuflich md. Distanz ca, 1200 111. 10 Pferde waren angemeldet, Zerscvienen am Ablaufsvfosten. Nack) scharfer (Gegenwehr von des Hrn. (Ehrich 2jäbr. F.-St. .Libetl)“ mit einem kurzen Kopf gegen des Hrn. H. Solloway Zjäbr. F.-H. ,Balbkck“ gewonnen. Eine Länge zurück „Gasparone“ Dritter. Es liefen nock) „Twitter“, „Sylte'bo“, „Mailiifierl“, „Mikadb“ und .Zauberich“. _ Zeit: 1 Min. 55 Sek. er11) des Rennens: 2040 «14, Welche der Siegerin zufiklcn, die nicht gcxordert wurde.

11. Hubertus-Jagd-chnen. Preis 1800 „16. .Herren-Reiten. Jagd-Rennen 1. Klasse. Für vierjäbrige und ältcre Pferde, Distanz ca. 5500 111. 10 Pfsrdc waren angemeldet, sechs zahltén Reugeld und vier er1chienen am AblaufSpfbstkn. Es siegte leicht mit 14 Längen des Lieut. Kekulé 4jäbr. b. St. „Savigny' (Rittmstr. Grf.H.D0bna Vom 1. G. Drag.Reg1.) gcgen des Hrn. v. Teppcr-Laski br. W. .Scholar“ untcr Mr. Moore, „S11110n“ unter Liéut. v. Heyden- Linden (13. Ulan. Regt.) Wurde 2 Längen zuriick Dritter. ,Sancoins“ unter Lteut. Suffert 11, szztcr. _ Zcit: 8 Miuntcn 15 Secundcn. Werth des RLnnens: 1800 «M der Siegkrin, 500 „ckck. dem Zweiten, 300 „;ck dem Dritten.

111; FWW von Dahlem. 1500 «16. Jockey-Hürden-Renncn. Fiir dreljä rige und äliere Pferde", Welche für 5000 «16. käuflich sind. Distanz ca. 2600 111. 18,Pfcrdc Waren angemeldet, 10 erschienen am Ablauxspfosicn. Nach einem interesiantsn Lauf und scharfer Gegen- Wehr siegxe de_k-„Hrn. 0. Tkpper-Laski 4jähr.F.-.H .Frsibcxrr“ gegen des .kHrn. Ulrich 41ahr. br. H. „Jacbbiner“, _ Zeit: 3 Minuten 33 Se- unden. Wer1_b dks NUinc'ns: 2300 „16, Miche dem Sieger zufielen. ' 17. Frxtes Offizier-Ha1idicap. Prais 3000 „14, die an die e,):sien Vier Pferde vcrtbsilt wurdcn. Zu reiten Von aktiven Offiztcren der d211tschen Armee, Distanz ca. 3500 111. Der andi- capcx batte 342 Stcepsc-ckzase-Pfcrde gewichtet Und béliéf fi das (Hewrcbi yon 60 bis 89:1 kg Von“ aUcn diesen Pferden batten acht dre (Hiwrckxje angenommen und er1chiencn an 136111 Ablaufspfostkn. Nack) mterssfantcm Lauf siegte ficber mit einer Länge bis Lieut. Frhrn. 1». Senden 4jäbr. bx. St. „Busy Bee“ unter ihrem Besißer gegen „Fog Horn“ Unter Lieut. v (Hräocniy (3. Husaren), drei Längen dahinter Windy .Struanite“ untcr WW. 5. Sydow ((Yéardc-du-Corps) Dritte, dann Yolzxic „Ruby“ urtcr ?)iixtmstr. (Hrf. H. Dobna (1. G.- Drag.), „Brmand“ unt.r Rittmstr. v. Kramsia ((G.-Kür.) „The Scot“ unter Lieut. v. Kapberr (G-Hus.), „Norna“ unter Lieut. v. Wutbcnau (YG-Drag.) und „Machell“ unter Rittmstr. v. Boddien (17. Man.) _ Zeit: 4 Minuten 36 Sekunden. Werth des Rennens: 1400 „411, der Siegerin, 800 «24 fiir „Fog Horn“, 500 „16 für „FöthrtT“, 300 „14 fiir .Ruby“, 200 „M für „Brigand“, 40316 für e co ".

?. Totalisgtor-Jagd-chncn. Preis 1000 «16. dem ersten, 300 «15. dem zweiten Pfkrde, Iockcy-Renncn. Für Zjäbrige und ältere Pferde, welche für 4000 „26. käuflich sind. Distanz ca. 3500 111. 16-Pfexde warxn an emeldet, 4 1r1chi7nen am Ablaufspfosten. Es siegte sicher mit 13 Längen des Hrn. v. Tepper-Laski a. br. W. „Va- grant“ gegen das Likut. H. v. Arnim 5jähr. br. W. „Cupbearer.“ Mrs. .Beasant“ wurde Dritte, „Sigune“ gab das Rinnen auf._ Zeit: 4 Minuten 30 Sekunden. Werth des Rennens: 1400 „xs dem Sieger, 300 „is dem „Zweiten, Der Sieger wurde nicht gkfordert.

, 71. Winterpreis 1400 «16. den drei ersten Pferden. Herren- thten. Hürden-Rennen. Zu reiten Von deutschen Hcrrcn, die noch kein FlacH- oder Hinkyernißrennen im Werthe von mindestens 1000 «16. gewonukn haben. Distanz ca. 2600 111. Vcn 16 zu diesem Rennen atigemeldxten Pferden erschienen 5 am AblaufSpfosten. Es siegte leicht mu zwci Langkn Vorsprung des, Rittmstr. v. Schmidt-Pauli (1. (H.-Ul.) 3jahr. scbwbx. Sf. .JUinburg" unter Lieut. v. Heinße (1. G.-Drag.) gcgen des Hrn. Adalbert 4jäbr. br. St. .,Dram“ unter Lieut. v. Behr (Grde-Kür.) .Jactance“ unter Lieut. v. Winterfeld wtirde. Dritte, „“1'jb bir“ unter Lieut. v. Schierstedt Vierte, „Marke- teurerm“ unter Lieut. Suffert 1 (17. Ul.) stürzte. _ Zeit: 3 Mi- nuten 30 Sekunden. Werth des Rennens: 1060 „66 der Siegerin,

sie einen “hohen Grad vvn

(Bekl. Pol. N.) Ein hauptsächlich mit auf das deu_tsche Publikum berechneter Geheimmittelscbwindel soll „gegenwartig im Kanton Schwyz aus Aktiejf“ gearündex (!) werden„ die; Aktie zu 200 Fr., für Verbreixxung “von Spezialitäten (Gebetmmxttel). Als solche werden genannt: .Ekxäedler Magen- und Lebenstropfen“ und .])1*. 111811. Wildenmann's Flechtenbeilmittel". _

Der Geheimmittelfabrikant ist der une„rschutter_lichsten Ueber- zeugung, eine durchaus chere und gewinnreiche Kapitalanlage em- pfoblen zu haben, und t darüber folgenderma zu vernehmen:

„Nach dem heutigen Betriebssystem dieser Gxs „aftsbrancbe'(Ge- beimmittelfabrikation) ist ein Erfolg mit den vorzygltchsten Fabrikaxen gegen die geldmächtige Konkurrenz nur dann möglich, wenn nian ihr in den BetriebSmitteln gewachsen ist. Ist dies der Fall, so ist aber auch eine vorzügliche Rendite ?efichert, und zwar bedeutend mi Erfolg, in dieser Geschäftsbrancbe nich nur 10 oder 15 % Kapitaldtytdendx, Wohl aber das Doppelte und Dreifache. Es dürfte bekannt sein„ wie aUe, denen genügende Mittel zur Ausdehnung und Propaganda tbxes Geschäfts zu Gebote standen _ ich nenne davon nur J. Hof, Meuter und Rich. Brandt _ einen riesigen Erfolg badongetraIen haben.“

, éroponirt Werden dann Verzinsung mit 5% im ahre und Ge- winn etbeiliaung mit Maximum 20 0/0 von der Emlgge.

Außer Amerika, wo 25 0/o der Bevölkerung Mit _der Flechten- krankbeit behaftet sein sollen, und der Schweiz ist, wie 1chorz bemerkt, Deutschland als das Hauptabsaßgebiet für obige .Spezmlztaien“ in Aussicht genommen. Wes; Geistes Kind der spekulative Btedxrmann ist, möge aus der Thatsache hervorgehen, daf; derselbe keinerlei Fach- bildung aufzurveisen vermag, (ich vor zivei Jabren m Einfixdeln als angeblicher .refignirter Apotheker“ behufs Fabrikation von Heilmitxew zum Verkauf nach außen niederließ, daß aber icin dortiges .Geschaft“ infolge Strafurtheils des Bezirksgerichts Einsiedeln und des Kanton- gerichts Schwyz unmöglich Wurde und er im Frühjahr den Schauplatz seines .Wirkenß“ nach Herisau Verlegen mußte.

DieBannerWeibe der Tbierärztlicben Hochschule hatte am Sonnabend eine zahlreiche Zestversammlung nach dem Kroll'schen thbliffcment geführt. Die ge trige Wagenfabrt der Siudirenden der Tbierarztiichen Hochschule estaltete fick) troß dcr Ungnnsi der Witte- rung zu einem gkänzenden chauspiel, das viele Tausende von Schau- lustigen angelockt hatte.

Am Freitag, den 11. November, Abends 7 Ulm findet im großen S aale des Architektenhauses die Feier des zehnjährigen Bestehens des Vereins für Deutsches Kunstgerverbe“ statt.

Hameln, 7. November. (W. T. B.) Heute Morgen ist der nördliche Flügel der Wesermüble eingestürzt; mehrere Arbeiter so_wie Bewohner des Nachbarbauses smd verschüttet worden. Der Magistrat erbat Hülfe von dem Pionier-VataiUon in Minden.

London, 5. November, (W. T. B.) Die Beerdigung der Frau Jenny Lind-Goldfcbmidt hat heute in der Abteikirche von Great Malvern stattgefunden,

Die neulicbe Auffiibrung der „Wakküre' von Ricbard Wanner rm Königlichen Opernbause gewann dadurch ein erhöhtes Interesse, daß einige Hauptrollen eine Neubefcßung erfabren hatten. Fr. Staudigl hatte an Stelle der erkrankten r. von Vo genbubxr dle TitelroUe übernommen, welckoe schwierige Aufgabe die ünstlerm mit bestem Gelingen überwand“ dabei kam neben ihrer sympathischen, markigan Stimme, Welche fich Zier wieder ganz prächtig bewährte, ihr schauspielerisches Können vollkommen zur Geltung, Hr. Ernst gab den Siegmund und brachte mit seiner Leistung einen rechk günstigen Eindruck bervor; seine Stimme zeigte sich zumeist den gcsteÜten hohen Anfox- derungen gewachsen, und aus dem Gesammtbild gewann man die Ueberzeugung, daß der Sänger auch hier wieder mit Ernst und Ein- setzung seiner ganzen künstlerischen Kraft an die Bewältigung seiner R'oÜe berangetreten war. Reicher Beifall war der wvbkverdiente Lohn seiner Bemühungen. Frl. Renard gab die Fricka mit herborragcndem Geschick und ungewöhnlicher Wirkung auf die Hörer; denn auch bei dieser Künstlerin vereinigen sich die mächtige und woblklingende Siimms mit der darsteUeriscben Fertigkeit zu einem einheitlichen künst- lerisch Vollcnbeien Gesammteindruck.

Das Königliche SÖaUsvielbaus bekundete am Sonnabend durch die Neueinstudiruna des „Egmont“ sein dauerndés Bemühen, die Werke klasfischr deutscher Dichtung dem Publikum in der ihnen gebiibrendcn yornkbmen Gewandung, belebt von fcinem künstlerischem Geiste, vorzuführen. Die zum Tbeil veränderten Dekorationen erfreuten das Auge durch den harmonischen und stets stimmungsvollen Aufbau. Zu besonderer Geltung kam der MarltplaZ in Brüssel mit seinen schräg einmündenden Straßen, Welche für die eim1ich fiüsiernde 0der„[aut lärmendc, allmählich anschrULUcnde VolksUienge cinen un- auffalligcn Platz schafften; die Volksaufläuic Waren außer- dem mit vielem Gescbick und besonderer Sorgfalt in Scene geseßt Und boten cinen dramatisch bcivegien Hintergrnnd fiir dcs Helden frohberziae Sorglosigkeit aus“ der Scheifel- Höhe seines glänzenden Lebens und für seinen düsteren Tod. Das Volk, erscbtciz allmäblick) in den Gassen, an den Fenstern und in den Thiiren, WlL es sick) bei jeder außergewöhnlicben (Gclegknbeit langsam anzusammsln pflegt, und Jeder gab seinkn Gefühlen durch entsprechende (Gesten odcr Reden Ausdruck; das ergab sich WTes natürlich und gleichsam selbstbersiändlick). Als trefflicbe Darsteller, sich der Oertlichkeii und den Zeitwerbältnissen anschmikgend und doch der RolLe ein entsprechendes charakteristisches Gepräge aufdrückend, zeigten sich in diesen Voiksansammlungen die Hrrn. Krause (Vanscn), Vbllmer (Schneider _ Jetter), Oberländer (Krämer) und Sigrist (Zithereister). „Dic Titelrolle gab Hr. Ludwig mit der ihm eigenen Wartnberzjgkeit der Empfindung, mit heiterer Lebenslust und edlem Anstand in Ton und Geberden. Als „ClärÖen“ exschien Frl. Anders, sichtlich bcmiibi, der idealkn Gestalt, die der Dichter gcschaffen, lebendigen Ausdruck zu vcrleiben; doch konnten tbre physischen Kräfte nicbt immer Schritt Halten mit dém aufstrebenden Feuexcifer; in der Aufruhrscene crwixs sich die Stimme z„u wcmg umfangreich und nicht sicher genug gsscbult, um diestiirmische uberqneÜende Letdenschaft_ des zur Heldin Heranwachsenden Mädchens 13011 zur Entfaltung zu brm en; in den Liebesscenen dagegen entwickelte , , 'artbeit und Herziger Jnnigkeit. Als voU- endete Kunsterm" „zeigt'e s1ch'Frl.Schwar13 als „Margarethe von Parma“; maxestaitsck) im Spiel und in der Erscheinung, gab fie ein charakt'ervolxcs Bild der gütigen Regentin. Erwähnenswertb waren noch die Leistnngen dcr Fr. Seebach, als Clärcbens Mutter, und der Hrrn. Respir und Sauer als Oranien Und Alba. Hr. Purschian gab die RoUc des hoffnungslos liebenden Brackenburg mii schlichten Tbnen, Yvelcbe an ber rechten SteÜe tiefe Bemegung.1narkirten._ Dle'WUHEVOÜe Strmmung des Hauses Wurde durch die grandiose Musik, wel"che der großartigen Handlung würdig ist, bis zur er- habenen Ruhrung gesteigert. Die beinahe in vollem Umfang zur Darsteliung gebrachte Tragödie hielt troxz der langen Dauer der Auf- fuhrung dte Theilnabme des Publikums bis zum Schluß in stets gletckxem Grgde gefesselt. „Lebhafter Beifal] rief die hervorragendsten Darstelle_r wiederholt vor die Gardine und hielt auch nach dem Schluß der Vorstellung noch lange an.

Deutsches Theater„ Ihre Königlichen Hoheiten der Groß- herzog Von Hessen, der Prinz einrich und die Erbprinzefsin von Sachsen-Memmgcn besuchten die gestrige Auffübrung des Lustspiels „Der Attaché" und wohnten dcrselben bis zum Schluß bei.

Im FriedriÖ-Wilbelmstädtiscben Theater erfreute fick) am„vergangeneu Sonngbend die neue Operette: „Die Lieder des Mirza S chaf,fx) ' eines Beifalls, Welcher den Mißerfolg der vorher- gxgangenen Novitat rasck) vergeffen ließ und die Direktion reichlich fur dix „an leYtere vergeblich verschwendete Mühe und Kostenausgabe entschgdtgen durfte. Daß in neuester Zeit auf dem Gebiet der Operette noch irgend etwas nie Dagewesenes gebotcn werdensoll, wird Niemand

es nicht bei der überaus fruchtbaren Produktion der keßten Jahrzehnte schließlich hätte erschöpft Werden müffen. Immerhin ist es ein Verdienst des Librettoscbreibers, wenn es ihm gelingt, aus den mehr oder Minder typis-b gewordenen Fi uren und Situationen noch eine so glücklich: Zusammenstellung zu chaffen, daß diese Interesse und Gefallen zu nden verknag. Das ist Emil Pohl, von dem der Text zu dieser perette herxübrt, in ansprechender Weise gelun en, und er hat eine Handlung erfunden, welche, wenn nicht besonders ?pannend und inhalt. reich, so doch anmutbig und sinni? isi. Daß er fick) dabei möglichst von allem Schlüpfrigen frei geha ten, mag als besonderes Verdienst Hervorgehoben Werden. Den eigentlichen Werth verleiht dem Werk jedoch erst die überaus gefällige Mufik, Welche Louis Roth zu dem Text schrieb. Graziös, reich mit wohlklingenden Melodien und hübsch komponirten Liedern, nimmt sie das Ohr des Zubörers qefczngen und weiß ibrx durch ihre Reize über einzelne Schwachen des Librettos hinwegzutäuschen. Dem Kom- ponisten bot fick) insofern eine überaus dankbare Aufgabe, als eine große Anzahl der Mirza-Scbaffy'scben Lieder eingestreut war, deren Komposition eine willkommene Gelegenheit gab, sein Talent zu be- kimden. Zu einigen derselben hat er so gefällige Weisen erfunden, daß dieselben sich wohl bald die (Gunst der sangeslustigen Welt erringen werden., So erfreut gleich das erste: .Die Weise guter ZecHer ist“ durch dte frische und schwungVo11e Komposition. Aber auch die anderen, dem Libretto eigenen Einlagen smd hübsch komponirt, so die B'accarole, so das reizende Duo von der blauen Glockenblume, das schel- m1sche Dußtt: .Es war einmal ein armer Knecht“ u.a. m. Die Chöre sinkz melbdtös, das Vermeiden der in neuerer Zeit in den Operetten so uberwiegenden Tanzrhytbmen, welcbe so leicht ermüden, gereicht der Roth'sÖen Musik nur zum Vortbeil. Die treffliche DarsteÜung trug nicht unwesentlich zu dem erfreulichen Erfolge bei. Es waren meist dankbare Rollen, deren tüchtige Besetzung eines Eindrucks nicht er- mangeln konnte., Hr. Weübof als Pascha hatte wieder einmal so recht Gelegenheit, sein vielseitiges Talent in der erschöpfendsten Weise zu vZYWertben, und sx) schuf er denn aus dem Hadschi eine jener d'rZsti1chen,Gesialicn, deren Darstellung ewiffermaßen eine Spezia- [rßat von ihm !st. Gleich nach ihm a er verdient Hr. anno er- wzibnt zu werden, der aus dem Serailaufseher Abda ak) eine Ytgux zu schaffen bxrsiand, welche von wahrhaft überwältigender 3 omtk War. Schori dre origineÜe Maske erweckte allgemeine Heiterkeit und das dr0l11ge Mtenenspiel konnte dieselbe nur noch erhöhen. Frl. E. Schm1dt„ batte gleichfalls Gelegenheit, als Favvritin ihr urwüchsiges Talent m der erfolgreichsten Weise zu verwertben. Die Damen Duner imd S'tubel als Nikita und Yarscha waren gleich tüchtig. Treffltcb 1n„Spiel und Gesang war Hr. Klein, während Hr. Pagin etwas txiarktger auftreten könnte. Die Juscenirung War eine überaus sorgfaltige, von überrasxbender Pracht zeugten die Dekorationen. Hoffentlich belohnt zahlreicher Besuch die viele angewandte Mühe.

Velle-AlliancK-Tbeater. In Folge des außerordentlicben Aydranges zu der gestrigen Sonntags-Auffübrung (das Haus War thder totgl ausverkauft) der drei einaktigen Stücke: „Wäbrend der Borse“, 'Kinder uni jeden Preis“ und „Eine Vcreinsschwcster“ in welchen Hr. Felix „Schweighofer fo unübertrcfflich ist, Werden dieselben noch 011 einigen Abenden wiederholt werden. Ende dieser Woche geht dam) dn; Gesangspoffe „Sein Spezi“ mit dem beliebten Gast mu ein- studtrt m Scene.

' Die junge §Yicznistin und Komponistin Mary Wurm, unter Leitung Carl Retmcke's auSgebildet, gab am Sonnabend im Saal der Stng- Akademie; untxr Mitwirkung des Philharmonischen Orchesters mid desLiedersangersRaimund von Zur-Mühlen em'Co'ncekrt, m Wekcheni sie zum ersten Mal und zwar mit aus- schließlich'etgenen Kompofttionen vor dem hiefigen Publikum erschien. Em Klavrcrcbnceri, welches den Anfang machte, zeigte sog[eich ihre außergewöbnliche Begabung. 'Die Motive des ersten Salzes find schwungvoll, zxugen von znelodtfchxr Erfindung und sind in form- gewandter Wxi'se durchgefuhrt. Dre Vermeidung der friiher üblichen la'ngen Tuttisaße zu'Anfang isi nur zu [oben. Das Klavier tritt sofort in seine Rechte, die es bis zu Ende des Werkes behauptet. Von besonderem melodischen Reiz ist das Andanie, „wahrend der letzte Saß in der Eigenibümlichkeit der MottVe „ww m der Beherrschung der Form den vorigen nachsteht. Em _szes Werk, ,das Beachtung verdient, ist die Concert-Ouverturc. Monde und Behandbung „kersekben erinnern zwar an den Stil Mkndelssohn's,"doch '1st btcs kein Fehler für ein emporstrebendes Ta'lent; Hie K1tnstlchrm Wird, auch in Bebcrrfcknmg der orchestralen Mrttek init" der 3th noch eme größere Sichéxhcit gcwinnen. Unter det) „Solosiucketz sur Klavier, welche die Komponistin mit sehr frafttgem A111ch1ag und fciner Nuaxncirung vortrug, die ]LdOck) chhr Nachempfunfdenes als, Selbsterfundenes enthalten er- freuten s1ch,das melodtsck) gefäUtge „Wiegenlicd' und die zweite .Gayotie“„ emex besonders günstigen Aufnahme. Die Lieder bkaeisen sammtltck) ein erfreuliches Talent für melodische und harmo- msche'(3;iestaltung. und es wurde Von zwei Licdcrn mit engliscbsm Text das eine: „1110 511011- 5116 U10 8011Z'“ (18.013.110 gewünscht und gewährt. _"Dcr als Liede'rjänkxer vie„[ gerühmteTenorist Hr. Raimund von Zur- Mnblcn ting dieselben 11111: schr feinfinnigam Geschmack und Wilen- dcter technischer Sicherheit vor. Trox der Schwierigkeiten, die sich dem Sgnger bet Yom bereits abgcs_ wächten Stimmo'gan darbieten, 10511211 die bbhen Emsäße der zwkigcfirichencn 88 und & vvÜkommen rem und die Falsetttöne xecht wvblflingend. Das Orchester unter der fichern „Leitung des Kapelkmeisters Kögel leistete Vorxüglicbes. l?)as zahlreich Versammelte Publikum spendete reichlich: 'BeifaÜs- ezeigungen.

Gestern, am Sonntag, Veranstaltete der Pianist Hr. Stefan Thomän (aus 'der _Ltszt*schen Schule stammend) im Saal der Sing-Akademie eincn Klavicr-Abend, in Welchem er eine Auswahl klassischer und moderner Kompositionen darbot. Wir

Eigenschaften dieser, Schule aaSgesiattet isi. Kraft des nschlags, Pcrlcnde Deutlichkeit 111141111110, selbst im rapidcsten Tempo der Passagen, voÜkommerie Sicherheit in Oktavenspriingen, entzückender Triller U11d Doppeltrtücr, , uncrmiidiickx Ausdauer und Unfehlbarkeit dcs G000chtnlffks find sctne Vorziigc. Mit der Auffassung der Kympostttonen konnte man jkdock) nicht immer einverstanden sein. Em zu frappanter Gegensay dss Fords und 2131115511110, ein Mangel an Abstufungsgraden wurde zum Beispiel fühlbar im Vortrag der BeetHcZVen'scbc-n Zonabs aaraacärjzriquez, s0wie in der 17411011- Yxntasie vbn Chopin, in der die Auffassung zu subjektiv erschien. "tc Fantasie und Fuge (1411011 von Back) spielte der Künstler mit bochster VoÜendung, klar [Ul Technischen und würdevol! im Ausdruck. „0110111 1101011018“ Nr. 5 und Eiüde von Chopin sowie die ungarischen Zigeunerweiserz von Taufig, gaben dem Spieler nock) besondere Gelegenheit, seine Bravour zu entfalten, die xbenso zu bewundern war in den drei sebr schw1eriJen und zugleich tnbaltretchen und ge cbxvackvoüen Piecen seines I,) eisters: Etüde 11711101], rusfische Mc odte und ungarische Rhapsodie Nr. 12, die der Kunstler unter aÜgemeinem BeifaÜ des Publikums ausführte. Ein schöner, klangvoüer Flügel von Bechstein kam den Vorträgen des Pianisten sehr zu statten.

_ In der Sing-Akademie finden Concerte statt: morgen, Dienstag, den 8. (8 UHr), von Wally Schauseil (Liederabend) und Mitttvoch, den 9. (73 Uhr), von Johannes Doebber.

Redacteur: R i e d e [.

Verlag der Expedition (Scholz).

Dxuck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-Anstakt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen

Berlin:

400 „14 der Zwiitcn, 200 «16. der Dritten.

erwarten; das Operettengenre ist nicht so mannigfaltig und reich, daß

(einschließlich Börsen-Beilage). (14889

lernten in ihm einen Virtaosen kennen, der mit allen leänzenden .

G r st e B e i l a g e . zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 7. November

"1887.

„215? 261.

Statistische Nachrichten.

Das Septemberhefx der Statistik des Deutschen ReichS, Welches soeben erschienen ist, enthält neben dem Nach1weise über Ein- und Ausfuhr der wichtigeren Waarenartikel im deutschen ZUÜJebiet für d_en Monat September 1887 auch den entsprechenden Nachweis für die Zeit vom 1. Januar bis Ende Sep- tember 1887. Die Ver leicbung der Ergebnisse dieser 9 Monate mit denjenigen für den glei en Zeitraum des Vorjahres ergiebt im Allge- meinen eine Zunahme der Ein- und Ausfuhr, Wesentlich gestiegen ist die Einfuhr von Nahrungs- und Genußmitteln, insbesondere von Getreide mit Ausnahme von Mais, Hülsenfrüchtcn und Malz “(10811832 gegen 9676 716 D.-Ctr. [(O.-(Gtr, = 100 kJ), Arrak, Ram und Cognac (64126 gegen 32039 D.=Cir.), Wein (422 790 gegen 396 719 D.-Ctr.), Fleisck) (57 610 gegen 29 370 D.-Ctr.),

etrockneten Südfrüchten (129541 gegen 98143 D.-Ctr.), Pfeffer 25245 gegen 19 281 D,-Ctr.), Msbl (138 696 gegen 120 359 D.-§Ctr.), eis (663082 gegen 582 418 D.-Ctr.), unbearbeiteten T9backblattern (291470 gcgen 266678 D.-Ctr.), getrockneten Cichorlen (29 058 gegen 13 181 D.-Ctr.) und Kartoffeln (350439 gegen 213587 D.-Ctr.); ferner von Kühen und Jungviek) (zusammen 80 684 gegen 68271 St.), künstlichen Düngungsmiiteln, Bau- urid NÉkwlz, "Farbbolz und Farbbolzextrakten, Petroleum und mineralischen ckn1terolen, Schwefel, Blei (53175 gegen 14 368 D.-Ctr.) Eisenerzen (8 237 559 gegen 5595 297 D.-Ctr.), Cement, Dachsck3iefer, gewöhnlichen urid feuer: festen Steinen aus Thon, Braun- und Stemkyblen, Briquettes, _Ficbtenharz und Terpentin, Lumpkn, Holxstoff, Spmpstoffen mxt Aus- nahme von Schafwolle und Shaddy, Maschinen tmt AuSnaHme der Nähmaschinen, sowie von Taschenuhren (446 851 gegen 206 325 Stück). Auf die Einfuhr speziell von Arrak, Rurxt, Cognak ist die dafür vom 26. Juni 0. I. ab eingetretene Zollerbbbpng von Einfluß gewesen, denn der größte Theil dieser Einfuhr entfaÜt guf die Zeit vor dem 26. Juni, während nach diesem Taxze zuxn erhohten Zoll- saß nur noch 3332 D.-Cir. der genannten foranke eingegangen find. Es Wurden im Vergleich zu dem korrespondireyden"Fetiraum des Vor- jahres an Arrak, Rum, Co nac mehr emgefu xt aus: Bremen 13102 D.-Ctr., Hamburg 35 2 D,-Ctr., Frankreich 6395 D.-Ctr., Großbritannien 3552 D.-C. und den Niederlanden 4613 D.-Ctr. 'Von dem eingeführten Fleisch kamen 12 664 D.„-§Ctr. aus Australier); von den eingeführten Taschenubren 379418 Stuck aus 'der Schwetz, 24 971 bezw. 14 578 Stiick aus Hamburg und den Vereinigten Staaten von Amerika, 17 830 Stück aus Frankreich, 5522 Stuck aus Oester- reicb-Ungarn 2c. Von Bau- und Nußbolz wurden zusammxn 17036201 D.-Cir. eingeführt, gegen 13 310 229, Dtht). im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Von dieser Einfuhr entfallen im laufenden Jahre auf rohcs Bau- und Nußbolz 10 361 951 D.-Ctr. (+ 1966 439 D.-Ctr.), auf beschlagenes_2c. Holz 2790 648 D.-Ctr. (+ 1 130 965 D.-Cir.) und auf Sage- und SchnittWaaren 3 271604 D.-Ctr. (+ 627128 D.-Ctr.). Eine zum Theil Wesentliche Abnahme der Einfuhr ift bemerkbar ,bei Mais, frischem und getrocknetem Obst, Schmalz und schmalzarttgen eiten, ferden, Ochsen, Kälbern, Schweinen und Spanferkean blor- alk, schwefelsaurcm Ammoniak, roher Soda, CHmarinde, Chlorkalium, Rindshäuten, Schafwolxe und Shudby, Baum- onen- und Leinengarn, Roheisen und Eisenbahnfabr- FURY 1 ckDiesi Ausfuhr ist fast durchweg und zum Theil recht eträ ti e ie en. 'bei Kartoffeizn (_S- 218 924 D.-Ctr.), Spiritus (_ 131968 D.-Ctr.), Wein, Kochsalz, frischem Obst, Weizen, Hafer, Gerste, Raps- und 'Rübsaat, Vieh mit Ausnahme von Iungviek), „Spanferkeln ,und "Lämmern, ferner bei Blei, Eisenerzen, Rohxisen, Dachsxbtefer, Holzstoff, beschlagenem 2c. Holz, Säge- und Schnittwaaren, Tischler- 2c. Arbeiten, Schafwolle, BaumWoÜen- und Wollengarn.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Die Besteuerung des BranntWeins.„ „ZusaMtUen- stellung der sämmtlichen vom 1. Oktobex 1887 ab gultigen (Hesexze und VerwaltungsVorschriften. Nack) amtlichen delZen „erlautert und mit Genehmigung des Königlichen ,Finanz-Yémtstexruzns beraus- gegeben von Max Keilwage n, Assistent betm„Kömglichen Haupt- Stempel-Magazin. Berlin, Puitkammer & Mublbrecht, Buchhand- lung 'für Staats- und Recht§wiffenschaft. (Preis, 5 .,“) _ Die Lage der Geseßgebung auf dem Gebiet der Branntwcmbestctzerung 1st seit dem Inkrafttreten des Geseyes vom 24. JUN! 1887 emZ f0 kompli- zirte geworden, daß das Bedürfniß einer durchaus voÜsianhrgen und übersichtlichen Zusammenstellung der jetzt gultigen Besixmmuzigen zweifellos vorliegt. Der HerauSgeber bat slck) deshalb in seinem Buche nicht auf eine Wiedergabe des Texies der Geseße und 21116- fübrungsbeftimmungen beschränkt, sondern in zahlreichen (Yrchgemaßen Anmerkungen auc!) al1e in Betraxht kommendem klasse des Jinanz-Minisieriums, sowie die wichtigeren Entséhxidungen des Vor- maligen preußischen Ober-Tribunals und des Reichsgerichts ihrem Hauptinhalte nach wiedergegeben, auch, fin?) an_ den entsprechenden Steklen die amtlichen Motive, sowie die emschlagigen'Paragraphen des Strafgesejzbucbs, der Sirafprozeßyrdnung. des VeritnSzoÜgesetzes, des Begleitscheinegulativs und der Hersch1edenetz Niederlage- und

"rivatlager-Regulaiive eingeschaltet. Die uns vorlregenhe Zusammen- ?ieüung darf hiernach wohl den Anspruch auf „Vollstandtgkeit erheben und wird aus diesem Grunde von allen Betbetligten freudig begrußt werden. Daß dem Buche auch 'die sämrxitlichezi Formularmuster, ferner ein ausführliches Sachregister sowie Zeichnungen und Be- schreibung des Siemens'scben Mxßapparates ejgegeben sind, wird demselben in aUen Interessentenkretsen einen ganz besonderen Werth Verleihen. _

_ Der „Ta chen-Kalender furBeamt'e aufdasJahr 1888 ist soeben in Carsl Heymann's Verlag hierselbst e,rschienen. Derselbe zeichnet sick) wiederum durch reichen Inhalt, geschickte Anord„nung des Stoffes und praktische Einrichtung aus. Er bringt zunachst das übliche Kalendarium, dem sicb werthvolxe Beilagen gnscblteßen. Die- selben Werden eröffnet durch Yi?) Genßalsogte der regierenden deutschen

ürten 611 er “und bringen () ann a Jaierixl, Tvelches zur Belehrung und zum Nax!) chlagen in allen in Frage kommenden Fällen von Belang ist. €Luna st ivexden alle Pra- dikate, Titel und Curialen zusammengesteilt, welche tm amtlichen Verkehr theils vor eschrieben, theils gebräuchlich find. Daran schließt fick) die Aufzä lung der in, der Praxis vorkommenden Eide, der Eideßnormen, sowie eme ,Darlegung des Verfahrens bei der Abnahme von Eiden m erichtlichen Angelegen- heiten. Darauf folgen TabeÜen zur erecbnung der Zinsen .zu 6, 5, 4, 3 und ck [)/0, ferner eine vergleichende Yeberficbt der Münzen, Maße und Gewichte, Portosäße, Tele rammJebubren, Tarife, dann der Tarif für die Berechnung des Ko tenpau cthantums im Verwaltun sstreitverfahren vom 27. Februa'r 1884 4. ur die Kosten bei dem O er-Verrvaltun ssericht, 13. fur dre Kosten bei den Bezirks- auSschüffen, 0. für die osten bei dem KreiSaus chuß (und der an Stelle des KreiSausschusses tretenden Behörde). ieran schließt fick; eine Uebersicht über die Größe und Bevölkerung der Staaten des Deutschen Reichs, ferner über den Flachenraum und die Einwohner- zahl des preußischen Staats nach dem definitiven Ergebniß der Volks- zählung vom 1. Dezember 1885. Im Anécbluß daran wird der

Ein bemerkenswerther Rückgang liegt nur vor

für die Beamten wichtige -

Ta e elder und die Reisekosten der Staatsbeamten vom 24. März 187g3gin der durcb das Gesa vom_28. Juni 1875 und die Verord- nung vom 15 A ril 187 abgeanderten Fgffung. Nr. 16 ent.. hält das preußis e Geseß , betreffend die Umzugskosten dex Staatsbeamten vom 24. Februar 1877 , Nr. 17 ' „die Ausführungserlaffe dazu. Nr. 18 Zusammenstelxung einiger Grundsätze, nach welchen bet Berechnung“ der Retse- und „Um- zugskosten der Reichsbeamten zu verfahren ist, Nr. 19 Preußrscbxs Pcnfionsgeseß, 20)YYenfionstabelle„21) Gesetz, betr. dre Fursorge fur die WittWen und aifen der unmittelbaren Stqatsbeamtxq, 22) Nor- malbesoldungs-Etat, 23) Ueberficht der allgemeinen politischen Ver- wa[tungsbehörden, 24) Behörden und Veainte der allgemeinen Staats- verWaljung, der Provinzial- uzid Beztrxsverwaltung m_ Preußen, 25) Die Land- und Stadtkreise "tm preuß1scheii Skqgt mri Angabe der Einwohnerzahl, der Landrathe„und' Kreissekretare, 26) Obex- Amttnänner und Ober-Amtsjekretare' m Hohenzollern, 27) Die Distriktsbeamten in Schleswtg-Holstem „und'Posen, 28) D*,“ Yor- steber der Strafanstalten und Central-(Yefangznffe, 29) Dre Koritglichen Polizeibehörden, 30) Die preußischen Stgdte rxnt Angabe des Re rer'xmgs- bezirks, der EinWohnerzabl, der Sethsklasten, der er1chts eborden, der Ober-Bürgermeisterund Bürgermeister, 31) Preußischer Beamten- verein. Daran schließt fick) eme„Uebersicht der bcsonbers bemerkens- 1vertben Tage des Jahres, mit Emickykuß der katboÜschen Festtagx, einc Oster- und eine Pfingsttabelle bis 1891. _ So bedeutend «'Wer- iert und vermehrt wird der Kaxender sich nach „wre vor zu einein unentbehrlichen Nachschlagebuch fux Beamte, erweisezi. Der Preis desselben beträgt 2,5024. Ibm [le 1 bet ein Spezial-Katalog fur Rechts- und Staatswiffenschaft, ent aitend eme Auswahl beachtens- wertber neuer juristischer Werke aus CarlHeymann's und aus fremdem

Verlag. Land: und Forstwirthschaft.

Die eit chrit „Das Pferd““„redigirt von Frbrn.v0nBoel ig, Verlag VoZn inesefund von Puttkamer m Dresdexz, bringt in ihrer elf,?ten Nummer des Jahrgangs 1887 folgexide Beitrage: Das ostpreußische Pferd. Von Heydebrand-Lasa, Major 3. D. _ Das Haar des §ferdes und seine Uebertragung durck) "dle Zeugung. Von S. _ Yochmccks Scheuklappen und Aufsaxszygel. Von R. Schoenbeck, Major 3. D. _ Zur Zucht dcs kaltblutigen Pferdes. Von W. Frhr. von Bosl ig. _ Das Hirsch'sche Patent-Hufeisen mxi auswechselbarem Griff. ( osterwiß-Dresdenj) Von 13. S . _ Abergkauben und Mode. Von Friedrich Trie el. _ Em Ritt zur Donau. _ Umschau. _ Patentliste. _ Literatur. _ Sprechsaal. _ Inserate.

Geiverbe und Handel.

Berliner andbrief-Jnftitut sind bis Epde 1887 948360540f „Fü 350/0ige, 20441700 «16 49/0196, „14 «%ige und 9478500 314 50/0ige, zusammen 84084000 „14 Pfandbriefe ausgegeben, tvovon noch 9343 200 „45 330/0ige, 17 347 800 „M 49/0ige, 27 061500 516 430/01ge „111111 4324500 „14 50/oige, zusammen 58 077 000 „M Pfandbriefe Seitens der Grundstücksbesiyer Verzinslicb find. Es find zugesichert, aber nocb nicbt abgehoben 340200 «14 , ,

_Die Chemniß er Werkzeugmas inen- Fabrik vorm. Joh. Zimmermann macht bekannt, da der in d_er General- versammlun "vom 10. Oktober cr. be1chloffene Aktie'nruckkauf vom Handengeri t infolge ungenügender Aktrenvertretqng nicht ein etragen Horden ist. Es wird deshalb die Einberufung einer neuen eneral- versammlung nötbig, Welche am 10. Dezember d. I. stattfinden soll und nunmehr endgültig über diesen Antrag zu beschließen haben erd.

_ Dem Geschäftsbericht der Aktren-Zuxkerfabrik Netz- Werk über das 30. Betriebsjahr entnehnnien. wir Folgendes: Die Erwartungen, daß mit dem neuen Gyscbaftsxahre; em Wepdepunkt zum Beffern gekommen sei, haben fich „insofern erfuÜt, als txn Vex- bältniß zu der aUgemein noch sehr gedrucktey Lage de): Zuckermdustrte und Landwirthsehaft befriedigende, zum Theil sebr gunstig)? Resultate erzielt wurden. Auf den Wirthscbaften zu Gehrden und Jemsen wurde eine Ackerfläche Von zusammen 1110 119. gigen 1026 119. im" Vorjahre kultivirt. Gehrden erzielte einen betrachtlrchen Gewinn, _wahrend s1ch bei Jeinsen ein kleinerer Verlust ergab. In den betdxn Zucker- fabriken wurden verarbeitet: 342 850 Doppel-Cerztner Ruben aegen 286 475 D.-Ctr. Rüben in 1885/86, und darans'm Summa, 48 003 D.-Ctr. Zucker gewonnen. VerWertbeF wurde diese Produktion mxt durchschnittlich 39,08.“ pro D.-Cir. fur erstes Produkt und 33,55 „16 pro D.-Ctr. für zweites Produkt gegen 44,40.“ pro D.-_Ctr. fur'erstes und 41,66 916 pro D.-Ctr. für zweites 5Yrodukt im Vorxabxe. Die Zuckerausbeute war in beiden _Fa riken besser a'ls im Vorjahre. In Sarstedt wurdezi vermrttebst des Ausscheidungs- verfahrens in Kombination mit den Ruben 10192 2303) el- Ctr. Melasse verarbeitet. In beiden Fabriken kopnte d'en, Ru et)- konirabenten ein erheblich höherer als der garanttrte Mtntxnalprets gezahlt werden. Von den aus bern Jahre 1884/85 herruhrenden Reserven find im Berichtsjabre Wiederum 15 987 „,-4 gegen Emtauscb neuer Rübenberträge eingelöst. „Da der vorliegende Rechnungs- abscbluß einen namhaften Reingewixm " ergeben hat, .so ist sämmtlichen Inhabern der noch ruckstandtgen Reserve deren Betrag zur Verfügung gestellt „Worden. In ben Rec?- nungen der landwirtbschaftlickzen Betxtebe „wurden an mnexen'A - schreibungen vorgenommen 7584 „(ck Die weiteren dem Amortisations- conto zugeschriebenen Abschreibungen [Z'etragen_ zusammexi 54 916 356, so daß das Amortisationskonto pro „51.Max 1887 die Höhe von 679 134 “14 erreicht. Die 5% YriontatSanleihe 1 tm Betrage von ursprünglich 600 000 „16 vom Ia re 1876 hat sich durch Abzablqng im Berichtsjahre um 43 000 „je: vermmdert und besteht nur nochntm Betrage von 127 300 916, wovon jedoch wiederum 43 000,26 zuyR11ck- zahlung auf den 2. Januar 1888 angeloost sind. Die dteExahrrge Campagne bat in beiden Fabriken am 27.' Septxmber begonnen. Der Zuckergehalt der Ruhe ist ein die voxjabrtge günsti e Ausbeute noch etwas übertreffender. Dee Zuckerpxetse kind ebenfan höher als im Vorjahre. Die Ueberscbüffe der vier ge eU- schaftlicben Etablissements betragen 203 866 „45, wovon Verwanxt ] werden 15987 „16 für Tilgung alter Ruben-Reverfe, 8759 „44 fur Tantiéme und Gralifikationen an Beamte, 59916 „;ck zu Ab- schreibungen außer den vorerwähnten 7584-44 inneren Abfeßreibungen) und der Res zur Abminderung der Unterbilanz aus fruheren Ge- schäftSjahren.

_ Nach dem Geschaftsbericht der Schlesischen Kohlen“- und Kokeswerke, Gottesberg, für das mit dem 30. Juni ab- geschlossene Betriebsjahr betrug die gesammte Koblenförderung 59602118 Ctr. gegen 5 858 551 Ctr. im Vorjahre; die Geste ungskosten ermäßigten sich von 24,08 „3 in 1885/86 auf 23,30 „:s ie Kokes: öfen produzirtxn aus 1778 560 Ctr. Kokeskoblen 1 124 245 Kokes, das usbringen beträgt 71,98 9/0 gegen 72,59 9/0 im Vor abre. Die erkaufsprei e sind Weiter lz'urückgegangen; der Netto- rlös steüte (ich an 3,94 43 f r den Centner Kohle und 53,91 43 für den Centner Kokes gegen 24,92 be w.. 57,94 _ „g im Vorjahre. Der Ab ax umfaßte 3575 198 tr. Kohlen und 1144 826 Ctr.“Kokes 1 85/86 3537 419 bekw. 1053 507 Ctr.) und brachte 855 875 .“ Nettoeinnabme für Koh en und 617 206 „sé für Kokes. Die Bilanz er 1th 118 022 „74 Verlust; unter Hinzurechnung von 77 920 „14 Abschre bungen erhöht cb dadurch die aus dem Vor-

Vom Oktober 44680200

2. d. M., daß ein

durch die günstige Lage des _Eisenmarkts bedingte Beffsrung im Koles- geschäff und hofft auf Fortjexzung'derselben.

„Köln. Volk-Z-Ztg." xmter dem „Verein der Feinblech-Fabrrkanten“ begriindet worden sei. Nack) den in der'Versammluzzg efaßten Bx- schlüffen ist der Vertrag bis zum 1. April 1888 unkuni) ar, und bis dahin hofft man, einen neuen Besch1ußberberfnbren zu kqnnen, welcher die Vereinigung noch auf lange Zeit"!)maus fichert. Dix festgeseßten Minimal-Grundpreise sind 142 „16 fur 1000 RZ. ab Siegen, Dort- mund und Gelsenkirchen, und 145 „M ab Station Koln." Um aus den Kreisen der rößern Abnehmer hervorgegangenen Wunschxn zu begegnen, und auck? um die Grosfisten zu„VLran[affen, wreder großerxs Lager zu halten, sind éleichzeitig RabaitYaize festgesexzi xporden, die je nach Größe des Absck) ußquantums gewahrt Werdxn „durfen. Haupt- sächlich soil die Spezifikation größerer Posten begunsttgt Werden, und ist dafür der Rabaii Höher, , _ Dem Ausweis des Verbandes der Clelearxder Eis en- fabrikanten für Oktober zufolge, wurdet; in diesem Monat 221 765 b Roheisen produzirt gegen 210 045 "r mx September'd. J. und 192309 b im Oktober 1886. Die Vorraibe in dem Distrikt be- liefen fick) am 21. Oktobsr auf 628 214 13, was seit Ende Sep'kember eine Verminderung ?06903Z3LJÜ bedeutet. Am 31.0ktober bezifferten 1 die Vorrät 6 an 13. ' fck _ Nack) dZM Geschäftsbericht der Société John Cockerill in Seraing für 1886/87 betrug die Gesammtproduktwn 34,30 MiUionen Franken (1885 86 33,10 .MiÜionen Frankezi), der Betriebs- überschuß 2 359 420 Fr. 2 467 555 Fr.), der Robgewtpn 2 281 105 Fr., der Reingewinn 828 729 Fr., die Dividende'50/o gleich 50 Fr. (beides wie im Vorjahre). Jm vergangenezt Winxer waxxn mehxere A5- tbcilungen, insbesondere die Bankverkstatten, mckxt genugend mithrbeit versorgt. Die Erträge der Kohlenwerke find thFer „dem leßtxabrtgen Ergebniß zurückgeblieben; seit Schluß des_ Geschgithahres zeigt _fich wieder einige Besserung. Von den dre: Hochofen waren 3111er in regelmäßigem Betrieb, der dritte wurde tm Februqr angeblasYn, Der Nutzen des Stahlwerks 53651 Über den vorjahrtgen erheblich hinaus; mcm Hoffi, daß (W die Darstellung an Beffemer- und Siemens-Stabl, welche fick) von 62 700 1; auf_ 93 000 15 gehoben ha,t, im laufendcn Jahre auf 120 000 t Werde steigern lassen." Auch die Gießerei ist gut besäbäftigt gewesen, während die Baywerxstatten unter Mangel an Beschäftigung zu leiden batten, und 11111 einein „sehr ,be- scheidenen Nußen abschließen. Ach) ist self dem 30; Zum fur diese Abtheilung kerne einzige nennsnswerthe BesteÜung eingegangen. Die GeseUschaft beabsichtigt, eine 4prozenixge Anle'tbe aiiszunehmen, deren Erkös zur Umwandlung der 5prozentigen AnleibescHane zur,; Absioßgng der (ÖWLbenden SchUl€ Ind zittr 5Ztlufbringung der Mittel fur das sud- ru 1 8 Unternehmen e imm i . , " sss(YlaSgow, 5. November. (W. T. B.) Die Vorrathe von Roheisen in den Stores belaufen sich a'uf 930 798 Tons FFM 833 333 Tons im «igen Jahre. 03th der im Betrieb befindi en 11 5 en 85 e en rm vorigen cha re. H chIfiew-Ygoéßk, 5. Nowembec. (W. T. B.) Der Werth der in der vergangenen Wocheeingefübrten Waarenbetrug 8195 716 Doll., davon für Stoffe 1798 502 Dou. Der Werth der Emfubr in der Vorwoche betrug 9468 406 Dow, davon fur Stoffe 1932 884 Dou.

Verkehrs - Anstalten.

Norddeutscher Lloyd in Bremen.

L t Na r' ten über die Bewegungen der Dampfer.) ( ck Fieié-York- und Baltimore-Linien:

Be iimmung Bremen 4. Nov. in BremerHaVen. Bremen 29. Okt. von New-York. Bremen 2. Nov. von New-York. Bremen 5. Nov. von New-York. New-York 4. Nov. in New- ork. New-Y ork 30. Okt. von Sout ampton. New-York 3. Nov. von Southampton. New-York 5. Nov. von Bremerhaven.* Bremen 26. Okt. vvn Balitxnore. Bremen 2. Nov. Von Ba'ltimore. Baltimore 2. Nov. in Baltimore. Baltimore 26. Okt. von Bremerhaven. Baltimore 2. Nov. von Bremerhaven. Bra 1[- und La Plata-Linien: 1"Bremen | 4. Nov. in Brewerhaven. AnWerpenBremen 2. Nov. von Vigo. LlffabÉYZYWM- 20. Okt. von Bahia. Vigo, Antwerpen, ; 2. Nov. von Rio.

B emen. La rPlata 26. Okt. in Motitevideo. ' Brafillii" ZZ Ji" JVB?“ t p rt. . . . ncen a 1 "Straßburg ' La Nov. ViÜaGarcia paism.

v . . La lata 2. ,ZYUÉZÉTWÜ“ Lissabon, Brasilien) 29. Okt. von Antwerpen.

Linien nach Ost-Asien und Australien:

„Nürnberg“ . Bremen 5. Nov. pon Southampton.

, absburg“ . Bremen 3. Nov. m Colombo.

, alier“ . . . Au 'tralien 25. Okt. in Adelaide.

enzollern“ . Au*"iralien 29. Okt. in Aden.

, oZenstaufen' . Australien 5. Nov. von AntMrpen.

. eckar" . . Bremen 30. Okt. von Genua.

„Sach en“ . . Bremen 1. Nov. in ongkong. reufszen' . . Ost-A en 2. Nov. xn ongkong.

: ayern' . Ost- en 5. Nov. m ort Said. f

bur , 6. November. (W. T. B.) Der ostdamp er

„Na???“ dFr Hamburg-Amerikaniscben Yacketfabrt-

Aktiengesellscbaft ist, ,von Hamburg kommend, gestern Na -

mittag in New-York, und der Dampfer dexselben Gesellscba

.Hammonia" von New-York kommend, heute frub in Plymout

eingeÉÄeerä, 6. November. W..- , : B.) Der 210 ddampfer

Thalia“ ist heute früh (mit Fkt-"ostindiscb-chinefis en Post aus

211 eÉandria bier eingetroffm.(M C.) Die jünßsti dem öffentlichen

ondon 4. November. ' 50 [. Meilen lange senbabn von Verkehr übergebene, xtwa (eng renze des Transvaalstaats,

-B ua der KertYeexiaegkÉimeasl' beréorbebi, ein nicht unbedeutendes Unterneh-

ur eine Ei enbabnverbindun zwischen einem der MFK dciifexatin ckSüd-Africh, und den 'Goßdfeldern in Transvaal ber esiet wird. Die Babu soll nach Pretoria weiter ebaut wer'ben von “einer Gesells aft , die von der Re erung des Transvaalstaats Libyen onirt wird , und da das für diesen weck erforderli e Geld 11 Berlin und Amsterdam e eichne “worden ist, werden die Arbeiten “cas von Statten Zehen.. I)ie Grenzstation der Bahn der Delagoa-Ba qusellschYt i am Fluß Komati gel en, welcher durch eine Lücke in der ebirgskette etwas nach dem Fäden der nachdem Lydenberger Goldfelde den

5 dli Stra e ie t. Die Ha tlinie nach retoria w rd * Zhir d e*sÜn Distr kt 77 dem NordenuYes Distrikts eKaap usteeY

_Aus Siegen meldet die

- „Saale“ . „Elbe“

Schnelldampfer

„Fulda „America“ .Main“ . „Weser“ . „Donau“. „Rhein“ .

,Köln“_ . . .Franksurt“ . „Berlin“ . .Obio'

„Leipzig“ . „Valtimore“

jahr übernommene Unterbilan an 3562 „M Der Bericht kon-

. Der te Ab chnitt andelt voy den dirxkten SZTTYJWYRFYW folgen'dxhs von Ben kurzen Verja run sfrtsten.

Nr. 15 bringt den Wortlaut des preußischen Geseßes, etre end die

statirt eine seit Schluß des a gelaufenew Geschäftöjahres eingetretene,

einedZweigbabn aber wird“ nach Barberton, einem Hauptplaße, angxlesk , _ wer en. = *