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_ Das in die Miet swohnuxig mit Wi en und Willen des Miethers eing rachte _Eigenthum ritter Personen isl inHamburg, nach ememUrtheildes Reichs-
erichts, 111- Strafsenats, vom _26. September d. I., dem
Fandrecht des gutgläubigen Vermtethxrs ebenso_unterworfen, w e das eingebrachte Eigentbum des Mietbers. D1e_Entferr_1ung jener dem Miether nicht gehörigen Sachen Sxttenß ihres Eigent ümers aus dem Hause des Vermtethers rst em straf- barer gennuß im Sinne des §. 289 des Strafgeseßbuchs.
_ insichtli der Zigeuner hat der _thster _des Innern Ynterm 2? SepthlZeer. __Zté. den Regierungs-Prafi- denten 2c. ol enden Erla ü e an : _ _
Die duxcbgmeinen Erlaß vom 30. April v. I. _ betreffend die ausländischer Zigeunerbanden __glet zeitig yer- anlaßten rhebungen über die persönlichen Berbaitni e er_ in_- ländischen d. h. derjenigen igeuner, welcbe dte Reichsaztgebortgkert befiyen und unter zeitweisem erlassen ihre_s Wohnfißes tm Inlande umherzuziehen pflegen, haben ergeben,_ daß_ d1e_Gesammtzahl derselben zwar keine bedeutende ist, Andererseits l_st iestqefteüt worden,_daß aucb diese Kategorie von Zigeunern_durch 1hr_A_uftreten dem Publtxum lästig wird, und daß sich danach em planmaßtges Vorgehen der Be- hörden ge en dYelbeéi rechbtfertiert. _ck Folgendes
r e*rcun emee : __ __ FnIkZieeseErmiiteluanen über die StaatSangel)örigkertsverbaltmsse
der sogenannten inländischen Zigeuner haben in vielen "
Ausweisun
Fallen zu
i em betimmten Ergebniß geführt. Die vorliegeziden Berichte b_e- xäyxrlänken s“sich vielmehr auf die Angaben, daß dteBetrc-ffenden m Preußen geboren seien, oder daß fie_si_ch stets tm __Jnlatide aufgehalten oder daß rinzelne derselben der Milrtarpflixht geyugt hatten, und syl- ern daraus für dieselben den Vefiß der diesseittgxn StaatSangebörtg- Leit. Dem gegenüber bemerke ich, wie zur Begrundung der letzteren der NaÖWeis erforderlich ist, daS die Betreffenden oder ihre Eltern in Gemäßbeit drs Preußischen ndigenat eseßes Vom 31. Dezember 1842 (Ges.-S. 1843 S. 15) bezw. d_es eichsgeseßes vom 1. Juni 1870 (B.-Ges.-Bl. S. 355) naturaltfirt, oder daß fie bezw. thre Eltern vor Emanation dieser Geseße einen die Erwerbung der StaatSangebörigkeit bedingenden Wyhnfi tm Jniande gehabt haben. So lange dieser Nachweis nicht geführt ist, find die Betreffenden als
Ausländer 1: betrachten. _
InwieweiZ gegen die igeuner dieser_Kategorte_ nach Maßgabe meines Erlaffes vom 30. Pril v. J. mrt Ausweisung Yorzugeben sein wird, bleibt der Erwägung Ew. Hochwoblgebore11 uberlassen, jedenfalls wird denselben, sofern _ste _an ihren Wanderungen das Staatsgebiet verlassen, der Rücktritt uber die Landesgrenze zu ver- wehren sein. _ _ _ _ _ __ _
Pässe oder sonstige Legitimationspabtere durfen an dergietcben Personen nicbt verabfoigt werden, deSgletckZen 1st_ denselbe_n die Er- tbeilung von Gewerbe-Legitimationsschemen m Gemaßbett der Bundeßraihsbeftjmmungen vom 31. Oktober 1883 (Crntr.-Vl. S. 305) u versa en. _
z Rucki]; in den Fällen, in denen Zigeuner die Staats- oder Reichs- angehörigkeit nachzuweien vermögen,_ Werden dieselben bei stre_n er Anwendung der Vors risten im Tit. 111 §§. 57 ff. _der Rei s- Gewerbeordnung am GeWerbebetriebe 1m_Uwhexzrebcn m_ der Regel verhindert werden können Dabei wird, wie (ck in Uebereinstimmung mit dem Herrn Minister für Handel und Gewerbe brmerke. auf die Erfüüung der im §. 571) zu 1 geßebenen Vorausjeßung, wona_ch der Betreffende einen festen Wobnfiß __aben muß, _besondrrß Gewicht zu legen und in jedem ? alXe eine Prlermg durch die Poltzecbxhwrde des Wohnortes dariiber erbeizufübren 1em, ob und inwieweit dieser Vor- aus e ung enügt wird.
sZn der? Fälien dks §. 571) zu 4 wird die Prüfung auch darauf zu erstrecken sein, ob der den Wandergezverbeschem Nachsuchende eine eingerichtete Wirtbschaft befixt, oder in welcher anderen Weise der Unterhalt seiner Familie gesi ert ist. _ _
11. Ein besonderes Augenmerk wird darayf zu richten _sem, dqß die Zigeunerkinder, von denen nach den_ vorliegenden Berichten ein erheblicher rozentsay jedes Schulunterrtchjs entbehrt, ein_er geregeiten Erziehung 1 eilbaftig und dami_t einer seßhaftkn _Lebensweife zugef_uhrt werden. Zu einer indirekten Einwirkung nach dieser R1chtung bteten die Bestimmungen der Reichs-Gewerbeordnqng_ insofern eine Handhabe, als nach F. 62 a. a. O. d1e_ Mitfahrung von Kindern unter vierze n Jahren zu gewerblichen Zwecken verboten bezw. nacb §. 14876 unter Strafe gesieUt zit. Ferner darf die Ertbeilung eines Wandergewerbesckyeines gemas; §. _571) _zu 4 a. a.D. versagt werden, wenn der Antragsteller schuipflichttge Kinder hat und für deren Unterricht nicht genügend gesorgt ist. _ _
Es wird daneben jedoch AufgabederBebörden sem, zur Erreichung des vorangegebenen Zweckes selbsttbattg einzugreifen. _
Hierfür kommt zunächst das Gesetz, betreffend die Unterbringung verwahrloster Kinder vom 13. Marz 1878 (Ges.-S. S. 132) in Be- tracht. Wo es an der Voraussetzung dieses Geseßes, daß die be- treffenden Kinder eine strafbare Handlung begangen _baben, i_eblt, können dieselben mit Genehmigung des vbrwundschaftiichen_Gertckxts zurdErziehung an Anstalten oder zuberlassige Personen ubergeben Wer en. _ _ _
Von dieser Befugnis; wird Gebrauch zu machen_ 1em, wenn die Eltern von Zigeunerkindern zu Haftstrafen der_urtbetit werdczi, oder wenn Kinder als Mitglieder umberzrebender 1nland1scher_ Zigeurzer- familien betroffen werden und von den Eltern oder Angebortgen nicbt der Nachwäs geführt werden kann, daÉZ und m wcklcher Weise fie fur den Schulunterricht derselben gesorgt aben bezw. fernerhin zu_ sorgen in der Lage sind. In wichen FäÜen Werden die Ztgkuner- kinder Von ihren Angehörigen zu trennen und der_ betreffenden Kommune zum Zwecke der Unterbringung _und Einleitung drs
wangsverfabrens zu überweisen sem. Die Kosten fallen in emäßheit des Erlasses vom 2. November 1873 (M.-Bl. 1874 S. 19) zunächst den betreffenden Ortsarmen-Verbanden _zur Last.
111. In dem Eingangs bezeichneten Erlassx ist bereit? darauf hingewiesen worden, daß das bandenwcise Umberzxeben von Zigeunern die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu gefahrdxn geeignet und deshalb nicht zu gestatten ist. Im Falie einer Vorfdbrung derselben vor die Lokal-Polizeibehörde, sei es zur Feststellung ihrer Personlrch- keit oder aus anderen zulässigen Gründen,_ wxrd de_sbalb darauf_hm- zuwirken sein, daß die der Bande angehörigen Familien und Einzel- personen der Zeit und Richtnng nach getrenn_t entlassen werden. Im Uebrigen wird gegebenen Fans durcb _Ergretxung der gxgen eden E inzelnen zulässigen Maßnahmen dre Auflosung derartiger anden anzustreben sein. _
Dabei verweise ich auf den Erlaß vom 7. August 1875 (M.-
Bl. S. 232), wonach die Polizeibehörden alle unbekannten fremden Personen, Welche durch ihr Auftreten und Verhalten den Verdacht des zwecklofen Umbertreibens erregen, unter den daselbst bezeichneten Vorausseßungen der strafrechtlichen erfolgung ive e_n Landßretcheqs u überweisen haben. Erfahrun Egemaß werden da et aucb haufsiß die Vorausseßungen zu einem strafre tlicben Vorgehen wegen Bettels, 1cht- beschaffung ein es Unterkommens sowie ZuwiderhandlunÉn gegen das Feld: und orst-Polizeige es vom 1. April1880 (Ges.-S. .230) borltegen. Endl ck) wird ur rreichung des oben angegebenen weckes in jedem Falle, in wel em ein inländischer Zigeuner nach er o_lgterBestrafyng emäß §. 362 Abs. 2 der Landes-Polizeibehörde uberrmesen wird, keine Unterbringung in ein Arbeitshaus zu veranlassen sein; _
EmHochwohl eboren ersuche ich ergebenst dre betbetltgten Be- hörden im vorßtebenden Sinne mit Instruktion zu _ ver- sehen, dabei den Polizei- und Gemeindebehörden unter wieder- boltem Hinweis auf meinen Erlaß vom 30. April v. L_ s_chn_el1es und energisches Einschreiten gegen auslandische und mlandtscbe Zi euner zur Pflicht zu machen, und über den Erfolg dieses Vor- gexens, sowie über die dabei eWa gemachten besonderen Wahr- nehmungen binnen Jahresfrist zu berichten.
“Riedheim am niich e,
zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder übernommen. »
_ Die Getiera " ieu'tenants von Derenthgil, Geyeral & 1a suits Sr. *Mßjßftät _ des Kaisers und K_oxngs, bisher beauftragt mit » der _ührung der 33. Division, und von WiSSmann, 'bis er beau_ft_rc_tgt mit der Frihrung der Großherzoglich hessischen (25.) D1v1s19n_,_ welche befordert und u Commandeuren der betreffenden Divisionen ernannt worden kind, find zur Abstattun'g persönlicher Meldungen aux einige Tage hier angekommen-
_ S. M. Kanonenboot „Wolf“, KommandantKgpitän- Lieutenant Iaefchke, ist- am 24. November cr. m Yokohama eingetroffen. „ , '
Erfurt, 23. November. (Mgdb._ Ztg.) Dre hrestge Ne; gierung hat an sämmtliche Krers-Sehultnspektoren des Regierungsbezirks sowie an dre _Magrstrate zu Eriurt und Nordharksüxn folgende Verfügung, vom vorgestrtgen Ta e datirt, ér a en: _
gNack) Gottes unerforschlichem Ratbschluß ist das theure Lebe_n unseres aÜverehrten Kronprinzen durch eme ichwere Krankheit ernstlich bedroht.“ Diese Heimsuchung unieres erhabenen Herrscher- bauses hat nicht allein in Preußen m_1d Deutschlqnd, sondern auch über die Grenzen Europas binaus die mmgste Tbetlnabme gefunden. Aus Aller Herzen werden Wünsche und Gebete [mz_t, da_ß der ailbarm- berzige (Gott nach seineéAllmacht Hiilfe senden, der bosen qunkhett Fort- schritt wehren und den hohen Kranken nebst seiner Gemahlin, der Fran Kronprinzcsfin, rüsten möge mit der Kraft des Glaubensmutbcs und Ver- trauens, daß auch diese schweren, wunderbgren Wege _zu emem_ segens- reichen AuMange führen sollen. Von dtetcr allgemeiner! Theilnahme dürfen unsere Kinder nicbt auSgescbloffen bl_e1ben. Wie_1n den _Tagen des Glückes und der Freude, so onen wir auch in dieser Zeit des Schmerzes und der Trübsal unsere .Kmdxr mrt _11nerschutier11ch treuer Ergebun und Anbängiicbkcit tm (Gerste um_ den Thron Sr. PZajestät des Kaisers sammeln, um sie zu herzlicher Tbeilnabme an den schwkren Sorge?“ zu bewegen, welcbe wie dichte Wolken sich auf unser e_rlauchte_s Hurstrnbaus und auf ganz Deutschland gelegt haben. Daß dies bereits in diesen Tagen gescbehcn sei, dürfen wirrzwar vorausseßen, aber bei dem _bdben Ernst der Lage drängt fick) uns das Bedürfni auf, ailen Beibeilxgten hier- durci) noch besondere Anregung zu geben, damtt alle Schulau_ffi_chts- Beamten und Lehrer bei Konferenzen, Schulandachten, tm_Rel!gtons- und GeschichtSunterricht die sich darbietende Gelegxnbett _beachten möchten , um die Kinder in dieser schweren Zea Tbei[__ neh- men zu lassen an dem Denken und (T_jnpfinderi, Wunschen und Beten unseres mit seinem Kaiser und Könige in Liebe und Treue aufs Engste verbundenen Volkes und Vateriandeß. Mbge es Gbit nach seiner Gnade grfallem, aÜLS Wirken in dissrr R1chiung_ mit seinem Segen zu begleiten zur Freude unseres Kaisers, zur Helbing unseres Kronprinzen, zUMÜWoble unseres Vaterlandes und z_ur gedeih- lichen Erziehung unserer Jugend. _ Den Horten Krets-Schulmsbektoren bezw. den Magistraten wollen wir anheim geben, das Weitere zu
veranlassen. Bayern. München , 24. Nobember. (_Allg. Ztg.) Prinz Leopold kehrt morgen, Freitag, bon femenr Jagd- ausfluge nach Laxenbur bezw. Salzburg zuruck und _mrrd Mit feinem-Bruder, dem rinzen Arnulf, dert Prinz:Re:
en ten auf dessen demnä: stigen Jagdausflugemden Spessart begleiten. _ Prinz Lu wig, welcher mit seiner Familie am nächsten Sonnabend von Schloß Leutstettxn hierbxr iiber- siedelt, folgt einer erneuerten, höchst sch_me1chelhaften Emiadung Sr. Majestät des Deu_tsche_n Kaisers_ zur L_eßlinger Hofjagd und giebt ircÉ mit dem Major Freiherrn von MWM!) nach Berlin.
_ Y. November.,(W. T. V.) Die Kammer der Abgeordneten nahm heute den ge ammten Eisenbahn?- Etat gemäß den Anträgen der Ausf _üffe an und Übrrwres die einschlägigen Petitionen der Regierung zur Erwagung.
Baden. Karlsruhe, 23. November. (Karl-Zr. Ztg.) Die heutige erste Sitzung der Ersten Kammrr erbffxzeteder Präsident, Geheime Rath E. von Seyfried, mri einer Ansprache, in welcher derselbe sagte: _
Ick) weiß, durchlauchtigste, bochgcehrteste Herren, daß ick) Zbrcn Gedanken begegne, wenn ick) der warmen Tbetlnabme dcs Hohen Hauses an der schweren Heimsuchung gedenke, von welcher dlc er- habenen Familien auf dem deutschen und aiif dem badischen Throne, sowie das Deutsche Reich bedroht sind. _ _ _
Wir sind auf das Tiefste crichiitfcrt bei dem Blick aui die ebrwürdige Gestalt des Kaisers, der _ in seinen tbeuersien Gefublen als Vater und als Oberhaupt des von ihm geschaffenen Retchs getroffen _ wie dereinst in den Schlachten 711111va steht und _1m festen Gottvartrauen den Schmerz bekampst, Um mne Herrscherpfltcbt
zu erfüllen. _ _ _ _ Wir bewundern die Ergebenbett und Ruhe, rnit welchcr
Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz des Deuiscben Reichs seine schWere Krankheit trägt. _ __ _ _ _ __ _
Wir empfinden schmerzlich gerubrt die Bekummerms; unseres geliebten Landesherrn und der hoben Frau auf dem Throne, Welche selbst kein besseres Glück kennen, als dcn Kummer und den Schmerz
u lindern.
z Wir sieben auf's Schwerste betrofferz bor der Besorgniß,_ es könne in Folge der Erkrankung des Kronprinzen de_s Deutschen Zietcbs ein so bedeutsames (Glied der Kette gefährdet sxm, _dere_n gluckver- beißender Zusammenhang die Entwickelung des Rcichs in einem natur- gemäßen Gange zu berbürgen schien. _ __
Was immer von der Vorsehung uns bkschtedet1 1cm mag, es wird uns nicht mutblos finden. Dies erhabene Beispicl, das unsere Fürsten gebrn, [ehrt den Weg, die Kraft zum Ertragen und zum Ueberwinden zu finden. _
Ich bitte Sie, durcblauchttgste, bochgeebrtcste Herren, _zum_ Aus- druck Jbrer warmrn Antbcilnabme an dem leidvoilen Verbqngmßund Jbrrr beißen Wünsche für die Wicdergenesyng Sr. Kaisxrltchen HZbéit des Kronprinzen des Deutschen Reichs s1ch von den Sitzen zu er e en.
Heffen. D a r m si adt , 24. November. (Darmst. Ztg.) Heute trat der Landtag des Gro herzogthums "zusammen und er- folgte die Konstituirung der eiden Kammern. Zum ersten Präsidenten der Ersten Kammer. 1st von dem Großz herzog der Prinz Alexander vori Hessen und__bet Rhein ernannt worden. Die Zweite Kammer wahlte den Abg. Kugler zum ersten, den Abg. Wolfskehl zum zweiten Präsidenten. _
_ 25. November. (W. T'. B.) DerLandtag rst heute vom Großherzog mit emer Throyrede eröffnet worden, in welcher Geseßentwürfe, betreffend dre_Unfallvers1cherung land- und forstwirthschaftlicher Arbeiter, sowrebetreffend das Fe_u_er- löschweken, dieErrichtung einer Landeskredrtkchx und die Revision der Betimmungen über den AmtSmrßbrau v_on Geistlichen angekündigt werden. Die Finanziage Wird als eme
ünstige bezeichnet, welche eine mäßige Herabseßung ßer direkten Abgaben gestatte. r_1 den außerordent- lichen Etat sind Kostenanschläge für N_emdamnzbauten, fiir Errichtung einer neuen Irrenanstalt m Verbindung mit
und für ein AmtSJerichts ebäude in Worms einge'ZieUt. m Schluß der' * ronrede prach der Grqßherzog iein tiefes LeidweLen 1“! er das schw_ere__ Verhangxnß aus, von welchem as Haus Sr. Majestat des Kaisers betroffen worden sei, sowie den Wunsch, daß Gott Alles zum Besten wenden möge.
Mecklenburg-SchWerin._ S_chmeriy, 24. Novemberi (W. T. B.) DemLandtage lft emeRegrerungsvorlage über den Bau einer Vqllbahn von chwerin nach Ludwigslust und Dömitz zugegangen.
Sachsen-Weimar-Eisenach. Weimar, 24. November, (Th. C.) Der Großherzog gedenkt am Sdnytag mit dem Erbgroßherzog sich zur Abhaltung mletägrger Jagden nach Allstedt zr; brgeben. _ _Am (Hrq herzoglichen HUfe weilen gegenwärtig die Prinzessin Marte Reuß und die i_xhrzogin Johann Albrecht von Mecklenburg- werrn. ,
Oldenburg. Oldenburg,_24. November. Der Land- tag hat in seiner gestrigen Srßung (Zum Einnahme: und Außgabebudgrt der Centralkaffe des _roßherzogthums für 1888/90 die sämmtlichen 5L_lnträge des Finanzausschusées an- genommen und damit ist dieses Budget nachdem Vor chläggn der Staatsregierung ohne Aenderung genehmrgt. _ Aus der Mitte des Landtags wurden folgende Anträge gestellt: 1) „die Staatsregierung zu ersuchen, dem gegenwärtigen Landtags einen Gesetzentwurf vorzulegen, nach Welchem die ausländischen Erwsrbögesellschaften als sqlcbe mit ihrem Einkommen aus Grundbesiß und Gewerbebetrieb im Herzog: tbum, sowie die ausländischen physrschenPersonrn, welche hier einen Gewerbebetrieb oder Grundbesiß haben, rnit dem daraus gezogenen Einkommen zu den direkten_ Gemeindesteuern heran: ??_?iehen“; 2.: „der Landtag ersucht die StaatSregierrmg, hin: 1
' tlich der Besteuerung der inländischen Aktiengeselischaften, emgetragenen Genossenschaften und Forensen dem nächsten Landtage Vorlage zu machen in der Richtung der HeranziYung zur staatlichen und kommunalen Steuer“. Der erstrre ntrag wurde einstimmig, der zwcite mit 30 gegen 2 Stimmen angenommen, dagegen der weitere Antrag, „dem zweiten Antrage den Usaß zu geben, die Molkerei; Konsum: und andere landwirtb chaftlichc Genossenschaften von der Be- ste_quung auszuschließen“, mit 20 gegen 12 Stimmen ab- ge e nt.
Elsaß - Lothringen. Straßburg, 24. November. (W. T, B.) Der Bezirkstag von UntLr-Elsaß hat 11 der bisherigen Mitglieder wieder in drn LandLSausschuß
ewählt und an Stelle der ach dem LandeSausschß aus: Lcheidenden Mitglieder Pick und StaatSrath Nessel den Bürger- meister Back hier und den Bürgermeister Adam in Lauter: burg neugewählt.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 24. November. Die „Wien. Abendpos “ schreibt: Die Zahl der Vorlagen, welche in der gegenwärtigen Session chr heute zusammen- tretenden siebenzebn Landtage ihre Erledigung finden folien, ist bei den meisten Landtagen eine ungewöhnlich große und erstreckt sich auf fast sämmtliche Gebiete der Landesgeseßgebung.
_ 25.N0vember. (W.T.B.) Anläßlicbder deutschen Thronrede sagt das „Fremdenbiatt“: dieselbe sei ihrem ganzen Inhalt nach eine Manifestation bon ganZ ungewöhn- licher Tragwrite und Bestimmthert' die darm offen arte deutsche Politik schließc volikommen “ede Mißdeutung aus. Dis Thronrede spreche das entschiedene emiihen aus, alis Diejenigen voli- ständig zu beruhigen, welche hinter den Verträgen und Büdd- nissen geheimnißvolle Wünsche vermuthen. _ Dre „Pre_s 1?“ meint: mit den feieriicben Erklärungen der Thronrede set e_m Protest eingelegt gegen alle Unterstellungen, und _zugletch angesprochen, daß volie Bereitschaft vorhandezr ser, jeden ungerechten Angriff zurückzuweisen; das sri eine Sprache, welche ihre Konsequenzen verlan e.
Agram, 23. November. Wien. Ztg.) Der Landtag votirte die gestern angenommenen Ges eßentwürfe in dritter Lesung. Der Landtag soll am 3. Dezember vertagt werden.
Großbritannien und Irland. Lo ndo n, 24. November-
(A. C.) Der Marquis von Salisbury besuchte gestern Oxford, um an den Verhandlungen des dort tageixden Kongresses des nationalen Verbandss komer- vativer Vereine theilz-unebmen. Nachmittags nahm der Premier in der Knrnbörse nicht weniger als 500 Adressen von konservativen Vereinen und Klubs aus alien Theilen des KönigreichS Lntge en. Der Empfang des Parteiobrrbaupts Seitens der anwe?enden 2000 Delegirten war ein begeisterter. In Beantwortung der Adresse hielt der Premier eine lange Rede, in wel er er *uvörderst die konservative Partei zu der Stärke ihrer rganiéation beglückwünfcbte. „Die liberalen Unionisten unter der Führung Lord Hartington's“, fuhr er fort, „haben getreulich mit der Regierung zusammengemtrkt: eine Thatsachr, die unseren Gegnern durchaus nicht Zilk Ve- riedigung gereicht. Ueber die große Tagesfrage sm_d dre Kon- ervativen und liberalen Unionisien vollkommrn eimg.“ Vdr- bebaltlick) der möglichen Verschmelzung der beiden Parteien empfahl drr Redner den verschiedenen konservativen Vereinen, ihre Organisation intakt zu halten. _ Abench hielt Lord Salisbury in demselben Lokal an eine groß? V_olks_- versammlung eine Ansprache, die sick) ausschließlich mit Fragen der inneren Politik befaßie. Die Frage, begann er, ob Homerule in Irland eingeführt _ werden folie oder nicht, könne er nicht erörtern, weil du». Oppo- sition ihren Plan zurückgezogen und no_ch durch keinen neuen ersetzt habe. So lange_ kem _ neuer Plan vorliege, halte die Union und die Union alXem das Feld. Gladstone habe aUerdings in etwas vager Sprache erklärt, daß im Parlament nichts getbqn werden Hoax, bis die Homerule-Fra 6 gelöst worden 61. Die egterung sei jedoch entf [0 en, daß werden solle. Drr geseßge ende Apparat diir 6 durch Lene phantatischen Thorheiten nicht außer Betrte gesxßt wer en. Vor A em sei eine strenge Verschärfung der bisherigen GeschäftsordnunÉ des Hauses de_xr Ge_m_e1nen erforderlich, um die erschleppungstgkttk der irischen Abgeordneten und den langen, Geist und Körper ans- reibenden Debatten ein Ziel zu seßen. Sodamz set eme durch- reifendeReform der Lokal_verwaltung m_alken loyalen heilen des Königreichs in Aussicht genommen. Dre Ausdxbnun vergrößerter Lokalverwaltungs-Gewalten_auf Irland ser mde vorläufig nicht beabsichtigt. Der darmederltegenden Land- Wirths chaf t würden fiskalische Erleichterungen geboten
etwas Fethan
" _ Der iesi e Königlich belgische Gesandte, [Graf vo_n der Stratehn-ZZonthoz, ist vom Urlaub nach Berlin
einer psychiatrischen Klinik in Gießen, für_ ein zweites Gymnasium und ein neues MuseUMSgebäude in Darmstadt
werden. Im weiteren Verlauf seiner Rede äußerte sich Lord
KUWWVLrse über die Latidspißen will die
-
' r e r mißbilligend über den 'üngstenVorschlag Z????xoY'hs, Schottland und Waies zur Entstaat- lichung ihrer Kirche zu verhelfen, wenn sie seine irische Politik unterstüßen wollten. Die jüngsten Krawalle auf dem Trafalgar-Sthare beirachte er lediglich als die Folge von Gladstone's Reden tn Nottingham; die Regierung werde 'edocb Nichts unversucht lassen, um Geseß und Ordnung in ()x-ngland wie in Irland aufrechtzuhaiten. _
Die neugeborrne Tochter des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Battenberg wurde gestern in der neuen Kapelle von Balmorgl-Castle getauft. Die PrinzessiU erhielt die Namen: Victoria; Eugenie Julia Eva. Seit länger als zwei Jahrhunderten ist kein Mitglied des englischen KöÜLÜchM ÖUU es 7" Schottlgnd getauft worden.
_- 24. November. (- ._T. B.) _D1_e internationale Zuckerkonferenz beschäftigte sich m ihrer heutigen ersten Sißung lediglich mit _formalen Angelegenheiten. Die sach: [jchen Verathungen begmnxn erst_ am nächsten Montag. Zu Ehren der Konferenz-Delegirten findet heute im AUSWärtigen Amt ein Diner statt. _ _
_ 25. November. (W. _T. _B.) Dre meisten Morgen: blätter sprechen ihre_Befr1ed1_gung über die deutsche Thronrede auß. Die ,_,Morn1n_gpost“ sagt: die Thron- rede werde in allen_ friedliebenden Ländern mit Befriedigung gelesen werden; sie enthalte die nqchdrürkliche Widerlegung der beharrliÖc-n Gsrüchte, daß die Tripelallmnz für aggressive Zwecke geschlois9n sex- Der „Standard“ memt: ee; lasse
„ sick) nicht bestreiten, daß Deutschland lediglich die Früchte». seiner
früheren Siege zu behalten wünsche.
- Frankreich. Ueber den weiteren Verlauf der Regie- rungskrisis liegen heute folgende Telegramme des
W. T. B.“ vor:
“ Paris, 24. November. Der Präsident Grévy ersuchte beute Nibot, die Bildung eines neurn Kabinets zu übernehmen, welches damit beauftragt werden soll, den Kammern die Botschaft seiner Entlassung u überbringen. Rrbot iibeérnabm den Auftrag stjngungsweise, mdem er bemerkte, daß die Botschaft «jn politischer Akt wäre, deren Inhalt das neue Kabinet billigen müßte; pr rathe Grévy vo_n Neuem, mit dem alten Kabinet zu konferiren. Der Präsident wird Abends mit den Ministern, die ihre Entlassung gegeben habsn, berathen. Auch Ribot wird sicb Abends wreder ins Elysée begeben.
_ 24. November, Abends. Grévr) konferirke heute Abend mit den Mitglirdern des bisherigen Kabinets und theilte ihnen semegr Entschluß mit, wegen der Unmöglichkeit, die Regierung weiter zu führen, sein Amt niederzulegen. Dre Botschaft Grévy's an die Kammern gelangi wahrschrmlich am Montag zur Verlesung, der Zusammentrttt des Kongresses würde dann am Dienstag erfoigen. _
ES ist auf?: Nene von einer Plenarvorsammlung der Gruppen der Linken die Rede, die nach der Demission Grévy's stattzufinden hätte, um sich über die Wahl des Nachfolgers Grév 's zu verständigen. Die radikale Linke hat sichzuemerz raktionL-Zusammen: kunft für eine solche Plenarversammlung, aber gegen jede militärische Kandidatur ausgesprochen.
_ 25. November. Grévy theilte Hrn. Ribot mit, daß er darauf verzichte, ein neues Kabinet bilden zu lassen. Infolge dessen wird das Kabinet Nouvier den Kammern die Botschaft Über die Demission des Präsidenten mittheilen, do ist bis jetzt kein bestimmter Tag hierfür angesetzt. _ Das ournal „La Paix“ erklärt: Grévy's Demission sei gewiß, doch könne derselbe erst zuriick:
treten, nachdem er die Republik möglichst ge en Abenteuer '
sichergestellt habe. Demselben Journal zufolge 'ndet zwischen
der Rechten und den verschiedenen Prätendentsn ein fort: _
dauernder Depeschenwechsel statt.
_ In der gestrigen Sißung der Deputirtenkammer brachte der Handels=Minist€r einen Geseßentwurf ein behufs Verlängerung der Zuschlagstaxe für Alkoßol ank 3 Monaxe. _ Dsr Minister beantragte die Dringlich eit, 131€ che auch einstimmig angenommen wurde. _ Nack) Verathung ubxr mehrere Anträge lokaler Natur vertagte sich die Kammer auf morgen.
__ Der Senat nahm den Geseßentwurf, betreffend Ver: langerung der Zuschlagstaxe für Alkohol auf 3 Monate,
* gemäß den Kammerbeschlüsken, ebrnfalls an.
Nach_ dem offiziel en Ergebnifz der Renten: konversion wurde dW Summe von 80 MiÜionen bei einem Gesammtbrtrage von 840 Miliionen Frcs. zur Rückzahlung
** verlangt.
Jtaiiep. Neape[,24. November. (W. T. B.) Zu Ehren der ffiziere des hier vor Anker liegenden deutschen Ge- schwaders gab der Vize-Admiral Acton gestern ein 'ZFWßLL Bail est, dem auch der deutsche Geschwader-Chef, Qontre=Adm1ral von Kall, beiwohnte. _ Morgen findet an
JidstaXr deutschen Geschwaderschiffe ein Ball:
Bulgarien. Sofia, 24. November. (W. T, B.) Der Exarch von Bulgarien befahl dem Metropoliten
Clement, bon seinemYmt zurückzutreten, und beauf- tragte den Bischof Cyrillus mit Wahrnehmung der Amts-
' handlungen in der Diözese Sofia.
Amerika. Washington, 22. November. (A. C.) Jm Staats=Departenrent wurde heute die erste förmliche Kon- eWU „de_r Fischerei-Kommisfion unter BetZeiligung aÜer itglreder abgehalten. Die Verhandlungen egannen
2 hr und_ dauerten bis gegen Abend. Ein Umriß des
die Regierung der, Vereinigten Staaten der d' „ n vor egen beabsichtigt, sowie der Bedingungen, d16,steher ustellen sucht, ist veröffentlicht worden. Es heißt SMW, da, alle Mißverständnisse der zwei Nationen aus trMgkexterz uyter dem Vertrage von 1818 entstanden und nach ]eder Zeitweiligen Uebereinkunft aufs Neue zum Vorschein Yeommeri eren. Darum sei nicht nur eine neue Ausle ung Hifokderkck), sgndern ein neuer Vertrag. Die Ameri aner wil“ chterz zuvorderst eine Verständigung über die Grenze, lie € ?ck gememsamen Fischereire te von den ausschließ- chen langs der Küste trennen so e. YU? Beilegung der __ _ egierung der Ver- amgten Staaten emwilligen, daß die Amerikaner von Buchten usL?sxhloffen werden, die weniger als 10 Meilen breit sind. b_„_,1mrd vorgeschlagen werden, daß die Befehlshaber der Usch€n und amerikanischen Kreuzer alle Verstöße gegen die
eJOln gemeinschaftlich untersuchen sollen!! » ' *J- ' "
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lebens in allen
Wollte,
selig oder glück!
fassungörcchtlicbe nach dem Staats
konstitutionellen
SteÜt mcm folgerichtig aach b
übung weniger i Besiß dieses oder
eine ornamrntale
bewegung: das die Zeit ba
Meere wies. zubiicken, beschritt Leiters der deuts
Yuben anlegten.
Ueberblickt m
scharf hervor.
Bann zu ziehen Kolonisation für gewinnen, weich materiellen
tbätigkeit in übers ausgiebt.
gelegten gro en Stils bew
die Engländer den
uns bis cht noch
als Von den Jndividue'n
Königs so gern im
gesprochen demokra
fie nicht im Stande eine dem demokratis
an der Staatéverwaitung mehr u dem foubcrän gewordenen Volke Gewaki überantwortet, das Sta
eifrigem Bemühen, wahrlich nicht fehlen lassen.
Zwei Punkte waren es vor allen, bei denen sie ihre Hebel immer Berufung der obersten Rathgebcr der
wieder einzusetzen fuehle: die Hauses der Abgeordneten.
Krone und das Budgetrccbt des _ Die „Post“ äußert Über
worden, welchc die 1
drohend erhobrnem Finger vor Verkennung der Gegrnwart und d
baben ihre Bedeutung brwiesen.
Bestrebungen , und wenn
den Hintergrund getreten sind, durch Erfolge auf material] civilisatorischen _Ideen erleichte nicht zu unterschaßen in einem Lande,
Wie viel mehr aber au die KultiVatwn eines Landes in alF nommen werden wird, entzieht sich natürlich der Berechnung. Auch die bis jeÉt in Kolonisationsversucb ummen welcheÉtcb schon lassen noch keine sicheren jexzt von großer Vorficbt gezeigt hat. Handumdrehen zu erzielenden Erfolge würden sicher das Kapitai, Welches bei unserem wachsenden Reichthum die Schwierigkeit einer rentablen Anlage fich Vermehren sieht, [) zu wagen, wie es besonders in Engl lanßjäbrige Erfahrungen die Nü
Zeitungsftimmeu.
Das „Deutsche Tageblatt“ schreibt in einem „Parla- mentarische Legende“ überschriebenen Artikel:
Vom ersten Tage seiner mtnt Wißmarck die „parlameritarischen L selbst die weder dem Geiste, noch d _ _ sprechenden und doch, den Legenden gleich, im Volke sicb forterbenden Forderungen nach Erweiterung der parlamegtartschen Maxhtbefugmffe _ zielbewußt und mit al1em Nachdruck bßkampft. Brgrundeter An- l(_:_ß zu thatkräftigem Vorgehen m dieser Rlchtung war ihm leider nur (1 zu ot gegeben, denn gerade_bei uns in Yreußen hatten auf dem Sump boden dks .KonflikiS' in der ersten _ derartige „Legenden“ wie Wucherpfianzen fich entwickelt. energisch gerodet und beschnitten werden, sollten von dem wilden (He- rank die festen, klaren Linien unseres _ _ _ nicht mehr und mehr verdeckt und dem wenig gcfcharften Blick der großen Masse schließlich ganz entzbgen werden.-
Ihre Entstebung verdankeu dre durcbWeg der haltlosen tigen PariamentSrechts,
und seiner ganzen Eigenart gemäß sich entwickeln lassen. auf ein monarchisch-konstitutwnell
Sébablone anwend
recht und den parlamentarischen Gepflogenheiten aus- tisch-konstitutione[ler Staatswesen, der sogenannten Musterstaaien (England, Belgien u. s. w.) zurecht- geschnitten worden ist _ es wiirden ibm die Adern unterbuxiden und „die starken ,Wurzeln seiner Kraft“ abgeschnitten Werden. jedoch bei unseren Linksliberalen der Sinn für Tradition und Ge- schichte im Allgemeinrn in so unzulänglicbem Maße vorhanden, daß sind, in dem monarchisch-konstitutionel]en Regime ch-konstitutionelien gleichberechtigte, zu dauernder, eigenartiger (Entwickslung befähigte und bestimmte vrrfaffungömäßigen Regiments zu erkrnnen, daß als ein pjs-ajjsr, als eine Uebcrleitung von dem veraiteten und un- möglich gewordenen absoluten zum, ihres Erachtens, aÜein feli - machenden und Zukunft besißendrn demokratisch-konstitutionellen, d. J streng parlamentariscben Regime betrachten.
sich einmal auf diesen Standpunkt, so wird man
estrebt sein müssen,
[)m ausdrücklich d jenes Ehrenrechts
Von diesem Standpunkt, der am Zutreffendften als derjenige der „guten Revolutionäre“ bezeichnet Werden dürftr, erscheint das Ver- langen, die aus den Tageti des französischen Regenschirm-Königtk)ums stammende Legknde, daß im konstitutioncllen Staate die Krone nur
Bedeutung Haben
drr Staatsgeschäste nicht eingreifen solle, („18 101 régus 1119.15 118 Z'011761'l16 pas“), auch auf das gut monarchische Preußen angelvendet zu sehen, nnr konsequent, und die demokratische Opposition bat es an zur Verwirklichung dieses Verlangens beizutragen,
Dieselbe isi bci ibrem Auftancb [d hinwegfe'gen würde, von allen denen betrachtet reibrndrn Kräfte im Volksleben nur als un- TLZ Spiel des blinden Zufalls zu betrachten gewohnt waren. ür «Jeden aber, welcher den historisckxen Zusammenhang zu finden sich emübtc, siand es von Anfang an KolonialbWrgung immer tiefere Furchen reiF-sndc', aus verschiedenen Zuflüisen sick) bildende Strömung nur eine Wirdererwachrn des deutschen Volkes wirkenden Ideen war. Die nationale Ansckxaimng von der Größe und Steliung Deutschlands suchte die Bethattgung, welche schon lange auf die Länder jenseits der Den gezrigtcn Weg
en zu haben, ist ei (ben Politik, als
konnten und onten, daß die Erjver cine weltgeschichtiiche That war,
ginne unserer Kolonialpolitik entw Widersinnige der Auffassung, diesel _ AÜe dic treibenden Kräfte, welche früher versteckt lagc'n, sind tn diesem Zeitraum hin und wieder ans Licht gstreten und Vor AÜem waren es die gewaltig fich steigernden Interessen des deutschen Welthandels, Welche das Netz überal] auSzuspannen suchtkn und jeßt wieder Ost-Afkika in ihren sick) bestrebcn, und die Bestrebungkn, durch die Industrie unentbehrliche
unscTre_ _ e machttg etnw
Juteresscn behaupteten fich aber
dieselben zur Zeit so werden sie desto hcllcr strahlen, wenn en Gebieten die Durchf [)
eeischen Gebieten _1e
iesen haben. ir
in die Reihe der kolonisatorischen Mächte ein etretene Nation erst die Grundlagen zu schaffen, auf denen weiter zu wo jene Völker schon lange ernten können. großen Rückhalt an ihren Ackerbaukolonien, welche
nicht bescheert sind.
Fiktion von der Existenz eines allgemein gül- das für die AUSgestaltung des Verfassungs- konstitutionel] regierten Staaten etwa in derselben Weise maßgebend sein sol], wie für die Regelung des Verkehrs der Nationen untereinander das von der gesammten civilisirten Welt an- erkannte Völkerrecht.
Ueber das Tbörichte' derartiger nur der'enige fick) täuschen, welchcr vor den Lehren .der Geschichte Augen und O ren absichtlich verschließt. Denn daß es nichts Verderblichercs
eben kann, als eine schablonenhafte Behandlung konstitutionelier Fragen, hat die Erfahrung hinlänglich gezeigt.
gilt von den Völkern das bekannte Wort, daß Eines sicb nicht für Alis schickt. Friedrich der Große daß ein Jeder nach seiner Fayon möchten doch nun unsere Demokraten, die dieses Diktum des großen Munde führen, auch jeden Staat nach seiner Fagon ich werden, d. b. seinen geschichtlichen Antezedentien
es Staatswesen, speziell auf unser Preußen, in dem, wie Friedrich Wilhelm 117. vor Leistung des Ver- fassungseides betonte, allezeit „der
nd mehr zu erweitern, bis schließlich oder seinen erwählten Vertretern aÜe atsoberhaupt dagegen auf die Aus-
_ und ailerlei Fußangeln und Fall- _ Sie nahmen Aeußetlicbkeiten für den Kern der ache, wtßelten iiber die „Schü enfeststimmung“, warnten gar mit nglands Rache in ihrer scltsamen er Geschichte.
an nun die in dcn wenigen Jahren seit dem Be-
rt wird. Der Einfluß der lthan ist
en seinen Theilen in Angriff ge- en in fast allen Welttbeilen an- lüsse ziehen, da das Kapital fich bis
and und lichkeit von uberseeischen
steriellen Thätigkeit_ an hat Fürst egenden“ _ fo bezeichnete er einst em Wortlaute der Vrrfaffuna ent-
älfte der sechziger Jahre Hier mußte Staats- und Verfassungsrechts
„parlamentarischen Legenden“ fast
Theorien und Bestrebungen kann
Mehr vielleicht noch
selig Werden könne ;
Wollte man
König regieren maß“), die vxr- en, die von demokratischer SML
Leider ist
orm de_xs modernen ie es vielmehr nur
den Machtantbeil des Parlaments
elegirter Befugnisse und auf der“ beschränkt ist. *
und ihr Träger in die Leitung
die deutsche Kolonial- en vielfach als etwas Cpbkmeres,
isst, daß die unter dem Namen
ortbildung der seit dem
mit kühnem Muth, ohne um- n_um so größeres Verdienst des die Reichsnörgler nicht einsehen bung der ersten deutschen Kolonie
ickelte Thätiékeii, so tritt das be könne bad ein Ende fanden,
Rohstoffe zu Neben diesen mehr auch humanitäre ein wenig in
irkten.
ü rung von welches allein für die issions-
des Jahr einige Millionen Mark ebracbt werden würde, wenn erst
auf manche Miüionen belaufen, Dre ersten allerdings nicht im
olland der all ist, wo erationen ast zuletzt
ewegen, überseeische SÉekulationen
aber haben als die
auen wäre, zu säen, Vor Allem aber haben
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werden kann, manchen Schaden anstifteten.
Weg? für uns_e1e Auswanderer _gx unden worden seien, xrwies fi zu bald als eme schillernde Seifenblase, welcbe ernste Koionialfceunde
Erfolg gehabt. und West-Afrika vorgekommen find, denken Manche nur mit Schaudem
Schußgebieten subventions-Vorlage beweisen, aber ungleich msbr sikht in Aussicht,
die olitik des Fürsten Wißmar _ Fürst BiSMarck hat einen neuen Triumph davongetra en, einen Triumph, welcher gewöhnlich starken Männern zufälit, wel e wiffeu,
auch beigetragen haben, den Hand zu einer halben Versöhnung mit Deutschland auSzustrecken. (T_s würde schl_echt zu den Traditionen des Hauses Romanow passen, mtt elner Nation WHL Verbindung zu unterhalten, deren Regierung
ip?snde, um gemeinsam der Erbitteiung und a en. . [agg gesicherter ist, weil sich Alexander 111. die Ueberzeugung aufge- drangt hat, daß _der Augenblick fiir den großen Wurf nicht günstigist. Dem Fürsten Btömarck aber muß man herzlich zu seinem neuen Er- folg Glück wünschen.
(Es war besonders dieser Mangel, welchen die Gegner der schen Kolonialpolitik hervorhoben und damit, was nicht geleugnet _ _ _ _ Denn jene glänzende, sicb tlcht verzetblicber Uebekschwän lichkeit äußernde Hoffnung, BIF nun
nur
ald als möglich zu zerstören suchten. Was noch davon übrig ge-
blieben. ist nicht der Rede werth. Der Nnßen bon Handelskolonien
P(antagenbetrieb aber, obwohl von großem Werthe, wie die Bei-
spiele in Sumatra _zxigen, kommt erst mittelbar dem deutschen Volk Gute. Doch ttt das KunststückÖen der Gegner, die Aus- wanderungsfra e als das wichtigste Ziel der Kolonialpolitik hinzu- steÜen, mrt de en Unmöglichkeit der Erreichung auch die ganze Be- wegung zu fallen _habe, nicht gelungen. Dagegen haben sie mit ibm: Abschreckunastbeorte vor den Tropen, welche, seitdem fie wissenschaftlich
elebrten Deutschland ein großes Glück hat üchcrn und Broschüren behandelt wird, mehr Seitdem einige Todesfälle von Deutschen in Ost-
ndelt wird, in dem in bald unzähligen
ie verderbenbrirtgenden Wirkungen des Tropenklimaä, ohne nach besonderen Grunden zu fragen welche diese TodesfäÜe herbei-
sübrten und _die meistentheils auf, Ausschreitungen oder übermäßige Ftkrßpazen, wie sie z. B. der Forschungsreisendx zu ertragen bai". und die o rückzufiihren sind. ebenso fqlscb wie_ der gewiffenlose OpiimiSmus. Auges d_te Verhaltnisse mnsiert, wird leicht einen Mittelwe in seiner Beilxéthctlung finden. we
auch tn jedem andere_n Larxde verbängnißvoll gewesen wären, zu- Der ubrririebene Pesfimtßtnus ist hierbei aber Wer unbefangenen
_ Erst jüngst hat ein Minister in rxmkreicb, es auf diesem Gebiet auch s_chon manche Erfahrung gesammelt betont, daß das Klima nock) niemals ein wirkliches Hinderniß zur
Kolonisikrmg gewesen sei. Unsere jeyige Erkenntniß der sanitären
L_ebenßbedtngungewtst eine so umfassende, das; des (Gedankens Blässe
diejenigen, welche m_ kübrem Tbaiendranae zum Besten der Nation in
Troprri ztehen,_ m_cbt übermäßig anzukränkeln braucht, so wenig wie
fich_ die ku__k)ner_1 Pioniere _vergangener Jahrhunderte, welche unter un-
Zleick) ungurtsitgeren_ Bedingungen ihre Reisen unternahmen, durch das lima tropischer Lander haben abschrecken lassen,
_ Noch mehr werden mit dem Tropenkltma_zusammrnbängenden Fragen geklärt werden,
wenn sich die Schaffung eines, man könnte viellei t a en, Rei s- Gesundbeitsamts fiir die T ck sg ck kolonialen Vereinen lebhaft gewünscht wird.
roprn, verwirklichen soÜte, welches Von den Der Jnitiaiive der Leyteren ist noch Manches vorbehalten, was
bei dcr Neuheit und Unfertigkeit 11nser€s_kolonial-p9[itischen Le
„
_ erst andeutungswei . , dre Geseygebung _über die Rechtswerbältniffe in den deutschen und die wahrscheinlick) zu erwartende Dampfer-
durch die bevorstsbende Fusion des Deutscben Kolonialvereins der Gesellschaft fur deutsche Kolonisation ein einheitlicher Ge-
danke die Bewegung [eitrt und wenn es gelingt, einen festen Kern. für alle kolonialen Bestrebungen, ohne übermäßige Bevorzugung der einen
anderen Richtung dauernd herzustelien.
_ Die „Vossische Zeitung“ schreibt über den lebten
Theil der Thronrede:
Zn engem Znsammenhang hiermit (der neuen Erböhung dec
chen Webrkraft) stebr der Schlußsaß der Thronrede über die
auswärtige Politik des Reichs, der dieSmal eine ungewöhnlich leb-
Farbe_ trägt. Es ist die Farbe friedlichen Selbstbewußtseins tbatkrafttger Entschlossenheit. Neben die Pflege freundschaft-
licher Beziehungen zu allen Mächten Tritt dießmal in der Tbronrede
nachdrucksv_olle Betonung der „Verträge und Bündnisse“, bZsiimmt smd, den Frieden des Reichs und des Welttheils . _Wenn bei früheren Eröffnungen des Reichstages die
te Hoffnunß oder die Bemühungen Ausdruck fanden,
' ' "r Hinweis auf die
Kraft und die Mittel zu diesem Zweck, welcher der Kundgebung nach
n den Stempel verleiht. Ein Beweis mehr für die Bedeutung
dessen, was in der _Zwischenzeit auf diplomatischem Gebiet erreicht
en ist. Aber die durch „Verträge und durch Bündnisse“ geWonnene
Kraft des Deutschen Reichs gilt keinen AngriffS- und Eroberungözwecken. In stark erbobcnem Ton Weist die Tbronrede aÜe dahin gebenden («He- d_anken vor Europa zurück. Indem sie das Reich gegen die „uncbrisi-
Neigung zu UeberfäUen benachbarter Völker“, als dem deutschen
Charakter fremd, feierlich verwahrt, gewinnt fie den Boden, auf dem fie dem Betrußtscin der je
Fr erreichten Stärke um so festeren Ausdruck kann, den_B_oden er Selbstvertheidigung, des Schukes der nalen Ynabhangtgkeit. Die Worie, mit denen dieser Pas 118 der _und _dtefelbe als solche schließt, können an dem starken BoÜwerk te Sicherung des Frikdens nirgends eincn Zweifel lassen, und
dennoch wäre ein so nachdrücklicbrr Hinweis auf dies Bollwerk kaum
g. wc'nn_ nicht die Möglichkeit eines Angriffs auf dasselbe von oder Ort oder beiden zugleich eine bleibende Erwägung bildete.
__Der „_Siandard“ hält das Ergebniß des Zaren- s 111 Berlin für einen der Flänzendsten Triumphe, welche jemals gefeiert hat.
te wolTen, warten können und mittlerweile die Hände nicht in chooß legen. . . . Die Heltsamen Zustände in Frank-eick) müssen arcn in seinem Entschluß zu befestigen,
nig stetig und
o prekär ist wie die der Französischen Republik. es in Frankreich eine
starke Exekutive und eine einiger-
maßen einige und patriotische Legislatur, mit einem Wort, wäre
da, was nicht da iyi, dann wäre es am Ende eine Möglich- daß das autofratisebe Rußland seinen angeborenen Wider- gegen den Namen und die GrundsäKe einer Republik über-
_ _ achlust freien Lauf zu . . Es ist erfreulich, wenn der europäische Friede eine Zeit
mit I
aescbi kunde,
Statist
11. Band,
Auch
Statistische Nachrichten.
Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Berl in find bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 13. November bis inkl. 19. November cr. zur Anmeldung gekommen: 279 Ebeychließungen, Sterbefälle. *
917 Lebendgeborene, 29 Todtgeborene, 529
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
P DIS „Handbuch der Verfassung und Verwaltung in reu Grqis, Geheimer Regierungs-Ratb und vortragender Rath im Ministerium des Innern, ist in sechster Auflage erschienen. ?;erlßg von
“ck __ 1887 ab. Die zahlreichen und umfangreichen Gesche, welckpe in den Längsten Sessionen des Reichstaxxs und des Ländtages zustande ge- ommcn sind, babrn voüständige
en und dem Deutschen Reich“, von Graf Hue de
(Berlin, Iulius Springer. 321 Bogen 80. Elegant gebunden Die jeßt vorliegende sechste Auflage schließt mit dem Oktober
ufnabme gefunden. (Der rospekt nbaitsangabe liegt der heutigen Nummer des .ReYhs-An-
zeigers“ bei. _ Württembergische Vierteljabrsbefte für Landes-
chte. (WürttembergisÖe Jahrbücher für Statistik und Landes-
berausaegcben von dem württemb-xrgischen ischen LatzdeSamt, Jahrgang . Jahrgang 1886.“ ]. Halfte. Stuttgart, _W. Ko [hammer, 1887. _ dieser neue Band der Vierteljahrsbefte ist an inter-