1887 / 282 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 01 Dec 1887 18:00:01 GMT) scan diff

Laud- uud Forsttsi'rths-haft.

Soeben ist im Verlage von M. Heinsius in Bremen erschre- lchwirtbscbaftliches Taschenbuch HerauSgegeben von Leinwand gebunden 2,50 „44, i:) Ledergeb.16 „ki _ Auch dieser Jahrgang 1888, nunmehr der zwölfte, zeigt, daß das Taschen-

nen: .Mi anölfter Jahrgang.) reis m

buch seinem Zweck entsprechend nach

der eit erhalten wird. Ueberall, wo die ?Yraxis dazu Anlaß boten, laßt dasfel

und voüstandtgende Hand wahrnehmen.

' , i Ta enkalender eigenthümlicbe_ Einrichtung, verdient TIFF u:?desäjéteise LYvorgebobcn zu xverden, wie das Cndx der Trage- zeit von Pferd, Rind, Schaf qder Ziege, und Schwein rm Schreib- kalender bei jedem Tage, mrt demselben beginnend gedacht, an-

gegeben ist.

_ Tabelle zur Bestimmung desBru tto- und Netto- ewicbts des Rindviebs Vermittelst zweier Maße vpn C. C. lüver, weil. Königlich dänischem Forst- und Jagcrmxtster. In

deutscher Uebersetzung herausgegeben vori R. Strauch, Direktor der landwirtbschaftlichen Winterschule zu Netffr. (Bremen. Druck und Verlag von M. Hemfius.)

Gewerbe und

Aus den nunmehr beendeten statistischen AufsteÜungen, betreffend die Verunglückungen mit tödtlichem Außgange und hetrefkend die Verunglückungen obne tödtlichen Außgang aber mrt„Ar5e11Sunfahtgkett von Mindestens 1 Monat im Bergwerksbctrtebe Preußens während des Jahres 1886, seien, nach dem „Kompo , Organ der Knappschafts - Berufsgenos1_enschaft folgende Zahlen von aUgememem Jntxresse bervorgxhoben. sämmtlichen, unter Aufficbt der Königlichen Bergbeborden stehen-

den Bergwerken und Aufbereitung 1886 im Ganzen kamen 647 Mann

einer auf 445 Mann

oder 22,

bei auf Zehntausend oder einer auf 348

auf 396 Arbeiter tödtlich verunglückte Opfer

Mann.

u verzeichncn gewesen, mithin 21,0 (1

ann. Bei den vorstehend angegebenen Zahlen sind 13_Ungiücksfa[1e mit tödtlichem AuSgange von solchen Personen, die nicht zur Belegschaft der Bergwerke gehéirten,chabxr infolge des Betriebes emgere ne. . . ' sind die Fälle von Vrrunglückungen beim ergwerksbetriebe, dre ritcht den Tod, wvhl aber Arbeitöunfäbigkeit von etnetti"Monai und daruber im Gefolge hatten. In dieser Weise Verungluckten im Berichts-

ums Leben kamen, nicht

jahre von der gesammten Belegschaft

tausend, also je einer auf 61 Arbeiter, während im Jahre 1885 im

Ganzen 3177 Personen, also 109 auf

verunglückten. Die Höheren Ziffern des Jahres 1886 find weniger auf eine beträchtliche Steigerung der'UngluxksfaÜe, als vielmehr darauf zurückzuführen, daß infolge des inzwtsckzen in Kraft getretenen Unfail- verficherung§geseßes auch kleinere Unfalle zur Aufzeichnung gelangen.

Von den 4719 verunglückten 89,8 % vorübergehend, d. l). auf

naten arbeitéunfähig, während der Rest von 482 Mann (= 10,2 0/0)

dauernd erwerbßunfahig wurde. Im

re enden ablen auf 2954 oder 93,0 und 223, oder 7%. Auf die sc?nz§nen ZrJJeige des Bergbaues vertheilen sich die Zahlen des Jahres

1886 wie Folgt: dauern

Steinkohlenbergbau . Braunkohlenberg'bau . Erzbergbau. . . .. . Gewinnung anderer Mineralien (Steine und Mineralsalze) 14

16 35

77 ,

Die Wesentlich höheren Verhältnißzahlen der beim Sieinkoblen- bergbau vorgekommcnen Verunglückungen find auf das le1chterc imd häufigere Vorkommen der matten und schlechten Wetter (gxsundhetts- schädlichen Dünsten und (Hafen) in Stetnkohlcnbergwerken zuruckzufuhren.

_ Dem Bericht des Vorstandes der "AkFien-Brauere'i- Gesellschaft Moabit über das (Geschaffßwhr 1886/87. sind

folgende Mittheilungen entnommen:

durch die Anstellung eines neuen Braumeisters die Hindernisse zu be- siegen, die störend auf den Verkauf des Fabrikaxs emwrrkten, a,ber sind durchaus nicht erfullt worden. Nlcht

die gcbegten Erwartungen

allein war der Umfa kleiner als im ' vorräthigen und neu Febrauten Biere zum Theil mtt Verlust verkauft

werden. Nachdem noch ganzaußerge

nothwendig erachtet Wurden, steÜt fich eine Unterbichnz 'von ca. 232 000 „M heraus. Die Gesammtabschreibungen betragenxzuzygltck) abgeschrtebener zweifelhafter Forderungen 236 708 946. Die Kreditoren haben fich um

23 611 „M verringert, an Kautionen ferner sind weitere 25 000 „74 auf, worden. Die Debitoren haben st

Es wurden ebraut 1885/86 58 529 111, 1886/87 54 778 111 und ver- kauft 1885 8g6 61 0771 111, 1886/87 58 056F 111. Der Bestand betrug

eptember 1886 22040 Wiesbadener K

am 30. 19 758 111. Die

Geselkschaft, [)at in dem ersten, nur 6 Monate umfgffenden Ge- schäftsjahre nacb Abschreibungen, im Betrage von 23137 „44 einen Reingewinn von 57 850 „ck erzielt, ' ' " ' Generalversammlun 70/0 1). r. r. an die Akttonare Verthetlt werden. css Ba'nk zu Dreßden

Die . isch'e

1. Dezember in Zwrckau e_m Zwetgg

der Säch ischen Bank zu Dresden. _ ie in der dritten orden

Türkischen Tabackregie-Gesellschaft in Konstantinopel yor-

Zlegte Bilanz schließt mit einem

bwohl die Lage noch nicht zufriedenfteklend ist, zeigt sie doch eine Besserung gegenüber den vorhergehenden Jahren. . 1 dem Tabackverkauf betrugen im'Jahre 1886/87 1403 430 egen 1404 303 Pfund im Vorjahre. ' 8978 Pfund gegen 11190 Pfund im Vorxahre.

Licenzen ist von 13 055 Pfund im V

1886 87 etie en. Die Einnahmen aus den Rückvergützmgen, sowie / g s Z sind von 47170 Pfund im Vorjahre

auf 49815 Pfund, die Einnahmen der Provinz Bagdad von

sonstige verschiedene Einnahmen

45 206 Pfund auf 48 815 Pfund

Wertbpapieren wurde gegenüber einer Einnahme_ von 10 888 Piund im Voxjabre eine Einnahme von 20 513 Pfund tm letzten Geschafts- Aus Egypten wurden 61418 Pfund erzielt gegen

'abre erzielt. 100000 Pfund im Vorjahre.

_ Englands Weizeneinfubr aus den wichtigsten Exportländern in je 1100 ths. (_1 engl. Ctr. = 50,8 kg) der Gesammteinfuhr

und Prozenten

[ t 10 a re na den in dem Werke ck en I b Zia): Schering veröffentlichten Zahlen: Aus

liche Konkurrenz“ von Deutschland in: 1877: 5455 ths. oder 10,3 9/0, 1879: 3614 ths. oder 2,9 0/0, 1881: 1361 ths.

ths. oder 6,2 0/0 _ aus Rußlan

287 860 Arbeiter beschäftigt.

der Arbeit Jahre 1885 Waren von 292 713 brfcbäftigten Personen 841noder 28,7 Mann umgekommen, wahrend tm

Durchschnitt der letzten 19 Jahre 25,2 auf Ze'hntausend oder einer

forderte wie alljährlich der Steinkohlen ergbau, bei dem 192 080 Arbeiter beschäftigt waren; hierbei verloren 490 Mann, also 25,5 auf Zehntausend oder einer von 392 Arbeitenden daß Leben. Beim Braunkohlenbergbau verunglückten von 23 484 Arbeitern 47, also 20,0 auf 10 000 oder je einer von 500, beim. Erzbergbau von 62 750 Arbeitern 90, also 14,3 auf 10 000 oder 133 einer auf 697 Bei der Förderung von Steinen und Mtneralsqlzen sind bei 9546 Arbeitern 20 Todesfälle in Folge Verungluckung im Beruf

7xrwrrbSunchig

für 1888“. Benno Martiny.

eder Richtung hin auf'der Höhe 1 Fortschritte in Wissenschaft e die bessernde und ver- Als eine besonders zweck-

3. Auflage. Preis 1.“

Handel.

Rcich,

das Deuts c In

für

im Jahre Von diesen Zehntausend oder ums Leben ; tm

Sanftalten waren

5 auf

, Verbältni mäßig die meisten

uf 10000 und einer auf je 477

Viel zahlreicher

4719 Mann oder 164 auf Zehn- 10 000 oder je einer auf 92

Personen waren 4237 oder die Dauer von 1 bis 6 Mo-

Vorjahre beliefen sich die ent-

Ueberb, aufs 1000 19,6 12,6 9,1

95

d vorübergehend 3346

281 533

Die VerWaltung hatte gehofft,

Vorjahre, es mußten auch die

wöhnlich hohe Abschreibungrn als

wurden 23 250 «;ck zurückgezahlt, die Hypothekenschuld abgetragen ck) um ca. 87 000 “M Verringert. 111, am 30. September 1887

ronen-Brauerei, Aktien-

wovon nach dem Beschluß der

eröffnete am eschäft unter der Firma: Filiale

tlichen Generalversammlung der Defizit von 75 686 türk. Pfund. Die Einnahmen aus

?fund Die Tabackausfubr etrug

Der Erlös, aus den orjahre auf 13 770 Pfund im Jahre

gestiegen. Durch Verkauf von

w äh r e n d d e r „Die landwirthschaft-

oder 10,7 0/9, 1878: 5118 ths. oder 6,6 0/0, 1880: 1599 ths,

20,6 %, 1878: 9022 ths. oder 18,1 0/0, 1879: 8004 ths. oder 13,4 9/9, 1880: 2880 ths. oder 52 0/0, 1881: 4047 ths. oder 7,1 0/0, 1877_1881: 34 791 ths. oder 12,6 0/o _ aus den Ver- einigten Staaten und Britisch Rord-Amertka in: 1877 : 24298 ths. oder 44,7 9/0, 1878: 31682 ths. oder 63,4 0/9, 1879: 40 824 ths. oder 68,5 0/n, 1880: 40 078 ths. oder 72,5 9/0, 1881: 38 959'o'der 68,2 0/0, 1877_1881: 175 841 ths. oder 63,7 0/0 _ aus Britisch Indien in: 1877: 6105 ths. oder 11,2 0/0, 1878: 1821 thS. oder 3,7 0/0, 1879: 887 thS. oder 1,4 0/0, 1880: 3229 Etuis. oder 5,8 0/o, 1881: 7339 thß. oder 12,8 %, 1877_1881: 19 381 (8th. oder 7,0 0/0 _ aus Australien in: 1877 : 426 ths. oder 0,7 0/0, 1878: 1454 ths. oder 2,9 0/o, 1879: 2248 ths. oder 3,7 /0, 1880: 4246 ths. oder 7,6 %, 1881: 2969 ths. oder 5,2 9/0, 1877_1881: 11343 th5. oder 4,1 0/0. _ Aus Deutschland in: 1882: 3080 ths. oder 4,7 9/0, 1883: 2871 ths. oder 4,4 0/9, 1884: 1090 ths. oder 23 %, 1885: 1980 ths. oder 3,2 0/9, 1886: 1318 ths. oder 2,7 %, 1882-1886: 10 339 thß. oder 3,6 0/0 _ aus Rußland in: '1882: 9576 ths. oder 14,9 0/0, 1883: 13 347 ths. oder 20,8 9/0, 1884: 5402 ths. oder 11,4 0/9, 1885: 11976 ths. oder 19,5 9/0, 1886: 3710 ths. oder 7,8 %, 1882 bis 1886: 44 011 ths. oder 15,5 0/9 _ auß den Vereinigten Staaten in Britisch Nord-Amcrika m: 1882: 37 826 ths. oder 589%, 1883: 27 926 ths oder 43,5 0/0, 1884: 24 398 ths. oder 51,5 .)/0, 1885: 26 017 ths. oder 42,3 %, 1886: 27 702 ths. oder 58,4 0/0, 1882-1886: 143 869 000 ths. oder 50,6 0/0 _ aus Britisch Indien in: 1882: 8461 ths. oder 131 0/0, 1883: 11249 ths. oder 17,5 0/0, 1884: 7981 ths. oder 16,8 0/0, 1885: 12170 («W. oder 19,7 "'/0, 1886: 11029 ths. yder, 23,2 %, 1882_1886: 50 890 ths. oder 17,9 0/0, _aus Australien m: 1882: 2475 ths. oder 3,8 0/0,1883: 2683 ths. oder 4,1 0/0, 1884: 5091 ths. oder 10,7 0/0, 1885: 5279 ths. oder 8,6 0/9. 1886: 739 ths. oder 1,5 0/0, 1882_1886: 16267 thfs. oder 5,7 0/0.,__. Die Gesammteinfubr vvn Weizen in: 1877 : 54 270 CMS., 1878. 49 906 CMS., 1879: 59 592 ths., 1880: 55 262 ths., 1881: 57148 CMS., 1877_1881: 276178 ths., 1882: 64 241 CMS., 1883: 64139 ths., 1884: 47 306 ths, 1885: 61499 Etuis„ 1886: 47 404 ths., 1882_1886: 284 589 ths. _ Yer Vergleich der Weizeneinfuhr Englands während des le xen Jahrfunfts mtt der während des vorleßten ergiebt es sich, daß te Gesammfeinfuhr inn 3 0/0, die Einfuhr aus Britisch Indien um 162,2 0/0, aus Australien um 43,4 9/0 und aus Rußland um 26,5 0/0 gestiegen„ gegen die Em- fuhr aus Dechhland um 65,8 0/0 und aus dezi Vereinigten Staaten und Britisch merika um 22,2 % gesuziken, ist, "das; ferner'an der Versorgung des englischen Marktes mxt emgefuhrtxm Weizen die Vereinigten Staaten und Britisch Nordaryerrka mit 13,1% und Deutschland mit 2,6 0/0 weniger, dagegen Branch Indien mit 10,9 0/0, Rußland mit 2,9 0/0 und Australien mit 1,6 0/0 mehr betheiligt ge- wesen find. . Amsterdam, 30. November. (W. T. B.) Bet der Heute von der Niederländischen Handengesellscbaft abgehaxtenxn Zinnaukti on über 23 343 Blöcke wurden 94 ck 99, durchschnittlich 98F gezahlt.

Submissionen im Auslande.

Niederlande. ,

1) 5. Dezember, 1 Uhr Nachm. Semsantsbeabuur im Haag: Lieferung von Papier-, Schreib-, Zeichen- und anderen Bureau- Bedürfniffen _

für den Bedarf der Bureaux der.Gememdchrwaltung, des Gyn;-

nafiums und der Gemeindeschulen tm Haag pro 1. Januar 1888 bis

ultimo 1892.

Auskunft an Ort und SteÜe. , _ 2) 6. Dezember. 2Uhr Nachm, Uaawobappy tor Fxploitabuz 78.11

Staat» 001'978JSU im Central-Bureau zu Utrecht, Moreelse Lgan:

oos Nr. 122. Lieferung stählerncr Querschrveuen mit Be- festigungstheilen in 3 Abtheilungen. " _ Bedingungen auf brie liche Franko-Anfrage fur" 0,50 Fl. tm genannten Central-Bureau .4fcl. Weg 811 Karyn) kaufltcb. _ 3) 8. Dezember, 11 Uhr Vorm. Direobis 1161" Uarms zu

Amsterdam:

Yeferlunxcxh von ungetheertem und getheertem Tauwerk und von ege tu . Bedingungen einzusehen im Bureau dos 1100111 pan hat %ck

79.11 uirrustjnZ' 78.11 '8 KWZ ssrf zu Amsterdam.

4) 8. Dezember, 11 Uhr Vorm. Gamsentsbsatuur 78-11 1äaar- äsraäaa] zu Grouw (Prov. Friesland): ' Lieferung von 100 ga vanisirten eisernen Kloakentonnen. Auskunft an Ort und Stelle.

Verkehrs - Anstalten.

Hamburg, 1. Dezember. (W. T B.), Der Postdampfer .Hungaria' der Hamburg-Amertkantscben Packetfczhrt- Aktien-Gesellschaft ist, von Hamburg kommend, gestern in St. Thomas eingetroffen.

Sanitätswesen und Quarantänewesen.

Oesterreich-Ungarn. , , '

Infolge Ministerial-Erlaffes sind die gegen italienischesérovemenzcn seiner Zeit angeordneten Quarantäncmaßregeln (R.-A._ r. 226, vom 27. September 1887) dahin abgeändert worden, daß die Provemenzrn vom italienischen Küstenlande zwischen Civitavecchia und Ancoiia in Triest nur noch Liner VeobacbtungSreserve von drei Tagen unterliegen, wälJre-nd jene aus venetianischen Häfen zum freien Verkehr zugelassen wer en. '

Provenienzen aus Sizilien und aus aÜen übrigen_ itcxlieniscben Häfen unterlie en der ärztlichen Untersuchung und Desinfiztrung der Gebraucthegen fände.

Die vorstehend gewährten Erleichterungen finden Anwendung auf alle Schiffe, welche sich gegenwärtig _in Beobachtung§reservr bZfinden, und erstrecken sich fortan auf (M: Fahrzeuge, welche nach unverdachtlger Ueberfahrt unter normalen Verhältnissen einlaufen.

Ma a.

Die Lokal-Regierung hat durch Erlaß vom 14. November 1887 angeordnet, daß von diesem Tage gb allen von Malta abgehenden Schiffen reine GesundheitSpässe erthetlt Werden. '

Durch Verfügung vom 15. November ist die Quarantane gegen Sizilien und Italien aufgehoben worden.

Spanten. *

Zufolge einer in der „Saasta (10 Uaäriä“ enthaltenen Bekannt- machung des Königlich spanischen GesundbeitSamxs vom 17.quember 1887 sind die s. Zt. erlassenen Quarantane-Perfugungen für die nach- stehend erwähnten Länder gegenwärtig noch in Kraft:

1) Europa: Häfen der Donczu (belera);

2) As ien: Kaiserreichk China mtt „AUSnabme von_ Emuy (Cholera); Persischer Meer usen (levgntimsche Pest); Mindanao (Philippinen (Cholera); Saigon (Cochmchma) (Cholera); Hafen von Tonking (C olera). , '

3) Amerika: Republik Chile, mxt AUEnahme von'Valparatso YTÄZW); Tampa (Vereinigte Staaten von Nord-Amertka) (gelbes

6 er .

Die Dorotheensiädtiscbe Gemeinde

des 200jäbrigen Bestehens ihres Gotteshauses ' Feßebein. Yastor Stechow, der seit 1859 in der Gemeindeerkzt? a e ne

der Gemeinde enthält und mit dexi Abbildungen der Kirche aus den Jahren 1690, 1853 und 1887. mit der Ansicht des

geschmückt ist. Nicht weniger als vier Bazare find beute eröffnet wOrden

„Zions ülfe ' in den Restaurationöräumen des Herrenhauseg_

Paris, 30. November. (W. T., B.) Algier ist gestern Abend 71- Ubr tn Oran, Maßcara und Relizanne ein starker Erdstoß wahrgenommen Worden. Irgend

ein schwerer Unglücksfakl wurde dadurch nicht verursacht.

Im Belle-Alliance- Theater werden am Sonnabend wieder die fröhlichen Weisen der Strauß'scbex „FledermaUS' ertönen, Aus den früheren Aufführun en des Friedrich-Wilhelmftädtjschen Theaters ist die Beseyung der Hauptrollen bekannt.

Hr. Lazzaro Uzielli, Pianist aus Franksurt a. M„ (1 gestern mit seim'r Gattin Julia ini Saale, der Stng-AkadeUIj? ein Concert, in Welchem Beide mxt Klavier- und Gesangvorträgen abwechselten. Mit der Sonatx: von Bexthoven, 0x). 81a, beginnend, deren drei Sätze der Komponist „Abschied, Trennung" und Wieder- sehen“ betitelt hat, blieb bei aller Azierkenming der Prazifion und der Virtuosität des Spielers doch das ticfnere'Erngeben tn dre poesievolle Stimmung des Werks zu wünschet) ubrtg. Auck) d.'r Vortrag der Phantafie von Chopin entsprach YUM" uyseren Erwgrtunqen. Eine ewisse Härte des Anscbla s beemtrachttgte „oft die Wirkung der Jo zart ersonnenen Klangeffe te. In ernem Landler von Raff, dessen technische Schwierigkeit in Doppelgriffxn ,und IZrtüerketten der Spieler mit roßer Leichtigkeit überwand, sowie in Stucken v_on Rheinsberger und Brahms hatte derselbe noch „besondere Gelegenheit die „Bravour seines Spiels zur Geltung zu bringen. _ Frau Julia _Uztelli, eine Schiveizeriu von Gröurt, gebietet über „eme sehr wvhlklmgende und gut geschulte Sopranstimme, die ,nur rn den hohen T_önen der?- gestrichenen Oktave etwas scharf klingt. Ihre Vortragsw_ctse_isiböchft schwungvoll und oft von so großer dramatischer Lebendigkeit beseelt, daß der Wunsch nahe liegt, die Künstlxrtn einmal" ayf der Bühne zu Hören, zumal die Kraft der Stimme, volJstandig ausreichend erscheint. Zwei Schubert'sche Lieder: „Die junge Nonne“ und .Mignon', sowie .Widmung“ Von Schumann elangen der Sängerin vortrc'fflick). Ein (Gleiches gilt von den Bra nis'schen „Liedern, von denen das zweite, .;Botjcbaft“, einen so aÜgememen Beifall erweckte, daß die Sängerin sich zu einer Wiederbolrzng enischloß. Der Saal war ansehnlich gefüUt, und es wurden beiden Kunstlern reiche Bei- fallsspenden zu Theil.

In der Philharmonie wird mo_rgen", Freitag, .Die Glocke“ Von Bernhard Scholz ausgefuhrt.

Abend (79 Uhr)

Literarische Neuigkeiten und periodische Schriften.

Deutsche Gemeinde-Zeitung. (Verlag von P. Stankie- wicz, Berlin 8177.) Nr. 48. Inhalt: „Zur Erganzung ,und Verstärkung der Betrachtungen über die Gemrmdebesteuerun . _ An- gekündigte Vorlagen für den Reichstag. _Dte Aliers- und npalidenz versorgung. _ Ministerieüe Anordnung, betr. die W'erthvaptere het SicherstelXungen in Preu en. _ Stellung der Stadt-Schizldeputatton zu dem Orts-Schulinspe tor in Fragender Schulaufficht m Preußen. _ Portobestimmungen für den Schrtftwechsel der Sparkqssen.- Oberverwaltungsgerichtliche Entscheidung, betr. den Handel m1tsogen. Nicht-Wochenmarktartikeln in den MarkthaUen._ Verhandlungen des prcukßiscZFn LandesJonoßmie-Kollegiums. _ Hauptergebniffe der le ten Vol szä ung in reu en. bildung im preußischen Heer.-Nachweisungen der im Jahre1886/87 aUSgegebenen Jagdscheine in reulßen. Verbandkungxn auf dem Kreistage zu Grünberg. _ N eder assung von Aerztxn m „kleineren Gemeinden. _ BevölkerungSverbältnisse, allgemeine Finanzver- hältnisse, Leihanstalt, Sparkasse, Sparmarkcn, Schulwesen, Armen- und Krankenpflege und Arbeiter-Krankenvcrstcherung zu Augsburg. * Einführung des Unterrichts in Gesetzeskunde m der Fortbildungssxbule zu Glogau. _ Polizeiverordnung, betreffekzd das quten imd Fuhren von Hunden, zu Grünberg. _ StaaiswtffensYaftltche Litteratur.- Beilagen: 1) Deutscher Gemeinde-Anzctger und Ochul-Anzetger M48. 2) Ortsgese e. _

Deut che Iäger-Zettung, Organ fur Jagd, Ftscherei,Zuch1 und Dreffur von Jagdhunden. (J. Neumann, Neudatxtm.) Nr. 18. ,- analt: Ein neuer Beitrag zum Thema: .Expreßbucbse; (Zuglellb eine Antwort auf den Artikel des Majors Thiel m Nr. 38, Band 7111 der „Deutschen Jäger-Zeitungk)" Von Dr. Hanns von Kadick). „Brücke“, Bilder aus „dem sagerleben. Von Leder- strumpf. FWU. Geierjagd. DieBestrafung der Hunde durch dcn Schrotschuß. _ Berichte über Trcrbxagden 2c. ,

Monatsschrift für das Turnrvesen rznt besondererV7 rückstcbtigun des Schulturnens und der Gesundheitspflege. Heft 1- (Berlin 188 . R. Gaertner's Verlanguchbandlun , Hermann kv: feldc'r, Schönebergerstraße 26.) _ Inhalt: Ab andlungxn: re? Jubilare. 2) August Hermann. Vim F. Klagrs' _ An11chkep ds Obersten Von Werder iiber den Betrieb der Mil'ttar-Gymnasitk an dem Jahre 1860. _ Beurtheilungen und Anzeigen: Von Dxes - Praktische Anleitung zu richtigen HülfssteÜungen bet gymnastlschÉn Uebungen. Vierte Auflage. Berlin1887. Besprochen von 1)k- * Euler. _ Vermischtes. . ' " ' ,

Der Arbeiterfreund. Zeitschrift fur drr Arberterskaßk; FFK Jahrgang. (Berlin, Verlag von Leonhard Stmxon)“ Z"- balt. Abhandlungen: Gustav Werner und sein Werk in seiner ?" deutung für ,die sozialreformatorischen Aufgaberz der Gegenwart. Zn ])r. Wurster-Tübingcn. _ Stimmen von Arbeitern und Unternelöxnk;or aus der Reichsenquete über die Sonntagsarbeit; Von Dr, Vit,n Böbmert. _ EiUWanderunq, Auswanderung und innere Kolonisa 13 in ihrem Einfluß auf das Arbeiterivohl. Von Dr. Viktor Böhmem; _ Wie sind aus Bettlern Arbeiter zu m_achen. ,Von Adolf GUN precht. _ Nordamerikanische Arbeiterverhaltnisfc (4.'_6.). Vonstn' A. R. in New-York. _ Handfertiqkeit und Hausfletß: Das We- des nordischen H„mdfertigkeits-Unterrich. Von Otto, Salomox-der, Literatur über Handfertigkeit, Hausfleiß, Handarbeit und Kmder beschä'fti ung. _ Materialien für prakti ck16, VersuPe zur Losunßus„ ArbeiterZrage: Nr. 7. Vorschriften iiber die Gewahrrmg von klein“ bauprämien und Vorschüsfen für die Arbeiter der Königlichen der koblengruben bei Saarbrücken. Nr. 8. Polizet-VerordnunZ und Königlichen Regierung zWüffcldorf über das Halten von'KOsxbrs. Qömrtixrgängern. _ Literatur über die Arbeiterfrage. _ Viertel!a C roni .

_

Berlin, 1. Dezember 1887.

Der heutige Tag erinnert an einen der schmervzlichsten Verluste, den das deutsche Kolonisationswerk in Ost-Afrika erlitten: genaxr vor einem Jahre fiel Dr. Carl Zühlke von Mörderband zu Kismaxu iin Somalilande. Hingebungsvoll seine Kraft und sein Leben an 'die schwersten Aufgaben im Kolonialdienst sexend, starb er als Opfer seiner Vaterlandsliebe und als tapferer Vor

ampfer, dessen Andenken von *

Redacteur: R i e d e [.

Verlag der Expedition (Scholz).

' Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-Anstalt- Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Acht Beilagen (einschließlich 2 Börsen-Beilaaen).

Berlin:

oder 2,3 0/0, 1877_1881 17147 d in: 1877: 10838 ths. oder

seinen Zeitgenossen stets in hohen Ehren gehalten Werden wird.

trifft eifri ““ bereitungen, um die für den 11. Dezember bevorstehendegFY“?k _

estschrift verfaßt, welche die Geschichte der Kirche und „*

Pfarrba ? mit der des Schadow'schen Grabdenkmals des Grafen von dxrsereY

u. a. ein olcher zum Besten der Kinderpflege- und Ekziebllngsanstalé

Nach Berichten aus 5

_ Statististbe Angaben über die S ul- '

„NFZ LZD.

G r st e V e i l a g e zum Deutschen „Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember

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Königreich Preußen.

Privilegium

e enAusfertigung a„ufden Inhaber [aUtenderAnleihe- Thegine der Stadt Bletcherode tm Betrage von 150000 „16.

Wir Will) elm , von Gottes Gnaden König von Preußen xc.

Nachdem der Magistrat _und die Stadtverordneten-Versammlun der Stadt Bleicherdde' beichlossen haben, die zur Tilgung ältere? mit 4 Prozent Verzinsltcher Schu1den,_ zur Ablösung einer auf dem städtischen Waldi; ruhenden Rente, eines Kanons und Erbzinses zur Ausführung etylgxr Straßen- „und Brücken - Bauten, zur Erweiterung" der stadtisckyen Wgsserlertqng und zum Ankauf eines neuen Blgrabntßplayes „erforderlichen Mittel im Wege einer Anleihe zu beschaffen, wollen Wir gui Antrag des Magistrats:

zu diesem Zweck aus jedeit„Jrzhaber lautende, mit Zinsscheinen

versehene, Seitens der Glaubrger unkündbare Anleibescbeine im

Betrage von 150 000 „;ck ausstellen zu dürfrn, da sich hiergegen weder, im Interesse der Gläubiger, noch der Schuldnerin Etwas zu errnnern gefunden bat, ia Gemäßheit dcs §. 2 des Geseßes vom 17. Zum 1833 ur Ausstellung won Anleihescheinen zum Betrage 23,011 150 000,26. m uch_staben: Einhandkrtfünfzigtausknd Mark, welche m 300 Absthktexi zu je 500 „(ck nach dem anliegénden Muser aitszufertrgen, init Drei- und einhalb Prozent jährlich zu verzimen und nach dem festgestelltxn Tilgungsplan mittelst Vrrloosnng jährlich vom 1. Januar 1888 ab mit Einem und einem halben Prozentdes Kapitals, uiiter Zuwachs der Zinsen "?", den getilgten Anleihe- scbeinen zu'ttlgen find„_ durch ,grgenrvar'ttges Privilkgium Unsere landes herrliche Geyebtmgung erthe'tlen; Die Ertheilung erfolxit mit der rechthchen Wirkung, daß ein jeder Inhabrr dieser Ankeihe- scheine die daraus hervorgeggngcncn Rechte geltend zu machen befugt ist, flxzébntet zu sd'em Nachwene der Uebertragung des Eigenthums verp ! e zu em. . , '

Durch, vorsteheizdes Privilegium, welches Wir vorbehaltlich der Rechte Dritter xrtheilen,„ wrr'd fur die Befriedigung der Inhaber der Anleihescheme eme GeWahrletsiung Sertrns des Staats nicht über- nommen.

Urkundlich unter Unserer öchsieigenhändigcn Unter rit und beigedruckirm Königlichen Jnsiege? 1887 M f

W i l h e lm.

Gégcbrn Berlin, den 9. Novrmber (l,. 8.) von Puttkamer. Von Scholz.

'Re iernngsbezirkEr urt. Anleihcscheirzn f

der Stadt Bleicherode»,

Buchstabe. . ... Nr. . . . . . übrr

_ , . . . ." . .,./Fü Reichswäörung.

AuSgeserttgt m Gemaßbert des landesherrlichen Privilegiums Vom

9. November 1887 (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Erfurt

vom . „ten ., ..... 188 . . Nr. . . Seite .. und Gcseß-Sammlung

für 188 . Seite . . laufrnde Nr. . . ).

Angrund der'Von dem Bkzirks-Ausschuß zu Erfurt genrbmigten Beschluste dcr „städtischkn Behörden zu Bleicherode vom 1./4. Oktober 1886/ 25. Julr 1887'im'gen Aufnahme einer Schuld von 150000 „14 beken'nt fick) der Magistrat der Stadt Bleicherode Namens der Stadt- gemeinde durch diese, Seitens des Gläubigers unkündbare Verschreibung zu einer Darlehnöschuld von. 500 «16, welche an die Stadtgemeinde baar gezczblt worden und mtt drei und ein halb Prozent jährlich zu verzinsexi ist.

Die Rückzahlung der ganzen Schuld von 150000 «M erfolgt nach Ma'ßgabe'des genehmigten Tilgungsplans mittels Verloosung der, Aylethescherqe in den Jahren 1888 bis spätestens 1922 ein- schllkßllch_ aus einem Tilgungsstocl', welcher mit Einem und einem Halben Pryzcnt des Kapitals jährlich unter Zuwachs der Zinsen voi) den„gettlgten Anlrihescheincn gebildet wird. ,Die Ausloosung ge- schieht tn dem Monat Februar jede'n Jahres. Der Stadtgemsinde bleibt jcdockz das chht vorbehalten, den Tilgungsstock zu versiärksn oder auch sammtliche noch im Umlauf befindlickye Anleiöescheine auf etnutal'zn kündigen. _

Die durch die verstärkte Tilgung ersparten Zinsc'n wachsen eben- faÜs drm Tilgungsstock zu.

Die a_u§ge[oosten, sowie die gekündigten Anlei52scheine werden unter Bezeichnung ihrer Buchstaben, Nummern und Bciräge, sowie des Termms, an welchem die Rückzahlung erfolgen soll, öffrntlick) bxkannt Jemackxt. Diese Bekanntmachung erfolgt sechs, drei, zwei und einen Yonat Vor dem Zahlungstermine in dem „Deutschen Reichs- Ynd Preqßischcn Staats-Anzeiger“, dem „Amtsblatt der Köx-iig- 7Zchen Rxgierung zu Erfurt“ und dem _.Nordhäusec Courier“. (Gebt eiiies d1e1er Blättkr ein, so wird an desten Statt“ von dem Magistrat mUGenebnngung dcs KöniglichenRegierungs-Prä1ideuten in Erfurt ein

anderes, Blatt bestimmt. _ Bis zu dem Tage, wo solchergestalt das Kapital zu entrichten ishowird es in halbjährlichen Terminen, am 2. Januar und am 11ch3U[1,„ Hon heute an gerechnet, mit drei und cinhalb Prozent jähr- verztn .

Die „Auszahlung der Zinsen und des Kapitals Erfokgt gegen bloße, Ruxkgabe der fälLig geivordencn Zinsschcinc,“ bezw. dicses AUlklhesMms bei der Kämmercikaffe zu Bletchcrode_ imd zwar. auch in der nach dem Eintritt des FäÜtgketts- 11"!!an fylgenden Zeit. Mit dem zur Empfanguahme dcs KJPltalZ eingereichten Anleihescheine find auch die ,dazu geh'örigrn msscbeme _der späteren Fälligkeitstc'rmine zuriickzultefern. Fiir die sebxcnden Zinsscheine wird der Betrag Vom Kapital'abgezogen. Die gékundeTM Kapitalbeträge, welche innerhalb drrißtg Jahren nach d,?m Yuckzahlungstcrmine nicht erhoben werden, sonne die nznerHaYb Mk Whrendack) Ablauf des Kalenderjahres, in Welchcm ste fallig geWorden, mcht erhobenen Zinskn verjähren zu Gunsten der Stadt- gxmeinde. Das Aufgebot und die Kraftloserklärung verlorener oder ver- mxhxeter Anleihescheine erfolgt nach Vorschrift der §§. 838 und ff. der (3le rozeßchnung für das Druische Reich vom 30. Januar 1877,“ (133. nsg-sGesseyßblatt SD 83),schbezieFmglsMiseß n§ch §. “20 YZ HYP- ISL es zur eut en ivi roe or nung Vom . iarz

1879,(„G.=S. S. 281. - p z stscheine können weder aufgeboten, noch für kraftxos erf'lart Werden. Doch sol] Dcmjenigen, welcher den Verlust yon Zinssch'etnen vor Ablauf der vierjährigen VerjäZZungsfrist bet ,dem „Magtstrat anmeldet und den siattgehabten csiß der Zinsschcme, durch orzetgung des Anleihescheins oder sonst in glaubhafter Weise dar- buh n_ach Ahlauf der VerjäHrungsfrist der Betrag der angetrie'ldetcn YYY?!) thm nicht vorgekommenen Zinsschcinc gegen Ourttung er en. Mit diesem Anleibescheine sind Halbjährliche Zinsschcinc bis zum FMM „des Jahres 1898 aUSJegebeii; die ferneren _Zinsschcine „erden fur elfjährige Zeiträume ausge cbm werden. Die Ausxiabe LMU "e_uen Reihe von Zinsscheinen erJolgt bei dcr K'animereikqsse *". Bleichkwde gegen“ Ablieferung der, der älteren Zinsschemreilge UWMÉKU Antveisung. Beim Verlust der Antreisung erfolgt die "shandlgung der neuen Zinsscheinrcihe axrden Inhaber des AU“

orzeigung rechtzeitig geschehen isi.

Provinz Sachsen.

Deffen zur Urkunde haben wir diese Unterschrift ertheilt. Bleicherode, den , . ten ..... 88. (Trockenstempel) Der Magistrat. Anmerkung. Die Anieibeschetne sind mit der ei enhändigen Unrersxhrtft des Magistrats-Dirigenten und zweier anderer ZNagistrats- Mitglieder zu versehen.

Provinz Sachsen.

Ausfertigung unter unserer

Re ierun sbe 'rkEr t. ZiUÖZTCFZe?" g zt fur

. . . ethe zu dem Zlnleihesehein der Stadt Bleicherode, Buchstabe . . Nr. . . uber . , . . „ck zu 31% Zinsen über . . . . „M . . „Z,.

Der Inhaber dieseH Zitisscheins empfängt gegen dessen Rückgabe am . . t?" ...... die Zinsen des vorbenannten Anleihescheins für das Halbxabr vom . . ten ...... bis . „ten ...... mit. . . .a/é. . & bei der Kämmereikasse zu Bleicherode. Bleicherode, den . . ten 188 . Der Magistrat. _ _ (Unterschriften.) Dieser Zinsschein ist ungültig, wenn dessen Geldbetrag nicht inner- halb vrsr Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres der Fälligkeit er-

hoben wird. ,

„'Anmcrkung. Die Name'nsWterschriften des Magistrats- Dtrrgerzten und- der Magistratsmuglreder können mit Lettern oder Fakstiiitlestxmyelrt gedruckt werden, doch muß jeder Zinsschein mit kTerdetgenkwxnis19611 Namensunterschrift eines Krcitrolbeamten versehen

er en.

Provinz Sachsen. A n w e i s

n 6 zu dem Ankeibesckyein der Stadt Bleicherode, Buchstabe . . Nr. . . über ..... c/M

Regierungsbezirk Erfurt. u

Der Inhaber dieser Anw'eisung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem obraen Anl'elh'esÖLtn die ..;te Reihe von Zinsscbeinrn für die clfJahre 18 . . sz. mkl. 18 , . bei der Kämmereikasse zu Bleicherode, sofern nicht recthertrg von dem als solchen fich ausweisendrn Inhaber dcs Anlsibesckpcms dagegen Widerspruch erhoben wird.

Bleicherode, dcn . . ten ..... 18

(Trockensiempel) Der Magistrat.

. (Unterschriften.) „Anmerkung. Die _Namensunterschriften des Magistrats- Dlrl'gkkitkn und der Magistratßmitglieder können mit Lettern oder Facstzmlesxempcln gedruckt Werden, dock) muß jede Anrveisung mit derdetgenhandtgen NamenSunter1chrift eines Kontrolbeamten versehen Wer en. Die Anweisung ist z_um Unterschied auf der ganzen Blattbreite zmter den beidrn [e?ien Zinsscbeinen mit davon abWeichenden Lettern tn nachstehender Ar abzudruck'en:

. . ter Zinsschein.

Anweisung.

. . ter Zinsschein.

Yichtanrttkches.

Preußen. Berlin, 1. Dezember. In der gestri en 4.)Si1,3ung des Reichstages bemerkte bei fortgeseßter erßter eratZung des Etats der AbgBebel: Die Kritik des Abg. Rickert abe sick) gestern nur auf einzelne kleinere Posten des Etats bezogrn; er(Nedner) und seine Freu'nde aber bekämpften das ganze Systrm, das durch diesenEtat zum Ausdruck komme. Wrscntlich von dem Militärwesen ablängig, sei er auch in diesem Jahre wieder bedeutend gema sen. Von 1883/84 bis )'th sei der Militär-Etat von 335 auf 363 Millionen ge: stiegen, eine Steigerung mm über 8 Proz., der Marine- Etat von 27 auf fast 36 Millionen, also um 35 Pro-ent, drr Pensionsfonds seit 1884/85 um 42 Proz. Dic Verzinéung der Reichsschuld bstrage, während das Reich vor 12 Jahren überhaupt keine Schulden gehabt habe, jth 27 Millionen. Man sage, das; das Reich seine Rüstung behalten müsse, um gegen jeden Angriff gewappnet zu sein, daß bei seiner Stellung gegen die verschiedenen Großmächte Europas ein solcher be- waffneter Zustand absolut nothwrndig sei. Genau so habe man gesprochen, als es sick) früher in Preußen allein um die Vermehrung der Militärlasten Jehandelt habe: „an eine Erleichterizng der Militär ast sei nicht zu denken, ehe 'nicht eme Einigung Deutschlands herbeigeführt sei“. Da )ei dann 1866 etwas passirt, was die Eröffnungsrede» des Reichstages emen unchristlichen UeberfalT nenne, wo Deutsche egen Deutsche gekämpft, wo man sich nicht gescheut habe, a es man in Böhmen einrückte, durch eine Proklamation das Volk gegen den angestammten Herrs er aufzureizen. Lasse man doch diefen historischen Thatsa en gegenüber die Heuchelei, als ob die deutsche Nation die tugendhakkeste und vollkommenste auf der Erde sei im (Hegen- saß zu a len anderen. Es“ sei nothwendig, derartiges von der Tribüne des Deutschen Reichstages aus auszusprechen.

Der Präsident von WedelX erklärte: Nach dem usammen- bange der Worte des Redners „könne er nur anne men, daß sich dessen Kritik direkt gegen die' Thronrede richte. Derselbe Kade gesagt, er wolle einer Heuchelei vorbeugen. Eine solche Ver- indu'ng der Worte dürfs er (Redner) nicht zulassen; er rufe deshalb den Redner zur Ordnung. Der Abg. Bebel fuhr fort: Dann Deutschlands im Norddeutschen Bund gekommen, ohne daß die Militärlast vermindert wordßn set, da Deutschland gegen Frankreich gerüstet sein müßte. AlSdann sei nach dem sieg- reichen Krieg mit Frankreich trotzdem Alles beim Alten geblieben, man habe auf den Gegner an drr Ostgrenze hingewiesen. Die Rüstung Deutschlands sei sogar verstärkt worden. Beim ersten Septennat 1874 habe die Hecresstärke 401000 Mann, 1881: 428 000, 1887: 467000 Mann betragen. Ebenso seien Verstärkungen durck) das Landsturmgeseß von 1875 und das Gesetz über die Ausbildun? der Ersaßreserpe erster Klasse von 1881 eingetreten. Jetzt 011€ abermals em Geseß 9er die Organisation der Landwle und des Landsturms im Sinne einer weiteren Verstärkung eschlossen werden, und das

sei die erste Einigung

leihescheins,_sofern dessen V - ' ur Sicherheit der hierdurch eingcgangenen Verpflichtungen kxaffct

die Stadtgemeinde mit ihrem Vermögen und mit ihrer Steuerkraft-

1ZZ7.

mit anderen Nationen hätten hergestellt werden können, die für den Kriegsfall ihre eigene Macht Deutschland zur Verfügung stellten. Was habe Deutschland in diese Situation ebracht, daß es immer gerüstet sein müsse? Das ei die nnexion von Elsaß-Lothringen, die in Frankreich ni t ver- gessen werde. und die Nevanchegelüste hervorgerufen habe. _Es werde versichert, der riedesei nichtgefährdet, wenn das Reich immer stärker gerüstet ei“. Er behaupte das Gegentheil: je mehr die, Nationxn gerüstet seien, um so gefährdeter sei der Friede. Bet dem Mißtrauen, „welches alle Mächte Europas gegenwärtig befallen habe, und bei der ungeheuren Wa samkeitaller Mächte wiirden UeberrumpelunZen wie bisher ni t stattfindsn können, urid deshalh werde der rieg von einer Dauer sein, wie keiner seiner Vyrganger. Am Tage der Kriegserklärung würden Tausende vo'n Existenzen bankerott sein, eine ökonomische Folge der Zeit. DW ungeheuren Steuerlasten aber würden nur von den Froßen Massen getragen; diese hätten nicht 5102- Blutsteuer, ondern, aucb Gutsteuer zu tragen, denn die Lasten würden we,sentltch auf drm Wege _der indirekten Besteuerung aufgebracht. DLL Branntweinsteuer set eine neue Belastung der arbeitenden Klassen. Er rede nicht von den Nettobrträgen, sondern von den Bruttobeirägen derselben, welche das Volk aufbringen müsse. Brutto set die Maischbottichsteuer und die Materialsteuerabzüglich de_r Ausfuhryergütung mit 30 930 000 «W„ die Verbrauchsabgabe mit „127 Millionen veranschlagt, so daß in Wahrleit 157 MLÜWULU Braxmlweinsteuer in den Etat eingeste t seien, die' vorzugsweise die arbeitrnden Klassen bedrückten, die bestßenden Klassen aber nur mit einer ganz geringen Summe durch den Verbrauch feiner Liqueure. In der neuen Ge- tretdezoll-Vorlage_ werde zugesehen, daß die Verdoppelung des Zolles ß'auptsächlich auf den Preis deS Brotes drücken werde. Man konne: mcht begreifen,“ wie eine Regierung, die seit Jahren versichere,. auf das Wohl der Arbeiter bedacht zu sein, eme sylche Vorlage einbringen könne. Der Abg. von Minnigerode habe tm Jahre 1879 berechnet, daß ein Centner K0r1163 Pfund Mehl und daß 63 Pfund Mehl 90 Pfund Brot gäben. Nun bxtrgge die Nation der Gefangenen und Soldaten taglich 1J/2 Pfrmd Brot, pro Jahr also 51/2 Centner. Wenzl die ]eßige Zollerhöhung auf den Brotpreis emwrrke, so maxhe das für den Arbeiter jährlich 71/2 91-6 aus, und ber einer Familie von 4 Kopf circa 30 «. be; einem Emkommen, das 500, 600, in den meisten Fällen 111cht Über 700 «16. béthE. Ein solcher Schritt wolle also wohl uberlegt sem. Wenn durch die Zollerhöhung der Preis ge- hoben werden slee, so hätten 75 Proz. der deutschen Acker- bqyex davon keinen Nußen, ein großer Theil nur emen ganz maßx en, und 11/2 Proz., nämlich diejenigen, welche Hunderte und ausende vim Hektaren besäßen, hätten den Löwenantheil. Uyd das [eum in erster Linie die Mitglieder der Fürstlichen Hariser," die Aristokratie, die Bourgeoisie, die Rothschild's, Blerchroder und, wre man gestern gehört, die Schottländer urid Cohn. Man 8 nun aber Über die Juden denken, Wie, man „wolle, gute eschästsleute Zeien sie, und wenn reiche Juden Rittergüter kauften, so ten sie eine gute Rente dgvon haben. Die Alters: und Inv die arbeitenden Klassen auch , Arbeiter bekomme nicht mehr, FalX seiner völligen Arbritsunfähtgkeit von der Gemeinde erhalte, manchmal sogar wemger, und die Opfrr dafür trage er allein. Denn das Drittrl, welchesdas Reich zuschieße, bezahle der Arbeiter zehn- ma'l m den indirekten Steuern. Man gebe also aus der linken Rexchstascbe dem Arbeiter, was dieser zehnmal in die rechte Reichstasche gezahlt habe. Selbst über das UnfalT: versicherung-deseß, das relativ beste stormgeseß, herrsche in den weitesten Kreisen sehr große Unzufriedenheit, denn der Unternehmer könne den Arbeiter überall zwacken und ihm wieder a_b11eh1116n„was erdafür opfern müsse. Die Sozialreform sei em weseytlrrhes Mittel zur Unterdrückung der Arbeiter. Man arbeite m emer Weise auf „den Umsturz der bestehenden Gesell: schgftSordnzmg hn), daß eigentlich nichts mehr zu thun übrig blrtbe. Die Sozialdemokraten wiirden diese Maßregeln ge: nügend auszubeuten wissen. Die Herren dächten immer: «pW 11,0118 18 ÜÉLUZs, bei den jeßigen Verhältnissen müßte es aber heißen: Mam; 110118 10 661MB. Seine Partei werde ihre Stellung dadurch bezeichnen, daß sie grgen den Etat stimme.

Der Abg. Dr. Windthorst äußerte: Der Abg. von Bcztiitigseii habe _ er wisse nicht, ob, um ernsteren Diskusnonen_ zu entgehen, sehr ausführlich und nicht ohne Geschick dargelegt, daß der Etat übersichtli er Wainmengestellt werden könnte, daß es nicht sehr leickt ei, 1 "im Etat liberal! zurecht zu finden; aber ein Mitte, das zu andern, habe rr mcht'angegeben. Er werde das wohl in der „Budgetkommission Wieder zur Sprache bringen und die Regierungen würden froh sein, wenn ihnen dort darüber ein Licht angesteckt werde., Viel werde aber dabei wohl nicht herauskommen, denn dux ZusammensteÜung des Etats sei das Produkx der staatNechtltchen Verhältnisse, und so lange man diese nicht „abändern könne oder wolle, werde es im Wesent- 11chen bei der jetzigen Aufsteüun bleiben, die in ihrer Werse wenigstens sehr sorgxältig gearbeitet sei. Aber die Darlxgung, daß so Vieles dunkel sei in diesem Budgrt, und die fehrprägnanten Ausführungen in Beziehung auf dre drei Ueberweisungs eseße hätten ihm weitere und um so,lebhaftere Gedanken na 2 gelegt, als sich zwischen den beiden ehemaligen Fraktionsgenossen von Bennigsen und Rickert eme große Uebereinstimmung gezeigt habe. Die Dar: le_gungen über „du: dunkle AufstelXung des Etats und du: Unzweckmäßrgkert der Ueberweisungen hätten nur Sinn und Bedeutung, wenn man, wenn auch nicht für heute, doch für die Zukunft Pläne habe, die quf ntchts Andrreshmauslwfen, als auf die in der national- ltberalen Partei me gestorbene Idee fort und fort an der Herstellyng des Enzheitsstaats_ zu arbeiten. Darüber könne auch nicht drr geringste Zweifel herrschen. Auch die Ueber- weisungen seien diesen Herren unbequem, weil sie allerdings sehr stark gegen 010 „Idee. des Einheitsstaats angingen. Ganz klar und bestimmt seien die Ueberweisungen nichts Anderes,als

in einem Augenblick, wo man versichere, mit den Nachbgr- staaten auf freundschaftlichem Fuße zu stehen, wo Bündnisse

vine Stärkung der Einzelstaaten. In diesem Sinne ei 1879 dieser Gedanke durch das Centrum und Hrn. von Fsrancken-