was er bezwecke, werde bereits der Mühlenindustrix gewährt, und bekanntlich werde auch für geschälten Neis beim Export nach einem bestimmten Prozentsaß der Eingangszoll zurückgezahlt. Manche könnten sagen, man soUte mit diesexFragewarZen, bis man überhaupt an die Aufhebung des JdentttätSnachweises konime. Dann könnte man lange warten. Und der diese Fabriken, namentlich die, welche schon jeßt im Zollverein iägen, sofort geschädigt würden, sei eine sofortige Annahme [eines Antrags unerläßlich. Nun könnte gesagt werden, in seinem Antrag liege eine gewisse Begünstigung der ausländischen Produktion, indem die Cakesfabriken, Malzfabriken und Preßhefefabmken veranlaßt wiirden, remdes Getreidr und fremdes Mehl zu kaufen. Im Großen und Ganzen sei das gewrß nicht der Fall. Denn diese Fabriken seren heute bereits darauf an- ewiesen, das bessere Mehl, welches von Orsterreich-U11garn omrne, für diese Cakesfabrikrn zu verwrnden. Dir Maxz: fabrikation müsse böhmische Gerste verwendrn und die Teig- fabrikation Mehl aus russischem Weizen. Selbst wenn aus: ländisches Getreide und Mehl begünstigt wiirde„wiirdr er das von seinrm Standpunkt aus eigcntlick) nur mrt Freuden be: grüßen können. Es sei schon darauf hingewiesen wordrn, daß Zollerhöhungen den drfinitiveri Abschluß des HandelSvertrages mit Oesterreich erschwrrrn könnten. Es würdedas Zustande- kommen drs Vertrags gewiß fördrrn, wenn nur den Verkehr mit dem Auslands nicht ein für aÜemal abschneiden wiirden. Schließlich brwnr er, daß es ihm gar nicht einfaÜe, der be: treffrnden Judiisirir irgendwelche Exportwämir zu grbrn. „(„Er habe deshalb im Amtrage gesagt, da[]; iiber das hierbei in Rechnung zu stelkcnde Ausbeutrvrrhältniß der Binzdrsrath Bestimmung treffrn [0110 Er bitte dahrr, im Jtitrrrsw diesrr Industrie diesen Antrag anzunrhmrn.
Regirrmigskommissar, Gehrimr RrgirrnngS-Ratl) Krciut bat, diesen Autrag abzulehnrn. Er drzwccke ja weirntiich, die: "jenige Erleichterung, welch? im J“. 7 Nr. 3 misLrecZ ZoUtarifgeseßrs der Mühlenindr:strie gewährt sei, ans andrchndukirien zu über- tragen. Er gehöre also gar nicht hierher, sondcrn zu §. 7 unseres Tarifgesches, folglich auch nicht in den Rahmen der Diskussion, die das Hach hirr beschäftige. Die Befreiting vom EingangSzol] im Vrredelungsverkehr sei in da?» Erms )en der Verwaltung gestellt. Es ständen sich bei jedrm er- edelungSverkehr verschiedene Znteressrn gegeniiber. Man habe deshalb auch dir mächtigst€n Kämpfe drr verschirdrnen Branchen untereinander gesehen; er erinnere an die Krefelder Halbsridenindustrie, wrlche eine Befreimig drr von ihr [)(-nutzten Baumwoüengarnr vom Eingangszoll erstrebte. Man wisse, wie eifrig ihnen die Wrber entgrgrn: getreten seien. Deshalb sei €€: aber auch Unrichtig, die Ent- scheidung hierülwr durch das (Hescß zu trrffen. Sie müsse vielmehr im einzelncn Faür durch die Verwaltung erfolgen. Bei der Mühlenindustrie lägen ganz brsondere Vsrhiiltnisse vor; die Einfuhr von Mehl sei 1878 zurückgegangen und des: Laib habe etwas grschrhen müssen. Was nun die Preßhrfe etreffe, so sei es außrrordentlicl) schwierig, das Aus: beuteverhältniß bei derselben festzustellen. Die Hefe sei im Getreide nicht enthalten wie die Stärke. Die Preßhefc werde vielmehr durch eine Umwandlung gewonnen, welche durch Pilzbiidung entstehe. WoUtr man eine Ausfuhrvergritung fiir Preßhefe brzahlen, so würde daS sein, wie wenn man bei der Ausfuhr von Viol) eine AUSfuhrvergütung für das Ge- treide zur Mast zahlen wollte. Es würden auch verschiedene Sorten von Getreide zur Preßhefefabrikation verwendet. Auch bei Cafes wiirden außer Getreide noch andere Matrrialien verwendet. Es komme hierbei wrsentlich auf den Zucker- gehalt an.
Abg. Gump bestritt, daß der Export durch die Schuß-
Folge gehabt. Mit der Annahme dieses Anirages „gewä r? man eine erhebliche Exportbonifikation für die Gebiete, ei welchen der Rog en- und Weizenpreis nicht um den vollixn Zoll höher sei a s im Auslande. Wenn also z. B. der Preis nur 5 «18 höher sei, als im Auslande und es'bestehe eine Exportbonifikation von 50 „34, so liege darm eme sehr 11:1.- gek€chte'Behandlung. Sein Hauptbedenken bestehe aber darin, daß durch den Anika? Woermann die Interessen der inlan- difchen Getreideprodu tion erheblich geschädigt würdeii. Daß ausländisches Getreide hier verwandt werde, md e Hrn. Wdermann erwünscht sein, den Schußzöünern aber urchaus nicht. Das Ausland solle sich daran gewöhnen, Produkte zu kaufen, die aus deutschen Rohstoffen gemacht seien. Nail) den Erfahrungen mit der Mühleninduftrie, nämlich der Prämurung der Einführung des ausländischen Getreides, warne er, noch einen Schritt weiter zu gehen. Hr. Woermann habe natür- licherweise für die Hamburger Fabriken ein besonderes Interesse. Es wundere ihn aber, daß dieser Antrag auch die Zustimmung inländischer Kreise gefunden habe. Gerad0 die JyÉaerfinriken würden durch [Einen Antrag am Meisten ge] 6 ig.
Abg. Woermann: Dem Regierungskonimissar möchte er entgrgnen, daß im Vorjahr bei der Verathung des Brannt- weinsteuergefaßes eine Resolution von ihm (dem Nednrr) vor- geschlagrn worden sei, welche auf spezirüe Befürwortung Seitens des Finanz-Ministrrs angenommen worden, wonach der Er: wägung der verbündeten Regierungen anheim gegeben worden sei, ob oder wie weit die Preßhefefabrikanten bsi der Ausfuhr eine Rückvergütung erhalten könnten für den von ihnen vereins: gadtrn Zoll auf die von dem Auslande brzogenen Roh: materialien, und zwar im Interrkffr der Aufwchterhaltung ihrer Exportfähigkeit. Der Regierungs ommissar sagts, daß bei Cake?- urid BiSquiis es namentlich auf den Zuckergehalt ankämr; er (erner) habs abrr hier einen iaciweritändigrnBericht, aus wslchem unter Angabe der Zusammenseßimg sick) rrgebs, daß vielmehr das Mrhl dir Hauptsache sei; wenn also die Mehl: preise so ÜUßLWdeT-"itlich erhöht wiirdrit, wie es jrßt geschehe, so sei die Schädigung der betheiligtrii Industrie ganz offenbar. Man höre zwar, ein? Vertheuerung des MLM?) werde nicht cintreten, aber “das feiimmer der akte Zirkel, in dem jene Herrcn sick) bewegten; dak“:- einr Mal gäben sir eineV-Mheuerung durch die Zökle zu, das andere Mai bestritten sic dieselbe. Die Exportindustrir sei genöthigt, dri ihren Geschäfirn mit d€m Weltmarktpreise zu kalkulirrn, und wenn man vergleiche, so werde man finden, das; der Inlandprcis stets um [0 virl höher als der Weltmarktpreis sein werde, als.; drr Zoll betrage, den man darauf gelegt habs. Er vsrwahre sich dagegen, [sine Partei wolle keine Exportbonifikation, sir 100116 nur eine Erstattung des für ausländisches Geirride veraus- lagten Zolles. Das Ausland wrrde Hrn. Gump nicht den GefalXen thun, und künftig nur Cakes von Drutschlcmd bo: ziehen, wrlche aus deutschem Getreide hergesieÜt seien; vir!- mrhr müsse die deutsche Industrie sich nach den Anforderungen der ausländischen Abnehmer richten. Das Ausland kaufe Deutschland nicht ab, was dieses ihm grrade anhängen wolle, sondern es kaufe nur, was es 60th kaufen wolle.
Die DiSkufsion wurde geschlosen umd der Antrag Woer- mann abgrlehnt. ür denselben stimmten fast sämmtliche Nationalliberalen, die Freisinnigen,Sozialdemokraten und eine Anzahl von Mitgliedern des Centrums.
Um 5 Uhr* wurde darauf die weitere Verathung der Tarifvorlagr axis Donnerstag 11 Uhr vsrtagt. *
Der Etat fiir den Reichstag Weist Kap. 6 2576 016. Ein- nahmen arif, qegrn den [aufrnden Etat 8 016 mrhr, Kap. 2 353520 „76 fortdauernde Arisgaben, 250 016. mehr durck) die Besoldungsexböbnng
wärtiges Amt 1434 630.34 (+ 67 720 .“). YM! dem „Mehr ent- fallen 19800 «M auf dte'Besoldung dreier standißer Hulfsarbeiter deren Anstellung nothwendig geworden ist, ferner an Sonntagszulageä an 12 Unterbeamte 5. 160 ckF- = 1920 .“ (Mit Rucksicixt darauf daß im Auswärtigen Amt fur einen großen Theil ,der Un erbeamtexi an Sonn- und Feiertagen_ der Regel nach voller Dunst herrscht, er: scheint es billig, hierfür eine desondcre Zulage zu gewabren. Es ist deshalb für 12 Unterbramte e_me Zulage von 10 0/0 des Durchschnitts. betrages ihres etatmäßtgen Dieystetnkommens' von 1590 „47- mit rund je 160 «73, zusammen also mrt 1920 „FH, in den "Etat eingesteat worden.) 46 000 „ck sind " dem Bedurfmß gemaß zur Ver. stärkung des Fonds "fur Erleuchtung, „Heizung, Druck- kosten, Utensilien und sachliche AuGgabet) bestimmt. _ Kap, 5 Gesandtsckmffen, Konsulate und Schußgebiete 6050750018 ?kböht fick) um 194000 «14 Davon treffxn 42000 .,“. (ruf die Minister- Residenten in Bangkok. (Nachdem die Katriefischx Regierung beschlossen hat, ihrem hiesigen Gesandten, 'welcher'fruk)er m_ der Rege1 in Paris refidirte, [einen ständigen Siß in Berlin aanWeisen, erschemi es mit Riicksicht auf die zunehmende Bedeutung der deutschen Bezikbrmgen zu Siam angezeigt, das bisherige Konsylat in Bangkok zu einer Minister-Refidentur zu erhebrn, und, damrtden Schuß der umfang. reichrn deutschen Intrreffen einem diplomatnchen Vertreter anzuver- trauen. Bereits gegenwärtig find Amcrik'a und Grdßbrttgnnicn durch Minisicr-Refidenten, Frankreich durch emen Geschqftstrager _bei der ßamesiséhen Regierung vertreten); 9000.45 Zulage fur den Geiandtm in Buenos Aires (wo bisher nur ein Minister-Refident War); 1300 „15 Zulagen für den Kanzleivorstand nnd erster: Bdtschafts-Kanzliiien in Paris, 2100 „26. fiir den Dolmetscher und die beiden ersten Botickxasts: Kanzlisien in St. Petersburg, 10 000 536. für den Gesandten in Teheran, 7800 «74 fiir das Vize-Konsuiai m Loydo'n, 3000 „,x-. für den Konsul in Buenos Aires, 300 „75 fiir den Srkreiar zn Koivrw, 6000.14 fiir den Dragoman in Moskau, 1200 «W fiir den 111, St. Prtcrsburg, 28 000 „13. fiir das Konsulat in Zanzibar, 500 „15 fur den Kanzler in Triest, 28100 „14 Dotation fiir das_Generaikonsuigt in Barcelona, 20 000 .“: für das neu errichtete Konlulat in Madrid, 9000 «35 Be- soldung für den Kanzler in Liverpool, 36 000 016" zu eruneraiio_nen und Diäten, 50000 „16. Porto, Trlrgraphrngcbuiwen u.,]. w. Bei den allgrmeinen Fonds Kap. 6: 575564 014 (+ 42-169 axe) sind 36000 014 fiir die Unterhaltungdes orienkalisciyrn Semmars neu ein- gestcilt worden: „Nach dem Geist) vom_ 23. Mai 1887, beircffend die (ErricHiung rinrs Seminars fiir drtcntaltsche _Spracheerichs-Gcsey- blatt Seite 193), und der aaf Grund deSielben niit drr König1ich prcußischen Regierung abgeschlossenen Vereinbariing hat days Reick) zu den Kosten des bei drr Köiiiglicbsn Friedrich Wilhelms-Liiriv§_r1iiäi zu Berlin errichteten Seminars eincn Britrag m Höhe drr Ha[itc xnit der Maßgabe zu leisten, daß der Bettra-g zu den Kosten der eriien Einrichtung 20 000 «16. (Zwanzig Tausend Mark), dcr Bciirag zu den jährlichen Kosten „ 36,000 „15 (SMS und Dreißig Tausend Mark) nicht iibrrickweitcn darf.. In drm Etat des Königlich preußischen Ministeriums dcr gristltckwn ?c. Angrlegrnixeiten sind dic». jährlichen [interbgltMtgskosten fiir das Etaisjahr 1887-88 unter Kapitel 119 Titel 2 auf 57 000 „14 Veranschlagt. Dcr Hicrnack) fiir das laufende EtatÖjabr auf das Reick) entfallende Betrag wird, nachdem der Etat des AUSwärtigrn Amts fiir das Etaisjahr 1887/88 betrits vor Emanation drs Gcscßes vom 23. Mai 1887 ieitgrstcili war, für diesrs Mal außrrctaiSmäßig zur Verrechnung zn, gelangen haben. Fiir das Etatdjabr 1888/89 hatsick) die Anstellung emes ncucn Lehrers, eines Sekretärs und Bibliothekars rind cines Dieners, sowic dir Erhöhung des Durchschnittsgchalts fiir die beiden zur Zeit dor- bandenen Lehrer und besonders auch des Fonds zur Remunrrirnng dcr Lektoren und Lektoren-Aésistsnien als geboten erwiesen und [ich damit die Notkiivendigkeit erg: en, die Dotation im_ Etat" des prerißtsckych Ministeriums der gerstliciyen xc. Angelegenheiten fur „1888/89 aus 72 000 «16 zu crhöiicn, so daß in den (8101 des AUSwartigcn Amis für 1888/89 ein Beitrag des Reichs zu den jährlichen Unterhaltung.?- kosten in Höhe dcr Hälfte, mit 36 000 „js: einzustcklen war.“ Die Dotatiyn fiir das Archäologische Institut isi um 6169 «M erböht worden.
Bei den einmaligen Ausgaben (Kap. 2: 273500 „46- 259350 «M) find 40 000 „ck zum Ankauf eines Grundstücks fiir das Vize-Konsulat in Swatau und 2500 014 Beitrag zur ersten Einrich- tung des Seminars für orientali1che Sprachen in Berlin Hinzu- getreten. „Für die Aus aben zur ersten (Einrichtung des Scminars für orientalische Spra )en ist im Etat dcs Königlich preußischen Ministeriums drr geistlichrn :c. Angelsgcnkycitcn fiir das Etaisjabr
zoÜpolitik geschädigt worden sei.
sehr in der Praxis stehe wie Hr.Woer1nann, doch bekannt sein, daß noch nirgrnds die Beschwerden des Auslandes über die immer wachscnde Konknrrenz Deritsch-
lqnds is_l aÜen internationalen Gebieten so seien, ww gerade jeßt.
eintrrten wcrde, und der
éreißsteigerung
MUL habe an der BHxse ei0§-_rt;_t_schi?26xxe._P_xe__i_2xje.kxu_kt_iyxx„zyx„„
Einem Manne,
Er (Redner) könne dem Antrag Woermanwsckwn deshalb nicht zustimmen, weil derselbe von der irrigen Voraussetzung ausgehe, daß eiiie dem Zoil entsprechende Vertheuerung des Getreides eintreten werde. Jedenfalls sei man an der BörsG der Ansicht, daß keine
der so
iollte es für zrvej Unierbcamw
hervorgrtrsten
gestrige Be: Die foridauernden
_Dchtaifiir dcn Reichskanzlrr und die ReicHskanzlei (Einnahme Kapitel 6 &: 26.01.15, Angabe KapitelZ: 142 560 „M) bat sich im WeirntliÖen nur um 1200 «16. Mehrfordrrung für drn ständigen Hülsßarbcitcr geändert, dic erfordert werden, um ihn mit den HiilfSarßein-rn im Auswärtigen Amt gleichzusiellcn.
_ Der Etat des Auswärii gen 21111123 auf das Etuis- j a b r 1888_1889 weist an Ein n a k) m e *. 135 «16 mcHr als der laufende Etat auf; 4115 014 auf die gesandschaftlichrn und Konsalaigebiihren. A u s g a b e 11 13,969 7444-44, _.(55 ,ZEZÄLZLYÉ-YLYILFM-
(Kap. 7) 680090 “M, von dem Mehr [alien
find Kap. 4-6 auf „11152, 2er. Kai?- „412.132:
1887/88 ein Bedarf von 35 000 517- vorgescbcn, wovon der dcm Reiche nach dem (Hefe 8 vom 23. Mai 1887 zur Last fallende Betrag im laufenden Eta Sjabre zur außeretaißmäßigen Vcrrscionnna gelangen wird (s. die Erläuterung zu Kap. 6 Tit. 5 der fortdancrndcn Aus- gaben). Für das EtatsjaHr 1888/89 erscheint in Folge der crbrbliÖZn erstmaligen Reisekosten, welche einzelnen Lehrern und LthOkEU-A]11- sicnten zu bewiÜigcn waren, znr Ausstattung der Bibliothek Und zur Bestreitung sonstiger einmaliger Angaben ein Weiterer Brirag von 5000 „16. erforderlich, Wovon anf das Reich die Hälfte mit 2500 „41 entfäÜt. Da diese Snmme noch innerhalb der durch das (Gesetz vom 23. Mai 1887 für dcn Beitrag zu den Kosten der ersten Einrichtung gezogenen Schranke ausläuft, so ist dieselbe in den Etat fiir 1888,/89 131110,._dxxxxéWxiwxnysgaben„„ejygrstcüt 229x220“
1. Steckbriefe und Untersuchungs-Éachcn.“
2. Zwangsvollsireckungen, AitYebote, Vorladungen u. dergl.
3. Verkäuxe, Verpachtungen, erdingungen 2c.
4. Verloo
ung, Zinszahlung 2c. von öffentlichen Papieren. 5. Kommandit-Geseuschaften auf Aktirn u. Akiien-(Hesellscb.
_Oe
1) Steckaefe und Untersuchnugs - Sachen.
[45060]
Gegen den Arbeiter Hermann Brox von Heissingen ist Wegen Unterschlagung am 24. Juli 1884 Steck- brief erlassen. '
Weil (Ergreifung noch nicht erfolgt, wird dieser Steckbrief auch bier erneuert. (.). 965/84.)
Hanau, den 10. Dezember 1887.
Der Erste SrqatSanwalt. J. A.: KUZ. [45025] Steckbrirfö-Erledigyng.
Der gegen den Friseur resp. Kaufmann Adolph Ale Kördel genannt Hüttmann, geboren am 9. Öanuar 1847 zu Berlin, wegen theils Vollendeten, theils versuchten Betruges in den Akten0.K.1.919. 82, 'th .]. 11 1). 705. 82 rap. unter dem 2. Oktober 188 erlassene und unter dem 1. November 1883 er- neuerte Steckbrief wird zurückgenommen.
Berlin, den 10. Dezember 1887. Staatßanwaltschaft bei dem Königlichen Landgerichte 1.
[45024] Strafvollstreckun s = Ersuchen.
Der Tischlergesel1e Heinri Gustav Untermann, geboren zu Freistadt am 6. November 1852, ist durch vollstreckbaren Strafbefehl des Königlichen Amts- gerichts hicrselbst vom 5. November 1887 wegen Bettelns zu 3 Ta en Haft verurtheilt worden. Es wird um Strafvo streckung und Benachrichtigung zu den Akten _ 0. 38. 87. _ ersucht.
Berlinchen) den 12. Dezember 1887.
Königliches Amtögericht.
[45059] Der Comtorist Hugo Carl Wieczorek! in Mis- .burg, zuleht in Peine, geboren am 10. Oktober 1858
zu Rosatz, Kreis Oppeln, ;isiÄ-diircl) vollstreckbarri; **
Strafbefehl des hiesigen, Königlichen Amtögerichts vom 21. Juni d. I. zu einer Gridsirafe Von 20 «16. eventueÜ 4 Tage Haft und in die Kosten, welche 1 „W 40 „„I betragen, vrrurtheilt.
Uixi Einziehung Von Geldstrafe und Kosten eventuell Voilstreckung dcr subsiituirten Haftstrafe und Nach- richt.zu der Arte 0. 107/87. wird ersucht.
Hannovér, den 8. Dezember 1887.
Königliches Amtsgericht. 71 b, Berckemeyer. [45163] K, Staatsanwaltfchaft Tübingen.
Durch Beschluß der Strafkammer des K. Land- gerichts hier vom 9. Dezember 1887 ist die am 8. Dezember 1880 verfügte Beschlagnahme des Ver- mögens des am 21. Dezember 1858 geborenen Bauern Ludwig Ulmer von WiÜmandingen, .I.-A. Reutlingen, wieder aufgehoben worden.
Den 10. Dezember 1887.
StaatSanwalt Schanz.
___-___ „Z 2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.
[34009] Aufgebot.
Das auf den Namen des Wilhelm Hankel zu Böllherg ansgesteute Sparkaffenbu Nr. 28 913 der stadtischen Sparkasse zu HaÜe a. . über 221 „M ist angeblich verloren gegangen.
Auf Antragodes Handarbeiters Wilhelm Hankel zu BöÜberg wird dasselbe hierdurch aufgeboten und der Inhaber des Buches aufgefordert, spätestens in dem auf den
15. Mai 1888, Vormittags 11 Uhr, an hiefiYr Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 31, anbe- raumten ermme seineRechte bei dem unterzeichneten
9. Theater-Anzeigen. 10. Familien-Nacbrichien.
Gerichte giizumelden und das Sparkassenbuck) vorzu- legen, widrigenfalls dasselbe fiir kraftlos erklärt Werden wird.
Halle 51. S., den 8. Oktober 1887.
Königliches letherickyt. Abtheilung 711. Bourwieg. [45080] _ Aufkebot.
Dic underebeliclßc Pau inc Stephan zn Dorf Berg hat das Aufgebot des für Pauline Stephan aus Alt - BLUME ausgefertigten angeblich verloren gegangenen parkaffenquittungsbuchs der Sparkasse der Stadt Krossen a. O. Nr. 9723 über 130 „15 36 „5 beantragx. Der Inhaber des Buches wird aufgefor- dert, spatestens in dem auf
den 12. Juli 1888, Vormittags 10 Uhr, vor dem untcrzeichneten Gerichte, Zimmer Nr, 15, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte an- zumelden und das Buck) vorzulegen, widrigenfalls die KraftloSerklärung desselben erfolgen wird.
Krossen a. O., den 5. Dezember 1887.
Königliches Amtsgericht. [30032]
Der _Bahnwärter a. D. Christop!) Neddermeyer zu Brot eur hat das Aufgebot der Pfandbriefe der Brauns wetg-Hannoverschen Hypothekenbank Ser. 12 [.jrr. 1). Nr. 13 202 und 13 203 je über 200 „M beanira t.
"Die nh_aber dieser Pfandbriefe werden aufgefordert, [patestens in dem auf
den 16. Dezember 1892, Morgens 11 Uhr, vor Herzogltchem Amtsgerichte, Zimmer Nr. 27, an- Meßten'Termine ihre Rechte anzumelden und die
andbriefe vorzulegen, widrigenfails solche für kraft- los erklart werden Werden.
Braunschweig, den 19. September 1887.
' Herzoglicbes Amthericht. 121. L. Robert.
' K _ , _ ck " 6,Berufs-Eeno[[Zu-[105701170037- „ ffentlccher Anzeiger. x: 8288883.28333.„Zettelba"ke"-
;Jn der Börsen-Beilage.
[39369]
*Der Königlich Bayerische ZoU-Jnspektor Johann Blczb zu München Hat das Aufgebot des Ausheil- schems der Hrrzoglick) Braunschweigiscbcn Prämie:".- Anleibe vom 1. März 1869 Serie 5960 Nr. 27 [)e- antragt.
Der Inhaber dieses Anibeilscheims wird damit aufgefordert, spätestens in dem auf
den 14. Juni 1888, Morgens 11 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte, Zimmer 27, angr- seßten Termine sein Recht an dieser Urkunde anzu- melden und solche vvrzusegen, widrigenfaüs dirsclbc für kraftlos erklärt werden wird.
Braunschweig, 10. November 1887.
.HerzogliÖcs Amthericht. L. Rabert.
[37555] ' _ Aufgebot. _ ,
Der Königliche Regierungs-Hauptkasjen-Buchk)altcr E. Damm 111 Breslau hat das Aufgebot der Haue- Sorau - Gubener Eisenbahn - Prioritäts - Obligation Dirk, 13. Nr. 5156 über 300.36 beantragt. Der In- Yaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in
em an
den 22. Mai 1888, Vormittags 11 Uhr- vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 58, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- nzelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die KraftloSerklärung der Urkunde erfolgen wird.
Erfurt, den 29. Oktober 1887.
Das Königliche Amtögericht. Abtheilung 7111.
[37774] Aufgebot.
Der Schuhmacher'Markus Leuthäuser aus Sonne- bng, als Abwesenheitsvormund des früheren Post- hulisboten Eduard Beyer daher, hat das Aufgebot des von der Kaiserlichen Oberpostdirection zu Erfurt u,nter 1. Nr. 12 701 am 25. Dezember 1881 über einen bei der genannten Direction als Dienstkaution hinterlegten Schuldbrief der Herzoglicb Sachsen-Cv-
burger Staatskaffe vom Jahre 1881 bitt. 1). Nr, 2396 im Betrgge von “200 ckck nebst Talon und Zinsfcheinen für dre Zeit vom 1. Januar 1886 bis 1, Juli 1891 außgesteUten Kautionsempfangsscheins, welcher angebli verlorxn gegangen, beantragt. Der Inhaber der U unde wird aufgefordert, spätestens in dem auf _
den 22. Mat 1888, Vprmittggs 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 58, anberaumten Aufgebotstermme seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Krafiloserklärung der Urkunde erfolgen wird,
Erfurt, den 19. Oktober 1887. .
Das Königliche Amtßgericbt. Abtheilung 7111.
[31872] Aufgebot.
Nachdem der Vollböfner Hermann Mahlstedt in St. Magnus das Aufgeboi der drei von der AU- gemeinen Assecuranz in Triest (55510111'3210111 (Irans. WU) UUÖILÜLÜÜM angeblick) Verbrannten Lebens- versicherungs-Polichn : "
1) vom 18. Juni 1872 Nr, 5403/92 320 1). uber
500 Thaler- 2) Vom 18. Juni 1872 Nr, 5404/92 321 1). über
500 Thaler,
3) vom 10. Dezember 1875 Nr. 6569/112 050 1). über 1500 W., .
sämmtlich auf drn Jnksaber laufend und in St. Magnus zahlbar, beantragt hat, so wird der In- Haber dieser Policen biedurck) aufgefordert, spätestens in der Si ung vom
17. pril 1888, Morgens 11 Uhr,
scinr Rechte anzumelden und die Policen vorzulegen, widrigcnfalls LetztkreXfiir kraftlos erklärt werden.
Lefum, den 28. Scptember 1887.
Königliches AmtheriM. Adickes.
33767] [ Die Patrone und Konscrivaioren der Ludolf won Sckxrader'scixn Siiprndirn-Stistung haben das Auf- gebot der gcrickslichen Obligationen Vom 1. No- vember 1821 Mid 2. Mai 1822, Jnßalts Welcher der ZimmergesrÜr Heinrich Julius Friedrich Venter gegen Verpfändung drs an der Mauernstraße Nr. 1774 gelegenen Hauics mid Hofes sammt Waffergange und iibrigem Zubehör drr Wittwe des Sergeant Fr. Zimmermann, Johanne Wilhelmine, geb. Franke, in zwä Ziwsten 700 Thlr. Conv.-Miinze schuldet, be- antrag .
Die Inhaber diesrr Obligationen werden damit aiifgcfdrdert, spätestens in drin aui
den 5. Mai 1888, Morgens 11 Uhr,
vor Herzoglichem Amtsgerichte, Zimmer 27, an- gescßtcn Termine ihre RccHte anzumelden und die Obligationen vorzulrgen , widrigcnfakls solche für krafjios erklärt werden sollen.
VraunschWcig, 8. Oktobcr 1887.
Herzogliches AmthericHt. L. Rabert.
[45066] Aufgebot.
Die Firma Binswangcr & Co, in Frankfurt a. M. Hat das Aufgebot eines Primaweckisels, (1. (1. Han- nover, 26. Oktober 1887, iiber 200 „W, fiilTiJt am 26. April 1888, ausgestellt von C. Schievers achf. in Hannovcr an c-igöne Ordre, acceptirt von Ferdi- nand Boden in Einbeck, girirt vom Aussteller am 4. November 1887 an die Antragstellerin, beantragt. Der Inhaber drr Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 3. Juli 1888, Vor- mittags 10 Uhr, vor drm unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermin seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigcnfalls die Kraftloßerklärung der Urkunde erfolgen wird.
Einbeck, den 6. Dczrmbcr 1887.
Königlichrs Amtsgericht. 111. _ gez. Wolff.
AusJeicrtigi: (11, 8.) Heinemann, Aktüar,
als Gerichtsschreiber Königlichen Amtsgerichts.
[34730] Aufgebot.
Das Comptoir d'EScomptc de Mulhouse zu Mülhauirn i. El1as3, vertreten durch die Rechts- anwalte Dres. Donnenberg und Jaques und ])1'.Fr. Krügcr, hat das Aufgebot beantragt zur Kraitlos- erklärung dcs von Ricnsch & Held auf die Ham- bzirgrr Filiale der Druisckgcn Bank in Hamburg an die Ordre von Gros Roman Marozeau & Co. am 15 Juli 1886 gezogenen Checks, groß «14 724,70 Nr. 140 769.
Dcr Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, [pä- icstcns in dem auf
MittWock), den 16. Nini 1888, 10 Uhr Vormittags, vor dem unterzeichneten Gerichte, Dammtborsiraße 10, Zimtrikr Nr. 23, anbrraumten Aufgrbotstermine seine Rechte anzumelden __und die Urkunde vorzu- legen, widrigenfalls dic Kraftkoserklärung der Ur- kunde erfolgen wird. - Hamburg, den 12. Oktober 1887. Das Amthcricbt Hamburg. Civil-Abtheilung 1. Zur Brglaubigung: R o m b e r 9 Dr., Gerichts-Sekrctär.
[44614] Aufgebot.
'Auf Antrag des Tischler?) Wilhelm Bornefeld zu Eichholz bei Halver bei Lüdenscheid, vertreten durch seinen Prozeßbevoilmächtigien, RecHtSanwalt Lenz- nxann in Lüdenscheid, wird der Inhaber des durch die Firma Gimbel & Neumond in Ludwigshafen 9. Rhein am 20. Februar 1887 auf Johann Bummer m Hemshof-Ludwigshafen a. Rh. ezogenen Prima- Wechsels iiber 130 «14 52 «5, zahl ar drei Monate nach dem Ausstellungstage, welcher Wechsel durch Judoffament auf den Antragssteller übergegangen und diesem zu Verlust gegangen ist, _ aufgefordert, spä- testens in untenbezcickmetem Aufgebotstermine seine Rechte bei dem Königlichen Amtsgerichte Ludwigs- hafen a. Rh. anzumelden und besagten Wechsel vor- zule en, widrigenfalls die KraftloSerklärung dieses We sels erfol en wird.
Als Aufge otstermin wird Mittwoch, d'or
., Mär 1888, Vormittags 11 Uhr, tm Sißungs aale des Königlichen Amtsgerichts Ludwigs- hafen a. Rhein bestimmt.
Ludwi Sha en a. Rh., den 10. Dezember 1887.
er önigliche Ober-AmiSrichter: gez. Culmann. 5Zur Beglaubigun : Der . AmtherichtssYreinr: (11 8.) (Unterschrift), Kgl. Sekretar.
[34019] Bekanntmachung.
Auf dem Anwesen der Bauersebeleute Michael und Marie Halbritter von Iacbenhausen ist auf Grund eines UebergabßvertraZs vom 16. Januar 1804 seit 2. August 1825 fur die Bauerstochter Agathe Widmer von dort ein Vater- und Muttergut von 60 Fl. = 102,86 „jk versichert. _
Die Ngcbforschungen nach dem rechtmaßigen In- bqber die1er Forderung find fruchtlos geblieben und seit der [eßten auf dieselbe sick) beziehenden Hand- lung mehr als 30 Jabre--verstrichen, wes'bczlb' auf Antrag des Michael Halbritter an alle diexem en, welcbe auf die Forderung ein Recht zu haben glau en, die" Aufforderung ergeht. binnen sechs Monaten und spatestens im Aufgebotstermin am
Dienstag, den 15. Mai 1888, ' Vormittags 8 Uhr, „ „ ihre Ansprüche dahier anzumelden, widrigenfalls dre orderung für erloschen erklärt und im Hypotheken- uck) gelöicht wiirde. Riedenburg, den 8. Oktober 1887, Kgl. bayr. ArnngericHt. _ gez. Meyer. „
Derr Gleichlauf vorstehrndrr Ausfertigung mtt der Ursckmft bestätigt.
Riedenburg, 10. Oktobrr 1887.
Gcrichtsschreiberei drs K. Amtsgerichts.
(1-. 8.) Reitz, K. Sekretär.
[45031]
Auf zulässige Anträge:
1) des Töpfers Ernst Drube zu Dassow als Be- fitiers der Töpferwerkstätte auf dem sogenannten Moorpla «: daselbst von 91 qm : 49/10 Qu.- Yitbten lächeninbalts 011 Nr. 257 der DassQWer
ar e,
' 2) des Tischlers Gustav Petersen daselbst als Be- [1'ers des Grundstücks Nr. 78 von 8 9. 45 qm : 3. Qu.-Rntk)en Flächeninhalts €: Nr. 239 der Charte, '
3) des Uhrmachers Heinrich Kröger daselbst als Befißers des Bauplatzes Nr. 193 der Charte von 16 8- 26 qm : 75 Qu.-Rutk)en Flächeninhalts,
4) des Fischers Joachim Ohlert daselbst als Be- sitzers des Grundstücks Nr. 220 von 45 a 13 qm : 2089/10 Qu.-Rutk)en Flächeninhalts 0: Nr. 163, 161 und 164 und Nr. 185 und 387 der Charte,
von welchen zwecks Niederlegung einrs Grund- und _Hypotbekcnbucbs fiir ibre oben aufgeführten, zu Dasww belegencn Grundstücke und Verlassung der- selben auf ihre grgenwärligen Inhaber ein Auf- gebotsvi'rfahren beantragt ist, wird ein Aufgebots- tcrmin im Gerichtslokale zu Dasjow auf
Mittwock), den 15. Februar 1888,
Vormittags 10111hr, brstimmt und werdcn aUe Diejenigen, welche Wider- spruch§rechte gegen die Verlassung diescr Grundstücke auf die bezüglicben Antragsteiler oder dingliche An- sprüche odcr Privilegien nicht dinglicber Rechte, Welche nach den biöherigen, aber nicht nach den neueren Rechtsgrundsäxien einen Vorzug Vor den in dir Grnnd- und Hypothekenbiicher eingetragenen Posten gcwährcn, acltend machen können, hiedurcb aufgefordert, ihre LlnsprücHe und Rechte spätestens im Aufgebotsiermine genau anzumelden, unter dem Nachtheile, daß widrigenfaÜs die nicht angemeldeten Widerspruck)§rechte und sonstigen dinglichen Rechte unddPrivilegien bezeichneter Art für erloschen erklärt wer rn,
Grevesmühlen, den 9. Dezember 1887.
(Großherzoglicbcs Amthericht. (gez.) Heidenslcben. Zur Beglaubigung:
W 0 [ t m an n , Gerichtsschreiber.
[450671 Aufgebot.
Nachdem Hrrzogliche Kreisdirektion Holzminden Namens des dortigrn Kreis-Kommunalverbmxdes bebuf AUEzahlung und Vrrthcilung des Entschadi- gungskapitals, welches für die zum Zwecke der Ver- legung der SÖarfoldrndorf-Linser. Kommunalstraße in den Feldmarken Buchbagen und Linse abge- tretenen Privatgrundstücke _ bisher ubehörungen dcs Rittergutcs 170. 0,88. 4 von Buch agen und der Höfe 170. 8.88. 7 und 11 zu Linie zu zahlen ist, die Ediktalladun' aiicr Realberechtigien beantragt Hat, [0 werden in kmä Heit dcs §. 14 des Erpropriations- gesetzes Vom 13. eptember 1867 und GeseYNr.18 Vom 20. Juni 1843, auch §§. 824_836 («P.O. alle Realbereclytigten beinrmeidung des Ausschlusses und AuLzahlung der Entschädigung an die fick) mel- denden Berechtigten aufgefordert, ihre Rechte in dem auf Freitag, den 10. Februar 1888, Vor- mittags 103 Uhr, bestimmten Termine hier an- zumeldcn.
Ein Verzeichnis; der abgetretenen Grundffäcbcn nebst Situationskarten, der Grund-Eigenthiimer und der zur Außzahlung kommrndcn Beträge liegt auf hiesiger Gerichtsschrribcrei zur Ei11fichi der Be- tbeiligien aus.
Eschershausen, dcn 10. Dezember 1887.
Herzogliches Amtsgericht. (Unterschrift.)
[45079] Aufgebot.
Das Eigentbum des Grundstücks Leichbolz Band 11. Nr. 1, dessen Best titel egenwärtig für die verehelicbte HauSmann Re chke, 9 nna Charlotte, geb. Sommerfrld, berichtigi ist, soll für den Ko- lonisten Heinrich Muß zu Leichholz eingetragen wer- den. Auf den Antrag des Leßteren werden deshalb:
.1) alie ihrer Existenz nach unbekannten Eigen- tbumsprätendenten auf efordert, ihre Ansprüche und Rechte auf das Grund7tück spätestens im Aufgebots- termin den 8. März 1888, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, widrigen- falls ie mit ihren etwaigen Realanspriichen auf das Grun stück ausgeschlossen werden;
2) die ihrem Aufenthalt nach unbekannten Eigen- thumsprätendenten, verehelichte ißammerschmied ulke, Bertha, geb. Reschke, verehe ichte Hammers mied Lamprecht, Pauline, geb. Reschke, und der?)?elichte Hammerschmied Golke, Wilhelmine, geb. eschke, Töchter der eingetragenen Grundstücksbesiyerin Anna Cßarlotte Reschke, Jeb. Sommerfeld, artfgefordert, [ ätestens in demsel en Termine und bei demselben
erichte ihre Ansprüche und Rechte auf das Grund- stück anzumelden und ihr etwaiges Widerspruchsrecht gegen die beabfichti te Befißtitelberickxtigung zii be- scheinigen, widrigenLalls die EintraguInF? des Eigen- tbums fiir den Kolonisten Heinrich uß zu Leich-
holz erfolgen wird, und ihnen nur überlassen bleibt,
?bxe Ansprücke in einem besonderen Prozesse zu ver- o gen. „. Reppen, den 7. Dezember 1887. Königliches Amtsgericht. .
[45032] Aufgebot.
Der _Rittergutsbesixler Conrad von Sydow auf Westhuien hat das ufgebot der Parzelle Flur 17 Nr. 66 der Steuergemeinde Wesierfilde, früher Steuergememde Mengede _ eingetragen im Grund- huck) von Mengede 701. 711. 80]. 55, _ belegen lm Wßsibruck), Wiese, 25 a 75 qm groß, _ zwecks Besi ittelberlchtigung beantragt. Derselbe hat durch Atte der Ortsbehörde den Erwerb des genannten Grundstücks als vor dem 1. OktOer 1872 geschehen und drn Vor länger als einem Jahre erfolgten Tod des eingetragenen Eigenthümers nachgewiesen. Es werden daher alle bekannten und unbekannten Eigen- thuxnsvratc'ndenten, namentlich auch die Erben der verstorbrnen Eheleute Bergmann Carl Breuckmann urid Axing Catharina, geb. Budde, früher zu Froh- ltnde, "spater Amt Recklinghausen, aufgefordert, ihre Ynspruche und Rechte auf das Grundstück spätestens im Aufgebotstermine _ am 2. März 1888, Morgens 9 Uhr, bei “drm unterzeichneten Gericht anzumelden und Be- [ che1riigung ihres Widerspruch8rechts beizubringen, widrigenfaüs der Ausschluß ailer Eigenthumspräten- denten nnd die Eintragung des„Besiytitels für den Antragsteiler erfolgen wird. Kastrop, den 26. November 1887. Königliches Amtögericht.
[45034]
Der Pächter und Eigenthümer Joseph Koscierski zu Lodzia, vertreten durch den Justizrat!) Krause zu Nuke], hat das öffentlicHe Aufgebot des Grundstücks Lodzia Nr. 20 b. auf Grund des Gesetzes vom 7. März 1845 und der Alierhöchsten KabinetSordre dym 9. Mai 1839 1. Nr. 2 beantragt. Das Grund- strick liegt auf der Feldmark Lodzia, umfaßt die Parzeilrn Karienbl. 1 Abschn. 116, 117, 118, 119 und 120, hat einen Flächeninhalt von 2 119. 61 at 30 qm mit 6,53 Thlr. Reinertcag und 18./jk Nußungswertk) und ist im Grundbuch als deffen Eigrnthümer Eva Smokinska, welche mit Jacob Majewski in gütergemeinschaitlicher Ehe lebt, ein- gerragen. Diese Eigenthümer sind am 2. resp. 16. Mai 1863 Verstorben und haben als nächste Erben iHre ehelicher] Kinder Thomas, Julianna und Franziska, Geschwister Majewski, hinterlassen. So- wohl diese Personen wie der Eigentbümer Johann Smokinski und dessen Ehefrau I)iichalina, geb. Ma- jewska, der Arbeiter Michael Grabski als Rechts- nachfolgsr der eingetragenen Eigenthümer, wie auch alle sonstigen Eigentbumsprätcndenten Werden aufge- fordert,_ii)re Ansprüche und Rechte auf das Grund- stück spätestens im Termin am 22. September 1888, Vormittags 10 Uhr, anzumelden.
Im Falle nicht erfolgender Anmeldung und Be- scheinigung des vermeintlichen Widerspruchsrechtes spätestens im obigen Aufgebotstermine wird der Aus- 1chluß akler bekannten und unbekannten Eigenihums- prätendcnten und die Eintragung des Antragstellers, als Eigenthümer des Grundstücks erfolgen.
Nakel, den “9. Dezember 1887.
Königliches Amtßgericht.
[45033] Aufgebot.
Der ?_[lifißer Carl Nierzwicki in Driczmin hat das Auigebot des im Grundbuche von Driczmin Band 111. Blatt 58 verzeichneten Grundstücks, welches die Katasterparzeilen 476/315, 477/315 und 517/317 bildet, aus 8 Hektar 91 Nr 60 [JMeter Ackerland besteht und noch auf den Namen des am 9. März 1879 verstorbenen Altfißers Anton Garich, welcher mit Rosalia, geborene Garick), in güter- gemeinschastlicher Ehe gelebi, eingetragen ist, zum ZWecke der CigenibumSeintcagung auf seinen Namen beantragt. _
Alle Diejenigen, welche EigenthumSansprüche aas das bezeichnete Grundstück erheben, werden deshalb aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte auf dasselbe spätestens 111 dem auf den 14. März 1888, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten (Gerichte, Zimmer Nr. 5 anberaumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigen- falls der Ausschluß derselben und die Eintragung des Eigenthums aus den Namen des Antragstellers erfolgen wird.
Schivclz, den 7. Dezember 1887.
Königliches Amtsgericht.
[45069] Aufgebot. „
Auf den Antrag [einer Mati_er, der WittWe Marie Lehmann, geb. von Klinckowström, zu annover, Grasweg Nr. 6, vertreten durch den Re tIanwalt Dr. jur. Reichert daseTbst, wird der Haussohn Hugo Lehmann, welcher im Herbst 1876 von Guben aus über Hamburg_nach Amerika, ausgewandert, ist, auf- gefordert, [ich [päiestens im Aufgebotstermm am 1. Dezember 1888, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht (Zimmer_ Nr. 28) zu melden, widrigenfaÜs seine Todeserklarung er- folgen wird.
Guben, den 7. Dezember 1887.
Königliches Amngericht. 1.
[45077 _] Todeserklärung.
Der frühere Eisenbahnbeamte, [pätere Einwohner Louis Albert Ferdinand Blanck, Sohn des Gürtler- meisters Joachim Anton Blanck, und dessen Ehefrau Marie Louise, geb. Treue, geboren am 10. Oktober 1812 zu Berlin, wohnhaft zulexzt 1877 zu Nixdorf, seitdem verschollen, wird _aufY-„fordert, sich'bei hiesi- gem Gerichte, spätestens im ufgebotstermm am 15. Oktober 1888, Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Gerichthebäude, „Erkstraße 19, Zimmer Nr. 7, schriftlich ode" persönlich zu melden, widrigen- falls er in diesem Termme fiir todt erklärt wer- den wird.
Nixdorf, den 23. November 1887.
KönigliZes Axnthericht. chmtdt.
[45071]
Der Simon Grajkowski aiim; Grajek aus Budzislaw und der Büdner Jacob Friedrich Wil- helm Franz aus Kwieeiözewo find verscboaen und sind von dem Ersteren seit über'15 Jahren und v'on dem Letzteren seit 12 Jahren keine Nachrichten ein- gegangen. Auf den Antrag des Rechtßanwalts Tonn
Aufgeb_ot.
zu Tremeffen, Vormundes des Simon Gra'kowski a1ias Grajek, und auf Antrag des (Grund e ßers Carl Weiß aus KwieciSzewo, Vormundes des_ acolx Friedrich Wilhelm Franz,werde_n Simyn Grajkowski alias Grajek und Jacob Friedrich Wixbelm _Franz aufgefordert, fich spätestens nx dem rm Zimmer Nr. 11 des unterzeichneten Genchts am 24. No- vember 1888, Vormittags 9 Uhr, „anstehenden AufgebotSiermine persönlich oder schr1ft1155 zu mel- den, widrigenfalls dieselben für todt erklart werden. Tremefseu,xden 30. November 1887. Königliches Amtsgericht.
[45078] Aufgebot.
Auf den Antrag der verebelichten Lehrer Leopold Becker, Friederike, geb. Kayserling, zu Niederzahden werden deren Brüder, _
1) der Steuermann August Kayserling,
2) der Matrose Gustav Kayserling,
3) der Matrose Carl Kayserling,
4) der Matrose Johannes Kayierling, „ sämmtlicb aus JasenZz, von denen August seit 1862, Gustav seit 1860, arl seit 1860 und Johannes seit 1870 verschollen sind, aufgefordert, sichspätestens im Aufgebotstermine, den 25. Oktober 1888, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichnetezi Gericht zu melden, widrigenfaÜs ihre Todeserklarimg er- folgen wird.
Pölitz, den 2. Dezember 1887,
Königliches Amtheriéht.
[42858] Ediktalcitaßon.
Fiir den am 25. April 1827 in KönigsHofen im Grabfelde geborenen, im Jahre 1848 nach Nord- amerika auSgewanderten Uhrmacher Karl Anton Mayer, Sohn des am 7, Juli 1790 in SÖWarzen- feld in der Oberpfalz geborenen, nachmaligen Kgl. bayr. pens. Oberlieutenants Georg Mayer_ zule t in Königsbofrn _ stel bei dem am 4. Mai 18 5 erfolgten Ableben seines genannten Vaters ein Ver- mögen von 14 712 Fl. an und wurde dasselbe, welches sich nunmehr auf 49 608 „Fr. 76 „] beläuft, hierorts pflegscbaftlick) Verwaltet.
Karl Anton Mayer Wurde durch Urtheil irs unter- fertigten Kgl. AthgericHts vom 31. März_ltd. Jhrs. fiir wdr erklärt und hierauf die Verlasienschafts- brhandlun eingeleitet. _
Ansprü e auf den Nachlaß werden erbobeniowohl auf Grund eines bereits im Jahre 1866 von dem Häfnermeister Johann Kaspar FUÜ Von Aidhausen bei Hofheim produzirten angeblichen Testaments des Karl Anton Mayrr, als auf Grund des Jntestat- erbsolgerechts.
Mit dem Testamente produzirte Johann Kaspar Full auch einen „Bearäbnißschein“, wornacb Karl Anton Mayer in drr Nacht vom 4.5. August 1866 in_„St. Aurelia, Kalifornien, Nordamerika, gestorben ware.
Auf Grund des erwähnten Testaments erhoben Ansprüche die Enkel und Erben des genannten Jo- hann Kaspar ull, nämlich: , '
Adalbert ull, Kaufmann in München, Ottilie, Verehelichte Flei1chmann, in Bockenheim a. Pi„ Anna, Hugo, Karl und Lina Ful], diese in TomL-River in Nordamerika. l?ntestaterhansprüche machen folgende Personen gr end:
1. Bahnamisvorstand August Theodor Mayer in Edesheim (Rheinpfalz , Sohn des Johann Mayer, cines Bruders des O erlieutenants Georg Mayer,
11. Kammerdienersehefrau Julianna Fiicher, ge- borene Schiller, z. Zt. in Passau wohnhaft,_Tochter der Maria Anna, geb.Mayer, später vereHelicht mit dem Forstwart Johann Baptist Schiüer, dieie wohnhaft gewesen in Prcffat, Auerbach, Wiesau, Altmngl (Oberpfalz), Schloß Seebof'bei Bamberg, welch' Maria Anna, Verehe[.SchilTer, eine Schwester des Obrrlieutenants (Hrorg Mayer war,
111. pens. Kgl. Rechnungßrevisor Franz Xaver Streibl in Eichet bei Pas au, als Ehemann und Erbe der Margaretha, geb. chilirr, einer Tochter der unter Ziffer 11. enannten Maria Anna, geborenen Mayer, Vereheli ten Schiller,
17. nachgenannte Nachkommen der Verstorbexien GlaserSeheleute, Ernst und Maria Anna Jo1eia Weber in Mainz, leßiere eine geborene Mayer, Schwester des Oberiieutenanis Georg Mayer, nämlich:
13.. die Kinder dcr verstorbenen ApoÜonia, verebe- [icht gewesenen Sirgliß, in Mainz: Hcinrici), Josef, Klara, Mickxaci, Philipp Siegliß und Josefine, verrhel. Faldermann,
b. die Kinder der verstorbenen Franziska, verebe- [icht gewesenen Bott, in Mainz, nämlich Paul, Philipp und Michael Bott,
0. die Kinder der verstorbenen Klara, vcrehelicht gewesenen Schuhmann 11, in Mainz, 11ämlich Josef Tobias, Anna Maria, Katharina Schuhmann und Margaretha Cya, verehel. Stiirer, '
unter a. mit 0. Enkel der Maria Anna Josefa Weber und
(1. Mar arctha Theresia, geb. Weber; vrrwittwet gewe enen 5 ruelmann 11, mm verehcl. Eick), in Mainz, diese eine Tochter der Maria Anna Josefa Weber.
Die genannten Oberlieutenant Georg Mayer, Johann Mayer, Maria Anna, Verehel. SchiiTer, und Maria Anna Josefa, Verehel. Weber, waren Kinder des Hammerschmiedmeisters Mathias Mayer (auch Maier geschrieben) von Feilershammer in der Ober- pfakz, zuleßt wohnhaft in Zintlhammer und daselbst am 18.November 1826 gestorben, und seiner Ehe- frau Maria Anna, geb. Boeslchauch Poesl geschrieben) aus Schwarzach in der OberpFalz. _
Die oben genannten Erbpratxndenten, welche über die (Gültigkeit oder Ungültigkeit des, von Johann Kaspar Full produzirten Testaments viele Jahre hin- durch im, Rechtsstreite untereinander lagen, Zaben sich am 7. Juli 1885 vor dem k. Notar Al recht Höfer in Schweinfurt, Urkunde G. R. Nr. 712, über die Vertheilung der Masse geeintgr, "genannten Herrn Notar als VerlaffenschaftScommtffar besteat und die AUSantwortung der Masse an denselben beantragt.
Antragßgemäß und in Anwendung der bayr. G. D. Kap. 7. §. 3 ergeht nun an alle dtÉenigen Per- sonen, welche nähere oder gleich wahr rbansprüche mit den oben aufgeführten Erbpratendeixten geltend machen können, die Aufforderung, fpatestens im Termin von
DounerstcJ , den 16. Februar 1888, ormittaZs 9 Uhr, 5 orlage leJler Zeugnisse
ibre Erbansprückoe unter rad derselben
über die Verwandtschaft und den