Eisen eiu xc. Das Könt liebe Steinkohlenwerk u ckerode föederte 1885 915855 111 SteinFoblm bei einer Belegkcbat von 1114 Offi- zian!en und Arbeitern incl. 28 Frauen. Dex Absatz betrug 2 947 763 111 nkoblen Cokes :e. für netto 1 957 760 .“ 94 H. Auf dem kalischen Bmunkoblenwetk zu Kadihscb wurden 1885 648288 111 Eblen für netto 144 649 .“ 95 „ck verkauft; die Beleaschaft be- iifferte sich auf 137 Mann. _ Die fiskalischen Hüttenwerke Frei- berg kauften im Berichtsjahr 722 036 Ctr. „Eye und GekrYe fü 10886548 .“ 7 ein und verkauften 9339 fd. 159 905,7 Pfd. Sil er, 46865 _Pfd. Wimmö, 43 927 tr. Bleiprodukte, 35568 88. Kupfemt „ 01 20164 811. Eisenvitriol, 410 611. Nickelspeise, 24 883 Ctr. Arsenikaéien, 3762 Ctr. Zink, 299 587 Ctr. diverse Schwefelsäure, 3352 Ctr. Scbxotwaaren 42215 Ctr. Bleiwaaren 2c., zusammen für 15 569 374 „11 65 „1. Das Aufseher- und Arbeiter-Personal bestand aus 1439 Männern und 49 Frauen. - Von dem Köni lieben Blaufarberwerk zu Oberschlema wurde im Jahre 1885 eine erkaufseinnaßme yon 804211 „“ 11 H für Blau- farbenprodukte, Nickel, WiSmut und verschiedene andere „Produkte er- zielt; die Zahl der Beamten, Offizianten und Arbeiter betrug 96 Per- sonen. - Die Königliche Porzellan-Manufattur zu Meißen hatte 1885 eine Netto-Cinnabme von 1429 069 „18 64 „5 WP verkaufte Porzellan- waaren; das Beamten-, Aufseher- und Arbeiter-Personal feste fich aus
711 Personen zusammen. _- Die Aktionäre der Aktien - Brauereigesellscbaft vorgestriqen ordentlichen General-
Moabit gcnebmigten in der ' versammlung den Geschäftsbericht, sowie die Bilanz pro 1886/87 und Hierauf Wurde der Antrag
ertbciltcn der Verwaltung die Decharge. der Vetwalmng, bktreffend die Erhöhung des Grundkapitals um den Betrag von 750 000 .“ in Aktien 8 1500 2111, einstimmig zum Be- schluß erhoben. Nach Fcstscßung der Modalitäten der mession Wurde die dichczüglickye Aenderung der §§. 5 und 28 des revidirten Statuts bcfchloffen
- Die Gcncralbersammlung des Frankfurter Bank- vereins in Liqu. vom 16. d. M., in welcher 32182 Aktien ver- treten Waren, ertlk-eilte den Liquidatoren Entlastung und beschloß die Ausschüttung des Liquidationskrgebniffes mit 313,67 018 per Aktie.
_ Der AuffichtSratb der Nationalbrauerei zu Braun- schwcig beschloß, dc'r Generalversammlung nacb Abschreibungen und Betrage von 108000 „14 die Vertheilung einer
Rückstcüungen im * Dividende von 1219/11 vorzuschlagen.
_ Dem kürzlich erschienenen 5. Jahrgang des .Oesterreicbiscben statistischen Handbuchs für die im Reichsrat!) vertretenen Königreiche und Länder“ (1856) entnehmen wir folgende Angaben über die österreichischen Branntweinausscbank-,-Kleinverschleiß- und -Handelsstätten in den Jahren 1882 bis 1885. Es betrug die Zahl der in den Jahren 1883 1884 91 683 90 142 9 664 8137 7 667 7 716
andelssfäkten . . . . . . 8152 8539 9054 9494
erschleißßätfen überhaupt. ._106 649 108 359 106 863 108 965 Bei den Kleinverschleißstätten 111 eine ziemlich rcgelmäZigc Abnahme, bei den Handelsstätten eine Zunahme zu verzeichnen, wä rend bie Zahl der Ausschankstätten und damit die der Branntweinverschleißstätten überhaupt mehrfachen Schnmnkungen unterworfcn war, im ganzen vierjäbrigcn Zeitraum aber immerhin eine ZunaHme um 2,2 % erfahren bat. Jm Jabre 1885 entfielen auf eine Gemcinde durchschnittlich 490 BranntwänVerschleißstätten, auf eine Ortschaft (einsckyließlick) der Éutsgebiele) 1,97. Die meisten VranntWeinverkaufssteÜen batten Dalmatien mit 14,88, Kärnten mit 12,47, Oberösterreich mit 10,81 auf eine (Gemeinde, die wenigsten Galizien mit 3,10 und Mähren mit 4 aufzurveisen, doch geben diese Zahlen tvkgen der verschiedenen Größe der Gemeinden kein richtiges Bild; dazu ist es nöthig, die Bevölkerung zu bcrückficbtigcu. Cin Branntweinansscbank überhaupt entfiel durchschnittlich 1852 und 1883 auf 209, 1884 auf 214 und 1885 auf 211 Einwobner. Dagegen kam in Kärnten und Salzburg in allen vier Berichtsjabren schon auf 107, 114, 123, 135 bezw. aus 109, 113, 110, 109, in Oberösterreich auf 124, 113, in Tirol auf 148 bezw. 142 Einwohner ein BranntWeirxausscbank. während in Dalmatien, in Galizien und im Küstenlande (thrien, Görz-Gradisca und Triest) erst auf 299 bis 489 Bewohner eine Verschleißstätte entfiel.
_- Die ..New-Yorker Hdls.-Zt_g.“ schreibt unter dem 6. Dezember: Die in den [eßten Tagen über den „Gang des Ge- schäfts aus dcn verschiedenen Theilen der Union eingelaufenen Berichte melden fast durcbweg größere Regsamksik, die zu großem
1885 91 755
1882 Branntwein-Ausschankstätten 88 833
Kleinverscklcißstätten ,
Goxdr ' C ,
im Ravens?“ 1886 daher im November einnahme betrug
"1887 bezü lich Wei
HoÉöfen "85 gegen 7
vergan enen ocbe ein
Vorwockoe betrug 7973
aus 2. ezember, erster Qualität:
6,50 111, 1600 Lire. 5) 24. Dezember.
(11 8081111210111: treibriemen. ?) 27. Dezember. Stangeneisen, 4494 7955 Like. * 8) 29. Dezember. Eisenbahn - Kl Platten, Bolzen, 9) 30. Dezember. kreuzer, Typus „Tripoli 10) 31, Dezember. 500 11111 Pappe
Nr. Mailand
Gbiare-Borgotaro 8. Stablschiene
von 18 111 Spannung.
36 111 Spannung 42 111 Spannung per Bogen. 11. deSgl. für eine Spannu “ 164 Lokomotiven, 500
anschlag
eingetroffen und wird
Theil auf dcn (Eintritt kältercn Wetters und sehr guten Absatz im Detailhandel zurückgeführt wird. Sehr lebhaft ist es auch auf spekulativem Gebiet in Weizen, Mais und Provisionen geblieben , bei fortgesetzter Hauff e , wäh- rend dic Fondsbörs8 größere Reserve gezeigt hat in Abwar-
tung der Botschaft des Präsidenten und des Jahresberichts des Finanz-Ministcrs cm dcn gkstern zusammsngetrctkncn Kongreß. “ Die vom Westen an den bissigen Geld in arkt gestelltkn Ansprüxbe, welcbe hauptsächlich in Folge des enorMLn Eisenbahnbaucs in diesem Herbst länger angehalten haben, als in frühercn Jahren, scheinenjeyt befriedigt zu sein. - Am Waaren- und Produktenmarkt 581 das Geschäft theilweise eincn wiedarum scbr erregten Verlauf genommen, besonders was spekulatibes Eingreifen betrifft, denn im lkgitimen Handel ist es berbälknißmäßig rubig geblieben. Von Brokstoffen Wurde in erster Linie Mais, was sowvbl dessen Notirungen von Loco- Waare. als auch von Terminen betrifft, binaufgefeßt; mit Weizen ging man schon ktwas glimpflicber um, wknn aucb Preise für dieses Cersal immerhin nicbt unbeträcbtlick) anzogcn. Der Export beider Getreidearten lief; zu wünschen Übrig. Notirungen von Baumwolle Haben, in Folge bedeutender Zufubren an den Südbäfen, eincn kleinen Preiöabscblag exfabrxn. m Frachtenmarkr smd Raten gut behauptet geblieben. Brasil-Kaffccs Waren in dis- ponibler Waarc ziemlick) fest, stellten fick) abcr auf Zeit niedriger. Am Zuckermarkt ist eine kleine Ermattung für Robzuckcr zu kon- statiren; raffinirte lagen fcsi. Me ta [18 sind vorwic'Zend äußerst fest geblieben. Provisionen smd, in Sympathie mit dem Westen, von wo die Hausse angebt, erheblich böbcr notirt, doch ließen Umsätze in disponibler Waare, sowvbl von Schmalz als auch von SchWeine- eisch, zu wüxiscbcn übrig. Raffinirtes Petroleum War stetig ipe [ine Certificates schlossen heute 7615 C. _ Die Nr. 51 Jahrg. 1887 von dem „(Gewerbeblatt für das Großbetzogjhum Hessen“, Zeitschrift des Landesgewerb- vereins, hat folgenden Inhalt: 8. Hauptblatt: Zugangs-Verzeichniß der Bibliothek des Großherzoglichen Gewerbvereins vom ]. Juli 1886 bis 1. November 1887 (Fortseßung). -- Verschiedene Mittheilungen: Sicherheitsvorhang für Theater. Ausstellungen. Technisches Bureau Kunst und Gewerbe. - Aus den Lokalgewcrbvereinen: Homberg
a. d.Obm. Darmstadt. Büdingen. _- b. Anzeiger: Patente von im Großberzogtbum Hessen wohnenden Erfindern. -- Die Weihnachts- sendungen betreffend. _ Verkehr auf der kanalisirten Mainstrecke Frankfurt-Mainz. _ Von der riefigen Entwickelung unseres Fern-
fvrccbwesens.
Grünberg, 17. Dezember; Ein recht erfreuliches Bild des Geschäftsganges der Tuchtndustrie in Forst giebt eine der „Frankf. Oder-Ztg.“ zuge angene Mittheilung „vom 10. d. M. Es heißt dort: In der verfto enen Woche waren die hiesigen Hotels von Tuchkaufleuten überfüllt; es wurden denn auch nicbt nur bei unseren c'"abrikauten die Tuchlager, die sich durch die bedeutenden Massen- abrikate sebr gefüUt batten, gründlich geräumt, sondern es wurden auch Weitere Aufträge crtbeilt, sodaß in verschiedenen Fabriken auch während der Nachtzcit gearbeitet Werden muß, um die Bestellungen rechtzeitig ausführen zu können.
Wien, 17. Dezember. (W. T. B.) Der VerWaltungsrath der Galiziscben Carl-LudMgS-Babn beschloß, den Januar- Coupon mit 3 F1. 15 Kr. einzulösen.
Wien,19.Dezember. (W. TB.) Von der österreichischen Lokal- Eisenbabn-Gesellschaft waren im Roycxmber1887tbeils im Staats- und theils im eigenen Betrieb 177 11111 welche eine
Ausgabe gelangen. ..Suevia“ der Aktien-Gesellschaf Lizard pafsirt.
, Ettore " gestern Abend
„Pembroke Castle“
«BwäMnmhme von 113 518 F1. erzielten,
vous]. uar obiger 177 11111, sowiekfü Ian
mehr 125 15 Fl. f ré-
jabkks- * “». GlaSgow, 17. Dezeytber. (W. T. B.) DieVorrätbe von
No eisen in' den _.to “s belaufen sich auf 941579 Tons *: n!
840 80 Tous un v1 en.? re. Zahl der im Betrieb befinchben New- ork,17.“De
davon ür Stoffe 19481388 Doll.
SWneu im Auslande.
1) 21. DeZember. 918111, „ Tanne," „ 013, zur *Der teilung von 59000 Stück Cigarrenkisten fur 172in 2Köanltcben Tab ck-
Vacbettleder:
dritter Qualität:“; „1300 k
3 2 , Dezember. ' "_ . Mes ina, Municipio: Was erlertungSröY-r'ekn 2c. 4) 23. Dezember. S
4 Dampfkesséxl 'für Barkassen, Typus Bellis, erste Größe, Barkaffenlänge 12.2518.
4 desgl, drittex - Voranschlag
Lärchenholz und Planken aus kjßsb-p1118. Voranschlag 4260 Lire. 6) 24. Dezember. Tu ri n , ])11'8210110 Ü'LXÜLUSÜÜ (1811' 1118811818 72 kg doppelte und 374 025 kg einfache V.)? a sch i 11 en -
einmaterial, , Haken 2c. 16100 Lire, Kautwn 32 300 Lire.
UÜÜUQT 3 Vertikale “; Voranschlag 10 080 Lire.
anscbl'ag 1,80 Lire 5. qm; d'csézl.“ 1000 2, zu 2,20 Lite 1). qm 11. a. m.
11) Lieferungen für die im Bau befindliche Eisenbahnstrecke (Linie Parma-Spezia),
Länge; (Gewicht des laufenden Meters 36 1). Material für e in e eiserne B rücke über den Doré-Fluß
0. Desgl. für vier Brücken Nr. 1 von 80 111 Spannung;
n . . 12) Zahreßbedarf für 1888 an rollendem Personenwagen und 1575 22 215 000 Lire (vergl. „R.-Anz.“
Verkehrs - Anstalten.
(W. T. B.) Die Post von dem am 1191008111er aus Sydney abgegangenen Reichs - POÉÖQMPsL 1
Hamburg, 18. Dezember. (W. TB.) Der Postdampfer Hamburg-Amerikaniscben Packetfabrt-
Triest, 18. Dezember. ist mit der o_stindiscb-chine schen Post aus Alkxanoria bier eingetroffen.
London, 17.Dezen1ber. (W. T. B.) Der Castle-Dampfer
angekommen und der Castle-Dambfer .Norbam Castle“ ist bcute auf der Heimreise
sin Plus von 9295 F1. Die Gesamttit- bis Ende November 1887 bezüglich vom 1. Januar bis 30. September ;zusammey 994 481 Fl., mithin und die|elbe Periode des Vor-
: die eit
*“ 1111111- 8111?
abre. ber. ( „T. B.) Der Werth der in der Z-Kbrten Waaren betrug 8 052 612 Dol], Der Wertb der Einfuhr in der davon für Stoffe 1 868 862 Doll.
_Jvo am
353 Doll.,
- talien. inanz-Ministerium. Brettchen
anufakjturen.
_eapel, Präfektur: . "3700 kg zu 18130 Liren; Soblleder 4000 kg zu 14800 Liren: Soblleder
zu 3510 Liren. Gußeiserne
„ Voranschlag 72500 Lire. pezia, 131182. (3081111210111 1187811:
Größe, 7,60 111, 1 deZgl. von vierter Größe, zusammen 16 045 Lire. Kaution
Spezia, (381110 1111111818: Balken aus
Terni, 11. 2811111188 (1'411111: 10700 kg Lire; 9450 113 Stahl in Stangen,
R o m , Ministerium der öffentlichen Arbeiten: als Laschen, Unterlags- Voranschlag 322 837 Lire. Depot
Spezia, ])11'6210118 00811112. 11111811 11. Reserve-Dampfkcssel für Torpedo-
Neapel, 11. 1418811818 008131112.: [bolz-Brettcben, Modell Nr. 2. Vor- 11111 größere Bretter Ferner demnächst: , Direktion der Mittelmeerbabn:
Länge 14 319 111. 11, Typus 71S11010é in Abschnitten zu je 12 111 Z'-
über den Taro-Fluß:
Nr. 2 vierbogig zu je 31 bis per Bogen; Nr. 3 dreibogig zu je 36 bis per Bogen; Nr. 4 stebenbogig zu je 47,60111 Brücke über den Sarnese-Fkuß von 20 111 Material, darunter
Güterwagen. Vor- vom 28. November1887).
„Salier“ ist in Brindisi
in 811111 voraussichtlich am 21. früh zur
1 bat, bon New-York kommend, beute Morgen (W. T. LsJ.) Der Lloyddampfer 1
ist auf der Ausreise gestern in CapetoWn
in Lo ndou angekommen.
wald befohlenen Ho
der , Schwer1n,
von reiche andere distin 30 Herren, an der Es fand nur ein Wagen auf Damwild,
s ward auf
Jrühstü
ieselbe ergab
Damwild erlegt hatte.
Zeit vom 2. bis 7. I
am Frankfurterstr. 117 * am und Saal, Fruchtkkraß:
Chausseestr. 88 und Mo am 7. im Vereinshaus, Mariannenplaß.
Mutto-Einnahme von 122 813 F1. ergaben während dieselben Linien
Berlin. 19. Dezember 1887.
Offizieller Hofjagd-Rapport. Zu der auf vorigen Sonnabend, den 17., im Grune-
0811 5 rinz Wilhelm dringender Geschäfte halber nicht er: schemen können; dagegen nahmen S8. der Großherzog von
Herzog Johann Se. Durchlaucht der von Hohenzollern, der
Minister von Puttkamer und Bayern, Dänemqu, Sachsen und Württemberg und zahl- mrte Persönlichkeiten, im Ganzen emigs agd Theil.
aulsborn statt, welches um 111/2 Uh einer 2Zuten Stunde abgeblasen ward. ä rend des im Iagdschloß Grunewald ein
das Resultat von 77 Schauflern und 135 Stück Damwild, von Großherzog von Sachsen-Weimar
Auf Veranlassung der Evangelischen Allianz findet in der
anuar 1. J. (Gebetsverjaxnmlungen Werden an jedem Tage um 7 Uhr im Saal der Brudxrgemembe, Wilhelmstr. 136, abgehalten, außerdem am 2. Ja- nuar tm_ Verc'msbaus, Müüer-tr. 6, und Vereinshaus, Koppenstr. 9; 3. im Etskeller, Cbaussees-r. 88, und
burgerstr. 768., und Vereinshaus, Koppenstr. 9; am 6. im EiskeUer,
fjagd hatte Se. Königliche Hoheit
Königliche H0 eit Sachfen-Weimar, Se. H0 eit Albrecht von Mecklenburg: Prinz Friedrich Fürst Anton Radziwill, die von Boetticher, die Gesandten
Trieb, ein 111 hohen Tü ern eingesteÜtes und zwar m unmittel arer Nähe von 1 an- unh nachxVerlauf
enommenen
dem Schloßhof die Stre e verrichtet.
denen Se. Königliche Hoheit der
7 Schaufler und 3 Stück
eine Gebetswoche statt; die
Mohrmann's Saal, Gr. 4. in Randel's Saal, Invalidenstr. 18., 368; am 5. Domstifjskapeüe, Oranien-
brnxann's Saal, Gr. Frankfurterstraße 117; Mullerstr. 6, und KapeUc von Bethanien,
auch jetzt noch auf unser, durch die moderne Tbeaterliteratur
erwählte in ibm: am Sonn a bananen 18.Jabresversam den Dr. Wilhelm Reiß, dm Erfors er des Gräber M"“ zum ersten Vorsihenden an Stelle des Gebei Vr. Virchow, der für das nächste Jahr den Statuten gemäß vo Vorsiß zurücktreten muß, da dieser nur drei Jahre hintereinander in einer Hand sein darf. Prof. 131. Virchow wurde 1) Prof. 131". Veyricb zweiter,S1ellvertreter, während Prof. Dr. Busiian' aus _dem Präsidium ausschied. Die Habs der ordentlichen Mitglieder betragt z. Z. 610 gegen 589 bei eginn des Jahres, 34 s iede aus, 55 _traten neu ein. Die Zahl der korrespondirenden Mit. glßeder stieg von 100 auf 101, 5 verstarben, 6 wurden neu ernannt Die ab! der Ehrenmitglieder hat sich nicht verändert. Die Biblio: thek atte einen Zuwachs von 178 Kollektivnummern, abgesehen vom Taujchverkebr, der allein im Auslande auf 86 Gesellschaften und Re- daktronen fich erstreckte. Die Pbotographiensammlung umfaßt F?. 1357 Nummernx; wesentlich bereichert wnrde fie im legten 8" re, durch den Ankauf der Damann'schen Aufnahmen der verschiedensten Naturvölker. Der Schädelsammlung konnten Skelette und Scbadel der Lappen, der Hawai, der Völker des mittleren Kongo und der Dualla eingereiht werden. Neben den 13 Si ungen wurden zahlreiche Exkursionen, _ namentlich nach der Altmaré? ver- anstaltet. . Die Einnahmen be1iefen sich mit Einschluß des vom Kultus-Mmisterium gewährten Zuschusses auf 13141 018, verausgabt wurden 12552 „16, darunter 0118111 8168 „18 für Publikationen. Die Rudolf Virchow-Stiftun verauSgabte im [esten Jahre nur 700 „x 500 „M erhielt Prof. enator für die Hungcrvers-ucbe an Cettj, 200 „18 Hr. von Winzer für Untersuchungen im Sachsenwald. Die Stiftung verfügt zur Zeit über 91482 „18 Die Generalversammlung erböbte endlich noch die Beiträge von 15 auf 20 .“
inpzia, 19._ Dezembcr. (W. T. B.) Durch das beute ver. öffentlichte Urtbeil gegen den Kanzleibcamten Karl Paul Cabannes wird derselbe„wegerx Bestechung, Landesverraths, Beseitigung amt. licher Gegenstande m Konkurrenz mit Diebstahl zu einer Zu ck1- bgussxrafe von 10 Jahren und Untersagung der Ausübung der burgcrltcben Ebrenrechte auf 10 Jahre verurtbeilt.
Kopenhag"en,.17. Dezember. Bei dem Dorfe Toustrup auf See10nd_ wn_rd,e kurzlich beim Pflügen auf ebenem W[de eine jener verhaltntßxnaßtg seltetzcn Grabkamme rn aus der ikingerzeit etz'tdeckt, dtc voÜständig in der Erde eingerichtet und mit keinem Grab. bugel versehen Wurden. In der Kammer fand man ein schönes ge- wxzndepes go1denes Armband, mehrere feincz goldene Spiralringe, ein macbtzgcs, leider zerbxochenes bronzenes Schlagschwert und Bruchstücke 0011 einem Brbnzegefaß. Sämmtliche gefundenen Gegenstände bat das hlkfiße altnordiscbe Museum erhalten.
Im Königlichen Scbauspielbause gelangte am Sonn- abend das'"Cg[deron'sche Schauspiel: „Das Leben ein Traum“ nacb [angxabrrger Pquse wieder zur Auffübrung. Die mächtige Wir- kung, wklche diese geistvolle Schöpfung in ihrer altertbümlicbcy Form . ' . ' m gan «„ndere Richtungeg btpgelenktes Publikum ausübt, ist der beste Verveix fur den unbergangbchen Werth det: Dichtung. Mit Bebagen
folgt der Zuschauer den an ein Märchen erinnernden Vorgängen, und
dqs Vergnügen, welches ibm allein schon die finnige Handlun bercitet, wtrd durch den Wert!) der durch sie zum Ausdruck gebra ten (He- datiken bedeuxend erhöht. Soll dieses Schauxpiel seine voüe Wirkung qusuben, so verlangt es eine treffliche Be eßung der Haupt- 10118. Eine solche War disser zu Tbeil geworden durch Hrn. Mgtkowskv, Welcher den Sigismund spielte. Es war eine gxmale ' Lctstgng, welcbe der Gast mit der Darstellung dieser eigenartigen Gestqlt bot. Der Wechsel der Gemütbs- sttmmungen „wurde chn ibm, inOÜberrascbender Weise zur Geltung gebracbk. Dre Verzweiflung in seiner (Gefangenschaft, die Sehnsucht nqcb Befreiung fand duxck) ibn ergreifenden (Eindruck. Am bin- rezßcndsten aber sptelteer die Scene am Königshof, wo er, zum BeWußt- femnsemer Macht kommend, in überscbämnender Tbatkraft den ihn bxsturmerzden Gefühlen freien Lauf läßt und durcb eigene Schuld die traßiscbe" Wendzmg, xvelcbc sein Schicksa1 zunächst nimmt, beraufbescbtvort. _Hier spielte er mit einer Leidenschaft, einer Krczft, Welche die Zuschauer begeisterte und sie zu stürmischen thfaüsbezeugungen veranlaßte. Eine stattliche Erscheinung, klang- voÜes Organ und gewandtes Spiel find Vorzüge, welche dem Gast rasch die Gunst des Zuschauers gewinnen müssen. In der Rolle der Rosaura_trat Frl. Führing auf. Die juxige Dame, welcbe vieÜcicbt etxvas bexaitgen war, zeigt in ihrem Spiel viel Talent, eine zu etwas staxkcrem Ausdruck gelangendc Leidenschaft würde ihrer Lsistung cine großere Wirkung gesichert Haben. Die Vérse sprach di? Gastin mit de-rselben (378111andtbett wie Hr. Matkowsky. Von den iibrigen Mit- wirkenden seien Hr. Sauer und Fr. von H0chenburger lobend erwäbnt.
Jm Residenz-Tbeater sokl am Frcitag „FranciÜon“, von Dumas, zur Ersten Aufführung gelangen.
Die musikaliscbe Aufführung dcr neuen Akademie der Ton- kiznst, 111815258 gestern im Saale_ der Sing- Akademie stattfand, legte wiederum, cui ebrxnvolleß Zeugnis ab von der sorgfältigen Pfli'gL der Kunst, die' in diesem altejten und besuchtesten Institut unserer Re- sidenz bon [eber eme Pflanzstätte gefundcn bat. Das Orchester, 8115 ElLVLU der Akademie bestehend, begann mit Beckhobsn's Ouverture zu „Egmont“ und bewies hier, wie später in der Begleitung der Kxaviexc011certe lobenswerthe Präzision im Zusammenspiel und ver- standmßvolle Vortragsweise. Die gelungcnc Ausführung dss 0-111011- Concxrts von Bextboven (1. Saß) durcb Hrn. Thamm, der Mendels- sob1t'1chen_ Caprice durcb Fkk. Hornig, und der beiden scytkn Saße des von Frl. Tbomuscit acsvielten Cbopin'schen Concerts (11-111011) wurden mit sehr lebbaftem Bcifall von Seiten des zabkreicb erscbtenenen Publtkyms ausgknommen. Die Leistungen im Solo- Gbsangaerwarbcn sicb gleichfalls woblverdiente Anerkennung. “ rl. Windmuller' und Frl. Lmtermann, Schülerinnen der F1“. Profesor Wyerst, s0w18 Hr. Goldberg (Lebrkk: chrian) zsigten bei sehr vcr- schtcd8ner Sttmmbegabung durchweg das sorgfältigste Streben nach deutliche'r Aussbracbe ,und lkbkndigem Auödruck bei “zumeist reiner Intonation„ Em Gletches gilt von dym durch dix Hrrn. Holländer und Cebrtan gusgebildcten Gesangcbor der Akademie, der ganz besonders in der selten ebörtsn Fantasie ftir Klavier, Chor u_nd Orchester Von „ eetboven zur Geltung kam. Die Klavtxrpartie war in den Handen des Hrn. Krenylin, der auch bterbet g(etcb den exstgenannten Pianisten die Kullack'scbe Methode 111 em glanzendes Licht seßteDuDgs Violinspiel des Hrn. Todtenboff (Lehrer: Zapfen), des Hrn. ubxmg (Lehrer: Von Makomaski), sowie das Cellospiel des ;Hrn. S&cbre'tber' (Schüler des Hrn. Philipsen), ernteten reichen Beifall, „Sckplteßxtcb ist noch die Deklamation des Frl. Bruck lobend zu xxwabnen, die, der .Leitung des Frl. Jdfigson anvertraut, Getbel's „Ztgeuncrbuben“ mit schönem modulationSreichen Organ sebr gusdruckSUoll vortrug. Die sichere Leitung sämmtlicher Jnstrumentalsaße durcb Professor Franz K ck trug zum Ge- lingen der ganzen Auffuhrung sebr wesentlich bei.
Redacteur: R ie d e [.
Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der Norddeut1chen Buchdruckerei und Verlags-Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
MW Beilagen E(einschließlich Börsen-Beilage),.
Berlin:
(1691)
Die Gesellschaftsfkür Anthropologie uUdEtanogje
Erste Beilage
zum DMWM Reichs-Unzeiger und Königlich Preußischen Staats-Unzeiger.
„11,8, 297.
Berlin, Montag, den 19. Dezember
1587.
Yithfamllich es.
Preußen. BLUNT, 19- Dezember. Im weiteren Ver- lauf der _ vorgesmgen (1,4) Stßung des Reichstages erklärte bet fortgesetzter dritter'Berathung des Gesetz- entwur S, bexreffxnd Abanderun en des Zoll- tarifs Getxetdxzolle), „der M18 Ri ert: Er hätte eine Generaldiskussrbn 111 ber dmtten Lesung nicht mehr erwartet. Was soÜten bie Aquuhrungen 088 Hrn. von Hammerstein über die Berlmer 230118? Er wre auch der Minister hätten damit Vorstellxmgsn 111 das Volk gebracht, die nicht im Interesse der jeßtgen WtrthschaftSchlitik und der Regierung lägen, indem sie im Handel füx'erlaubt ansähen, was sonst nicht gestattet- sei. Ohne p0sit10st8Beweise seien solche Behaup: tungen geradezy gememschadktck). Hr. 0011 „Hammerstein werfe den Sozialdemokraten MaUgel an Aufrtchtigkeit vor, ein Vorwurf, den 6181: zu'erheben bishex in diesem Hause nicht Sitts gewesen 101. D18 Deutschfreismnigen beschuldige er des Mangels an Erfahrung und Erkenntniß. Aber Männsr, die so sehr mit ihren'ErfahrungM' prunkten, hätten durch die That oft genug bewxesen, daß fte von der Landwirthfchaft nichts verständen. Und, gar Marx gbgenbieDeutschfreisinnigen in?, Feld zu führen, ser „seltsam füx emen Mann, der vor 9 Jahren 811101“ der enragirtestcn Frerhändler gewesen und dann die bekannte, allerdinch unmotivirte Schwenkung gemacht habs. Vedansrn müsse er (Redner), in welcher Weiss Hr. von Hammerstein den VLL'sWL'ÖLULtl LaSker in die? Debatts gezogen hab?. Der Mann solle Zeugs fiir den Abg. von Hammsrstein sein, der noch 1879 mit vortrefflichen Worten die Politik der agrarischen Schutzzöllnsr bekämpft babe, dw nur Unzufrieden: heit in das Volk bringen müsse. Hr. von Hammerstsin habe nur eine einzige Stelle auS Lasker's 91808 herausgegriffen. Lasker habe nur zug8g858n, daß die Landwirthschaft prägravirt sei durch die Stempslsteuergeseßgebung. Der LibsraliSmus ssi nicht für di? jeßigs Lage verantwortlich, denn man habs doch immer konservative Minister gehabt; wonigstens habe. die liberale Partei hisr niemals die Majorität gehabt. Des Nbg. von HammerstLin Berechnungen der HerstellungMosten für die Lambwirkhschast ssien absolut wsrtl): los, denn sie? sbisn für jedo Gégend und für jedes Gut 0110818. Die in den leßten Wochen vsröffentlichten Berexhnungen aus Ostpreußen Lrgc'iben auch ein 01108188 Resultat. EmenAnspruck) anf Wiedererstattung der HérsteÜungskosten würde selbst Marx nicht zugeben. Denn LS 181 211811111110 zur Er: füllung 018188 Anspruchs bereit und fähtg. Dre „Noxdd. Mlg. Ztg.“ bemängele die Berechnungen des Abg. (8811181, 10811 diessr die 3013181881 und 1886 vergleicbo, 1001181 1111: das lthe “ahr immer ein günstigss Resultat heraus: kommen 1111188. Für dikse Verscbtmng habe Hexr 11011 HgnUner- stein heute allerdings kein Verständnis; mehr, thm genugs bas Geseß noch nicht. Der 1879 begonnene Streu. werde mcht eher aufhören, als bis die Erkenntnis; der landwahschaftl1ch8n Kreise, auf die Herr von Hammerstein so stolz sex, durch- die Thatsachen korrigirt sei. Ein wahrer Freund der „Lanthrth- schaft könne nur vor diesem Wege warnen, der [zu threm Yum führen müsse, und dessen Tendenz sei, die Schu den des land: [1111811 Besitzes auf Staatskosten zu bezahlen.- Das, was das Agrarierthum woÜe, werde sich aufklären. _
Abg. 0011 Unruhe=Bomstx Er hab8 1819 euch zu 0811 ?reihändlem gehört und gegen die SchUßzol18 gestnnmt. .;n einer Heimat!) seicn damals auch einige 211150111381: der 11811811 80118 gewesen, aber die Mshrbsit seiner Wahler h0081hm RECHT gegcben. Jetzt dagegcn [ei die Mehrzahl der Bebolkerung in 1811181 Heimath entschieden 1111 Schußzölch 11115 018s8 V0r- lags; in ihr habe der kleine [)äULrllche BLW 518 ngoritat, 88181811 von dsr dsutscben wie dex 11011111ch811V8001k811111g Petitionen um Erhöhung 081130118 Ungegcmgen 11110 (1115381110111 sei den Beschlüssen des Landwirthschaf18ratch freudtg zygestxmmt worden. Die ganze polnisch? stölkerung 111581? Provxynz Posén 18138 in dieser Frage ihre spßziel1811 natxonalen Qtlt'érésséjl bintan und WM nur das Allgsnieinxntereße der Vrovmz xm Auge. Mit seiner Abstimmung für VW ollvorlage trage 81 also den Ansichten in seiner Heimatl) chhnung. Auch 1116 Handels: und Gcwerbekreiss dcr Pxovmz erhofften von der Zollerhöhung eine Besserung der wxrthscbaftltchen Lage. Aus diesen Gründen stimme er für die'Vorlage.
Die DiEkussion wurde gLsck)[01sLU. „
In der Spezialdiskussion wurden zunachst ohne Debatxe diE Zollsäße für Weizen und Roggext von 5 „18 gegen dre Stimmen der Freisinnigen und S0zmlden101raten und der 810860 Mehrheit der Nationallibcralen genehmtgt. Es folgte Hafer. Die Abgg. [)r.AdaenndSeyfarth:Rothe11burg beantragen Erhöhung des Zoklsatzes von 3 auf 4 «16. „ Abg. Henneberg [Wfürwortete 5811 Antrag. ,er h_gndele es sich um eine Unterstüßung der klcmenLandmxrtTlZ8„wahrend der ZolX auf Weizen und Roggen den großen estßern zu Gute gekommen sei. „ „ „ „
Abg. Seyfarth-Rothenburg sprach s1ch1m gleichen Smne aus.
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Hierauf wurde durch Zählung der Zoll 11011 4 «17: mit _
172 gegen 136 Stimmen angenommen.
Zu Mais und Dari [811011 von den Abgg. Frhrn. von '
é?)kirbach und Delbrück Anträge vor, den ZOÜ von 2 auf «16. n er “0 en. _ "
Azbg. ZFUW: C'r empfehls dringßnd dtese'Zollerhol)_ung. Das ganze System eines geschlossenen la110wrrthxchaftlrchen Tarifs würde zerbröckelu, wenn man an dteser StelXe deri Schuß der Landwirthschaft unterließe. Der Kartoffexbau f?r die leßte Burg, und wenn die erstürmt werbe, xvurde dte deUtsche Landwirthschaft ruinirt sein. Der Maxs sex aber 081 JWD, der sie erstißrmen wolle. Man halte stck) dtesen Em- rin [in vom Lei e. ' ,
gStcltzatséNinifter ])1.Lucius ersuchte drmgend, es bet dem Beschluß der Regierungen bewenden zu lasen. Er mache darauf aufmerksam, daß die Vorlage der Reg1erung auch schon auf Kompromi en beruhe innerhalb des Bt_mdeSraths und 8179 der Basis der rüheren Beschlüsse des Nerchstages von 1 d' und 1885. Der bisheri e Zollsaß set 1 «14 _gewesen, „18 Regierung schlage die erdoppelung vor; eme Vermer-
fachung könne er in keiner Weise befürworten. .Wenn sich unter den ]“th geltenchn Zollsäßen in Deuts : land gewisse Industrien emgerrchxet und ein elet hätten, so sei es nicht rathjam, m ihre Verhä tniffe tiefer einzugreifen, als durch dte landwirthschaftlichen Inter- essen dringend geboten sei. Das würde aber durch eine Ver:
vierfachung geschehen. _ ,
Abg. Drendorfer: Für Süddeutschland habe der brlltge Bezug von Mais eine olche Bedeutung, daß er gezwungen ssin würde, gegen die ganze TarifnoveUe zu stimmen, wenn die beantragte Erhöhung durchgehen sollte. Schon nach der ersten Erklärung des Ministers hätte er eigentlich erwartet, daß die Herren ihre Anträge zuxückziehen würden. bg. von rege: Durch _ 018 kategorische Erklärung des Ministers sei eine Partei m eine Zwangslage ekomznen, indem sie befürchten müsse, daß durch die Anna me thres Antrages das anze (Heseß gefährst werde. Für widerlegt aber halte sie Sch nicht, und in der Hoffnung, daß die land: wirthschaftlickzen Zölle doch nicht von der TageSordnung ver- schwinden würden, 30 en sie für Leute ihren Antrag zurück.
Abg. Meyer (Ha 8): Aus er letzten Erklärung könne 1161: Minister ersehen, welchen Einfluß seine Worte hätten, wenn sie zu rechter Zeit kämen, und er bedauere lebLast, daß beim Haferzoll eine ähnliche Erklärung nicht erfolgt ei-
Staat§=Minister ])1. Lucius entgegnete dem Vorrdner, daß 811081: Minister) im Eingangs der Generaldiskussion die Stellung der verbündeten Regierungen auch zu den,vorli'egen- den Anträgen präzisirt habe. Er habe darauf hmgexvxesen, daß die Anträge, welche auf eine Erhöhung der Postttonen UUEgingen, seinsrseits nicht empfohlen wsrden würden. Er habe damit seinsrseits das Nöthige gethan; im Uebrigen glaube er selbst berechtigt zu sein, zu beurtheilen, wann es angemessen sei, Namens der verbündeten Regierung8n Erklärungen abzu- geben, und wann nicht. '
Abg. von Kardorff: Seine Partei ssi durch 018 gehörten Erklärungen in eine Zwangslage gerathen, und dic; Fglg? davon, 1081111 sie )'th inen Antrag zurückziehe, werde 0.18 18111: es werde durch dieses ock) im ZoUtarif, durch 0811 medrrgen MaiszolX, die ganze Wirkung des ZoÜtarifs illusorxsch gemacht werden. Seine Partei behalte stck) aber vor, auf 0811 Antrag in der aÜernächsten Zeit bei der ersten Gelegenheit zurück- zukommen. Zn hohem Maße bedau'erlick) sei, daß gerade pon bayerischer Seite ein so schroffer Wtdsrspruch gegen berechtigte Ansprüche laut werde. Seme Parker habe m der Zollbe- rathuug sick) Bayern gegenüber anders gestellt.
DLL Diskussion wurde geschlossen.
Persönlich bemerkte der Abg. Meyer (HML: Er habe selbstverständlich dem Minister mcht VorschU ten machen wollen, wann 81: sZZrechen solXe oder nicht. Nubnehn18 er auch für sick) das echt in Anspruch,_ darauf hmzuwstfen, 1081 8 Folgen für die Abstimmungen [reh aus dem_ Lauf der Yercban lungen ergäben, und so wett ser auch er 111 semem
e t.
ckDie Anträge auf eine Erhöhung des. Mais- und" Darj- zoÜes wurden zurückgezogen _und der Zollsaß m der Hohe wie in zweiter Berathung bewiütgt,
Ein Antrag Diffené wil! den Zol] auf Bguxnwoll8n- samenö1 von 4 auf 10 «18 erhöhen 11110 tzur fur amtlich denaturirte-Z Vaumwollensamenöl den btsherigen ZoÜsaH von 4 818. belassen. _
Nach kurzer Verathung wurde dteser Antrag abgelehnt.
Es folgte §. 2. D8rselbe lautet in der Fassung zweiter Lesung: „ „ „ .
Die im §.1 festgeseßtén neuen TarifsYe fur Weizen, Roggen, Hafer, erste, Mais und Dari, Malz ( r. 98, bar und ,6, 8, „8 und f. und Müblenfabrikaw aus Getreide (aus Nr. 258 2) sind m_1t der im §. 9 Absatz 2 ch Vcreixiszoügeséßes vom "].'JU[1 1869 angegebenen Wirkung Vom 26. November 1887 ab gul„tig.
InsowÜt die 'in dikscm Geseße genarmten Gegenstande bis zum 15. Januar 1888 in Folge von Verträgen eingeführt Werden, Wclche nacbWLislich vor dem 26. Nobembcr cr. abgeschlossen sind, werden die bis je 1 gültig gewesenen ZoÜsäßc erhoben. ,
Der bikrnack) erforderliche Nachweis kann duxcb „alle 111 der dentschcn Zivilprozeßordnung zugelassenen BewexSmxitel erbracht
w den. , er Dic betreffenden Ansprüche sind innerhalb mer Wochen nach
der Publikation dieses Geseßes bei der Amtsstelle, an welcher die *Waare zur EingangSabfertigung angemeldet Wird, gelten zu macbc'n. Jm Uebrigen tritt dieses (Gesexz am 1. Januar 18 „8 in Kraft. Dazu beantragten die Abgg. Freiherr von Mrrback) und
11 Sa en: ' ' KMMLQU cY„s2)§2lbsaxz 4 Zeile 1 Hinter dem Worte „smd“ die
Worte: „[bciAYserlufZ Lys RefcbteS' einzuschalten; . s 0 m u u ngen:
?.]Dica Bestimxbrungenz zin Vorstehen'den Absäycn 2, 3 und "4 finden, wenn die Kontrahenten über dietTragung des Zolles fur den FalL einer Erhöhung desselben Vereinbarung getroffen haben, "ne Anrvendun .“ . kel Die 21ng Satruckmann und O1“. Windtborst beant'ragten, 11)
dem Antrags vonlMirszack),1F. Absatz 5 statt „Verembarung u 0 en: „ riti 8 818111 arung“. ' , z sLglbg. Kslcshmxxx Ypfahl §. 2 in Verbmdung mrt den An: trägen von Mirbach und Stryckmann. ,
Staats=Minister ])r.Luc1us: Gegen" die Annahme des '. Lund der Anträge läge Seitens der perbyndeten Regterungen Fein Bedenken; sieLf?h811 vielmehr darm eme Verbesserung der B8 111 8 weiter eun. .
WAHL. Ökeyer (Hallo?: me habe bet der Berathun? gß- sagt der Handelsstand habe Fit genu? gehabt, fich au dte Yo erhöhung einzurichten. , un, gu _emetx Haferzolx von
810 habe der Handelsstand s1ch germß 111cht euxrtchten konn8n, sondern vielmehr annehmen myffen, daß es „bet den 3 „48 dxr weiten Lesung bleiben _ wtirde. Als tm Jahre "18,19 ei Gelegenheit der drxtten Berathun ganz ploßltch wider Erwarten ein lachszoll beschlo en word8n set, abe das Haus im infü rungsgeseß zum Tartf dgs anrafttreten des lachszo es auf 1 Jahr sUSpendtrt und in der folgenden esston ben Flachszblx mteder ayfgehoben. Er möchte nun auch in emxr de_r nachsten Sesstonenmdem Reichsta Gele enheit geben, steh m1t der Frage des erhohten
Haferzo es no mals zu befassen, und beantrage deshalb zu §. 2
den Zusa : „Die Er öhun des HaferzolXes tritt in de_r WLLse ein, daß 3vom 26 ovem er 1887 ab der ZolLsaH aut 3 „16, und vom ]. Januar 1889 ab auf 4 518 „erhöht mird.“
Der Abg. Dr. Windthorst sprach steh Mgen den Antrag Meyer aus und acceptirte den Antrag 0011 „MW. , _ Der Antrag Meyer wurde gegen dre Stimmen der7Frer- sinnigen abgelehnt und §. 2 mit den Anträgen von Mtrbach ubd Struckmann angenommen.
In nameptlickwr Abstimmung wurde darauf das Geseß im Ganzen mit 203 gegen 116 Stimmen angenonimen; zwei Abgeordnete enthielten sich der Abstxmmung. Fur dqs Geseß stimmten geschlossen Deutschkonservatwe und Polen, dle Reichßpartei mit Auswthe des Abg. Merbach, daS Centrum mit AuSnahme der Abg. Pfafferott, Stößel und Bock(AgchenZ; ferner der Elsässer Grad und etwa 25 Nattqtiallxbera 8. Gegen das (Heseß stimmten Sozialdemokraten, FrersmmZe, dre MehFahl der Nationalliberalen und 018 Welfen. *
Uk) m 4 Uhr vertagte sick) dasJHaus aus Dtenstag.) 7. Januar, 1 r.
0“M- Dem Reichstage ist der Rechenschasrsbericbt 1381 Königlich preußischM Regierung über die auf Grund 088 Gesetzes vom 21. Oktober 1878 für Frankfuxt a. M. 20. ge- troffenen Anordnungen zugegangen. Der Beruht lautet:
Das Königlich preußische Staats-Ministexium bar auf Grund des §. 28 dss Geseßes gcgen die gemeingefabrligben Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 Mit Gcnebmtgung dcs Bundcsratbs für den Stadt- und Landerl-Z Frankfurt a. M., den Stadt: und Landkreis Human, den Krcis Höchst und den Obertaynus- kreis die am 16. Dkzember 1). J. gctroffenen Anordnungen 111111801 des in der Anlage beigefügten Beschlusses Vom 10. d. M. von Neuem für die Zeit vom 18. Dezember 1). I. bis zum 30. September 1888 0110 en. '
ffDiese Anordnungen, welche durch den „Reickzs-Anzetgex' und auf die für landespolizeilick)? Verfügungen borgeschriebenc„Wei1e bekannt gemacht worden smd, erwiesen sich aus folgenden Grundsn als noth- wendi . _
Zurck) die im Vorigen Jahre getroffCUkn Anordnungey 111 86 ge- lungen, der gefabrdrobendcn weitcren Ausbreitung der fozmldexnokra- 1ischen Agitationen in Frankfurt a. M. Einhalt zn thun qnd bre Auf- rccHtcrbaltung der öffentlicher] Ordmmg zu_fich8111. Es rst dics ms- besondcre dsm Umstand? zuzuxcbreiben, das; 518 bezei'cbnetexx Anordnungen es ermöglicht babe'n, den böcbst verderblichen Einfluß von 811130 50 berufsmäßigen einbeimiscben Agitatoren durcb Ausweisung der]elben der sozialdemokratiscben Bewegung ix: Fraanurt a. M. fern zu baltoen. Trotz dieser Schwächung der Parket ist 1518 985811118 Oxgantfatwn nicbt boklsiändig zerstört mordkn. Vielmebr ist, ww eme neuexe gerichtliche Untersuchung gegen eine größexe" Apzab[ bon, Parter- mitgliedern Wegen Tbeilnahme an staatsJesabrhchen Verbmdungey dargetban, cin lebendiKer Zusammenhang zrmscben der Paxter- leitung und den Genossen noch immer, vorbanden. Zur St_ckZe- rung eincr dauernden Organisation der sozialdetxwkratiscben'Pattex ist von der Parteileitung die Stadt Frankfuxt m 13 Beztrkx rnit 18 einem Vorsteher und einem Kqs 1rer eingetbetlt 110119811. Die Vor- steher der Bezirke bilden 311918: die GeschastFomxmßwn, welcbe sich an bestimmtkn Tagen in öftcrs gewechseltenWtrtb1chaften versammelt und die Leitung der Verbindung besorgt. _ Den («Hegenftapd der Vetr- bandlungen in diesen Versammlungen bildeten "aÜgemetne Parten, namentlich Wablangelegenbeifen, Beschlußfassung uber Abba1tung bon Wablversammlungen für die Rctchstagswablen_ und sonsxtgen Ber- sammlungen, über Veranstaltung bon gememscbaftltcben Ausßugen, unter Welchen an Orten außerhalb Frankfurts abgehaltene geheime ngpt- versaxnmlungen der Verbindung zu verstehen find, sbrme Erledigung von Schriftstücken, welcbe die Partei betreffex-t, „insbesonder? dl? Correspondenz mit auswäxtigen Genossezt der sbzialdemoxratiscben Partei. Die Mitglieder eines jedcn Bezirks vereinigten s1ch rxgel- mäßig in jeder Woche Einmal zu einer Vexsaxnmlung. Zn dte'sen Versammlungen tbeilten die Vorsteher den Mitgliedern tbres Bezirks alles Dasjenige mit, Was denselben aus den Verban'clungen und Von den Beschlüssen 1311 Kommission bekannt gegeben werden sollte, und übermittelten insbesondere die Einladungen zu den etwa zu, veranstal- tenden Hauptversammlungen; ferner wurden „dort Parxetaqgeleg_xn- beiten und Tagesfragen besprochen und wöchentliche Bexérage m Hohe bon mindestens 10 „Z erbobxn. _ _
Die Parfeileitung betreibt forxgeseßt .'" den 211581118- und Hand- - Werkerkreisen eine geheime Agitation. bewrgt bie Einziehung regel- mäßiger Geldbeiträge für Parteizwecks und vermrttelt vy: AUem den Bezug und die Verbreitung Verbotener sozialdemokrattscber Druck- schriften, insbesondere des die Gcsammtansxlyagubgen und Bestrebungen der Partei in aufreizendster und rcvolutwnczrster FOM] vertretenden .Sozialdemokrat“. Die Zusendung diescr Zettung an die Dec'kadreff'en erfolgt mit einer durch lange Schulung erreichten bedeutenden SLÖLTHL'ZL'; dic Deckadreffen Werden forxgeseßt gewechselt urzd die Abholung der bezxtgz lichen Packete wird mit cmer solchen Schnelligkeit von den Her Poltzer unbekannten Adressaten besorgt, daß die Beschlagnahme exnxxSen- dung nicht Häufig 921111 1. Die Zahl der nqch immer regxlmaßrg iiach Frankfurt gelangenden ,xemplare des „Soztaldemokrat“ ist auf uber 400 zu schätzen. Von Frankfurt ans werden Exemplare _dieser Druck- schrift auch in der Umgegend verbreitet. Außer dxm .Soztaldcmokrat“, welcher einen immer aufrsizenderen Ton annimmt und offen die Revolution Predigt. wird auch noch eine Anzahl ander'er vervo1ener sozialdemokratifcber Druckscbxiftcn, 111 Frankfurt systematisch vertrieben und in den betreffenden Kreiyen eifxtg gelesen. ' ' '
Einen starken Rückhalt findet in Frankfurt die sozialdetx1ok1011sche Benoe'gung in einer größeren Anzahl dort bestehender gewerkschafthcber Vereine, Welche fast sämmtlick) durcb soztaldemokrattsche Ygttattonen in das Leben gerufen worden find und andazxernd untxr sozialdeznokra- tiscbem Einfluß stehen. Die in den Biblehcken dteser_Vereme be- !?ndlicben Werke sozialrevolutionären Inhalts nzerdcn fletßig bxnußt. Auch in den gewerblichen Hülfskqssen, namentlich den centralisixten eingeschriebenen Hülfska fen für dre Krankenbersicberung der Arbeiter, ist das sozialdemokratis 8 Element vbrwiegend vertreten. '
Es kann keinem Zweifel unterltegen, dg gerade in Frankfurt schon seit längerer Zeit die revolutionare Rt tung der Sozialdemo- kratie die Oberhand geWonnen hat, und ist der Bnerlust d_es Ansehens der auf der gemäßigteren Seite [lebenden Partetfubrer bei den Frank- furter Genosten hierauf zurückzufxthren. Die 5Zlnnabme ist daher ge- rechtfertigt, daß ein großer Theil der Frankfurter Soztaldeznokraten die Verwirklichung ihrer Bestrebungen nicht etwa von geseßltcben Re- formen, sondern nur 11065 von einem gewaltsamen Umsturz der be- stehenden Staats- und Gesellschaftsordnung erwartet ,und erstrebt. Auch Genossen der anarchistischen Gruppe_ befinden fick) bier 110ch.
Nach diesen Ausfiihrungen ist Frankfurt a. M. und seine Um- gebung fortgeset durch die im §. 1, Absatz 2_dcs Gesetzes voxn 21. Oktober 18 8 bezeichneten Bestrebungen 'Mit Gefahr fur d"re öffentliche Sicherheit bedroht, und sind daher die Vorausseßungen fur die im §. 28 a. a. O. vorgesehenen Anordnungen auch jeßt noch ge- eben. Zu einer Abänderung des Ausnahmebezirks lag kerne Veran-
affung vor.