1866 / 171 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Vater des vor *dem einde gebliebenen Gren. Reschke vom 21 ril c. ab vtcxteljährltch 9 Thlr., 7 Thlr. 45) Arbeiter Carl W/olff zu Ks,.) Behnitz, Mil? YYZakleiaitJd, VaHer dest [an skinetx; Lunden „yerftorbenen Mußketiers

,. r c. a viere'ä ri [r. 1 . **

Thlr. 20 Sgr. 10 Pf- ) [) ch 9 , 8 Thu: Summa 975 Außerdzm sind zur Ausgabe gelangt;

46 An das Königliche stellvertretende General-Kommando des Zien Armee- 'orps zur Vertheilung an :) Invaliden des Brandenburgischcn Jüfi- ULTRIUZW'ZW sNr.AT“35t,slatlt)t spezieller Vesiianung des Gebets,'des Stabs- u not on - rzc r. Rosen wei “5 T lr. Ge ammt-Smn : 1000 Thlr. 20 Sgr. 10 Ps. z I, h s W

Berlin, den 14. Juli 1866.

Der Kriegs-Minister. In Vertretung von Schüz.

Preußische Bank.

Wochen-Uebersicht der Preußischen Bank, vom 15, Zuii 1866. A c t i v a. 11 Geprägtes Geld und Barren ............... 2) Kassen-Amveisungen, Privat-Banknoten und Darlehnsfaffcnscheine 3) Wcchsel-Beständc 78,085,()00 » 4) Lombard-Bestände . . . . .. . . .. ............... 13,107,()00 - 5) Stqatspapiere, Verschiedene Forderungen und Aktwa.....„......,....... ................ 14,638,()00 .. _ P a s' s i v a. 6) Banknoten im Umlauf ................... 135,033,()0(1 Thlk. : 7) Depofitcn-Kapiialien .............. .. ....... 16,765,()()0 * 8) Guihaben der Staats-Kaffen, Institute und Prwat-Personen, mit Einschluß des Giro- Verkehxs .............. , .................... L,Z46,00() » Berlin,_ den 15. Juli 1866. Königlich Preußisches Haupt-Banf-Direktorium. v. Dcchend. Schmidt, Kiihnemann. Boese. Roitb. Herrmann. '

67, 949,000 Thlr. ; 4,645,000 '

;

Amtliche Rachrichten vom Kriegsschauplaye. ;

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' Berlin, 17. Juli. "Aus Brünn vom 13. *uli nd " ' Horsih heilte folgende amtliche Nachrichten hier eingexéczmgenfi: NTT ; dem bereits gestern, am 12. Juli, Brünn Von den preußischené Truppen he'seyt ivorden war, hat Se. Majestät der König heute sein »! Hauptquartier hirher verlegt. Der Einzug der Truppen in die mäh- rische Hauptstadt geschah mit klingendem Spiel. Die Haltung der „' Behördeyund Emwohxwr war cntgegenkonunend. Der Bürger- meister Giskra heit eine beruhigende, auf die Mannsziicht der pkéll- 1 ßischen Armee htniveisende Bekanntmachung erlasscä. Die österrei- ch1schen Truppizi zichetz fich hart bedrängt hinter die Taya auf Wien ; und nach Oln1utz.nMahren, mit AuZnahme von Olmüxz, ist ohne ,f Schxvertstre1ch gcraumt. Noch täglich werden Vcrsprengte der bei x' Kömggraß geschlagenen ößerrcichischcn Armee cingebrachk 7 gemeYeettierai Vogel v. Fakckenftein hat aus Aschaffenburg hikrher ',“ -Am 10. Juli wurdcn die Bayern wel e inter der ' - 7 schen Saale Skillung gexiommen, an fiinf,Pu11kcthen,hbc-i WaldafsrZLZkii 1 Hausen, Friedrichshall, Kisfingen und Hammelburg, von den preußiz schen Truppen des Generals v. Falckenstein gesch! An [eyt- , genannten beiden Punkten leißete der Feind hartnäckigen Widerstand. , Am 13. Juli Aberuids, schlug die Brigade Wrangel bei Laufach die ; ?x?xxifend; détrdmstadtisUche Division, unter bedeutenden Verlusten für 'i J Fererrtiejs-cxx en zuruck und Verfolgte sie bis vor Aschaffenburg.“ „Heute, den 14. Juli, glänzender Sie der i ' 37 ' ' j Aschaffenburg über die vereinigten Oesterreigcher, ZJFFW &?YJkJ-l ck städter untcr FeldmarschaU-Lisutenant Neipperg. Aschaffenburg wnrde mit„ßürmender Hatzd genommen und der Feind über den Main zuruckgeworfen. Die Zahl der ge'fangenen Oesterreicher ift bedeutend unsere,ekgenen Verluste find dagegen verhältnißmäßig gering.a ,

.- »,„......-.,.. ..-. . . .___-„..... «_--

Nichtamtliches.

KönxPxeußesnÉt !?.erlin , 17. Juli. g n eu e cute die beiden Privat-La ar (k. * .

des St. Gertruden-Hospitals und in bei Jisänxrstzraßce“126(*:-“127GÜZIL1 Königlichen Palais fand ein Diner satt. * '

Ihre Majestät die

„. - Aus Brünn, den 15.3146, Morgens 9 U r c « * bis Prag),“ berichtet W. T. B..“ Heute früh 4Uhr isth 1111026,r DCFM!“ chn hier ineder Richtung nach Lundenburg abgerücft , um dieM nouchttgen Eisenbahnfnotenpunkt zu besehen, und dadurch die Ysén bindung“ zwischen Olinüß und Wien zu unterbrechen. Die 5 DR“ TT? haY ();):er 9 ZU)? Zßormixtags großen Militairgottesdiciiß 05.

c em «9. axe “(1 er K* ni beiw einstweilen noch in Brünn. g ohnen wird, und verbleibt

'Von der zweiten Armee geht die Nachricht ein da ' reichtsche Arm'ee sich von Olmüß zurückzicht und die RißchZFUH'Fr' Abmarsches hinter den Marchftuß nach Preßburg nimmt. DiÉEsös ar1n_eedc§Generals Herwarth Von Bittenfeld isi von Il ' bereits bis Znaym vorgedrungen und Wien auf die Bittegdau Gcmemderathcs für eine offene Stadt erklärt worden. Die 7 D' e-s sion folgt soeben der 6. nach Lundenburg. ' M'

- Gestern hatten die Truppen hier und Ruhetag.

in de'!) Umgegend

angekommen. Wien gesandt. , ist zunächst für Militairtransporte wieder hergestellt WoW

** dem Hradschin in Prag weht die schwarz-weiße Fahne. -- YIMYY

.* fehl eines Llrmeccorps belassen worden.

. Erzherzog Albrecht (um .sc'i komm ' - . Armeen ernannt ist. 3 “) chft andtrenden “U“ Öfterrelchisck)?“

stand zu stoßen. ifi sehr groß.

; -Darmsi. Ztg.“ nachstehende sehr reservirte Noti ei ' " geßern in großer „Spannung hier. 8 !. init den Preußen jenseits Aschaffenburg. Leider ; im Stande, unsern Lesern Zuverlässiges darüber

.- nen und mit vagen Gerüchten werden wir ' * . , . . , . te me unte *: 31 *

xdas Pferd unter dem Leibe erschossen.

„. Der italienische Gesandte am Berliner „(ost ii ' Der fraxnzöft'sche Botschafter hat einen thtachx'z nhat§ " Der Betrieb der Bahn zwischen Brünn und Pm

ist des Oberkommandos der Nordarmee enthoben, ihm aber der Be. Es bestätigt fich, daß der

- 15. Juli, Nachmittags Der General v Herw ' . . . „, art nut seiner Avantgarde noch gestern Znaim beseßt, ohne auf WiFidHi-TF An der Thaya erwartet man Gefechte. Die Oise

14. Juli, Vormittags, bringt die Wir sind seit Unsere Truppen sind in Action sind wir noch nicht mitthcilen zu kön-

- Aus Darmßadt,

* , _ daß ertistliche Gefechte bereits Vor iclen ' heute wohl in größerem Maßstabc fortgescizt werden, 131-3401?th

- Nacht gingst! Truppenzüge von Fraukfuxt iiber hier nach Aschaffen-

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burg ab, denen heute weitere folgen werden. Von ' " zieren nennen wir keine Namen, da wir es nich13etéilijtch§eeijxt3i§bfesii konnen. Untxr dcn Verwundeten wird Oberst Schenck vom 4. Re- giment „angefiihri, an dessen Stelle Major Weber das Koimnando des Regiments ubernahm. Major Pabst vom 3, Regiment warde ' Verwund t ' Aschaffxnburg mid es isi bereits Hiilfe dahin abgesandte.e Yllixécxhenwetrt? den, Wie man_ hort, heute noch Verwundete dabier ankommen. di "ÖW“.Ö'L -L. N.a unter dem 16. d. aus Leipzig berichten, bilden defixjschMLFYFJFHYFÉYbr'achtifn, zuOiZFn preußischen Truppen ßoßenden ' cm cm erbefehlc des Gr “' “& Mecklenbuxg-Schw'erm (unterWorfenes Armec-Corps, daosßxxiciristYIZ HY! t91U011en ,;ßtzfzinterte," [Z Schwadronen Kavallerie, 6 Batterien Ar- itlierteym Zi1kaschitYenjund einer Pionier-Abtheilung besteht “Im Bärßlcllh 31: 11146111 mobilen ,pchßischcn Armeccorps wiirde 'k-Sge- Zehen,.von dkysen Laiidwehr, das Kontingcntcorps 5 BataiUZne “Fti- ,gtiteite 3mihi“, ivageéxzcn 8 Schwadroncn und 60 Geschiiße weniger zah1cn. Wie war h15r611,“11)ikdÖÜSKOUtjngki-UWWÉ eine Entsprechende Abmnßungurck; dcn „Yinzutritt preußischer Streitkräfte erhalten Der (Hwkßhcrzog von'Mecklenburg wird mit dem Stab“. morgen [):-91“ erwartki. Die“ mecklenburgischcn Truppen smd vorx gesterzn und gcste'rnfxnnt der Magdeburgsr Eisenbahn eingetroffen. d Yosvcn, 16. Juli. „(P. Z) Gestern Abend verließ Uns mit em erlmer. Zuge der itiden leyten Tagen hier formirte Reserve- KavaUrrie-Dwrsionsftab tmt sämmtlichen dazu gehörigen Intendan- itjxttrYirYYMFIYÖZÖLZMÖWU imd dem iiöthigen Träin. Derselbe " e e e eWe - Armeecor s ' ' sich zYßchtsT'nachWSachsM- p bestimmt und begtebt e in, . Juli. (Osts. Z.) Heute Nacht 2 U r FHTW. ébatatxisn dedres “FHSsYiSZJ-TRWÜUMZ per Bahn wo?: hFTZtnYi? „“ -„ na ensa ' giments dahin [olgew cht wnd ihm dasjenige des 9. Re» meh «SchHIeiswP =.Yk3olxtein, Der seit 1“ 7811 ona en erran te, von Preußen mit aller n'l't ' Auszeichnung behandelte österreicbi e ri ' (? 1 Umm'ckch ist hexe onrgen hier ZLTstOL'be11./sch V gadicr, FM». von Kalif, , * on erburg, 13. Juli. (S. A.) Am [? ten Dien schirtcn das 4. Bataillon urid das Dcpot-BataLiJUon des 35239111211- mc_nts NY: 19th nach dsm'Suden. Die zuriickgebliebene Mannschaft, erscheén -900 Mann, tft, nun auf dem Schlosse einquartirt, so d e Skadi zur Zett keine andere Einquartierung hat, als die AVERY? ;)ffZJereInliiit einzelnen Ordonnanzen. . _e.., .. n . (KZ.) Die Ober-Präsidial-Vor ra : a ' .S-iadtkkékiel, bgireffetid ein geeignetes Gebäude für dife 2761112111311; FUUÜQ-iyé Mait_ncschiile,*soll dem Vernehmen nach durch Beschluß er stadtischen Kollegien dahin erledigt worden sein, daß ste zunächst auf einige käuflich zu erwerbende Häuser hinweisen, für den Fal!

Altona, 16. Juli.

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aber ein Neubau beliebt werden sollte, bereitwillig drei im Eigen- thUm der Stadt beffndliche Baupläße unentgeltlich zur Auswahl

eines derselben anbieten. -, Das Königlich preußische Geschwader, befiehend aus den Dampf-

Korvetten -Arcona-, -Hertha-, *Gazellaq »Victoria- und oAugusta- „.

lief gestern in hiesigen Hafen wicdec ein und gingen der Holtenaner Bncht gegenüber vor Anker. Das Königlich preußische Kanoninboot „Scorpionu ist in Dienst gestellt. -- Beim Einlaufen des GUMM- ders fielen bei Friedrichsort von DLL" »Gazella- 2 Mann über Bord, wurden aber noch glücklich gerettet. _, ,

«- 14. Juli. (K. Z.) Das Königliäipreußtsche Panzexschtff „Prinz Adalbert“, Commandeur Capitaiti-Lieiiteiicint Mac Leap, lief heute Nachmittag won Daitzig kommend in hiesigen Hascn cm und ging der Wasscrallee gigenüber vor Anker.- ,

Oldenburxi, 15. Juli. (Wei. Ztg.) .Yeuti Bormattagjwar unser mobil gcnmcjé-tes'Truppencorps (mf dim Exerzierpque zu einem feierlichen Gottesdienst versammelt. Der Großherzog, ore Großßer- zogin, dkk preußische Gesandte Prinz J)sinbUrg jv'0hitten7der feier) lichen HÜUÖÜMJ bei, zu Weicßer (nich die Aiigchorigcn OeI Mili- tairs uiid eine große Menge Zitichauer fiel) versammelt hattkn. Am Nachmittage ist die Marsch - Ordre auSgcgeben m_wrden. Von unserem Trixppencorps WirO morgen das 2. Jnfaiiterie-B-ataillon, die 1. Cézcadron dcs Rciter-Regiments und die 1. Vattérie m€x Feld rücken, zimächst uach Delmenhorst marschiren und dort in der Um- chend Oiiariierc Ocziehen. Am Dienstag werden NM“. Abtheilungen Hen Maisch niich Bremen fortiexzen, um mit dek'TlienbÜhß Writer befördert ZU werden. Die übrigen mobilen Akthstlungen, das „1176 und (“Z. InfanterieaBätaiU-M, die L. und Z. Escadron des Reiter- Regimcmts und die: L. Biitterie Werden am Dienstag iiqchfolgßn. Sammelplatz ist Kassel, von wo unsere Truppen nail) gestern [3in cingetxoss'emcx A::ffordcrung des Generals v, Falckenstcm zur preußi- schen Main-Akmee stoßen werden. , '

Wkeck'lenhurg. Schrverin, 16. Juli. (Meckl.Ztg.) Ihre Königliche1i Hoheiten die Frau Groß herzogin - Mittter, die Frau Herzogiii Wilhelm, der Erbgroßherzog, , forme Ihre Hoheiten der Herzog Paul Friederich, dic Herzogin Marie imd Yer Herzog Johcsnn Albrecht haben fick) gestern Morgen aus Stem- feld hierher zur Kirche und darauf nach dem Bahnhof begeben, ' um dort Abschied von dem ins Feld riickenden Grenadier-Garde-Bqtaillon zu nehmen, bei dessen Abfahrt eine überaiis zahlreiche Volkszneng: zugegen war, die ihre herzlichsten Segenswunsche “aussprach fur da;; Wohl und die glücklichen Erfolge der mecklenburgischen Truppeii, die neben Preußens fieggekrönteu Fahnen zur _Herfieilung cines. einigen deutschen Vaterlandes kämpfen werdcn. Von da kehrten die hohen Herrscbafxeii nach Steinfeld zurück. .

Bremen, 16. Juli. (Wes. Ztg.) Gestern hat die Oldenburg- Hanscatische Brigade vom Königlich preußischen (Hexizral Vogel von Falckensicin Marschordre bekommen. Demzufolge „111 bereits heute früh das marschbereii an der Bahn stehende" Jufilieerataiüon Bremen mit voklem Train per Extra,;ug in sudltcher Richtung ab- gegangen. . ck _

Von “Hamburg werden 2 Bataillone und Z Escadr0nen und von Lübeck 1 Bataillon so schnell nachfolgen, daß 1ch0n im Laufe dieser Woche die ganze Brigade von ca."5800 Mann, welche gatiz auf preußischem Fuße ausschließlich mit Zujndncidelgewehxen beniaffnet, ausgerüstet und exercirt ift, versammelt sem Wird. "Bruckentxaiii und Proviantkolonne bleiben bis auf weitere Ordre zuxuck. Die ersien Oldenburger werden hier schon morgen in der Frühe erwartet.

Sachsen. W eimar, 15. Juli. Heu-te Mittag wurde der außer- ordentliche L an d t ag im Auftrage Sr. Königl. Hoheit 'des Großherzogs von den drei Departementschefs des Staatsimmsjertums, v. Waiz- dorf, Thon und v. Wintzingerode eröffnet. Die höchste Propositions- schrift las der miterschienene Geh. Staatsraih Stichling vor. Nach- dem in derselben erklärt worden, daß der„zkieutsche Bund, wie er zeither gestaltet gewesen , nach gegenwartiger" Lage der Um- üände als aufgelöst betrachtet werden musse, wird. als Ztveck der Berufung des außerordentlichen Landtags die Er- mächtigung der Staatsregierung bezeichnet: &) das von Preußen in den Grundzügen vorgelegte, mit den] zu berufenden qula- mente näher zu Vereinbarende Bündniß einzugeheZi und emen Staatsvertrag hierüber unter voraus ertheilter Zustimmung des Landtages mit Preußen abzuschließen, 6) an der. Berufung Yes Parlaments Theil zU nehmen, und zu diesem Vehufe namentlrcß, ebenfalls mit voraus ertheilter Zusiimmung des Landtages, ein Wahlgesey mit Zugrundelegung des R:?iths ;Wahlgesehes vym 12. April 1849 zu publiziren. Das zur Zeit in Friedensßärke befindliche zeitherige Bundes-Kontingent„Welches sich zur_ Zeit in Raftadt und Ulm befindet, soll balöthunltchst in Kriegsstarkx uri? Ersaßformation aufgesteklt und über daselbe deixi neuen Buydms

gemäß verfügt Werden. Schließlich werden einige Propositionen Wegen ßnanzieslcr Anforderungen angekündigt Nach beendigter Vor- lesung der höchßen PropositionSschrist warde zur Wahl des Land- tags-Vorstandes geschritten. . _ Schtvarzburg. Son_der8hausen, 15. Jul:. Das J::rst-

liche Militairbataiklon ift heute-früh na Er urt abm ' “' Bestimmungsort desselben ist zunächst diceh Fesixmg Kobleerschm, der

Rudolßadt, 15. Juli. Der Landtag hat den Anschluß an' Preußen in diplomatischer und militairischer Beziehung einstim- mig beschlossen.

Heffen. Kassel, 16. Juli. Die hier Wohnenden Landtags- Abgeordneten und eine große Zahl hiesiger Bürger, unter ihnen fast sämmtliche Mitglieder der städtischen Behörden, haben dier hannö- versehen Erklärung vom 12. Juli ihre Zustimmung ertheilt.

Darmftadt, 14. Juli. Der Großherzog von Hessen- Darmstadt ist heute Vormittag nach München abgereist.

Mainz, 12. Juli. (Jr. Z.) Es ist“ nicht ohne Bedeutung, daß man heute angefangen hat, die österreichischen Vorräthe von Montirungs- und anderen Gegenßänden, welche bisher ruhig hier lagerten, per Eisenbahn fortzuschafsen.

- 13. Juli. Gigen die Streifereien der Preußen, welche sich dereits bis Wa(lertheim, also fast in den Mittelpunkt Rheinhkssms, ausgedehnt haben, sind heute Vorkehrungen getroffen worden. Ein starkes Corps kurhesfischer TULPPLU gemischter Waffen ist abgegangen, um die Straße von hier" bis Alzey zu deck-xn. *

Frankfurt a. M., 14. Juli. Unsere Stadt befindet sich, bemerkt das *Fr. J a, begreiflichcr Weise in einem Zustande höchster Spannung. Die eiligen Truppenduräxnärsche, dir, wenn auch nicht unerwartete, doch immerhin plößliche Verlegung der Bundesversamm- lung, der gänzliche Mangel jeder positiVen Nachricht vom Obermain, ach das zusammengenominen erklärt diesen Zustand nur allzix schr. Von den heute Mittag fnrsirenden Gerüchten, die jedoch bis jeßt noch keinerlei Bestätigung gefunden haben, erwähnen wir nur einen angeblich zwischen Lohr Us-ZZÖ Aschaffc-nburg erfolgten Zusammenstoß der sogenannten Bundestruppen mit den Preußen. Man nennt Namen hessischer Offiziere, die bei diesem Gefecht gefallen sein sollen.

Schmeiz. Bern, 13. Juli. (Köln. Z) In der heutigen Sißung des Natiwnalraths ward von dem ehemaligen Bundes- Präfidenten Stämpfli unter Hinweis anf die Vorgänge in den Jahren 1860 und 1861, so wie auf die gegemvéirtige pylitische Si- tuation, wclche einen aÜgemeinen Koxigreß Vchufs Regclimg der europäischen Verhältnisse in AuSficht stelle, beantragt: "Dem BundeSratl) das im Jahre 1861 von der Bundes-Versammlung beschloffcne Postulat: Die Savoyer Frage nicht außer Acht zu lassen, damit die Exekutivbehörde der Eidgenossenschaft deren Recht auf das neutralisirte Chablais und Fancigny im geeigneten Moment Geltung verschaffen könne _ aufs Neue in Er- innerung zu bringen . - Welcher Antrag jedoch vielfach auf Opposition fiicß. Auch Bundes - Präfident Kniisei meinte, es wäre besser gewesen, wenn ein solcher Antrag nicht ge- siellt wäre,“ da dem aber nun einmak so sei, so halte er es für seinePflicht, auch auszusprechen, daß der Bundesrat!) grade in diesem Moment der Savvyec Frage seine vollste Aufmerksamkeit schenke, mit welcher Erklärung Stämpfli sich zufrieden gab und seinen Antrag zurückzog. Ein weiterer Antrag, den Stämpfli ebenfalls in der heu- tigen Sißung stellte, ging dahin, den Bundesrat!) mit der Prüfung der Frage zu beauftragen, ob nicht die Einführung einer diploma- tischen Vertretung der Schiveiz in Washington, statt eines bloßen Handelskonsulats, gegenwärtig am Playe sei. Auch dieser Antrag ward lebhaft bekämpft, schließlich aber doch mit 45 gegen 41 Stim-

men zum Beschluß erhoben.

Frankreich. Paris, 15. Juli. Gestern wurde die Session des Senats ebenfalls geschlossen. Die Versammlung trennte sich mit dem Rufe: -Es lebe der Kaiser!- nachdcm fie noch vorher das ihr von der Regierung vorgelegte Projekt zu einem Senats-Consult angenommen hatte. Derselbe bringt einige Modificati0nen an der Verfassung an, welche hauptsächlich bezwecken, zu vxrhmdert), dgß dieselbe in den Journalen und im geseßgebenden Körper diskuttrt Werde, Die Diskussion war eine sehr kurze. Der Marquis de Boissy hielt wieder eine jener Reden, Welche die Herren Senatoren bald zum Zorn reizen, bald zum Lachen zwingen. Rouher iind General de la Rue sprachen auch einige Worte, worauf das Proxekt einstimmig angenommen wurde. , _ _

Ein Kaiserliches Dekret enthält die Verfügung, dax; dte Session der Generalräthe in allen Departements, mit AuSnahme des Seine- Departements, am 27.21ugust zu beginnen und spätestens m_n 10. September zu enden habe. Die Arrondiffcments-Rat[)c, unt Axisnahme derer des Seine-Depactemcnts, werden am 24. Septem- ber zu einer fünftägigen Session einberufen. _ _

Jm nichi amtlichen Theile berichtet der :Moni-teiir- uber die Rciie der Kaiserin, welche mit dem Kaiserlichen Prinzen gesiern'Mor- gen um 11 Uhr Paris verließ. Ucberail unterwegs wurden die Rei- senden mit großer Begeisterung begrüßt. Zn Chalons-[ur-Marne War der Empfang schr glänzend. Nach einem großen Omer, wel- ches die Kaiserin den Notabilitätcn der Stadt und des Departements gegeben hat, wollten die hohen Gäste einem „Ball_e beiwohnen, den ihnen die' Municipalität gab, Heute sollte dieReise nach Lotßribgm