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Posen 21.211: u . ( os. t.) Gestern bewegten fich den ganzen “Ta hindzuxtch laYge ZZZ erbeuteter österreichischer
Munitions- un Equipagewagen von dem Vahnhofe nach dem'
K_ernwerke, welche vorgestern in zwei Extrazügxn aus Böhmer) hier angekommen waren. Seit zwei bis drei Wochen bereits langen fast täglich dergleichen größere und kleinere Tranßporie hier an und nehmen die auf der Eßplaiiade des Forts Wuuary auf efahrcnen Gefährte bereits einen 1äche11rau111 m doppeiter Gr'ße unseres Kanonenplayes eiii. „ tele derselben hach eme cigenthümliche , von unseren Militairwagen ganz abweichende Form sind durchwrg ,aber bedeutend jchwercr gebaut, auffal- lend smd namentlich die sehr hohen Räder.
Säiteswig-Holsteiu. Kiel, 20. August. (K. Zig.) Das K. p, Geschwader ist am Sonnabend Abend hier Wieder sin claufcn und bei Diistcrnbrdok vor Anker gegangen. Das Ge chwadcr hat, nachdem es die Apcnradcr Bucht verlassen, einige Tage an der Nordspißc von Alscn vor Anker gelegen und dort ein Bootsmanövcr, verbunden mit cincr Landungs- iibung, unternommen. Heute ging das Kanonciiboot »Ci)clop« mit der chelfregatte »Gcfion« im Schlepptau nach drr Holtenauer Bucht, wo [cyicre ihre Schießiibungcn abhalten wird ,' dcr »Ci)clop« kam wieder zuriick und ging der Wasscrallce gegeniiber WL" Anker. „ _ , „ ,
_ Aus demAmtc Reinbeck 111IYV[stClU ist dor wenigen Tagen eine mit 218 Unterschriften versehene Adrcsic an Seine Majestät dcn König, in welcher um Einverleibung in Preußen
ebetcn wird, dem Ober-Prii'sidcntcn Übergeben worden. „Die 5 drcffe von der Insel Sili ift "cht veröffciitlicht. Cs heißt in derselben:
»Wäl)rend ,der kurzen Zcit, in welcher Ew. Majcstät Regierung genießen, haben wir Majestät unsere, Küsten gcgen dcn Andrang
wir .die chjiimgcn gcjrhcn, daß Ew.
uns noch ferner beistehen wcrden, nnscrc Heimaths-Jnscl zu erhalten, damit wir dem Mutterlandc cin Bollwerk gcgen die Stürme und Wogen des Meeres blcibcn----. Wenn, was Gott verhüten möge, ein auswärtiqcr Feind wagen sollte, seine Kriegsschiffe und Fahrzeuge gegen Ew. Majc1ät 'ungc, abcr ruhmgckrönie Flotte 'zu entsenden, 10 Werden, wir dcuté “
testantischcn Glaubens und dem Bcschiiycr deutscher Erde halten und nach unseren besten Kräften streben, unseren preußischen Brüdcrn uns ebenbürtig zu zeigen.«
„_ erckieuburg. Schwerin, 21. August. (Meckl. Ztg.) * Se. Kömgliche Hoheit dcr Großherzog, der gestern Abend von .
Zier nach Berlin abgereist ist, beabsichtigt, nwrgcn, am 22sim
. M., bei dem unter seinem Kommando stehenden 2. Rcscrdc- ,
Corps zu einem voraussichtlich nur kurzen Aufenthalt in N iirn- berg einzutrcffcn.
Sachsen. Dresden, 21. August. (Dresd. I.) Im Yrmfe des gestrigen und heutigen Tages ist die Königl. preu- ßische dritte Gardo-Jnfantcricbrigadc (Cdmnmndeur
Generalmajor v. Bitdrißki), vonPra kommend hier ein ctrdf- ' , g g * dreihung dcs Tclcgraphcn aiif drr Landlinie zwischen der Bad
fen, um als Garnison in Dresden zu Verbleiben. Dieselbe ve- ftrht ausdem Gardc-Grcnadicr-chimcnt Nr. 1 Kaiser Alexan- der uiid dcm Gardc-Grcnadier-Regiment Nr. 3 Königin Elisa- beth (]cch zu 3 Batailloncn).
ner Garriiwn gehören. sieht in Canionncments zwischen Pirna und Dresden. „ Franksxiri" a.,Vi., 21. August, drm t folgcnchimtlichc Bckanntmachnng: * achdc111_ nur von Sr. Viajcsiät dcm Könige von s'rcußcn am ]]. d.,Mts. die obere Leitung der Civilvcrwaltunq in yrcußiscben Tru pen bcseßten Territorien Nassau Oberhessen, Frank- furt, und Frauen unter der Autorität des Öbcrkommando's dcr Mam=Armchiibertragcn worden ist, habe ich meine Wirksamkeit mit dein heutigen Tage begonnen Ich bringe Vertrauen und guten Willen init. Mdgc niit gutem Willen und Vertrauen mir von allen Seiten entTZegeanowmxn werden. Den Behörden und Bewohnern der ge- da im Territorien gegeniiber tritt in der Stellung und in den Ver-
lZaltmffen der bereits ernannten Herren Ctdti-Komniinaricn kcmc Bcr- die von der
des Kaisers Napoleon ; irrxhiiiiilich erklärt„ brmerki, gleichwohl sei es wahr, daß der “ Minister der aiiswi'irtigen Angelcgenien die englische Regierung
andexung cin. _ Jrankfuri «1.M., 19. August 1866. Der Civil-Gouvcrncur, , Frhr. v. Paiow. sch „*bBtaden. Karlsruhe, 20. August. Die »Karlsr. Ziga- rei :
der Jrredensichlux “on, damit beschäftigt, den Dienststand der Großherzoglichxn rmxe an Mannschaften und Pferden möglichst 1chneliaus den Friedensfuß zurückzuführen, Schon am Schluß voriger Woche, waren 400 Pferde bei Landwirthen Zingestelli. Auf !olche Weise „wird es möglich werden, daß der nir dewPferdeankauf UZÜZ die Mobilmachung bewilligte Kredit nicht er1chöpft werden durfte. Mgn darf hoffen, daß der Ueber- schuß bedeutendgenu werden wird , um die Großherzogliche Regierung zu einer orlage an die Stände, behufs Verwen- dxing deffclbenÄur HerstellunL von Hinterladungsgewehren für
die gesammte rmee in den Stand zu seßerm .
„ dcr [ciixdlichcn ,Clr- mente zu dorthctdigcn suchen; wir find überzeugt, daß Ew. Maxcftat ;
che 3 Jänner treu und ehrlich zu dem Hort dcs pro- '
stimch nach dem Zusanimenftoßc mitcr, an Bord des untergegangenen Schlffes befindlichen Personen ' kdmiten nur 99 durch die Mannschaft des »Oswalda gerettet * wericn.
("F ,x.“ . . . , * , , ., „„ „, 4 „ Bas ,“W- IOMMU“ , Etappensiraßc mich cko Garniwncn znriick, zuerst dre Ka:
cn von den *
*Die Gro" er 0 li e Kris Zverw [ “ ' , . Ph 3 g ck g a tung ist“ nachdem * aiif dic Festungen Marienburg und Philippeville erhebe, welchc
_, Qefterxeickx. Wien, 21. August. (W. Z. Ihre Maje- stat.,dle Kaiserin ist Sonntag, den 19. d. P ., früh von Schonbrunn nach Ofen abgereist.
(W. T. V.) Die „heutigen Morgenblättcr melden, daß die Regelung der venctiamschen Angelegenheit im Prinzips in Wien erfolgen „wrrde. General Menabrea wird hier erwartet. Wahrscheinlich werden auch die definitiven Friedens!)crhandlun- gen Wischen Oesterreich und Italien in Wien statt “nden.
„3 rag , 20, August. (Boh) Sc. Königliche oheit Prinz Friedrich Karl vdn Preußen ist gestern aus dem Gräflich Wa]dste111'[chcn_„Palais m den Fürstlich Kinsky'schcn Garten am Sni'tchow ubernscdrli. - Gestern friih gegen. 7 Uhr ist der größte Theil der preußischen 1, (Hardcdidision (Gcncral-Licutcnant don Alyetislebxn)1wn hier in der Richtung gegen Tepliy abmar= schiri. Dre (Harde =Kavallerie:Regimenter diescr Division sind vorlaufig znoch m, Pragygeblicben. “ Im Laufe des Vormit- tags traf dann die 2. Garded'wision (Connmmdcur General- Licuicmini voii Plonski) hier ein. - Heute rücken die Garde- Grcnadicr-chimeiiicr Kaiscr Alrxandcr und Königin Elisabeth auf drr Staatsbahn nach Dresden ab.
Schtvviz. Bern, 19. Airgust. (Fk.J.) Dcr Bunchirath hat nun definitiv beschlossen, zum Studium dcs Hinterladungs- „rwrhrcs und der damit zusammenhängenden Fabrication dcs Zöulv'crs, einc Abordnung nach Amerika zu senden. - Dic s_ck)1i»cizrrischeii Anmeldungen für die Pariser Ausstellung sind kiassifizirt worden. Dabei hat sich ergeben, das; der der Schweiz eingeräumte Play im Fauptausstcllungsgebäude nicht geniigt, sondern noch etwa 51 Quadratmeter weiterer Raum in An- spruch genommen werden muß. » Der Abschluß eines Handels- vertragrs mit Holland ist nahe.
(HZryszhritgnnixaiurid Jr1aiid. London, 20. August. JLU“? Ma191iai die K (31119111 Wird Mittwoch von OLPOML imc!) Windsor kommen und am selben Tage Prmzrssiii Helena imd
* Prinz Christian vom Contincnt dort eintreffen,“ Donnerstag
wird _sich dir Königliche Familie nach Schottland brgcbcn. , „Herr, M. T Kirkpatrick, dithrigcr Grfandtschafissccrctair in Washington, ist nach Berlin dcrscizt.
Dic Quarantainc in Malta ist auf Schiffe von Neapel und Genua ausgedehnt worden.
„ .Aus Yarmouth meldet der Telegraph rin schreckliches Un- gmck. Dcr Dampfer »Bruiscra auf der Falrt don Hull nach Bonddn begriffen, stieß gestern Morgen zwiichcn 2 und 3 Uhr Unweit von Aldbdrough auf den von London kommenden Schraubendmndfcr »OZwalda und ging innerhalb einer Viertel- Von den 120 bis 130
Ein Telegramm aus Neufundland meldet cine Unter-
du Nord und Grändv's Brook, ungefähr 300 englische Meilen
don Hearts Content.
. „ Außerdriii wird _auch das M - Bataillon dcs lcßteren Regiments voriibergehend zur Drcch- ?
. . 0 : =5 ' , , _ , _ » Das 3“ "ÜWMU UMMUMIUUUÜ Z Z(mnt der Abzug der dort dcrmmmcltrn Truppen am 21stcn ' 3
, Frankreich. Paris, 20. August. Wie dem WWW- tntwmiclec aus dem Lager von Chaldns geschrieben wird, be- UgUst. Sie kehren nickt mit der Eisciibahn, sondern auf der VJUOÜWDÜVMOU, dann die Artiklcric und endlich die Grena- dicrc._ Das Wetter war dem dieSjährigen Lager nicht hold. Von drn beabsichtigten zwölf großen Manövern konntcndarum iiur fiinf aus cfiihrt werden. 'Wie die »Uiiidiia meldet, hat 11ch die Kdiiiiiii?st01i, die mit Ueberwach1mg der im Lager von Chaldns angestellten Versuch iibcr das Zielen mit Gcwehrrn, dicwon hinten geladen „werden, ZU Gunsten der Flinte Chassepdt aiisgesprochen, welche sie für da beste aller Modelle erklärt. - 21. Angus]. Der hcniigc »Moniicura, welcher »Tmchéc gegebene Analyse eines Brirfes (111 den König von Belgien fiir
davon benachrichtigt habe, daß Frankreich keineswegs Ansprüche
cincr neutralen Macht angehören. Daß der Kaiser an den
* König von Belgien geschrieben habe, sei unbegründet.
Nußéaud und, Pylon. St. Feiersburg, 21.August. (W. T. V. RachMttthxtlu1ig dcs rjus ischen »Invalidcna welche bis zum 25. v. M. zuruckreichen, smdfc'immtliche polniiche In- siirgenten m Ost-Sibirien, welche flüchtig geworden waren, theils cmgrfangen und- nach" ihrem „ursprünglichen Aufenthaltsorte zuruckgcvracht, theils getodtet. Die Anzahl der Lcßteren beträgt 35. Der Aufstand hat an anderen Aufenthaltsortcn polnischer Ge- fangenen komen Nachhall gefunden. Was iiber Verwundung
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und Mißhandlung von russischen Offizieren gemeldet wurde, ist nicht begründet. Die Ruffen haben im Ganzen sechs Mann
verloren.
Schweden und Normegen. Stockholm, 17. August. Ueberall ist man „nut den_Vorbereitungen zu den Reichstags- wahlen beschäftigt. Wie bekannt, , , fassung die nuttelbarc Wahl als Re cl, während die ummttel- bare auf speziellen Wunsch erlaubt it.
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gilt in der neuen Ver- 1
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In cini cn Kommunen :
hat man sich zur unmittelbaren Wahl entschlo ien, jedoch vcr- ;
hältnißmäßig noch nichi in vielen. Eine andere Frage von
großer Bedeutung ist, ob die Mehrzahls- oder die Proporiidns= ;
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zahlswahl aiigcwendet werden soll. Die lcßic Wahlinethodcist dem schwedischen Volke noch wenig bekannt, doch hat Profesjdr Graf G. K. Hamilton eme Abhandlung in dcr »Nordisk
Tidsskrista geschrwbcn, in welcher er diefe Methode erläntrrt
und warm empfiehlt.
Tclcgraphische Depeschen aus dem Wolff'schen Telegraphen-Biireau.
Miinchen , Mitiwock), 22, August, Vormittags. Eine
Königliche Verordnung beruft die Kammern auf nächstan ' 1 Ou.-Mciic)
Sonntag. Es werdcn denselben die auf die Fi'iedcnsvcrhand- lungen beziiglichcn Vorlagrn gemacht wcrden.
F [ drcnz , Mittwoch, 22. August. Die »Nazidnea dcmcniirt in formelicr Weise das Grriiéyi, nach wclchcm Lamarmora's Demission durck) angebliche Einflfisse des Ai:sla11dcs hervorge- rufen worden sei,“ sie dcmrntirt ferner das Gerücht von einer Demission der iibrigen Minister und versichert, daß alle wich- tigen Bcschliiffr imMiiiistrrrath stets cinmiithig gefaßt wiirden.
Dic, »OPinionc-é drmthirt einen Artikel der Wiener »De-
batic« bezüglich der zwischen dem Papstc und dem Könige von ,
Italien bcddrstrhriidrn Verhandlungen.
BcrcinStheiti-Feit für Die Armes,
M agdcburg, 20. August. Der Herzog von Dessau [)*at, dcr »Magdcb. Corrcspa znfolge, in seinem, chr gcsnrid an der Elbe ge- legenen Schlosse Coswig aus UJLUW iiticln em Lazarett) zu 40 Betten fiir Preußische Verwundete cxr1xscktciiflaffem _ „ „
W er nigcro dc, im August. ©th einigen Tchn ist Sc. Erlxaucks unser rcgicrcndcr Graf Otto dom wcsilirhc'n „Kriegsschaudlay„l)icrdxr zurückgekehrt, nw er als Dclcgtrtcr dcs Kdmgiici)cn Konnniffarins fur die freiwillige Krankcdpflcgc im Hgnptquartwrc dcr Generale V011 Falckcnstcin und von Mantcitffcl weilte, um die Errichtung von Pri- vat-Lazarethcn und die freiwrlligc Pftcgc imd dci) Y„rzmsddrt dcr Vcr- wimdctcn zu lcitcn. Sein sch1vcrcs Ami hat ihn in dcn Nrschrcdc-
nen Gefechten von Hammelburg bis Würzburg oft genug in den lcf- =
tigsten Kngclrcgcn gefiihrt, Und wir haben Gott zu dancn,
daß er ihn gnädig bewahrt hai. Außer ihm waren noch drci „Glieder |
unseres gräflichen Hauses, die Grafen Eberhard, Bdlkd und Tlcoddr, fiir die freiwillizc Krankenpflege anf, dcn Kriegsschau; pläßcn ihiiiig, und neun GraFcn zu Sincrg-Wcrnt, crodx standen als Kombatianicn 'in dcchihcn dcr preußiftlianrincc cinYcindc gegeii“- iibcr,-darunicr der Chef des schlesischegrLandchrrthctdigimgs-Corpd, Generalmajor Graf Wilhckm , nut mimi vier crlauchtrn Söhncn. Die dcrwittwctc Frau Erb] r(ifin (Mutter des rrgicrcndrn Grafcnxywar lange Zeit in einem böhmiichcn Lazarctl), um dort einen zum Tode
verwundeten Verwandten zu pflegen. Hier in Wernigerode ist ein
Lazarett) auf Kosten des rcgicrcndcn Grafen crricixtct, in welchem unter €
* ' * " xrclylancbi dcr Gui 'nxcxcn 4GKrankc und Vcr- & „ , , „ , , - . der Oberlcituna IHM Dl ft 1 ] dcn Schlössern dcs ! webcrci, dic Gerberei, die Industrie 111 Thonwaaren und Papier. Im
wundetc verpflegt werden; außerdem findcn in
; Weizen und Gerste werden in großen Mengen cxportiri.
» Wicscnkultur ist das Land berühmt.
* in großer Lliisdchnung betrieben.
Grafen Eberhard u Krcppclhof und des Grafen Botho KU Ilsenburg ':
zahlreiche Vcrwun etc Anfnahmc und ircuc Pflegr. _,- ic Einwoh- ner unserer Grafschaft bleiben nicht hinter der allgcmcmcix patriotischen Opfcrfrcudigkcit zuriick. Schon im Mai wurdctx n_ach c'mcr VN,) hier aus ersol ten Anrc ung in allen Ortschaftxn Hitlfsjvcrcmc gcgrundct, welchc fi ) zunächst ric Sorge für dicFamilirn „dcr cmbcrufcycnYchr- pflichtigen zur Aufgabe stellten und dabei iiberall 0 Viele Theil- nahine fanden, daß sie an a1le bulfsbcdurftigc oldatcnfraucn fortlaufende namhafte Unterstirßungcn „ zahicn kdmiicn. Der hier schon seit ahrcn bestehende Verein fur die Pflege kranker uiid verwundeicr Krieger (nahm nni dcm AuLbrucl) des Krieges srmc Thätigkeit in größerem Umfange wicdcr-auf und fand bc11en'anilfs= Vereinen vielfache Förderung, so daß aus alien Orten schr reiche _Son- dun en eingegangen und dem Hauptdcpot m Magdebuer ubcrtmttclt Wechn konnten. Ferner ist in dem „von Pro cffor V . Hztbcr gc- gründctcn, im schönen Miihlcnihal „bclcgcnc'n Theobaldt-Vrrcmshausc ein Lazareth von Privaten hergerichtet, m wclchi seit Wochen ]] Rccondalescenicn Aufnahme gcfrnidcn [),IÖÉ'U- Our Vcrmchrrinéz der. Seelsorge in der Armee ist der hicßgc Hitlfsprcdtgcr Otto Wackri- nagel als Feldprcdi er zum vierten Arrncx-Cdrps abgeordnct und wxrd in seinem hicLigcn Klint durch unsere. (Hetsilgbkrii dcrtrctcn. Einzelne wohlhabende "iirchcnkasscn, flo wic [Flieder dcs grafitchcn Hauses haben
' 5 » 1111 crccen. ', dw Kosten der Ublrdj jg ) 5151 Das Yrojcktirtc Badehaus
1
Na en 18. Au 1: . (Köln. Ztg.) „ „ für Prcicichs, Militai? Ücwinnt schon mehr Ge alt, indem das nut
dxn_ einleitenden Vorarbeiten hxtraute ärsdtliche Comité die*schöne Sache eifrigft zz: fdrdcrn sucht., Eine von iesem Comité veröffentlichte Den christ ist so eben „nn Druck erschienen und führt den Titel: „Vor chlgg, heträßend die „Errichtun xiner großen Bade-Anstalt zu Burtchcid fur reußens invalide reger, gemacht vom ärztlichen Verein zu Aachcna. ,
Kixm't- und wissenschaftliche Nachrichten.
57 In Leipzig ist am 20. d. M. gan piößlich dcr ordentliche Proicffor Mcttenius cftorben. Er war cm Op er der ChoLcra, die ihn binnen wenig “ funden dahinraffic. Erst 4 Jahre alt urid bereits cine der ersten Notabilitätcn in seinem „Fache, der Botanik, hätte Mcttcnius der akademischen Jugend und seiner Wtffcnschaft noch
„ großr Dienste [kisti'll können.
Statistische Nachrichten.
Das Hrrzogthum Nassau, 853 Ou.-Meilcn groß, ist, cin fruchtbares, bcrgigcs Land, das zu den rcizcndstcn Deutschlands ge- hört. Westerwald und Taunus sind seine Gebirge; Rhein, Mam und Bahn, seine Hauptfliissc. An Mineralquellen besißt cs emen ROW) Rc1cht1ckum; viele derselben goyörcn zu den berühmtesten von ;,cui cyland. - Das Klima ist gemäßigt und gesund.
“» ic Bevölkerung besteht aus 468,31] Einwohnern, (5426 auf und wohnt in 31 Städten, 36 Flecken und 812 Dör- fern, wozu noch 238 einzelne Höfe und Wohngebäude, 1078 Mühlen und 52 Hütten- und Hammcrwcrke kom1nc_n. Von Städten _mit 10,000 Einwohnern und dariiber qicbt es nur 1, die Rchnzstadt Wiesbaden (mit 26,573 Einwohnern). Dem religiösen 5 ekennt- nis; nachx zerfiel die Bevölkerung im Jahre 1863 in: Protestanten ZYDHZQZKZMUKU 213,335, Mennoniten 104, Dcuischkaiholiken 309, „u cn 75“.
Die Landwirthschaft ist in allen ihren ZWCZML von hoher Wiciztigkcit fiir das Land und wird auf die trcfflichste eise gepflegt. Von den Halmfriichtcn wird Roggen vorherrschend in den höherezi, vortrefflichcr Weizen in den niederen Gegenden gebaut, die Gerste ist allgemein, Hafer und Burdwcizcn werden meist in den Gebirgs- Distriktcn, die Spelzc [»cwndcrs in den Lahn-Gcgcndcn produzirt. ““ Der Kar- toffelwau ist stark. Flachs wird vorzüglich am rechten Ufer der Lahn und am Wcstcrwalde, Hanf in den Armiern Hochheim, Diez und Selters, Cichorie fast iibcrail, Tabak und Hopfen im Sandboden der V,)Taincbcnc gezogen, Der chcbau ist sehr ergiebig, und durch die
Der Gcmi'txjcbau wird als Gx- werde nur in den ebenen und hügeligen Theilen, iidiici) dom Taunus, Von großer Bedeutung ist der Obstbau; in seiner südlichen Hälfte gehört Nassau zu den ob richftcn Ländern. Der Weinbau ist in den Thälcrn des Rheins un Mains zu einer hohen Stufe der Entwicklung gelangt. Die durchschnittlich: Produktion eines in qiiantitatidcr und qualitativer Hinsicht ergiebigen Herbsicdwirdauf 10,000 Stiick Wein (& 74, Ohm) veranschlagt. _
Was die Viehzucht anlangt, so wurden im Iaer 186] 13,035 Pfrrdc, 202,69] Stiick Rindvieh, 156,9;34 Schaafe, 56,167 Schivrmc, 31,939 Ziegen und 13,387 Bicncnstöcke gezählt. _
Von „den sehr bedeutenden Waldungen gehören 72 Prozent den Gemeinden, 18 Prozent dcmDomaincn-Jiskus und den Central- fonds, der Rest dcn StandeIhcrrcn und Privatcn. Die Forsten wer-
! den sehr gut bcwirthschaftct und beherbergen viele Zagdthicrc.
Dcr Vergbqu ist von sehr großer Bedeutung und besrbäfrigt iibcr 10,000 Arbeiter. Eisenerz und Braunstein werden in großxn Mengen exportirt. Im Jahre 1862 gab es im canzen Lande (sur Blci=, Silber- und Kup ercrz, Nickclerz, Eisenstein, » raunftcin, Dari)- Yscfcr, Schiverspaik), raunkohlcn, Walkcrerde und Thon) 9941111
ctricbc stehende Gruben, und der Werth dcr gesammten PkOdUkthU derselben belief fich im Jahre 1857 auf mehr als 1,750,000 Tha'icr.
Unicr den Zweigen dcr gcwcrb li chen J ndußrie „nt dcr Hutten- bctricb dcr ansehnlichsie,“ sonst find von Belang dic Lcm- und Woll-
Iahrc 186] wurden im Herzogthum 186 Fabriken und Manufakturen *. czäHli. ' '- ] „Was den Handel betrifft, so cxporirri Naffazi vorzugswciie Mineralwäffcr, Weine, Obst, Getreide, Eisen, Braunstem,V1ch-Wolle- thdncrnc Geschirre und Pfcifcn, Papier, Gitßwaar'cn und Bramit- wein, imd iinpdrtirt dagegen S_alz, vcrichicdcnc Y_sqbrikatc, Ga'lanterirz waarcn, Kolonial=Artikcl, Siidiriicksc U. s. w. Fdrdcrungsnnttel "des Handels sind die schiffbaren Fliiffr Rhein, Main und Lahn, uber 900 cheftundcn Cbauffccn und 324/1.» Mcilxn Eisenbabnczi. ' " Loiidon , 20. August. Die eben dcrösscntlzrdtcn Airswctsr Wer die Einkommensteuer fiir das Finanzzahr' 1863 „dcwciscnfdic „;,-u- nahmc dcs Nationalvcrmögens, in cm 611 wre gewohnlich einc Vcrz mehrung sowohl der Coritribiixntcn zur inkomincnftcucr als auchkch dicser Steuer unterworfenen Einkonnncns qufzctgen. WcuLn iroxucm der Gcsammtcrtrag der Einkommensteuer 1111 cnaiintcn Jahre "..le 7,711,903 Pfd. St. gegen 8,385,242 Pfd. t. im Ravrc_1dx»4 betrug , so erklärt sich dicse Yrrmindrrumi ags . cr „chat:- seßung dcs Saßcs von 7 Pence fur ]cdcs Pfd. Gtéllß „zur]; 715. Die An ahl der Einkommensteuer Zajhlcndcn fttcg dazu „48418611 ahre ] 64 auf 332,43] im Jahre 1865 daI dmx de_mcxlxdcnxxcixraxxn tirtc Gcschäftscinkommcn von 954844222 8ÖfdMi. au] ]])Jx-QYYB- PHYS? in Großbritannien; in Irland die Zahl der Emkonunmsimcx sad- lcndcn von 17,467 auf 18,68] und der_Gcsgrzmxtbeirgg WMF Eu".- kommcns von 4,368,610 Pfd. St. auf 4,6699“! ». Ol. C? wer den 17 Einkommensklaffcn angenonnucn ( «kommen MM