auf einer Durchreise durch Bayern begriffenen ?exuiten vozi Egloffstein am Messelesen in Uytxrtru a _durch die dortige Distrikts-Poli e_ibehörde. Der Ministxr erklärtx: Daß Messelefen deutscher esuiten sei reichsZeseylich zulässig. Die bayerischen Ausführungsbestimmungen ließen zwar. die Frage unentschieden, indessen hätten si wiederholte Entscheidungen der KreiSregierungen, selbst die schär eren preußischeonÜzugsbesirxn- mungen, in bejahendem Sinne aUSgesprochen, mie beispielsweise in dem Fall Radziwil] in Breslau. Dem entsprechend sei der betreffende BezirkSamtmann rektifizirt worden.
Sachsen. Dresden, 11. Januar. (Dr. „J.) Die Zweite Kammer lehnte heute den Antrag: „die 'Stgats- regierung zu ersuchen, eine Vereinigung der „Leipziger
eitung“ und des „Dresdner Journa'ls“ zu emem egierungsblatt herbeizuführen“, gegen 16 Sttmmen ab.
Reuß j.L. Gera,11. Januar. (Th.C.) Der Landtag des Fürstenthums Reuß j. L. wird im Frühjahr zysammexitreten zur Beschlußfa ung Über das Eisenbahnproxkt Triptié'_ Blankenstein, do wird zunächst abgewartet werden, wie sich der preußische Landtag zu dieser Angelegenheit stellsn w1rd.
Hamburg, 11. Januar. (W. T. B.) Die Bürger- schaft hat den Ober:La11de§gericht§=11ath 1)r. Lappenberg zum Senator gewählt.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. Januar. (Wien. Addy.) Die Landtagd sind noch in voÜer Thätigke1t._ Der nieder- österreichische Landtag erledigte heute sämmtliche, auf _der Tagesordnung gewesenen Gegenstände unvßrändert 1m_Smne der Ausschußanträge. Der Bericht über die; Verhältmffo des Volksschulwesens, ferner der Antrag, bstrefsend dio Zulässig- keit der Verrhelichung der Lehrerinnen, veranlaßten längere lebhafte Debatten. _
_ 12. Januar. (W. T. V.) Der NeichSrath iti auf den 25. d. M. einberufen. . _
Pest, 10. Januar. (Wien. Ztg.) Die gemäßigte Opposition des Abgeordnetenhauses beschloß, das Budget abzulehnen und in diesem Sinne einen Beschlußantrag durch den Abg. Horünszky zu unterbreiten.
_ 11. Januar. (W. T. B.) JmUnterhause _brachte
elfi) eine Interpellation ein bezüglich dEr russischen
5 üstungen und fragte an, ob das Auswärtige Amt wegen dLE Zwecks der Unerwarteten Vorbereitungsn ddi der russischdn Regierung angefragt habe, und ob die Negisrung an dem im Jahre 1886 deklarirten Programm bezüglich Bulgariens uner- schülterlich festhalte, ferner ob sie es nicht für angezeigt halte, behufs Lösung der bulgarischen Fra 0 im Sinne dieses Programms eine internationale “onfdrenz zu: sammenzuberufen, und endlich, ob die Monarchie, falls die auf die Erhaltung des Friedens gerichteten Bestrebungen erfolglos bleiben sollten auf das Bündnis; mit Deutschland rechnen könne. Perczel fragt an, ob es die Regierung nicht für zeitgemäß halte, Rußland kategorisch aufzufordern, die Rüstungen nicht nur einzusteüen, sondern seins Trnppsn an den Grsnzen auf ein für die Sicherheit OestßrreickxUngarns entsprechendes Maß zu reduziren. Der Zeitpunkt für die Be- antwortung dieser Jnterpeüationen durch den Minister- Präsidenten Tiszza ist noch unbestimmt.
Frankreich. Paris ' 10. Januar. (Fr. C.) ((Der Conseil-Präsident und FirJUnz-Minister Tirard konferirte gestern lan e mit dem Udgetausscl)uß und setzte die Unzweckmäßtgkeit der von diesem gestellten Anträge, sowohl in Betreff der Aufhebung ds_r Wein: und Apfelweinsteuern als auch der Erhöhung der Erb1chast§steuer, aUSeinander. Nach den Plänen der Kommission müßte die [61,3th9 den Aqual] decken, welcher durch die Aufhebung der Weinsteuer ver- ursacht würde, und sollte obendrein noch einen erheblichen Ueberschuß ergeben. Der Minister führte aus, eZ wärsn in den Voranschlägen der Kmnmission mehrere Rechnungsfehler begangen_ worden, so z. B. Ein solch€r von 12 Millionen bei der Aufstellung dEI Erträgnisses der Wein: händlerpatente, und ein zweiter, noc!) größcrer, von 37 Mil- lionen bei den Gesarnmtüberschlägdw Er gab zu, daß eins Reform der Erbschaftssteusr geboten sei, 1110118 aber zu 91116111 übereilten Werke nicht die Hand bisten und empfrhle für den laufenden Jahrgang eine mäßige Erhöhuiig derWein: händlerpatente (der Ausschuß hatte eine solche von 120 auf ein Maximum von 800 Francs geplant), die Unifizirung der Verzehrungssieuer, die Aufhebung der Schanksteuer, sowie auch die Aufhebung der Vorrechte der Tresternbrenner und als Ersatz dafür eine neue Regelung der Zuckersteuer, von der er sich eine Mehreinnahme von 14 MiÜionen versprdckw.
In dem heute unter dem Vorsiß des Präsidenten Carnot gehaltenen Ministerrath legte der Courseil-Vräsident das abgeänderte BudgetproÉekt vor, ws ches heute in der Kammer eingebracht wird. er Unterrichts-Minister Faye berichtete über die vom Pariser Gemeinderath vor- genommene Streichung des Gehalt?- des Direktors deS Colläge Chaptal' da diese Maßregel einer Schließung der Anstalt
leichkäme, wird der Gemeinderat nochmal?» über die Ange- egenheit zu berathen haben. Au erdem kam der Minister- rath dahin überein, daß die Absicht, der Kammer einen Geseß- entwurf Über die SteÜung des Pariser Gemeinderaths vorzu- legen, aufzu eben sei, und in diesem Sinne werden der Minister-Präßident und der Minister des Innern etwaige An- fragen über das Auftreten des Vorstandes des Gemeinderaths während des Kongresses beantworten.
Die Deputirtenkammer wählte in i?rer heutigen Sißung zu Vize-Präs identen: Delaforge, Le evre, Casimir Perier und DeVille, welche bisher diese Stellen innehalten. Des- gleichen wurden d1e früheren Schriftführer wiedergewählt.
_ 11. Januar. (W. T. V.) Der Richter Vigneau ist durch ein heute vom „Journal officiel“ veröffentlichtes Dekret seiner Funktionen als UntersuchungSrichter ent- hoben und dem obersten richterlichen Rath zur Untersuchung und Aburtheilung überwiesen worden, weil er bei der Untersuchung gegen Wilson und Frau Ratazzi wider das Geseß und wider die Amtselßre gehandelt habe. _ Der „Agence Havas“ zufolge it die Absetzung hauptsächlich auß zwei Gründen erLolgt: erstens habe Vigneau mittels Telephons mit Degran , einem Mitangeklagten Wilson's, verkehrt und
1": dabei für Wilson aUSgegeben, um von Degrand vertrau- li e Mittheilungen zu erhalten; zweitens habe er den An-
Rußlaud üud Polen. St. Petersburg, 12. Januar. (W. T. B.) Dcks „Journal de St. Pétersbourg“ sprrcht sem Bedauern über den Putsch von Burgas aus xrnd sagt, leider zögen Verleßungen des Rechts andere Rechtsbruche xiach fich. Durch" dergleichen Handstreiche konnx die bulgarische Frage nicht in eine gese liche Bah_n ,geleit'et werden. Erne (olche herbeizuführen sei a er das einztge Ziel, we1che§ man im Interesse des Landes wie in dem der allgememen Ruhe verfolgen müsse. _ .
Das heute veröffentlichte Budget für 1888 bezrffert die ordentlichen Staatseinnahmen mit 851 767 628 Ndl., die ordent- lichen AUSgaben mit 851242423 Rbl. Die außerordentleen Einnahmen sind mit 33724895 Ndl., die außerordenrh en AUSJaben mit.34250100 Ndl. eingesteüt. _ Der „Bdrsenc zeitung“ zufolge wird in dem Bericht des Jinanz-thsters besondere Aufmerksamkeit darauf gelenkt, da daS Budget des Kriegs-Ministeriums nicht nur nicht ver,- größert, sondern sogar etwas herabgexniridert sei. Mandürfe hoffen, daß diese Thatsache, indem sie 6111611 neuen BLWLLS für die große und aufrichtige FriedenSliebe. der rujsischen Regierun liefere, dazu beitragen werde, der FrredenSpolitik des russisZen Kaisers zum Siege zu verhelfen.
Italien. Rom, 11. Januar. (W. T. B.) Der „Agdnzia Stefani“ wird aus Massovah telegraphirt: Nack) Privat- nachrichten befinden sich in Guru 25 000 berittene GallaS, denen 30000 bis 40000 Mann F Ußtruppen folgen. Der Negus ist in Adua. Die in Ghinda stehenden Abessinier fällen alLe Bäume längs der Straße, um sick) vor Ueber- rumpelung zu sichern.
Türkei. Konstantinopel, 10. Januar. (Wien.Abdp.) Das „Reuter'sche Bureau“ meldet: Nachrichten aus Sofia konstatiren, daß die bnlgarische Regierung bereit sei, am 1. (13,) Januar den Betrag von 13 500 Pfund, welcher dem wölftew Theik des Tributs und der Zollzahlungen Zleinommt, m Gemäßheit des neuen Abkommens aUSzu- rza en.
Schweden und NorWegen. Stockholm, 9. Januar. Der Herzog von Gothland, Prinz OScar Carl August, ist zum Major im Svea-Arti[[Wie-Regiment und in GolhlandS ArtillerieCorps sowie zum CommandeUrKapitän in der Flotte ernannt worden.
Amerika. Washington, 9.Ja11uar. (RB.) Sämmt- liche Bevollmächtigte zur Fischrrei-Konfersnz sowie dsr Agent von Néufundland smd 161,51 hierher zurückgekehrt. Dic Konfrrenz wird heute wiederum zusamnwntrrtsn.
Zeitungsstimmen.
Die „Nationalliberale Corrcspondenz“flihrtaus:
Ein Heilmittel gcgen die parlamentarische Ueberkäufung kann nur in einer Abkürzung der Scsfioncn crblickt werden, welche es ermög- licht, den Reichstag und die Verschiedrnen Laudtagc wenigstens im größten Theil ihrer Sessionerx ohne Konkurrenz tagen zulassen. Unser ganzes parlamentarisches Wekcn, wenn es gesuud und crsprießlick) wirken soU, Verlangt dringend eine Abkürzung der Arbeitszeit, und eine solche ist bei strengerer Beschränkung auf die sachliche Arbeir, bci größerer Enthaltung von Erörterungen und Anregungen. die keinen “praktischen Zjveck haben und durch ihre ewige 111113losc Wiederholung nur ermüden, kurz bei besserer parlamentarischer Oekonomie wvbl möglich und durchführbar. Das; in unseren Parlamenten viel Zeit nux-Zlcs vergeudet wird, kann kein unbefangcner Beobachter bestrcifcn.
_ Zu dem im Reichstage eingebrachten Antrag ddr Abgeord119t211 ])1'. Lirber und Genossen, betreffrnd die «wcrd- liche Arbeit an SMW, und Festtagen, äußert sich die „ Tord- “deutsche Allgemeine Zeitung“ wie folgt:-
Wir babrn stets daddr gewarnt, die Frage der S0nntag§5eiligung 'mit derjenigen dcr Sonntagßrube zu Vermischen. Man wird jedoch mit den Antragstclkcrn da[)in cinversiandcn sein müssen, das; ebenso- wohl ethische wie wirthschaftlichc Motive zu dcm Wunsche führrn, die Sonntagsarbeit zu Gunstcn der SonntagSrudc auf das mit den praktischen Ansoxdcrungen des Erwerbslebens irgend nUr vrrcinbarc Mindestmaß zurückgeführt zu sehen. (EZ ist anch bei den früheren Diskusüonen dicser Angelegenheit von keirier Seite Prinzipiell diesem Standpunkt widersprochen worden, wobl aber ist strxitig geblieben, wie die Anforderungen der wittkdschaftlichcn Jntereßen mit drnen der Antragsteüer geseygebrrisck) in Einklang zu bringen wären. Eiixc Meinungsverschiedenl)cit findct also nicht darüber statt, 05 allgemeinfte Sonntagßrube der Sonntagsarbeit vorzuziehen sei, sondern nur dqrßber, auf welche Weise und in Welchem Umfange ges? geberisck) in die]: Materie zu Gunsten der Sonntagsrul'c einge- Jri en werden könne, ohne berechtigte Jnteresjrn, sowohl solche der zlrbeitnelxmcr wie solche der Arbeitgeber, zu verleYen.
Als Ergebniß dec angestellten Erhebungen kann nun konstatirt werden, daß, _
,1) das 111 dieser Sache besteßendc Recht ein sehr mannigfaltiges ist, indem eine große Anzahl theilsacseßlicber, theils im Verordnnngs- Wege erlaffencr Bestimmungen besteht, erchesämmtlich beznwckcn, dir warxliche Sonntagsarbcw zu (Gunsten der Sonntagsruhe einzu-
ran en; _ '2) der thatsäckyliche Zustand edenfaÜs ein sehr mannigfaltiger ist, mdem sowohl bei den Verschiedenen GeWerszweigen wie auch bei denselberi GewerbszWeigen an verschiedenen Orten, wie auch endlich sogar der gletchen CrwerszWeigen an drmselbsn Ort Art. Umfang und Dauer der Sonntagsgrbeit als seHr verschieden ermittelt Wurden;
3) auch die m den nachstbetbeiligtcn Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer über.die Durchführbarkeit eines Verbots der Sonntags- arbeit bestehenden Meinungen schr getbeiltc find.
' Aus dem Generalbcricht über die,Enquetcergebnisse ist zu ersehen, wte groß die Zahl Derjenigen war, von denen Acußerungen über den tbatsäcblicben Zustand und das befürwortete Verbot der Sonntags- arbeit vorlagen, Neben 39 269 Arbeitgebern stehen 30 651 Arbeit- nehmer, 298 Handels- und Gewerbekammern, 554 Innungen, 424 Ge- werbcvereme, 244 Krankenkassen, 139 sonstige Vereine der Arbeitgeber und 172 sonstige Vereine der Arbeitnehmer. Aus einer Reibe in die Erhebung einbezogener ZusammensteUungen der Unterbehördcn (3520 und Gesammtdarsteüungen für ga'nze, Bundesstaaten beziehentli preußische RFterungsbezw'ke (2972) 1st xedoch die Zahl der Befragten nicbt erfichtlt ', so daß die tm Gcsammtergebniß zum AuSdruck ge- langenden Meinungen auf noch weitere Kreise fich vertbeilen.
' Der Generaldericht drückt, nun die erhobenen Meinungen über dte Durchführbarkeit kitzes geseßltchen, generellen Verbotes der Sonntags- arbeit in Verhältnißzaylen, wie folgt, aus:
Von je 100 Befragten überhaupt hielten solches Verbot für Arbeitgeber Arbeitnehmer durchführbar ohne Einschränkung . 23 32 ., mit „ . 39 41 undurchführbar. . . . . . 38 27
e lagten Nibaudeau nach einem Verhör derelben zum Früh- Zück eingeladen.
_ ,Theilt man jedoch die gesammte in Betracht kommende Erwerbs- thattgkeit in vier große Gruppen, so hielten solches Verbot in
Arbeit eber Arb 't GrOsJ- und Fabrikindustrie: (; U "?bluer
durchführbar ohne Einschränkung . . . 13 18 „ mtt ., . . . 54 57 undurchführbar . . . . . . . . . 33 25 Kleingewerbe: durchfükckrbar thL Einschränkung . . . 18 21
„ m1 „ . . . 41 52 undurchführbar . . . . . . . . 41 27 „ Handelsgewerbe : durchfubrbar ohne Einschränkung . . . 41 59,5
„ mit „ . . . 27 18,5 undurchführbar . . . . . . . . . 32 22 VerkehrSgcwerbe : durchführbar ohne Einschränkung . . . 12 16
. mit „ . . . 11,5 14 undurchfübrbar ". „. . . . . . . . 76,5 70
D1ese Verkxalimßzablen zeigen wie getheilt die Meinungen über solches Verbot m den Erwerbskreifkcn find_ wie Hervorstechend gleich. mä 11; sich aber die Thetlung_ der Meinungkn auf Arbeitgeber Und Ar xttnehmer erstreckt. ErweUen fick) aucb Letztere dem Verbot etnzas genetgter als Erstere, so tst dock) charakteristisch, wie in jeder der 4 Gryppcn stekts bet der) Arbeitgebern die Mehrzaöl der Aeußerungen derjenigen Meinung zgfaÜt, auf Welche fich auch die MeHrzabl der Aeußerunger] dedArbettyehmer vereinigt. Die Ergebnisse der Enquete schemxn aljo n1cht,"1vtc aus dem Vorgech der Antragsteller ge- schlos1e11 werdeq mußte, dxren in ihren Anträgrn konform mit den fryhcren formulirte Vorscblqge zu rechtfertigen, und gerade die al]- sxmg hervorsteckxnde Mannigfaltigkeit dürfte berechtigen, ein geseß- 11chcs genereÜcs Virboi der Sonntagsarbeit als Praktisck) undurchführ- bgr zu xrachten, Wobei „jedoch ebenso die stattgehabte Diskusfion, wie dre ermrttelten Thatbxstande geeignetes Material bietrn dürften, um, den lokalen u11d,spezicllen Bedürfnissen entsprechend, im Wege der Verwaliungspraxis dre Sdnntagsruhe gegenüber der Sonntagsarbcit zu crwettern, faUs das Bcispicx der guten Sitte sicb 111151 zu diesem Zweck gemtgend wirksam chci1en soUte.
_ Zu dem Gesetzentwurf über den Vogelschuß bemerkt die „Staatsbürger : Zeitung“:
311 den wichtigFth Vorlagen, Welche der Reichstag im Lauf der gcgcnwarttgcn _SrsUon noch zu erledigen Hat, gehört ein Gase - entwurf, betreffend den Schuß niißlicber Vöge[. An Versuchen, em solches Gcsctx, zu erlasscn, bat es bisher nicht gefedlt. Bereits in der Session 1876 wurde 1111 Reichstage von dem Aba. Fürsten zu Hohw- lohc-Langenburg em dthbezüglicbcr Gesetzentwurf eingebracht, drr ahrr 11111: in der'Kommission durchberatben wurde, weil drrselde in semc_n Schußbcstnnmungen viel zu weit ging, so daß selbst von wissen- schaftlichen Äutoritätrn fick) gewichtige Bcdenken gegen denselben erhoben. Jm Iauuar 1877 Wdee die Reichsregierung Seitens Ocstrrrcichs und Ztahens erfucht,s1ch der zwischen diesen beiden Staaten Vereinbarten Kon- rcntton zum Schußnlzykckxr Vogelarten a1-1zuschlicßc11. Dcr Bundesratk) war 9910151111 Prtnzw mit diesem Vorschlage cinvcrstandcn, hielt cs aher fur 'wUnscthsierlk), z1111ächckst durcb Erlaß eines bozüglichen Reichs- ge1eYes eme Grundlage fiir die intdrnationale Vcrcinbarungzu schaffcn, und richtete cm dahingehendks Ersuchen an dcchichskanzlsr. Infolge dxsjen wnrde 1111 Jahre 1879 dem Bandesratk) und dem Rcichstage em Gesetzentwurf über den Schutz nützlicher Vögel vorgalegt. Dcr- selbc kaxn 9581 im Reichstage nicht zur Erledignng. Derselbe Ent- wurf Mit einigen 1111crHeblichen Modifikationen ging dem Reichstage 1111 Jahre 1883 wiederum zu, Wurde abcr wiederum nicht erledigt. DW vielen Und großrn Meinungßvrrschirdenbeifen, Mkche 111 der .Koxmmssion des Reichstages zutage Traten, veranlaßiendann die Reichs- regierung, im März vorigen Jahres eine kommissarisäöe Bcrafbung der Frage stattfinden zu lassen. Aus dieser Bcratßung rst der (“Jessy- cntwurf-hcrvdrgegangcn, den der Reichstag in der laufcmden Sesfion zu crledtgen haben wird.
Ucbcr das. Bcdürfniß cincr reickysgeseßlicbcn Reqelung des Vogel- schuycs'kamt 111cht der geringste Zweifel herrschrn, Wenn der Natur- freund im Frühjabr oder Sommer Feld und Wald durcbstreift, suchk sein Auge in der Natur selmsückßig 11ach regem Lrbcn. Mit Schrecken bemerkt dersclbc aber, das; die einzigen Wesen, die Feld und Wald beleben, unsrre Singvögel, 5011 Jahr zu Jaör seltener werden. Die verschicdcnen Gattungen ron Meisen, die Finkenartcn, die früher in 2511111211 Schaaren darch das Gebüsch flattechn und munter an den '.lrsten herum nacb Nahruna suchten, find fakt kaum noch anzutreffen. AUT Singvögel. die des Menschen Herz crfreucn, smd seltener ge- worden und sie werden es noch mehr werdén, wenn wir nichf Mittel und Wege ffnden, ihrer Vermindrrunq Einhalt zu 151111. Wir find auch verpflichtet, 1710“; zu thun. Erst in neuerer Zeit hat man allgemein eingesehen, welche bedeuten- den Verluste durch das Fangen und Tödtcn nützlicher Vogelartsn ent- stehen, Und es sind deshalb in einzelnen deut1chcn Staaten Verord- nungen dagcgcn erlassen. Nun sind aber theils die Strafen, die auf das Zuwiderhandeln gegen diese Verordnungen gcscxzt sind, zu gering, thrils werdcn dic Verordnungxn nicht mir der nötbiqcn Energie gehandhabt, 1116118 macht die Ver1chicdcn5c1t der gctroffe11cn Verordnungen ibre Wirkung ikinsoriscb, indem in dcm eincn Lande die eine Vogelgattung geschützt wird, während sie in dem andern verfolgt und gcfangen werdrn darf. (Es liegt 4110 a::f der Hand, das;, je cinbeitlichrr Ulld vrrbrcifcter die Vorschriften 511111 Schuß, nützlicher Vögel sind, sie umsomcbr ihrem Zwsck entsprechen wcrden. S0 ergiebt fick) die Notb- wcndigkeit einer reichsgesetzlichcn Regelung der Sawa.
Hoffentlich wird der Reichstag dcr Vorlacw seine Zustimmung grbcn. Mit der r€ichsgesch1ichcn Re clung der Sache ist abcr aUein nicht gedient, es muß namentlick) an bei drn Kindern in der Schule die Liebe zu dc'n Vögeln erWeckt und chflcgt wcrden. Wir erinnern 11116 noch, daß dies Vor ungefähr zwei Jahrzehnten in einem, in dem .Centralblatt fiir die (i_csammte U1it€rrichtsvarwaltung Preußens“ cr- 1chienencn Aufsaye bc1ondcrs betont wurde. Vor AULU! muß dcn Sckyulkindrrn Anleitung gegeben werden, die Liebe und Sorge für die Singvögel zu [»ethätigen durck) Beförderung der Brut und ihres Ge- deihens, sowie durch Frrnbaltung der Feinde der Vögel untrr den Thieren. Dem Lebrkr dürfen natürlich auch die nützlichen Jnscktcn nicht entgehen, und auch mit ihnen muß er die Kinder bLka11nt1nachen. Auf diese Weise lernt das Kind zugleich dcs Schöpfcrs Weisheit und Fürsorge auch da verehren, wo fie sich so gcheimnißvoll wie wunderbar im Großen und Kleinen offenbart.
Statistische Nachrichtem
Nack) dcm Nowemberbeft zur Statistik des Deutchen Reichs haben im Betriebsjahr 1. August 1886 bis 31. Juli 1887 innerhalb des deutschen ZyUgebiets mit dcr'Produkkion von Stärkezucke'r und Malto1e 31 Fabriken fich beschäftigt. Davon fabrizirtxn 29 Fabriken Sjärkezucker, und zwar 149 620 D.=Ctr. Stärkezucker m fester Form (darunter 72 D.-Ctr. krystaÜisirter), 300000 D.-Ctr. Stärkezuckersyrup und 25 225 D.-Ctr. Couleur. Die 2 Maltose- fabriken produzirten zusammetx 1629 D.-Ctr. Maltosesyrup; Maltose in fester Form ist nicht dargestellt worden.
eber den Gesundb_eitszustand und die Todesfäll'e im Großberzoglbum Hes1en im ]11.Q11arta11887 giebt die Nr. 400 der „Mittheilungen der Großherzoglich hessischen Centralstelle für die Landesstatistik“ Aufschluß. Danach sind in dem genannten Quartal 4968 Personen im Großherzogtbum ianesammt verstorben. Davon kommen auf dée Monate Juli 1688, August 1725 und September 1555“ in diesen Monaten nach ihrer Folge betrug die auf 10000 Lebende 5erechnete Sterbeziffer 17,5 _ 17,9 und 16,7 gegen 19,8 _ 18,5 und 17,2 im April, Mai und Juni. Zu der Provinz Starkenburg Waren 11n Berichtsquartal vorgekommen 2135 Sterbefälle gegen 2130 im 1]. Quartal, in Oberhessen 1174 gegen 1473 und in Rheinhessen 1659 gegen 1691; die Sterbeziffer hatte in Starkenburg mit 5,3 ,p. M. ge enüber derjenigen des Vorquartals sich nicht 192x- ändert, xn Oberhe en mit beträchtliher Abnahme der Mortalrtat betrug dieselbe nunmehr nur 4,5 gegen 5,6 und in Rheinhessen 5,6
gegen 5,7 1). M. Jm Großberzogtbum 1111 Ganzen war im,Berichts- quartal bei 4968 Sterbefäklen gegen 5294 im ],1. Quartal, die Sterbe- ziffer von 5.5 auf 5,2 p. M. und daunt nicht erhqeblick) herunter- gegangen. Bei der Gesammtzabl von 4968 S'terbefaüen im Groß- herzoathum batten 2479 (im 1]. Quartal 2115) Kinder unter 15 Jahren betroffen, dodon waren vor Vouenduyg des ersten Lebensjahres ver- storben 1673 (1182) und im zweiten bis funfzehnten Jahre 824 (933), Erwachsene waren gestorben 2471 (3179). Der um 708 rcrmmdertezi Crwachsenensterblicküeif steht die um. 382 gesteigerte Kindersterblichkctt gegenüber. In den einzelnen Provinzen des Großherzogibums waren die veränderten Mortalitätsvcrdältmffe in den Hauptalterßkategone'n in verschiedenem Grade bemerkbar; denn die Erwachsenensterblubkeit war der des Vorquartals gegenü_bcr 111 Oberhessen axn bedeutendsten, nämlich um 263, in Rheinheßen um 250 und m_Starkxnburg nur um 195 Sterbefäüe Vermindert, die Sterbefaklx bei den Kindern überhaupt batten fick) in Rheinhessen um 218 und m Stgxken- burg um 200 vermehrt, in Oberbesten aber um 36 rermmdert, Kinder des Säuglingßallers waren in Starkenburg 257, m Rheinhess" 222 und in Oberhessen nur 12 mehr als im vorausgrgaiigencq Quartal verstorben; der Rückgang der Sterbefäüc bei de'n alteren Kindern be- trug in Starkenburg 57 und in Oberhessen 48, m Rheinhessen nyr 4. An epidemischcn und ansteckenden Krankheiten waren 1111 Berichts- quartal erlegen 457 Personen gegen 448 im 11. Quartal, 1). 1). 4,7 auf 10 000 Lebende, wie in [eizterem Davon kommen auf dt? Mo- nate Juli 123, August 159 und September 175, gegen,161, 167 Und 120 in den Monaten April bis Juni, und auf d16_P105111ze11Starkcn- burg 183 (JLJLU 199 im ]], Quartal), Oberbeßen 106 (100) imd Rheinhessen 168 (149); sodaß nunmehr die Sterberate durch cptdem11che Krankheiten 4,5_4,0 und 5,7 gegen 4,9_3,8 und 5,0 betrug. TodeßfäUe gewaltsamer Art kamcn im Berichtsqnartak vor 155, fast «nun so viele, 6116 in dem derflosfenen mit 156, darunter waren 7019? von Vcrmmlückung 87 (67), yon Selbstmord 63 (85) und durch Mord und Tödtliclyc KörperVerleßung Veranlaßt 5 (4).
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Deuisch1and nacb Often!_111. ,Oestc'rreiÖ-Ungarn in reichsdeutscbem Licht. Zweiter Thall: Wirthscbaftltch Vcr- bälfniffe. Von Paul Deda. (Preis 4 „16. Munchen und “&ckth 1888. G. Franz'sche Verlagsbandlung. J. Roth, 1). b. Hofducd- händler.) Der Verfasser Weist zur, wirtbscbaftltcbrn Versta11d1gqu zwischen Deutschland und Oesterre'tcd-Unggrn' 11116) ,' wie groß die Interessengcmeinsamkeii Und wie gcrrng vxrdaltmßqmßig der ertereffxn- grgensaß beider Reiche in Wirklichkeit 121, Und giebt c1n_e zettgemaße Klarstellung (111' der dabin gehörigen Thatsacbxn Und Bczrchungey. _ Inhalt: Aus der Vorgeschichte dcr deutsch-os1crrc1ck)1schen ZoUsrqge. _ Zur Statisjik des Vorkebrs zwischen Deutschland und Ocsterre1ch-
*, Ungarn. _ DeutscH-östcrreicbisMr Veredelungsvcrkebr. _ Die schul?- e
öllneri“che Strömung. _ Land:virtHschaf_tliche_ Wünsche. _ Industrie WünsckFe. _ Unaarns Industrie. -__Oe1tcrreicht1che AuszHrmdustrten. _ Zu den wirthsckwstliabcn (Gcgcnjäxzen. _ Zu den Bcrxrbrsgcgen- säßcn. _ Oesterreickys und Ungarns ZQUZ ucnd .Handclsbu11d11'tß._ Der gcmcinsamc Zokltarif'. _ Die Zweühexlang des östcrre1ch1sch- ungarischen Zollgebicts. _ Zur 11andxlsPoltj1sckcken Lage Oesterreich- Ungarns Ende: 1887. _ Dic'ZoUemigungßfrage. _ Die Zukunft der wirtbséafwwlitisckocn Beziehungen zwischen Deutschland und OcterreiÖ-[n arn.
s_ Mit ch uns rorliegrndcn Licfcrungcn elf 1tr1d zwö'lf, de:"- von der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst in W151 publtzxrtrn, r0_n Professor Dr. C. 1). Lützow rcdigirten Gesch1ch16werkes der graphi- fcke11Künste:„Dic VervielfältigcrzdeK'unstderGeaenwart“, wird die Geschichte des modernrn Holzschmites 311111Abscküußgebrackptmacb- dem noch die Ländcr Belgien, Holland, Italien, Spqmen, Rule'and, die Schweiz, Dänemark, Sckmxedcn und Norwegen in eigenen „Kapiteln aus der Feder berafener Fachmänncr eine gediegene"Bcarbertimg k.k- fahrcn haben. Reick) und auFerlesen, wic insdcn studercn Henry, tst der Bilderschmnck auch der beiden letzten Liescrungcn und gewabren namentlich die beiliegenden Holzsckynijttafeln rowder Hand d'ewäbrter Künstler auf diescm Gebiet, als Danarü, Gardner, Hcmcnmnn, Hoskin, Idengling, Laplanie, M111de11,Ocrtel, Pamzcmaker, SMU, Sferjakow, Taylor, Thomas, Zanoboni in'ibrer mmsterbgffen 21112- führung, idrcr vrrschiedcnartigcn sardigcn Wirkmig ,voll'deUstkertjche Befriedigung. Die vorliegenden Heste schließcn glctchzeit1g1 den ersten Band des (Hesm11111t1rcrkes, der mit seinem durchwcqs fesselxich kanst- gcschich111chen Textinhalt, mit seinen 254 Text-Jklustratwnen .Und 48 Holzscdnitltafckn ein so rcich5altige§, 11ar_k)J11l)a1,t,.Fdr1n UndKAUI- stattung glcick) glänzendes Ganzes bildet, dar; Wir ,fxzr ]cgltcben Pinst- frrund kamn ein passendcrcs Geschenk aus dem Brrchernmrkt wUßtrn. Wir zweifeln uicht, daß dieses in gesÖmackvoU verzierte'Deckdgc- handene Prachtwcrk, dessen Preis 501168 «14 cm erstaunlich dtklmer ist, überall kmistliebende Freunde Und Kanfcr findet, 1111 OS gkschcn wird, denn es empfiehlt sich von selbst. *_ ' .
_ Dic Rniiquarialdbandlnng ron Kirchhoff u. Wigand m Lripzia veröffentlichtsoebtn drci Kataloge, Nr. 797,798 und 199. Nr, 797 6111111511 orientalische Literatur 1111d 11c11crc Lingutstjk, U'Ud zw'ar ]. Vergleichende Sprachwissensckxaft. Vx1u1ischtcs. ]]. Ortenxalia. Nord- und Ostasiatische und indijckxc Eprockxczx. ]]]. Keilschriften. Wi- Und Neu-Egvpüscb. 17. ebräifck). PbölanÉ. )(. Germanische Sprachen. 17]. Romanische «drachen. U11. Sladtscde Sprachen. 1711]. Die klcinercn (Europäischsn und Uraltscdcn Sprachgtudpcn. _ Zigcuncr. ]F. Amerikanische, Afrikqwscdr, Pdlyncfisckw Sprackwn. Nr. 798 enthält beschreibende nat11rw1s1e111chaf1ltchc Werke, 111111 311191 AÜgcmeir-„cs Und Vermischtes. E1itivicke1u1igsgc1ch1chte Und Prabtstorik. Geologie, Minsralvgie, Paläontologie und Bergbau, Votamk. Nr. 799 bringi Werke, welche die bescdrcibenden RatUrwiffUischasten behandeln.
)(. Zoolo ie.
_ Kr. 208 des Lagerkatalogs 111711 Joseph Badr'11.1Co., Buchhändler Und Antiquarr, Hauplfvmmifswrarc der K'arserlichcn öffcnjlickcn Bibliothek in St., Petersbrira, des Oxffentlrcbe'n Museums 2c. 111 Frankfurt am Mam, Roßmarkt 18, cntkyalt: Musik und Theater, wie auch VolkSLicder.
Köln, 10. Januar. Ueber einm andcr AaÖcncrstrdßc gewarhtcn Römcrfund wird der „Köln, Ztg.“ berichtet: Mira 10 1111011 der Straße und in einer Tiefe von 11111 wurden etwa dreißig wohl- erbaltcne Skelette gcfundc'n, rerschtcdcne S_xckyädcl trugen Mimzen JWisÖen den Zähnen. Außetdem fanden"11ch xneßrere geschliffene Gläser, Becher, zwei Tischglocken, Löffel,51'1ugc_n1tt F1gure1wrnament, kin Trinkbecher mit Inschrift, 1_ncbrrre Lanipcbdn, eine große Flasche mit wafferäbnlichcr Flüsßdkett, xm Hen'fcolgcfaß mtt Salben, größere Urnen verschiedenen Thomtoffs rnithbcmuberrexsten, Schmuck- kästchen, Münzen aus der Zeit Cäsar's _und 7793 Kaisers Augustus, Nadeln, Tbräncnfläschcben, ein plastisches Bruchstuck, Lowcnllauen dar- steÜend. Anscheinend find die Fundstätten schon emmal durchsucht Worden. Die Nachfvrschungen werdcn fortgesetzt.
St. Pcteerurg. 11. Januar. (W. T_.B.) August Kekuldé, Professor der Chemie in Bonn, und Profeswr Brugsck), Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin, smd zu kdrrespondirenden Mitgliedern der hiesigen Akademie der Wissenschaften erwählt worden.
(Land: und Forstwirthsthaft.
Nachtrag
zu den ,Mittheilungen Über den gegenwärtigen Stand der Saaten in der preußischen MUWWLÉÖ
[Provinz Ostpreußen. M», _
Reg.-Bez. Königsberg: Jm AÜgemeinen hat die feurhte,
dabei milde Witterung des vorigen Herbstes einen günstigen
Einfluß auf die Entwickelung der Saaten auSgeübt, so daß
die später gesäeten Getreidearten fastndu1chweg gut 111 den
Winter Jkommen sind. Die früh gesaete Wmterung hat an einigen rten durch Mäusefraß und Insekten gelitten.
/“
Provinz Westpreußen.
Reg.-Be . Danzig: Die Wintersaaten, welche in Folge der vorhergeßenden Dürre schlecht a'ufgegaxigen war9n, aben sich erholt und zei en im Allgemczinsn emen befriedi enden Stand. Dieselben an auch anscheinend gut 111 den inter gekommen. Die Vorarbeiten zur Frühjahrsbestellung haben erheblich gefördert werden können.
Provinz qundenbturg.
Neg.:Bez. Frankfurt: Mit Rücksicht auf die günstigen Witterungsver ältniffe, welche dem Oktoberfrost folgten, konnte die Herbstbefte ung rechtzeitig „beendet werden. Der Stand der Wintersaaten ist durchweg em “guter. Die Bereitung, dex; Ackecm für die Frühjahrseixisaat ist sehr weit ngWhEU, da mrt wenigen Unterbrechungen [Us kurz vor Weihnachten hat gepflügt werden können. , _
Provinz Hannover.
Reg.:Bez. Hannover: Der Roggen lief, selbst auf dem leichtesten Sandboden, gut auf. Nur 111 den Wesermarschen und sonst ganz vereinzelt auf strengem Thonbdden war das Land im Anfange der BrsteUung reichlich hart, und _manche Saat lief streifig auf. Die häufigexi Negezischauer im Ok: tober unterbrachen die Beste(lunZZarbeitew Wiederholt, letztere verzögerten sich daher bedeutend; .z_ur, Zeit der gegen Ende Oktober schon Eintretenden „dreitagigen Frostperwde war manches zur Winterfrucht bestimmte Stiick Land noch unbr- stelLt. Auch warsn die jungen Saaten um .jene Zeit 111 Folge der außergewöhnlich niedrigen Temperatur 1nderE11tw1cheiu11g sehr zurückgeblieben, sie haben sick) aber bei dem günstigeren Späthsrbst noch einigermaßen erholt.
Provinz Westfalen.
NLg.-Vez. “Münster: Die Vsskellunw des Ackers: ziir Winterfrucht und die Einsaat der _[eßteren ist, wenn auch 111 Folge der nassen und kalten Witterung etwas langsam, so dock) normal von Statten gegangen. Das Aussehen drr Saatcn ist befriedigend.
Rog-Vez. Sigmaringen:
Die Bestellung der Wintersadt erfolgte von Ende Sep- tember bis Mitte Oktobcr. Auf die währrnd dixser Zcit [)err- schende Trockenheit, welchs die Bsstockung der Dmkelz Weizen- und No gensaaten verzögerte, folgie bis Mitte Dezdmber verändrr iche Witterung mit häufigen Niedrrschlägen, in Folge ÖLTLU die angekeimfen Vf(_änzchen _rasck) erstarkten und zum größten Theil kräftig entwrckelt in den Winter kamen. Der, von Mitte Dezember an ein: getretene reichliche Schneefall wird die Saatrn vor dem Aus- wintern schiißdn. Ju drm Oderamthszirk Sigmaringen stehen dis Oelsaaten, Winterrach und Winterrübsen nicht 1156qu giinstig, indem die schwarzs Mczde der Rapssaateneule hier und dort großen Schaden angerichtrt hat und Es 11ur den frühzritig eingetretdnen Oktoberfröst_en zu danken 1st,. daß weitere Verhecrungen diesss schädl1cheu _Znsekts verhindert worden sind. In vielen Gcmarkuugen disses Bezirks mußte außerdem wogen zu großer Trockenheit 13011 dsr Rapssaat ab- gesehen werden.
_ Nach dem soeben reröffenjlickytcn amilichn Bericht ükzcr die Weinernte und die Produktion 5011 Wcin iind Avfclwmn im Jahre 1887 in Frankreich hat dieselbe LMM (Ertrag von 24 333 264 11] ergeben. Diese Zahl bleibt gegen die d-es_Jak)res1886, welÖe ebenfalls fck011 argen 1885 eins Abnahme grzetgt'batte, 11111 730 061 111 zurück und ist noch nirdriger als das D111chschn1116161u112t der letzten 10 Iabrc zusammengenommen. Von dtcsex Ahnabme Ye- troffen Werden 47 Dcpartcments. Ganz beWnders medrrgc Ertrqge batten dic Dcparkemrnts: Ain, Aude, Haute- Garonne, 21111- ct-Cbcr, Loirrt, Pay - dc - Tötne, Pyrénées - Orientalks und SaSne-ci-Loirc. Als Hauptitrsacbe dsr Verminderung wird das wachsende Umficbgrrifen dcr Phylloxera und des Mchlthau (1111111011) brzeickxnct. In gewissen Westlichen und südltchén Dcdartementß haben außerdcm Friihjahrsfröste, Hagel imd andaucrndc Rracn, welche der Rebenblütbe Schaden brachten, das Erträgnif; vermcHtct oder stark bceinträcdtigt. 30 Departements brich eine Vermehrung des Ernte- ergcbniffes gcgcn 1886 anfquciscn, chndcrs dxc Departements Gard, Hérault, Maine-ct-Loirr, J,)karnc', IFTettrtbc-ci-Uskojellc, chuse und Vogcsrn. In den meisten drrsclbsn überschreitet das Resultat drn Durckschck1111t der letzten 10 Jahre erheblich, und zwar Handt- sächlich in Folgc dcr Wicdcrhrrßcllung der WcinbergZ"1111 Suden und der günstigcren Temperatur, welche im Osten u11d_(“:ck1tden gckcrrsrht bat. anwisckcn haben sich abcr auch in die!c11 Drdartenwzms [*crcits die Weinberge von den: Mrblthmz (111111113177) aqgcgriffen'gczeigt. Die Anzeichen dcs 111110111013 (dcr Schwarzfaule), welchc sick) 1ch011 nn vdr- bcrYHenden Jahre imDepartanwntHéraulf bwncrkkartnardten, Habe1111ch im «Fabre1887 auch in den PvrénchsOrientach zn erkennen gegeben. Die Qualität der Weine scheint, dcm Bcrtck)i zufolge, etwas besser zu srxn als die der vorhergehenden Ernte, abcr ihr Gehalt an' Alkohol bleibt auch cht noch schwach. Man rcrwcydxt darUm auck) "1111161111851 den Fuckrc zur Verbesserung der Qualltgt und zur Vckgwßerung des .-rträgnissek beim Verkauf. Während tm Oktober1886 27 410 000 kg Zucker für Wrine rmd Adselweinc gebraucht wurden, stieg dtese Zahl im Berickotsjabr 11111 7572011111111, also auf 34 932 000 kg.. Die Einfixhr fremder Meine ist in Fdlge ch ungenugenden Erxragmffes sebr gestiegen. Sie bezifferte fick) tm BeruhthaHrgauf 105132000111 (1885 gegen 7 MiUionen, 1886 9438 000 1118. Die Fabrtkatwn von Wein ans getrockneten Trauben (Rofinch at „1111 Jahre 1887 um 53 379 111 gegen 1886 zugcnommc11._ ntAlg'ter ck der Weinbau fortdauernd in der Ausdcbmmg begriffen. Die tmtRchcn angepeflanzte Fläche bat fick) 1887 11111 9021 11:1 Vermehrt, und M' Ernte ist arif 1 902457 111 gcgen 1569 282 111 im Jabre'1886 gesttcgen. _ Dxe Apfelweincrnte des Iabres1837 in Frarz'kretck) war erheblich kiffer als die des do1hergebenden Jadrcs ,und 11berstichg den Durchscbmtts- ertrag. Das Erträgniß der 59 Ctder prodqztrendcn Depqrtements Hob fick) auf 13 436 667 111 gegen 8300758111 1111 Jahre 1886, brachte also 5135909 111 mehr. O f I d F fck) .
_ DeutsÖe Jäger-Zeifung, rgan ür ag i erei, Zucht und Dres»; von Jagdbundcn. (J. Neumann„ Ncudamm.) Nr. 30. _ Inhalt: Meine Erfahrungen zu den Theorien des Hrn. von Horstig über S ießen. Von von Laffert. (Schluß.) _ Studiexi zur Geschichte der agd. Vo11_Ernst Ritter don DomhrZIvÖÜ. (Fortseßung) _ Wem gehört ein aufxemem. zwischen zwei ,„zagd-
ebieten lic enden Rain aufgefundenes Stuck Wild? Vo_n H. W. _
Heber die agdschädlichkeit des großen und kleinen Wiesels. Yon Baron Nolde. _ Offizieller Iagdrapport der am 3., 6. und 7. «5a- nuar d. J. abgehaltenen Hasenjagden auf den Jeldmarkxn von Tempel- bof und Schöneberg bei Berlin, der Insel poliß bet Pojsdazn und den Feldmarken von Britz, Buckow und Groß-Zieten bei Berlin. _ Berichte über Treibjagdcn 2c.
Gewerbe und Handel.
Der Abschluß der Listen, betreffend die vorläufigen Zustim- mungöerklärungen zur Begründung der deutschen „Spirttus- Kommiss ionsbank ergiebt, wie wn: der .Nat.-Ztg. entnehmen, 2509 Zustimmungen mit 39 Miklionen Mark kontingezitirter Matsch- raumsteuer (82 Zustimmungkrklärungen, bei welchen die Maischsteu'er- summe nicht angegeben, un erechnet). Der Vorstgnd des „Vereins der Spiritusfabrikanten in eutscbland“, sowie die außerdem max;-
gebenden Instanzen haben diese Bcibeiligungöziffer fiir ayöreichcnd erklärt, um auf Grund derselben nunmehr unverwult m die weitere
Ausführung des geplanten Unternehmens eigtr'et'en 'zu köpnen. 'In erster Linie gilt es, wie die „Zeitschrift für Spiritusmdustrie" meint, die Personenfrage bezüglich der Leitung der Bank zu losxn.
_ Am 7. d. M. fand in Quedlinburg die ordentliche General-
versammlung der Akiionäre_des EisenhüttenWerks'Tbale statt. Die im vorjährigcn Geschäftsbericht angesprochene Ansicht des Vor- standes, daß nach Ueberwindung der staltgehabten Storungen und Verluste die GeseUsÖaft auch bci ungünstigen Komunkturen hoffen dürfe, die Rentabilität der Werke aufrecht zu erhalten, hat fich bestätigt, indem in 1886/87 günstige Ergebnisse erztelt sind; Der Betriebsgewinn ergab 425173 „44 Es verbleibt ein Robgewtnn von 196 815 „44 gegen 102 516 „M im Vorjahre. Die Vorgeschlagxne Vertheilung von 7 0/11 auf die PrioritätSaktien wurde genehmmt (einscbl. 3% aus 1885/86). Die Werke beschäftigten durchschnittlich 1300 Arbeiter (+ 200). , _ Vom Oberfchlesischen Stcinkoblenmarkt bertÖiet die „Schles. Ztg.“: Der Eintritt strengster Winterkälfe, Welchxe tm Jndnstriebczirk bis zu Frosttcmperaturen unter _ 280 R. fuhrte, brachte die Verladnng von Kohlen u. a. in die voklen Bahnen des lcbbaften Winterverkehrs, an welchem nicht nur die Eisendahnen, sondern auch die örtliche Abfuhr in größtem Umfange fick) betbetltgten. Da überdies in der Voraufgebenden Weiten Hälfte „des Dezembers das Geschäft dcs Jahreöschluffes wegen etwas zuriickgeblrebcn war, so brachte der Eingang Von neuen Bestellungen sine solch? Steigernng des Verbrauchs hervor, daß den allseitigen Anforderungen s elbjt bei an;;es pannterer Leistung nicht voll grnügt werdcn konnte. Für die Kohlenförderung und -Ver- ladung mußten mehrfach Doppelschichten eingelegt werden mid zu gleiÖer Zeit wurde mit den Beständen geräumt, da die, gestrigerte Nachfrage schließlich einen Unterschied in dcn Sorten medi tmnier zuließ. Außerdem Verursachte die große Kälte für den Betrieb der AufberwtungSanlagen mannigfache Störungen, denrck) die Er- zengnng von mittleren Körnungen beschränkt Wurde. Der der- malige schnoungbafte Betrieb der Koblenförderung würde dxe Be- stimmung eincr Fördervereinigung durchaus iklujorisck) haben er1chetne11 lassen. Die Koblcnpreise konnten Herausgesc 1 werden, und das mxt Vcainn der laufendkn Woche einsetzende T auwctter hat dkm Ge- schäftS-gange vorläufig keinen Eintrag gethan. Neben Flammkohlen verschiedener thtungen fandrn Gaskoblen im Weiteren Umfange Absalz; ebenso (fanden Sckymiedekoblen untcr regerec Nachfrage von auswärts. Koks fanden andauernd gute Beachtung. „
_ Dic „Hamb. BörsenH.“ berickytct über eine neu begrandrte Jaluit-GesellsÖaft Folgrndes: Jaluit ist die bsdxuxendste und mit dem Destin Hafen yerscdrne Insel der in der Sud1ec be- legenen Marschallgruppe. Es ist die Insel, auf der die Deutsche Handels- und Plantagen-GesellsÖaft dcr Südseeinseln zu Hambgrg und die Firma Robertson und Heimsheim hier ihre Hauptfakwreten für den westlichenTheü der Südsee erricbtcten. Hierdwrck) wurde Jalnit nach und nach das Ccnirum des Handels „fur Mikrd- nefien. Dieser Handel besteht im Wesentlichen darm, daß die ?Uropäisclyen Waaren in Jaluit gelandet und 5911 da durch k[ei11cre Schiffe den M den UMUÉJLUVSU Inseln stationrrtrn A(icnrcn ÜberbraÖi werden. LL frre tauschc11 da;]?gcn im Verkehr Mit den Em- geborenen den in Stü (: gesckynittepen Und an der Sonne» getrorkneten Korn der KokoSnuf; ein, welches Produkt, nach Jalnit gexandt, von da unter dem Namcn Copra seinsn W211 nach Eyroda 1111111111. Ende 1885 Wurde die ganze «111556 der Marscha111n1eln_ux112r die Schuthkrrschaft desDcutsch€1thichG gcnommcn. Die dc1111che Flagge wurde, durch Kapitän Rötger, Kommandant S. M. S. .Nawttlus“, im Beisein des Hern. ' Franz Hernsheim , der zUr Zeit ,als Konsulatkderwcscr des Deatschen Reichs auf 'cnen Inseln fung1rte, auf Ialuit sorvobl, wie an allen wichtigeren Önseln der Marschakl- grnpde gebcißt. Unmittelbar im Anschluß an dieses Eretgmß trat an die genannten deutschen Firmen dicFracic heran, ob und Unter welchen Bedingungrn fie mmmc r unter dem SCHUH der deutschen Flagge und dcr Oberhoheit des Reichs dic Vrrwcckxung der Jnscln zu ubernehmen bercit seien. Sie Haben fick) entschloßcn, ihre auf den Mqrschallch Karolinen- und KingNniUinscln eingerichteten Faktorcicn rnit gllen Zweigniedcrlaffungrn, Waarenbcständkn, Schiffcn, Gr1mdst1zcken 11. s. w. Von ihren übrigcn SÜdsrc-Unternebmungen abzuzweigen,
dicscn Besitz znsamtnenzulkgrn und drnsclben 511 dem 1512111 dcrzgtigen Werts) cntsprsÖendxn Prcise Und ohne Anspruch aus EnixÖadthng für das (Geschäft selbst in die 111111 Zwecke des betrefferddn Geßhaxtö- betricbcs untrr der Firma ,Ialuit-Gcsclksedaft“ mit eiiiem Aktien- kadital 5011 1 200000 „M zu bLÜMUÖMÖE Gesellschaft engbrmgen. Von den Aktien find mäßige Beträge in" befreundcfrzi Kreisen'ab- gcgebcn wordrn, im Ucbrigsn 11511 sind 112 „1111 BMB der beiden tiiehrcrwähdten Jirxnen, der Handels- Und PlantagengetelUckwft und der Herred Robertjon u. Hernshcim verblieben. '
_ Die Liquidation der Ant1verp_ener Ccntraldank hat in
dem am 30. Novcmbcr d. J. abgcsckyloszrnen Rcch11u11gsjahr, w:e„dte „Frkf. Ztg.“ meldet, keine großrn Fcrtsch1ittc «Macht. Das Gewinn- und Vcrlust-Conw schließt" mik csnsm Saldo vdn 1451152, Fr. gcgrn 1449 405 Fr. im Vorjahr, während auf das 24 M11l1011en Francs befragcndc Akticnkapiial erst 22,11 M_i[lio1_1cn_,Francs „zuruck- byzablt, also noch 1,89 Millionen Francs riickjtändtxi 1111d. Dkk" Yer- pflichtungcn der Gesellschaft [)é'stkl)211 110ch aus 13'871Fr. falltgen RÜckzaHlungSraten und Coupons, 14587 Fr. Krcdttorcn aus rwch nicht liquidirten J1n11105ilicn-Gesck76ftcn 11110 10 491 Fr. sonstigxn Krcdiwrcn. Andererseits sind in Effcktcn noch 15001 Fr. und 111 Immobilien 162 614 Fr. (Ende des Vorjalwes 194 931 Fr.) 1701- banden und bci Debitoren stehen 300182 Fr. (Ende 1886 348 873 Fr.) aus. „
London, 12. Januar. (W. T. B.) DW Bank Von Eng- land bat heute den Dkskont von 4 auf 319/11 herabgeseßt.
Verkehrs - Anstalten.
Die erste englische Post vom 11. Januar übrr Ostende ist ausgeblieben. Grund: die Fahrt drs Schiff»?- ist durch starken Nébél im Kanal vcrzögrrt worden.
Auch die cngliscke Post vom 11.d.M., ab London 7,10 Vorm, iibcr Vliséin 611 ist a11§gcl1lr€bd1u Grund: das Schiff hat in Folge star en Nebel?- auf See Vlisnngen mcht rechtzeitig erreicht.
Ebenso ist die englische Post vom 11. d. M., ab London 8,25 Nachm. über Vlissin en, aus;]eblielren. Grund: Wegen starken Nebels auf See iZ das Schiff in Vltffmgen mit Verspätung eingelaufen.
Hamburg, 12. Januar. (W. TB.) Der Postdampfcr ,Suevia“ der _ amburg-Amcrilanischen Packeitavrt- Aktiengesellschat ist, von Hamburg ko111me11d, gestern Nach- mittag 1 Uhr in New-York eingetroffen.
Theater und Musik.
Die Königlich e Oper bat einen neuen, schr _hcrbcherlust zu beklagen: Frau Vilm a v o n V ogg enk) u b er ist gestern ihren laggen, schweren Leiden erlegen. Mit ihr verliert die deutsche OYertZ-Buhne eine der ersten dramatisgben Sängerinnen, deren RoÜen-Schopfungen namentlich in Wagner'1ck7en Opern den bervorragendsten der.Gegen- wart bcizuzäblen waren. Ihr Name wird in der (Geschichte der modernen Musik und speziell der Berliner Oper stets m1t Ehren genannt werden.
Im KöniFichen Operndaufe soÜte'g'estcrn das ersic'Gast- spiel der Frau 5 karcella Scmbrich als „Kömgm der Nacht“ 111 der .Zauberflöte" stattfinden. Die Künstlcrin ,sathe ,j'edocH kurz vor der Vorsteüuna wegen Erkrankung ab„und die,I uffubrung wurde nur durch das Eintreten des Frl. Glolng ermöglicht.
Am Sonntag den 15. Januar, Mittags, 12 Uhr, findet im Concertsaal des Opernhauses, cine Mgttnße zum Besten dcs Frauenvereins ,Mildwida" (thtwen- und WmsenkaJe des Deutschen Mufiker-Vereinö) unter Mitwirkung von Fr. Marce a
Sembrick) ZlFr. Amalie Joachim, Frl. Elis. Leifinger, _ r. Charlotte Frohn, r. Morgan, der Hrrn. Franz Bets, Heinrt Ernst, Ch.