1888 / 28 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 01 Feb 1888 18:00:01 GMT) scan diff

Loben men können, wenn nicht das kriminairecbtlicbe'Gebiet , ' méorkMeser Beamte ist [ab? schwer heimgesucht worden durch diese Entsckoeidung, und ich wußt_ wirklieh nicht, welchen rrgendwre

praktischen und auch humanen Zweck der Abg. Meyer amit bat ver»

binden können, daß er nun auf einmal einen Mann. der schon im

rabe [it t. nochmaks wieder (ck die O GUÜÜÉYÜ' “bk. Das scheint Kir in der? Tbat-riarb ein; Veweist ema' ganskiÉ üssiaz Nun ghz": dke'xS “lpßbemeéun? des Herrn A geordneten uber- stejgt, nacb meinesbesch'eidenen Auf assung, doch wirklich Aües, was man sebübrénder Weise über solche Dinge sagen darf. Der Schuß,- “marm Naporra _ es ist ja wirklich geradeéu bedzxuernswertb, daß man diese an sich unwichtigen Personalien o breit vor anen de- sprechen muß, aber ich bin wiederum. dazu grzwungen _ der Schuh- mann Navorra bat fich als:» betbuligt bei der Vertheilung der Druckschriften, welche fich später als verbotenen Inhalts e_rgeben baben. Das ist eine Thatsache, die"ich anerkanxrt- babe, dre aber keineswegs die verbängriißvoUrzt Schlusse rccbjfernßt, die der Abg. Meyer daraus eben zieben Wii]. Er bat die Au_ga„be„gebabt.„gc- wisse gebeime Verbindungen zu überwachen, er harte in irgend einer Versammlung solcher geheimen Verbindung natürlich als arrgeblrcber Parteigenossc auftreten müssen, und -da_bat er sicb der Mriwtrkung an dieser iibrigens nicht in einer öffentlichen", sqndern in emer ge- schlossenen Versammlung statifindenden Vcrrbetlnng mch cntzogen und nicht entziehen können, Meine Herren, ich kann - buen auch hier, da der Abg. Meyer mit Recht aiif das rtbeil der Gerichte einen hohen Werth legt, sagen, ww das Landgericht in Posen über diesen Beamten gestern entschieden bai. Wenn der Abg. Meyer sagte, diejenigen Thatsachen, welcbe ups bis je t-aus den lessen Reichstagsverbandluzi en in diescr'Bezrebung ö entlich bekannt geworden sind, gxbcn n'. t so weit, wrcwer Herr Minister es eben angeführt hat, so 1st_ das vollkommen richtig; meine erren. Meine Information ist namlich seit'aestern erbebiicb vrr- voliständigt worden durch den _vorliegerzden schriftlichen Beruht der Königlichen Behörde in Posen, die nur den Cmdruck dieser ganzen Verhandlung und zwar nicht telegraphiscb, wr) es ja nur aphoristtscb scbeben kann, sondern in sxtsuso und m aÜer Ausführlichkeit Bilde". Darauf beruht eben das Fehlen des vollständigen Materials, von welchem Hr. Abg. Meyer sprach.

Also der Vorsitzende des Gericbtsbrfes hat bei der Würdigung des Beweismaterials, welches dem Gerichtshofe vorgelegen bat _ ich kann das. auch gleichzeiiig in Bezug auf den' Beamten Jbring nacb- bole'n _ "ausdrücklich erklärt: ibm liege cs fern, die Urtbeile anderer Gerichtsböfe zu kritifiren; aber er müffe sagen, daß nach dem vorliegenden, völlig erschöpfenden Brweismatcriai und in Berücksichtigung des Umstandes _ den 1ch aucb rn der Reichsiagsfirzung bereits erwähnt habe, den aber der Hr. Abg. Meyer weislick) verschwiegen bat, _ in Berückncbtigung des Umstandes, daß spätere Thatsachen geeignet gewesen find, das Urtbeil des (Gerichts- hofes zu erschüttern, er in der L_age sei, hier öffentlich zu erklären, daß die ganze Beweisaufnahme tn Ueberxinsiimmung mit ailen in Betracht zu ziehenden Momenten dem Gerichtshof die völlige Glaub- würdigkeit der beiden Zeugen außer alien Zweifel gestellt hat. Nun sagt der Hr. Aba. Meyer: „.ja, in dieser Sache find sie glaub- WUrdig“. Ist ihm das" wirklich Ernst gewesen, das behaupten zu wollen, so grenzt das doch in der That an ein Maß von Naivität, wie ich es von dem sonst so scharfsinnigen Hrn. Abg. Meyer in der Tbat nicht vorausseßen kann. Das thema'probauäum ist ja eben ge- wesen: die Untersuckrung der allgemeinen Glaubwürdigkeit dieser beiden Beamten! Das Berliner Gericht bat auf Grund unvoll- kommener und unvoliständiger Jniormationen diese Glaub- würdigkeit verneint, das Posener Gericht bgt auf Grund besserer tbatsäch1icher Information diese Glaubwürdr keit bejaht. Das ist der ganze Zweifel, um den wir uns bier dre en, und ich bin in der That überrascht, daß der Hr. Abg. Meyer geglaubt hat, dieses Arrißregarde-Geiecbt aus der gestrigen Reichstagsfißung bcr heute noch gegen mich eröffnen zu Foüen. .

Er sagt mit Emy ase: durcb das Berliner Gericht ist fcsigesteÜt, daß der Schußmann Navorra em again; proyooadeur gewesm ist. Das ist gar nicht der Fali; das Berliner Gericht bat das nicht“ .festgestelit“, sondern es ist mit dieser Frage überhaupt nicht befaßt gewejen. Dagegen bat das Posener Gericht in seiner gestrigen Be- gründung _ Hr. Abg. Meyer, hören Sie, wenn ich bitten darf, genau zu! _ sxyüaits durch den Mund srincs Vorfitzenden erklärt: es sei ausdrücklich gnzuerkenncn, daß kein einziger Umstand nachgewiesen sei, sondern, daß rm Gegentbcil festgesteüt sei, daß der Schutzrnann Naporra kein axxsub provocatsur gewesen sei, ci) denke, so viel Achtung vor der Autorität gerichtlicher Aussprücbc wird der Hr. Abg. Meyer wohl noch Haben, „daß er fich rack) diesen Mittheilungen über diesen Punkt beruhigen wird.

Nun wird grundsätzlich von ihm gesagt, es sei ein horrendes Verfahren, wenn man, nachdem einmal durch ein gerichtliches Er- kenntnrß re.“; juäiaata gemacht wäre, nachher noch daran rütteln wollte. Das ist ein ganz untergeordneter civilistiscber Standpunkt, den der Hr. Abg. Meyer vor uns entwickelt! Das weis; ja jeder Auskuliator oder _ es giebt ja keine mehr _ jeder Refcrendar: daß, wenn im Civilprozeß rechtskräftig entschieden ist, infor ])QUSZ rss „juäioato. 8813. Aber, meine Herren, wenn der Hr. Abg. Meyer diesen Grundsa? aucb da aufrecht erhalten will, wo es sich um mo- ralische und po itische Würdigung von Thatsachen Handelt, dann sage ich: webe aUen Angeklagten, wenn er ihr Richter sein soÜte.

Ich bin also nicbt in der Lage, niich ir endwie für überwunden zu erklaren, im Gcgentbeil, meine Herren, i bin fest entschlossen, nacbdem diese beiden ebrenwerjben Beamten in der scbändlicbstcn Weise durch meineidige Zeugen verleumdet worden sind, nachdrm ihr Name durcb ganz Europa gebe t worden ist, von der Gnade Sr. Maxestat eine eklatante Genugt nung für diese beiden Bcamten zu erbitten.

Der Abg. ])r;Windthorst meinte, daß der Minister, wenn gramrende Tlxat1achen por ebracht wiirden gegen einen Be- amten, von sich aus ems,re1ten müsse; er hoffe, daß die?, auch 111 den gestern 1m Re1chst_age vorgebrachten Fällen ge- schehen, werde?; er glaube, daß eme öffentliche Klarstellung der

(1119 im Reichstage erfolgen müsse. Den Bürgermeister in herzibrohl hätte maxi längst versetzen müssen, denn dort könne er mehr mehr gedeihlich' wrrken. Daß man zur Revision eines unlrebsamey Yrtheils em anderes leichaestelltes ericht auf- fordere, fer mcht 1z)uläsfig; 'das nzü e dir Autorität der Gerichte untergraben. Es andele s1chübr1 ens nicht um ein Erkenniniß, ' _ , te Thatsachen, die höchstens urch Nachweis des Memerdes umgestoßen werden könnten. Wenn _die Regreruyg so verfahre, dann würden auch Andere provozrrt, em Gyrtchi ge en das andere aufzurufen. Man müsse dem Mmrsterurm_ es Innern _ eine Instanz eröffnen, wo es alle„Urtbe11e, die "ihm n_1cht paßtén, zur Revision bringen könne. DteBeamten hatten 111 dem Kampfe mit der Sozial- demokrarre emen schweren Stand, deslßqlb müsse man um so mehr dre Grenzen des, Rechts rind er Moral innehalten; das scheme bet der geheimen Polizei nicht immer der Fall ge- Wesen zu sem. ' '

Der „Abg. Dr._Me?er Breslau): Seine artei habe bei diesem Titel gar m, t pre (Zn,wollen; er mii e aber auf die Dinge, eingehen, wer der Minister den Fall J ring in Posen für „sich nuZhar machxn woile. Jm Nei stage habe der Mimster ges rldert, wre „s 11mm dre Verthe lung sozialdemo- kranscher Druckschrtxten wrr e' glaube der Minister, gährende Drachengit in Mich der frommen DenkangSart ver- wandelt werde, wenn es durch die Hände eines preußischen Kriminalschußrknapns gehe? Das „Schlimme an ben Zuständen Zei, daß die eresgrerung fich verschiedene Erkenntnisse für den- :lben Fall v chaffe.

Londern um zeugeneidlick) festgeste

/

daß das .

Der Abg. Crémer Teltow) bFlritt, daß ein rechtskräftiges

es werde damit nur

Ek tni ob'ektioe it a .e; r enn ß '“ ' hrhe s ff Schu léute hätten,

formelles „„ . g___ Wen. _“ Die armen _ , einen sthwereu Sta d; “Wenn ste sozialderyokratrs e Versamm- lun en überm .- tm, müßten fie auch einmal, um fich mcht aus '“ ig zu mJM ,? sich ay dex Vertheilung von Druckschriftezi betheiligen. an darm aberaurh bedenken; daß dre Sozialdemokratxn drm" eineid im Interesse der Partei em: pföhlen. Maß?» “VUE dtkiSache etwas. ,wxmger m1t1urist1fchem Scharfsinn unix «“ck-.me r mit Patriotismus und gesundem Menschenverstand behande n. , _ ,

-D„er Abg. Graf (Elberfeld) vermiss auf die "Schilderung der Subjekte, „welche an der Agitation'grgen den Burgermerstxr Lich vornehmlich betheiligt hätten, Seitens des Abg. Berger m

er vorigen Session. _ ,

Der Abg. von Eyner'n glaubte, daß der Minister sich den Dank der Rheinprovinz verdiene, wenrr cr. n1cht arif solche Erkenntnisse bin, die durch“ das Zeugnis; sylcher zwerfeihasren Leute zu Stande ekommen seien, gegen emen Beamien em- schreite. Man wi e in der Rheinprovmz, Wie solche Dinge zu Stande kämen.

Der Abg. Bachem “wies darauf hin, daß der Vür er- meister aÜen Beschuldigungen gegeniiber geschwregen habe, er durch seine vorgeseßte Behörde [):-':be gczwungen wsrden müssen, die Verleumdungsklage zu erheben; als Zeugen hätterr nicht die Leute xungirt, die Hr. Berger übrigons zum Theil ungerechter Wei e als verdächtig dargesicllt habe.

Der Titel wurde sodann genehmi t.

Die Ausxzaben für das ,Statißische Bureau, das Ober-Verwaltungßgericbt, die Deputationen für das Heimatbwesen', die Standesämter und die [arid- räthlichen Behörden wurden ohne Debatte genehmigt."

Bei den Auszzaben für die Berliner Polizeiver- waltung bemerkte der Abg. Dr. Langerhans, daß eme Ver- mehrung der Schußleute vielleicht nicht nothwendig sei, wenn man dre gabz harmlosen Veremsversammlungen nicht durch eine so große Zahl von Polizeibeamten bewachen lasse,

Die AuSgaben fiir die Berliner und die lokalen Polizei- vrrwa1tun en in den Provinzen wurden genehmigt,

Das apitel „Distriktskommissare in der Pro- vinz Posen“ wurde an die Budgetkommission verwresen, mit einem Antrags des Abg. von Kaikreuth, der einen wsiteren Beamten in dem Kreise Birnbaum angestellt wissen will.

Ohne Debatte wurden die Kapitel: Landgendarmerie, allgemeine Ausxzaben im Interesse der Polizei, Strafanstaltsverwaltung, für Wohltbätigkeits- zwecke und verschiedene Bedürfnisse, ebenso die ein-

"maligen AUSgaben bewilligt.

Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sißung Mittwoch 11 Uhr.

_ Die in gestriger Sißung des Hauses der Abge- ordneten bei der Verarhung des Etats der Gestütver- waltung gehaltene Rede des Ministers für Landwirth- schaft, Domänen und Forsten, ])r. Lucius, lautete:

Meine Herren! Ick) pflichie der Meinung des ersten Vorredncrs, des Hrn. Grafen von Kaniß, vonommrn bei, daß es ein erwünschter Zustand sein würde, wenn die Heimische Pferdeprodukiion den inlän- dischen Bedarf decken könnte, und auch ferner darin, daß ein Mittel dazu sein würde die Aufstellung einer erböbtengbl von Königlichen Deckbengsten. Dieses Ziel hat aber die Köntgltcbe Siaatéregierung seit Jabrep tbatsäcblici) v rfolgt. Seit dem Jahre 1868, also nach Zu1_r11t der neuen xProbi zen, sind sowohl die Zahl der Landbe1chaier nne die für die A äufe bewilligten Fonds in folgender Weise gestiegen. "Im Jahre 1868 betrug die Zabl der Landbescbäler 1415, die zu'Ankauien ausgeworfencn Gelder im Ordinarium und im Extraordiriartum beliefen fick) zusammen aus 308 610 „;ck Im Jahre 1888/89 in die Zahl der Landbescbälcr auf_2325 gestiegen, also um 900 535va, der Ausgabefonds im Ordinarmm und Extraordinarium aus 829500 716, also mehr wie verdoppelt. Jeb Meine, aus diescr Tbaisacke ergiebt sich jedenfalls, daß nach dieserRichiung Seitens drr Kön: lichen „Staatsregierung Erbeblicbcs gescbeben itt.

uchndre anen mitgetbeilte Uebersicht über die BenulZung der Landbeschaler ergiebt vo_n Jahr zu Jahr ein Steigen der abl der gedeckten Stuten. Daß im vorleßten Jahre ein Rückgang von 120 000 Stutxn auf 116000 erfolgt ist, wird sich wobl durcb zufäiiige Umstände erklaren, dnrch das Futter, durcb Verbreitung der Influenzen und die kritischc2qge dcr Landwirtbscbaft. Im großen Ganzen aber bat eine koniinurrlrci) steigende Bcnußung der Lar1dbeschäler durch die Privatsiuten stattgefunden. _

Außerdem sitzd in den letzten Iabren in den mexisten Provinzen Kö- rungsordmmgen eingeführt wvrdyn, die aucb dazu bestimmt sind, das Ma- terial'von Hengsten im Privatbefitz zu sichten und zu verbessern. Das; man bei diesen Körungen in den ersten Jahren nicht übermäßig schroff zu Werke geht, das, glaube ick), ist ein Gebot dchiotbrvendigkeit. Denn 3111th ist es nicht möglicb, daß der gesamrrtte Bedarf an Bcicbälern, der m der Monarchie existirt, übrrall lediglich durch Königlichchngste gedeä't wrrden kann. Man wird also in den Provinzru, wo bisher kerne Körung exisiirt hat, oder man die bestehende Körordnung nur milde aebandbabtbai, in den ersten Jahren nicht so rigoros auftreten dürfen, um nicht auf die Möglichkeit zu Ver- zicbten, die Stufen, die der Befißcr gedeckt zu haben wünscht, aucb decken laffrn zu können, Aber mit der Zeit wird eine strengere Praxis auch nach der Richtung hin erbrblicbc Fortschritte crmöglickyen.

Was die Arußerungen des zWeiicn Herrn Redners betrifft, so er- laube ich niir, darauf bianWcisen, daß, dre Aufgabe der Königlichen Gestütverwaitunq im Wefc'nilicben zwei chckcn und Rücksicbien zu dienen hat: das ist in erster Linie fiir die Produktion des Militärpferdes für die_ Remonirrung der Armee zu sorgen_der ursprüngliche Zweck bei der Bilduu der Land- und aup'igestiite_und zweitens für die Zucht ifJeSchlgceer „chrdes, weiches ür "Ackerbau und gewerbliche Zwecke er-

or ert 11. ,

Diesx beiden Richtungen widersprrckoen fick) nicbt, fie ergänzen sicb zumTherl, die Vcriolgung dieser beiden Zuchtrichtungen muß aber zum Theil getrennt werden.

In den westlichen Provinzen mrt höher entwickelter Industrie. kleinerem Grundbefi ist seit Jahren die ZüchtungSrichtung darauf ausgegangen, mehr cbwere, zum Zug geeignete Pferde zu vroduziren, also starkx, _kaltbliitige Schläge, und diese Zucbtricbtung ist Seitens der Königlichen Gestütverwaltung aucb begünstigt und unterstüyt worden. Ich glaube, daß in den leisten 20 Jahren und überhaupt in Bezug apf Pferdezucht wie auch in anderen weigert der Viehzucht ma_n sehr viel zielbewuxzter zu Werke gegangen it, als wie in früheren Zertxn. Wenn wir le en, daß von 1848 bis 1868 in den Haupt- gestuten, Trakehnezi z. B. Inzucht planmäßig getrieben worden rst, bis _zu einem, Grade, dg , die Fruchtbarkeit der Pferde, WTS, aucb rbre Leistungsfa igkeit weit zurück egan en war, daß em snolzbes Verfahren 20 Jabra hindurch bat errs en können, ohne abfaliige Kritik zu prcovozirrn, und daß erst seitdem eine Aenderung zu rationellen Zuchtprmzipten eingetreten ist, so werden

dem ebiet der, Pferdezucht im sten wie im Westen im Gro en und „(Harzen richirgere, zielbewußtere Yrinzipien gehandhabt worden nd als in früheren Zeiten. Nun ist den erren bekannt, die sich um ferde- zucht persönlich bekümmert babep, daß in den letzten 20 und mehr abren der Ruf, der in landwirtbschaftirchen Vereinen und in Züchterkreisen, auch in diesem hohen Hause fast regelmäßig laut geworden ist bei Beratbung dieser „Frage, der war: unsere Pferde werden zu leicht, sie werden zu bochbermg , wir müssen stärkere Pferde haben, starkknöcberige,

wir sa en dürfen, daß auf jeden Zakk in den leßten 20 Jahren auf *

im Großen und

[

ck

karrirte Tbiere. Diesem Bestreben ist die König- liche Getütsverwaltung in Bezug auf die Besetzung der Haupt- und Landgestüte überali ent egengekommen, und wir dürfen wohl sagen, daß auf jeden all nach dieser Richtung in den letzten 20 (J Anzahl von Provinzen ein

kurzbeinixzere,

abrux in einer _großen _ erbeblicber. Fortfcbrrtt gemacht ist, Man wird konxtatiren dürfen, daß Gatxzen- unser Pferd kurjbenziger. itarkknocbiger wieder onrden ist, massiver wie „durchschnitiltch iki früheren Jahren, ' öglicberwei e aber haben wir auch in der Richtung eine gewisse Grenze errei ,t, und diese Greyze finden wir in dem Bedürfnis; der Armee. Es zst bekannt, _daß die Vervollkommnung der Schußwaffen an die beuttge Kavallerie sehr viel böbere_ Anforderungen sicüt als in früheren Zeiten, daß d_te Gangarten 1chneller geworden, die Diitancen. welche im Feuer „uruckzrzlegetxckxind, sehr viel länger, als in früheren Zeiten, obne daß das Gepack le,: ter oder der Reiter Jcschickter geworden wäre. daß_nach allen diesen Richtungen bin an die Leistungs- iäbigkeit des Militarpferdes viel größere Ansprüche gesteUt Werden und gestellt Werdrn müßen., Von der Seite treten jeßr Bedenken Hervor, ob man nicht nach dieser Richtung in der Zucht des sÖWeren Pferdes vielleicht zu Weit gegangen ist und dabei der Adel des Biuis, welcher die wesentliche Garantie für Schnelligkeit und ausdauernde Leistungsfähigkeit des “Pferdes bietet, zuruckgxtreien ist. Es sind also in diesen beiden chbtricbtrmgen, die die Königliche Gestüisverwaltung zu berücksichtigen bat, gewisse Grenzewund selbst auch widersprechende Interessen vorhanden. Es gilt also, 111 dreier Beziehung die richtige Diagonale zu ziehen. Es ist das aurbscbon bisber bis mx? einen gewissen Grad geschehen, es ist geschehen m der Weise, daß in den östlichen Provinzen, die vorzugsweiic durch ihre Bodenbescbaffenbr'iT, Klima und Befißverbälsniffe für die Zucht des Mr_litärpferdcs geeignet sind, immer nur edle Hengste, edle Beschaler aufgestellt worden find, und daß, trotzdem auch aus jenen Gruenden vielfach der An- svrucb auf Ausstellung von kaltblütige11B_eschalern gekbmmen ist, doch Seitens der GestiirsverWaltung nach der Richtung keine Konzessionen gemacht worden sind, weil man der Meinung ist, dqß für die dor. tigen Zuckytverbältmffe, für das dortige Stutenmaiertai durchaus nur der edle Hengst der richtiJ Beschäler ist und dauernd sein muß. Das gilt Von der Provinz stpreußen, wo die Landgestüte durchweg mit edlen Hengsten besetzt sind, das gilt von Hannover und zum großen Theil auch von den und Wes- preußcn, die in de_n le ten Iabren gerade auch auf dem Gebiet der Pserdezu t einen erheblichen Aufschwung gemacht baben. Ick) konstatire das hier, um darüber Klarheit zu ver1chaffen, daß die verschiedcnen Zurbtrichtungen, die sich im Lande geltend machen, so Weit es möglich auch Seitens der Königlichen Gestütsverwaltung die nöibige Beachtung und Berücksichtigung finden, Daß gerade in dcr H„erabseßung der Deckgeldcr ein besonderes En- couragemcnt für die Pferdezucht liegen soll, glaube ich kaum zugestehen zu dürfen. Im Wesentlichen find die Deckgeider in den Verschiedenen Lanchibeilen io brmeffen, wie sie sich nach den dortiger) Kreisyerbält- niffen Historisch entwickelt haben, und es würde unrichtig iein, aus diesem Gebiet eine Uniformität für die ganze Monarchie anzustreben. Die Dsckgelder sind aber jetzt schon so niedri , Jail keinen Züchter verständigerweise ab alten können, eme wertbwllr Stute einem Königlichen Hengst zuzuführen. ' Außerdem werden in dieser Beziehung auch von den 1andwirtbfcbafilrchen Vereinen aus den Mitteln, die für Pferdezucbtzwecke überwiesen find,_vielfach Freideck- scheine für solche Züchrcr gegeben, die mit Vewußtiein in die1cr Be- ziehung arbeiten und es ihrem Stutenmaterial nach verdienen.

Was den angeiprocbencn Wunsch betrifft, in Warendorf noch mehr kaltblütige Hengste aufzustellen, _so ist das ein Wunsch, der meinerseits gern in Erwägung und ev. Brrücksicbtigung gezogen werden wird. Allein ich glaube, daß auch schon jest neben den 10 Ardenner Hengsten, die dort sieben, unter den übrigen Lc!) fast durchweg oder überwirgend der" starkknocbige chgft befindet. ,„ch glaube, daß man in _dieser Beziehung in seinen Ansprüchen nichr zu weit grben darf, da?; man sich außerdem auch in Bezug auf die Vererbung gegenwartig bakten muß, daß der Hrngst nicbt aliein dabei bestimmend einwirkt,_ sondern das Stutenmaterial enau in demselben Maße und vielfach in Höherem Maße für die ucbtresuliate mit in Frage kommt. Ebenso kommt dabei in Frage die Behandlung der Stuien während der Tragezeit, daß sie nicht übermäßig angestrengt und nicht zu schweren Arbeiten bis zum letzten Moment benutzt werden, und m leßter Rücksicht kommt bei der Erzielung guter Resultate auch noch in Frage die spätere zweckmäßige Aufzucht der Fohlen.

In alien diesen Beziehungen ist die Königliche Gestütverwaltung bisher schon bemübt gewesen, qualitativ und quantitativ den bcrvoriretenden Bedürfniffen zu genügen, und ich darfwerfichern, daß die Wünsche, iveiche_ aus den verschiedenen Landestherlen vorgebracht werden, nach Möglichkeit Berücksichtigung finden werden.

_ Die Rede des Vize-Präsidenten des Staath-Minisie- riums, Ministers des Innern von Puttkamer, in der gestrigen Sitzung des Hauses der Abgeordneten bel ?erLZtBeratlwng des (Stars des Staats-Ministeriums au 6 8:

Meine Herren! Da der Herr Referent die bier zur DiSkusstM stehende Position befürwortet bat, und wie mir schien, mich nicht die Neigung im ' bestreiten, [o

Provinzen Posen

normirt, daß sie in jedem

' Hause vorhanden ist, die Bewilligung zu kann ich mich einer weiteren Empfehlung enthalten und miei; nur mit derjenigen Anregung beschäftigen, welche der Hr. Abg. von Rauchbauvk eben zu geben die Güte batte, betreffs dcr Ansichten der Staqis- regierung wegen der künftigen Unterbringung des AbgeordnetenbarULÖ-

Meine Herren, ich darf wobl vorausscbicken, daß es Niemayd in diesem hoben Hause nach dem früheren Vorgehen zweifelhaft sem kann, daß die Regrerung auf das Allerdringendste wünscht, das hohe Haus und srcb selbst aus der peinlichen geicbäitlicbcn Lage, in der sich beide Instanzen bier befinden, möglichst bald zu befreien. Ja, ici) babe sogar, iaube ich, selbst einmal mir erlaubt, darauf hinzuweisen, da die Regierung eigertlt das größere Interesse dabei bat, und wer die Räume kennt, in denen wir Verurtbeilt find bier zu Weilen während der Si ung, drk glaubt in der That, er befindet srcbeinrm egenüber, der zur inzelbaft veruribeilt, ist. Die kleine Zelle, die S e da sehen, ist kaum anders zu beurtbeilen.

Also ich wiederhole, wir sind selbst in der aUerdringlicbsten Lage- diesen Zuständen tbunlicbst bald ein Ende zu machen. An dem grzten Willen der Regierurzg kann, glaube ich nicht gezweifelt werden, 11)“ Hand zu einer möglichst raschen, allen Interessen Befriedigung gewak)" reziden Lösung zu bieten. J enthalte mich deshalb auch,. daran „zu erinnern, daß es auch an der niliative von Seiten der Staatöregte“ rung hierbei niemals gcfeblt hat. Der Abg. von Rauchbaupt hat das bereits angedeutet; ich möchte aber doch noch einmal daran erinnern, daß das Gouvernement es gewesen ist, welches vor zwei Jahren dem ho enHause vorgeschlagen hat, ein eigenes Grundstüék für den Nerzbau de_s Abgeordnetenhauses zu ermerben; das Haus bat damals in emxr- wre ich glaube, ziemlich allen Parteien unerwartet kommenden Wel e diesen Vorsch1ag_abgelebnt, wie ich nachträglich sa en muß, ich glaube mit Recht, denn es ware aUerdings eine ziemlich erbebli e finanzieüe Belastung bei Annahme dieses Vorschlags nicht zu vermeiden gewesen, und wenn 1ch nnch recht ent nne, War es wesentlich dieses Motiv, welches alle Parteien rm entf eidenden Moment dazu bewog, ihre Zustimmung zu diesem AntraZ %u versagen, obgleich er von der Re ierun vor- gelegt war. 'I in also weit entfernt davon. diesen cschlu von damals zu krtxifiren, „im Gegentbeil, ici) konstatire vielmehr _ aller" dings nur für meme Person _ meines Dafürhaltens hat das Abgeordnetenhaus nicht gegen das Intereffe des Landes gehandelt, als es damals die Ablehnung aussprach. »

Ich brauche darauf also nicht Tin ugeben und kann mich dabe,r zu. den Wünschen“ des Hrn. von Rauch aupt wenden, welche er, wie, mir schien, nicht nur in Uebereinstimmung mit feinen Parteigenq en, sondern mit dem „ganÉn Hause aussvra , _ nämlich zu wr en. welcbe Stellan , die taawregierung zu er weiteren Entwicke ung dteFr AHngele en eit bat. Er knüpft an die letzte Mittheilung an, rvel an en errn und welche, wie er vollkommenkorrekt anführte. dahin geht, das; die Er“

e rafidenten dieses Hauses unterm 2. Mai 1887 ergangen i t,“

* “Beiden Steinkoblknbergwerke, Weiche

- Bayerns 1884. _

mitielungen ergebezt bzitten,_daß das jevige G e [) ä u d e _ meine Herren, ich betyne das auSdrucxltch, zucht Grundstück _ de_s Reichtages in seinem jeßtgen Zustande fur weitere wrcke für das Abgeordnetenhaus als nicht anwendbar srcb ergeben abe. Meine erren,_ das beruht auf iebr genauen techmfchen Unierfuchrmgen, wel e nach zwei Richtungen hin gegqngen sind; enzmal m Beziehung auf die baulichen Zustände ,und zweitens hinsichtlich der Suffizrenz der vorhandenen Räume. In beiden Beztehupgen bat fich em verneinendes Ergebnis; herausgestellt. Die StagtSrcgrerung'bax ficb zu der Erklärung genötbigt gesehen, daß das Gebaude des Reichstages, wie es jeßt steht und liegt, für die „Zweckcfdes Abgeordnetenhauscs nicht mehr verwendbar sein wird. '

Emo garrz ,andere Frage abxr ist .die, ob das Grundstück, auf welchen) das 1exzzge Reicizstagsgebaude ficb befindet, nacb Beseitigung "„des jeßigerx Gebundes den nothwendrgen Flächenraum und die nötbige Konfiguration dqrbtetet, rzm das Abgeordnetenhaus künftig darauf zu erbauen. In dreier Beziehung glaube ich in der Lage zu sein, dem „Dr_n. Abg. von Rauchbaupt 61116, beruhigende Erklärung abzugeben. “Wir befinden uns 111 vollstandiger Meinungsüberrinstimmung mit dem Herrn Vorredner ,und mit dem hohen Hause dar- ,über, das;" vorzugsweise dieses Grundstück _ natürlich nach- dem es fur seine jetzigen Zwecke nicht mehr verwendet wird _ „zum Neubau des Abgeordneteribaufcs sick) eignen und wabricbeiniicb auck) daziz besttmch werden wird, wenn wir uns iiber die anderen "Modalitaien geeinigt haben.

Es ist_ zu dem Zwecke, unter anicbun des Herrn Bureaa- Direktors dieses Hauses und des spezicÜen Ar ijkkte'n dieses Hauses, des HL"- Bau-Jnspekiors Schulz, ein qusfübrliches und, wie die 'Autoritaten glauben, den Zwecken und Bedürfnissen dieses Hauses entsprechendes und genugendes Programm _ nicbt Bauprogramm, sondern Programm der Bedürfnisse, welcbe zu befriedigen sind _ aufgesteiit, worden. Unter Zugrundelegung dieses Programms find drei ver,]chrcdenc. Bautecbmker von namhaftem Ruf beauftragt worden, Zeder eirxzeln, tbr Gutachten darüber abzugeben, ob bei Zugrunde- egung dieses Programms, was, glgube ich, recht auSgiebig bemessen ist, das 1213th Grundstück des Reichtages für das Abgeordnetenhaus 'in Anspruch genommen und verwendet werden könne _ natürlich vor- ausgesetzt, daß auch die Reichsverwaltung darüber mit uns fick) einigen „möchte, _was wobl keine Schwierigkeiten Haben wird.

Meme Herren, diese Untersuchungen find im Gange. Der .eine der betreffenden Techniker bat, wie mir eben vertraulich mitgetheiii wurde, bereits fick) bejubend erklärt. Er hat nach detailiirter Prüfung dieses Programms und nach Vergleichung des- selben mit den ibm zu Gebote siebenden Räumlichkeiten Und Grund- stücken, erklärt, es würde möglich sein, das Abgeordnetenhaus in einer angemessenen Weise Hier zu p[aciren. Wir Werden also die anderen beiden Gutarbtcn auch noch abWartcn und dann unter Zusammen- iaffung derselben ein Bauprogramm aufstellen, Welches, wie ick) hoffe, zu einer Einigung zwischen dem boben Hause und uns führen Und das *Crgebniß haben wird, das; wir mit einer gewißen Zuverficbt die zu- künftige Entwickelung erwarten können.

Hr. von Rauchbauvt erkennt ja selbst an, daß diese ganzen Dinge iich erst erfüllen kömnen, ivrnn der Reickystag in seiner “neuen Be- bausun sicb eingerichtet haben wird. Darüber werden ja auch noch einige „30016 Vergeben, und es wird der Neubau, der fich dann er- geben wird, auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so daß die Herren schon die Güte haben müssen, noi) einige Jahre hier zu ver- weilen, es wird uns das ebenso schwer wie Ihnen.

Ick) will nun zum Schluß die Hoffnung aussprechen, „daß die'se Erörterung dazu fiihren wird, irgend welche Besorgniffe, die etwa in Beziebungauf die Bereitwiliigkcit der Regierung gehegt fem möchten, zu zerstreuen.

_ Dcr Eiat der Verwaltung der direkten Steuern schließt mit einer Einnahme von 156 434 300 «jk, das sind um 3 153 300 916 mehr als im Vorjahre, ab. Das Plus faßt sich zu- sammen aus einem Mchranscblag bei der Gebäudesteuer von 650 000 „46, bei dcr klassifizirten Einkommensteuer Von 1643 000 „14, bei der Klaffeniieuer von 633200 «16, bei der Gewerbesteuer von 209 000 „46 und bei den Strafbeträgen und sonstigen Einnahmen von 206 600 „14 Der Wegfall der Wittwen- und Waisengeldbetträge er- giebt einen Ausfall von 157 000 „14 Die AuSgaben“ betragen 11 591900 „16 (+ 423600 „W). Von den MebrauSgaben fallen arzf die Besoldungen und WohnUngSgeldzuschüffe 208 675, „M, auf die anderen persönlichen Ausgaben 112483 „ji und auf die Kosten der Veranlagung und Erhebung 22 792 .,“ Der Uebers (buf; stellt sicb Duf 144 842 400 „i(- (+ 2729 700 ck76).

_ Der Etat der Berg-, Hütten- und Salincnverwal- “tung ist in Einnahme aui 109618136 „6, das ist um 976 208 „ji höher als- im Vorjahre veranschlagt. .

Von den Cinnabmen entfallen auf die Berngke 69 388 983 „ck (_ 605 505 516), auf die Hüften 25 199 327 „16 (+ 1 118 723 .“), Salzwerke 6980 975 „16 (+ 732 233 916), Badeanstalten 194 650 „16 (+ 188 150 „M), EcnoffeniÖaftIWere 3 605 534 „16 (_ 168 294 “kb), andere Einnahmen 4 249 434 „14 (_ 87 449 „;ck, darnntcr Bergwerks- abgaben xc. _ 74125 514),

Die dauernden Ausgaben belaufen sich auf 94 666 077 ckck, “das find 1184 345 „46 mehr als im Vorjahre. D„avvn enifaüen auf “die Bergwerke 59 006 200 „14 (+ 36 337 „M), Hutten 24 226 405 „16 (+ 1043196 „M), Salzwerke 5190 905 „M (+ 330 910 „M), Bade- ansialten 163 050 „46 6500 a“), Genossenschaftswcrke 3 087 868 „46 (_ 197 460 916), Verwaltungskosten: Ministerial- gblbeilung für das Bergwesen 187 890 „14 (+ 10516), Ober-Berg- amier 1 273 317 «54 (+ 12 507 „M), bergtecbmsckze Lehranstalten 512 330 ck (+ 4367 „is), sonstige Verwaltungs- und Betriebs- -auSgabcn 1 010 112 „W (_ 52 022 „M).

Die einmaligenAusgabcn betragen 1 424 000 „M (+ 674000 ,“), "biervon euifaiien 600000 „46 als erste Rate zum Ankauf der beiden 'Sieinkoblenbergwcrke Zero und Donble-Zcro, iiber ivrlckoe in der Er- Läuterung gesagt ist: ' .

„De genannten, mit der Königin Lmsc-Grube markschetdenden zusammen nach Abrexbnung des "mutbmaßliäx flözleeren Theils der Zero-Grube einexr Flacheninhalt vox! rxmd 2 MiÜionen Quadratmeter mit einer bauwurdigen Koblen- macbtigkeit von rund 30 m baben und etwa 60 Millionen Tonnen Kohlen enthalten, liegen zwischen den vom Staate erworbenen Stein- kobienbergwerken Gutdo und Otio-Gustav. Nachdem die Baue dcr Gmdo-Grube in der oberen Sohle hart an die Grenze der Zero- Grybe clangt sind, wäbrcnd die Baue in der tieferen Sohle noch .urucksie en, liegt es im Staatsinterrffe, beide Grubenfelder anzu-

aufen,„werl sie dadurch die Bergwerke Guido und Otto-Gustav sebr zweckmaßig zu einem werihlwiien abgerundeten Kobicnfeld rr- *gk'mzen, dessen Flöze in ibrem regelmäßigen Fortstreicben Von der Kö- “mLin Ly! exGrube aus abgebaut (e'nscblte lich der Grundkuxe) sind zum Kaufpreis Von 1100 000 „54 fell. Wel er, nachdem die entsprechenden (Gcidmittel durch die Staats- bausbaits-Ctats für 1888/89 und 1889/90 verfügbar gemacht sein werden, nut 600000 UF. 500 000516 nach der gcscßiicbenFeststeliung dieser Staatshaushalt» tats zu zahlen sein würden.“ Dre Ge ammtauSgabcn betragen 96 090 077 „14 (+ 1 858 345,46), dev Ueber chuß der (Einnahmen über die dauernden Ausgaben 14 952 059 „M (_ 208137 „M) und nach Abzug der Mmaltgen und außerordentlicben Ausgaben 13 528059 „44 (- 882 167 .“).

Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gxsundbeits- a'mt 8. Nr. 5. _ Inhalt: Gesundheitssiand. Volkskrankheiten in der Be- Uchstoche._ Blattern in Prag 1883/84. _ Sterbefäüe in deutschen Stadien von 40 000 und mehr Einwohnern. _Dcsgl. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankun en in Berliner Krankenbi'xusern. _ DeSgl. in deutschen Stadt- und andbezirken. _ Morbiditatsstatistik Witterung. _ Grundwasserstand und Boden: e Zeraturen in Berlin und München. Dezember1887. _ Zeitweiliße

a regeln :c. _ Thierseucben. Thierzucht und Tbierkrankbeiten n

rverden können. Beide Bergwerke,

Neu-Süd-Wales 1886. _ Tbierseucben in Italien vom 29. August bis 30. Oktober 1887. _ Medizinalgeseß ebung :e. (Prei: en.) Häutelager. _ (Bayern.) Beförderung von T ieren auf Ei enba

bahnen. _ (Reizß i. L.) Habaxumcn. "* Spanten.) Unfersuchung von Schweineflerscb und Schwemefetxen. _ Rechtsprechung. (Land- gericht Düsseldorf.) Gemab-lener weißer Pfeffer. _ Kongresse, Ver- bandlungen von e'sngebenden Körperschaften, Vereinen rc. (Deutsches Reich.) Der em ommrsfion vorgelegtxvgerrchtliche Entscheidungen. (Schluß.) _ DeSgl. Nachtrag. __ Petitionen. zum Blei- und Zink- geseß. _ (Frankreich,) Nachtbetle der Wohnung für die Gesundheit. (Hefe entnourf. _ Einfuhr von robem, gesundheitsschädlicbem Fleisch. _ «zermischtes. (Vereinigie Staaten von Amerika) leiscbwaaren- mdustrie. _ (Argentinien.) Beförderung der Fleischaus ubr. Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteo- rologie. Organ des Hydrograpbtschen Amts und der Deutschen Seewarte, Herausgegeben von dem Hydrographiscben Amt der Admiralität. Sechzebnter Jahrgazig. 1888. Heft 1. _ Inhalt: Die Oberflächenströmungen im sudwestltcben Theil der Ostsee und ihre Abbängigkeit vom Wind. Nach den Beobachtungen an Bord des 1Zxézeuersckü'ffes „Adler Grund“. Von L. E. Dinklage. (D. S.) _ emerkungen über den Fißrov-Fluß ,und die Fahrt von demselben nacb Cookjown, Ostküste von Aystralten. Nach dem Bericht S. M. Kr. .Albatroß', Kommandaut Korv.zK&pt. von Franßius. _ Beob- achtungen an der Westküste von Afrika zwischen Benguela Und Mos- samcdcs. Nach dem Bericht S. M. Kr. „Habicht“, Kommandant Korv.-Kapt. Kock). _ Aus dem Reisebericht dcs Kabi. J. G. Niebel- son, Führers der deutschen Schonerbrigq „Franz“. Reise von Port Natrii nach Port Adelaide. Port Adrlarde. Kingston oder Port Caroline an der Lacepede-Vai, S.-A. Reise von Kingston nacb Numea. Numea. Monganui, Neu-Seeland, ) _ Barabona, Punta

* Xalmas und Petit Trou an der Südküsie vbn Haiti. Von Kabi. A.

ran , Führer der deutschen Brigg „Bertha“. (D. S.) _ Beiträ zur *ü1tenbefébreibung von Kaiser Wilbxlms-Land. _ Der ii e und jährliche Gang der Windgcscbwmdigkeit und der Windri tung

'auf der Insel Lesrna. Mit einem Beitrag zur CbarakterifirunF der

Vora und des Scirocco. Von J. Hann. _ Einige magnetische Beobachtungen im Nordsergebiet; Von Dr., Efrbenbagen. _ Instru- mcnt zur Bestimmung des Schiffsortes bei Fahrten an der Küste. _ Kleine Notizen. _ Tabellen.

Centralblatt der Bauverwaliung. Nr. 4.4. _analt: Borscbriften iiber Diplom:Prüiungen cm _der Kgl. techn, Hochschule m Berlin. _ Betriebs- und Verkehrsverbaltni e_der Berliner Stadt- bahn. (ScblußI' _ Düngerstättenoauf Schlacht öfen. _ Die Kana- lisation von Wiesbaden. _ Vertmschies: Internationaler Wettbewerb um ein Nationaldenkmal in Indianopolis. _ Anschluß der Blis- ableiter an die Gas- und Wasserleitungen. _ Ermittelung der Frikermaße des Menschen. _ Verkehr auf den Wasserstraßen

er ins.

Gewerbe und- Handel.

Der Aufsichtßratb der Ovpclner Cements'abrik Aktien- gese1ls chaft(Grundmann) bat beschloffcn, der Generalversammlung die Vertheilung einer Dividende von 28% pro 1887 vorzus lagen. Die Abschreibungen Wurden etrvas böber als im vorigen Ja re be- messen; dem Reservefonds werden 8000 «16. zugeführt und 5000 „jk smd für einen neu zu bildenden Dispofitionsfonds bestimmt.

_ Der Aufsichtsratb der Magdeburger Privatbank bat beschlossen, der GcneralVersammlung die Vertheilung einer Dividende Von 54/10 0/0 vw 1887 in Vorschlag zu bringen; für das Jahr 1886 Wurden 47/10 % vertbeilt.

_ Vom rbeinisch-westfälischen Metail markt bericbiet die .Rbein.-Westf. Ztg.“: Die Laae des rhéinisch-westfälisÖen Eis en- markts bat ich in'der leßten Zeit von Woche zu Woche günstiger

estaltet und (5011 die Preise haben in der ganzen Linie eine ent- €chieden steigende Tendenz. Ein cbarcikteristiscbes Zeichen dafiir ist, daß vereinzelt zu den festgeseyten Verbandsvreisen, beispielsweise für Roheisen, _nicbt einmal anzukommen ist. D Geschäft ist namentlich in Anbetracht der jeßigen Jahreszeit rm Allgemeinen bei regcr Nachfrage recht [„ebbast. In gleicher Zeit scheinen auch die ausländischen Markte sich besser zu gestalten. In Eis enerzen ist bier die Nachfrage sebr rege geblieben. Der leb- baffe Verkehr, weicher sich auf. dem Robeisenmarkt zeigt, hat seine Rückwirkung auf die Eisenerze m erfreulicher Weise auSgeübt. Nicht nur, daß im Siegerländischcn und Nassauischen die Förderungen von Eisencrzen erheblich zugenommen haben, es wird auch schon auf einer größeren Anzahl bisber nicht betriebener Gruben wieder gefördert, und nichts deutet wohl so sehr auf dgs bis jeßt vielfach noch fehlende Vertrauen in_die Zukunft des (Hesebafts, als gerade die Inbetrieb- seßung verlas1em'r Gruben. Die 1116111611 Abschlüsse für das sze Quartal find schon getbätigi und die Preise dabei in fortwährendem stetigen Steigen begriffen. Au chs Roheisen escha'ft ist sehr lebhaft und die Nackxfrage ist für a e , Sorten eine ungewöhnlich starke, Wie „sciyon m'r Vorigen Bericht mrigetheibt, find die Notirungen für Spiegelersen„ in der le irn Zett i_n raschem Tempo in die Höhe gegangen. Erne abnkicbe Eri ezuung wie für Spiegeieisen bat s1ch auch für Puddelrybeis en gezeigt. Auch bier batte fick) ein wirklicher Ma'ngcl an Wien eingestellt und die Hüttc-n waren kaum im Stande, die von den Kynsumenten gewunscb- ten Quantitäten zu liefern, so daß schon „etwa sert 14 Tagen die vom Robeisenverbande festgesetzten Minimqlprerse kaum noch Grita batten und bis zu 2 «14 höhere Preise erzielt wurden., Nbfcbluffe 1 .

bis Mitte Juni bekannt geworden und „all erzrem rechnet man unt Sicherheit auf ein gutes Geschäft für dre rubjabrs- ,und'Sommxr- monate. Fiir Gießereirobcisen bgben fick) die“ seitherigen Save bebauptet. Die Nachfrage war im Aliaememen befriedigend. B e s s m e r- eis en und TbomaSeisen find ebenfal1s" m steigende_r Texidenz und sebr lebhaft gefragt. In Walzeis en bebrrlt das Gßséoast senie ruhige Entwickelung. Stabeisen und ayoneisen smd unverandert. Die Na" - fra c ist vom Jnlande her an altend lebhaft, ,nur'vom Auslande la t ' elbe sehr zu-wünscben übrig. Der Absatz ist em xbrbescbrankter, da die Preise sebr gedrückt sind und stelienwerse ka"um rwrnn abwerfen würden. Die vom Inlande einlaufenden Auftrage reichen meist bis zum zweiten Quartal und srcbern einen stetigen Betrieb. Der bis- herige Grundpreis von 122,50-125 „14 ist unverändert beibehalten worden. Für Bandeisen gilt das „eben Gesagte. Wahrend im Jnlandc flotter Absaß zu Verzeichneri rst, gebt nur wemg 1116 Aus- land, weil die auswärtigen Marktpreise schon 1th unter dem Nivea): der Selbstkosten stehen. Die (Grobblecbwa zwerke smd zur Zeit lebhaft beschäfti t; wie im Nyvember, io _bat auch im Dezember dre Zahl der einge aufenen Auftrage s1ch stetig vermehrt, und zwar an- nähernd um 5000 :. Man wird wobl bei den rasch teigenden, Roi)- cisenpreifen eine baldige abermalige Erhobun des, rundpretses zu erwarten haben. In Feinblecben sind dre Aufträge xn [ester Zeit wieder bäufi er eianangen, wenn aurb noch nicht in fur alle Werte genügender abl. s ist jcdocb um diese Zeri des Jabres im Blech- ?escbäft gewöhnlich etwas stiUer als s-Znst, und in Anbetracht dessen ann die Geschäftslage noch als eine gun tige bezeicbnet werden. In der Lage des Wal drabtgescbäfts bat" cb i_eit de_m leßten Bericht nichts geändert. Zkäbere Nachr1chten „uber die Tbatigkett des Ver- bandes liegen noch nicht vor. In Etserxbabnmateria'licn lxat die deuts e Industrie dem Auslande gegrnubcr wiederum emen Steg u verzer nen. Bei der Verdingung namlich v_on 7500 t. Stgblscbixnen ?ür die isenbabnen in Chile bat eine rheinische Firma dre englische Konkurre 3 aus dem elde“ geschlagxn. In einer Verdingung von Radreifen für die Ei enbabn-Direktron „Frankfurt a. M. war das niedrigste Angebot 210 .“ Für Tenderret en deSgleichen 215 „56 pro Tonne ab Werk. Ueber die Lage der _Wa gonfabriken ist nichts Neues zu berichten. Dieselben sind 1th urzkadie Abwickelung der emgelaufenen Aufträrge leidlich beschaftigt. Die Lage der Csisengießereien und Maschinenfabri en ist seit dem lehren Bericht unverandert.

nen. - _ (Reuß ä. L.) Arzneitaxe. _ Beförderun von _Thieren auf Eisem“

_ Dxm Geschäftsbericht des Leipziger Kassxnvereins etzt- nehmen wir folgende Mittheilungen: Dec Ourrbscbmttsi'as des rs- konts déer Reichsbank stellte" sich etmzs günstiger“. (1161511 VMM: und dementsprecherzd sind auch die Ectragmsie desLetpztger I, ,was im DiSkont-descbaft um rund 11 000 „44 höher als "1886. Doge waren dre Ansprüche im Lombardverkebr nur gering und ergaben e ne Minderqinnahme von rund 11000 .“: Bei den beiden auiffemenxs in Leipzig war der Leipziger Kaffenverein insofern betße'il _, als em arößerer Betrag Aecepte der beiden Firmen diskoniirt “worden war. Der größte Tbeil' ist bereits eingelöst .und bei dem-Rest ist ? Ge- fahr ernestrlustes ausszestbloffen. Das Gewinnresultai erlaubt, e ne etivas böbere Dividende als rm Vorjabre. Der Gesammtumsav im Einßang und Angang betrug im Jahre 1887 550 052 989.66 im Girover ebe, 186 817 312 „14 „im Bankverkebr, zusammen 736 870 301 „,is- gegen 828 300 899 „M' un Vorjahr. Der Gewinn-Saldo beträgt 142 061 .“ Davon find 52/0 für den Reservefonds abzusetzen mit 7103 .“ und vdn dcn berbletbenden 134 958 „46 4% ordentliche Dividende zu ent- richten Mit 120 000 „16; nach Abzüg' der Tantißmen an den Auflsicbts- rail), an den Direktor und die Prokuristen verbleibt ein Rest etrag von 11995 „516, von welchem der AuffichtSraih eine Super-Dividende Von 4% mit 10 000 „;ck zu vertbcilen beantragt. Ein Betrag von 1500 „jk wird zu Gunsten des Beamten-DiSpofiiionsfonds abgeseßt und drr Rest mit 495 «14 auf neue Rechnung vorgefragen. Vorbe- bgltirchwer Genebnngung der Generalversammlung wiirde demnach die Dividende 65 „M = 0/0 betragen.

_ Die Verwaltungsorganc der Cbcmnißer Aktien-Svin- nerer m _Cbemniß bczben beschlossen, der demnächst stattfindenden Generalvermmmlung dre Vertheilung ein er Dividende von 6%; vorzuschlagen.

_ Ueber die europäischen Wollmärkte *und ihr Usancew bringt „Le Genie Civil“ eine interessante Abhandlung. Darnach ist „Loud qn der Centralpunft für australische Woiien, welch: dort, 111 Auktionen in Partien bis zu 100 Ballen versteigert werden. Die Wollzmktiqnen finden viermal“ im Jahre und zwar Februar-Marz, Mar-Ium, August-September und November-Dezem- „er siari. Dre Waare wird dem Meistbietenden zugeschlagen und ist binnen sieben Tagen m baar oder guten Wechseln ohne Abzug zu bezahlen, worauf die Waare, die von den Magazineuren gewo en wird, den Käufern auSgefol t und auf deren eigene Ko ten abgeführt wird. Lagerzins wrd nicht bezahlt. Die Käufer ent- richten den Makiern einen Schilling für jede Partie und haben auf erlangen 25 Pid. Sterl. für je 100 Pfd. Sterl. ersteigerten Wertbes wahrend oder nach dem Verkauf zu erlegen. Kauf oder Verkauf an der Wollbörse gebt ausschließlich unter Vermittelung der Makler vor sich, dre in zwei Klassen, Verkaufs- und Kaufsmakler. zerfallen. Von ersteren giebt es etwa 12, von leßtercn 12_15. Die Kommissions- gebübr betrug lange Zeit 11%, indes; arbeiten manche mit 2% und manche besorgen aur!) abonnementsweise die Geschäfte ihrer Klienten. _ In Antwerpen ist, der Hauptplatz für südamerikanische, besonders La Plaia-Wolien. Dr_e dortigen Makler erhalten ,in/o. Bei Auktionen bezahlt nur der Vrrkaufer Courtage, während bei direkten Abschlüssen Käufer urid Vcrkqufer xe zo/o entrichten. Die dortigen Auktionen schließen sich an' die Londoner Termine an. _ Der wichtigste Markt für Kapwolle rst Hamburg. Hier finden keine Auktionen statt. Die Verkaufr werden an der Börse gegen 1% Escompte vorge- nommen. Die Importeure verkaufen durcb Vermittelung von Agenten und Kommisßonären in das Inland. _ In Frankreich hat HaVre einen regelmaßigrn Verkehr in Wolle. Die dortigen 6 Auktionen smd möglichst gleirbnzaßtg auf das ganze Jahr vertbeilt. Die Cour- tage ist diesclbe wre m Antwerpen.

Dortmund, 29. Januar. (Köln. Volks-Ztg.) In Fol e der günstigen Lage der Ersen- und Siabl-Industrie ist auch der Ko len- markt forjdauernd belebt. Muß man auch das eigentliche Winter- gefchäft in Hausbrandkoblen nunmehr als fast beendet betrachteir,so machen sich doch nirgends Anzeichen, welche auf eine Abnahme des Absaßes hindeutcten, geltxnd, da in gleichem Maße, wie das Geschäft in Hausbrandkoblxn abmmznt, die Nachfrage nach Indusiriekoblen steigr. Letzteres iii fur die gesammte Koblen-Jndustrie vongrößter Bedeutung und beweist, daß die Interessen der gesammten Montan- Industrie irn inni sien Zusammenhang zu einander stehen. In bergbautrerbenden reisen neigt man indeßimmer mehr der Ansicht zu, davß, eine dauernde und genügende Ausbesserung der niederrk)einisch-westfaltschcn„Kobleanndustrie nur durch eine bedeutende Erweiterung des Abjaßgebtetes erzielt werden kö_nne, weshalb man in letzter Zeit bestrebt ist, nicht nur billigere Eistnbabntarife für den Koblemransport zu erlangen, sondern auch die vorhandenen najürlichen Wafferstraßen der Ruhr, Lippe und Mosel für die Schiffahrt auszubauen. Was nun das Koblengescbäft der le ten Woche angeht, so waren es vornehmlich wieder Kokskohlen "u Koks, welcbe den Markt sehr belebten, “tväbrxnd das Gescbaft sich in dcn übrigen Fettkoblen- sorten in den bisherigen Grenzen bewegte. Die Nachfrage nach Gas- kob1en ist nicbt gestiegen. Von Flammkoblcn erfreuten sick) aervascbene Nußkobicn cines flotten Absaßes, auch Grußkoblen für Kcffelbeizung waren brgebrt. Das Geschäft in magern Kohlen entsprach im All- gemeinen dem der Vorwoche; recht gefragt waren wieder Nußkohlen mittlerer Größe; auch Förderkoble wurde viel begehrt. Die Preise - Haben sich für alle Sorten bchauptet und wurden bei Abschlüssen schlank bewilligt.

Dresden, 29. Januar. „(Dr. I.) Im Anschluß an die in der

eit vom 1. bis 5. Februar bier stattfindende und aus dem ganzen Lande beschickte „Handfertigkeits - Ausstellung“, welche auf Wunsch und unter unmittelbarer Mitwirkungdes Königlichen Mini- steriums des Kultus und öffent1ichen Unterrichts veranstaltet wrrd, hält der Landesverband zur Fbrderung des Hanfertig- keits- Unterrichts im Königreich Sachsen am" Sonntag, den 5. Februar, seine diesjährige Generalvrrsammlung ab. _ Um ein Gesammtbild iiber das Arbe_rtsschulwesen don garn, Deutschland zu erhalten, sammelt gegenwartig dcr LandtagS-Abgeordnete von Scbenckendorff-Görli13 statistische Notizen. ' _

Leipzig, 31. Januar. . T. B.) Drr Glaubigergusscbuß der Leipziger Diskontogesellschaft bejchloß auf dre ange- meldeten und festgesteüten Forderungen anz 25. Februar 35 0/0 zu" veribeilen. Der nach dem Prüfungstermm fcsigestelltx Stalus be- i1ätigte die Ansicht des, Gbärrbigerausschusses, daß auf erwa 60 % Dividende zu rechnen sem durfte.

L ondon, 31. Januar., W. T,. B.) Wollauktion. Für die beute eröffnete Wollauktwn smd rm Ganzen 283 000. Ballen an-

cboten; beute waren 6539 Bgllen angeboten. Die Auktron war gut Jesucbt, die Betheiligung lebhaft. Die Schlußpreise der letzten Auktion Wurden voll behauptet. .

Amsterdam, 31. Januar. (W. T. B.) Dre beute von der Niederländi chen Handelsgesellfcl) aft abgehaltene Kaffee- Auktion erö nete fur Nr. 1 zu 413 s. 412, Nr. 3 41ck ck 41,7, Nr. 4 414 a 42, Nr. 5 401 9. 40k, Nr, „9 41 ö. 41j, Nr. 10

41 5- 41k. Washington, 31. Januar. (W. T. B.) Der Präsident bat eine Proklamation erlassen, Wonach für aus deutf eben Häfen

kommende Schiffe die Tonnengelder-Gebübr von 6 Cents

aufgehoben ist.

New-York, 30. Januar. (W. T. B.? Weizen - Ver- schiffungen der leßten Wo e von den atlanti eben Häfen der Ver- einigten Staaten nach roßbritannien 23 000, do. nacb Frank- reich _, do. nacb anderen äfen des Kontinents 3 000, do. von Kalifornien und Oregon nacb roßbritannien 32 000, do. nacb anderm Häfen des Kontinents _ Q ts.

_ 31. Januar. (W.T. B.) Der Wertb der in der vergangenen Woche aUSgefübrten Produkte betrug 5028454 Doll. gegen

6960 582 Doll. in der Vorwoche.