1888 / 46 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 20 Feb 1888 18:00:01 GMT) scan diff

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[56940] Oeffentliche Znstellsung. . In Sachen des Kaufmanns Frtedrtcb Clement m Frankfurt a. M., vertretczi durch Re(thanwalt ])r. Lang daselbst, gegen seine Ehefrau, Jobanna hilippine Clement, qcb. Demulb, fruher zu Frank- ert a. M., cht mit unbekanntem Aufentbaltßort abwesend, wegen Ehescheidung, ladet der Klaaer dre Beklagte zur mündlicheer _Verbandümg des 920th- strcits vor die erste_thlkammer des Königlichen LandgeriÖtS zu Frankfurt a. M. mg? Dienstag, den 17. Aprrl1888, Vormittags 9 UHr, mit der Aufforderung, einen tber dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalr zu besteUen. , ' Zum Zwecke dcr öffentlicbcn ZustcÜung wird drese Ladung brkannr gemacht. “Frankfurt a. M., den 15. Februar 1888. Gcrichrsschre€bcr dcs Kön-iglicben Landgertchts.

?[56938] Oeffentliche Zustenung.

Dic Frasr Emilie Auguste Witt, gsb. Lock), bier, 'vertrcren drtrcb den Rechk§anwalt 0x._Stem bier, Qklagt gegen ibrcn Ebcmaxi-n, den Mtlztar-Anwarter “Theodor Bernhard Witt, zuleßt bicr,__1r*tzrunbekann- Len Aufeanalrs, wrgen böslichrr Verlanung und Ebe- Zbrucbö auf Ehescheidung, mir dem Anfrage: dre Ebe ".der Parteirn zu trennen und den Beklagten fur den allein schUldigen Tbcil zu erklären, und ladet den Beklagrkn zur mündlirben Verhandlung de? Rerth- streits vor die 13. (Zivilkammer des Komglrcben “Landgerichts ]. zu Berlin auf

den 28. Juni 1888, Vormittggs 10 Uhr,

Jüdenstraße 59, 11 Treppen, Zrmmrr 75,

mit der Aufforderung, einen bct dem grdacbten Gerichte zugelassenen Ariwalt zu bestellen.

Zum Zweckc dcr öffentlirben ZUftcÜung wird- dieser Auswg der Klage bekannt gemacht.

Berlin, den 7. Februar 1888.

F u n k ?, (HuriÖTZscbreibcr

dcs Königlickun Landgerichts ]., Civxlkammer 13 11.

[56939] Oeffentliche Zustellung.

Dic vercbclichtc Strklrnackycr Rückerr, Anna Ida, geb. Frenzel, zu Brandenburg 0. H., Vertreten durch den Recblsanwalt Runge bier, klagt gcgewibren Ebemarm, den SteUmacbrr Christian Wilhelm Rückert, zuleßr hier, jetzt unbekannten Arzicntbalis, wegen Vcrsugrmg dcs Unterhalts und bölecbcr Ver- laßung, mit dem Anfrage auf Ebescberdung: das zwischen dkn Parteien bestebende cbelicbc Band zu trennen, den Beklagtenfür dcn aüein schu1digen _Tbeil zu rrkkciren und ibm die Kosten des Recbtsjtreits aufzuerlegen, Und ladet den Brklagten zur münd- lichen Verhandlung des Rechtsstreits. vor dre 13. Civilkammer des Königlichen Landgerichts 1. zu Berlin auf den 28. Juni 1888, Vormittags 101 Uhr, Jüdenstraße 59, ][ Treppen, Zimmer 75, mit der Arxfforderrmg, einen bei dem gcdachten GUiÉbte zuge- las1enen Anwalt zu besteUen.

Zum Zwecke de_r, öffcntlicben Zustellung wird dieser AUSzug der Klaas bekannt gemacht.

Berlin, den 14. Fcbrvar 1888.

F unke, Gerichtsstbreiber des Königlichen Landgerichts ]., Cidilkammcr 1311.

[56956] Bekanntmachung.

In Sacben der Anna Aufmger, Marircrsfrau bier, gegen Jakob Aufinger, Maurer, früher [)181', nun un- bekannrcn Aufenthalts, wcgen Cbeschcidnng, hat das Kgl. Landgericbr München 1.) die bffentlicbe Zu- steUung der Klage des 5191. Adbokaten Und Rechts- anwalts Neiscblc dabicr bewiüigt und ist zur Ver- bandlung Über diese Klage die öffentlicbe Sitzung der 1. Civilkammer dom Samstag, den 12. Mai lfd. Jrs., Vormittags 9 Uhr, bestimmt.

Hiezu wird der Bellagw mit der Aufforderung geladen, recbtzcärig einen bei dießseitigcm ng. Land- gerichte zugelassenrn Reclytdanwalt zu bestellcn.

* Der Klagsantrag laUrct, zu nrtbeilen: Die (858 dsr StreitÖtbeil-c wird aus Verscbnlden dcs Ebemanns wrxen Ehebruch dem Bande nacb gekrrn-nt und at der Beklagte dirStreif-J- kosten zu tragen bcziebungdwcise zu crseßen.

München, den 15. Februar 1888.

Die Gerichtssäyrriberei dex; Kgl. Landgerichts München 1. Der Kgl. Dbersekretär: (H. 8.) Rodler.

*[56942] Oeffentliche Zustellung.

Die Taglöbncrs-Ebefrau Christine Weidner, ge- borrne (Grau, vonHintcrublberg, Gemeinde Griindel- Zbardt, Oberamt-s Krailsbeim, vertreten durcb Reebts- anwalt Krauß in Krailsbeim, klagt gegen ibren mit unbekanntem , Aufenrchtlt abwesenden Ehemann Leonbard Wetdrier, cms Scheidung der Ebe, indem “sie brcxntragt, die von ibr mit dem Beklagten am 6. 'Marz 1877 zu Gründelbardt geschlossene Ebe “Wegen bbsltcher Verlaffu-ng von Seitc-n des [eßteren 'demBande nach zu trmnen, und ladet den Be- kklaxzken zur. m:rndlicben' Verhandlung des Rechts- “streitß :vor die Cikriikammer des Königlicb Württem- bergisch Landgerichts Hall zu dem auf

ÖMittwoch, den 46. Juni 1888, Vqrmj-xtags 9 Uhr, *srsigescßten „Termm unt der Aufforderunß, einen bei “Diesem Gsrrcbte zugelaffrnen Anwalt zu estekleu.

Zum Zwecke der bfferrtlicben Zustellung wird (déeser Außzug der Klage bekannt gemacht.

Schjvalisch Hay, den 9. „Februar 1888.

Ger1chtsschtherei des Königlichen LandgeriÖtS.

',;zustxz=Ref. K1 6 i nd i e 11 st.

"][-56944]

Oeffentliche Zusteaun uud Ladung.

Der Kgl. Rechtßanwalt as; in Amberg Hat Namens der SränmpfwirkerSebefrau Jobanna Mina Schulze m Cbemni? in Sachisen gegen deren Ebe- mann, dcn Strump wirker Friedrich Ernst Schulze, zuletzt m Amberg, nunmehr unbekannten Aufenthalts, we en Ehescheidung am 28. Januar präs, 10. Februar [. . bemx KF!“ Laanrickße Amberg Klage erhoben.

Zur mund ichen rbandlung über diese Klage ladet derselbe den Bekbagten Friedrich Ernst Schulze ,uyter der Aufforderunn, einen beim Kgl. Landgerichte Amberg zugelassenen 91echt6anwalt aufzustelken und m der vom Vorsißenden drr biefigen Civillammer

Mittwoch, den 23. Msi [. I., , Vormittags 9 Uhr, bestimmten Stßung zu erscheinen. In dieser wird beantragt werden:

Kgl. Landgericht wolle erkennen: , . ' 1. Die zwischen, dem Strumpfrvtrkcr Frredrub Ernst Schulze und dessen Ehefrau Johanna Mina 'ScbuTze, geb. Einenkel, unterm 2. September 1882 abgeHébloffcne Ebe sei dem Bande, nach zu_ trennen“ 11. der Beklagte [er für den aUem scbuldtgen Tbeik zu erklären* _ _ 111. dcrfelbe babe sämmtlrcbe Streitskostcn zu tragen. Dieser NuSZUJ wird gemäß „187 der R.-C.- P.-O. auf Grund des die öffent icbe Zustelxung be- wiÜigenden Beschlusses der biefigcn landgerrchtlicben Civilkammer biemir bekannt gegeben. AmberS den 16..Februar 1888. Der ber-Sekretär des Kgl. Landgerichts. Bergler.

[56945]

Oeffentliche Zustellun mit Ladung. In SachenOeckler, Elisabet a, Oekonomenkbcfrar: bon Hafenpreppacb, gegen Oeckler. Johann Georg, cms Hafc'npcepvacb wegen Ebescbeidung wurde von der 11. Civilkammcr des K Landgerichts Bamberg zur Ableistung des dUrck) Urrbcil vom 25. November 0. I. der Klägerin ancrchicn Eidrö und znr Fort- ]ltZUNg dcr Vcrbmidlung die öffentlicbc Sißung dom Freitag, den 6. April 1, J.,

friih 10:1 Uhr, dabier bestimmt, wozu an dcn Beklagten," dcffen AufentbaltLort unbekannt ist, [)icmit öffrntliche Ladung crgebt. Vambcr , den 15. Febrrrar 1888. GrrichtIs rcibcrci des K. Landgericbts Bamberg. Der Königl. Ober-Sekrctär. (].-. 8.) Schwemmer.

[56901] Oeffentliche Zustellung. Der Schmiedemeistcr F. Scbmidt zu Stoxx), ber- trctrn dnrch den ReckUi-Janwalr Jacoby daselbit, klagt für sick) und 015 Crfswrmr ch Obcr-Roßarztes Wcidrfeid 11118 des KrciI-Tbicrarztes Hoppein Stow gegcri dcn friibercn Lieutenant Grafcn r*. d. (Holy, frübrr in SWW, ]rßt unbekannten Anfentbalts, (1116 einer Fordcrung fiir gclicfchr Schmiedearbeiten rew. für tbierärxt1iche Bebandlung drr Pferde drs Brklagten mit dcm Anfrage: den Beklagtén zur Zabwng von 162 016 60 „5 zn beruribeilrn, und ladet den Be- kwgten zur mündlickyrn Verbandsring des Rechts- streits ror dQS Kbiiig1iche An116§]er1ch)tzu Stow auf den 3. Mai 1888, Vormittags 101 Uhr.

ZUU1ZWCckE dcr öffentlicHrn thcUung wird dieser Außzng drr Klage bckannr gemacht.

Stulp, drn 11. FrlÖruar 1888-.

ru ,

Gcrich1§fchrcibsr des Königlicbcn Amtsgcricbts. [56900] OekkMKirbc Zustellung.

Die 130110110 (10 ALU mit ibrcm Sitze zn Me?, verrrcten dUrcb ibrrn Direktor Vigneul, im Prozese dcrrrcfrtr drrrck) Necbésaiirvalt Stroevcr, kla-gt gcaen drm GalosÖcnfabrikantcnJobann Robinck und dessen Ehefrau Marie, geborne Mangendt, friiher in Meß, 161511" obne brkannten Wobn- und Arifentkzaltsort, wcgrn Fordermtg, mir dern Anfrage auf [oltdariscbe VernrÉbeilung der Beklagten zur Zahlung eines Betrages von 05 106076 nebst 60/0 Zinsen vom 24. Janimr1888, und ladet die Beklagtrn zur münd- lickwm Verbandbmg des ?)Tecbtßstreirs Vor die ]. Civil- kammer ch Kaisrriicben Landgerichts zu LNclz auf den 9. Mai 1888, Vormittags 9 1151“, mit der Aufforderung, eincn bei dem gedachten Gericbte zirgelasfcnen Anwalt zu bestellen. Zam Zwecke der öffentlichen ZusteUunZ wird diestr AuSzug der Klage bekannt ;xemachx.

- Kais er, . Gerichtsscbreiber des KaisrrÜcbcn Landgerichts.

[56907] Oeffentliche Zustellung.

Die Ebelcute Landwirtb Job. Jos. Süblina und Maria Anna, gebCluse, im Kirchspick RäSfcld, für sicb und Nach ihres Vaters, Landwirtbs Johann Hermmin, Clnse daselbst, vertreten durch drn Rechts- anwalt Brinkmann in Borkcn, klagen gegen den Tag- löbner Franz Tenbuscb, früher zu Kircbspiel Räsfeld, jkßr VerscboUcn, wegen einer Geldforderung 0011 100 Tblrn. _- 300016 - fiir Kost und Logis gemäß einer Vereinbarung, mit dem Anfrage auf kosten- pflichtige Vrrurtbrilung des Beklagten zur Zahlung: von 300 016 nebst 5% Zinsen seir drm 20.. Mai 1884 Und vorläafige Vol]]treckbarkeits-Crklärun des Urtbeils, und [aden den Beklagten zur mündßicben Verbandkmig des Rechtsstreits dor das Königliche Amtsgericht zu Borken i. W. aus

den 3. Mai 1888, Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Znsteliung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemach.

Borken i. W„ 6. Februar 1888.

, Dieckbues, I. V. Gerichtsschrciber des Kbniglicben Amtßgericbts.

[56908] Oeffentliche Zustellung.

Die ledige vorbinnige Aufseherin in der Ver- sorgnnas-Anstalt Julie Otto zu Kassel klagt gcgen dcn Glasgcblcifer Carl Reinhard, friibcr in Kassel, jetzt unbc annt wo? Wegen rückständigcr Mictbe aus den Jahren 1884 und 1885 mit dem Anfrage auf Zablrrng drs Restbetrages von 54 0/6, auch das Urtberl für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rexbtsstrerts vor das Königliche Amtsgericht, Ab- theilung 3, zu Kassel auf den 20. April 1888, Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen ZusteÜung wird dieser YuSzug der Klage bekannt gemacht mit dem Hinzu- fufgen, daß der Klägerin das Armenrecbt be- wrÜigt ist.

Aktz. 0. 141/88 11. 6/88.

_ "„ Wiecklow,

Gerichtsscbretber des Königlichen Amtßgericbts.

[56941] Oeffentliche Zustellung.

Der Theodor WWW zu Bonzelerbammcr, ver- treten durch den Justizrat!) Gröning zu Arnsberg, klagt gegen 1) die Eheleute Bildhauer Theodor Buhmann ,und Theresia, geb. eUekcs, in Dortmund, 2) den Heinrich HeÜekes, un ekannten Aufenthalts, wegen Wrilaffung aus dem Vertrage vom 20. April 1887 mik dem Anfrage, die Bekla ten zu verurtbeilen, die Auflassung der im Grundbu c auf den Namen

' ParzelLen Flur UT. Nr. 242 und 244 zu Gunsten

des Klägers auf deffen Kosten zz: „bewilligen und ladet den Mitbcklagten ac! 2) Hemrtcb 'HeUekes zrxr mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits 'vor die erste Civilkamnter des Königlichen Landgerichts zu Arnsberg auf den 15. Mai 1888, Vormitta s 91 Uhr*, mit der Aufforderung, einen bei dem ge achten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellxn. , Zum Zwecke der öffentliÖen Zustellung wird die er AUZzug der Klage bekannt gemacht. Arnsberg, den 15. Februar 1888.

B e ck e r , _ Gerichtsscbreiber des Königlichen Landgertcbts.

[56936] Oeffentliche Znstclwug., ' Der Karl Heymann, Güterbändlcr m Rosbecm, ais Cessionär der Franziska Gruber, Wittrve Von Josef Friedrich, gewesener Weinbändler, (116 Vor- münderin ibres Sobnes Ludwig Friedrich, brisammcn zu Rosbeim wohnend, zufolge Privatcesfton vom 10,Januar1888, klagt ge en den Bäckergeselle'n Josef Meyer,“früber in Ros eim wobnand, zur Zett obne uäbere Adreffc in Paris sicb aufbaltend, auf Ertbeilung der Voüstrcckungsklausel, mit dem ?in- trase, Kaiserlicbes Amthcricbt wolXc dem Klager als Rechtönacbfolgcr der Wittwe Gruber gegen den Vcrklagten die VoUstreckungskLausel auf ein reÖts- kräftiges Urtbeil dcs Kaiserlichen Amtsgerichts Ros- beim vom 22. Apri1 1887 crtbeilen, die Kosten dern Vcrklagtcn zur Last [e en, auch das ergebende Urtberl für vorläufig voÜstrc bar zn erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verbandlung des Rccbts- streits bor das Kaisrrlicbe Amthericbt zu Roshetm auf Freitag, den 27. April 1888, Vor- mittags 9 Uhr. _ '

Zum Zwecke der öffentlichen Zusreüung wird dieser AUZzug der Klage bekanntf jxxemsckyt.

a ner,

Gerichf§schr5iber dcs Kaiserlichen Amt-Fgericbts.

[56943] Oeffentliche Zustellung.

In Sachen der Elischtb Brrmges, Ebefrau drs Schlossers Jobann Jendges zu BLU bci Odenkircben, Klägerin, Vertreten durcb Rccbtöanwalt 131“. Busch zn Düsseldorf, gegen den vorsienanntcn Scbloffer Johann Jendgrs, [rüber zu Bell bei Odenkircben, 1th obne bekannten Aufenthalt, Bek1agten, wegen (Gritertrennung, bat nacb Recbtökraft drs Urtbcils des Königlichen Landgerichts zu Düfseldorfwom 3.Januar1888 auf das Gesuch des klägxrrscben Rechtsanwalts dcr Königliche Notar 9111131 „31: Jüchen zur AuÉciriandcrsryi-ng der zwischen Partcren aufgelösten C1ütcrgetnri11schch1ftTerniin in [einer Amts- stubc auf Montag, den 16. April 1888, Vor- mittags 9 Uhr, bestimmt und wird der genannte Johann Jendges vorgeladen, in diesem Termine zu erscbeincn. nm znr Lluscinanderschung der auf- gclöi'rcn Gütergemeinscbait zu scbreitcn. ,

Zum Zwrcke der öffentlichen ZustcUung wird dieser AuIzug bekannt gemacbr.

K a v s e r , _ GericbWscbrcibrr drs Königlicbcn Landgerichts.

56898] . [ Durch rerbfskrästigrs Urrbeil des Königlichn Land- gerichts, 1. Cidilkammcr, zu Koblenz vom 24. Ja- nuar 1888 wurde die zwischen drn Eheleuten Jea11"Czcrwinsky, Fubrbaltcr, rrnd Susanna, ge- borene Hartmann, obne Grscbaft, 51: Koblenz bestandene cbc1icbc Gütergrmcmscbafr ftir aufgelösi erklärt, an dercn Siclle völlige Giitcrtrcnnung aus- gesprochen und dic Parteien zur AUFcinandcrsthUUg und Liquidation wor den Königlicbcn Notar Rozzoli zu Koblenz brrwiesrn.

Hübner, , Gerichtsschreibcrgch dcs Königstcbcn Landgericbts.

[56899] Gütertrennung.

Dnrcb recbtökräfti es Urtbeil der ersten Civil- kamrncr dcs Königlicßcn Landgerichts zu Bonn vom 10. Januar 1888 ist die zwischen den Ebeleuten Kanfbändler nnd Buchbinder Friedrich Wilhelm Bellingrodt und Karoline, geb. Debl, obne Ge- schäft, Beide zu Obrrdcrscblag, Kreis Waldbröl, be- ZJUFML ebelicbe GütergcmcinsÖaft für aufgelöst er-

ar .

Bonn, den 15. Februar 1888. .

Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts.

Kl ei n , LandgeriÖXL-Sckretär.

[56946] Gütertrennung.

Durch Urtbcil des Kaiserlichen Landgericbts zu Mülhausen i. E. Vom 31. Januar 1888 in Sachen drr Anna Maria MüUer, obne Gewerbe, ge en ihren Ehemann Franz Grumet, Blecbscbmicd, aide in Ri beim wvbnbaft, ist dic_ zwischen den Parteien br- stc ende Gütergemeinscbast für aufgelöst erklärt worden.

Mülhausen i. E., den 15. Februar 1888.

Der Landgrricth-Sekrcrär: Stabl.

[56828] Bekanntmachung.

Ja der Liste der bei dem Herz:) licben Oberlandes' ("richte bieselbst zugelassenen ReZtSanwälte ist der 810012 des Verstorbenen Rccbtsanwalts, Justizratbs Hornig bieselbst gelöstbi.

Braunschmeig, den 14. Februar 1888.

Herzrglicbcs Ober andeögericbt. Schmid.

[56829]

In der Liste der beim unterzeicbneten Landgericbte zugelassenen Recthanwälie ist der Name des v_er- storlxenen Rechtöanwalts J". Henck zu Waren gelöjcht wvr en

Güstrow, 14. Februar 1888.

Großherzogl. Mecklbg.-Scbwerinsches Landgericbt.

Der Präfidem: von Arnsberg.

3) Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen :c.

[57095]

Am Mittwoch, den 22. Februar er., Vor- mittags 10 Uhr, soll auf dem Kasernenhofe des 2. Garde-Ulanen-Regiments ein Dienstpferd gegen sofortige Bezahlung meistbietend verkauft werden.

des Theodor De.llekes eingetragenen Parzellen &. in der Steuergemcmde Förde Flur 17. Nr. 317/12], 71. Nr. 311, 7. 210/89, 154, 155, 44/1, 79, Flur 17. 316/121, 7. 222/89, 5. in der Steuer-

gemeinde Kirchweischede und zwar eines Achtels der

Berlin, den 17. Februar 1.888. Das Kommando des 2. Garde-Ulanen-

[55372]

Aussthreibung einer Roggeulieferun . Wir beabsichtigen für das Königliche Harz-Zorn- magazin in Osterode eizt Quantum Roggen von 1260000 kg für dre sechs Monate April bis

September 1888, eventuell ein solches von

2520 000 kg für die zwölf Monate April 1888 bis März 1889

zu festem Preise im Wege 'der öffentlicben Aus.

schreibung anzukaufen, dessen Lieferung in monatlichen

Posten von 210 000 kg erfolgen muß.

Versicgclte Angebote, mit dér Aufschrift „Roggen.

lieferung“ verseben, snd an unseren Commiffar,

Berginspektor Walther in Zellerfeld, bis

Dienstag, den 6. März d. JL„ Vormittags 10 Uhr,

kostenfrei einzusenden, zu welcber Stunde die Eröff-

nung derselben im Grscbäfrslokale der Königlichen

Bergfaktorei zu Zelierfeld in GegenWart der etwa

erschienenen Bewerber erfolgen wird.

Die Eribailunxx dcs Zuschlagcs geschicbrspäjestens am 7. März 0. «59.

Die Bedingungrn können von drm gcnanntcn Commissar gcgen Einsendung von 40 „Z bczogcn werdcn.

Klausthal, den 6. Februar 1888. Königliches Oberbergamt. Achenbach.

[56645] Submission.

Die Lieferung von circa 6800 bi§_7000 Faß Portland-Cemcnt [011 an den Mindcstfordernden Vergeben Werden.

Dic Offerten sind bis zum 10. März d. Js., Vormittags 10 Uhr, Versiegelt und Portofrci, mit enisprecbende Aufschrift verseben, im ?ortifikations- Bureau ein; reichen, wosclbst die rbffnung um 12 Uhr stattfindet.

Die Bedingungen können wäbrénd drr Dienststunden im Fortifikations-Burcau cingeseben oder gcgcn Er- stattung der Druckkosten bezogen Werden.

Feste Boycn, den 16. Februar 1888.

Königliche Fortifikation. [56924] Neubau des Kadettcnhauscs in Köslin.

Die Lieferung von 2974 500 Sriick 4/4 Hinter- maUcrungssreinen, 478 500 Stück 3/4 Hinrermaucrungs- steinen, 2600 Stück Dachsteinen, 1440 05111 gelöjcbte'm Kalk, 3686 0501 Maucrsand, 85 010111 Fiilliand [011 im Wege der öffentlichen Anssrbreibnng Vergeben werden. Angebote und Proben find versiegelt und postfrei bis zum Dienstag, den 28."Februar 1888, Vormittags 10 Uhr, im GeWastSzimmer dcs Unterzeicbne'ten m Köslin, ROJZVWU Allee 7411, einzureichen, wosclbst auch die Ledingungcn einzu- [eben find.

KöZlin, den 16. Februar 1888.

Der Königliche Garnison-Bauinspektor. Wellmann.

4) Verloosung, Zinszahlung :e. von öffentlichen Papieren.

[24629] Bekanntmachung.

Bei der in diesem Jabrc vorgenommen?" Aus- loosung von Anleibcscbcinen der auf Grund des Allerhöcbstcn Privilcgii vom 24. Mai 1886 von der Stadt Mülheim a. d. Ruhr aufgenomme= nen Anleihe sind folgende Nummern gezogen worden:

bitt. 11. ;;u 500 0/6:

Nr. 11 77 85 145 228 254 282 290 352 408 411 414 420,

[in. lk. zu 1000 015:

Nr. 58 65 197 225 301 406 467 576 703.

Die Eirckö ung dicser Ankcibescbrine und die Aus- zablung der Beträge erfolgt vom 1. April 1888 an bei dem A. Schaaffhaufcn'schcn Bankverein in Köln und der bicfigen Stadtkasse.

Von den pro 1886 ausgeloosten Nummern sind noch nicbt rinaelöst:

bitt. 18. zu 500 016: Nr. 35 38 45. hitt. D. zu 1000 046 Nr. 6 656 700. Mülheim a. d. Ruhr, den 6. August 1887. Der Bürgermeister: Von Bock.

[56883] Die Direktion der MoÖkau-Jaroslaw-Eisem bahn - GeseUschaft bee_brt fich zur öffentlichen Kenntnis; zu bringen, dabß in der am 29. Januar 1888 alien Stvlö staitge abrcn zweitrn Verloosung der Obligationen dcr Moskau = Jaroslaw- Ei errbahn-Gcsellschaft (anigbabnöWstroma) die na folgenden acsotundacbrzig Owlthioncn verloost worden sind: in AbsiYnijtcn zu einer Obligation (im Betrage don oundert Rubel) acbtzebn Obligationen Nr. 20831 21084 21138 21158 21216 21499 21635 22197 22216 22340 23241 24094 24190 24285 24848 24949 24958 25100,

in Abschniitexr bon je fünf Obligationen (im Be- trage yon je fünfhundert Rubel) fünfzig Obli- Jatwnen Nr. 5541/5 5826/30 8876/80 10926/30 2986/90 13261/5 18176/80 19216/20 20121/5 20166/70,

in Abschnitten von je zebn Obligationen (im Be- trage von je tausend Rubel) zwanzig Obligatio- nen Nr. 481/90 4231/40.

Die Einlösung der in der gegenwärtigen Ver- loosung herausgekommenen Obligationen erfolgt vom 1. Juli 1888 a. S. ab

in Moökau: bei der Direktion der Moskau-

Iaroslaw - Eisxxbabn - GeseÜscbaft täglich, mit Juöscbluß der Sonn- und Feiertage, von 11 bis

Uhr. in St. Petersburg: bei den Herren Wogau

&. Co.. in éx(exrlin: bei den Herren Robert Warschauer o., zu, welchem Zwecke die Inhaber die Obligationen mtt besonderen Verzeichnisjen einzureichen haben. Die Verzinstmg der in der gegenwärti an Ver- loosung berauögekommenen Obligationen er ischt mit dem 1. Juli 1888 a. S.

Regiments.

Robert Warschauer & Co.

;.«c-a- «.

diess Leute erwähnen zu dürfen,

. bezéickmst habe.

__ Zweite“ Beilage zum DkUlikhen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

„NH 46.

Berlin, Montag, den 20. Februar

1ZZZ

Yichtamtliches.

Preu en. Berlin, „20. Frbruar. Im weiteren Verlauf der vorge trtgen(41.)S11§ung des Reichstages erklärte bei fortgeseßter Berathung der Darlegung der An- ordnungen, welcbe von der preußtschen und hessischen Regierung unter dem, 3. resp. 6. Februar 1888 auf Grund des §. 28 des Soztaxrstengsseßes getroffen worden sind (Verlängerung des klemen Bela crungSzuftandes für Stettin und den Krers O enbach) der bg. Sabor (Soz.): Er sei sehr erstaunt, da Herr Bohm diefe Rede gehalten habe, desen Wahl 'bsanstandet worden ser, weil ungeseßliche Mittel der Wablbeemflusfung bet ferner Wahl angewendet worden seien. Es wäre taktvoller „gewesen, wenn er heute geschwiegen ätte. Er habe den Sozialdemokraten den Ausspruch zuge- ?chrieben, daß der Erwerb Drrbstahx sei. Er Redner) Fordere ihn auf, diese Behauptyng zu beweisen. Hr. indthort habe neulich gesagt, der Reichstag pflege mrr Leichtigkeit Über diese Berichte hinweg ugehen, werk em prakttscher Erfolg von ihrer Erörterung do nicht zu erwarten ser. Hätten denn die Herren vom Centrum währerrd des Kulturkampfes nur dann gesprochen, wenn etw unmrttelbarer praktischer Erfolg u erwarten gewesxn ser? Hätten fte nicht vielmehr je e Gelegenheit der den „Haaren, „herbeigezogen, um über den Kulturkampf und seine VLsLlU ung zu reden? Bei diesem Bericht brauche man dre Gelegen eit nicht bei den Haaren herbeizuziehen imd es „ser dre Pflicht seiner Partei, eine Maß- regel zu kritisrren, dre gayze Familien ins Unglück bringe. Verzichte sie darauf,_dann fühlten srch die verbündeten Regie- rungen ermuntert, immer writers Kreise und Ortschaften in den kleinen BelqgerungSzustand hrneinzuziehen. Habe dock) Hr. von Boetticher einmal den Schluß gezogen, daß die Herren mit der Maßregel emverstanden seien, weil das Work nicht ergrixfen wordsn sei. Hier werde, die Maßregel in Bezug auf Offen ach grrechtfertigt. Wahyset, daß von diesen schweren Vollmachten m Offenbach em mrlder Gebrauch gemacht wordrn sei; aber sie könnten jeden Ta in der härtesten Weise benußt worden, denn kein Mensch ha 6 das Recht, darein zu reden. Welche Antwort bekämen die Außgewiefenen von den Beamten? „Darüber sind wir Ihnen keine Rechenschaft schuldig; das sagen wir Ihnen nicht !“ In solcher Weise würden dre Aus- weisungen volTstreckt. Und auf Grund welcher Aussagen? Man habe in den leßten Tagen so viel 'von den Spionen und agsutg yroyoaatsurs gehört. Die würden auch dazu benußt, um solche Ausweisrtngen „herbeizuführen. Auch in Offenbach seien wahrscheinlich auf dress Art Ausweisungen erfolgt, denn er wüßte nicht, weshalb er ausxxewiesen worden ser. Also dieselben Lcute, welche bei den Prozessen eine so große Nokle spielten, würden auch verwendet zu AusweixungSzwecken. Hr. von Puttkamer habe zwar am Freitag ge a t, 28 meldeten sich beständig Parteigenossen von den ozialdemokraten zu solchsn SteUen. Er brauche sie nicht herbei- zuholen und anzustiften. (Der Präfident bat den Rednsr, bei der Sache zu bleiben.) Da die Ausweisungen vielfach auf Grund der Denunziationen dieser Spione verfügt würden, so glaube er berechtigt zu sei", in aller Kür 6 auch Er brauche ni t noch einmal auéZfi'xhrlick) das Elend zu schildern , mxlckws viele Familien durchdie AuSweisungen treffe. In einem Civilstrsit werde kein Richtcr sein Urtheil ohne Gründe fällen. Hier würdsn ohne genügende Griinde [0 viele Menschen 1118 Elend gestürzt. Deshalb sage er: Ein Geseß,_ durch welckxs die Veran ung dss klrinen VSlagerungszustandes ermöglicht wrrde, Zei ein verda11nner163wcrtheI und fluch würdigké».

Präsident von Wedrl] riss dcn erner wrgen dcr leßten Aeußrrung zur Ordnung. 6

Staatssskretiir von Voetticher:

Der Herr Vorredner bat _[ich im Laufe seiner Reds an mich gr-

, Wand! und bat gernriut, cr müffc mir brkannt“ gcbrn, in welcber Weise

dir_Ausweisungexi im Lande doÜstrrckt würden. N11" bat er, als er dicxcn Saß außsdrack). kurz vorher zwar VOX! Axiswcisrmgen gesprochen, denen er den Cbarakrsr inburtmner Maßrcgrln be-ilegan zu müssen glaubtr; er Hat aber nich drri Ort und nicht die Personen gsnannt, drncn gegrniibrr dicse ?luswei[Ungsrnasirkgcln ddÜitrcckt worden find. Ick) bin (rlso außer Staüde, von seiner Notiz irgend einen Gebrauch machen zu könm'n, 11:10 ich möcbtc ibm fibrrbaupt zu bcdrnkcn geben, daß, wenn er über die Ausführung des Sozialistcngcscch irgend welche Béichtverdcn vorzutragen bat, er sie wirksamer vortragrn wird, Wenn er fie an den Rcicbskanzler bringt, (118 wem: er fie 05:12 Nennung von Nam'cn und Daten bier im Reichstage vorbringt, dcm] damit kann (ck MÖW'ankangi-n nnd werde mich darauf auch gar nicbt einlassrn. 5.501 Uebrigen babe ich zn konstatircn, da[; bisher nocb niemals arz dM Kélckaanzlcr eine Beschwerde über den Erlaß eincr Ausweisung gelangt ist.

Abg. Frohme: Der Abg. Böhm habe Behauptungen auf: 799716111, wie man sie von einem Abgrdrdneten nicbt erwarton oÜte. Er habe sich in jenem spießdürgerlicben (Heist bewegt, ",(der Präsident rief den erner wegen dieses unparlamsn- tWsckzen Vorwurfs gegen ein Mitglied dss Hausrs zur Ord- PUUJ); Hr. Böhm habs von soziaxderndkratischenVersammlungen M Offenbach erzäÉlt, in denen man die Arbeitgeber als Diebe

r (Redner) sei seit 203ahren in Offenbach und Wzsse srch aller bedsutenderen Versammlungen, die stattgefunderx hatten, wohl zu erinnern; eine solche Aeußerung set dort nicht gefallen, und er bezeichne die Belauptung des Abg.

Ohm als eine Verleumdung. (Der räsident rief den

edner nochmals zur Ordnung und machte iln auf die Folgen des wiederholter; OrdnungSrufes aufmerk am.) Au die

rheber dsr Attentate seien wo anders zu suchen „,als in den

Kkklseix der Sozialdemokratie, wie Abg. Böhm mekne.

Dre Diskussion wurde geschlossen und die Nechenschafts- berichte durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt.

Darauf wird die Etatsberathung [ortgeseßt und zu- n„achst der Nachtrags:Etat in zweiter Beratwng erledigt, der de Kosten für die Botschaft in Madrid (130000 00, statt der 78000 0/0 für die bisherige Gesandtschaft), für das SchUßgebiet der Marschallinseln (19800 0/5) und an etUtna_lrgen Außgaben 2500 0/0 zur Herscha fung der Arck1tekturstücke aus Olympia und 6300 016 zum

Ukauf der beiden Kabel zwischen Borkum und

Vwestoff und zwischen Greetfiel und Valenria umfaßt.

In Betreff des leßteren erklärte Abg. Schrader, daß seine bei der ersten Berathung geäußerten Bedenken in der Kommission rhre Erledigung gefunden hätten. '

Es folgte der Etat der RerchS-Post- und Tele- graphenverwaltung.

„Referent Bürklin wies zahlenmäßig nach, daß in allen Zwergen der Postverwaltung ein Fortschreiten unbedin t er- ennbar sei bei einer entsprechenden Verknehrung des lichen und persönlichen Apparats. Für persönliche AuSgaben würden 4700000 010, für sächliche 2 100000071 mehr gefordert. Beide „thfxrn „befänden sich ungefähr auf der Höhe der Durch- chmtt§z1ffer der in den leßten Jahren rsgslmäßig bewiÜigten Meyrforderungen.

Abg. Baumbach: Die Vermehrung der Postanstalten treffe zum überwiegenden Theile die Landposibézirke. V0n1882-87 hätten die städtischen Postanstalten nur um 4 Proz. zu- gexrommen, in den ländlichen Orten um 88 Proz., eZ sei also bemahe eine VerdoppelunJ? eingetreten. Diese sehrerfreuliche Thatsache hänge mit der8 euorganisation des Landpostdienstes usgmmen. „Dre Städte im RetchS-Poftgebiet seien ja bis auf rer sämmtltch mit Postanstaltexn versehen. Der Untersthisd zwrschenStadt und Land verwrfche sich _aber von Tag zu Tag mehr, und es sei deshalb Werth darauf L* legen daß überhcrupt jeder größere Ort mit Post und «relegrapH perseheu set. Zu dieser Bemerkung veranlaffe ihn eine Notiz m der Statitik die ihn zuerst char. stußi gemacht habe, nach welcber die Vermehrung der PoZagenturc-„n Ende 1886 ihren Abschluß „erreicht habe. Bei der ortdauernden Jynabme der Bevölkerung könnten seines Erachtens diese Dmge namentlich in der Nähe der großen Jnduftriecentren überhaupt nicht zum Abschluß kommen. Er möchte deshalb dert Staatssekretär um Auskunft bitten, ob in der angegebenen Richtung weiter werde fortgefahren werden. Es sei richtig, daß Deutschland je t der Zahl nach die meisten Postanstalten von aÜen europäis en Staaten habe. Ziehe man aber die Fläche des Staa1_SgebietS oder die Einwohnerziffer mit in Be- tracht, so seien die Schweiz und England dem Deutschen Reich voran., Er bitte also den Staatssekretär, daß auch in der Fol L- zeit W der gleichen Energie und Umsicht wie bisLer dre Je- rechtigtsn ntereffen der "ländlichen Bezirke erücksichtigt werden md ten.

Staatssekretär von Stephan:

Meine Herren! Die leßte ErWartung, die der geehrte Herr Vorredner auSgesprocben hat, wird jedenfaÜSibrer Erfüüung entgegen- geben. Es ist durchaus nicht die Absicht, obwohl ja bereits, wie der Herr Vorredner aucb erWabnte, viel geschehen ist, damit inne zu

alten auf dem Gebiet der Vermehrung der Postanstalten; es giebt

auf demselben überbaupt einen Stillstand nicht; das folgt schon aus der Zunahme der Bevölkerung und der grö eren Dichtigkeit des Ver- kehrs, wie bereits um der vorbergegangenen ede gesagt wvrdcn ist.

Was die Anfubrunxz aus der Statistik betrifft, so, glaube ich, walter da ein Mrßverstandmß ob. Cs bezieht sicb dieier Passus, daß die Einrichtung der Agenturen zu einem gewiffen Abschluß gelangt sei, nur auf den Rabmen der Neuorganisationen des Landbestell- wesens und der Landemrirbtungen, wie sie im Jahre 1881 auf die nächsten 5 Jahre beabfichttgt waren. Daß damit nicht ein StiÜstand bat eintretsn soÜen, geht am bestcüdaraus Herbor, daß in dem anen Vorliegenden Etat für 1888/89 wieder mehrere hundert neuengenturen vorgesrben [ind. ' _

Was_ dann dre 3051 der Postanstakten betriffr, so ist es richtig, daß Delirichland die meisten Postanstalrrn besitzt. wenn man die absoluten Zahlen in Vetrarbt ztebt. Legt marx diese auf das Terrain an, so ergiebt fick) allerdings, daß die Schwclz_ ein wenig Postanstalten mehr befi-Zt. Es kommt da aber dr?icrlci rx: Betrach1x einmal, daß eine große Anzab[ drr Postqnstalten, dic drchbWeiz eröffnct bat, nur während der Sommerzeit, der RTlsLZth m_Tbärigkeit find; zweitens, daß das Maßdes Flacheninbalts jg bexi 61118111 gebirgigen Lande ein ganz axidrres ist, als bei wis. Plc Anzabl der Postanstalfen ist angelcgt auf ,dt-Z p[animcirtsckx Flache der Schweiz; nebmcn Sie die Fläche, wn: [re sick) ' stereometrtsch darsteUt, die Höhe der Berge u. s. w., [0 wird fick) 'das Verhältniß zu Gunsten DcuTscidlands gsstaltcn. Es [irgen m der Schweiz mehrere Post- 011staltcn übereinander (Zuruf: Engkand!) - auf England werde ich gleich antworten; ich babe abcr'zrwor noch einen Punkt anzuführen, der die Schweiz betrifft. Das ist, daß viele dieser Postanstalten in ?:)th errichrct [*md, und das ("ängt eng zusammen mit dem großen Zremdcnverkebr, den die Sebwciz bar. Solche Varbältnisse Walken bci Uns nicht ob.

Was England betrifft, so kommt in Betracht, daß die Post- anstalten zum Theil dort keixre Voll-Yostanstalten smd, wie die unserigrn, namentlich daß sie nicht für ]ämmtliche Dienstzwcige einqrricbter smd. In Deuschland bestebt bekanntlich das Institut der Fabrpost in größtxm Umfange, Packete 1cglichen (Gewicbjs und Gelder umfaffend, ferner die Personenbefördcrung, dasPostzeitungsabonn91112111, [01751011 fast bei jeder Postanstalt cirx Telegraph odcr Fernsprecber, das smd Einrichtungrn, die für „cinen Theil der englischen Post- anstakten nichr bestebsn; diese find im Wesentlichen Postanstalten für den Briefverkebr.

Zum Schluß kann ich die“ Versicherung wiederbolen, daß nach wie vor auf diesem Gebiete vorgcschritten werden wird, wie Sie sick) aucb durch den jeßigen Erat überzeugen können.

Dr. 1 wurds bewrÜigt. _

Ber dem Titel derPostkas]irer,P0stsekretär92c. nahm das Wort der Referent Abg. Bürklin: Der Kommission habe

Gleichsteklung dieser Beamtenklaffe im Gehalt mit den Regie- rungs-, Ger1chts:, Kreis: und Eisenbahnsekretären ersuche. Dis Komnnsstoxx habe fich nach den Erklärungen der Regrerungs- vertreter m sebr eingehender Berathung nicht überzeugen können, _daß dre er Wunsch begriindet sei. Vor 1871 habe man dre Kate orien der Posteleven, Postéxpedienten- anwärter und JostexpeditionSgehülfen unterschieden. *Die Ersteren, vgn denen das Abiturientenexamen verlangt worden sei, Fiitten em Verwaltungsdienste amen und zur. Erlangung der oberen" und höchsten Stellen 2[x)äter noch eine höhere Ver- waltungHPrufung gehabt. Die Posrexpeditions - Anwärter Kötter) dre Bildung eines Einjährig-Freiwiüigen haben mii en re seren spatsr Postexpedienten geworden und hätten schlie lieb Gelegenbert grhabt, in die Carriä-re de_r Postsekretäre einzu- treten. Dte dritte Kategorie seiprädestimxtgewesen, GeFlsen- freuen und spater Postexpedientenfteüen einzunehmen. egen der praktrschen Uebelstände dieser Dreitheilung seien durch Verordnung von 1871 nur die beiden Kla en der

Posteleven und Postgehülfen beibehalten worden. e 6 li der Posteleven sei nichts geändert. Die PostgeJüiZfeF

eine Eingabe der Postsekrrtäre vorgslegen, welche um die.

hätten nur noch eine elementare Bildung nach- zuweisen gehabt und seien grundsäßlrch von der Sekretariatscarriére auedeschldffen gewesen. Z_u Guy ten der früheren Mittelkategome ser dann em let tes sogenanntes wanzigfragenexamen eingeführt. worden, ,um dieseBeamten ekretäre werden zu (affen. Zn dre SekretarratH- carrie'zren seien ferner die Beamten gekommen, dre durch dre politischen Ereignisse von 1866 von Preußen übernommen worden seien, denen es aber an höherer Brldung gebrochen. So befänden sich aus den Subalterrt-Kcr1egor1en 3871 Expedienten-Assiftenteu in der Lage, zu Sekretarsteüen zr: gx lan en. Von diesen sei eine große Anzahb von SteUen [edtglrch deSZalb kreirt, um in rascherem Tempo dre Beamten, zur An- stelXung als Sskretäre zu bringen. 2141 Stellen serep kreirt mit der Absicht, sie wieder einziehen zu „lassen, wenn dre ersten JnYabér abgegangen seien. Von den ']eßt vorxandenen 4979 Se retärstellen seien 1684 mit ehemaltgen Poteleven beseßt. Für die Vorrückung der Leßteren bestünden 2304 StrlXen rm höheren ?Zostdienst. Die AvancementSverhältmffe seren also sehr gün tig. Die VehauptunÉ der Postverwaltung, daß dre Postsekretäre nicht mit den ekretären der gnderen Ver- waltungen gleichgestellt werden könnten, weil dre 'SteÜen'der Ersteren nur Durchgan Estellen zum höheren Drenst" serezr, treffe vollstäddig zu. as verkennten di? Postsekretxxre m ibren Eingaben. Die Kommission habe [ub der Ansicht der Postverwaltung angeschlossen, daß aus diesem Grunde das Petitum zurückzuweisen sei. .- „„ _

Der Titel wurde bewiÜigt. ' '

Jm Tit. 24 sind für die nochß von früher angeIelXten 49 Tekegraphengehülfinnen im Großherzogtbum Baden Gehaltserhöhungen außgeworfen. ,

Abg. Ackermann wies auf die Unglsichhert der Stelkung der vom Reich Übernommenen baderrsischen Telqgraphen- gelHülfinnen und der iibrigen im Reich 5111, die darm (rege, da dis Ersteren Monathshalt, die Leßteren Tagege1der bekämen. Diese hätten auch keinen Anspruch „auf Penfton, wie die Ersteren. Wenn die Badensermnen ' ]eßt Gehalts- erhöhungen bekämen, so empfehle er auch dre übrigen Ge- bülfinnen im Neichßdienst dem Wohlwollen der Postverwaltung.

Der Titel wurde bewilligt.

Tit. 37 enthält an Stellvertretun gskostenfiir Beamte und Unterbeamte ein Mehr von 250000 016,

Rcferent Abg. Bürklin erklärte, daß dreseS Mehr durch die den Beamten in höherem Maße gewährte Befreiung vom Sonntagsdienst zur Ermöglichung der Therlnahme am Gottesdienst hervorgerufen sei. 91,8 Proz. der Postverwaltung sei die TZeiluahme am Gottesdienst ermöglicht, nur 6,5 Pro . sei der esuck) des Gottesdienstesnicht möglich, hauptsächli , aus Mangel an einer Kirche in der Nähs des Postamtortes.

Der Titel wurde bewiÜigt. *

Jm Tit. 53 werden zur Verlegung und Vervoll- ständigung der Telegraphenanlageu 800000 016 mehr als im Vorjahre und im außerordentlichen Etat für Fern- sprechzwecke 2948000 016. gefordert.

Referent Abg. Bürklin: Die Kommission habe diese For- derungen mit Rücksicht auf die riesi e Entwickelung des Fern- sprechwesens bewilkigt. Es hande e sich um den weiteren Ausbau desselben. InSgelsammt seien in dem leßten Jahre durch den Fernsprecber läg ich 280000 Gsspräckw geführt, von denen auf Berlin 107 000 entfielen. Ferner sei zur Ver- meidung von gewissen Unzuträglichkeiten m den städtischcxn Lei- tungen gßplant, zunächst in Hamburg und Berlin die bestehenden Verbindungen durcb unterirdische zu ersech, und zwar sofort in Berlin. Neue Einri tungen soÜten zwischen der Hauptstadt und einigen Provinzial tädten: BreHlau, Dresden und Köln, sofort in Angriff genommen_ werdexr. Usber die rage der Deckung, ob „die Mitte] birrsür au] Anlsihe zu 11 ernehmen wien, habe dre Kommiffion nicht diskutirt, weil diese Frage erst bei dem Kapitel dsr allgemeinen Deckung zu entscheiden sei.

Die Forderung wurde bewiÜigt.

Untertden einmaligen AUSgabdn wird die Forde- rung für em neues Postgebäude in Friedberg Hessen gemäß dem Antrage der Kommission für dieses Ja r nocZ abgesetzt, da über den geeigneten Bauplaß noch widersprechende Wünsche unter den Einwohnern zu Ta e getreten ssien.

Zur Herfteüung eines neuen isnftgebäudes in Insterburg werden als erste Rate 100000 045 gefordert.

Die Kommisston beantragte, die Position zu streichen.

„Abg. Saw beantragte, die Forderung der Regierung zu bewrlltgen. Gegsnüber dem stetigen Wachssn der Bevölkerungs- zahl und dcr Post eschäste in Insterburg sei der Neubau eines Pdstgebäudes um ?() dringlicher, als die bisherigen Räumlich- kerten ganz unzureichend und der Aufenthalt in denselben geradezu unerträglich sei.

Staatssekretär von Stephan:

Meine erre_n! Ick) habe den Ausführungen des geehrten Herrn BorredneréF acbltck) "eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich kann [re nur m ]Ldér Hlklficht bestatzgcy. Er hat Ihnen durcbaus keinen Roman crzablt, sondcrxr [ediglickx die scbaudervvlle Wirklichkeit. Es [affen . fick) die Uebelstande drs Postgebäudes in Insterburg jetzt in" folgende Hauptprxnkte zusammen: Unegales Niveau bxtder Ha_uscr„des Postgrrrndstucks, große Dunkelheit, erschwerte Zu- ganglichkcttk sur dax; Priblikrrm. Zugluft und sumpfiger Untrrgrund. Die Einzelbetten fubre :ck mehr weiter aus; sie find in sehr beredter urid farblicher 5ert von dem Herrn Vorredner schon hervorgehoben, wtc tmr scheint. Nur „den leßten Punkt, den sumpfigen Untergrund und dcffen schadlichen Einfluß auf den Gesundheits- zustand der „Beamten nzöcbte ich noch berühren und mit einer Thatsache erlautern. Es rst ganz ricbti , wie der Herr Abgeordnete für Insterburg gesagt hat, daß erbebliche Kosten für die Vertretung von Beamten und 'Unterbcamten haben aufgewendet werden müssen. Diese Kosten haben rm vcr angenen Jahre die Summe von 4400 „jk erreicht, das, macht bet 50 eamten pro Kopf 90 0“, während der Durch- [cbmtt der Steklvertretrmgskosten für das ganze Deutsche Reich nur 35 0%. pro Kopf betragt. Nicht jene Summe ist es aber, um die es fich handelt, , die oft ist ja reich enu , das zu bezahlen, sondern es ist eine rage der Varmberzigkeif "rde Beamten, die uns viel höher steht als dre Höhe der Stellvertretungs- kdsten. Und von. dte[em Gcficbtspunkt aus möchte ich Sie wirklich bitten; zbgery Ste mcbt länger die Forderung u bewilli e , denn hier lst m Jedem Augenblick eine efabr vor anden. cb kann

nur noch hmzuseßen, da die Einnahmen des otamts in Insterburg, was noch ni t erwähnt worden ist, P1410000 .“