1888 / 50 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 24 Feb 1888 18:00:01 GMT) scan diff

in Elsaß-Lotbringen Hoffentlich die Erkenntniß befestigen helfen, daß welcbe Altdeutschland seiner wiedergewonnenen West- _ siebziger Jahre entgegenbrachte, nt1-au chungen dennoch ketneswegs verflogen ift Wort, von dort über den bier einen hellklitxgenden Widerhall findet. gestern, um die Ruckverseßung des in das Retch§zuschuffes für die Univerfität Straß- . ' Auf die patriotische Erklärung des Abg. Petr: bin sttmmte nicht nur der Reichstag so'ndcrn auch der Vertreter „des BundeSratbs begrundete ferne zu- sttmmende, wenn auch noch ntcbt bindende Aeußerung ausdrücklich mit eordncten für lsaß-Lothringen zu seinem recht bald die praktische «

die erste Liebe, mark zu Anfan mancher ein ehrliches, treugemeintes Altdeutschland gesprochen ,

Es handelte sub Extraordinarium gestellten burg in das Ordinarium des

der

Etats.

dem Hinweis auf die Worte des Ab Deutschland beglückwünscbt diesen und Erfolge, mögen seine Landsleute daraus Nußanwendung ziehen.

bank allen Kreisen und offen und werden auch von allen

ungeachtet wird bereitwillig jede

und da Rßein ber nßt

ragende Bedeutung befißen,

, ungedeckten auf 31 779000 emmüthig zu, im Umlauf 64494000 „44 Der Reservefonds 66 115 „444, Tantiém 187 500 „45, Spezialreserve für P fur Banknoten-Anxertigung Der Reservefonds eträgt 1 2579

Straßburg.

Bankagenturen 44.

Geiverbe und Handel. Nach den

des Deutschen Januar 1888 auf

eisen 177 321 t, Beffemerroheisen 31213 t:,

102 779 t und Gießereirobeisen 35 649 r. Die Produktion im

Januar 1887 betrug 293 879 b.

Reichsbank Wurde, wie die „B. abschluß vorgelegt, der zu den besten zählt, welche der Reichsbank erzielt worden smd. Troß

der lombardfäbigen Papiere auf.

Theilungen entnommen:

bungen der Verkauf der Verkauf der Nachdem dieser Fal! eingetreten, wähnten Zieles die beiden Häuser 19 verkauft. Der aus den Verkäufen wenn von 90 950 «44 ermöglicht, Vertheilung einer

Jmmoßilien-Conto vermindert,

gebracht worden. Die

42 217 „44 ermäßigt. vo"n 22 981 „444 in Einnahme gegenüber. stuckx ergab 160457 „46 gegen 167 732 «44. gcwmn beträgt nach Abzug

ist, 153 845 „46.

_ Dem Geschäftsbericht der Bayerischen Notenbank für . Folgenxes: Die Leitung der Bayerischen Noken- bank, nac]:- der RUÖÖLMUk die größte Diskontobank Deutschlands, [Jak , , Angemessenste gebaLtcn, fick) engstens an 1312 Djskontopolittk der Centralbank anzuschließen und di? Sie ist ibrkm Bestreben, das Fr[.

1887 entnehmen wir es grundsätzlixk) seit Langem für das

letztere nach Kräften zu unterstüßen.

Kreditle'ben inn'erbalb des legitimen geographischen Gebiets flcißig und tmr möglrchstcr Jndididualifirung zu pflegenk;t ' a - (: betbätigten Geschäftsgrundsä13e

Jelaufenen Geschäftsjahr treu gebLisben und.

esten Erfolge erzielt. Vermöge der

' statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Etsen- und Stablindustrieüer belief fick) die R o h e is en p r o d u kt io n R ei ck) s (einschließlich Luxemburgs) im 346 962 r, darunter Puddelrobeisen und Spiegel-

Jn der gestrigen Sißung des Central-Ausscbusses der Börs. Ztg.“ meldet, ein Jahres- seit dem Bestehen ' " , der bekannten un- günstigen Verbaltmffe des Vorjahres, l_roß des niedrigen Durchschnitts- zinsfußcs und des Geldüberfluffes ist der Gewinn der Bank vorigen Jahre derart gewachsen, daß die Vertheilung einer Dividende von 6,2 % vorgeschlagen nzerden konnte gegen 5,29 0/9 im VOrjahr. Der Central-Yusschuß erqurte „fich mit dem Vorschlag cinVLrftanden und nahm wetter mehrere emhetmiscbeStadt-Obligationen in dieZahl

, Dem Bericht des Vorstandes der Berliner Immobilien- Aktten-Gesellscbaft für das Jahr 1887 find folg-mde Mit- Dte Generalvcrsammlung des Jahres 1873 hatte das Programm aufgesteüt,_ daß unter Ausschluß neuer Erjver- 12 Woxnbäuser zu bewirken sei, sobald der Markthakle (spater Circus) gelungen sein würde. wurden in Ausführung des er- Karstraße hervorgegangene Ge- ! ' wie im vorigen Jahre, die Dtvtdende von 8 0/0, dem Fonds für ordentliche" Ausgaben kann eine Zuweisung von 30 000 „44 gemacht Werden wahrend 2153.46. auf neue Rechnung vorzutragen Verbleiben. Das Hat fick) um den BUchWerth der verkauften Häuser ' so daß der Buchwertb-dcr übrigen 10 Häuser 2061621946 Verbleckot. Dxr Hypothekeanfitz der Geseklschaft beträgt 705 000 „446. Der Fonds fur außerordentliche Ausgaben ist aufHöbe von 81 342 „44 . Hypothekenzinsen find von 62 625 „46 durch Vermmderung dcr Hypothekenschuld, sowie durch Zinsreduktion auf Denselben steHen eingehende Hypothekenzinscn Der Miethsertrag der Grund- im Jahre 1886. Der Rcin- ' der statutenmäßigen Zuschreibung zum Reservefonds mu 8097 „44, Wodurch derselbe auf 153 562 „46 gebracht

5 a n k beschloß, bei

London, 23. Februar. ( stetig.

Monat “Bradford,

23. Februar,

Thomaßroheisen

bat den Diskont Von 3 auf %% Submissionen

1) 2. März. Spezia, , marjtbimo: 10 000 Stück Bech "n näpfe von emaiÜirtem Eisen. 2) 2. März.

anschsag 21000 Lire. . 3 3. März. m be auenen Balken, zu 260 Lire

4) 16. März.

2 Loosen. Erstes Loos 4000 t,

Werke zugelassen.)

Nr. 18 und

aus Eisen über den _Ptacenza.

außer- der Mxtfelmeerbahn in Mailand.)

Die erte en li e o blieben. s g sch P

Tri ? st, 23. Februar. (W. ., Fl o_ra xst heute Vormittag getroffen.

L o n d o n, 23.“ .Atbenian“ ist gangen.

cbruar. ente auf der

" Nack) kurzer Unterbrechung Stucke: „(Ein toller EinfaÜ" Tk) e a t e r wiedkrum zur

Im Walhalla-Tbeater

GcscUsckyast, Hrn. Poirier, statt.

Emilia Lambertini gestern Abend im auch tm

damit die

Marie Bulatoff aus Moskau

und der zahlreichen ZweYanstalten stehen die Einrichtungen der Noten- rwerbsständen des Königreichs

fick) bietende Gelegenheitergri en, um den land- wtrtbscbaftltcben Jntere-Xen,die§n§kex1le'n eren Vaterlande eine so hervor- na 9 ! Durckpschnittsbetrag der ungedeckten im Umlaufe befindltcben Banknoten be- ztffert steh auf 28 841 000 “46, der «44 An Banknoten waren durchscbnittlicb

soll wie folgt verwendet werden:

25 000 „46, noten-Anfertigung 475 000 „46 Bankfilialen befißt die Notenbank 5,

_ Der AuffichtSrafb der Anbalt-Dessauischen Landes- , , starker Reservesteüung die Vertheilung von Dividende der Generalversammlung vorzusck)!

W. T. B.)

nur zu niedrigey „Preisen verkäuflich, Merinowps, Kreuzzuchten und Mohairwnolle btÜtger, Garne und Stoffe ruhig. Brussel, 23. Februar. (W. T. B.) Die Nationalbank

Italien. ])irezs, Irmamsubj 10 ])jparbimsuto

Voranschlag 0,75 Lire bezw. 0,98 _ E k) e n d () rt : Dir». 00813k11210111 118-7811: elner D a m p f [) a r k a s s e mit hölzernem Rumpf nebst Zubehör. Vor-

Ebendort: 500 ebm Moulmein -Teakhol

. Cbendort* Stab! m Blech und profilirtcn Stangen für den Schiffsbau, in Voranschlag 1066 500 Lire; Weites Loos 3500 t, Voranschlag 933 500 Lire.

5) Im Projekt: Hersteüung Fluß Trebkia Voranschlag 1 595 000 Lire. (Näheres bei der Direktion

Verkehrs - Anstalten.

Grund: Infolge ungünstiger Witterung ist das Schiff m Ostende verspätet eingetroffsn.

(W. T. B.)

Theater und Musik.

gelangen von Sonntag ab die beliebten und „Der Mizekado“ im Wallner- Aufführung.

BenefizVorsteUung für den trefflichen Tenoröarywn der franzöfischen H o t e l d e R V m 6

Welches fich eines recht zahlreichen Zuspruchs zx] erfreuen hatte. Außer dkn beiden Concertgcbern wirkte eine noch 1251? junge Dame, Frl.

leichma 1 Seiten gern benu t. FlamentlßiZ

konnte; eit entgegenzukommen. _ Der Durchschnittsbetraa der metallisch

verbleibende Gewinn von 716 620.44 4z 0/0 Dividende 337 500 416, en 31 322 5,44, 22 0/o Superdividende ersonal-Exrgenz 3500 „45, Reserve Gewinn-Vortrag 45 781 „44 65 „444 und die Reserve für Bank- baften Beifal],

84 0/0

genüber

(W. T. B.) Wolle gedrückt, Zum Vortrag;

herabgeseßt. voll und mit

im Auslande.

er und 10000 Stück Suppen-

Lire das Stück. ein oncert.

das Kubikmeter.

. 7500 c Martin-Siemens- VM

erkennen , in

(Zunächst nur italienische

einer Brücken-Konstruktion für die Eisenbahnlinie Aleffandria

st vom 23. Februar ist ausge-

T. V.) Der Lloyddampfer aus Konstantinopel hier ein-

Dcr Union-Dampfer Hkimreise von Capetorvn abge- Köln,

Kölner Dom

London, feffor S a y c e , welcher jüngst besteht aus 200

findet am Montag, den 27., eine

Hr. Arthur Laser batten cin (Concert veranstaltet,

und

[*egrub in Val bis jetzt 7 todt

als Pianistin mit. Die jugendliche

- Liszt) zugab. _ hellem Sopran eine Arie aus dem angenehm, doch klxngt fie häufig in den unteren agen. ZEL ' den glanzenderen Tönen Wollauktion. Tendenz cebmk tft eine durchgebildete, ohne aber aufgroße Wirkungen rechnen zu können, ob lcich der am besten g angen der Hr. Laser brachte auf dem Cello mehrere sebr gefäüige

ÜJY'MYÖ “Krylb f d sl f ck "[

l_1 , te .oncer 2 er an en cine e)r reundli e .ufnabme und kcafttgen Beifall É

, _ Der junge Pia11istHr.Eduard Zeldenrust aus Amsterdam 1111 Konservatorium daselbst auSgebildct, gab gestern unter Mitwirkung des hilharmoniscben Orchesters im Saale dcr Sing-Akadcmie

Lieferung Yublikum erschien. .

nschlags zeugt sein Spiel Von gründlichen Studien. noch zu sebx das fre'te, selhstandige Auffassung. Sein Vortrag ist nicht see[envol1 genug, Dcese Eigenschaften waren in der Ausführung des 0-m011-Concerts Mendelssohn

[oben „war ,als die Schattiruugßwcise, pekdanttsch klmgende Betonungcn beeinträchtigt wurde. _ stucke Von Bach, Saint-Saöns nnd Gernsheim gelangen dem Künstler beff'er und xvurden mit sehr [ebhaftem Bcifal] aufgenommen. Das Phxlbarmomscbe Orchester, m der Ausführung der Leonorcn-Ouvertüre won Beethoven, des Trydtentanzes von Saint-Saöas und einer reizenden Gavotte von thlet sowie in der präzisen seme _anerkannte Vortragen reiche BeifaUsbezcugUngen.

,_ Am Sonnabcnd, den 25. d. M., Veranstaltet dic' Sänacrin Frl Elisa Von Wittcnburg mit (Kapellmeister Kogel) unter Twadar Nackyéz in der Sing-Akademie cin Concert (74; Uhr).

23 Februar.

Klavierspielerin eröffnete das Concert mit einer Gavotte 11411011 von Bgch, emem Walzer von stem, in welche)! Piecen fiei . fte sptelt mit'kräftigem Anschlage und sauberer Ton schrxn es _noch an wirkltcbem musikqltjcben Verständniß und darum natürlich an mvivtdueller Belebmgg und Ortgmalität des Vortrags zu mangeln. Es xvar deshalh sebr verstandig, jun e Pianistin zu absolviren batte, me 1: das technische Können beobachtete, dungSgebalt der Tonstücke reflektirt hätte. Es i auch zu erwarten, daß es stehenden Künstlerin noch gelingen wird, den tieferen, Gemüt!) Und Seel; ergretfenden Inhalt der Musik selbst zu erfassen und dann auch guf tbrem Instrument zum Außdruck zu brinßen. Das Publikum War tm Uebrigen von den Leistungen sebr befried

Fr. Chopin und einer Etude von A.Rubjn. re lobenSWertbe technische FertiZkeit beweisen ildung, doch

daß die Progx'ammnummern, welche die so gewahlt waren, daß der Hörer als daß er auf den Empfin. ' t zu bqffen und Wohl der offenbar tm Begmn tbrer Laufbahn

gt und spendete fo leb. daß Frl. Bulato'fftnocb den „Erlkönig“ (von Schubert. Frl. Lamberttm sang (xls erste Nummer mit sehr .Rtgoletto'; die Stimme ist . Lagen fiach m der Höhenlage. Die Vorxkaa yon Empfindung und Wärme zeugt; Kunstlerm zwei kleine italienische Liedchen, Nummern

er spielt mit Geschmack Und Feinheit und weiß seinem

Instrument ebenso zarte wie edle Töne zu entlocken. Skimmungs.

bemerkeySWertHcr Außdrucksfähigkeit trug der Künstler Ntdrei“ und Schubert'S „Du bist die Rub“ vor,

eitcns der Zuhörer.

in welchem er zum ersten Mal vor dem biefigcn Ju Vézug auf technische Fertigkeit und Kraft des Nur ist überaU

Anaclernte zu merken. Es fehlt dem Spieler die

Concertstücks von chec zu des Spiels mehr zu die durch zg scharfe und Kleinere Sow-

dcs _ _ Praztfion

und

der die

unter Leitung des Hrn. Kogel, bewäkzrte

Begleitung der Klavier-Conccrte wiederum

Vortrefflichkeit. Das Publikum spendete allen

dem Philharmonischen Orchcstcr

Mitwirkung des Violinvirtuosen Hrn.

Mannigfaltiges. '

(W T. V.) Der Hauptgewinn der bau-Lotteric Nel auf das Loos Nr, 157781.

22.„Xc»bruar. (A. C.) Der Oxfordcr Assyriologe. Pro- hcrtcbtet aus Kairo über einen Werthvouen Fund, mKObcr-Egypten gemacht worden ist. Derselbe Tafclcbcn in Keilschrift. und Profsffor vace

hofft, dgß dj_xselben Lixbt auf die vielfachen errzüge wcrfen werden, Welche dre Anyrer aus nach dem Nillcmde unternahmen.

Rom, 24.

zur Zeit der Blüthc des Reickys von Mesopotamien

Februar. (W. T. B.) (Eine ungebeuere Lawine torta (Bcrgamo) eine ?Hütte mit 33 Personen, wovvn und 10 lebend berausgc olt wurden; auch in Val-

bella (Navarra) Wurde eine Hütte mit 4 Personen verschüttet.

,_„__1,_.__ _.. __ _-

W 8 Uhr Morgens.

*

«» 50C.=4“R.?

fins

Stationen. Wind. Wetter.

Var. auf 0 Gr.

u d Mckrc'ssp

rkd. in Miüim Temveratur m " Cel

ONO 5 bedeckt OSO 3 bedeckl SSO 1 bedeckt NO 4 Schnee still wolkenlos stillkwolkig 772 still'Nebel 770 1 Schnee

765 41balb bed. 759 O 3 bedeckt 763 4„wolkenlos 764 4 beiter

762 ' 763 766 769

757 760 756 756 756 760 761 755 758

758 750 751

768 7 70 770 766 773 7 64

Mullagbmorc Aberdeen . . Cbristianjund Kopenhagen . Stockholm . Haparanda . St, Petersbg. Moskau. . .

Cork,Queens- town . . . . Brest . . . . Helder . . . . Sylt ..... Lamburg . . «winemünde Neufabrwaffer Memel . . .

KKS . . . . ünster. . . Karlsruhe . . Wiesbaden . München . . Chemnitz . . Berlin. . . . Wien . . . . Breslau. . .

Ile d'Aix. . Nizza . . . . Triest . . . .

1) Gestern Abend starker Schneefaü. Höhe 9 am. ' See mit Eis bedeckt. 3) Nachts Schnee. 4) Früh

chnee. 5) Reif. 6) Schneehöhe 4 am. 7) Nachts wenig Schnee.

Skala für die Windstärke:_1=leiser?u 2 = leicht, 3 = schwach, 4 = mäßig, 5 = fr RZ 6 = stark, 7 = steif, 8 = stürmisch, 9 = Sturm 10 = starker Sturm, 11 = heftiger Sturm, 12 =

Orkan. .

Uebersicht der thterung. Eine Zone höchsten Luftdruckes, Über 770 mm, er- ,!treckt sich von Schottland osWarts, über Süd- kandinavien hinaus, nach dem Innern Rußlands Ueber Deutschland dauert die Kälte, trübe thterung mit mäßigen östlichen und no_rdöstlichekn Windenfort; vielfach haben leichte Schnee1älle stattgefunden; die Temperatur liegt 5__16 Grad unter Null. St. Peters- burg und Hel mgsor melden Minus 22 Grad.

Schneehöhe in amburg 9, Berlin 4 am.

Deutsche Seewarte.

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NW

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wolkig wolkenlos bedeckt“) bedcckß) Schnee wolkigs) Wolkig“) Schnee bedeck1'7)

Dunst wolkenlos bedeckt

Q-OWv-ß WSPWQOWWDP 0:35 „_„_

Theater - Axazeigen. Mönigüchk Schauspiele. Sonnakend: Opern- baus. 51. Vorskcüung. Satauclla. Phantastischcs Ballxt ,in 3 Akten und 4 Bildern von Paul Taglwm. Musik von P. crtél. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 55. «Forstellung. Die Geyer- Wally. SÖaUspiel in 5 Akten und einem Vor-

spiZl: Die Klötze von Rofen. Nach ihrem Roman leichen Namens Von Wilhelmine v. HiUcrn. An-

?ang 7 Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 52. Vorstellung. Die „Zauberflöte. Oper in 2 Akten von Mozart. Dichtung yon Schikancder. Anfang 7 Uhr.

Schausptelhaus. 56. Vorsteüung. Die Weis- hett Salomo's, Schauspiel in 5 Akten Von Paul Heyse. In Scene geseßk vom Direktor Anno.

Axxfang 7 Uhr.

Deutsxhes Theater. Sonnabsnd: Die be-

rühmte Frau.

Sonntag: Romeo und Julia.

Montag: Die berühmte Frau.

Die nächste Aufführung von Galsotto findet am Dienstag, den 28. Februar, statt. ,

WaUner-Theatcr. Sonnabend: Einmaliges Auftreten und Abschieds-Bcneftz de's Hrn. Carl MitteÜ zu seinem 40jäHrigen Künstler-Jubiläum. Der Zigeuner. Genrebild in 1Akt von A. Verla. Hierauf: Ein delikater Auftrag. Lustspiel in 1 Akt nach dem Französischen von A. Ascher. Zum Schluß: Ein moderner Barbar. Lustspiel in 1Akt von G. v. Moser. (Péti, _ Leonce von Chamv-Tourné, _ Constantin von Horst: Hr. Carl Mittels.)

Sonntag: Zum 82. Male: Ein toller Einfall. _ Der Mizekado.

Vtctorm-Theater. Halbe Preise! Sonnabend: Zum 591.Male: Die Reise um die Welt in 80 Tagen, nebst einem V0rspie1: Die Wette um eine Million. Großes Ausstattungsstück mit Ballet von A. d'Ennerv und Jules Verne.

Sonntag und folgende Tage: Die Reise um die Welx in 80 Tagen.

WalhaUa-Theater. Nur noch 5Porstel1ungen! Sonnabend: Gastspiel der Mdlle. Decroza und der. franzöfischen Operetten-Gesellscbaft unter Leitung des varesario Mr. Schürmann Zum 4. Male: üjkoné-Qikosla. 0116». 5011ka 611 3 actes (16 11.14. 415er 7931100 st. 14]. Kerrisr. (6110116- Siroüa Ujls. Kravaius Vsoroaa.)

Son ntag: Dieselbe Vorstellung.

Irredrtä) - thhelmßadnsches Theater.

Sonnabend: Mit neuer Aussiaitung. Zum 16. M.: Die Dreizehn. Operette in 3 Akten mit freier BenutZung eines franzöfischen Snjets von F.ZeU. Anfang 7 Uhr.

Sonntag 11. folgende Tage: Die Dreizehn.

„Rcßdcnz-Theater. Sonnabcnd: Inn: 64. Male:

anncillon. Schauspiel in 3 Akten von N.Dumas (Sohn). Deutsch Von Paul Lindau. Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

BeUr-JUiance-Thcater. Sonnabend : Gastspiel

der r. Marie Geistinger mit den Mitgliedern des ? riedriÖ-Wilhelmjtädtischcn Theaters. Zum _24. Male: Die Salontirolerin. Posse mit Gesang m 3 Akten (4 Bildern) von Engelbcrt Karl und E. Jacobson. (Katharina und Midci Achenbacher: Fr. Marte Gcistinger.) Anfang 7 Uhr.

Somxtaa u. folg. Tage: Die Salontirolerix.

Vo-rlagtfige Anzeige. Sonntag, den 26. Februar: Matmoe zum Besten der hinterlassenen Familie des verstorbenkn Schauspielers Alexander Achterbcrg. Dcr Kurmärker und dlc Picarde. Unter vier Augen. Vermischtes. Die schöne Galathee.

Brüets hierzu sind im Invalidendank, Mark- araFenstraße 51a.., und an der Kaffe_ des Belle- AÜmncc-Theaiers schon jeßt zn Haben.

Eentral-Theater. Sonnabend: Mit ganz neuen

Dekorationen, Kostümen und Requisiten. Zum

1. Male: Die Himmelsleiter. Gesangspoffe

m 4 Akten von W. Mannstädt. Anfang 74 Uhr. Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Concert-Baus. Sonnabend: Gesellschafts- Concert des Kapellmeisters Herrn Karl Meyder, 75 Künstler (10 Solisten). Streich - Orchester 50 Künstler.

Circus Kenz. Sonnabend: Gala-Vorstel-

lung zum Benefiz für die Schulreiterin Frl. Helene Wagener, unter persönlicher Mitwirkung des Direktors E. Renz. Japan, oder: Die ueckischen Frauen des Mikado. Großes choreograpbisch-equestriscbes Ausstattuan-Divertiffe- ment. _ .Mirza-Schaffy“, engl. Voll lat. dresfirt und gerttten Von der Bencfiziantin Frl. Wagener. „Climar“ (Strickspringer dress. und vorgef. vom Dtrekwr E. Renz. orfübren der 6 groß- artigen VoUblutspringpferde durcb Hrn. Fraanen . Auftreten der 5 Phänomene der Luft. _ Au? treten" der vorzüglicbsten Reitkünftlerinnen und Reitkunstler.

_-

Sonnfag: 2 Vqrstellungcn. Um 4 Uhr Nack)- tmtjaas (ein Kind frei): Harlekin A la Edison. _ Um 73116! Abends: Die lustigen Heidel-

berger. E. Renz, Direktor.

Famtlten - Nacßrcchten. Verlobfr Frl. Hedwig Röthig mit Hrn. Gym- nasiallehrer Dr. Otto Hoffmann (Berlin)._ Frl. Olga Golz mit Hrn.Hauptmann Richard Lindner (Berlin). _ Frl. Klara Mirowsky mit Hrn. Fabrikbefißer Jul. Kaufmann (Görlitz). _ Frl. Käthe Schock mit Hrn. Licut. W. Brügmann (K1rch_Stück bei Schwerin i. NT.). _ Frl. Katharine von Alvensleben mit Hrn. Lieut. Frie'c- rick) von Masww (Neußakdenslcben _Berlin). - Frl. annziska Könecke mit Hrn. Graf Walley Baudisfin (Schwerin i. M._Lübeck). _ rl, Tom Hindenburg mit Hrn. Kaufmann und abrikant „Hans Sommermeyer (Magdeburg). _ Fr[ Agncs Düwel mit Hrn. Kar[ Naumann (HämelerWald- Leipzig). _ Frl. Auguste Schwänbage mit Hrn. Otto Suthoff (Oftlebcn). Geboren: Ein Sohn: Hrn, v. d. Osten (Wisbu). _ Hrn. Geycral-Major Hans Herwartb von Bitkenfeld (Düffeldorf). _ Hrn. W. F. Buer er _juu. (Eßlingen). _ Hrn. H. Redding werin). _ Eine Tochter: Hrn. Ober- Amtsbaumeister Berner (HaÜ). _ Hrn. AUF Mixow (Hannover). Hrn. Diakonns Salzmann (Plieningxn). _ Hrn. 1)r. msä. C. Schacht (Ber- lin.) _ Hrn. Dr. Paul Lebfeldt (Berlin). Gestorben: Hr. Bildhauer Otto Müller (Ber- lin. Frau Marie Wünsche, geb. Bernau (Steali ). _ Hr. Kommisfions-Ratb AUJUst Kessel ( ürstenwalde). _ Hr. Landgerichtsdire a. D. Bernhard Kaßner(Breslau). _ Frau Bertha Thilo, geb. Diesterweg (Wiesbaden). _ Hrn. Major v. Duncker Sohn Max (Mally- ark. - Frl. Emilie Engel (Bönnigheim). _ r. eder- abrikant Senator Heinr. Eberwe'm (Göttingen)- -_- Frau verw. Kieslack, geb. Henkmann (See“ hausen i. Altm.) _ Hr. Kommerzien-Ral'; W. Steinbömer (Norden). _ Frau Friedch€n Ewers, geb. Klodt (WiSmar. _ Hr.Kanzle1' Rath a. D. Rudolf Zwicker ( agdeburg).

„-

Redacteur: Ri 8 d e [.

Verlag der Expedition (Scholz).

Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags'

Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beikagen

(einschließlich 2 Börsen-Beilagen).

Berlin:

Druck der Anstalt,

tor .

Monaten mederum der

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

„24.6 50.

Berlin, Freitag, den 24. Februar

1881.95.-

Yichtamilicbes.

Preußen. Berlin', 24. Februar. Im weiteren Vsrlauf der gestrtgen (44) S1ßung des Reichstages erklärte bei fortgeseßter Berathung der'Branntweinfteu er der Abg. Witte: Dxe Ausführungsbestrmmungen seien ebenso wichtig, wie das Gesetz selbst, unh er halte es für eine ernste und wichtige Aufgabe der Reg19xung, hier eventuel! Aenderungen eintreten zu lassen. Er „konne pem Abg. von Mirbach nicht glauben, daß dessen Pariet ledtgltck), um die finanzieUen Ver- hältniss de?- Retchs pauernd zu stärken, das Geseß über sich genommen habe. „Sw habe es apgepommen und nach ihren Tendenzen wesentlrch geändert, weil ste glaube, daß ihr damit eine außerordentliche Sicherstelkzng dei.“- ganzen Brennerei- betriebes und ein außerordentlich „reicher Gewinn zu Theil werden würde. Die Verantwortlichkett für dieses Geseß weise er (Redner) den Konservativen zu. Er „halte auch an dsr Ueber- zeugung fest, daß, wenn jene r1chttger Weise vorgegangen wären, sw im Stande gewesen wären, einen bedeutenden Ge- winn zu realisiren. Dxe Ausführung dieses Gesetzes sei über- haupt unmöglich; in Folge Hex Verschiedenartigkeit der Ver- hältnisse müffe eme B9nachthe1ngung weiter Kreise, ohne daß ein Verschulden ihrersetts vorlisge, eintreten; und in kurzer Zeit werde eine so große Unzufriedenheit entstehen daß eine gründliche und umfassende Reform s1ck) alS notöwendig er- weisen werde. Die Zahlen, die der Abg. von Mirbach vor- getragen habe, seien vollständig richtig, und er (Redner) gebe zu, daß bei dem 70 Pfennig Spiritus ein Zustand "eintreten werde, bei dem die Brenner Geld zulegten. Anders liege die Sache bei dem 50 PfennigSpirituS, bei dem ein sehr wesentlicher Forts ritt in der Preisbilduug erkennbar sei. Der volle E ekt des Gesetzes 16T verhindert oder er: schwsrt woxden,_ namentlich auch dadurch, daß die Vorräthe bei dem Inkrafttreten des GeseßeS zu groß ewesen seien. Der Abg. von Mirbach weise darauf hin, da er gleich bei der Berathung des GULHEZ eine Erhö ung der vorgeschla§nen Exportvergütung für nothwendig era tet habe, um daS eseß wirksam zu machen“ er _wolXte also noc!) em rößeres Geschenk für den Export. Was 10116 man von Gewerwebetrieben Hagen, die nur auf solchem nge lebens: und nußenfähig er alten werden könnten? ES sei das ein abschüssiger Weg, auf dem man sich leider seit Jahrsn schon bewege und auf dem Existenzen künstlich groß gezogen würden, deren Zusammen- bruch nicht ausbleiben könne und würde. Das (Heseß setze als nothwsndige Folge eine. wesentliche Einschränkung der Produktion voraus, obne welche namentlich die Außgleichung zwischen dem 70 und 50 Mark-Spiritus nicht eintreten könne. Daß dies? Einschränkung nicht erfolgt sei, müßte nothwendig auf die Preisbildung nachtheilig wirken. Es werde fortgebrannt ohne Rücksicht darauf, wie viel im Lande konsumirt und zur Ausfuhr gebracht werden könne; darunter müsse das Brennerei- gewerbe schwer leiden. Es komme dazu, daß der Export immer mehr und mehr eingeschränkt werhe, nachdem die Länder, in die Deutschland exportire, höhere Emgangßzölle eingeführt Lütten. Der Andrang von Branntwem nach den großen

entren des Handels, namentlich in Berlin, wie „er früher nicht vorhanden gewesen, müffe naturgemäß den Vxets drücken, und dieser Andrang müsse vermehrt werhen, ]e mehr die Ansammlung von klemen Lägern erschwert set. Wenn nicht Einschränkung der Produktion erfolge, würden und müßtey die Preise noch weiter sinken. Die Zustände dxs Brennerer- gewerbes unter diesem Geseß, das gebe er zu, seten bxdenklich, und er freue sich außerordentlich, daß er mchtdazu betgetragen habe, es zu Stande zu bringen. ' ' '

Abg. Racks: Ein abschließendes Urthetk über dl? WU:- kungen des Geseßes lasse sich zur Stunde absolux m_cht ab- eben. Mißstände bei der Ausführung hßtterz stch xn der

eber angSzeit nicht vermeiden lassen, well dle Emsührung des eseßes habe Überstürzt werden müssen, xz_nd dW V'or- kebrungen nicht komplett hätten getro en „werden konnen. N1cht nur bei den unteren, theilweise au bet den oberen Beamten habe nicht die gehörige Kenntnis; obgewkaltet, um pen Itxter- e enten an die Hand zu gehen. Es seien durch mxßverstand- ltche Auslegungen dex, Geseßes und Ratbschläge der oberen Beamten die Interessenten direkt geschäd1gt woxden.' Der wesentliche! gang des Konsums sei wohl auf dte M1 MÜ? be üglich der DenaturirungSmittel zurückzuführen., s .et da 81 enYchieden beabsichngt worden, dem Spmtus eme Yößere erwendbarkeit zu technischen. Zwecken zg eben.

atsächlich aber Sprritus für 1116 ehr- Ml der Gebrauchsfäae absolut unbrauchbar. Ems kleme

ilderung sei ja dadurch ein etreten, daß der'Zusaß von Pyridinbasen auf die Hälfte be chränkt worden, set, xxber vgs reiche noch nicht aus. Sei es denn nicht mögltch, dtese M1ß- stände “zu beseitigen? ,

Kommissar Geheimer Ober-RoYerungs-Nath. Bocctus: Das DenaturirungSmittel sei auf run,d sehr eingehender Erwägung und Prüfung, an der dre hervorra endsten Sachverständi en betheiligt gewesen- seien, vom undes- rath beschloÉen worden. Selbst solcher Spiritus, der; mit dem enaturirungömittel verseßt „worden set , set anfangs in vielen Haushaltungen ohne xr end welche Be- chwerde gebraucht worden. Der chlechte eruch ser auch ei ößeren Quantitäten nicht von n ap an xvahrgenommen wor en. Die Beschwerden seien vie 91 t mcht sowohl auf das Denaturirungsmittel, als auf dte Peschaffeyheit des Branntweins zurückzuführen uxtd hatten ÜL auch bereits gemindert, nachdem _sett dem 15- , ezember v. 3. der Zusaß von Pyrtdinbasen ZLI H Yrabgeseßt worden. Im Uebngen betrachte pe undesrath dxe

aterie nicht als abgeschlossen, fie set vtxlmehr schon sett sorgfältigstep Erwagun unterzogen.

Es sei eine Kommisston _von Theoretzkem xmd raktikerxx an- ßelegsezntlich damit bes äixtigt sämmtlxche bet der Denatum'ung es ranntweins in e15ra t kommenden-Fragen nochmals Zu ermä en, und Hauptgegenstand set dabei, in welcher We se das exige Denatumrun smittel zu verbessern, obex wenn dies nizt tunlich ei, we ches andere Mitxkel an dte,Stelle zu se en ein te. Der Gegenstand werde als exn außer- or ntltch wichtiger aufgefaßt und er hoffe, daß es in mch langer

sei der denaturirte

Zeit gelingen werde, allen Kla en, soweit fie gerecht und auf das DenaturirunJSmittel urü zuführen seien, abzuhelfen,

Abg. Kalle: Die deuthhen Haqurauen würden sich jeden: falls freuen, wenn ihren Klagen über den denaturirten Spi- ritus abgeholfen würde. D1eChemiker, die als Sachverständige gehört würden, seien gegerx hen Geruckf) etwas abgehärtet, es emp ehle sich vielleicht, e1n1ge Haus rauen zuzuziehen. Er m'o' te sodann einem Schwerzen§5fchrei der kleinen Brenner in Hessen, die durch das Brannthngefeß auf das Schwerste ge- schädigt seien, Ausdruck geben; ste könntenkeinen 70er Spiritus brennen, weil die Kosten zg hoch seien, aber auch keinen 50er, weil sie bei der Kontingennrung schlecht weggekommen seien. Die Fokge sei, daß überall der Kartoffelbau schwer getroffen sei, und nur die schlechtesten Preise erzielt werden könnten. Gegen eine Ermäßigung des Tari S für Kartoffeln aus dem Osten müsse er rotestiren, Her este_n wolle Kartoffeln aus dem Osten ni t aben, die [emigen seum schon zu viel. Wäre es nicht mög ich, diese kleznerx Brenner dadurch zu schützen, daß man sie behaxldele wre dre Brenner, die die Material- steuer zahlten? '

Abg. von Helldor : Die Schwiertgkeiten des Branntwein- efeßes lägen darin,da es gelte, nicht nur den wirthschaftlichen Interessen der Kartoffel bauenden Landesxhßile gerecht zu werden, sondern zugleich auch hohe Steuererträge zu erzielen. m Großen und Ganzen könne man mit dem, was erreicht ei, Zufrieden sein. Um Mißdeutungen vorzubeugen, bemerke er, daß er Abg. von Mirbach seiner Zeit die Erhöhung der Export- rämie nur für das Uebergangßstadium befürwortet habe; das ei nicht zu verwechseln mit dem Eintreten für Exportprämien überhaupt. In Bezug auf die Nachsteuer gebe er zu, daß man fehlgegrisxen und sie noch etwas hätte steigern können. Der Hauptzwe des Geseßes, die deutsche Brennerei lebens- fähig zu erhalten sei erreicht, wenn es auch die Illusionen vieler Brenner, Zis von dem Gsseß mehr erwarteten, als es leisten konnte, nicht erfüllt habe. Eine sichere Preislage habe die deutsche Brennerei nur für den Branntwein des innerxn Konsums erlangen können. An der ungünstigen Lage der Brennerei sei nicht ?owohl das Gesetz, als der Umstand Schuld, daß, als das Ge gemacht worden sei, es nicht mehr möglich ewesen sei, den Kartoffelbau einzuschränken. Das sei aber ho entlich ein vorüber ehender Uebelstand. Der Land- wirtl) werde sich in Zukunt auf diess Einschränkung ein- richten müsYeJU, sonst werde die Brennerei u Grunde gehen. Unter dem ranntweinsteuergeseß sei jedenZaÜs der Schnapk- konsum erheblich heruntergegangen. und das sei ein großer Effekt, über den er sich freue im Jntereffs der ganzen Nation.

Ab? Barth: Das Gesetz habe die Ho nun en ni ter- füüen önnen, weil die hohen Stsuer1äße en onsum stark hätten vermindern müssen und die Produktion diesem Rück- gang nicht genüixgßend gefol t sei, so daß jetzt die Preise sehr niedrig seien. as seine artei vorhergesagt, sei ein etroffen. Der Hauptgrund des jeßigen Zustandes liege an der Di erential- steuer, durch welche den Brennern ein Geschenk von 3 Millionen aus der Tasche der Konsumenten zugefallen sei. Wenn eine DifferenÉ von 18_19 446, wie Hr. von Mirbach bestätige, in dem piritusPreis bestehe, so heiße das: von jedem ektoliter kontingentirten Spiritus würden 50.44 an den Reichsftskus und zwischen 18 und 19 444 an die privilegirten Brenner gezahlt. Bei einem Gesammtkonfum von 2 Millronen Hektoliter in Deutschland erleelten also die Produzsnten einen Bei- tra von36_40MilXionen ark von denKonsumenten. Nunsolle die?:xs Geschenk den Harten nichts genützt haben, weil die Preise niedriger geworden seien. Das habe seine Partei voraUSgesehen und es sei für sio mit ein Grund gewesen, FSM das Geseß u stimmen. Die Zuckerprämien hätten den

onsumenten ach MiUionen gekostet und den Produzenten nichts genüßt, weil sie durch ein Uebennaß von Produktion und Export die Preise hätten sinken machen. Dieselbe Ent- wickelung beim Spiritus habe in der Natur der Sache gele en, da durch das Geschenk die Brenner materiel] in die Lagege eßt worden seien, noch mehr zu produziren, als vorher. Zn Folge dieser Subventionirun der Produzenten hätten an andere Länder, wie Frankrei und Spanten, Maßregeln gegen den deutschen Spiritus ergriffen, die allerdings auf fal- schen Vorausseßungen beruhten. Der zukünftige Preis auß dem Weltmarkt sei in dem heuttgen Uebergangs- sta ium noch gar nicht abzusehen, der jeßtge sei so niedrig unter dem Druck der großen Vorräthe,_ dte noch aus der eit vor dem 1. Oktober 1887 vorhanden smd. Der Kommis ton sei erklärt worden, man werde die Berechtigungsscheine bei der Entrichtung der Maischraumfteuer in Za lung nehmen. Aus welchem rechtlichen Grunde glaube die, egierung den Berechtigungsschein, welcher an der Börse mtt 181/2 „44 ge- Yndelt werde, m1t 20 „44 in Zahlung nehmen zu können?

ann würde thatsächlich die RegierunxJ von allem in Deutsch- land konsumirten Spiritus zunächst ie 70 „46 erheben und davon 20 .46 dem roduzenten auf seinen kontmgentirten Spiritus ver üten. ann werde aber an;!) der Blindeste im Volke begrei en, daß es sich nur um eme Subvention der 4UFoduzenten aus den Taschen der Konsumenten bis zu

Millionen Mark handele. .

Abg. Racks: Wie verschteden die Anschauungen seien, gehe aus den sich fast diametral gegenüber ste enden Aeuße- rungen der Hrrn. von Helldorff und von irbach hervor. Zr. von Mirbach klage über dte schlechten Wirkungen dex

eseezes für die Landwirthe, Hr. „von Helldorff halte dte ünst gen Folgen desselben für errytesen. Die Zeit werde ehren, wer Recht habe. Er Treue steh über die Pemerkun en des Hrn. von Helldorff bezügl der _ethißhen erkungen es Geseke; und wünschte nur, da e„r ste a en seinen Freunden vorhalten te. Wenn der Regterurxgsvertreter memte, daß die schlechten igenschaften des denaturtrten Spiritus auf eine Lehlechte Qualität des Alkohols ?urückzYUhren Leim, so treffe

as durchaus nicht zu. Der fu el_halü te Alko ol, denatqut

mit dem schlechtesten Holzgeist, set no das reine Kölnische

den mit Pyridinbasen verseYen Spiritus.

eimer Ober-Regierungs - Rath occius: Er habe

da ein Thul der Beschwerden wahr-

ie chlechte Beschaffenheit bes Brannt- mitmir ende Ursache zurückzuführen

Ge nur ?e agt,

scheint ck auf

»ein: als

Wasser ?egen

über eine Verbesserung in pie- fer Beziehung eien in vollem Gange. Erhebltche Quantitäten denaturirten Branntweins seten von Anfang'an als gebrauchgfähig anerkannt worden und würdetx noch 1th gebraucht. Er wolle gern den Abg. Racks durch eme hter 'm Berlin gekaufte Probe überzeugen, daß der denaturtrte Spiritus verwendbar sei. , ' ' , „_ Abg. Racks: Das leßtere set möglxch, ,wetl dte Handlxr ein Mittel gefunden hätten, durch welches du: schlechten Ww- kungen des denaturirten Spiritus unterdrückx würden. Geheimer Ober-Negierungs Rath Bocczus: Es handele sich hier nicht um Branntwein, zu dem em Zusalz gemacht sei, um den Geruch zu beseitigen, sondern um solchen ohne

Zusa „.

Zlbg. von Mirbach: Die Sache mit dem neuen Brannt- weinsteuergeseß liege doch ganz anders, als Hr. Baxth ste dgr- stelle. Von einem Geschenk an die Proxxuzentey set gar keme Rede. Wenn die Differenz im Steuermße nzcht emgeführt wäre, würden die kleinen Betriebe gänzlich vermchtet sem, und ein solcheH Vorgehen sei weder rationell noch von emeykon- servativen Regierung zu erwarten. Der Unterschied zwxschen den Außführnngen des Abg. Barth und denen des Hxn. von Heüdorff sei nicht so groß. Hr. von Helldorff habe eme viel weiter gehende Kritik des Gesetze?- für die Zukunft geübt, die er (Redner) auch für zutreffend halte; in einzelnen Punkten könn? man ja abweichen. Er (Redner) habe wesentl1ch von den momentanen Wirkungen de?) Gesetzes gesproÉen. Aus besonderen lokalen Vsrhältniffen eraus sei dre nsi t dxs Hrn. von elldorff erklärlich; wel en Effekt das Ge etz m Zukunft ha en werde, könne man später dtskutiren. .

Abg. Barth: Von allem konsumirten Spiritus hätten dte Konsumenten zu bezahlen 50.46 Pluswerth des Berechtigungs- Weines, also 681/2 „46. Konsumsteuer. Von dieser flöffen 50 „44 in die Kaffe des Reichsfiskus, 181/2 444 in die der Vranntweinbrenner. Wenn da?: kein Geschenk sei, jo gebe es überhaupt keinS. Wenn die Herren durch den Mtßbrauch desselben sich selbst schädigten, so verliere das Ges enk seinen Charakter als solches nicht. Er wieder ole seine An rage an die verbündeten Regierungen, ob in der at die Berechtigung?- scheine, die jeßt tagtäglich an der Börse für 18142 446 zu kaufen seien, für 20 „444 bei der BezahlUUg der Matschratxm- steuer in Zahlung genommen werden sollten. Und er bxtxe „um eine Mittheilung, auf Grund welcher Berechtigung dte ngierung dies thun wolle, noch dazu zu einem Course, der weit über dem des freien Verkehrs sei.

Abg. von Helldorff: Ein Dissens zwischen ihm und Hrn. von Mirbach bestehe mcht. Von einem Geschenk könne man nicht sprechen. Es handele sich hier um eine Maßregel, die auf anderen Gebieten (MY getroffen sei. Die Darstellung dieser Sache als eines Ges enks an einzelne Klassen sei nur auf Leute berechnet, die eine geringe Auffaffungskraft hätten. Er finde dafür kein parlamentarisches Wort, aber einen Vor- wurf dafür könne er Hrn. Barth nicht ersparen.

Abg. Barth: Seine Anschauung werde von 'edem leidlich

ebildeten Volkswirth als selbstverständlich ange ehen. Aehn- iche Geschenke seien durch die protektionistischen Gesetze gegeben worden, z. B. in der Form von Kornzöllen. Diese seien auch nur ein Geschenk aus den Taschen der Konsumenten zu Gunsten einer Klasse von Produzenten. Das sei des_ Pudelß Kexn; und es set begreiflich, wenn Hr. von Yüdorft das Kmd mcht beim rechten Namen nennen molle. as könne die Deutsch- freistnnigen aber nicht abhalten, immer wieder darauf hin- zuweisen. ' '

Der Titel wird bewilLrgt.

Die Etats des Hauptzollamts in Hamburg und der Reichsstempelabgaben werden ohne Debatte bx

willigt. Etat des NeichS-Scha amts

Weitere Erwägun en

Vom werden die ordent- lichen Ausgaben ohne Debatte bewi igt. Jm Extraordinarium ent ält Tit. 4 den Beitrag zur Deckung der laufenden Aus- ga en der Universität Straßbur von 400000 „44

Referent Abg. Frhr. von Huene: Die erseßung duxses' Tttels aus dem Ordinarium in das Extraordinarium set m der Kommission Gegenstand eingehender Verhaydlun wesen. Es sei hervorgehoben worden, daß dieselbe m EleZ-Lothrm en einen unan ene men Eindruck emacht habe, man bYüx te„ daß das ei sah der fticht zu „diesem ertrag ernerhin entziehen wolle. Die Universrtät Straßburg ei nicht als Landes-Univerfität, sondern in) Interesse des Reichs gegründet worden. Die Leistung emes dauernden Beitrags zu den Unterhaltungskosten sei demna billig, und derselbe müffe im Ordinarium bestehen bFeiben. er Vextreter des RsichsSchaLYamts erkläre , daß kemeswegs beabstchtigt sei, durch diese mstellunl? den Zuschuß alsbald zu beseitt en, man habe nur eine a liche Abminderung in AuÉcht nehmen wollen. Kunst und iffenschaft sei Sache der La es- regierungen. Geändert werden könne auch im Ordinarium, durch die Rückverseßung in das Ordinarium würde man sich noch mehr binden als_ bisher. Dagegen ei geltend gemacht worden, daß man eme Aenderung des eitrags überhaupt nicht vornehmen wolle, und die Kommisfion habe deshalb die Nückverseßung des Titels in das Ordinarium beschlossen.

Abg. Petri: Seit 1876 habe dieser Posten im ordent- lichen Etat gestanden. Die plötzliche Verseßung in den außex- ordentliéen Etat habe großes Aufsehen erregt und nicht allem im Krei e der Professoren. Man habe e ürchtet daß in Bälde der Posten gan estrichen werden önnte. enn eine olche Abficht ni tbexte e, so be rüße er das mit großer

rende. Unmitte bar nach dem rankfurter Friedensvertrag ätten Bundesrat!) und Netcbsta als eine der ersten Auf aben des Reubs betrachtet, eine deutsgche Univerfität in Stra burg ku „gründen. Bereits 1871 habe der Reichsta in einer Reso- unon den Retchskanzler ersucht, diese Unimersgtkät zu künden. Dahei hätte'man hohe iele im Nu Gs andele. ;peyell um eme Unive tät für die dürfniffeGl «Lothringens, on errx umeine Hochschule,welchealx Pflanz Tättedeuxx. KW und Wtffens aft den deutschen G inderWeftma Reichl kräxtigen so te. Reichstag und Vundesrath hätten mit“ gr

gehabt.

Op erwilligkeit Millionen zur Verfügun u:» versität gestellt. Heute sei sie ein DKNY“: MKT» len,