1931 / 72 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 26 Mar 1931 18:00:01 GMT) scan diff

Netho- mn Staatsanzetgec Nr. 72 vom 26. März 1931. S. 4.

schlesien nach den Zettungsvexécvten geZprocdeu: Herr Hagenberg, Hort Bang, Herr 5:1;111?! und Herx öcka11pt111ann Schmidt, ReZap;- tagsavgcoxdäctU 1111:- 3311111101121. w::ter? (*),-6111 9112! bc1 der &!51aldemo11at'1sazen Partei.“) MLU, meme Herren. Jck) Messe (***.1121 Rede, wie sie ams 91111111"; cß11er staa111chcn chxajeutmion, wie sie aus Llnlaß eines 241111511111»- (“11106 BolksxramrtaßcH oder (Ines V01k5f1'c11dc11111ge5 gel,)«lrey WLW, Xc'mc 111111111121111112 polixiscye Bedsutnng 1111) W1171mq 11er. 3111012111 11111 ich 1111! Herrn von Rohr 51111; einverstandc». :'tver Wenn dToic deen nécwt 11'cthrk11'11tge11, 111114:- joll 11115 1o212er- brängen? Hollow 11111 WNW )1'11 „Krieg 6111111211? Tas WHU 21“ n'1ch1, und :ck) 1111161111118 02111111 anch 1111111, Wenn er das 111191" 11Zcht 11.1111. dann soll er Dock) mehr solche vämjjchcn Bemerkungen machen gcgcnüvsr dcr Rede, die auch einmal ein Mikglieo Der Prcnßkscdcn chécxnng 111111. Wenn er aber auf chéc Dinge Raver 0117310111111111'11 ist 111111 Weils: davon sprach, „aucb der dkntjch ver'olicvcno Te'il Von Obsrjchlesion wäre nicht bei Preußen, Wenn es 1111111 W191“ Politik geqangcn wäre“, dann habe ich zunäch_st 311 11111911, daß er chr einmal wieder Fozjaldemokratische Pollttk und Politik der Preußischen Sxaa151egLer1mg gleicbstcllt. Herrn Kollcgcn 11011 0711110111 11132 ich, sich das besonders zu merken. Tiefe Gieécwstcllnna 1st "111 désx'ém Fall freilich durchaus Verdient; denn ch 11151111de11111k1'a111che Politik in Sachen Oberschlesien War die Volrtik der 111*811ß1*schc11 Staaxsregicrung schlechthin, nnd diese *14111'1xék [10.2 (11111) 115.11" im Hanse stets die w-IZtgeheudfte Anerkennung _11_*s::11dc11. (?,:ka 1"1ch:ig! bei der Sozkaldemokrat'rschen Partei.)

53011 111111 Rohr [1111 10 9911111, 1115 ob c»; 11111 ein Mühcn, ein 5111111111, 9111211 Kampf 11111 die Existenz, um die Substanz von TO:;11'1111911811 gkgcch habe, nämlich den Kampf um den Anna- 113111. 13711“ 111111 Row“ is! «111111 in dcr Bc'trachtung dieser Dinge 1'.11"111 11115 Ponnncrn "1121“1111592111111111211. Ick) habe 1919, als es noch 71111“ 1121111111111 111111“, mit Dem 1111§1211tc11 General von Höéer und 111.1: Dam “111111111111 Diss»; Hauseö, dsm AbgßordnLten Hörsing, in T-vc1'sc111csic11 'ocrsncvt, einc prcnßisckxc, eine deutsche Phalanx zu «111111111 dk11jc111g111 Ztrönmnch gcgemiber, die die Wirtschafts- 111'111- in dcr “5111111113 1111d jc'nc „Zcit benutzen Wollten, nm polnische ;111c11“1*, polnisch Untstnrzzwccke zu erreichen. Zu jener ZW:, 51; 1*-;- gofährlicl) 117-111“, hÜb-le die Arbeiter aller Richtungen, 111111: 11111“ Zozialde111okratc11, nnter Führung Hörsings, in den 1111271111131“. 3113111111 (1211111121111, 111171 c;; ist bczcichncn'd, daß in diesen Z,“:„(11111Fxx11 "1112-11211111d01'c 1111 ?[pkil 1919 Und im Angnst 11320, die :)!1'115'1111; ch ![1111111 Lame, dic Bcamxcn und Angestellten dis TUHH» 111111011, Die “*.*.kéä1111S1' 111111211, die 1111 eine friedlickyc Lösung 2-0»; „1131111111; 1111111 gl1111111811, déc 1111f Dic Hcra11§gabc Von Waffen d1i111g1x11, ck10 sich in M11 “F11b1'1kc11 11111 nicht kriegsgcrcckxtcn Waffen v:1*sc!;.*11 1911111111, 11111 111111 die polnischen 'J11s111gc111011 511 gohcn, U11"; 0.111“ das 1“1*1111*d'111'1*11d9 Elc111c111 anf der Seite der Rechts- 1111111111 *,11 finden 111111". *Z-chr richtig! [101 N11 Sozialdemokraten.) 17:1T1 Dxr (“'-3111 1111111 “)[1111111181'11 hätto feine BodvUt-uug 111 der T1 1111111911 (";-.*1111111119 [19f11111111911, dic tapfcrsn Männcr 110111 Anwa- [13151 [11111311 11111 1111111 1111“ Iberscchsicn €i11511s€ßc11 branchen, 11.301111 (*;11'1(“1*1 11111" 111111 "91111011 19111 Und 1920 [101111319 MÜUUU gc- _(1-!:-_*11 111111“. dic L111'1'11111c1'1011 (111,7 keinen FTU p1'»c'1*;_110[1c11 Wolltc'n. (;.-?:“); 11111111“! 1111 321111111111

1111111 11111 .*“1911 “0011 Rohr 11111 VUL'NLYUKTCU, Das; 1111 cj11mal dxxyix-x: _1;:1“1*-1“1*-.“l1311 (161111, das; 1111 11111) 11121119 polixiscch Freunde '*415-,'-4,*ck111"-.'1*11'x;):_* 1701111. Téosc B1*:_1*i1[_1111111_11 ist 11115 [Wigklcgt jvoxdcn. “W451“ 11111511 11-9 1111111 111591111611, 1110111911011»; 11ic1)t 111)»: Einschrän- 1;;11_;1_ „3-11 [:*-1:9 111 111911161“ ?)TOZMIWMDL 1928 WM daran Lr- 11111-3'12, 731111; 11181“ 111 T11115111 311111 Volkstag wählrc 1111d soziuldcmo- 11111111111111111118, 111111 N11 33211911 OerTcntjehnatimmwnVolkaartci D-x11 “1'01611 gloicOgcstollt 111111'O211 ist. „Wer sozialdemokrntijck) wählr, 111411111 1131111111)“ _ so 1111111212 damals Die Walsparolc dcr DURA)- 1111'1111111'11-311 Bolksygrtci. Und 1112; im Streit um -d1*11 “1111153111011121' 11911 Z1131«.1(d-:11111k1*.111*11 111191181 “111111le MMW 1111111119111 Wurden, 11:11 1111111 111111) «Us 11110 “13111811fronmdlicyfeit hingewiéscn. 'Das sind B:;«Zx11111111gc11, die Z "1 c 11115- 17951811811 111111611, die wir 11521 11111" 111- 1911111 1115011115181; al; 11115") wir bestkcbt sin-“O, mit dcn Demo- 1121111'111111 “14111111 11111: F111111dschaft zu ha'lxcn. (Sehr gut! bei dM S*:-3'111152111171131911, _ Z11r11f rechts.) _ HEUTE nichk; da stimme ick) ,'J11111-311 511. “211191“ 1111111 darf Dix: Hoffnung nicht Vcklieren, daß auch 111 „1111311 ?)191111'11 111 11ächster Zsit Republikaner uryd Mmokmten c1“;“:-;[_1;11 Warden.

“. LL.M

U11?) 111111 h&t Horx [1011 Rohr Reden 111111 11111“. heransgésnc'ßt 111111 11111“ Ujlfkkstkllt, daß ich in Kiél gcsagt häktc, 11101111 Unsere 77291111311111111'11 (Ulf “2 Milljarch Mark hcr11bgescßt würdcn, können 111Z1 11111) 19111. Ick frage Sic: WMW Sie» mir einen solchen 1111111111 511? Auch ein Ministcx kann Jexhlgriffc 11111. Anck) ihm 1111111111 1111 11111511; _!ij-1139_ auch dem Minister verrutscht 911111111! dir: 31111111; 11115 92111 ich allo; zu, Aber, mcine Tam-sn uwd 57311111, daf; 111) in 61116111 L'btgsnblick, 111 dcm die Debatte über die ?)11111rg-Léist1111gc11 oder die d211tsch€11 Reparations- 1:1111111z1c11 im Gange ist, auch nur unter vier Angcn erklären wiirde, daß eine Hcra'bsLßnng auf jährlich 2 Milliarden der dcntsclxcn Wir'Tsthast genüge, das dürfen Sie mir doch nicht zu- tkancn. Tcoßdkm wird in ganz Deutschland untorstellt, daß ich 111 Liner öffentlich Rede in Kiel das gesagt hätte. In Wirk: lächkeit habe ich in einer M11rauensmännerversamml-ung der Kiclcr ?[rbcitcrsckgaft, dEr ich die Wirtschaftslage des Frühjahrs 1929 «:I-sinandcrsexzen Wollte, gesagt, daß die steuerlichen Er- fW'DVL'ilissS Wahrscheinlick) dic Wirtschaftslage des Jahres 1929 noch 11191111“ Verschlechécrn Wükdén. Sie wissen, meine Damen und Herren, daß c;- sich damals beim StMerdearf des Reiches um 0111111 Vetkag 11011 ungefähr 500 Millionen handelte. Da sagte ick): 11101111 cc; 1111; nicht gelinge, beträchtliche Abstriche an den ReparationslcistUUan 511 111c1chc11, müßten wir Mücke 500 Mil- 11011011 1111»; dsr dcntsckzen Wirtschaft hcrauspnmpen. Das War der «1151111 -T*i1111ck1i-Z uns die Re1,1111“ationHVcrhandlUngen. Daraus ist 111111 („1011111ck11 Morden, daß ich den Unterhändlern in Paris in den “.U11ckc11 („111111011 wäre, daß ich damals mshr hätte zahlen Wollen, glg c; der p1c11szisckc 53er Ministerpräsidcn-t zUm Aus1druck gc- 111111111 hält:! (annf rechts: Nein, nicht Sie, Ihr Fremrd Breit- scheid!) _ JU“) Miß 1111111, 1111121 1111111 Vreitschcid Unterstellt. Aber Was ich fiix' 1111»; (1111 111 Anspruch nahme: daß man uns nicht für diintmor halten soll, als wir in Wirklichkeit sind, das möchte ick) auch 1111" Breitscheid in Ansprnck) nehmen. (Heiterkeit. _ Ruf rechts: E111VLrstanden!)

Weiter habe 111) Zu dieser UHeler Rede das genaue Gegenteil oon dem gejagt, m_:s Herr AW, von Rohr we1ter untersteme:

110111111: man mit den Reden ?( und seine poiit'w'cycn Flenndc boxen schon im Jahre 1929 das

"3111511111111 dsr wirtschaftlichen.Zionjnnkxur seftst-cilen können, während 11111“ damals noch 111 rojcnrmem Optimismus «segel: seéen, Mc111e Damen und He11'en, ict) vawe um die Jahreswende 1928/29 311 07.972111 Thema etwas gestyrZeben, nämlich ejne Be: gründung zu meäncm ZchiedZsprnch, den ich im Dezemvek 1928 1111 Ztrei: der Metallir1d11jtr1e Nordwest abgegeben Hohe, und “m dc1 Begründung zu dicscm Schiedöwruck) habe ich schon auf die 1111f1111-c11de wirrschaftliche Ronjnnftur anfmerkiam gemacht. Es 1111111 also gar te111e Rede davon sein, daß wir 1th auch bc: unseren Maßnahmen 111 der Preußäscßen Skaafsregierung yon ganz falschen 1oir1fchajtiicl1en Vnrausjctzungen hätten leiten lasen. “Zilles, was Herr Abg. von Rohr 111 diesen Punkten gkauvke fest- stellcn 311 können, gehört in da;: Gsbiet der polix'rschen Fadek.

.Ich Wende mich nun den Ausführungen des Herrn Abg. von Ennern zu, der, wenn ich richtig :tnxerrichtet bin, der Auf- fassung Attsdruc! gegeben hat, daß ich mehr Polizei- minister als Verwaltungsminister sei. Er hat diese Behauptung mit dem Hinrveise darauf begründet, daß wir mit unseren Vermaltnngsreformgejeßen nicht Weitergekommen seien. ,Ich habe diese Bemsrkung auch gar nicht als einen Vor- !ourf aufgefaßt, möchte sie vielmehr als eine Schmeichclei hiu- nehmen aber dabei doch auch gleich die Einschränkung machen: ein Polizeimiuifter von heute darf nicht nur der Pokézeimfnister des Gummiknüppels nnd des Karabiners und des Seitengewehrs sein (Abg. Schulz [Neukölln]: Das sind Sie ja. _ Heiterkeit rechts) _ jeh Wußte sehr genau, daß meine Feststellung d;.eses Echo finden würde _ (Heiterkeit), nein, Polézeiminister sein heißt heute auch Minister der vorbeugenden Maßnahmen sein, (Sehr gut! bei der Sozialdemokratischen Partei.) Ich glaube auch, daß ich “111 dem Bemühen, die Gemeindefinanzen in Ordnung zu halten und in Ordnung zu bringen, ivo sie zerrüttet sind, der bessere Polizeiminister bin. Denn, Wenn es uns nicht gelänge, in dieser Zeit der allgemeinen Jinanznot dZe Gemeinden in den Stawd zu setzen, ihre Verpflichtungen gegenüber den WohlfahrtserWerbs- [aßen zu erfüllen, dann würden Wir in das Volk eine so große Beunruhigung, in das WirtschaftH-leben eine so große Unsicherheit hineintragen, daß dann der andere Polizeiministcr in Aktion zu treten verpflichtet wäre. Der beste Polizeiminister ift in dieser Zeit der Vertvaltungsminister. (Sehx r'rchtig! Sehr gut! bei der Sozialdemokratischen Partei.)

Aber, meine Damen und Herren, darin gebe ich Ihnen ganz recht: für Verwaltungsgeseße, die hier zunächst einmal theorethi- sche, akademische Maseinanderseßungen erfordern würden, ist jeyt Wirklich keine Zeit. Wenn Herr A-bg.Gros§ke gestern gemeint hat, diese meine Ansicht, die ich ja schon im Hauptausschuß geäußert habe, sei der beste Beweis für die Notrvendigkeit, den Landtag auf- zulösen, so irrk er. Herr Abg. Grosske, ich maße mir nicht an, Vrophetengabe zu besitzen; aber das glaube ich Ihnen doch sagen zu dürfen: der neue Landtag, ganz gleich, Wann er gewählt wird, wird zur Verabschiedung ciner VerwaltnngNeform, die diesen Namen Verdient, noch Weit unfähiger sein als dieser Landtag, (Sehr Wahr!)

Herr Abg. 111111 Eyneru hat dann bemängelt, daß ich im Haupt- ausschuß iiber die Gemeindefinanzen sehr wenig gesagt habe, und hat mich in einen gewissen Gegensaß gebracht zu dem Herrn Finmrzmi11istc1', der sehr viel gesprächßer genossen sei. Zunächst ist das ganz allgemein betrachtet nicht richtig. Es mag sein, daß der Herr Preußische Finanzminiktsr im Hauptausschuß des Land- tags eingehendere Mitteilungen über den Stand der Gemeinde- finanzcn gemacht hat; dafür habe ?ck) eingehendere Mitteilungen in den Vereinigten A1tsfchüssen des Staatsrats gemacht, und ich habe nicht den Ehrgefz, alles zu wiederholen, besonders das nicht 311 Wiederholen, was man bei allen einsrchtigen Männern der parlamentarischen Körperschaften als bekannt vorausseßen kann. Wenn aber Herr Koslege von Eynern sagt, der Innenminister hat wenig gesagt, und der Herr Finanzminister ist gesprächjger gewe- sen, dann möchte ich ihn darauf aufmerksam machen, daß es in diesen Zeitlänftcn nicht darauf ankommt gespräéhig zu sein, fon- dcrn darauf, den Gemeinden mit der Tat zu helfen. (Heiterkeit und Zustimmung,)

WWUU “111111 Herr von EHUern Weiter fagk, bei dem Hin und Her der Verantwortungsverschiebung habe man manchmal den Eindrnck, daß die boshafte Bemerkung Heinrich Heines vom Wasch- lapski und Kragülinski, den Polen aus der Polackei, angetoendet Werden könnte, von denen der eine nicht wollte, daß der andere für ihn zahle, dann, glaube ich, hinkt dieses Beispiel insofern, als 0“; sich gar nicht darum handelt, Wer von Preußen und Wer vom Rei 6) zahlt; denn wir müffen ja im Staat und im Reich die „Zeche“ für einen dritten bezahlen, für die Gemeinde. Für jeden, der heute im öffentlichen Leben steht, kommt es nicht so sehr darauf an, in dieser Frage die formelle Zuständigkeit zu be- tonen oder zu bestreiten, als vielmehr alle Kraft darauf zu ver- Wenden, daß im Notfall keine Gemeinde zusammenbricht.

Ich kann in diesem Augenblick nicht sagen, zu Welcher Re- gelung die Gemeinden mit der Staatsregierung und mit der Reichsregicrung gelangen Werden, Ich darf Sie aber dringend bitten, uns dieser Unmöglichkeit, Ihnen heute detaillierte An- gaben darüber zu machen, wie wir für die Gemeinden sorgen Wollen, nicht zu folgern, als ob der Innenminister oder ein an- deres Glied der Prenßischen Staatsregierung sich passiv verhalte. Wir tun alkas Mögliche, und der Innenminister ist, wie es seine Pflicht ist und wie es auch zu seiner Zuständigkeit gehört, ganz selbstverständlick) der treibende Motor in diesen chühungen, die Gemeinden vor dem Zusammenbruch zu schüYEn.

Was die Herren Abgeordneten Von Eynern und Grossfe mit Bezag auf die Ve11valtungsreform gesagt haben, hat mich als alten Praktiker auf diesem Gebiet nicht iiberzengt. Sie Wollen beide ein schwunigcrcs Tempo, nnd der HTW: Abgcordnete Grosske hat angegeben, daß er als ein geeignetes Mittck die Einsetzung einer Kommission zum Studium der VLrWaltnngsrefown betrachte. Meéne Tanrcw und Herren, ich habe auch im Reich an der Stelle ch Z1111cn1ninisters gesessen, ich kenne die Länderkonferenz, ich kenne die Arbsiten und Unxcrsnchungcn ihrer Ausschüsse. Wenn Sie steh einmal danach erkundigen 1120111311, Was bei all diesen Untexsuchungen herausgekommen ist, wird man Ihnen sagen:

wertvolkcs Material, aber nichts Weiter. Ich glaub, wc Matsrial“ haben wir heute schon in den Annaken 1191722?! !. jchsu Varian1en:sgejchich:e, und wir brauchten "Zcht be; . bejoxgt zu sein, déescs Material, d. 11 diese Makulat11r_ ' Me1er zu erhöhen. (Zuruf rechts: Schaffen ZIL 11111 I;: Vollmachten!) _ Geben Sie mir iokchc Voltmachxn mächtigunngeseß. Sie würden dann sehen, in MU). 71111 Tempo dZe Dinge kommen würden, däe jetzt in? SWM __ sind. (“)(-bg. Dr. Panfick: Ihnen geben wir fie vésxxezck)!“ _ (11111, “:ck bin Ihnen *sehr dankbar, '

Nnn einige Bemex'kungen zu den :'(11Sfüh1'1111gc11 VM „»» Kollegen Fasel! .Ich bin mit ihm der Meinung, daß es Au“ der Kommunalaufsichtsbchörde ist, darüber zu 1113111211, daß Auslandskapita'l nécht den Einfluß zurückbcwmm; es bei dcr Einrich11tng unserer öffentlichen Betriebe .* 2:16 bahnen, Gaswerke, Elektrizitätswerte usw. _ einmal hsses5„__ Liese Aufgabe ist aber sehr schwierig, und man kann jj: We iich nur löz'en, indem man der allgemeinen Finanzno: 5115 rückt und dafür Zorgt, daß unFer Land nicht neuen poli111che_„* jchütterungen ausgesetzt wird. (SLH: richrég! 1111 der Jo.; demokratischen Partei,) Wa; Herr Kollege Dr, Hocpjcx 31;- bei der ersten Lesung Hes Etats hier ausgeführt Hat, 111111 "rm Lande, vielleicht auch im Parlament, nicht 11111] ILM! Warden, Der Kapitala'bfluß, der nach dem 14. ELPTMbexe [“ck-te, "hat doch für unsere induftriellen Uniernehmungem 111 folge gehabt, daß sie 10 W für ihre BetriebZkapimNen de;»; müssen, Während es bei dem Konkurrenzkampf aus 36111313 markt der Elektroindustrie, der Mafchinenindustrie 11111 dex“ Te induftrie in den anderen Ländern _ Frankreiä), ck21“ Zed: Belgien, der Tschechoslowakei _ viel [Lichter fällt. T1c Un; nehmungen in diesen Staaten brauchen das Geld, du; sie boxe nehmen, nur mit einem ganz geringen Zinsfuß zn Ue1*;111sen_ deshalb können Diese Industrien vkel eher als 11111111 11111“; Industrie auf dem Weltmarkt konkurrieren. Wenn 11111- ich,; durch ein „schwächl'tches Verhalten der Regierung 111131111111 11119, ja, geradezu begünstigen würden, daß Desperados 111111 rcch151 links die Weltöffentlichkeit in der Auffassung irreführtcn, Tomi land stehe am Vorabend eines Bürgerkrieges, dann würde 151; bei dem Kapitalabfluß vom 14. Septcmder. bleiben, 111111211311. würden src!) diese Üblen Vorgänge Miker fortseßen.

Ich kann deshalb ein Mittel zur Durchführung 111[ 111511: Anregungen des Herrn Kollegen Falck nur darin «1111111111; wir die Gemeinden 3111" sorgsamsten GeschäftsführnM (1111111; Seiten des Etats, bei den Einnahmen wie bei dcm "311151111 anhalten (sehr richtig! [121 der Wirtsck)aft§parte'1)_ 11110 11111 akle Kräfte in der St_aatHreJWrung dnranf 11111119111111, 1115? Vor neuen Unruhen zu bemahren. Ein anderes M11111, *,11 Z:. Herabseßnng der Werktarifezukommcn,1111111111: Ich stimme im Grnwdsaß dem Herrn Kollegen F&M“ 11111111 darin zu, daß man, Wenn man W111 allgemc'incn “14111111 spricht, auch daran gehen müßko, 71- B. dcn Preis dc»; 11111155 Stromes, insbesondere für *die kleinen Haushc1111111gc11, 1163111111; (“Sehr richtig.) Solange (11161 die Gemeinden die E111fi'111121' diefen Einrichtungen (Zuruf des Abg. chch) ]“11 11111211 1.1; wie das lißbe Brot, *so lange kann meine? Ekachtcns 1111111 M*" davon -sein, daß Line ncnnanwcrte Rcdnziernng d11 ' * tarife, wie sie jeßt in M11 Städten festgelegt sind, 111111111 _ wird. (anuf des Abg. Donners.) _ "Tiefe 1551111111111» 11111141. sich zu beklagen sein; abck sie kommen nicht “den „1111111111111: gute, sondern heute brauchen die Gcmeindsn diese. 11111 .*" nm die Wohlf-xthrtsertver'bZlosen Über Wasser 511 hal11'11, Z-x-Zx: dkn Gemeinden kein QUÖEWZ Mitxes 3111“ Verfjiz11111z1 111111.- Oiesen Wichtigsten sozialpolitiéckzen Zweck der “Hentigcm ;),-ck37 fi'tsken, so lange kann, fürchte ick), von eitrsm 110111121151110121' dcr Einheifstarife nicht die Rede sein. 1911111. T1. “14011111: Folgen der gcmcindlichen Grosznmnnspolißk WELTÖLU [1911213131111 _ Herr Abgeovdn-eter Ponsick, ich glanby, es ist ein 11111311115'» ginnen, hier im Parlament oder an anderer Stkllc 51111114 suchen, Wer eine Großmannspolitik getris-[u'n (13!- “Z ruf bei der Wirtschaftspartei: Die haben alke (5511111111d111. trieben!) _ Jarvohl, Landgkmcindén, GroßgemeindLn. ZW Sie (111121: in den Jahren 1926, 1927, 1928 Mitgkied diese"; 3111? goWesen sind: Fühlen Sie sich frei von jcdur Schuld dor 0311 ma11nssuchß haHen Sie in dsr: Jahren, 111 13211211 2; 11112; g111gr- auf die NotWen-digke-it Von Spa-kmaßnahmen hingewiesen? (? ruf bei de Deutschn-ational-cn Volkspartei uwd der „2331ka partei: Jamohl, immer, sehr oft!) Hat man daran IMMI ein ordent'licher Kaufmann in den guken „'*'ahren etMs Weniger glückliche Jahre zurücklegen muß? Im Jahre 1923- letzten Jahre eine): wirtschaftlich leidlichen Konjunktur, [ck61 * Rmrbébau an den ReichZfinanzen getriebsn. (Zurnfc bk)" Deutschnationalen Volkspartei.) _ Herr Steuer, ick) “(1111111 Wertschäßung des Hemm Schlieben mit thnen MWHUUÖU Das alkes hat aber doch jeßt keinen Sinn. Es kommt ja AUA) 7_" daraufan, daß wir hier als höchster Gerichtshof heute dW Recht sprechen, Wer am meisten gekündigt hat in der GWJWU sucht in Reich, Ländern und Gemeinden, sondern es kommt da- an, die begangenen Sünden nach Möglichkeit abzusteljen '“ wenigstens die Schäden zu heilen, die verursacht worden ' (Zuruf bei der Denkschen Volkspartei: Neue Steuern!) “_“_ A*bgeor-dneier Leidig, mevden Sie neue Steuern NWLÜLÜ (Heiterkeit und Zurufe: Die Volkspartei wiki ja keine Mut bewilkigen! Das haben wir ja im Reiche gesehen!) __

, Man hat nun in vielen Fällen Mage geführt, ML")" dem Mittel der Einfeßung von Staat“27-ko1n11111s“t gegkiffen haben, um Steuerfestseßuugen in den ein-ZWJL" " meinden zu treffen oder sonstwie die Finanzen der Gemeindi'" Ordnung zu bringen. Herr Abgeordneter SWM! hät gesterZM meint, ich hätte im Ausschuß die Tätigkeit der StaatZkynth gelobt und hätte von ihnen als von Wyhltätern der Me111chbskx sprochen. Ich bin in der Tat der Meinung, daß die Staal“ miffare al»; Wohltäter der bstrefsenden Gemeinden 111131111)» smd. (Hört, hört! bei den Kommunisten.) _ Ja, das sind [“a (Rufe bei den Kommnnisten: Ist ja nicht Wahr!) Ncm,_ gebkn das nicht zu. (Heiterkeit. _ Zuruf bei den Komm1_11"s Dadurch wird es nicht richtiger, weil Sie es behaupté'kx) _ Wisskn doch, daß diese Maßnahme sehr odiös ist, wir """“"-

(Fortsevung in der Zweiten BeilagQ)

m ei mot; ein

Ztveite Beilage

Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

x.“ 7.2“

cBerlin, Donnerstag, den 26. März

(Fortsetzung aus der Ersten Beilage.)

111111! keine Popularität erzielt und daß, Wenn man auf der __ 211111“ so vorgeht, man uns den Vor1vurf machen kann, 11111 die Selbstvcmvaltung abbauen Wolltsn. Da liegt doch 111111111“, als daß wir von solchen Maßnahmen Abstand “€", 11111111 sie nicht unbedingt erfovderlich sind. Wenn wir „„ 11:1- Frage stehen, ob wir den Gemeinden Mittel der- -_-Mjolle11, die Erwerbslosen über die schlimmsten Zeiten 'gzuvxingen, oder die Gemeinden zusammenkrachcn zu lassen die größte Unordnung und Unsicherheit in das ErwerbaZlcb-en _nzubrimgon, dnnn wiegt dcr Entschluß, einen oder ein Dutzend 100 ?matskommissarc einzuscßkn, 981121111er diesen Even- “2111211 ssdkrlcicht. Meinß Tamcn und Horch, eZ ist (mch nicht daß 11111“ stci»; par 0111911 1111 [1111111 zn einer solchen Einrichtung

111111911 11113, manchmal sind wir Von den G21neindcn gebeten

531111 Ztaatskommissare zn stkllcn. (Zuruf [121 dcr Wirt- ___;parxcéx Und manchmal da, Wo es nicht nötig War!) _ 1111111111111)! TU; ist aber kcin VoNvurf, dcn man 1111; 11111ch211 __ 17.72a11ch111a[ 111117511811 wir cinschrciicrx, Weil wir _ 1111 Eindrnck hatrcn, daß die städtischén Körperschaften WiiT-xm oder die Einsicht hatten, zeitig genug . 311111113111 in Ordnung zu bringen. Und 11101111 ick) 111111 durch 3111111 _ es soll ja mein Kollege Weidemann gewcscn sein 111111 cxinncrt Wurde, das; wir auch in P0m111ern nach dem „1111 1111111 sollen, so möchte ich 5111" Erhärtnng dieser mcincr Fassung cinen niedlichcn Bericht zum Vortrag bringen, dor 1111219111011 cinen pikanten Bcigeschnmck hat, Weil er Herrn Rohr 11ick1t ganz außer acht läßt. Ter Bcricht lautet so: J11ci1111 kürzlich abgehaltenen Provinzialvorstandssißung dcs Zandbunch in Stettin hiLÜ ein Herr von Kleist-Schn1e11zin 1111911111111 11521“ die Steuerbelastung. Er hielt es fiir erforder- [jch_ daß alle Gemeinde: und Kreisctats abgelehnt Werden, da- 1111 alle; znsammcnbreche. » hört!) Wxnn dio Gcmcindebertreter oder Kreistagsabgcordnetcn nicht wollten, gebe es ein einfaches Mittel: die famosen Kerle der Sturmabtcilungen würden sie einfach verprügeln. -'t,hö1*t!) Diese Acnßerung erweckte eine ettvas betretene Stimmung, aber keine ancchUveisung etjva durch den mitanWesenden Vorsißen- den, der kLilt Geringerer als das Mitglied des Landtags von Rohr 111111“. tt,!)ört!) Sic sch-cn, meine Damen und Herren: Staatskommiffare » eine 11ot1vc11dige Einrichtung. Was 111111 den Entschließungs- trug der Herren von der Kommunistischen Partei anlangt, der mit der Tätigkeit des Oberbürgermeistev Jarres beschäftigt, möchte ich mich den Ausführungen anschließen, die Herr Kollege dner zu dieser Angelegenheit gemacht hat. Ich habe mich

neöwcgs, wie Herr Abgeordneter SchWenk gestern meinte, im

uptausftyusse des Landtags mit dem Vorgehen des Oberbürger- isters einverstanden erklärt, Ich habe sogar daVon gesprochen, 1 er sich Vergriffen habe, Aber ich habe sein Vorgehen insofern vcrswhcn und zu entschuldigen versucht, als er bßmüht ge- [e11 sei, nicht nur einen Steuerausfall zu verhindern, sond-crn -- die finanzieüe Möglichkeit der Stadt, Wohlfahrtserjverbs- zu unkerstüßen, zu verbessern. Das Waren die Gründe, die * Oberbürgermeister Zartes bestimmt haben, einzugreifen, Mit - matsricllen Vorgehen habe ich mich durchaus nicht einver- -e11c1*klärt. Ich nehme Von der Lohalität des Herrn Scthk __?aß 91" Gelegenheit nimmt, diese seine irrige Auffassung zu * 119611.

Aber ich möchte (mch an dieser Stelle zum ?[usdruck bringen, _

es ein Unfug ist, Wenn StadtVerordnete, jvcnn sie mit der Z S-elbst-vexständl'kÖ!)

igkeit ci11cs Oberbürgermeistcrs nicht einverstanden sind, Miß- Z Beamten durch ihre besonderen Pflichten gesetzten Grenzen wicht

ensvotcn annehmen, von denen sie Wissen, daß sie keine recht- : decntung haben. Das ist Parlamentspielerei in des Wortes “"egenswr Bcdeutung. (Abg. Kasper: Ihre Fraktion hat doch 111111111!) _ Das entbindet mich nicht von der Verpflichtung, dlksér Stclle den Appell an aÜe Stadtverordnete zu richten, _Ansehsn der Stadtverordnetenbersammlnngen nicht durch der- “ge bloße Demonstrationen herabzuseßen. (Sehr gut!) Es liegt auf_dersclben Linie, Wenn nun zu aUem Ueber- " ““ck die Herren von der_Kommunistischen Partei beantragen: Da; Staatsministerium wird aufgefordert, den Oberbürger- mUster von Duisburg, Jarres, entsprechénd dem gegen ihn von der Stadtverordnetenmehrheit angenommenen Mißtrauens- Wm sofort seines Posten?- zu enthßben. Weil,) Nein, “das geht nicht! Der Landtag ist kein Exekutiv- “'der Dnisbur-ger StadWerordnetenversammlung. Auch der 'Tskegiernng darf man Das nicht zumuten. _Nlm noch ein paar Bemerkungen zum Volksbegeßren, das in -,'Kra11z natürlich nicht fehlen kann. Das Kapitel Volks- hM führt mich zunächst zu Der Beamtenpolitik. Ick _"2, Sie Wevden es verstehen, Wenn ich Ihnen erkläre, dai“; ' ]yeiübel ist, immer umd immer Wieder zur BegrünDung der “kölschen Veamtenpolitik, insbesondere meiner Personal- -k_ bikr zusprechen. Sie Werden es mir ersparen, dW Grundsätze, die ich in diesen Fragen einhalte _béfolge, nochmals dem Hause mitzuteilen. Ich bin Ihnen “K_Unsbekannter, Bei diesen Grundsätzen bleibt es. Ich bin MUMM daß es sich der preußtihe Staat be'somders in diesen _len Ulcht gefaÜen lassen darf, daß er von innen heraus, von Beamtenschaft aus unterhöhlt wird. (Sehr richtig! links.) der Herr Kollege von Ehncrn und die ihm nahestehenédc '.? davon gesprochen haben, daß ist bei der Hereinnahme der M,“? Unld Mannschaften des Reichsjvasserschußes in die _.ßlsche Polizei doch auch wieder eine gewisse Unxduldsamkeit _ekkknnen lassen, und daß aus diesen Meinen Maßnahmen __FZU jvsrden könne, als ob ich die Beamten der Reichs- Une _UUd Reichseinrichtu11ge11 für nicht zuverlässig im Ver- *9.t'*smne halte, so muß ;ck ihm sagen, daß die Hal_tu1_1_g meines

' der Deutschen Volkspartei wört-bich zu erfülten.

Ministeriums und meine persönliche Halxung in 1115ka Frage

gerade 111 Den leßten WOCHEN durch die Reichstagsdebatte die

voUste Rcchtfcrtigmtg erfahren hat. Denn es waren Abgeordnexe mehrerer Varteicn, die den Herrn Reichspostminister und den

Herrn Reichsfinanzminister dringend ge-beten haben, dafür zu

imgcn, daß anch in den ReiHeu ihrer Verwaltung Ordnung ge-

hal:en wird. (Sehr richtig! links.) Ich Werde Ihnen kein Amxs- geheimnis verraten, Wenn ich Jhncn 1vei1ec mitteile, daß auch in den Reihen [der Innenminister mehrerer Länder der Eindruck besteht, als ob einzelne Stellen dEr Reichsverxvaltung in dieser

Beziehung mehr Sorgfalt und mehr :lnfmerkjamkeit an den Tag

legen könnten. Jedenfalls ist der Standpunkt des Innen-

11tinistoriums in der Frage des ReichZwasserschußes unverändert geblieben, 11111) es ist doch zum Verx1'agsabschluß mit dem Rsichs- verkchrsministerimn gekommen.

Futterkrippe! (Abg. Werdcs: Schönes Wort!) _ Ja, für [a11dwirtx'chaftlickze Betriebe sogar eine sehr nahrhafte 2111961211211- [)Lit'. Aber Futterkrippe und StaatSamt! Wer so [ant und so häufig Von Staatsautorität spricht wie «die Herren Von 'der Dentskhnationalcn Volkspartei, sollte sich überlegen, ob er mit dieser Bezkickxmm-g die StaatSaUtorität fördert. Wenn heute ein StaatSamt _ ich “habe Das schon früher wiederholt gesagt _ oder das Amt in einer KommunalVerWaltung oder das *.)[mt in einer Reichssbchörde cine F11t1crkrippe ist, ist es dann nicht auch in der Vorkriegszeit eine Futterkrippe gejvesen! Und Wen 11 e“; eine Fnthrkrippe ist, und Wenn friiher ausschließlich die den Teutschnationalßn oder Damals KonseWatiVen nahestehendcn Kreise «11- BL): Futterkrippe gesessen "haben, ist es -d(11111 nicht ein ?[kt der Gerechtigkeit, Wenn einmal ein Sch1chtwcchsel Vorge- 11ommen wird! (Lebhafte Heiterkeit. _ Abg. Dr. Ponfick: Eine neue Begründung für die Revolution! _ Abg. Werdes: Wann kommt Der nächste SchichtWechsel?! _ Lebhafte Zurufe rechts und links.) Ich überlasse es Ihnen, eine Revision di'eser Begriffs- bestimmung eintreten zu lassen, Sie sollten “diese hanebüchene Bezeichn-un-g von Der Tribüne hier aus unterlassen. Wenn (draußen im Land Agitatoren achten Grades mit einer solchen Bezeichnung kommen, nimmt man es ihnen nicht übel. A'ber Abgeordneten mit akademischer Bildung sollten andere Ausdrücke zur Verfügung stehen. (Zuruf bei Der Soziabdemokratischen Partei: Steuer, merken Sie siti) das!) *.; *

Ein letztes Wort zum Volks'b-eg ehren! Der Hexr Abg. von Eynern hat gestern in “seiner Rede schon *dar-auf aufmerksam gemacht, Daß Die Fvaoktion Der Deutschen Volkspartei einen Ent- sch1ließnngsantrag des Inhalts eingebracht habe:

Der Landtag Wolle ?beschl'ießen: Das St-a-atsminist-cr-ium wir's ersucht, eine Erklärung dahin :abzngeben, daß

1. es allen preußischen Be-amben freisteht, sich für das Volksbsguehr-en, betreffend Auflösung des Landtags, in die List-cn einzutragen,

. in Ueber-sinstim'nvung mit Art. 118 der ReichZVcrf-asjun-g dcn St-a-atsbe-amten, die sich än Die Listen eintragen und in ihrer Agitation für Das Volksbegehren Bie 173211 Vc- am-ten durch ihre besonderen Pflichben gesetzten Grenzen nicht Überschreiben, keine Benachteiligung irgend Welcher Art zubeäxl wivd,

. auch die mittelbaren Sbaat-sbe-amten Vor jeder BM-ach- teiligung aus dem gleichen Ankaß geschützt Werden, Ich bin in der erfreulichen Lage, diSs-en Wunsch 'der Herren vox) Die Erklärung, die .die Herren ain kdem Ankrag wünschen, wird hiermit aögege'ben, Wobkgem-erkt couch mit der Einschränkung, .die 'Die Herren in 'der Formulierung se;lb:st gezogen haben. (Abgeordneter Buchhorn: Nicht Wahr, Sie haben gesagt, daß die den

«:"-;Éska-w , **:-";ck- ***_ _

überschritten Werden dürfen.

Nun möcht-e ich Sie darauf aufmerksam machen, Meine Herren, daß es auch politische?- Beamte “im preußischen Staat»;- körper gibt", dive des Glaubens siwd, daß sie däes-o Grenzen nicht änannhalt-en br-aachen, Ueber »das Thema „Nieder mit der 101-311

' Regierung in Preußen!“ hat der Landrat von Wißmarck die Rede

gehalten, aus Der ich eingangs meiner Ausführuwgen eine Stelle zit-ierte. Die Ant-Wort a1uf diese R-e'de Wird darin bestehen, daß ich der nächsten St-aatsministeri-alsißung einen Antrag meines Ressorts unterbveite, den Landrat von BiZWrck zur Disposition zu stellen. (Bravo! bei den R-e-gi-erun-gsxzarbeien.) Was würden Sie sagen, Wenn Sie die V-erantWortung für die Geschicke des Staates trügen und ein politischer Beamter, cin Exponent des Sba-atswill-ens, in Dieser Art im Lande herumreis-en und hevab- sesewd von seiner R-e-gieruwg sprechen wür/de? Der Mann hat geradezu den Schritt provo-ziErt, den 'ich 111 den nächsten Tagen gogen ihn oinzu-leiten gedenke. (Zuvuf-e bei der Deutschnotionalen Volkspartei.) _ Gew1ß, ich bin davon überzeugt, aber daß ist nicht deutsch und nicht national! So faßt dieser Herr aber seine deutschn-ati'onale Gesinnung auf.

Ich möchte Ihnen noch sagen, meine Herren, daß ich, Wenn ich zu der Auffassung gelange, daß BSamte des preußischen Staates oder mittelbare St-aatsbeamte sich an der Art von Ag i ta tion beteiligen, wie sie in Poosie und Prosa vom Stahlhelm j-eßt eingeleitet jver-den soll, gegen diese Beamte bei aller Wahr-ung Ihrer Wünxsch-e, meine Herren von der Deutschen VoLksxsartei, unnachsichtig einschreiten Werde, (Lachen bei der Deutschen Volks- partei. _ Bravo! bei den Regierungsparteien.) _ Ich sprach von eiwer Agäbation des Stahlhelms in Poesie. Ich darf mir

gestatten, Ihn-en von der Form, welche diese poetischen Ergüsse"

angenomnven haben, einige Proben zu gehen,

Stürzt der roten Bonzen Thron,

Helft mit golQner Munition! (Große Heiterkeit.) Das ist die Poesie. Die Prosa, meine Herren, folgt unmiitekbar danach: „Einzahlungen sind zu leisten auf das Konto....“ (Erneute Heiterkeit.) Hören Sie einen anderen Erguß!

__1931

R.- I

Die Bonzen kleben, das Volk 1111311111.

Hilf Preußen erheben, eh' TeutstULqu stirbt! ENOa»; anderes!

Hört her, scßt Euch znr Wehr?

Es kleben 'die Bonzen an Te11tschla11ö5 Th1'0111'11.

Drum hungern Millionen.

Die Lehr? Volksbegehr! (Heiterkeit)

Auf, deutscher Bauer, c111f, erwache,

Auf Preußens Landtag flammt VE!“ 1011 Hahn:

Das Volksbegehren sei die Rache

Für das was dir Rotprcnßen angetan! (“Heiterkcik _ Zurnfe bei dcn Zozialdcmokratcn. _ “.'11'2“, 1111 glaubs, das Verdient die Noxe: 5 minus.

Meine Damen 11121) erren, Sie haben aus ,81“ E1711111117J,

dic ici) auf WUUsch der Tc11téchcn VolKZP-artci abg-xgcbsm 1111119, erfahren, daß wir 111. der PrkUßisckth Z14zc1151'sx1ic11111g das Volksbegehren 11110 111185, Was damit 11111111n1c11é1c'111111, 11écht fürc'htcn. Wir 1111111011 (11101 Hior fylgc1xch 311111 2111591111?“ 11111111311: in dicscr ZM OU“ 111'11tschaf111111o11 N11: 1111?) doc 1101111111111"; 311- risscnheit sollxen nach 111111181“ Mci11111111 alle 51111118 511111111111911- gefaßt We1dc11, 11111 chsnße-"u 11113 Tc1111'1111c111d an; den 511113191: Bedrängnissen 511 ['cfreécn. (Z11fti1111111111g bei d111 7114111111111;- partcicn.) WEL" das nicht ancrkcnnt, WU“ in sci11y1' 11ol€:11'111:11 Vcrbohrtheit mkt solchen Mitwln (111111211, wie 95 10131 der 211M- Helm tut, dex mog sick) oinbilden, 1111 prs11ßi1'c11e11 111111 do.;t'kMa Volkslcbcn V011'il121'gesx11d Erfolge 1215191211 311 können. ;“11111', meine Damen 1111d Horrsn, (mf die Tanck [1111911 11111 dicjc-Uigcn (»in Recht auf die Z11k1111ft, 43111 Recht, an den ('*591'11'11ckc11 dcs Reickxs und des Landes cntscheiOL11d 11111311111112111'11, Oéc 1:1 der schwcrstc1t Zcit ihkcn MMU ge'staUdctt 1111d ck11 “141111111111011211111 getragen haben. (28111 11111111! dci den Rcgécr1111g§pz11cic11) Es ist Von den Männern, die die Von 11:11 vorgstragcncn Vcréc ge- prägt haben, mit denen draußsn im Volke politische Brauns» Vorgiftnng betrieben Werden soll, Wenig gcsckhmackvoll, von den Ministern des Reiches und Von den Ministern Vrenßßn»; als Von „Bonzen“ zu sprechen, die an ihrLU Aemtern klcxbten, 1311- rUfe von verschiedenen Seiten.) Meine Damen 11110 13211211, ich erkläre Ihnen, ick) habe mich nie zu einem Amte gedrängt 11113 klebe an keinem Amt. Ich gl-aube aber, daß es 111 dioser Zcit der außenpolitischen Bedrängnis _ Herr Koklege Falk Hatte recht, Wenn Lk an die Vorgänge dsr leßten Tage crinnerte _ und der innerpolitischen Wirren Pflicht aller ernsten Männer ist, auf dem Posten zu Verharren, auf den das Vertrauen des Volkes sie berufen hat. (Sehr richtig! bei den Sozialdenwkraten.) _ Revidiérk das Volk sein;: Ansckzaunngen durch ein andere»?- Votum des Varlanlents oder durch eine Volkse11tscheid1111g, so dürfen Sie überzsugt sein: wir Werden nichl (111 1111121211 Posten kleben, wir Werden nicht bonzenlyaft 11111212 S111h[e fcsthaltsn (Zuruf bei der Deutschen Fraktion: Ihnen Wollen wi; Ons glauben!), sondern Wir wükdcn dann, allerdings mit a11d_c1*c11 Mitteln, mit anderen Waffen als Sie, aber frei Von der Bürde, die Wir in schWLrster Zcit getragen haben, einmal wiedkr 1VLrbe11, agitiercn können, und wie lange dann Ihre Harrlichkeit d111xc1“_n Würde, meine Herren Von der Rechten, das ist eine Frage, d1_e die Zukunft 311 beantWorten hat. Wir stehen dieser 211111vor1 11111 dem besten Gewissen gegeniiber. (Lebhaftes Bravo! Und Häuch klatschen bsi den Sozialdemokraten, der Deutskhcn Zinatspnrter und im chtrnm. _ Glocke dcs Präsidentsn)

225. Sitzung Vom "25. März 1931. (Bcrichk d. Nachrichtcnbüros d. Vereins dentscher Zeitu11g§bcrlcger“5'.) Bei Beginn dex henkigcn Sitzung Wende? sich__z1tr Gcsck1äfté- ordnung Abg. St-QinOUff (D, Nat.) 111 langeren An»- fijhrungen JOMU dic gestrigo Rode dcs AbgsordnUen Lettcrlmns

( Mtr.), Dcr dis Tentschnationalcn, deren Redezeit Hereitsz er- sZöpft _qe1vese11 ssi, 111121111111" nnd UUWaHrhene-n uber 'lÖkEN

Kampf gegen die je_ßige Regierung Verbreitet habe. (Präsident

Bartels rügt dlLsc AnLdruckstsc.) __Aßg. €12l11b01f beantragt, die Redezeit für den Innenth 111“ jede zxakttoy 1_1nr eine halbe Stunde zu Verlängern und „zur crat-ung 11b€r_d101en Antra Den Aeltestenrat sofort zusammen7,11118111f__c11, 111111111 d_ew DeutsZmationalen Gelegenheik geg-c'ßen WOTÖO, 11c11 1111511111111ch gegen Das ZentrUm 311 (111119111. _

Der deutschnationalc Antrag 1vrrd_ ge en dc1t__?(11trag- steller, die Deutsche Volksparxei unkx dre 0111111111111th ab:. gelehnt und hierauf die allgememc Aussprache zur -. e s u n g des Innenetats fortgeseßt. „ck _ __

Ab . Prelle (D. annov, P.) bescygftlgt 11) 11111 den 211- riffen gdes Abg.. Falk SPP.) gegen dW De_utjch-Wnnoversche Xcxrtei. Der Ak) . Falk babe zunachst zur E1mgkc1t gerufxn 11an davor gejvarnt, (Frühen aufzureißen, dje das_Volk trexmxn konytem Gleich darauf aber habe Herr Fa1k selbst m1t aÜerstarkstcr Lctdenx (haft nakionale Ge ensäße mit den_ Deutsch-HannoVeranern kon-_ _ Ltruiert, die gar ni t thandenchn; Der Abq. Falk abe d_och Wohl mit einem Hmiveis anf d1e Le1de1t d_es Rhetnlan es n1cht die Deuts -Hannoveraner als Deutsche mmdxren Wextes _dar- stellen WoÜen? (Abg. Falk (St.-P.): „WJ; konnen S_te 1mr_ () etWas unterstellen?“) Herr Falk habe Graben aufgertffen m _t nur gegen die annoveraner, sond_ern gegen alle Deutschen, du? keine Prenßen smd (SY: Wahr ber den Dexttsch-Hannovxranxxn, _ Zurufe linkS). Der edner sagt unter H1Yw_e1s_auf b1stor11che Vorgänge, daß annover auch vor der ZUFZLHVUJkUt z_u Preßßen immer treuer erbündeter Preußens geWe_ en set. Sett Begmn- dung des Deutsche“ ' bqtten dre berufenen Vertretxr Hannovers immer das Deutsche Retck) als dyn Rahmen mxchFur ihr staatliches Leben betrachtet. Unix auch 111 dxesen __[chwwrtgey Zeiten hätten die leichtbeWußten N1e*d_ersachse11 1hre Schuldkkert getan. Etnmige Betrebqngen_auf Wtederermcht-ung emer an- noverschen Monarchie seten mF-t mehr aufgetreten, Wem) auch natürlich die Deutsch-Hannovexaner gut_e , reundschaft mtl den Vertretern dieser alten Idee hteltetz. _Dte eutsch-Hannoberaner erstrebten eine Reichsreform, wxe ste ja auch von anderen Pax- teien verlangt Werde, nnd Anita e de_r Deutsch-HannoNraZer_ in dieser Richtung seien mehrere Ma 6 nut Unterstühung der «?_ztalx- demokratcn und anderer quteixn der Ausschußbebandlung uber- wiesen Wurden. Auf ausfuhrlt e Darle un en qule er Yer- sichten, sondern nur die Llngrrffe es Abg. c?“,éß-al entschreden zuruck-

*) Mit AuSnabme der dar Sperrdruck hervorge obenen Reden der Herren Minister, die im ortlaute wiedergege n ünd.