Effekte erzielen, die sicb oft selbst ungewollt du getöntes ier, du undeutli Druck ergeben. Gerade die diesi rige Aus ellun? ent viele olcber Blätter, , die eine gewisse Stimmunngasädere zeigen, beim ersten Blick frappteren, um bei näherem Zuschauen schnell ihre Wirkung zu verlieren. Seltener trifft man an Arbeiten von delikate: Feinheit des SMW, weicher [Tarek Lu handlung und an jenen technischenFeinbeiten, die allein !“
(kon genügen, um das Auge zu entzücken. Unter den Künstlern, die hier ausseftellt habe seien einiße hervorgehoben. Eine sebr intereffante Erscheinungisi Wikifbelm [» elmann, von dem eine grö ere Sammlunkx zu sehen ist. Er s ildert das Volköleben der cbwalm, zeigt 5 e Bauern auf ihrem Kir ang über Land, ze t sie M5 dem Tanzboden, bei der Hochzeitsfeier und beim Begräbn 8. Er gi t die Totenfrauen in ihren schwankt: Tüchern, wie sie am Sarge klagen, und zeichnet die wetter- barten Typen alter Bauern. Sein Vortrag ist breit und ächi oft herb in den Umrissen, aber aus allen Blattern, auch aus den ! inen aften und ücbtigen, ?pricbt ein großer Sinn. Interessant ist auch Erich Wolfs- eld in einen Radierungen: großen Porträtköpfen, die mit fast erben, kühnen Strichen entworfen, außerordentlich kraftvoll, und knapp Er gehört zu denen, die neue Aus- druckSmögliclxkeiten in der Radierun gefunden haben. Walter eising säbildert Paris und die retagne in sehr feintonigen lättern, mit weichem Strich und einer zarten Luftbehandlung. GWF Lebrecht zeichnet :b durch Klarheit und Festigkeit der Linie aus, ilbelm Legler at kleine Landschaften gesandt, die ihre KauptwirkunZ durch zierliche klare Zeichnung erreichen, Richard ais er lie t dunkle, dämmrige Stimmungen, aber hier wie in seinen Gemälden empfindet man, wie er in der Landschaft, die er darstellt, 1th und webt und das tief Empfundene rein zur DarsteUung bringt. Carl Kappstein gibt seine Tierstudien in dem weichen, malerisch sehr wirksamen Menotintoverfabren, das besonders schön die Weichen Ueber änge von Licht und Schatten zur Geltung bringt. Johannes P ato ist mit einer Anzahl von Kupfersticben vertreten, Reproduktionen nach alten und neuen Gemälden, kühl im Stich, aber gut in der Zeichnung. Feineres Mitlesen mit dem Künstler jei en Börners Reproduktionen in Schabkunsi. In Saal 538, der E bier anschließt, isi Heinrich Wolf! mit geistreichen, lebensvoiien orträts und se nen Silhouetten zu erwabnen und neben ihm ein- ricb Eickmann, der mit einiger Schlichtheit S enen aus dem olks- lebexügibt, die sich oft wie selbstverständlich ju re igiösen Darstellungen erw ern.
Der Verband deutscher Illustratoren stellt im Saal 51), in den Kabinetten von Saal8 und in Saal 548. aus. Sie sind reicher beschickt als die Schwarz-Weiß-Aussiellung, aber der Eindruck, den man hier empfängt, muß immer zwiespältig sein. Zu viele Arbeiten sind nur für den flüchtigen Bedarf des Tag-s geschaffen, zu viele haben rein negierenden Charakter, wie 011 "ene bitteren Karikaturen, die nur die abstoßenden Seiten des mens lichen Lebens schildern. Fur Anteilnahme aber wird man da ejwungen, wodas wirkliche Le en mit Frisch: und Kraft geschildert ißt, und auch in den Märchenillustrationen, die vielfach sehr interessant Linx. Cin beson- derer AnziehungSpunkt ist in diesem Jahre die (eine Wilhelm Busch - Ausstellung in 51). Ueber 100 Original- Künstlers sind hier vereinigt, und sie wirken 5015 noch ungleich unmittelbarer und ursprüng- licher als die Reproduktionen. Die einzigartige Erscheinung dieses im wahrsten Sinne genialen Meisters tritt einem gerade bier, wo der Vergleich mit den anderen Künstlern so nabe liegt, besonders deutlich vor Augen. Die Ueberlegenheit seines Geistes, der Reichtum seines Könnens, mit dem er spielend aus der Fülle schafft, mit einem Strich mehr ausdrückend, als andere mit tausend, müssen jedem, der
in die kleinen Blätter vertieft, klar werden. Die anderen Künstler in dem gleichen Saal haben neben ihm einen schweren Stand, besonders, _ Wenn sie, wie Her- mann Stockmann, aucb bumoriiiische Zeichnungen geben. Johanna Beckmann mit ihren feinempfundenen Silhouetten vermag sicb beffer zu behaupten. Unter den Märcheniilustrationeu nd besonders die von Otto Marcus für die Grimmsck): Märchen- ammlung hervorzuheben. Der Künstler Weiß den Märchenton vor- züglich zu treffen und all den Wundern neuen und überjeu enden Aus- druck zu geben. Die Phantasie des Kindes wird hier ni 1, wie es durch Illustrationen so oft geschieht, unterbunden, sondern bereichert und in neue Bahnen gelenkt. Mit kleinen Sammelaussiellungen sind die beiden verstorbenen Künstler Paul Thumann und Alexander Zick vertreten. Unter den Arbeiten Thumanns überraschen ein paar Aquareae durcb Tonschönbeit und Weichheit des Farben- auftrags. Zick tritt uns in seinen Arbeiten als ein Künstler von schönem Können gegenüber. Sichere Technik, ausdrucksvolle, kräftige Gebärde, feine Stimmung zeichnen sie aus. Die Blätter Von idus ermüden auf die Dauer, ihnen fehlt eine wirklich energische Be eelung von innen heraus; ein feinsinniges Spiel mit Linien und Ornamenten kann auch für_den Buchscbmuck nicht endgültig befriedigen. Interessant dureh das geistige Anpaffen des Künstlers an den Autor, den er illustriert, sind die Blätter von Paul Scheurich zu Grabbes „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutun '. Bei delikaten Farben und trefflicher Zeichnung wirken sie do grotesk und ver- worten.
in der Charakteristik erscheinen.
zeichnungen des
Die Außgrabungen im Wildkirchli. Die Außgrabungen
im slbeffelberübmten Wildkirchli im Appenzellerland sind, _wie der „Frankf. Ztg.“ geschrieben wird, beendet, und die Ergebnisse der Forschungen, die wäbxend vier Winter dort oben in der hohen Felsen- ause vom KonserVator des naturbisiorifchen Museums in St. Gallen„ Emil Bächler. voraenommen worden sind, [affen sich heute in der Haupt- sache feststellen. Das Wildkirchli muß als die älteste Vorgeschicbtliche Kulturstation des Menschen in der Schweiz betrachtet werden; dabei ist es
bei eüter Höhe von 1500 m über Meer vorderhand die einzige alpine _
Kulturfiätte des Urmenschen in Europa. Der Hauptregent in der Wildkircblihöble war der Höblenbär (Ursus spa1asu3); 99,5 v. H. aller Funde in en sich auf dieses Riesenraubtier zurückführen, das eine Län e is zu 3,2 m, alßxcpudie doppelte Länge des gemeinen Bären errei t bat. Daneben man Ueberresie des Höhlen- löwen, des Höhlenpantbers des Alpenwolfs gefunden; Reste pes gemeinen Bären febien ganz, was um so an allender tft, als nachweisbar in der Nähe bei Urnäxfé im Jahre 673 der levte Bär geschossen worden ist. Daß zwei ergattungen wärmerer Erdstricbe, der Hö lenbär und der ?öblenpantber, auf einer Höhe von 1500 m (; unden worden sind, | auffallend, denn diese Tiere der Urwelt sind bis ijeßt nur in den Niederungen, ,bis auf5001u, entdeckt worden. Man w rd also schließen dürfen, daß es eine eriode Yelgeben haben muß, zu der im Alpengebirge ein wesentlich w rmeres ima eberrscbt bat. Festgestellt ist ferner, daß leicbxeitia mit dem Höhlen ren im Wild iubli Menschen gelebt Laben- Menschliche Knochen haben- die Grabungen zwar nicht zutage gefördert, dagegen reiche Funde an Stein- und Knochenwerkzeugen, Artefakte der Mousterien eit (Periode der Qaartäueit, genannt nach der Stadt oixsiiers in Frankreich). Diese Werkzeuge sind nicht geschliffen, sondern geschlagen, und sie bestehen aus einem Materal, das in der Höhle selbst nicht vorkommt. Nach dem Tiet- und Werkzeuqinventar wäre die Kulturstätte auf dem Wildkircbli der dritten Zwischenei61eit oder dann der postglazialen Xeriode einzureiben. Die starke Anhäufung von Tierkno n und das eblen von menschlichen Ueberresten gibt der Vermutung aum, daß man es im Wildkirchli nicht mit einer ständig bewvbnten Stätte, sondem eber mit einer Iägerstation zu tun hat. Die Höhle ist bis zur Stunde die einzige im eigentlichen Alpengebiet entdeckte vorgeschicht- liche altpaläolitbiscbe Kulturstätte. Die bisher bekannten altpaläo- litbischen Stationen in Deutschland, Oesterreich und Polen liegen 1000 m tiefer als das Wildkirchli. Die Ergebnisse der jahrelangen Au8grabungen im Wildkircbli werden von Emil Büchler in einem rößeren Werke Veröffentlicht werden. Die unde selbst sind in der Hauptsache im naturbistoriscben Museum in t. (Gallen unteraebracht; ein Teil der Fundstücke bleibt in Appenzell, und im Wildkirchli selbst wird eine gut außgewäblie kleine Typensammlung zukünftig den Touristen an die Zeit erinnern, da in der Klause Ekkehards der Trogiodyte und de_r Höhlenbär gelebt haben.
Fischerei.
Die Hauptversammlung des Fischereivereins für die Provinz Brandenburg am 13. Juni im Landesbause war stark besucht. Zum Ehrenmitglied wurde der Obervräsident der Provinz Brandenburg von Trott zu Solz erwählt in Anerkennung seiner be- sonderen Verdienste um die Fischerei, zum korrespondierenden Mit- glied Dr. Vier, Konstantinopel; Delegierter zum Fischerei- rat, der am 23. Juni in Straßburg tagen wird, ist der Geschäftsführer Dr. Friedericbs. Der Etat fur 1908/09 balanciert mit 44 850 „s. Der Verein hat durch den Tod verloren die Mit- glieder (Geheimer Regierungsrat Profexsor Dr. Karl Möbius, Major a. D. und Rittergutsbefißer von No r-Dannenwalde, sowie andere Mitglieder, zu deren Ehren die Versammlung sich von ihren Pläßen
erhob.
In öffentliche Gewässer find auSgesevt: 3150 markierte Aale, 5225 andkce Saßaale, 31551 Krebse, 200 Karpfen, 2300 Schleie, 2100 Zander usw. Den Bezu von erstklassigen Besaßfiscben hat der Verein in Kostenböbe von me : 20000 „46 vermittelt. Von kleinen Teicbwirtscbaften sind durch Vermittelung des Vereins fertiggesteüt vier, mehrere der Vollendung nabe, andere in der Vorbereitung. Im ganzen waren 37 Projekte zu prüfen. An rämien wurden mehr als 300 „76 veraus abt. Auch für das neue Geschä sjabr werden wieder Aale, Zander, Karp en, Schleie, Forellen und Krebse in öffentli e Gewäffer angesJeYt. An Aalen hat der Verein bei dem Deutschen Fi thereiverein eine illion Aalbrut aus England bestellt. Der Generalsekretar Jischer-Berlin hielt einen VyrtraZT über die fischereilicben
r anisationen im Deutxiben eiche, und der Profeffor Dr. Eckétein sprach über die Sch lfsäge unter Vorzeigung eines Ex emv lars. (Ziemsen) ur lebhaften Diskussion gab der Vortrag des neuen (Geschäftsführers Dr. ried erichs über die en gmaschi enNetze für den Köderfan eranlaffung. Es. waren engmasZige Nesse auSgesieUt, ebenso mar erte Aale, eiu gelber Aal und die Fischerei- karte der Provinz. Auch lag ein Gedenkbu zum Einzeichnen für die Mitglieder auf und die Literatur des Vereins, 1) : käuflich erstanden werden konnte. Ueber die Erfolge der Ausseßungen sprach Stein-Lübben; es lagen günstige Berichte vor.
Gesundheitswesen, Tierkraukheiteu und Absperrungs- maßregeln.
Wien 16. Juni. (W. T. B.) Das Ackerbauminisierium ver- bot bis auf weiteres unbedingt die Einfuhr von Rindvieb nach Oesterreich aus nachstehenden, von der Lungenseucbe betroffenen Sperrgebieten des Deuts chen Reichs: aus dem Stadtkreis Berlin, den Regierungöbezirken Rosen, Bromberg und Düsseldorf, den KreiS- bauptmannschaften Leim g und Chemnitz, endlich aus dem Herzogtum Gotha im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha.
Theater und Musik.
Neues Tbeater.
D'e diesjährige Sommerspielseit wurde gesiern auf der Bühne am Schiffbauerdamm unter Woldemar Ranges Leitung mit der erst- maligen Ausführung zweier dramatischer Werke ganz verschiedener Art eröffnet. Zunächst ging ein dreiaktiger Schwank „Schöps' von
S lvauemthouezv-Eon inSzme,bidmfichincharakteri|ischm Bädern die Wandlun einer fer Lebedame zu einem Mit [lebe der achtbaren Gesells abi elt. Troßdem das Stück als wank bezeichnet ist und dementspr d auch nicht des derben umots ent- behrt, M sein flotter Dialog doch so manche bittere abrbeit und herbe S e, die in den Autoren Kenner aucb tieferen seelischen Empfindens zeigt. Die Darstellung war seitens der Herren oreft, Star Bebmer, Stange und " Dyfin sowie der men Schw t und Wasa vortr cb. Namentlitß schuf die le tgenannte in der mit ihrem bisbe gen Leben abschließenden H Weltdame eine wabrbaft typische Figur. - Der darauf folgende .Akt' von Mouezy-Eou und Arimont, betitelt .Nä te im Hampton-Club', bietet zwar gleitbfalls ein Bild der ebrseite des menschlichen Lebens, ist aber außerdem noch von solch düsterer, abstoßendec Tragik, daß er den in seinem Schluß “versöhn- lichen, heiteren Eindruck des vorhergegangenen Scbwanks beinahe verwi cbt und beim Verlassen des Hauses kein Gefühl einbeitlicher efriedigung aufkommen läßt. Nach einem nicht mehr _ neuxn Vorwurf wird bier die Vereinigung von lebeusuberdrussklgen Existenzen dargesiellt, die unier einem skrupellosen Fräsidenten (: nächtlich um Sein und Nichtsein spielen. Das ge- eimnisvoUe_Dunkel, das jahrelang die Schreckniffe dieses Londoner Klubs verbullt hat, wird dann endlich durcb einm wagemuiigen Iouxnalisten gelüftet, dem es gelingt, trotzdem er die tod- verkundende Katte gezogen, den Präsidenten zu “überlisten und lebend aus dem Hause der Gesellschaft zu entkommen. So geschickt auch bier die einzelnen Charaktere der mit sich und der Welt xerfallenen Todeskandidaten gezeichnet sind und so an- erkennenswert sie auch seitens der Darsteller wiedergegeben wuxden, wirkte do? das Gegenständlicbe der Handlung derartig erkaltend, daß der Er olg des Stückes hinter dem des vorangegangenen bei weitem zurück|iand. Der mitwirkenden Herren Stift, Dvsing Forest und Stark, als trefflich: Vertreter der Hauptrollen, fei jedocö auch hier besonders ?edaäpt. Ebenso war die Regie des Herrn Runge durchweg einwandfre .
Jm Königlichen Opernbause gebt morgen ,Die Walküre" in Szene. räulein Hiedler singt als leßte Rolle vor ihrem Austritt aus dem erbande der Königlitben Oper die Sieglinde. - Sieg- mund: err Kraus; Wotan: Herr Bachmann; Hunding: Herr Möd- linger; rünnbilde: Frau Plaicbinger; ricka: Frau Goeße; Wai- küren: die Damen Dietrich, Ekeblad, erw Ober, Parbs, Rose, Rotbauser, Scheele-Müller. Dirigent: err Blech. Anfang 7 Uhr.
Königlichen Schauspielhaus: gebt morgen das Schöntban-Kadelburgscbe Lustspiel .Goldfiscbe' mit den Herren Egge- ling, Boettcher, Eichholz, Valleniin, Werrack, Kraußneck und den ;OaYen Eschborn, von Mayburg und Buße in den Hauptrollen
n sene.
_ In der Kaiser Wilbelm-Gedächtniskirche findet am nachsten Donnerstag, von 6-7 Uhr, ein Orgelvortra statt, bei dem die Königliche Hofopernsängerin Fräulein Elisabet Hartmann (Alt) und die Violoncellovirtuosin Fräu ein Elsa Rue ger mitwirken. Die Orgel Zpielt der Organist Walter Fischer. - Karten zu 1 .“ (Stublreibe und 50 z (Kirchenschiff) sind zu haben bei Bote u.Bock, bei Wertheim, in der Küsterei (Achenbackpstr. 18/19) und an der Abend- kaffe. Der Reinertrag ist zu wohltätigen Zwecken bestimmt.
Mannigfaltiges.
München, 15. Juni. (W.T.B.) Der vom deutschen Zentral- komitee zur Bekämpfung der Tuberkulose einberufene fünfte Tuber,“- kulosekongreß ist heute vormittag hier durch den Ehrenpräsidenten, Seine Königliche Hoheit den §Yrinzen Ludwig Ferdinand von Bayern, eröffnet worden. Der ofrat May, Profeffor an der Uni- versität München, be küßte als orsißender die in großer Za [ er- schienenen Aerzte un gab der Hoffnung AuSdruck die Besichtgung der bayerischen Heilstätten werde die auswärtigen Éäste davon über- zeugen daß Bayern im Kampfe gegen die Tuberkulose nicht zurück- geblie en sei. Namens der bayerischen StaatSregierung hieß der Ober- medizinalrat Dr. von Grasbey den Kongreß willkommen. Geheim- rat Leu be dankte im Namen des Zentralkomitees für das Interesse, das die bayerische Regierung der Bekämpfung der Tuberkulose entgegenbringe, und verlas ein _Telegcamm des Präsidenten des Zentralkomitees, Staatssekretars von Bethmann Hollweg, in dem dieser sein Bedauern ausspricht, am Eci einen verhindert zu sein, und den Kongreßteilnebmern seinen berzlicbten Gruß entbietet. Telegramme wurden abgesandt an Ihre Majestät die Kaiserin als Protektorin des Zentralkomitees, an Seine Könialicbe Hoheit den Prinz-Regenten Luitpold, ag den Staatssekretär von Bethmann Hollweg und an den früheren langjabrigen Präsidenten Grafen von Posadowsky. Hierauf hielt der Profeffor, Friedrich Müller-Müncben einen Vortrag über die Diagnose der Tuberkulose. Der Professor Rieder- Münchm führte Röntgenaufnahmen oon an Tuberkulose erkrankten Lungen vor. Den Vorträgen folgte eine längere wi enscbaftlicbe Diskussion. -- Das Präfidium des Kongresses War ittags von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinz-Regenten zur Tafel geladen.
Milwaukee, 15. Juni. (W. T. B.) In Gegenwart einer großen Festversammlung wurde im Wasbington-Park das Goethe-
Scbiller-Denkmal enthüllt. Der Bürgermeister Rose nahm das Denkmal als Geschenk der Deutschen im Namen der Stadt entgegen.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
“
Theater.
Kömgltrhe §chansprele. Mittwoch: Opern- Haus. 157. AbonnementSVorstellung. Dienst- und reipläße sind aufgehoben. Die Walküre. In Akten von Richard Wagner. Musikalische Leitung: Len Kapellmeister Bleib. Regie: Herr Oberregiffeur roescher. Anfang 7 Uhr. (Gewöhnliche Preise.) Schausvielbaus. 162. Abonnementsvorfteuung. Goldfische. Lustspiel in 4 Aufzügen von Franz von Schöntban und Gustav Kadelburg. Regie: Herr EWeling. Anfana 75 Uhr.
onnersiag: Opernhaus. 158. Abonnements- Vorfiellung. Dienst- und Freipläve find aufgehoben. 1.- “l'rxslata. (Violetta. Oper in 4 Akten von Giuseppe Verdi. Anfang kUbr. (Gewöhnliche
reise.
S )uspielbaus. 163. Abonnementsvorstellung. Die akeußeiueriu. Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wildenbruch. Anfang 71 Uhr.
Deutsthes Theater. Mittwoch: Vaudeville- Ensembie Arnold-Waßmann. Gastspiel Fedäk. Die
Bretti räfin. Anfang 74- Uhr. Domketstag und folgende Tage: Die Brettl-
gräfin. Kammerspiele. Mittwmh: Ensemble Berthold Held. Der Tugend- wäcbter. Hierauf: Im Unterseeboot. Donnerstag und folgende Tage: Der Tugend- wächter. Hierauf: Im Unterseeboot.
Kent- Ithauspielhanz. Gastspiel des Neuen Operettentbeaters in Hamburg. (Direktion: Wilhelm
Anfang 8 Uhr. prinzessin.
Freitag,
Donnersta-
tochter.
direktor.
Bendiner.) Mittwoch: Die Dollarpriuzesfin. Donnerstag und folgende Tage: Die Dollar-
sessmgtheater. Der Raub der Sabinerinneu. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Sabineriunen. Abend! 8 Uhr: Cabiueriuuen.
Onliner Theater. Gastspiel des Neuen Schau- spielhaus“. (Direktion: Alfred Halm.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Raffles.
Donnerstag und folgende Tage: Raffles.
Schillertheater. 0- Morwih-Oper. Yeisäxiiß. Romantische Oper in 3Akten von Karl
aria von Weber.
Abend! 8 Uhr: Car-mt. Freitag, 21 end! 8 libr: Marie, die Regiments-
Charlottenburg. Ohne Geläut. Fedor von Zobeltiß.
Donnerstag, Abend] 8 Uhr : Der Herr Ministerial-
, Jamiliennachrichten.
Freitag, Abend! 8 Uhr: Gebilden Meustbeu. uitkamer mit .
Komisthe Oper. Mittwvch, Abend! 8 Uhr: Der Makkeuball.
Freitag: Tiefland. Sonnabend: Carmen.
Abends 8 Uhr:
Der Raub der Der Raub der
Mittwoch, Ein Walzertraum.
Thaliatheater. Mittwoch, Der Selbftmörderklub.
(Wallnertbeater.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der
Freitag : dem Kowcle.
Mittwoch, Abendj 8 Uhr: pk“ "“
Schauspiel in 5 Aufzügen von
Donnerstag: Die Fledermaus.
Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Mittwoch, Abends 8 Uhr:
Donnerstag bis Sonnabend: Ein Walzertraum.
snßspielhans. (Friedrichstraße 236.) Mittwoch,
Abends 8 Uhr: Die blaue Maus. Donnerstag bis Sonnabend: Die blaue Mank.
Abends 8 Uhr :
Donnersta : Der Selbftmörberklnb. um ersten Male: Der Mm mit
Sonnabend: Der Mann mit dem Mouvele.
Trianonlheater. (Georgenkiraße, nabe Bahnhof riedricbfYße.) Mittwoch, Abend! 8 übt: Gast- ener Ensembles. Die Frau Baronin. Donnerstag und folgende Tage : Gastspiel des Wiener Ensembles. Die Frau Baronin.
Beurmann, geb. Grobrügge, mit Hrn. Oberst- leutnant a. D. I. von Matheson (Bremen).
Verehelicbt: Hr. Rittmeister Wilhelm von Rosen- berg mit Frl. ElYabetb von Tiedemann Kranz, Bex. Posen). - r. Frhr. Von Bruffeller chau- beck mit Herta Freiin Grote (Schloß Schaubeck- StutFxrt). - Hr. Otto von Klewiß mit Frl. Lilli alter (Breslau).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberleutnant von Naso (Friedenau). ' Gestorben: Hr. Oberst :. D. Theodor Ebeling HScbrimm). -- Hr. Bergwerksbesißer Max Dietmar Berlin). - Fr. General Hedwig von Wissmann, geb. von Griesheim (Vroßen). - rl. Constanze von Sluytermann (Lichtenrade be Berlin). - Zn. H)orst von P atens Sohn Hans-Hartwig
engen .
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyr01 in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (I. V.: Koye) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlag!- Anstalt Berlin ZW., Wi elmstraße Nr. 32.
Acht Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),
Verlobt: Frl. Erika von Alfred Dyckhoff
5Schla ow, i. Pomm.-Augsburg . - Verw. Fr. Margarethe
sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffent-
lichen Auzei ers (eiusHließlith der unter
Nr. 2 vers entnehmt Bekmmalbm'tkeux
betreäeu Kommanditgesensehaften anf tüm
und ktieugesellschafteu. für die Woche vom 9. bis 13. Irmi 1908.
Post Sa e|ke
M 140.
gering
Erft'e Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.
Berlin, Dienstag, den 16. Juni
Berichte von “deutschen Fruchtmärktenx
Qualität mittel [
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20,70 Breslau . . . . . . . . . 18,40 Strehlen i. Schl. . . . . . . . 18,00 Löwenberg i. Schl. . . . . . 20,40 Neuß . . . . . . -- Aalen . . . . . . . . . . - Geislingen . . . . . . -
Babenhausen Illertissen
Aalen. . . Geislingen .
20,00 20,80
ofen . . . sirowo. . . Breslau. . . . .
Strehlen i. Sch Grünberg i. Schl. . Löwenberg i. Schl. . Neuß. . . . . Aalen.
17710 16,40 17,80
Ostrowo. . . . . . . Breslau . . . . . . Stréhlen i."Schl,' .'
O peln . . . . . Redlingen .
Osirowo . . . . . Breslau. . . . . Strehlen i. l. . . Grünberg i. [. Löwenberg i. Schl. Oppeln . . .
Neuß . . .
Aalen | . . k ! | ] Riedlingen . .- . . .
Bemerkungen. Die verkaufte Men?t Ein liegender Strich (-) in den Spa
Berlin, den 16. Juni 1908.
13,50 15,00 13,60 15,20 14,00 16,00
W e i z e 20,90 21,00 .' 19,90 !! 19,65 * 20,60 19,60 22,00 21,00
20,80 ' 19,65 20,80 19,60 22,00 21,00
2210 22,76 22,00
R
17,70 17,40 17,80 18,10
18,00 18,10 17,72
2230 22,60 22,00
17,70 17,30 17.40 18,10
18,00 18,10 17,50
13,60 14,40 15,50 15,75 15,80
14,70 14,40 15,25 15,40 13,70 15,40
16,60 16,40
15,00 13,60 15,20 14,00 16,00
17.710
1550 .
13,80 15,60 515,80 17,20 16,80 17,00
wird auf volle Doppeltentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mit? en für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, e
".
21,20 21,50 21,30 21,00 20,60
15,00 15,50 15,50
13,80 15,60 16,80 17,20 17,20
Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borghi.
Kernen (euthülftee Spelz. Dittes, Festa).
n
100
134 60 38 28
eteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den un Punkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß ent prechender
15,70
1 520 15,20 15,20 “
15,60 . . 16,30 1 . . 10 17,50 . , , 16,82 9.6. „
ablen berechnet. ericht fehlt.
15,40 16,30 16,60 16,57
2 064 978 637 464
erundeten
Großhandelspreise von Getreide an deutschen und fremden Börsenpläßeu
für den Monat Mai 1908
nebst entsprechenden Angaben für den Vormonat. 1000 kg in Mark.
(Preise für greifbare Ware, soweit nicht ettvas anderes bemerkt.)
Da- gegen im Vor- monat 178,25 186,10 144,85 140,00
Monat Mai 1908
187,00 208,00 154,30 140,15
Königsberg.
No gen, guter, esunder 714 g das 1 ..... .
WFM guter, unter, 749 bis 754 g das 1 . .
Zafer, guter, gesunder 447 das 1 ....... erste, Vrenn-, 647 518 65 gdaSl . . . . ..
Breslau.
R0 gen, Mttelware
Waden,
Hifer,
Gerste.
181,10 199,30 144,10 159,50 148,00 158,00
183,60 206,90 148,90 159,50 145,50 158,00
russischer Berlin.
Ro en, uter, e under, mindestens 712 g das 1 .
WSFLU, g gs „ 755 g das 1 .
' | 450 I das 1 .
Mannheim.
No Jen, älzer, ruf scher, bulgarischer, mittel . . Weékzen, Mälzer, ruf scher, amerik., rumän., mittel .
Hafer, bakisdckser, ruskaber, méttttek , er, 111 e ........ G'rstei rßsfisTÜ, *
utter-, mittel . . . . . . .. NYM, bayerischer, gut mittel ..... . . . . W den, . . .....
198,00 220,55 164,09
189,87 208,70 161,48
Hafer, „
204,25 238,25 185,( 0 220,00 148,75
199,69 229,04 181,17 220,47 148,75
198,00 228,50 179,50
199,00 227,00 182,50
190,50
München.
Mt m" . ' . . ' __ "ien.
«' tif 55:7" -" W555? '"
185,44 218,05 133,82 144,01
179,65 208,95 135,90 146,10
Ro gen, e ier Boden WFiens befißk . o ' fe_r, ungati eher 1 . .
erste, slovakische. . .
ais, ungarischer 122,61
118,92
B u d a p : |. No gen, Mitteiware ....... We en, . . . . . afer, . erste, .
Mais, .
ROJJen, 71 bis 72 kJ das 111 .
Wesen, 11115, 75 bis 76 1:3 das 111: I
Riga.
Rogen, 71 bis 721xxdas111 . . . W en,75, 76, , .
Ro Paris. IM ) Weßzen Antwerpen. Donau-, mittel Axima . . Odeßa . . . . Kan as Nr. 2 ...... La Plata ........ Kurrachee. . . . . . . .
Amsterdam.
Weizen
Roggen Weizen Mais ;
Odeffa-oaoooo-o amerikanischer Winter- . . amerikan. bunt
La Plata ........
Londom Produktenbörsß
engl- "Zetiß; (Uark 148.116)
„ r Weizen : La Plata an der Küste Australier
afer , erste
Liverpool russischer . . roter Winter- Nr. 2 . . . Manitoba La Plata . . . Australier Kurrachee .
Weizen
Hafer, englischer, weißer ..... . .
lieferbare Ware des laufenden Monats €
1 (138.165) . .
Weizen enKliscbes Getreide, Mittelpr 6 aus 196 Marktorten ((J-328656 8761'3868)
. . . '
Ode a ............ _
Gerste, Futter- 1 ame kanische ......... _ Odeiia 128,52
Mais awer": ., ........... - La Plata, gelber . ._ ........ 129,83
C b i c a g 0. Mai ......... Weizen, Lieferungsware € Juli ......... Mais .
Neu York.
roter Winter- Nr. 2 . . . . 163,48 Weizen [ Nord Frühjahrs- Nr. 1 179,05
158,50 139,16 133,52 122,97
Maj 165,43 Lieferungsware 152,93 Mais „ Mai ........
129,20 Buenos Aires.
Weizen „[ Durchschnittßware .........
152,34 Mais 1
97,11
Bemerkungen.
1 Imperial Quarter ist für die Weizennotiz von engl. Wei - und Rotweizen = 504, für La Plata und Australier (881610) = 480 nd engl. gerechnet; für die aus den Umsäyerx an 196 Marktorten des Königreichs ermittelten Durchschnittspreise für einbeimiscbes Getreide ((Ja-81550 aysragss) ist 1 Imperial Quaréer Weizen = 480, fer = 312, Gerste = 400 Pfund englisch an eseßt. 1 Busbel eizen = 60, 1 Busbel Mais = 56 Pfund engchZ; 1 Mund englisch = 453,6 g; 1 Last RoYen = 2100, Weizen = , ais = 2000 kg.
Bei der Umre nung der Preise in Reichswäbrung sind die aus den einzelnen ageßan aben im .ReiÖSan ei er“ ermittelten monatlichen DurchschnittSweYelkurse an der er ine: Börse zu Grunde gelegt, und zwar für ien und Budapest die Kur e auf Wien, Kr London und Liverpool die Kurse auf London, für bicago und
en York die Kurse auf Neu York, für Odessa und Riga die Kurxe aux St. Ytnsbur , für Paris, Antwnpen und Amsterdam die Kur e xu dies; läve. iZreise in Buenos Aires unter Berücksichtigung der Goldpramie. Berlin, den 16. Juni 1908. Kaiserliches Statistisches Amt.
van der Borgbt.