** “***-95- . *
4) Die Entwürfe find bis spätestens 1. De ember 1908, erlin 117. 66,
5) Es werden drei Preise: 2000.76, 1500 «45 und 1000915,
chbmittags 3 Uhr, bei dem Reichsscba amt in Wilhelmstraße Nr. 61, kostenfrei einzuließfern.
zusammen 4500 „16 auSgeseßt.
6)_Die Epischeidung über Zuerkennung der Preise erfolgt durch em Preis ericht, dem unter dem Vorsiß des Unterzeich-
erren angehören werden:
s
Q.
neten foÖgende General i
rektor der Königlichen Museen,
1). Herr Professor von Falke, Direktor des Königlichen Dr. P
Kunstgewerbemuseums,
lichen unzkabinetts,
(1. Herr Professor Manzel, Mitglied der Königlichen
Akademie der Künste, 0. Herr Professor Tuaillon, deSgleichen, sämtlich zu Berlin.
Sothezi preiswerte Entwürfe nicht eingehen, so bleibt vor- 11. ' behalten, fur die 3 besten Entwürfe eine angemessene Ent-
schädigung zu gewähren.
7) Die preisgekrönten Entwürfe gehen in das VerfügunÉs- ?-
rscht dcs Reichs über, die Übrigen Entwürfe werden den werbern koste'nfrei zurückgesandt. Berlin, den 17. Juli 1908. Der Staatssekretär des Reichsschaßamts Sydow.
Das zweite Heft des achtzehnten Bandes der im Reickpöamt des Innern herausgrgebenen „Entscheidungen des Ober- _s_eegmts und der Seeämter des Deutschen Reichs“ nt tm Verlage von L. Friedrichsen 11. (To. in Hamburg er:
schienen und zum Preise von 3,_ M zu beziehen.
err 1rklicher Geheimer Oberregierungsrat Bode,
CV.?LU' Professor Dr. Menadier, Direktor des König:
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben AUergnädigst geruht:
_ dsn bisherigen Kreisschulinspektor,“ Schulrat chSnißek m Rogasen szuxtx Seminardirekior zu ernennen, den (89 chaxtsführern bei der Deutschen Landwirtschafts- 5Jrselischaft Dr. phil. Georg Stieger in Mariendorf und andtvirt Gustav Stemßen in Schöneberg den Charakter als Oexonomwrat zu verleihen und iyfolge der__ von der Stadtverordnetenversammlung zu Ye'mmed gsxroxxenen Wahl den Fabrikanten Friedrich Siegert _dajsldjt ais unbesoldetcn Beigeordneten der Stadt ZDFriw'ted sur die gc1esliche Amtsdauer von sechs Jahren zu e ta igen.
Ministerium für Handel und Gewerbe.
_ Im Auftrage de_s Ministers für Handel und Gewerbe ist nxt _Verlage des preußischen Statistischen LandeSamts die vierte, 0011113 „rxmgearberteie Auflage dcs „Alphabetischen Ver- z?1chn11ses der bekanntesten, dem Seeverkehre dtßnenden Hafen und Anlegepläße der Erde“ er: sch_1_enen._ Dqs Werk enthält die Namen von mshr als 13000 Haxen_emschltx§zlrch_der Dopprlbezeichnungen und die Angabe der L_ander, Kasienstrecken usw. sowie die geographische Breite, wo sie gelegen smd, und er1cheint dadurch als ein nüZliches und brauchbares N0chschlagebuch sowohl für Schiffahrts=, Hatzdels: und anqftmekreise als auch für Verkehrs- und See- behorden. Der Preis des Buchss, geheftet, beträgt 5 „46.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medtztnalangslegenbeiten.
. Dem Seminardirektor, Schulrat Nzesnißek ist das Direktorat d€s_Lchrersrminars in Rogasen vsrliehén worden.
T_em Konkervawr der Kunstsammlungen, Bibliothkkar und
Sekretar der Königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Dr. 0511. Hermann Board ist der Titel Professor verlieben worden.
V 0 r z e ich 11 i s der landwirtscxbüftlichen Und aevdäiiscb-kulturtxÖnis Vorlesungen an drr_Königlichsn LandwirtschaftliIbii H0ch1chule zii Berlin im Wintersemksier1903'09.
(Wegen der'Prongmme- der iscbniscben Abteilurgxn wende man fich an das Jqsittnt FUr Garnngsgewkrbe, )J. 65, Sxestra߀ 4. odér das JnyMut fUr Zilcker-Jndmjrie, TT. 65, Amrumerstraßs.)
1) Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbaa.
(Geb. Reg.-R. Prof. Dr. Orth: W[gemx-ine Acker- Und 71211 en- banlsbrs, 1. Teil: Bodepkunde und Entwäfferung des PBodins. Spezielle Ackcr- Und _Pt11533nbaulxbrx', 1. Tkil: Futterbau und (Hetreideban. Landw1rt1chaftlichks Seminar, 5315161111115.“ Ackerbau. 118511110811 zUr decnfands. Großes agrcnomiscbrs und aZrikultur- chemtsch§s PraktikumNZebungen im Unte:suchsn von Boden, P?ianze Und Dungkr), gcxpcmiam mit dem Assistenten Dr Ber'u. _ (Geb. Rxg-R. Pkws. Dr. Werner: Landwirtsckyaftlicbe Bstrieéslebre. Riyddtebzuckpt Ucbunqen in Buckdfübru-g, Handelskunke und Ab- scbaßung. _ Prrx. Dr. Aereboe: Landwirtscbaktliche Abschäsungs- lehre. _ Prof. Dr. Lkbmannx YUgemcine Tierjuckszebre. Schaf- :ucht und WdUknnde. Landwiiiiobastliche Füiterungslebre. Uebungen in zootechnqchcn Untxrsuckyungen. _ Priwardczsmt Dr. VÖlZ: Staat- lich: ux1d Private *.Naßnabznen zur Hebang der Tirrzucbi in Dent!" 1.1nd. _ Prtdatddzent Dr. Muller: Pferdezucht. _ Prof. Dr. Lemmer- marrri: Renate, Erfabrnngen auf dxm Gebiete der Agrikultnr- ckemte und „Asttkulturbakteriologie. Uebungen in der Unterfacbung und Bgurtetlung landwirtschaftlich wichtiger Stoffe (Düngemittel, Futtermxttrl, BWM usw.)_1'l21nes Praktikum _. Arbeiten in der [aydwrrtsckoaxtlichen (agrikultnr-chemischen) Versuchsstation für Fortgeyebrittknere, welche das kisine Praktikum absolviert haben _ großes „Praktiknm _. E*nfübrunq in die Tätigkeit landwirtschaft- licber (agrtkuliur-cbemiicber) Verjuchsstationen für Fortgeschrittenere mtt,abc;esch[011ex1kr Vorbildgng. _ Geb. Oberrkg.-Rat P letscher: Dxe naturwimkntcbaftlickpen Grundlagen der Moor-
altnr. _ _Prof. Dr. Fischer: Landwirts alli e M - kante. Die Grundlagen ker landwirtschthleén MTiYiiieeii- kunde. Anwendung der Elektrizität in der Landwirtschaft.
Maschinentechnische Uebungen und Demonstrationen. _ (Gartenbau- dérskjdr LiZdemdxb: Obstbau. Allgemeiner Gartenbau. Wein- bgu. „_ [Mrstmetyter Kottmeier: Forstbenusung. Forstschuß. Yorktemrtäoxung. __ Reg.- und Baurat Noack: Landwirtschaftliche
aulebre.' _ Prof. Dr. Hoffmann: Laqerung und Behandlung von GLUZWS. _ Zoologe Dürigenz (Geflügelzucht und deren Be- triebe. _ Dr. Buchwald: Auszewahlte Kapitel aus der Müllerei
2) Naturwissenschaften.
Physikalische Uebungen.
Wetterkunde. _ rivatdozent Dr. Leß. Praktische Witterungskunde. logi che Uebungen.
1). Chemie und Technologie.
chemisches Prakxikum. Chemische Uebungen für Landwirte. _ Ge Reg.-Rat
organischer Atomgruppen. _ Privatdozent wiriscbaftlich-cbemiscben Industrien, mit Exkursionen. 0. Mineralogie,
eine. Bodenkunde und Bonitierung. Mineralien und (Gesteinen.
ZUM. Dr. Kny: Anatomie und Mor bologie der indung mit mikroskopischen Demon trationen.
_ Geb.Reg.-Rat Prof. Dr.Wittmack: S
Ko [ k w i I: Allgemeine Süßwafferbiologie. S. Zoologie und Tierpbysiokogie.
nü lichen urzd schädlichen wirbellosen Tiere. _ Prof. Dr. Sch Fichkrankbetten und Yschsterben. Fischzucht ]. Teil. Exkursionen. _ Geb. * eg.-Rat Prof. Dr. Zunß: P tierischen Stoffwechsels. Gesundheitspfle e der Haustiere. im tierpbvfiologiscben Laboratorium für Z!
(mit Uzbungen). 3) Tierheilkunde.
Krankheiten der Haustiere. _ Prof. Dr. Schmalß: Anatomie der
a. D Küttner: Hufbeschlagslebre.
4) Rechts- und Staatswissenscbaft.
_ Prof. Dr. Anbagen: Agrarwesen und Agrarpolitik. National- okonozniscbe Uebungen. _ Geb. Oberrég-Rat Pelver: Reich- und ZZeußtscheZKkecflxt. ;- J)rL1)f.d€1ckir.tFct'cßIXTierFtderk:F Ländlicdhe ?oblfichrts- ege. : ur en anwr wt gen raen er e ds Zahlungs-, Kredit- und Börsenverkebrs. g ch" e
5) Kulturtechnik.
Geb. Oberbaurat von Münstermann: Kulturieckpnik. Ent- werfen kulturtechnistber Anwgkn. Kulturtechniscbes Seminar. _ Geh. Oberbaurat Nolda: Wafferbau (Seminar). Brücken- und Wegebau. Entwerfen wafferbaalichcr Anlagen.
6) Geodäsie und Mathematik. (Geb. Reg.-Rat Prof. Dr. Vogler: Tracieren. Grundzüge der Landeßdermeffung. Praktische Geometrie. Meßübungen, gemeinsam i_nit Prof. He emann. Geodätisches Seminar. Geodätische Rechen- ubungen. _ rof. Hegemann: Kartenprojektionen. Das deutsche Yermeffungßwesen. Uebungen zur Landesvermeffung. Zeichen- ubungen. _ Geb. Reg-Rat Prof. Dr. Reichel: Höhere Analysis und analytische Geomxtne (Fortseyung). Darstellende (Geometrie. Maébemattscbe Uebungen bezw. Nachträge. Zeichenübungen zur dar- stelle..oen Geometrie. . Beginn des Wintersemesters am 15. Oktober; der Beginn der Vorlesungen wird seitens der Dozenten durch Anschlag am Schwarzen Brett bekannt gemacbt. _ Programme sind durch das Sekretariat zu erbalien. erlin, den 20. Juli 1908.
Der Rektor. B 5 rn ste i n.
Nichtamtfiches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 22. Juli.
. Seine: Majestät der Kaiser und König hörten heute 171 Mold? an Bord drr Jacht „Hohenzollsrn“ dic Vorträqe des Chris des _Militärkabinetts, Gensrals der Infanterie (Grafen _von HülxynÖaosclcr, dss Chefs dcs Marinekabinetts, VlZMÖMlkUiS 00:1 MÜUer, des Vertrkters des Auswärtigen _Amte's, Gesandten 00:1 Trrutler und des Chrfs des General- 1iabs der Armes, GENERAL dcr Infanterie von Moltke.
Laut Mkldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Vantber“ vorgeZern tn Swakopnmnd eingetroffen. ' :.M. S. „I orck“ ist vorgkstern in FanchaléMadeira) xinxzxtronen und geht am 31. Juli 0011 dort zur Heimreise m "SLL. S.__M. S. „Lorelew“ ist gsstcrn von Votum nach Noworonisk (Schwarzrs Meer) abge augen.
S. M. ZS. „Niobe“ und „ rcdna“ gchrn morgen ron Miyadzu (Japan) in See.
Oesterreich-Ungarn.
TaE0fterr61ch11che Herrenhaus hat gestern die Vor: [age,betreffend die_ Erdöhung dcs Landwehrrekruten: kontingenis, fdwte die Vorlage, betreffend die Enisckädi- gung der FaMilrenmitglieder der zur Waffenüéung einberufenen Reservxlx'ten, angenommen. Im Laufe der Debatte stonie, „W. T. B.“ zufolge, der Fürst ch0erxburg, daß tm e_ngsten Zusammenhange mit der militärischen Frage dte Bundmßsrage Uebe; denn das Bündnis mit dem Deutschen eich sei tm wesentlichen ein militärisches Bündnis. Er hege ein felsenfestes Vertrauen zu der Bundestreue der beiden Staaten und sede die Armee OesterreiÖ-Ungarns mit der Armee des Deutschen Retcbs lieber verbündet als mit sämtlichen Armeen des Kontinents.
Nach der Erledigunk] mehrerer kleinerer Vorlagen und der Vornahme von De egationswahlen wurde die Sixzung
und Bäcksrei.
Prof. Dr. Delbrück: Technologie der landwirtschaftlieb- technischen Gewerbe mit praktischer Woche, in Gemeinschaft mit arow. _ Privatdozent Prof. Dr. Marckwald: “ Analytische Cbemie. _ Privatdozent Prof. Dr. Meianeimer: Reaktionen
r. Ehrlich: Die land-
Geologie und Bodenkunde. Geb. ReS-Rat Prof. Dr. Gruner: Die bodenbildenden Mineralien und Get ' Praktische Uebungen zur Bodenkunde. Praktische Uebungen im Bestimmen von bodenbildenden
Botanik und Pflanzenpbyfiologie. Geb. Reg.-Rat Janzen, in Ver- , otanisch - mikro- skopischer Kursus, im Anschluß an vorstehende Vorlesung. Arbeiten fur Vorge1chr1ttenere im botanischen Znsiijut. _ Prof. Dr.Krüger:
flanzenkrankbeiten und Pflanzenscbuß. _ Privatdozent Dr. Magnus:
otaniscb-mikroskopischer Kursus, parallel zu dem von Prof.Dr.Kny. amenkunde. Verfälschung der Nahrungs- und Futtermittel. Mikroskopie der Nahrungs- und Futtermittel. Uebungen im Untersuchen von Aebren und Samen für Zuchtzwecke sowie von Unkrautsamen. _ Pridatdozent Prof. Dr.
Prof. Dr. Plate: Allgemeine? Zoologie und wirbellose Tiers. Zoologisches Praktikum. _ Reg-Rat Prof. Dr. Nötig: Die der Land- und Forstwirtschaft temenz: Fifchereiliche byfiologie des sch itt Ybieitetn orge r enere. _ rva - dozent Dr. Caspari: Der Stoffwechselverfueb und seine Methoden unter besonderer Berücksichtigung der landwirtschaftlicben Nutztiere
(Geb. Reg.:Rat Prof. Egaeling: Seuchen und Parasitiscbe
Haustiere, verbunden mit Demonstrationen. _ Oberstabsveterinär
&. Physik und Meteorologie. Prof. Dr. Börnstein: Experimentalpbyfik, 1. Teil: Mechanik, Akustik, Wärmelehre. Mechanik. Pbyfikalisches PMkttikum.
: eoro-
Prof. Dr. Buchner: An. organische Experimentalcbemie. Großes chemisches Praktikum. Kleines
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Nazim vqn „Dibrc crmdrdetworden. Von den mobilifterten klein- astairschen 'Nedtfba'tatllonen des dritten Korpsbereichs sind beretié zwci Bataxllone zu 16 800 Mann in Saloniki cin- geroßen.
zuFoige, nach Roskilde, wo er in der Domkirche am Sar e des Kdmgs Christian LIT; „emen Kranz niederlegte. Nach ?
Ruckkehr 995 der Prasident in der französischen Gesandtschaft ert) Fruhstuch, „an' dem der König und die Königin, die Mit- glieder de_r Komgltchen Famrlie, die Minister und viele Würden- trager tecknahmen. Paare Soiree mit Konzert statt.
Derda. , lassen haben, um sich Abdul Asis zu unterwerfen.
Großbritannien und Irland.
Jm Unterhause fragte gestern der Abg. Greton (kon- servairv), ob dte_Aufgaben dxr Luftschiffahrt von dem Komxtee_ der nationalen Verteidigung in Betracht ezogen, ob Seeoffiztere um 9301 gefragt würden und ob beab'sichti t sei, alle Versuche tm Einvernehmen mit den militärischen Beßörden zu unternehmen.
Nach dem Bericht des „W. T. V.“ erwiderte der Premier. minister Asquitb, diese Angelegenheit stehe jest in hervorragendem Grade im Gesichtskreis der Flotteu- wie auch der Heeresverwaltun . Es könne aber auHenblicklicb nicht erwünscht sein, mehr zu sagen, 4 daß die Frage owobl die Aufmerksamkeit der Militär- wie der Kottenbebörden in Anspruch nehme und daß bei den Beratungen
nd in Hand gegangen Werde.
Rußland.
_ In der Stadt und dem Gouvernement St. eiersburg lst, „W. T. B.“ zufolge, der außerordentliche S U15 um sechs Monate verlängert, in der Stadt und dem Gouvernement Céarkow ist der KriegSzustand durch den verstärkten Schuß er 281 worden.
_ _ Der neue finnländischeL andtag wird am 1. August eroffnet werden.
Türkei.
Tte_]ungtürkischen Drohakte und Attentate im Berétche des dritten Korps in Saloniki dauern fort. Nach Meldungen des „K. K. Telegraphen-Korrespondenz- buxeaus“ haben vor einigen Tagen vier junge türkizche Offiziere, die zur Besaßung von Seres gehören,ihren Oberten „angegrPen und nach cinem Harjnäckigen Kampfe getötet, m de1en Verlauf auch die Angreifer schwer ver- wundet worden ßnd. Frrner ist der Oberstleutnant m Saloniki verwundet und der Mutessarif
_ Um [813th Sonnabend hat eine etwa 100 Mann
starke_ grieLische Bande,_ obiger Quelle zufolge, das bul- Zartfche
drf Ribarct angegriffen, 13 Gehöfte ver- rannt und 20 Personen, darunter Frauen und Kinder, ge-
tötet und 5 Personen verwundet.
Dänemark. Der Präsident Falliéres begab sich gestern, „WT. B.“
einer
Am Abend fand bei dem Königlichen
Amerika. Die Régierung Guatemalas bat, nach einer Meldung der
„Kolntschen intung“_*, dem amerikanischen Staatsdepartement mrtgeteilt, daß zw1schen Nicaragua und Honduras der Ausbruch ernesKrieges bevorftände, da Nicaragua der) Aufstandffchen von Honduras in Verlsßung der Verträqe Beistand geleistet hätte. '
Afrika. ' Wie der General D'Amade unter dem vorgestrigen
Datum aus Casablanca tele raphiert, lagerte die Mahalla
es Sultgns Abdul Isis am 19. d. Mis. am Otied Die Notabeln des Mdakrastammes soUcn Fes ver-
_ Nach einer Meldung des „W. T. B.“ hat der Premier-
minister der Kapkolonie Merriman in einer in Kapstadt ab-
ehaltenen Versammlung auf eine Anfrage mitgeteilt, daß die
Regierung nicht die geringste Absicht habe, die Walfischbai
us" dem (_Hriznde axifzugeben, wxil sie diese Besißung nicht enugend [chußcn forme. Die sudafrikanischen Regierungen
skien in dieser Hinsicht einer Meinung.
U I
33 59 13
12 615 293,“ (1110 um 1 983145 „46 oder 18,6 dom Davon entfaan anf _die Einfuhr 6699 684 „16 im 6 432812 „46 1. J. 1906 (Zunahme 266 872 «15 oder 4,1 dom Yun- dert), aus die Ausfuhr 5 915 609 „46 i. J. 1907 gégkn 4199 336 «46 i J. 1906 (Zu'nabme 1 716 273.16 oder 40,8 dom Hundert). Auch dieses Hebusgkbtet gebt also mtr raschen Schritten einkr aktiVen Handels- bilanz entgegen.
Koloniales.
Der Handel des Schitngebiets Togo im Iabre1907. Das „Deutsche Kolonialblatt' vom 15. Juli gibt eine vorläu e eberstcht über die Bewegung des Handels des Schußgebiets im leßftiézn abrc. Danach bat fich der Gesamtbandkk VM 10632148 .16 auf undc'rt vermehrt. abre 1907 gegart
Ausfuhr bon Erdnüssen und Elfenbein aus Togo. Dcr günstige Einfluß derBabn Lome_Palime hat sich im ersten
Jahre ibres Betriebes besonders auch für zwei Erzeugnisse eltend gemacht, die bisher be-i der AUquhr des Schußgebietes keine deFutende FOL? sp'iéktsni: (Zdnsuffe [msdt Flscnbedin. AD(fLS „Deutsche Kolonial- a gt ene uammen e ung er 113 u r [) di 5 Produkten für die Jahre 1897 bis 1907. b on esen eiden fuhr der Erdnüsse 1897 7863 112 im Werte Von 1605 „16, 1907
Danach betrug die Aus-
8237 kg im Werte von 39418 „46. An Elfenbein wurden 1897 7 kg im Werte von 6078 „16, 1907 7178 kg im Werte von 1393 „46 ausgeführt.
Si
ihr Re gie
gsschloffen.
Or
audgearbeiiete Tenk chxift Hinterbltxbenenverstcherung der Privatangestellten zur Kenntnisnahme zugegangen. Zu der wirtschaftlich und
polkitifch gleich bedkutungsvollen Frage, ob, in welcher Form un
apgestelltenverfi erung nimmt die Denkschrift einstweilen keine bindende Stellung.
sicht darüber
Parlamentarische Nachrichten.
Tem Reicbsm ist ein? im ReichSamt des Innern uber die Pensions: und
in mel em Umfan eine
reichsgesetzliche Privat- 015 ald
eingeführt werden sol],
2 will zunächst nur ermöglichen,
Ueber- leisten
den Beteiligten eine welche Beiträge sie
muffen,_ wenn_ beabsichtigt wird, den Privatangestellten und en Hmtxrbltebenen eme Versorgung in dem für die einzelnen ntcnbezuge Erklennbar, gemachten Umfange zu sichern. Zu: fck erortert fre kritisch die verschiedenen, bisher Für die chläge.
ganisation einer solchen Verficherung gemachten Vor
ndem die Denk christ auf diese Weise die. Gxsamihett der Be- Filia'ten erneut zsur Kritik aufruft," 59 t fte eme GrundlageÄu chakfen, auf der sich binnen moglt st kurzer Frist feste e: chlüffe für die endgültige Ordnung der so bedeutsamen Frage aufbauen können.
Nr. 27 des .Eisenbabnverordnungsblatts', beraus- e eben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 15. Juli, hat So genden Inhalt: Großberzoglkck) hessisches Geseß vom 14. Mai 1908, über die Aenderung des Geseßes, die Ruhegehaltsverbältniffe und die Versorgung der Hinterbliebenen der im besfisch-preußischen Gemeinschaftsdienft angestellten StaatSeisenbabnbeamten betreffend, vom 26. März 1897 (Reg.-V1.Nr. 9, S. 25) und des Geseßes, anderweitige Bemeffung der Bezüge fur die Hinterbliebenen der im befstsch-preußischen Gemeinschaftsdienst anaestellten Staatseisenbahn- beamten betreffend, vom 21. April 1898 (Reg.-Bl. Nr. 16 S. 245). _ Bekanntmachung des Reichskanzlers, betr. die Außerkursfeßung der Fünfziapfennigstücke der älteren Geprägeform Vom 27. Juni 1908. - Bekanntmachung des Reichskanzlers, betr. die Vereinbarung leichterer Vorschriften für den wechselseitigen Verkehr zwischen den Eisenbahnen Deutschlands und Luxemburgs. Vom 30. Jun11908. _ Bekanntmachung des Reichskanzlers, betr. Abrechnungssteüen im Scheckverkebre. Vom 1. Juli 1908. _ Nachrichten.
Statistik und Volkswirtschaft.
Uebersicht
“b r die abs der Studierenden an den höheren fand- " ? wiZZtschaftlichen Lehranstalten Preußens
im Sommerbalbjabr1908.
* Studie- NCU ein- , Be“ LLYUUU (; rendbe aus gÉttreLene Hosp!“ zu- ü eren u 16-
L L [) k a U | a [ t“ Sßmestern rende tanken sammen Landwirtschaftliche
Hockyschle Berlin . 390 187 185 762 Landwirts aftliche
Akademie Bonn-
Poppelsdorf 307 185 25 517
zusammsn 697 372 210 1279.
Außerdem nehmen an den bei der Landwirtschaftlicben Hochschule und der Unibersität Berlin gemeinsam gehaltenen Vorlesungen 259 Studierende der Uniberfität teil; ferner zahlen 915 Hörer der L_and- wirtschaftlichen Hochschule Berlin noch 80 Studierende der Tierarzt-
[ichen Hochschule. Von den vorgedacbten 1279 S rudierenden stammen aus : der Provinz Ostpreußen . 4? Studierende,
Westbreußen 3 , Brandénburg ern-
' schließlich von Berlin 155 „
. . ommsrn . . . . 29 ,
. . ssen. . . . . . 51 „
. . «1191611011. . . . . 116 „
. . Sa sen . . ; „. . 76 „
. . ScheLwig-Holftem . 25 ,
. . anwder . . . . 69 „
! ! 611761an . . a . 97 „
. . Heffen-Naffau . . . 88 „
. Rheinprovinz. . . . . . . 178 .
den Hohenzollernscben Landen. . . 1 „ aus Preußen somit. . . . . . . . 957 Studierende, aus den ubrigen deutschen Staaten . . 157 „ aus dem Gebiét des DEU M Rkicbs
somit. . . . . . fich. . . „1114 Studieere, ferner 0115 dem Auslande. . 165 „
zusammen, wie oben, . . 1279 Stndicrende.
Aus der Armenpflege der Reichsbauptftadt.
Es ist richtig, daß man die VerwaltungSmaximen der grbßten Stadt des Reiches nicht im großen und ganzen 0117 arzdere Orig uber- tragen kann, weil die beiderseitigen zu Grunde liegenden Verbaltmffe ganz Verschiedener Art sind. Ebensowenig kann man tn der Arbeiter- fürsorge die Nachahmung beispielsweise der WohlfabitSeinricbtungen der Kruppschen Gußstadlsabrik oder anderer Riesenetabliffements als möglich für die (Ge amtindustrie bezeichnen. Nichtsdesioweniger bieten aber die Fürsorgeeinrichtungen großer Verwaltungen und großer Unternehmungen sebr viele Anhaltspunkte fur aussichtsreiche Nach- abmungxn in kleinerem Stile, ja, eine aroße Mena; beute aÜgemein bewährter Einrichtungen der Gesundheitsrßege, Kinderfursorge und Mobl- tätigkeit wäre noch nicht vorbanden, wenn nicht der figanzielle R_uch- balt aroßstädtischer Kaffen und Vereine „und „die Verfugbarkeii uber ein Maffenangebot bon freiwilligen Hilfsxtastxn die ZOurcbfubrun solcher sozialer Unternehmungen gewahrleistet bqtten. Au auf dem Gebiete der Armendflege und Wobitatigkeit geben die Verwaltungßbericbte der großen Stadt: hochst beachtens- werte Anregungen. Zunächst erscheint es gls _ nöti?Ü sich ein Gesamtbild don Umfang und Art die_ser qroßstadtixcben rmenpflxge und Wohltätigkeit zu vxrscbaffen. Fur Berlin bietet sich alle funf Jahre hierzu die beste Gelegenheit du1ch das Studium des in drei Bänden berauSgegebenen amtlichen VerwaltUanbertcbts (Karl Hey- manns Verlag, Berlin). Vor kurzem ist derkdtttte Band des die Jahre 1901-1905 umfassenden YeriÖts erschienen, der uber die Organisation und die Kosten der stadtischen Armenberwaltungdnd der städtischen Fürsorge und Wohltätigkeit eingehende Auskunft gibt.
Durch Allerhöchste KabinettSordres Vom 3. Mai und 23. Sep- tember 1819 wurde das Armenwesen der Stadt Berlin mit den dazu KLbörigen Anstalten und mildem Stiftungen nebst deren Vermögens- siücken und Einkünften (die Charité allein auSgenommen) in den Grenzen der preußischen Städteordnung vom 19. November 1808 der Stadt überlaffen; die Verwaliung soll_te unter Aufficbt des Magistrats durcb die Armendirektton gefuhrt werden. Welch eiren Umfang bat die reichss1ädtische Armenpßege nach dieser Zeit angenommen! Wenn wir uns nur an den im leisten Bericht behandelten eitraum von 1901 bis 1905 halten, so kann man sehon daraus, daß nnerbalb dieser fünf Jahre die Gesamtkosten der Armen- pflege und der öffentlichen Krankenpflege Berlins von 19 820 436 „FC Mi 23 988119 .“ stiegen, sie!; ein Bild der finanziellen EntMcklung dieses Verwaltungszweiges machen. Von dem leytgenannten Ve- trage wurden 4392 242 .16 wieder vereinnahmt, immerhin belief sich der von der Stadt im Etatsjabre 1905/06 geleistete Zuscbu fur die öffentliche Armen- und Krankenpflege auf 19 595 87 ..ck-. Die Kosten der geschlossenen Armen- und Krankenpflege erforderten von dem oben aufgeführten Gesamtbetrag: 13 277 269 „46, dix Kosten der offenen Armenpflege (also in der Hauptsache die Barunterstu ungen) betrugen 10 710 850 „js. Das Stiftungsvermögen der bei der WM- direktion verwalteten Wobltätigkeitöfonds belief sich Ende 1900 auf
989000 „;ck-, Ende 1905 auf 1981500 «M. Der verminderte Be- Ükaß ist die Folge der Umrechnung der Wertpapiere zum
Stadt Berlin in 26 Kreise und 2 Armenämter eingeteilt. Die Zahl
der Almosenempfänger ist von 29 869 im Jahre 1900 auf 33 944 im
Jahre 1905, also um 13,8 % gestiegen, sie zeigt somit eine größere
Zunahme als die Bevölkerung, die innerhalb desselben Zeitraums nur
um 8.2 % gewachsen ist. Die Barunterstußungen find von 5 343 616 «56
auf 6 527 304 .,“ aestiegen. Während noch 1895 ein Almosenempfänger
durchschnittlich 163 «76 erhielt, bekam er 1900: 179, 1905: 192 „FC.
Die gexablten Pflegegelder betrugen 1900: 768 491 „44, dagegen 1905:
1049 785 96, die gewährten Extrauntetstußungen in der; gleichen
Jahren 824542 „15 und 926 097 „zs. Außerdem wurden fur Brenn-
material an laufend Unterstützte 1900: 264 522 «ck und 1905:
293 400046 auSgegeben. Die Zuwendungen fur Bekleidung armer Kon-
ßrmanden belieferi sich 1900 auf 18 632 „M, 1905 auf 15 969 «36.
Dieser Posten ist also etwas gesunken- D): Zahl der unterstußten
Kinder betrug 1185. Seitens der Berliner stadtischen Armenberwaltung
erfolgt auch, namentlich in der kalten JabreSzeit,_eine orggnifierte
Armenspeisung. Die Direktion der ubxr 17 Kuchen Verfugenden
Armenspeiseanstalt verteilte im RSÖUUUSSWHW 1905/06 bei einer Einnahme von 89 053.46 (darunter 43 255.95 von der Armendirektion,
das übrige aus Erträgniffen von Vermachtnkffen und Geschxnkep) 480150 Portionen zu je 1,11. Die Armendirektion batte fur, die von ihr besieüten und bezahlten Portionen fur das Winterhalbjahr 1905/06 numerierteVlocks eingeführt, die den zur SVLisunIzUQLlaffenen Armen ausgehändigt wurden und von der Speiseanstalt bet Entnahme
der Suppen zu markieren waren. Es konnte hiernach in der „großen Mebrzabl der FäÜe festgestellt werden, welche Personen die Opel en wirklich abgeholt haben. Hierbei zeigte fick 'die sebr bemerkenswerte Tatsache, daß von den seitens der Armendirektwn insgesamt „besieÜten 432 555 Portionen nicht weniger als 109103 Portionen nicht ab- geholt worden sind. Die Verwaitxmg stellt es im Bericht als zweifelhaft bin, ob sich unter diesen Umstanden die Einrichtung der prise- anstalten noch rechtfertigt. Es sollen Weitere Beobachtungen in dieser Nichtungangestel11werdem Zu solchen Erwägungen gab auch der armenarztliche Dienst in der _Berliner Armenpflege Anlaß. Man hat sich aus verschiedenen Grunden zu der Einfuhrung der freien oder auch der sogenannten „bedingt freier)“ Aerztewabl, d. t. die Bezeichnung von 4-5 wablfreien Aerzten fur jeden Bezirk, bis jeßt nicbt entschließen können. Jedenfalls liegen 'in dieser _Frage fur Berlin besondere Verbältniffe vor, da sich in kleineren Stadien, wie in Bremen, Rheydt, Worms, Siegen ukw. die bedingte freie Aerzte- wabl anscheinend gut bewährt. _ Seit dem Jahre 1900 sind auch Frauen an der ausiibenden
öffentlichen Armenpflege in der Reichshauptstadt beteiligt. Die Zahl der Armenpßegerinnen ist aÜerdings noch gering, sie betrug 1905 nur 41 neben 3598 Pflegern, 376 Vorstehern zmd 365 Stellvertretxrn. Das neuerdings fcsjgesteUte günstige Ergebnis einer Rundfrage uber die Erfahrungen bei der Mitwirkung der Frakuen wird jedoch zweifellos zu einer erhöhten Beteiligung der Frauen fahren.
Die Wohltätigkeitsfonds der Berliner Armenverwaltung werden meistens zur Bestreitung der Kosten der Heil-, Heim; und Erholungs- stätten, sowie zu besonderen Unterstußungen fur wurdi e Arme ber- wendet. Im Jahre 1900 wurden auf diese Weise 1084 ersonen mit 39 828 «M, in den vier folgenden Jahren 1393, 868, 1016 und 742 Personen mit einem Gesamtbetrag:?“ von 47 877,_ 33133, 40 571 und 28 202 „76 extra unterstußi. Die Farsorge der Armendirektion für Kranke in Heid, Heim- und Erholungsstätten erfuhr, insbesondxre gegen Schluß der Berichtsperiode, eine weitere Ausdehnung. Wahrend im Jahre 1901 aus ArmenetatSmitieln für diesen Zweck nur ein Betrag Von 40 517 „76 aufgewendet wurde, belief sich dieser _ Betrag 1905 auf 135 334 „FC, wozu noch aus Wohltattgkeits- mitteln 60 013 „15 kamen, im ganzen also", auf 195 347 _ „75. Es wurden hierfür 1905 behandelt: in den stadtischen Heimstatten für Lungenkranke und Genesende 421 Patienten, in den Wald- erbolungsstätten für Kinder des Verxins „vom Roten Kreuz 644 Kinder, in den Erholungsstätten fur Manner Ei Yami) und Jungfernheide 52 Männer und in dxn Erholungsstatten ur Frauen Schönbolj und Spandauer Berg 271 Frauen. Fernxr wurden der Kinderheilstätie zu Hobenlychen 527, der Kinderbeklstatte Dvrov 56, der VereinSbeilstätte Belzig 8, dem Kaiserin Friedrickp-Sexbospij zu Norderney 202 und dem Kurbosvital .Siloab“ 23 Kinder uberwixsen. In die Ferienkolonien des „Berliner Vereigs fur Ferienkolomen“ wurden 118 Kinder entsandt. T_Oie Trinkezfuriorge der Berliner Armendirektion, die sich auf ge1eßlich entmundigte Trinker erstreckte, konnte sick) deshalb nur innerhalb enger (Grenzen_ halten, weil die Armendirekiion erst dann von der Trunksucbt erfahrt, wenn es zur Heilung zu spät ist. Es wurden der Trinkerbeilsiätte .W_aldfrieden' im Jahre 1903 14, 1904 13 und 1905 5 Personen uberwiesen; die Kosten für deren Behandlung betrugen 3658 bezw. 3416 und 1221 ..ck-.
Zur Arbeiterbewequng.
Die Tarifberbandlungen für die Berliner Wäscbeindusirie haben, der „Boss. Ztg.“ zufoige, gesiern innerhalb der Von beiden Parteien eingeseßten engeren Kommisfiowunter dem Vorsitz des Fabri- kanten Stern begonnen. Von den Arbeitgebern wurde die Erklarung abgegeben, daß sie troß der Fckolecbten Konjunktur auf eine Herab- seßung der Löhne beim Neuab1chluß der Tarife Verzichten wyrden, wenn die Tarife auf fünf Jahre Von den Arbeitnehmern derlaygert werden. Die Forderung der Arbeitnehmer, im zweitxn Tarifxabrkk die Löhne zu erhöhen und die Materialien frei zu. liefern, Wurde abgelehnt, dagegen erklärten s1ch die Fabrikanten damtt einberstanden, daß bei der Cinfübrun neuer Maschinen die Aenderungen _der Löhne Von der Kommis on festgesxßt und den) Tarif angkbangt würden. Die Arbeitervertretkr erklailkn, sie mußten erst die Ver- sammlungen der beteiligten Arbertser befragen, ebe ste_sich mit der fünfjährigen Verlängerung des Tarifs_einverstanden erklaren könnten. Die nächste Sißung der Tarifkommmsion wird Ende August statt- finden. Der Tarif läuft am 1. Oktober ab. , " '
Der Ausstand bei der Firma Broivn, BOVEkl'll-Qo. in Mannheim ist, wie die , rkf. Ztg." meldet, nacb sechswöch1gsr Dauer beendigt. Die naheren Bed ngungen des Vergleichs sind noch nicht end- gültig formuliert. Die Arbeit sollte heute wieder aufgxnommen werden. An dem Ausstand waren MM 1400 Arbeiter beteiltgi.
Aus Paris wird dem .W- T. V.“ telegrabbiert: Dre Ab- stimmung unter den Bergleutcn des Koblenbeckens Von St. Etienn e bat eine Mehrheit von 433 Sjimmen gegen den Ausstand und für Annahme der Vorschläge der BerawerkSgeseUscbaft ergcbrn._
In Bombay sind, wi: .W- T. B." meldet, gestern frub 1000 Dockarbeitcr in den Ausstand getreten. Es fanden keine Rubestörungen statt, außer daß emige Getreidewaggons umgeworfen wurden. Die Polizei tr eb die Menge (mSeinander.
Land- und Forstwirtschaft. Stand der Viebzuckpt in Rußland im Juni1908.
Der kalte, eu te erbsi im größten Teil des europäisckzen Nuß- lands, sodann fderch raZe Winter, der in Südrußland mit starkexn Frost und Schneestürmen Verbunden war,_ und endlickx dxr sebx spat ein etreteÖej bFerlilxg riefen recht ungunstige Verbaltmffe fur die ru e e u t ervor.
s se.?),ie leßtel Periode der Stallfütterung des Viebs war gegen den Durchschnitt der leyten fünf Jahre um 4 Wochen lcznger, und zwar entfiel die Hälfte deser längeren Periode auf die fruhere Einsielxung des Viebs n die Ställe und den langen Winter, die andere Halfte auf den vers äteten kalten Frühling; gegen das-vorige Jahr Zedoch dauerte die FWU Periode der Stallfutterung sogar 6 Wochen langer.
Nur in denjenigen fern abliegenden Gebieten, wo der Ueberscbuß an Heu 40 bis 60 % erreichte, konnten die Ueberwinterung des Viebs und überbaupj der Stand der Viehzucht als gunstig angesehen werden, während die Gegenden, wo eine Mißernte an Heu und uttermitteln war sowie auch die Rayons, in denen der Ueberschuß an uttermitteln
Zeitkurse. Außerdem wird eine Klara Lange-Stifkung im BMÜJS von 263500 „15 mitverwaltet. Zur Durchführung der Armenpflege | die
wen ger reichlich war, recht empfindlickpe Verluste erlitten.
Ein ganz befriedigender SZand der Viehzucht „und in einzelnen ällen sogar ein guter nach glucklich uberstandenex. Winterung ergibt ck) im baltischen Rayon und im Weichselgebiet, zum Teil auch im
südwestlichen und Zentralen“ (Gebiet 1G0ubernemeyt Podolien und
Kalu a), in der Kalmücken-dnd Kirgtsen-Steppe jenseits des Ural.
Dur aus ungenügend war tm Winter der Unterhalt für das Vieh
im nordwestlichen Rayon, in den Gegenden_jeu1eits der Wolga und
im vorderen Ural. Dort reichten die _Vorrate nicht einmal für den
Winter, geschweige denn für die_Zufutterung im Frühling. Der
Abgan an Viel) war daher in diexen Gegenden bei dem Futtermangel
recht Ledeutend, auch“ wurden große Men'gen _verkauft, sodaß der
Viebbestand in einzelnen Rayons bis auf die Halfte reduziert wurde.
In den übrigen Teilen der Viehzucht treibenden quons war die
Lage 'der Viebzuchtwirtscbaft mebr_oder weniger befriedigend; das
Vieh Verbrachte den Winter verbaltniSrpaßig gunstig. Dort hatte
der Abgang an Vieh nicht einen so erheblichen Umfang, auch wurden
nur geringe Mengen Verkauft, die Tiere waren aber sehr abgemagert, besonders dasjenige, das zur Feldarbeii Verwendet wird. _ _
Eine aUgemeine Abnabmk der Yrebzucht bemerkt man Hcsonders
in Nord- und Südrußland, hauptsachlich infolge der Verminderung
der Weidepläße, die immer mehr zum Getretdebau berwendet werden. Zum Verfall der Viebwirtscbafi bat aber auch die Agrar- bewegung um 1905/06 beigetragen, wo eine Menge gut eingerichteter
Viehzuchtwirtsckpaften vollständig vernichtet wurden und Viele Vieb-
züchter, die befürchteten, daß sie von dem gleichen Schicksal ereilt:
werden, ihre Wirtschaften liquidierten. Es, darf jedoch 0011) nicht unerwähnt bleiben, daß sich in Rußland em kleiner Umschwung zu einer intensiveren Viehwirtschaft, be onders ju,M01k€reizWecken, bx- merkbar macht. Dies zeigt fich namentlich Km, den Gegenden mti
zunehmendem Grasbau und Wirtschaften mit Kleie. ,
Die Viebpreise sind fast Überall infolge der Abnabme des Vtebs
und des geringen Angebots, bei gleichzeitig zunehmender Nachfrage nach
Rindvieb seitens der Kor.7ummärkte gestiegen.
Gegenwärtig ist der Stand der Viehwirtschaften' recht_be-
friedigend. _ Warme Negenfäüe, die überal] in der zweiten_ Halfte
des Mai niedergingen, haben das Wachstum an den Wetdeplasen be- deutend gefördert, sodaß das Vieb sich rasch erholen konnte; die Aus- sichten auf eine gute Korn- und Heucrnie ermöglichen es der Bevölke- rung, auch das überzählige Vieb dor sofortigem Verkauf zu bewahren und einen günstigeren Moment für deffén Abiaß aszWarten. Dagegen in den Rayons mii Molkereiwirtscbaften kauft die Bevölkerung _grrn gute Kühe, da sie auf eine ausreichende Heuernte und folglich aus die Möglichkeit eines günstigen Unterhalts des Viebs hofft. (Nach.*1*01,cz. 131-0111. (182. Vom 12.125. Juni 1908)
*
Getreidebandel in Argéntinien.
Der Kaiserliche Generalkonsul in Buenos Aires berichtet unterm 20. d. M.: In der Zeit Vom 1. Januar bis 18. Juni d. I. sind aus Argentinien auSgefübrt worden:
2764 032 Tonnen . Weizen, 639 925 , Mais, 747 724 . Leinsaat, 340 316 . Hafer.
Zn demselben Zeitraum des Vorjahres waren auSgefiibri worden:
2 206 600 Tonnen . Wrizen, 312 473 . Mais, 635 349 . Leinsaat, 119 004 . Hafer.
An ßcbibarén Vorräten sind zur Zeit Vorhanden:
45 000 T-Znnen . . Weizen, 50 000 „ . . . . Mais, 20 000 . Leinsaat.
Der Gesamtausfubrüberschuß der Saison wird ge- schäßt auf;
4000000 Tonnen . Weizen, 900 000 „ . . . Leinsaat,
2 600 000 , . . . . Mais, 400 000 , Hafer.
Die Durchschnittspreise haben betragen für: 100 kJ Weizen 58,0? Papierpesos ((im Vorjahre 7,65), 3 .
100 „ Mais . ' 1 - ! O, ,- 190 . Leiniaat . . . 11,10 . ( . . 11,80), 100 . Hafer . . . . 5,00 . ( . . 1,00).
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.
Säuglingssterblicbkeit, Geburte'nbäiifigkeit und Tot- geburten in dsn Städten Frankretcbs 111115000 und mehr Einwohnern während der Jabre1901 bis 1906.
Nach der Volkszählung des Jahres 1906 lebten in den 643 Städten Frankreichs mit mehr als 5000 Einwohnern im gamen 14277 759 Per. sonen. Daruntkr waren 13 529 Unbekannten Alters; Von den ubriger:
standen
im ersten Lebensjahre . . . . 291958 : "20,90 M, im Alter don ] bis 19 Jahren 4237 836 :: 297,1 “%.-_., „ „ , 20 . 59 „ 8349843 : 585,4 o...,
60 und mehr „ 1384 543 = 97,0 (
In Paris standen im Säxlglingsalter sogar mzr 16 . akler Eiri- wobner bekannten Alters, 110390211 3. B. in Be'rltn (01:1 1. Dezember 1900) 210/x,.) und im ganzen Dentscben Reiche 29 “,...) obwohl dis Stxrblichkeik im ersten Jahre nach der Geburt bekanntlich bier wett Höber als in den Städten Frankreichs_tft. & ,
In der Gesamtheit der 643 Stadt: zxcatjkr€ichs mrt mehr «16 5000 Einwohnern wurden wäbrend drr 6 Bértchtsjabre 1901 bis 1906 3. lebend geboren 1767640 Kinder, darunter 213068 (15,4 %) außérebelicher Abkunft, 1) tot geboren 114009,_darunter 24318 (21,3 0/9) außerehelicher Abkunft. Es kamen 0170 auf 12 100.0 neugeborene Kinder nicht weniger als 60,6 totgeborens und au! ;: 1000 außerebelich gebdrcnc sogar 81,8 totgxborene. 'Im ersten Lkbens- jahre starben während dieses 6jabrtgen Zeitranms tm ganzen 250 477 Kinder, d. 1. kaum 14,2 auf je 100 Lebendgeborens, und zwar
i. J. 1901: 43 741 auf 305 385 Lebendgeb, d. 1. 14,3 : 100 . 1902: 42 608 . 301532 , 14,1:100
: „ 1903: 40431 , 294417 : : 13,7:100 „ , 1904: 42286 , 291719 , , 14,5:100 „ , 1905: 39140 . 284 424 „ . . 13,8:100 „ , 1906: 42271 , 290163 . „ . 14,6:100. Auf die stetige Abnahme der Lebendgeborenen Von 1901 5181905,
der ein erin es Ansteigen im Jahre 1906 folgte, sei besonders hin- gewiesen? di? auf je 1000 Bewohner errechnete Ziffer der Lebend- geborenen betrug in diesen 6 Jabrkn nacheinander: 22,26 _ 21,85 „_ 21,21 _ 20,89 _ 20,25 _ 20,32, und auch die auf xe 1000 (Ein- wobner umgerechnete Zahl der außerehelich [ebendgeborenen Kindxr ist Von 3,40 “100 bis auf 3,16"/00 stetig gesunken. Die fur Lebend- und Totgeborene errechnete „Geburtsziffer' betrug im ersten der 6 Berichtsjabre 23,68, im leßten BerichtSjabre 21,62 0/000 und ist ebenfalls während des sechsjährigen Zeitraums ununterbrochen gesunken. (Nach ZtaijskiqUS Jaujdajrs (10 18 1717511106, 81111658 1906.)
(Zr ebnisse der im Deutschen Reiche auf Grund der
Veßanntmachung vom 9. Oktober 1904 im Jahre 1907
vorgenommenen Untersuchun en von Seeleuten auf Seb- und Farbenunter cbeidungsvermögen.
Auf idr Sebvermö en wurden im Jahre 1907 nach den .Ver- öffentlicbungen des Kaserlicben Gesundheitsamts' 12 490 Seeleute
zum ersten Male untersucht; bei 3,92 0,10 war das Sehvermögen un-